CropEnergies AG

Mannheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2014 bis zum 28.02.2015

ÜBERBLICK 2014/15 CROPENERGIES-KONZERN

Umsatz wächst auf 827 (780) Mio. € +47 Mio. €

Bioethanolproduktion steigt auf 1.056 (884) Tsd. m³ +20 %

EBITDA reduziert sich auf 25,2 (68,5) Mio. € -43 Mio. €

Operatives Ergebnis verringert sich auf -11,2 (35,0) Mio. € -46 Mio. €

Jahresüberschuss fällt auf -58,0 (12,0) Mio. € -70 Mio. €

Cashflow erreicht 5,3 (50,9) Mio. € -46 Mio. €

Nettofinanzschulden erhöhen sich auf 150 (135) Mio. € +15 Mio. €

Ausblick 2015/16* : Der Umsatz wird in einer Bandbreite von 625 bis 675 Mio. € erwartet. Das operative Ergebnis soll in einer Bandbreite von minus 20 bis plus 10 Mio. € liegen.

* Details im Prognosebericht, S. 71

CROPENERGIES -KONZERNZAHLENÜBERSICHT

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IFRS/IAS Ergebnis   2014/15 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11
Umsatz Tsd. € 827.165 780.436 688.723 572.119 472.755
EBITDA Tsd. € 25.177 68.463 118.989 84.314 76.300
in Prozent des Umsatzes % 3,0 8,8 17,3 14,7 16,1
Operatives Ergebnis Tsd. €   35.002 87.018 53.008 45.933
in Prozent des Umsatzes %   4,5 12,6 9,3 9,7
Ergebnis der Betriebstätigkeit Tsd. € -39.367 28.050 87.004 51.922 46.765
Jahresüberschuss Tsd. € -58.043 12.006 57.175 30.180 28.341
in Prozent des Umsatzes % -7,0 1,5 8,3 5,3 6,0
Cashflow und Investitionen            
Cashflow Tsd. € 5.285 50.858 98.238 63.986 63.294
in Prozent des Umsatzes % 0,6 6,5 14,3 11,2 13,4
Investitionen in Sachanlagen* Tsd. € 31.636 18.182 11.104 14.415 21.631
Bilanz            
Bilanzsumme Tsd. € 643.914 666.305 598.947 623.444 638.537
Nettofinanzschulden Tsd. €     -82.907 -158.383 -195.027
Eigenkapital Tsd. € 331.660 395.344 389.705 353.929 339.289
in Prozent der Bilanzsumme % 51,5 59,3 65,1 56,8 53,1
Wertentwicklung            
Sachanlagen* Tsd. € 475.232 472.519 437.344 458.624 477.434
Goodwill Tsd. € 5.595 5.595 5.595 5.595 4.346
Working Capital Tsd. € 43.191 71.186 64.173 60.287 52.249
Capital Employed Tsd. € 524.018 549.300 507.112 524.506 534.029
ROCE % -2,1 6,4 17,2 10,1 8,6
Aktie            
Marktkapitalisierung Mio. € 262 442 499 450 529
Gesamtzahl Aktien per 28./29. Februar Mio. 87,25 87,25 85 85 85
Schlusskurs per 28./29. Februar 3,00 5,07 5,87 5,30 6,22
Ergebnis je Aktie -0,67 0,14 0,67 0,36 0,33
Dividende je 1-Euro-Aktie 0,00 0,10 0,26 0,18 0,15
Dividendenrendite per 28./29. Februar % 0,0 2,0 4,4 3,4 2,4
Herstellung            
Bioethanoihersteüung 1.000 m3 1.056 884 808 692 687
Mitarbeiter            
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt   438 430 321 310 303

* einschließlich immaterieller Vermögenswerte

Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2014/2015 1. März 2014 bis 28. Februar 2015

Den Herausforderungen im vergangenen Geschäftsjahr konnte die CropEnergies AG mit den über Jahre gewachsenen Stärken begegnen. Unser Konzept ist und bleibt zukunftsfähig, denn wir bieten Lösungen für immer wichtiger werdende Problemstellungen. Sei es zur Verringerung von Ölimporten und zur Sicherung der Mobilität oder zur Versorgung mit heimischen Eiweißfuttermitteln, die frei von Gentechnik eine Alternative zu Importen bieten. Dabei schaffen wir Arbeitsplätze und fördern die Wertschöpfung an unseren Standorten, welche weit über diese hinaus ausstrahlt. Auch an der Zukunft arbeitet CropEnergies bereits. Unsere Forschung entwickelt Produktbereiche weiter, damit wir auch in Zukunft innovative Trends setzen.

Einer der führenden Hersteller und Vermarkter von Bioethanol in Europa

Produktionsstandorte in Belgien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien und Handelsniederlassungen in den USA, Brasilien und Chile

Größter deutscher und belgischer Bioethanolhersteller

Bioethanolanlagen mit Treibhausgaseinsparungen von über 50 Prozent als nachhaltig zertifiziert

Jährliche Gesamtkapazität: rund 1,2 Millionen Kubikmeter Bioethanol; mehr als 1 Million Tonnen Lebens- und Futtermittel; 100.000 Tonnen flüssiges CO2

Technologieführer in Europa mit innovativen Anlagenkonzepten

Langjährig gewachsenes Know-how in der großtechnischen Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu qualitativ hochwertigen Produkten und deren Vermarktung

Marktkapitalisierung zum Ende des Geschäftsjahrs 2014/15: 262 Millionen €

Ziel: Die Mobilität heute und in Zukunft nachhaltig und aus erneuerbaren Quellen sichern

Die Produkte

CropEnergies produziert hochwertige Produkte für Teller, Tank und Trog. Neben Bioethanol, das überwiegend Benzin ersetzt, werden aus den Rohstoffen bei der Herstellung von Bioethanol auch wertvolle Lebens- und Futtermittel gewonnen.

Bioethanol

Für Kraftstoffanwendungen

Bioethanol

Für traditionelle und technische Anwendungen

Die Standorte

Zeitz, Deutschland

Kapazität (pro Jahr)

360.000 m3 Bioethanol für traditionelle und Kraftstoffanwendungen

260.000 t ProtiGrain® (DDGS)

100.000 t flüssiges CO2

Rohstoffe

Getreide und Zuckersirupe

Wanze, Belgien

Kapazität (pro Jahr) bis zu 300.000 m3 Bioethanol

rund 55.000 t Weizengluten

mehr als 300.000 t ProtiWanze®

Rohstoffe

Weizen und Zuckersirupe

Loon-Plage, Frankreich

Kapazität (pro Jahr)

100.000 m3 Bioethanol für Kraftstoffanwendungen

80.000 m3 Bioethanol für traditionelle und technische Anwendungen

Rohstoffe

Rohalkohol

Wilton, Großbritannien

Kapazität (pro Jahr)

400.000 m3 Bioethanol für Kraftstoffanwendungen

350.000 t DDGS

Rohstoffe

Getreide

Flüssiges CO2

In Lebensmittelqualität, u. a. für die Getränkeherstellung

Gluten

Hochwertiges Eiweiß für die Backwarenherstellung und als spezielles Futtermittel

ProtiGrain®

Getrocknetes, pelletiertes Eiweißfuttermittel für Rinder, Schweine und Geflügel

ProtiWanze®

Flüssiges Eiweißfuttermittel für Rinder und Schweine

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2014/15 war das schwierigste in der Geschichte der CropEnergies-Gruppe. Die Entwicklung des Unternehmens und die erbrachten Leistungen stehen in starkem Gegensatz zu den wirtschaftlichen Kennzahlen. Wir haben unsere Produktionsanlagen weiter optimiert, die Produktionsmengen gesteigert und den Ausbau des Geschäfts vorangetrieben. Doch die Entwicklungen auf den relevanten Märkten führten zu einem Jahresverlust.

Die seit Herbst 2012 andauernde politische Diskussion in der EU um die notwendige Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien insbesondere im Transportsektor und der leicht rückläufige Verbrauch an Ottokraftstoffen haben die Nachfrage nach Bioethanol in den letzten zwei Jahren um 10 % sinken lassen und einen Preisdruck im europäischen Bioethanolmarkt erzeugt. Der überraschend starke Verfall der Ölpreise und eine intransparente Preisfestsetzung für Bioethanol haben diesen Druck deutlich erhöht. Über weite Strecken des Geschäftsjahrs lag der Bioethanolpreis unterhalb des Benzinpreises, mitunter sogar erheblich. Im Januar 2015 fiel die Bioethanolnotierung auf ein Allzeittief von 417 €/m3 . Diese Entwicklung belastete das Ertragsniveau der europäischen Bioethanolhersteller.

Auch CropEnergies ist von dieser Entwicklung betroffen. So ist im Geschäftsjahr 2014/15 zwar der Umsatz um 6 % auf 827 Mio. € gestiegen. Allerdings entstand ein operativer Verlust von 11 Mio. €. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch einmalige Aufwendungen in Höhe von 37 Mio. € aus der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton belastet. Insgesamt schließt CropEnergies das Geschäftsjahr mit einem Konzernjahresverlust von 58 Mio. € ab. Entsprechend kann keine Dividende ausgeschüttet werden.

Wir haben Maßnahmen ergriffen, um die Ertragssituation zu verbessern. Im Mittelpunkt standen dabei die Optimierung unserer Produktionsanlagen und die Verbreiterung der Geschäftstätigkeit. Wir sind stolz darauf, dass wir in kurzer Zeit die Neutralalkoholanlage in Zeitz fertiggestellt und Anfang 2015 in Betrieb genommen haben. Nach ausführlichen Test- und Abstimmungsfahrten produziert sie nun hochreinen Neutralalkohol für Kunden aus verschiedensten Industrien. Technische Fortschritte haben wir auch bei Ensus in Großbritannien erzielt. So haben wir die Kapazitätsauslastung gesteigert und den Energieverbrauch gesenkt. Weitere Optimierungspotenziale sind identifiziert. Vor diesem Hintergrund ist uns die Entscheidung schwer gefallen, die Anlage im Februar 2015 bis auf Weiteres stillzulegen. Das aktuelle Preisniveau ermöglicht es uns aber nicht, die Anlage kostendeckend zu betreiben. Bei einer nachhaltigen Verbesserung der Marktlage werden wir die Anlage wieder in Betrieb nehmen und die volle Kapazität der CropEnergies-Gruppe von 1,2 Mio. m3 Bioethanol nutzen, um den Markt mit einem klimaschonenden, bewährten und preiswerten Biokraftstoff zu versorgen. Davon profitiert nicht nur die CropEnergies AG mit ihren Aktionären und Mitarbeitern, sondern wir leisten auch unseren Beitrag zum Klimaschutz.

Für das Geschäftsjahr 2015/16 erwarten wir zunächst keine signifikante Änderung der Marktbedingungen. Deshalb gehen wir aufgrund der bis auf Weiteres ausgesetzten Produktion bei Ensus davon aus, dass die in der CropEnergies-Gruppe erzeugte Produktionsmenge in etwa das Niveau des Geschäftsjahrs 2013/14 erreichen wird. Als Folge wird sich der Umsatz zwar reduzieren, das Risikoprofil unserer Geschäftstätigkeit aber verbessern. Wir gehen davon aus, dass wir ein EBITDA erwirtschaften können, das zur Abdeckung der anstehenden Investitionen und zur Sicherung der Substanz in dieser schwierigen Marktphase ausreicht. Einen nochmaligen operativen Verlust können wir derzeit nicht ausschließen.

Wir möchten uns herzlich bei unseren Mitarbeitern bedanken, die sich in diesem schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr mit großem Engagement und Leidenschaft für CropEnergies eingesetzt haben. Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für das Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen, und Ihre Unterstützung in diesen herausfordernden Zeiten. Wir freuen uns, wenn Sie CropEnergies auch in Zukunft begleiten werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Marten Keil, Chief Operating Officer (COO

Joachim Lutz, Chief Financial Officer (CFO

AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markwart Kunz

Vorsitzender

Worms

Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Dr. Lutz Guderjahn

Stellvertretender Vorsitzender

Offstein

Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Dr. Hans-Jörg Gebhard

Eppingen

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Thomas Kölbl

Speyer

Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Franz-Josef Möllenberg

Rellingen

Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Norbert Schindler

Bobenheim am Berg

Mitglied des Deutschen Bundestags

Vorstand

Dr. Marten Keil

Chief Operating Officer (COO)

Heidelberg

Produktion, Beschaffung, Vertrieb, Marketing, Public Affairs, Öffentlichkeitsarbeit, Business Development und Personal

Joachim Lutz

Chief Financial Officer (CFO)

Mannheim

Finanzen, Rechnungswesen, Investor Relations, Controlling, Risikomanagement, Compliance und Verwaltung

AUCH EINE REVOLUTIONÄRE IDEE BRAUCHT KONTINUIERLICHE EVOLUTION.

Die Erfindung des Rads brachte alles ins Rollen. Seitdem bestimmt Vorankommen unser Leben. Wir leisten einen erheblichen Beitrag dazu, die Mobilität in Europa zu sichern - mit nachhaltig aus heimischen Rohstoffen produziertem Bioethanol.

MOBILITÄT ERMÖGLICHEN - UNABHÄNGIG VON ENERGIEIMPORTEN

THG-Einsparungen durch Bioethanol im Verkehrssektor in Europa seit 2003

THG-Einsparung (kumuliert) in Mio. t CO2äq.

Nachhaltig hergestelltes Bioethanol ist der ideale Ersatz für fossilen Ottokraftstoff. Mehr als 150 Mio. Barrel Öl ersetzte Bioethanol aus heimischen Rohstoffen seit 2003 in Europa und ersparte der EU dadurch allein 2014 Importe im Wert von 1,4 Mrd. €. Je besser sich die EU selbst mit Energie versorgt, desto unabhängiger wird sie von Ölimporten und ihren schwankenden Preisen. Doch europäisches Bioethanol hat einen weiteren Vorteil: Allein in den vergangenen fünf Jahren konnten durch Bioethanol rund 25 Mio. Tonnen Treibhausgase vermieden werden. Das ist der jährliche Treibhausgasausstoß von 11,5 Mio. Autos.

CROPENERGIES NACHHALTIG PRODUZIERTES BIOETHANOL

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2014/15 hat CropEnergies vor besondere Herausforderungen gestellt. Zwar ist es gelungen, den Umsatz durch ein Produktions- und Absatzwachstum weiter zu steigern. Die ungünstigen Marktverhältnisse auf dem europäischen Bioethanolmarkt haben jedoch einen ungewöhnlichen Preisdruck bewirkt, der bei unserer Gesellschaft zu einem operativen Verlust führte. Angesichts dieser Entwicklung unterstützte im Februar 2015 der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands, die Produktion in Wilton trotz der erzielten Fortschritte bis auf Weiteres einzustellen.

In dieser schwierigen Zeit ist CropEnergies strukturell gut aufgestellt. Die vorausschauenden Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz der Produktionsanlagen und zur Reduzierung der Kosten zeigen Wirkung. Zudem hat CropEnergies in Zeitz mit der Inbetriebnahme der Neutralalkoholanlage das Geschäftsfeld erfolgreich verbreitert. Wichtig ist nun, dass endlich die politischen Rahmenbedingungen in Brüssel definiert und von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Wir erwarten, dass diese Entscheidungen in der 1. Hälfte des Geschäftsjahrs 2015/16 getroffen werden.

Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage und den unternehmerischen Perspektiven der CropEnergies-Gruppe befasst. Die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014/15 fortgesetzt. Dabei ist der Aufsichtsrat seinen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten, nachgekommen.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Bei allen die CropEnergies-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Unternehmensgruppe einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance unterrichtet. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung von CropEnergies mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorfälle wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Der Aufsichtsrat stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über wesentliche Geschäftsvorgänge und die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage. Dabei berichtete der Vorstand auch über die Unternehmenspolitik, die Rentabilität, das Risikomanagement sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die CropEnergies AG und die CropEnergies-Gruppe. Der Aufsichtsratsvorsitzende vertiefte dies in zahlreichen Arbeitsgesprächen mit dem Vorstand.

Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2014/15 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen Sitzungen. Im Mittelpunkt der Sitzungen standen die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten, die Absicherung von Marktpreisrisiken, die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe, der Fortgang der Produktion und der Investitionen sowie die aktuelle Ergebnislage. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Gegenstand der Bilanzsitzung am 12. Mai 2014 war die Prüfung und Billigung der vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse und Lageberichte 2013/14 der CropEnergies AG und des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete über Schwerpunkte und die Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung 2014. Zudem wurde die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung beschlossen sowie die Struktur der Vorstandsvergütung überprüft.

In der Aufsichtsratssitzung am 15. Juli 2014 stand die Mittelfristplanung im Vordergrund. Außerdem wurde der Arrondierung eines Grundstücks zugestimmt.

In der Sitzung am 10. November 2014 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr und Optionen zur nachhaltigen Sicherung der Ertragslage. Turnusgemäß behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2014. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat der Aufnahme eines langfristigen Darlehens zu.

In der Sitzung am 26. Januar 2015 wurde die Ergebnishochrechnung des laufenden Geschäftsjahrs 2014/15 vorgestellt.

An allen Sitzungen haben - mit einer Ausnahme, bei der ein Mitglied des Aufsichtsrats aus wichtigem Grund an einer Sitzung verhindert war - alle Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands teilgenommen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienteren Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs- sowie einen Nominierungsausschuss gebildet.

Der Prüfungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Herr Thomas Kölbl (Vorsitzender), Herr Dr. Lutz Guderjahn, Herr Prof. Dr. Markwart Kunz sowie Herr Franz-Josef Möllenberg angehören, tagte im Geschäftsjahr 2014/15 fünfmal; in drei Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats.

In seiner Sitzung am 5. Mai 2014 befasste sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der CropEnergies AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit.

In der Sitzung am 15. Juli 2014 erörterte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag.

Am 6. Oktober 2014 befasste sich der Prüfungsausschuss neben der Erörterung des Halbjahresberichts, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.

Die Sitzungen am 7. Juli 2014 sowie am 8. Januar 2015 waren der Erörterung der Zwischenberichte zum 1. und 3. Quartal 2014/15 vorbehalten.

In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren - mit einer Ausnahme, bei der ein Mitglied aus wichtigem Grund an einer Sitzung verhindert war - alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.

Der Nominierungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Herr Thomas Kölbl (Vorsitzender), Herr Dr. Lutz Guderjahn, Herr Prof. Dr. Markwart Kunz sowie Herr Franz-Josef Möllenberg angehören, hatte im Geschäftsjahr 2014/15 keinen Anlass, zusammenzutreten.

Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung.

Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 10. November 2014. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.

Corporate Governance

Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei CropEnergies einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung 2014 ist der Erklärung zur Unternehmensführung / zum Corporate Governance-Bericht im Geschäftsbericht auf den Seiten 31 - 39 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung.

Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt auch hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der CropEnergies-Gruppe.

Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenkonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden.

Jahresabschluss

Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2014/15 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Vorstand hat im Hinblick darauf, dass der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mittelund unmittelbar, einschließlich der durch die Südzucker AG gehaltenen rund 69 % der Stimmrechte, rund 76 % der Stimmrechte zuzurechnen sind, einen Bericht nach § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 11. Mai 2015 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. Mai 2015 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwände gegen die vorgelegten Abschlüsse. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der CropEnergies AG und den Konzernabschluss der CropEnergies-Gruppe in seiner Sitzung vom 18. Mai 2015.

Der Jahresabschluss der CropEnergies AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, keine Dividende auszuschütten, schloss sich der Aufsichtsrat an.

 

Mannheim, 18. Mai 2015

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markwart Kunz, Vorsitzender

AKTIE UND KAPITALMARKT

Kapitalmarktumfeld

Zu Beginn des Berichtszeitraums wirkten sich zunächst schwache Konjunkturdaten aus den USA und die Zuspitzung des Konflikts in der Ukraine negativ auf das globale Wirtschaftsklima aus. Nachdem DAX® und MDAX® am 3. März 2014 mit 9.692 bzw. 16.892 Punkten gestartet waren, überschritt der DAX® am 5. Juni 2014 erstmals in seiner Geschichte die Marke von 10.000 Punkten infolge einer Senkung des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf 0,15 %. Im 2. Halbjahr 2014 rückte die hohe Schuldenlast einiger südeuropäischer Staaten, insbesondere Griechenlands, wieder in den Fokus. Die EZB reagierte auf die angespannte konjunkturelle Situation zunächst mit negativen Einlagezinsen sowie mit einer Absenkung des Leitzinses Anfang September 2014 auf ein historisch niedriges Niveau von lediglich 0,05 %. Dennoch erreichte der Dax® im Oktober 2014 mit 8.476 Punkten sein Jahrestief. Im Januar 2015 verkündete die EZB ein neues Programm zum Ankauf von Anleihen in Höhe von 1,1 Billionen €, um deflationären Tendenzen vorzubeugen. Der DAX® reagierte unmittelbar auf diese Ankündigung weiterer Liquiditätszuflüsse und erreichte Ende Februar 2015 ein neues Allzeithoch von 11.402 Punkten. Am Ende des Berichtszeitraums, dem 28. Februar 2015, notierten DAX® und MDAX® bei 11.402 (9.692) respektive 20.092 (16.892) Punkten und legten damit um 18 bzw. 19 % zu.

Kursverlauf der CropEnergies-Aktie

Die CropEnergies-Aktie startete am 1. März 2014 mit einem Kurs von 5,07 € in das Geschäftsjahr 2014/15. Nach einer leichten Abwärtsbewegung aufgrund des schwierigen Marktumfelds mit zum Teil unterhalb der Benzinpreise liegenden Bioethanolpreisen stabilisierte sich der Kurs Anfang Juli bei gut 5 €. Nachdem CropEnergies im September für das 1. Halbjahr 2014/15 einen operativen Verlust meldete und auch der Ölpreis drastisch unter Druck geriet, fiel die Aktie deutlich und erreichte am 30. Januar 2015 mit 2,70 € ihren tiefsten Tagesschlusskurs im Geschäftsjahr. Nach einer leichten Kursverbesserung Anfang Februar 2015 führte die am 18. Februar 2015 veröffentlichte Mitteilung über die temporäre Stilllegung

Kursverlauf der CropEnergies-Aktie seit dem Börsengang am 29. September 2006 bis zum 28. Februar 2015 (Schlusskurse XETRA®)

der Produktionsanlage in Wilton zu starken Kursausschlägen. Die Aktie schloss an diesem Tag mit 2,94 € bzw. einem Tagesverlust von 6 %. Der Schlusskurs des Geschäftsjahrs am 28. Februar 2015 belief sich auf 3,00 €. Unter Berücksichtigung der Dividendengutschrift ergab sich insgesamt eine Wertminderung von 39 %. Der Vergleichsindex DAXsubsector Renewable Energies der Deutschen Börse ermäßigte sich im Berichtszeitraum um 11 %.

Börsennotierung und Aktionärsstruktur

Die Aktie der CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) ist im Regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Darüber hinaus wird das Papier auch im Computerhandel XETRA® sowie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin gehandelt. Rund 69 % der CropEnergies-Aktien werden von der Südzucker AG und rund 7 % der Aktien von der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gehalten. Weitere meldepflichtige Stimmrechtsmeldungen gab es nicht. Zur Hauptversammlung 2014 lagen CropEnergies-Aktien in rund 12.000 vornehmlich privaten Depots.

Hauptversammlung 2014

Die ordentliche Hauptversammlung am 15. Juli 2014 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim besuchten rund 800 Teilnehmer. Die anwesenden Aktionäre vertraten 83 % des Kapitals und interessierten sich in ihren Rede- und Fragebeiträgen insbesondere für die Entwicklung der britischen Tochter Ensus sowie den Baufortschritt der Neutralalkoholanlage in Zeitz. Nach der Erörterung der Tagesordnungspunkte beschloss die Hauptversammlung die vorgeschlagene Dividende von 0,10 € je Aktie. Dies führte zu einer Ausschüttungssumme von 8,7 Mio. €. Alle Beschlussvorschläge der Verwaltung wurden mit einer Mehrheit von jeweils über 99 % angenommen.

Dividendenvorschlag 2015

Für das Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich im handelsrechtlichen Jahresabschluss kein Bilanzgewinn. Eine Gewinnausschüttung scheidet daher aus.

Kursverlauf der CropEnergies-Aktie gegenüber dem DAXsubsector Renewable Energies Kursindex vom 1. März 2012 bis zum 28. Februar 2015

Stammdaten

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CropEnergies AG    
ISIN   DE000A0LAUP1
WKN   A0LAUP
Kürzel   CE2
Gattung   Nennwertlose Inhaber-Stammaktien
Sektor   Industriegüter
Subsektor   Erneuerbare Energien
Transparenzlevel   Prime Standard
Marktsegment   Regulierter Markt
Börsenplätze   XETRA®: Frankfurt Freiverkehr: Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin
Anzahl der Aktien (Stück) 87.250.000
Grundkapital (€) 87.250.000
Börsenzugelassenes Kapital (€) 87.250.000
Erstnotiz/Börsengang   29. September 2006
Aktionärsstruktur   Südzucker AG (69 %), Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (7 %), Streubesitz (24 %)

Kennzahlen der Aktie

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    2014/15 2013/14
Schlusskurs Geschäftsjahresende (€) 3,00 (28.02.2015) 5,07 (28.02.2014)
Höchster Tagesschlusskurs (€) 5,28 (27.03.2014) 7,13 (26.11.2013)
Tiefster Tagesschlusskurs (€) 2,70 (20./30.01.2015) 5,07 (28.02.2014)
Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Mio. €) 262 442
Durchschnittlicher Tagesumsatz der Aktie (Stück) 32.759 48.945
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 (€) -0,67 0,14
Dividende je Aktie (€) 0,00 0,10

Quelle: Deutsche Börse AG, XETRA® Daten

Marktkapitalisierung und Börsenumsatz

Zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2015 lag der Börsenwert aller CropEnergies-Aktien bei 262 Mio. €. Der Aktienumsatz an allen deutschen Börsenplätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 8 (12) Mio. CropEnergies-Aktien. Dies entspricht einem durchschnittlichen Tagesumsatz von rund 33 (49) Tsd. Aktien.*

Investor Relations

CropEnergies bietet zeitnahe und transparente Informationen insbesondere über die Website www.cropenergies.com. Hier finden Interessenten unter anderem Finanzberichte, Pressemitteilungen und Ad-hoc-Meldungen, den Finanzkalender sowie aktuelle Kapitalmarktpräsentationen. Ebenfalls abrufbar sind zahlreiche Broschüren der CropEnergies AG, die auf Wunsch auch per E-Mail oder per Post versandt werden.

Im Berichtszeitraum war CropEnergies auf Analysten- und Kapitalmarktkonferenzen sowie Roadshows in Frankfurt, London, Wien und Zürich vertreten, um den Geschäftsverlauf und die Unternehmensstrategie zu erläutern. Über die Quartalsergebnisse wurde in Telefonkonferenzen berichtet. Für einen telefonischen Informationsaustausch, insbesondere auch mit Privataktionären, steht die Investor Relations-Abteilung täglich zur Verfügung.

* Quelle: Deutsche Börse Stock Report

Konzernlagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Konzernstruktur

Die CropEnergies-Gruppe verfügt in Europa über mehrere Produktionsanlagen für Neutral- und Kraftstoffethanol sowie für Lebens- und Futtermittel. Die Absatzmärkte liegen größtenteils in Europa. Im Einzelnen hält die CropEnergies AG mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen:

CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz

CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim

BioWanze SA, Brüssel (Belgien)

Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich)

Compagnie Financiere de l'Artois SA, Paris (Frankreich)

Ensus Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile)

CropEnergies Inc., Houston (USA)

Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der

CT Biocarbonic GmbH, Zeitz.

Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz (Deutschland) eine Anlage zur Produktion von 360 Tsd. m3 Bioethanol pro Jahr. Das Bioethanol findet hauptsächlich im Kraftstoffbereich Verwendung. Seit Januar 2015 besteht die Möglichkeit, am Standort 60.000 m3 Bioethanol pro Jahr zu hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität zu veredeln. Darüber hinaus werden 260 Tsd. t des Proteinfuttermittels ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie erzeugt.

Die CropEnergies Beteiligungs GmbH verfügt als deutsche Zwischenholding über keine eigene Produktion.

Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem flüssigen Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 300 Tsd. m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55 Tsd. t Gluten und mehr als 300 Tsd. t ProtiWanze® hergestellt werden. Einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt BioWanze aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns in einem weltweit einzigartigen Biomassekraftwerk. Daher übertrifft das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol bereits heute die ab dem Jahr 2017 geltenden Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung deutlich. Weiterhin vermarktet BioWanze hochwertige Kleie aus dem in Wanze verwendeten Weizen als Futtermittel.

Die Ensus Ltd. ist eine britische Holdinggesellschaft ohne eigene Produktion.

Die Ensus UK Ltd. verfügt in Wilton (Großbritannien) über eine Anlage mit einer Jahresproduktionskapazität von 400 Tsd. m3 Bioethanol und 350 Tsd. t getrocknetem Eiweißfuttermittel. Zusätzlich können bis zu 250 Tsd. t biogenes CO2 aus der Fermentation an eine benachbarte Verflüssigungsanlage geliefert und u. a. in der Lebensmittelindustrie genutzt werden.

Die Compagnie Financiere de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding und hält 100 % der Anteile der Ryssen Alcools SAS (Ryssen).

Ryssen betreibt in Loon-Plage bei Dünkirchen (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt 100 Tsd. m3 Bioethanol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Produktionskapazität von 80 Tsd. m3 Neutralalkohol pro Jahr zur Verfügung. Darüber hinaus hält Ryssen 100 % der Anteile der Ryssen Chile SpA. Die Ryssen Chile SpA ist ein Alkoholdistributor und versorgt den chilenischen Markt mit Neutralalkohol.

Die CropEnergies Inc. ist eine Handelsniederlassung mit Sitz in Houston (USA).

Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Sie betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100 Tsd. t verflüssigtem CO2 , das unter anderem in der Lebensmittelindustrie verwendet wird. Im Oktober 2014 hat die Tyczka Unternehmensgruppe (Geretsried) ihren Anteil von 50 % an der CT Biocarbonic GmbH an die SOL SpA (Monza, Italien) verkauft, die damit neuer Joint Venture-Partner ist.

Unternehmenssteuerung

Der Vorstand der CropEnergies AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die Vorstandsmitglieder die ihnen zugeordneten Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der CropEnergies AG Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen.

Wertmanagement

Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt CropEnergies ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet, darauf aufbauend, zentral definierte Kennzahlen an. Bedeutsame steuerungsrelevante, finanzielle Kennzahlen sind die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse und das operative Ergebnis. Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Neben den beiden finanziellen Leistungsindikatoren, Umsatzerlöse und operatives Ergebnis, sind für die CropEnergies-Gruppe derzeit keine weiteren finanziellen und keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren steuerungsrelevant.

Finanzmanagement

Das Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung der branchenüblichen Geschäftsrisiken zu angemessenen Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert.

Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt.

Leitlinien und Unternehmensstrategie

Das Ziel der CropEnergies-Gruppe ist es, gemeinsam mit ihren Partnern verantwortungsvoll die Zukunft zu gestalten und bereits heute Lösungen für die gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Herstellung und Vermarktung von Bioethanol - dem weltweit bedeutendsten Biokraftstoff. Als einer der führenden europäischen Bioethanolhersteller verbindet CropEnergies wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt. Durch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften will das Unternehmen profitabel wachsen, den Unternehmenswert langfristig steigern und die Interessen von Aktionären, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern berücksichtigen.

Die hergestellten Produkte sollen die Lebensqualität der heutigen Generation verbessern und gleichzeitig die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen bewahren. Bioethanol, das aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, spart als erneuerbarer Benzinersatz nachweislich Treibhausgase ein, schont die endlichen fossilen Ressourcen und sichert damit die Mobilität in der Zukunft. Aus den Reststoffen der Bioethanolproduktion werden proteinreiche Lebens- und Futtermittel hergestellt, um so die Versorgung Europas mit pflanzlichen Proteinen zu sichern. CropEnergies verwertet die eingesetzten Rohstoffe vollständig und füllt gleichzeitig Teller, Tank und Trog - und wird auf diese Weise auch als europäischer Marktführer bei der Herstellung von Lebens- und Futtermitteln aus der Ethanolproduktion der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht.

Die CropEnergies-Gruppe erreicht ihre Ziele durch operative Exzellenz und Innovationen und stützt sich dabei auf die eigenen Kernkompetenzen - die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten und deren Vermarktung. Hilfreich ist dabei das umfangreiche Wissen über die gesamte Wertschöpfungskette der Produktion von Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln - vom Pflanzenanbau über die Produktion bis hin zu Transport, Vermarktung und Verbraucherberatung. Mit den innovativen Produktionsanlagen setzt CropEnergies Maßstäbe in puncto Technologie, Effizienz, Flexibilität und Treibhausgaseinsparungen. Ein optimiertes Beschaffungsmanagement und ein europaweit einzigartiges Logistiknetzwerk stellen nicht nur die Technologie-, sondern auch die Kostenführerschaft in Europa sicher. Die Erfahrungen bei Vermarktung und Logistik machen das Unternehmen darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner. Mit Innovationen verschafft sich CropEnergies in den bestehenden Geschäftsfeldern einen Wettbewerbsvorteil, erschließt neue Märkte und trägt dazu bei, Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sind jedoch die Kenntnisse, Erfahrungen, sozialen Kompetenzen, Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter. Diese Stärken sollen durch Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter auch weiterhin ausgebaut werden.

Chancen, als Unternehmen zu wachsen, werden stets unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen sowie der vorhandenen Kompetenzen genutzt. Strukturelle Veränderungen sind eine Möglichkeit, das Unternehmen zu entwickeln. Die steigende Nachfrage nach Energie und Nahrungsmitteln erfordert eine effiziente Nutzung von Agrarrohstoffen. Dies eröffnet CropEnergies auch künftig Chancen, neue attraktive Geschäftsfelder zu erschließen und profitabel zu wachsen. Einen hohen Stellenwert hat bei allem die transparente Berichterstattung und die offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Der Kontakt zu Anlegern und Kapitalmärkten ist auch für die Finanzierung weiteren Wachstums wichtig.

CropEnergies wirtschaftet nachhaltig für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung und eine lebenswerte Zukunft.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Umwelt

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für CropEnergies, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. Diese Unternehmensphilosophie ist gleichzeitig die Grundlage für das Geschäftsmodell: die Erzeugung und den Vertrieb von Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen. Nachhaltigkeit ist dabei die Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens. Als einer der führenden europäischen Hersteller von Bioethanol nimmt die CropEnergies-Gruppe ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr ernst.

CropEnergies erzeugt Bioethanol, Neutralalkohol sowie hochwertige Lebens- und Futtermittel aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen. Bioethanol für den europäischen Markt muss nachgewiesen nachhaltig erzeugt werden. Unabhängige, von der EU-Kommission zugelassene Zertifizierungssysteme sind für die Überwachung und Kontrolle der kompletten Wertschöpfungskette zuständig. Diese garantieren einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Anbau der Biomasse über die Herstellung der Endprodukte bis zu deren Auslieferung. Aber CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern auf allen Wertschöpfungsstufen übertreffen.

Die von CropEnergies verwendeten Agrarrohstoffe stammen ausschließlich aus Europa. Unsere Lieferanten in der EU sind dabei an die Grundsätze der Cross Compliance für landwirtschaftliche Erzeugungsmethoden gebunden. Diese enthalten beispielsweise Umweltschutzauflagen für die Landwirtschaft, die den nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten. Die Nachhaltigkeitsanforderungen für Rohstoffe zur Herstellung von Biokraftstoffen gehen noch über die Vorgaben der Cross Compliance hinaus. Sie stellen sicher, dass vom Anbau der Biomasse bis zur Bioenergiegewinnung und -nutzung deutliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen erzielt werden. Auch dürfen die Flächen, auf denen die Rohstoffe angebaut werden, nicht auf schützenswerten Flächen wie Primärwäldern (z. B. Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet werden.

Alle Bioethanolanlagen von CropEnergies sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Dies gilt seit September 2012 für die Anlagen in Zeitz und Wanze und seit November 2012 für die Anlage in Loon-Plage. Zusätzlich ist Zeitz nach der deutschen Version von REDcert und Ryssen nach dem französischen System 2BSvs zertifiziert. Die Anlage in Wilton hat ein eigenes, von der EU-Kommission anerkanntes Zertifizierungssystem und entspricht zudem der europäischen Version von ISCC.

Mit den Zertifizierungen weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllt. Diese gibt unter anderem vor, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen mindestens 35 Gew.-% CO2äq eingespart werden müssen. Mit Treibhausgaseinsparungen von über 60 Gew.-% übertrifft die Produktionsanlage in Wanze bereits heute die Anforderungen von über 50 Gew.-%, die in der EU ab 2017 gelten werden. Die Anlagen in Zeitz und Wilton übertreffen die gültige Mindestanforderung ebenfalls deutlich. Die Zertifizierungen der Bioethanolanlagen sind jährlich zu bestätigen.

CropEnergies geht bei der Schonung der Ressourcen noch einen Schritt weiter: Dank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet, sodass praktisch keine Abfälle übrig bleiben. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht für die Herstellung von Bioethanol und Neutralalkohol benötigt werden, veredelt CropEnergies zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Die nicht vergärbaren Bestandteile enthalten wertvolles Eiweiß, dessen Aufbereitung und Veredelung die Versorgungslücke bei pflanzlichen Proteinen in Europa verringert und den Importbedarf an Proteinfuttermitteln, insbesondere in Form von Sojabohnen und Sojaschrot aus Südamerika reduziert.

Untersuchungen zeigen, dass die Herstellung von europäischem Bioethanol aus Futtergetreide und Industrierüben keine nennenswerten Auswirkungen auf den weltweiten Bedarf an Agrarflächen hat. Im Gegenteil wachsen auf jedem Hektar, der in Europa in typischer Fruchtfolge bewirtschaftet wird, nicht nur Rohstoffe zur Erzeugung von 4.000 l Bioethanol, sondern auch für über 4.000 kg Futtermittel. Hierfür würde in Südamerika die 1,9-fache Fläche an Zuckerrohr und Sojabohnen beansprucht. Im Effekt mindert die Erzeugung von Bioethanol in der EU die Flächennutzung in anderen Regionen.

In Zeitz und in Wilton wird ein weiteres bei der Bioethanolproduktion anfallendes Produkt insbesondere für den Lebensmittelmarkt veredelt: Das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid wird hier in speziellen Anlagen aufgereinigt, verflüssigt und beispielsweise für die Getränkeherstellung vermarktet.

Bei der Produktion zeichnet sich CropEnergies durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Konzepte zur Energieerzeugung aus. Kraft-Wärme-Kopplung und die Mehrfachnutzung des erzeugten Dampfs führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Dadurch werden nicht nur Kosten reduziert, sondern auch die Nachhaltigkeit des dort hergestellten Bioethanols gesteigert. Gezielte Projekte für eine höhere Energieeffizienz haben die Treibhausgasbilanz des erzeugten Bioethanols weiter verbessert. In der Bioethanolanlage in Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Weitere verfügbare Mengen an Kleie werden als nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ zertifiziertes Futtermittel verkauft.

Auch beim Transport der eingesetzten Rohstoffe sowie der hergestellten Produkte setzt CropEnergies auf die Reduzierung der Emissionen. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Wilton liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und zum Teil auch von Zuckerfabriken. Entsprechend kurz sind die Transportwege, sodass die Umweltbelastung gering bleibt. Die Auslieferung der Produkte erfolgt umweltschonend, überwiegend mit Schiff und Bahn.

Das Ziel von CropEnergies ist es, durch nachhaltiges Wirtschaften Werte zu schaffen. Ein wertorientiertes, profitables Wachstum bildet dabei die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions- und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und nachhaltiger Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte. Von einem solchen Wachstum profitiert auch die regionale Wirtschaft. Dies bestätigt eine Studie des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, Darmstadt, die für die Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze durchgeführt wurde. Sie untersuchte neben Bruttowertschöpfung und Einkommen auch Beschäftigung und fiskalische Effekte, die mit der Geschäftstätigkeit der Bioethanolanlagen verbunden sind und von denen insbesondere ländliche Räume erheblich profitieren.

Nachhaltiges Wirtschaften erstreckt sich nach dem unternehmerischen Selbstverständnis von CropEnergies auch auf die soziale Ebene. Mitarbeiter aller Hierarchieebenen bekennen sich dabei zu ihrer sozialen Verantwortung. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe erfüllt CropEnergies die Vorgaben eines international tätigen Konzerns. Hohe Standards gelten auch in den Bereichen der Menschenrechte, Aus- und Weiterbildung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen sowie beim Verhältnis zu den Sozialpartnern.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Überblick

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies AG werden in enger Abstimmung mit der Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und technologische Services der Südzucker AG durchgeführt. Es werden Fragestellungen aus verschiedensten Bereichen bearbeitet.

Ein Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2014/15 war die Verbesserung der Verarbeitungsprozesse an allen Produktionsstandorten. Dabei lag der Fokus auf der Optimierung der Alkoholausbeute durch die Verwendung verschiedener Rohstoffe sowie der Reduzierung der für die Produktion benötigten Primärenergie. Bei Bau und Inbetriebnahme der Neutralalkoholanlage in Zeitz wurden Fragen zu Technologie und Produktion bearbeitet.

Im Zusammenhang mit Kraftstoff- und Bioethanolqualitäten ging es um Fragen zu Produktsicherheit und Qualität, während im Bereich Lebens- und Futtermittel verkaufsorientierte Fragestellungen im Mittelpunkt standen.

Innovative Projekte z. B. zum Einsatz neuer Technologien führt CropEnergies oft in Kooperationen mit Universitäten oder öffentlichen Forschungseinrichtungen durch. Ziel solcher Projekte können beispielsweise die Gewinnung neuer Produkte für den Futtermittel- und Lebensmittelsektor aus anfallenden Stoffströmen sein oder die Verwendung von CO2 aus der Fermentation zur biochemischen Herstellung chemischer Zwischenprodukte. Im Fokus der Projekte steht auch die Nutzung von Bioethanol als Synthesebaustein für Produkte außerhalb des Kraftstoffsektors.

Für die im Geschäftsjahr 2014/15 erbrachten Forschungs-, Entwicklungs- und Servicedienstleistungen wurde ein Betrag von 2,1 (1,8) Mio. € aufgewendet.

Rohstoffbasis, Rohstoffqualität und Fermentationsanpassung

CropEnergies verfolgt das strategische Ziel, ein möglichst breites Spektrum an Rohstoffen in den Produktionsanlagen verarbeiten zu können. Da aus den Rohstoffen nicht nur Bioethanol, sondern auch hochwertige Lebens- und Futtermittel hergestellt werden, ist die einwandfreie Qualität des angelieferten Getreides entscheidend. In Zusammenarbeit mit dem Getreideeinkauf, der Produktion und dem Futtermittelverkauf wurden daher zusätzliche Analysemethoden etabliert und Untersuchungspläne aufgestellt, um das hohe Qualitätsniveau der Lebens- und Futtermittel sicherzustellen.

Die Evaluierung neuer kommerziell verfügbarer Enzyme und Hefen für die biotechnologischen Prozessschritte ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeiten. Durch den Einsatz neuer Enzyme und die Anpassung der Prozessparameter wurde die Stärkeverzuckerung auch beim Einsatz unterschiedlicher Rohstoffe optimiert und die Ethanolausbeute weiterhin auf hohem Niveau gehalten.

Der Einsatz von Proteasen im Produktionsprozess wirkte sich positiv aus. Durch einen geringeren Reinigungsaufwand und eine erhöhte Prozessstabilität konnte die Auslastung der Anlagen deutlich verbessert werden.

Optimierung von Produktionsanlagen

Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten stand des Weiteren die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Bioethanolanlage in Wilton. Durch kontinuierliche Maßnahmen in der Prozessoptimierung und Prozessanpassung wurde der spezifische Energieverbrauch deutlich gesenkt.

In Pilotversuchen wurde der Produktionsprozess von Wilton maßstabsgetreu abgebildet und die Auswirkungen unterschiedlicher Reaktionsparameter sowie verschiedener Enzyme und Enzymmischungen auf den Stärkeaufschluss untersucht. Die Ergebnisse dieser Versuche konnten direkt in der Produktion umgesetzt werden und führten zu weiteren Energieeinsparungen und zu einer deutlichen Reduzierung der eingesetzten Enzymmenge.

In Zeitz lag der Schwerpunkt der technologischen Unterstützung auf der DDGS-Pelletierung. Durch technologische Maßnahmen und verschiedene mechanische Umbauten wurde die Pelletstabilität deutlich verbessert.

In Wanze stand die Erweiterung der Glutenerzeugung im Vordergrund der Aktivitäten. Nach verschiedenen Studien zur Realisierung wird nun die Umsetzung des Projekts vorbereitet.

Bei der Herstellung von Neutralalkohol ist die Reinheit und Qualität des Endprodukts von entscheidender Bedeutung. Für die Verwendung im Lebensmittelsektor oder in Produkten der Pharma- und Kosmetikindustrie muss der Alkohol nicht nur hochrein, sondern zusätzlich geruchs- und geschmacksneutral sein. Für den Standort Zeitz, an dem bisher nur Kraftstoffethanol hergestellt wurde, sind dies neue Anforderungen. Im Vorfeld der Inbetriebnahme der Neutralalkoholanlage wurde die Lebensmitteltauglichkeit überprüft und bestätigt und für die Aufnahme der Trinkalkoholproduktion ein entsprechendes HACCP-Konzept implementiert. Dieses Konzept betrifft die sichere Herstellung von Lebens- und Futtermitteln. Die Implementierung schließt die Einrichtung entsprechender analytischer Methoden im Betriebslabor Zeitz ein. Die Spezifikation für Neutralalkohol und ein entsprechendes Monitoring-Programm wurden eingeführt. Dabei konnte CropEnergies auf die langjährige Erfahrung und das Know-how von Ryssen zurückgreifen.

Qualität der Lebens- und Futtermittel

CropEnergies verarbeitet die bei der Bioethanolherstellung anfallenden Zwischenprodukte und Nebenströme zu hochwertigen Produkten für den Lebens- und Futtermittelsektor weiter. Im Rahmen des Qualitätssicherungssystems wird die Qualität der eingesetzten Rohstoffe sowie der hergestellten Lebens- und Futtermittel regelmäßig ausgewertet. Dabei kommen nicht nur die Untersuchungen der Betriebslabore zum Einsatz, sondern die Vergleichbarkeit der Analyseergebnisse wird durch Untersuchung von Parallelproben noch einmal zusätzlich überprüft ("cross-checking").

Normungsarbeiten für Bioethanol

CropEnergies ist sowohl im Europäischen Komitee für Standardisierung (CEN) auf europäischer Ebene als auch innerhalb des Deutschen Instituts für Industrienormung e. V. (DIN) auf deutscher Ebene in die Normung von Ethanol, Ottokraftstoff und Ethanolkraftstoff E85 aktiv eingebunden. In den vergangenen Jahren arbeitete CropEnergies an der Neuformulierung der deutschen und europäischen Norm für Ottokraftstoff DIN EN 228 bzw. EN 228 mit, die E10 und E5 mit einschließt. Zudem war CropEnergies an der Ausarbeitung einer europäischen Norm für Ethanol, die eine Beimischung in Ottokraftstoff bis hin zu E85 ermöglicht, beteiligt. Diese Norm wurde im Dezember 2014 als DIN-Norm veröffentlicht.

Darüber hinaus verfolgte CropEnergies die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Ethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% in verschiedenen Studien mit europäischen Experten weiter. Diese Ausarbeitungen dienen als Vorlage für eine Normung zukünftiger Kraftstoffe mit einem Ethanolgehalt von mehr als 10 Vol.-%.

Neue Produkt- und Produktionskonzepte für Bioethanol

CropEnergies setzt weiterhin verstärkt auf die Integration neuer Prozesse und Prozesstechnologien nach dem Bioraffinerie-Konzept, um so die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktionsanlagen durch integrierte Produktionskonzepte weiter zu steigern. Dabei sind gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Verwertung von Nebenströmen erfolgsversprechende Forschungsansätze, die in eigenen und öffentlich geförderten Projekten verfolgt werden.

Einen Schwerpunkt bildet die effiziente Nutzung von proteinhaltigen Nebenströmen der Bioethanolproduktion, wie z. B. Gluten, Distillers' Dried Grains with Solubles (DDGS) und Condensed Distillers' Solubles (CDS). CropEnergies forscht an der Entwicklung neuer Prozesse und Prozesstechnologien in integrierten Bioraffinerien, um neue werthaltige Proteinprodukte zu gewinnen und die Wertschöpfung der bestehenden Proteinprodukte zu erhöhen. In diversen Studien und in Kooperation mit Partnern wurden Wege bewertet, neuartige Proteinprodukte für den Futter- und Lebensmittelsektor zu entwickeln, die die hohen Anforderungen bezüglich Qualität und anwendungstechnologischer Funktionalität erfüllen.

Ein weiteres von der Bundesregierung gefördertes Projekt beschäftigt sich mit der Gewinnung von Wertstoffen aus Kohlendioxid, das bei der Bioethanolherstellung anfällt. CropEnergies ist mit verschiedenen Partnern aus Industrie und Hochschule an diesem Projekt beteiligt. Im Fokus steht die Entwicklung eines Kultivierungsverfahrens für einen Mikroorganismus, der CO2 fixiert und Wertstoffe liefert.

Die Nutzung von CO2 aus der Bioethanolherstellung zur Erzeugung von Algenbiomasse ist ein weiteres Thema, das im Rahmen der Bioraffineriekonzepte intensiv verfolgt wird. In dem von der Bundesregierung geförderten Forschungsprojekt "Bioraffinerie auf Basis kohlenhydratreicher Algenbiomasse, Nutzung von Stärke und Protein" wird die Erzeugung von stärkehaltiger Algenbiomasse in geschlossenen Photobioreaktoren untersucht. Die wesentlichen Forschungsaktivitäten zur Algenkultivierung sowie zur Optimierung der Photobioreaktoren werden gemeinsam mit Partnern bearbeitet. Untersucht wird der Aufschluss der Biomasse, die Isolierung und Charakterisierung der Wertkomponenten Stärke und Proteine sowie der Nachweis der Verwendung von Fermentations-CO2 .

Zur Kultivierung werden Mikroalgen eingesetzt, die gegenüber Landpflanzen verschiedene Vorteile aufweisen. Diese Mikroorganismen produzieren Inhaltsstoffe, die sowohl energetisch als auch stofflich interessant sind.

Im Labormaßstab wurde das Wachstum der stärkebildenden Algen mithilfe von künstlichem Licht (LED) etabliert. Zusätzlich wurde in Zeitz eine Freiland-Anlage aus 24 x 180-l-Photobioreaktoren errichtet und in Betrieb genommen. Die gewonnene Biomasse wurde verwendet, um unterschiedliche Methoden zum Aufschluss der Algenzellen zu testen und erste Wertprodukte zu isolieren.

Bioethanol als Chemierohstoff

CropEnergies verfolgt weiterhin Ansätze zur Gewinnung von C4-Bausteinen als Rohstoffe für die chemische Industrie. Neben fermentativen Verfahren, die direkt aus Biomasse zu den gewünschten C4-Produkten führen, fokussieren sich die Forschungsarbeiten auf die chemischkatalytische Umsetzung von Ethanol zu Butanol, das in einem einstufigen katalytischen Verfahren hergestellt werden kann. Die Entwicklung neuer Katalysatoren in Kombination mit einer optimierten Prozesstechnik wird im Rahmen eines öffentlich geförderten Projekts weiterverfolgt.

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2014/15 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe vor dem Hintergrund des gestiegenen Geschäftsvolumens leicht auf 438 (430).

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter

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  2014/15 2013/14
Zahl der Mitarbeiter nach Regionen    
Deutschland 161 156
Übrige EU-Länder 270 265
Übriges Ausland 7 9
  438 430

Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat sind Bestandteil des Lageberichts. Einzelheiten hierzu sind in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 35 angegeben.

Aus- und Weiterbildung

Die Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe sind die Basis für den Erfolg und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Nicht zuletzt deshalb haben ihre Qualifizierung und Weiterbildung für CropEnergies einen hohen Stellenwert. Als Mitglied eines international tätigen Konzerns haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, an den Ausbildungs- und Qualifizierungsprogrammen der Südzucker-Gruppe teilzunehmen. CropEnergies beteiligt sich dabei beispielsweise an der beruflichen Entwicklung junger Menschen, die innerhalb der Südzucker-Gruppe einen Ausbildungsberuf erlernen oder ein Trainee-Programm durchlaufen. Außerdem partizipieren Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe an Maßnahmen zum länder- und funktionsüber-greifenden Austausch innerhalb der Südzucker-Gruppe. Mit internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen qualifiziert CropEnergies Mitarbeiter für die sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen. Diese fanden im Rahmen von Veranstaltungen der Südzucker-Gruppe statt oder waren speziell auf CropEnergies zugeschnitten.

Um das Management der CropEnergies-Gruppe stärker miteinander zu vernetzen, fand im Geschäftsjahr 2014/15 erneut eine mehrtätige Veranstaltung statt. Neben dem Wissensaustausch und der Diskussion aktueller Fachthemen lag ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung auf der Sensibilisierung der Führungskräfte für das Thema Stress und Führung von Mitarbeitern.

Betriebliches Vorschlagswesen

Am Betrieblichen Vorschlagswesen beteiligten sich auch im Geschäftsjahr 2014/15 zahlreiche Mitarbeiter. Mit den eingereichten Vorschlägen erbrachten sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und zeigten dadurch ein über das Tagesgeschäft hinausreichendes Engagement für das Unternehmen.

Arbeitssicherheit

In allen Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe nehmen Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen hohen Stellenwert ein. Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz tragen als Bestandteile des Managementsystems wesentlich zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei. Bei der Arbeitssicherheit gelten für CropEnergies als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Standards eines international tätigen Konzerns. Die CropEnergies-Gruppe erfüllt diese so gut, dass sie innerhalb der Südzucker-Gruppe zu den Spitzenreitern gehört.

Unter Einbeziehung aller Mitarbeiter und Führungskräfte werden die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz mit präventiven Maßnahmen ständig weiter verbessert. So werden die Voraussetzungen für sicheres Arbeiten und die konsequente Umsetzung der Sicherheitsbestimmungen geschaffen. Dabei übernimmt jeder Einzelne Verantwortung. Konkrete Maßnahmen bestehen unter anderem aus der systematischen Beurteilung von Gefährdungen und gesundheitlichen Belastungen an den Arbeitsplätzen, der wiederkehrenden Prüfung von Arbeitsmitteln, der Erstellung von Betriebsanweisungen sowie der regelmäßigen Unterweisung der Mitarbeiter. Darüber hinaus werden Prozesse in den Anlagen systematisch überprüft. Dabei werden sicherheitsrelevante Aspekte erkannt und wertvolle Informationen für die technische und technologische Optimierung der Anlagen gewonnen. Die Effekte dieser Maßnahmen zeigen sich an der geringen Zahl an Unfällen und unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten.

Dank

Der Erfolg eines Unternehmens ist der Verdienst seiner Mitarbeiter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben unsere Mitarbeiter nicht nur mit großem Einsatz ihre täglichen Aufgaben erfüllt, sondern darüber hinaus intensiv an der Weiterentwicklung der CropEnergies-Gruppe mitgearbeitet. Der Vorstand dankt allen Beschäftigten der CropEnergies-Gruppe für ihr Engagement, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die erbrachte Leistung.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 31,2 (16,9) Mio. €. Davon wurden 18,9 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 7,2 Mio. € bei der BioWanze SA, 4,4 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. und 0,5 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert.

Den Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der CropEnergies Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr 2014/15 bildete der Bau der neuen Veredelungsanlage zur Herstellung von Neutralalkohol. Dieses Projekt umfasste auch die Investition in ein neues Tanklager und den Ausbau der vorhandenen Infrastruktur. Die im Dezember 2014 planmäßig fertiggestellte Neutralalkoholanlage ging Anfang Januar 2015 erfolgreich in Betrieb. Sie verfügt über eine Jahreskapazität von 60.000 m3 hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität und ermöglicht es CropEnergies nicht nur, sich weitere attraktive Absatzmöglichkeiten in traditionellen Marktsegmenten zu erschließen, sondern erhöht zudem die Flexibilität des Standorts Zeitz. Durch die Fertigstellung und Inbetriebnahme eines zusätzlichen Fermenters konnte die Alkoholausbeute gesteigert und die Verfügbarkeit der Bioethanolanlage erhöht werden. Darüber hinaus wurde die Prozessleittechnik erneuert und das Leitstandgebäude für die neuen Anforderungen umgebaut.

Die Investitionen der BioWanze SA dienten vor allem der Steigerung der Ausbeute und der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. Der größte Teil der Investitionen entfiel auf die Erweiterung der Vermahlungskapazität, mit der die Gewinnung der Stärke- und Proteinbestandteile aus dem verarbeiteten Weizen optimiert werden soll. Darüber hinaus erhöhte die Optimierung der Kleiereinigung die Stärkeausbeute. Durch eine direkte elektrische Verbindung zwischen der Bioethanolanlage und der benachbarten Zuckerfabrik der Raffinerie Tirlemontoise SA kann überschüssiger Strom aus dem Biomassekraftwerk zukünftig direkt am gesamten Standort Wanze genutzt werden. Investitionen in den Biomassekessel sollen dessen Leistung und Verfügbarkeit weiter erhöhen.

Bei der Ensus UK Ltd. lag der Fokus auf der Energieeinsparung. Durch Optimierungen in der Einmaischung und der Verflüssigung wurde eine deutliche Senkung des Dampfverbrauchs erzielt. Bei der Trocknung des anfallenden Eiweißfuttermittels konnte der Energieverbrauch ebenfalls reduziert werden. Weitere Maßnahmen zur Senkung des spezifischen Energieverbrauchs befinden sich derzeit in der Prüfung. Hierdurch sollen die Energiekosten gesenkt und die Treibhausgasbilanz des in Wilton hergestellten Bioethanols weiter verbessert werden. Weitere Investitionen schufen die Voraussetzungen für den Bau einer eigenen Energieversorgung. Außerdem wurde in die Ausbeutesteigerung, in die Verbesserung der Bestandsführung sowie in den Emissionsschutz und die Anlagensicherheit investiert.

Ryssen Alcools SAS investierte im Geschäftsjahr 2014/15 in die Automatisierung und Flexibilisierung der Alkoholverladung. Damit werden Kundenanforderungen erfüllt und die Kosten für die Alkoholverladung gesenkt. Weitere Investitionen betrafen Verbesserungen in der Steuerungstechnik sowie Ersatzinvestitionen.

CORPORATE GOVERNANCE

Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht sind auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Vorstand

Der Vorstand der CropEnergies AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmens Interesse. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 12. September 2006 geregelt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - enthält die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne und externe Berater hinzuziehen. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft sie regelmäßig. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des Aufsichtsrats sind in seiner zuletzt am 30. März 2012 ergänzten Geschäftsordnung niedergelegt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der sechsköpfige Aufsichtsrat von CropEnergies setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und § 101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen. Die Amtszeit der von der Hauptversammlung am 17. Juli 2012 neu gewählten Aktionärsvertreter läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt (also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017). Der Financial Expert im Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss ist Herr Franz-Josef Möllenberg.

Diversity-Ziele

Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen Beschluss vom 20. Dezember 2010 bzw. 12. November 2012 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:

Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige und

Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium "Internationalität" verkörpern.

Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet.

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden.

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden.

Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Bei den Vorschlägen zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre durch die Hauptversammlung 2012 hat der Aufsichtsrat neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die Diversity-Ziele berücksichtigt. Er hat insbesondere auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) geachtet. Die Hauptversammlung hat am 17. Juli 2012 - den Vorschlägen des Aufsichtsrats folgend - neue Aktionärsvertreter gewählt. Dem Aufsichtsrat gehören damit wieder mindestens zwei unabhängige Mitglieder ("nicht unabhängig" i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann) an. Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der "Internationalität". Aktuell gehören dem Aufsichtsrat keine Frauen an.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus vier Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse ergeben sich aus den zuletzt am 30. März 2012 bzw. 3. Mai 2012 ergänzten Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat bzw. für den Prüfungsausschuss.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der CropEnergies AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs statt und beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Jede Aktie von CropEnergies gewährt die gleichen Rechte.

Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der CropEnergies AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der CropEnergies AG per Internet zu beauftragen.

Hauptversammlung 2015

Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 14. Juli 2015 in Mannheim vorgesehen ist, sowie alle für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der CropEnergies AG unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung gestellt.

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Das Risikomanagement bei CropEnergies ist im Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 62 - 70 dargestellt.

Corporate Governance-Bericht

Corporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. CropEnergies erfüllt die höchsten Transparenzanforderungen an deutschen Börsen. Entsprechend wird die CropEnergies-Aktie seit 2006 im Prime Standard notiert. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance Kodex unterstreicht das Verständnis von transparenter Unternehmensführung.

Nach Ansicht von CropEnergies ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate Governance-Grundsätze verzichtet.

Entsprechenserklärung 2014

Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2014 von Vorstand und Aufsichtsrat ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der CropEnergies-Web-site www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht und hat folgenden Wortlaut:

"Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG, Mannheim, haben am 10. November 2014 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben:

Mit folgenden Ausnahmen entsprach die CropEnergies AG den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodex-Fassung vom 13. Mai 2013 und entspricht den Empfehlungen zukünftig in der Kodex-Fassung vom 24. Juni 2014:

Ziffer 4.2.1 (Vorsitzender oder Sprecher des Vorstands):

Die Wahl eines Vorsitzenden oder Sprechers ist nicht notwendig. Der Vorstand der CropEnergies AG besteht aus zwei Mitgliedern. Diese führen das Unternehmen - mit klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen - gleichberechtigt.

Ziffer 4.2.2 (Vertikalvergleich der Vorstandsvergütung):

Der Aufsichtsrat befasst sich pflichtgemäß mit der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands. Er beachtet dabei auch das unternehmensinterne Lohn- und Gehaltsgefüge. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 empfohlene formale Vorgehen nicht erforderlich, da es zu keiner Verbesserung der Entscheidungsqualität führt.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4 (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen):

Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen.

Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 (Individualisierte Vorstandsvergütung):

Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Daher sieht die Gesellschaft im Vergütungsbericht von Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ab.

Ziffer 5.3.2 Satz 3 (Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses):

Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Thomas Kölbl. Er ist zugleich Vorstandsmitglied der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, die mehrheitlich an der CropEnergies AG beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Kölbl im Interesse der Gesellschaft und ihrer sämtlichen Aktionäre.

Ziffer 5.4.1 (Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats):

Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten.

Ziffer 5.4.6 (Aufsichtsratsvergütung):

Die Satzung unserer Gesellschaft sieht - neben einer Festvergütung - eine erfolgsbezogene Vergütung des Aufsichtsrats vor, die dividendenabhängig gestaltet ist (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2). Für diese Struktur spricht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre.

Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 3). Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individuelle Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten."

Verhaltenskodex und Leitlinien

CropEnergies hat einen Verhaltenskodex und Leitlinien aufgestellt. Diese sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Unternehmen" veröffentlicht.

Vergütungsbericht

CropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.6 Kodex). Die CropEnergies AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting out). Der Verzicht auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und der Vorstandsvergütung wurden in der Entsprechenserklärung berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus

1. einem festen Jahresgehalt,

2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig

a) von der Erreichung vereinbarter Ziele sowie

b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen Ergebnis der CropEnergies-Gruppe. Dabei wird der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt.

3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie

4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt.

Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht.

Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand sind unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von 20.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je angefangene 0,01 € je Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütung. Die feste Vergütung erhöhte sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat.

Die Vergütung für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats ist unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben.

Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht auf Seite 133 zu entnehmen.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex eine analoge Anwendung. Die CropEnergies AG entspricht dieser Empfehlung.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz

Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Im Geschäftsjahr 2014/15 meldete das Vorstandsmitglied Joachim Lutz am 27. Mai 2014 den Kauf von 2.500 Aktien zum Kurs von 4,61 € sowie weiterer 5.000 Aktien am 18. Februar 2015 zum Kurs von 2,60 €.

Compliance-Unternehmensgrundsätze

Compliance

Compliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten -ist für CropEnergies ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe deren Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen Berichtswege und Informationsflüsse eine Durchsetzung der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu erreichen.

Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarktcompliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Grundlage guter Compliance ist stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen.

Compliance-Unternehmensgrundsätze

CropEnergies will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein.

Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben und sind auf der CropEnergies-Website unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht.

CropEnergies wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:

1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts.

2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme oder Gewährung solcher Vergünstigungen bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten bzw. bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte des Vorstands.

3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb des Unternehmens bewusst.

4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen Bestimmungen sind zu befolgen.

5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln.

6. Ordnungsgemäße Belegführung: Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden.

7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet.

8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet.

9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren.

10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien.

11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein offenes und kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden.

Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern werden die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen, Schulungen und Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen.

Übernahmerelevante Angaben

Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Diese Angaben betreffen u. a. Aspekte, die für den Erwerb der Unternehmenskontrolle eine Rolle spielen können, sowie die Befugnisse des Vorstands, die Kapitalstruktur zu verändern.

Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Zum 28. Februar 2015 beträgt das Gezeichnete Kapital 87.250.000 € und ist in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB).

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind CropEnergies nicht bekannt (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB).

Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %

Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft bekannt: Die Südzucker AG (Südzucker) ist mit rund 69 % sowie die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mit rund 7 % direkt am Grundkapital beteiligt. Da die von Südzucker gehaltenen Anteile gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG der SZVG zuzurechnen sind, hält die SZVG direkt und indirekt somit ingesamt rund 76 % der Stimmrechte (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB).

Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmeraktien

Bei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB).

Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital (§ 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB).

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Mitglieder des Vorstands wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren bestellt.

Satzungsänderungen

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§ 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB).

Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf

Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315Abs. 4 Nr. 7 HGB).

Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat ein Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 wurde im Geschäftsjahr 2013/14 Gebrauch gemacht. Durch den Erwerb von Ensus reduzierte sich das Genehmigte Kapital um 2,25 Mio. € auf 12,75 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB).

Kontrollwechsel- und Entschädigungsvereinbarungen

Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Die CropEnergies AG ist dieser Kreditlinie mit einem Teilbetrag von 100.000.000 € beigetreten. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen.

Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels (§ 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB).

Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht auf Seite 133 zu entnehmen.

ZUM LEBEN GIBT DIE NATUR UNS ALLES. WIR WOLLEN OPTIMIEREN, NICHT MANIPULIEREN

Während einst Eicheln und Küchenabfälle im Trog landeten, setzen Landwirte heute in der Tierfütterung auf hochwertige Eiweiße. Ein Großteil davon muss importiert werden. Wir liefern Futtermittel aus heimischen Rohstoffen - reich an unbedenklichen Eiweißen.

FUTTERMITTELVERSORGUNG SICHERN - OHNE GENTECHNIK

Einsparung von Soja durch europäisches DDGS-Futtermittel

In der Tierernährung wurden im vergangenen Jahrhundert große Fortschritte gemacht: Die Fütterung unterliegt heute strikten Regeln und ist auf die Gesundheit von Tier und Mensch ausgerichtet. Besonders Eiweiß ist wichtiger Bestandteil der Tierernährung. Die Futtermittel von CropEnergies eignen sich hervorragend für Rinder, Schweine, Geflügel, Heimtiere und Aquakulturen. Die 3 Mio. Tonnen DDGS, die in Europa pro Jahr hergestellt werden, ersetzen durch ihren hohen Eiweißanteil Proteinimporte wie Sojaprodukte aus Südamerika.

CROPENERGIES WERTVOLLE LEBENS- UND FUTTERMITTEL

WIRTSCHAFTSBERICHT

Bericht zur Geschäftstätigkeit

Entwicklungen auf dem Weltmarkt für Bioethanol

Ethanolproduktion

Im Jahr 2014 stieg die weltweite Erzeugung von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 2 % auf 108,8 (106,6) Mio. m3 an. Dies ist insbesondere auf eine höhere Produktion in den USA zurückzuführen. Wie in den vergangenen Jahren wurde Bioethanol überwiegend für Anwendungen im Kraftstoffbereich produziert. Insgesamt wurden 91,3 (88,4) Mio. m3 Bioethanol und damit 84 (83) % der Gesamtproduktion für den Kraftstoffsektor hergestellt. Für das Jahr 2015 gehen Marktbeobachter von einer weltweiten Produktion von 109,7 (108,8) Mio. m3 Bioethanol aus. Dabei soll die Bioethanolproduktion in Asien und in der EU zunehmen.

In den USA lag die Bioethanolproduktion im Jahr 2014 mit 55,8 (51,8) Mio. m3 über dem Vorjahresniveau. Angesichts des nur um 1,3 % gestiegenen inländischen Verbrauchs von 52,6 (51,9) Mio. m3 haben sich die Nettoexporte nahezu vervierfacht und wuchsen auf 2,8 (0,7) Mio. m3 an. Der größte Teil wurde nach Kanada exportiert, die direkten Exporte in die EU stiegen um 90 % auf 192 (101) Tsd. m3 .

In Brasilien wird aufgrund trockener Witterungsverhältnisse und einer daraus resultierenden schlechten Zuckerrohrernte im Zuckerwirtschaftsjahr 2014/15 nur ein geringer Anstieg der Bioethanolproduktion um 2,1 % auf 28,6 (28,0) Mio. m3 erwartet. Gleichzeitig soll der Bioethanolverbrauch um 4,3 % auf 26,7 (25,6) Mio. m3 steigen. Marktbeobachter rechnen daher mit deutlich geringeren Nettoexporten in Höhe von 1,0 (2,5) Mio. m3 . Im Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 wird ein leichter Anstieg der Produktion auf 28,8 Mio. m3 (0,9 %) sowie eine moderate Steigerung des Verbrauchs auf 28,0 Mio. m3 (4,9 %) Bioethanol erwartet. Anfang Februar 2015 hat Brasiliens Regierung beschlossen, den Anteil von Bioethanol im Benzin von derzeit 25 % auf zukünftig bis zu 27 % anzuheben. Der brasilianische Zuckerrohrverband (UNICA) schätzt, dass sich hierdurch der Bedarf um 1 Mio. m3 Ethanol pro Jahr erhöht. Der hohe Inlandsbedarf an Kraftstoffethanol basiert auf der steigenden Anzahl an Flexible Fuel Vehicles (FFVs) in Brasilien, von denen im Kalenderjahr 2014 über 2,9 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen wurden.

Die Ethanolproduktion in der EU lag mit 7,3 (6,7) Mio. m3 8.6 % über dem Vorjahresniveau. Auf Kraftstoffethanol entfielen davon 5,2 (4,6) Mio. m3 . Einer weiteren Steigerung der Kapazitätsauslastung der Bioethanolanlagen in der EU standen ein rückläufiger inländischer Bioethanolverbrauch sowie Importe, die aufgrund von Präferenzregelungen für Drittstaaten (z. B. Costa Rica, Guatemala, Peru und Pakistan) zunehmend zollfrei in die EU gelangen, gegenüber. Für das Kalenderjahr 2015 erwarten Marktbeobachter eine Gesamtproduktion in der EU von 7.3 Mio. m3 Bioethanol und somit auf Vorjahresniveau. Die Herstellung von Kraftstoffethanol soll dabei um 1.4 % auf 5,1 Mio. m3 zurückgehen.

Aufgrund des gesunkenen Ottokraftstoffbedarfs, der noch geringen Verbreitung von E10 und kaum veränderter Beimischungsverpflichtungen in den Mitgliedsstaaten reduzierte sich der Kraftstoffethanolverbrauch in der EU im Jahr 2014 um 2,4 % auf 5,3 (5,4) Mio. m3 . Im Jahr 2015 rechnen Marktbeobachter mit einem leichten Rückgang des Kraftstoffethanolverbrauchs um 3,7 % auf 5,1 Mio. m3 . Der Verbrauch an Kraftstoffethanol liegt damit weiterhin deutlich unter dem Niveau des Jahres 2012, als noch rund 5.7 Mio. m3 Bioethanol im EU-Transportsektor genutzt wurden.

In Deutschland, dem größten Markt für Bioethanol in der EU, ging der Bioethanolverbrauch im Jahr 2014 um 3,0 % auf 1,5 (1,5) Mio. m3 zurück. Rund 88 % bzw. 1,3 (1,3) Mio. m3 des verbrauchten Bioethanols wurden dabei dem Benzin direkt beigemischt. Der Absatz von E10 - Ottokraftstoff mit einem Bioethanolanteil von bis zu 10 Vol.-% - ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 % auf 2,8 Mio. t gestiegen. Der Marktanteil von E10 am Ottokraftstoffmarkt lag damit bei 15,1 %, nach 15,0 % im Vorjahr. Auf die Herstellung des Oktanzahlverbesserers ETBE entfielen im gleichen Zeitraum 172 (195) Tsd. m3 Bioethanol. Der Absatz des gegenüber Benzin deutlich preiswerteren E85-Kraftstoffs ging um 24,6 % zurück.

Ethanolpreise

An der Chicago Board of Trade (CBOT) sank der 1-Monats-Future für Ethanol von 2,30 US-$/Gallo-ne* Anfang März 2014 deutlich auf 1,44 US-$/Gallone Ende Februar 2015. Gründe waren niedrigere Rohstoffkosten aufgrund der sehr guten Maisernte, hohe Lagerbestände sowie die zuletzt stark gesunkenen Benzinpreise.

Die brasilianischen Ethanolpreise lagen Ende Februar 2015 bei 540 US-$/m3 FOB Santos und damit rund 210 US-$/m3 niedriger als Anfang März 2014. Preisstützend wirkte zuletzt die Entscheidung der brasilianischen Regierung, die Mindestbeimischung von Ethanol auf 27 % (E27) anzuheben sowie die Steuern auf Benzin ab dem 1. Februar 2015 zu erhöhen.

Auch in Europa war im Berichtszeitraum eine volatile Entwicklung der Ethanolpreise zu beobachten. Anfang März 2014 notierte Bioethanol noch bei 479 €/m3 FOB Rotterdam. Bis Juli 2014 fiel der Preis zunächst auf 434 €/m3 , erholte sich nur kurzzeitig im September 2014 auf über 570 €/m3 und erreichte dann Mitte Januar 2015 mit 416,75 €/m3 ein Allzeittief. Bis Ende Februar 2015 stieg der Bioethanolpreis leicht auf 467,5 €/m3 . Somit liegen die europäischen Preise auch im weltweiten Vergleich auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Preisrückgang ist im Wesentlichen eine Folge des fehlenden politischen Willens zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auch im Transportsektor, eines rückläufigen Ottokraftstoffverbrauchs in der EU sowie gesunkener Rohstoffpreise. Der Preisdruck wird durch die derzeitige Praxis der Feststellung der Bioethanolpreise in Europa verschärft, die von Preisberichterstattungsagenturen auf der Grundlage nur geringer Volumina erfolgt.

Entwicklungen auf den Rohstoffund Futtermittelmärkten

Getreidemärkte

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) rechnet in seiner Schätzung vom 9. April 2015 für das Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 damit, dass die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) mit 2.007 Mio. t um 0,5 % ansteigen wird. Die Getreideernte wird damit erstmals die Marke von zwei Milliarden Tonnen erreichen. Der Weltgetreideverbrauch soll um 1,9 % auf 1.981 Mio. t steigen und somit erneut unterhalb der Produktion liegen.

Die weltweiten Lagerbestände sollen sich in Folge um 6,5 % auf 420 Mio. t erhöhen.

Die EU-Kommission erwartet, dass die EU-Getreide-ernte im Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 um 7,2 % auf 327 (305) Mio. t steigen wird. Der Getreideverbrauch soll hingegen nur um 2,5 % auf 281 (274) Mio. t wachsen und damit deutlich unter der Produktion liegen. Während der Anteil von Futtermitteln am verwendeten Getreide bei 61 % liegt, werden nur 3,4 % des erzeugten Getreides für die Herstellung von Bioethanol sowie der bei der Bioethanolherstellung ebenfalls anfallenden Lebens- und Futtermittel verwendet. Mit einem Nettoexport von 31,7 (24,3) Mio. t Getreide trägt die EU unverändert in hohem Maße zur Versorgung des Weltmarkts bei.

Die Erwartungen einer guten Getreideernte führten zu einem Rückgang des 1-Monats-Futures für Mahlweizen an der Euronext in Paris. So fielen die Weizenpreise von rund 210 €/t im Mai 2014 bis Mitte September auf rund 150 €/t. Wegen der verzögerten Maisernte stiegen sie jedoch anschließend wieder an und notierten Ende Februar 2015 bei rund 188 €/t.

Der Internationale Getreiderat (International Grain Council) erwartet im Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 einen leichten Rückgang der Getreideproduktion um ca. 3 % auf 1.937 Mio. t. Der prognostizierte Getreideverbrauch soll um 0,7 % auf 1.960 Mio. t Getreide sinken. Nachdem die Lagerbestände am Ende des Getreidewirtschaftsjahrs 2014/15 den höchsten Stand seit 15 Jahren erreichen sollen, wird im Folgejahr mit einem leichten Rückgang der Lagerbestände um 5,4 % auf 406 Mio. t Getreide gerechnet.

Bei Weizen wird eine weitere Ausweitung der weltweiten Anbauflächen auf Vorjahresniveau von 225 (224) Mio. ha erwartet. In Anbetracht der sehr vorteilhaften Witterungsbedingungen im Vorjahr soll die Ernte jedoch leicht um 1,5 % auf 709 Mio. t sinken. Angesichts eines prognostizierten Verbrauchs von 711 (708) Mio. t rechnet der Internationale Getreiderat mit einer weitestgehend ausgeglichenen Weizenbilanz 2015/16.

* 1 Gallone entspricht 3,7854 Liter.

Der Internationale Getreiderat schätzt, dass bei Mais die globale Anbaufläche im Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 auf 173 (175) Mio. ha sinken wird. Mit einem Rückgang der Anbaufläche wird dabei insbesondere in den USA gerechnet, wo sie aufgrund der größeren Attraktivitäten anderer Pflanzen (inkl. Sojabohnen) den niedrigsten Stand seit 2010/11 erreichen soll. In Anbetracht einer Maisproduktion von 941 (990) Mio. t und eines Maisverbrauchs von 961 (974) Mio. t erwartet der Internationale Getreiderat einen Rückgang der Lagerbestände auf 171 (198) Mio. t Mais.

Die EU-Kommission erwartet in der EU auch für das Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 eine überdurchschnittliche Getreideernte von 310 Mio. t, die den Verbrauch von 281 Mio. t erneut übersteigen wird. Mit einem Anteil von über 60 % entfällt der größte Teil des Getreideverbrauchs weiterhin auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich 11,2 Mio. t und damit lediglich 3,6 % der EU-Getreideernte verwendet.

Zuckermärkte

Im Zuckerwirtschaftsjahr 2014/15 rechnen Marktanalysten im zweiten Jahr in Folge mit einem Rückgang der Weltzuckerproduktion auf 179,7 (181,9) Mio. t. Bei einem weiteren Wachstum des Verbrauchs auf 179,8 (176,5) Mio. t und unter Berücksichtigung sonstiger Mengenänderungen sinken die Bestände erstmals seit vier Jahren und erreichen 75,7 (76,8) Mio. t Zucker bzw. 42,1 (43,5) % eines Jahresverbrauchs.

Nachdem sich der Weltmarktpreis für Weißzucker zum Ende des 1. Quartals des Geschäftsjahrs 2014/15 mit rund 345 €/t auf dem gleichen Niveau wie zu Geschäftsjahresbeginn befand, setzte Anfang Juli 2014 ein weiterer Rückgang auf rund 320 €/t zum Ende des 2. Quartals ein. Seitdem schwankt der Preis um dieses Niveau. Ende Februar 2015 lag er bei 331 €/t.

Im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr 2014/15 haben sich die Importe aus den Präferenzstaaten mit 2,2 (2,1) Mio. t im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Im Rahmen der Freihandelsabkommen schöpften die mittelamerikanischen Staaten Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador sowie die Andenstaaten Kolumbien und Peru ihre zollfreie Exportmenge in die EU von 0,25 Mio. t Zucker im Jahr 2014 erstmals nahezu vollständig aus. Dagegen halbierten sich die Importe im Rahmen der zollreduzierten WTO-Importquoten auf 0,35 (0,68) Mio. t.

Die EU-Kommission rechnet für das Zuckerwirtschaftsjahr 2014/15 in der EU mit einer Rekordproduktion von 19,8 (17,5) Mio. t. Bei einer nahezu vollständigen Quotenerfüllung werden die Lagerbestände an Übertragungszucker, der erst im nächsten Zuckerwirtschaftsjahr vermarktet werden darf, auf insgesamt 2,6 (0,6) Mio. t steigen. Trotz des erwarteten Rückgangs der Importe infolge der deutlich gesunkenen EU-Zuckerpreise wird der europäische Markt durch das EU-Zuckerangebot ausreichend versorgt sein.

Futtermittelmärkte

Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT lag Ende Mai 2014 noch bei 15 US-$/Bushel* . Als Folge der guten Ernteerwartungen gingen die Preise bis Ende September 2014 auf rund 9 US-$/Bushel zurück. Bis Ende Februar 2015 erholten sich die Sojabohnenpreise insbesondere aufgrund eines erneuten Anstiegs der Importnachfrage aus der VR China auf rund 10 US-$/Bushel. Die Sojabohnenernte im Wirtschaftsjahr 2014/15 wird nach der USDA-Schätzung vom 9. April 2015 mit 315 (284) Mio. t (+11,2 %) ein erneutes Rekordniveau erreichen. Insbesondere in Brasilien und den USA wird mit einem Anstieg der Sojabohnenernte gerechnet. Die Sojaschrotpreise in Europa lagen Ende Februar 2015 mit 372 €/t zwar niedriger als Anfang März 2014 (438 €/t), notieren damit aber im internationalen Vergleich noch auf einem vergleichsweise hohem Niveau. Preisstützend wirkte sich dabei vor allem die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro aus. Die Preise für Rapsschrot bewegten sich angesichts einer um 14,7 % auf 24,1 (21,0) Mio. t gewachsenen Rapsernte in der EU im Wirtschaftsjahr 2014/15 zunächst rückläufig und lagen nach 275 €/t Anfang März 2014 bis Mitte Oktober 2014 zeitweise unter 200 €/t. Im Anschluss war jedoch aufgrund der Wechselkursentwicklung und der begrenzten Verfügbarkeit von Importware wieder ein Preisanstieg auf ca. 245 €/t Ende Februar 2015 zu verzeichnen.

* Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen.

Entwicklungen im politischen Umfeld

Rechtliche Rahmenbedingungen in der EU

Die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" definiert die rechtliche Grundlage für das in der EU verbindliche Beimischungsziel von 10 % erneuerbarer Energien im Transportsektor im Jahr 2020. Nachhaltigkeitskriterien stellen dabei sicher, dass alle in der EU genutzten Biokraftstoffe nachhaltig hergestellt werden. Sie schreiben vor, dass Biokraftstoffe u. a. mindestens 35 Gew.-% bzw. ab 2017 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen müssen. Für Biokraftstoffe aus Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 errichtet werden, gelten ab dem Jahr 2018 Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 Gew.-%. Darüber hinaus müssen weitere Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Beispielsweise dürfen Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion nicht auf Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand, z. B. Wäldern, und/oder Flächen mit hoher biologischer Vielfalt angebaut werden. Die EU-Kommission hat mittlerweile 19 Zertifizierungssysteme mit EU-weiter Gültigkeit zugelassen, mit denen die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen nachgewiesen werden kann.

Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" enthält die Vorgabe, dass bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Darüber hinaus schuf sie die Möglichkeit für die EU-weite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff. Das Europäische Komitee für Normung (CEN) überarbeitete im Januar 2013 die europäische Kraftstoffnorm für Ottokraftstoffe (EN 228) entsprechend, um die Beimischung von Bioethanol auf bis zu 10 Vol.-% zu erweitern. Obwohl die Kraftstoffnorm inzwischen von allen Mitgliedsstaaten implementiert wurde, ist E10 in der EU weiterhin nur in Deutschland, Frankreich und Finnland erhältlich. Die 28 Mitgliedsstaaten schöpfen damit das Potenzial von Bioethanol zur Einsparung von Treibhausgasemissionen und der Minderung der Abhängigkeit von Ölimporten bei Weitem nicht aus.

Vorschlag zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"

Die EU-Kommission legte dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union bereits am 17. Oktober 2012 einen Entwurf zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" vor. Zentrale Elemente des Vorschlags waren die Begrenzung des Anteils konventioneller Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen wie z. B. Getreide, Zuckerpflanzen und Ölsaaten auf 5 % des 10 %-Ziels im Transportsektor und die Mehrfachanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen. Darüber hinaus war die Einführung einer Berichtspflicht von iLUC-Faktoren vorgesehen, welche die Treibhausgasemissionen aus theoretisch denkbaren indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) in Drittländern erfassen sollen. Des Weiteren empfahl die EU-Kommission, konventionelle Biokraftstoffe ab dem Jahr 2021 nicht mehr zu fördern.

Der Richtlinienentwurf wurde vom Europäischen Parlament am 11. September 2013 und vom Rat am 9. Dezember 2014 in erster Lesung jeweils mit Änderungen angenommen. Die Beratungen wurden anschließend mit dem Ziel der Einigung auf einen gemeinsamen Richtlinientext fortgesetzt. Nachdem bei interinstitutionellen Verhandlungen zwischen Parlament, Rat und Kommission (sog. "Trilog-Verhandlungen") am 10. und 24. März 2015 noch keine Einigung erzielt werden konnte, hat der Rat am 1. April 2015 einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt, der vom Umweltausschuss des Europäischen Parlaments am 14. April 2015 angenommen wurde.

Die Einigung auf die Anhebung des Anteils von konventionellen Biokraftstoffen auf 7 %, die Abschaffung einer Vierfachanrechnung von Biokraftstoffen aus bestimmten Abfällen und Reststoffen sowie deren verstärkte Kontrolle auf Nachhaltigkeit sind wesentliche Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission. Positiv anzumerken ist darüber hinaus, dass den fachlichen und rechtlichen Argumenten gegen die Einführung von iLUC-Faktoren Rechnung getragen wurde, indem diese modelltheoretisch abgeleiteten Werte bei der Ermittlung des spezifischen Treibhausgasminderungspotenzials von Biokraftstoffen weiterhin nicht berücksichtigt werden.

CropEnergies lehnt jedoch einige Punkte des Kompromissvorschlags ab. So verringern die vorgesehene Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen sowie eine zusätzliche Mehrfachanrechnung von Elektrizität im Transportsektor den Anreiz, fossile Kraftstoffe zu ersetzen und damit tatsächlich Treibhausgase einzusparen, deutlich. Zudem wird die Mehrfachanrechnung zu einer gezielten Erzeugung von Abfällen und einem weiteren Ausbau des weltweiten Abfalltourismus führen. So stammt bereits heute ein hoher Anteil des im EU-Biodieselmarkt verbrauchten Altspeiseöls, das in zahlreichen EU-Mitgliedsstaaten doppelt auf die nationalen Beimischungsverpflichtungen angerechnet wird und dabei die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien nicht nachweisen muss, aus Asien und den USA. Vor diesem Hintergrund ist die Begrenzung von Bioethanol, das aus in der EU nachhaltig angebauten Rohstoffen gewonnen wird, unverständlich. In dem Kompromiss fehlt auch die vom Europäischen Parlament ursprünglich geforderte separate Beimischungsverpflichtung von 7,5 % erneuerbare Energien im Ottokraftstoffbereich.

Es wird erwartet, dass das Europäische Parlament Ende April 2015 der Ausschussempfehlung folgen und die Vorschläge zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" annehmen wird. Die Zustimmung des Rats wird im Juni 2015 erwartet. Nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt haben die Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, die Neuregelungen in nationales Recht umzusetzen. CropEnergies begrüßt, dass die Einigung von Parlament und Rat die mittlerweile mehr als zwei Jahren andauernde Diskussion und die damit verbundene Unsicherheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen für die europäische Biokraftstoffindustrie zunächst beendet. Gemeinsam mit den Bioethanolverbänden auf nationaler und europäischer Ebene fordert CropEnergies jedoch nicht nur verlässliche Rahmenbedingungen für den europäischen Bioethanolmarkt für die Zeit bis 2020, sondern auch darüber hinaus. Bei der Diskussion über ein Klima- und Energiepaket 2030 wird sich CropEnergies weiterhin für die Fortsetzung einer nachhaltigen Biokraftstoffpolitik einsetzen.

Richtlinienvorschlag zur Umsetzung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"

Am 6. Oktober 2014 legte die EU-Kommission eine Richtlinie zur Festlegung von Berechnungsverfahren und Anforderungen an die Berichterstattung von Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen gemäß der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" vor. Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" definiert ein Dekarbonisierungsziel für Kraftstoffe von 6 Gew.-% bis 2020. Dem Vorschlag zufolge soll diese Einsparung auf Basis der durchschnittlichen Treibhausgasintensität der im Jahr 2010 verbrauchten Kraftstoffe berechnet werden, die bei 94,1 g CO2äq /MJ lag. Die Treibhausgasintensität von fossilem Otto- bzw. Dieselkraftstoff soll in die Berechnungen mit separaten Standardwerten von 93,3 bzw. 95,1 g CO2äq /MJ eingehen. Das Europäische Parlament hat den Richtlinienentwurf am 17. Dezember 2014 behandelt und diesem nicht widersprochen. Nach der Zustimmung des Rats am 1. April 2015 wird erwartet, dass die Richtlinie in Kürze in Kraft tritt. CropEnergies begrüßt grundsätzlich die realistischere Bewertung der mit fossilen Kraftstoffen verbundenen Treibhausgasemissionen, die zeigt, dass mit der Nutzung von Biokraftstoffen tatsächlich deutlich mehr Treibhausgasemissionen eingespart werden, als bisher offiziell anerkannt wurde. Nach Ansicht von CropEnergies sollten fossile Kraftstoffe jedoch analog zu Biokraftstoffen nach Rohstoffquellen differenziert werden. So müssten insbesondere den höheren Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen aus unkonventionellen Ölquellen, wie z. B. aus Teersanden und Ölschiefer, Rechnung getragen werden. Darüber hinaus wurde es bisher versäumt, eine einheitliche Methodik zur Anrechenbarkeit der Reduzierung von Treibhausgasemissionen auf vorgelagerten Wertschöpfungsstufen festzulegen. Hierzu zählt unter anderem, die bei der Erdölförderung anfallenden Begleitgase nicht mehr abzufackeln.

EU-Kommissionsvorschlag für das Klima- und Energiepaket 2030

Am 24. Oktober 2014 hat sich der Europäische Rat auf Eckpunkte für ein Energie- und Klimapaket für den Zeitraum von 2020 bis 2030 geeinigt. Diese enthalten eine verbindliche Gesamteinsparung von Treibhausgasemissionen von 40 % im Vergleich zu 1990 und einen für die EU und über alle Sektoren hinweg verbindlichen Anteil erneuerbarer Energien von 27 %. Darüber hinaus soll eine Verbesserung der Energieeffizienz um 27 % angestrebt werden. Der Europäische Rat hat damit zwar im Wesentlichen die Vorschläge der EU-Kommis-sion vom 22. Januar 2014 aufgegriffen und keine separaten Zielvorgaben für den Transportsektor festgelegt. Gleichzeitig stellt er jedoch fest, dass im Transportsektor die Treibhausgasemissionen und die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen weiter gesenkt werden müssen. Der Rat hat die EU-Kommission daher aufgefordert, u. a. Maßnahmen zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien und zur Senkung von Treibhausgasemissionen im Transportsektor auch nach 2020 zu prüfen. Das Europäische Parlament hatte sich bereits im Februar 2014 dafür ausgesprochen, einen speziellen Rahmen für das Verkehrswesen zu schaffen und die Vorgabe zur Senkung von Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen im Rahmen der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" beizubehalten. Die europäische Bioethanolindustrie setzt sich ebenfalls dafür ein, auf den bestehenden Zielen der Klima- und Energiepolitik aufzubauen. Hierzu sollen die verbindlichen Ziele für die Nutzung von erneuerbaren Energien im Transportsektor sowie dessen dringend erforderlicher Dekarbonisierung bis 2030 fortgeschrieben werden. Nur so können die Treibhausgasemissionen sowie die massive Öl- und damit Importabhängigkeit im Transportsektor weiter verringert werden. Die EU muss dringend verlässliche Investitionsbedingungen in einem Sektor schaffen, der höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllt und maßgeblich zur regionalen Entwicklung und Einkommenssicherung beiträgt.

Deutschland

In Deutschland wurde die Nutzung von Biokraftstoffen im Transportsektor bis 2014 insbesondere im Rahmen einer energetischen Beimischungsverpflichtung gefördert. Demnach betrug die Gesamtquote für Biokraftstoffe bisher 6,25 %. Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen konnten dabei auf dieses Beimischungsziel doppelt angerechnet werden. Zum 1. Januar 2015 wurde die Biokraftstoffquote im Rahmen der Dekarbonisierungsstrategie durch eine Treibhausgasminderungsquote ersetzt. Mit dem Wegfall energetischer Beimischungsvorgaben können auch Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen nicht mehr doppelt angerechnet werden. Zur Umsetzung dieses Systemwechsels hat der Gesetzgeber das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) geändert. Die Einsparungen von Treibhausgasemissionen im Kraftstoffbereich wurden dabei für die Jahre 2015 und 2016 von 3 auf 3,5 Gew.-% angehoben. Für die Folgejahre wurden die Treibhausgaseinsparziele jedoch von 4,5 auf 4 Gew.-% ab dem Jahr 2017 bzw. von 7 auf 6 Gew.-% ab 2020 gesenkt. Die deutsche Bioethanolwirtschaft hatte sich zwar grundsätzlich für die Einführung von Treibhausgasminderungsquoten, aber gegen eine Absenkung der Einsparziele ab dem Jahr 2017 ausgesprochen. Durch Quotenabsenkungen wird das hohe Treibhausgaseinsparpotenzial von Biokraftstoffen nicht ausgeschöpft und der Markt für nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe in Deutschland in seiner Entwicklung gehemmt. Stattdessen bleibt es bei einem größeren Anteil fossiler Otto- und Dieselkraftstoffe. Mit dem Systemwechsel wurde das spezifische Treibhausgasminderungspotenzial zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal für Biokraftstoffe in Deutschland. In Anbetracht einer Privilegierung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen bei der Berechnung der Treibhausgaseinsparungen hatte die deutsche Bioethanolindustrie die Beibehaltung der strengen Nachweis- und Kontrollpflichten für diese Biokraftstoffe gefordert, die im Rahmen des bisherigen Doppelanrechnungsverfahrens galten. Hierdurch sollte Marktverwerfungen, wie sie bei der Einführung der Doppelanrechnung im Jahr 2011 aufgetreten sind, vorgebeugt werden. Der Gesetzgeber hat diese Forderung jedoch nicht aufgegriffen, da davon ausgegangen wird, dass die bestehenden Zertifizierungssysteme ausreichen, um Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.

Belgien

In Belgien verabschiedete der Gesetzgeber Ende April 2014 eine neue Förderregelung für Biokraftstoffe, mit der die Nutzung von besonders nachhaltig hergestellten Biokraftstoffen unterstützt und Anreize zur Einführung von E10 gesetzt werden sollen. Die neuen Förderregelungen zur Nutzung von Biokraftstoffen werden seitdem von der EU-Kommission überprüft. Der lange Prüfungsprozess und die Ungewissheit darüber, ob die EU-Kommission die neuen Regelungen genehmigen wird, behindern derzeit die Entwicklung des belgischen Biokraftstoffmarkts. Dies führt letztlich zu einem erhöhten Verbrauch fossiler Kraftstoffe und damit zu vermeidbaren Treibhausgasemissionen.

Großbritannien

In Großbritannien wird die Nutzung von Biokraftstoffen im Rahmen einer volumetrischen Beimischungsverpflichtung, der sogenannten "Renewable Transport Fuel Obligation" (RTFO) gefördert. Nachdem die Beimischungsquote seit 2008/09 von ursprünglich 2,5 Vol.-% sukzessive angehoben wurde, liegt sie seit dem Jahr 2013/14 bei 4,75 Vol.-%. Eine weitere Anhebung ist nach aktueller Gesetzeslage nicht vorgesehen. Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen werden auf diese Gesamtquote doppelt angerechnet. Da das 10 %-Ziel der EU mit dieser Vorgabe nicht erreicht werden kann, fordert die britische Biokraftstoffindustrie seit geraumer Zeit eine rasche Anhebung der in der RTFO verankerten Beimischungsziele. Ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigeren Kraftstoffversorgung wäre die Einführung von E10 im britischen Ottokraftstoffmarkt. Die britische Regierung strebt derzeit keine Novellierung der rechtlichen Rahmenbedingungen an und begründet dies mit den Beratungen auf EU-Ebene. Der Kapazitätsaufbau in Großbritannien zur Herstellung von nachhaltig erzeugten Biokraftstoffen erfolgte im Vertrauen auf das EU-Ziel von 10 % erneuerbarer Energien im Transportsektor und damit in Erwartung eines deutlich dynamischeren Marktwachstums. Es ist daher erforderlich, dass der britische Gesetzgeber nach den Parlamentswahlen im Mai 2015 unverzüglich eine Anhebung der Beimischungsverpflichtung für Biokraftstoffe beschließt, um die EU-Zielvorgaben noch erreichen zu können und das Investorenvertrauen zurückzugewinnen.

Entwicklungen in der CropEnergies-Gruppe

Im Geschäftsjahr 2014/15 setzte CropEnergies das Unternehmenswachstum fort. Maßgeblich für die Steigerung der Produktions- und Absatzmengen waren die erstmals ganzjährige Berücksichtigung von Ensus, die weitere Optimierung der Produktionsanlagen und der Ausbau des Handelsgeschäfts. Die schwierigen Marktbedingungen beeinträchtigten die Ertragslage im Geschäftsjahr 2014/15 erheblich, und der Vorstand ist mit dem realisierten Ergebnis nicht zufrieden. Zwar gelang ein erfreuliches Wachstum der Produktionsmengen, dem jedoch ein starker Rückgang der Bioethanolpreise gegenüberstand. Leicht rückläufige Rohstoffpreise konnten dies nur ansatzweise mildern. Vor diesem Hintergrund fiel die Rohmarge deutlich unter das Niveau des Vorjahrs.

Aufgrund der schwierigen Situation auf dem europäischen Bioethanolmarkt, die sich durch den drastischen Verfall der Ölpreise und die Abwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund verschärft hat, sowie angesichts fortgesetzter Verzögerungen bei der Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Transportsektor hat sich CropEnergies im Februar 2015 entschlossen, die Produktionsanlage in Wilton temporär stillzulegen. Sobald die Marktentwicklung es zulässt, kann die britische Produktionsanlage wieder in Betrieb genommen und das volle Produktionspotenzial der CropEnergies-Gruppe genutzt werden. Die Wiederaufnahme der Produktion wird kontinuierlich vor dem Hintergrund der anstehenden politischen Entscheidungen und der Marktlage überprüft.

Produktion

Im Geschäftsjahr 2014/15 steigerte die CropEnergies-Gruppe die Bioethanolerzeugung um 20 % auf 1.056 (884) Tsd. m3 . Zum Produktionsanstieg trugen alle Produktionsstandorte bei, wobei die Anlage in Wilton erstmals für den gesamten Berichtszeitraum berücksichtigt wurde. Die Produktion von getrockneten Lebens- und Futtermitteln stieg auf 537 (413) Tsd. t und somit sogar noch deutlicher, da verschiedene Maßnahmen zur Ausbeutesteigerung erfolgreich umgesetzt werden konnten. Außerdem produzierte CropEnergies flüssige Eiweißfuttermittel und biogenes Kohlendioxid.

In Zeitz konnte erneut eine hohe Kapazitätsauslastung erreicht und die Bioethanolproduktion im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. CropEnergies nutzte die Flexibilität der Produktionsanlage und passte den Rohstoffeinsatz im Verlauf des Geschäftsjahrs an die jeweiligen Bedingungen auf den Rohstoffmärkten zur Senkung der Nettorohstoffkosten kontinuierlich an. Anfang 2015 wurde in der fertiggestellten Neutralalkoholanlage der Produktionsbetrieb aufgenommen. Die CT Biocarbonic GmbH konnte die Produktion deutlich steigern, nachdem im Vorjahr hochwasserbedingte Produktionsausfälle aufgetreten waren.

Die Anlageverfügbarkeit und Kapazitätsauslastung der Bioethanolanlage in Wanze wurde weiter erhöht. Hierzu trugen unter anderem die im Vorjahr durchgeführten Optimierungsarbeiten bei, mit denen eine höhere Leistung des Biomassekessels sowie geringere Alkoholverluste und ein größerer Produktdurchsatz erreicht wurde. Dies führte zu einer wesentlichen Steigerung der produzierten Bioethanol-, Lebens- und Futtermittelmengen. Auch die Glutenausbeute erhöhte sich durch technische Verbesserungsmaßnahmen.

In der Bioethanolanlage in Wilton gelang es, durch Optimierungsarbeiten die Verfügbarkeit und Effizienz der Anlage zu steigern. Die Schwerpunkte lagen darauf, den spezifischen Energieverbrauch zu reduzieren sowie die Rohstoffflexibilität zu erweitern. Darüber hinaus ermöglichte der Dauerbetrieb die Identifikation weiterer Optimierungspotenziale.

In Loon-Plage wird Rohalkohol zu Bioethanol für den Kraftstoffsektor verarbeitet. Daneben erzeugt Ryssen qualitativ hochwertige und auf die Wünsche der Kunden maßgeschneiderte Alkohole für traditionelle und technische Anwendungen. Weitere Maßnahmen zur Qualitätssicherung stellen eine Belieferung mit hochwertigem Rohalkohol sicher.

In Zeitz, Wanze und Wilton werden Agrarrohstoffe europäischer Herkunft verarbeitet. Bei der Rohstoffbeschaffung legt CropEnergies großen Wert auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug. Um das Preisrisiko bei Getreide zu begrenzen, setzte CropEnergies als Ergänzung zu Fixpreiskontrakten derivative Sicherungsinstrumente ein. Bei den Zuckersirupen gewährleisten zum Teil längerfristige Lieferverträge die Versorgung. Um die nachhaltige Erzeugung von Biokraftstoffen sicherzustellen, arbeitet CropEnergies intensiv mit den Rohstofflieferanten zusammen, um die Anlagen mit nachhaltig zertifizierter Biomasse zu versorgen. Zur besseren Abschätzung der Entwicklungen auf den Getreide-, Zucker- und Futtermittelmärkten steht CropEnergies im regelmäßigen Dialog mit Rohstoffexperten. Der landwirtschaftliche Beirat von CropEnergies erörterte die aktuellen Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und deren Auswirkungen auf die Einkaufsstrategie der CropEnergies-Gruppe. Darüber hinaus setzte CropEnergies die bewährte Seminarreihe mit den wichtigsten Getreidelieferanten und Futtermittelkunden fort. Die Teilnehmer diskutieren dabei die Entwicklung auf den weltweiten Getreide- und Futtermittelmärkten.

In Loon-Plage lag der Fokus auf der Sicherstellung des kostengünstigen Bezugs von Rohalkohol. Als vorteilhaft erweist sich dabei die bestehende Pipelineverbindung zwischen dem Hafen von Dünkirchen und dem Tanklager in Loon-Plage, welche die direkte Belieferung mit Seeschiffen ermöglicht.

Absatz Bioethanol

Der Bioethanolabsatz überstieg mit 1.283 (1.012) Tsd. m3 das Vorjahresniveau deutlich um 27 %. Davon entfielen 229 (150) Tsd. m3 auf Handelswaren.

Der Kundenstamm von CropEnergies besteht unverändert sowohl aus großen und mittelständischen Mineralölgesellschaften als auch aus ETBE-Produzenten. CropEnergies konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die frachtgünstige Belieferung von Binnendestinationen. Der wichtigste Absatzmarkt ist nach wie vor Deutschland. In Belgien und in Osteuropa nahm CropEnergies eine bedeutende Marktposition ein. Im Zuge der Produktionsausweitung in Wilton wurde darüber hinaus im abgelaufenen Jahr die Marktposition in Großbritannien ausgebaut, dem nach Deutschland und Frankreich drittgrößten Absatzmarkt für nachhaltig hergestelltes Bioethanol in der EU. Mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam und Duisburg verfügt CropEnergies über ein einzigartiges europäisches Logistiknetzwerk.

In Deutschland ist die Nachfrage nach E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles, angesichts der Ende 2015 auslaufenden Energiesteuererleichterung und der im Jahresverlauf massiv gesunkenen Benzinpreise deutlich zurückgegangen.

Trotz dieses schwierigen Marktumfelds hat CropEnergies die führende Marktposition behauptet. Über 30 % der E85-Tankstellen in Deutschland werden mit dem gemäß DIN 51625 hergestellten E85-Qualitätskraftstoff CropPower85 beliefert.

CropEnergies ist auch in Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts tätig. So zählen namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zu den Abnehmern von hochwertigem Neutralalkohol. Nach der Erweiterung der Vergällungsmöglichkeiten in Loon-Plage wurden dort auch die Verladungseinrichtungen optimiert, um den Produkt- und Lieferanforderungen von Kunden gerecht werden zu können. Darüber hinaus vermarktete Ryssen den am Standort Loon-Plage zu Kraftstoffethanol aufbereiteten Rohalkohol von Saint Louis Sucre. Auf dem südamerikanischen Markt hat Ryssen Chile SpA, Santiago de Chile (Chile) seine Marktposition gefestigt.

Die im Januar 2015 fertiggestellte Veredelungsanlage zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität am Standort Zeitz eröffnet CropEnergies zusätzliche attraktive Absatzmöglichkeiten in der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie. Mit den Produkt- und Marktkompetenzen von Ryssen sollen die Verkaufsaktivitäten auf Märkten intensiviert werden, die bisher z. B. aufgrund hoher Logistikkosten nicht beliefert wurden. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde der Markteintritt vorbereitet, indem Geschäftsbeziehungen zu potenziellen Kunden aufgebaut bzw. vertieft wurden.

CropEnergies ist mit der CropEnergies Inc., Houston (USA), und einer Präsenz in Brasilien auf den beiden weltweit größten Bioethanolmärkten vertreten. Hierdurch hat CropEnergies die Möglichkeit zu direkten Handelsgeschäften mit lokalen und internationalen Kunden. Aufgrund der internationalen Preisentwicklungen und der Einführung eines Anti-Dumpingzolls auf Bioethanol aus den USA gibt es derzeit nur wenige Bioethanoleinfuhren aus diesen beiden Staaten in die EU, sodass sich CropEnergies vor allem darauf beschränkt, die Marktentwicklung in Brasilien und den USA zu beobachten.

Absatz Lebens- und Futtermittel

Durch die vollständige Verwertung der eingesetzten Rohstoffe verfügt CropEnergies über ein breites Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Die Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aus der Bioethanolproduktion ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von CropEnergies. Hierdurch erhöht sich nicht nur die Ertragskraft der Produktionsanlagen, sondern CropEnergies mindert aufgrund der hohen Korrelation von Getreide- und Futtermittelpreisen die Rohstoffpreisrisiken. In Zeitz wird das getrocknete und pelletierte Eiweißfuttermittel ProtiGrain® hergestellt. In Wanze erzeugt CropEnergies das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Kleie und Gluten für Lebens- und Futtermittelverwendungen. In Wilton produziert CropEnergies wertvolle getrocknete und flüssige Eiweißfuttermittel.

Infolge des höheren Produktionsvolumens stieg die Absatzmenge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2014/15 um 28 % auf 528 (413) Tsd. t. Im Zuge einer guten Ölsaatenernte sind die Preise für pflanzliche Proteine zwar gesunken, notieren in Europa jedoch aufgrund der nach wie vor robusten Nachfrage nach eiweißhaltigen Lebens- und Futtermitteln und der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar im Vergleich zu den Getreidepreisen weiterhin auf hohem Niveau.

Das in Zeitz hergestellte hochwertige Eiweißfuttermittel ProtiGrain® stellt in der europäischen Tierfütterung preislich und qualitativ eine wettbewerbsfähige Alternative zu Rapsschrot und anderen eiweißhaltigen Futtermitteln dar. Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag weiterhin auf der Entwicklung des regionalen Futtermittelmarkts, der eine frachtgünstige Belieferung der Kunden insbesondere aus der Mischfutterindustrie ermöglicht. Die rege Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen und die gute Marktstellung führte für CropEnergies zu attraktiven Erlösen für ProtiGrain®. Die Hauptabsatzgebiete waren neben Deutschland weiterhin die großen Futtermittelmärkte, u. a. in den Niederlanden und Frankreich.

Darüber hinaus versorgte CropEnergies nach der Übernahme von Ensus den britischen Futtermittelmarkt mit dem dort produzierten DDGS. Großbritannien ist der fünftgrößte Fleischproduzent in der EU und hat einen großen Bedarf an proteinreichen Futtermitteln, der bislang nur mithilfe von Importen gedeckt werden kann.

In Deutschland beteiligte sich CropEnergies am Verbundprojekt GrainUp, bei dem die Futterwerte von Getreide und anderen Futtermittelkomponenten mit innovativen Methoden untersucht wurden. Hierbei wurde unter anderem eine umfassende Bewertung des Proteinwerts von Getreideschlempen durchgeführt, die sich als dritt-wichtigste Proteinquelle bei der Tierfütterung zu einem wichtigen Eckpfeiler der europäischen Proteinversorgung entwickelt haben. Im Projekt wurden dabei der hohe Futterwert und die hervorragende Verdaulichkeit zweifelsfrei nachgewiesen. CropEnergies vermarktet diese bei der Bioethanolherstellung anfallenden proteinhaltigen Futtermittel sowohl in flüssiger als auch getrockneter Form u. a. unter den Markennamen ProtiWanze® und ProtiGrain®. Als eine von 13 untersuchten Getreideschlempen erfüllte ProtiGrain® auch in einem mehrjährigen Test stets höchste Qualitätsanforderungen bei der Tierfütterung.

Am Standort Wanze produziert CropEnergies neben Bioethanol die proteinreichen Produkte Gluten und CDS (Condensed Distillers' Solubles) sowie Kleie. Gluten findet aufgrund der ernährungsspezifischen und technologischen Eigenschaften insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen Futtermitteln, z. B. für Fische, Verwendung. Der Vertrieb erfolgt über die Südzucker-Tochtergesellschaft BENEO-Orafti SA, die als Spezialist für die Vermarktung von Zutaten für Lebens- und Futtermittel über ein globales Vertriebsnetzwerk verfügt. Das nach IFS (International Food Standard) zertifizierte Gluten wird auch im Lebensmittelsektor, z. B. zur Erhöhung der Backqualität, eingesetzt. Im Zuge der im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen eigenen Glutenkonfektionierung wurden die Vertriebsaktivitäten im preislich attraktiven Aquafeedbereich ausgebaut. Seit Juni 2013 vermarktet CropEnergies hochwertige, nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ zertifizierte Kleie aus dem in Wanze verwendeten Weizen. Die Weizenkleie wird überwiegend als Futtermittelkomponente in der Tierernährung eingesetzt.

Aus den nach der Destillation verbleibenden Proteinen und weiteren Bestandteilen des fermentierten Weizenkorns gewinnt CropEnergies in Wanze CDS (Condensed Distillers' Solubles) - ein flüssiges Futtermittel mit hohem Eiweißgehalt für Rinder und Schweine. Es wird unter dem Markennamen ProtiWanze® insbesondere an Nutztierhalter in den Beneluxländern vertrieben. Die Entwicklung des Markts für flüssige Proteinfuttermittel wurde in enger Kooperation mit den Vertriebspartnern vorangetrieben. Im Zuge der höheren Produktion wurde die Vermarktung von ProtiWanze® auf dem benachbarten deutschen und französischen Markt ausgeweitet. Hierfür konnten neue Vertriebspartner gewonnen werden.

Das integrierte Produktionskonzept von CropEnergies, bei dem sowohl Bioethanol als auch wertvolle Lebens- und Futtermittel erzeugt werden, füllt Teller, Tank und Trog. So entfallen mehr als die Hälfte der in Zeitz, Wanze und Wilton erzeugten Mengen auf Produkte, die der Herstellung von Lebensmitteln bzw. der Verbesserung der Tierernährung dienen. CropEnergies stellt hierdurch sicher, dass Agrarrohstoffe vollständig genutzt werden und nahezu keine Reststoffe anfallen. Zudem reduziert CropEnergies mit seinen proteinreichen Lebens- und Futtermitteln die in Europa bestehende Versorgungslücke mit pflanzlichen Eiweißen und trägt zur Reduzierung von Sojaimporten aus Südamerika bei.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) zu Beginn des Geschäftsjahrs 2014/15 haben sich Auswirkungen auf die Bilanz, auf die Gesamtergebnisrechnung und auf weitere Abschlussbestandteile ergeben. So wird das bisher quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen CT Biocarbonic GmbH mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014/15 at Equity bilanziert. Durch die retrospektive Anwendung des neuen Standards ergaben sich analoge Auswirkungen auch auf die dargestellten Vergleichsperioden.

Konzernumsatz

Auch im Geschäftsjahr 2014/15 setzte CropEnergies den Wachstumskurs fort und konnte trotz eines widrigen Marktumfelds erneut sein Geschäftsvolumen ausweiten. Einen entscheidenden Anteil hieran hatte der weitere Anstieg der Bioethanolproduktion als Folge der erstmals ganzjährigen Berücksichtigung der Produktionsanlage in Wilton. Gleichzeitig produzierte CropEnergies abermals Rekordmengen an Lebens- und Futtermitteln und baute die Marktposition weiter aus.

Maßgeblich für den Umsatzanstieg um 6,0 % auf 827 (780) Mio. € war die Steigerung des Bioethanolabsatzes, die sowohl auf dem erzielten Produktionszuwachs als auch auf der erneuten Ausweitung der Handelsaktivitäten basiert. Darüber hinaus trugen auch die höheren Absatzmengen an Lebens- und Futtermitteln zum Umsatzwachstum bei. Diesen positiven Mengeneffekten standen jedoch unbefriedigende Entwicklungen der Erlöse gegenüber. Während die Absatzpreise für Lebens- und Futtermittel nur leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahrs blieben, musste CropEnergies bei den Erlösen für Bioethanol erhebliche Einbußen verzeichnen. Insbesondere zum Ende der Berichtsperiode reduzierten sich die Marktpreise noch einmal deutlich und erreichten im Januar 2015 ein historisches Tief.

Weitere Details zur Umsatzentwicklung sind im Kapitel "Bericht zur Geschäftstätigkeit" beschrieben.

Ertragslage

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Umsatzerlöse 827.165 780.436
EBITDA* 25.177 68.463
EBITDA-Marge in % 3,0 % 8,8 %
Abschreibungen* -36.410 -33.461
Operatives Ergebnis -11.233 35.002
Operative Marge in % -1,4 % 4,5 %
Restrukturierung und Sondereinflüsse -28.424 -6.365
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 290 -587
Ergebnis der Betriebstätigkeit -39.367 28.050
Finanzergebnis -3.742 -4.747
Ergebnis vor Ertragsteuern -43.109 23.303
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -14.934 -11.297
Jahresfehlbetrag / -Überschuss -58.043 12.006
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie € -0,67 0,14

* Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend

EBITDA

Im Geschäftsjahr 2014/15 konnte CropEnergies von niedrigeren Rohstoffpreisen profitieren. In Verbindung mit nur leicht verminderten Erlösen für die erzeugten Lebens- und Futtermittel konnten gegenüber dem Vorjahr niedrigere spezifische Nettorohstoffkosten erzielt werden. Diese erfreuliche Entwicklung wurde jedoch durch die deutlich niedrigeren Bioethanolerlöse mehr als aufgezehrt, sodass sich das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA um 63 % auf 25,2 (68,5) Mio. € verringerte. Auch die im Berichtszeitraum unzureichende Kostendeckung von Ensus trug zur Minderung des EBITDA bei. Die Materialaufwandsquote erreichte 85,8 (81,4) % der Gesamtleistung. Ingesamt deckte das EBITDA einen wesentlichen Teil der Investitionen.

Operatives Ergebnis / Restrukturierung und Sondereinflüsse

Bei leicht auf 36,4 (33,5) Mio. € gestiegenen Abschreibungen führte der Rückgang des EBITDA auch zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses, das -11,2 (35,0) Mio. € erreichte. Bezogen auf den gesteigerten Umsatz errechnet sich eine negative operative Marge von -1,4 (4,5) %. Im Geschäftsjahr 2014/15 fielen Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt 28,4 (6,4) Mio. € an, die im Wesentlichen die temporäre Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton in Höhe von 28,2 Mio. € betreffen.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen reduzierte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf -39,4 (28,0) Mio. €.

Finanzergebnis

Trotz im Vergleich zum Vorjahr höherer Nettofinanzschulden verbesserte sich das Finanzergebnis auf -3,7 (-4,7) Mio. €.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich auf -43,1 (23.3) Mio. €. Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand von 14,9 (11.3) Mio. € verbucht. Hiervon entfielen 3,2 (7,9) Mio. € auf laufende Steueraufwendungen sowie 11,7 (3,4) Mio. € auf latente Steueraufwendungen. Darin ist ein Betrag von 8,8 Mio. € aus der Auflösung aktiver latenter Steuern als Folge der vorübergehenden Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton enthalten.

Jahresfehlbetrag / -überschuss

Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf -58,0 (12,0) Mio. €.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf -0,67 (0,14) €. Der Ermittlung liegt ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 87,25 (86,4) Mio. Stückaktien zugrunde.

Finanzlage

Finanzierungsrechnung

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Cashflow 5.285 50.858
Veränderung Nettoumlaufvermögen 20.796 -65.209
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit 26.081 -14.351
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -31.636 -18.182
Investitionen in Akquisitionen 0 -309
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 152 177
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -31.484 -18.314
Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 2.597 38.005
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -1.346 25
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises 0 464
Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel -4.152 5.829

Durch den Rückgang des EBITDA auf 25,2 (68,5) Mio. € reduzierte sich der Cashflow auf 5,3 (50,9) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 26,1 (Mittelabfluss: 14,4) Mio. €.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich auf insgesamt 31,5 (18,3) Mio. € und entfiel mit 31,2 (16,9) Mio. € im Wesentlichen auf Sachanlagen. Sie dienten insbesondere dem Bau der neuen Veredelungsanlage zur Herstellung von Neutralalkohol in Zeitz sowie der Steigerung der Ausbeute und der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit in Wanze.

Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 79,1 (88,8) Mio. € standen Tilgungen von 67,8 (28,7) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2014 in Höhe von 8,7 (22,1) Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,6 (38,0) Mio. €.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 31,2 (16,9) Mio. €. Davon wurden 18,9 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 7,2 Mio. € bei der BioWanze SA, 4,4 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. und 0,5 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert. Des Weiteren wurden 0,4 (1,3) Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit 643,9 (666,3) Mio. € um 22,4 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital verringerte sich im Wesentlichen aufgrund der einmaligen Belastung aus der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton auf 331,7 (395,3) Mio. €. Die Eigenkapitalquote der CropEnergies-Gruppe erreichte 52 (59) %.

AKTIVA

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Langfristige Vermögenswerte 493.362 502.312
Kurzfristige Vermögenswerte 150.552 163.993
Bilanzsumme 643.914 666.305

PASSIVA

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Eigenkapital 331.660 395.344
Langfristige Schulden 157.863 130.773
Kurzfristige Schulden 154.391 140.188
Bilanzsumme 643.914 666.305
Nettofinanzschulden 150.148 134.674
Verhältnis Nettofinanzschulden zum Cashflow 28,4 2,6
Eigenkapitalquote 51,5 % 59,3 %
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals 45,3 % 34,1 %

Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 28. Februar 2015 um 9,0 Mio. € auf 493,4 Mio. €. Dabei verringerten sich die aktiven latenten Steuern um 12,0 Mio. € auf 10,8 Mio. €. Das Anlagevermögen erhöhte sich infolge von Investitionen und unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen leicht um 2,7 Mio. € auf 480,8 Mio. €. Darin sind Geschäfts- und Firmenwerte in unveränderter Höhe von 5,6 Mio. € enthalten. Des Weiteren stieg der Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen um 0,3 Mio. € auf 1,7 Mio. €. Das Eigenkapital und die langfristigen Schulden decken das Anlagevermögen zu 101,8 (110,0) %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 13,4 Mio. € auf 150,6 Mio. €. Hierbei konnte insbesondere der Bestand an Vorräten um 9,2 Mio. € auf 63,6 Mio. € abgebaut werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögenswerte nahmen trotz der Ausweitung des Geschäftsvolumens leicht um 1,9 Mio. € auf 74,0 Mio. € ab. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,7 (0,3) Mio. € enthalten. Des Weiteren verringerte sich der Bestand an flüssigen Mitteln um 4,2 Mio. € auf 9,7 Mio. € und die Steuererstattungsansprüche erhöhten sich um 1,8 Mio. € auf 3,2 Mio. €.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich insgesamt um 27,1 Mio. € auf 157,9 Mio. €. Hierbei stiegen die übrigen Rückstellungen im Wesentlichen aufgrund einmaliger Belastungen aus der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton um 17,2 Mio. € auf 19,3 Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich insbesondere durch die Absenkung des Abzinsungssatzes um 5,5 Mio. € auf 16,3 Mio. €. Des Weiteren stiegen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten per Saldo um 5,2 Mio. € auf 99,1 Mio. €. Die passiven latenten Steuern verringerten sich um 0,8 Mio. € auf 22,5 Mio. €.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 14,2 Mio. € auf 154,4 Mio. €. Auch die kurzfristigen übrigen Rückstellungen erhöhten sich insbesondere aufgrund einmaliger Belastungen aus der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton um 13,4 Mio. € auf 18,6 Mio. €. In den kurzfristigen Schulden sind kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 60,8 (54,7) Mio. € enthalten. Des Weiteren erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten um 2,4 Mio. € auf 73,8 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,7 (1,6) Mio. € enthalten. Die kurzfristigen Steuerschulden nahmen hingegen um 7,7 Mio. € auf 1,2 Mio. € ab.

Die Nettofinanzschulden stiegen im Wesentlichen infolge der Finanzierung von Investitionen um 15,5 Mio. € auf 150,1 Mio. €. Hiervon sind 99,1 Mio. € langfristig und 60,8 Mio. € kurzfristig fällig. Dem stehen flüssige Mittel in Höhe von 9,7 Mio. € gegenüber. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow belief sich auf 28,4 (2,6).

Wertbeitrag, Kapitalstruktur und Dividende

Wertbeitrag

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) errechnet sich als Folgegröße aus dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Das Capital Employed umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag.

Der ROCE hat sich 2014/15 im Wesentlichen durch das deutlich reduzierte operative Ergebnis auf -2,1 (6,4) % verringert. Das Capital Employed verringerte sich auf 524 (549) Mio. €. Maßgeblich hierfür ist das durch niedrigere Vorratsbestände und höhere Rückstellungen deutlich gesunkene Working Capital. Die Investitionen von 32 (18) Mio. € lagen unter den Abschreibungen von 36 (34) Mio. €.

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Tsd. € 2014/15 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11
operatives Ergebnis -11.233 35.002 87.018 53.008 45.933
Sachanlagen* 475.232 472.519 437.344 458.624 477.434
Goodwill 5.595 5.595 5.595 5.595 4.346
Working Capital 43.191 71.186 64.173 60.287 52.249
Capital Employed 524.018 549.300 507.112 524.506 534.029
Return on Capital Employed (ROCE) -2,1 % 6,4 % 17,2 % 10,1 % 8,6 %

* Einschließlich immaterieller Vermögenswerte

Kapitalstruktur

Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen hierfür sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).

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Tsd. € 2014/15 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11
Verschuldungsfaktor          
Nettofinanzschulden 150.148 134.674 82.907 158.383 195.027
Cashflow 5.285 50.858 98.238 63.986 63.294
Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 28,4 2,6 0,8 2,5 3,1
Verschuldungsgrad          
Nettofinanzschulden 150.148 134.674 82.907 158.383 195.027
Eigenkapital 331.660 395.344 389.705 353.929 339.289
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals 45,3 % 34,1 % 21,3 % 44,8 % 57,5 %
Eigenkapitalquote          
Eigenkapital 331.660 395.344 389.705 353.929 339.289
Bilanzsumme 643.914 666.305 598.947 623.444 638.537
Eigenkapitalquote in % 51,5 % 59,3 % 65,1 % 56,8 % 53,1 %

Maßgeblich für die Kapitalstruktur war im Geschäftsjahr 2014/15 die Ausweitung des Geschäftsvolumens sowie die Finanzierung der Investitionen. Demzufolge erhöhten sich auch die Nettofinanzschulden, während das Eigenkapital durch den Jahresverlust zurückging. Der Cashflow folgte dem reduzierten EBITDA.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 52 (59) %.

Der Verschuldungsgrad, der die Nettofinanzschulden mit dem Eigenkapital in Beziehung setzt, erreichte 45 (34) %.

Der Verschuldungsfaktor als Quotient aus Nettofinanzschulden und Cashflow stieg auf 28,4 (2,6).

Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis 2019 mit einjähriger Verlängerungsoption auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen. Zum 28. Februar 2015 bestand keine Inanspruchnahme.

Dividende

Aufgrund des Jahresfehlbetrags kann 2014/15 keine Dividende gezahlt werden. In den Vorjahren berücksichtigte CropEnergies bei der Dividendenpolitik die nachhaltige operative Ergebnisentwicklung, den Cashflow, die Risiken, die weiteren Wachstumsmöglichkeiten sowie die Verschuldung.

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Tsd. € 2014/15 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11
Operatives Ergebnis -11.233 35.002 87.018 53.008 45.933
Jahresüberschuss -58.043 12.006 57.175 30.180 28.341
Cashflow 5.285 50.858 98.238 63.986 63.294
Ergebnis je Aktie (€/Aktie) -0,67 0,14 0,67 0,36 0,33
Dividende je Aktie (€/Aktie) 0,00 0,10 0,20 0,18 0,15
Zusatzdividende je Aktie (€/Aktie)     0,06    
Gesamte Dividende je Aktie (€/Aktie) 0,00 0,10 0,26 0,18 0,15
Ausschüttungsquote 0,0 % 71,4 % 38,8 % 50,0 % 45,5 %

Tatsächliche und prognostizierte Geschäftsentwicklung

In der nachstehenden Tabelle ist die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014/15 der im Geschäftsbericht 2013/14 sowie in den Zwischenberichten 2014/15 veröffentlichten Prognose für 2014/15 gegenübergestellt. Das jeweils angegebene Datum betrifft den Veröffentlichungstermin der Berichterstattung.

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Prognose 2014/15   13.05.2014 Geschäftsbericht 2013/14 08.07.2014 Zwischenbericht Q1 2014/15 19.09.2014 Ad-hoc-Meldung 2014/15 * Ist 2014/15 Ist 2013/14
Umsatz Mio. € Anstieg auf 850 bis 900 Anstieg auf 850 bis 900 Anstieg auf 820 bis 860 827 780
Operatives Ergebnis Mio. € minus 30 bis plus 20 minus 30 bis plus 20 minus 20 bis Null -11 35

* Prognoseanpassung durch Ad-hoc-Meldung am 19. September 2014

Die erste Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15, die im Rahmen der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz am 13. Mai 2014 mit dem Konzernabschluss 2013/14 veröffentlicht wurde, bestätigte CropEnergies im Zwischenbericht zum 1. Quartal 2014/15.

Eine Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15 erfolgte durch eine Ad-hoc-Meldung am 19. September 2014. Infolge niedrigerer Bioethanolpreise in Europa sowie weiterhin bestehender Unsicherheiten in der Preis- und Marktentwicklung wurden die Erwartungen für den Umsatzanstieg und das operative Ergebnis reduziert bzw. präzisiert.

Diese angepasste Prognose für das Geschäftsjahr 2014/15 bestätigte CropEnergies im Zwischenabschluss zum 1. Halbjahr 2014/15 und zum 1. - 3. Quartal 2014/15.

FORTSCHRITT SOLLTE ALLEN NUTZEN. DAHER MUSSEN SO VIELE WIE MÖGLICH EIN TEIL DAVON SEIN

Seit Eröffnung unserer ersten Bioethanolanlage in Zeitz 2005 sind drei Produktionsstandorte hinzugekommen. Wir optimieren und erweitern unsere Anlagen kontinuierlich, z. B. zur Herstellung zusätzlicher Produkte wie Neutralalkohol oder flüssiges Kohlendioxid.

WIRTSCHAFTSKRAFT AUSBAUEN - MODERNE ARBEITSPLÄTZE SICHERN

Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen im Geschäftsjahr 2012/13

Die Herstellung von Bioethanol ist ein noch junger Industriezweig in Europa. Sein Einfluss ist jedoch unbestreitbar. Er sorgt nicht nur dafür, dass Treibhausgase eingespart und Ölimporte reduziert werden, sondern unsere Anlagen schaffen und sichern auch Arbeitsplätze und Einkommen. Insgesamt entstanden durch den Aufbau der Bioethanolbranche in der EU seit 2005 50.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze in ländlichen Regionen.

CROPENERGIES BEITRAG ZUR WERTSCHÖPFUNG

NACHTRAGSBERICHT

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die CropEnergies-Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Risikomanagementsystem

CropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol in Europa. Mit dem geschaffenen Produktions-, Vertriebs- und Handelsnetzwerk ist CropEnergies hervorragend positioniert, um sowohl auf dem europäischen Bioethanolmarkt eine führende Rolle einzunehmen als auch von internationalen Handelsaktivitäten profitieren zu können. Darüber hinaus verfügt CropEnergies durch die vollständige Nutzung der Agrarrohstoffe über ein attraktives Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln, was die Abhängigkeit von den Entwicklungen auf den Ethanol- und Rohstoffmärkten reduziert. Betriebliche Funktionen, externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um Chancen und Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, hat CropEnergies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet.

Das Chancen- und Risikomanagement von CropEnergies umfasst die unternehmensinternen Regelungen zur Erfassung, Darstellung und Interpretation risikorelevanter Abläufe sowie die monatlich stattfindenden Sitzungen des Risikomanagementkomitees. Die Abläufe sind in das Risikomanagement der Südzucker-Gruppe eingebunden. Im Risikokonsolidierungskreis sind alle Konzerngesellschaften berücksichtigt.

Risiko- und Chancenpolitik

Für CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Die Abwägung von Risiken und die Nutzung von Chancen dient der Sicherung des Unternehmens und dem Ausbau seiner Wettbewerbsfähigkeit. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Gleichgewicht von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie die Implementierung interner Kontrollen.

Risikomanagement

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Es hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Sachverhalte und Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Das Risikomanagement wird durch ein Überwachungssystem ergänzt, das die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen sicherstellt.

Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen. So bestehen insbesondere Marktpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsvorgängen, die durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt werden. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in Richtlinien vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regeln. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung operativer Grundgeschäfte eingesetzt und mit Banken hoher Bonität abgeschlossen.

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens hat CropEnergies eine konzernweite Compliance-Richtlinie verabschiedet.

Gleichzeitig mit den Risiken werden im Risikomanagementsystem von CropEnergies auch die sich bietenden Chancen identifiziert, verfolgt und gesteuert.

Risikofrüherkennungssystem

Der Vorstand trägt konzernweit die Verantwortung für das Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er hat einen Risikoausschuss eingerichtet, dessen weitere Mitglieder, bestehend aus den Verantwortlichen der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Business Development, Finanzen, Accounting, Controlling und Südzucker-Risikomanagement den Vorstand bei seinen Aufgaben unterstützen. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich und bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf, Handel und Finanzmarktrisiken standardisierte Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die Auswirkungen auf das geplante operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis ermittelt werden. Die Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. Soweit Handelsrisiken bestehen, werden diese täglich bewertet. Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.

Risikokommunikation

Wesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt dies - auch durch seine unmittelbare Einbindung in den vom Vorstand eingerichteten Risikoausschuss - sicher und hält die Mitarbeiter an, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting der operativen und strategischen Risiken erfolgt im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.

Interne Revision

Die interne Revision der Südzucker-Gruppe prüft und bewertet die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe bei CropEnergies. Darüber hinaus wacht sie über die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems.

Risiken

Übersicht der Unternehmensrisiken

Nachfolgend werden die für CropEnergies wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "mögliche finanzielle Auswirkungen" nach Gegensteuerungsmaß nahmen klassifiziert. Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkung.

Die Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie die Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung.

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Übersicht der Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
gering < 10 % < 1 Mio. €
mittel 10 - 50 % 1 - 10 Mio. €
hoch > 50 % > 10 Mio. €
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Übersicht der Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
Strategische Risiken    
Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen hoch hoch
Gesamtwirtschaftliche Risiken mittel mittel
Operative Risiken    
Beschaffungsrisiko hoch hoch
Absatzrisiko hoch hoch
Risiken aus Handelsgeschäften mittel mittel
Qualitätsrisiken gering mittel
IT-Risiken gering mittel
Personalrisiken gering mittel
Rechtliche Risiken mittel mittel
Kartellrechtsrisiken mittel mittel
Korruptionsrisiken gering mittel
Bonitäts- und Ausfallrisiken gering gering
Weitere operative Risiken gering gering
Finanzwirtschaftliche Risiken    
Liquiditätsrisiken gering hoch
Wechselkursrisiken mittel mittel
Zinsänderungsrisiken mittel gering

Strategische Risiken

Regulatorische Entwicklungen können den Fortgang der Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Wie im Abschnitt "Entwicklungen im politischen Umfeld" des Lageberichts ausführlich dargestellt, unterliegt die Geschäftstätigkeit von CropEnergies sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen. Zusätzlich können sich die Rahmenbedingungen insbesondere in den USA und Brasilien, wo sich die weltweit größten Bioethanolmärkte befinden, auf die internationalen Handelsströme und damit mittelbar auf die Geschäftstätigkeit von CropEnergies auswirken.

So kann die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten sowie die Einschränkung oder Förderung der Nutzbarkeit verschiedener Rohstoffe zu zusätzlichen Chancen und Risiken führen. Auch Verzögerungen bei der Umsetzung der politischen Vorgaben können Risiken darstellen. Zum Beispiel legte die EU-Kommission bereits am 17. Oktober 2012 einen Entwurf zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" vor. Das Europäische Parlament und der Rat einigten sich jedoch erst im April 2015 auf einen gemeinsamen Richtlinientext. Zentrale Elemente sind die Begrenzung des Anteils konventioneller Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen im Transportsektor, die Mehrfachanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen und von Elektrizität aus erneuerbaren Quellen. Nach dem endgültigen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens mit Veröffentlichung im EU-Amtsblatt, voraussichtlich im Sommer 2015, müssen die Neuregelungen von den Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht überführt werden. Die rasche Implementierung in den Mitgliedsstaaten ist Voraussetzung dafür, dass die Unsicherheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen für die europäische Biokraftstoffindustrie beendet wird.

Ebenfalls können tatsächliche, behauptete oder widerlegte Einflüsse der Bioenergiegewinnung auf den Anbau landwirtschaftlicher Güter in anderen Regionen der Welt mit Chancen oder Risiken verbunden sein. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen.

CropEnergies begegnet den regulatorischen Risiken durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Branchenverbänden, welche die Interessen der Bioethanolwirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene vertreten und kontinuierlich in Kontakt mit den politischen Entscheidungsträgern stehen.

Daneben unterliegen die Produkte der CropEnergies-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten.

Risiken aus dem operativen Geschäft

Beschaffungsrisiko

Zur Herstellung von Bioethanol werden vor allem kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Deshalb wirken sich Preisschwankungen an den Weltagrar- und Devisenmärkten auf die Rohstoffkosten von CropEnergies aus.

Das Rohstoffrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert CropEnergies teilweise durch die Verkaufserlöse für die gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermittel. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert werden ("natural hedge"). Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies daher eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten und Erlösen für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel vor (Steuerung nach Nettorohstoffkosten). Darüber hinaus können die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduziert werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, eingegangene Lieferverpflichtungen mit den notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu unterlegen.

Zur Begrenzung dieser Risiken setzt CropEnergies zur Rohstoffpreissicherung derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Darüber hinaus verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Bioethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquote entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.

Auch für den Einkauf von Energie unterliegt CropEnergies dem Risiko von Marktpreisschwankungen. Diesem Risiko wird mit der Nutzung unterschiedlicher Energieträger sowie längerfristigen Lieferverträgen für Energie begegnet. Im Jahr 2014 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundlegend reformiert. Dennoch blieb auch nach der Reform das Eigenstromprivileg für bestehende Erzeugungsanlagen erhalten: § 58 EEG regelt u. a. den Bestandschutz für Eigenstromerzeugungsanlagen, die vor dem 1. September 2011 betrieben und zur Eigenversorgung genutzt wurden.

Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz, Wanze, Loon-Plage und Wilton erfüllt diese Anforderungen. Dies setzt voraus, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist.

Als produzierendes Unternehmen muss CropEnergies die Bestimmungen des europäischen Emissionshandels erfüllen und über die erforderlichen Emissionsrechte verfügen. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch der CropEnergies-Gruppe nicht decken, was zu einem Anstieg der Produktionskosten führen könnte. Für die Jahre 2013 bis 2019 erfüllt die Produktion von Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien wird in einem künftig fünfjährigen Turnus überprüft; die nächste Überprüfung betrifft die Zuteilungsjahre 2020 bis 2024. Ein Wegfall des Carbon-Leakage-Status ab 2020 hätte eine deutliche Kürzung der jährlichen Zuteilung kostenloser CO2 -Zertifikate zur Folge.

Absatzrisiko

Die CropEnergies-Gruppe unterliegt absatzseitig Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität der Preise ist die Folge. Inwieweit es bei der Systematik der Preisfeststellung zu Unregelmäßigkeiten oder Verzerrungen kommt, ist seit Mai 2013 Gegenstand einer Untersuchung der EU-Kommission.

Der überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der CropEnergies-Gruppe entfällt auf Großkunden. Sollten derartige Lieferverträge nicht erfüllt werden oder Anschlussaufträge wesentlich geringer ausfallen, könnten sich hieraus Risiken für die Ertrags- und Vermögenslage ergeben.

Einen Beitrag zur Verringerung von Absatz- und Preisrisiken leistet CropEnergies durch kontinuierliche Optimierung der Kostenstrukturen bzw. die Anpassung der Kapazitätsauslastung. So hat sich CropEnergies im Februar 2015 entschlossen, die Produktion am Standort Wilton angesichts derzeit nicht kostendeckender Erlöse temporär stillzulegen.

Risiken aus Handelsgeschäften

Soweit CropEnergies Handelsgeschäfte mit Bioethanol oder entsprechenden Warenterminkontrakten betreibt, werden deren Risiken durch ein Limitsystem sowohl hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Geschäfte als auch des Gesamtvolumens begrenzt. Weitere Beschränkungen bestehen bezüglich der Kreditrisiken von Geschäftspartnern und der Änderung von Marktwertrisiken. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht.

Qualitätsrisiken

CropEnergies erzeugt sichere und qualitativ hochwertige Produkte. Um dies zu gewährleisten, verfügt CropEnergies über ein Qualitätssicherungssystem, welches die Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe moderner Prozessleittechnik überwacht. Dies umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden und legt Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe fest.

IT-Risiken

Wie jedes Unternehmen ist CropEnergies auf reibungslos funktionierende IT-Systeme angewiesen. Für die operative und strategische Steuerung des Unternehmens setzt CropEnergies hochentwickelte Informationssysteme ein. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme ist durch die Einbindung der IT-Systeme in die Südzucker AG gewährleistet.

Personalrisiken

Die CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen der SüdzuckerGruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld.

Rechtliche Risiken

Klageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns haben könnten, sind nicht erkennbar.

Kartellrechtsrisiken

Kartellrechtsrisiken können darin bestehen, dass Verhaltensweisen von Organen und Mitarbeitern als Verstoß gegen Wettbewerbsbestimmungen ausgelegt werden und in der Folge Vermögens- und Imageschäden entstehen.

Korruptionsrisiken

Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe gegen Gesetze und interne Regelungen verstoßen und in Folge das betroffene Unternehmen der CropEnergies-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet.

Zur Vermeidung von Kartellrechts- und Korruptionsrisiken hat CropEnergies im Rahmen des Compliance-Management-Systems die in der CropEnergies-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert.

Bonitäts- und Ausfallrisiken

Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden bei CropEnergies reduziert, indem einerseits die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Schuldnern fortlaufend überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung herangezogen werden. Insbesondere bei Handelsgeschäften kann darüber hinaus auf Akkreditive oder ähnliche Instrumente zurückgegriffen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen und Sicherungsgeschäften werden dadurch minimiert, dass Transaktionen bei Banken und Partnern hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht.

Weitere operative Risiken

Das Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert. Falls erforderlich, wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann.

In den Bereichen IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies aufgrund der Shared-Service-Vereinbarungen auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken

Die Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird täglich überwacht und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung, die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies - falls erforderlich - kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen.

Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken

CropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Wechselkursrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zum 28. Februar 2015 hatte CropEnergies keine nicht auf Euro denominierten Kredite von Konzernfremden.

Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen werden durch eine Mischung von fest- und variabel verzinslichen Darlehen begrenzt, wobei der Anteil festverzinslicher Darlehen überwiegt.

Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sowie Liquiditäts-, Bonitäts- und Ausfallrisiken sind im Konzernanhang unter (29) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe zu finden.

Gesamtrisiko

Zu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der CropEnergies-Gruppe gehören insbesondere Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Ergebnis von CropEnergies wird besonders beeinflußt von der Preisvolatilität der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Getreide - und von den Bioethanolerlösen.

In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden, kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden.

Da sich die Märkte für Getreide und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten, ist die Prognose der Ergebniswirkung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten mit längeren Laufzeiten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz.

Die Gesamtrisiken des Konzerns haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Preisvolatilität erhöht. Die Investitionen in die Neutralalkoholanlage wirken dagegen stabilisierend.

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Chancen

Die Reihenfolge der beschriebenen Chancen entspricht deren Bedeutung für CropEnergies.

Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profi-tabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt.

Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/ oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion.

Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. Sollte die Einführung von E10 europaweit an Fahrt gewinnen, kann sich das Absatzvolumen für Bioethanol erheblich ausweiten. Daraus ergäben sich für CropEnergies weitere Wachstumschancen.

Mit der Errichtung der Produktionsanlage für Neutralalkolhol in Zeitz bietet sich für CropEnergies die Chance, weitere margenträchtige Märkte für Bioethanol zu erschließen.

Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt.

Gesamtchancen

Die Gesamtchancen des Konzerns haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Preisvolatilität erhöht. Die Investitionen in die Neutralalkoholanlage wirken dagegen stabilisierend.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Grundzüge

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe aus einem Steuerungs- und einem Überwachungssystem zusammen.

IFRS Reporting Guideline

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der CropEnergies-Gruppe regeln einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den CropEnergies-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren.

Internes Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip" sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Mit der zentralen Durchführung der Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang.

Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden.

Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung.

Interne Prüfung

Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden. Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher.

Externe Prüfung

Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können.

Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssystems.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Winterprognose der EU-Kommission werden die Volkswirtschaften aller EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2015 zum ersten Mai seit 2007 wieder wachsen. Das Wirtschaftswachstum soll sich für die EU demnach auf 1,7 % und für den Euroraum auf 1,3 % erhöhen. Allerdings belasten eine schwache Investitionstätigkeit und hohe Arbeitslosigkeit immer noch die Wachstumsaussichten in ganz Europa. Die gesunkenen Ölpreise, die Abwertung des Euro und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sollten sich hingegen positiv auf die Wirtschaftsentwicklung in der EU auswirken.

Bioethanolmärkte

In der EU wird für 2015 mit einem Rückgang des Kraftstoffethanolverbrauchs um 3,7 % auf 5,1 Mio. m3 gerechnet. Für einen nennenswerten Ausbau erneuerbarer Energien im Kraftstoffsektor bedarf es einer europaweiten Einführung von E10, mit der nach Abschluss der Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der politischen Rahmenbedingungen in der EU mittelfristig gerechnet wird.

Der Bedarf an Kraftstoffethanol in der EU soll auch im Jahr 2015 zunehmend durch inländische Produktion gedeckt werden. Marktbeobachter rechnen mit einer europäischen Produktion von 5,1 Mio. m3. Hierzu trägt auch bei, dass die EU aufgrund des ausgesprochen niedrigen Preisniveaus als Exportdestination an Attraktivität verloren hat. Für die Bioethanolmärkte außerhalb des Kraftstoffbereichs wird mit keiner signifikanten Änderung von Angebot und Nachfrage gerechnet.

Für das Jahr 2015 rechnet CropEnergies noch nicht mit einer deutlichen Erholung der europäischen Bioethanolpreise. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die tatsächliche Bioethanolnachfrage weiterhin deutlich unter den Prognosen der Nationalen Aktionspläne der EU-Mitgliedsstaaten liegt, auf deren Grundlage der Ausbau der Produktionskapazitäten in der EU erfolgte. Bei moderater Entwicklung der Bioethanolimporte wird insgesamt damit gerechnet, dass sich die europäischen Bioethanolpreise vor allem an den Rohstoffkosten in Europa orientieren werden.

Getreidemärkte

Nach einer Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums vom 9. April 2015 wird die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) im Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 mit 2.007 Mio. t erstmals über zwei Milliarden Tonnen liegen. Aufgrund der guten Versorgungslage sollen die Lagerbestände um 6,5 % auf 420 Mio. t anwachsen, was einen moderaten Rückgang der Getreidepreise ermöglichen sollte. Hierzu tragen auch erste Prognosen des Internationalen Getreiderats für das Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 bei, der erneut eine überdurchschnittliche Getreideernte erwartet. Die Anbaufläche für Weizen soll sich demnach leicht auf 224,7 (223,9) Mio. ha erhöhen. Die Maisanbaufläche bewegt sich trotz des leichten Rückgangs auf 173 (175) Mio. ha ebenfalls weiterhin auf einem hohen Niveau.

Politische Rahmenbedingungen

Neben den Entwicklungen auf den Absatz- und Rohstoffmärkten sind der politische Wille und die entsprechenden Rahmenbedingungen für den Erfolg erneuerbarer Energien auch im Transportsektor entscheidend. Auf EU-Ebene diskutierten Parlament, Rat und Kommission ("Trilog") über die Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie". Ziel ist es, direkt wie indirekt messbare Nachhaltigkeitskriterien insbesondere hinsichtlich der Wahl der Rohstoffe zu präzisieren. Dabei soll die Menge konventioneller Biokraftstoffe aus Ackerfrüchten definiert und zugunsten von Alternativen aus Abfällen und Reststoffen begrenzt werden. Nach der Einigung von Europäischem Parlament und Rat wird mit dem formalen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens im Sommer 2015 gerechnet. Im Anschluss müssten die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb von zwei Jahren in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden. Angesichts dieses Zeitvorlaufs rechnen Marktbeobachter nicht damit, dass es im Jahr 2015 noch zu einer signifikanten Anhebung der Beimischungsverpflichtungen von Bioethanol kommt.

In Deutschland gelten seit dem 1. Januar 2015 für die Mineralölindustrie Treibhausgaseinsparziele, die sie insbesondere durch die Beimischung von Biokraftstoffen erfüllen kann. Die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich sollen dabei von 3,5 Gew.-% im Jahr 2015 auf 6 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. Mit der Abschaffung von heizwertbezogenen Beimischungsverpflichtungen endete auch die Doppelanrechnung von bestimmten Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen. Damit steigen die Absatzchancen vor allem für Biokraftstoffe mit hohen Treibhausgaseinsparpotenzialen. In Belgien hat der Gesetzgeber neue Förderbedingungen für Biokraftstoffe festgelegt, die u. a. die Nutzung von besonders nachhaltig erzeugten Biokraftstoffen begünstigen. Inwiefern sich die neuen Förderregeln auf die Entwicklung des belgischen Biokraftstoffmarkts im Jahr 2015 auswirken werden, ist aufgrund der andauernden Prüfung durch die EU-Kommission noch nicht absehbar. In Großbritannien besteht eine Beimischungsverpflichtung in Höhe von 4,75 Vol.-%, wobei Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen doppelt angerechnet werden. Da diese Regelungen nicht ausreichen, um die europäischen Zielvorgaben für das Jahr 2020 zu erfüllen, ist eine höhere Nutzung erneuerbarer Energien erforderlich. Aufgrund der britischen Parlamentswahlen im Mai 2015 werden Anpassungen der politischen Vorgaben für Biokraftstoffe nicht vor 2016 erwartet.

Konzernentwicklung

Das Geschäftsjahr 2015/16 wird für die europäische Biokraftstoffbranche ein weiteres ausgesprochen herausforderndes Jahr. Die Energie-, Öl- sowie Bioethanolpreise in Europa liegen derzeit auf niedrigem Niveau. Mit den erwarteten EU-Beschlüssen zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auch im Transportsektor sind jedoch im Jahresverlauf positive Impulse zu erwarten, die mittelfristig für weiteres Wachstum sorgen sollten. Dafür ist CropEnergies als einer der führenden Hersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität seiner Anlagen gut gerüstet.

Für das Geschäftsjahr 2015/16 erwartet CropEnergies zunächst eine Fortsetzung der Marktkonsolidierung in Europa. Maßgeblich hierfür ist das erreichte niedrige Preisniveau von Bioethanol sowie Öl, das bereits zu ersten Kapazitätsanpassungen in der Branche geführt hat. Auch CropEnergies hat sich vor diesem Hintergrund entschieden, die Produktion in Wilton bis auf Weiteres stillzulegen, bis sich die Marktlage nachhaltig gebessert hat. Die Anlagen in Deutschland, Belgien und Frankreich werden dagegen aufgrund ihrer spezifischen Kostenvorteile weiter mit der gewohnt hohen Auslastung betrieben.

Ohne die Produktionsmengen aus Wilton wird die Erzeugung sowohl von Bioethanol als auch von Lebens- und Futtermitteln in etwa auf das im Geschäftsjahr 2012/13 erreichte Niveau reduziert. Einschließlich des Handelsgeschäfts soll dies ein Absatzvolumen an Bioethanol von rund 1 Mio. m3 sicherstellen. Die Mengenreduzierung sowie erneut niedrigere Absatzpreise für Bioethanol werden zu einer Reduzierung des erwarteten Umsatzes um rund ein Viertel auf eine Bandbreite zwischen 625 und 675 Mio. € führen. Mit der neuen Mengen- und Umsatzplanung verbessert CropEnergies das Risikoprofil in Zeiten ausgesprochen niedriger Ethanolpreise und sichert den Cashflow. Zwar haben sich die Ethanolpreise in der EU in den letzten Wochen wieder etwas erhöht, es bleiben jedoch Unsicherheiten über die Nachhaltigkeit des aktuellen Preisniveaus. Vor diesem Hintergrund rechnet CropEnergies für das Geschäftsjahr 2015/16 damit, ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA von 15 bis 45 Mio. € erwirtschaften zu können. Dies sollte zur Abdeckung der anstehenden Investitionen ausreichen und bis zur Besserung der Marktaussichten die Substanz sichern. Nach Abschreibungen wird mit einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von minus 20 bis plus 10 Mio. € gerechnet. Daneben ist während der Stillstandszeit der Bioethanolanlage in Wilton mit einem Sonderaufwand von jährlich bis zu 15 Mio. € zu rechnen.

CropEnergies geht weiterhin davon aus, dass sich durch die im April 2015 getroffene Entscheidung der EU zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auch im Transportsektor mittelfristig positive Impulse für den europäischen Bioethanolmarkt ergeben. Insbesondere sollte die Anhebung der Beimischungsquoten zur Einführung von E10 in weiteren Mitgliedsstaaten führen. Damit würde sich auch die Erlös- und Ertragssituation für Bioethanolhersteller in Europa wieder verbessern.

NEUE HERAUSFORDERUNGEN ERFORDERN NEUE LOSUNGEN. WIR ARBEITEN DARAN

Der Mensch braucht immer mehr Rohstoffe, um seinen Energiebedarf zu stillen und mobil zu bleiben. Doch die Ressourcen sind begrenzt. Wir setzen von Anfang an auf nachhaltige Energieerzeugung.

ZUKUNFTSFÄHIG BLEIBEN - MIT NEUEN VERFAHREN ZUR ENERGIEGEWINNUNG

In unseren Anlagen geht es nicht nur um Bioethanol. Vielmehr verfolgen wir das Konzept einer Bioraffinerie, in der wir aus verschiedensten Rohstoffen eine ganze Palette an Produkten herstellen. Daher arbeiten wir ständig daran, unsere Anlagen zu verbessern. Eines unserer aktuellen Projekte in Zeitz ist eine Pilotanlage, in der Algen gezüchtet werden. Dabei wird das C02 aus der Fermentation als Nährstoff für die Algen genutzt, die aus dem Kohlendioxid und Sonnenlicht wertvolle Rohstoffe produzieren. Nachdem zunächst eine kleine Anlage im Labormaßstab getestet wurde, geht die Forschung mittlerweile an einer Freilandanlage in größerem Maßstab weiter.

CROPENERGIES STETE INNOVATIONSKRAFT

Konzernabschluss

Gesamtergebnisrechnung* 1. März 2014 bis 28. Februar 2015

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Tsd. € Anhang 2014/15 2013/14
Gewinn-und-Verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse (6) 827.165 780.436
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (7) -3.080 4.460
Sonstige betriebliche Erträge (8) 6.945 5.382
Materialaufwand (9) -706.658 -638.643
Personalaufwand (10) -33.653 -30.159
Abschreibungen (16), (17) -36.410 -33.987
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -93.966 -58.852
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (18) 290 -587
Ergebnis der Betriebstätigkeit (12) -39.367 28.050
Finanzerträge (13) 1.992 1.248
Finanzaufwendungen (13) -5.734 -5.995
Ergebnis vor Ertragsteuern   -43.109 23.303
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) -14.934 -11.297
Jahresfehlbetrag / -Überschuss   -58.043 12.006
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) (31) -0,67 0,14
Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen      
Jahresfehlbetrag / -Überschuss   -58.043 12.006
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges**   2.174 -91
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen   3.731 1.928
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen   5.905 1.837
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen**   -2.821 215
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust- Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen   -2.821 215
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen   3.084 2.052
Gesamtergebnis   -54.959 14.058

* Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst
** Nach Berücksichtigung latenter Steuern

Kapitalflussrechnung* 1. März 2014 bis 28. Februar 2015

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Tsd. € Anhang 2014/15 2013/14
Jahresfehlbetrag / -überschuss   -58.043 12.006
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (16), (17) 36.410 33.987
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der latenten Steuern   28.908 4.587
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) / Aufwendungen (+)   -1.990 278
Cashflow   5.285 50.858
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des langfristigen Vermögens   236 178
Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen   13.388 881
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte   12.481 -18.910
Abnahme der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten)   -5.309 -47.358
Abnahme (+) / Zunahme (-) des Working Capital   20.560 -65.387
I. Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus laufender Geschäftstätigkeit   26.081 -14.351
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (16), (17) -31.636 -18.182
Investitionen in Akquisitionen   0 -309
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten   152 177
II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit   -31.484 -18.314
Dividendenausschüttungen   -8.725 -22.100
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten   79.086 88.822
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten   -67.764 -28.717
III. Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit   2.597 38.005
IV. Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. u. III.)   -2.806 5.340
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen   -1.346 25
von Änderungen des Konsolidierungskreises   0 464
Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel   -4.152 5.829
Flüssige Mittel am Anfang der Periode   13.870 8.041
Flüssige Mittel am Ende der Periode   9.718 13.870
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Tsd. € Anhang 2014/15 2013/14
Zinsauszahlungen (32) 5.133 4.454
Steuerzahlungen (32) 12.764 11.061

* Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Unter Position (32) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnunggegeben.

Bilanz 28. Februar 2015

*

AKTIVA

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Tsd. € Anhang 28.02.2015 28.02.2014 01.03.2013
Immaterielle Vermögenswerte (16) 10.672 10.854 10.178
Sachanlagen (17) 470.155 467.260 427.495
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (18) 1.728 1.438 2.025
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (28) 46 45 35
Aktive latente Steuern (14) 10.761 22.715 16.852
    493.362 502.312 456.585
Vorräte (19) 63.631 72.883 59.542
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte (20), (27), (28) 74.023 75.875 71.237
Steuererstattungsansprüche (14) 3.180 1.365 539
Flüssige Mittel (25), (26), (28) 9.718 13.870 8.041
    150.552 163.993 139.359
    643.914 666.305 595.944

Passiva

       
Tsd. € Anhang 28.02.2015 28.02.2014 01.03.2013
Gezeichnetes Kapital   87.250 87.250 85.000
Kapitalrücklage   222.764 222.764 211.333
Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten   21.646 85.330 93.372
Eigenkapital (21) 331.660 395.344 389.705
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (22) 16.291 10.789 9.816
Übrige Rückstellungen (23) 19.310 2.122 1.884
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (25), (26), (28) 99.064 93.853 63.500
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 704 724 0
Passive latente Steuern (14) 22.494 23.279 22.382
Steuerschulden (14) 0 6 6
Langfristige Schulden   157.863 130.773 97.588
Übrige Rückstellungen (23) 18.558 5.170 4.289
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (25), (26), (28) 60.802 54.691 24.939
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (24), (27), (28) 73.858 71.420 68.190
Steuerschulden (14) 1.173 8.907 11.233
Kurzfristige Schulden   154.391 140.188 108.651
Bilanzsumme   643.914 666.305 595.944

* Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst

Entwicklung des Eigenkapitals 1. März 2014 bis 28. Februar 2015

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      Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten
Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Cashflow Hedges Kumulierte Währungsdifferenzen Summe
Stand 1. März 2013 85.000 211.333 95.389 -2.067 50 93.372
Jahresüberschuss     12.006     12.006
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*       -91    
Währungsveränderungen         1.928  
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*     215      
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen     215 -91 1.928 2.052
Gesamtergebnis     12.221 -91 1.928 14.058
Dividendenausschüttung     -22.100     -22.100
Kapitalerhöhung 2.250 11.431        
Stand 28. Februar 2014 87.250 222.764 85.510 -2.158 1.978 85.330
Stand 1. März 2014 87.250 222.764 85.510 -2.158 1.978 85.330
Jahresfehlbetrag     -58.043     -58.043
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*       2.174    
Währungsveränderungen         3.731  
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*     -2.821      
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen     -2.821 2.174 3.731 3.084
Gesamtergebnis     -60.864 2.174 3.731 -54.959
Dividendenausschüttung     -8.725     -8.725
Stand 28. Februar 2015 87.250 222.764 15.921 16 5.709 21.646
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Tsd. € Gesamtes Konzerneigenkapital
Stand 1. März 2013 389.705
Jahresüberschuss 12.006
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*  
Währungsveränderungen  
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*  
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 2.052
Gesamtergebnis 14.058
Dividendenausschüttung -22.100
Kapitalerhöhung 13.681
Stand 28. Februar 2014 395.344
Stand 1. März 2014 395.344
Jahresfehlbetrag -58.043
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*  
Währungsveränderungen  
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*  
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 3.084
Gesamtergebnis -54.959
Dividendenausschüttung -8.725
Stand 28. Februar 2015 331.660

* Nach Berücksichtigung latenter Steuern Unter Position (21) des Anhangs ist die Entwicklung des Eigenkapitals erläutert.

Konzernanhang

Allgemeine Erläuterung

(1) Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Die CropEnergies AG hat ihren Sitz in der Maximilianstraße 10 in 68165 Mannheim, Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 700509 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 19. Juli 2013 ist der Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol), sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von Nebenprodukten, tätig sind. Die CropEnergies AG gehört mehrheitlich zur Südzucker AG.

Gegenstand des Konzernabschlusses sind die CropEnergies AG sowie ihre Tochterunternehmen. CropEnergies hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der CropEnergies AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2015 ist am 24. April 2015 vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 11. Mai 2015 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 18. Mai 2015. Das Datum der Veröffentlichung ist der 19. Mai 2015.

CropEnergies erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird.

Erstmalig angewendete IFRS und IFRIC: Die im Folgenden erläuterten IFRS und IFRIC waren im Geschäftsjahr 2014/15 erstmalig verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen von IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) korrigieren zum einen die durch IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) in IAS 36 eingeführte Angabenvorschrift, den erzielbaren Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit (oder Gruppe von Einheiten) anzugeben, der ein bedeutender Geschäfts- oder Firmenwert oder bedeutende immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer zugeordnet sind. Durch die Änderung von IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) wird das gegenwärtige Saldierungsmodell nach IAS 32 im Grundsatz beibehalten, jedoch durch zusätzliche Anwendungsleitlinien (Application Guidance) konkretisiert. Die Änderungen von IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) befreit Unternehmen von der Pflicht zur Beendigung von Sicherungsbeziehungen, wenn aufgrund einer gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Bestimmung oder deren Einführung die Verpflichtung zum zentralen Clearing für Sicherungsinstrumente besteht. Die erstmalige Anwendung dieser geänderten Standards hatte keine wesentlichen bzw. keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Mit dem erstmalig anzuwendenden IFRS 10 (Konzernabschlüsse), der die bis dahin in IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) und SIC 12 (Konsolidierung Zweckgesellschaften) enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung ersetzt, hat sich die Definition der Beherrschung dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewendet werden. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen innehat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Für CropEnergies haben sich keine Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis und somit auch nicht auf den Konzernabschluss ergeben.

Der erstmalig anzuwendende IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den Standards IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (gemeinschaftliche Vereinbarungen) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) bilanzieren. Die quantitativen und qualitativen Angaben gemäß IFRS 12 müssen es dem Abschlussadressaten ermöglichen, Art, Risiken und finanzielle Auswirkungen, die mit dem Engagement verbunden sind, zu beurteilen.

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen) ist die Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen weggefallen, gleichzeitig wurden zwei Arten von gemeinschaftlicher Vereinbarungen definiert: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. IFRS 11 ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 31 (Anteile an Joint Ventures). CropEnergies wendet IFRS 11 auf gemeinsame Vereinbarungen an. Ausschlaggebend für die Art und Weise der Bilanzierung sind die Rechte und Pflichten einer Vereinbarung. Gemeinsame Vereinbarungen werden weiterhin als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert. Das bisher quotal konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen CT Biocarbonic GmbH wird mit Beginn dieses Geschäftsjahrs at Equity gemäß IAS 28 einbezogen. Die Vorschrift war retrospektiv anzuwenden, weshalb das Vorjahr entsprechend angepasst wurde. Einzelheiten zu den Auswirkungen sowie Ausweisänderungen sind am Ende dieses Abschnitts unter den Anpassungen gemäß IAS 8 (Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler) erläutert.

zukünftig anzuwendende IFRs und IFRIc: In der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2015/16 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitraum angegeben. CropEnergies hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet.

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Standard / Interpretation Verabschiedung durch den IASB Anwendungspflicht für CropEnergies ab Geschäftsjahr Anerkennung durch die EU Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf CropEnergies
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 18.12. 2014 2016/17 nein Mit den Änderungen wird klargestellt, dass Informationen durch Aggregation nicht vermieden werden sollen und dass Wesentlichkeitserwägungen auf alle Bestandteile des Abschlusses anzuwenden sind, auch wenn einzelne Standards Mindestangaben vorschreiben. Die Relevanz von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung bestimmt deren Aufgliederung oder Zusammenfassung. Im sonstigen Gesamtergebnis werden sämtliche Effekte aus at Equity einbezogenen Unternehmen in einer separaten Zeile unabhängig von der Recyclebarkeit dargestellt. Die Änderungen sind Bestandteil der Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten (Disclosure Initiative). Es werden Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses und die Angaben im Anhang erwartet.
IAS 16 Sachanlagen (Änderung) 12.05.2014 2016/17 nein Mit der Änderung wurde klargestellt, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung eines Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist, da Erlöse die Erzeugung des wirtschaftlichen Nutzens und nicht dessen Verbrauch darstellt. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 16 Sachanlagen (Änderung) 30.06.2014 2016/17 nein Siehe Änderung von IAS 41 - Landwirtschaft.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Änderung) 21.11.2013 2016/17 17.12.2014 Die Änderungen betreffen die Erfassung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen Dritter zu leistungsorientierten Pensionsplänen, deren Höhe unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre ist. Dabei wird es zulässig sein, solche Beiträge in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands, in der die korrespondierende Arbeitsleistung erbracht wird, zu erfassen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 27 (geändert 2011) Separate Abschlüsse (Änderung) 12.08.2014 2016/17 nein Mit den Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss wieder zugelassen. Die Änderung hat keine Auswirkungen, da sie Einzelabschlüsse betrifft.
IAS 28 (geändert 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen (Änderung) 11.09.2014 2016/17 nein Die Änderung stellt klar, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage erwartet.
IAS 28 (geändert 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen (Änderung) 18.12.2014 2016/17 nein Mit der Änderung wird verdeutlicht, dass eine Nicht-Investmentgesellschaft, die eine Investmentgesellschaft als assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezieht, die durch das assoziierte Unternehmen bzw. das Gemeinschaftsunternehmen vorgenommene Fair-Value-Bewertung von Tochterunternehmen beibehalten darf. Die Änderung ist für CropEnergies nicht relevant.
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte (Änderung) 12.05.2014 2016/17 nein Mit der Änderung wurde eine widerlegbare Annahme aufgenommen, wonach eine erlösbasierte Abschreibungsmethode aus denselben Gründen wie in IAS 16 - Sachanlagen (siehe oben) nicht sachgerecht ist. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 41 Landwirtschaft (Änderung) 30.06.2014 2016/17 nein Mit der Änderung fallen fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 - Sachanlagen. Somit können diese analog zu Sachanlagen bilanziert werden. Eine fruchttragende Pflanze ist definiert als eine lebende Pflanze, die zur Herstellung oder Lieferung landwirtschaftlicher Produkte verwendet wird, erwartungsgemäß mehr als eine Periode Frucht tragen wird und mit Ausnahme des Verkaufs nach Ende der Nutzbarkeit nur mit geringer Wahrscheinlichkeit als landwirtschaftliches Produkt verkauft wird. Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRS 9 (2014) Finanzinstrumente 24.07.2014 2018/19 nein Der IASB hat die endgültige Fassung von IFRS 9 herausgegeben, in dem die Ergebnisse der Phasen zu Klassifizierung und Bewertung, Wertminderung und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, in denen das Projekt zur Ersetzung von IAS 39 -Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung abgearbeitet wurden, zusammengebracht sind. In dieser neuen Version des Standards sind das neue Modell der erwarteten Verluste in Bezug auf Wertminderungen und begrenzte Änderungen bei den Klassifi-zierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte aufgenommen worden. Das Wertminderungsmodell beruht auf der Prämisse, erwartete Verluste bei Vertragsbeginn abzubilden. Ausgenommen sind Instrumente, die bereits bei Zugang wertgemindert sind; bei diesen werden die erwarteten Verluste im bei Zugang bestimmten Effektivzins widergespiegelt. Das Klassifizierungs- und Bewertungsmodell wurde für finanzielle Vermögenswerte für bestimmte Schuldinstrumente um die Kategorie "beizulegender Zeitwert mit Erfassung der Änderungen im sonstigen Ergebnis" (fair value through other comprehensive income, FVTOCI) ergänzt. Außerdem wurden neue Leitlinien dazu aufgenommen, wie die Prüfung der Geschäftsmodellbedingung und der Zahlungsstrombedingung durchgeführt werden kann. Der Standard ersetzt alle früheren Fassungen von IFRS 9. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung werden geprüft. Es wird von einer Ausweitung der Angabepflichten ausgegangen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 11.09.2014 2016/17 nein Siehe Änderung von IAS 28 (geändert 2011) - Anteile an assoziierten Unternehmen.
IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 18.12.2014 2016/17 nein Die Änderung stellt klar, dass die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses auch für Mutterunternehmen gilt, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind und, dass eine Investmentgesellschaft sämtliche Tochterunternehmen, die selbst die Definitionskriterien einer Investmentgesellschaft erfüllen, zum beizulegenden Zeitwert bewerten muss. Letzteres gilt auch dann, wenn die Tochterunternehmen anlagebezogene Dienstleistungen erbringen. Die Änderung ist für CropEnergies nicht relevant.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Änderung) 06.05.2014 2016/17 nein Mit der Änderung hat der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderung kann Auswirkungen auf die Bilanzierung von künftigen Anteilserwerben haben.
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Untermehmen (Änderung) 18.12.2014 2016/17 nein Mit der Änderung wird klargestellt, dass von Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewerten, in den Anwendungsbereich von IFRS 12 fallen und dass die nach IFRS 12 erforderlichen Angaben zu Investmentgesellschaften zu machen sind. Die Änderung ist für CropEnergies nicht relevant.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 2016/17 nein IFRS 14 regelt, dass Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, zu gestatten ist, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist für CropEnergies nicht relevant.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28.05.2014 2017/18 nein Mit IFRS 15 werden Prinzipien geschaffen, die ein Unternehmen bei der Berichterstattung über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden anzuwenden hat. Insbesondere werden Kriterien aufgestellt, nach denen verschiedene Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag als eigenständig anzusehen sind. CropEnergies erwartet aus der Anwendung keine Auswirkungen auf die Umsatzrealisierungszeitpunkte, aber erweiterte Angabepflichten.
IFRIC 21 Abgaben 20.05.2013 2015/16 13.06.2014 IFRIC 21 bietet Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Davon nicht abgedeckt sind allerdings Ertragsteuern i. S. v. IAS 12, Strafzahlungen und andere Strafen. Die Anwendung auf Schulden aus Emissionshandelssystemen ist optional. Das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld ist eine Aktivität, welche die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Die Schuld ist pro rata temporis anzusetzen, wenn das verpflichtende Ereignis über einen Zeitraum eintritt bzw. wenn die Verpflichtung durch Erreichen eines Schwellenwerts ausgelöst wird, bei dessen Überschreiten. Die Änderungen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Diverse Annual Improvements Project 2010 - 2012 12.12.2013 2015/16 17.12.2014 Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen IFRS 2 - Definition von Ausübungsbedingungen, IFRS 3 - Bilanzierung von bedingten Gegenleistungen bei einem Unternehmenszusammenschluss, IFRS 8 - Zusammenfassung von Segmenten, IFRS 13 -kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, IAS 16 und IAS 38 - anteilsmäßige Neudarstellung der kumulierten Abschreibung bei der Neubewertungsmethode sowie IAS 24 - Erweiterung der Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Fianz- und Ertragslage werden noch geprüft.
Diverse Annual Improvements Project 2011 - 2013 12.12.2013 2015/16 18.12.2014 Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen IFRS 1 -Bedeutung von "in Kraft getreten" in Bezug auf IFRS, IFRS 3 -Anwendungsbereich der Ausnahme für Joint Ventures, IFRS 13 - Anwendungsbereich von IFRS 13 und IAS 40 - Klarstellung der Beziehung zwischen IFRS 3 und IAS 40 bei der Klassifizierung einer Immobilie als Finanzinvestition gehalten oder eigentümergenutzt. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden noch geprüft.
Diverse Annual Improvements Project 2012 - 2014 25.09.2014 2016/17 nein Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen IFRS 5 - Änderungen in der Veräußerungsmethode, IFRS 7 - Verwaltungsverträge, IAS 19 - Abzinsungsatz, basiert auf Anleihen, die in gleicher Währung denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen, und IAS 34 - Angaben zu Informationen an anderer Stelle im Zwischenbericht. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden noch geprüft.

Anpassung gemäß IAS 8

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) zu Beginn des Geschäftsjahrs 2014/15 haben sich Auswirkungen auf die Bilanz, auf die Gesamtergebnisrechnung und auf weitere Abschlussbestandteile ergeben. So wird das bisher quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen CT Biocarbonic GmbH mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014/15 at Equity bilanziert. Durch die retrospektive Anwendung des neuen Standards ergaben sich analoge Auswirkungen auch auf die dargestellten Vergleichsperioden. Eine Aufschlüsselung der Vermögenswerte und Schulden, die zum 1. März 2013 erstmalig im at Equity-Beteiligungsposten zusammengefasst worden sind, kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden:

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Mio. € Übergangseffekte aus der Erstanwendung von IFRS 11
1. März 2013  
Langfristiges Vermögen 5,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,2
Summe Aktiva 5,5
Langfristige Schulden -2,6
Kurzfristige Schulden -0,9
- Summe Schulden -3,5
= Buchwert Beteiligungsansatz 2,0

Der Rückgang der Vermögenswerte und Schulden führt zu einem Rückgang der Nettofinanzschulden. In der Gesamtergebnisrechnung werden neben einem Rückgang der Umsatzerlöse sämtliche GuV-Posten im Bereich des Ergebnisses der Betriebstätigkeit und des Finanzergebnisses von der Anpassung betroffen sein. Das Ergebnis vor Ertragsteuern, der Jahresüberschuss und das Ergebnis je Aktie bleiben unverändert. Der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH fließt ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein. Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es sich bei diesem Unternehmen um eine operative Beteiligung und nicht um eine Finanzanlage handelt, wird das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen als Bestandteil des Ergebnisses der Betriebstätigkeit ausgewiesen. In den nachstehenden Tabellen sind gemäß IAS 8 die im Vorjahr veröffentlichte Gesamtergebnisrechnung 2013/14 und die Kapitalflussrechnung 2013/14 sowie die publizierte Bilanz zum 28. Februar 2014 einschließlich der Eröffnungsbilanz zum 1. März 2013, deren Anpassung sowie die angepassten Werte dargestellt:

Gesamtergebnisrechnung (Auszug) vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014

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Tsd. € Betrag veröffentlicht 2013/14 Anpassung Betrag angepasst 2013/14
Gewinn-und-Verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse 780.781 -345 780.436
Sonstige betriebliche Erträge 5.405 -23 5.382
Materialaufwand -639.003 360 -638.643
Abschreibungen -34.317 330 -33.987
Sonstige betriebliche Aufwendungen -58.984 132 -58.852
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0 -587 -587
Ergebnis der Betriebstätigkeit 28.183 -133 28.050
Finanzergebnis -4.880 133 -4.747
Ergebnis vor Ertragsteuern 23.303 0 23.303
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11.297 0 -11.297
Jahresüberschuss 12.006 0 12.006
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,14 0 0,14

Kapitalflussrechnung (Auszug) vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014

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Tsd. € Betrag veröffentlicht 2013/14 Anpassung Betrag angepasst 2013/14
Jahresüberschuss 12.006 0 12.006
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 34.317 -330 33.987
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der latenten Steuern 4.579 8 4.587
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) / Aufwendungen (+) -309 587 278
Cashflow 50.593 265 50.858
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des langfristigen Vermögens 200 -22 178
Zunahme des Working Capitel -64.386 -1.001 -65.387
I. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -13.593 -758 -14.351
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -18.426 244 -18.182
II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -18.558 244 -18.314
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -29.076 359 -28.717
III. Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 37.646 359 38.005
Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. und III.) 5.495 -155 5.340
Zunahme der flüssigen Mittel 5.984 -155 5.829
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 8.044 -3 8.041
Flüssige Mittel am Ende der Periode 14.028 -158 13.870

Bilanz zum 1. März 2013 und zum 28. Februar 2014

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Tsd. € Betrag veröffentlicht 28.02.2013 Anpassung Betrag angepasst 01.03.2013
Immaterielle Vermögenswerte 10.217 -39 10.178
Sachanlagen 432.722 -5.227 427.495
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 0 2.025 2.025
Langfristige Vermögenswerte 459.826 -3.241 456.585
Vorräte 59.576 -34 59.542
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 70.956 281 71.237
Steuererstattungsansprüche 545   539
Flüssige Mittel 8.044 -3 8.041
Kurzfristige Vermögenswerte 139.121 238 139.359
Summe Aktiva 598.947 -3.003 595.944
Eigenkapital 389.705 0 389.705
Übrige Rückstellungen 1.892 -8 1.884
Finanzverbindlichkeiten 65.653 -2.153 63.500
Passive latente Steuern 22.418 -36 22.382
Langfristige Schulden 99.785 -2.197 97.588
Übrige Rückstellungen 4.292 -3 4.289
Finanzverbindlichkeiten 25.298 -359 24.939
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 68.634 -444 68.190
Kurzfristige Schulden 109.457 -806 108.651
Summe Passiva 598.947 -3.003 595.944
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Tsd. € Betrag veröffentlicht 28.02.2014 Anpassung Betrag angepasst 28.02.2014
Immaterielle Vermögenswerte 10.922 -68 10.854
Sachanlagen 472.314 -5.054 467.260
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 0 1.438 1.438
Langfristige Vermögenswerte 505.996 -3.684 502.312
Vorräte 72.916 -33 72.883
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 75.103 772 75.875
Steuererstattungsansprüche 1.372 -7 1.365
Flüssige Mittel 14.028 -158 13.870
Kurzfristige Vermögenswerte 163.419 574 163.993
Summe Aktiva 669.415 -3.110 666.305
Eigenkapital 395.344 0 395.344
Übrige Rückstellungen 2.128 -6 2.122
Finanzverbindlichkeiten 95.647 -1.794 93.853
Passive latente Steuern 23.315 -36 23.279
Langfristige Schulden 132.609 -1.836 130.773
Übrige Rückstellungen 5.177 -7 5.170
Finanzverbindlichkeiten 55.050 -359 54.691
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 72.328 -908 71.420
Kurzfristige Schulden 141.462 -1.274 140.188
Summe Passiva 669.415 -3.110 666.305

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:

CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz*

CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim*

BioWanze SA, Brüssel (Belgien)

Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich)

Compagnie Financiere de l'Artois SA, Paris (Frankreich)

Ensus Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile)

CropEnergies Inc., Houston (USA)

Für eine detaillierte Darstellung der Beteiligungen verweisen wir auf die Anteilsbesitzliste auf Seite 136.

Die Joint Venture-Gesellschaft

CT Biocarbonic GmbH, Zeitz,

an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht, wurde erstmalig at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein. Die Anteile aus at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhen oder vermindern sich jährlich um das anteilige Ergebnis der CT Biocarbonic GmbH:

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Langfristige Vermögenswerte 4.783 5.122
Vorräte 20 33
Forderungen und andere Vermögenswerte 165 162
Flüssige Mittel 169 158
Kurzfristige Vermögenswerte 354 353
Summe Vermögenswerte 5.137 5.475
Langfristige Schulden 1.885 1.837
Kurzfristige Schulden 1.523 1.276
Summe Schulden 3.408 3.113
Erträge 1.729 878
Aufwendungen -1.439 -1.465

* Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 HGB

(3) Konsolidierungsmethoden

Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt werden kann. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie von Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach).

Die Beteiligung an der CT Biocarbonic GmbH ist auf der Grundlage der Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) bzw. IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen. Bei der CT Biocarbonic GmbH handelt es sich um eine Beteiligung, bei der aufgrund eines Stimmrechtsanteils von 50 % ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Hierbei wird das Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeführten anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.

(4) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung (die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert) umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Der Jahresabschluss der CropEnergies Inc., Houston, wird in US-Dollar (USD), die Jahresabschlüsse der Ensus Ltd. sowie der Ensus UK Ltd., Yarm, werden in britischen Pfund (GBP) und der Jahresabschluss der Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile, wird in chilenischen Pesos (CLP) aufgestellt. Da die Berichtswährung von CropEnergies der Euro ist (funktionale Währung des Mutterunternehmens), erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitigen bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €):

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1 € = Landeswährung
Land Währungsabkürzung Stichtag 28.02.2015 Durchschnitt 2014/15 Stichtag 28.02.2014 Durchschnitt 2013/14
Chile CLP 692,59 752,09 772,84 677,83
Großbritannien GBP 0,73 0,79 0,83 0,85
USA USD 1,12 1,29 1,38 1,33

Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen gegenüber der Umrechnung des Vorjahrs sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.

Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Tochterunternehmen stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestitionen in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net Investment in a Foreign Operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen in der Position Währungsdifferenzen ausgewiesen.

(5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäftswert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte werden insoweit aktiviert, als die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Alle immateriellen Vermögenswerte verfügen - mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts - über eine bestimmte Nutzungsdauer.

Entwicklungskosten neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Aufwand erfasst.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte (Bau neuer Produktionsanlagen bzw. wesentliche Ergänzungsinvestitionen, deren Umsetzung mindestens 1 Jahr dauert) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung bzw. auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung qualifizierter Vermögenswerte aufgenommener Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit der zurechenbaren Kosten erfüllt sind.

Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende erwartete Nutzungsdauern zugrunde:

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  Erwartete Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre
Gebäude 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden nach IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Value in Use) ermittelt. Sind die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden die Vermögenswerte - mit Ausnahme von Geschäftswerten - erfolgswirksam zugeschrieben, wobei die Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Eigentümer dem Nutzer gegen einmalige oder regelmäßige Zahlungen ein zeitlich definiertes Nutzungsrecht an einem Vermögenswert überträgt. Grundsätzlich wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing einschließlich Pacht bzw. Miete für Grundstücke und Gebäude unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Das Finanzierungsleasing ist in der CropEnergies-Gruppe von untergeordneter Bedeutung. Beim Operating Leasing erfasst der Leasingnehmer zu zahlende Leasingraten als Aufwand. Dem Operating Leasing werden Mietaufwendungen für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Hardware sowie Bürotechnik zugerechnet. Voraussetzung ist, dass ein Mietvertrag vorliegt, in dem periodische Mietzahlungen sowie eine Mindestmietzeit und/oder eine Kündigungsfrist vereinbart sind. Es bestehen keine wesentlichen Verlängerungs- und Kaufoptionen. Nicht in den Anwendungsbereich zu den Regelungen zum Leasing fallen Serviceverträge, die auch die Nutzung von Gegenständen umfassen, die Eigentum von Dritten sind, bei denen aber die Serviceleistung und nicht das genutzte Objekt im Vordergrund steht.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und im Fall von Lebens- und Futtermitteln zum Nettoveräußerungswert bewertet. Dabei wird das Durchschnittswertverfahren oder die Fifo-Methode (First in - first out) verwendet, da dies den tatsächlichen Verbrauchsfolgeverhältnissen entspricht. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Produktionskostenstellen anfallen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt (Nettoveräußerungswert). Dieser Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Abwertungen auf fertige und unfertige Erzeugnisse werden unter der Position "Bestandsveränderungen" ausgewiesen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert zuzüglich Transaktionskosten und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat oder gegen ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt.

Flüssige Mittel wie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert entspricht.

Wertaufholungen im Bereich des lang- und kurzfristigen Vermögens werden mit Ausnahme von Geschäftswerten sowie Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, bei Wegfall der ursprünglichen Gründe für Wertminderungen vorgenommen.

CO2 -Emissionsrechte werden als immaterielles Vermögen gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) bilanziert und sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung gemäß IAS 37 (Rückstellungen) für den Verbrauch von CO2 -Emis-sionsrechten gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2 -Emissionsrechte, die für den Verbrauch im folgenden Geschäftsjahr bestimmt sind, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sofern die Emissionsrechte für den Verbrauch in einem späteren Geschäftsjahr vorgesehen sind, werden sie unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Daten.

Vom Barwert der Pensionsverpflichtungen wird der Zeitwert des Planvermögens, ggf. unter Berücksichtigung der Regelungen zur Wertobergenze eines Überhangs des Planvermögens über die Verpflichtung ("Asset Ceiling") abgezogen, sodass sich die Nettopensionsverpflichtung bzw. der Vermögenswert aus leistungsorientierten Plänen ergibt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und umfasst neben dem laufenden Dienstzeitaufwand aus der jährlichen Erdienung von Ansprüchen ggf. auch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand, der sofort erfolgswirksam erfasst wird. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahrs wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahrs ermittelte Diskontierungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung - unter Berücksichtigung der erwarteten Auszahlungen - angewandt wird. Der Ausweis des Nettozinsaufwands erfolgt im Finanzergebnis.

Die Erfassung der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen, die sich aus Erwartungsänderungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, Gehaltsentwicklungen, Rententrends oder der Lebenserwartung gegenüber der Einschätzung zum Periodenbeginn bzw. gegenüber dem tatsächlichen Verlauf während der Periode ergeben, werden direkt in den Gewinnrücklagen im Eigenkapital - unter Berücksichtigung latenter Steuern - erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Neubewertungen in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die erfolgsneutrale Erfassung schließt auch die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Diskontierungssatz basiert und im Nettozinsaufwand erhalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten tatsächlichen Ertrag aus dem Planvermögen ein. Die in der jeweiligen Periode erfassten Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen.

Sonstige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet; hierunter fallen auch Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist. Die Auflösung von Rückstellungen erfolgt in der Aufwandsposition, in der sie gebildet wurden.

Die sonstigen Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Weiterhin werden übliche Gewährleistungsverpflichtungen übernommen, für die bei wahrscheinlicher Inanspruchnahme Rückstellungen gebildet werden.

Die Gesellschaft geht im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit regelmäßig Eventualverbindlichkeiten unter anderem aus Avalen und dem Bestellobligo ein. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten können auch im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entstehen und werden nur dann erfasst, wenn sie übernommen wurden. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden maximalen Haftungsumfang.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Die erstmalige Erfassung und Folgebewertung erfolgt vollständig im Steueraufwand. Dabei werden in der Bilanz die Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr unter den kurzfristigen Steuerschulden und Forderungen aus Vorauszahlungen unter den kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Die langfristigen Steuerschulden beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume.

Latente Steuern werden auf temporär unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktivische und passivische latente Steuern sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung besteht.

Die Berechnung der latenten Steuern wird gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern.

Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. zur zukünftigen Ertragssituation der betreffenden Konzerngesellschaft.

Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Erstbewertung zum Marktwert abzüglich Transaktionskosten und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorien: a) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" und b) "Kredite und Forderungen" eingeteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in die Kategorien: a) "zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten" und b) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt.

Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Analog zur Vorgehensweise bei finanziellen Vermögenswerten hängt auch bei finanziellen Verbindlichkeiten die Kategorisierung von dem jeweiligen Zweck ab.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlung nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt, d. h. alle im Vertrag genannten finanziellen Verpflichtungen beglichen wurden, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und - unabhängig von ihrem Zweck - mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes nach der Art der Sicherungsbeziehung.

Mit Derivaten im Handelsbestand werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes abgesichert. Bei Derivaten im Handelsbestand werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowohl der Sicherungsgeschäfte als auch der dazugehörigen Grundgeschäfte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Cashflow-Hedge-Derivate dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanziellen Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow-Hedge-Derivat vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst erfolgsneutral unter den sonstigen Eigenkapitalposten erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

IAS 39 legt fest, dass Sicherungsbeziehungen nur dann bilanziell erfasst werden dürfen, wenn sie effektiv sind. Effektivität im Sinne von IAS 39 liegt dann vor, wenn die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil der Sicherungsbeziehung darf nach den beschriebenen Regeln bilanziert werden. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Soweit die derivativen Finanzinstrumente nicht als wirksame Sicherungsgeschäfte bzw. als Handelsgeschäfte qualifiziert werden, wirken sich alle Marktwertschwankungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen unmittelbar als Gewinn oder Verlust in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus.

Verträge, die den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens zum Gegenstand haben (Eigenverbrauchsverträge), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Enthalten die Eigenverbrauchsverträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, sofern die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erfolgte Verkäufe von Erzeugnissen und Waren sowie erbrachte Leistungen. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen, ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist.

Zinserträge und nicht nach IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktivierungspflichtige zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.

Staatliche zuschüsse und zulagen werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn CropEnergies die Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendungen erfüllt und mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken.

Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ist u. a. der Diskontierungssatz eine wichtige Schätzgröße. Der Diskontierungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Veränderungen einzelner versicherungsmathematischer Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird auf die Angaben zur Sensitivitätsanalyse unter Ziffer (22) verwiesen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von sonstigen Rückstellungen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis einer Prognoserechnung für die Cashflows der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Diskontierungssatzes.

Vor dem Hintergrund des Allzeittiefs des Ethanolpreises im Januar 2015 hat CropEnergies die der 5-Jahres-Planung zugrunde liegenden Preisannahmen, insbesondere für Ethanol, angepasst. Dabei ergaben sich aufgrund der gesunkenen Planpreise für Ethanol niedrigere Cashflows.

Wichtige Einflussfaktoren für die Planung der CropEnergies-Gruppe sind die Preise für Ethanol, Getreide sowie Lebens- und Futtermittel. Dabei sind insbesondere die Preise für Ethanol und Getreide volatil.

Auch die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens, des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens sowie des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden basiert auf Schätzungen.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen der getroffenen Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. In diesem Fall erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(6) Umsatzerlöse

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Bioethanol, Lebens- und Futtermittel 817.860 771.165
Sonstige Erlöse 9.305 9.271
  827.165 780.436

Die Umsatzerlöse für Bioethanol, Lebens- und Futtermittel erhöhten sich um 46,7 Mio. € auf 817,9 Mio. €. Maßgeblich für den Umsatzzuwachs waren höhere Absatzmengen infolge der ausgeweiteten Produktion. Der weitere Ausbau der Handelsaktivitäten trug ebenfalls zum Umsatzanstieg bei. Dieser positive Mengeneffekt wurde jedoch durch den starken Rückgang der erzielten Erlöse für Bioethanol gedämpft. Des Weiteren wurden auch die eiweißhaltigen Lebens- und Futtermittel zu niedrigeren Preisen vermarktet.

Die sonstigen Erlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Energie und Agrarrohstoffen.

(7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Diese Position enthält aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 93 (114) Tsd. €.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 6,9 (5,4) Mio. € enthalten im Wesentlichen Versicherungs-, Schadensersatz-und Kompensationsleistungen von 2,7 (0,9) Mio. €, Vertriebsprovisionen und weiterverrechnete Logistikkosten von 1,2 (2,0) Mio. € sowie Währungsgewinne von 1,2 (0,9) Mio. €.

(9) Materialaufwand

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 685.695 618.936
Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.963 19.707
  706.658 638.643

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Materialaufwand aufgrund der um 20 % auf 1.056 (884) Tsd. m3 gesteigerten Bioethanolproduktion. Der Anstieg wurde gedämpft durch geringere Preise für Rohstoffe auf 706,7 (638,6) Mio. €. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) stieg insbesondere aufgrund der niedrigeren Bioethanolerlöse auf 85,8 (81,4) %.

(10) Personalaufwand

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Löhne und Gehälter 25.088 22.638
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.565 7.521
  33.653 30.159
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Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter    
  2014/15 2013/14
Zahl der Mitarbeiter nach Regionen    
Deutschland 161 156
Übrige EU-Länder 270 265
Übriges Ausland 7 9
  438 430
Zahl der Mitarbeiter nach Kategorien    
Lohnempfänger 212 189
Gehaltsempfänger 226 241
  438 430

Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2014/15 durchschnittlich Beschäftigten erhöhte sich vor dem Hintergrund des gestiegenen Geschäftsvolumens leicht auf 438 (430) Mitarbeiter. Der Personalaufwand stieg auf 33,7 (30,2) Mio. €, wobei die Mitarbeiter in Großbritannien im Vorjahr erst ab Juli 2013 im Personalaufwand erfasst wurden.

Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich leicht auf 4,1 (3,8) %.

(11) sonstige betriebliche Aufwendungen

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Vertriebs- und Werbeaufwendungen 32.119 25.321
Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung 15.833 15.012
Übrige Aufwendungen 46.014 18.519
  93.966 58.852

Die Vertriebs- und Werbeaufwendungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 32,1 (25,3) Mio. € und enthielten hauptsächlich Logistikaufwendungen zur Belieferung der Kunden. Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung stiegen leicht auf 15,8 (15,0) Mio. €.

Die übrigen Aufwendungen umfassten überwiegend einmalige Belastungen aus der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton in Höhe von 25,7 (0,0) Mio. € sowie Kosten für Shared-Service-Leistungen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,7 (6,0) Mio. €, sonstige Steuern in Höhe von 2,0 (0,5) Mio. €, Aufwendungen für Miete und Pacht in Höhe von 1,6 (1,9) Mio. €, verauslagte Logistikkosten in Höhe von 0,8 (1,1) Mio. € sowie Währungsverluste in Höhe von 0,8 (0,6) Mio. €. Des Weiteren gab es im Vorjahr Vorlaufaufwendungen aus dem Produktionsstart in Wilton in Höhe von 4,5 Mio. €.

(12) Ergebnis der Betriebstätigkeit

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Ergebnis der Betriebstätigkeit -39.367 28.050
davon operatives Ergebnis -11.233 35.002
davon Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -28.424 -6.365
davon Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 290 -587

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von -39,4 (28,1) Mio. € setzt sich zusammen aus dem operativen Ergebnis, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen.

Die operative Marge belief sich auf -1,4 (4,5) % des Umsatzes.

(13) Finanzerträge und -aufwendungen

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Zinserträge 64 84
Sonstige Finanzerträge 1.928 1.164
Finanzerträge 1.992 1.248
Zinsaufwendungen -5.278 -4.841
Sonstige Finanzaufwendungen -456 -1.154
Finanzaufwendungen -5.734 -5.995
Finanzergebnis -3.742 -4.747

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. € auf -3,7 (-4,7) Mio. €. Darin ist ein Aufzinsungsaufwand für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,4 (0,4) Mio. € enthalten.

(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens CropEnergies AG ergibt sich unter Zugrundelegung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2014/15 ein theoretischer Steuersatz von 29,93 (Vorjahr: 29,93) %.

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Ergebnis vor Ertragsteuern -43.109 23.303
Theoretischer Steuersatz 29,93 % 29,93 %
Theoretischer Steueraufwand -12.903 6.975
Abweichung vom theoretischen Steueraufwand aufgrund:    
Abweichender ausländ. Steuervorschriften -1.541 -1.555
Abweichender Steuersätze 5.161 1.356
Steuerminderung durch steuerfreie Erträge -786 -810
Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 958 630
Gewerbesteuerlicher Korrekturen 121 93
Laufender Steuern aus Vorjahren 0 -672
Steuereffekten aus der Bilanzierung von Verlustvorträgen und temporären Differenzen 23.721 5.575
Sonstiges 203 -295
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.934 11.297
Steuerquote   48 %

Der Anstieg der Steuereffekte aus der Bilanzierung von Verlustvorträgen und temporären Differenzen auf 23,7 (5,6) Mio. € resultiert aus einmaligen Belastungen aus der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton sowie aus nicht gebildeten aktiven latenten Steuern auf die Verluste bei Ensus und Änderungen aus den in Vorjahren gebildeten aktiven latenten Steuern.

Die Effekte aus abweichenden ausländischen Steuervorschriften resultieren, wie im Vorjahr, aus spezifischen belgischen Steuerbestimmungen.

Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 (0,5) Mio. € wurden keine latenten Steuern angesetzt, da der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen von CropEnergies bestimmt werden kann und es zudem nicht wahrscheinlich ist, dass CropEnergies diese Umkehrung in absehbarer Zeit veranlassen wird.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzten sich im Geschäftsjahr 2014/15 aus laufenden Steueraufwendungen in Höhe von 3,2 (7,9) Mio. € und latenten Steueraufwendungen in Höhe von 11,7 (3,4) Mio. € zusammen.

Die latenten Steuerabgrenzungen setzten sich wie folgt aus den einzelnen Bilanzpositionen zusammen:

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Tsd. € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
28. Februar 2015 2014 2015 2014
Anlagevermögen 719 9.191 28.400 28.377
Vorräte 207 2 0 246
Übrige Vermögenswerte 0 0 231 164
Steuerliche Sonderposten 0 0 989 961
Rückstellungen 3.756 3.159 1.097 637
Verbindlichkeiten 1.446 1.137 0 0
Verlustvorträge 12.856 16.332 0 0
  18.984 29.821 30.717 30.385
Saldierungen -8.223 -7.106 -8.223 -7.106
Bilanzposten 10.761 22.715 22.494 23.279

Von den aktiven Latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 19,0 (29,8) Mio. € sind 17,3 (27,8) Mio. € Langfristig. Von den passiven Latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 30,7 (30,4) Mio. € sind 29,4 (29,3) Mio. € Langfristig.

Die mit der Erstkonsolidierung des britischen Bioethanolherstellers Ensus im Anlagevermögen erfassten aktiven Latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 8,8 Mio. € wurden im laufenden Geschäftsjahr aufgelöst. Für Verlustvorträge sowie temporäre Differenzen in Höhe von 79,9 (269,9) Mio. € wurden keine Latenten Steuern angesetzt.

Davon verfallen voraussichtlich 6,5 (10,3) Mio. € innerhalb von 7 Jahren, 73,4 (259,6) Mio. € sind unbegrenzt nutzbar. Des Weiteren resultierten erfolgsneutral erfasste latente Steuern aus den Marktwerten von Sicherungsgeschäften sowie aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen wie folgt:

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Tsd. € 2014/15 2013/14
  Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen            
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges 3.194 -1.020 2.174 -134 43 -91
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen 3.731 0 3.731 1.928 0 1.928
  6.925 -1.020 5.905 1.794 43 1.837
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen            
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -4.041 1.220 -2.821 311 -96 215
  2.884 200 3.084 2.105 -53 2.052
Jahresfehlbetrag / -überschuss     -58.043     12.006
Gesamtergebnis     -54.959     14.058

Die in der Bilanz ausgewiesenen Steuererstattungsansprüche in Höhe von 3,2 Mio. € betreffen im Wesentlichen die CropEnergies AG. Die Steuerschulden in Höhe von 1,2 Mio. € stammen aus den französischen Gesellschaften. Für unsichere Steuerpositionen, die sich z. B. aus Betriebsprüfungen ergeben können, hat CropEnergies als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung bzw. -erstattung zugrunde gelegt.

(15) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies-Gruppe konzentrierten sich auf die technologische Begleitung von Prozessen bestehender Produktionsanlagen, deren Optimierung sowie weitere Verbesserungen der Lebens- und Futtermittel. Daneben wurden Normen mitgestaltet und neue Produktionskonzepte für die Gewinnung von Bioethanol entwickelt.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf 2,1 (1,8) Mio. €. Diese Kosten wurden im Jahr des Entstehens vollständig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt und als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte wurden nicht aktiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

Die in den immateriellen Vermögenswerten enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben. In den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ist im Wesentlichen erworbene Software enthalten, die eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist.

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2014/15
Tsd. €
Geschäfts- oder Firmenwert Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt
Anschaffungskosten      
1. März 2014 5.595 8.373 13.968
Währung 0 122 122
Zugänge 0 481 481
28. Februar 2015 5.595 8.976 14.571
Abschreibungen      
1. März 2014 0 -3.114 -3.114
Währung 0 -27 -27
Jahresabschreibungen 0 -762 -762
Abgänge 0 4 4
28. Februar 2015 0 -3.899 -3.899
Buchwert 28. Februar 2015 5.595 5.077 10.672
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2013/14
Tsd. €
Geschäfts- oder Firmenwert Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt
Anschaffungskosten      
1. März 2013 5.595 7.078 12.673
Veränd. Kons.-Kreis 0 112 112
Währung 0 -133 -133
Zugänge 0 1.316 1.316
28. Februar 2014 5.595 8.373 13.968
Abschreibungen      
1. März 2013 0 -2.495 -2.495
Währung 0 4 4
Jahresabschreibungen 0 -615 -615
Wertminderung 0 -8 -8
28. Februar 2014 0 -3.114 -3.114
Buchwert 28. Februar 2014 5.595 5.259 10.854

Gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) und IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Only-Approach). Werthaltigkeitsprüfungen sind jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert der einzigen Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Dabei werden die Buchwerte von "Zahlungsmittel generierenden Einheiten" (Cash Generating Units [CGU]) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höherem Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei CropEnergies), verglichen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) einer CGU niedriger als deren Buchwert ist.

CropEnergies ermittelt zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zunächst den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und zum Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung.

Die 5-Jahres-Planung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen.

Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die aktuellen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Der aus den Kapitalkosten des CropEnergies-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz belief sich im August 2014 auf 8,2 (8,5) % vor Steuern bzw. 6,1 (6,1) % nach Steuern und im Februar 2015 auf 8,1 % vor Steuern bzw. 6,1 % nach Steuern.

CropEnergies verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in der CGU eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Cashflows werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig sind, um die angenommene Unternehmensentwicklung zu erreichen. Die Höhe dieser Reinvestition stützt sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit über erforderliche Ersatzbeschaffungen von Sachanlagen.

CropEnergies hat ihre CGUs entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. In der CropEnergies-Gruppe ist die Geschäfts- oder Firmenwert tragende CGU Ryssen Frankreich (mit den Gesellschaften Ryssen und COFA).

Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGU über dem Buchwert lag. Selbst bei einem um 1,5 %-Punkte höheren Abzinsungssatz (nach Steuern) hätte sich kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Ryssen veredelt und handelt Alkohol, insofern beeinflussen schwankende Ethanolpreise sowohl die Erlöse als auch die Materialkosten in ähnlicher Weise und somit das operative Ergebnis der Gesellschaft nur eingeschränkt. Selbst wenn sich das operative Ergebnis von Ryssen nachhaltig halbieren würde, würde kein Wertberichtigungsbedarf entstehen.

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen der Annahmen (im Wesentlichen Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte sowie zu den Kapitalkosten) können aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGU ihren erzielbaren Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssten. Eine Schwankungsbreite der Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte in dieser Größenordnung ist empirisch bisher nicht beobachtbar oder wahrscheinlich. Auch die im Januar nach unten revidierten Preisannahmen für Ethanol in der zugrunde liegenden 5-Jahres-Planung führten nicht zu einem Abwertungsbedarf des Goodwills. Zum Bewertungsstichtag lag der Nutzungswert über den Buchwerten der CGU.

(17) Sachanlagen

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2014/15
Tsd. €
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
1. März 2014 133.788 486.171 19.252 7.404 646.615
Währung 766 7.187 33 101 8.087
Zugänge 4.078 18.406 1.321 7.611 31.416
Umbuchungen 257 6.532 49 -6.854 -16
Abgänge 0 -466 -367 0 -833
28. Februar 2015 138.889 517.830 20.288 8.262 685.269
Abschreibungen          
1. März 2014 -25.295 -146.546 -7.514 0 -179.355
Währung -6 -554 -7 0 -567
Jahresabschreibungen -4.617 -29.404 -1.627 0 -35.648
Abgänge 0 254 202 0 456
28. Februar 2015 -29.918 -176.250 -8.946 0 -215.114
Buchwert 28. Februar 2015 108.971 341.580 11.342 8.262 470.155
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2013/14
Tsd. €
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
1. März 2013 128.344 423.588 18.699 3.236 573.867
Veränd. Kons-Kreis 3.854 51.088 70 322 55.334
Währung 90 1.196 3 4 1.293
Zugänge 1.707 7.387 592 7.180 16.866
Umbuchungen 74 3.127 42 -3.243 0
Abgänge -281 -215 -154 -95 -745
28. Februar 2014 133.788 486.171 19.252 7.404 646.615
Abschreibungen          
1. März 2013 -20.948 -119.321 -6.103 0 -146.372
Währung -1 -42 0 0 -43
Jahresabschreibungen -4.521 -26.809 -1.516 0 -32.846
Wertminderungen -6 -510 -2 0 -518
Abgänge 181 136 107 0 424
28. Februar 2014 -25.295 -146.546 -7.514 0 -179.355
Buchwert 28. Februar 2014 108.493 339.625 11.738 7.404 467.260

In den Zugängen des Geschäftsjahrs 2014/15 sind Investitionszuschüsse in Höhe von 18 (2) Tsd. € enthalten, welche die Anschaffungskosten reduzierten.

Die Position Anlagen im Bau enthält gemäß IAS 23 aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 0,3 (0,0) Mio. €. Bei der Berechnung der Fremdkapitalkosten wurde ein Zinssatz von 3,02 % zugrunde gelegt.

Vor dem Hintergrund des Allzeittiefs des Ethanolpreises im Januar 2015 hat CropEnergies die der 5-Jahres-Planung zugrunde liegenden Preisannahmen, insbesondere für Ethanol, angepasst. Dabei ergaben sich aufgrund der gesunkenen Planpreise für Ethanol niedrigere Cashflows. Ein Wertminderungsbedarf bei den Produktionsanlagen ergab sich in Folge jedoch nicht. Dies gilt auch für die zum Geschäftsjahresende temporär stillgelegte Produktionsanlage in Wilton.

(18) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen

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2014/15
Tsd. €
at Equity einbezogene Unternehmen
1. März 2014 1.438
Anteil am Ergebnis 290
28. Februar 2015 1.728
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2013/14
Tsd. €
at Equity einbezogene Unternehmen
1. März 2013 2.025
Anteil am Ergebnis -587
28. Februar 2014 1.438

Die Anteile aus at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhen oder vermindern sich jährlich um das anteilige Ergebnis der CT Biocarbonic GmbH.

(19) Vorräte

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.586 26.968
Unfertige Erzeugnisse 2.664 4.635
Fertige Erzeugnisse, Waren 43.381 41.280
  63.631 72.883

Die Vorräte haben sich im Wesentlichen durch einen geringeren Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen reduziert, die um 9,4 Mio. € auf 17,6 Mio. € zurückgingen. Insgesamt ergaben sich bei den Vorräten Wertminderungen in Höhe von 2,0 (3,4) Mio. €.

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.833 60.207
Sonstige Vermögenswerte 14.190 15.668
  74.023 75.875

Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens bleiben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 59,8 Mio. € nahezu unverändert. Deren Buchwert ermittelt sich wie folgt:

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.353 60.310
Wertberichtigungen -520 -103
Buchwert 59.833 60.207

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:

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Tsd. € 2014/15 2013/14
Wertberichtigungen zum 1. März 103 103
Zuführungen 426 9
Verbrauch -9 0
Auflösungen 0 -9
Wertberichtigungen zum 28. Februar 520 103

Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die Fälligkeiten der noch offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 53.330 58.197
Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind    
bis 10 Tage 4.116 876
11 bis 30 Tage 1.742 762
31 bis 90 Tage 505 342
> 90 Tage 140 30
Buchwert 59.833 60.207
Wertberichtigte Forderungen 520 103
Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 60.353 60.310

Bei den weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 14,2 (15,7) Mio. € enthalten finanzielle Vermögenswerte in Form positiver Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 0,7 (0,3) Mio. € und sonstige Forderungen in Höhe von 2,8 (3,5) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 5,4 (5,8) Mio. €, Forderungen aus Anzahlungen und Investitionszuschüssen in Höhe von 3,6 (3,3) Mio. € sowie erworbenen CO2 -Emissionsrechten in Höhe von 1,7 (2,8) Mio. €.

(21) Eigenkapital

Das Grundkapital der CropEnergies AG beträgt unverändert 87.250.000 €. Es ist eingeteilt in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag beträgt unverändert 222,8 Mio. € und enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen.

Die Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von 2,2 (-0,1) Mio. €. Die unter den Weizen- und Währungsderivaten ausgewiesenen Beträge werden nahezu vollständig im nächsten Geschäftsjahr erfolgswirksam. Im aktuellen Geschäftsjahr belief sich die Höhe der erfolgswirksamen Auflösung im Materialaufwand auf -0,1 Mio. €.

Einschließlich der Gewinnrücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten in Höhe von 21,6 (85,3) Mio. € beträgt das Eigenkapital somit 331,7 (395,3) Mio. €.

Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat ein Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 wurde im Geschäftsjahr 2013/14 Gebrauch gemacht. Durch den Erwerb von Ensus reduzierte sich das Genehmigte Kapital um 2,25 Mio. € auf 12,75 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

(22) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Beitragsorientierte Pensionspläne

CropEnergies leistet im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 2,0 (1,8) Mio. €. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen; eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die betriebliche Altersversorgung bei CropEnergies beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Pensionsähnliche Verpflichtungen bestehen bei den französischen Unternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet.

Die bilanzierte Nettoverpflichtung der CropEnergies-Gruppe setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert der rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Verpflichtungen sowie teilweise oder vollständig fondsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Zeitwerts des Planvermögens zusammen.

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Anwartschaftsbarwert der teilweise oder vollständig fondsfinanzierten leistungsorientierten Verpflichtungen 18.360 12.599
Zeitwert des Planvermögens -2.069 -1.810
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 16.291 10.789
Abzinsungssatz in % 2,05 3,50

Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe bestehen im Wesentlichen folgende Altersversorgungspläne:

Deutschland

Für die Mitarbeiter in Deutschland bestehen arbeitgeberfinanzierte Zusagen über Betriebsrenten, deren Höhe durch das Grundgehalt und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt werden. Für die Mitglieder des Vorstands bestehen direkte Leistungszusagen für Alters- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines festen Prozentsatzes der Pensionsbemessungsgrundlage, der sich an Fixbezügen orientiert. Hinsichtlich der Versorgungspläne für aktive Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Angaben im Vergütungsbericht als Bestandteil des Corporate Governance-Berichts im Lagebericht sowie unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" dieses Anhangs. Die Pensionsverpflichtungen der CropEnergies AG und der CropEnergies Bioethanol GmbH sind in Höhe von 13,9 (8,9) Mio. € rückstellungsfinanziert, bei denen Anwartschaftsbarwerte in Höhe von 14,0 (9,0) Mio. € Planvermögen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € gegenüberstehen.

Belgien

Für die Mitarbeiter in Belgien bestehen fondsfinanzierte Versorgungspläne, bei denen ein Anwartschaftsbarwert von insgesamt 3,9 (3,1) Mio. € einem Planvermögen von insgesamt 2,0 (1,7) Mio. € gegenübersteht. Die Zusagen über Betriebsrenten werden durch die Höhe des Grundgehalts und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt. Die Auszahlungen erfolgen neben periodischen Rentenzahlungen auch durch Einmalzahlungen.

Frankreich

Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen decken Kraft Gesetz in Frankreich zu bildende Versorgungszusagen ab. Diese umfassen eine Einmalzahlung im Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses durch Renteneintritt oder Tod, nicht aber im Fall der Kündigung durch den Arbeitnehmer. Die Höhe der Einmalzahlung bemisst sich regelmäßig am zuletzt bezogenen Festgehalt und ist an die Dauer der Betriebszugehörigkeit geknüpft. Die Nettoschuld belief sich auf 0,5 (0,4) Mio. €.

Nettoschuld leistungsorientierter Verpflichtungen

Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

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Tsd. € Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen Marktwert des Planvermögens Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
1. März 2014 12.599 -1.810 10.789
Aufwand für betriebliche Altersversorgung (GuV)      
Laufender Dienstzeitaufwand 1.171   1.171
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 206   206
Zinsaufwand/(-ertrag) 440 -67 373
  1.817 -67 1.750
Neubewertung (OCI - direkte Erfassung in den Gewinnrücklagen)      
Gewinne (-) und Verluste (+) aus tatsächlichen Planerträgen   -4 -4
Gewinne (+) und Verluste (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen 4.007   4.007
Erfahrungsbedingte Gewinne (+) und Verluste (-) 38   38
  4.045 -4 4.041
Pensionszahlungen, Beiträge u. a.      
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen   -241 -241
Arbeitnehmerbeiträge zum Planvermögen 27 -27 0
Pensionszahlungen -62 51 -11
Transfer -38   -38
Sonstiges -28 29 1
  -101 -188 -289
28. Februar 2015 18.360 -2.069 16.291
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Tsd. € Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen Marktwert des Planvermögens Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
1. März 2013 11.329 -1.513 9.816
Aufwand für betriebliche Altersversorgung (GuV)      
Laufender Dienstzeitaufwand 1.086   1.086
Zinsaufwand / (-ertrag) 396 -56 340
  1.482 -56 1.426
Neubewertung (OCI - direkte Erfassung in den Gewinnrücklagen)      
Gewinne (-) und Verluste (+) aus tatsächlichen Planerträgen   -48 -48
Gewinne (+) und Verluste (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen -592   -592
Erfahrungsbedingte Gewinne (+) und Verluste (-) 329   329
  -263 -48 -311
Pensionszahlungen, Beiträge u. a.      
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen   -218 -218
Arbeitnehmerbeiträge zum Planvermögen 25 -25 0
Pensionszahlungen   24 -11
Transfer 86   86
Sonstiges -25 26 1
  51 -193 -142
28. Februar 2014 12.599 -1.810 10.789

Aufwand für betriebliche Altersversorgung

Der Nettozinsaufwand ist im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten.

Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der Pensionsverpflichtung belief sich auf -4,0 (0,3) Mio. € und resultierte aus der Anpassung des Diskontierungssatzes sowie der Parameter für Gehalts- und Rentensteigerungen und erfahrungsbedingte Anpassungen. Im Vorjahr resultierte die Veränderung aus der Anpassung der Parameter für Gehalts- und Rentensteigerungen sowie erfahrungsbedingten Anpassungen.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahrs unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Mitarbeiterfluktuation sowie biometrische Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle.

Annahmen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet.

Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt:

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in % 28.02.2015 28.02.2014
Abzinsungssatz 2,05 3,50
Gehaltssteigerung 2,50 3,00
Rentensteigerung 1,50 2,00

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde im Inland ein Zinssatz von 2,00 (3,50) % sowie im Ausland ein Zinssatz von 2,20 (3,50) % zugrunde gelegt. Diese Zinssätze basieren auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtung entspricht.

Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifisch anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G - verwendet.

Sensitivitätsanalyse

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt.

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28. Februar 2015
Tsd. € Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen Leistungsorientierte Verpflichtung +/-
in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen      
Abzinsungssatz Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte 16.066 -12,5%
  Verringerung um 0,50 Prozentpunkte 21.114 15,0%
Gehaltssteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 19.041 3,7%
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 17.703 -3,6%
Rentensteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 18.870 2,8%
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 17.874 -2,6%
Lebenserwartung Zunahme um 1 Jahr 18.721 2,0%
  Abnahme um 1 Jahr 17.978 -2,1%
28. Februar   2014  
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen      
Abzinsungssatz Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte 11.162 -11,4%
  Verringerung um 0,50 Prozentpunkte 14.301 13,5%
Gehaltssteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 13.092 3,9%
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 12.127 -3,7%
Rentensteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 12.906 2,4%
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28. Februar 2014
Tsd. € Veränderung der versicherungs- mathematischen Annahmen Leistungsorientierte Verpflichtung +/-
in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen      
Abzinsungssatz Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte 11.162 -11,4%
  Verringerung um 0,50 Prozentpunkte 14.301 13,5%
Gehaltssteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 13.092 3,9%
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 12.127 -3,7%
Rentensteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 12.906 2,4%
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 12.307 -2,3%
Lebenserwartung Zunahme um 1 Jahr 12.885 2,3%
  Abnahme um 1 Jahr 12.299 -2,4%

Planvermögen

Das prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Versicherungsverträgen, wobei mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet wird. Eine Notierung an einem aktiven Markt lag nicht vor.

Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorie investiert:

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Versicherungsverträge 2.069 1.810

Risiken

Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die CropEnergies-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation. Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Anlagerisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Änderungen der Inflationsraten.

Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Die Höhe der Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden könnte.

Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.

Künftige Zahlungen

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt rund 27 (24) Jahre. Im Geschäftsjahr 2015/16 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 0,3 (0,2) Mio. € erwartet.

In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet:

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Künftige Pensions- und Abfertigungszahlungen Tsd. €
2015/16 23
2016/17 55
2017/18 190
2018/19 135
2019/20 722
2020/21 bis 2024/25 2.026
  3.151

(23) Entwicklung der übrigen Rückstellungen

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2014/15
Tsd. €
Personalaufwendungen Ungewisse Verbindlichkeiten Gesamt
Stand 1. März 2014 916 6.376 7.292
Währung 0 2.544 2.544
Zuführungen 202 30.663 30.865
Verbrauch -88 -2.641 -2.729
Auflösung -73 -31 -104
Stand 28. Februar 2015 957 36.911 37.868

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von 0,5 (0,5) Mio. €, für Versetzungen in Höhe von 0,2 (0,3) Mio. € sowie für Altersteilzeit in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € zusammen. Von dem Gesamtbetrag von 1,0 Mio. € werden voraussichtlich 0,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2015/16 verbraucht.

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten von 36,9 (6,4) Mio. € enthalten Aufwendungen für belastende Verträge, die während der erwarteten temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton in Höhe von 28,2 (0,0) Mio. € anfallen. Die temporäre Stilllegung ist Folge der niedrigeren Cashflows in der 5-Jahres-Planung, die aufgrund der gesunkenen Planpreise für Ethanol angepasst wurde. Außerdem enthalten die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten CO2 -Emissionsrechte in Höhe von 1,9 (2,9) Mio. € sowie Prozessrisiken in Höhe von 1,0 (1,0) Mio. €.

Von dem Gesamtbetrag werden voraussichtlich 18,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2015/16 und der Restbetrag in den nächsten fünf Jahren verbraucht. Die Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten Aufzinsungen in Höhe von 26 (25) Tsd. €.

(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.152 46.932
Sonstige Verbindlichkeiten 16.706 24.488
  73.858 71.420

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 10,2 Mio. € auf 57,2 Mio. € folgte im Wesentlichen der Ausweitung des Geschäftsvolumens.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 16,7 (24,5) Mio. € enthalten insbesondere finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 0,7 (1,6) Mio. € in Form negativer Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente und sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von 1,7 (10,9) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 8,3 (4,7) Mio. € und Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 6,0 (7,3) Mio. €.

(25) Finanzverbindlichkeiten (Nettofinanzschulden)

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    Restlaufzeit   Restlaufzeit
Tsd. € 28.02.2015 bis 1 Jahr über 1 Jahr 28.02.2014 bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.750 9.750 0 21.394 11.644 9.750
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 150.000 51.000 99.000 127.000 43.000 84.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 116 52 64 150 47 103
Finanzverbindlichkeiten 159.866 60.802 99.064 148.544 54.691 93.853
Flüssige Mittel -9.718     -13.870    
Nettofinanzschulden 150.148     134.674    

Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2015 beliefen sich auf 150,1 (134,7) Mio. €. Von den Finanzschulden stehen der CropEnergies-Gruppe 99,1 (93,9) Mio. € langfristig zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten wurden durchschnittlich mit 3,5 (3,9) % verzinst.

Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 11,3 Mio. € auf 159,9 Mio. €. Von den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wiesen keine Verbindlichkeiten (im Vorjahr: 9,8 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Bei den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen traf dies auf 99,0 (84,0) Mio. € zu und betrifft die Südzucker-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2014/15 hat die CropEnergies Bioethanol GmbH von der Südzucker AG ein Tilgungsdarlehen mit einer Laufzeit von 8 Jahren bis 2022 in Höhe von 16,0 Mio. € aufgenommen. Das Darlehen dient als Teilfinanzierung der Neutralalkoholanlage in Zeitz.

Am Bilanzstichtag waren Gläubigern weder Grundpfandrechte noch sonstige Pfandrechte eingeräumt.

Finanzmanagement

Das Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung angemessener Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert.

Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt.

CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur.

CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:

eine starke Kapitalstruktur mit einer nachhaltigen Eigenkapitalfinanzierungsbasis durch die tragenden Aktionärsgruppen,

flexibel nutzbare Fremdkapitalinstrumente unter Beachtung eines ausgewogenen Laufzeitenprofils,

ein jederzeitiger Zugriff auf ausreichende kurzfristige Liquidität und

die Steuerung der Finanzrisiken durch ein integriertes Risikomanagement.

Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen sind hierfür der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).

(26) Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)

Die CropEnergies-Gruppe hat nachfolgend genannte wesentliche Kreditvereinbarungen getroffen:

Ein von der CropEnergies Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr 2005/06 aufgenommenes festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von ursprünglich 78,0 Mio. € ermäßigte sich infolge planmäßiger Tilgungen zum 28. Februar 2015 auf 9,8 Mio. €. Hiervon wird der gesamte Restbetrag in Höhe von 9,8 Mio. € als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 3,55 % p. a. verzinst und wird bis zum 30. September 2015 getilgt.

Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis 2019 mit einjähriger Verlängerungsoptionen auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen. Am 28. Februar 2015 bestand keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinie.

Die CT Biocarbonic GmbH, an der CropEnergies zu 50 % beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2009/10 ein festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 6,1 Mio. € aufgenommen. Infolge planmäßiger Tilgungen beläuft sich die restliche Darlehenssumme zum 28. Februar 2015 auf 3,6 Mio. €. Hiervon sind 0,7 Mio. € kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Die Darstellung dieser Finanzverbindlichkeit im Jahresabschluss erfolgt nach den Grundsätzen der at Equity-Bewertung. Das Darlehen wird mit 3,75 % p. a. verzinst und bis zum 30. Dezember 2019 getilgt. Des Weiteren bestehen gegenüber dem Joint Venture Darlehensforderungen in Höhe von 1,4 (1,7) Mio. € sowie in gleicher Höhe Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Joint-Venture-Partner SOL SpA. Beide Darlehen sind kurzfristig und werden mit 3,75 % p. a. verzinst.

Die flüssigen Mittel in Höhe von 9,7 (13,9) Mio. € bestehen aus kurzfristig verfügbaren Einlagen bei Banken einwandfreier Bonität.

(27) Derivative Finanzinstrumente

a) Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten

Die CropEnergies-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken beschränken, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.

Währungsrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro.

Zinsänderungsrisiken resultieren hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Soweit Zinsrisiken durch eine feste Zinsbindung nicht ausgeschlossen sind, behält sich CropEnergies vor, dem Risiko schwankender Zinssätze durch derivative Sicherungsinstrumente zu begegnen.

Rohstoffpreisrisiken können sich hauptsächlich aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen wie Getreide ergeben. Soweit Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge nicht ausgeschlossen werden können, setzt CropEnergies zur Begrenzung dieses Risikos, soweit möglich und sinnvoll, derivative Finanzinstrumente z. B. von Weizen- und Ethanolfutures ein.

Produktpreisrisiken können sich aus schwankenden Bioethanolpreisen ergeben. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus Lieferverträgen mit schwankenden Ethanolpreisen setzt CropEnergies in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein.

b) Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des CropEnergies-Konzerns stellen sich wie folgt dar:

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Tsd. € Nominalvolumen Marktwerte
28. Februar 2015 2014 2015 2014
Cashflow-Hedge-Derivate        
Weizenderivate 67.030 78.715 -221 -1.041
Währungsderivate 10.467 10.582 369 -149
Summe Cashflow-Hedge-Derivate 77.497 89.297 148 -1.190
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Tsd. € Nominalvolumen Marktwerte
28. Februar 2015 2014 2015 2014
Derivate im Handelsbestand        
Eingebettete Derivate (aus Produktlieferverträgen) 1.783 22.691 -116 299
Zugehörige Sicherungsgeschäfte (mit Banken) 1.661 22.966 116 -299
Ethanolderivate 12.234 7.053 232 -123
Maisderivate 0 2.732 0 -3
Währungsderivate 3.185 828 -320 24
Summe Derivate im Handelsbestand 18.863 56.270 -88 -102

Sämtliche Derivate haben bis auf Weizenderivate mit einem Nominalvolumen von 4,1 Mio. € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen.

Der Marktwert entspricht dem Betrag, den CropEnergies zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen hätte oder erhalten würde. Da zur Sicherung von Getreideeinkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Die Marktwerte anderer Sicherungsgeschäfte errechnen sich aus anerkannten Bewertungsmodellen.

Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Weizen- und Maisderivate auf 67,0 (81,4) Mio. € mit einem Marktwert von -0,2 (-1,0) Mio. €.

Sensitivität: Wären die Weizenpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger) gewesen, hätte sich der im Eigenkapital bzw. teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um 6,7 (-6,7) Mio. € verändert.

Unter den Produktderivaten werden Verkaufsverträge für Bioethanol ausgewiesen, die sich an einem variablen Benzinpreis orientieren. Die Preisrisiken dieser Geschäfte werden durch ein gegengerichtetes Sicherungsgeschäft minimiert. Die Nominalvolumen der Absicherungen auf Kundenseite sowie aus den gegengerichteten Sicherungsgeschäften beliefen sich dabei auf 3,4 (45,7) Mio. €. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bilden dabei eine geschlossene Position. So stehen den Marktwerten aus Kundenverträgen in Höhe von -0,1 (0,3) Mio. € Marktwerte aus Sicherungsgeschäften in Höhe von 0,1 (-0,3) Mio. € gegenüber.

Preisrisiken aus Verkaufsverträgen, die sich aus einem variablen Ethanolpreis ergeben, werden - soweit möglich und sinnvoll - mit Ethanolderivaten abgesichert. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Ethanolderivate auf 12,2 (7,1) Mio. € mit einem Marktwert von 232 (-123) Tsd. €.

Sensitivität: Wären die Ethanolpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger) gewesen, hätte sich der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw. teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um 0,1 (-0,1) Mio. € verändert.

Der Gesamtumfang der Währungsderivate erreichte 13,7 (11,4) Mio. € mit einem Marktwert von 49 (-125) Tsd. €.

Kreditrisiken können sich aus positiven Marktwerten von Derivaten ergeben. Zum 28. Februar 2015 beläuft sich der positive Marktwert auf 0,7 (0,3) Mio. €. Kreditrisiken werden minimiert, indem derivative Geschäfte über Warenterminbörsen mit täglichem Marktwertausgleich oder mit Banken bzw. mit Kunden einwandfreier Bonität abgeschlossen werden.

Sämtliche Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage zu erfassen und werden erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2015 belief sich auf 0,1 (-1,2) Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014/15 gab es keine Ineffektivitäten.

(28) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 dar. Gemäß der Definition von IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmt bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

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  Bewertungskategorie nach IAS 39 28. Februar 2015 28. Februar 2014
Tsd. €   Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 59.833 59.833 60.207 60.207
Sonstige Forderungen Kredite und Forderungen 2.755 2.755 3.422 3.422
Flüssige Mittel Kredite und Forderungen 9.718 9.718 13.870 13.870
Derivate im Handelsbestand (positiver Marktwert) EzbZbfVW* 348 348 323 323
Derivate mit Hegde-Beziehung (positiver Marktwert) n. a. (Hedge Accounting) 369 369 0 0
    73.023 73.023 77.822 77.822
Finanzielle Verbindlichkeiten          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 9.750 9.854 21.394 21.915
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 150.000 150.379 127.000 127.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 57.152 57.152 46.932 46.932
Sonstige Verbindlichkeiten Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 1.871 1.871 11.042 11.042
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) EzbZbfVerb** 436 436 425 425
Derivate mit Hegde-Beziehung (negativer Marktwert) n. a. (Hedge Accounting) 221 221 1.190 1.190
    219.430 219.913 207.983 208.504

* EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
** EzbZbfVerb = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Summen der Bewertungskategorien

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Tsd. € Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Nettoergebnis Gewinne (+) und Verluste (-) nach Bewertungskategorien IFRS 7 / IAS 39
Kredite und Forderungen 72.306 72.306 77.499 77.499 2014/15 2013/14
EzbZbfVW* 348 348 323 323 3.629 2.121
EzbZbfVerb** 436 436 425 425   -913
Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 218.773 219.256 206.368 206.889 -6.554 -6.639

Das Nettoergebnis nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Effekte aus Wechselkursänderungen und Wertberichtigungen aus Forderungen sowie das Ergebnis aus Derivaten im Handelsbestand.

In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert ermittelten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsleveln (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind:

Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Dies ist bei Weizen- und Ethanolderivaten der Fall. Bewertungslevel 2 liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Hierunter fallen bei CropEnergies Währungsderivate und eingebettete Derivate aus Lieferverträgen, die dazugehörigen Sicherungsgeschäfte mit Banken sowie Finanzverbindlichkeiten. Bei Derivaten des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in welchem mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Umklassifizierungen zwischen den jeweiligen Bewertungsleveln vorgenommen.

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  Fair-Value-Hierarchie
Tsd. € 28. Februar 2015 Bewertungs level 1 Bewertungs level 2 Bewertungs level 3 28. Februar 2014 Bewertungs level 1
Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 369 0 369 0 0 0
Positive Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 348 232 116 0 323 0
Finanzielle Vermögenswerte 717 232 485 0 323 0
Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge- Derivate 221 221 0 0 1.190 1.041
Negative Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 436 0 436 0 425 126
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.854 0 9.854 0 21.915 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 150.379 0 150.379 0 127.000 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 160.890 221 160.669 0 150.530 1.167
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  Fair-Value-Hierarchie
Tsd. € Bewertungs level 2 Bewertungs level 3
Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 0 0
Positive Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 323 0
Finanzielle Vermögenswerte 323 0
Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 149 0
Negative Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 299 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.915 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 127.000 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 149.363 0

Wertminderungen im Bereich der Finanzinstrumente waren nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,5 (0,1) Mio. € notwendig.

Das gesamte Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beläuft sich auf 4,8 (4,2) Mio. €. Hierin sind Zinserträge von 0,1 (0,1) Mio. € und Zinsaufwendungen von 4,7 (4,1) Mio. € enthalten.

Die Ermittlung der Marktwerte von Derivaten, die an Terminbörsen kontrahiert werden, wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen. Für die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente, für welche mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle unter Verwendung öffentlich zugänglicher Marktinformationen berechnet. So erfolgt die Bestimmung der Marktwerte der Devisen- sowie Benzinderivate auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren).

Für Avalprovisionen hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2014/15 Aufwendungen in Höhe von 0,3 (0,3) Mio. € getätigt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt:

Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten.

Die positiven und negativen Marktwerte aus Derivaten betreffen Cashflow-Hedge-Derivate und Derivate im Handelsbestand (auch Derivate "held for trading" genannt). Sie werden unter den sonstigen Forderungen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Bei kurzfristigen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen sind dem Bewertungslevel 2 zuzuordnen.

(29) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe

Die CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Daneben bestehen finanzielle Risiken wie Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken.

Bonitäts- und Ausfallrisiken

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der CropEnergies-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber den Kunden der Mineralöl- sowie der Lebens- und Futtermittelindustrie. Das daraus resultierende Kreditrisiko wird mit Warenkreditversicherungen auf 10 % der jeweils offenen Gesamtforderungen begrenzt und auf Basis von internen Richtlinien und Limits gesteuert.

Für verbleibende Restrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erforderlichenfalls Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der verbleibenden wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Anhang unter Ziffer (20) angegeben.

Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von CropEnergies nicht von Bedeutung.

Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Die Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird täglich überwacht und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert.

Die CropEnergies-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie - soweit erforderlich - durch Zugriff auf externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Investitionen, Akquisitionen und des Working Capital.

Um die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten sowie die finanzielle Flexibilität der CropEnergies-Gruppe zu erhöhen, wird darüber hinaus eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, insbesondere aber in Form freier Kreditlinien, vorgehalten.

CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €.

Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten jeweils per 28. Februar. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.

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28. Februar 2015
Tsd. €
Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Finanzverbindlichkeiten   gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.750 9.923 9.923 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 150.000 151.018 54.986 3.196 3.237
  159.750 160.941 64.909 3.196 3.237
Verbindlichkeiten aus          
Lieferungen und Leistungen 57.152 57.152 57.152 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.871 1.871 1.871 0 0
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) 436 436 436 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung (negativer Marktwert) 221 221 221 0 0
  59.680 59.680 59.680 0 0
  219.430 220.621 124.589 3.196 3.237
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28. Februar 2015
Tsd. €
Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Finanzverbindlichkeiten 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.279 3.320 83.000*
  3.279 3.320 83.000
Verbindlichkeiten aus      
Lieferungen und Leistungen 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) 0 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung (negativer Marktwert) 0 0 0
  0 0 0
  3.279 3.320 83.000
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28. Februar 2014
Tsd. €
Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Finanzverbindlichkeiten   gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.394 21.936 12.163 9.773 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 127.000 148.918 47.546 4.343 4.343
  148.394 170.854 59.709 14.116 4.343
Verbindlichkeiten aus          
Lieferungen und Leistungen 46.932 46.932 46.932 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.042 11.042 11.042 0 0
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) 425 425 425 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung (negativer Marktwert) 1.190 1.190 1.190 0 0
  59.589 59.589 59.589 0 0
  207.983 230.443 119.298 14.116 4.343
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Tsd. € Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Finanzverbindlichkeiten 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.343 4.343 84.000*
  4.343 4.343 84.000
Verbindlichkeiten aus      
Lieferungen und Leistungen 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) 0 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung (negativer Marktwert) 0 0 0
  0 0 0
  4.343 4.343 84.000

* Zzgl. etwaiger, marktüblicher Zinsen, falls CropEnergies die geplanten Rückzahlungen später vornimmt.

Die Zahlungsabflüsse aus Tilgungen von Verbindlichkeiten sind auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben im Wesentlichen eine unbegrenzte Laufzeit. CropEnergies kann diese jedoch entsprechend der Liquiditätslage zurückführen. Die Ermittlung von Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Für alle Derivate-Verträge bis auf die Währungsderivate besteht eine net settlement-Vereinbarung.

Währungsrisiko

Währungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben und werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgen weitgehend in Euro und in einem geringeren Umfang in britischen Pfund und US-Dollar.

Soweit in Einzelfällen finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen, unterliegen sie bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung. Der Bestand an Finanzforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist bei CropEnergies jedoch von untergeordneter Bedeutung.

CropEnergies kann aber auch indirekten Währungsrisiken in Bezug auf Marktwertschwankungen des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real unterliegen. Solche indirekten Einflüsse auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe, Energie und Bioethanol lassen sich jedoch nicht quantifizieren.

Zinsrisiko

CropEnergies ist Zinsänderungsrisiken in der Eurozone ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Von den Darlehensinanspruchnahmen per 28. Februar 2015 in Höhe von 160 Mio. € waren 109 Mio. € festverzinslich und 51 Mio. € variabel verzinslich.

Sensitivität: Würde das Marktzinsniveau um 50 Basispunkte höher (niedriger) liegen, würden sich die jährlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen um 0,3 Mio. € erhöhen (vermindern).

Marktpreisrisiko

Die CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess.

Sonstige Angaben

(30) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 10,2 (22,8) Mio. € und für Rohstoffe in Höhe von 137,8 (228,8) Mio. €. Das Obligo für Investitionen betrifft im Wesentlichen die Neutralalkoholanlage in Zeitz sowie Optimierungsprojekte in Bioethanolanlagen. Das Obligo für Rohstoffe besteht überwiegend für Bestellungen von Getreide, Rohalkohol sowie Zuckersirupen. Gegenüber verbundenen Unternehmen besteht daraus ein Bestellobligo in Höhe von 48,1 (67,6) Mio. €.

Die aus Operating Leasing resultierenden Verpflichtungen belaufen sich auf 1,4 (1,3) Mio. € und haben folgende Fälligkeitsstruktur:

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Tsd. € 28.02.2015 28.02.2014
Fällig in bis zu einem Jahr 453 441
Fällig in 1 bis 5 Jahren 936 857
Fällig nach über 5 Jahren 0 3
  1.389 1.301

CropEnergies kann möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten, unterliegen. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet CropEnergies Rückstellungen für diese Risiken. Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine Ansprüche oder Verfahren, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der CropEnergies-Gruppe haben.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

(31) Ergebnis je Aktie

Der Konzern-Jahresfehlbetrag belief sich auf -58,0 (12,0) Mio. €. Im gesamten Geschäftsjahr 2014/15 lag die Anzahl der CropEnergies-Aktien bei 87,25 Mio. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegt daher ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 87,25 (86,4) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von -0,67 (0,14) €. Dabei entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis.

(32) Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt und zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der CropEnergies-Gruppe aus den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.

Durch den Rückgang des EBITDA reduzierte sich der Cashflow auf 5,3 (50,9) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 26,1 (Mittelabfluss: 14,4) Mio. €.

Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 12,8 (11,1) Mio. € und sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Außerdem sind Zinsauszahlungen in Höhe von 5,1 (4,5) Mio. € angefallen, die ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind. Die Investitionen in Höhe von 31,6 (18,2) Mio. € für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen, insbesondere den Bau der neuen Veredelungsanlage zur Herstellung von Neutralalkohol in Zeitz sowie die Steigerung der Ausbeute und die Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit in Wanze.

Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich per 28. Februar 2015 auf 9,7 (13,9) Mio. €.

Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 79,1 (88,8) Mio. € standen Tilgungen von 67,8 (28,7) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2014 in Höhe von 8,7 (22,1) Mio. € gegenüber.

(33) Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2014/15 Aufwendungen in Höhe von 152 (144) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft CropEnergies Bioethanol GmbH und der CT Biocarbonic GmbH angefallen.

Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr Steuerberatungsleistungen in Höhe von 87 (0) Tsd. €. Im Berichtsjahr gab es weder andere Bestätigungsleistungen, noch sonstige Beratungsleistungen (Vorjahr: 13 Tsd. €).

(34) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 10. November 2014 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der CropEnergies AG auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.

(35) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet.

Südzucker AG

Die Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten Lieferungen von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 44,8 (45,1) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 3,4 (3,4) Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,1 (1,7) Mio. € erbracht.

Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen 1,0 (2,6) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 4,5 (3,5) Mio. €.

Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 0,0 (0,2) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,6 (8,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker AG beliefen sich auf 67,0 (43,0) Mio. €.

Verbundene Unternehmen der Südzucker AG

Die Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert von 77,2 (72,2) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 1,0 (1,0) Mio. € erbracht.

Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG für Warenlieferungen 59,4 (55,0) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe von 2,1 (2,1) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 1,1 (1,5) Mio. €.

Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 7,1 (6,8) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,5 (8,8) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 83,0 (84,0) Mio. €.

Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

CT Biocarbonic GmbH

Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 1,1 (0,8) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht.

Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG

Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gab es keine Geschäftsvorfälle.

Vorstand

Der Gesamtvorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt eine Vergütung von 761 (761) Tsd. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 459 (426) Tsd. €. Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 264 (297) Tsd. €. Als Sachbezüge und Beiträge zur Sozialversicherung wurden 39 (38) Tsd. € gewährt.

Der Stand der Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder belief sich auf 3,2 (2,3) Mio. € und erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von Änderungen des Abzinsungssatzes.

Aufsichtsrat

Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies AG beläuft sich für das Geschäftsjahr 2014/15 auf 175 (175) Tsd. €; davon entfallen auf die feste Vergütung 175 (175) Tsd. €. Zudem wurden angefallene Auslagen in Höhe von 9 (8) Tsd. € erstattet.

Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestandteil des Lageberichts ist, ist in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 34 angegeben.

(36) Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markwart Kunz

Vorsitzender

Worms

Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Dr. Lutz Guderjahn

Stellvertretender Vorsitzender

Offstein

Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Konzernmandate

BENEO GmbH, Mannheim (Vorsitzender)

Raffinerie Tirlemontoise SA, Brüssel (Belgien), (Vorsitzender)

Saint Louis Sucre SA, Paris (Frankreich), (Stv. Vorsitzender)

Südzucker Polska SA, Breslau (Polen)

Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim

Dr. Hans-Jörg Gebhard

Eppingen

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Südzucker AG, Mannheim (Vorsitzender)

GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Österreich)

AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien (Österreich), (Stv. Vorsitzender)

Freiberger Holding GmbH, Berlin

Raffinerie Tirlemontoise SA, Brüssel (Belgien)

Saint Louis Sucre SA, Paris (Frankreich)

Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt (Vorsitzender)

Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen

Z &S Zucker und Stärke Holding AG, Wien (Österreich)

Thomas Kölbl

Speyer

Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Boerse Stuttgart AG, Stuttgart

EUWAX Aktiengesellschaft, Stuttgart

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Baden-Württembergische Wertpapierbörse, Stuttgart

Boerse Stuttgart Holding GmbH, Stuttgart

Konzernmandate

AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien (Österreich)

AGRANA J &F Holding GmbH, Wien (Österreich)

AGRANA Stärke GmbH, Wien (Österreich)

AGRANA Zucker GmbH, Wien (Österreich)

BENEO GmbH, Mannheim

Freiberger Holding GmbH, Berlin

PortionPack Europe Holding B.V., Oud-Beijerland (Niederlande), (Vorsitzender)

Raffinerie Tirlemontoise SA, Brüssel (Belgien)

Saint Louis Sucre SA, Paris (Frankreich)

Südzucker Polska SA, Breslau (Polen)

Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender)

Franz-Josef Möllenberg

Rellingen

Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Südzucker AG, Mannheim (Stv. Vorsitzender)

(37) Vorstand

Norbert Schindler

Bobenheim am Berg

Mitglied des Deutschen Bundestags

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Sparkasse Rhein-Haardt, Bad Dürkheim

Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main

Süddeutsche Krankenversicherung a. G., Fellbach

Süddeutsche Lebensversicherung a. G., Fellbach

Südwestrundfunk, Stuttgart

Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt

Dr. Marten Keil (COO)

Heidelberg

Joachim Lutz (CFO)

Mannheim

(38) Anteilsbesitzliste

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Unternehmen Sitz Land Anteilsbesitz: unmittelbar Anteilsbesitz: mittelbar
CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 15 % 85 %
CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100 %  
BioWanze SA Brüssel Belgien 100 %  
Ryssen Alcools SAS Loon-Plage Frankreich   100 %
Ryssen Chile SpA Lampa, Santiago de Chile Chile   100 %
Compagnie Financiere de l'Artois SA Paris Frankreich 100 %  
Ensus Ltd. Yarm Großbritannien 100 %  
Ensus UK Ltd. Yarm Großbritannien   100 %
CropEnergies Inc. Houston USA   100 %
CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland   50 %

(39) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Konzern-Jahresfehlbetrag der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) belief sich auf -58,0 (12,0) Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich im handelsrechtlichen Jahresabschluss kein Bilanzgewinn. Eine Gewinnausschüttung scheidet daher aus.

(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage wesentlich beeinflusst haben.

(41) Segmentbericht

Gemäß IFRS 8 (Geschäftssegmente) sind Angaben über jene Segmente erforderlich, die das Unternehmen zu internen Berichts- und Steuerungszwecken eingerichtet hat (sogenannter Management Approach).

Die CropEnergies-Gruppe stellt nur ein homogenes Hauptprodukt (Bioethanol) her. Nach mehreren verbundenen bzw. identischen Produktionsprozessen entstehende ähnliche Endprodukte können separat vertrieben werden. Die operative Steuerung der CropEnergies-Gruppe erfolgt durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger im Wesentlichen anhand der Umsatzerlöse sowie des operativen Ergebnisses. Das Management steuert anhand dieser beiden finanziellen Steuerungsgrößen die einzelnen operativen Einheiten (inklusive der jeweils übergeordneten Holdinggesellschaften). Da die Geschäftssegmente eine ähnliche langfristige Ertragsentwicklung und vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen, werden die Geschäftssegmente gemäß IFRS 8.12 zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten erfolgten zu marktüblichen Preisen und wurden eliminiert.

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Mio. € 28.02.2015 28.02.2014
Gesamtbetrag der Vermögenswerte 643,9 666,3
Capital Employed 524,0 549,3
Vorräte 63,6 72,9
Gesamtbetrag der Schulden -312,3 -271,0
Nettofinanzschulden -150,1 -134,7
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte* 31,6 18,2
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 438 430
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Mio. € 28.02.2015 28.02.2014
Buchwerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte    
Deutschland 153,3 146,3
Ausland 327,5 331,8
  480,8 478,1
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Umsatzerlöse mit Dritten 2014/15 2013/14
Deutschland 383,7 393,8
Ausland 443,5 386,6
  827,2 780,4
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte*    
Deutschland 19,5 9,2
Ausland 12,1 9,0
  31,6 18,2

* inklusive Anlagen im Bau

Gesamtergebnisrechnung 1. März 2014 bis 28. Februar 2015

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Tsd. € Berichtssegment Konsolidierung Konzern
Gewinn-und-verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse 970.432 -143.267 827.165
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen -3.881 801 -3.080
Sonstige betriebliche Erträge 17.119 -10.174 6.945
Materialaufwand -847.779 141.121 -706.658
Personalaufwand -33.653 0 -33.653
Abschreibungen -37.079 669 -36.410
Sonstige betriebliche Aufwendungen -103.866 9.900 -93.966
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0 290 290
Ergebnis der Betriebstätigkeit -38.706 -661 -39.367
Finanzergebnis -4.015 273 -3.742
Ergebnis vor Ertragsteuern -42.721 -388 -43.109
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.031 97 -14.934
Jahresfehlbetrag / -überschuss -57.752 -291 -58.043

Gesamtergebnisrechnung 1. März 2013 bis 28. Februar 2014

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Tsd. € Berichtssegment Konsolidierung Konzern
Gewinn-und-verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse 921.025 -140.589 780.436
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 9.081 -4.621 4.460
Sonstige betriebliche Erträge 12.887 -7.505 5.382
Materialaufwand -785.081 146.438 -638.643
Personalaufwand -30.159 0 -30.159
Abschreibungen -34.647 660 -33.987
Sonstige betriebliche Aufwendungen -66.294 7.442 -58.852
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0 -587 -587
Ergebnis der Betriebstätigkeit 26.812 1.238 28.050
Finanzergebnis -5.014 267 -4.747
Ergebnis vor Ertragsteuern 21.798 1.505 23.303
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10.910 -387 -11.297
Jahresfehlbetrag / -überschuss 10.888 1.118 12.006

Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens und der Investionen erfolgte nach den Ländern, in denen die Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe ihren Sitz haben. Die Umsatzerlöse mit Dritten bestimmten sich nach der Lieferdestination.

Im Geschäftsjahr 2014/15 erwirtschaftete die CropEnergies-Gruppe mit einem Kunden Umsatzerlöse von 14,1 (14,9) % des Konzernumsatzes.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Mannheim, 24. April 2015

DER VORSTAND

Dr. Marten Keil

Joachim Lutz

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der CropEnergies AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Gewinn-und-Verlustrechnung, Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 -geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der vom Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2015 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2014 bis 28. Februar 2015 geprüft. Der Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 24. April 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christina Pöpperl, Wirtschaftsprüferin

GLOSSAR

Alkohol

Ethanol.

Abfindungs-cap

Die Obergrenze der Zahlung, die ein Mitglied des Vorstands bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit erhält.

Beimischung (zum Benzin)

Die Zugabe von Bioethanol zu Ottokraftstoff. In Europa gibt es für Ottokraftstoff die Norm EN 228, die seit Ende 2012 den Zusatz von 10 Vol.-% Ethanol oder 22 Vol.-% ETBE erlaubt. Weltweit sind unterschiedliche Ethanolbeimischungen zu konventionellem Ottokraftstoff üblich (z. B. 20 - 25 Vol.-% in Brasilien; 10 - 15 Vol.-% in den USA).

Bioethanol

Aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärkeoder zellulosehaltige Biomasse infrage. Die CropEnergies AG setzt Getreide, Zuckersirupe und Rohalkohol als Rohstoffe ein.

Biokraftstoffe

Aus Biomasse gewonnene Kraftstoffe (z. B. Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl).

Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-Nachv)

Am 2. November 2009 in Kraft getretene Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen. Die Verordnung soll sicherstellen, dass künftig nur noch solche Biokraftstoffe steuerlich begünstigt oder auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden können, die unter Beachtung verbindlicher Nachhaltigkeitsstandards hergestellt wurden. Mit der Verordnung werden die Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union für den Bio kraftstoffbereich in Deutschland rechtlich festgeschrieben.

C4-Bausteine

Ein aus der Petrochemie abgeleiteter Begriff für eine Kohlenwasserstofffraktion, die überwiegend aus ungesättigten Verbindungen mit vier Kohlenstoffatomen besteht und vorwiegend als Chemierohstoff, z. B. für die Herstellung von Kunststoffen eingesetzt wird. Diese C. können ebenfalls aus Bioethanol - also auf der Basis nachwachsender Rohstoffe - hergestellt werden.

CDS (condensed Distillers' Solubles)

Flüssiges Futtermittel aus Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung aus Getreide anfällt und eingedickt wird.

CO2

Kohlendioxid.

CropPower85

C. ist ein gemäß DIN 51625 hergestellter E85-Qualitätskraftstoff ( E85) für Flexible Fuel Vehicles ( FFVs). C. ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von bis zu 86 %.

Cross Compliance

Grundsatz der Landwirtschaft in der EU, dass Landwirte Umweltschutzauflagen erfüllen müssen, um in den Genuss von Marktstützungsmaßnahmen zu kommen. C. war Teil der Reform der europäischen Landwirtschaftspolitik im Rahmen der Agenda 2000 und ist seit 2005 verpflichtend. Beispiele für Umweltauflagen der C. sind die Einhaltung der zulässigen Höchstmenge von Düngemitteln pro Hektar und die Befolgung bestimmter Regeln bezüglich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Insgesamt wurden 19 Rechtsakte erlassen, die die Bereiche Umwelt, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen sowie Tierschutz betreffen.

D&O-Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung)

Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt.

Dehydratation

Die sogenannte Trocknung des Alkohols. In diesem letzten Schritt der Bioethanolproduktion wird dem Alkohol nahezu das gesamte restliche Wasser entzogen und so ein Reinheitsgrad von über 99 % erreicht.

Destillation

Auftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z. B. fraktionierte Destillation von Rohöl oder Trennung von Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile.

DDGS (Distillers' Dried Grains with Solubles)

Trockenschlempe. Als D. wird die getrocknete Schlempe der Ethanolherstellung aus Getreide bezeichnet, die in der Tierernährung als wertvolles Proteinfuttermittel eingesetzt wird.

E5

Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 5 Vol.-% Bioethanol.

E10

Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 10 Vol.-% Bioethanol.

E85

In Deutschland besonders förderungswürdiger Kraftstoff für Flexible Fuel Vehicles ( FFVs). E85 ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von rund 85 %. Für E. gilt in Deutschland die DIN 51625. Die CropEnergies AG produziert und vertreibt E85-Quali-tätskraftstoff unter dem Markennamen CropPower85 in Deutschland.

Enzym

Veraltet: Ferment. Biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat zu spalten oder zu verändern, ohne sich selbst aufzubrauchen. E. bestehen aus Eiweiß (Protein).

Erneuerbare Energien

Regenerative Energien, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Man unterscheidet die drei Gruppen Wärme, Strom und Kraftstoffe, die jeweils wieder unterteilt werden können.

Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen vom 23. April 2009. Die E. schreibt unter anderem einen verbindlichen Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch im Transportsektor von 10 % im Jahr 2020 vor. Die E. enthält ebenfalls Regelungen zur nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen als Voraussetzung für eine Förderung und die Anrechnung auf die EU-Biokraftstoffziele. Zum Nachweis der Einhaltung der rechtlich definierten Anforderungen sind die Wirtschaftsteilnehmer zu einer unabhängigen Überprüfung verpflichtet (z. B. Zertifizierungssysteme). Bis zum 5. Dezember 2010 musste die E. von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

Ethanol

Auch Ethylalkohol (veraltet Äthanol, Äthylalkohol). Gehört zur Gruppe der Alkohole, steht im engeren Sinn synonym für Alkohol. E. ist das Hauptprodukt der alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von Branntwein und Trinkalkohol. E. wird als Kraftstoffadditiv ( Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff, aber auch in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie verwendet.

Fermentation

Biotechnisches Verfahren zur Herstellung eines gewünschten Produkts, bei dem organisches Material durch Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder auch Einzeller bzw. deren Enzyme umgewandelt wird. Bei der Herstellung von Bioethanol wird der in der Maische enthaltene Zucker durch Hefen in Alkohol verwandelt.

FFVs (Flexible Fuel Vehicles)

F. sind kraftstoffflexibel, das heißt, sie können sowohl mit reinem Ottokraftstoff als auch - in Europa - mit bis zu 86 % Bioethanol betrieben werden. Sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Mischungsverhältnis von Bioethanol und Ottokraftstoff. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an.

Gallone

Volumenmaß (Trocken- und Flüssigkeitsmaß), für das mehrere Definitionen existieren. Die in den USA für Flüssigkeiten gebräuchliche US liquid gallon entspricht 3,785 Litern.

Getreidewirtschaftsjahr

Zeitraum von zwölf Monaten zur Sammlung von Daten (z. B. Anbaufläche, Erntemengen) zu einer bestimmten Getreidesorte. Das G. beginnt mit der Getreideernte. In Europa dauert das Wirtschaftsjahr für Weizen beispielsweise vom 1. Juli bis zum 30. Juni.

Gewichtsprozent

Prozentuale Angabe des relativen Masseanteils einer Komponente an der Gesamtmasse eines Stoffgemisches (Abk. Gew.-%).

Gluten

Kleber oder Klebereiweiß, welches in Getreidekörnern enthalten ist. G. wird in der Industrie als Lebens- und Futtermittel verwendet.

GMP+:

Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung u. a. bei der Produktion von Lebens- und Futtermitteln.

HACCP (Hazard Analysis Critical Control Point)

H. ist ein weltweit angewandtes vorbeugendes Konzept der Gefahrenanalyse und der Überwachung kritischer Kontrollpunkte, um Lebensmittel und Futtermittel derart herzustellen, dass es bei ihrem Verzehr zu keiner gesundheitlichen Gefährdung kommt.

IFS-Zertifizierung (International Food Standard)

Zertifizierung und Überprüfung von Systemen zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität bei der Produktion von Lebensmitteln. Die Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Zertifizierer.

Kohlendioxid (CO2)

Entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material. Dient als Ausgangsprodukt für den Aufbau pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 abgegeben, wie von dieser zuvor beim Wachsen aufgenommen worden ist. K. ist ein Treibhausgas. K. kann in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie verwendet werden.

Kraftstoffqualitätsrichtlinie

Richtlinie 98/70/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 1998, die Mindestanforderungen für die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen festlegt. Mit der K. haben das Europäische Parlament und der Rat einem Änderungsvorschlag der EU-Kommission zur Verringerung von luftverunreinigenden Emissionen und Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen zugestimmt. In diesem Zusammenhang wurde auch die EUweite Einführung von E10-Kraftstoff ermöglicht.

Lignocellulose

Verbund aus Zellulose, Hemizellulose und Lignin, der das Strukturgerüst der pflanzlichen Zellwand bildet. Die Gewinnung von Bioethanol aus lignozellulären Rohstoffen wie Stroh oder Holz befindet sich in der Entwicklungsphase.

Nachhaltigkeitskriterien

Kriterien, die Biokraftstoffe, die für die Erreichung der Ziele der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" verwendet werden, sowie Biokraftstoffe, denen nationale Förderregelungen zugute kommen, erfüllen müssen, um ihre ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Beispiele für N. sind eine Mindesteinsparung von Treibhausgasen und der Schutz von Flächen mit hoher biologischer Vielfalt. Bei der Formulierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" wurden auch soziale N. berücksichtigt.

Nachhaltigkeitszertifizierung

Dient der Überwachung und Kontrolle der kompletten Anbau-, Liefer- und Herstellungskette von Biokraftstoffen zur Einhaltung der Vorgaben der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung durch unabhängige Zertifizierungssysteme und -stellen, die von staatlichen Aufsichtsbehörden (z. B. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung [BLE] in Deutschland) anerkannt und überwacht werden. N. findet auch bei der Verstromung von flüssiger Biomasse Anwendung.

Proteasen

Enzyme, die Proteine spalten können.

ProtiGrain®

Markenname für das von CropEnergies produzierte DDGS. P. wird als hochwertiges Proteinfuttermittel vermarktet.

ProtiWanze®

Markenname für das von CropEnergies in Wanze produzierte CDS. P. ist ein flüssiges Futtermittel mit einem hohen Proteingehalt.

Rektifikation

Schritt der Bioethanolproduktion, in dem der Alkohol aufgereinigt wird und Reststoffe entfernt werden.

Schlempe

Rückstand an nicht vergärbaren Stoffen, der bei der Destillation anfällt. Sch. aus Getreide ist wegen des Gehalts an Eiweiß, Stickstoffverbindungen, Fetten u. a. ein wertvolles Futtermittel für Nutztiere.

Treibhausgase

Neben Methan, Distickstoffoxid und den FCKWs ist Kohlendioxid das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Das Ansteigen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist verantwortlich für den Klimawandel. Hauptverursacher von CO2 -Emissionen ist die Industrie, gefolgt vom Gebäudesektor (Raumwärme, elektrische Geräte etc.) und dem Verkehrssektor.

Volumenprozent (Volumenkonzentration)

Schreibweise: Vol.-% oder v/v. Bezeichnung für den Alkoholanteil einer Flüssigkeit bezogen auf das Volumen bei 20 °C.

Zellulose

Gerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Z. ist ein Polysaccharid, das aus einigen tausend ß-Glucosebausteinen aufgebaut ist. Es ist u. a. durch Mineralsäuren, Enzyme oder Pilze spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung). Verfahren zur Herstellung von Bioethanol aus Z. befinden sich im Entwicklungsstadium.

Zuckersirupe

Zwischenprodukte der Zuckerherstellung. Die CropEnergies AG nutzt Z. in ihren Bioethanolanlagen als Rohstoff für die Bioethanolherstellung.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Rohstoff- und Ölpreise.

CropEnergies übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Quellenangaben

Seite 10/11

Basisdaten: Eurostat, April 2015, eigene Berechnungen

Seite 40/41

F.O. Licht's World Ethanol and Biofuel Report (2015), eigene Schätzungen

Seite 60/61

Ostwald, D. et al: Die ökonomische Bedeutung der Bioethanolproduktion der CropEnergies-Gruppe. 2013

Seite 74/75

Schmid-Staiger, Fraunhofer IGB, 2014

Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim

Druck und Weiterverarbeitung: ColorDruck Solutions GmbH, Leimen

© 2015

Finanzkalender

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Bericht 1. Quartal 2015/16 8. Juli 2015
Hauptversammlung 2015 14. Juli 2015
Bericht 1. Halbjahr 2015/16 8. Oktober 2015
Bericht 1. - 3. Quartal 2015/16 12. Januar 2016
Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2015/16 18. Mai 2016

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