![]() CropEnergies AGMannheimZwischenbericht zum 31. August 2015Zwischenbericht Geschäftsjahr 2015/16
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| ■ Umsatz reduziert sich auf 390,4 (404,6) Mio. € | -4 % |
| ■ EBITDA wächst auf 56,8 (13,5) Mio. € | +43 Mio. € |
| ■ Operatives Ergebnis steigt deutlich auf 39,7 (-4,4) Mio. € | +44 Mio. € |
| ■ Jahresüberschuss erhöht sich auf 18,0 (-9,3) Mio. € | +27 Mio. € |
| ■ Bioethanolproduktion verringert sich auf 422 (478) Tsd. m3 | -12 % |
| ■ Nettofinanzschulden sinken auf 103,5 (per 28. Februar 2015: 150,1) Mio. € |
| ― |
Umsatzerwartung steigt auf 700 bis 750 Mio. € |
| ― |
Erhöhung der Erwartung für das operative Ergebnis (vor Restrukturierung und Sondereinflüssen) auf eine Bandbreite von 50 bis 70 Mio. € |
Unverändert definiert die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" der EU die rechtlichen
Grundlagen für das verbindliche Ziel von 10 % erneuerbarer Energien im Transportsektor
im Jahr 2020. Wesentliche Voraussetzung für den Marktzugang von Biokraftstoffen in
der EU ist die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien, die z. B. Mindestanforderungen
für eine nachhaltige Biomasseerzeugung und -verarbeitung setzen. Hierzu zählen eine
im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen erzielte Treibhausgaseinsparung von mindestens
35 Gew.-% (ab 2018: mindestens 50 Gew.-%) und eine lückenlose Dokumentation der Herkunft
der verarbeiteten Biomasse. Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt zudem vor, dass
bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase
eingespart werden müssen.
Nach der Zustimmung von Europäischem Parlament und Rat der Europäischen Union zur
Änderung der "Erneuerbare-EnergienRichtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"
wurde die sogenannte "iLUC-Richtlinie" am 15. September 2015 im EU-Amtsblatt veröffentlicht.
Die Mitgliedsstaaten müssen die Richtlinie bis zum 9. September 2017 umsetzen. Die
Einigung sieht vor, dass 7 % der vorgegebenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor
aus konventionellen Biokraftstoffen stammen dürfen. Die restlichen 3 % sollen zum
einen durch die Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen
erreicht werden -diese werden teilweise mit einer Unterquote von mindestens 0,5 %
zusätzlich gefördert - zum anderen wird die im Schienen-und Straßenverkehr genutzte
Elektrizität mehrfach angerechnet.
Diese Entscheidung ebnet den Weg zur weiteren Dekarbonisierung des Transportsektors
bis zum Jahr 2020. Dabei wird es keine verbindlichen iLUC-Faktoren geben, da das Ausmaß
von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) umstritten
ist und derzeit nur modelltheoretisch abgeleitet werden kann. Über diese vermuteten
indirekten Effekte soll zukünftig zwar berichtet werden, es ist aber zu begrüßen,
dass sie den einzelnen Biokraftstoffen nicht direkt zugerechnet werden sollen. Bedauerlich
ist allerdings, dass mit der Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und
Reststoffen sowie der zusätzlichen Mehrfachanrechnung von Elektrizität im Transportsektor
der Anreiz, fossile Kraftstoffe zu ersetzen und damit tatsächlich Treibhausgase einzusparen,
deutlich verringert wird.
Insgesamt begrüßt CropEnergies die Einigung von Parlament und Rat, die eine seit 2012
andauernde Diskussion und die damit verbundene Unsicherheit beendet. Gemeinsam mit
den Bioethanolverbänden auf nationaler und europäischer Ebene legt CropEnergies nun
den Fokus auf eine rasche und sachgerechte Umsetzung der Neuregelungen auf nationaler
Ebene. Darüber hinaus wird sich CropEnergies bei der Diskussion über ein Klima-und
Energiepaket 2030 für die Fortsetzung der Förderung von nachhaltig hergestellten Biokraftstoffen
einsetzen.
In Deutschland wurde zum 1. Januar 2015 die bisher geltende Biokraftstoffquote durch
ein Treibhausgasminderungsziel ersetzt. Im Kraftstoffbereich sollen demnach 3,5 Gew.-%
der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Ab 2017 soll dieses Einsparungsziel
auf 4,0 Gew.-% und ab 2020 auf 6,0 Gew.-% steigen. Die deutsche Bioethanolwirtschaft
hatte sich zwar für die Einführung von Treibhausgasminderungszielen ausgesprochen,
dabei jedoch ambitioniertere Zielvorgaben gefordert, um dem hohen Treibhaus-gaseinsparpotenzial
von Biokraftstoffen gerecht zu werden. Der erste Quartalsbericht der Bundesanstalt
für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bestätigt diese Sichtweise. Es wurde festgestellt,
dass Biodiesel und Bioethanol im 1. Quartal 2015 mit einer durchschnittlichen Treibhausgaseinsparung
von 59,8 bzw. 62,2 % die gesetzlichen Mindestanforderungen bei Weitem übertrafen.
Dieses hohe Treibhausgaseinsparpotenzial führt aber nicht wie geplant zu höheren Treibhausgaseinsparungen,
da die Mineralölindustrie stattdessen die tatsächliche Biokraftstoffbeimischung reduziert
und wieder mehr fossile Kraftstoffe in Verkehr bringt. Damit wird der Klimaschutz
im Transportsektor konterkariert. Die deutsche Biokraftstoffindustrie fordert daher,
die erst ab 2017 vorgesehene Anhebung des Treibhausgasminderungsziels von 4 Gew.-%
auf 2016 vorzuziehen.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass die weltweite Bioethanolproduktion im Jahr 2015 auf 113,4 Mio. m3 (+1,0 %) ansteigen wird. Dies resultiert aus der um 1,4 % auf 95,7 Mio. m3 gewachsenen Produktion von Kraftstoffethanol.

In den USA wird für 2015 mit einer Bioethanolproduktion von 56,0 Mio. m3 (+0,4 %) und einem deutlichen Anstieg der Nettoexporte von Bioethanol auf 3,4 Mio. m3 (+22,9 %) gerechnet. Angesichts des massiven Produktionsüberschusses in den USA notierte der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) von März bis August 2015 nahezu ausnahmslos unter der Marke von 400 €/m3 . Ende August 2015 herrschten dabei Preise von umgerechnet rund 345 €/m3 vor. Zum niedrigen Preisniveau trug auch der weiterhin niedrige Ölpreis bei, der im August 2015 erstmals seit sechs Jahren wieder auf ein Niveau von 40 US-$/Barrel für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel.
In Brasilien soll sich die Bioethanolproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 auf 28,6 Mio. m3 (-1,3 %) belaufen. Angesichts eines deutlichen Anstiegs der Inlandsnachfrage auf 28,7 Mio. m3 (+7,0 %) wird mit einer ausgeglichenen Versorgungsbilanz gerechnet. Die höhere Inlandsnachfrage ist unter anderem auf die Anhebung der Mindestbeimischung von Bioethanol auf 27 Vol.-% (E27) ab Mitte März 2015 zurückzuführen. Trotz der dynamischen Nachfrageentwicklung sind die Ethanolpreise im Berichtszeitraum auf umgerechnet rund 330 €/m3 gesunken. Hierzu haben der gute Verlauf der bisherigen Zuckerrohrernte und die Abwertung des brasilianischen Real beigetragen, der seit Jahresbeginn gegenüber dem US-Dollar rund ein Viertel an Wert verloren hat.
Dagegen konnten sich die Ethanolpreise in Europa den negativen internationalen Vorgaben weitgehend entziehen und setzten ihren Erholungskurs fort. Nachdem sie Anfang Juni 2015 bei rund 535 €/m3 lagen, stiegen die Preise bis Ende August 2015 auf 560 €/m3 FOB Rotterdam. Diese Entwicklung ist unter anderem auf einen saisonalen Nachfrageanstieg zurückzuführen, der auf eine knappe Versorgungslage insbesondere am europäischen Haupthandelsplatz für Bioethanol in Rotterdam traf. Mit einer nachhaltigen Erholung der europäischen Ethanolpreise kann aufgrund der bestehenden Überkapazitäten infolge einer verhaltenen Nachfrageentwicklung in der EU und des insgesamt niedrigen Preisniveaus außerhalb der EU derzeit nicht gerechnet werden.
Angesichts eines rückläufigen Verbrauchs von Ottokraftstoffen und ohne Impulse durch höhere Beimischungsvorgaben wird im Jahr 2015 mit einem weiteren Rückgang des Verbrauchs von Kraftstoffethanol in der EU um 5,4 % auf 5,0 (5,3) Mio. m3 gerechnet. Die Produktion von Kraftstoffethanol soll sich entsprechend auf 5,1 (5,3) Mio. m3 reduzieren. Damit wird auch 2015 das vorhandene Potenzial einer schnellen und kostengünstigen Reduzierung von Treibhausgasemissionen nicht ausgeschöpft. Eine zeitnahe
E10-Einführung in weiteren EU-Mitgliedsstaaten würde die Dekarbonisierung im Transportsektor
beschleunigen und damit die Klimabilanz verbessern.
In Deutschland soll der Kraftstoffethanolverbrauch im Jahr 2015 um 4,8 % auf 1,4 Mio. m3 sinken. Vorläufigen Verbrauchsdaten zufolge ist der Kraftstoffethanolabsatz in Deutschland von Januar bis Juni 2015 um 3,7 % auf rund 710 Tsd. m3 zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum fiel der Absatz von Ottokraftstoffen um 2 % auf 8,9 Mio. t. Angesichts eines Absatzrückgangs um 11,0 % auf 1,2 Mio. t reduzierte sich der Marktanteil von E10 am Ottokraftstoffmarkt auf 14,1 (15,5) %.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 11. September
2015 von einer Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2015/16 von 2.006 Mio. t (-0,8 %)
aus, die damit nur leicht unter der letztjährigen Rekordernte liegt. Bei einem erwarteten
Getreideverbrauch von 1.998 Mio. t (+0,7 %) wird mit einem weiteren Anstieg der Lagerbestände
auf 451 (444) Mio. t gerechnet. Die EU-Kommission erwartet im Getreidewirtschaftsjahr
2015/16 einen Rückgang der EU-Getreideernte gegenüber dem Vorjahr um rund 10 %. Mit
297 Mio. t soll jedoch der Durchschnitt sowie der erwartete Verbrauch von 283 Mio.
t Getreide einmal mehr deutlich übertroffen werden. Der größte Teil des Getreideverbrauchs
entfällt mit über 60 % auf die Tierfütterung. Mit einem

Nettoexport von 26 (36) Mio. t Getreide trägt die EU unverändert in hohem Maße zur
Versorgung des Weltmarkts bei. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich
nur 11 Mio. t Getreide verwendet, wobei rund ein Drittel dieser Menge wieder als Lebens-und
Futtermittel in den Markt zurückfließt.
Der Rückgang der europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris auf 160 €/t per
Ende August 2015 spiegelt ungeachtet der geringeren EU-Getreideernte die gute Versorgungslage
weltweit wider. Die Preise liegen um rund 25 €/t unter dem Niveau von Anfang Juni
2015.
Das USDA erwartet für das Wirtschaftsjahr 2015/16 abermals eine Rekordernte für Sojabohnen von 320 (319) Mio. t und einen weiteren Aufbau der weltweiten Lagerbestände auf 85 (79) Mio. t. Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT fiel Ende August 2015 als Reaktion hierauf erstmals seit Oktober 2009 wieder unter die Marke von 9 US-$/Bushel* , was rund 295 €/t entsprach. Die Rapsschrotpreise sanken ebenfalls von Anfang Juni 2015 bis Ende August 2015 um rund 50 €/t auf ca. 230 €/t.
*
Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen.
Die Bioethanolproduktion von CropEnergies ist im 1. Halbjahr 2015/16 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartungsgemäß auf 422 (478) Tsd. m3 Bioethanol zurückgegangen. Der Produktionsrückgang ist vor allem auf die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton zurückzuführen, während die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon-Plage mit hoher Auslastung liefen. Mit der reduzierten Bioethanolproduktion ist auch die Erzeugung an Lebens- und Futtermitteln gesunken. Die Produktion von Neutralalkohol wurde aber ausgeweitet, nachdem zum Jahresbeginn die Anlage zur Herstellung von jährlich bis zu 60 Tsd. m3 hochwertigen Neutralalkohols in Lebensmittelqualität am Standort Zeitz in Betrieb gegangen war. Mit dieser Anlage erschließt sich CropEnergies zusätzliche attraktive Absatzmöglichkeiten in traditionellen Marktsegmenten (z. B. Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie).
| Tsd. € | 2. Quartal | 1. Halbjahr | ||
| 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | |
| Umsatzerlöse | 192.619 | 196.689 | 390.391 | 404.556 |
| EBITDA* | 34.559 | 2 | 56.777 | 13.459 |
| EBITDA-Marge in % | 17,9 % | 0,0 % | 14,5 % | 3,3 % |
| Abschreibungen* | -8.519 | -8.890 | -17.086 | -17.855 |
| Operatives Ergebnis | 26.040 | -8.888 | 39.691 | -4.396 |
| Operative Marge in % | 13,5 % | -4,5 % | 10,2 % | -1,1 % |
| Restrukturierung und Sondereinflüsse | -4.020 | 0 | -8.977 | 0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | -16 | -38 | -19 | -69 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 22.004 | -8.926 | 30.695 | -4.465 |
| Finanzergebnis | -1.381 | -1.174 | -2.625 | -2.405 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 20.623 | -10.100 | 28.070 | -6.870 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -7.556 | 147 | -10.089 | -2.450 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 13.067 | -9.953 | 17.981 | -9.320 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) | 0,15 | -0,11 | 0,21 | -0,10 |
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend
Im 2. Quartal 2015/16 hat CropEnergies das Umsatzniveau des Vorjahrs mit 192,6 (196,7)
Mio. € leicht unterschritten. Ausschlaggebend hierfür war neben den durch die temporäre
Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton reduzierten Produktions- und Absatzmengen
an Bioethanol auch ein geringeres Handelsvolumen. Diesem Rückgang standen erfreulicherweise
deutlich höhere Erlöse für Bioethanol gegenüber.
Die verbesserte Erlössituation am Bioethanolmarkt begünstigte in der Folge auch die
Ertragslage von CropEnergies. Darüber hinaus trugen niedrigere Rohstoffpreise zur
Ergebnisverbesserung bei. Schließlich werden während der Stilllegung der Produktionsanlage
in Wilton die dort anfallenden Kosten als Restrukturierungsergebnis ausgewiesen. Insgesamt
stieg das EBITDA infolge der beschriebenen Effekte deutlich auf 34,6 (0,0) Mio. €.
Folglich verzeichnete CropEnergies auch beim operativen Ergebnis eine markante Verbesserung
auf 26,0 (-8,9) Mio. €. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich eine operative Marge
von 13,5 (-4,5) %. Im Berichtszeitraum fielen Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen
als Folge der vorübergehenden Stilllegung der Anlage in Wilton in Höhe von 4,0 (0,0)
Mio. € an. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen
Unternehmen sowie Sondereinflüssen verbesserte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit
auf 22,0 (-8,9) Mio. €.
Das Finanzergebnis blieb mit -1,4 (-1,2) Mio. € nahezu unverändert, wodurch auch das
Ergebnis vor Ertragsteuern auf 20,6 (-10,1) Mio. € deutlich gesteigert werden konnte.
Nach Steuern resultierte für das 2. Quartal 2015/16 ein Jahresüberschuss von 13,1
(-10,0) Mio. €. Hieraus ermittelt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,15 (-0,11) €. Der
Berechnung liegen jeweils 87,25 Mio. Stückaktien zugrunde.
Im 1. Halbjahr 2015/16 lag der Umsatz von CropEnergies mit 390,4 (404,6) Mio. € erwartungsgemäß
unter dem Vorjahreswert. Dies ist insbesondere auf die fehlenden Produktions- und
Absatzmengen an Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln infolge der vorübergehenden
Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton zurückzuführen. Dieser Rückgang wurde
nur teilweise durch höhere Erlöse für Bioethanol ausgeglichen.
Die gestiegenen Erlöse für Bioethanol wie auch die niedrigeren Rohstoffpreise führten
zu einer deutlichen Margenverbesserung für CropEnergies. Während der temporären Stilllegung
der Anlage in Wilton ergibt sich darüber hinaus eine Verbesserung der operativen Kostenstruktur,
da die dort anfallenden Kosten im Restrukturierungsergebnis ausgewiesen werden. Somit
gelang es CropEnergies, das EBITDA deutlich auf 56,8 (13,5) Mio. € zu steigern.
Nach Berücksichtigung der Abschreibungen konnte auch beim operativen Ergebnis eine
markante Verbesserung auf 39,7 (-4,4) Mio. € erreicht werden. Bezogen auf den Umsatz
errechnet sich eine operative Marge von 10,2 (-1,1) %. Im Berichtszeitraum fielen
Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen als Folge der temporären Stilllegung der
Produktionsanlage in Wilton in Höhe von 9,0 (0,0) Mio. € an. In der Summe aus operativem
Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen
stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 30,7 (-4,5) Mio. €.
Das Finanzergebnis blieb mit -2,6 (-2,4) Mio. € nahezu konstant, infolge stieg auch
das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 28,1 (-6,9) Mio. € deutlich an. Nach Steuern ergab
sich für das 1. Halbjahr 2015/16 ein Jahresüberschuss von 18,0 (-9,3) Mio. €. Hieraus
ermittelt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,21 (-0,10) €. Der Berechnung liegen jeweils
87,25 Mio. Stückaktien zugrunde.
| Tsd. € | 1. Halbjahr | |
| 2015/16 | 2014/15 | |
| Cashflow | 40.941 | 11.122 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | 16.554 | -765 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 57.495 | 10.357 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -10.865 | -11.368 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 39 | 44 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -10.826 | -11.324 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -50.402 | -2.744 |
| Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen | -2 | 25 |
| Abnahme der flüssigen Mittel | -3.735 | -3.686 |
Als Folge des gestiegenen EBITDA erhöhte sich der Cashflow deutlich auf 40,9 (11,1)
Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2015/16 auf 57,5 (10,4) Mio. €.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit blieb mit 10,8 (11,3) Mio. € nahezu konstant
und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten insbesondere
der Verbreiterung des Produktportfolios und der Verbesserung der Produktionsanlagen.
Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6,0 Mio. € standen Tilgungen
von 56,4 Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
in Höhe von 50,4 (2,7) Mio. €.
| Tsd. € | 31.08.2015 | 31.08.2014 | Veränd. | 28.02.2015 |
| Aktiva | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 481.176 | 499.369 | -18.193 | 493.362 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 126.582 | 157.755 | -31.173 | 150.552 |
| Bilanzsumme | 607.758 | 657.124 | -49.366 | 643.914 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 346.133 | 375.095 | -28.962 | 331.660 |
| Langfristige Schulden | 120.465 | 145.592 | -25.127 | 157.863 |
| Kurzfristige Schulden | 141.160 | 136.437 | 4.723 | 154.391 |
| Bilanzsumme | 607.758 | 657.124 | -49.366 | 643.914 |
| Nettofinanzschulden | 103.481 | 144.341 | -40.860 | 150.148 |
| Eigenkapitalquote | 57,0 % | 57,1 % | 51,5 % |
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich per 31. August 2015 um 18,2 Mio.
€ auf 481,2 Mio. €. Dabei wurden insbesondere die aktiven latenten Steuern um 16,9
Mio. € auf 7,4 Mio. € reduziert. Das Anlagevermögen verringerte sich infolge planmäßiger
Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Investitionen um 1,6 Mio. € auf 472,0
Mio. €. Darin sind Geschäfts-bzw. Firmenwerte in unveränderter Höhe von 5,6 Mio. €
enthalten. Des Weiteren stieg der Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen um
0,3 Mio. € auf 1,7 Mio. €.
Gegenüber dem Vorjahresstichtag verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte
um 31,2 Mio. € auf 126,6 Mio. €. Insbesondere der Bestand an Vorräten wurde um 22,5
Mio. € auf 39,6 Mio. € abgebaut. Ferner nahmen die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Vermögenswerte um 10,1 Mio. € auf 75,1 Mio. € ab. Hierin sind
auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,1
(0,2) Mio. € enthalten. Die Steuererstattungsansprüche erhöhten sich um 5,6 Mio. €
auf 5,9 Mio. € und der Bestand an flüssigen Mitteln nahm um 4,2 Mio. € auf 6,0 Mio.
€ ab.
Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 25,1 Mio. € auf 120,5 Mio. €. Dabei
wurden langfristige Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 37,9 Mio. € auf 66,0
Mio. € abgebaut. Die sonstigen Rückstellungen stiegen insbesondere infolge der temporären
Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton um 13,7 Mio. € auf 15,8 Mio. € an. Des
Weiteren verringerten sich die passiven latenten Steuern um 2,5 Mio. € auf 21,7 Mio.
€ und die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 1,9
Mio. € auf 16,5 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen um 0,3 Mio. € auf 0,4
Mio. € ab.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 4,7 Mio. € auf 141,2 Mio. €. Die kurzfristigen
Steuerverbindlichkeiten erhöhten sich um 7,6 Mio. € auf 11,6 Mio. €. Die übrigen kurzfristigen
Rückstellungen stiegen aufgrund der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in
Wilton um 9,5 Mio. € auf 14,2 Mio. € an. Dagegen nahmen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
um 7,1 Mio. € auf 43,4 Mio. € ab. Des Weiteren verringerten sich die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten um 5,3 Mio. € auf 72,0
Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
in Höhe von 7,5 (6,2) Mio. € enthalten.
In Summe konnten die Nettofinanzschulden deutlich auf 103,5 (144,3) Mio. € reduziert
werden. Von den Finanzschulden sind 66,0 Mio. € langfristig und 43,4 Mio. € kurzfristig
fällig. Ihnen stehen flüssige Mittel in Höhe von 6,0 Mio. € gegenüber.
Das Eigenkapital verringerte sich auf 346,1 (375,1) Mio. €. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von 57,0 (57,1) %.
Seit dem 31. August 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist.
CropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen
Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet,
eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des
Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten,
Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und Chancen
des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2014/15 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht"
auf den Seiten 62 bis 70 ausführlich dargestellt. Die dortigen Angaben sind weiterhin
aktuell.
Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahrs 2015/16 haben sich die Kassapreise für Bioethanol
auf einem über Vorjahr liegenden Niveau stabilisiert. Inwiefern dies nachhaltig ist,
bleibt angesichts niedrigerer Terminpreise ungewiss. Daher ist weiterhin von einer
großen Schwankungsbreite auszugehen.
Aufgrund der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton wird die Erzeugung von Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2015/16 zurückgehen. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon-Plage werden mit hoher Auslastung betrieben. Einschließlich des Handelsgeschäfts soll dies ein Absatzvolumen an Bioethanol von rund 1 Mio. m3 sicherstellen. Nunmehr erwartet CropEnergies einen Umsatz von 700 bis 750 Mio. €.
Darüber hinaus hebt CropEnergies, wie bereits am 22. September 2015 gemeldet, die
Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015/16 deutlich an und geht davon aus, ein
um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA von 85 bis 105 Mio. € erwirtschaften zu können.
Nach Abschreibungen wird mit einem operativen Ergebnis (vor Restrukturierung und Sondereinflüssen)
in einer Bandbreite von 50 bis 70 Mio. € gerechnet. Daneben ist infolge der temporären
Stilllegung der Anlage in Wilton mit einem Sonderaufwand von bis zu 20 Mio. € zu rechnen.
Die EU-Beschlüsse zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auch im Transportsektor
sollten mittelfristig für weiteres Marktwachstum sorgen. Insbesondere sollte die Anhebung
der Beimischungsquoten zur Einführung von E10 in weiteren Mitgliedsstaaten führen.
Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist CropEnergies als einer der führenden
Hersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität seiner Anlagen gut
gerüstet.
| Tsd. € | 2. Quartal | 1. Halbjahr | ||
| 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 |
2014/15 | |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||
| Umsatzerlöse | 192.619 | 196.689 | 390.391 | 404.556 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen |
-4.510 | -10.443 | -17.206 | -4.415 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 896 | 3.071 | 2.899 | 3.843 |
| Materialaufwand | -132.254 | -166.259 | -275.892 | -342.172 |
| Personalaufwand | -10.954 | -7.666 | -20.457 | -16.385 |
| Abschreibungen | -9.499 | -8.890 | -19.051 | -17.855 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.278 | -15.390 | -29.970 | -31.968 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen |
-16 | -38 | -19 | -69 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 22.004 | -8.926 | 30.695 | -4.465 |
| Finanzerträge | 35 | 289 | 331 | 481 |
| Finanzaufwendungen | -1.416 | -1.463 | -2.956 | -2.886 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 20.623 | -10.100 | 28.070 | -6.870 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-7.556 | 147 | -10.089 | -2.450 |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 13.067 | -9.953 | 17.981 | -9.320 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) |
0,15 | -0,11 | 0,21 | -0,10 |
| Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
||||
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 13.067 | -9.953 | 17.981 | -9.320 |
| Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* | -1.804 | -4.876 | -5.194 | -2.083 |
| Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen | -67 | 1.260 | 79 | 2.264 |
| Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
-1.871 | -3.616 | -5.115 | 181 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
1.607 | -1.193 | 1.607 | -2.385 |
| Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
1.607 | -1.193 | 1.607 | -2.385 |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
-264 | -4.809 | -3.508 | -2.204 |
| Gesamtergebnis | 12.803 | -14.762 | 14.473 | -11.524 |
| Tsd. € | 1. Halbjahr | |
| 2015/16 | 2014/15 | |
| Jahresüberschuss / -fehlbetrag | 17.981 | -9.320 |
| Abschreibungen auf langfristiges Vermögen | 19.051 | 17.855 |
| Übrige Posten | 3.909 | 2.587 |
| Cashflow | 40.941 | 11.122 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | 16.554 | -765 |
| I. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 57.495 | 10.357 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -10.865 | -11.368 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 39 | 44 |
| II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -10.826 | -11.324 |
| Dividendenausschüttung | 0 | -8.725 |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 6.000 | 32.696 |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -56.402 | -26.715 |
| III. Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -50.402 | -2.744 |
| Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. und III.) | -3.733 | -3.711 |
| Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen | -2 | 25 |
| Abnahme der flüssigen Mittel | -3.735 | -3.686 |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 9.718 | 13.870 |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 5.983 | 10.184 |
| Tsd. € | 1. Halbjahr | |
| 2015/16 | 2014/15 | |
| Zinsauszahlungen | 2.184 | 2.632 |
| Steuerzahlungen | 4.954 | 4.702 |
| Tsd. € | 31.08.2015 | 31.08.2014 | Veränd. | 28.02.2015 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 10.072 | 10.626 | -554 | 10.672 |
| Sachanlagen | 461.927 | 462.967 | -1.040 | 470.155 |
| Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen | 1.709 | 1.369 | 340 | 1.728 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 46 | 45 | 1 | 46 |
| Aktive latente Steuern | 7.422 | 24.362 | -16.940 | 10.761 |
| Langfristige Vermögenswerte | 481.176 | 499.369 | -18.193 | 493.362 |
| Vorräte | 39.554 | 62.021 | -22.467 | 63.631 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte | 75.093 | 85.242 | -10.149 | 74.023 |
| Steuererstattungsansprüche | 5.952 | 308 | 5.644 | 3.180 |
| Flüssige Mittel | 5.983 | 10.184 | -4.201 | 9.718 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 126.582 | 157.755 | -31.173 | 150.552 |
| Bilanzsumme | 607.758 | 657.124 | -49.366 | 643.914 |
| 31.08.2015 | 31.08.2014 | Veränd. | 28.02.2015 | |
| Gezeichnetes Kapital | 87.250 | 87.250 | 0 | 87.250 |
| Kapitalrücklage | 197.847 | 222.764 | -24.917 | 222.764 |
| Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten | 61.036 | 65.081 | -4.045 | 21.646 |
| Eigenkapital | 346.133 | 375.095 | -28.962 | 331.660 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16.462 | 14.540 | 1.922 | 16.291 |
| Übrige Rückstellungen | 15.817 | 2.139 | 13.678 | 19.310 |
| Finanzverbindlichkeiten | 66.046 | 103.960 | -37.914 | 99.064 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 428 | 756 | -328 | 704 |
| Passive latente Steuern | 21.712 | 24.197 | -2.485 | 22.494 |
| Langfristige Schulden | 120.465 | 145.592 | -25.127 | 157.863 |
| Übrige Rückstellungen | 14.219 | 4.666 | 9.553 | 18.558 |
| Finanzverbindlichkeiten | 43.418 | 50.565 | -7.147 | 60.802 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 71.973 | 77.292 | -5.319 | 73.858 |
| Steuerschulden | 11.550 | 3.914 | 7.636 | 1.173 |
| Kurzfristige Schulden | 141.160 | 136.437 | 4.723 | 154.391 |
| Bilanzsumme | 607.758 | 657.124 | -49.366 | 643.914 |
| Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten | ||||||
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Cashflow Hedges |
Kumulierte Währungs- differenzen |
Summe |
| Stand 1. März 2014 | 87.250 | 222.764 | 85.510 | -2.158 | 1.978 | 85.330 |
| Jahresfehlbetrag | -9.320 | -9.320 | ||||
| Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
-2.083 | |||||
| Währungsveränderungen | 2.264 | |||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
-2.385 | |||||
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
-2.385 | -2.083 | 2.264 | -2.204 | ||
| Gesamtergebnis | -11.705 | -2.083 | 2.264 | -11.524 | ||
| Dividendenausschüttung | -8.725 | -8.725 | ||||
| Stand 31. August 2014 | 87.250 | 222.764 | 65.080 | -4.241 | 4.242 | 65.081 |
| Stand 1. März 2015 | 87.250 | 222.764 | 15.921 | 16 | 5.709 | 21.646 |
| Jahresüberschuss | 17.981 | 17.981 | ||||
| Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
-5.194 | |||||
| Währungsveränderungen | 79 | |||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
1.607 | |||||
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
1.607 | -5.194 | 79 | -3.508 | ||
| Gesamtergebnis | 19.588 | -5.194 | 79 | 14.473 | ||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | ||||
| Sonstige Veränderungen | -24.917 | 24.917 | 0 | 0 | 24.917 | |
| Stand 31. August 2015 | 87.250 | 197.847 | 60.426 | -5.178 | 5.788 | 61.036 |
| Tsd. € | Gesamtes Konzerneigenkapital |
| Stand 1. März 2014 | 395.344 |
| Jahresfehlbetrag | -9.320 |
| Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* | |
| Währungsveränderungen | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* | |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -2.204 |
| Gesamtergebnis | -11.524 |
| Dividendenausschüttung | -8.725 |
| Stand 31. August 2014 | 375.095 |
| Stand 1. März 2015 | 331.660 |
| Jahresüberschuss | 17.981 |
| Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* | |
| Währungsveränderungen | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* | |
| Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | -3.508 |
| Gesamtergebnis | 14.473 |
| Dividendenausschüttung | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 |
| Stand 31. August 2015 | 346.133 |
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern
Der Zwischenabschluss der CropEnergies-Gruppe zum 31. August 2015 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch
das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.
In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der
CropEnergies AG zum 31. August 2015 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss
zum 31. August 2015 unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der CropEnergies
AG hat diesen Zwischenabschluss am 28. September 2015 aufgestellt.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2014/15 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 80 bis 89 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden.
Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 31. August 2015 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 2,50 % zugrunde gelegt;
zum 28. Februar 2015 bzw. 31. August 2014 basierte die Abzinsung auf 2,05 % bzw. 2,50
%.
Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal voll berücksichtigt.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der
Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2015 angewandt. Deren Erläuterungen
im Anhang des Geschäftsberichts 2014/15 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 92 bis 99 gelten daher entsprechend. Die Anzahl der Mitarbeiter ist
als Vollzeitäquivalent zum Stichtag angegeben.
In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr
beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung
einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung
der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
| ― |
CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz |
| ― |
CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim |
| ― |
BioWanze SA, Brüssel (Belgien) |
| ― |
Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich) |
| ― |
Compagnie Financière de l'Artois SA, Paris (Frankreich) |
| ― |
Ensus Ltd., Yarm (Großbritannien) |
| ― |
Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien) |
| ― |
Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile) |
| ― |
CropEnergies Inc., Houston (USA) |
Die Joint Venture-Gesellschaft CT Biocarbonic GmbH, Zeitz, an der CropEnergies 50
% der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht, wird at Equity
in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic
GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein.
| Tsd. € | 1. Halbjahr | |
| 2015/16 | 2014/15 | |
| Umsatzerlöse | 390.391 | 404.556 |
| EBITDA* | 56.777 | 13.459 |
| EBITDA-Marge in % | 14,5 % | 3,3 % |
| Abschreibungen* | -17.086 | -17.855 |
| Operatives Ergebnis | 39.691 | -4.396 |
| Operative Marge in % | 10,2 % | -1,1 % |
| Restrukturierung und Sondereinflüsse | -8.977 | 0 |
| Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen | -19 | -69 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | 30.695 | -4.465 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 10.865 | 11.368 |
| Mitarbeiter | 411 | 434 |
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend
Das EBITDA verbesserte sich deutlich auf 56,8 (13,5) Mio. €. Nach Berücksichtigung
der Abschreibungen konnte auch beim operativen Ergebnis eine markante Verbesserung
auf 39,7 (-4,4) Mio. € erreicht werden. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich eine
operative Marge von 10,2 (-1,1) %. Im Berichtszeitraum fielen Restrukturierungs- bzw.
Sonderaufwendungen als Folge der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton
in Höhe von 9,0 (0,0) Mio. € an. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis
aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der
Betriebstätigkeit auf 30,7 (-4,5) Mio. €.
Von den Investitionen entfielen 10,8 (11,3) Mio. € auf Sachanlagen. Davon wurden 5,6
Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH und 4,9 Mio. € bei der BioWanze SA investiert.
Die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten
sechs Monate des Geschäftsjahrs 2015/16 bei 411 (434). Von den 411 Mitarbeitern waren
42 bei der CropEnergies AG, 116 bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 125 bei der
BioWanze SA, 46 bei der Ryssen Alcools SAS, 75 bei der Ensus UK Ltd. und 7 bei der
Ryssen Chile SpA beschäftigt.
Der Jahresüberschuss im 1. Halbjahr 2015/16 in Höhe von 18,0 Mio. € entfällt auf die
Aktionäre der CropEnergies AG. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegen
87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich für das 1. Halbjahr 2015/16
ein Ergebnis je Aktie von 0,21 (-0,10) €; eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie
lag nicht vor.
| Tsd. € | 31. August | |
| 2015 | 2014 | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 14.426 | 18.320 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.048 | 4.380 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 22.080 | 39.321 |
| 39.554 | 62.021 | |
Die Vorräte haben sich insbesondere mengenbedingt um 22,5 Mio. € auf 39,6 Mio. € reduziert.
| Tsd. € | 31. August | |
| 2015 | 2014 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 42.975 | 52.920 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 10.048 | 10.221 |
| Sonstige Vermögenswerte | 22.070 | 22.101 |
| 75.093 | 85.242 | |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen verringerten sich um 10,1 Mio. € auf 53,0 Mio. €.
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 22,1 (22,1) Mio. € enthalten insbesondere
nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Anzahlungen in Höhe von
11,0 (7,7) Mio. € und Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 8,5 (5,7) Mio. € sowie
finanzielle Vermögenswerte in Form positiver Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente
in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. € und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 1,4
(1,7) Mio. €.
Das Eigenkapital verringerte sich auf 346,1 (375,1) Mio. €. Die Gewinnrücklagen und
sonstige Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral
erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. In der Position
Cashflow Hedges sind -unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen
der Weizen- und Währungsderivate einschließlich der Abgrenzungen in Höhe von -5,2
(-2,1) Mio. € ausgewiesen.
| Tsd. € | 31. August | |
| 2015 | 2014 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33.457 | 36.074 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 18.173 | 17.610 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 20.343 | 23.608 |
| 71.973 | 77.292 | |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen verringerten sich um 2,1 Mio. € auf 51,6 Mio. €.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 20,3 (23,6) Mio. € enthalten insbesondere
finanzielle Verbindlichkeiten in Form von negativen Marktwerten der derivativen Sicherungsinstrumente
in Höhe von 7,5 (6,2) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten aus sonstigen
Steuern in Höhe von 7,1 (7,2) Mio. € und Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen
in Höhe von 4,8 (4,1) Mio. €.
| Tsd. € | 31. August | |
| 2015 | 2014 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.875 | 15.389 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 104.500 | 139.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 89 | 136 |
| Finanzverbindlichkeiten | 109.464 | 154.525 |
| Flüssige Mittel | -5.983 | -10.184 |
| Nettofinanzschulden | 103.481 | 144.341 |
Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2015 verringerten sich auf 103,5 (144,3) Mio.
€. Hierin sind langfristige Finanzschulden in Höhe von 66,0 (104,0) Mio. € enthalten.
Sämtliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind kurzfristig. Von
den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe
weisen dagegen 66,0 (99,0) Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert ermittelten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie)
gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind:
Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren
notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Bewertungslevel 2
liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren
direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Bei Derivaten
des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in
welchem mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist.
CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3.
| Tsd. € | Fair-Value-Hierarchie | |||||
| 31. August 2015 | Bewertungslevel 1 | Bewertungslevel 2 | Bewertungslevel 3 | 31. August 2014 | Bewertungslevel 1 | |
| Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate | 51 | 0 | 51 | 0 | 141 | 0 |
| Positive Marktwerte - Derivate im Handelsbestand | 0 | 0 | 0 | 0 | 57 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 51 | 0 | 51 | 0 | 198 | 0 |
| Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge- Derivate | 6.830 | 6.830 | 0 | 0 | 5.839 | 5.706 |
| Negative Marktwerte - Derivate im Handelsbestand | 652 | 501 | 151 | 0 | 397 | 296 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 7.482 | 7.331 | 151 | 0 | 6.236 | 6.002 |
| Tsd. € | Fair-Value-Hierarchie | |
| Bewertungslevel 2 | Bewertungslevel 3 | |
| Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate | 141 | 0 |
| Positive Marktwerte - Derivate im Handelsbestand | 57 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 198 | 0 |
| Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge- Derivate | 133 | 0 |
| Negative Marktwerte - Derivate im Handelsbestand | 101 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 234 | 0 |
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen
Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung
der zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Zinskurve ermittelt. Die beizulegenden
Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich per 31. August
2015 auf 4,9 (15,7) Mio. € bei Buchwerten in Höhe von 4,9 (15,4) Mio. € und die beizulegenden
Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich per
31. August 2015 auf 104,8 (139,0) Mio. € bei Buchwerten in Höhe von 104,5 (139,0)
Mio. €.
Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden
Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige
sonstige Verbindlichkeiten.
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2014/15 unter Ziffer (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 124 bis 128.
"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und
Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften
(Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen.
Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-VerwertungsGenossenschaft eG
(SZVG), Ochsenfurt, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr
treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine
Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet.
Die Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten im 1. Halbjahr 2015/16 Lieferungen
von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 23,8 (15,6)
Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 1,6 (1,8) Mio. € sowie Forschungs-und
Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,9 (1,1) Mio. € erbracht.
Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen
0,6 (0,5) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe
ein negativer Zinssaldo in Höhe von 2,0 (2,3) Mio. €.
Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 31. August 2015
gegenüber der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € und Verbindlichkeiten
in Höhe von 7,8 (6,4) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker
AG beliefen sich auf 54,5 (40,0) Mio. €.
Die Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten im 1.
Halbjahr 2015/16 Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert
von 35,0 (38,7) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 0,5 (0,5) Mio.
€ erbracht.
Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker
AG für Warenlieferungen 32,7 (30,1) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe
Leistungserlöse in Höhe von 1,1 (1,0) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in
Höhe von 0,7 (0,5) Mio. €.
Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 31. August 2015
gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 9,9
(10,0) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 10,4 (11,2) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten
gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 50,0 (99,0)
Mio. €.
Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden
zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen
sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden im 1. Halbjahr 2015/16 Dienstleistungen
und Lieferungen in Höhe von 0,7 (0,6) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht.
Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) wurden im 1.
Halbjahr 2015/16 keinerlei Geschäftsvorfälle abgewickelt.
Herr Dr. Guderjahn hatte sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 30. April 2015 niedergelegt.
Es war daher ein Aufsichtsratsmitglied für die restliche Zeit der laufenden Amtsperiode
des derzeitigen Aufsichtsrats neu zu wählen. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats -gestützt
auf die Empfehlung des Nominierungsausschusses -wählte die ordentliche Hauptversammlung
am 14. Juli 2015 Herrn Dr. Wolfgang Heer, Ludwigshafen/Rhein, Dipl.-Wirtschaftsingenieur
und Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG. Die Wahl erfolgte mit Wirkung ab dem Zeitpunkt
der Beendigung der Hauptversammlung am 14. Juli 2015 für die restliche Zeit der laufenden
Amtsperiode des derzeitigen Aufsichtsrats, d. h. bis zur Beendigung der Hauptversammlung,
die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließen wird. Für die Zeit
bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 14. Juli 2015 war eine gerichtliche Bestellung
von Herrn Dr. Heer zum Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft erfolgt.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben werden.
Mannheim, den 28. September 2015
CropEnergies AG
Der Vorstand
| Joachim Lutz | Michael Friedmann | Dr. Stephan Meeder |
| (Sprecher des Vorstands) |
| Bericht 1.- 3. Quartal 2015/16 | 12. Januar 2016 |
| Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2015/16 | 18. Mai 2016 |
| Bericht 1. Quartal 2016/17 | 6. Juli 2016 |
| Hauptversammlung 2016 | 12. Juli 2016 |
| Bericht 1. Halbjahr 2016/17 | 12. Oktober 2016 |