![]() CropEnergies AGMannheimZwischenbericht zum 30. November 2015Geschäftsjahr 2015/161. - 3. Quartal1. März bis 30. November 2015Mannheim, 12. Januar 2016KontaktCropEnergies AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Investor Relations Heike Baumbach Tel.: +49 (621) 714190-30 Fax: +49 (621) 714190-03 ir@cropenergies.de Öffentlichkeitsarbeit / Marketing Nadine Dejung Tel.: +49 (621) 714190-65 Fax: +49 (621) 714190-05 presse@cropenergies.de http://www.cropenergies.com Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbarer Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren,
sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken
gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2014/15 auf den Seiten 62
bis 70. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen den entsprechenden
Vorjahreszeitraum bzw. -punkt. Das Geschäftsjahr der CropEnergies AG weicht vom Kalenderjahr ab. Daher sind die genannten
Zeiträume wie folgt definiert:
Die ersten drei Quartale 2015/16 im Überblick
Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 angehoben*
ZwischenlageberichtWirtschaftliches UmfeldRechtliche Rahmenbedingungen in der EUDie "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" der EU definiert unverändert die rechtlichen
Grundlagen für das verbindliche Ziel von 10 % erneuerbarer Energien im Transportsektor
im Jahr 2020. Wesentliche Voraussetzung für den Marktzugang von Biokraftstoffen in
der EU ist die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien, die z. B. Mindestanforderungen
für eine nachhaltige Biomasseerzeugung und -verarbeitung setzen. Hierzu zählen eine
im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen erzielte Treibhausgaseinsparung von mindestens
35 Gew.-% (ab 2018: mindestens 50 Gew.-%) und eine lückenlose Dokumentation der Herkunft
der verarbeiteten Biomasse. Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt zudem vor, dass
bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase
eingespart werden müssen. *
Vgl. Ad-hoc-Meldung vom 19. November 2015. Novellierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"Mit der am 15. September 2015 veröffentlichten sogenannten "iLUC-Richtlinie" haben
das Europäische Parlament und der Rat konkretisiert, wie die Ziele der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie"
und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" erreicht werden sollen. Die Mitgliedsstaaten
müssen diese Richtlinie binnen zwei Jahren umsetzen. Die Neuregelung sieht vor, dass
7 % der vorgegebenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor aus konventionellen
Biokraftstoffen stammen können. Die restlichen 3 % sollen zum einen durch die Doppelanrechnung
von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen erreicht werden. Diese werden teilweise
mit einer Unterquote von mindestens 0,5 % zusätzlich gefördert. Außerdem wird die
im Schienen- und Straßenverkehr genutzte Elektrizität mehrfach angerechnet. Da das Ausmaß von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC)
umstritten ist und derzeit nur modelltheoretisch abgeschätzt werden kann, sollen die
Mitgliedsstaaten zukünftig zwar über diese vermuteten indirekten Effekte berichten,
jedoch werden diese den einzelnen Biokraftstoffen weiterhin nicht direkt zugerechnet.
Bedauerlich ist, dass die "iLUC-Richtlinie" eine fiktive Doppelanrechnung von Biokraftstoffen
aus sogenannten Abfällen und Reststoffen ermöglicht. Dies reduziert die Menge an erneuerbaren
Kraftstoffen und schafft damit einen starken Anreiz zum Mehrverbrauch fossiler Kraftstoffe.
Gleiches ergibt sich durch eine Mehrfachanrechnung von Elektrizität im Transportsektor. Gemeinsam mit den Bioethanolverbänden auf nationaler und europäischer Ebene setzt
sich CropEnergies für eine rasche und sachgerechte Umsetzung der Neuregelung ein.
Darüber hinaus wird sich CropEnergies bei der Diskussion über ein Klima- und Energiepaket
2030 für die Fortsetzung der Förderung von nachhaltig hergestellten Biokraftstoffen
einsetzen. Deutschland: Senkung der Treibhausgasemissionen von KraftstoffenIn Deutschland wurde zum 1. Januar 2015 die zuvor geltende Biokraftstoffquote durch
ein Treibhausgasminderungsziel ersetzt. Demnach sollen im gesamten Kraftstoffbereich
3,5 Gew.-% der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Ab 2017 soll dieses Einsparungsziel
auf 4,0 Gew.-% und ab 2020 auf 6,0 Gew.-% steigen. Die bisherigen Verbrauchsdaten für 2015 zeigen, dass die Treibhausgaseinsparungen
von Biokraftstoffen, im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen, mit durchschnittlich mehr
als 60 % höher ausfielen als zunächst angenommen. Dies kam jedoch nicht der Umwelt
zugute, da die Mineralölindustrie die tatsächliche Biokraftstoffbeimischung entsprechend
reduzierte und wieder mehr fossile Kraftstoffe in den Verkehr brachte. Damit wird
das Ziel untergraben, die Treibhausgasemissionen im Transportsektor zu senken. Die
deutsche Biokraftstoffindustrie fordert daher, die vorgesehene Anhebung des Treibhausgasminderungsziels
von 4 Gew.-% nicht erst ab 2017, sondern schon zu einem früheren Zeitpunkt durchzuführen.
Darüber hinaus sollte das Einsparziel in den Folgejahren schrittweise angehoben werden.
Dies würde einen kontinuierlichen Anreiz zum Ersatz fossiler Kraftstoffe setzen und
sicherstellen, dass das ab 2020 geltende Treibhausgasminderungsziel von 6 Gew.-% auch
tatsächlich erreicht wird. Weiterer Anstieg der EthanolpreiseMarktbeobachter gehen davon aus, dass die weltweite Bioethanolproduktion im Jahr 2015 auf 115,1 Mio. m3 (+2,7 %) ansteigen wird. Dies resultiert aus der um 3,1 % auf 97,1 Mio. m3 gewachsenen Produktion von Kraftstoffethanol. Im Jahr 2016 soll die weltweite Bioethanolproduktion mit 114,2 Mio. m3 nahezu konstant bleiben. Hiervon sollen auf die Produktion von Kraftstoffethanol 96,7 Mio. m3 entfallen. In den USA wird für 2015 mit einer Bioethanolproduktion von 57,3 Mio. m3 (+2,8 %) und einem deutlichen Anstieg der Nettoexporte von Bioethanol auf 3,3 Mio. m3 (+19,3 %) gerechnet. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) blieb auf niedrigem Niveau bei rund 1,50 US-$/Gallone. Aufgrund der Abwertung des Euros lag der Ethanolpreis Ende November 2015 mit umgerechnet 370 €/m3 über dem Wert von 340 €/m3 von Anfang September 2015. Zu dem niedrigen Preisniveau trug auch der weiterhin niedrige Ölpreis bei, der im Berichtszeitraum bei durchschnittlich rund 45 US-$/Barrel für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag. Internationale Bioethanolpreise (€/m3 )![]() In Brasilien soll im Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 die Bioethanolproduktion um 2,4 % auf 29,7 Mio. m3 steigen. Angesichts eines deutlichen Anstiegs der Inlandsnachfrage auf 29,3 Mio. m3 (+9,2 %) wird mit einer weitgehend ausgeglichenen Versorgungsbilanz gerechnet. Mit umgerechnet rund 500 €/m3 Ende November 2015 lagen die brasilianischen Ethanolpreise deutlich über dem Niveau von rund 330 €/m3 Anfang September 2015. Hierzu hat neben der unverändert hohen Inlandsnachfrage beigetragen, dass die Zuckerrohrernte zuletzt aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse unter den Erwartungen blieb. Nachdem die Ethanolpreise in Europa bereits im 1. Halbjahr 2015/16 gestiegen waren, setzten sie auch im Berichtszeitraum ihren Aufwärtstrend fort. Anfang September 2015 lagen die Preise noch bei rund 570 €/m3 FOB Rotterdam und stiegen bis Ende November 2015 auf über 640 €/m3 . Diese Entwicklung ist auf eine weiterhin knappe Versorgungslage insbesondere am europäischen Haupthandelsplatz für Bioethanol in Rotterdam zurückzuführen. Angesichts eines tendenziell rückläufigen Verbrauchs von Ottokraftstoffen und ohne Impulse durch höhere Beimischungsvorgaben wird für 2015 mit einem weiteren Rückgang des EU-Kraftstoffethanolverbrauchs um 2,9 % auf 5,2 (5,3) Mio. m3 gerechnet. Die Produktion von Kraftstoffethanol soll sich um 3,4 % auf 5,1 (5,3) Mio. m3 reduzieren. Für 2016 erwarten Marktbeobachter angesichts einer leicht sinkenden Nachfrage erstmals einen geringen Produktionsüberschuss von Kraftstoffethanol. Das vorhandene Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Senkung von Treibhausgasemissionen wird damit weiter nicht ausgeschöpft. Eine zeitnahe E10-Einführung in weiteren EU-Mitgliedsstaaten würde die Dekarbonisierung im Transportsektor beschleunigen und dessen Klimabilanz deutlich verbessern. In Deutschland soll der Kraftstoffethanolverbrauch im Jahr 2015 um 4,0 % auf 1,5 Mio. m3 sinken. Vorläufigen Verbrauchsdaten zufolge ist der Kraftstoffethanolabsatz in Deutschland von Januar bis September 2015 um 3,7 % auf rund 1,1 Mio. m3 zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum fiel der Absatz von Ottokraftstoffen um 1,5 % auf 13,6 Mio. t. Der Absatz von E10 am Ottokraftstoffmarkt reduzierte sich auf 1,9 (2,1) Mio. t, was einem Marktanteil von 13,7 (15,4) % entspricht. Stabile Getreide- und ÖlsaatenpreiseDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 11. Dezember
2015 von einer Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2015/16 von 2.003 Mio. t (-1,0 %)
aus. Sie liegt damit nur leicht unter der letztjährigen Rekordernte. Bei einem erwarteten
Getreideverbrauch von 1.983 Mio. t (+0,6 %) wird mit einem weiteren Anstieg der Lagerbestände
auf 475 (455) Mio. t gerechnet. Die EU-Kommission erwartet im Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 einen Rückgang der EU-Getreideernte
um rund 6,3 %. Mit 309 Mio. t soll jedoch weiterhin überdurchschnittlich viel Getreide
geerntet und der erwartete Verbrauch von 284 Mio. t einmal mehr deutlich übertroffen
werden. Der größte Teil des Getreideverbrauchs entfällt mit über 60 % auf die Tierfütterung.
Mit einem Nettoexport von 25 (36) Mio. t Getreide trägt die EU unverändert in hohem
Maße zur Versorgung des Weltmarkts bei. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich
nur 11 Mio. t verwendet, wobei rund ein Drittel dieser Menge wieder als Lebens- und
Futtermittel in den Markt zurückfließt. Die europäischen Weizenpreise an der Euronext
in Paris lagen bis Ende November 2015 bei rund 180 €/t. Internationale Agrarpreise (€/t)![]() Für Sojabohnen erwartet das USDA für das Wirtschaftsjahr 2015/16 abermals eine Rekordernte
von 320 (319) Mio. t und einen weiteren Aufbau der weltweiten Lagerbestände auf 83
(78) Mio. t. Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT bewegte sich von September
bis November 2015 überwiegend seitwärts und lag dabei weitgehend unter der Marke von
9 US-$/Bushel*. Umgerechnet in Euro stieg der Preis jedoch aufgrund der Wechselkursentwicklung
von 290 auf 305 €/t. Die Rapsschrotpreise sanken hingegen von 230 €/t Anfang September
2015 auf rund 200 €/t Ende November 2015. *
Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen. GeschäftsverlaufRückgang der Produktion von Bioethanol sowie Lebens- und FuttermittelnDie Bioethanolproduktion von CropEnergies sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2015/16 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erwartungsgemäß und erreichte 618 (777) Tsd. m3 Bioethanol. Der Produktionsrückgang war vor allem auf die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton zurückzuführen. Mit der reduzierten Bioethanolproduktion verringerte sich auch die Erzeugung an Lebens- und Futtermitteln. Die Produktion von Neutralalkohol wurde weiter ausgeweitet, nachdem zum Jahresbeginn die Anlage zur Herstellung von jährlich bis zu 60 Tsd. m3 hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität am Standort Zeitz in Betrieb genommen worden war. Mit dieser Anlage erschließt sich CropEnergies zusätzliche attraktive Absatzmöglichkeiten in traditionellen Marktsegmenten (z. B. Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie). Umsatz und Jahresüberschuss
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend Geschäftsverlauf: 3. QuartalErwartungsgemäß ging insbesondere infolge der temporären Stilllegung der Produktionsanlage
in Wilton der Umsatz auf 167,6 (221,8) Mio. € zurück. Den geringeren Produktions-
und Absatzmengen an Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln und dem geringeren
Handelsvolumen standen dabei deutlich höhere Erlöse für Bioethanol gegenüber. Die erfreuliche Erlössituation auf den Bioethanolmärkten schlug sich auch in den Ertragszahlen
von CropEnergies nieder. In Verbindung mit leicht verbesserten Rohstoffpreisen konnte
die spezifische Rohmarge deutlich ausgeweitet werden. Während des Stillstands der
Produktionsanlage in Wilton werden die dort anfallenden Kosten als Restrukturierungsergebnis
ausgewiesen. Insgesamt stieg das EBITDA somit trotz des beschriebenen Mengenrückgangs
deutlich auf 32,2 (7,3) Mio. €. In der Folge erzielte CropEnergies auch beim operativen Ergebnis eine spürbare Verbesserung
auf 23,7 (-1,7) Mio. €. Die operative Marge erhöhte sich auf 14,2 (-0,8) %. Im Berichtszeitraum
fielen infolge der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton Restrukturierungs-
bzw. Sonderaufwendungen in Höhe von 4,0 (0,0) Mio. € an. In der Summe aus operativem
Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen
stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 19,8 (-1,3) Mio. €. Begünstigt durch erheblich geringere Nettofinanzschulden verbesserte sich das Finanzergebnis
auf -0,6 (-1,4) Mio. €. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg auf 19,2 (-2,7) Mio.
€. Nach Steuern resultiert für das 3. Quartal 2015/16 ein Jahresüberschuss von 11,8
(-3,4) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie
von 0,13 (-0,04) €. Geschäftsverlauf: 1. - 3. QuartalWie prognostiziert blieb der Umsatz von CropEnergies mit 558,0 (626,4) Mio. € im Wesentlichen
aufgrund der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton hinter dem Vorjahreswert
zurück. Den geringeren Produktions- und Absatzmengen standen deutlich höhere Erlöse
für Bioethanol gegenüber. In Verbindung mit niedrigeren Rohstoffpreisen und nahezu konstanten Erlösen für die
erzeugten Lebens- und Futtermittel sanken die Nettorohstoffkosten deutlich. In Kombination
mit der vorteilhaften Entwicklung der Erlöse für Bioethanol verbesserte sich die Ertragskraft
erheblich. Durch den Ausweis der Kosten der temporär stillgelegten Produktionsanlage
in Wilton als Restrukturierungsergebnis zeigt sich zudem eine Verbesserung der operativen
Kostenstruktur. Somit gelang es CropEnergies, das EBITDA deutlich auf 89,0 (20,8)
Mio. € zu steigern. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen wurde ein operatives Ergebnis von 63,4 (-6,1)
Mio. € und somit eine operative Marge von 11,4 (-1,0) % erzielt. Infolge der vorübergehenden
Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton fielen im Berichtszeitraum Restrukturierungs-
bzw. Sonderaufwendungen in Höhe von 13,0 (0,0) Mio. € an. In der Summe aus operativem
Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen
stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 50,5 (-5,8) Mio. €. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -3,2 (-3,8) Mio. €, sodass auch das Ergebnis
vor Ertragsteuern deutlich auf 47,3 (-9,6) Mio. € anstieg. Nach Steuern ergibt sich
für den Berichtszeitraum ein Jahresüberschuss von 29,8 (-12,7) Mio. €. Bei 87,25 Mio.
Stückaktien beträgt das Ergebnis je Aktie 0,34 (-0,14) €. Finanzierungsrechnung
Als Folge des gestiegenen EBITDA erhöhte sich der Cashflow deutlich auf 63,5 (15,4)
Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. - 3. Quartal auf 77,5 (26,4) Mio. €. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich auf insgesamt 13,0 (23,1)
Mio. € und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten
insbesondere der Verbreiterung des Produktportfolios und der Verbesserung der Produktionsanlagen. Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6,0 Mio. € standen Tilgungen
von 72,8 Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
in Höhe von 66,8 (9,2) Mio. € und einem erheblichen Abbau der Nettofinanzschulden
um 64,3 Mio. € auf 85,8 Mio. €. Bilanzstruktur
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich per 30. November 2015 um 30,2 Mio.
€ auf 471,1 Mio. €. Dabei wurden insbesondere die aktiven latenten Steuern um 20,5
Mio. € auf 2,7 Mio. € reduziert. Das Anlagevermögen verringerte sich infolge planmäßiger
Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Investitionen um 9,7 Mio. € auf 466,6
Mio. €. Unverändert blieben die Geschäfts- bzw. Firmenwerte von 5,6 Mio. € sowie der
Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 1,8 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahresstichtag verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte
um 25,0 Mio. € auf 138,8 Mio. €. Insbesondere der Bestand an Vorräten wurde um 23,1
Mio. € auf 44,1 Mio. € abgebaut. Ferner nahmen die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Vermögenswerte um 6,8 Mio. € auf 81,2 Mio. € ab. Hierin sind
auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 2,1
(3,4) Mio. € enthalten. Die Steuererstattungsansprüche stiegen um 5,6 Mio. € auf 6,2
Mio. € und der Bestand an flüssigen Mitteln nahm um 0,7 Mio. € auf 7,3 Mio. € ab. Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 2,3 Mio. € auf 119,5 Mio. €. Dabei stiegen
insbesondere die sonstigen Rückstellungen infolge der temporären Stilllegung der Produktionsanlage
in Wilton um 12,4 Mio. € auf 14,6 Mio. € an. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten
wurden durch Tilgungen um 9,0 Mio. € auf 66,0 Mio. € abgebaut. Des Weiteren verringerten
sich die im Wesentlichen aufgrund von Abschreibungsdifferenzen gebildeten passiven
latenten Steuern um 1,9 Mio. € auf 22,6 Mio. € und die Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 1,2 Mio. € auf 15,9 Mio. €. Die sonstigen
Verbindlichkeiten halbierten sich auf 0,4 Mio. €. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 46,1 Mio. € auf 127,0 Mio. €. Dabei
nahmen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 45,9 Mio. € auf 27,0 Mio. € ab.
Des Weiteren verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten um 21,4 Mio. € auf 70,5 Mio. €. Hierin sind auch die
negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 1,0 (2,5)
Mio. € enthalten. Dagegen erhöhten sich infolge der positiven Ergebnisentwicklung
die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten um 11,3 Mio. € auf 13,7 Mio. €. Die übrigen
kurzfristigen Rückstellungen stiegen aufgrund der temporären Stilllegung der Produktionsanlage
in Wilton um 9,9 Mio. € auf 15,8 Mio. € an. In Summe konnten die Nettofinanzschulden deutlich auf 85,8 (140,0) Mio. € reduziert
werden. Von den Finanzschulden sind 66,0 Mio. € langfristig und 27,0 Mio. € kurzfristig
fällig. Ihnen stehen flüssige Mittel in Höhe von 7,3 Mio. € gegenüber. Das Eigenkapital verringerte sich im Jahresvergleich auf 363,4 (374,8) Mio. €. Dies
entspricht einer Eigenkapitalquote von 59,6 (56,3) %. NachtragsberichtSeit dem 30. November 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist. Risiko- und ChancenberichtCropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen
Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet,
eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des
Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten,
Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und Chancen
des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2014/15 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht"
auf den Seiten 62 bis 70 ausführlich dargestellt. Die dortigen Angaben sind weiterhin
aktuell. PrognoseberichtIm Verlauf des Geschäftsjahrs 2015/16 haben sich die Kassapreise für Bioethanol auf
einem deutlich über Vorjahr liegenden Niveau stabilisiert. Inwiefern dies nachhaltig
ist, bleibt angesichts niedrigerer Terminpreise ungewiss. Daher ist weiterhin von
einer großen Schwankungsbreite auszugehen. Aufgrund der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton wird die Erzeugung von Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2015/16 zurückgehen. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon-Plage werden mit hoher Auslastung betrieben. Einschließlich des Handelsgeschäfts soll damit ein Absatzvolumen an Bioethanol von rund 1 Mio. m3 sichergestellt werden. CropEnergies erwartet einen Umsatz von 700 bis 750 Mio. €. Am 19. November 2015 hob CropEnergies die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015/16
erneut deutlich an und erwartet nun ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA von
105 bis 125 Mio. €. Nach Abschreibungen wird mit einem operativen Ergebnis (vor Restrukturierung
und Sondereinflüssen) in einer Bandbreite von 70 bis 90 Mio. € gerechnet. Daneben
ist infolge der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton mit einem Sonderaufwand
von bis zu 20 Mio. € zu rechnen. Auch im Geschäftsjahr 2016/17 wird die Geschäftsentwicklung maßgeblich von der Preisentwicklung
auf den Bioethanolmärkten abhängen. Die Terminpreise für Bioethanol in Europa für
das Geschäftsjahr 2016/17 zeigen aktuell einen deutlichen Preisrückgang. Auf dieser
Basis würde sich ein Ergebnis von rund 30 Mio. € ergeben. Nach den Erfahrungen des
Geschäftsjahrs 2015/16, in dem die realisierten Tagespreise zum Teil mehr als 10 %
über den zuvor notierten Terminpreisen lagen, würde das operative Ergebnis bis zu
70 Mio. € betragen. Dabei geht CropEnergies jeweils von stabilen Getreidepreisen aus. Die EU-Beschlüsse zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auch im Transportsektor
sollten mittelfristig für weiteres Marktwachstum sorgen. Insbesondere sollte die Anhebung
der Beimischungsquoten zur Einführung von E10 in weiteren Mitgliedsstaaten führen.
Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist CropEnergies als einer der führenden
Hersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität seiner Anlagen gut
gerüstet. ZwischenabschlussGesamtergebnisrechnung
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Kapitalflussrechnung
BilanzAktiva
Passiva
Entwicklung des Eigenkapitals
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Anhang zum ZwischenabschlussGrundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss der CropEnergies-Gruppe zum 30. November 2015 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch
das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.
Im Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der
CropEnergies AG zum 30. November 2015 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss
zum 30. November 2015 unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der CropEnergies
AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. Dezember 2015 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2014/15 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 80 bis 89 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 30. November 2015 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 2,50 % zugrunde
gelegt; zum 28. Februar 2015 bzw. 30. November 2014 basierte die Abzinsung auf 2,05
% bzw. 2,50 %. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der
Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2015 angewandt. Deren Erläuterungen
im Anhang des Geschäftsberichts 2014/15 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 92 bis 99 gelten daher entsprechend. Die Anzahl der Mitarbeiter ist
als Vollzeitäquivalent zum Stichtag angegeben. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr
beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung
einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung
der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Die Joint Venture-Gesellschaft
an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung
untersteht, wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag
der CT Biocarbonic GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen
Unternehmen ein. Umsatz, Ergebnis, Investitionen und Mitarbeiter
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend Das EBITDA stieg deutlich auf 89,0 (20,8) Mio. €. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen
wurde ein operatives Ergebnis von 63,4 (-6,1) Mio. € und somit eine operative Marge
von 11,4(-1,0) % erzielt. Infolge der vorübergehenden Stilllegung der Produktionsanlage
in Wilton fielen im Berichtszeitraum Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen in
Höhe von 13,0 (0,0) Mio. € an. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis
aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der
Betriebstätigkeit auf 50,5(-5,8) Mio. €. Von den Investitionen entfielen 13,0 (23,1) Mio. € auf Sachanlagen. Davon wurden 6,8
Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH und 5,8 Mio. € bei der BioWanze SA investiert. Die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten
neun Monate des Geschäftsjahrs 2015/16 bei 416 (437). Hiervon waren 47 bei der CropEnergies
AG, 117 bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 125 bei der BioWanze SA, 47 bei der
Ryssen Alcools SAS, 73 bei der Ensus UK Ltd. und 7 bei der Ryssen Chile SpA beschäftigt. Ergebnis je AktieDer Jahresüberschuss im 1. - 3. Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 in Höhe von 29,8
Mio. € entfällt auf die Aktionäre der CropEnergies AG. Der Berechnung des Ergebnisses
je Aktie (IAS 33) liegen 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Daraus resultiert für
das 1. - 3. Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 ein Ergebnis je Aktie von 0,34 (-0,14)
€; eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie lag nicht vor. Vorräte
Die Vorräte haben sich insbesondere mengenbedingt um 23,1 Mio. € auf 44,1 Mio. € reduziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen verringerten sich geringfügig um 0,7 Mio. € auf 64,1 Mio. €. Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 17,1 (23,2) Mio. € enthalten insbesondere
nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von
7,4 (4,5) Mio. € und Forderungen aus Anzahlungen in Höhe von 6,2 (6,5) Mio. € sowie
finanzielle Vermögenswerte in Form positiver Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente
in Höhe von 2,1 (3,4) Mio. € und sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 1,4
(1,8) Mio. €. EigenkapitalDas Eigenkapital verringerte sich im Vorjahresvergleich auf 363,4 (374,8) Mio. €.
Die Gewinnrücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis
und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und
ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung.
In der Position Cashflow Hedges sind - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die
Marktwertveränderungen der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen
in Höhe von -0,8 (0,8) Mio. € ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen verringerten sich um 19,1 Mio. € auf 56,2 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14,3 (16,7) Mio. € enthalten insbesondere
nicht finanzielle Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 7,2 (5,7) Mio.
€ und Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 4,9 (4,8) Mio. € sowie
finanzielle Verbindlichkeiten in Form von negativen Marktwerten der derivativen Sicherungsinstrumente
in Höhe von 1,0 (2,5) Mio. €. Finanzverbindlichkeiten
Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2015 verringerten sich auf 85,8 (140,0) Mio.
€. Hierin sind langfristige Finanzschulden in Höhe von 66,0 (75,1) Mio. € enthalten.
Sämtliche langfristige Finanzschulden betreffen verbundene Unternehmen der Südzucker-Gruppe. Finanzinstrumente und FinanzschuldenFinanzinstrumenteIn der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert ermittelten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie)
nach IFRS 13 gegliedert.
FinanzschuldenDie beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung
der zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Zinskurve ermittelt. Die beizulegenden
Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich per
30. November 2015 auf 93,5 (135,0) Mio. € bei Buchwerten in Höhe von 93,0 (135,0)
Mio. €. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden
Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige
sonstige Verbindlichkeiten. Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2014/15 unter Ziffer (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 124 bis 128. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und
Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften
(Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen.
Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG
(SZVG), Ochsenfurt, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr
treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine
Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker AGDie Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten im 1. - 3. Quartal des Geschäftsjahrs
2015/16 Lieferungen von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert
von 37,0 (34,1) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 2,4 (2,6) Mio.
€ sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,3 (1,6) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen
1,0 (0,8) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe
ein negativer Zinssaldo in Höhe von 2,6 (3,4) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 30. November
2015 gegenüber der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € und Verbindlichkeiten
in Höhe von 8,9 (15,1) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker
AG beliefen sich auf 43,0 (60,0) Mio. €. Verbundene Unternehmen der Südzucker AGDie Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten im 1.
- 3. Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und
Handelswaren, im Wert von 56,8 (61,4) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe
von 0,7 (0,7) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker
AG für Warenlieferungen 48,9 (47,3) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe
Leistungserlöse in Höhe von 1,4 (1,5) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in
Höhe von 1,0 (0,8) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 30. November
2015 gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG Forderungen in Höhe von
10,2 (9,9) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 15,8 (16,2) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten
gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 50,0 (75,0)
Mio. €. Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden
zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen
sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden im 1. - 3. Quartal des Geschäftsjahrs
2015/16 Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 0,9 (0,9) Mio. € zu marktüblichen
Preisen erbracht. Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) wurden im 1.
- 3. Quartal des Geschäftsjahrs 2015/16 keinerlei Geschäftsvorfälle abgewickelt. Mannheim, den 30. Dezember 2015 CropEnergies AG Der Vorstand
Finanzkalender
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