![]() CropEnergies AGMannheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2015 bis zum 29.02.2016ÜBERBLICK 2015/16 CROPENERGIES-KONZERN
*
Details im Prognosebericht, S. 74 CROPENERGIES -KONZERNZAHLENÜBERSICHTscroll
*
einschließlich immaterieller Vermögenswerte Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2015/2016 1. März 2015 bis 29. Februar 2016CropEnergies trägt mit seinem Ethanol dazu bei, die Mobilität in Europa nachhaltiger zu machen. Aus heimischen Rohstoffen gewinnen wir Energie und sorgen dafür, dass Erdöl in der Erde bleiben kann. Fossile Kraftstoffe ersetzen heißt, den Treibhausgasausstoß zu senken. Hinzu kommen unsere wertvollen, eiweißhaltigen Lebens- und Futtermittel, welche helfen, die Proteinimporte nach Europa zu reduzieren und auch hier die Versorgung aus heimischen Quellen zu stärken. Vielen sind die zahlreichen Vorteile von Bioethanol gar nicht bekannt. Überprüfen Sie Ihr Wissen auf den Quizseiten des Geschäftsberichts -vielleicht ist ja die ein oder andere Überraschung dabei! CROPENERGIES AG
Die StandorteZeitz, DeutschlandKapazität (pro Jahr)
Rohstoffe Getreide und Zuckersirupe Wanze, BelgienKapazität (pro Jahr)
Rohstoffe Weizen und Zuckersirupe Loon-Plage, FrankreichKapazität (pro Jahr)
Rohstoffe Rohalkohol Wilton, GroßbritannienKapazität (pro Jahr)
Rohstoffe Getreide Die ProdukteBioethanol
Bioethanol
Flüssiges CO2
Gluten
ProtiGrain®
ProtiWanze®
BRIEF AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,CropEnergies hat die Chancen genutzt. So könnte man das Geschäftsjahr 2015/16 überschreiben, das sich entgegen anfänglicher Befürchtung zu einem ausgesprochen erfolgreichen Jahr entwickelte. Nachdem die beiden letzten Geschäftsjahre noch von einem beispiellosen Preisverfall auf den europäischen Bioethanolmärkten geprägt waren, verbesserte sich die Marktsituation über weite Teile des Jahres deutlich. Dies ist angesichts des dramatischen Verfalls des Ölpreises umso bemerkenswerter. Hier mag die geopolitisch motivierte, abermalige Erhöhung der Ölförderung der Haupttreiber sein. Für uns ist entscheidend, dass sich Bioethanol als klimaschonende Alternative zu fossilen Kraftstoffen von dieser Entwicklung weitgehend entkoppeln konnte und nun wieder eine Prämie auf Benzin erzielt. Dies ist aufgrund der erzielten Treibhausgaseinsparungen auch angemessen. Neben der erfreulichen Preisentwicklung profitierten wir von einem aktiven Kapazitätsmanagement. Mit der temporären Stilllegung unserer Anlage in Wilton haben wir die Priorität auf den Ertrag und weniger auf die Produktionsmenge gesetzt. In Summe hat CropEnergies einen Jahresüberschuss von 42,6 Mio. € erwirtschaftet, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 58,0 Mio. € einschließlich der Sonderbelastungen aufgrund des temporären Stillstands in Wilton angefallen war. Gleichzeitig haben wir die Verschuldung um 84 Mio. € auf 66 Mio. € mehr als halbiert. Vorstand und Aufsichtsrat nehmen diese erfreuliche Entwicklung zum Anlass, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,15 € je Aktie vorzuschlagen. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr an allen Standorten weiter investiert. Die Neutralalkoholanlage in Zeitz läuft mit hoher Auslastung und die Anlage in Wilton steht aufgrund der Optimierungsarbeiten und Verbesserungen bereit, binnen weniger Wochen die Produktion wieder aufnehmen zu können. Die Nutzung der vollen Kapazität der CropEnergies-Gruppe von 1,3 Mio. m3 Bioethanol setzt jedoch eine nachhaltige Verbesserung der Marktlage voraus. Hierfür bedarf es weiterer umweltpolitischer Unterstützung, wenngleich im September 2015 nach fast dreijähriger Debatte die Diskussion in der EU um die notwendige Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Transportsektor beendet wurde. Die Grundlagen für die Entwicklung des Biokraftstoffmarkts in Europa bis 2020 sind gelegt, und von dem 10 %-Ziel für den Transportsektor können bis zu 7 % aus sogenannten konventionellen Biokraftstoffen wie unserem zertifiziert nachhaltigen Bioethanol stammen. Mit dieser politischen Entscheidung ist der Weg frei, nicht nur in Deutschland, Frankreich und Finnland E10 anzubieten, sondern diesen Kraftstoff auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten zu etablieren. Ohne eine flächendeckende Nutzung von E10 wird es nicht möglich sein, die Klimaziele der EU zu erreichen. Die europäische Kraftstoffnorm hierfür besteht bereits seit 2012. Nun müssen Taten folgen. Deutschland gilt als Vorreiter in Europa und hat Anfang 2015 anstelle einer energetischen Biokraftstoffquote ein Treibhausgaseinsparziel eingeführt. Hierauf hat sich die Biokraftstoffindustrie eingestellt und die Treibhausgaseinsparungen gegenüber fossilen Kraftstoffen weit über das gesetzlich geforderte Mindestmaß auf im Durchschnitt über 60 % gesteigert. Bedauerlich -letztlich auch für die Umwelt -ist jedoch, dass die Mineralölgesellschaften die höheren Einsparungen mit einer reduzierten Nutzung von Biokraftstoff quittierten. Entsprechend ist der Bioethanolverbrauch im vergangenen Jahr leicht gesunken. Hier ist die Politik gefragt, die ohnehin in den kommenden Jahren vorgesehenen Erhöhungen der Treibhausgaseinsparung zeitlich vorzuziehen. Dass dieser Schritt richtig und wichtig ist, hat die UN-Klimaschutzkonferenz in Paris im Dezember 2015 mit der Forderung einer Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2 °C gezeigt. Dies gelingt nur durch den Ausstieg aus fossilen Energiequellen. Biokraftstoffe können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Wir setzen uns daher dafür ein, dass auch für 2030 verbindliche Zielvorgaben für den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Senkung von Treibhausgasemissionen im Transportsektor festgelegt werden. Für das Geschäftsjahr 2016/17 erwarten wir noch keine nennenswerten neuen Nachfrageimpulse für Bioethanol. Die gegenwärtigen Terminpreise signalisieren niedrigere Ethanolpreise als im Vorjahr. Bei weiterhin stark schwankenden Ethanolpreisen erwarten wir ein operatives Ergebnis zwischen 30 und 70 Mio. €. Ohne unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten wir das erfreuliche Ergebnis im Geschäftsjahr 2015/16 nicht realisieren können. Ihnen gilt unser besonderer Dank. Wir freuen uns, zusammen weiter am Unternehmenserfolg von CropEnergies zu arbeiten. Bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, möchten wir uns dafür bedanken, dass Sie trotz turbulenter Zeiten und unbefriedigender Kursentwicklung Ihre Unterstützung gewährten. Wir freuen uns, wenn Sie uns auch künftig begleiten.
Mit freundlichen Grüßen Joachim Lutz, Chief Executive Officer CEO Michael Friedmann, Chief Sales Officer CSO Dr. Stephan Meeder, Chief Financial Officer CFO AUFSICHTSRAT UND VORSTANDAufsichtsratProf. Dr. Markwart KunzVorsitzender Braunschweig Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Thomas KölblStellvertretender Vorsitzender (ab 30. April 2015) Speyer Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Dr. Lutz Guderjahnbis 30. April 2015 Stellvertretender Vorsitzender Offstein Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Dr. Wolfgang Heerab 13. Mai 2015 Ludwigshafen am Rhein Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG Franz-Josef MöllenbergRellingen Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Norbert SchindlerBobenheim am Berg Mitglied des Deutschen Bundestags VorstandJoachim LutzChief Executive Officer (CEO) Mannheim Produktion, Business Development, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Investor Relations, Compliance und Personal Dr. Marten Keilbis 30. April 2015 Chief Operating Officer (COO) Heidelberg Produktion, Beschaffung, Vertrieb, Marketing, Public Affairs, Öffentlichkeitsarbeit, Business Development und Personal Michael Friedmannab 30. April 2015 Chief Sales Officer (CSO) Mannheim Beschaffung und Vertrieb Dr. Stephan Meederab 30. April 2015 Chief Financial Officer (CFO) Mannheim Finanzen, Rechnungswesen, Controlling und Risikomanagement Eine Aufstellung der Mandate findet sich ab Seite 128 des Geschäftsberichts. ROHSTOFFEWelche Rohstoffe verarbeitet CropEnergies? Zuckerrüben und Futtergetreide aus EuropaCropEnergies verarbeitet in seinen Produktionsanlagen ausschließlich europäische Rohstoffe aus nachhaltigem Anbau. Dabei wird vor allem Futtergetreide verwendet, das für die menschliche Ernährung und zum Backen nicht geeignet ist. Zum Beispiel Futterweizen, der vorwiegend in der Region um die Anlagen wächst, sowie Zuckersirupe aus benachbarten Zuckerfabriken. Rohstoffe aus näherer UmgebungDurch die Lage der Produktionsstätten in ländlichen Gebieten werden hauptsächlich Rohstoffe aus einem Umkreis von 200 km verarbeitet. Dies spart nicht nur Transportkosten, sondern auch Energie und stellt zudem eine wichtige Einkommensquelle für die Landwirtschaft vor Ort dar. Rohstoffe aus nachhaltigem AnbauBeim Anbau der Rohstoffe muss die Nachhaltigkeit exakt dokumentiert werden und verschiedene Umwelt- und Sozialstandards müssen eingehalten werden. So ist beispielsweise die verwendbare Menge an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln begrenzt. Nur Biomasse, die nachweislich nach diesen Standards angebaut wurde und deren Herkunft lückenlos dokumentiert ist, kann zu zertifiziert nachhaltigem Bioethanol verarbeitet werden. Wie bei CropEnergies. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,in der Branche der erneuerbaren Energien liegen Höhen und Tiefen oft nah beieinander. Dies gilt auch für europäisches Bioethanol, der Alternative zu importiertem fossilem Öl. Nachdem sich das Geschäftsjahr 2014/15 aufgrund eines starken Preisrückgangs extrem schwierig gestaltet hatte, folgte darauf dank steigender Bioethanolerlöse ein herausragendes Geschäftsjahr 2015/16. Bioethanol erzielte über weite Strecken des Geschäftsjahrs wieder eine Prämie auf Benzin, sodass die nachweislich hohen Einsparungen von Treibhausgasemissionen durch Bioethanol auch endlich wieder honoriert wurden. Angesichts der weiterhin schleppenden Bioethanolnachfrage in der EU unterstützt der Aufsichtsrat den Vorstand darin, durch eine bewusste Reduzierung der Produktion den Schwerpunkt auf die Ergebnisoptimierung zu legen. Es ist erfreulich, dass nun auch seitens der europäischen Politik Signale für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien im Transportsektor gesendet wurden, die für die Branche Perspektiven jenseits 2020 aufzeigen. Klar ist aber, dass die erneuerbaren Energien auch weiterhin Preisschwankungen unterworfen sein werden und Bioethanol dabei auch in Zukunft keine Ausnahme darstellen wird. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage und den unternehmerischen Perspektiven der CropEnergies-Gruppe befasst und sich dabei eng mit dem Vorstand abgestimmt. Dabei ist der Aufsichtsrat seinen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten, nachgekommen. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandBei allen die CropEnergies-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Unternehmensgruppe einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance unterrichtet. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung von CropEnergies mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorfälle wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über wesentliche Geschäftsvorgänge und die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage. Dabei berichtete der Vorstand auch über die Unternehmenspolitik, die Rentabilität, das Risikomanagement sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die CropEnergies AG und die CropEnergies-Gruppe. Der Aufsichtsratsvorsitzende vertiefte dies in zahlreichen Arbeitsgesprächen mit dem Vorstand. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2015/16 -jeweils unter Teilnahme des Vorstands -in vier ordentlichen Sitzungen. Es fanden außerdem drei außerordentliche Sitzungen statt, davon zwei als Telefonkonferenzen. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Im Mittelpunkt der Berichterstattung in den ordentlichen Sitzungen standen die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten, die Absicherung von Marktpreisrisiken, die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe, der Fortgang der Produktion und der Investitionen sowie die aktuelle Ergebnislage. In den außerordentlichen Sitzungen (Telefonkonferenzen) am 23. März und 2. April 2015 ging es um Personalia. In der außerordentlichen Sitzung am 30. April 2015 wurden die Amtsniederlegungen des Aufsichtsratsmitglieds Dr. Lutz Guderjahn und des Vorstandsmitglieds Dr. Marten Keil behandelt und die zukünftige Vorstandsstruktur erörtert. Der Aufsichtsrat ernannte Joachim Lutz zum Sprecher des Vorstands und bestellte Michael Friedmann und Dr. Stephan Meeder zu weiteren Vorstandsmitgliedern mit einer Amtszeit bis 29. April 2020. Der Aufsichtsrat beschloss die neue Ressortverteilung und setzte die Vorstandsvergütung fest. Es wurde außerdem über die Beantragung der gerichtlichen Bestellung von Dr. Wolfgang Heer als Nachfolger für Dr. Lutz Guderjahn im Aufsichtsrat informiert. Thomas Kölbl wurde mit sofortiger Wirkung zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Gegenstand der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18. Mai 2015 war die Prüfung und Billigung der vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse und Lageberichte 2014/15 der CropEnergies AG und des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete über Schwerpunkte und die Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung 2015. Zudem wurde die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung beschlossen. In der Sitzung am 14. Juli 2015 (vor der Hauptversammlung) wurde die Mittelfristplanung vorgestellt. Es folgte die Wahl von Dr. Wolfgang Heer - als Nachfolger von Dr. Lutz Guderjahn -zum Mitglied des Prüfungsausschusses und des Nominierungsausschusses. Der Aufsichtsrat verlängerte außerdem die Vorstandsbestellung und den Anstellungsvertrag von Joachim Lutz bis 3. Mai 2021. Schließlich legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand fest. In der Sitzung am 9. November 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr und dem aktuellen politischen Umfeld der erneuerbaren Energien im Transportsektor. Turnusgemäß behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2015. In der Sitzung am 14. Januar 2016 wurde die Ergebnishochrechnung des laufenden Geschäftsjahrs 2015/16 vorgestellt. Der Aufsichtsrat beschloss die Anpassung der Geschäftsordnung des Vorstands an eine neue Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex. In drei Aufsichtsratssitzungen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt. Ansonsten waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich bei den Sitzungen anwesend. Ausschüsse des AufsichtsratsZur effizienteren Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs- sowie einen Nominierungsausschuss gebildet. Der Prüfungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Heer (seit 14. Juli 2015), Prof. Dr. Markwart Kunz und Franz-Josef Möllenberg angehören, tagte im Geschäftsjahr 2015/16 fünfmal -in vier Sitzungen und einer Telefonkonferenz. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. In der Sitzung am 11. Mai 2015 befasste sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der CropEnergies AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser -nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses -den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte hierzu dessen Unabhängigkeit. In der Sitzung am 6. Juli 2015 erörterte der Prüfungsausschuss den Zwischenbericht zum 1. Quartal 2015/16. In der Sitzung am 14. Juli 2015 behandelte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag. In der Sitzung am 5. Oktober 2015 erörterte der Prüfungsausschuss den Halbjahresbericht. Er befasste sich weiter -wie vom Aufsichtsrat beauftragt -mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. In der Sitzung am 8. Januar 2016 wurde der Zwischenbericht zum 3. Quartal 2015/16 erörtert. Aufgrund der vorausgegangenen Ausschreibung für eine Neuvergabe stellten sich zudem vier Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vor. In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet. Der Nominierungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Heer (seit 14. Juli 2015), Prof. Dr. Markwart Kunz sowie Franz-Josef Möllenberg angehören, trat im Geschäftsjahr 2015/16 am 11. Mai 2015 zusammen. Unter Berücksichtigung der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats wurde diesem vorgeschlagen, den bereits gerichtlich bestellten Dr. Wolfgang Heer der Hauptversammlung 2015 zur Wahl als Aktionärsvertreter vorzuschlagen. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Effizienzprüfung des AufsichtsratsDer Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 9. November 2015. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Corporate GovernanceEine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei CropEnergies einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung 2015 ist der Erklärung zur Unternehmensführung im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 37 - 45 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt auch hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der CropEnergies-Gruppe. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenkonflikt -insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte -mitgeteilt worden. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2015/16 sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2015/16 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstand hat im Hinblick darauf, dass der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mittel- und unmittelbar einschließlich der durch die Südzucker AG gehaltenen rund 69 % der Stimmrechte rund 76 % der Stimmrechte zuzurechnen sind, einen Bericht nach § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 4. Mai 2016 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. Mai 2016 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwände gegen die vorgelegten Abschlüsse. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der CropEnergies AG und den Konzernabschluss der CropEnergies-Gruppe in seiner Sitzung vom 17. Mai 2016; der Jahresabschluss der CropEnergies AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,15 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.
Mannheim, 17. Mai 2016 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Markwart Kunz, Vorsitzender AKTIE UND KAPITALMARKTKapitalmarktumfeldZu Beginn des Berichtszeitraums stand einmal mehr die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus, die sich zum Ziel gesetzt hatte, mit umfangreichen Anleihenankaufprogrammen deflationären Tendenzen in der Eurozone vorzubeugen und die Konjunktur zu stärken. Nachdem DAX® und MDAX® am 2. März 2015 mit 11.280 bzw. 20.092 Punkten gestartet waren, erreichte der DAX® am 10. April 2015 mit 12.375 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte. Neben der expansiven Geldpolitik der Notenbanken stützten hierbei ein schwacher Euro sowie positive Vorgaben aus den Börsen in den USA und Asien. Der MDAX® erreichte am 13. April 2015 mit 21.623 Punkten seinen Höchststand im Berichtszeitraum. Im 2. Halbjahr 2015 führten schwache Konjunkturdaten aus China zu einem Kursrutsch an den internationalen Aktienmärkten. Der DAX® fiel in Folge unter die Marke von 9.500 Punkten. Gegen Ende des Jahres 2015 unterstützte ein starkes Konsumwachstum in den USA die amerikanische Konjunktur und veranlasste die amerikanische Notenbank am 17. Dezember 2015 dazu, den Leitzins erstmals seit 9 Jahren wieder anzuheben. Auch der DAX® konnte sich gegen Ende des Kalenderjahrs 2015 wieder leicht erholen. Das Jahr 2016 begann jedoch weltweit mit Konjunkturängsten, wobei nunmehr der Verfall der Ölpreise auf weniger als 30 US-$/Barrel als Belastung für die Aktienmärkte gesehen wurde. Starker Verkaufsdruck bei Aktien zugunsten vermeintlich sichererer Anlageklassen wie z. B. Gold ließen den Dax® am 11. Februar 2016 mit 8.753 Punkten auf den tiefsten Stand des Berichtszeitraums fallen. Am 29. Februar 2016 notierten DAX® und MDAX® bei 9.495 (11.402) respektive 19.422 (20.092) Punkten und nahmen damit um 17 bzw. 3 % ab. Kursverlauf der CropEnergies-AktieDie CropEnergies-Aktie startete am 1. März 2015 zunächst mit einem Kurs von 3,00 € in das Geschäftsjahr 2015/16 und erreichte am 24. März mit 2,65 € den Tiefststand innerhalb des Berichtszeitraums. Vorangegangen war der drastische Verfall der Ethanolpreise in Europa, aufgrund dessen sich CropEnergies zur temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton entschlossen hatte. Nach einer entsprechenden Verbesserung der Kostenstruktur sowie einem Anstieg der Ethanolpreise konnte CropEnergies bereits Mitte Juni positive Zahlen für das 1. Quartal 2015/16 verkünden und den Ausblick für das Geschäftsjahr anheben. Daraufhin erholte sich der Kurs auf ein Niveau von rund 4 €. Aufgrund des weiter erfreulichen Preisumfelds für Bioethanol berichtete CropEnergies Ende September 2015 über das beste operative Ergebnis eines 1. Halbjahrs in seiner Geschichte und hob den Ausblick für das Gesamtjahr erneut an. Dies wurde an der Börse in den darauffolgenden Wochen mit einem Kursanstieg auf über 6 € quittiert, was einer Verdoppelung seit Geschäftsjahresbeginn entsprach. Am 18. November 2015 wurde mit 6,05 € der Höchststand im Berichtszeitraum erreicht. Anfang 2016 konnte sich die CropEnergies-Aktie jedoch nicht der getrübten Stimmung auf den Aktienmärkten, insbesondere nicht dem schwächeren Preisumfeld für Bioethanol, entziehen und schloss am 29. Februar 2016 mit 3,80 €. Insgesamt ergab sich somit eine Wertsteigerung von 27 %. Der Vergleichsindex DAXsubsector Renewable Energies der Deutschen Börse nahm im Berichtszeitraum um 60 % zu. ![]() Kursverlauf der CropEnergies-Aktie seit dem Börsengang am 29. September 2006 bis zum 29. Februar 2016 (Schlusskurse XETRA®) Börsennotierung und AktionärsstrukturDie Aktie der CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) ist im Regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Darüber hinaus wird das Papier auch im Computerhandel XETRA® sowie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin gehandelt. Unverändert werden rund 69 % der CropEnergies-Aktien von der Südzucker AG und rund 7 % der Aktien von der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gehalten. Weitere meldepflichtige Stimmrechtsmeldungen gab es nicht. Zur Hauptversammlung 2015 lagen CropEnergies-Aktien in rund 12.000 vornehmlich privaten Depots. Hauptversammlung 2015Die ordentliche Hauptversammlung am 14. Juli 2015 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim besuchten rund 600 Teilnehmer. Die anwesenden Aktionäre vertraten 83 % des Kapitals und interessierten sich insbesondere für die Entwicklungen an den für CropEnergies maßgeblichen Agrar- und Energiemärkten sowie im Unternehmen. Dazu zählte die Inbetriebnahme der Neutralalkoholproduktion in Zeitz Anfang des Jahres und die Anpassung der Kapazitätsauslastung durch die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton. Im Fokus standen aber auch der Wechsel im Vorstand und Aufsichtsrat sowie die politischen Rahmenbedingungen für Bioethanol in Deutschland und der EU. Alle Beschlussvorschläge der Verwaltung wurden mit einer Mehrheit von jeweils über 99 % angenommen. Dividendenvorschlag 2016Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Juli 2016 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 € vor. An die Aktionäre soll damit ein Betrag von 13,1 Mio. € ausgezahlt werden. Bezogen auf den Schlusskurs am 29. Februar 2016 von 3,80 € entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,9 %. ![]() Kursverlauf der CropEnergies-Aktie gegenüber dem DAXsubsector Renewable Energies Kursindex vom 1. März 2015 bis zum 29. Februar 2016 Stammdatenscroll
Kennzahlen der Aktiescroll
Quelle: Deutsche Börse AG, XETRA® Daten Marktkapitalisierung und BörsenumsatzZum Bilanzstichtag am 29. Februar 2016 lag der Börsenwert aller CropEnergies-Aktien bei 332 Mio. €. Der Aktienumsatz an allen deutschen Börsenplätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 15 (8) Mio. CropEnergies-Aktien. Dies entspricht einem durchschnittlichen Tagesumsatz von rund 61 (33) Tsd. Aktien.* Investor RelationsCropEnergies bietet zeitnahe und transparente Informationen insbesondere über die Website www.cropenergies.com. Hier finden Interessenten unter anderem Finanzberichte, Pressemitteilungen und kapitalmarktrechtliche Mitteilungen (z. B. Directors' Dealings und Ad-hoc-Meldungen), den Finanzkalender sowie aktuelle Kapitalmarktpräsentationen. Ebenfalls abrufbar sind zahlreiche Broschüren der CropEnergies AG, die auf Wunsch auch per E-Mail oder per Post versandt werden. Im Berichtszeitraum war CropEnergies auf Analysten- und Kapitalmarktkonferenzen sowie Roadshows in Frankfurt, London und Zürich vertreten, um den Geschäftsverlauf und die Unternehmensstrategie zu erläutern. Über die Quartalsergebnisse wurde in Telefonkonferenzen berichtet. Für einen telefonischen Informationsaustausch, insbesondere auch für Privataktionäre, steht die Investor Relations-Abteilung täglich zur Verfügung. Quelle: Deutsche Börse Stock Report KonzernlageberichtGRUNDLAGEN DES KONZERNSKonzernstrukturDie CropEnergies-Gruppe verfügt in Europa über mehrere Produktionsanlagen für Neutral- und Kraftstoffethanol sowie für Lebens- und Futtermittel. Die Absatzmärkte liegen größtenteils in Europa. Im Einzelnen hält die CropEnergies AG mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen:
Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der
Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz (Deutschland) eine Anlage zur Produktion von rund 400 Tsd. m3 Bioethanol pro Jahr. Der größte Teil der Produktion findet als erneuerbarer Kraftstoff Verwendung. Bis zu 60 Tsd. m3 davon können auch zu hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität veredelt werden. Darüber hinaus können jährlich mehr als 300 Tsd. t des getrockneten Proteinfuttermittels ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie erzeugt werden. Die CropEnergies Beteiligungs GmbH verfügt als deutsche Zwischenholding über keine eigene Produktion. Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem flüssigen Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von rund 300 Tsd. m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55 Tsd. t Gluten und mehr als 350 Tsd. t ProtiWanze® hergestellt werden. Einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt BioWanze aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns in einem weltweit einzigartigen Biomassekraftwerk. Daher übertrifft das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol bereits heute die ab dem Jahr 2018 geltenden Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung deutlich. Die Ensus UK Ltd. verfügt in Wilton (Großbritannien) über eine Anlage mit einer Jahresproduktionskapazität von rund 400 Tsd. m3 Bioethanol und 350 Tsd. t Eiweißfuttermitteln. Zusätzlich können bis zu 250 Tsd. t biogenes CO2 aus der Fermentation an eine Verflüssigungsanlage geliefert werden, die dieses insbesondere für die Lebensmittelindustrie veredelt. Die Ensus Ltd., eine britische Holdinggesellschaft ohne eigene Produktion, wurde zum 1. März 2016 aufgelöst. Ryssen Alcools SAS (Ryssen) betreibt in Loon-Plage (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Kapazität von bis zu 90 Tsd. m3 Neutralalkohol pro Jahr zur Verfügung. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt über 100 Tsd. m3 Bioethanol. Darüber hinaus hält Ryssen 100 % der Anteile der Ryssen Chile SpA, die als Distributor den chilenischen Markt mit Neutralalkohol versorgt. Die Compagnie Financière de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding, die 100 % der Anteile an Ryssen hält. Die CropEnergies Inc. ist eine Handelsniederlassung mit Sitz in Houston (USA). Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Sie betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100 Tsd. t verflüssigtem CO2 , das insbesondere in der Lebensmittelindustrie verwendet wird. UnternehmenssteuerungDer Vorstand der CropEnergies AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die Vorstandsmitglieder die ihnen zugeordneten Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der CropEnergies AG Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen. WertmanagementZur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt CropEnergies ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an. Bedeutsame steuerungsrelevante, finanzielle Kennzahlen sind die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse und das operative Ergebnis. Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn- und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Neben den beiden finanziellen Leistungsindikatoren, Umsatzerlöse und operatives Ergebnis, sind für die CropEnergies-Gruppe derzeit keine weiteren finanziellen und keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren steuerungsrelevant. FinanzmanagementDas Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung der branchenüblichen Geschäftsrisiken zu angemessenen Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert. Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragen den Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt. Leitlinien und UnternehmensstrategieDas Ziel der CropEnergies-Gruppe ist es, gemeinsam mit ihren Partnern verantwortungsvoll die Zukunft zu gestalten und bereits heute Lösungen für die gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Herstellung und Vermarktung von Bioethanol -dem weltweit bedeutendsten Biokraftstoff. Als einer der führenden europäischen Bioethanolhersteller verbindet CropEnergies wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt. Durch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften will das Unternehmen profitabel wachsen, den Unternehmenswert langfristig steigern und die Interessen von Aktionären, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern berücksichtigen. Die hergestellten Produkte sollen die Lebensqualität der heutigen Generation verbessern und gleichzeitig die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen bewahren. Bioethanol, das aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, spart als erneuerbarer Benzinersatz nachweislich Treibhausgase ein, schont die endlichen fossilen Ressourcen und sichert damit die Mobilität in der Zukunft. Aus den Reststoffen der Bioethanolproduktion werden proteinreiche Lebens- und Futtermittel hergestellt. Diese leisten einen wichtigen Beitrag, den europäischen Importbedarf an pflanzlichen Proteinen, insbesondere Soja aus Südamerika, zu mindern. CropEnergies verwertet die eingesetzten Rohstoffe vollständig und füllt gleichzeitig Teller, Tank und Trog - und wird auf diese Weise als einer der führenden europäischen Hersteller von Lebens- und Futtermitteln der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Die CropEnergies-Gruppe erreicht ihre Ziele durch operative Exzellenz und Innovationen und stützt sich dabei auf die eigenen Kernkompetenzen -die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten und deren Vermarktung. Hilfreich ist dabei das umfangreiche Wissen über die gesamte Wertschöpfungskette der Produktion von Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln -vom Pflanzenanbau über die Produktion bis hin zu Transport, Vermarktung und Verbraucherberatung. Mit den innovativen Produktionsanlagen setzt CropEnergies Maßstäbe in puncto Technologie, Effizienz, Flexibilität und Treibhausgaseinsparungen. Ein optimiertes Beschaffungsmanagement und ein europaweit einzigartiges Logistiknetzwerk ergänzen dies. Die Erfahrungen bei Vermarktung und Logistik machen das Unternehmen darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner. Mit Innovationen will sich CropEnergies in den bestehenden Geschäftsfeldern einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, neue Märkte erschließen und Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln. Entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sind die Kenntnisse, Erfahrungen, sozialen Kompetenzen, Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter. Diese Stärken sollen durch Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter auch weiterhin ausgebaut werden. Chancen, als Unternehmen zu wachsen, werden stets unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen sowie der vorhandenen Kompetenzen genutzt. Strukturelle Veränderungen sind eine Möglichkeit, das Unternehmen zu entwickeln. Die steigende Nachfrage nach Energie und Nahrungsmitteln erfordert eine effiziente Nutzung von Agrarrohstoffen. Dies eröffnet CropEnergies auch künftig Chancen, neue attraktive Geschäftsfelder zu erschließen und profitabel zu wachsen. Einen hohen Stellenwert hat bei allem die transparente Berichterstattung und die offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Der Kontakt zu Anlegern und Kapitalmärkten ist auch für die Finanzierung weiteren Wachstums wichtig. CropEnergies wirtschaftet nachhaltig für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung und eine lebenswerte Zukunft. NACHHALTIGKEITSBERICHTNachhaltigkeit in der CropEnergies-GruppeBedeutung für das UnternehmenKerngeschäft für CropEnergies ist die Erzeugung einer nachhaltigen Alternative zu fossilem Treibstoff. Die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe und die gleichzeitige Herstellung wertvoller Lebens- und Futtermittel sind dabei zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Dabei ist nachhaltiges Wirtschaften nicht nur eine besondere Verpflichtung, sondern bedeutet für CropEnergies, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. Dies ist die Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens. Auch für unsere Kunden gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. In Anbetracht der Forderung nach klimafreundlicheren Kraftstoffen richten Mineralölunternehmen ihren Einkauf von Bioethanol daher verstärkt an den nachgewiesenen Treibhausgaseinsparungen aus. Die Bioethanolherstellung für den europäischen Markt muss als nachhaltig zertifiziert sein. Unabhängige, von der EU-Kommission zugelassene Zertifizierungssysteme sind unter anderem für die Überwachung und Kontrolle der kompletten Wertschöpfungskette zuständig. Diese garantieren einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Anbau der Biomasse über die Herstellung der Endprodukte bis zu deren Auslieferung. CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen aber nicht nur erfüllen, sondern übertreffen. Über die wichtigen Umweltaspekte der Nachhaltigkeit hinaus erkennt CropEnergies auch die gesellschaftlichen Anforderungen an und verstärkt seine Bemühungen, Interessengruppen (Stakeholder) über relevante Nachhaltigkeitsaspekte zu informieren. Die Nachhaltigkeitsstrategie von CropEnergiesCropEnergies will das Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Agrarrohstoff bis zum fertigen Produkt, im Sinne der Nachhaltigkeit ausrichten. Besondere Beachtung finden dabei vor allem die folgenden Aspekte:
Die Stakeholder der CropEnergies-GruppeZu den Interessengruppen von CropEnergies gehören Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Aktionäre, Finanzinstitutionen sowie Gesellschaft und Öffentlichkeit. Mit diesen Interessengruppen steht CropEnergies gemäß der jeweils unterschiedlichen Interessen im Dialog. Wesentliche HandlungsfelderCropEnergies möchte alle Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf ihre Relevanz für nachhaltiges Wirtschaften analysieren, darstellen und die Entwicklung verfolgen. Dabei wurden im Interesse der Stakeholder folgende Handlungsfelder ausgewählt, die teilweise mit den Aspekten der Global Reporting Initiative (GRI) übereinstimmen:
Beschaffung von AgrarrohstoffenStartpunkt der CropEnergies-Nachhaltigkeitsaktivitäten ist die vorgelagerte Wertschöpfungskette, insbesondere die Sicherstellung und Dokumentation von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Beschaffung von Agrarrohstoffen. CropEnergies verwendet ausschließlich Agrarrohstoffe europäischer Herkunft, die zum Großteil standortnah bezogen werden. Entsprechend kurz sind die Transportwege, sodass die Umweltbelastung gering bleibt. Alle Rohstofflieferanten in der EU erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft, um einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen zu gewährleisten. Die Nachhaltigkeitsanforderungen für Rohstoffe zur Herstellung von Biokraftstoffen gehen noch über die Vorgaben der Cross Compliance hinaus. Sie stellen sicher, dass vom Anbau der Biomasse bis zur Bioenergiegewinnung und -nutzung deutliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen erzielt werden. Auch dürfen die Rohstoffe nicht auf schützenswerten Flächen wie Primärwäldern (z. B. Regenwald) angebaut werden oder die Flächen zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet werden. Um dies zu gewährleisten, werden alle an der Herstellung beteiligten Schnittstellen regelmäßig von unabhängigen und anerkannten Gutachtern auditiert und nach von der EU anerkannten Zertifizierungssystemen (z. B. REDcert EU, ISCC EU oder 2BSvs) zertifiziert. Die Einhaltung der Kriterien ist in den Verträgen mit den Rohstofflieferanten verankert. Umwelt- und Energieaspekte in der ProduktionGrundsätze der ProduktionBei der Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln ist es das Ziel von CropEnergies, unter Beachtung höchster Qualitätsstandards den Ressourcenbedarf, den Energieeinsatz und mögliche Umweltauswirkungen zu minimieren. Dies bedeutet, dass über die gesetzlichen Anforderungen hinaus Anlagekonzeptionen, Produktionsprozesse (und zugehörige Lieferketten) bezüglich ihrer Umweltauswirkungen und ihrer Energieeffizienz kontinuierlich überprüft, bewertet und optimiert werden. In der Produktion werden innovative Herstellungsverfahren entwickelt und eingesetzt. Ein weiterer Vorteil ist die Einbindung in Verbundstandorte der Südzucker-Gruppe. So wird beispielsweise in Zeitz in vier Produktionsanlagen aus Zuckerrüben und Getreide Zucker, Bioethanol, Neutralalkohol, Lebens- und Futtermittel, biogenes Kohlendioxid und seit Anfang 2016 auch Weizenstärke und -gluten hergestellt. Alle Bioethanolanlagen von CropEnergies sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon-Plage sind nach REDcert EU zertifiziert. Zusätzlich ist Zeitz nach der deutschen Version von REDcert und Loon-Plage nach 2BSvs zertifiziert. Die Anlage in Wilton hat ein eigenes, von der EU-Kommission anerkanntes Zertifizierungssystem und hält zudem ein ISCC-EU-Zertifikat. Die Zertifizierungen der Bioethanolanlagen sind jährlich zu bestätigen. Mit den Zertifizierungen weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllt. Diese gibt unter anderem vor, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen mindestens 35 Gew.-% an Treibhausgasemissionen eingespart werden müssen. Mit Treibhausgaseinsparungen von bis zu 60 Gew.-% und mehr übertreffen die Produktionsanlagen in Wanze, Wilton und Zeitz bereits heute die Anforderungen von über 50 Gew.-%, die in der EU ab 2018 gelten werden. CropEnergies geht bei der Schonung der Ressourcen noch einen Schritt weiter: Dank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet, sodass praktisch keine Abfälle übrig bleiben. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht für die Herstellung von Bioethanol und Neutralalkohol benötigt werden, veredelt CropEnergies zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Diese enthalten wertvolles Eiweiß, das die Versorgungslücke bei pflanzlichen Proteinen in Europa verringert und den Importbedarf an Proteinfuttermitteln, insbesondere in Form von Sojabohnen und Sojaschrot aus Südamerika, reduziert. Untersuchungen zeigen, dass die Herstellung von europäischem Bioethanol aus heimischem Futtergetreide und Industrierüben keine nennenswerten Auswirkungen auf den weltweiten Bedarf an Agrarflächen hat. Im Gegenteil bringt jeder Hektar, der in Europa in typischer Fruchtfolge bewirtschaftet wird, nicht nur Rohstoffe zur Erzeugung von 4.000 l Bioethanol, sondern auch über 4.000 kg Futtermittel hervor. Hierfür würde in Südamerika die 1,9-fache Fläche an Zuckerrohr und Sojabohnen beansprucht. Im Effekt mindert daher Bioethanol aus EU-Erzeugung die Flächennutzung in anderen Regionen. In Zeitz und in Wilton wird ein weiteres bei der Ethanolproduktion anfallendes Produkt insbesondere für den Lebensmittelmarkt veredelt: Das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid wird hier in speziellen Anlagen gereinigt, verflüssigt und ersetzt beispielsweise in der Getränkeherstellung Kohlendioxid fossilen Ursprungs. Energie und EmissionenZentrale Bausteine des betrieblichen Umweltschutzes von CropEnergies sind effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen. So führen z. B. die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung und die mehrfache Energienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Damit werden der Brennstoffbedarf reduziert und gleichzeitig die Emissionen von Luftschadstoffen und klimarelevanten Treibhausgasen gesenkt. Einerseits werden somit Kosten verringert, andererseits wird aber auch die Nachhaltigkeit der hergestellten Produkte verbessert. Viele Einzelmaßnahmen in den Produktionsanlagen tragen zu einer insgesamt spürbar verbesserten Umweltbilanz der Produktion bei. In der Bioethanolanlage in Wanze wird darüber hinaus in einem bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie direkt aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns gewonnen. In Zeitz wird das in der Abwasseranlage entstehende Methan in einem Blockheizkraftwerk zu elektrischer und thermischer Energie umgewandelt und damit der Bedarf an fossilen Brennstoffen reduziert. Die Anforderungen aus der Richtlinie zur Energieeffizienz (EED) wurde an allen Produktionsstandorten umgesetzt. In Zeitz wurde eine Zertifizierung gemäß ISO 50001 und in Loon Plage sowie Wilton eine Auditierung nach ESOS (Energy Savings Opportunity Scheme) durchgeführt. BioWanze nimmt an einem freiwilligen branchenspezifischen Abkommen zur Verbesserung der Energieeffizienz teil ("accord de branche"). Energieeinsatz(Gigajoule je Tonne Haupt- und Nebenprodukte) ![]() Der spezifische Energieeinsatz hängt neben der Prozessführung und angewandten Technologien unter anderem auch von der Art und der Qualität der eingesetzten Rohstoffe ab. Die Qualität und Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen wird dabei nicht zuletzt von den jeweils herrschenden Witterungs- und damit Aufwuchsbedingungen bestimmt. Aufgrund der Flexibilität der Anlagen ist CropEnergies in der Lage, den Rohstoffeinsatz an die jeweiligen Marktbedingungen anzupassen. Als Energieträger werden neben konventionellen Brennstoffen auch Kleie und Biogas eingesetzt. Der Anteil an erneuerbaren Energien beträgt rund 25 %. In Wanze wird der Bedarf an Prozessenergie nahezu vollständig in einem Biomassekraftwerk aus Kleie, d. h. den Schalen des angelieferten Weizens erzeugt. Die Menge von CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Aufgrund von Strom- und Dampfexporten ist ein Teil der Emissionen Dritten zuzuordnen. Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz(Kilogramm CO2äq je Tonne Haupt- und Nebenprodukte) ![]() Wasser und AbwasserDie Nutzung und Ableitung von Wasser erfolgt an allen Standorten auf nachhaltige Art und Weise. Die Produktionsanlagen von CropEnergies zeichnen sich dadurch aus, dass der erforderliche Frischwasserbedarf durch Kreislaufführung und damit mehrfache Nutzung des eingesetzten Wassers auf ein Minimum reduziert wird. Wasserentnahme/Abwasserscroll
1
Haupt- und Nebenprodukte Werkseigene Kläranlagen stellen eine umweltgerechte Aufbereitung der Abwässer und damit die Einhaltung der jeweils gültigen Grenzwerte sicher. Das gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wasser wird in die benachbarten Flüsse abgeleitet. AbfallDank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet, sodass Abfälle nur in sehr geringem Umfang anfallen. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht für die Herstellung von Ethanol benötigt werden, werden veredelt und zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln weiterverarbeitet. Abfällescroll
Der überwiegende Teil der Abfälle, nämlich 90 %, wird recycelt, kompostiert oder energetisch verwendet. Bei 0,2 (0,2) % der Abfälle handelt es sich um gefährliche Abfälle. Diese bestehen überwiegend aus Fuselölen und verbrauchten Schmierstoffen aus der Produktion. Produktverantwortung und QualitätCropEnergies misst der Herstellung sicherer und qualitativ hochwertiger Produkte eine zentrale Bedeutung zu und ist sich der damit einhergehenden Verantwortung bewusst. Daher wurde ein Qualitätsmanagementsystem implementiert, das für alle Stufen der Produktion eine strukturierte und effektive Vorgehensweise regelt. Qualitätsmanagement und ProduktsicherheitDas Qualitätsmanagementsystem definiert Maßnahmen, die sicherstellen, dass alle Produkte den gesetzlichen Vorgaben sowie den Anforderungen der Kunden entsprechen. Ein zentrales Element des CropEnergies-Qualitätsmanagements ist das HACCP-Konzept. Mittels einer strukturierten Gefahrenanalyse wird jeder einzelne Produktionsschritt bei der Herstellung von Lebensmitteln hinsichtlich potenzieller Gefahren für die Gesundheit der Konsumenten bzw. bei der Herstellung von Futtermitteln für die Tiergesundheit überprüft und gegebenenfalls werden sofort entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Weitere wesentliche Elemente des Qualitätsmanagements stellen langfristige Lieferantenbeziehungen, qualifizierte Mitarbeiter, sichere Produktionsverfahren und die enge Abstimmung mit den Kunden dar. Für ein gemeinsames Verständnis in Bezug auf die Beschaffenheit der Produkte dienen die Endproduktspezifikationen. In das System eingebunden ist auch die Analyse von Reklamationen als zusätzliche Informationsbasis für die ständige Verbesserung von Prozessen und Produkten. Die Prozesse und Anforderungen rund um produktberührte Anlagenteile wurden 2015 neu definiert. Die hieraus resultierenden Referenzdokumente sind konzernweit einheitlich und stehen für jeden Produktionsstandort in der jeweiligen Landessprache elektronisch zur Verfügung. ZertifizierungenDie Kunden messen der Überprüfung von Sicherheit und Gesetzeskonformität der Produkte durch externe Zertifizierungsorganisationen eine große Bedeutung zu. Entsprechend orientieren sich unsere Produktionsprozesse an international anerkannten Standards mit umfangreichen Anforderungen und standardisierten Bewertungsverfahren, z. B. ISO 9001, REDcert (Biokraftstoffe), IFS Food (Lebensmittel), GMP+ (Futtermittel). Für einzelne Produktgruppen verfügen verschiedene Produktionsstandorte darüber hinaus -entsprechend besonderen Kundenanforderungen - über weitere spezifische Zertifikate wie z. B. Koscher oder Halal. Gesellschaftliche VerantwortungÖkonomische Nachhaltigkeit und Verantwortung für den ländlichen RaumDas Ziel von CropEnergies ist es, durch nachhaltiges Wirtschaften Werte zu schaffen. Ein wertorientiertes, profitables Wachstum bildet dabei die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions- und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und nachhaltiger Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte. Von einem solchen Wachstum und ökonomischer Nachhaltigkeit profitiert auch die regionale Wirtschaft. Alle Produktionsstandorte befinden sich im ländlichen Raum und damit in unmittelbarer Nähe zur Rohstofferzeugung. Dort leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Schaffung langfristiger und qualifizierter Arbeitsplätze, sondern tragen auch zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft, insbesondere der landwirtschaftlichen Betriebe, bei. Dies bestätigt auch eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, Darmstadt, das 2013 die wirtschaftliche Bedeutung der Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze untersucht und quantifiziert hat. Neben der Bruttowertschöpfung und dem Einkommen wurden dabei auch Beschäftigungs- und fiskalische Effekte, die mit der Geschäftstätigkeit der Bioethanolanlagen verbunden sind und die sich insbesondere in ländlichen Räumen niederschlagen, ermittelt. WifOR quantifiziert diesen sogenannten ökonomischen Fußabdruck* wie folgt: CropEnergies in Zeitz und Wanze generierten demnach zusammen eine direkte Bruttowertschöpfung von 110 Mio. €. Einschließlich indirekter und induzierter Wertschöpfungseffekte, die von CropEnergies zum Beispiel durch Investitionen, Auftragsvergaben zur Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Schaffung von Einkommen in anderen Wirtschaftsbereichen angestoßen wurden, lag der Wert bei rund 550 Mio. €. Bezogen auf die Bioethanolproduktion an beiden Standorten geht somit die Erzeugung eines Liters Bioethanols mit der Schaffung von Waren und Dienstleistungen im Wert von über 70 Cent in Europa einher. Die gesamten Beschäftigungseffekte (direkte und indirekte) summierten sich auf rund 11.450 Arbeitsplätze. Der Beschäftigungsmultiplikator lag bei 48,5 -auf jeden Arbeitsplatz bei CropEnergies kamen demnach fast fünfzig Arbeitsplätze in anderen Unternehmen. Dieser weit überdurchschnittliche Wert ist insbesondere auf die enge Verflechtung mit der einheimischen Landwirtschaft zurückzuführen. Im Gegensatz hierzu trägt die europäische Mineralölwirtschaft mit einem Beschäftigungsmultiplikator von lediglich 12,9 aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohölimporten aus Drittstaaten weitaus weniger zur Beschäftigung in der EU bei. Die Arbeitnehmerentgelte beliefen sich auf 18 Mio. €. Je Arbeitnehmer waren die Arbeitnehmerentgelte bei CropEnergies damit mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittlichen Entgelte des verarbeitenden Gewerbes in der EU. Logistik bei Beschaffung und DistributionEine Voraussetzung für einen reibungslosen Betrieb der Anlagen ist eine effiziente Warenbewegung. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringert CropEnergies die Umweltbelastungen aus dem Transport der Rohstoffe und Endprodukte auf ein Minimum. Die Lage der Bioethanolanlagen von CropEnergies ist auf die Reduzierung von Emissionen ausgerichtet. Der Rohstofftransport ist ein großer Hebel für die Optimierung der Emissionen. Daher liegen die Produktionsanlagen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und/oder Häfen und Bahntrassen. Die Anlagen in Wanze und Zeitz befinden sich zudem in unmittelbarer Nähe zu Zuckerfabriken der Südzucker-Gruppe. Dies verkürzt die Transportwege oder ermöglicht eine umweltschonende Belieferung zum Großteil per Schiff, Bahn oder Pipeline. In Wanze werden beispielsweise 67 % der eingesetzten Rohstoffe per Schiff und 8 % direkt über eine Leitung aus der benachbarten Zuckerfabrik angeliefert. Auch vertriebsseitig spielt die Optimierung der Distributionslogistik zum Endkunden eine immer wichtigere Rolle für Wettbewerbsfähigkeit und Ökologie. Die Belieferung der Endkunden erfolgt daher ebenfalls zu einem großen Teil klimaschonend per Schiff oder Bahn. Arbeitsbedingungen und MenschenrechteNachhaltiges Wirtschaften erstreckt sich nach dem unternehmerischen Selbstverständnis von CropEnergies auch auf die soziale Ebene. Mitarbeiter aller Hierarchieebenen bekennen sich dabei zu ihrer sozialen Verantwortung. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe erfüllt CropEnergies die Vorgaben eines international tätigen Konzerns. Hohe Standards gelten auch in den Bereichen der Menschenrechte, Aus- und Weiterbildung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen sowie beim Verhältnis zu den Sozialpartnern. Darüber hinaus strebt CropEnergies ein bestmögliches Maß an Sicherheit in den Produktionsanlagen an, um die Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu gewährleisten. VerhaltenskodexDer Verhaltenskodex von CropEnergies ist im Kapitel "Corporate Governance-Bericht", Unterpunkt "Compliance-Unternehmensgrundsätze" vollständig wiedergegeben. CropEnergies verpflichtet sich, die Geschäftstätigkeit auf ethische, legale und verantwortungsvolle Art und Weise auszuüben. Gleichzeitig erwartet CropEnergies von Lieferanten bzw. Vertragspartnern, dass auch diese sich gemäß den in diesen Richtlinien dargelegten Vorgaben verhalten. Neben den allgemeingültigen Compliance-Unternehmensgrundsätzen hat CropEnergies diese um spezifische interne Regelungen ergänzt, z. B. in Bezug auf das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit oder die Freiheit zu Versammlungen und Kollektivvertragsverhandlungen. ArbeitssicherheitUnverzichtbar für den nachhaltigen Erfolg der CropEnergies-Gruppe ist der hohe Stellenwert, den Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einnehmen. So ist die Anzahl der Unfallereignisse vergleichsweise niedrig und die unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Erreicht wurde dieser Erfolg durch die Mitwirkung sowohl der Mitarbeiter als auch der Führungskräfte. Die Maßnahmen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz basieren auf einem Arbeitsschutzmanagementsystem, das die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unfalluntersuchung und der Unterweisung definiert sowie Verantwortlichkeiten festlegt. Instrumente zur Kommunikation von Arbeitsschutzzielen, Verbesserungsvorschlägen und Arbeitsschutzmaßnahmen wurden etabliert. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Unterweisung der Mitarbeiter ein. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlich vorgeschriebenen wiederkehrenden Schulungen, sondern vor allem darum, das Thema Arbeitsschutz ständig im Gespräch und damit im Bewusstsein zu halten. Dafür erhalten die Mitarbeiter beispielsweise jeden Monat Unterlagen zu einem Schwerpunktthema oder werden an den Standorten zu Aktionstagen zum Arbeitsschutz eingeladen. Risiken und Gefahren im Arbeitsschutz und in der Anlagensicherheit werden regelmäßig ermittelt und ihnen wird entgegengewirkt. Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung sowie daraus abgeleitete Maßnahmen werden systematisch überprüft und die Effektivität der umgesetzten Maßnahmen wird regelmäßig bewertet. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGÜberblickAlle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies AG werden durch die Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und Services (ZAFES) der Südzucker AG im Auftrag der CropEnergies AG durchgeführt. Die Projekte betreffen die gesamte Wertschöpfungskette und reichen von der Untersuchung von Agrarrohstoffen über die Prozesstechnologie zur Gewinnung von Bioethanol und Nebenprodukten bis hin zu qualitätsrelevanten Fragestellungen sowie der Mitarbeit in Normungsgremien. Besondere Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2015/16 lagen auf der technologischen Begleitung von Produktionsprozessen. So wurden die Alkoholausbeute und die Anlagenkapazitäten optimiert sowie die Prozessstabilität verbessert. Ferner wurden Konzepte zur Reduzierung des Primärenergiebedarfs und der Erhöhung der Treibhausgaseinsparungen des erzeugten Bioethanols erarbeitet. Im Rahmen der Inbetriebnahme der Neutralalkoholanlage in Zeitz wurden im Geschäftsjahr 2015/16 neben technologischen auch vermehrt produktorientierte und analytische Themen bearbeitet. Bei den Lebens- und Futtermitteln lag der Fokus auf der Produktsicherheit und Qualitätssicherung. Der Einsatz neuer Technologien wird in Kooperation mit Universitäten oder in öffentlich geförderten Projekten vertieft. Ziel ist zum Beispiel die Gewinnung neuer Produkte für den Futter- und Lebensmittelsektor aus anfallenden Stoffströmen oder die Verwendung von CO2 aus der Fermentation zur Herstellung chemischer Zwischenprodukte. Aber auch die Untersuchung von Konzepten zur Nutzung von Bioethanol als Synthesebaustein für Produkte außerhalb des Kraftstoffsektors wurde weiter verfolgt. Alle für CropEnergies im Geschäftsjahr 2015/16 erbrachten Forschungs-, Entwicklungs- und Servicedienstleistungen wurden in definierten Projekten auf Basis eines mit der Südzucker AG geschlossenen Dienstleistungsvertrags verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtaufwand auf insgesamt 1,6 (2,1) Mio. €. Rohstoffbasis, Rohstoffqualität und FermentationsanpassungUm aus den eingesetzten Rohstoffen möglichst optimale Ethanolausbeuten zu erhalten, werden kontinuierlich neue Enzyme und Hefen auf Effizienz und Kosten getestet. Neben den spezifischen Enzymen spielten auch Optimierungen von Prozessparametern und gezielte Maßnahmen zur Energieeinsparung im Bereich der Fermentation eine entscheidene Rolle. Auf diese Weise konnten die Produktionskosten weiter reduziert und die Treibhausgasbilanz verbessert werden. Da aus den Rohstoffen nicht nur Bioethanol, sondern auch hochwertige Lebens- und Futtermittel hergestellt werden, ist die Einhaltung von Qualitätsstandards des angelieferten Getreides von besonderer Bedeutung. In den letzten Jahren mussten Getreidelieferungen vermehrt aufgrund hoher Mykotoxinwerte zurückgewiesen werden. Um die Produktsicherheit und die hohe Qualität der Futtermittel zu gewährleisten, wurden qualitätssichernde Maßnahmen verstärkt und angepasst. Optimierung von ProduktionsanlagenDurch verschiedene technische und technologische Maßnahmen konnten Konzepte entwickelt werden, mithilfe derer der spezifische Energieverbrauch an allen CropEnergies-Standorten weiter gesenkt wurde. Diese Konzepte sind teilweise bereits umgesetzt bzw. in der Planungs- und Realisierungsphase. In Wanze wurden die Trocknungskapazitäten für Bioethanol durch eine Anpassung der Prozessparameter und eine optimierte Verschaltung erheblich gesteigert. Die Parameter der Glutentrocknung wurden durch ein breit angelegtes Untersuchungsprogramm optimiert und die Produktqualität verbessert. Des Weiteren wurden technologische Studien zur Erweiterung der Trocknungskapazitäten abgeschlossen und mit deren Implementierung begonnen. In der Anlage in Wilton wurden für den Produktionsprozess weitere Konzeptstudien und Pilotexperimente zur Optimierung des Stärkeaufschlusses und Erhöhung der Ethanolausbeute durchgeführt. Weiterhin wurde untersucht, inwieweit der Primärenergieeinsatz durch die Anpassung und Verknüpfung einzelner Prozessschritte weiter reduziert werden kann. In Zeitz wurde die DDGS-Pelletierung durch technologische Maßnahmen optimiert. Dadurch reduzierte sich der Energieeinsatz bei der Pelletierung. Gleichzeitig verbesserten sich die Stabilität und das Abriebverhalten der Pellets. Technische Anpassungen erhöhten zudem den Durchsatz der Pelletierstation. Service für die NeutralalkoholanlageBei der Herstellung von Neutralalkohol sind der Rohstoff sowie die Reinheit und Qualität des Endprodukts von entscheidender Bedeutung. Für die Verwendung im Lebensmittelsektor oder in Produkten der Pharma- und Kosmetikindustrie muss der Alkohol nicht nur hochrein, sondern auch geruchs- und geschmacksneutral sein. Neben der Implementierung entsprechender analytischer Methoden im Betriebslabor in Zeitz war es notwendig, auch die Methodik für die sensorische Beurteilung von Neutralalkohol einzuführen. Hierbei waren die langjährigen Erfahrungen von Ryssen Alcools von großem Vorteil. Die Spezifikation für Neutralalkohol wurde definiert und ein entsprechendes Monitoring-Programm implementiert. Zudem wurde ein Logistikkonzept etabliert, das die für Lebensmitteltransporte notwendigen Aspekte zur Produktsicherheit einhält. Qualitätsmanagement für Lebens- und FuttermittelDurch die Harmonisierung der Arbeitsabläufe und Analyseverfahren in den Betriebslaboren der CropEnergies-Gruppe ist eine hohe Vergleichbarkeit der Ergebnisse zur Qualitätsbewertung von Lebens- und Futtermitteln gewährleistet. Hierzu zählen einheitliche Prüfpläne, die zentrale Vorgabe der Analysemethoden sowie die regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter der Betriebslabore. Anhand von Ringversuchen und internen Laboraudits wird die Wirksamkeit dieser Maßnahmen überprüft und dokumentiert. Die Datengrundlage dient auch der externen Zertifizierung. Die Harmonisierung von Produktinformationen, Analyseprogrammen und Kundeninformationen erstreckt sich auch auf die Erzeugung hochwertigen Glutens. Normungsarbeiten für BioethanolCropEnergies ist auf europäischer Ebene im Europäischen Komitee für Standardisierung (CEN) und auf deutscher Ebene im Deutschen Institut für Industrienormung e. V. (DIN) in die Normung von Ethanol, Ottokraftstoff und Mischungen davon aktiv eingebunden. Wie in den vergangenen Jahren arbeitete CropEnergies an der Neuformulierung der deutschen und europäischen Norm für Ottokraftstoff EN 228 mit, die sowohl E10 als auch E5 umfasst. Im Geschäftsjahr 2015/16 untersuchte CropEnergies die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Ethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% in verschiedenen Studien mit europäischen Experten weiter. Diese Ausarbeitungen dienen als Vorlage für eine Normung zukünftiger Kraftstoffe mit einem Ethanolgehalt von mehr als 10 Vol.-%. Neue Produkt- und Produktionskonzepte für BioethanolCropEnergies verfolgt weiterhin das Ziel, die Produktionsanlagen als integrierte Bioraffinerien zu betreiben und durch neue Prozesse und Prozesstechnologien die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produktionsanlagen weiter zu steigern. Unter anderem werden damit Konzepte verfolgt, um weitere Wertkomponenten aus den Nebenströmen zu isolieren. In dem EU-Projekt "PROMINENT" wird die effiziente Nutzung von proteinhaltigen Nebenströmen der Bioethanolproduktion, wie z. B. Gluten, "Distillers' Dried Grains with Solubles'' (DDGS) und "Concentrated Distillers' Solubles" (CDS) untersucht. Ziel ist es, funktionelle Proteine und Ballaststoffe unter Etablierung neuer Prozesse und Prozesstechnologien zu isolieren. In das Projekt sind Universitäten und Industriepartner eingebunden, um die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohprodukt bis zum fertigen Endprodukt untersuchen und bewerten zu können. Weitere Projekte evaluieren die Nutzung von hochreinem Kohlendioxid aus der Fermentation. Das von der Bundesregierung geförderte Projekt "ZeroCarb FP" beschäftigt sich mit der Gewinnung von Wertstoffen aus Kohlendioxid. Im Fokus steht die Entwicklung eines Kultivierungsverfahrens für einen Mikroorganismus, der CO2 fixiert und chemische Zwischenprodukte liefert. Die auf diese Weise gewonnenen "Biobased Chemicals" können eine Alternative zu petrochemischen Produkten darstellen. Eine weitere Nutzung des CO2 aus der Bioethanolherstellung ist die Aufzucht von Algen. Im Rahmen eines öffentlich geförderten Projektes wurde die Untersuchung gemeinsam mit Partnern durchgeführt. Die im Labormaßstab ausgearbeiteten Kultivierungsmethoden konnten problemlos auf eine Pilot-Freiland-Anlage mit 24 Photobioreaktoren mit je 180 Liter Fassungsvermögen übertragen werden. In der Freilandanlage wurden größere Mengen an Algenbiomasse gewonnen, die dann mit unterschiedlichen Aufschlussmethoden behandelt wurde, um Stärke und Protein zu isolieren. Insbesondere das Protein zeigte eine breite Funktionalität. Die Untersuchung einer Nutzbarkeit in Lebensmitteln ist als nächster Schritt geplant. Bioethanol als ChemierohstoffIm Rahmen einer Bioethanolfolgechemie verfolgt CropEnergies weiterhin Ansätze zur Gewinnung von C4-Bausteinen als Rohstoffe für die chemische Industrie. Die Forschungsarbeiten im Rahmen eines öffentlich geförderten Projekts fokussieren sich auf die chemisch-katalytische Umwandlung von Ethanol zu Butanol, das in einem einstufigen katalytischen Verfahren hergestellt werden soll. Im ersten Projektabschnitt konnten geeignete Katalysatoren identifiziert werden. Im zweiten Teil stehen die Reaktionsführung und die Anpassung der Parameter zur Optimierung von Butanol-Selektivität und -Ausbeute im Fokus. MITARBEITERDie Anzahl der Mitarbeiter ist seit dem Geschäftsjahr 2015/16 als Vollzeitäquivalent zum Stichtag angegeben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst. Demnach lag die Zahl der per 29. Februar 2016 beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) bei 416 (432). Der Rückgang ist vor allem auf die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton zurückzuführen. Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)scroll
Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat sind Bestandteil des Lageberichts. Einzelheiten hierzu sind in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 40 angegeben. Aus- und WeiterbildungDie Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe sind die Grundlage für den Erfolg und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Ihre Qualifizierung und Weiterbildung nimmt für CropEnergies daher einen hohen Stellenwert ein. Als Mitglied eines international tätigen Konzerns haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, an den Ausbildungs- und Qualifizierungsprogrammen der Südzucker-Gruppe teilzunehmen. CropEnergies beteiligt sich dabei beispielsweise an der beruflichen Entwicklung junger Menschen, die innerhalb der Südzucker-Gruppe einen Ausbildungsberuf erlernen oder ein Trainee-Programm durchlaufen. Außerdem partizipieren Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe an Maßnahmen zum länder- und funktionsübergreifenden Austausch innerhalb der Südzucker-Gruppe. Mit internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen qualifiziert CropEnergies Mitarbeiter für die sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen. Diese fanden im Rahmen von Veranstaltungen der Südzucker-Gruppe statt oder waren speziell auf CropEnergies zugeschnitten. Zur Verbreiterung des strategischen Diskurses und um das Management der CropEnergies-Gruppe stärker miteinander zu vernetzen, fand im Geschäftsjahr 2015/16 erneut eine mehrtägige Veranstaltung der Führungskräfte statt. Neben dem Austausch von Wissen und Erfahrungen an den einzelnen Standorten wurden aktuelle und fachübergreifende Themen diskutiert. Betriebliches VorschlagswesenAuch im Geschäftsjahr 2015/16 beteiligten sich wieder zahlreiche Mitarbeiter am betrieblichen Vorschlagswesen. Mit den eingereichten Vorschlägen erbrachten sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsabläufe und zeigten dadurch ein über das Tagesgeschäft hinausreichendes Engagement für das Unternehmen. ArbeitssicherheitArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nehmen in allen Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe einen hohen Stellenwert ein. Die Maßnahmen zur Reduzierung von Unfällen und zur Vermeidung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen an den Arbeitsplätzen entsprechen den Standards eines international tätigen Unternehmens. Als Bestandteile des Managementsystems tragen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wesentlich zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei. Bei der ständigen Verbesserung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden alle Mitarbeiter und Führungskräfte mit einbezogen. So gelingt es, dass neben rein technischen Schutzvorkehrungen auch mitarbeiterbezogene Maßnahmen der Prävention erfolgreich umgesetzt werden. Konkrete Maßnahmen sind unter anderem die systematische Beurteilung von Gefährdungen einschließlich der Beurteilung psychischer Belastungen an den Arbeitsplätzen, die wiederkehrende Prüfung von Arbeitsmitteln, die Erstellung von Betriebsanweisungen sowie die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter. Darüber hinaus werden Prozesse in den Anlagen systematisch überprüft. Dabei werden sicherheitsrelevante Aspekte erkannt und wertvolle Informationen für die technische und technologische Optimierung der Anlagen gewonnen. Die Effekte dieser Maßnahmen zeigen sich an der sehr geringen Zahl an Unfällen und unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten. DankMaßgeblich für den Erfolg eines Unternehmens ist die Leistungsbereitschaft und das Engagement seiner Mitarbeiter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben unsere Mitarbeiter dies nicht nur mit großem Einsatz bei der Bewältigung ihrer täglichen Aufgaben bewiesen, sondern sie haben darüber hinaus mit Schwerpunktthemen an der Weiterentwicklung der CropEnergies-Gruppe mitgearbeitet. Hierfür dankt der Vorstand allen Beschäftigten und freut sich auf eine Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit. INVESTITIONENDie Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/16 auf 16,7 (31,4) Mio. €. Davon wurden 8,1 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 7,7 Mio. € bei der BioWanze SA, 0,4 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. und 0,3 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der CropEnergies Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr 2015/16 lag auf der Fertigstellung der neuen Veredelungsanlage zur Herstellung von Neutralalkohol. Im Rahmen des Projekts wurde auch ein zusätzliches Tanklager errichtet und die vorhandene Infrastruktur erweitert. CropEnergies ist damit in der Lage, pro Jahr bis zu 60.000 m3 Neutralkohol in Lebensmittelqualität herzustellen und dabei kundenspezifische Qualitätsanforderungen zu erfüllen. Weitere Investitionen erfolgten aufgrund des neuen Standortkonzepts zum Brandschutz, im Rahmen dessen auch eine Werkfeuerwehr aufgebaut wurde. Die restlichen Investitionen dienten hauptsächlich der Energieeinsparung oder waren Ersatzinvestitionen. Die Schwerpunkte lagen dabei im Bereich der Verflüssigung und der Futtermitteltrocknung. Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2015/16 mit der Modernisierung und Erweiterung der Futtermittelverladung begonnen. Die Investitionen der BioWanze SA dienten vor allem der Steigerung der Bioethanolausbeute und der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. Investiert wurde unter anderem in die Erweiterung der Filterkapazitäten des Biomassekessels. Darüber hinaus wurde die Mühlenkapazität erhöht und die Stärkeausbeute verbessert. Zwischen der benachbarten Zuckerfabrik der Raffinerie Tirlemontoise SA und der Bioethanolanlage wurde eine elektrische Verbindung installiert, die künftig die wechselseitige Nutzung eigenerzeugten Stroms ermöglicht. Darüber hinaus wurde mit den Arbeiten zur Erweiterung der Glutenproduktion begonnen. Bei der Ensus UK Ltd. wurde die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton genutzt, um mit begrenzten Investitionen die Prozessstabilität zu verbessern sowie den Energieverbrauch zu senken, zum Beispiel durch Wärmerückgewinnung im Bereich der Verflüssigung. Außerdem wurden Instandhaltungsmaßnahmen und gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen vorgenommen. Die Ryssen Alcools SAS investierte im Geschäftsjahr 2015/16 in die Modernisierung der Produktionsanlage von Neutralalkohol sowie in die Erweiterung der Denaturierungskapazität. Zudem wurden Arbeiten zur Automatisierung und Flexibilisierung der Alkoholverladung abgeschlossen. Damit werden Kundenanforderungen Rechnung getragen und Verladekosten gesenkt. Die restlichen Investitionen betrafen vor allem Verbesserungen des Brandschutzes sowie Ersatzinvestitionen. CORPORATE GOVERNANCEIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht sind auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. VorstandDer Vorstand der CropEnergies AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der am 30. April 2015 und zuletzt am 14. Januar 2016 geänderten Fassung der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. AufsichtsratDer Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge -wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen -enthält die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne und externe Berater hinzuziehen. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft sie regelmäßig. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des Aufsichtsrats sind in seiner zuletzt am 30. März 2012 ergänzten Geschäftsordnung niedergelegt. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer sechsköpfige Aufsichtsrat von CropEnergies setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und § 101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen. Die Amtszeit der von den Hauptversammlungen am 17. Juli 2012 und (durch Nachwahl eines Mitglieds) am 14. Juli 2015 gewählten Aktionärsvertreter läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt (also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017). Der Financial Expert in Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss ist Franz-Josef Möllenberg. Diversity-ZieleFür seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen Beschluss vom 20. Dezember 2010 bzw. 12. November 2012 unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit an folgenden Diversity-Zielen:
Die Zielfestlegung für eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat wurde nach Inkrafttreten des "Geschlechterquoten-Gesetzes" aktualisiert. Sie finden die Ziele im Abschnitt "Geschlechterquote" auf Seite 41. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Bei den Vorschlägen zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre durch die Hauptversammlungen 2012 und 2015 hat der Aufsichtsrat neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die Diversity-Ziele berücksichtigt. Er hat insbesondere auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) geachtet. Die Hauptversammlung hat am 17. Juli 2012 -den Vorschlägen des Aufsichtsrats folgend -neue Aktionärsvertreter gewählt. Dem Aufsichtsrat gehören damit wieder mindestens zwei unabhängige Mitglieder an ("nicht unabhängig" i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der "Internationalität". Aktuell gehören dem Aufsichtsrat keine Frauen an. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus vier Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse ergeben sich aus den zuletzt am 30. März 2012 bzw. 3. Mai 2012 ergänzten Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat bzw. für den Prüfungsausschuss. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der CropEnergies AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs statt und beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Jede Aktie von CropEnergies gewährt die gleichen Rechte. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der CropEnergies AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der CropEnergies AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2016Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 12. Juli 2016 in Mannheim vorgesehen ist, sowie alle für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der CropEnergies AG unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung gestellt. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Das Risikomanagement bei CropEnergies ist im Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 66 - 73 dargestellt. Corporate Governance-BerichtCorporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. CropEnergies erfüllt die höchsten Transparenzanforderungen an deutschen Börsen. Entsprechend wird die CropEnergies-Aktie seit 2006 im Prime Standard notiert. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance Kodex unterstreicht das Verständnis von transparenter Unternehmensführung. Nach Ansicht von CropEnergies ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde -wie in den Vorjahren -auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate Governance-Grundsätze verzichtet. Entsprechenserklärung 2015In der gemeinsamen Entsprechenserklärung 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat wurden -in Ergänzung des Vorjahrestextes -noch folgende Abweichungen von Empfehlungen aufgenommen: Ziffer 4.3.3 Satz 4 (Vorstand/Interessenkonflikte):Der neuen Kodex-Empfehlung, wesentliche Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied nahe stehenden Personen oder Unternehmungen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorzunehmen, wird die CropEnergies AG nach entsprechender Anpassung der Geschäftsordnung für den Vorstand künftig entsprechen. Bis zur Umsetzung dieser neuen Anforderung in der Geschäftsordnung für den Vorstand wird vorsorglich eine Abweichung erklärt. Die entsprechende Ergänzung der Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats in der Sitzung am 14. Januar 2016 erfolgt. Ziffer 5.4.1 (Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats):Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird nicht festgelegt. Dadurch werden Kontinuität und die Bewahrung langjähriger Expertise im Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft ermöglicht. Die Entsprechenserklärung 2015 ist -ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre -auf der CropEnergies-Internetseite www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht. Sie hat folgenden Wortlaut: "Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG, Mannheim, haben am 9. November 2015 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Mit folgenden Ausnahmen entsprach die CropEnergies AG den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Kodex-Fassung vom 24. Juni 2014 und entspricht den Empfehlungen zukünftig in der Kodex-Fassung vom 5. Mai 2015: Ziffer 4.2.1 (Vorsitzender oder Sprecher des Vorstands):Die Wahl eines Vorsitzenden oder Sprechers war zunächst nicht notwendig. Der Vorstand der CropEnergies AG bestand bis zum 30. April 2015 aus zwei Mitgliedern, die das Unternehmen -mit klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen -gleichberechtigt führten. Seit 30. April 2015 hat der Vorstand der CropEnergies AG drei Mitglieder, von denen eines die Funktion des Vorstandssprechers wahrnimmt. Damit wird zukünftig von der Empfehlung in Ziffer 4.2.1 des Kodex nicht mehr abgewichen. Ziffer 4.2.2 (Vertikalvergleich der Vorstandsvergütung):Der Aufsichtsrat befasst sich pflichtgemäß mit der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands. Er beachtet dabei auch das unternehmensinterne Lohn- und Gehaltsgefüge. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 empfohlene formale Vorgehen nicht erforderlich, da es zu keiner Verbesserung der Entscheidungsqualität führt. Ziffer 4.2.3 Abs. 4 (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen):Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 (Individualisierte Vorstandsvergütung):Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Daher sieht die Gesellschaft im Vergütungsbericht von Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ab. Ziffer 4.3.3 Satz 4 (Vorstand/Interessenkonflikte):Der neuen Kodex-Empfehlung, wesentliche Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied nahe stehenden Personen oder Unternehmungen nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorzunehmen, wird die CropEnergies AG nach entsprechender Anpassung der Geschäftsordnung für den Vorstand künftig entsprechen. Bis zur Umsetzung dieser neuen Anforderung in der Geschäftsordnung für den Vorstand wird vorsorglich eine Abweichung erklärt. Ziffer 5.3.2 Satz 3 (Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses):Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Thomas Kölbl. Er ist zugleich Vorstandsmitglied der Südzucker AG, die mehrheitlich an der CropEnergies AG beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Kölbl im Interesse der Gesellschaft und ihrer sämtlichen Aktionäre. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 (Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats):Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat hat seine Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausgerichtet und beabsichtigt hieran im Rahmen des rechtlich Zulässigen festzuhalten. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird nicht festgelegt. Dadurch werden Kontinuität und die Bewahrung langjähriger Expertise im Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft ermöglicht. Ziffer 5.4.6 (Aufsichtsratsvergütung):Die Satzung unserer Gesellschaft sieht eine erfolgsbezogene Aufsichtsratsvergütung vor, die dividendenabhängig gestaltet ist (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2). Für diese Struktur spricht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre. Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 3). Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individuelle Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten." GeschlechterquoteDie am 1. Mai 2015 in Kraft getretene Änderung des Aktiengesetzes sieht für börsennotierte Gesellschaften die Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor. Die CropEnergies AG ist hiervon betroffen. Nicht betroffen ist die CropEnergies AG von der Einführung einer fixen Geschlechter-Quote von 30 % im Aufsichtsrat; diese gilt für börsennotierte Unternehmen, die auch paritätisch mitbestimmt sind. Dies trifft auf CropEnergies nicht zu. Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 14. Juli 2015 -unter Berücksichtigung aller relevanten Gesichtspunkte und insbesondere des Status Quo -das erste Ziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und auch im Vorstand bis 30. Juni 2017 auf "Beibehaltung von null %" festgelegt. Der Vorstand hat in der Sitzung am 28. September 2015 als Zielfestlegung beschlossen, dass der Frauenanteil auf der Führungsebene unter dem Vorstand (die CropEnergies AG hat aufgrund ihrer flachen Hierarchien nur eine Führungsebene unter dem Vorstand) bis 30. Juni 2017 bei 20 % beibehalten werden soll. Verhaltenskodex und LeitlinienCropEnergies hat einen Verhaltenskodex und Leitlinien aufgestellt. Diese sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Unternehmen" veröffentlicht. VergütungsberichtCropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.6 Kodex). Die CropEnergies AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting out). Der Verzicht auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und der Vorstandsvergütung wurde in der Entsprechenserklärung berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig a) von der Erreichung vereinbarter Ziele sowie b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen Ergebnis der CropEnergies-Gruppe. Dabei wird der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. 3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie 4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht. Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand sind unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von 20.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je angefangene 0,01 € je Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die feste Vergütung erhöht sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats ist unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex eine analoge Anwendung. Die CropEnergies AG entspricht dieser Empfehlung. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WertpapierhandelsgesetzKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2015/16 meldete das Vorstandsmitglied Joachim Lutz den Kauf von 2.100 Aktien am 9. Juli 2015 zum Kurs von 3,81 € sowie weiterer 3.000 Aktien am 20. August 2015 zum Kurs von 3,40 €. Compliance-UnternehmensgrundsätzeComplianceCompliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten -ist für CropEnergies die Grundlage guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe deren Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen Berichtswege und Informationsflüsse eine Durchsetzung der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu erreichen. Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarktcompliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Grundlage guter Compliance ist stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Compliance-UnternehmensgrundsätzeCropEnergies will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben und sind auf der CropEnergies-Website unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht. CropEnergies wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz: 1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. 2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme oder Gewährung solcher Vergünstigungen bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten bzw. bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte des Vorstands. 3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb des Unternehmens bewusst. 4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen Bestimmungen sind zu befolgen. 5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln. 6. Ordnungsgemäße Belegführung: Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. 7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet. 8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. 9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. 10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. 11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein offenes und kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern werden die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen, Schulungen und Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen. Übernahmerelevante AngabenDie folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Diese Angaben betreffen u. a. Aspekte, die für den Erwerb der Unternehmenskontrolle eine Rolle spielen können, sowie die Befugnisse des Vorstands, die Kapitalstruktur zu verändern. Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von AktienZum 29. Februar 2016 beträgt das Gezeichnete Kapital 87.250.000 € und ist in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB). Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind CropEnergies nicht bekannt (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB). Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft bekannt: Die Südzucker AG, Mannheim (Südzucker) ist mit rund 69 % sowie die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart (SZVG) mit rund 7 % direkt am Grundkapital beteiligt. Da die von Südzucker gehaltenen Anteile gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG der SZVG zuzurechnen sind, hält die SZVG direkt und indirekt somit insgesamt rund 76 % der Stimmrechte (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB). Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmeraktienBei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital (§ 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB). Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederDie Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Mitglieder des Vorstands wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren bestellt. SatzungsänderungenÄnderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§ 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB). Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und AktienrückkaufDie Hauptversammlung vom 14. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 13. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7HGB). Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat ein Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 war im Geschäftsjahr 2013/14 im Umfang von 2,25 Mio. € Gebrauch gemacht worden. Hierdurch reduzierte sich das Genehmigte Kapital auf 12,75 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde von der Ermächtigung kein weiterer Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7HGB). Kontrollwechsel- und EntschädigungsvereinbarungenDie Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600 Mio. € abgeschlossen. Die CropEnergies AG ist dieser Kreditlinie mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € beigetreten. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels (§ 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB). Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht auf Seite 127 zu entnehmen. PRODUKTEWas produzieren die Bioethanolanlagen von CropEnergies? In den vier Produktionsanlagen von CropEnergies in Deutschland, Frankreich, England und Belgien wird nicht nur Bioethanol hergestellt. Durch die vollständige Verwertung aller Rohstoffbestandteile entsteht eine Reihe verschiedenster Lebens- und Futtermittel. Da bleibt nichts übrig. Kraftstoffethanol und NeutralalkoholBioethanol gewinnt man aus der Fermentation von stärke- oder zuckerhaltigen Rohstoffen. Dieses Bioethanol kann als Kraftstoff verwendet oder zu hochreinem Neutralalkohol für traditionelle Anwendungen veredelt werden. WeizenglutenEin Kuppelprodukt ist wertvolles Weizengluten, welches beim Mahlen des Getreides abgetrennt wird. Weizengluten wird insbesondere für die Herstellung von Lebensmitteln (z. B. für Backwaren), aber auch als spezielles Futtermittel (z. B. für Fische) verwendet. Proteinreiche FuttermittelZu jedem Kubikmeter Bioethanol aus Getreide wird in Zeitz und Wilton eine Tonne proteinreiches Futtermittel (DDGS) gewonnen. In Wanze hingegen wird -neben Gluten und Kleie -aus den zurückbleibenden Komponenten ein flüssiges Futtermittel hergestellt. Die Futtermittel tragen zur Proteinversorgung von Kühen, Schweinen, Geflügel und Heimtieren bei. KohlensäureWährend des Fermentationsprozesses wird zudem Gärungskohlensäure freigesetzt. Diese wird gereinigt und verflüssigt und findet in der Getränkeindustrie weitere Anwendung. WIRTSCHAFTSBERICHTBericht zur GeschäftstätigkeitEntwicklungen auf dem Weltmarkt für BioethanolEthanolproduktion / -verbrauchIm Jahr 2015 stieg die weltweite Erzeugung von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf 115,1 (112,1) Mio. m3 an. Dies ist auf eine höhere Produktion in den USA und in Brasilien zurückzuführen. Wie in den vergangenen Jahren wurde Bioethanol überwiegend für Anwendungen im Kraftstoffbereich produziert. Insgesamt wurden 97,1 (94,2) Mio. m3 Bioethanol und damit 84,4 (84,1) % der Gesamtproduktion für den Kraftstoffsektor hergestellt. Der Rest war für Getränke, Kosmetik, sowie für medizinische und industrielle Anwendungen bestimmt. Für das Jahr 2016 gehen Marktbeobachter von einer etwas geringeren weltweiten Produktion von 114,2 Mio. m3 Bioethanol aus. In den USA lag die Bioethanolproduktion im Jahr 2015 mit 57,5 (55,8) Mio. m3 um 3,2 % über dem Vorjahresniveau. Bei einem um 3,6 % höheren Inlandsverbrauch von 54,5 (52,6) Mio. m3 gingen die Nettoexporte um 2,3 % auf 2,7 (2,8) Mio. m3 leicht zurück. Für das Jahr 2016 wird mit lediglich geringen Veränderungen und einem anhaltend hohen Produktionsüberschuss gerechnet. In Brasilien soll die Bioethanolproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 aufgrund einer besseren Zuckerrohrernte um 3,6 % auf 30,0 (29,0) Mio. m3 steigen. Angesichts eines deutlichen Wachstums des Bioethanolverbrauchs um 10,7 % auf 29,7 (26,8) Mio. m3 wird eine weitestgehend ausgeglichene Versorgungsbilanz erwartet. Die höhere Inlandsnachfrage ist hauptsächlich auf die Anhebung der Beimischung von Bioethanol von zuvor 25 auf 27 Vol.-% (E27) seit Mitte März 2015 zurückzuführen. Im Kalenderjahr 2015 wurden in Brasilien 2,2 (2,9) Mio. Flexible Fuel Vehicles (FFVs) zugelassen. Ihr Anteil an der Gesamtfahrzeugflotte liegt inzwischen bei rund 55 %. Im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 sollen 29,5 Mio. m3 (-1,6 %) Bioethanol produziert und im Inland 29,0 Mio. m3 (-2,2 %) Bioethanol verbraucht werden. Infolgedessen wird mit einem deutlichen Rückgang der brasilianischen Nettoexporte um rund zwei Drittel gerechnet. In der EU ging angesichts eines tendenziell geringeren Verbrauchs von Ottokraftstoffen und ohne Impulse durch höhere Beimischungsvorgaben der Verbrauch von Kraftstoffethanol im Jahr 2015 um 2,6 % auf 5,2 (5,4) Mio. m3 zurück. Unter Berücksichtigung von Alkohol für traditionelle und technische Anwendungen lag der Gesamtethanolverbrauch mit 7,7 (7,8) Mio. m3 leicht unter dem Vorjahresniveau (-1,2 %). Die fehlenden Nachfrageimpulse schlagen sich in einer auf 7,1 (7,2) Mio. m3 gesunkenen Ethanolproduktion nieder. Darin enthalten ist die Produktion von Kraftstoffethanol, die auf 5,0 (5,3) Mio. m3 zurückging. Die Nettoimporte stiegen im Jahr 2015 um 3,9 % auf 464 (447) Tsd. m3 . Für das Kalenderjahr 2016 erwarten Marktbeobachter einen weiteren Rückgang des Kraftstoffethanolverbrauchs in der EU auf 5,1 Mio. m3 . Bei einem leichten Anstieg der Inlandsproduktion auf 5,1 Mio. m3 könnte daraus erstmals ein geringer Produktionsüberschuss von Kraftstoffethanol resultieren. Das Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Senkung von Treibhausgasemissionen wird damit nicht weiter ausgeschöpft. Eine zeitnahe E10-Einführung in weiteren EU-Mitgliedsstaaten würde hingegen die Dekarbonisierung des Transportsektors beschleunigen und dessen Klimabilanz deutlich verbessern. Damit könnte der Transportsektor seinen deutlichen Rückstand gegenüber anderen Sektoren bei der Realisierung der europäischen Treibhausgaseinsparzielen aufholen. scroll
Quelle: F. O. Licht. Schätzung der EU-Mengenbilanz Bioethanol, April 2016 In Deutschland, dem größten Markt für Bioethanol in der EU, ging der Verbrauch von Kraftstoffethanol im Jahr 2015 um 4,5 % auf 1,5 Mio. m3 zurück. Rund 90 % davon wurden dabei dem Benzin direkt beigemischt. Das zum 1. Januar 2015 eingeführte Treibhausgasminderungsziel von 3,5 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen hat sich im Jahr nach seiner Einführung als nicht ambitioniert genug herausgestellt. In Vorbereitung des Systemwechsels von energetischer Beimischungsverpflichtung zur Treibhausgasminderungsquote haben Biokraftstoffhersteller umfangreich in die Senkung von Treibhausgasemissionen investiert. Im Durchschnitt erhöhten sich dadurch die spezifischen Treibhausgasminderungen von Biokraftstoffen deutlich auf über 60 % - also auf fast das Doppelte der gesetzlich vorgeschriebenen 35 %. Die Mineralölindustrie nutzte diese Entwicklung jedoch nicht dazu, die Treibhausgasbilanz ihrer Kraftstoffe weiter zu verbessern, sondern reduzierte stattdessen die volumetrische Biokraftstoffbeimischung. Hierdurch sank auch der Absatz von E10 im Vergleich zum Vorjahr auf 2,5 (2,8) Mio. t. Trotz der gesetzlichen Vorgabe, die Treibhausgasintensität von Kraftstoffen sukzessive zu senken, konnte die Mineralölindustrie damit wieder mehr fossile Kraftstoffe in den Verkehr bringen. EthanolpreiseAn der Chicago Board of Trade (CBOT) bewegte sich der 1-Monats-Future für Ethanol seitwärts und pendelte dabei weitgehend um die Marke von 1,50 US-$/Gallone* . Zuletzt sank der Ethanolpreis aber auch unter 1,40 US-$/Gallone und notierte Ende Februar 2016 bei umgerechnet 335 €/m3 . Gründe für das anhaltend niedrige Preisniveau waren die geringen Rohstoff- und Energiekosten, hohe Lagerbestände sowie ein weiterer Rückgang der Ölpreise. Diese lagen im Februar 2016 durchschnittlich bei 30 US-$/Barrel für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI). Die brasilianischen Ethanolpreise lagen Ende Februar 2016 bei umgerechnet 487 €/m3 . Trotz des Anstiegs der Inlandspreise in heimischer Währung um rund 50 % ergibt sich angesichts der deutlichen Abwertung des brasilianischen Real im Vergleich zu Anfang März 2015 nur ein moderater Anstieg von 40 €/m3 . Im Jahresverlauf waren zwischenzeitlich auch Preise von deutlich unter 400 €/m3 zu beobachten. In Europa stiegen die Ethanolpreise von 450 €/m3 fob Rotterdam Anfang März 2015 auf 511 €/m3 Ende Februar 2016 deutlich an. Zwischenzeitlich erreichte das Preisniveau über 600 €/m3 , auch als Folge der Preissteigerung auf dem Biodieselmarkt und einer zeitweise knappen Versorgungslage am europäischen Haupthandelsplatz für Bioethanol in Rotterdam. Internationale Bioethanolpreise (€/m3)![]() Entwicklungen auf den Rohstoff- und FuttermittelmärktenGetreidemärkteDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) rechnet in seiner Schätzung vom 12. April 2016 für das Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 mit einer nur leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahrs liegenden Weltgetreideproduktion (ohne Reis) von 1.994 (2.029) Mio. t. Der Weltgetreideverbrauch soll um 0,4 % auf 1.969 (1.976) Mio. t zurückgehen. Die Produktion liegt damit erneut über dem Verbrauch. Die weltweiten Lagerbestände sollen sich daher um 5,6 % auf 484 (459) Mio. t erhöhen und damit das bisherige Rekordniveau aus dem Getreidewirtschaftsjahr 1986/87 übertrefffen. Für die EU erwartet die EU-Kommission im Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 einen Rückgang der Getreideernte um 5,5 %. Mit 310 (328) Mio. t liegt sie jedoch weiterhin über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre und über dem erwarteten Getreideverbrauch von 283 (282) Mio. t. Der größte Teil des Getreideverbrauchs entfällt mit 61 % auf die Tierfütterung. Mit einem Nettoexport von 27 Mio. t Getreide trägt die EU unverändert in hohem Maße zur Versorgung des Weltmarkts bei. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich nur 11 Mio. t verwendet, wobei rund ein Drittel dieser Getreidemenge wieder als proteinreiche Lebens- und Futtermittel in den Markt zurückfließen. Die Erwartungen einer weltweit guten Getreideernte führten zu einem Rückgang des 1-Monats-Futures für Mahlweizen an der Euronext in Paris. Die Weizenpreise fielen von 188 €/t Anfang März 2015 auf 147 €/t Ende Februar 2016.
*
Eine Gallone entspricht 3,7854 Liter. Für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 erwartet der Internationale Getreiderat (International Grain Council) eine Welt-Getreideproduktion von 1.997 Mio. t, die damit leicht unter seiner Schätzung von 2.006 Mio. t für das Vorjahr liegt. Gleichzeitig soll der Getreideverbrauch auf 1.997 (1.988) Mio. t steigen und die Lagerbestände damit auf dem Vorjahresrekordniveau verbleiben. Bei Weizen wird im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 weltweit mit einer um ca. 2 % geringeren Anbaufläche von 220 Mio. ha gerechnet. Bei etwas geringeren Durchschnittserträgen soll die Ernte leicht auf 713 (734) Mio. t sinken. Angesichts eines prognostizierten Verbrauchs von 716 (720) Mio. t geht der Internationale Getreiderat am Ende des Getreidewirtschaftsjahrs 2016/17 von Lagerbeständen von 211 (214) Mio. t Weizen aus. Der Internationale Getreiderat schätzt, dass die globale Maisanbaufläche im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 um ca. 2 % steigen wird. Mit einem Anstieg der Anbaufläche wird dabei insbesondere in den USA, Argentinien, der Ukraine und Südafrika gerechnet. Bei normalen Wetterbedingungen sollte die Maisproduktion daher auf 993 (972) Mio. t steigen. Bei einem Maisverbrauch von 991 (973) Mio. t wird mit einem leichten Anstieg der Lagerbestände auf 208 (206) Mio. t Mais gerechnet. Die EU-Kommission erwartet in der EU auch für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 eine überdurchschnittliche Getreideernte von 308 Mio. t, die den Verbrauch von 284 Mio. t erneut übersteigen wird. Mit einem Anteil von über 60 % entfällt der größte Teil des Getreideverbrauchs weiterhin auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich 11,5 Mio. t und damit lediglich 3,7 % der EU-Getreideernte verwendet. ZuckermärkteIm Zuckerwirtschaftsjahr 2015/16 erwarten Marktanalysten erstmals seit sechs Jahren weltweit wieder ein Produktionsdefizit. Während der Verbrauch sich auf 182 (179) Mio. t erhöht, soll die Zuckererzeugung mit 177 (182) Mio. t erstmals seit 2012/13 unter die Marke von 180 Mio. t sinken. In Folge kommt es erstmals seit sechs Jahren wieder zu einem Abbau der Bestände auf 72 (78) Mio. t Zucker bzw. 40 (44) % eines Jahresverbrauchs. Die Weltmarktpreisentwicklung unterlag im Verlauf des Geschäftsjahrs 2015/16 starken Schwankungen. Anfang März 2015 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 331 €/t und fiel zwischenzeitlich angesichts der Abwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar zeitweise auf unter 300 €/t. Seit Ende September 2015 stieg der Weltmarktpreis für Weißzucker angesichts der Erwartung eines weltweiten Produktionsdefizits -bei hoher Volatilität -auf 374 €/t Ende Februar 2016. In der EU wird mit einem deutlichen Rückgang der Zuckerproduktion (inklusive Isoglukose) auf 16 (20) Mio. t gerechnet. Bei nahezu gleichbleibendem Verbrauch von 19 (19) Mio. t und trotz steigender Nettoimporte sollen sich die Lagerbestände mehr als halbieren. ProteinmärkteDie globale Sojabohnenernte im Wirtschaftsjahr 2015/16 wird nach der USDA-Schätzung vom 12. April 2016 mit 320 (320) Mio. t das Rekordniveau des Vorjahrs erreichen. Entsprechend der Erwartung einer hohen Produktion sowie hoher Lagerbestände unterschritt der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT im August 2015 erstmals seit sechs Jahren wieder die Marke von 9 US-$/Bushel* und bewegt sich seitdem auf diesem niedrigen Niveau. Umgerechnet in Euro entsprach dies im Geschäftsjahr 2015/16 einem Rückgang von rund 15 % auf 288 €/t. Die EU-Rapsernte soll im Wirtschaftsjahr 2015/16 auf 21 (24) Mio. t zurückgehen. Angesichts der international niedrigen Proteinpreise sind die Preise für Rapsschrot aber dennoch von rund 240 €/t Anfang März 2015 auf rund 180 €/t Ende Februar 2016 gesunken. Internationale Agrarpreise (€/t)![]()
*
Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg
Sojabohnen. Entwicklungen im politischen Umfeld"Erneuerbare-Energien-Richtlinie"Die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" definiert unverändert die rechtlichen Grundlagen für das verbindliche Ziel von 10 % erneuerbarer Energien im Transportsektor im Jahr 2020. Wesentliche Voraussetzung für den Marktzugang von Biokraftstoffen in der EU ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien, die z. B. Mindestanforderungen für eine nachhaltige Biomasseerzeugung und -verarbeitung setzen. So müssen Biokraftstoffe im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen u. a. mindestens 35 Gew.-% bzw. ab 2018 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen einsparen. Für Anlagen, die nach dem 5. Oktober 2015 errichtet wurden, gilt ein Mindestwert von 60 Gew.-%. Darüber hinaus ist die Herkunft der verarbeiteten Biomasse lückenlos zu dokumentieren. Die Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion dürfen dabei nicht von Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand, z. B. Wäldern, und/oder Flächen mit hoher biologischer Vielfalt gewonnen werden. Die EU-Kommission hat mittlerweile 19 Zertifizierungssysteme mit EU-weiter Gültigkeit zugelassen, mit denen die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen nachgewiesen werden kann. "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt vor, dass bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Die Einsparung muss dabei gegenüber der durchschnittlichen Treibhausgasintensität der im Jahr 2010 verbrauchten Kraftstoffe erzielt werden. Diese lag bei 94,1 g CO2äq /MJ und damit deutlich höher als der für Biokraftstoffe geltende, strengere fossile Referenzwert von 83,8 g CO2äq /MJ. Damit wird deutlich, dass mit Biokraftstoffen tatsächlich deutlich mehr Treibhausgasemissionen eingespart werden als bisher offiziell anerkannt wird. Die Treibhausgasemissionen, die bei Kraftstoffen aus unkonventionellen Ölquellen, wie z. B. aus Teersanden, Ölschiefer oder Tiefseebohrungen anfallen, liegen noch einmal deutlich höher als diese Referenzwerte. Nach Ansicht von CropEnergies sollten fossile Kraftstoffe daher analog zu Biokraftstoffen ebenfalls nach Rohstoffquellen differenziert werden, um eine realistische Bewertung von fossilen Kraftstoffen sicherzustellen. Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" schuf zudem die Möglichkeit für die EU-weite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff. Obwohl die europäische Kraftstoffnorm für Ottokraftstoffe (EN 228) bereits 2012 entsprechend ergänzt wurde und diese inzwischen auch in allen Mitgliedsstaaten in Kraft ist, ist E10 in der EU weiterhin nur in Deutschland, Frankreich und Finnland flächendeckend sowie in Litauen und in den Niederlanden vereinzelt erhältlich. Die 28 Mitgliedsstaaten schöpfen damit das Potenzial von Bioethanol zur Einsparung von Treibhausgasemissionen und der Minderung der Abhängigkeit von Ölimporten bei Weitem nicht aus. Novellierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"Die am 15. September 2015 veröffentlichte sogenannte "iLUC-Richtlinie" sieht u. a. vor, dass bis zu 7 % der vorgegebenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor aus konventionellen, als nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffen stammen können. Der Rest von mindestens 3 % soll zum einen durch die Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen erreicht werden. Diese werden mit einer Unterquote von mindestens 0,5 % zusätzlich gefördert. Zum anderen wird die im Schienen- und Straßenverkehr genutzte Elektrizität, sofern diese aus erneuerbaren Quellen stammt, mehrfach angerechnet. Da der Anfall von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) nicht unumstritten ist und nur aus Hypothesen abgeleitet werden kann, sollen die Mitgliedsstaaten zukünftig zwar über diese vermuteten indirekten Effekte berichten. Sie werden den einzelnen Biokraftstoffen jedoch weiterhin nicht direkt zugerechnet. Bedauerlich ist, dass die iLUC-Richtlinie eine fiktive Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus sogenannten Abfällen und Reststoffen ermöglicht. CropEnergies betrachtet dies als grundsätzlichen Systemfehler im aktuellen Regelwerk, sofern diese Stoffe bisher schon einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden und die Doppelanrechnung im Transportsektor damit Marktverzerrungen hervorruft. Als Folge steigt nicht nur der internationale "Abfalltourismus", sondern die Menge an erneuerbaren Kraftstoffen wird reduziert und ein starker Anreiz zum Mehrverbrauch fossiler Kraftstoffe geschaffen. Gleiches ergibt sich durch eine Mehrfachanrechnung von Elektrizität im Transportsektor. Trotz Bedenken hinsichtlich einzelner Bestimmungen begrüßt CropEnergies, dass die Einigung von Parlament und Rat die Unsicherheit über die zukünftigen Rahmenbedingungen für die europäische Biokraftstoffindustrie zunächst beendet hat. Gemeinsam mit den Bioethanolverbänden auf nationaler und europäischer Ebene fordert CropEnergies jedoch nicht nur verlässliche Rahmenbedingungen für den europäischen Bioethanolmarkt für die Zeit bis 2020, sondern auch darüber hinaus. Bei der Diskussion über ein Klima- und Energiepaket 2030 wird sich CropEnergies daher für die Fortsetzung einer Politik zur Förderung der Nutzung von nachhaltig hergestellten Biokraftstoffen einsetzen. Auf absehbare Zeit sind Biokraftstoffe die einzige Alternative zu fossilen Kraftstoffen, die in nennenswertem Umfang und kostengünstig zur Verfügung stehen, und sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz im Transportsektor. Pariser KlimavertragBei der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris im Dezember 2015 haben sich 195 Länder erstmalig auf einen rechtlich verbindlichen Weltklimavertrag geeinigt. Die Einigung beinhaltet einen globalen Aktionsplan und soll die Erderwärmung auf weniger als 2 °C begrenzen. Sie wird voraussichtlich im Jahr 2020 in Kraft treten. Zur Zielerreichung wird es notwendig sein, in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts die Nettotreibhausgasemissionen auf null zu senken. Dieses ehrgeizige Ziel erfordert langfristig den Ausstieg aus fossilen Energiequellen, die auf in der Erde gebundene Kohlenstoffe zurückgreifen und diese in die Atmosphäre ausstoßen. Im Gegensatz hierzu werden Biokraftstoffe aus Pflanzen hergestellt, die im Laufe ihres Wachstums der Luft durch Photosynthese Kohlenstoffe entziehen. Biokraftstoffe leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Reduktion der Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre. Obwohl die bisher zugesagten nationalen Beiträge nicht ausreichen, um das Ziel zu erreichen, und der Vertrag keinen Sanktionsmechanismus enthält, ist das Abkommen dennoch ein wichtiger Schritt für die Gestaltung der zukünftigen internationalen Energie- und Klimaschutzpolitik. Klima- und Energiepaket 2030In der EU, die sich beim Pariser Klimagipfel vehement für eine verbindliche Vereinbarung einsetzte, wurden die Gespräche über ein Klima- und Energiepaket für 2020 bis 2030 fortgesetzt. Als Eckpunkte hatte der Europäische Rat bereits im Oktober 2014 eine verbindliche Gesamteinsparung von Treibhausgasemissionen von 40 % im Vergleich zu 1990, einen auf EU-Ebene und über alle Sektoren hinweg verbindlichen Anteil erneuerbarer Energien von 27 % und eine Verbesserung der Energieeffizienz um 27 % festgelegt. Es wird erwartet, dass die EU-Kommission bis Ende 2016 einen Vorschlag über rechtliche Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele veröffentlichen wird. In diesem Zusammenhang hat die EU-Kommission auch den Auftrag, die Förderung nachhaltiger Biokraftstoffe nach 2020 auf technologieneutrale Weise im Rahmen der Klima- und Energiepolitik bis 2030 zu prüfen. Aus Sicht von CropEnergies ist es geboten, auch für den Zeitraum nach 2020 verbindliche Zielvorgaben für den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Senkung von Treibhausgasemissionen im Transportsektor festzulegen. Anders sind die ambitionierten Klimaschutzziele, für die sich insbesondere die EU beim Pariser Klimagipfel eingesetzt hat, angesichts des immer höheren Anteils des Transportsektors an den gesamten Treibhausgasemissionen in der EU nicht einzuhalten. DeutschlandIn Deutschland wurde die Nutzung von Biokraftstoffen im Transportsektor bis 2014 durch eine Beimischungsverpflichtung von 6,25 cal.-% gefördert. Zum 1. Januar 2015 wurde die Biokraftstoffquote im Rahmen der Dekarbonisierungsstrategie durch eine Treibhausgasminderungsquote ersetzt. Demnach sollen auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 3,5 Gew.-% der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Ab 2017 soll dieses Einsparungsziel auf 4,0 Gew.-% und ab 2020 auf 6,0 Gew.-% steigen. Mit dem Systemwechsel wurde die spezifische Treibhausgaseinsparung zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal für Biokraftstoffe in Deutschland. Die Anstrengungen der Biokraftstoffhersteller zur Senkung von Treibhausgasemissionen hat dazu geführt, dass die spezifischen Treibhausgaseinsparungen von Biokraftstoffen im Jahr 2015 nach vorläufigen Daten im Durchschnitt auf mehr als 60 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen gestiegen sind. Diese positive Entwicklung kam der Umwelt jedoch nicht zugute. Vielmehr nutzte die Mineralölindustrie die höheren Treibhausgaseinsparungen dazu, die volumetrische Biokraftstoffbeimischung zu reduzieren und den Anteil fossiler Kraftstoffe entsprechend wieder zu erhöhen. Das Ziel, fossile Kraftstoffe zu ersetzen und die Treibhausgasemissionen im Transportsektor zu senken, wurde damit untergraben. Die deutsche Biokraftstoffindustrie fordert daher ambitioniertere Treibhausgasminderungsziele. So sollte anstelle eines sprunghaften Anstiegs auf 6 Gew.-% im Jahr 2020 eine gestufte Erhöhung früher und in Jahresschritten erfolgen. Dies würde sicherstellen, dass das ab 2020 geltende Treibhausgasminderungsziel von 6 Gew.-% auch tatsächlich erreicht wird. BelgienIn Belgien gilt derzeit eine Beimischungsverpflichtung, wonach Ottokraftstoffe 4 Vol.-% Bioethanol enthalten müssen. Im Februar 2016 hat die belgische Regierung beschlossen, diese Beimischungsverpflichtung zum 1. Januar 2017 auf 8,5 Vol.-% zu erhöhen. Der königliche Erlass, der auch die Einführung von E10 in Belgien ermöglicht, wurde der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt. GroßbritannienIn Großbritannien wird die Nutzung von Biokraftstoffen im Rahmen einer volumetrischen Beimischungsverpflichtung, der sogenannten "Renewable Transport Fuel Obligation" (RTFO) gefördert. Nachdem die Beimischungsquote seit 2008/09 von ursprünglich 2,5 Vol.-% sukzessive angehoben wurde, liegt sie seit dem Jahr 2013/14 bei 4,75 Vol.-%. Eine weitere Anhebung ist nach aktueller Gesetzeslage nicht vorgesehen. Selbst durch die doppelte Anrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen ist das 10 %-Ziel der EU mit dieser Vorgabe kaum zu erreichen. Es liegt nun am britischen Gesetzgeber, die in der RTFO verankerten Beimischungsziele rasch anzuheben. Für eine nachhaltigere Kraftstoffversorgung bietet sich die Einführung von E10 im britischen Ottokraftstoffmarkt -auch unter dem Gesichtspunkt des Erhalts von Arbeitsplätzen in der heimischen Biokraftstoffbranche -an. FrankreichIn Frankreich wird die Nutzung von Biokraftstoffen durch eine energetische Beimischungsverpflichtung gefördert, die sich derzeit auf 7 % im Ottokraftstoff- und 7,7 % im Dieselkraftstoffbereich beläuft. Darüber hinaus werden Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen in begrenztem Umfang doppelt auf die Beimischungsziele angerechnet. Bei der Dekarbonisierung des Transportsektors setzt der französische Staat ferner auf eine ökologischere Ausrichtung der Energiebesteuerung. Zum 1. Januar 2016 wurde daher die Besteuerung von E10 um 0,3 Cent/Liter gesenkt, wohingegen die Steuersätze von Super und Super-Plus um 1,7 Cent/Liter und von Diesel um 3 Cent/Liter erhöht wurden. Es wird erwartet, dass dies zu einem weiteren Anstieg des E10-Anteils am französischen Ottokraftstoffmarkt, der 2015 bei rund einem Drittel lag, führen wird. Ungeachtet der laufenden Diskussion über ein Energie- und Klimapaket 2030 hat der französische Gesetzgeber auch bereits im Jahr 2015 die Weichen für mehr Klimaschutz gelegt. Das "Gesetz über die Energiewende für grünes Wachstum" vom 17. August 2015 legt demnach fest, dass der Anteil an erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch auf 32 % im Jahr 2030 steigen soll. Der Transportsektor soll hierzu mit einem Erneuerbaren-Energien-Anteil von 15 % beitragen. Frankreich setzt damit ein deutliches Zeichen, dass im Transportsektor auch nach 2020 verbindliche Ziele für erneuerbare Energien unverzichtbar sind. Entwicklungen in der CropEnergies-GruppeIm Geschäftsjahr 2015/16 konnte CropEnergies die Ertragslage deutlich verbessern. Die Produktions- und Absatzmengen gingen im Vergleich zum Vorjahr durch eine insgesamt geringere Kapazitätsauslastung zwar zurück, gestiegene Bioethanolerlöse und leicht rückläufige Rohstoffpreise führten jedoch zu einer deutlich höheren Rohmarge. Trotz des günstigeren Marktumfelds trägt CropEnergies den fortbestehenden Unsicherheiten bei Preis- und Mengenentwicklungen durch Verbesserungen der Kosten- und Ertragsstruktur des Konzerns Rechnung. Obwohl über die Notwendigkeit zur Senkung der Treibhausgasemissionen im Verkehr kein Zweifel besteht, bleibt die Nachfrage nach Kraftstoffethanol in Europa verhalten. Mit Blick auf die immer kürzere Zeit bis zum Jahr 2020 wird es aber für die Mitgliedsstaaten immer drängender, ihre ursprünglichen Pläne zum Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energien im Transportsektor in die Tat umzusetzen. Ambitioniertere Beimischungsziele und die Einführung von E10 in weiteren Mitgliedsstaaten würden es CropEnergies ermöglichen, das volle Produktionspotenzial von 1,3 Mio. m3 Bioethanol zu nutzen. ProduktionIm Geschäftsjahr 2015/16 ging die Produktion in der CropEnergies-Gruppe durch die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton erwartungsgemäß zurück. Die Bioethanolerzeugung reduzierte sich auf 837 (1.056) Tsd. m3 . Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon Plage wurden bei sehr hoher Auslastung betrieben. Mit der reduzierten Bioethanolproduktion verringerte sich auch die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln. Die Produktion von getrockneten Lebens- und Futtermitteln fiel auf 352 (537) Tsd. t. In Zeitz wurde der Rohstoffeinsatz im Verlauf des Geschäftsjahrs bei hoher Kapazitätsauslastung kontinuierlich an die jeweiligen Bedingungen auf den Rohstoffmärkten angepasst. Die Anfang 2015 in Betrieb genommene Anlage zur Herstellung von jährlich bis zu 60 Tsd. m3 hochwertigem Neutralalkohol wurde bereits nach kurzer Zeit dauerhaft mit hoher Kapazitätsauslastung betrieben. Die CT Biocarbonic GmbH konnte die Produktion von biogenem Kohlendioxid weiter steigern. Die Bioethanolanlage in Wanze lief ebenfalls mit hoher Auslastung, wobei im Zuge realisierter Optimierungen höhere Ausbeuten erzielt wurden. Maßnahmen zur Reduktion des spezifischen Energieeinsatzes führten zudem zu höheren Treibhausgaseinsparungen. In der Bioethanolanlage in Wilton wurde der temporäre Stillstand für die Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen genutzt. Zugleich fanden Optimierungsarbeiten statt, die die Verfügbarkeit und Effizienz der Anlage steigern. Die Schwerpunkte lagen auf der Verbesserung des spezifischen Energieverbrauchs und einer höheren Prozessstabilität. In Loon-Plage wurden die Vergällungsmöglichkeiten erweitert und die Verladungseinrichtungen optimiert. Zudem konnte die Verfügbarkeit der Produktionsanlage in Loon-Plage erhöht werden. Alle Bioethanolanlagen sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Mit der Zertifizierung weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllt. Die nachgewiesenen Treibhausgaseinsparungen übertreffen dabei deutlich die von der Richtlinie verlangten Treibhausgaseinsparungen von mindestens 35 Gew.-%. In Zeitz, Wanze und Wilton werden ausschließlich Agrarrohstoffe europäischer Herkunft verarbeitet. Bei der Rohstoffbeschaffung legt CropEnergies großen Wert auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug von Getreide und Zuckersirup. Zur besseren Abschätzung der Entwicklungen auf den Getreide-, Zucker- und Futtermittelmärkten steht CropEnergies im regelmäßigen Dialog mit Rohstoffexperten. Die bewährte Seminarreihe mit wichtigen Getreidelieferanten und Futtermittelkunden wurde auch im Geschäftsjahr 2015/16 fortgesetzt. Die Teilnehmer diskutieren dabei die Entwicklungen auf den weltweiten Getreide- und Futtermittelmärkten. Absatz BioethanolDer Bioethanolabsatz ging im Zuge geringerer Produktionsmengen erwartungsgemäß zurück. Er belief sich auf 997 (1.283) Tsd. m3 . Davon entfielen 178 (229) Tsd. m3 auf Handelsmengen. Bei den Kunden von CropEnergies handelt es sich vor allem um große und mittelständische Mineralölgesellschaften. Der wichtigste Absatzmarkt ist nach wie vor Deutschland. Mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam und Duisburg verfügt CropEnergies über ein einzigartiges europäisches Logistiknetzwerk, das eine frachtgünstige Belieferung ermöglicht. In Deutschland ist der Markt für E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles, seit dem 1. Januar 2016 praktisch nicht mehr existent. Dies ist auf die Erhöhung der Energiesteuer auf rund 65 Cent je Liter E85 zurückzuführen. Die damit verbundene Erhöhung der Tankstellenpreise schränkt die Marktfähigkeit des Kraftstoffs so stark ein, dass auch CropEnergies zum 31. Dezember 2015 den Vertrieb des klimaschonenden Kraftstoffs CropPower85 einstellen musste. Es ist bedauerlich, dass damit das erklärte Ziel, die Treibhausgasemissionen im Transportsektor zu senken, mit diesem Produkt nicht weiter verfolgt wird. CropEnergies hat in den letzten Jahren die Aktivitäten in den Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts ausgebaut und macht sich dadurch von den Entwicklungen auf Energiemärkten unabhängiger. So zählen namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zu den Abnehmern von Neutralalkohol. Mit der neuen Anlage zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität in Zeitz und der Produktionsanlage in Loon-Plage verfügt CropEnergies über attraktive Absatzmöglichkeiten in diesen traditionellen Marktsegmenten. Der Vertrieb von Neutralalkohol wurde auch bei Ryssen Chile SpA vorangetrieben und die Marktposition in Chile gefestigt. CropEnergies ist mit der CropEnergies Inc., Houston (USA), und einer Präsenz in Brasilien auf den beiden weltweit größten Bioethanolmärkten vertreten. Hierdurch hat CropEnergies die Möglichkeit zu direkten Handelsgeschäften mit lokalen und internationalen Kunden. Aufgrund der internationalen Preisentwicklungen und der Einführung eines Anti-Dumpingzolls auf Bioethanol aus den USA gibt es derzeit nur wenige Bioethanoleinfuhren aus diesen beiden Staaten in die EU, sodass sich CropEnergies vor allem darauf konzentriert, die Marktentwicklung in Brasilien und den USA zu beobachten. Absatz Lebens- und FuttermittelDurch die integrierte Produktionsweise und dem Konzept einer vollständigen Verwertung der angelieferten Rohstoffe verfügt CropEnergies über ein breites Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Verwertung von proteinreichen Futtermitteln in flüssiger und getrockneter Form, die sich aufgrund ihres hohen Futterwerts und der hervorragenden Verdaulichkeit in Europa als drittwichtigste Proteinquelle in der Tierfütterung entwickelt haben. Damit sind sie ein wichtiger Eckpfeiler der europäischen Proteinversorgung. Die Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aus der Bioethanolproduktion ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von CropEnergies. Hierdurch erhöht sich nicht nur die Ertragskraft der Produktionsanlagen, sondern CropEnergies mindert aufgrund der hohen Korrelation von Getreide- und Futtermittelpreisen die Rohstoffpreisrisiken. In Zeitz wird das getrocknete und pelletierte Eiweißfuttermittel ProtiGrain® hergestellt. In Wanze erzeugt CropEnergies das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® und hochwertiges getrocknetes Gluten für Lebens- und Futtermittelverwendungen. In Wilton ist CropEnergies in der Lage, wertvolle sowohl getrocknete als auch flüssige Eiweißfuttermittel herzustellen. Entsprechend dem geringeren Produktionsvolumen ging auch die Absatzmenge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2015/16 um 31 % auf 366 (528) Tsd. t zurück. Aufgrund der im Wirtschaftsjahr 2015/16 erneut sehr guten weltweiten Ölsaatenernte sind die internationalen Proteinpreise weiter gesunken. In Europa fiel der Preisrückgang angesichts einer geringeren Rapsernte und der Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar moderat aus. Im Vergleich zu den Getreidepreisen konnte CropEnergies daher weiterhin attraktive Erlöse für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel erzielen. Das in Zeitz hergestellte hochwertige Eiweißfuttermittel ProtiGrain® stellt in der europäischen Tierfütterung preislich und qualitativ eine wettbewerbsfähige Alternative zu Rapsschrot und anderen eiweißhaltigen Futtermitteln dar. Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag weiterhin auf der Entwicklung des regionalen Futtermittelmarkts, der eine frachtgünstige Belieferung der Kunden insbesondere aus der Mischfutterindustrie ermöglicht. Die Hauptabsatzgebiete für ProtiGrain® waren neben Deutschland weiterhin die großen Futtermittelmärkte, u. a. in den Niederlanden und Frankreich. Am Standort Wanze produziert CropEnergies neben Bioethanol die proteinreichen Produkte Gluten und CDS (Concentrated Distillers' Solubles). Gluten findet aufgrund der ernährungsspezifischen und technologischen Eigenschaften insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen Futtermitteln, z. B. bei der Fischzucht, Verwendung. Der Vertrieb erfolgt über die Südzucker-Tochtergesellschaft BENEO-Orafti SA, die als Spezialist für die Vermarktung von Zutaten für Lebens- und Futtermittel über ein globales Vertriebsnetzwerk verfügt. Das nach IFS (International Food Standard) zertifizierte Gluten wird auch im Lebensmittelsektor, z. B. zur Verbesserung der Backqualität, eingesetzt. Aus den nach der Destillation verbleibenden Proteinen und weiteren Bestandteilen des fermentierten Weizenkorns gewinnt CropEnergies in Wanze CDS (Concentrated Distillers' Solubles) -ein flüssiges Futtermittel mit hohem Eiweißgehalt für Rinder und Schweine. Es wird unter dem Markennamen ProtiWanze® insbesondere an Nutztierhalter in den Beneluxländern vertrieben. Darüber hinaus werden auch Kunden in Deutschland und Frankreich beliefert. Die Entwicklung der Märkte für flüssige Proteinfuttermittel wurde in enger Kooperation mit den Vertriebspartnern vorangetrieben. Das integrierte Produktionskonzept von CropEnergies, bei dem aus heimischen Rohstoffen in ähnlichem Umfang sowohl Bioethanol als auch wertvolle Lebens- und Futtermittel erzeugt werden, füllt gleichermaßen Teller, Tank und Trog. CropEnergies stellt dabei sicher, dass Rohstoffe vollständig genutzt werden und nahezu keine Reststoffe anfallen. Damit erzeugt CropEnergies nicht nur eine nachhaltige Alternative zu Importen von Erdöl, sondern reduziert auch die in Europa bestehende Versorgungslücke an pflanzlichen Eiweißen. Dies trägt zur Reduzierung von Sojaimporten aus Südamerika bei und reduziert damit in diesen Staaten den Druck auf eine noch intensivere Landnutzung. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslagescroll
*
Soweit nicht auf Restrukturierung und Sondereinflüsse
entfallend KonzernumsatzIm Geschäftsjahr 2015/16 verzeichnete CropEnergies als Folge der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton erwartungsgemäß einen Rückgang des Geschäftsvolumens. Die reduzierten Produktionsmengen spiegeln sich in niedrigeren Absatzmengen von Bioethanol wie auch Lebens- und Futtermitteln wider. Auch das Handelsvolumen lag unter dem Vorjahreswert. Diesem Mengenrückgang standen jedoch erfreulich positive Entwicklungen der Absatzpreise gegenüber. Insbesondere am Bioethanolmarkt konnten im Verlauf des Geschäftsjahrs deutlich höhere Erlöse erzielt werden, obgleich die Notierungen zum Geschäftsjahresende wieder merklich unter dem Jahreshoch lagen. Da auch die erzeugten Lebens- und Futtermittel zu leicht besseren Preisen abgesetzt wurden, blieb der Umsatz mit 723 (827) nur 13 % unter dem Vorjahreswert. Weitere Details zur Umsatzentwicklung sind im Kapitel "Bericht zur Geschäftstätigkeit" beschrieben. EBITDAIm Geschäftsjahr 2015/16 verbesserte CropEnergies die Ertragslage erheblich. Hierzu trugen die Verbesserungen der Absatzpreise für Bioethanol maßgeblich bei. Gleichzeitig konnten die Rohstoffkosten insbesondere aufgrund niedrigerer Getreidepreise gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr deutlich reduziert werden. Da zudem höhere Erlöse für Lebens- und Futtermittel erzielt wurden, konnte unter Berücksichtigung aller Faktoren eine erheblich bessere Rohmarge generiert werden. Die Materialaufwandsquote verringerte sich hierbei deutlich auf 72,5 (85,8) % der Gesamtleistung. Darüber hinaus ergab sich eine Verbesserung der operativen Kostenstruktur, insbesondere während des temporären Stillstands der Anlage in Wilton. Die währenddessen anfallenden Kosten werden als Restrukturierungsergebnis ausgewiesen. Insgesamt stieg das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA auf 121,5 (25,2) Mio. € an. Operatives Ergebnis / Restrukturierung und SondereinflüsseBei leicht auf 34,8 (36,4) Mio. € verminderten Abschreibungen führte der starke Anstieg des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA auch zu einer beträchtlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses auf 86,7 (-11,2) Mio. €. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich hieraus eine operative Marge von 12,0 (-1,4) %. Im Geschäftsjahr 2015/16 fielen Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt 18,1 (28,4) Mio. € an, die im Wesentlichen die Produktionsanlage in Wilton betreffen. Ergebnis der BetriebstätigkeitIn der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 68,7 (-39,4) Mio. €. FinanzergebnisDie Verringerung des Finanzergebnisses auf -5,7 (-3,7) Mio. € ist insbesondere auf Währungskursschwankungen des britischen Pfundes zurückzuführen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDas Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich auf 63,0 (-43,1) Mio. €. Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand von 20,3 (14,9) Mio. € verbucht. Hiervon entfielen 13,7 (3,2) Mio. € auf laufende Steueraufwendungen. Jahresüberschuss / -fehlbetragDer Konzern-Jahresüberschuss beläuft sich auf 42,6 (-58,0) Mio. €. Ergebnis je AktieBei 87,25 Mio. Stückaktien ermittelt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,49 (-0,67) €. FinanzlageFinanzierungsrechnungscroll
Als Folge des auf 121,5 (25,2) Mio. € gestiegenen, um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA erhöhte sich der Cashflow auf 87,3 (5,3) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 101,6 (26,1) Mio. €. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich auf 16,8 (31,5) Mio. € und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten insbesondere der Verbreiterung des Produktportfolios und der Verbesserung der Produktionsanlagen. Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 14,1 (79,1) Mio. € standen Tilgungen von 100,5 (67,8) Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 86,4 (Vorjahr: Mittelzufluss von 2,6) Mio. €. InvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen verringerten sich im Geschäftsjahr 2015/16 auf 16,7 (31,4) Mio. €. Davon wurden 8,1 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 7,7 Mio. € bei der BioWanze SA, 0,4 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. und 0,3 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert. Des Weiteren wurden 0,1 (0,4) Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert. VermögenslageDie Bilanzsumme liegt mit 591,5 (643,9) Mio. € um 52,4 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital erhöhte sich insbesondere aufgrund der erfreulichen Ertragslage auf 367,2 (331,7) Mio. €. Die Eigenkapitalquote der CropEnergies-Gruppe erreichte 62 (52) %. AKTIVA scroll
PASSIVA scroll
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 29. Februar 2016 um 33,6 Mio. € auf 459,8 Mio. €. Dabei verringerte sich insbesondere das Anlagevermögen infolge planmäßiger Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Investitionen um 28,1 Mio. € auf 452,8 Mio. €. Darin sind Geschäfts- und Firmenwerte in unveränderter Höhe von 5,6 Mio. € enthalten. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 5,6 Mio. € auf 5,2 Mio. €. Des Weiteren stieg der Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen um 0,1 Mio. € auf 1,8 Mio. €. Das Eigenkapital und die langfristigen Schulden decken das Anlagevermögen zu 103,9 (101,8) %. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 18,9 Mio. € auf 131,7 Mio. €. Dabei nahmen insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögenswerte um 13,9 Mio. € auf 60,2 Mio. € ab. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,2 (0,7) Mio. € enthalten. Der Bestand an Vorräten wurde um 6,8 Mio. € auf 56,9 Mio. € abgebaut. Des Weiteren erhöhten sich die Steuererstattungsansprüche um 3,5 Mio. € auf 6,6 Mio. € und der Bestand an flüssigen Mitteln verringerte sich um 1,7 Mio. € auf 8,0 Mio. €. Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 54,8 Mio. € auf 103,0 Mio. €. Dabei wurden insbesondere die langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 48,0 Mio. € auf 51,0 Mio. € abgebaut. Des Weiteren verminderten sich die übrigen Rückstellungen um 8,1 Mio. € auf 11,2 Mio. €. Demgegenüber erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 3,1 Mio. € auf 19,4 Mio. €. Die passiven latenten Steuern verringerten sich um 1,5 Mio. € auf 21,0 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten um 0,3 Mio. € auf 0,4 Mio. €. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich um 33,2 Mio. € auf 121,2 Mio. €. Dabei nahmen insbesondere die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 38,1 Mio. € auf 22,7 Mio. € ab. Dagegen erhöhten sich infolge der positiven Ergebnisentwicklung die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten um 17,7 Mio. € auf 18,9 Mio. €. Des Weiteren verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten um 8,8 Mio. € auf 65,1 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 7,7 (0,7) Mio. € enthalten. Die übrigen Rückstellungen reduzierten sich um 4,0 Mio. € auf 14,5 Mio. €. In Summe konnten die Nettofinanzschulden deutlich auf 65,7 (150,1) Mio. € verringert werden. Hiervon sind 51,0 Mio. € langfristig und 22,7 Mio. € kurzfristig fällig. Dem stehen flüssige Mittel in Höhe von 8,0 Mio. € gegenüber. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow belief sich auf 0,8 (28,4). Wertbeitrag, Kapitalstruktur und DividendeWertbeitragDie Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed -kurz ROCE) errechnet sich als Folgegröße aus dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Das Capital Employed umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Der ROCE hat sich 2015/16 im Wesentlichen durch das deutlich gestiegene operative Ergebnis auf 17,5 (-2,1) % erhöht. Das Capital Employed verminderte sich auf 496 (524) Mio. €. Maßgeblich hierfür ist das durch planmäßige Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Investitionen verringerte Anlagevermögen. Die Investitionen von 17 (32) Mio. € lagen unter den Abschreibungen von 40 (36) Mio. €. scroll
*
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte KapitalstrukturDie Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen hierfür sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis November 2020 auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen der Eurozone zuzüglich einer (Ziehungs-)Marge. Zum 29. Februar 2016 bestand keine Inanspruchnahme. scroll
Maßgeblich für die verbesserte Kapitalstruktur waren im Geschäftsjahr 2015/16 der Abbau der Finanzverbindlichkeiten. Demzufolge konnten die Nettofinanzschulden deutlich reduziert werden, während sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss erhöhte. Der Cashflow folgte dem gestiegenen EBITDA.
DividendeCropEnergies berücksichtigt bei der Dividendenpolitik die nachhaltige operative Ergebnisentwicklung, den Cashflow, die Risiken, die weiteren Wachstumsmöglichkeiten sowie die Verschuldung. scroll
Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf 42,6 (-58,0) Mio. €. Nach einer Einstellung von 17,8 Mio. € in die Gewinnrücklagen erreichte der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG 17,8 Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Juli 2016 vor, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG 13,1 Mio. €, entsprechend einer Dividende von 0,15 € pro Aktie, auszuschütten, weitere 4,5 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 0,2 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. Tatsächliche und prognostizierte GeschäftsentwicklungIn der nachstehenden Tabelle ist die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2015/16 der im Geschäftsbericht 2014/15 sowie in den Zwischenberichten 2015/16 veröffentlichten Prognose für 2015/16 gegen übergestellt. Das jeweils angegebene Datum betrifft den Veröffentlichungstermin der Berichterstattung. scroll
*
Prognoseerhöhungen durch Ad-hoc-Meldungen Eine Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2015/16 erfolgte durch eine Ad-hoc-Meldung am 17. Juni 2015. Infolge der gestiegenen Bioethanolpreise in Europa, niedrigerer Rohstoffpreise und aufgrund der durch die Produktionspause der Anlage im britischen Wilton verbesserten Kostenstruktur wurden die Erwartungen für den Umsatz und das operative Ergebnis angehoben. Am 22. September 2015 wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2015/16 durch eine Ad-hoc-Meldung erneut angepasst. Aufgrund des verbesserten Preisniveaus auf dem europäischen Bioethanolmarkt wurden die Erwartungen für den Umsatz und das operative Ergebnis nochmals deutlich angehoben. Eine erneute Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2015/16 erfolgte durch eine Ad-hoc-Meldung am 19. November 2015. Der Hauptgrund für die bessere Ergebnissituation waren die weiter deutlich über den zunächst erwarteten Terminpreisen notierten Tagespreise für Bioethanol. Die Erwartung für das operative Ergebnis wurde daher abermals angehoben. MOBILITÄTWelche Autos vertragen Ethanol? Alle BenzinerUm Treibhausgase dauerhaft einzusparen, werden dem herkömmlichen Benzin in Europa schon heute bis zu 5 % Bioethanol beigemischt. Denn jeder Ottomotor verträgt mindestens E5. Über 90 % der deutschen BenzinerSeit 2011 gibt es an deutschen Tankstellen außerdem E10, Benzin mit einem Bioethanol-Anteil von bis zu 10 %. Dieser Treibstoff kann von über 90 % der Benziner in Deutschland und laut VDA von rund 99 % der Benziner deutscher Hersteller getankt werden. Benziner der neuen GenerationNeuere Modelle können nicht nur mit E10 fahren, sondern sogar mit bis zu 20 % Bioethanol im Benzin. Der legendäre SilberpfeilDie deutschen Grand-Prix-Rennwagen von Mercedes-Benz, die legendären Silberpfeile, fuhren bereits in den 1930er-Jahren mit 10 % Ethanolanteil - und das mit bekanntlich großem Erfolg. Auch Henry Ford setzte bei der Konzeption seines berühmten T-Modells bereits auf Alkohol aus nachwachsenden Rohstoffen und war von dessen langfristiger Bedeutung überzeugt. Der Treibstoff der Zukunft kommt aus den Sträuchern vom Straßenrand oder aus Äpfeln, Unkraut, Sägemehl -praktisch allem. (Henry Ford gegenüber der New York Times, 1925) NACHTRAGSBERICHTNach Abschluss des Geschäftsjahrs haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die CropEnergies-Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung. RISIKO- UND CHANCENBERICHTRisikomanagementsystemCropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol in Europa. Aufgrund des Produktions-, Vertriebs- und Handelsnetzwerks ist CropEnergies hervorragend positioniert, um auf dem europäischen Bioethanolmarkt eine führende Rolle einzunehmen. Darüber hinaus verfügt CropEnergies durch die vollständige Nutzung von Agrarrohstoffen über ein attraktives Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Dies reduziert die Abhängigkeit von den Entwicklungen auf den Ethanol- und Rohstoffmärkten. Betriebliche Funktionen, externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um diese zu erkennen und aktiv zu steuern, hat CropEnergies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet. Das Chancen- und Risikomanagement umfasst die unternehmensinternen Regelungen zur Erfassung, Darstellung und Interpretation risikorelevanter Abläufe und mündet in monatlichen Sitzungen des Risikomanagementkomitees. Die Abläufe sind in das Risikomanagement der Südzucker-Gruppe eingebunden. Im Risikokonsolidierungskreis sind alle Konzerngesellschaften berücksichtigt. Risiko- und ChancenpolitikFür CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Die Abwägung von Risiken und die Nutzung von Chancen dient der Sicherung des Unternehmens und dem Ausbau seiner Wettbewerbsfähigkeit. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie die Implementierung interner Kontrollen. RisikomanagementDas Risikomanagement ist integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Es hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit geht eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Sachverhalte und Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Das Risikomanagement wird durch ein Überwachungssystem ergänzt, das die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen. So bestehen insbesondere Marktpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsvorgängen, die auch durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt werden. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in Richtlinien vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regeln. Die Sicherungsinstrumente dienen vornehmlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und werden an regulierten Märkten oder mit Banken hoher Bonität abgeschlossen. Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens hat CropEnergies eine konzernweite Compliance-Richtlinie verabschiedet und schult Mitarbeiter entsprechend. Gleichzeitig mit der Betrachtung von Risiken werden im Risikomanagementsystem von CropEnergies auch sich bietende Chancen identifiziert, verfolgt und gesteuert. RisikofrüherkennungssystemDer Vorstand trägt konzernweit die Verantwortung für das Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er hat einen Risikoausschuss eingerichtet, dem neben dem Vorstand, Verantwortliche der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Logistik, Operations, Business Development, Public Relations, Finanzen, Accounting, Controlling und Südzucker- Risikomanagement angehören. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich und bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf, Handel und Finanzmarktrisiken standardisierte Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die Auswirkungen auf das geplante operative Ergebnis ermittelt werden. Diese Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das aktuelle und das darauffolgende Geschäftsjahr. Soweit Handelsrisiken bestehen, werden diese täglich bewertet. Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems. RisikokommunikationWesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt dies -auch durch seine unmittelbare Einbindung in den Risikoausschuss -sicher und hält die Mitarbeiter an, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Interne RevisionDie interne Revision der Südzucker-Gruppe prüft und bewertet die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe bei CropEnergies. Darüber hinaus wacht sie über die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems. RisikenÜbersicht der UnternehmensrisikenNachfolgend werden die für CropEnergies wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "mögliche finanzielle Auswirkungen" nach Gegensteuerungsmaßnahmen klassifiziert. Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nach folgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkung. Die Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie die Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung. scroll
scroll
Strategische RisikenRegulatorische Entwicklungen können den Fortgang der Geschäftstätigkeit positiv und negativ beeinflussen. Wie im Abschnitt "Entwicklungen im politischen Umfeld" des Lageberichts ausführlich dargestellt, unterliegt die Geschäftstätigkeit von CropEnergies sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen. Zusätzlich können sich die Rahmenbedingungen insbesondere in den USA und Brasilien, wo sich die weltweit größten Bioethanolmärkte befinden, auf die internationalen Handelsströme und damit mittelbar auf die Geschäftstätigkeit von CropEnergies auswirken. So können die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten sowie die Einschränkung oder Förderung der Nutzbarkeit verschiedener Rohstoffe zu zusätzlichen Chancen und Risiken führen. Auch Verzögerungen bei der Umsetzung der politischen Vorgaben können Risiken darstellen. Zum Beispiel wurde nach fast dreijähriger Debatte am 15. September 2015 die sogenannte "iLUC-Richtlinie" veröffentlicht. Das Europäische Parlament und der Rat haben damit konkretisiert, wie die Ziele der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und Kraftstoffqualitätsrichtlinie erreicht werden sollen. Die Neuregelungen sehen u. a. vor, dass bis zu 7 % der vorgegebenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor aus konventionellen Biokraftstoffen stammen können. Die Umsetzung in nationales Recht muss innerhalb von zwei Jahren erfolgen. Eine zügige Umsetzung ist Voraussetzung für das Marktwachstum von Biokraftstoffen in der EU und damit einhergehend eine effiziente Nutzung vorhandener Produktionskapazitäten. Ebenfalls können tatsächliche, behauptete oder widerlegte Einflüsse der Bioenergiegewinnung auf den Anbau landwirtschaftlicher Güter in anderen Regionen der Welt mit Chancen oder Risiken verbunden sein. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. Darüber hinaus können Änderungen in den Rahmenbedingungen der für CropEnergies relevanten Zertifizierungssysteme einen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des von CropEnergies produzierten Bioethanols haben. CropEnergies begegnet den regulatorischen Risiken durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Branchenverbänden, welche die Interessen der Bioethanolwirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene vertreten und kontinuierlich in Kontakt mit den politischen Entscheidungsträgern stehen. Daneben unterliegen die Produkte der CropEnergies-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten. Risiken aus dem operativen GeschäftBeschaffungsrisikoZur Herstellung von Bioethanol werden vor allem kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Deshalb wirken sich Preisschwankungen an den Weltagrar- und Devisenmärkten direkt auf die Rohstoffkosten von CropEnergies aus. Das Rohstoffrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert CropEnergies teilweise durch die Verkaufserlöse der im Produktionsprozess anfallenden Lebens- und Futtermittel. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse dieser Produkte kompensiert werden ("natural hedge"). Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies daher eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten und Erlösen für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel vor (Steuerung nach Nettorohstoffkosten). Darüber hinaus können die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduziert werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, eingegangene Lieferverpflichtungen mit den notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu unterlegen. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt CropEnergies zur Rohstoffpreissicherung derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen werden durch den Abschluss längerfristiger Lieferverträge sowie den Einsatz alternativer Rohstoffe reduziert. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Bioethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquote entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Auch für den Einkauf von Energie unterliegt CropEnergies dem Risiko von Marktpreisschwankungen. Diesem Risiko wird mit der Nutzung unterschiedlicher Energieträger sowie längerfristigen Lieferverträgen für Energie begegnet. Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Das von CropEnergies erzeugte Bioethanol erfüllt diese Anforderungen. Dies setzt voraus, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist. Auch aus den Regelungen bezüglich der CO2 -Zertifikate ergeben sich Chancen und Risiken für CropEnergies. Für die Jahre 2013 bis 2019 erfüllt die Produktion von Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Die Erfüllung der Carbon-Leakage-Kriterien wird in einem künftig fünfjährigen Turnus überprüft; die nächste Überprüfung betrifft die Zuteilungsjahre 2020 bis 2024. Der Wegfall des Carbon-Leakage-Status ab 2020 hätte eine deutliche Kürzung der jährlichen Zuteilung kostenloser CO2 -Zertifikate zur Folge; ein Wegfall des Carbon-Leakage-Status wird derzeit nicht erwartet. Für die kommende 4. Handelsperiode der Jahre 2021 bis 2030 wird -auch beim Erhalt des Carbon-Leakage-Status -davon ausgegangen, dass die kostenlose Zuteilung weiter deutlich reduziert wird. Ferner besteht ein Preisänderungsrisiko für CO2 -Zertifikate, die zugekauft werden müssen. AbsatzrisikoDie CropEnergies-Gruppe unterliegt absatzseitig Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie, soweit möglich, durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Die europäischen Bioethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität sowie eine geringe Transparenz bei der Feststellung der Preise ist die Folge. Im Dezember 2015 einigten sich das Europäische Parlament und der Rat auf die Umsetzung der sogenannten "Benchmark-Verordnung". Diese schreibt einen transparenten Preisfindungsmechanismus für Preisreferenzen an nicht regulierten Märkten vor. CropEnergies geht davon aus, dass die Umsetzung der Verordnung auch zu mehr Transparenz bei der Feststellung des Bioethanolpreises und somit zu weniger Volatilität und mehr Liquidität in der Preisnotierung führen wird. Der überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der CropEnergies-Gruppe entfällt auf Großkunden. Sollten derartige Lieferverträge nicht erfüllt werden oder Anschlussaufträge wesentlich geringer ausfallen, könnten sich hieraus Risiken für die Ertrags- und Vermögenslage ergeben. Einen Beitrag zur Verringerung von Absatz- und Preisrisiken leistet CropEnergies durch kontinuierliche Optimierung der Kostenstrukturen bzw. die Anpassung der Kapazitätsauslastung. Risiken aus HandelsgeschäftenSoweit CropEnergies Handelsgeschäfte mit Bioethanol oder entsprechenden Warenterminkontrakten betreibt, werden deren Risiken durch ein Limitsystem sowohl hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Geschäfte als auch des Gesamtvolumens begrenzt. Weitere Beschränkungen bestehen bezüglich der Kreditrisiken von Geschäftspartnern und der Änderung von Marktwertrisiken. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht. QualitätsrisikenCropEnergies erzeugt sichere und qualitativ hochwertige Produkte. Um dies zu gewährleisten, verfügt CropEnergies über ein Qualitätssicherungssystem, welches die Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe moderner Prozessleittechnik und Laboranalysen überwacht. Dies umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden und legt Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe fest. IT-RisikenWie jedes Unternehmen ist CropEnergies auf reibungslos funktionierende IT-Systeme angewiesen. Für die operative und strategische Steuerung des Unternehmens setzt CropEnergies hochentwickelte Informationssysteme ein. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme ist durch die Einbindung der IT-Systeme in die Südzucker-Gruppe gewährleistet. PersonalrisikenDie CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen der Südzucker-Gruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld. Rechtliche RisikenKlageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns haben könnten, sind nicht erkennbar. Kartellrechts- und KorruptionsrisikenKartellrechts- und Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe gegen Gesetze und interne Regelungen verstoßen und in Folge das betroffene Unternehmen der CropEnergies-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet. Zur Vermeidung von Kartellrechts- und Korruptionsrisiken hat CropEnergies im Rahmen des Compliance-Management-Systems die in der CropEnergies-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliance-relevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert. Bonitäts- und AusfallrisikenAusfallrisiken im Forderungsbestand werden bei CropEnergies reduziert, indem einerseits die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Geschäftspartnern fortlaufend überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung herangezogen werden. Insbesondere bei Handelsgeschäften kann darüber hinaus auf Akkreditive oder ähnliche Instrumente zurückgegriffen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen und Sicherungsgeschäften werden dadurch minimiert, dass Transaktionen bei Banken und Partnern hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Weitere operative RisikenDas Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert. Falls erforderlich, wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann. In den Bereichen Steuern, IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies aufgrund der Shared-Service-Vereinbarungen auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen. Finanzwirtschaftliche RisikenLiquiditätsrisikenDie Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird tagesgenau gesteuert und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung, die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies -falls erforderlich -kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen. Wechselkurs- und ZinsänderungsrisikenCropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Wechselkursrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zum 29. Februar 2016 hatte CropEnergies keine nicht auf Euro denominierten Kredite von Konzernfremden. Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen werden durch eine Mischung von fest- und variabel verzinslichen Darlehen begrenzt, wobei der Anteil festverzinslicher Darlehen überwiegt. Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sowie Liquiditäts-, Bonitäts- und Ausfallrisiken sind im Konzernanhang unter (29) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe zu finden. GesamtrisikoZu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der CropEnergies-Gruppe gehören insbesondere Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Ergebnis von CropEnergies wird besonders beeinflußt von der Preisvolatilität der eingesetzten Rohstoffe -insbesondere Getreide - und von den Bioethanolerlösen. In Phasen rückläufiger Bioethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden, kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden. Da sich die Märkte für Getreide und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten und zudem sehr volatil sind, ist die Prognose der Ergebniswirkung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz. Zusammenfassend hat sich das Gesamtrisiko der CropEnergies-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr durch die Ausweitung der Produktion von Neutralalkohol leicht verringert, da Neutralalkohol im Rahmen von längerfristigen Verträgen auf fixierter Preisbasis abgesetzt werden kann. Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig nicht erkennbar. ChancenDie Reihenfolge der beschriebenen Chancen entspricht deren Bedeutung für CropEnergies. Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/ oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. Sollte die Einführung von E10 europaweit an Fahrt gewinnen, kann sich das Absatzvolumen für Bioethanol erheblich ausweiten. Daraus ergäben sich für CropEnergies weitere Wachstumschancen. Mit der Errichtung der Produktionsanlage für Neutralalkolhol in Zeitz bietet sich für CropEnergies die Chance, weitere margenträchtige Märkte mit geringerer Preisvolatilität und Abhängigkeit von politischen Vorgaben für Bioethanol zu erschließen. Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Finanzkraft, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt. GesamtchancenDie Gesamtchancen des Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der mittelfristig erwarteten E10-Einführung in weiteren EU-Mitgliedsstaaten leicht gestiegen. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und RisikomanagementsystemGrundzügeDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe aus einem Steuerungs- und einem Überwachungssystem zusammen. IFRS Reporting GuidelineDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der CropEnergies-Gruppe regeln einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den CropEnergies-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Internes Kontrollsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip" sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung. Interne PrüfungDer Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden. Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher. Externe PrüfungDer Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssystems. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene RahmenbedingungenLaut Winterprognose der EU-Kommission konnten alle EU-Mitgliedsstaaten im Jahr 2015 eine gesteigerte oder stabile Wirtschaftsleistung aufweisen. Bis 2017 soll die Wirtschaft in allen Mitgliedsstaaten zu Wachstum zurückkehren. Das Wirtschaftswachstum 2016 soll sich für die EU demnach auf 1,9 % und für den Euroraum auf 1,7 % belaufen. Im Jahr 2017 wird mit einem Anstieg auf 2,0 % bzw. 1,9 % gerechnet. Der niedrige Ölpreis, günstige Finanzierungsbedingungen und die Schwäche des Euro dürften sich dabei stärker und längerfristiger als zunächst erwartet auswirken. Demgegenüber zeichnen sich insbesondere mit der Verlangsamung des Wachstums in China und anderen Schwellenländern neue Herausforderungen für die Weltwirtschaft und damit auch Risiken für die Wachstumsaussichten in Europa ab. BioethanolmärkteIn der EU wird für 2016 mit einem weiteren Rückgang des Kraftstoffethanolverbrauchs auf 5,1 Mio. m3 gerechnet. Das Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Dekarbonisierung des Transportsektors wird damit bei Weitem nicht ausgeschöpft. Für einen nennenswerten Ausbau erneuerbarer Energien im Kraftstoffsektor bedarf es vielmehr einer europaweiten Einführung von E10. Nach Abschluss der Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der politischen Rahmenbedingungen in der EU wird damit mittelfristig gerechnet. Beispielsweise soll in Belgien E10 ab Januar 2017 verfügbar sein. Der Bedarf an Kraftstoffethanol in der EU soll auch im Jahr 2016 vor allem durch inländische Produktion gedeckt werden. Marktbeobachter rechnen mit einem Anstieg der europäischen Produktion auf 5,1 Mio. m3 . Hieraus könnte sich erstmals ein Produktionsüberschuss von Kraftstoffethanol ergeben. Für die Bioethanolmärkte außerhalb des Kraftstoffbereichs wird mit keiner signifikanten Änderung von Angebot und Nachfrage gerechnet. Für das Jahr 2016 rechnet CropEnergies mit europäischen Bioethanolpreisen, die sich unter dem Vorjahresniveau bewegen werden. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die tatsächliche Bioethanolnachfrage weiterhin deutlich unter den Prognosen der Nationalen Aktionspläne der EU-Mitgliedsstaaten liegt, auf deren Grundlage der Ausbau der Produktionskapazitäten in der EU erfolgte. Bei moderater Entwicklung der Bioethanolimporte wird insgesamt damit gerechnet, dass sich die europäischen Bioethanolpreise vor allem an den zuletzt gesunkenen Rohstoffkosten in Europa orientieren werden. GetreidemärkteNach einer Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) vom 12. April 2016 wird sich die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) im Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 auf 1.994 Mio. t und damit nur leicht unter dem Rekordniveau des Vorjahrs bewegen. Aufgrund der guten Versorgungslage sollen die Lagerbestände um 6 % auf 484 Mio. t anwachsen, was gegen einen merklichen Anstieg der Getreidepreise sprechen sollte. Hierzu tragen auch erste Prognosen des Internationalen Getreiderats für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 bei, nach denen erneut eine überdurchschnittliche Getreideernte und damit eine weiterhin sehr gute Versorgungslage erwartet wird. Diese Einschätzung beruht auf einer kaum veränderten Anbaufläche für Getreide und einer Normalisierung der Flächenerträge, die im Vorjahr ein Spitzenniveau erreichten. Politische RahmenbedingungenNeben den Entwicklungen auf den Absatz- und Rohstoffmärkten sind der politische Wille und die entsprechenden Rahmenbedingungen für den Erfolg erneuerbarer Energien auch im Transportsektor entscheidend. Auf EU-Ebene einigten sich Parlament und Rat auf eine Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie". Die am 15. September 2015 veröffentlichte "iLUC-Richtlinie" sieht dabei u. a. vor, dass bis zu 7 % der im Jahr 2020 vorgesehenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor aus konventionellen, als nachhaltig zertifizierten Biokraftstoffen stammen können. Der Rest von mindestens 3 % soll zum einen durch die verstärkte Förderung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen erreicht werden. Zum anderen wird die im Schienen- und Straßenverkehr genutzte Elektrizität, sofern diese aus erneuerbaren Quellen stammt, mehrfach angerechnet. Die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen sind von den Mitgliedsstaaten innerhalb von zwei Jahren umzusetzen. Angesichts dieses Zeitvorlaufs rechnen Marktbeobachter nicht damit, dass es im Jahr 2016 noch zu einer signifikanten Anhebung der Beimischungsverpflichtungen von Bioethanol kommen wird. Hinzu kommt, dass die Beratungen über ein Klima- und Energiepaket 2030 andauern und diese im weiteren Jahresverlauf an Intensität gewinnen dürften. Es wird erwartet, dass die EU-Kommission bis Ende 2016 einen Vorschlag über rechtliche Maßnahmen zur Erreichung der europäischen Klima- und Energieziele für das Jahr 2030 veröffentlichen wird. In Deutschland wurde die energiebezogene Biokraftstoffquote zum 1. Januar 2015 im Rahmen der Dekarbonisierungsstrategie durch eine Treibhausgasminderungsquote ersetzt. Demnach sollen auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 3,5 Gew.-% der Treibhausgasemissionen eingespart werden. Ab 2017 soll dieses jährliche Einsparungsziel auf 4,0 Gew.-% und ab 2020 auf 6,0 Gew.-% steigen. Mit dem Systemwechsel wurde die spezifische Treibhausgaseinsparung zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal für Biokraftstoffe in Deutschland. In Belgien gilt derzeit eine Beimischungsverpflichtung, wonach Ottokraftstoffe 4 Vol.-% Bioethanol enthalten müssen. Im Februar 2016 hat die belgische Regierung beschlossen, diese Beimischungsverpflichtung zum 1. Januar 2017 auf 8,5 Vol.-% zu erhöhen. In Großbritannien besteht eine Beimischungsverpflichtung in Höhe von 4,75 Vol.-%, wobei Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen doppelt angerechnet werden. Da diese Regelungen nicht ausreichen, um die europäischen Zielvorgaben für das Jahr 2020 zu erfüllen, ist eine höhere Nutzung erneuerbarer Energien erforderlich. Aufgrund des britischen Referendums über den Verbleib in der EU werden Anpassungen der politischen Vorgaben für Biokraftstoffe nicht vor 2017 erwartet. In Frankreich wird die Nutzung von Biokraftstoffen durch energetische Beimischungsverpflichtungen gefördert, die sich derzeit auf 7 % im Ottokraftstoff- und 7,7 % im Dieselkraftstoffbereich belaufen. Trotz der anhaltenden Diskussion auf EU-Ebene über ein Klima- und Energiepaket 2030 hat Frankreich bereits festgelegt, dass der Erneuerbare-Energien-Anteil im Transportsektor bis 2030 auf 15 % steigen soll. Bei der Dekarbonisierung des Transportsektors setzt der französische Staat ferner auf eine ökologischere Ausrichtung der Energiebesteuerung. KonzernentwicklungDas Geschäftsjahr 2016/17 wird angesichts niedriger Ölpreise, die den Blick auf Nutzen und Notwendigkeit erneuerbarer Energiequellen zeitweise verstellen, für die europäische Biokraftstoffbranche nicht minder herausfordernd als die letzten Jahre. Während europäisches, zertifiziert nachhaltig erzeugtes Bioethanol gegen Ende des letzten Kalenderjahres noch eine Prämie auf fossiles Benzin von rund 30 Cent pro Liter aufwies, ist aktuell ein deutlicher Rückgang der Preise eingetreten. Für das Geschäftsjahr 2016/17 erwartet CropEnergies aufgrund der derzeitigen Terminnotierungen zunächst niedrige Preise für Bioethanol. Die Anlagen in Deutschland, Belgien und Frankreich werden aufgrund ihrer spezifischen Kostenvorteile weiter mit der gewohnt hohen Auslastung betrieben, während die Produktion in Wilton bis auf Weiteres ausgesetzt bleibt. Im Jahresverlauf sollte eine Hinwendung zu schadstoffärmeren Treibstoffen und die Einführung von E10 in weiteren Ländern die Nachfrage nach Bioethanol beleben. Dies sollte auch zu einer Preisstabilisierung für Bioethanol beitragen. Auf Basis dieser Annahmen soll die Erzeugung von Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln in etwa das Niveau des Geschäftsjahrs 2015/16 erreichen. Einschließlich des Handelsgeschäfts rechnet CropEnergies mit einem Absatzvolumen von rund 1 Mio. m3 Bioethanol. Dies führt zu einer Umsatzerwartung von 625 bis 700 Mio. €. Vor dem Hintergrund konstanter Absatzmengen und unter dem guten Vorjahr liegender Bioethanolpreise rechnet CropEnergies für das Geschäftsjahr 2016/17 damit, ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA von 65 bis 105 Mio. € erwirtschaften und die Verschuldung weiter reduzieren zu können. Nach Abschreibungen wird -unverändert zur am 19. November 2015 geäußerten Erwartung -mit einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von 30 bis 70 Mio. € gerechnet. Daneben entsteht während der temporären Stillstandszeit der Bioethanolanlage in Wilton ein Sonderaufwand von bis zu 17 Mio. € p.a. CropEnergies erwartet, dass die Beschlüsse des Pariser KlimaGipfels und die EU-Beschlüsse zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auch im Transportsektor mittelfristig für weiteres Marktwachstum sorgen werden. Insbesondere sollte die Anhebung der Beimischungsquoten zur Einführung von E10 in weiteren Mitgliedsstaaten führen. Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist CropEnergies als einer der führenden Hersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität seiner Anlagen gut gerüstet. NACHHALTIGKEITWelche Vorteile hat Bioethanol? 60 %Treibhausgas-EinsparungenDer Verkehrssektor ist einer der größten Luftverschmutzer und der Treibhausgasausstoß hat sich in den letzten Jahren kaum verringert. Bioethanol kann hier fossile Kraftstoffe ersetzen und spart im Durchschnitt 60 % der Treibhausgase ein. Wir tragen dazu bei, die Luft, die wir atmen, sauberer zu machen. Nachwachsende RohstoffeDie Rohstoffe für Bioethanol von CropEnergies - Futtergetreide und Zuckerrüben -wachsen immer wieder nach. Hier in Europa. Fossile Kraftstoffe hingegen werden irgendwann verbraucht sein. Künftige Generationen werden mit Öl Besseres machen, als es nur zu verbrennen. Kraftstoff von CropEnergies ist erneuerbar. Stärkere SelbstversorgungEuropa muss ca. 90 % seines Ölbedarfs importieren und ist damit von ausländischen Öl-Lieferanten abhängig. Mit Bioethanol macht sich Europa von diesen Importen unabhängiger und schafft stattdessen eigene Arbeitsplätze und Einkommen. KlimaschutzEuropa kommt im Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, den Treibhausgasausstoß bis 2030 um 40 % und bis 2050 um 80 % zu senken. Eine der Hauptquellen für den Treibhausgasausstoß ist der Straßenverkehr. Bioethanol spart Treibhausgase im Verkehr ein und trägt damit dazu bei, die weitere Erderwärmung zu bremsen. KonzernabschlussGesamtergebnisrechnung 1. März 2015 bis 29. Februar 2016scroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Kapitalflussrechnung 1. März 2015 bis 29. Februar 2016scroll
scroll
Unter Position (32) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung gegeben. Bilanz 29. Februar 2016AKTIVA scroll
Entwicklung des Eigenkapitals 1. März 2015 bis 29. Februar 2016scroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Unter Position (21) des Anhangs ist die Entwicklung des Eigenkapitals erläutert. KonzernanhangAllgemeine Erläuterung(1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernabschlussesDie CropEnergies AG hat ihren Sitz in der Maximilianstraße 10 in 68165 Mannheim, Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HR B-Nr. 700509 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 19. Juli 2013 ist der Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol), sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von Nebenprodukten, tätig sind. Die CropEnergies AG gehört mehrheitlich zur Südzucker AG. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die CropEnergies AG und ihre Tochterunternehmen. CropEnergies hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der CropEnergies AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss zum 29. Februar 2016 ist am 25. April 2016 vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 4. Mai 2016 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 17. Mai 2016. Das Datum der Veröffentlichung ist der 18. Mai 2016. CropEnergies erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird. Erstmalig angewendete IFRS und IFRIC: Im Geschäftsjahr 2015/16 waren IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), die im Rahmen der Annual Improvements Projects 2011 - 2013 sowie 2010 - 2012 geänderten Standards und IFRIC 21 (Abgaben) erstmalig verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von CropEnergies. Zukünftig anzuwendende IFRS und IFRIC: In der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2016/17 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. CropEnergies hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für CropEnergies von Relevanz sind; sofern künftig geltende Vorschriften für CropEnergies nicht einschlägig sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet. scroll
(2) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Die Ensus Ltd., eine britische Holdinggesellschaft ohne eigene Produktion, wurde zum 1. März 2016 aufgelöst. Für eine detaillierte Darstellung der Beteiligungen verweisen wir auf die Anteilsbesitzliste auf Seite 130. Die Joint Venture-Gesellschaft
an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht, wurde at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein. Die Anteile aus at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhen oder vermindern sich jährlich um das anteilige Ergebnis der CT Biocarbonic GmbH: scroll
*
Befreiung von der Offenlegungspflicht nach
§ 264 Abs. 3 HGB Die CT Biocarbonic GmbH ist ein strategisches Joint-Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Der Buchwert des Anteils an der CT Biocarbonic GmbH beträgt 1,8 (1,7) Mio. €. Dies entspricht jeweils dem hälftigen Eigenkapital der CT Biocarbonic GmbH. (3) KonsolidierungsmethodenNach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt werden kann. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden -unabhängig von der Beteiligungshöhe -in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie von Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach). Die Beteiligung an der CT Biocarbonic GmbH ist auf der Grundlage der at Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) bzw. IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen. Bei der CT Biocarbonic GmbH handelt es sich um eine Beteiligung, bei der aufgrund eines Stimmrechtsanteils von 50 % ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Hierbei wird das Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeführten anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung (die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert) umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Jahresabschluss der CropEnergies Inc., Houston, wird in US-Dollar (USD), die Jahresabschlüsse der Ensus Ltd. und der Ensus UK Ltd., Yarm, werden in britischen Pfund (GBP) und der Jahresabschluss der Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile, wird in chilenischen Pesos (CLP) aufgestellt. Da die Berichtswährung von CropEnergies der Euro ist (funktionale Währung des Mutterunternehmens), erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitigen bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €): scroll
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen gegenüber der Umrechnung des Vorjahrs sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn- und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen. Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Tochterunternehmen stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestitionen in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net Investment in a Foreign Operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen in der Position Währungsdifferenzen ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBei der Erstellung der Konzernabschlüsse der Konzerngesellschaften sind die einschlägigen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach IFRS für gleichartige Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse in ähnlichen Umständen einheitlich anzuwenden. Eine Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgt nur, soweit die einschlägigen Standards Wahlrechte bei der Bilanzierung und Bewertung vorsehen bzw. wenn die Grundsätze weiter konkretisiert werden. Insbesondere wird von einer Wiederholung der Texte der jeweiligen Standards bzw. von der Wiedergabe von Grundregeln abgesehen. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Only-Approach) unterzogen. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende erwartete Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und im Fall von Lebens- und Futtermitteln zum Nettoveräußerungswert bewertet. Dabei wird das Durchschnittswertverfahren oder die Fifo-Methode (First in -first out) verwendet, da dies den tatsächlichen Verbrauchsfolgeverhältnissen entspricht. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Produktionskostenstellen anfallen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt (Nettoveräußerungswert). Dieser Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Abwertungen auf fertige und unfertige Erzeugnisse werden unter der Position "Bestandsveränderungen" ausgewiesen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert zuzüglich Transaktionskosten und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Die Bilanzierung der CO2 -Emissionsrechte erfolgt nach den Vorschriften gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen CO2 -Emissionsrechte sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2 -Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter der Berücksichtigung biometrischer Daten. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Die erstmalige Erfassung und Folgebewertung erfolgt vollständig im Steueraufwand. Dabei werden in der Bilanz die Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr unter den kurzfristigen Steuerschulden und Forderungen aus Vorauszahlungen unter den kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Die langfristigen Steuerschulden beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume. Die Aufzinsung der Steuerschulden wird in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Steuerpositionen, die sich z. B. durch Betriebsprüfungen noch verändern können, wurden auf Basis der erwarteten voraussichtlichen Steuerzahlung bzw. -erstattung geschätzt. Latente Steuern werden auf temporär unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktive und passive latente Steuern sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung besteht. Ein sich danach ergebender Überhang an aktiven latenten Steuern wird nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Die Berechnung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Erstbewertung zum Marktwert abzüglich Transaktionskosten und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorien: a) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" und b) "Kredite und Forderungen" eingeteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in die Kategorien: a) "zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten" und b) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Analog zur Vorgehensweise bei finanziellen Vermögenswerten hängt auch bei finanziellen Verbindlichkeiten die Kategorisierung von dem jeweiligen Zweck ab. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und -unabhängig von ihrem Zweck -mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Werts werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes nach der Art der Sicherungsbeziehung. Mit Derivaten im Handelsbestand werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgesichert. Bei Derivaten im Handelsbestand werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowohl der Sicherungsgeschäfte als auch der dazugehörigen Grundgeschäfte in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Wenn Grund- und Sicherungsgeschäfte bereits originär mit den beizulegenden Zeitwerten erfolgswirksam bewertet werden, kann zur Erzielung der Fair-Value-Absicherung auf die Anwendung der Sonderregelungen des Fair-Value-Hedge-Accounting verzichtet werden. Cashflow-Hedge-Derivate dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow-Hedge-Derivat vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst unter den sonstigen Eigenkapitalposten erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Führen die Transaktionen zum Ansatz von nicht finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, z. B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit verrechnet. Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Erzeugnissen und Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen, ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist u. a. der Diskontierungssatz eine wichtige Einflussgröße. Der Diskontierungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Veränderungen einzelner versicherungsmathematischer Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird auf die Angaben zur Sensitivitätsanalyse unter Ziffer (22) "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" verwiesen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Produktionsanlage in Wilton erfolgen auf Basis einer Prognoserechnung für die Cashflows der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Diskontierungssatzes. Wichtige Einflussfaktoren für die Planung der CropEnergies-Gruppe sind die Preise für Ethanol, Getreide sowie Lebens- und Futtermittel. Dabei sind insbesondere die Preise für Ethanol und Getreide volatil. Auch die Bestimmung der Nutzungsdauer des abnutzbaren Anlagevermögens, des Nettoveräußerungspreises und des Vorratsvermögens basieren auf Schätzungen. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Ertragsteuern können in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeiten und Höhe der erwarteten Steuerzahlung bzw. -erstattung einer Unsicherheit unterliegen, für die das Unternehmen eine Einschätzung vorzunehmen hat. Der Planungshorizont beträgt in der Regel 5 Jahre. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen der getroffenen Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. In diesem Fall erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung(6) Umsatzerlösescroll
Die Umsatzerlöse für Bioethanol, Lebens- und Futtermittel blieben mit 713,3 (817,9) Mio. € im Wesentlichen aufgrund der temporären Stilllegung der Anlage in Wilton hinter dem Vorjahreswert zurück. Den geringeren Produktions- und Absatzmengen an Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln und dem geringeren Handelsvolumen standen deutlich höhere Erlöse für Bioethanol gegenüber. Auch die Erlöse für die erzeugten Lebens- und Futtermittel stiegen leicht. Die sonstigen Erlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Energie. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte EigenleistungenDiese Position enthält aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 98 (93) Tsd. €. (8) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge von 5,6 (6,9) Mio. € enthalten im Wesentlichen Währungsgewinne von 2,1 (1,2) Mio. €, Vertriebsprovisionen und weiterverrechnete Logistikkosten von 1,7 (1,2) Mio. € sowie Versicherungs-, Schadensersatz- und Kompensationsleistungen von 0,6 (2,7) Mio. €. (9) Materialaufwandscroll
Im Vergleich zum Vorjahr verminderte sich der Materialaufwand aufgrund der um 21 % auf 837 (1.056) Tsd. m3 verringerten Bioethanolproduktion sowie durch geringere Preise für Rohstoffe auf 522,5 (706,7) Mio. €. In Verbindung mit den erzielten höheren Erlösen für Lebens- und Futtermittel sanken die Nettorohstoffkosten deutlich. Da die Verkaufspreise stiegen, die Materialkosten demgegenüber jedoch fielen, verbesserte sich die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) auf 72,5 (85,8) %. (10) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)scroll
Die Anzahl der Mitarbeiter ist seit dem Geschäftsjahr 2015/16 als Vollzeitäquivalent im Jahresdurchschnitt angegeben. Das Vorjahr wurde dementsprechend angepasst. Die Zahl der per 29. Februar 2016 beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag bei 416 (432). Der Personalaufwand stieg auf 39,6 (33,7) Mio. €. Der Anstieg ist beeinflusst durch versicherungsmathematische Einmaleffekte bei Pensionsrückstellungen, altersbedingte Nachfolgeregelungen bei ausländischen Konzerntöchtern, Änderungen in der Vorstandsstruktur sowie ergebnisbedingt höhere Gehaltsansprüche. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich auf 5,5 (4,1) %. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Vertriebs- und Werbeaufwendungen verringerten sich auf 24,6 (32,1) Mio. € und enthielten hauptsächlich Logistikaufwendungen zur Belieferung der Kunden. Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung konnten auf 13,4 (15,8) Mio. € reduziert werden. Die übrigen Aufwendungen umfassten überwiegend Kosten für Shared-Service-Leistungen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,2 (6,7) Mio. €, sonstige Steuern in Höhe von 2,5 (2,0) Mio. €, Währungsverluste in Höhe von 1,8 (0,8) Mio. €, Aufwendungen für Miete und Pacht in Höhe von 1,4 (1,6) Mio. € sowie verauslagte Logistikkosten in Höhe von 0,8 (0,8) Mio. €. Darüber hinaus waren im Vorjahr einmalige Belastungen aus der temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton in Höhe von 25,7 Mio. € angefallen. (12) Ergebnis der Betriebstätigkeitscroll
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 68,7 (-39,4) Mio. € setzt sich zusammen aus dem operativen Ergebnis, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen. Vom Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallen 17,1 Mio. € auf die laufenden Kosten der temporär stillgelegten Produktionsanlage in Wilton sowie 1,0 Mio. € auf eine nicht mehr einsatzfähige Maschine an einem anderen Standort. Die operative Marge erhöhte sich deutlich auf 12,0 (-1,4) % des Umsatzes. (13) Finanzerträge und -aufwendungenscroll
Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr trotz eines niedrigeren Schuldenniveaus um 2,0 Mio. € auf -5,7 Mio. € im Wesentlichen aufgrund von Währungsverlusten aus der Einbeziehung ausländischer Tochtergesellschaften. Im Finanzergebnis ist ein Aufzinsungsaufwand für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,4 (0,4) Mio. € enthalten. (14) Steuern vom Einkommen und vom ErtragWie im Vorjahr ergibt sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens CropEnergies AG unter Zugrundelegung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2015/16 ein theoretischer Steuersatz von 29,93 %. scroll
Die Steuereffekte aus der Bilanzierung von Verlustvorträgen und temporären Differenzen in Höhe von -1,0 (23,7) Mio. € resultieren aus einer Neueinschätzung aktiver latenter Steuern in Belgien sowie einem gegenläufigen Effekt aus nicht gebildeten aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste bei Ensus. Die Effekte aus abweichenden ausländischen Steuervorschriften resultieren, wie im Vorjahr, aus spezifischen belgischen Steuerbestimmungen. Der positive Effekt aus den laufenden Steuern aus Vorjahren betrifft im Wesentlichen realisierte Steuervorteile aus der teilweisen Nutzung der Verlustvorträge bei Ensus. Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. € wurden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen von CropEnergies bestimmt werden kann und es zudem nicht wahrscheinlich ist, dass CropEnergies diese Umkehrung in absehbarer Zeit veranlassen wird. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich im Geschäftsjahr 2015/16 aus laufenden Steueraufwendungen in Höhe von 13,7 (3,2) Mio. € und latenten Steueraufwendungen in Höhe von 6,6 (11,7) Mio. € zusammen. Die latenten Steuerabgrenzungen setzen sich wie folgt aus den einzelnen Bilanzpositionen zusammen: scroll
Von den aktiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 11,4 (19,0) Mio. € sind 9,9 (17,3) Mio. € langfristig. Von den passiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 27,2 (30,7) Mio. € sind 25,7 (29,4) Mio. € langfristig. Für Verlustvorträge sowie temporäre Differenzen wurden latente Steuern in Höhe von 78,2 (79,9) Mio. € nicht angesetzt. Davon verfallen voraussichtlich 3,2 (6,5) Mio. € innerhalb von 7 Jahren, 75,0 (73,4) Mio. € sind unbegrenzt nutzbar. Des Weiteren resultierten erfolgsneutral erfasste latente Steuern aus den Marktwerten von Sicherungsgeschäften sowie aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen wie folgt: scroll
Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von 6,6 Mio. € betreffen zu 5,7 Mio. € deutsche Gesellschaften sowie zu 0,9 Mio. € französische Gesellschaften. Die Steuerschulden in Höhe von 18,9 Mio. € stammen mit 17,8 Mio. € aus den deutschen Gesellschaften und mit 1,1 Mio. € aus den französischen Gesellschaften. (15) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies-Gruppe konzentrierten sich auf die technologische Begleitung von Prozessen bestehender Produktionsanlagen, deren Optimierung sowie weitere Verbesserungen der Lebens- und Futtermittel. Daneben wurden Normen mitgestaltet, neue Produktionskonzepte für die Gewinnung von Bioethanol entwickelt und analytische Methoden zur Herstellung von Neutralalkohol implementiert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf 1,6 (2,1) Mio. €. Diese Kosten wurden im Jahr des Entstehens vollständig in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung berücksichtigt und als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte wurden nicht aktiviert. Erläuterungen zur Bilanz(16) Immaterielle VermögenswerteDie in den immateriellen Vermögenswerten enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben. In den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ist im Wesentlichen erworbene Software enthalten, die eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist. scroll
scroll
Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Cash Generating Units (CGU) zuzuordnen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die jeweiligen Buchwerte der CGU regelmäßig mit dem Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei CropEnergies) verglichen, um eine mögliche Wertminderung zu identifizieren. CropEnergies hat ihre CGU entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. In der CropEnergies-Gruppe ist die einzige Geschäfts- oder Firmenwert tragende CGU Ryssen Frankreich (mit den Gesellschaften Ryssen und COFA). Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 5,6 (5,6) Mio. €. CropEnergies ermittelt zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zunächst den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten bzw. vom Aufsichtsrat verabschiedeten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Wichtige Einflussfaktoren für die Planung der CropEnergies-Gruppe sind die Preise für Ethanol, Getreide sowie Lebens- und Futtermittel. Dabei sind insbesondere die Preise für Ethanol und Getreide volatil. Die 5-Jahres-Planung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten, gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die aktuellen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Der aus den Kapitalkosten des CropEnergies-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz belief sich zum 29./28. Februar auf 8,1 (8,1) % vor Steuern bzw. 6,1 (6,1) % nach Steuern. CropEnergies verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in der CGU eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Cashflows werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig sind, um die angenommene Unternehmensentwicklung zu erreichen. Die Höhe dieser Reinvestition stützt sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit über erforderliche Ersatzbeschaffungen von Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2015/16 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGU über dem Buchwert lag. Selbst bei einem um 1,5 %-Punkte höheren Abzinsungssatz (nach Steuern) hätte sich kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Ryssen veredelt und handelt Alkohol, insofern beeinflussen schwankende Ethanolpreise sowohl die Erlöse als auch die Materialkosten in ähnlicher Weise und somit das operative Ergebnis der Gesellschaft nur eingeschränkt. Selbst wenn sich das operative Ergebnis von Ryssen nachhaltig halbieren würde, entstünde kein Wertberichtigungsbedarf. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen der Annahmen (im Wesentlichen Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte sowie zu den Kapitalkosten) können aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGU ihren erzielbaren Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssten. Eine Schwankungsbreite der Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte in dieser Größenordnung ist empirisch bisher nicht beobachtbar oder wahrscheinlich. (17) Sachanlagenscroll
scroll
Eine Wertminderung in Höhe von 1,0 (0,0) betrifft die Abwertung einer Maschine auf den Nutzungswert. In den Zugängen des Geschäftsjahrs 2015/16 sind Investitionszuschüsse in Höhe von 5 (0) Tsd. € enthalten, welche die Anschaffungskosten reduzierten. Die Position Anlagen im Bau enthält im laufenden Geschäftsjahr keine gemäß IAS 23 zu aktivierenden Fremdkapitalkosten. (18) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmenscroll
scroll
Die Anteile aus at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhen sich um das anteilige Ergebnis der CT Biocarbonic GmbH. (19) Vorrätescroll
Die Vorräte haben sich insbesondere mengenbedingt um 6,8 Mio. € auf 56,8 Mio. € reduziert. Im laufenden Geschäftsjahr ergaben sich keine Wertminderungen. (20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 20,3 Mio. € auf 39,5 Mio. €. Deren Buchwert ermittelt sich wie folgt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die Fälligkeiten der noch offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: scroll
Bei den weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 20,6 (14,2) Mio. € enthalten im Wesentlichen finanzielle Vermögenswerte in Form positiver Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 0,2 (0,7) Mio. € und sonstige Forderungen in Höhe von 3,0 (2,8) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 7,9 (5,4) Mio. €, Forderungen aus Anzahlungen und Investitionszuschüssen in Höhe von 2,3 (3,6) Mio. € sowie erworbenen CO2 -Emissionsrechten in Höhe von 1,1 (1,7) Mio. €. (21) EigenkapitalDas Grundkapital der CropEnergies AG beträgt unverändert 87.250.000 €. Es ist eingeteilt in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 197,8 (222,8) Mio. € und hat sich durch die Entnahme zur Abdeckung des handelsrechtlichen Vorjahresverlustes verringert. Die Kapitalrücklage enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen. Die Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow Hedges enthalten -unter Berücksichtigung latenter Steuern -die Marktwertveränderungen der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von -6,1 (2,2) Mio. €. Die unter den Weizen- und Währungsderivaten ausgewiesenen Beträge werden nahezu vollständig im nächsten Geschäftsjahr erfolgswirksam. Im aktuellen Geschäftsjahr belief sich die Höhe der erfolgswirksamen Auflösung im Materialaufwand auf 2,2 (-0,1) Mio. €. Einschließlich der Gewinnrücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten in Höhe von 82,1 (21,6) Mio. € beträgt das Eigenkapital somit 367,2 (331,7) Mio. €. Die Hauptversammlung vom 14. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 13. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat ein Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 war im Geschäftsjahr 2013/14 im Umfang von 2,25 Mio. € Gebrauch gemacht worden. Hierdurch reduzierte sich das Genehmigte Kapital auf 12,75 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde von der Ermächtigung kein weiterer Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. (22) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenBeitragsorientierte PensionspläneCropEnergies leistet im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 3,4 (2,0) Mio. €. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen; eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Leistungsorientierte PensionspläneDie betriebliche Altersversorgung bei CropEnergies beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Pensionsähnliche Verpflichtungen bestehen bei den französischen Unternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet. Die bilanzierte Nettoverpflichtung der CropEnergies-Gruppe setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert der rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Verpflichtungen sowie teilweise oder vollständig fondsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Zeitwerts des Planvermögens zusammen. scroll
Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe bestehen im Wesentlichen folgende Altersversorgungspläne: DeutschlandFür die Mitarbeiter in Deutschland bestehen arbeitgeberfinanzierte Zusagen über Betriebsrenten, deren Höhe durch das Grundgehalt und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt werden. Für die Mitglieder des Vorstands bestehen direkte Leistungszusagen für Alters- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines festen Prozentsatzes der Pensionsbemessungsgrundlage, der sich an Fixbezügen orientiert. Hinsichtlich der Versorgungspläne für aktive Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Angaben im Vergütungsbericht als Bestandteil des Corporate Governance-Berichts im Lagebericht sowie unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" dieses Anhangs. Die Pensionsverpflichtungen der CropEnergies AG und der CropEnergies Bioethanol GmbH sind in Höhe von 17,2 (13,9) Mio. € rückstellungsfinanziert, bei denen die Anwartschaftsbarwerte in Höhe von 17,3 (14,0) Mio. € einem Planvermögen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € gegenüberstehen. BelgienFür die Mitarbeiter in Belgien bestehen fondsfinanzierte Versorgungspläne, bei denen ein Anwartschaftsbarwert von insgesamt 4,0 (3,9) Mio. € einem Planvermögen von insgesamt 2,3 (2,0) Mio. € gegenübersteht. Die Zusagen über Betriebsrenten werden durch die Höhe des Grundgehalts und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt. Die Auszahlungen erfolgen neben periodischen Rentenzahlungen auch durch Einmalzahlungen. FrankreichDie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen decken Kraft Gesetz in Frankreich zu bildende Versorgungszusagen ab. Diese umfassen eine Einmalzahlung im Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses durch Renteneintritt oder Tod, nicht aber im Fall der Kündigung durch den Arbeitnehmer. Die Höhe der Einmalzahlung bemisst sich regelmäßig am zuletzt bezogenen Festgehalt und ist an die Dauer der Betriebszugehörigkeit geknüpft. Die Nettoschuld belief sich auf 0,5 (0,5) Mio. €. Nettoschuld leistungsorientierter VerpflichtungenDie Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
scroll
Aufwand für betriebliche AltersversorgungDer Nettozinsaufwand ist im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste NeubewertungDie erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der Pensionsverpflichtung belief sich auf 1,1 (-4,0) Mio. € und resultierte aus der Anpassung des Diskontierungssatzes. Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahrs unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Mitarbeiterfluktuation sowie biometrische Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle. AnnahmenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde im Inland ein Zinssatz von 2,15 (2,00) % sowie im Ausland ein Zinssatz von 2,60 (2,20) % zugrunde gelegt. Diese Zinssätze basieren auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtung entspricht. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln -wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G -verwendet. SensitivitätsanalyseDie im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. scroll
scroll
PlanvermögenDas prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Versicherungsverträgen, wobei mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet wird. Eine Notierung an einem aktiven Markt lag nicht vor. Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorie investiert: scroll
RisikenIm Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die CropEnergies-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter, Lebensalter und Fluktuation. Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Anlagerisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Änderungen der Inflationsraten. Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Die Höhe der Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden könnte. Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen. Künftige ZahlungenDie gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt rund 26 (27) Jahre. Im Geschäftsjahr 2016/17 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 0,3 (0,3) Mio. € erwartet. In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Einmalzahlungen in nachstehender Höhe erwartet: scroll
(23) Entwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von 0,8 (0,5) Mio. €, für Versetzungen in Höhe von 0,8 (0,2) Mio. €, für Abfindungen in Höhe von 0,5 (0,0) Mio. € sowie für Altersteilzeit in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € zusammen. Von dem Gesamtbetrag von 2,3 Mio. € werden voraussichtlich 0,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2016/17 verbraucht. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten von 23,4 (36,9) Mio. € enthalten insbesondere Aufwendungen für belastende Verträge, die während der erwarteten temporären Stilllegung der Produktionsanlage in Wilton in Höhe von 16,2 (28,2) Mio. € anfallen. Außerdem enthalten die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten CO2 -Emissionsrechte in Höhe von 1,4 (1,9) Mio. € sowie Prozessrisiken in Höhe von 1,0 (1,0) Mio. €. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von 23,4 Mio. € werden voraussichtlich 13,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2016/17 und der Restbetrag in den nächsten fünf Jahren verbraucht. Die Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten Aufzinsungen in Höhe von 25 (26) Tsd. €. (24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 13,0 Mio. € auf 44,1 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 21,0 (16,7) Mio. € enthalten insbesondere finanzielle Verbindlichkeiten in Form negativer Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 7,7 (0,7) Mio. € und sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von 1,2 (1,7) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 7,1 (6,0) Mio. € und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 5,0 (8,3) Mio. €. (25) Finanzverbindlichkeiten (Nettofinanzschulden)scroll
Die Nettofinanzschulden zum 29. Februar 2016 beliefen sich auf 65,7 (150,1) Mio. €. Von den Finanzschulden stehen der CropEnergies-Gruppe 51,0 (99,1) Mio. € langfristig zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten wurden durchschnittlich mit 2,6 (3,5) % verzinst. Die Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um 86,2 Mio. € auf 73,7 Mio. €. Sämtliche langfristige Finanzverbindlichkeiten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, betreffen verbundene Unternehmen der Südzucker-Gruppe. Am Bilanzstichtag waren Gläubigern weder Grundpfandrechte noch sonstige Pfandrechte eingeräumt. FinanzmanagementDas Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung angemessener Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert. Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt. CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:
Das Management der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen sind hierfür der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). (26) Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)Die CropEnergies-Gruppe hat nachfolgend genannte wesentliche Kreditvereinbarungen getroffen: Ein von der CropEnergies Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr 2005/06 aufgenommenes festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von ursprünglich 78,0 Mio. € wurde am 30. September 2015 vollständig getilgt. Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis November 2020 auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen der Eurozone zuzüglich einer (Ziehungs-)Marge. Am 29. Februar 2016 bestand keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinie. Die CT Biocarbonic GmbH, an der CropEnergies zu 50 % beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2009/10 ein festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 6,1 Mio. € aufgenommen. Infolge planmäßiger Tilgungen beläuft sich die restliche Darlehenssumme zum 29. Februar 2016 auf 2,9 Mio. €. Hiervon sind 0,7 Mio. € kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Das Darlehen wird mit 3,75 % p. a. verzinst und bis zum 30. Dezember 2019 getilgt. Die Darstellung dieser Finanzverbindlichkeit im Jahresabschluss erfolgt nach den Grundsätzen der at Equity-Bewertung. Des Weiteren bestehen gegenüber dem Joint Venture Darlehensforderungen in Höhe von 1,4 (1,4) Mio. €. Das Darlehen ist langfristig und wird mit 3,75 % p. a. verzinst. Die flüssigen Mittel der CropEnergies-Gruppe in Höhe von 8,0 (9,7) Mio. € bestehen aus kurzfristig verfügbaren Einlagen bei Banken einwandfreier Bonität. (27) Derivative Finanzinstrumentea) Einsatz von derivativen FinanzinstrumentenDie CropEnergies-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken beschränken, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Währungsrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Zinsänderungsrisiken resultieren hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Soweit Zinsrisiken durch eine feste Zinsbindung nicht ausgeschlossen sind, behält sich CropEnergies vor, dem Risiko schwankender Zinssätze durch derivative Sicherungsinstrumente zu begegnen. Rohstoffpreisrisiken können sich hauptsächlich aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen wie Getreide ergeben. Soweit Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge nicht ausgeschlossen werden können, setzt CropEnergies zur Begrenzung dieses Risikos, soweit möglich und sinnvoll, derivative Finanzinstrumente z. B. von Weizen- und Ethanolfutures ein. Produktpreisrisiken können sich aus schwankenden Bioethanolpreisen ergeben. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus Lieferverträgen mit schwankenden Ethanolpreisen setzt CropEnergies in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. b) Marktwerte von derivativen FinanzinstrumentenDie Nominal- und Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des CropEnergies-Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
Sämtliche Derivate haben wie im Vorjahr bis auf Weizenfutures mit einem Nominalvolumen von 2,0 (4,1) Mio. € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den CropEnergies zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen hätte oder erhalten würde. Da zur Sicherung von Getreideeinkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Weizenfutures auf 87,7 (67,0) Mio. € mit einem Marktwert von -7,4 (-0,2) Mio. €. Sensitivität: Wären die Weizenpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen, hätte sich der im Eigenkapital und teilweise in den latenten Steuern niederschlagende Marktwert um 8,0 bzw. -8,0 Mio. € verändert. Unter den Produktderivaten wurden Verkaufsverträge für Bioethanol ausgewiesen, die sich an einem variablen Benzinpreis orientierten. Die Preisrisiken dieser Geschäfte wurden durch ein gegengerichtetes Sicherungsgeschäft minimiert. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildeten dabei eine geschlossene Position. Zum 29. Februar 2016 waren keine derartigen offenen Verkaufsverträge mehr auszuweisen. Preisrisiken aus Verkaufsverträgen, die sich aus einem variablen Ethanolpreis ergeben, werden -soweit möglich und sinnvoll -mit Ethanolderivaten abgesichert. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Ethanolderivate auf 2,4 (12,2) Mio. € mit einem Marktwert von -29 (232) Tsd. €. Da zur Sicherung von Ethanolverkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Sensitivität: Wären die Ethanolpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen, hätte sich der in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um 0,2 bzw. -0,2 Mio. € verändert. Der Gesamtumfang der Währungsderivate erreichte 13,4 (13,7) Mio. € mit einem Marktwert von 176 (49) Tsd. €. Die Bewertung der Währungsderivate erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminaufschlägen bzw. -abschlägen. Sensitivität: Wären die relevanten Wechselkurse zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen, hätte sich der in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um 0,2 bzw. -0,2 Mio. € verändert. Der im Eigenkapital und teilweise in den latenten Steuern erfasste Marktwert hätte sich um -1,0 bzw. 1,3 Mio. € verändert. Kreditrisiken können sich aus positiven Marktwerten von Derivaten ergeben. Zum 29. Februar 2016 beläuft sich der positive Marktwert auf 0,2 (0,7) Mio. €. Kreditrisiken werden minimiert, indem derivative Geschäfte über Warenterminbörsen mit täglichem Marktwertausgleich oder mit Banken bzw. mit Kunden einwandfreier Bonität abgeschlossen werden. Sämtliche Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage zu erfassen und werden erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam. Ihr Marktwert zum 29. Februar 2016 belief sich auf -7,2 (0,1) Mio. €. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden Ineffektivitäten in Höhe von 0,4 Mio. € verbucht. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden zur Absicherung von Risiken aus der Volatilität von Weizenpreisen börsengehandelte Optionsgeschäfte abgeschlossen. Ihr Marktwert belief sich per 29. Februar 2016 auf -0,3 (0,0) Mio. €. (28) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 dar. Gemäß der Definition von IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmt bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. scroll
scroll
*
EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte scroll
*
EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Das Nettoergebnis nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Effekte aus Wechselkursänderungen und Wertberichtigungen aus Forderungen sowie das Ergebnis aus Derivaten im Handelsbestand. In der nachstehenden Tabelle sind die für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelten beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungsleveln (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind: Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Dies ist bei Weizenfutures und -optionen sowie Ethanolderivaten der Fall. Bewertungslevel 2 liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Hierunter fallen bei CropEnergies Währungsderivate und eingebettete Derivate aus Lieferverträgen, die dazugehörigen Sicherungsgeschäfte mit Banken sowie Finanzverbindlichkeiten. Bei Derivaten des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in welchen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden keine Umklassifizierungen zwischen den jeweiligen Bewertungsleveln vorgenommen. scroll
scroll
Wertminderungen im Bereich der Finanzinstrumente waren nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,4 (0,5) Mio. € notwendig. Das gesamte Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beläuft sich auf 3,9 (4,8) Mio. €. Hierin sind Zinserträge von 0,1 (0,1) Mio. € und Zinsaufwendungen von 4,0 (4,9) Mio. € enthalten. Die Ermittlung der Marktwerte von Derivaten, die an Terminbörsen kontrahiert werden, wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen. Für die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente, für welche mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle unter Verwendung öffentlich zugänglicher Marktinformationen berechnet. So erfolgt die Bestimmung der Marktwerte der Devisen- sowie Benzinderivate auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren). Für Avalprovisionen und Bereitstellungsprovisionen hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2015/16 Aufwendungen in Höhe von 0,5 (0,3) Mio. € getätigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt: Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die positiven und negativen Marktwerte aus Derivaten betreffen Cashflow-Hedge-Derivate und Derivate im Handelsbestand (auch Derivate "held for trading" genannt). Sie werden unter den sonstigen Forderungen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Bei kurzfristigen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen sind dem Bewertungslevel 2 zuzuordnen. (29) Risikomanagement in der CropEnergies-GruppeDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Daneben bestehen finanzielle Risiken wie Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Bonitäts- und AusfallrisikenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der CropEnergies-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber den Kunden der Mineralöl- sowie der Lebens- und Futtermittelindustrie. Das daraus resultierende Kreditrisiko wird mit Warenkreditversicherungen auf 10 % der jeweils offenen Gesamtforderungen begrenzt und auf Basis von internen Richtlinien und Limits gesteuert. Für verbleibende Restrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erforderlichenfalls Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der verbleibenden wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Anhang unter Ziffer (20) angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von CropEnergies nicht von Bedeutung. LiquiditätsrisikoAls Liquiditätsrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Die Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird täglich überwacht und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert. Die CropEnergies-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie -soweit erforderlich -durch Zugriff auf externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Investitionen, Akquisitionen und des Working Capital. Um die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten sowie die finanzielle Flexibilität der CropEnergies-Gruppe zu erhöhen, wird darüber hinaus eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, insbesondere aber in Form freier Kreditlinien, vorgehalten. Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten jeweils per 29./28. Februar. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert. scroll
scroll
scroll
scroll
* Zzgl. etwaiger, marktüblicher Zinsen, falls CropEnergies die geplanten Rückzahlungen später vornimmt. Die Zahlungsabflüsse aus Tilgungen von Verbindlichkeiten sind auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben im Wesentlichen eine unbegrenzte Laufzeit. CropEnergies kann diese jedoch entsprechend der Liquiditätslage zurückführen. Die Ermittlung von Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Für alle Derivate-Verträge bis auf die Währungsderivate besteht eine Net-settlement-Vereinbarung. WährungsrisikoWährungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben und werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgen weitgehend in Euro und in einem geringeren Umfang in britischen Pfund und US-Dollar. Soweit finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen, unterliegen sie bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung. Der Bestand an Finanzforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist bei CropEnergies gegenüber Konzernfremden jedoch von untergeordneter Bedeutung. CropEnergies kann aber auch indirekten Währungsrisiken in Bezug auf Marktwertschwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real unterliegen. Solche indirekten Einflüsse auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe, Energie und Bioethanol lassen sich jedoch nicht quantifizieren. ZinsrisikoCropEnergies ist Zinsänderungsrisiken in der Eurozone ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Von den Darlehensinanspruchnahmen per 29. Februar 2016 in Höhe von 73,6 (160,0) Mio. € waren 16,0 (109,0) Mio. € festverzinslich und 57,6 (51,0) Mio. € variabel verzinslich. Sensitivität: Würde das Marktzinsniveau um 50 Basispunkte höher bzw. niedriger liegen, würden sich die jährlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen um 0,3 Mio. € erhöhen bzw. vermindern. MarktpreisrisikoDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Sonstige Angaben(30) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Abschlussstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 5,1 (10,2) Mio. € und für Rohstoffe in Höhe von 120,8 (137,8) Mio. €. Das Obligo für Investitionen betrifft im Wesentlichen die Neutralalkoholanlage in Zeitz sowie Optimierungsprojekte in Bioethanolanlagen. Das Obligo für Rohstoffe besteht überwiegend für Bestellungen von Getreide, Rohalkohol sowie Zuckersirupen. Gegenüber der Südzucker AG besteht daraus ein Bestellobligo in Höhe von 50,6 (48,1) Mio. €. Die aus Operating Leasing resultierenden Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Büroräume sowie Maschinen und belaufen sich auf 1,1 (1,4) Mio. € mit folgender Fälligkeitsstruktur: scroll
Vom Gesamtbetrag in Höhe von 1,1 (1,4) Mio. € betreffen 0,1 (0,1) Mio. € die Südzucker AG. Die CropEnergies AG hat für ein langfristiges Darlehen der CT Biocarbonic GmbH im Rahmen einer Darlehensgewährung eine Mithaftung über 50 % der gewährten Darlehenssumme übernommen. Zum Bilanzstichtag valutierte das gesamte Darlehen der CT Biocarbonic GmbH auf 2,9 Mio. €. Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen wird derzeit nicht erwartet, da die Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen in der Lage sind. CropEnergies kann möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten, unterliegen. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet CropEnergies Rückstellungen für diese Risiken. Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine Ansprüche oder Verfahren, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der CropEnergies-Gruppe haben. Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. (31) Ergebnis je AktieDer Konzern-Jahresüberschuss beläuft sich auf 42,6 (-58,0) Mio. €. Im gesamten Geschäftsjahr 2015/16 lag die Anzahl der CropEnergies-Aktien bei 87,25 Mio. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegt daher ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,49 (-0,67) €. Dabei entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis. (32) Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt und zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der CropEnergies-Gruppe aus den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Als Folge des gestiegenen, um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA erhöhte sich der Cashflow auf 87,3 (5,3) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 101,6 (26,1) Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 6,3 (12,8) Mio. € und sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Außerdem sind Zinsauszahlungen in Höhe von 3,6 (5,1) Mio. € angefallen, die ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind. Die Investitionen in Höhe von 16,8 (31,6) Mio. € für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen, insbesondere zur Verbreiterung des Produktportfolios und Verbesserung der Produktionsanlagen. Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich per 29. Februar 2016 auf 8,0 (9,7) Mio. €. Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 14,1 (79,1) Mio. € standen Tilgungen von 100,5 (67,8) Mio. € gegenüber. (33) Aufwendungen für Leistungen des KonzernabschlussprüfersFür Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2015/16 Aufwendungen in Höhe von 147 (152) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft CropEnergies Bioethanol GmbH angefallen. Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr Steuerberatungsleistungen in Höhe von 1 (87) Tsd. €. Im Berichtsjahr gab es weder andere Bestätigungsleistungen, noch sonstige Beratungsleistungen. (34) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 9. November 2015 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der CropEnergies AG auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht. (35) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker AGDie Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten Lieferungen von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 48,1 (44,8) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 3,5 (3,4) Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,5 (2,1) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen 1,2 (1,0) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 3,3 (4,5) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 1,4 (0,0) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 7,5 (8,6) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker AG beliefen sich auf 32,6 (67,0) Mio. €. Verbundene Unternehmen der Südzucker AGDie Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert von 73,4 (77,2) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 1,0 (1,0) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG für Warenlieferungen 60,3 (59,4) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe von 1,9 (2,1) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 1,3 (1,1) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 7,2 (7,1) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 9,5 (8,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 35,0 (83,0) Mio. €. Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. CT Biocarbonic GmbHFür das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 1,2 (1,1) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht. Weiterhin bestehen zum Stichtag Darlehensforderungen in Höhe von 1,4 (1,4) Mio. € gegenüber der CT Biocarbonic GmbH. Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eGMit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gab es keine Geschäftsvorfälle oder offene Salden zum Stichtag. VorstandDer Gesamtvorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2015/16 insgesamt eine Vergütung von 1.064 (761) Tsd. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 615 (459) Tsd. €. Als variabler Vergütungsanspruch kamen 397 (264) Tsd. € zur Auszahlung. Als Sachbezüge und Beiträge zur Sozialversicherung wurden 52 (39) Tsd. € gewährt. Der Stand der Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder belief sich auf 4,8 (3,2) Mio. €. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden dem Dienstzeitaufwand 1,5 (0,1) Mio. € zugeführt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von 0,9 Mio. € zurückgestellt. Die Zahlungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes belaufen sich auf 0,6 Mio. €. AufsichtsratDie Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies AG beläuft sich für das Geschäftsjahr 2015/16 auf 198 (175) Tsd. €; davon entfallen auf die feste Vergütung 198 (175) Tsd. €. Zudem wurden angefallene Auslagen in Höhe von 10 (9) Tsd. € erstattet. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestandteil des Lageberichts ist, ist in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 40 angegeben. (36) AufsichtsratProf. Dr. Markwart KunzVorsitzender Braunschweig Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Thomas KölblStellvertretender Vorsitzender (ab 30. April 2015) Speyer Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Dr. Lutz Guderjahn (bis 30. April 2015)Stellvertretender Vorsitzender Offstein Mitglied des Vorstands der Südzucker AG Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Dr. Wolfgang Heer (ab 13. Mai 2015)Ludwigshafen am Rhein Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG Konzernmandate
Franz-Josef MöllenbergRellingen Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Norbert SchindlerBobenheim am Berg Mitglied des Deutschen Bundestags Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
(37) VorstandJoachim Lutz (CEO)Mannheim Dr. Marten Keil (COO) bis 30. April 2015Heidelberg Michael Friedmann (CSO) ab 30. April 2015Mannheim Dr. Stephan Meeder (CFO) ab 30. April 2015Mannheim (38) Anteilsbesitzlistescroll
(39) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf 42,6 (-58,0) Mio. €. Nach einer Einstellung von 17,8 Mio. € in die Gewinnrücklagen erreichte der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG 17,8 Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 12. Juli 2016 vor, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG 13,1 Mio. €, entsprechend einer Dividende von 0,15 € pro Aktie, auszuschütten, weitere 4,5 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 0,2 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. (40) Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage wesentlich beeinflusst haben. (41) SegmentberichtGemäß IFRS 8 (Geschäftssegmente) sind Angaben über jene Segmente erforderlich, die das Unternehmen zu internen Berichts- und Steuerungszwecken eingerichtet hat (sogenannter Management Approach). Die CropEnergies-Gruppe stellt nur ein homogenes Hauptprodukt (Bioethanol) her. Nach mehreren verbundenen bzw. identischen Produktionsprozessen entstehende ähnliche Endprodukte können separat vertrieben werden. Die operative Steuerung der CropEnergies-Gruppe erfolgt durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger im Wesentlichen anhand der Umsatzerlöse sowie des operativen Ergebnisses. Das Management steuert anhand dieser beiden finanziellen Steuerungsgrößen die einzelnen operativen Einheiten (inklusive der jeweils übergeordneten Holdinggesellschaften). Da die Geschäftssegmente eine ähnliche langfristige Ertragsentwicklung und vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen, werden die Geschäftssegmente gemäß IFRS 8.12 zu einem Berichtssegment zusammengefasst. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten erfolgten zu marktüblichen Preisen und wurden eliminiert. scroll
scroll
Gesamtergebnisrechnung 1. März 2015 bis 29. Februar 2016scroll
1. März 2014 bis 28. Februar 2015scroll
Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens und der Investionen erfolgte nach den Ländern, in denen die Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe ihren Sitz haben. Die Umsatzerlöse mit Dritten bestimmten sich nach der Lieferdestination. Im Geschäftsjahr 2015/16 erwirtschaftete die CropEnergies-Gruppe mit einem Kunden Umsatzerlöse von 18,2 (14,1) % des Konzernumsatzes. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Mannheim, 25. April 2016 Der Vorstand Joachim Lutz, CEO Michael Friedmann, CSO Dr. Stephan Meeder, CFO WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSAn die CropEnergies AG, MannheimVermerk zum KonzernabschlussWir haben den beigefügten Konzernabschluss der CropEnergies AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung und Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 -geprüft. Verantwortung des Vorstands für den KonzernabschlussDer Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Verantwortung des AbschlussprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der vom Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. PrüfungsurteilGemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 29. Februar 2016 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum KonzernlageberichtWir haben den beigefügten Konzernlagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2015 bis 29. Februar 2016 geprüft. Der Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 25. April 2016 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer ppa. Christina Pöpperl, Wirtschaftsprüferin GLOSSARAlkoholEthanol. Abfindungs-CapDie Obergrenze der Zahlung, die ein Mitglied des Vorstands bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit erhält. Beimischung (zum Benzin)Die Zugabe von Bioethanol zu Ottokraftstoff. In Europa gibt es für Ottokraftstoff die Norm EN 228, die seit Ende 2012 den Zusatz von 10 Vol.-% Ethanol oder 22 Vol.-% ETBE erlaubt. Weltweit sind unterschiedliche Ethanolbeimischungen zu konventionellem Ottokraftstoff üblich (z. B. 18 - 27,5 Vol.-% in Brasilien; 10 - 15 Vol.-% in den USA). BioethanolAus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärke- oder zellulosehaltige Biomasse infrage. CropEnergies setzt Getreide, Zuckersirupe und Rohalkohol als Rohstoffe ein. BiokraftstoffeAus Biomasse gewonnene Kraftstoffe (z. B. Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl). Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)Am 2. November 2009 in Kraft getretene Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen. Die Verordnung soll sicherstellen, dass künftig nur noch solche Biokraftstoffe steuerlich begünstigt oder auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden können, die unter Beachtung verbindlicher Nachhaltigkeitsstandards hergestellt wurden. Mit der Verordnung werden die Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union für den Biokraftstoffbereich in Deutschland rechtlich festgeschrieben. C4-BausteineEin aus der Petrochemie abgeleiteter Begriff für eine Kohlenwasserstofffraktion, die überwiegend aus ungesättigten Verbindungen mit vier Kohlenstoffatomen besteht und vorwiegend als Chemierohstoff, z. B. für die Herstellung von Kunststoffen eingesetzt wird. Diese C. können ebenfalls aus Bioethanol - also auf der Basis nachwachsender Rohstoffe -hergestellt werden. CDS (Concentrated Distillers' Solubles)Flüssiges Futtermittel aus Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung aus Getreide anfällt und eingedickt wird. CO2Kohlendioxid. D&O Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung)Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt. DehydratationDie sogenannte Trocknung des Alkohols. In diesem letzten Schritt der Bioethanolproduktion wird dem Alkohol nahezu das gesamte restliche Wasser entzogen und so ein Reinheitsgrad von über 99 % erreicht. DestillationAuftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z. B. fraktionierte Destillation von Rohöl oder Trennung von Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile. DDGS (Distillers' Dried Grains with Solubles)Trockenschlempe. Als D. wird die getrocknete Schlempe der Ethanolherstellung aus Getreide bezeichnet, die in der Tierernährung als wertvolles Proteinfuttermittel eingesetzt wird. E5Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 5 Vol.-% Bioethanol. E10Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 10 Vol.-% Bioethanol. E85Kraftstoff für Flexible Fuel Vehicles (FFVs). E. ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von rund 85 %. Für E. gilt in Deutschland die DIN 51625. EnzymVeraltet: Ferment. Biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat zu spalten oder zu verändern, ohne sich selbst aufzubrauchen. E. bestehen aus Eiweiß (Protein). Erneuerbare-Energien-RichtlinieRichtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und Rats zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen vom 23. April 2009. Die E. schreibt unter anderem einen verbindlichen Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch im Transportsektor von 10 % im Jahr 2020 vor. Die E. enthält ebenfalls Regelungen zur nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen. Zum Nachweis der Einhaltung der rechtlich definierten Anforderungen sind die Wirtschaftsteilnehmer zu einer unabhängigen Überprüfung verpflichtet (z. B. Zertifizierungssysteme). Die letzte Änderung erfolgte durch die Richtlinie 2015/1513 ("iLUC-Richtlinie") vom 9. September 2015. EthanolAuch Ethylalkohol (veraltet: Äthanol, Äthylalkohol). Gehört zur Gruppe der Alkohole, steht im engeren Sinn synonym für Alkohol. E. ist das Hauptprodukt der alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von Branntwein und Trinkalkohol. E. wird als Kraftstoffadditiv (Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff, aber auch in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie verwendet. FermentationBiotechnisches Verfahren zur Herstellung eines gewünschten Produkts, bei dem organisches Material durch Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder auch Einzeller bzw. deren Enzyme umgewandelt wird. Bei der Herstellung von Bioethanol wird der in der Maische enthaltene Zucker durch Hefen in Alkohol verwandelt. FFVs (Flexible Fuel Vehicles)F. sind kraftstoff-flexibel, das heißt, sie können sowohl mit reinem Ottokraftstoff als auch -in Europa -mit bis zu 86 % Bioethanol betrieben werden. Sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Mischungsverhältnis von Bioethanol und Ottokraftstoff. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an. GalloneVolumenmaß (Trocken- und Flüssigkeitsmaß), für das mehrere Definitionen existieren. Die in den USA für Flüssigkeiten gebräuchliche US liquid gallon entspricht rund 3,785 Litern. GetreidewirtschaftsjahrZeitraum von zwölf Monaten zur Sammlung von Daten (z. B. Anbaufläche, Erntemengen) zu einer bestimmten Getreidesorte. Das G. beginnt mit der Getreideernte. In Europa dauert das Wirtschaftsjahr für Weizen beispielsweise vom 1. Juli bis zum 30. Juni. GewichtsprozentProzentuale Angabe des relativen Masseanteils einer Komponente an der Gesamtmasse eines Stoffgemisches (Abk. Gew.-%). GlutenKleber oder Klebereiweiß, das in Getreidekörnern enthalten ist. G. wird für die Herstellung von Lebensmitteln (insbesondere Backwaren) und speziellen Futtermitteln verwendet. Für die Backeigenschaften eines Mehls ist G. von zentraler Bedeutung. GMP+Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung u. a. bei der Produktion von Lebens- und Futtermitteln. HACCP (Hazard Analysis Critical Control Point)H. ist ein weltweit angewandtes vorbeugendes Konzept der Gefahrenanalyse und der Überwachung kritischer Kontrollpunkte, um Lebensmittel und Futtermittel derart herzustellen, dass es bei ihrem Verzehr zu keiner gesundheitlichen Gefährdung kommt. IFS-Zertifizierung (International Food Standard)Zertifizierung und Überprüfung von Systemen zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität bei der Produktion von Lebensmitteln durch akkreditierte Zertifizierer. Kohlendioxid (CO2)Entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material. Dient als Ausgangsprodukt für den Aufbau pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 abgegeben, wie von dieser zuvor beim Wachsen aufgenommen worden ist. K. ist ein Treibhausgas. K. kann in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie verwendet werden. KraftstoffqualitätsrichtlinieRichtlinie 98/70/EG des Europäischen Parlaments und des Rats vom 13. Oktober 1998, die Mindestanforderungen für die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen festlegt. Mit der K. haben das Europäische Parlament und der Rat einem Änderungsvorschlag der EU-Kommission zur Verringerung von luftverunreinigenden Emissionen und Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen zugestimmt. In diesem Zusammenhang wurde auch die EU-weite Einführung von E10-Kraftstoff ermöglicht. NachhaltigkeitskriterienKriterien, die Biokraftstoffe, die für die Erreichung der Ziele der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" verwendet werden, sowie Biokraftstoffe, denen nationale Förderregelungen zugute kommen, erfüllen müssen, um ihre ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Beispiele für N. sind eine Mindesteinsparung von Treibhausgasen und der Schutz von Flächen mit hoher biologischer Vielfalt. Bei der Formulierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" wurden auch soziale N. berücksichtigt. NachhaltigkeitszertifizierungDient der Überwachung und Kontrolle der kompletten Anbau-, Liefer- und Herstellungskette von Biokraftstoffen zur Einhaltung der EU-Vorgaben der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung durch unabhängige Zertifizierungssysteme und -stellen, die von der EU-Kommission oder nationalen Aufsichtsbehörden (z. B. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Deutschland) anerkannt und überwacht werden. N. findet auch bei der Verstromung von flüssiger Biomasse Anwendung. ProtiGrain®Markenname für das von CropEnergies produzierte DDGS. P. wird als hochwertiges Proteinfuttermittel vermarktet. ProtiWanze®Markenname für das von CropEnergies in Wanze produzierte CDS. P. ist ein flüssiges Futtermittel mit einem hohen Proteingehalt. RektifikationSchritt der Bioethanolproduktion, in dem der Alkohol aufgereinigt wird und Reststoffe entfernt werden. SchlempeRest an nicht vergärbaren Stoffen, der bei der Destillation anfällt. Sch. aus Getreide ist wegen des Gehalts an Eiweiß, Stickstoffverbindungen, Fetten u. a. ein wertvolles Futtermittel für Nutztiere. ScopeKlassifizierung der bei der Produktion entstehenden Treibhausgas-(THG-)Emissionen. Direkte (Scope 1) THG-Emissionen stammen aus Quellen, die im Besitz oder unter Führung des Berichterstatters sind (z. B. eigene Kraftwerke). Indirekte (Scope 2) THG-Emissionen resultieren aus der Erzeugung elektrischer oder thermischer Energie, die vom Berichterstatter zur eigenen Nutzung von Dritten eingekauft wurde. TreibhausgaseNeben Methan, Distickstoffoxid und den FCKWs ist Kohlendioxid das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Das Ansteigen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist verantwortlich für den Klimawandel. Volumenprozent (Volumenkonzentration)Schreibweise: Vol.-% oder v/v. Im Fall von Ethanol, Bezeichnung für den Alkoholanteil einer Flüssigkeit bezogen auf das Volumen bei 20°C. ZelluloseGerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Z. ist ein Polysaccharid, das aus einigen tausend ß-Glucosebausteinen aufgebaut ist. Es ist u. a. durch Mineralsäuren, Enzyme oder Pilze spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung). Verfahren zur Herstellung von Bioethanol aus Z. befinden sich im Entwicklungsstadium. ZuckersirupeZwischenprodukte der Zuckerherstellung. CropEnergies nutzt Z. in ihren Bioethanolanlagen als Rohstoff für die Bioethanolherstellung. ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSENDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht in diesem Geschäftsbericht. CropEnergies übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Geschäftsbericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim Druck und Weiterverarbeitung: ColorDruck Solutions GmbH, Leimen © 2016 Finanzkalenderscroll
KontaktCropEnergies AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Investor RelationsDr. Lilia Filipova-Neumann Tel.: +49 (621) 714190-30 Fax: +49 (621) 714190-03 ir@cropenergies.de Öffentlichkeitsarbeit / MarketingNadine Dejung Tel.: +49 (621) 714190-65 Fax: +49 (621) 714190-05 presse@cropenergies.de www.cropenergies.com Handelsregister Mannheim: HRB 700509 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||