CropEnergies AG

Mannheim

Zwischenbericht zum 30. November 2016

Geschäftsjahr 2016/17

1. - 3. Quartal

1. März bis 30. November 2016

Mannheim, 11. Januar 2017

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CropEnergies AG

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Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken gibt der Risiko- undChancenbericht im Geschäftsbericht 2015/16 auf den Seiten 66 bis 73. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -punkt.

Das Geschäftsjahr der CropEnergies AG weicht vom Kalenderjahr ab. Daher sind die genannten Zeiträume wie folgt definiert:

3. Quartal: 1. September - 30. November

1. - 3. Quartal: 1. März - 30. November

Die ersten drei Quartale 2016/17 im Überblick

■ Umsatz steigt auf 564,6 (558,0) Mio. € +7 Mio. €
■ EBITDA reduziert sich leicht auf 87,1 (89,0) Mio. € -2 Mio. €
■ Operatives Ergebnis verringert sich auf 59,5 (63,4) Mio. € -4 Mio. €
■ Jahresüberschuss steigt auf 35,9 (29,8) Mio. € +6 Mio. €
■ Bioethanolproduktion gesteigert auf 735 (618) Tsd. m3 +19 %
■ Nettofinanzschulden sinken auf 37 (per 29. Februar 2016: 66) Mio. €


Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 angehoben

Das operative Ergebnis (vor Restrukturierung und Sondereinflüssen) soll in einer Bandbreite von 70 bis 85 Mio. € (vorher erwartet: 50 bis 80 Mio. €) liegen

Der Umsatz wird in einer Bandbreite von 760 bis 790 Mio. € (vorher erwartet: 670 bis 720 Mio. €) liegen

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

"Erneuerbare-Energien-Richtlinie"

Die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" definiert für den Transportsektor der EU ein verbindliches Ziel von 10 % erneuerbaren Energien im Jahr 2020. Bis zu 7 %-Punkte sollen dabei auf nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen können. Voraussetzung für den Marktzugang von Biokraftstoffen in der EU ist die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien. Zu den Mindestanforderungen gehört, dass Biokraftstoffe mindestens 35 Gew.-% (ab 2018: mindestens 50 Gew.-%) weniger Treibhausgase als fossile Kraftstoffe aufweisen.

"Kraftstoffqualitätsrichtlinie"

Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt vor, dass bis 2020, auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet, 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Als Basiswert dient die durchschnittliche Treibhausgasintensität von Kraftstoffen im Jahr 2010 von 94,1 g CO2äq /MJ. Im Vergleich hierzu senkt erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich rund 70 %. Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" ermöglicht zudem die Einführung von E10, d. h. Ottokraftstoff mit einem Anteil von 10 Vol.-% Ethanol. E10 ist derzeit in Deutschland, Frankreich, Finnland und seit dem 1. Januar 2017 auch in Belgien flächendeckend erhältlich. Damit schöpfen die 28 Mitgliedsstaaten das Potenzial von Ethanol zur Einsparung von Treibhausgasemissionen und der Minderung der Abhängigkeit von Ölimporten weiterhin bei Weitem nicht aus.

"Klima- und Energiepaket 2030"

Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission ein umfangreiches Paket von klima- und energiepolitischen Maßnahmen bis 2030 vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 %. Dies soll unter anderem durch die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden, deren Anteil bis 2030 auf mindestens 27 % steigen soll. Für den Transportsektor ist keine spezifische Zielvorgabe enthalten. Es ist lediglich vorgesehen, dass der Anteil von bestimmten alternativen Kraftstoffen, vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8 % im Jahr 2030 ansteigen soll. Die Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen soll ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken.

Die EU-Kommission begründet ihre Absicht mit angeblich mäßigen Klimaeffekten von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen. Diese Argumentation ignoriert nach Überzeugung von CropEnergies jedoch die Fakten und übergeht die großen Vorteile von z. B. Ethanol aus Futtergetreide nicht nur für Umwelt und Klima, sondern darüber hinaus auch für die Wirtschaft. Tatsächlich spart europäisches Ethanol bereits heute nachweislich rund 70 % der Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin ein. Gleichzeitig ersetzt die mit dem Produktionsprozess verbundene Herstellung von proteinreichen Lebens- und Futtermitteln umfangreiche Sojaimporte aus Nord- und Südamerika. Mit der Nutzung von Futtergetreide aus der Überschussregion Europa sorgt die Ethanolindustrie zudem für eine Marktentlastung gerade bei Getreide geringer Qualität. Außerdem reduzieren heimische Biokraftstoffe aus landwirtschaftlichen Rohstoffen die große Abhängigkeit von fossilen Ölimporten.

Alternative Biokraftstoffe, wie z. B. Ethanol aus Stroh oder Holz sind derzeit aufgrund ihrer hohen Kosten kommerziell noch nicht verfügbar. Zudem sind aus den Rohstoffen in der Regel keine wertvollen und proteinreichen Lebens- und Futtermittel herstellbar. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verringerung von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen zu Gunsten alternativer Kraftstoffe würde damit das Problem von Sojaimporten drastisch erhöhen. Grundsätzlich ist die Förderung von alternativen Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen sinnvoll, sofern dabei auf dem bereits Erreichten aufgebaut wird. Auf diese Weise können sie sich als weitere Alternative zu fossilen Kraftstoffen etablieren und so deren Verbrauch verringern. Alles andere ist sowohl klima- als auch energiepolitisch unverantwortlich, da damit der ungezügelten Ausbeutung fossiler Ölquellen Vorschub geleistet wird.

Angesichts der ambitionierten Klimaziele einerseits und des wachsenden Rückstands des Verkehrssektors bei der Einsparung von Treibhausgasen andererseits, ist es unverständlich, dass die EU-Kommission nach 2020 auf spezifische Vorgaben zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz von Kraftstoffen verzichten will. Die Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgasintensität, wie sie derzeit in der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" festgelegt ist, soll nach dem Willen der EU-Kommission ab dem 1. Januar 2021 ersatzlos entfallen. Sollte dies tatsächlich umgesetzt werden, ist mit einem Anstieg verkehrsbedingter Emissionen, auch aus unkonventionellen Quellen wie Ölsanden oder Ölschiefer, zurechnen. Die Chance, das Angebot emissionsärmerer Kraftstoffe auszuweiten, wäre damit vertan.

Insgesamt hält CropEnergies das vorgeschlagene Maßnahmenpaket der EU-Kommission für ungeeignet, um die Dekarbonisierung des Verkehrs voranzutreiben. Im Gegenteil würden die Vorschläge dazu führen, dass wieder mehr und eventuell sogar klimaschädlichere fossile Kraftstoffe verbraucht werden. Es ist zu befürchten, dass sich die 2020er Jahre zu einem verlorenen Jahrzehnt für den Klima- und Umweltschutz auf Europas Straßen entwickeln werden.

Gemeinsam mit den Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene wird sich CropEnergies im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für eine Förderung der Nutzung nachhaltig hergestellter Biokraftstoffe auch nach 2020 einsetzen. Hierzu zählen vor allem verbindliche Ziele, den Anteil von erneuerbaren, nachhaltig erzeugten Kraftstoffen im Transportsektor zu erhöhen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Verbrauch fossiler Kraftstoffe tatsächlich sinkt und so die Klimabilanz von Kraftstoffen sukzessive verbessert wird.

Deutschland

In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein Treibhausgasminderungsziel von 3,5 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Zum 1. Januar 2017 ist dieses Einsparungsziel auf 4,0 Gew.-% gestiegen. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen. Die deutsche Bioethanolwirtschaft hält weitere Erhöhungsschritte 2018 und 2019 für notwendig, damit das ab 2020 geltende Treibhausgasminderungsziel von 6 Gew.-% auch tatsächlich erreicht wird. CropEnergies ermutigt den deutschen Gesetzgeber, diesen Weg für mehr Klimaschutz im Transportsektor nicht nur in Deutschland weiterzuverfolgen, sondern sich auch in der EU für mehr Klimaschutz und höhere Treibhausgasminderungsziele einzusetzen.

Belgien

In Belgien wurde am 29. Juli 2016 ein königlicher Erlass veröffentlicht, wonach der Anteil von Bioethanol in Ottokraftstoffen von durchschnittlich mindestens 4 Vol.-% auf 8,5 Vol.-% erhöht wird. Die Neuregelung trat zum 1. Januar 2017 in Kraft.

Europäische Bioethanolpreise mit leichter Erholungstendenz

In den USA wird für 2016 mit einer Ethanolproduktion von 59,3 (57,5) Mio. m3 und einem deutlichen Anstieg der Nettoexporte auf 3,4 (2,3) Mio. m3 gerechnet. Trotz einer Anhebung der Beimischungsverpflichtung für Ethanol für 2017 soll der hohe Produktionsüberschuss in den USA weitgehend bestehen bleiben, sodass auch im kommenden Jahr Nettoexporte von 3,4 Mio. m3 erwartet werden. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) stieg im Berichtszeitraum von umgerechnet 340 €/m3 Anfang September 2016 auf rund 410 €/m3 Ende November 2016. Der Preisanstieg ist sowohl auf eine rege Exportnachfrage als auch geringere Lagerbestände wie auch höhere Ölpreise zurückzuführen.

Internationale Bioethanolpreise (€/m3)

Im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 sollen in Brasilien 27,6 (30,5) Mio. m3 Bioethanol hergestellt werden. Trotz einer ebenfalls geringeren Inlandsnachfrage von 27,0 (30,1) Mio. m3 wird mit einem massiven Rückgang der Nettoexporte auf 0,6 (1,8) Mio. m3 gerechnet, nachdem 2015/16 noch eine deutliche Bestandsabnahme zu verzeichnen war. Im Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 soll die Produktion mit 26,2 Mio. m3 nur noch knapp über dem Inlandsverbrauch von 25,9 Mio. m3 liegen. Die Nettoexporte sollen sich demzufolge auf 0,3 Mio. m3 halbieren. Infolge der engeren Versorgungssituation, die nicht zuletzt auf höhere Zuckerpreise zurückzuführen ist, waren die brasilianischen Ethanolpreise bis Ende Oktober 2016 auf über 600 €/m3 gestiegen und lagen damit ca. 25 % über dem Preisniveau von Anfang September 2016. Bis Ende November 2016 sanken sie jedoch wieder leicht auf umgerechnet rund 570 €/m3 .

Die Ethanolpreise in Europa setzten ihre Berg- und Talfahrt fort. Nachdem sie Anfang September 2016 bei rund 440 €/m3 lagen, erreichte der 1-Monats-Future am 6. September 2016 mit 427 €/m3 ein neues Allzeittief. Im Anschluss notierten die Ethanolpreise weitgehend zwischen 450 und 470 €/m3 , um dann gegen Ende November 2016 bei 466 €/m3 zu schließen. Das Auf und Ab der europäischen Ethanolpreise ist mit den weiterhin wenig veränderten Fundamentaldaten kaum zu erklären und wohl eher dem Umstand geschuldet, dass die tatsächlichen Angebots- und Nachfragebedingungen nur unzureichend in die Preisermittlung eingehen. Die EU-Ethanolpreise werden durch sogenannte Preisberichterstattungsagenturen bestimmt, die sich in erster Linie auf umsatzschwache Handelsaktivitäten und Marktspekulationen beziehen und damit von den realen Marktentwicklungen entkoppelt zu sein scheinen.

Angesichts fehlender Impulse durch höhere Ethanolbeimischungen wird für 2016 mit einem leichten Rückgang des EU-Kraftstoffethanolverbrauchs um 2 % auf 5,2 (5,3) Mio. m3 gerechnet. Die europäische Produktion an Kraftstoffethanol soll auf rund 4,7 (5,1) Mio. m3 sinken. Im Jahr 2017 soll der Verbrauch jedoch dank höherer Beimischungsvorgaben in mehreren EU-Mitgliedsstaaten auf rund 5,4 Mio. m3 (+4 %) steigen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieser weitgehend von erneuerbarem Ethanol aus europäischen Rohstoffen gedeckt werden wird. Die EU-Produktion soll sich folglich ebenfalls auf 5,4 Mio. m3 (+ 13 %) erhöhen.

Der Kraftstoffethanolverbrauch in Deutschland soll sich 2016 mit 1,5 (1,5) Mio. m3 auf Vorjahresniveau bewegen. Angesichts eines moderaten Anstiegs des Ottokraftstoffverbrauchs verhindert vor allem das aktuell wenig ambitionierte Treibhausgasminderungsziel von nur 3,5 Gew.-% eine steigende Ethanolnutzung. In der Tat zeigen die vorläufigen Verbrauchsdaten von Januar bis September 2016 einen Absatzrückgang um rund 1 % auf 1,1 (1,1) Mio. m3 Kraftstoffethanol. Der Absatz von E10 ist auf 1,7 Mio. t zurückgegangen, was bei einem leicht gestiegenen Gesamtbenzinabsatz mit einem Marktanteil von 13 (14) % einhergeht.

Getreide- und Ölsaatenpreise ohne große Impulse

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 9. Dezember 2016 von einem Rekord bei der Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2016/17 von 2.081 (1.985) Mio. t aus. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.059 (1.962) Mio. t soll dies zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände auf die Rekordhöhe von 507 (485) Mio. t führen.

In der EU erwartet die EU-Kommission im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 nunmehr eine geringere Getreideernte von 293 (312) Mio. t, die aber dennoch über dem Verbrauch von 285 (284) Mio. t liegen soll. Der größte Teil des inländischen Getreideverbrauchs entfällt mit über 60 % nach wie vor auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Kraftstoffethanol wird voraussichtlich der Stärkeanteil von lediglich 11,5 (11,2) Mio. t Getreide und damit weniger als 4 % der EU-Getreideernte verwendet. Der Proteinanteil des verarbeiteten Getreides wird zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln veredelt, die vor allem Sojaimporte aus Nord- und Südamerika ersetzen.

Internationale Agrarpreise (€/t)

Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris lagen Ende November 2016 mit 162 €/t nur knapp über dem Niveau von Anfang September 2016. Zwischenzeitlich bewegten sich die Weizenpreise weitgehend in einer engen Bandbreite zwischen 150 und 170 €/t. Die weitgehend stabile Getreidepreisentwicklung spiegelt die Erwartungen über eine erneute weltweite Rekordernte und damit verbunden einer komfortablen weltweiten Getreideversorgung mit hohen Lagerbeständen wider.

Das USDA erwartet für das Wirtschaftsjahr 2016/17 auch für Sojabohnen eine Rekordernte von 338 (313) Mio. t. Trotz einer deutlichen Erhöhung des weltweiten Verbrauchs auf 330 (316) Mio. t sollen die weltweiten Lagerbestände auf 83 (77) Mio. t ansteigen. Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT lag Ende November 2016 wieder über der Marke von 10 US-$/Bushel*. In Euro umgerechnet stieg der Sojabohnenpreis von 315 €/t Anfang September 2016 auf rund 360 €/t Ende November 2016. Obwohl in der EU 2016/17 mit 20 (22) Mio. t weniger Rapssaat als im Vorjahr geerntet werden soll, sanken die europäischen Rapsschrotpreise von rund 205 €/t Anfang September 2016 auf rund 190 €/t Ende November 2016.

* Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen.


Geschäftsverlauf

Anstieg der Produktion von Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln

CropEnergies steigerte die Bioethanolproduktion in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2016/17 auf 735 (618) Tsd. m3 Bioethanol. Mit der höheren Kapazitätsauslastung erhöhte sich auch die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln.

Der Anstieg der Produktionsmengen ist insbesondere auf die Wiederinbetriebnahme der Bioethanolanlage in Wilton im Juli 2016 zurückzuführen. Damit nutzt die CropEnergies-Gruppe wieder ihr gesamtes Produktionspotenzial von 1,3 Mio. m3 Bioethanol und über einer Million Tonnen Lebens- und Futtermitteln je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage.

Umsatz und Jahresüberschuss

Tsd. € 3. Quartal 1. - 3. Quartal

2016/17 2015/16 2016/17 2015/16
Umsatzerlöse 214.840 167.600 564.570 557.991
EBITDA* 27.939 32.239 87.063 89.016
EBITDA-Marge in % 13,0 % 19,2 % 15,4 % 16,0 %
Abschreibungen* -9.491 -8.505 -27.585 -25.591
Operatives Ergebnis 18.448 23.734 59.478 63.425
Operative Marge in % 8,6 % 14,2 % 10,5 % 11,4 %
Restrukturierung und Sondereinflüsse 134 -4.013 -6.246 -12.990
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 57 58 165 39
Ergebnis der Betriebstätigkeit 18.639 19.779 53.397 50.474
Finanzergebnis -817 -559 -3.480 -3.184
Ergebnis vor Ertragsteuern 17.822 19.220 49.917 47.290
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.908 -7.373 -13.986 -17.462
Jahresüberschuss 13.914 11.847 35.931 29.828
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,16 0,13 0,41 0,34


* Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend


Geschäftsverlauf: 3. Quartal

Der Umsatz von CropEnergies stieg um 28 % und übertraf mit 214,8 (167,6) Mio. € erstmals im Verlauf des Geschäftsjahrs den entsprechenden Vorjahreswert. Ursächlich hierfür waren deutlich gesteigerte Absatzmengen an Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln aufgrund der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton. Demgegenüber lagen die erzielten Absatzpreise mehrheitlich unter dem Niveau der Vergleichsperiode.

Der positive Volumeneffekt sowie niedrigere Einkaufspreise für Rohstoffe konnten die rückläufigen Absatzpreise jedoch nicht vollständig aufwiegen. Zusammen mit den operativen Kosten nach der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton verringerte sich das EBITDA auf 27,9 (32,2) Mio. €.

Entsprechend verminderte sich auch das operative Ergebnis um 22 % auf 18,4 (23,7) Mio. €. Bezogen auf den deutlich gesteigerten Umsatz errechnet sich eine operative Marge von 8,6 (14,2) %. Während im Vorjahr noch Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen von 4,0 Mio. € angefallen waren, schlug hier im 3. Quartal 2016/17 lediglich ein geringer positiver Betrag aus der Währungsumrechnung der Aufwendungen des 1. Halbjahrs zu Buche. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie den Sondereinflüssen blieb das Ergebnis der Betriebstätigkeit mit 18,6 (19,8) Mio. € nur leicht hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Das Finanzergebnis von -0,8 (-0,6) Mio. € war neben den Zinsaufwendungen auch durch Währungseffekte beeinflusst. Auf Basis eines Ergebnisses vor Ertragsteuern von 17,8 (19,2) Mio. € resultiert für das 3. Quartal 2016/17 nach Steuern ein Jahresüberschuss von 13,9 (11,8) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,16 (0,13) €.

Geschäftsverlauf: 1. - 3. Quartal

Aufgrund des starken 3. Quartals übertraf auch der kumulierte Umsatz von CropEnergies mit 564,6 (558,0) Mio. € den Vorjahreswert. Deutlich höhere Absatzmengen von eigenerzeugten Produkten überkompensierten das reduzierte Handelsvolumen wie auch die niedrigeren Erlöse für Bioethanol und für die meisten Lebens- und Futtermittel.

Den spürbar gesunkenen Absatzpreisen standen niedrigere Rohstoffpreise sowie positive Ergebniseffekte aus dem erzielten Mengenanstieg gegenüber. Gleichzeitig werden die Kosten der Produktionsanlage in Wilton seit deren Wiederinbetriebnahme im Juli 2016 wieder im operativen Ergebnis ausgewiesen. Als Folge dieser Veränderungen erreichte das EBITDA mit 87,1 (89,0) Mio. € nicht ganz das Vorjahresniveau.

Infolgedessen blieb auch das operative Ergebnis mit 59,5 (63,4) Mio. € leicht hinter dem Vorjahreswert zurück, und es errechnet sich eine operative Marge von 10,5 (11,4) %. Die Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen verringerten sich erwartungsgemäß deutlich auf 6,2 (13,0) Mio. €. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie den Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 53,4 (50,5) Mio. €.

Das Finanzergebnis blieb mit -3,5 (-3,2) Mio. € auf vergleichbarem Niveau, sodass sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 49,9 (47,3) Mio. € erhöhte. Nach Steuern ergibt sich für den Berichtszeitraum eine Verbesserung des Jahresüberschusses auf 35,9 (29,8) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien ermittelt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,41 (0,34) €.

Finanzierungsrechnung

Tsd. € 1. - 3. Quartal

2016/17 2015/16
Cashflow 68.233 63.452
Veränderung Nettoumlaufvermögen -15.832 14.045
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 52.401 77.497
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -11.143 -13.091
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 106 67
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -11.037 -13.024
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -39.447 -66.792
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -27 -88
Zunahme (+) /Abname (-) der flüssigen Mittel 1.890 -2.407


Die Verbesserung des Cashflows auf 68,2 (63,5) Mio. € folgt der positiven Ergebnisentwicklung. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. - 3. Quartal auf 52,4 (77,5) Mio. €.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit reduzierte sich auf insgesamt 11,0 (13,0) Mio. € und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten dem Ausbau und derVerbesserung der Produktionsanlagen.

Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,2 (6,0) Mio. € standen Tilgungen von 36,6 (72,8) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 13,1 (0,0) Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 39,4 (66,8) Mio. €.

Bilanzstruktur

Tsd. € 30.11.2016 30.11.2015 Veränd. 29.02.2016
Aktiva



Langfristige
Vermögenswerte
433.063 471.102 -38.039 459.788
Kurzfristige
Vermögenswerte
156.701 138.819 17.882 131.688
Bilanzsumme 589.764 609.921 -20.157 591.476
Passiva



Eigenkapital 392.425 363.394 29.031 367.215
Langfristige Schulden 78.213 119.533 -41.320 103.035
Kurzfristige Schulden 119.126 126.994 -7.868 121.226
Bilanzsumme 589.764 609.921 -20.157 591.476
Nettofinanzschulden 37.429 85.763 -48.334 65.678
Eigenkapitalquote 66,5 % 59,6 %
62,1 %


Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 30. November 2016 um 38,0 Mio. € auf 433,1 Mio. €. Dabei verringerte sich insbesondere das Anlagevermögen infolge planmäßiger Abschreibungen - unter Berücksichtigung von Investitionen - um 37,1 Mio. € auf 429,5 Mio. €. Darin sind unverändert Geschäfts- bzw. Firmenwerte in Höhe von 5,6 Mio. € enthalten. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 1,1 Mio. € auf 1,6 Mio. €. Des Weiteren stieg der Anteil des at Equity einbezogenen Unternehmens um 0,2 Mio. € auf 1,9 Mio. €.

Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 17,9 Mio. € auf 156,7 Mio. €. Hierbei stiegen insbesondere die Vorräte um 13,9 Mio. € auf 58,0 Mio. €. Des Weiteren erhöhte sich der Bestand an flüssigen Mitteln um 2,6 Mio. € auf 9,9 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte nahmen um 1,4 Mio. € auf 82,5 Mio. € zu. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,4 (2,1) Mio. € enthalten. Die Steuererstattungsansprüche blieben mit 6,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahresstichtag nahezu unverändert.

Die langfristigen Schulden nahmen um 41,3 Mio. € auf 78,2 Mio. € ab. Dabei wurden insbesondere die langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 40,5 Mio. € auf 25,5 Mio. € abgebaut. Des Weiteren verminderten sich die übrigen Rückstellungen um 7,3 Mio. € auf 7,3 Mio. €. Demgegenüber erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen insbesondere aufgrund des niedrigeren Abzinsungssatzes um 5,9 Mio. € auf 21,8 Mio. €. Die passiven latenten Steuern stiegen um 0,6 Mio. € auf 23,2 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten blieben nahezu identisch bei 0,4 Mio. €.

Die kurzfristigen Schulden verminderten sich um 7,9 Mio. € auf 119,1 Mio. €. Die übrigen Rückstellungen nahmen um 5,7 Mio. € auf 10,0 Mio. € ab. Dagegen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten um 5,6 Mio. € auf 76,1 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,3 (1,0) Mio. € enthalten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden durch Tilgungen um 5,2 Mio. € auf 21,8 Mio. € abgebaut und die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten verringerten sich um 2,5 Mio. € auf 11,2 Mio. €.

In Summe konnten die Nettofinanzschulden deutlich auf 37,4 (85,8) Mio. € reduziert werden. Von den Finanzschulden sind 25,5 (66,0) Mio. € langfristig und 21,8 (27,0) Mio. € kurzfristig fällig. Ihnen stehen flüssige Mittel in Höhe von 9,9 (7,3) Mio. € gegenüber.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der erfreulichen Ertragslage auf 392,4 (363,4) Mio. €. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 66,5 (59,6) %.

Risiko- und Chancenbericht

CropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.

Weitere detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und Chancen des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2015/16 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 66 bis 73 ausführlich dargestellt.

Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt, die insbesondere den Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz betreffen. Die Behandlung dieser Vorschläge durch das Europäische Parlament und den Rat wird CropEnergies 2017 zusammen mit den nationalen und europäischen Branchenverbänden der Bioethanolwirtschaft, welche die sachlichen Interessen aller Stakeholder vertreten und kontinuierlich im Kontakt zu den politischen Entscheidungsträgern stehen, genau verfolgen und die möglichen Folgen analysieren. Bei dem derzeitigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens ist es kaum möglich vorauszusagen, wie sich die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen auf das Bioethanolgeschäft auswirken werden. Eine Reduzierung von obligatorischen Beimischungsquoten kann zu einem Nachfragerückgang führen und die Geschäftstätigkeit von CropEnergies belasten.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Prognosebericht

CropEnergies konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2016/17 trotz niedrigerer Bioethanolpreise an das sehr gute Vorjahresergebnis anknüpfen und hat einen Umsatz von 564,6(558,0) Mio. € sowie ein operatives Ergebnis von 59,5 (63,4) Mio. € erzielt.

Die Bioethanolpreise sind im Dezember 2016 gestiegen, und es wird für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs weiterhin eine hohe Schwankungsbreite der Preise erwartet. Entlastend wirken die unter den Vorjahreswerten liegenden Rohstoffpreise. Nach dem erfolgreichen Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton nutzt CropEnergies die gesamte Produktionskapazität flexibel nach Markt- und Auftragslage.

Vor diesem Hintergrund hebt CropEnergies die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2016/17 an und erwartet den Umsatz nun in einer Bandbreite von 760 bis 790 Mio. € (zuvor erwartet: 670 bis 720 Mio. €). Die Ertragsprognose wird ebenfalls angehoben: CropEnergies rechnet nun mit einem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA von 105 bis 120 Mio. € (zuvor erwartet: 85 bis 115 Mio. €), das operative Ergebnis soll in einer Bandbreite von 70 bis 85 Mio. € liegen (zuvor erwartet: 50 bis 80 Mio. €). Die Belastungen aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sollen sich im Vorjahresvergleich deutlich verringern.

Mittelfristig geht CropEnergies davon aus, dass die Beschlüsse des Pariser Klima-Gipfels für weiteres Marktwachstum auch bei erneuerbaren Energien im Transportsektor sorgen werden. Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist die CropEnergies-Gruppe als einer der führenden Bioethanolhersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität ihrer Anlagen gut gerüstet.

Zwischenabschluss

Gesamtergebnisrechnung

Tsd. € 3. Quartal 1. - 3. Quartal

2016/17 2015/16 2016/17 2015/16
Gewinn-und-Verlust-Rechnung



Umsatzerlöse 214.840 167.600 564.570 557.991
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 766 621 -507 -16.585
Sonstige betriebliche Erträge 278 2.951 3.717 5.850
Materialaufwand -166.152 -120.181 -420.225 -396.073
Personalaufwand -8.287 -8.772 -24.952 -29.229
Abschreibungen -9.469 -9.472 -29.771 -28.523
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.394 -13.026 -39.600 -42.996
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 57 58 165 39
Ergebnis der Betriebstätigkeit 18.639 19.779 53.397 50.474
Finanzerträge 94 216 301 547
Finanzaufwendungen -911 -775 -3.781 -3.731
Ergebnis vor Ertragsteuern 17.822 19.220 49.917 47.290
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.908 -7.373 -13.986 -17.462
Jahresüberschuss 13.914 11.847 35.931 29.828
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,16 0,13 0,41 0,34


Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

Tsd. € 3. Quartal
1. - 3. Quartal

2016/17
2015/16
2016/17
2015/16
Jahresüberschuss 13.914 11.847 35.931 29.828
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* 2.461 4.370 5.603 -824
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen -405 1.044 -2.377 1.123
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge undAufwendungen 2.056 5.414 3.226 299
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* 1.720 0 -859 1.607
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge undAufwendungen 1.720 0 -859 1.607
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 3.776 5.414 2.367 1.906
Gesamtergebnis 17.690 17.261 38.298 31.734


* Nach Berücksichtigung latenter Steuern


Kapitalflussrechnung

Tsd. € 1. - 3. Quartal

2016/17 2015/16
Jahresüberschuss 35.931 29.828
Abschreibungen auf langfristiges Vermögen 29.771 28.523
Übrige Posten 2.531 5.101
Cashflow 68.233 63.452
Veränderung Nettoumlaufvermögen -15.832 14.045
I. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 52.401 77.497
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -11.143 -13.091
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 106 67
II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -11.037 -13.024
Dividendenausschüttung -13.088 0
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 10.221 6.000
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -36.580 -72.792
III. Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -39.447 -66.792
Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. und III.) 1.917 -2.319
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -27 -88
Zunahme (+) /Abnahme (-) der flüssigen Mittel 1.890 -2.407
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 8.031 9.718
Flüssige Mittel am Ende der Periode 9.921 7.311


Tsd. € 1. - 3. Quartal

2016/17 2015/16
Zinsauszahlungen 1.137 2.788
Steuerzahlungen 11.584 6.095


Bilanz

Aktiva

Tsd. € 30.11.2016 30.11.2015 Veränd. 29.02.2016
Immaterielle
Vermögenswerte
9.617 9.818 -201 10.166
Sachanlagen 419.913 456.794 -36.881 442.605
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 1.933 1.767 166 1.768
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 40 46 -6 46
Aktive latente Steuern 1.560 2.677 -1.117 5.203
Langfristige
Vermögenswerte
433.063 471.102 -38.039 459.788
Vorräte 57.995 44.096 13.899 56.845
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 82.522 81.153 1.369 60.181
Steuererstattungsansprüche 6.263 6.259 4 6.631
Flüssige Mittel 9.921 7.311 2.610 8.031
Kurzfristige
Vermögenswerte
156.701 138.819 17.882 131.688
Bilanzsumme 589.764 609.921 -20.157 591.476


Passiva

Tsd. € 30.11.2016 30.11.2015 Veränd. 29.02.2016
Gezeichnetes Kapital 87.250 87.250 0 87.250
Kapitalrücklage 197.847 197.847 0 197.847
Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten 107.328 78.297 29.031 82.118
Eigenkapital 392.425 363.394 29.031 367.215
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.772 15.893 5.879 19.414
Übrige Rückstellungen 7.341 14.587 -7.246 11.208
Finanzverbindlichkeiten 25.538 66.034 -40.496 51.023
Sonstige Verbindlichkeiten 352 414 -62 359
Passive latente Steuern 23.210 22.605 605 21.031
Langfristige Schulden 78.213 119.533 -41.320 103.035
Übrige Rückstellungen 10.052 15.778 -5.726 14.559
Finanzverbindlichkeiten 21.812 27.040 -5.228 22.686
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 76.097 70.502 5.595 65.115
Steuerschulden 11.165 13.674 -2.509 18.866
Kurzfristige Schulden 119.126 126.994 -7.868 121.226
Bilanzsumme 589.764 609.921 -20.157 591.476


Entwicklung des Eigenkapitals


Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten
Tsd. € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Cashflow
Hedges
Kumulierte
Währungsdifferenzen
Summe
Stand 1. März 2015 87.250 222.764 15.921 16 5.709 21.646
Jahresüberschuss

29.828

29.828
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*


-824

Währungsveränderungen



1.123
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*

1.607


Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

1.607 -824 1.123 1.906
Gesamtergebnis

31.435 -824 1.123 31.734
Dividendenausschüttung

0

0
Sonstige Veränderungen
-24.917 24.917 0 0 24.917
Stand 30. November 2015 87.250 197.847 72.273 -808 6.832 78.297
Stand 1. März 2016 87.250 197.847 84.229 -6.097 3.986 82.118
Jahresüberschuss

35.931

35.931
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*


5.603

Währungsveränderungen



-2.377
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*

-859


Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen

-859 5.603 -2.377 2.367
Gesamtergebnis

35.072 5.603 -2.377 38.298
Dividendenausschüttung

-13.088

-13.088
Stand 30. November 2016 87.250 197.847 106.213 -494 1.609 107.328




Tsd. € Gesamtes Konzerneigenkapital
Stand 1. März 2015 331.660
Jahresüberschuss 29.828
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*
Währungsveränderungen
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 1.906
Gesamtergebnis 31.734
Dividendenausschüttung 0
Sonstige Veränderungen 0
Stand 30. November 2015 363.394
Stand 1. März 2016 367.215
Jahresüberschuss 35.931
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*
Währungsveränderungen
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 2.367
Gesamtergebnis 38.298
Dividendenausschüttung -13.088
Stand 30. November 2016 392.425


* Nach Berücksichtigung latenter Steuern


Anhang zum Zwischenabschluss

Grundlagen für die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses

Der Zwischenabschluss der CropEnergies-Gruppe zum 30. November 2016 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Im Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der CropEnergies AG zum 30. November 2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. November 2016 unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der CropEnergies AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. Dezember 2016 aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts 2015/16 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf den Seiten 82 bis 86 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.

Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde am 30. November 2016 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 1,95 % zugrunde gelegt; zum 29. Februar 2016 bzw. 30. November 2015 basierte die Abzinsung auf 2,24 % bzw. 2,50 %. Zum 31. August 2016 belief sich der Abzinsungssatz noch auf 1,55 %.

Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt. Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt.

Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt. Deren Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichts 2015/16 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" auf den Seiten 89 bis 93 gelten daher entsprechend.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:

CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz

CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim

BioWanze SA, Brüssel (Belgien)

Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich)

Compagnie Financière de l'Artois SA, Paris (Frankreich)

Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile)

CropEnergies Inc., Houston (USA)

Die Joint Venture-Gesellschaft

CT Biocarbonic GmbH, Zeitz,
an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht, wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein.

Umsatz, Ergebnis, Investitionen und Mitarbeiter

Tsd. € 1.-3. Quartal

2016/17 2015/16
Umsatzerlöse 564.570 557.991
EBITDA* 87.063 89.016
EBITDA-Marge in % 15,4 % 16,0 %
Abschreibungen* -27.585 -25.591
Operatives Ergebnis 59.478 63.425
Operative Marge in % 10,5 % 11,4 %
Restrukturierung und Sondereinflüsse -6.246 -12.990
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 165 39
Ergebnis der Betriebstätigkeit 53.397 50.474
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 11.143 13.091
Mitarbeiter 412 416

* Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend

Das EBITDA erreichte mit 87,1 (89,0) Mio. € nicht ganz das Vorjahresniveau. Infolgedessen blieb auch das operative Ergebnis mit 59,5 (63,4) Mio. € leicht hinter dem Vorjahreswert zurück, und es errechnet sich eine operative Marge von 10,5 (11,4) %. Die Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen verringerten sich erwartungsgemäß deutlich auf 6,2 (13,0) Mio. €. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie den Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 53,4 (50,5) Mio. €.

Die Investitionen in Höhe von 11,1 (13,1) Mio. € entfielen fast vollständig auf Sachanlagen. Davon wurden 5,0 Mio. € bei der BioWanze SA, 2,8 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH und 2,4 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. investiert.

Die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2016/17 bei 412 (416). Hiervon waren 46 (47) bei der CropEnergies AG, 119 (117) bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 120 (125) bei der BioWanze SA, 47 (47) bei der Ryssen Alcools SAS, 73 (73) bei der Ensus UK Ltd. und 7 (7) bei der Ryssen Chile SpA beschäftigt.

Ergebnis je Aktie

Auf die Aktionäre der CropEnergies AG entfällt der gesamte Jahresüberschuss des 1. - 3. Quartals 2016/17 in Höhe von 35,9 (29,8) Mio. €. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegen 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich für das 1. - 3. Quartal 2016/17 ein Ergebnis je Aktie von 0,41 (0,34) €. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie Lag nicht vor.

Vorräte

Tsd. € 30. November

2016 2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.839 15.798
Unfertige Erzeugnisse 4.054 3.453
Fertige Erzeugnisse, Waren 36.102 24.845

57.995 44.096

Die Vorräte haben sich insbesondere durch die Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton um 13,9 Mio. € auf 58,0 Mio. € erhöht.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Tsd. € 30. November

2016 2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.231 53.696
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.197 10.383
Sonstige Vermögenswerte 21.094 17.074

82.522 81.153

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich um 2,7 Mio. € auf 61,4 Mio. €.

Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 21,1 (17,1) Mio. € enthalten im Wesentlichen finanzielle Vermögenswerte in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte in Höhe von 4,3 (0,0) Mio. € und positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 0,4 (2,1) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 10,3 (7,4) Mio. € und Forderungen aus Anzahlungen in Höhe von 3,8 (6,2) Mio. €.

Eigenkapital

Das Eigenkapital erhöhte sich auf 392,4 (363,4) Mio. €. Die Gewinnrücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von 5,6 (-0,8) Mio. €.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Tsd. € 30. November

2016 2015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 43.408 31.509
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.523 24.678
Sonstige Verbindlichkeiten 15.166 14.315

76.097 70.502

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 4,7 Mio. € auf 60,9 Mio. €.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,2 (14,3) Mio. € enthaLten insbesondere finanzielle Verbindlichkeiten in Form von negativen Marktwerten der derivativen Sicherungsinstrumente in Höhe von 0,3 (1,0) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 6,8 (7,2) Mio. € und Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 6,6 (4,9) Mio. €.

Finanzverbindlichkeiten

Tsd. € 30. November

2016 2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.321 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43.000 93.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 29 74
Finanzverbindlichkeiten 47.350 93.074
Flüssige Mittel -9.921 -7.311
Nettofinanzschulden 37.429 85.763

Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2016 verringerten sich auf 37,4 (85,8) Mio. €. Hierin sind Langfristige Finanzschulden in Höhe von 25,5 (66,0) Mio. € enthalten.

Sämtliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind kurzfristig. Von den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe weisen dagegen 25,5 (66,0) Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Finanzinstrumente und Finanzschulden

Finanzinstrumente

In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert ermittelten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind:

Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Bewertungslevel 2 liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Bei Derivaten des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in welchen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3.

Finanzschulden

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich per 30. November 2016 auf 4,3 (0,0) Mio. € bei Buchwerten in Höhe von 4,3 (0,0) Mio. €, und die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich per 30. November 2016 auf 43,4 (93,5) Mio. € bei Buchwerten in Höhe von 43,0 (93,0) Mio. €.

Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten.

Tsd. € Fair-Value-Hierarchie

30. November
2016
Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 Bewertungslevel 3 30. November
2015
Bewertungslevel 1
Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 0 0 0 0 482 0
Positive Marktwerte - Derivate im Handelsbestand 416 416 0 0 1.606 1.606
Finanzielle Vermögenswerte 416 416 0 0 2.088 1.606
Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 284 284 0 0 812 812
Negative Marktwerte - Derivate im Handelsbestand 26 0 26 0 229 55
Finanzielle Verbindlichkeiten 310 284 26 0 1.041 867


Tsd. € Fair-Value-Hierarchie

Bewertungslevel 2 Bewertungslevel 3
Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 482 0
Positive Marktwerte - Derivate im Handelsbestand 0 0
Finanzielle Vermögenswerte 482 0
Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 0 0
Negative Marktwerte - Derivate im Handelsbestand 174 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 174 0


Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2015/16 unter Ziffer (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 117 bis 121.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet.

Südzucker AG

Die Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten im 1. - 3. Quartal 2016/17 Lieferungen der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 24,9 (37,0) Mio. €. Daneben wurde Dienstleistungen in Höhe von 2,7 (2,4) Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,0 (1,3) Mio. € erbracht.

Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen 2,7 (1,0) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 1,2 (2,6) Mio. €.

Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 30. November 2016 gegenüber der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 4,2 (8,9) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker AG beliefen sich auf 31,0 (43,0) Mio. €.

Verbundene Unternehmen der Südzucker AG

Die Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten im 1. - 3. Quartal 2016/17 Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert von 49,1 (56,8) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 0,7 (0,7) Mio. € erbracht.

Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG für Warenlieferungen 54,4 (48,9) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe von 0,5 (1,4) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 0,5 (1,0) Mio. €.

Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 30. November 2016 gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 12,1 (10,2) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 13,3 (15,8) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 12,0 (50,0) Mio. €.

Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden im 1. - 3. Quartal 2016/17 Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 1,1 (0,9) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht.

Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) wurden im 1. - 3. Quartal 2016/17 keinerlei Geschäftsvorfälle abgewickelt.

Nachtragsbericht

Seit dem 30. November 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist.


Mannheim, den 30. Dezember 2016

CropEnergies AG

Der Vorstand

Joachim Lutz
Michael Friedmann Dr. Stephan Meeder
(Sprecher des Vorstands)

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