![]() CropEnergies AGMannheimZwischenbericht zum 30. November 2016Geschäftsjahr 2016/171. - 3. Quartal1. März bis 30. November 2016Mannheim, 11. Januar 2017KontaktCropEnergies AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Investor Relations Dr. Lilia Filipova-Neumann Tel.: +49 (621) 714190-30 Fax: +49 (621) 714190-03 ir@cropenergies.de Öffentlichkeitsarbeit / Marketing Nadine Dejung-Custance Tel.: +49 (621) 714190-65 Fax: +49 (621) 714190-05 presse@cropenergies.de http://www.cropenergies.com Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren,
sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken
gibt der Risiko- undChancenbericht im Geschäftsbericht 2015/16 auf den Seiten 66 bis
73. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen den entsprechenden
Vorjahreszeitraum bzw. -punkt. Das Geschäftsjahr der CropEnergies AG weicht vom Kalenderjahr ab. Daher sind die genannten
Zeiträume wie folgt definiert: 3. Quartal: 1. September - 30. November 1. - 3. Quartal: 1. März - 30. November Die ersten drei Quartale 2016/17 im Überblick
Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 angehoben
ZwischenlageberichtWirtschaftliches Umfeld"Erneuerbare-Energien-Richtlinie"Die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" definiert für den Transportsektor der EU ein
verbindliches Ziel von 10 % erneuerbaren Energien im Jahr 2020. Bis zu 7 %-Punkte
sollen dabei auf nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen
können. Voraussetzung für den Marktzugang von Biokraftstoffen in der EU ist die Einhaltung
strenger Nachhaltigkeitskriterien. Zu den Mindestanforderungen gehört, dass Biokraftstoffe
mindestens 35 Gew.-% (ab 2018: mindestens 50 Gew.-%) weniger Treibhausgase als fossile
Kraftstoffe aufweisen. "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt vor, dass bis 2020, auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet, 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Als Basiswert dient die durchschnittliche Treibhausgasintensität von Kraftstoffen im Jahr 2010 von 94,1 g CO2äq /MJ. Im Vergleich hierzu senkt erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich rund 70 %. Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" ermöglicht zudem die Einführung von E10, d. h. Ottokraftstoff mit einem Anteil von 10 Vol.-% Ethanol. E10 ist derzeit in Deutschland, Frankreich, Finnland und seit dem 1. Januar 2017 auch in Belgien flächendeckend erhältlich. Damit schöpfen die 28 Mitgliedsstaaten das Potenzial von Ethanol zur Einsparung von Treibhausgasemissionen und der Minderung der Abhängigkeit von Ölimporten weiterhin bei Weitem nicht aus. "Klima- und Energiepaket 2030"Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission ein umfangreiches Paket von klima- und
energiepolitischen Maßnahmen bis 2030 vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Senkung
der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 %. Dies soll unter anderem durch die verstärkte
Nutzung erneuerbarer Energien erreicht werden, deren Anteil bis 2030 auf mindestens
27 % steigen soll. Für den Transportsektor ist keine spezifische Zielvorgabe enthalten.
Es ist lediglich vorgesehen, dass der Anteil von bestimmten alternativen Kraftstoffen,
vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8
% im Jahr 2030 ansteigen soll. Die Nutzung von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen
soll ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken. Die EU-Kommission begründet ihre Absicht mit angeblich mäßigen Klimaeffekten von Biokraftstoffen
aus Ackerpflanzen. Diese Argumentation ignoriert nach Überzeugung von CropEnergies
jedoch die Fakten und übergeht die großen Vorteile von z. B. Ethanol aus Futtergetreide
nicht nur für Umwelt und Klima, sondern darüber hinaus auch für die Wirtschaft. Tatsächlich
spart europäisches Ethanol bereits heute nachweislich rund 70 % der Treibhausgasemissionen
gegenüber Benzin ein. Gleichzeitig ersetzt die mit dem Produktionsprozess verbundene
Herstellung von proteinreichen Lebens- und Futtermitteln umfangreiche Sojaimporte
aus Nord- und Südamerika. Mit der Nutzung von Futtergetreide aus der Überschussregion
Europa sorgt die Ethanolindustrie zudem für eine Marktentlastung gerade bei Getreide
geringer Qualität. Außerdem reduzieren heimische Biokraftstoffe aus landwirtschaftlichen
Rohstoffen die große Abhängigkeit von fossilen Ölimporten. Alternative Biokraftstoffe, wie z. B. Ethanol aus Stroh oder Holz sind derzeit aufgrund
ihrer hohen Kosten kommerziell noch nicht verfügbar. Zudem sind aus den Rohstoffen
in der Regel keine wertvollen und proteinreichen Lebens- und Futtermittel herstellbar.
Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verringerung von Biokraftstoffen aus Ackerpflanzen
zu Gunsten alternativer Kraftstoffe würde damit das Problem von Sojaimporten drastisch
erhöhen. Grundsätzlich ist die Förderung von alternativen Kraftstoffen aus Abfällen
und Reststoffen sinnvoll, sofern dabei auf dem bereits Erreichten aufgebaut wird.
Auf diese Weise können sie sich als weitere Alternative zu fossilen Kraftstoffen etablieren
und so deren Verbrauch verringern. Alles andere ist sowohl klima- als auch energiepolitisch
unverantwortlich, da damit der ungezügelten Ausbeutung fossiler Ölquellen Vorschub
geleistet wird. Angesichts der ambitionierten Klimaziele einerseits und des wachsenden Rückstands
des Verkehrssektors bei der Einsparung von Treibhausgasen andererseits, ist es unverständlich,
dass die EU-Kommission nach 2020 auf spezifische Vorgaben zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz
von Kraftstoffen verzichten will. Die Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgasintensität,
wie sie derzeit in der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" festgelegt ist, soll nach dem
Willen der EU-Kommission ab dem 1. Januar 2021 ersatzlos entfallen. Sollte dies tatsächlich
umgesetzt werden, ist mit einem Anstieg verkehrsbedingter Emissionen, auch aus unkonventionellen
Quellen wie Ölsanden oder Ölschiefer, zurechnen. Die Chance, das Angebot emissionsärmerer
Kraftstoffe auszuweiten, wäre damit vertan. Insgesamt hält CropEnergies das vorgeschlagene Maßnahmenpaket der EU-Kommission für
ungeeignet, um die Dekarbonisierung des Verkehrs voranzutreiben. Im Gegenteil würden
die Vorschläge dazu führen, dass wieder mehr und eventuell sogar klimaschädlichere
fossile Kraftstoffe verbraucht werden. Es ist zu befürchten, dass sich die 2020er
Jahre zu einem verlorenen Jahrzehnt für den Klima- und Umweltschutz auf Europas Straßen
entwickeln werden. Gemeinsam mit den Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene wird sich CropEnergies
im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für eine Förderung der Nutzung nachhaltig hergestellter
Biokraftstoffe auch nach 2020 einsetzen. Hierzu zählen vor allem verbindliche Ziele,
den Anteil von erneuerbaren, nachhaltig erzeugten Kraftstoffen im Transportsektor
zu erhöhen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Verbrauch fossiler Kraftstoffe
tatsächlich sinkt und so die Klimabilanz von Kraftstoffen sukzessive verbessert wird. DeutschlandIn Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein Treibhausgasminderungsziel von 3,5
Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Zum 1. Januar 2017 ist dieses Einsparungsziel
auf 4,0 Gew.-% gestiegen. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen.
Die deutsche Bioethanolwirtschaft hält weitere Erhöhungsschritte 2018 und 2019 für
notwendig, damit das ab 2020 geltende Treibhausgasminderungsziel von 6 Gew.-% auch
tatsächlich erreicht wird. CropEnergies ermutigt den deutschen Gesetzgeber, diesen
Weg für mehr Klimaschutz im Transportsektor nicht nur in Deutschland weiterzuverfolgen,
sondern sich auch in der EU für mehr Klimaschutz und höhere Treibhausgasminderungsziele
einzusetzen. BelgienIn Belgien wurde am 29. Juli 2016 ein königlicher Erlass veröffentlicht, wonach der
Anteil von Bioethanol in Ottokraftstoffen von durchschnittlich mindestens 4 Vol.-%
auf 8,5 Vol.-% erhöht wird. Die Neuregelung trat zum 1. Januar 2017 in Kraft. Europäische Bioethanolpreise mit leichter ErholungstendenzIn den USA wird für 2016 mit einer Ethanolproduktion von 59,3 (57,5) Mio. m3 und einem deutlichen Anstieg der Nettoexporte auf 3,4 (2,3) Mio. m3 gerechnet. Trotz einer Anhebung der Beimischungsverpflichtung für Ethanol für 2017 soll der hohe Produktionsüberschuss in den USA weitgehend bestehen bleiben, sodass auch im kommenden Jahr Nettoexporte von 3,4 Mio. m3 erwartet werden. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) stieg im Berichtszeitraum von umgerechnet 340 €/m3 Anfang September 2016 auf rund 410 €/m3 Ende November 2016. Der Preisanstieg ist sowohl auf eine rege Exportnachfrage als auch geringere Lagerbestände wie auch höhere Ölpreise zurückzuführen. Internationale Bioethanolpreise (€/m3)![]() Im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 sollen in Brasilien 27,6 (30,5) Mio. m3 Bioethanol hergestellt werden. Trotz einer ebenfalls geringeren Inlandsnachfrage von 27,0 (30,1) Mio. m3 wird mit einem massiven Rückgang der Nettoexporte auf 0,6 (1,8) Mio. m3 gerechnet, nachdem 2015/16 noch eine deutliche Bestandsabnahme zu verzeichnen war. Im Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 soll die Produktion mit 26,2 Mio. m3 nur noch knapp über dem Inlandsverbrauch von 25,9 Mio. m3 liegen. Die Nettoexporte sollen sich demzufolge auf 0,3 Mio. m3 halbieren. Infolge der engeren Versorgungssituation, die nicht zuletzt auf höhere Zuckerpreise zurückzuführen ist, waren die brasilianischen Ethanolpreise bis Ende Oktober 2016 auf über 600 €/m3 gestiegen und lagen damit ca. 25 % über dem Preisniveau von Anfang September 2016. Bis Ende November 2016 sanken sie jedoch wieder leicht auf umgerechnet rund 570 €/m3 . Die Ethanolpreise in Europa setzten ihre Berg- und Talfahrt fort. Nachdem sie Anfang September 2016 bei rund 440 €/m3 lagen, erreichte der 1-Monats-Future am 6. September 2016 mit 427 €/m3 ein neues Allzeittief. Im Anschluss notierten die Ethanolpreise weitgehend zwischen 450 und 470 €/m3 , um dann gegen Ende November 2016 bei 466 €/m3 zu schließen. Das Auf und Ab der europäischen Ethanolpreise ist mit den weiterhin wenig veränderten Fundamentaldaten kaum zu erklären und wohl eher dem Umstand geschuldet, dass die tatsächlichen Angebots- und Nachfragebedingungen nur unzureichend in die Preisermittlung eingehen. Die EU-Ethanolpreise werden durch sogenannte Preisberichterstattungsagenturen bestimmt, die sich in erster Linie auf umsatzschwache Handelsaktivitäten und Marktspekulationen beziehen und damit von den realen Marktentwicklungen entkoppelt zu sein scheinen. Angesichts fehlender Impulse durch höhere Ethanolbeimischungen wird für 2016 mit einem leichten Rückgang des EU-Kraftstoffethanolverbrauchs um 2 % auf 5,2 (5,3) Mio. m3 gerechnet. Die europäische Produktion an Kraftstoffethanol soll auf rund 4,7 (5,1) Mio. m3 sinken. Im Jahr 2017 soll der Verbrauch jedoch dank höherer Beimischungsvorgaben in mehreren EU-Mitgliedsstaaten auf rund 5,4 Mio. m3 (+4 %) steigen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass dieser weitgehend von erneuerbarem Ethanol aus europäischen Rohstoffen gedeckt werden wird. Die EU-Produktion soll sich folglich ebenfalls auf 5,4 Mio. m3 (+ 13 %) erhöhen. Der Kraftstoffethanolverbrauch in Deutschland soll sich 2016 mit 1,5 (1,5) Mio. m3 auf Vorjahresniveau bewegen. Angesichts eines moderaten Anstiegs des Ottokraftstoffverbrauchs verhindert vor allem das aktuell wenig ambitionierte Treibhausgasminderungsziel von nur 3,5 Gew.-% eine steigende Ethanolnutzung. In der Tat zeigen die vorläufigen Verbrauchsdaten von Januar bis September 2016 einen Absatzrückgang um rund 1 % auf 1,1 (1,1) Mio. m3 Kraftstoffethanol. Der Absatz von E10 ist auf 1,7 Mio. t zurückgegangen, was bei einem leicht gestiegenen Gesamtbenzinabsatz mit einem Marktanteil von 13 (14) % einhergeht. Getreide- und Ölsaatenpreise ohne große ImpulseDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 9. Dezember
2016 von einem Rekord bei der Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2016/17 von 2.081
(1.985) Mio. t aus. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.059 (1.962) Mio.
t soll dies zu einem weiteren Anstieg der Lagerbestände auf die Rekordhöhe von 507
(485) Mio. t führen. In der EU erwartet die EU-Kommission im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 nunmehr eine
geringere Getreideernte von 293 (312) Mio. t, die aber dennoch über dem Verbrauch
von 285 (284) Mio. t liegen soll. Der größte Teil des inländischen Getreideverbrauchs
entfällt mit über 60 % nach wie vor auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Kraftstoffethanol
wird voraussichtlich der Stärkeanteil von lediglich 11,5 (11,2) Mio. t Getreide und
damit weniger als 4 % der EU-Getreideernte verwendet. Der Proteinanteil des verarbeiteten
Getreides wird zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln veredelt, die vor allem Sojaimporte
aus Nord- und Südamerika ersetzen. Internationale Agrarpreise (€/t)![]() Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris lagen Ende November 2016 mit
162 €/t nur knapp über dem Niveau von Anfang September 2016. Zwischenzeitlich bewegten
sich die Weizenpreise weitgehend in einer engen Bandbreite zwischen 150 und 170 €/t.
Die weitgehend stabile Getreidepreisentwicklung spiegelt die Erwartungen über eine
erneute weltweite Rekordernte und damit verbunden einer komfortablen weltweiten Getreideversorgung
mit hohen Lagerbeständen wider. Das USDA erwartet für das Wirtschaftsjahr 2016/17 auch für Sojabohnen eine Rekordernte
von 338 (313) Mio. t. Trotz einer deutlichen Erhöhung des weltweiten Verbrauchs auf
330 (316) Mio. t sollen die weltweiten Lagerbestände auf 83 (77) Mio. t ansteigen.
Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT lag Ende November 2016 wieder über
der Marke von 10 US-$/Bushel*. In Euro umgerechnet stieg der Sojabohnenpreis von 315
€/t Anfang September 2016 auf rund 360 €/t Ende November 2016. Obwohl in der EU 2016/17
mit 20 (22) Mio. t weniger Rapssaat als im Vorjahr geerntet werden soll, sanken die
europäischen Rapsschrotpreise von rund 205 €/t Anfang September 2016 auf rund 190
€/t Ende November 2016. *
Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen. GeschäftsverlaufAnstieg der Produktion von Bioethanol sowie Lebens- und FuttermittelnCropEnergies steigerte die Bioethanolproduktion in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2016/17 auf 735 (618) Tsd. m3 Bioethanol. Mit der höheren Kapazitätsauslastung erhöhte sich auch die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln. Der Anstieg der Produktionsmengen ist insbesondere auf die Wiederinbetriebnahme der Bioethanolanlage in Wilton im Juli 2016 zurückzuführen. Damit nutzt die CropEnergies-Gruppe wieder ihr gesamtes Produktionspotenzial von 1,3 Mio. m3 Bioethanol und über einer Million Tonnen Lebens- und Futtermitteln je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage. Umsatz und Jahresüberschuss
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend Geschäftsverlauf: 3. QuartalDer Umsatz von CropEnergies stieg um 28 % und übertraf mit 214,8 (167,6) Mio. € erstmals
im Verlauf des Geschäftsjahrs den entsprechenden Vorjahreswert. Ursächlich hierfür
waren deutlich gesteigerte Absatzmengen an Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln
aufgrund der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton. Demgegenüber lagen
die erzielten Absatzpreise mehrheitlich unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der positive Volumeneffekt sowie niedrigere Einkaufspreise für Rohstoffe konnten die
rückläufigen Absatzpreise jedoch nicht vollständig aufwiegen. Zusammen mit den operativen
Kosten nach der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton verringerte sich
das EBITDA auf 27,9 (32,2) Mio. €. Entsprechend verminderte sich auch das operative Ergebnis um 22 % auf 18,4 (23,7)
Mio. €. Bezogen auf den deutlich gesteigerten Umsatz errechnet sich eine operative
Marge von 8,6 (14,2) %. Während im Vorjahr noch Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen
von 4,0 Mio. € angefallen waren, schlug hier im 3. Quartal 2016/17 lediglich ein geringer
positiver Betrag aus der Währungsumrechnung der Aufwendungen des 1. Halbjahrs zu Buche.
In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen
sowie den Sondereinflüssen blieb das Ergebnis der Betriebstätigkeit mit 18,6 (19,8)
Mio. € nur leicht hinter dem Vorjahresniveau zurück. Das Finanzergebnis von -0,8 (-0,6) Mio. € war neben den Zinsaufwendungen auch durch
Währungseffekte beeinflusst. Auf Basis eines Ergebnisses vor Ertragsteuern von 17,8
(19,2) Mio. € resultiert für das 3. Quartal 2016/17 nach Steuern ein Jahresüberschuss
von 13,9 (11,8) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis
je Aktie von 0,16 (0,13) €. Geschäftsverlauf: 1. - 3. QuartalAufgrund des starken 3. Quartals übertraf auch der kumulierte Umsatz von CropEnergies
mit 564,6 (558,0) Mio. € den Vorjahreswert. Deutlich höhere Absatzmengen von eigenerzeugten
Produkten überkompensierten das reduzierte Handelsvolumen wie auch die niedrigeren
Erlöse für Bioethanol und für die meisten Lebens- und Futtermittel. Den spürbar gesunkenen Absatzpreisen standen niedrigere Rohstoffpreise sowie positive
Ergebniseffekte aus dem erzielten Mengenanstieg gegenüber. Gleichzeitig werden die
Kosten der Produktionsanlage in Wilton seit deren Wiederinbetriebnahme im Juli 2016
wieder im operativen Ergebnis ausgewiesen. Als Folge dieser Veränderungen erreichte
das EBITDA mit 87,1 (89,0) Mio. € nicht ganz das Vorjahresniveau. Infolgedessen blieb auch das operative Ergebnis mit 59,5 (63,4) Mio. € leicht hinter
dem Vorjahreswert zurück, und es errechnet sich eine operative Marge von 10,5 (11,4)
%. Die Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen verringerten sich erwartungsgemäß
deutlich auf 6,2 (13,0) Mio. €. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis
aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie den Sondereinflüssen stieg das Ergebnis
der Betriebstätigkeit auf 53,4 (50,5) Mio. €. Das Finanzergebnis blieb mit -3,5 (-3,2) Mio. € auf vergleichbarem Niveau, sodass
sich das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 49,9 (47,3) Mio. € erhöhte. Nach Steuern ergibt
sich für den Berichtszeitraum eine Verbesserung des Jahresüberschusses auf 35,9 (29,8)
Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien ermittelt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,41 (0,34)
€. Finanzierungsrechnung
Die Verbesserung des Cashflows auf 68,2 (63,5) Mio. € folgt der positiven Ergebnisentwicklung.
Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. - 3. Quartal auf 52,4 (77,5) Mio. €. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit reduzierte sich auf insgesamt 11,0 (13,0)
Mio. € und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten
dem Ausbau und derVerbesserung der Produktionsanlagen. Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,2 (6,0) Mio. € standen Tilgungen
von 36,6 (72,8) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 13,1
(0,0) Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
in Höhe von 39,4 (66,8) Mio. €. Bilanzstruktur
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 30. November 2016 um 38,0 Mio.
€ auf 433,1 Mio. €. Dabei verringerte sich insbesondere das Anlagevermögen infolge
planmäßiger Abschreibungen - unter Berücksichtigung von Investitionen - um 37,1 Mio.
€ auf 429,5 Mio. €. Darin sind unverändert Geschäfts- bzw. Firmenwerte in Höhe von
5,6 Mio. € enthalten. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 1,1 Mio. €
auf 1,6 Mio. €. Des Weiteren stieg der Anteil des at Equity einbezogenen Unternehmens
um 0,2 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um
17,9 Mio. € auf 156,7 Mio. €. Hierbei stiegen insbesondere die Vorräte um 13,9 Mio.
€ auf 58,0 Mio. €. Des Weiteren erhöhte sich der Bestand an flüssigen Mitteln um 2,6
Mio. € auf 9,9 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Vermögenswerte nahmen um 1,4 Mio. € auf 82,5 Mio. € zu. Hierin sind auch die positiven
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,4 (2,1) Mio. € enthalten.
Die Steuererstattungsansprüche blieben mit 6,3 Mio. € im Vergleich zum Vorjahresstichtag
nahezu unverändert. Die langfristigen Schulden nahmen um 41,3 Mio. € auf 78,2 Mio. € ab. Dabei wurden
insbesondere die langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 40,5 Mio.
€ auf 25,5 Mio. € abgebaut. Des Weiteren verminderten sich die übrigen Rückstellungen
um 7,3 Mio. € auf 7,3 Mio. €. Demgegenüber erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen insbesondere aufgrund des niedrigeren Abzinsungssatzes
um 5,9 Mio. € auf 21,8 Mio. €. Die passiven latenten Steuern stiegen um 0,6 Mio. €
auf 23,2 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten blieben nahezu identisch bei 0,4
Mio. €. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich um 7,9 Mio. € auf 119,1 Mio. €. Die übrigen
Rückstellungen nahmen um 5,7 Mio. € auf 10,0 Mio. € ab. Dagegen erhöhten sich die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten um
5,6 Mio. € auf 76,1 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,3 (1,0) Mio. € enthalten. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
wurden durch Tilgungen um 5,2 Mio. € auf 21,8 Mio. € abgebaut und die kurzfristigen
Steuerverbindlichkeiten verringerten sich um 2,5 Mio. € auf 11,2 Mio. €. In Summe konnten die Nettofinanzschulden deutlich auf 37,4 (85,8) Mio. € reduziert
werden. Von den Finanzschulden sind 25,5 (66,0) Mio. € langfristig und 21,8 (27,0)
Mio. € kurzfristig fällig. Ihnen stehen flüssige Mittel in Höhe von 9,9 (7,3) Mio.
€ gegenüber. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der erfreulichen Ertragslage auf 392,4 (363,4)
Mio. €. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 66,5 (59,6) %. Risiko- und ChancenberichtCropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen
Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet,
eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des
Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten,
Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Weitere detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und
Chancen des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2015/16 unter der Rubrik "Risiko- und
Chancenbericht" auf den Seiten 66 bis 73 ausführlich dargestellt. Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der
Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt, die insbesondere den Bereich
der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz betreffen. Die Behandlung dieser
Vorschläge durch das Europäische Parlament und den Rat wird CropEnergies 2017 zusammen
mit den nationalen und europäischen Branchenverbänden der Bioethanolwirtschaft, welche
die sachlichen Interessen aller Stakeholder vertreten und kontinuierlich im Kontakt
zu den politischen Entscheidungsträgern stehen, genau verfolgen und die möglichen
Folgen analysieren. Bei dem derzeitigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens ist es kaum
möglich vorauszusagen, wie sich die künftigen rechtlichen Rahmenbedingungen auf das
Bioethanolgeschäft auswirken werden. Eine Reduzierung von obligatorischen Beimischungsquoten
kann zu einem Nachfragerückgang führen und die Geschäftstätigkeit von CropEnergies
belasten. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. PrognoseberichtCropEnergies konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2016/17 trotz niedrigerer
Bioethanolpreise an das sehr gute Vorjahresergebnis anknüpfen und hat einen Umsatz
von 564,6(558,0) Mio. € sowie ein operatives Ergebnis von 59,5 (63,4) Mio. € erzielt. Die Bioethanolpreise sind im Dezember 2016 gestiegen, und es wird für den weiteren
Verlauf des Geschäftsjahrs weiterhin eine hohe Schwankungsbreite der Preise erwartet.
Entlastend wirken die unter den Vorjahreswerten liegenden Rohstoffpreise. Nach dem
erfolgreichen Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton nutzt CropEnergies die
gesamte Produktionskapazität flexibel nach Markt- und Auftragslage. Vor diesem Hintergrund hebt CropEnergies die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr
2016/17 an und erwartet den Umsatz nun in einer Bandbreite von 760 bis 790 Mio. €
(zuvor erwartet: 670 bis 720 Mio. €). Die Ertragsprognose wird ebenfalls angehoben:
CropEnergies rechnet nun mit einem um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA von 105 bis
120 Mio. € (zuvor erwartet: 85 bis 115 Mio. €), das operative Ergebnis soll in einer
Bandbreite von 70 bis 85 Mio. € liegen (zuvor erwartet: 50 bis 80 Mio. €). Die Belastungen
aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sollen sich im Vorjahresvergleich deutlich
verringern. Mittelfristig geht CropEnergies davon aus, dass die Beschlüsse des Pariser Klima-Gipfels
für weiteres Marktwachstum auch bei erneuerbaren Energien im Transportsektor sorgen
werden. Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist die CropEnergies-Gruppe als
einer der führenden Bioethanolhersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und
Kapazität ihrer Anlagen gut gerüstet. ZwischenabschlussGesamtergebnisrechnung
Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Kapitalflussrechnung
BilanzAktiva
Passiva
Entwicklung des Eigenkapitals
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Anhang zum ZwischenabschlussGrundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss der CropEnergies-Gruppe zum 30. November 2016 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch
das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.
Im Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der
CropEnergies AG zum 30. November 2016 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss
zum 30. November 2016 unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der CropEnergies
AG hat diesen Zwischenabschluss am 30. Dezember 2016 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2015/16 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 82 bis 86 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 30. November 2016 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 1,95 % zugrunde
gelegt; zum 29. Februar 2016 bzw. 30. November 2015 basierte die Abzinsung auf 2,24
% bzw. 2,50 %. Zum 31. August 2016 belief sich der Abzinsungssatz noch auf 1,55 %. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen Quartal des Anfalls voll berücksichtigt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der
Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2016 angewandt. Deren Erläuterungen
im Anhang des Geschäftsberichts 2015/16 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 89 bis 93 gelten daher entsprechend. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr
beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung
einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung
der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Die Joint Venture-Gesellschaft
Umsatz, Ergebnis, Investitionen und Mitarbeiter
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend Das EBITDA erreichte mit 87,1 (89,0) Mio. € nicht ganz das Vorjahresniveau. Infolgedessen
blieb auch das operative Ergebnis mit 59,5 (63,4) Mio. € leicht hinter dem Vorjahreswert
zurück, und es errechnet sich eine operative Marge von 10,5 (11,4) %. Die Restrukturierungs-
bzw. Sonderaufwendungen verringerten sich erwartungsgemäß deutlich auf 6,2 (13,0)
Mio. €. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen
Unternehmen sowie den Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf
53,4 (50,5) Mio. €. Die Investitionen in Höhe von 11,1 (13,1) Mio. € entfielen fast vollständig auf Sachanlagen.
Davon wurden 5,0 Mio. € bei der BioWanze SA, 2,8 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol
GmbH und 2,4 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. investiert. Die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten
neun Monate des Geschäftsjahrs 2016/17 bei 412 (416). Hiervon waren 46 (47) bei der
CropEnergies AG, 119 (117) bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 120 (125) bei der
BioWanze SA, 47 (47) bei der Ryssen Alcools SAS, 73 (73) bei der Ensus UK Ltd. und
7 (7) bei der Ryssen Chile SpA beschäftigt. Ergebnis je AktieAuf die Aktionäre der CropEnergies AG entfällt der gesamte Jahresüberschuss des 1.
- 3. Quartals 2016/17 in Höhe von 35,9 (29,8) Mio. €. Der Berechnung des Ergebnisses
je Aktie (IAS 33) liegen 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich für
das 1. - 3. Quartal 2016/17 ein Ergebnis je Aktie von 0,41 (0,34) €. Eine Verwässerung
des Ergebnisses je Aktie Lag nicht vor. Vorräte
Die Vorräte haben sich insbesondere durch die Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton
um 13,9 Mio. € auf 58,0 Mio. € erhöht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen verringerten sich um 2,7 Mio. € auf 61,4 Mio. €. Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 21,1 (17,1) Mio. € enthalten im Wesentlichen
finanzielle Vermögenswerte in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte
in Höhe von 4,3 (0,0) Mio. € und positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente
in Höhe von 0,4 (2,1) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen
aus Vorsteuern in Höhe von 10,3 (7,4) Mio. € und Forderungen aus Anzahlungen in Höhe
von 3,8 (6,2) Mio. €. EigenkapitalDas Eigenkapital erhöhte sich auf 392,4 (363,4) Mio. €. Die Gewinnrücklagen und sonstigen
Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral
erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow
Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen
der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von 5,6 (-0,8)
Mio. €. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 4,7 Mio. € auf 60,9 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 15,2 (14,3) Mio. € enthaLten insbesondere
finanzielle Verbindlichkeiten in Form von negativen Marktwerten der derivativen Sicherungsinstrumente
in Höhe von 0,3 (1,0) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten aus sonstigen
Steuern in Höhe von 6,8 (7,2) Mio. € und Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen
in Höhe von 6,6 (4,9) Mio. €. Finanzverbindlichkeiten
Die Nettofinanzschulden zum 30. November 2016 verringerten sich auf 37,4 (85,8) Mio.
€. Hierin sind Langfristige Finanzschulden in Höhe von 25,5 (66,0) Mio. € enthalten. Sämtliche Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind kurzfristig. Von
den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe
weisen dagegen 25,5 (66,0) Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Finanzinstrumente und FinanzschuldenFinanzinstrumenteIn der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert ermittelten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie)
gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind: Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren
notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Bewertungslevel 2
liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren
direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Bei Derivaten
des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in
welchen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist.
CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3. FinanzschuldenDie beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen
Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung
der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten beliefen sich per 30. November 2016 auf 4,3 (0,0) Mio.
€ bei Buchwerten in Höhe von 4,3 (0,0) Mio. €, und die beizulegenden Zeitwerte der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich per 30. November
2016 auf 43,4 (93,5) Mio. € bei Buchwerten in Höhe von 43,0 (93,0) Mio. €. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden
Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige
sonstige Verbindlichkeiten.
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2015/16 unter Ziffer (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 117 bis 121. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und
Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften
(Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen.
Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG
(SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr
treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine
Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker AGDie Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten im 1. - 3. Quartal 2016/17 Lieferungen
der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 24,9 (37,0) Mio.
€. Daneben wurde Dienstleistungen in Höhe von 2,7 (2,4) Mio. € sowie Forschungs- und
Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,0 (1,3) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen
2,7 (1,0) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe
ein negativer Zinssaldo in Höhe von 1,2 (2,6) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 30. November
2016 gegenüber der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. € und Verbindlichkeiten
in Höhe von 4,2 (8,9) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker
AG beliefen sich auf 31,0 (43,0) Mio. €. Verbundene Unternehmen der Südzucker AGDie Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten im 1.
- 3. Quartal 2016/17 Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im
Wert von 49,1 (56,8) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 0,7 (0,7)
Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker
AG für Warenlieferungen 54,4 (48,9) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe
Leistungserlöse in Höhe von 0,5 (1,4) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in
Höhe von 0,5 (1,0) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 30. November
2016 gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG Forderungen in Höhe von
12,1 (10,2) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 13,3 (15,8) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten
gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 12,0 (50,0)
Mio. €. Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden
zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen
sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden im 1. - 3. Quartal 2016/17 Dienstleistungen
und Lieferungen in Höhe von 1,1 (0,9) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht. Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) wurden im 1.
- 3. Quartal 2016/17 keinerlei Geschäftsvorfälle abgewickelt. NachtragsberichtSeit dem 30. November 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist. Mannheim, den 30. Dezember 2016 CropEnergies AG Der Vorstand
Finanzkalender
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