CropEnergies AG

Mannheim

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2016 bis zum 28.02.2017

ÜBERBLICK 2016/17 CROPENERGIES-KONZERN

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■ Umsatz steigt auf 802 (723) Mio. € +79 Mio. €
■ Bioethanolproduktion erhöht sich auf 1.030 (837) Tsd. m3 +23 %
■ EBITDA wächst auf 134,8 (121,5) Mio. € +13 Mio. €
■ Operatives Ergebnis steigt auf 97,6 (86,7) Mio. € +11 Mio. €
■ Jahresüberschuss erhöht sich auf 68,8 (42,6) Mio. € +26 Mio. €
■ Cashflow erreicht 107,2 (87,3) Mio. € +20 Mio. €
■ Nettofinanzschulden sinken auf 9 (66) Mio. € -57 Mio. €

■ Dividendenvorschlag: Ausschüttung von 0,30 € je Aktie

■ Ausblick 2017/18* : Der Umsatz wird in einer Bandbreite von 800 bis 875 Mio. € erwartet. Das operative Ergebnis soll in einer Bandbreite von 40 bis 80 Mio. € liegen.

* Details im Prognosebericht, S. 77

CROPENERGIES - KONZERNZAHLENÜBERSICHT

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IFRS/IAS 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 2012/13
Ergebnis            
Umsatz Tsd. € 801.736 722.602 827.165 780.436 688.723
EBITDA Tsd. € 134.759 121.544 25.177 68.463 118.989
in Prozent des Umsatzes % 16,8 16,8 3,0 8,8 17,3
Operatives Ergebnis Tsd. € 97.562 86.695 -11.233 35.002 87.018
in Prozent des Umsatzes % 12,2 12,0 -1,4 4,5 12,6
Ergebnis der Betriebstätigkeit Tsd. € 93.871 68.680 -39.367 28.050 87.004
Jahresüberschuss Tsd. € 68.779 42.647 -58.043 12.006 57.175
in Prozent des Umsatzes % 8,6 5,9 -7,0 1,5 8,3
Cashflow und Investitionen            
Cashflow Tsd. € 107.168 87.265 5.285 50.858 98.238
in Prozent des Umsatzes % 13,4 12,1 0,6 6,5 14,3
Investitionen in Sachanlagen* Tsd. € 16.055 16.831 31.636 18.182 11.104
Bilanz            
Bilanzsumme Tsd. € 597.920 591.476 643.914 666.305 598.947
Nettofinanzschulden Tsd. € -9.285 -65.678 -150.148 -134.674 -82.907
Eigenkapital Tsd. € 425.777 367.215 331.660 395.344 389.705
in Prozent der Bilanzsumme % 71,2 62,1 51,5 59,3 65,1
Wertentwicklung            
Sachanlagen* Tsd. € 419.135 447.176 475.232 472.519 437.344
Goodwill Tsd. € 5.595 5.595 5.595 5.595 5.595
Working Capital Tsd. € 59.567 43.142 43.191 71.186 64.173
Capital Employed Tsd. € 484.297 495.913 524.018 549.300 507.112
ROCE % 20,1 17,5 -2,1 6,4 17,2
Aktie            
Marktkapitalisierung Mio. € 723 332 262 442 499
Gesamtzahl Aktien per 28./29. Februar Mio. 87,25 87,25 87,25 87,25 85
Schlusskurs per 28./29. Februar 8,28 3,80 3,00 5,07 5,87
Ergebnis je Aktie 0,79 0,49 -0,67 0,14 0,67
Dividende je 1-Euro-Aktie 0,30** 0,15 0,00 0,10 0,26
Dividendenrendite per 28./29. Februar % 3,6 3,9 0,0 2,0 4,4
Herstellung            
Bioethanolherstellung 1.000 m3 1.030 837 1.056 884 808
Mitarbeiter            
Anzahl der Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)   412 416 432 430 321

* einschließlich immaterieller Vermögenswerte
** Vorschlag

Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2016/2017

1. März 2016 bis 28. Februar 2017

Die CropEnergies AG hat ihre führende Position auf dem europäischen Bioethanolmarkt im Geschäftsjahr 2016/17 weiter ausgebaut. Unser Erfolg beruht auf der hervorragenden Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette an allen unseren Standorten. Beginnend beim Anbau der Rohstoffe über die Verarbeitung in unseren Anlagen, den beispielsweise für den Transport zuständigen Unternehmen, bis hin zu unseren Kunden - Ziel von CropEnergies ist stets eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit. Damit wir mit unserem Bioethanol auch weiterhin dazu beitragen können, die Mobilität der Zukunft zu sichern und Treibhausgase einzusparen.

STANDORT

CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz, Deutschland

KAPAZITÄT (PRO JAHR)

400.000 m3 Bioethanol für traditionelle und Kraftstoffanwendungen

>300.000 t ProtiGrain® (DDGS)

100.000 t flüssiges CO2

ROHSTOFFE

Getreide und Zuckersirupe

»Die Bioethanol-Produktion in Zeitz hat uns Landwirten neue Absatzchancen eröffnet.«

KURT ENKE

GESCHÄFTSFÜHRER AGRARBETRIEB GRÖBITZ GMBH, TEUCHERN, DEUTSCHLAND

An unsere Aktionäre

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2016/17 barg manche Überraschung, wenngleich mit Blick auf die Ertragslage überwiegend positive. Anders als noch zu Beginn des Jahres erwartet, konnte das Ergebnis nicht nur Anschluss an das exzellente Vorjahr finden, sondern es sogar klar übertreffen. Dazu haben zwei Dinge maßgeblich beigetragen: Einerseits die trotz aller Volatilität erfreuliche Preisentwicklung der Ethanolpreise im letzten Quartal und andererseits unsere Möglichkeit, die Produktionsmenge sowohl für Bioethanol als auch Lebens- und Futtermittel zu erhöhen. Seit Juli 2016 laufen alle unsere Werke mit hoher Auslastung. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass wir unsere Anlagen, insbesondere in Wilton, Großbritannien, weiterentwickelt haben. Dort wurde der 15-monatige Stillstand für zahlreiche Verbesserungen zur Optimierung der Produktion und zur Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs genutzt. Insgesamt haben wir unsere Position als führender Bioethanolhersteller in Europa ausgebaut. Wir werden aber auch künftig die Kapazität unserer Standorte den Marktbedingungen entsprechend flexibel einsetzen.

Das 11. Jahr seit unserem Börsengang in 2006 konnten wir so mit einem operativen Rekordergebnis von 98 Mio. € abschließen, und ein EBITDA von 135 Mio. € ermöglichte trotz der letztjährigen Dividendenausschüttung und Neuinvestitionen den Abbau der Nettofinanzschulden auf lediglich 9 Mio. €.

Vorstand und Aufsichtsrat nehmen diese erfreuliche Entwicklung zum Anlass, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,30 € je Aktie vorzuschlagen.

Blicken wir nach vorne: Die Entwicklung des Bioethanolmarkts wird uns auch in Zukunft vor Herausforderungen stellen. Aufgrund unserer diversifizierten Produktpalette aus Kraftstoffethanol, Neutralalkohol, proteinreichen Lebens- und Futtermitteln sowie verflüssigter Kohlensäure haben wir jedoch eine gute Ausgangsbasis.

Die Unklarheit über die politischen Rahmenbedingungen in Europa nach 2020 sorgt in der Biokraftstoffbranche für Unsicherheit. Der von der EU-Kommission im letzten November vorgelegte Vorschlag weicht insofern von bisherigen Zielen ab, als er ausgerechnet im Transportsektor keine konkreten Ziele setzt, mehr Treibhausgase einzusparen oder mehr erneuerbare Kraftstoffe zu nutzen. Im Gegenteil, nach den Vorstellungen der EU-Kommission soll der Anteil von Bioethanol, der etablierten, sauberen und hier in Europa nachhaltig aus Ackerpflanzen hergestellten Alternative in fossilem Benzin, bis 2030 massiv sinken. Die EU-Kommission begründet ihre Absicht mit angeblichen Zweifeln an der Nachhaltigkeit von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen. Diese Vorwürfe entbehren jeder Grundlage. Europäisches Bioethanol spart im Vergleich zu Benzin heute schon nachweislich rund 70 % der Treibhausgasemissionen ein. Die Förderung alternativer Kraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen ist dann sinnvoll, wenn diese ergänzende Alternative den fossilen Kraftstoffverbrauch weiter reduziert. Einen erneuerbaren Kraftstoff durch einen anderen erneuerbaren Kraftstoff zu ersetzen, dessen Verfügbarkeit nicht abzusehen ist, ist dagegen sowohl klima- und energiepolitisch als auch wirtschafts- und industriepolitisch unverantwortlich. Denn damit gerät aus dem Blick, um was es tatsächlich geht: den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken und somit den Ausstoß klimaschädigender Treibhausgase zu reduzieren, um die Erderwärmung einzudämmen.

Das vorgeschlagene Paket der EU-Kommission ist dafür ungeeignet. Allerdings ist es bisher auch nur das: ein Vorschlag. Wir werden uns mit ganzer Kraft gemeinsam mit unseren Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene für einen fairen und sinnvollen Kompromiss einsetzen, damit erneuerbare, nachhaltig hergestellte Kraftstoffe wie unser Bioethanol auch nach 2020 einen Beitrag zum Klimaschutz auf Europas Straßen leisten werden.

Der Erfolg im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 wäre ohne unsere hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Durch ihren Einsatz waren wir so erfolgreich wie noch nie zuvor. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Zusammen wollen wir weiter am Erfolg von CropEnergies arbeiten.

Auch Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, gebührt Dank, dass Sie unseren Weg begleiten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Lutz, Chief Executive Officer (CEO

Michael Friedmann, Chief Sales Officer (CSO

Dr. Stephan Meeder, Chief Financial Officer (CFO

AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markwart Kunz

Vorsitzender

Braunschweig

Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Thomas Kölbl

Stellvertretender Vorsitzender

Speyer

Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Dr. Hans-Jörg Gebhard

Eppingen

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Dr. Wolfgang Heer

Ludwigshafen am Rhein

Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG

Franz-Josef Möllenberg

Rellingen

Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Norbert Schindler

Bobenheim am Berg

Mitglied des Deutschen Bundestags

Vorstand

Joachim Lutz

Chief Executive Officer (CEO)

Mannheim

Erstbestellung: 4. Mai 2006

Sprecher des Vorstands seit 30. April 2015

Bestellt bis: 3. Mai 2021

Ressorts: Produktion, Business Development, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Investor Relations, Compliance und Personal

Michael Friedmann

Chief Sales Officer (CSO)

Mannheim

Erstbestellung: 30. April 2015

Bestellt bis: 29. April 2020

Ressorts: Beschaffung, Vertrieb und Logistik

Dr. Stephan Meeder

Chief Financial Officer (CFO)

Mannheim

Erstbestellung: 30. April 2015

Bestellt bis: 29. April 2020

Ressorts: Finanzen, Rechnungswesen, Steuern, Controlling, IT und Risikomanagement

STANDORT

Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage, Frankreich

KAPAZITÄT (PRO JAHR)

>100.000 m3 Bioethanol für Kraftstoffanwendungen

90.000 m3 Bioethanol für traditionelle und technische Anwendungen

ROHSTOFF

Rohalkohol

» Ryssen als Teil der CropEnergies-Gruppe bietet mir attraktive Arbeitsmöglichkeiten, direkt hier in meiner Region.«

CHRISTOPHER LABRANCHE

MITARBEITER RYSSEN ALCOOLS SAS, LOON-PLAGE, FRANKREICH

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

CropEnergies kann auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Dank verfügbarer Kapazitätsreserven ist es gelungen, die Produktion von Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln deutlich auszuweiten. Dass für erneuerbare Kraftstoffe wieder eine Prämie auf fossile Treibstoffe bezahlt wird, hat die produktionstechnischen Anstrengungen besonders belohnt. Schauen wir in die Zukunft, so werden derzeit auf EU-Ebene die Weichen für eine nachhaltige Mobilität nach 2020 gestellt. Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorstand darin, den für Aktionäre, Belegschaft und Lieferanten in den letzten Jahren gleichermaßen schwierigen Aufbau einer tragfähigen sauberen und preiswerten heimischen Alternative zu fossilem Öl mutig fortzusetzen. Die erneuerbaren Alternativen zu fossilem Öl werden jedoch nur dann gestärkt, wenn das Erreichte nicht -wie derzeit diskutiert - gefährdet wird. Aufbauend auf der bewährten Wertschöpfungskette - vom nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen über die Gewinnung der einzelnen Rohstoffbestandteile bis zu deren anschließender Veredelung zu klimaschonendem Bioethanol sowie proteinreichen Lebens- und Futtermitteln - bieten sich dann in den Jahren bis 2030 zusätzliche Chancen, die Rohstoffpalette zu erweitern, um das Kernproblem von Treibhausgasemissionen und mangelhafter städtischer Luftqualität umfassender anzugehen.

Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage und den unternehmerischen Perspektiven der CropEnergies-Gruppe befasst und sich dabei eng mit dem Vorstand abgestimmt. Dabei ist der Aufsichtsrat seinen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten, nachgekommen.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Bei allen die CropEnergies-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Unternehmensgruppe einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance unterrichtet. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung von CropEnergies mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorfälle wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über wesentliche Geschäftsvorgänge und die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage. Dabei berichtete der Vorstand auch über die Unternehmenspolitik, die Rentabilität, das Risikomanagement sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die CropEnergies AG und die CropEnergies-Gruppe. Der Aufsichtsratsvorsitzende vertiefte dies in zahlreichen Arbeitsgesprächen mit dem Vorstand.

Aufsichtsratssitzungen und Beschlussfassungen

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2016/17 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen Sitzungen. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten, die Absicherung von Marktpreisrisiken, die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe, der Fortgang der Produktion und der Investitionen sowie die aktuelle Ergebnislage.

Gegenstand der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. Mai 2016 war die Prüfung und Billigung der vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse und Lageberichte 2015/16 der CropEnergies AG und des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete über Schwerpunkte und die Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung 2016. Zudem wurde die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung beschlossen sowie ein Beschluss zur Vorstandsvergütung gefasst.

In der Sitzung am 12. Juli 2016 (vor der Hauptversammlung) wurde die Mittelfristplanung vorgestellt und ein Nachtrag zur Investitionsplanung beschlossen.

In der Sitzung am 16. November 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnishochrechnung für das laufende Geschäftsjahr und den mittelfristigen Zielen der EU-Kommission hinsichtlich Klimaschutz im Verkehrssektor. Zudem wurden ein weiterer Nachtrag zum Investitionsplan und eine redaktionelle Änderung der Satzung beschlossen. Turnusgemäß behandelte der Aufsichtsrat schwerpunktmäßig das Thema Corporate Governance. Er führte die jährliche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit durch und beschloss die Entsprechenserklärung 2016.

In der Sitzung am 25. Januar 2017 wurde die Ergebnishochrechnung des laufenden Geschäftsjahrs 2016/17 vorgestellt und die nunmehr durch die EU-Kommission vorgestellten Entwürfe zur Fortentwicklung des europäischen Biokraftstoffmarkts nach 2020 diskutiert.

An allen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands teilgenommen, in einem Fall durch telefonische Zuschaltung eines Aufsichtsratsmitglieds.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur effizienteren Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs- sowie einen Nominierungsausschuss gebildet.

Der Prüfungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Heer, Prof. Dr. Markwart Kunz und Franz-Josef Möllenberg angehören, tagte im Geschäftsjahr 2016/17 fünfmal, teilweise unter telefonischer Zuschaltung einzelner Mitglieder. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats.

In der Sitzung am 4. Mai 2016 befasste sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der CropEnergies AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Außerdem diskutierte er den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers und prüfte dessen Unabhängigkeit. Aufgrund der im April 2014 verabschiedeten neuen EU-Verordnung zur Abschlussprüferreform (EU-Verordnung 537/2014 vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse) und des im März 2016 durch den Bundestag beschlossenen entsprechenden Gesetzes hatte CropEnergies zuvor eine Pflichtausschreibung der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2016/17 durchgeführt.

In der Sitzung am 4. Juli 2016 erörterte der Prüfungsausschuss den Zwischenbericht zum 1. Quartal 2016/17.

In der Sitzung am 12. Juli 2016 behandelte der Prüfungsausschuss das Angebot des Abschlussprüfers für den Prüfungsauftrag und erteilte den Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2016/17.

In der Sitzung am 11. Oktober 2016 erörterte der Prüfungsausschuss den Halbjahresbericht. Er befasste sich weiter - wie vom Aufsichtsrat beauftragt - mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.

In der Sitzung am 9. Januar 2017 wurde der Zwischenbericht zum 3. Quartal 2016/17 erörtert. Zudem wurden in dieser Sitzung der Katalog und die Anwendungsleitlinien für erlaubte Nicht-Prüfungsleistungen des Wirtschaftsprüfers genehmigt. Dies erfolgte ebenfalls im Zuge der Umsetzung der neuen EU-Verordnung zur Abschlussprüferreform.

In den Sitzungen und Telefonkonferenzen des Prüfungsausschusses waren alle Mitglieder anwesend oder telefonisch zugeschaltet.

Der Nominierungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Herr Thomas Kölbl (Vorsitzender), Herr Dr. Wolfgang Heer (seit der Hauptversammlung am 14. Juli 2015), Herr Prof. Dr. Markwart Kunz sowie Herr Franz-Josef Möllenberg angehören, hatte im Geschäftsjahr 2016/17 keinen Anlass, zusammenzutreten.

Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung.

Effizienzprüfung des Aufsichtsrats

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 16. November 2016. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.

Corporate Governance

Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei CropEnergies einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung 2016 ist der Erklärung zur Unternehmensführung im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 37 - 45 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung.

Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt auch hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der CropEnergies-Gruppe.

Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenkonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden.

Jahresabschluss

Die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2016/17 sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2016/17 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Der Vorstand hat im Hinblick darauf, dass der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mittel- und unmittelbar einschließlich der durch die Südzucker AG gehaltenen rund 69 % der Stimmrechte rund 76 % der Stimmrechte zuzurechnen sind, einen Bericht nach § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 9. Mai 2017 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. Mai 2017 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwände gegen die vorgelegten Abschlüsse. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der CropEnergies AG und den Konzernabschluss der CropEnergies-Gruppe in seiner Sitzung vom 16. Mai 2017; der Jahresabschluss der CropEnergies AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,30 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.

Personalia

Im Aufsichtsrat und im Vorstand gab es im Geschäftsjahr 2016/17 keine Veränderungen.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand spricht der Aufsichtsrat Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

 

Mannheim, 16. Mai 2017

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markwart Kunz, Vorsitzender

AKTIE UND KAPITALMARKT

Kapitalmarktumfeld

Zu Beginn des Berichtszeitraums, am 1. März 2016, starteten DAX® und MDAX® mit 9.717 bzw. 19.816 Punkten. Im Verlauf des Jahres setzte eine Erholung auf den Aktienmärkten ein, insbesondere angetrieben von einer weiterhin expansiven Geldpolitik der Notenbanken. Abflauende Konjunkturängste sowie ein Rohölpreis, der sich von den Tiefstständen wieder erholte, verbesserten die Stimmung auf den Aktienmärkten. Zwischenzeitlich sorgten das Brexit-Votum im Juni 2016 sowie Unsicherheit über Italiens Banken für Turbulenzen auf den Aktienmärkten. Nach der US-Präsidentschaftswahl im November 2016 reagierten vor allem die US-Märkte mit Kursgewinnen. Auch die deutschen Aktienkurse folgten dieser Entwicklung. Der DAX® erreichte am 22. Februar 2017 mit 11.999 Punkten seinen Höchststand im Berichtszeitraum, knapp unter dem Allzeithoch vom Vorjahr. Der MDAX® erreichte am 21. Februar 2017 mit 23.636 Punkten den bis dato höchsten Stand in seiner Geschichte. Am 28. Februar 2017 notierten DAX® und MDAX® bei 11.834 (9.495) respektive 23.379 (19.422) Punkten, was einem Anstieg um 25 bzw. 20 % entspricht.

Kursverlauf der CropEnergies-Aktie

Die CropEnergies-Aktie startete am 1. März 2016 zunächst mit einem Kurs von 3,88 € in das Geschäftsjahr 2016/17 und erreichte am 8. April 2016 mit 3,42 € den Tiefststand innerhalb des Berichtszeitraums. Im Zusammenhang mit dem Abschluss des sehr erfolgreichen Geschäftsjahrs 2015/16, der Ankündigung einer Dividendenzahlung von 0,15 €/Aktie im Mai 2016 sowie der Prognoseanhebung für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 im Juni 2016 erreichte die CropEnergies-Aktie Ende Juni 2016 wieder das Kursniveau von 5 €. Nach einer Seitwärtsbewegung um 5 € bis November 2016 fiel der Kurs unter dem Eindruck fallender Ethanolpreise bis Mitte Dezember 2016 auf rund 4,50 € zurück. Daran schlossen sich für den Rest des Geschäftsjahrs steigende Ethanolpreise an, die am 20. Dezember 2016 und 13. Februar 2017 zu einer weiteren Anhebung der Umsatz- und Ergebnisprognose für 2016/17 Anlass gaben. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs erhöhte sich der Kurs der CropEnergies-Aktie weiter und schloss am 28. Februar 2017 mit 8,28 (29.02.2016: 3,80) €. Insgesamt ergab sich somit - einschließlich der Dividendenzahlung von 0,15 € - eine Wertsteigerung von 122 %.

Entwicklung Aktienkurs der CropEnergies AG

Aktienkurs

(€)

Kursverlauf der CropEnergies-Aktie vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 (Schlusskurse XETRA®)

Langfristige Wertentwicklung

Seit dem Börsengang am 29. September 2006 zu 8 € je Aktie unterlag der Aktienkurs ausgeprägten Schwankungen bis zu einem Tiefstkurs von 2 €/Aktie im Jahr 2008. Ein Anleger, der zum Börsengang 2006 CropEnergies-Aktien für einen Betrag von 10.000 € erwarb und seither alle Dividenden (0,89 €/Aktie) in CropEnergies-Aktien reinvestierte, verfügte am 28. Februar 2017 über CropEnergies-Aktien im Wert von 12.176 €.

Börsennotierung und Aktionärsstruktur

Die Aktie der CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) ist im Regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Darüber hinaus wird das Papier auch im Computerhandel XETRA® sowie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin gehandelt. Unverändert werden rund 69 % der CropEnergies-Aktien von der Südzucker AG und rund 7 % der Aktien von der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gehalten. Weitere meldepflichtige Stimmrechtsmeldungen gab es nicht. Zur Hauptversammlung 2016 lagen CropEnergies-Aktien in über 10.000 vornehmlich privaten Depots.

Hauptversammlung 2016

Die ordentliche Hauptversammlung am 12. Juli 2016 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim besuchten rund 700 Teilnehmer. Die anwesenden Aktionäre vertraten 83 % des Kapitals und interessierten sich neben den Perspektiven des Unternehmes insbesondere für die Entwicklung in Großbritannien, wo CropEnergies die Produktionsanlage in Wilton wieder in Betrieb genommen hatte. Aber auch die politischen Rahmenbedingungen für Bioethanol in der EU, die Einführung von E10 in weiteren Mitgliedsstaaten sowie die Entwicklung der Ethanolpreise wurden ausführlich diskutiert. Alle Beschlussvorschläge der Verwaltung wurden mit einer Mehrheit von über 95 % angenommen.

Dividendenvorschlag 2017

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Juli 2017 die Ausschüttung einer auf 0,30 € pro Aktie erhöhten Dividende vor. An die Aktionäre soll damit ein Betrag von 26,2 Mio. € ausgezahlt werden. Bezogen auf den Schlusskurs am 28. Februar 2017 von 8,28 € entspricht dies einer Dividendenrendite von 3,6 %.

Wert

(€)

Wertentwicklung von 10.000 €, die zum Börsengang am 29. September 2006 in CropEnergies-Aktien unter Wiederanlage der Dividenden angelegt wurden (Schlusskurse XETRA®)

Stammdaten

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CropEnergies AG
ISIN   DE000A0LAUP1
WKN   A0LAUP
Kürzel   CE2
Gattung   Nennwertlose Inhaber-Stammaktien
Sektor   Industriegüter
Subsektor   Erneuerbare Energien
Transparenzlevel   Prime Standard
Marktsegment   Regulierter Markt
Börsenplätze   XETRA®: Frankfurt
    Freiverkehr: Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin
Anzahl der Aktien (Stück) 87.250.000
Grundkapital (€) 87.250.000
Börsenzugelassenes Kapital (€) 87.250.000
Erstnotiz/Börsengang   29. September 2006
Aktionärsstruktur   Südzucker AG (69 %), Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (7 %), Streubesitz (24 %)

Kennzahlen der Aktie

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2016/17 2015/16
Schlusskurs Geschäftsjahresende (€) 8,28 (28.02.2017) 3,80 (29.02.2016)
Höchster Tagesschlusskurs (€) 8,44 (19.02.2017) 6,05 (18.11.2015)
Tiefster Tagesschlusskurs (€) 3,42 (08.04.2016) 2,65 (24.03.2015)
Marktkapitalisierung zum Geschäftsjahresende (Mio. €) 723   332  
Durchschnittlicher Tagesumsatz der Aktie (Stück) 59.907   60.890  
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 (€) 0,79   0,49  
Dividende je Aktie (€) 0,30*   0,15  

* Vorschlag

Quelle: Deutsche Börse AG, XETRA® Daten

Marktkapitalisierung und Börsenumsatz

Zum Bilanzstichtag am 28. Februar 2017 lag der Börsenwert aller CropEnergies-Aktien bei 723 Mio. €. Der Aktienumsatz an allen deutschen Börsenplätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 15 (15) Mio. CropEnergies-Aktien. Dies entspricht einem durchschnittlichen Tagesumsatz von rund 60 (61) Tsd. Aktien.*

Investor Relations

CropEnergies bietet zeitnahe und transparente Informationen insbesondere über die Website www.cropenergies.com. Hier finden Interessenten unter anderem Finanzberichte, Pressemitteilungen und kapitalmarktrechtliche Mitteilungen (z. B. Managers' Transactions und Veröffentlichung von Insiderinformationen nach MAR) sowie den Finanzkalender. Darüber hinaus enthält die Website Präsentationen für den Kapitalmarkt. Ebenfalls abrufbar sind zahlreiche Broschüren der CropEnergies AG, die auf Wunsch auch per E-Mail oder per Post versandt werden.

Im Berichtszeitraum hat CropEnergies auf Analysten- und Kapitalmarktkonferenzen sowie Roadshows den Geschäftsverlauf und die Unternehmensstrategie erläutert. Über die Quartalsergebnisse wurde in Telefonkonferenzen berichtet, deren Aufzeichnungen jeweils auf der Homepage abrufbar sind. Für einen Informationsaustausch steht die Investor Relations-Abteilung auch telefonisch zur Verfügung.

* Quelle: Deutsche Börse Stock Report

Konzernlagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Konzernstruktur

Die CropEnergies-Gruppe verfügt in Europa über mehrere Produktionsanlagen für Neutral- und Kraftstoffethanol sowie für Lebens- und Futtermittel. Die Absatzmärkte liegen größtenteils in Europa. Im Einzelnen hält die CropEnergies AG mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen:

CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz

CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim

BioWanze SA, Brüssel (Belgien)

Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich)

Compagnie Financière de l'Artois SA, Paris (Frankreich)

Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile)

CropEnergies Inc., Houston (USA)

Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der

CT Biocarbonic GmbH, Zeitz.

Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz (Deutschland) eine Anlage zur Produktion von rund 400 Tsd. m3 Bioethanol pro Jahr. Der größte Teil der Produktion findet als erneuerbarer Kraftstoff Verwendung. Bis zu 60 Tsd. m3 davon können auch zu hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität veredelt werden. Darüber hinaus können mehr als 300 Tsd. t des getrockneten Proteinfuttermittels ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie erzeugt werden.

Die CropEnergies Beteiligungs GmbH verfügt als deutsche Zwischenholding über keine eigene Produktion.

Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem flüssigen Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von rund 300 Tsd. m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55 Tsd. t Gluten und mehr als 350 Tsd. t ProtiWanze® hergestellt werden. Einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt BioWanze aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns (Kleie) in einem weltweit einzigartigen Biomassekraftwerk. Daher übertrifft das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol bereits heute die ab dem Jahr 2018 geltenden Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung deutlich.

Die Ensus UK Ltd. verfügt in Wilton (Großbritannien) über eine Anlage mit einer Jahresproduktionskapazität von rund 400 Tsd. m3 Bioethanol und 350 Tsd. t Eiweißfuttermitteln. Zusätzlich können bis zu 250 Tsd. t biogenes CO2 aus der Fermentation an eine Verflüssigungsanlage geliefert werden, die dieses insbesondere für die Lebensmittelindustrie veredelt.

Ryssen Alcools SAS (Ryssen) betreibt in Loon-Plage (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Kapazität von bis zu 90 Tsd. m3 Neutralalkohol pro Jahr zur Verfügung. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt über 100 Tsd. m3 Bioethanol. Darüber hinaus hält Ryssen 100 % der Anteile der Ryssen Chile SpA, die als Distributor den chilenischen Markt mit Neutralalkohol versorgt.

Die Compagnie Financière de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding, die 100 % der Anteile an Ryssen hält.

Die CropEnergies Inc. ist eine Handelsniederlassung mit Sitz in Houston (USA).

Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Sie betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100 Tsd. t verflüssigtem CO2 , das insbesondere in der Lebensmittelindustrie verwendet wird.

Unternehmenssteuerung

Der Vorstand der CropEnergies AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die Vorstandsmitglieder die ihnen zugeordneten Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der CropEnergies AG Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen.

Wertmanagement

Zur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt CropEnergies ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an. Bedeutsame steuerungsrelevante, finanzielle Kennzahlen sind die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse und das operative Ergebnis. Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie um das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen bereinigt. Neben den beiden finanziellen Leistungsindikatoren, Umsatzerlöse und operatives Ergebnis, sind für die CropEnergies-Gruppe derzeit keine weiteren finanziellen und keine nicht finanziellen Leistungsindikatoren steuerungsrelevant.

Finanzmanagement

Das Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung der branchenüblichen Geschäftsrisiken zu angemessenen Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert.

Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt.

Leitlinien und Unternehmensstrategie

Das Ziel der CropEnergies-Gruppe ist es, gemeinsam mit ihren Partnern verantwortungsvoll die Zukunft zu gestalten und bereits heute Lösungen für die gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf einer verantwortungsvollen, effizienten und nutzbringenden Verwendung aller eingesetzten Rohstoffe und ihrer Bestandteile. Die hergestellten Produkte sollen die Lebensqualität der heutigen Generation verbessern und gleichzeitig die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen bewahren. Als führender europäischer Bioethanolhersteller verbindet CropEnergies wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt. Durch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften will das Unternehmen profitabel wachsen, den Unternehmenswert langfristig steigern und die Interessen von Aktionären, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern berücksichtigen.

Das breite Produktportfolio von CropEnergies umfasst dabei Bioethanol, den weltweit bedeutendsten Biokraftstoff, der aus dem Stärke- bzw. Zuckeranteil nachwachsender Rohstoffe gewonnen wird. Als klimaschonender Benzinersatz spart Bioethanol nachweislich Treibhausgase ein, schont die endlichen fossilen Ressourcen und sichert damit die Mobilität in der Zukunft. Aus den verbliebenen Bestandteilen der eingesetzten Rohstoffe stellt CropEnergies proteinreiche Lebens- und Futtermittel her, die zudem wertvolle Ballaststoffe, Fette, Mineralien und Vitamine enthalten. Diese Produkte weisen einen hohen Ernährungswert auf und leisten einen wichtigen Beitrag, den europäischen Importbedarf an pflanzlichen Proteinen, insbesondere Soja aus Nord- und Südamerika, zu mindern. CropEnergies verwertet die eingesetzten Rohstoffe daher vollständig und füllt zeitgleich Teller, Tank und Trog - und wird auf diese Weise der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht.

Die CropEnergies-Gruppe erreicht ihre Ziele durch operative Exzellenz und Innovationen und stützt sich dabei auf die eigenen Kernkompetenzen - die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten und deren Vermarktung. Hilfreich ist dabei das umfangreiche Wissen über die gesamte Wertschöpfungskette von Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln - vom Pflanzenanbau über die Produktion bis hin zu Transport, Vermarktung und Kundenberatung. Mit innovativen Produktionsanlagen setzt CropEnergies Maßstäbe in puncto Technologie, Effizienz und Flexibilität. Ein optimiertes Beschaffungsmanagement und ein europaweit einzigartiges Logistiknetzwerk ergänzen dies. Die Erfahrungen bei Vermarktung und Logistik machen das Unternehmen darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner. Mit Innovationen will sich CropEnergies in den bestehenden Geschäftsfeldern einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, neue Märkte erschließen und Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln. Entscheidend für den Erfolg des Unternehmens sind die Kenntnisse, Erfahrungen, sozialen Kompetenzen, Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiter. Diese Stärken sollen durch Weiterbildung und Förderung der Mitarbeiter auch weiterhin ausgebaut werden.

Chancen, als Unternehmen zu wachsen, werden stets unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen sowie der vorhandenen Kompetenzen genutzt. Die steigende Nachfrage nach Energie und Nahrungsmitteln erfordert eine effiziente Nutzung von Agrarrohstoffen. Dies eröffnet CropEnergies die Chance, auch in Zukunft neue attraktive Geschäftsfelder zu erschließen und profitabel zu wachsen. Einen hohen Stellenwert haben bei allem die transparente Berichterstattung und die offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Der Kontakt zu Anlegern und Kapitalmärkten ist auch für die Finanzierung weiteren Wachstums wichtig.

CropEnergies wirtschaftet nachhaltig für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung und eine lebenswerte Zukunft.

NACHHALTIGKEITSBERICHT

Nachhaltigkeit in der CropEnergies-Gruppe

Bedeutung für das Unternehmen

Kerngeschäft von CropEnergies ist die Erzeugung einer nachhaltigen Alternative zu fossilem Kraftstoff. Die Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe und die gleichzeitige Herstellung wertvoller Lebens- und Futtermittel sind dabei zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für CropEnergies, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. Dies ist die zentrale Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens.

Auch für unsere Kunden gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. In Anbetracht der Forderung nach klimafreundlicheren Kraftstoffen richten Mineralölunternehmen ihren Einkauf von Kraftstoffethanol daher verstärkt an den nachgewiesenen Treibhausgaseinsparungen aus.

Die Kraftstoffethanolherstellung für den EU-Markt muss als nachhaltig zertifiziert sein. Unabhängige, von der EU-Kommission zugelassene Zertifizierungssysteme sind unter anderem für die Überwachung und Kontrolle der kompletten Wertschöpfungskette zuständig. Diese garantieren einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Anbau der Biomasse über die Herstellung der Endprodukte bis zu deren Auslieferung. CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen aber nicht nur erfüllen, sondern übertreffen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie von CropEnergies

CropEnergies richtet das Handeln entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Agrarrohstoff bis zum fertigen Produkt, im Sinne der Nachhaltigkeit aus.

Besondere Beachtung finden dabei vor allem die folgenden Aspekte:

Ressourcenschonender Umgang bei der sorgfältigen Auswahl der Agrarerzeugnisse

Vollständige Verwertung der verwendeten Agrarrohstoffe durch bestmögliche Nutzung der Bestandteile

Kontinuierliche Verbesserung der Produktionstechnologien hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen und Energieeffizienz

Effizientes Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement

Beachtung der Interessen aller für CropEnergies wesentlichen Interessengruppen (Stakeholder)

Langfristige Partnerschaften z. B. mit Rohstofflieferanten und Kunden

Die Stakeholder der CropEnergies-Gruppe

Zu den Interessengruppen von CropEnergies gehören Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Aktionäre, Finanzinstitutionen sowie Gesellschaft und Öffentlichkeit.

Mit diesen Interessengruppen steht CropEnergies gemäß den jeweils unterschiedlichen Interessen im Dialog.

Wesentliche Handlungsfelder

CropEnergies setzt den Fokus auf folgende Handlungsfelder:

Beschaffung von Agrarrohstoffen

Umwelt- und Energieaspekte in der Produktion

Produktverantwortung, Qualität und Sicherheit

Gesellschaftliche Verantwortung

Arbeitsbedingungen und Menschenrechte

Beschaffung von Agrarrohstoffen

Die Nachhaltigkeitsaktivitäten von CropEnergies beginnen bereits auf den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen, insbesondere bei der Sicherstellung und Dokumentation der nachhaltigen Beschaffung von Agrarrohstoffen. CropEnergies verwendet ausschließlich Agrarrohstoffe europäischer Herkunft, die zum Großteil standortnah bezogen werden. Entsprechend kurz sind die Transportwege, sodass die Umweltbelastung gering bleibt.

Alle Rohstofflieferanten in der EU erfüllen die für landwirtschaftliche Erzeugung geltenden Grundsätze der Cross Compliance mit den entsprechenden Auflagen für die Landwirtschaft, welche einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten. Die Nachhaltigkeitsanforderungen für Rohstoffe zur Herstellung von Biokraftstoffen gehen noch über die Vorgaben der Cross Compliance hinaus. Sie stellen sicher, dass vom Anbau der Biomasse bis zur Bioenergiegewinnung und -nutzung deutliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen erzielt werden. Auch dürfen die Rohstoffe nicht auf schützenswerten Flächen wie Primärwäldern (z. B. Regenwald) angebaut werden oder auf Flächen, die zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet werden. Um dies zu gewährleisten, werden alle an der Herstellung beteiligten Schnittstellen regelmäßig von unabhängigen und anerkannten Gutachtern auditiert und nach von der EU anerkannten Zertifizierungssystemen (z. B. REDcert EU, ISCC EU oder 2BSvs) zertifiziert. Die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien ist in den Verträgen mit den Rohstofflieferanten verankert.

Umwelt- und Energieaspekte in der Produktion

Grundsätze der Produktion

Bei der Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln ist es das Ziel von CropEnergies, unter Beachtung höchster Qualitätsstandards den Ressourcenbedarf, den Energieeinsatz und mögliche Umweltauswirkungen zu minimieren.

Dies bedeutet, dass über die gesetzlichen Anforderungen hinaus Anlagekonzeptionen und Produktionsprozesse (einschließlich zugehöriger Lieferketten) bezüglich ihrer Umweltauswirkungen und ihrer Energieeffizienz kontinuierlich überprüft, bewertet und optimiert werden.

In der Produktion werden innovative Herstellungsverfahren entwickelt und eingesetzt. Ein weiterer Vorteil ist die Einbindung in Verbundstandorte der Südzucker-Gruppe. So wird beispielsweise in Zeitz in insgesamt fünf Produktionsanlagen aus Zuckerrüben und Getreide ein Produktportfolio hergestellt, das Zucker, Glukose, Gluten, Kleie, Kraftstoffethanol, Neutralalkohol, DDGS und biogenes Kohlendioxid beinhaltet.

Alle Bioethanolanlagen von CropEnergies sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon-Plage sind nach REDcert EU zertifiziert. Zusätzlich ist Loon-Plage nach 2BSvs zertifiziert. Die Anlage in Wilton hat ein eigenes, von der EU-Kommission anerkanntes Zertifizierungssystem und hält zudem ein ISCC EU Zertifikat. Die Zertifizierungen der Bioethanolanlagen müssen jährlich bestätigt werden.

Mit den Zertifizierungen weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllt. Diese gibt unter anderem vor, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 % (ab 2018: 50 %) an Treibhausgasemissionen eingespart werden müssen. Das von CropEnergies hergestellte Bioethanol übertrifft bereits heute deutlich sowohl die aktuellen als auch die ab 2018 geltenden Anforderungen an eine nachhaltige Produktion von Biokraftstoffen.

CropEnergies geht bei der Schonung der Ressourcen noch einen Schritt weiter: Dank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nicht nur vollständig verarbeitet, sondern die einzelnen Rohstoffbestandteile werden bestmöglich zu hochwertigen Produkten veredelt. Aus dem Stärke- bzw. Zuckeranteil nachwachsender Rohstoffe stellt CropEnergies mit Bioethanol einen klimaschonenden Benzinersatz her, der nachweislich Treibhausgase einspart und endliche fossile Ressourcen schont. Aus den verbliebenen Bestandteilen der eingesetzten Rohstoffe stellt CropEnergies proteinreiche Lebens- und Futtermittel her, die zudem wertvolle Ballaststoffe, Fette, Mineralien und Vitamine enthalten. Diese Produkte weisen einen hohen Nährwert auf und leisten einen wichtigen Beitrag, den europäischen Importbedarf an pflanzlichen Proteinen, insbesondere Soja aus Nord- und Südamerika, zu mindern. CropEnergies verwertet die eingesetzten Rohstoffe daher vollständig und füllt zeitgleich Teller, Tank und Trog - und wird auf diese Weise der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Infolgedessen bleiben auch kaum Abfälle übrig.

Untersuchungen zeigen, dass die Herstellung von europäischem Bioethanol aus heimischem Futtergetreide und Industrierüben keine nennenswerten Auswirkungen auf den weltweiten Bedarf an Agrarflächen hat. Im Gegenteil bringt jeder Hektar, der in Europa in typischer Fruchtfolge bewirtschaftet wird, nicht nur Rohstoffe zur Erzeugung von 4.000 l Bioethanol, sondern auch über 4.000 kg Futtermittel hervor. Hierfür würde in Südamerika die 1,9-fache Fläche für den Anbau von Zuckerrohr und Sojabohnen beansprucht werden. Bioethanol aus EU-Erzeugung mindert daher die Flächennutzung in anderen Regionen.

In Zeitz und in Wilton wird ein weiteres bei der Bioethanolproduktion anfallendes Produkt insbesondere für den Lebensmittelmarkt veredelt: Das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid wird hier in speziellen Anlagen gereinigt, verflüssigt und ersetzt beispielsweise in der Getränkeherstellung Kohlendioxid fossilen Ursprungs.

Energie und Emissionen

Zentrale Bausteine des betrieblichen Umweltschutzes von CropEnergies sind effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen. So führen z. B. die hocheffiziente KraftWärme-Kopplung und die mehrfache Energienutzung zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Damit wird der Brennstoffbedarf reduziert und gleichzeitig werden die Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen gesenkt. Dies verringert nicht nur die Kosten, sondern verbessert auch die Nachhaltigkeit der hergestellten Produkte.

Viele Einzelmaßnahmen in den Produktionsanlagen tragen zu einer insgesamt spürbar verbesserten Umweltbilanz der Produktion bei. Während des Anlagenstillstands in Wilton wurden beispielsweise umfangreiche Umbaumaßnahmen zur Wärmerückgewinnung durchgeführt und damit der Bedarf an Primärdampf erkennbar reduziert. Zu einer umweltbewussten Produktion gehört auch ein wirkungsvoller Lärmschutz, der in Wanze zum Beispiel durch Errichtung einer 10 m hohen Lärmschutzwand am Glutengebäude zum Ausdruck kommt. Mit dieser Maßnahme soll möglichen Lärmemissionen aufgrund der Erhöhung der Glutenproduktion bereits im Vorfeld Rechnung getragen werden. Die Anforderungen aus der Richtlinie zur Energieeffizienz (EED) wurden an allen Produktionsstandorten sowie in der Hauptverwaltung umgesetzt. In Zeitz wurde eine Zertifizierung gemäß ISO 50001 und in Loon-Plage sowie Wilton eine Auditierung nach ESOS (Energy Savings Opportunity Scheme) durchgeführt. BioWanze nimmt an einem freiwilligen branchenspezifischen Abkommen zur Verbesserung der Energieeffizienz teil ("accord de branche"). Die CropEnergies AG in Mannheim hat das Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 erfolgreich ausgeführt.

Energieeinsatz

(Energieeinsatz in GJ je Tonne Haupt- und Nebenprodukte)

Der spezifische Energieeinsatz hängt neben der Prozessführung und den angewandten Technologien unter anderem auch von der Art und der Qualität der eingesetzten Rohstoffe ab. Aufgrund der Flexibilität der Anlagen ist CropEnergies in der Lage, den Rohstoffeinsatz an die jeweiligen Marktbedingungen anzupassen. Die Qualität und Verfügbarkeit von Agrarrohstoffen wird dabei nicht zuletzt von den jeweils herrschenden Witterungs- und damit Aufwuchsbedingungen bestimmt.

Der Anteil an eingesetzten erneuerbaren Energieträgern liegt bei rund 25 %. In Wanze wird in einem Biomassekraftwerk ein Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie aus den Schalen des angelieferten Weizenskorns, der Kleie, gewonnen. In Zeitz wird das in der Abwasseranlage entstehende Biomethan in einem Blockheizkraftwerk zu elektrischer und thermischer Energie umgewandelt und damit der Bedarf an fossilen Brennstoffen reduziert.

Die Menge von CO2 -Emissionen ist sowohl vom Gesamtenergiebedarf als auch vom eingesetzten Brennstoffmix abhängig. Aufgrund von Strom- und Dampfexporten ist ein Teil der Emissionen Dritten zuzuordnen.

Emissionen aus direktem und indirektem Energieeinsatz

(Kilogramm CO2 äq je Tonne Haupt- und Nebenprodukte)

Wasser und Abwasser

Die Nutzung und Ableitung von Wasser erfolgt an allen Standorten auf nachhaltige Art und Weise. Die Produktionsanlagen von CropEnergies zeichnen sich dadurch aus, dass der erforderliche Frischwasserbedarf durch Kreislaufführung und damit mehrfache Nutzung des eingesetzten Wassers auf ein Minimum reduziert wird.

Wasserentnahme/Abwasser

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m3/t1 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17
Wasserentnahme 4,2 3,7 4,0 3,1
Abwasser 2,6 2,3 2,6 3,1

1 Haupt- und Nebenprodukte

Sofern Abwasser anfällt, stellen werkseigene Kläranlagen eine umweltgerechte Aufbereitung der Abwässer und damit die Einhaltung der jeweils gültigen Grenzwerte sicher. Das gereinigte und den jeweils geltenden Umweltstandards entsprechende Wasser wird in die benachbarten Flüsse zurückgeführt.

Abfall

Dank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe nahezu vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet, sodass Abfälle nur in sehr geringem Umfang anfallen. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht der Ethanolherstellung dienen, werden zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln veredelt.

Abfälle

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Tsd. t 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17
Recycling 85,1 73,5 67,4 68,8
Kompostierung 7,4 8,5 9,2 7,8
Deponierung 0,0 0,0 1,0 1,5
Energetische Verwertung 0,7 0,5 0,4 0,4
Übrige 0,4 0,5 1,0 0,5
Gesamt 93,6 83,0 79,0 79,0

Der überwiegende Teil der Abfälle, nämlich 97 %, wird recycelt, kompostiert oder energetisch verwendet. Bei weniger als 0,2 % der Abfälle handelt es sich um gefährliche Abfälle. Diese bestehen überwiegend aus verbrauchten Schmierstoffen aus der Produktion sowie Reinigungschemikalien.

Produktverantwortung, Qualität und Sicherheit

CropEnergies misst der Herstellung sicherer und qualitativ hochwertiger Produkte eine zentrale Bedeutung zu und ist sich der damit einhergehenden Verantwortung bewusst. Daher wurde ein Qualitätsmanagementsystem implementiert, das für alle Stufen der Produktion eine strukturierte und effektive Vorgehensweise regelt.

Qualitätsmanagement und Produktsicherheit

Das Qualitätsmanagementsystem definiert Maßnahmen, die sicherstellen, dass alle Produkte den gesetzlichen Vorgaben sowie den Anforderungen der Kunden entsprechen. Ein zentrales Element des CropEnergies-Qualitätsmanagements ist das HACCP-Konzept. Mittels einer strukturierten Gefahrenanalyse wird jeder einzelne Produktionsschritt bei der Herstellung von Lebensmitteln hinsichtlich potenzieller Gefahren für die Gesundheit der Konsumenten bzw. bei der Herstellung von Futtermitteln für die Tiergesundheit überprüft und gegebenenfalls werden sofort entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Weitere wesentliche Elemente des Qualitätsmanagements stellen langfristige Lieferantenbeziehungen, qualifizierte Mitarbeiter, sichere Produktionsverfahren und die enge Abstimmung mit den Kunden dar.

Für ein gemeinsames Verständnis in Bezug auf die Beschaffenheit der Produkte dienen die Endproduktspezifikationen. In das System eingebunden ist auch die Analyse von Reklamationen als zusätzliche Informationsbasis für die ständige Verbesserung von Prozessen und Produkten.

Die Prozesse und Anforderungen rund um produktberührte Anlagenteile wurden bereits 2015 neu definiert. Die hieraus resultierenden Referenzdokumente sind konzernweit einheitlich und stehen für jeden Produktionsstandort in der jeweiligen Landessprache elektronisch zur Verfügung.

Zertifizierungen

Die Kunden messen der Überprüfung von Sicherheit und Gesetzeskonformität der Produkte durch externe Zertifizierungsorganisationen eine große Bedeutung zu. Entsprechend orientieren sich unsere Produktionsprozesse an international anerkannten Standards mit umfangreichen Anforderungen und standardisierten Bewertungsverfahren, z. B. ISO 9001, RED-cert (Biokraftstoffe), IFS Food (Lebensmittel), GMP+ (Futtermittel). Für einzelne Produktgruppen verfügen verschiedene Produktionsstandorte darüber hinaus - entsprechend besonderen Kundenanforderungen - über weitere spezifische Zertifikate wie z. B. Koscher oder Halal.

Gesellschaftliche Verantwortung

Ökonomische Nachhaltigkeit und Verantwortung für den ländlichen Raum

Das Ziel von CropEnergies ist es, durch nachhaltiges Wirtschaften Werte zu schaffen. Ein wertorientiertes, profitables Wachstum bildet dabei die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions- und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und nachhaltiger Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte. Von einem solchen Wachstum und ökonomischer Nachhaltigkeit profitiert auch die regionale Wirtschaft. Alle Produktionsstandorte befinden sich im ländlichen Raum und damit in unmittelbarer Nähe zur Rohstofferzeugung. Dort leisten sie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Schaffung langfristiger und qualifizierter Arbeitsplätze, sondern tragen auch zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft, insbesondere der landwirtschaftlichen Betriebe, bei.

Dies bestätigt auch eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, Darmstadt, in der die wirtschaftliche Bedeutung der Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze untersucht und quantifiziert wurde. Neben der Bruttowertschöpfung und dem Einkommen wurden dabei auch Beschäftigungs- und fiskalische Effekte, die mit der Geschäftstätigkeit der Bioethanolanlagen verbunden sind und die sich insbesondere in ländlichen Räumen niederschlagen, ermittelt.

WifOR quantifiziert diesen sogenannten ökonomischen Fußabdruck* wie folgt: CropEnergies in Zeitz und Wanze generierten demnach zusammen eine direkte Bruttowertschöpfung von 110 Mio. €. Einschließlich indirekter und induzierter Wertschöpfungseffekte, die von CropEnergies zum Beispiel durch Investitionen, Auftragsvergaben zur Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Schaffung von Einkommen in anderen Wirtschaftsbereichen angestoßen wurden, lag der Wert bei rund 550 Mio. €. Bezogen auf die Bioethanolproduktion an beiden Standorten geht somit die Erzeugung eines Liters Bioethanols mit der Schaffung von Waren und Dienstleistungen im Wert von über 70 Cent in Europa einher.

Die gesamten Beschäftigungseffekte (direkte und indirekte) summierten sich auf rund 11.450 Arbeitsplätze. Der Beschäftigungsmultiplikator lag bei 48,5 - auf jeden Arbeitsplatz bei CropEnergies kamen demnach fast fünfzig Arbeitsplätze in anderen Unternehmen. Dieser weit überdurchschnittliche Wert ist insbesondere auf die enge Verflechtung mit der einheimischen Landwirtschaft zurückzuführen. Im Gegensatz hierzu trägt die europäische Mineralölwirtschaft mit einem Beschäftigungsmultiplikator von lediglich 12,9 aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohölimporten aus Drittstaaten weitaus weniger zur Beschäftigung in der EU bei. Die Arbeitnehmerentgelte beliefen sich auf 18 Mio. €. Je Arbeitnehmer waren die Arbeitnehmerentgelte bei CropEnergies damit mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittlichen Entgelte des verarbeitenden Gewerbes in der EU.

* Der ökonomische Fußabdruck bildet Unternehmen in Kategorien der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) ab.

Logistik bei Beschaffung und Distribution

Eine Voraussetzung für einen reibungslosen Betrieb der Anlagen ist eine effiziente Warenbewegung. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringert CropEnergies die Umweltbelastungen aus dem Transport der Rohstoffe und Endprodukte auf ein Minimum.

Die Lage der Bioethanolanlagen von CropEnergies ist auf die Reduzierung von Emissionen ausgerichtet. Daher liegen die Produktionsanlagen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete, an Wasserwegen und Bahntrassen. Die Anlagen in Wanze und Zeitz befinden sich zudem in unmittelbarer Nähe zu Zuckerfabriken der Südzucker-Gruppe. Dies verkürzt die Transportwege oder ermöglicht eine umweltschonende Belieferung zum Großteil per Schiff, Bahn oder Pipeline. In Wanze werden beispielsweise ca. 70 % der eingesetzten Rohstoffe per Schiff angeliefert.

Auch vertriebsseitig spielt die Optimierung der Distributionslogistik zum Endkunden eine immer wichtigere Rolle für Wettbewerbsfähigkeit und Ökologie. Die Belieferung der Endkunden erfolgt daher ebenfalls zu einem großen Teil klimaschonend per Schiff oder Bahn.

Arbeitsbedingungen und Menschenrechte

Nachhaltiges Wirtschaften erstreckt sich nach dem unternehmerischen Selbstverständnis von CropEnergies auch auf die soziale Ebene. Mitarbeiter aller Hierarchieebenen bekennen sich dabei zu ihrer sozialen Verantwortung. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe erfüllt CropEnergies die Vorgaben eines international tätigen Konzerns. Hohe Standards gelten auch in den Bereichen der Menschenrechte, Aus- und Weiterbildung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen sowie beim Verhältnis zu den Sozialpartnern.

Darüber hinaus strebt CropEnergies ein bestmögliches Maß an Sicherheit in den Produktionsanlagen an, um die Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu gewährleisten.

Verhaltenskodex

Der Verhaltenskodex von CropEnergies ist im Kapitel "Corporate Governance-Bericht", Unterpunkt "Compliance-Unternehmensgrundsätze" vollständig wiedergegeben. CropEnergies verpflichtet sich, die Geschäftstätigkeit auf ethische, legale und verantwortungsvolle Art und Weise auszuüben. Gleichzeitig erwartet CropEnergies von Lieferanten bzw. Vertragspartnern, dass auch diese sich gemäß den in diesen Richtlinien dargelegten Vorgaben verhalten. Neben den allgemeingültigen Compliance-Unternehmensgrundsätzen hat CropEnergies diese um spezifische interne Regelungen ergänzt, z. B. in Bezug auf das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit oder die Freiheit zu Versammlungen und Kollektivvertragsverhandlungen.

Arbeitssicherheit

Unverzichtbar für den nachhaltigen Erfolg der CropEnergies-Gruppe ist der hohe Stellenwert, den Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einnehmen. So ist die Anzahl der Unfallereignisse vergleichsweise niedrig und die unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten befinden sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Erreicht wurde dieser Erfolg durch die Mitwirkung sowohl der Mitarbeiter als auch der Führungskräfte.

Die Maßnahmen in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz basieren auf einem Arbeitsschutzmanagementsystem, das die Vorgehensweisen bei der Gefährdungsermittlung, der Unfalluntersuchung und der Unterweisung definiert sowie Verantwortlichkeiten festlegt. Instrumente zur Kommunikation von Arbeitsschutzzielen, Verbesserungsvorschlägen und Arbeitsschutzmaßnahmen wurden etabliert.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Unterweisung der Mitarbeiter ein. Dabei geht es nicht nur um die gesetzlich vorgeschriebenen wiederkehrenden Schulungen, sondern vor allem darum, das Thema Arbeitsschutz ständig im Gespräch und damit im Bewusstsein zu halten. Dafür erhalten die Mitarbeiter beispielsweise jeden Monat Unterlagen zu einem Schwerpunktthema oder werden an den Standorten zu Aktionstagen zum Arbeitsschutz eingeladen.

Risiken und Gefahren im Arbeitsschutz und in der Anlagensicherheit werden regelmäßig ermittelt, und ihnen wird entgegengewirkt. Ziele zur kontinuierlichen Verbesserung sowie daraus abgeleitete Maßnahmen werden systematisch überprüft, und die Effektivität der umgesetzten Maßnahmen wird regelmäßig bewertet.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Überblick

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte der CropEnergies AG werden in enger Abstimmung durch die Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und Service (ZAFES) der Südzucker AG durchgeführt. Die Aufgaben und Projekte betreffen die gesamte Wertschöpfungskette, von qualitätsrelevanten Fragestellungen zu Agrarrohstoffen über die Optimierungen der Prozesstechnologie zur Gewinnung von Bioethanol und Nebenprodukten bis hin zur Mitarbeit in Normungsgremien für neue, innovative und nachhaltige Kraftstoffe.

Der Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016/17 lag darauf, alle Produktionsstandorte technologisch zu unterstützen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen. Besonders im Fokus standen die Erhöhung der Alkoholausbeute, die Optimierung der Prozessstabilität durch Verwendung neuer Enzyme und Hefen sowie die Erarbeitung weiterer Maßnahmen zur Reduzierung des spezifischen Primärenergiebedarfs, um die Treibhausgasbilanz des erzeugten Bioethanols weiter zu verbessern.

Bei Neutralalkohol standen technologische Aspekte und Fragestellungen zur Produktqualität im Mittelpunkt. Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Produktsicherheit bildeten bei Lebens- und Futtermitteln einen Schwerpunkt. Hinzu kamen Anpassungen von Spezifikationen und Kundeninformationen.

Neue Technologien wurden in Kooperation mit Universitäten im Rahmen öffentlich geförderter Projekte weiterentwickelt. Die Ziele dieser Projekte sind sehr breit gefächert und reichen von der Gewinnung neuer Produkte für Lebens- und Futtermittelmärkte aus anfallenden Stoffströmen über die Verwendung von hochreinem CO2 aus der Fermentation zur Herstellung biobasierter Chemikalien bis hin zum Einsatz von Bioethanol als Synthesebaustein für Produkte außerhalb des Kraftstoffsektors.

Im Geschäftsjahr 2016/17 wendete CropEnergies für Forschungs-, Entwicklungs- und Servicedienstleistungen insgesamt 1,3 (1,6) Mio. € auf.

Optimierung von Rohstoffverarbeitung und Fermentationsprozess

Ein wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeiten ist die kontinuierliche Prüfung neuer Enzyme und Hefen auf ihre Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Ziel ist es, die Bioethanolausbeuten aus den eingesetzten Rohstoffen zu optimieren.

In einem Forschungsprojekt mit einem industriellen Partner wurden erste Prototypen neuer, nicht gentechnisch veränderter Hefen im Labormaßstab getestet. Erste Ergebnisse zeigen positive Auswirkungen auf die Bioethanolausbeute sowie auf den Energie- und Enzymeinsatz. Ferner sollen die Auswirkungen bei der Variation der Rohstoffzusammensetzung untersucht werden.

Neben der Untersuchung spezifischer Enzyme wurde ein Forschungsprogramm gestartet, um den Stärkeaufschluss weiter zu verbessern, das bereits erste Erfolge im Hinblick auf die Bioethanolkonzentration und den Enzymeinsatz erzielte. Weiterhin wurden verschiedene neue Aufschlusstechnologien geprüft, die in Vorversuchen vielversprechende Resultate zeigten. Neben diesen Vorteilen wird durch den Einsatz dieser Technologien auch die Energiebilanz verbessert. Als Ergebnis der umfangreichen Untersuchungen wird im Geschäftsjahr 2017/18 mit der Integration einer neuen Aufschlusstechnologie in die Produktion begonnen.

Optimierung von Produktionsanlagen

Durch weitere technische und technologische Maßnahmen konnte der spezifische Energieverbrauch an allen CropEnergies-Standorten weiter gesenkt werden.

In Wanze wurden die Trocknungskapazitäten für Bioethanol durch Optimierungsmaßnahmen erheblich gesteigert. Auch in der Glutentrocknung führten Verbesserungen zu einer höheren Produktqualität des Weizenproteins.

In Wilton wurden während der Stillstandsphase Verbesserungen in allen Anlagenteilen umgesetzt. So wurden zum Beispiel der Stärkeaufschluss und die energetische Verschaltung verbessert. Seit erfolgter Wiederinbetriebnahme zeichnet sich die Anlage durch eine deutlich verbesserte Prozessstabilität und einen geringeren spezifischen Primärenergieverbrauch aus.

Service für die Neutralalkoholanlage

Beim Produktionsprozess von Neutralalkohol sind der Rohstoff sowie die Reinheit des Endprodukts von besonderer Bedeutung. Für die Verwendung in Lebensmitteln oder in Produkten der Pharma- und Kosmetikindustrie sind weitere entscheidende Qualitätsparameter die Geruchs- und Geschmacksneutralität des Alkohols. Die Etablierung und Verbesserung von analytischen Methoden, sensorischen Prüfungen und definierten Überwachungsprogrammen garantieren den Kunden den hohen Qualitätsstandard für den erzeugten Neutralalkohol.

Qualitätsmanagement für Lebens- und Futtermittel

Für alle Lebens- und Futtermittelprodukte von CropEnergies werden die Sicherheitskonzepte (HACCP) und erzeugten Qualitäten regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die erhobenen analytischen Daten werden hierzu ausgewertet und in Qualitätsberichten zusammengefasst. Durch die Harmonisierung der analytischen Methoden in den Betriebslaboren der CropEnergies-Gruppe ist eine hohe Vergleichbarkeit der Ergebnisse zur Qualitätsbewertung der Lebens- und Futtermittel gewährleistet. Basis des hohen Qualitätsstandards dieser Produkte sind einheitliche Prüfpläne, die zentrale Vorgabe von Analysemethoden, regelmäßige Schulungen der Labormitarbeiter sowie interne Laboraudits.

Normungsarbeiten für Bioethanol

CropEnergies ist sowohl auf europäischer Ebene im Europäischen Komitee für Standardisierung (CEN) als auch auf deutscher Ebene im Deutschen Institut für Industrienormung e. V. (DIN) in die Normung von Bioethanol, Ottokraftstoffen und Kraftstoffmischungen aktiv eingebunden. Im Geschäftsjahr 2016/17 untersuchte CropEnergies weiterhin die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Bioethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% in verschiedenen Studien mit europäischen Experten weiter. Die unter härtesten Einsatzbedingungen bei Langstreckenrennen durchgeführten Praxistests verliefen ausgesprochen erfolgreich. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Normung zukünftiger Kraftstoffe mit einem Bioethanolgehalt von mehr als 10 Vol.-% ein.

Neue Produkt- und Produktionskonzepte für Bioethanol

CropEnergies setzt auf die Anwendung innovativer Prozesse und Technologien, um weitere nutzbare Produkte aus den Stoffströmen zu gewinnen und die Wertschöpfungskette zu erweitern. Dafür betreibt die CropEnergies-Gruppe ihre Produktionsanlagen als integrierte Bioraffinerien. Im Fokus stehen dabei die Nachhaltigkeit und die Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Hierzu gehören vor allem Konzepte für gekoppelte Nutzungspfade für die energetische und stoffliche Nutzung von Nebenströmen der Bioethanolproduktion, die sowohl in eigenen als auch in öffentlich geförderten Projekten verfolgt werden.

In dem EU-Projekt "PROMINENT" wird die effiziente Nutzung von proteinhaltigen Nebenströmen der Bioethanolproduktion untersucht. Im Rahmen der Gemeinsamen Technologieinitiative Bio-based Industries (BBI) werden im Projektkonsortium mit europäischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft Herstellungsverfahren neuer Proteinprodukte für Lebensmittelanwendungen konzipiert.

In der ersten Phase konnten erfolgversprechende proteinhaltige Prozessteilströme auf Weizenbasis identifiziert und die Potenziale innovativer Prozesstechnologien aufgezeigt werden. Die dabei isolierten Proteinprodukte stellen eine vielversprechende Alternative zu tierischen Proteinen dar. Mit diesen neuartigen Konzepten können somit wertvolle pflanzliche Proteine für eine nachhaltige, gesunde Ernährung bereitgestellt und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit bestehender Anlagen verbessert werden.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt "ZeroCarb FP", das im Rahmen der "Innovationsallianz Industrielle Biotechnologie" initiiert wurde, verfolgt u. a. die stoffliche Nutzung von hochreinem Kohlendioxid aus der Bioethanolfermentation. Im Fokus steht die Entwicklung eines Kultivierungsverfahrens für einen Mikroorganismus, der CO2 bindet und chemische Zwischenprodukte liefert. Die auf diese Weise gewonnenen "Biobased Chemicals" können als Alternative zu petrochemischen Produkten eingesetzt werden. In der ersten Phase konnte ein biotechnologisches Verfahren entwickelt werden, das vielversprechende Ergebnisse lieferte. Diese Laborergebnisse sollen nun in einer größeren Anlage verifiziert werden.

Bioethanol als Chemierohstoff

CropEnergies verfolgt im Rahmen der Bioethanolfolgechemie weiterhin Konzepte zur Gewinnung von C4-Bausteinen als Rohstoffe für die chemische Industrie. Die Forschungsarbeiten im Rahmen eines öffentlich geförderten Projekts fokussieren sich auf die chemisch-katalytische Umwandlung von Bioethanol zu Butanol. Nachdem in der ersten geförderten Projektphase geeignete Katalysatoren identifiziert werden konnten, wird in dem aktuellen Projektabschnitt eine Pilotanlage für ein kontinuierliches Verfahren errichtet, um die Reaktionsführung und Ausbeute weiter zu optimieren.

MITARBEITER

Insgesamt waren bei der CropEnergies-Gruppe zum 28. Februar 2017 412 (416) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter* beschäftigt (ausgedrückt als Vollzeitäquivalente).

Bei der Betrachtung der Beschäftigung nach Regionen sind keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr festzustellen. Weiterhin sind rund 40 % der Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. Die restlichen 60 % verteilen sich auf die ausländischen Standorte im Wesentlichen in Belgien, Frankreich und Großbritannien.

* Im Folgenden wird der Begriff Mitarbeiter für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verwendet.

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)

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2016/17 2015/16
Zahl der Mitarbeiter nach Regionen    
Deutschland 165 164
Übrige EU-Länder 240 245
Übriges Ausland 7 7
  412 416
Zahl der Mitarbeiter nach Kategorien    
Lohnempfänger 198 198
Gehaltsempfänger 214 218
  412 416

Beschäftigungsverhältnisse und Frauenanteil

Rund 91 % der Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe sind unbefristet angestellt, lediglich 9 % stehen in einem befristeten Arbeitsverhältnis. Das Geschlecht spielt bei der Einstellung und der Entwicklung der Mitarbeiter keine Rolle. Zwar bewegt sich CropEnergies in einem sehr technikorientierten Umfeld, in dem der Anteil an weiblichen Mitarbeitern und Bewerbern immer noch verhältnismäßig niedrig ist, trotzdem lag der Anteil der Frauen an der Stammbelegschaft Ende des Geschäftsjahrs 2016/17 bei 21,8 %.

Aus- und Weiterbildung

Der Erfolg und die Entwicklung eines Unternehmens hängen maßgeblich von seinen Mitarbeitern ab. Sie sind die Grundlage dafür, dass CropEnergies heute der führende Bioethanolhersteller in Europa ist. Nicht nur deshalb nimmt ihre Qualifizierung und Weiterbildung für CropEnergies einen hohen Stellenwert ein. Als Mitglied eines international tätigen Konzerns haben die Mitarbeiter von CropEnergies die Möglichkeit, an den Ausbildungs- und Qualifizierungsprogrammen der Südzucker-Gruppe teilzunehmen. Dies umfasst beispielsweise die berufliche Entwicklung junger Menschen, die innerhalb der Südzucker-Gruppe verschiedene Ausbildungsberufe erlernen oder ein Trainee-Programm durchlaufen. Zudem nehmen Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe an länder- und funktionsübergreifendem Austausch innerhalb der Südzucker-Gruppe teil. So gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Kooperation, im Rahmen derer gewerbliche Mitarbeiter der Südzucker-Gruppe Kollegen in der Bioethanolanlage in Wilton bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten unterstützten.

Mitarbeiter wurden weiterhin in verschiedenen internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen für die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen in der heutigen Arbeitswelt qualifiziert. Diese wurden im Rahmen von Veranstaltungen der Südzucker-Gruppe durchgeführt oder waren speziell auf CropEnergies zugeschnitten, beispielsweise für die Bereiche Vertrieb und Einkauf.

Um das Management der CropEnergies-Gruppe stärker miteinander zu vernetzen und die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu diskutieren, fand im Geschäftsjahr 2016/17 erneut eine mehrtägige Veranstaltung der Führungskräfte der CropEnergies-Gruppe statt. Dabei wurden Wissen und Erfahrungen der einzelnen Standorte ausgetauscht und es wurde intensiv über die zukünftige Entwicklung der CropEnergies-Gruppe diskutiert.

Betriebliches Vorschlagswesen

Im Geschäftsjahr 2016/17 beteiligten sich zahlreiche Mitarbeiter am betrieblichen Vorschlagswesen. Über 90 % der Verbesserungsvorschläge wurden dabei mit einer Prämie belohnt. Mit den eingereichten Vorschlägen zeigten die Mitarbeiter ein über das Tagesgeschäft hinausreichendes Engagement für das Unternehmen.

Arbeitssicherheit

In allen Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe haben Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einen hohen Stellenwert. Die Maßnahmen zur Reduzierung von Unfällen und zur Vermeidung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen an den Arbeitsplätzen entsprechen den hohen Standards eines international tätigen Unternehmens. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind Bestandteile des Managementsystems und tragen wesentlich zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei.

In die ständige Verbesserung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden alle Mitarbeiter und Führungskräfte mit einbezogen. Dies sorgt dafür, dass sowohl rein technische Schutzvorkehrungen als auch mitarbeiterbezogene Maßnahmen der Prävention erfolgreich umgesetzt werden können. Zu den konkreten Maßnahmen zählen unter anderem: die systematische Beurteilung von Gefährdungen einschließlich der Beurteilung psychischer Belastungen an den Arbeitsplätzen, die wiederkehrende Prüfung von Arbeitsmitteln, die Erstellung von Betriebsanweisungen sowie die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter. Ferner wurden Prozesse in den Anlagen systematisch überprüft, was dazu führte, dass sicherheitsrelevante Aspekte erkannt und wertvolle Informationen für die technische und technologische Optimierung der Anlagen gewonnen wurden. Die Effekte dieser Maßnahmen zeigen sich an der sehr geringen Zahl an Unfällen und unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten.

CropEnergies als verantwortungsbewusster Arbeitgeber

Auch was den Umgang mit Mitarbeitern angeht, orientiert sich CropEneriges an den Standards eines international tätigen Unternehmens. Der CropEnergies-Verhaltenskodex verbietet Diskriminierung, Belästigung, Kinder- und Zwangsarbeit und bekennt sich zu Versammlungsfreiheit, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Verhaltenskodizes beispielsweise zur Erreichbarkeit, flexible Arbeitszeiten, aber auch die Möglichkeit zur Telearbeit sollen helfen, die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und CropEnergies als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Die Anforderungen an die Mitarbeiter heutzutage sind hoch und steigen stetig weiter an. Gleichzeitig gibt es einen verstärkten Wettbewerb um hochqualifizierte Arbeitskräfte. Hier will CropEneriges alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Dank

Dass die CropEnergies-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr so erfolgreich war, ist vor allem der Verdienst ihrer Mitarbeiter. Mit großem Engagement setzen sie sich für das Unternehmen ein und arbeiten gemeinsam daran, dass CropEneriges nicht nur heute erfolgreich ist, sondern sich weiterentwickelt, um auch für die Zukunft gerüstet zu sein. Der Vorstand bedankt sich herzlich bei allen Mitarbeitern und freut sich, weiter erfolgreich mit ihnen zusammenzuarbeiten.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/17 auf 16,1 (16,7) Mio. €. Davon wurden 7,7 Mio. € bei der BioWanze SA, 4,3 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 2,9 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. und 0,8 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert.

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der CropEnergies Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr 2016/17 lag auf der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. Hierzu wurden mehrere Aggregate ausgetauscht und Optimierungen bei der Erzeugung der Prozessenergie umgesetzt. Weiterhin wurde im Rahmen des neuen Standortkonzepts in den Brandschutz bei der Bioethanolverladung investiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Rohstoffoptimierung und damit zur Senkung der spezifischen Rohstoffkosten umgesetzt. Die restlichen Investitionen dienten hauptsächlich der Erhöhung der Energieeffizienz bzw. waren Ersatzinvestitionen. Die Schwerpunkte lagen dabei im Bereich der Destillation und der Abwasseranlage. Des Weiteren wurden die Arbeiten zur Modernisierung und Erweiterung der Futtermittelverladung fortgeführt.

Bei der BioWanze SA wurden die Arbeiten zur Erweiterung der Glutenproduktion planmäßig weitergeführt. Die Inbetriebnahme der zusätzlichen Produktionskapazitäten soll im Laufe des Geschäftsjahrs 2017/18 erfolgen. Darüber hinaus wurde mit mehreren Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel im Bereich der Anlagenautomatisierung, die Anlagenverfügbarkeit weiter erhöht. Die restlichen Investitionen erfolgten im Mühlenbereich zur Optimierung der Rohstoffverarbeitung bzw. waren Ersatzinvestitionen, die u. a. den Rektifikationsbereich betrafen.

Bei der Ensus UK Ltd. wurde die temporäre Stilllegung der Anlage in Wilton genutzt, um mit gezielten Investitionen die Prozessstabilität und die Energieeffizienz zu erhöhen sowie den Verbrauch an Hilfsstoffen zu senken. So führt die Errichtung und Inbetriebnahme einer Wärmerückgewinnung in der Verflüssigung zu deutlichen Einsparungen an Primärdampf. Des Weiteren wurden Ersatzinvestitionen durchgeführt, die vor allem die Getreidelagerung und -entnahme verbesserten sowie die Produktion von proteinreichen Futtermitteln stabilisierten. Der Erfolg der durchgeführten Maßnahmen wurde direkt nach dem Wiederanfahren der Produktion im Juli 2016 deutlich sichtbar.

Die Ryssen Alcools SAS investierte im Geschäftsjahr 2016/17 in die Modernisierung und Erweiterung der Neutralalkoholherstellung. Hierzu wurden mehrere Apparate sowie die Mess- und Regeltechnik modernisiert. Des Weiteren wurde die Erweiterung der Denaturierungskapazität abgeschlossen. Mit dem Ausbau der Videoüberwachung mit integrierter Flammendetektion wurde der Brandschutz und damit die Anlagensicherheit nochmals deutlich erhöht.

CORPORATE GOVERNANCE

Im Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht sind auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Vorstand

Der Vorstand der CropEnergies AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der zuletzt am 14. Januar 2016 geänderten Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - enthält die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne und externe Berater hinzuziehen. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft sie regelmäßig. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des Aufsichtsrats sind in seiner zuletzt am 30. März 2012 ergänzten Geschäftsordnung niedergelegt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der sechsköpfige Aufsichtsrat der CropEnergies AG setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und § 101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Aktionäre zusammen. Die Amtszeit der von den Hauptversammlungen am 17. Juli 2012 und (durch Nachwahl eines Mitglieds) am 14. Juli 2015 gewählten Aktionärsvertreter läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt (also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017). Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind mit dem Sektor, in dem CropEnergies tätig ist, vertraut. Der Financial Expert in Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss - also ein Mitglied, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt - ist Franz-Josef Möllenberg.

Diversity-Ziele

Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen Beschluss vom 20. Dezember 2010 bzw. 12. November 2012 unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit an folgenden Diversity-Zielen:

Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Unabhängige und

Beibehaltung des als angemessen angesehenen Anteils von mindestens zwei Aufsichtsratssitzen für Personen, die besonders das Kriterium "Internationalität" verkörpern.

Die Zielfestlegung für eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat wurde nach Inkrafttreten des "Geschlechterquoten-Gesetzes" aktualisiert. Sie finden die Ziele im Abschnitt "Geschlechterquote" auf Seite 40.

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden.

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden.

Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Bei den Vorschlägen zur Wahl bzw. Nachwahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre durch die Hauptversammlungen 2012 und 2015 hat der Aufsichtsrat neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die Diversity-Ziele berücksichtigt. Er hat insbesondere auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) geachtet. Die Hauptversammlung hat am 17. Juli 2012 - den Vorschlägen des Aufsichtsrats folgend -neue Aktionärsvertreter gewählt. Dem Aufsichtsrat gehören damit wieder mindestens zwei unabhängige Mitglieder an ("nicht unabhängig" i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann). Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der "Internationalität". Aktuell gehören dem Aufsichtsrat keine Frauen an.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus vier Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse ergeben sich aus den zuletzt am 30. März 2012 bzw. 3. Mai 2012 ergänzten Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat bzw. für den Prüfungsausschuss. Die derzeitige personelle Besetzung der Ausschüsse ist unter Ziffer (36) "Aufsichtsrat" im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist nicht zugleich Vorsitzender des Prüfungsausschusses.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der CropEnergies AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs statt und beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Jede Aktie von CropEnergies gewährt die gleichen Rechte.

Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der CropEnergies AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der CropEnergies AG per Internet zu beauftragen.

Hauptversammlung 2017

Die Einladung zur Hauptversammlung, die am 18. Juli 2017 in Mannheim stattfinden soll, sowie alle für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der CropEnergies AG unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung gestellt.

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen.

Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Das Risikomanagement bei CropEnergies ist im Risiko- und Chancenbericht auf den Seiten 68 - 76 dargestellt.

Corporate Governance-Bericht

Corporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. CropEnergies erfüllt die höchsten Transparenzanforderungen an deutschen Börsen. Entsprechend wird die CropEnergies-Aktie seit 2GG6 im Prime Standard notiert. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance Kodex unterstreicht das Verständnis von transparenter Unternehmensführung.

Nach Ansicht von CropEnergies ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate Governance-Grundsätze verzichtet.

Entsprechenserklärung 2016

Die Entsprechenserklärung 2016 ist - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht.

Sie hat folgenden Wortlaut:

"Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG, Mannheim, haben am 16. November 2016 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben:

Mit folgenden Ausnahmen entsprach die CropEnergies AG den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Kodex-Fassung vom 5. Mai 2015 und entspricht den Empfehlungen zukünftig:

Ziffer 4.2.2

(Vertikalvergleich der Vorstandsvergütung)

Der Aufsichtsrat befasst sich pflichtgemäß mit der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands. Er beachtet dabei auch das unternehmensinterne Lohn- und Gehaltsgefüge. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 empfohlene formale Vorgehen nicht erforderlich, da es zu keiner Verbesserung der Entscheidungsqualität führt.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4

(Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)

Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen.

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5

(Individualisierte Vorstandsvergütung)

Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 12. Juli 2016 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Daher sieht die Gesellschaft im Vergütungsbericht von Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ab.

Ziffer 5.3.2 Satz 3

(Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses)

Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Thomas Kölbl. Er ist zugleich Vorstandsmitglied der Südzucker AG, die mehrheitlich an der CropEnergies AG beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Kölbl im Interesse der Gesellschaft und ihrer sämtlichen Aktionäre.

Ziffer 5.4.1 Absatz 2

(Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats)

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird nicht festgelegt. Dadurch werden Kontinuität und die Bewahrung langjähriger Expertise im Aufsichtsrat im Interesse der Gesellschaft ermöglicht.

Ziffer 5.4.6

(Aufsichtsratsvergütung)

Die Satzung unserer Gesellschaft sieht eine erfolgsbezogene Aufsichtsratsvergütung vor, die dividendenabhängig gestaltet ist (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2). Für diese Struktur spricht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre.

Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogener Komponente aus (vgl. Ziffer 5.4.6 Abs. 3). Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge."

Geschlechterquote

Die (durch das sog. Geschlechterquoten-Gesetz) am 1. Mai 2015 in Kraft getretene Änderung des Aktiengesetzes sieht für börsennotierte Gesellschaften die Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden Führungsebenen unter dem Vorstand vor. Die CropEnergies AG ist hiervon betroffen. Nicht betroffen ist die CropEnergies AG von der Einführung einer fixen Geschlechterquote von 30 % im Aufsichtsrat; diese gilt für börsennotierte Unternehmen, die auch paritätisch mitbestimmt sind. Dies trifft auf CropEnergies nicht zu.

Der Aufsichtsrat hat in der Sitzung am 14. Juli 2015 - unter Berücksichtigung aller relevanten Gesichtspunkte und insbesondere des Status quo - das erste Ziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und auch im Vorstand bis 30. Juni 2017 auf "Beibehaltung von null %" festgelegt. Der Vorstand hat in der Sitzung am 28. September 2015 als Zielfestlegung beschlossen, dass der Frauenanteil auf der Führungsebene unter dem Vorstand (die CropEnergies AG hat aufgrund ihrer flachen Hierarchien nur eine Führungsebene unter dem Vorstand) bis 30. Juni 2017 bei 20 % beibehalten werden soll.

Verhaltenskodex und Leitlinien

CropEnergies hat einen Verhaltenskodex und Leitlinien aufgestellt. Diese sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Unternehmen" veröffentlicht.

Vergütungsbericht

CropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.6 Kodex). Die CropEnergies AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 12. Juli 2016 einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting out). Der Verzicht auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und der Vorstandsvergütung wurde in der Entsprechenserklärung berücksichtigt.

Die Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus

1. einem festen Jahresgehalt,

2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig

a) von der Erreichung vereinbarter Ziele sowie

b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen Ergebnis der CropEnergies-Gruppe. Dabei wird der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt.

3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie

4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt.

Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht.

Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand sind unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von 20.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je angefangene 0,01 € je Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die feste Vergütung erhöht sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %.

Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat.

Die Vergütung für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats ist unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung

Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex eine analoge Anwendung. Die CropEnergies AG entspricht dieser Empfehlung.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Kein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente, die direkt oder indirekt 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied er weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden der CropEnergies AG durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt.

Compliance-Unternehmensgrundsätze

Compliance

Compliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten - ist für CropEnergies die Grundlage guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe deren Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen Berichtswege und Informationsflüsse eine Durchsetzung der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu erreichen.

Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarktcompliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Grundlage guter Compliance ist stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen.

Compliance-Unternehmensgrundsätze

CropEnergies will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben, und sind auf der CropEnergies-Website unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht.

CropEnergies wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz:

1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts.

2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme oder Gewährung solcher Vergünstigungen bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten bzw. bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte des Vorstands.

3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb des Unternehmens bewusst.

4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen Bestimmungen sind zu befolgen.

5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln.

6. Ordnungsgemäße Belegführung: Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden.

7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet.

8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet.

9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren.

10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien.

11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein offenes und kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden.

Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmens-grundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern werden die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen, Schulungen und Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen.

Übernahmerelevante Angaben

Die folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Diese Angaben betreffen u. a. Aspekte, die für den Erwerb der Unternehmenskontrolle eine Rolle spielen können, sowie die Befugnisse des Vorstands, die Kapitalstruktur zu verändern.

Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von Aktien

Zum 28. Februar 2017 beträgt das Gezeichnete Kapital 87.250.000 € und ist in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB).

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien.

Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind CropEnergies nicht bekannt (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB).

Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %

Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft bekannt: Die Südzucker AG, Mannheim (Südzucker) ist mit rund 69 % sowie die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart (SZVG) mit rund 7 % direkt am Grundkapital beteiligt. Da die von Südzucker gehaltenen Anteile gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG der SZVG zuzurechnen sind, hält die SZVG direkt und indirekt somit insgesamt rund 76 % der Stimmrechte (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB).

Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmeraktien

Bei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital (§ 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB).

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Mitglieder des Vorstands wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren bestellt.

Satzungsänderungen

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§ 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB).

Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und Aktienrückkauf

Die Hauptversammlung vom 14. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 13. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB).

Die Hauptversammlung vom 12. Juli 2016 hat das aus dem Jahre 2011 bestehende restliche Genehmigte Kapital von 12,75 Mio. € (Genehmigtes Kapital 2011) aufgehoben und ein neues Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2016), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Juli 2021 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde von keiner der Ermächtigungen (Genehmigtes Kapital 2011 und Genehmigtes Kapital 2016) Gebrauch gemacht.

Das von der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöhte Kapital (Bedingtes Kapital 2011) ist am 18. Juli 2016 ausgelaufen, ohne dass von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 Gebrauch gemacht worden war (§315 Abs. 4 Nr. 7 HGB).

Kontrollwechsel- und Entschädigungsvereinbarungen

Die Südzucker AG hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600 Mio. € abgeschlossen. Die CropEnergies AG ist dieser Kreditlinie mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € beigetreten. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen.

Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels (§ 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB).

Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht auf Seite 40 zu entnehmen.

STANDORT

CropEnergies AG, Mannheim, Deutschland

KAPAZITÄT (PRO JAHR)

1,3 Mio. m3 Bioethanol

>1 Mio. t Lebens- und Futtermittel

ECKDATEN

802 Mio. € Umsatz

98 Mio. € operatives Ergebnis

412 Mitarbeiter

führender Ethanolhersteller Europas

» Unser Bioethanol leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz - dort wo er am nötigsten ist: in der Stadt, im Verkehr.«

JOACHIM LUTZ

CEO CROPENERGIES AG, MANNHEIM, DEUTSCHLAND

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

In einem seitens der Ethanolpreise volatilen Marktumfeld konnte CropEnergies die Ertragslage im Geschäftsjahr 2016/17 erneut verbessern und ein Rekordergebnis erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Produktions- und Absatzmengen deutlich gesteigert. Hierzu trug insbesondere die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016 bei. Auch die niedrigeren Rohstoffpreise wirkten sich positiv auf die Ertragslage aus. Im Gegensatz hierzu lagen die erzielten Absatzpreise, trotz einer erfreulichen Entwicklung der Ethanolpreise im letzten Quartal des Geschäftsjahrs 2016/17, überwiegend unter dem Vorjahresniveau. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Allzeittief erreicht.

CropEnergies ist es gelungen, nicht nur ein operatives Rekordergebnis zu erzielen, sondern mit der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton auch die Position als führender Bioethanolhersteller in Europa auszubauen.

Die Verbesserung der betrieblichen Steuerungskennzahlen - operatives Ergebnis und Umsatz - zeigt zudem qualitative Fortschritte. Dies ist bilanziell auch anhand der weitgehenden Tilgung der Nettofinanzschulden erkennbar.

Bericht zur Geschäftstätigkeit

Entwicklungen auf dem Weltmarkt für Bioethanol

Bioethanolproduktion und -verbrauch

Im Jahr 2016 blieb die weltweite Bioethanolerzeugung mit 117,7 (117,5) Mio. m3 nahezu auf Vorjahresniveau. Davon waren unverändert rund 84 (84) % für den Kraftstoffsektor und 16 (16) % für Getränke, Kosmetik, medizinische oder industrielle Anwendungen bestimmt. Die weltweite Erzeugung von Kraftstoffethanol von 99,3 (98,5) Mio. m3 entspricht einem Anteil von rund 5 % des weltweiten Ottokraftstoffmarkts. Auch im Jahr 2017 soll die Weltbioethanolproduktion mit 117,6 Mio. m3 stabil auf Vorjahresniveau liegen. Die Produktion von Kraftstoffethanol soll bei 99,3 Mio. m3 bleiben.

In den USA stieg die Bioethanolproduktion im Jahr 2016 um 3,5 % und erreichte 59,5 (57,5) Mio. m3. Der Inlandsverbrauch stieg um 2,7 % auf 55,9 (54,5) Mio. m3. Die Nettoexporte erhöhten sich angesichts des hohen Produktionsüberschusses auf 3,9 (2,7) Mio. m3. Für 2017 wird mit einem weiteren leichten Wachstum der Produktion auf 60,3 Mio. m3 und des Verbrauchs auf 56,2 Mio. m3 gerechnet. Es ist somit eine anhaltend hohe Exporttätigkeit der USA zu erwarten.

In Brasilien soll die Bioethanolproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 trotz einer besseren Zuckerrohrernte um 10 % auf 27,5 (30,5) Mio. m3 deutlich sinken. Ursächlich hierfür sind attraktive Weltmarktpreise für Zucker, die einen größeren Teil der Zuckerrohrernte in die Zuckerproduktion fließen lassen. Die Inlandsnachfrage schwächte sich ebenfalls deutlich um 11 % auf 26,8 (30,1) Mio. m3 ab. Bei weitgehend ausgeglichener Versorgungsbilanz gingen die Nettoexporte auf 0,3 (1,8) Mio. m3 zurück. Für das Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 wird mit einer weiteren Abschwächung des brasilianischen Bioethanolmarkts gerechnet. Demnach soll die Produktion um 5 % auf 26,2 Mio. m3 und der Inlandsverbrauch um 2 % auf ebenfalls 26,2 Mio. m3 sinken. Infolgedessen wird 2017/18 mit keinen nennenswerten Nettoexporten mehr gerechnet.

In der EU wird der gesamte Bioethanolverbrauch (einschließlich Alkohol für traditionelle und technische Anwendungen) im Jahr 2016 kaum verändert auf 7,6 (7,7) Mio. m3 geschätzt.

Stillstände verschiedener Produktionsanlagen in Europa schlugen sich jedoch in einer auf 7,0 (7,3) Mio. m3 gesunkenen Bioethanolherstellung nieder. Der Rückgang betraf größtenteils die Produktion von Kraftstoffethanol von 4,8 (5,0) Mio. m3. Der Verbrauch von Kraftstoffethanol im Jahr 2016 ging um 3 % auf 5,1 (5,3) Mio. m3 zurück. Trotz der gestiegenen Produktionslücke sind die Nettoimporte 2016 auf 414 (483) Tsd. m3 zurückgegangen. Marktbeobachter gehen daher davon aus, dass die verbliebene Lücke durch einen entsprechenden Abbau der Lagerbestände geschlossen wurde.

Im Kalenderjahr 2017 wird mit einem deutlichen Anstieg der EU-Produktion auf 7,6 (7,0) Mio. m3 gerechnet. Das Wachstum ist insbesondere auf eine höhere Kraftstoffethanolproduktion von 5,4 (4,8) Mio. m3 zurückzuführen. Der Ethanolverbrauch soll ebenfalls steigen und 7,8 (7,6) Mio. m3 erreichen. Hierbei entfallen rund 5,4 (5,1) Mio. m3 auf Kraftstoffanwendungen.

In Deutschland, dem größten Bioethanolmarkt in der EU, blieb der Verbrauch von Kraftstoffethanol im Jahr 2016 mit 1,5 (1,5) Mio. m3 auf Vorjahresniveau. Obwohl weiterhin rund 90 % davon Benzin direkt beigemischt werden, war 2016 ein merklicher Anstieg der Nutzung von ETBE zu verzeichnen. Dies dürfte nicht zuletzt Ausdruck der weiterhin schleppenden Entwicklung der deutschen E10-Nachfrage sein. Der Absatz von E10 ist auf 2,3 (2,5) Mio. t zurückgegangen, was bei einer leichten Zunahme des Gesamtabsatzes an Ottokraftstoffen einem Marktanteil von 13 (14) % entspricht. Das seit 1. Januar 2015 geltende Treibhausgasminderungsziel von 3,5 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen hat sich somit als nicht ambitioniert genug herausgestellt. Mit der Einführung der Treibhausgasminderungsquote ist es dem Gesetzgeber zwar gelungen, Anreize für die Hersteller von erneuerbaren Kraftstoffen zu setzen, in die weitere Senkung von Treibhausgasemissionen zu investieren. Mit spezifischen Treibhausgasminderungen von rund 70 % sparen erneuerbare Kraftstoffe in Deutschland mittlerweile doppelt so viel Treibhausgase ein, wie gesetzlich vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass die Mineralölindustrie die gesetzliche Vorgabe mit einer geringeren volumetrischen Beimischung von erneuerbaren Kraftstoffen erfüllen kann. Mit dem Inverkehrbringen von mehr fossilen Kraftstoffen entspricht sie damit jedoch nicht dem Geist der Gesetzgebung, die Treibhausgasintensität von Kraftstoffen stetig abzusenken.

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Mio. m3 2017 2016 2015 2014 2013
Anfangsbestand 2,0 2,1 2,1 2,1 2,2
Erzeugung 7,6 7,0 7,3 7,3 6,7
Import 0,6 0,6 0,7 0,7 1,1
Verbrauch 7,8 7,6 7,7 7,8 7,8
Export 0,2 0,2 0,2 0,3 0,1
Endbestand 2,1 2,0 2,1 2,1 2,0

Quelle: F.O.Licht (2016, 2017)

Ethanolpreise

An der Chicago Board of Trade (CBOT) stieg der 1-Monats-Future für Ethanol von März 2016 bis Februar 2017 auf 1,53 (1,37) US-$/Gallone*. Währungsbereinigt entsprach dies einem Anstieg auf rund 380 (330) €/m3 . Als Hauptgrund für diese Erhöhung wird der Anstieg der Ölpreise angesehen. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich in diesem Zeitraum auf rund 55 (35) US-$/Barrel. Einem stärkeren Anstieg der Ethanolpreise wirkten unter anderem vergleichsweise geringe Rohstoffkosten in den USA entgegen. So notierte Mais im Geschäftsjahr 2016/17 an der CBOT bei durchschnittlich umgerechnet ca. 130 €/t und damit nach wie vor auf niedrigem Niveau.

Die brasilianischen Ethanolpreise lagen Ende Februar 2017 bei umgerechnet rund 525 (490) €/m3 . Im Jahresverlauf war dabei eine hohe Preisvolatilität zu beobachten. Die Preise schwankten, in Euro umgerechnet, zwischen 380 und 610 €/m3 . Hierzu trug neben den Entwicklungen auf den Zucker- und Ölmärkten auch die volatile Wechselkursentwicklung der brasilianischen Währung bei.

In Europa stiegen die Ethanolpreise von 490 €/m3 fob Rotterdam Anfang März 2016 auf rund 640 €/m3 Ende Februar 2017 deutlich an. Zwischenzeitlich schwankten sie jedoch stark und verzeichneten Anfang September 2016 sogar ein neues Allzeittief des 1-Monats-Futures von 427 €/m3. Das Auf und Ab der europäischen Ethanolpreise ist mit veränderten Fundamentaldaten kaum zu erklären und wohl eher dem Umstand geschuldet, dass die tatsächlichen Angebots- und Nachfragebedingungen nur unzureichend in die Preisermittlung eingehen. Die EU-Ethanolpreise werden stattdessen von sogenannten Preisberichterstattungsagenturen bestimmt, die sich in erster Linie auf umsatzschwache Handelsaktivitäten und Marktspekulationen beziehen und damit von den realen Marktentwicklungen entkoppelt zu sein scheinen.

* Eine Gallone entspricht 3,7854 Liter.

Internationale Bioethanolpreise (€/m3)

Entwicklungen auf den Rohstoff- und Futtermittelmärkten

Getreidemärkte

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) rechnet in seiner Schätzung vom 9. April 2017 für das Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 mit einer weltweiten Rekordproduktion von Getreide (ohne Reis) von 2.097 (1.986) Mio. t. Der Weltgetreideverbrauch soll auf 2.076 (1.962) Mio. t ansteigen. Angesichts des erneuten Produktionsüberschusses sollen die weltweiten Lagerbestände weiter auf 510 (489) Mio. t anwachsen und damit das letztjährige Rekordniveau nochmals übertreffen.

Für die EU erwartet die EU-Kommission im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 einen Rückgang der Getreideernte um 5 %. Mit 295 (312) Mio. t liegt sie jedoch weiterhin über dem erwarteten Getreideverbrauch von 285 (284) Mio. t. Der größte Teil davon entfällt mit über 60 % unverändert auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Kraftstoffethanol wird nur der Stärkeanteil von voraussichtlich rund 12 (12) Mio. t Getreide verwendet. Die europäische Bioethanolindustrie trägt damit zur Nutzung der in der EU überschüssigen Kohlenhydrate bei. Zusätzlich stellt sie die im Getreide ebenfalls enthaltenden Bestandteile, allen voran Proteine, aber auch Ballaststoffe, Fette, Mineralien und Vitamine, als hochwertige Lebens- und Futtermittel dem Nahrungsmittelbereich zur Verfügung.

Der 1-Monats-Future für Mahlweizen an der Euronext in Paris notierte Anfang März bei 145 €/t. Ein derart niedriges Niveau war zuletzt Mitte 2010 beobachtet worden. Das attraktive Preisniveau regte die Exportnachfrage an, sodass die Weizenpreise bis Ende Februar 2017 trotz der Rekordernte wieder auf 170 €/t stiegen.

Für das Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 erwartet der Internationale Getreiderat (International Grain Council) eine weltweite Getreideproduktion von 2.050 (2.106) Mio. t, die damit rund 3 % unter dem Vorjahreswert liegen soll. Gleichzeitig soll der Getreideverbrauch auf 2.079 (2.072) Mio. t leicht steigen. Die etwas rückläufige Getreideernte spiegelt sich sowohl in einer geringeren Weizen- als auch Maisproduktion wider. Der Internationale Getreiderat prognostiziert demnach eine globale Weizenernte 2017/18 von 735 (754) Mio. t, die damit etwas unterhalb des Verbrauchs von 740 (737) Mio. t liegen soll. Die weltweite Maisernte soll auf 1.024 (1.053) Mio. t sinken, wohingegen der Maisverbrauch mit 1.044 (1.038) Mio. t leicht über dem Vorjahresniveau liegen soll. Insgesamt geht der Internationale Getreiderat damit von einem leichten Nachfrageüberhang aus, sodass die weltweiten Getreidebestände Ende 2017/18 auf 484 (513) Mio. t zurückgehen sollen.

Im Gegensatz zur weltweiten Getreideernte prognostiziert die EU-Kommission in der EU einen Anstieg der Getreideernte im Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 auf 313 Mio. t, die den Verbrauch von 287 Mio. t deutlich übersteigen wird. Bei weitgehend stabiler Nachfragestruktur sollen erneut über 60 % der EU-Getreideernte in die Tierfütterung fließen. Für die Herstellung von Bioethanol sowie proteinreichen Lebens- und Futtermitteln soll der Stärkeanteil von 13 Mio. t Getreide verwendet werden. In Anbetracht dessen, dass in Bioethanolanlagen vornehmlich Getreide geringer Qualität verarbeitet werden und diese kaum für den Export infrage kommen, wird die Bioethanolindustrie auch 2017/18 zur Marktentlastung und Einkommenssicherung in diesem Segment beitragen.

Zuckermärkte

Im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 wird auf dem Weltzuckermarkt erneut ein Produktionsdefizit erwartet. Nach sechs Jahren des Produktionsüberschusses hatte sich im Vorjahr erstmals ein Defizit ergeben. Obwohl die Produktion auf 178 (176) Mio. t Zucker (Weißwert) steigen soll, wird es bei einem Verbrauch von voraussichtlich 181 (180) Mio. t erneut zu einem Abbau der Bestände kommen. Diese sinken damit auf 65 (71) Mio. t, was rund 36 (39) % eines Jahresverbrauchs entspricht.

Die Weltmarktpreisentwicklung setzte ihren Aufwärtstrend bei weiterhin hoher Volatilität fort. Anfang März 2016 lag der Future für Weißzucker (nächster Verfallstermin) an der ICE in London bei umgerechnet 375 €/t. Anschließend erreichte er bis Oktober 2016 mit über 550 €/t das höchste Niveau seit 2012. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang auf ca. 450 €/t Mitte Dezember 2016 stieg der Weltmarktpreis Ende Februar 2017 wieder auf 503 €/t.

In der EU wird im Zuckerwirtschaftsjahr 2016/17 ebenfalls mit einer höheren Zuckerproduktion (inklusive Isoglukose) von 17 (16) Mio. t gerechnet. Bei leicht höheren Nettoimporten und einem Verbrauch von 19 (18) Mio. t sollen die Lagerbestände in der EU bis zum Ende des Zuckerwirtschaftsjahrs auf 1,8 (1,9) Mio. t leicht sinken.

Proteinmärkte

Bei der Herstellung von Bioethanol wird nur die im Getreide enthaltene Stärke zu Alkohol umgewandelt. Darüber hinaus enthaltene Bestandteile veredelt CropEnergies zu proteinreichen Lebens- und Futtermitteln, die zudem wertvolle Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthalten. Die Preise dieser Produkte werden vor allem vom Sojapreisniveau auf dem Weltmarkt sowie den europäischen Rapsschrotpreisen beeinflusst.

Die globale Sojabohnenernte im Wirtschaftsjahr 2016/17 wird nach der USDA-Schätzung vom 11. April 2017 mit 346 (313) Mio. t erneut einen Rekordwert erreichen. Infolgedessen sollen auch die weltweiten Lagerbestände auf einen Rekordwert von 87 (77) Mio. t Sojabohnen anwachsen. Ausgehend von einem niedrigen Preisniveau, das so zuletzt im März 2009 zu beobachten war, stieg der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT trotz erwarteter Rekordernte von 8,50 auf über 10 US-$/Bushel*. Hierzu trug auch eine anhaltend hohe Importnachfrage aus der VR China bei. Umgerechnet in Euro erhöhte sich der Preis bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2016/17 um 24 % auf rund 355 €/t.

Die Preise für Rapsschrot folgten dieser Vorgabe, unterstützt durch eine im Wirtschaftsjahr 2016/17 geringere EU-Ernte von 20 (22) Mio. t Rapssaat. Die Preise für Rapsschrot stiegen von rund 180 €/t Anfang März 2016 auf rund 220 €/t Ende Februar 2017.

* Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen.

Internationale Agrarpreise (€/t)

Entwicklungen im politischen Umfeld

"Erneuerbare-Energien-Richtlinie"

In der EU definiert die 2009 beschlossene "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" unverändert die rechtlichen Grundlagen für erneuerbare Energien im Transportsektor, die bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 10 % erreichen sollen. Seit der Novellierung der Richtlinie im Jahr 2015 können davon bis zu 7 %-Punkte aus erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen kommen. Die restlichen 3 %-Punkte sollen durch die Doppelanrechnung von Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen bzw. durch Mehrfachanrechnung von erneuerbarem Strom, der im Schienen- und Straßenverkehr genutzt wird, erreicht werden. Dabei achtet die EU auf die Einhaltung von strengen Nachhaltigkeitskriterien.

Zu den Anforderungen gehört unter anderem, dass erneuerbare Kraftstoffe im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 Gew.-% bzw. ab 2018 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen einsparen. Darüber hinaus muss die Herkunft der verarbeiteten Biomasse lückenlos dokumentiert werden. Die Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion dürfen dabei nicht von Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand, z. B. Wäldern, und/oder Flächen mit hoher biologischer Vielfalt gewonnen werden. Die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien und damit die Sicherstellung einer nachhaltigen Herstellung von Biokraftstoffen erfolgt durch Zertifizierungssysteme, die von der EU-Kommission zugelassen und überprüft werden.

"Kraftstoffqualitätsrichtlinie"

Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt vor, dass bis 2020 auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Als Basiswert dient die durchschnittliche Treibhausgasintensität der im Jahr 2010 verbrauchten Kraftstoffe von 94,1 g CO2äq /MJ. Im Vergleich dazu senkt erneuerbares Bioethanol aus europäischen Rohstoffen die Treibhausgasemissionen um rund 70 Gew.-%. Die Vorgaben der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" tragen dazu bei, dass der Treibhausgasausstoß der aktuellen Fahrzeugflotte kontinuierlich gesenkt wird. In Anbetracht der langen Nutzungsdauer von Kraftfahrzeugen stellt die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" daher einen Eckpfeiler für eine umwelt- und klimafreundlichere Mobilität dar.

Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" ermöglicht zudem die EU-weite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff. Flächendeckend ist E10 in der EU bisher aber nur in Deutschland, Frankreich und Finnland sowie seit Januar 2017 in Belgien erhältlich. Dies heißt, dass die Mitgliedsstaaten das Potenzial von Bioethanol zur Einsparung von Treibhausgasemissionen und der Minderung der Abhängigkeit von Ölimporten bisher nicht ausschöpfen.

Pariser Klimavertrag

Bei der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris im Dezember 2015 hatten sich 195 Länder erstmalig auf einen rechtlich verbindlichen Weltklimavertrag geeinigt.

Das Abkommen trat am 4. November 2016 in Kraft. Im Rahmen des Abkommens haben sich sowohl die EU als Gemeinschaft als auch alle 28 EU-Mitgliedstaaten einzeln verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zur Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2 °C zu ergreifen. Wesentlicher Eckpfeiler hierfür ist, die Ausbeutung und Verbrennung fossiler Kohlenstoffreserven zu mindern und damit die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre nicht noch weiter zu erhöhen. Hierzu leisten erneuerbare Kraftstoffe aus nachwachsenden Pflanzen, die durch Photosynthese auf die bereits in der Atmosphäre befindlichen Kohlenstoffvorräte zurückgreifen, einen unverzichtbaren Beitrag. Der Pariser Klimavertrag stellt eine wichtige Richtschnur für die Ausgestaltung der künftigen Energie- und Klimaschutzpolitik dar. Die Tatsache, dass die bisher zugesagten nationalen Beiträge nicht ausreichen, um das "Zwei-Grad-Ziel" zu erreichen, macht jedoch deutlich, dass auch die EU ihren Zusagen konkrete Maßnahmen folgen lassen muss, um den Wandel zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft auch nach 2020 voranzutreiben.

Klima- und Energiepaket 2030

Den Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 steckte der Europäische Rat bereits im Oktober 2014 ab. Demnach sollen die Treibhausgasemissionen in der EU um mindestens 40 % gegenüber 1990 sinken und der Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 27 % steigen. Der Rat betonte dabei auch die Notwendigkeit, die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor und die Risiken, die sich aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ergeben, zu verringern. Hierzu sollte die EU-Kommission ein umfassendes und technologieneutrales Konzept vorlegen, mit dem unter anderem der Einsatz erneuerbarer Energiequellen im Verkehr auch nach 2020 gefördert wird.

Zu diesem Zweck schlug die EU-Kommission am 30. November 2016 ein umfangreiches Paket von klima- und energiepolitischen Maßnahmen für die Zeit nach 2020 vor. Trotz der Betonung des Rats, die Treibhausgasemissionen und die Nutzung von fossilen Brennstoffen im Verkehr reduzieren zu müssen, enthält der Vorschlag der EU-Kommission keine spezifischen Zielvorgaben für den Transportsektor. Es ist lediglich vorgesehen, den Anteil von bestimmten alternativen Kraftstoffen, vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8 % im Jahr 2030 zu steigern. Die Nutzung von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen soll ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken.

Die EU-Kommission begründet ihre Vorschläge mit Zweifeln an der Nachhaltigkeit von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen. In zahlreichen wissenschaftlichen Analysen wurde hingegen nachgewiesen, welchen Nutzen Bioethanol zum Beispiel aus Futtergetreide und Zuckerrüben nicht nur für Umwelt und Klima, sondern darüber hinaus auch für die Wirtschaft stiftet: Europäisches Bioethanol spart bereits heute nachweislich rund 70 Gew.-% der Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin ein. Durch den Ersatz von fossilem Benzin reduzieren erneuerbare Kraftstoffe aus nachhaltig erzeugten landwirtschaftlichen Rohstoffen zudem die übergroße Abhängigkeit von fossilen Ölimporten. Gleichzeitig ersetzen die ebenfalls anfallenden proteinreichen Lebens- und Futtermittel umfangreiche Sojaimporte aus Nord- und Südamerika. Mit der Nutzung von Futtergetreide aus der Überschussregion Europa sorgt die Bioethanolindustrie zu guter Letzt gerade bei Getreide von geringer Qualität, das sonst keinen Exportmarkt finden würde, für eine Marktentlastung. Eine pauschale Verurteilung aller Kraftstoffe aus Ackerpflanzen seitens der EU-Kommission ist somit nicht nachvollziehbar und widerspricht deren ökologischer und ökonomischer Bedeutung.

Die Förderung alternativer Kraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen kann sinnvoll sein, sofern diese als eine zusätzliche Alternative den Verbrauch fossiler Kraftstoffe weiter zu verringern hilft. Dagegen wäre eine Substitution etablierter erneuerbarer Kraftstoffe durch andere alternative Kraftstoffe sowohl klima- und energiepolitisch als auch wirtschafts- und industriepolitisch unverantwortlich. Die Umsetzung des Kommissionsvorschlags würde weder den Verbrauch fossiler Kraftstoffe senken noch die Ausbeutung fossiler Ölquellen mindern. Zusätzlich gefährden die Vorschläge Arbeitsplätze und Einkommen in der heimischen Landwirtschaft und Industrie, insbesondere in strukturschwachen ländlichen Regionen.

Angesichts der ambitionierten Klimaziele einerseits und des wachsenden Rückstands des Transportsektors bei der Einsparung von Treibhausgasen andererseits, ist es widersprüchlich, dass die EU-Kommission für die Zeit nach 2020 auf spezifische Vorgaben zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz von Kraftstoffen verzichten will. Die Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgasintensität, wie sie seit 2009 in der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" festgelegt ist, soll nach dem Willen der EU-Kommission ab dem 1. Januar 2021 ersatzlos entfallen. Sollte dies tatsächlich umgesetzt werden, ist mit einem Anstieg verkehrsbedingter Emissionen, auch aus unkonventionellen Ölquellen wie Ölsanden oder Ölschiefer, zu rechnen. Die Chance, das Angebot emissionsärmerer Kraftstoffe auszuweiten, wäre damit vertan.

Insgesamt hält CropEnergies daher das vorgeschlagene Maßnahmenpaket der EU-Kommission für ungeeignet, die Verbrennung fossiler Kraftstoffe im Verkehr zu senken. Es ist vielmehr zu befürchten, dass sich so die 2020er Jahre zu einem verlorenen Jahrzehnt für den Klima- und Umweltschutz auf Europas Straßen entwickeln werden.

Gemeinsam mit den Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene wird sich CropEnergies daher im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens für eine Förderung der Nutzung erneuerbarer, nachhaltig hergestellter Kraftstoffe auch nach 2020 einsetzen. Hierzu zählen vor allem verbindliche Ziele, den Anteil von erneuerbaren Energien im Transportsektor zu erhöhen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Verbrauch fossiler Kraftstoffe tatsächlich sinkt und so die Klimabilanz von Kraftstoffen verbessert wird.

Deutschland

In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2015 ein Treibhausgasminderungsziel für den gesamten Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Das Treibhausgasminderungsziel wurde zum 1. Januar 2017 von 3,5 auf 4,0 Gew.-% erhöht. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen. Mit der Einführung der verbindlichen Treibhausgasminderungsvorgabe für die Mineralölindustrie wurde die spezifische Treibhausgaseinsparung zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal für erneuerbare Kraftstoffe in Deutschland. Die Anstrengungen der Biokraftstoffhersteller zur Senkung von Treibhausgasemissionen haben dazu geführt, dass die spezifischen Treibhausgaseinsparungen von Biokraftstoffen im Durchschnitt auf mehr als 70 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen gestiegen sind. Die deutsche Biokraftstoffindustrie hält weitere Erhöhungsschritte 2018 und 2019 für notwendig, damit das ab 2020 geltende Treibhausgasminderungsziel von 6 Gew.-% auch tatsächlich erreicht wird. CropEnergies ermutigt den deutschen Gesetzgeber, den Weg für mehr Klimaschutz im Transportsektor nicht nur in Deutschland weiterzuverfolgen, sondern sich auch in der EU für mehr Klimaschutz und höhere Treibhausgasminderungsziele im Verkehr einzusetzen. Hierzu zählt insbesondere die Beibehaltung und Fortentwicklung der in der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" verankerten Vorgabe für die Mineralölindustrie, die Klimabilanz ihrer Kraftstoffe schrittweise zu verbessern.

Belgien

In Belgien wurde der Anteil von Bioethanol in Ottokraftstoffen von durchschnittlich mindestens 4 Vol.-% auf 8,5 Vol.-% erhöht. Die Neuregelung trat zum 1. Januar 2017 in Kraft und führte zur Markteinführung von E10.

Großbritannien

In Großbritannien wird die Nutzung von Biokraftstoffen im Rahmen einer volumetrischen Beimischungsverpflichtung, der sogenannten "Renewable Transport Fuel Obligation" (RTFO) gefördert, die sich derzeit auf 4,75 Vol.-% beläuft. In Anbetracht dessen, dass der Transportsektor mittlerweile für ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, kann eine derartig geringe Beimischungsverpflichtung kaum sicherstellen, dass der Transportsektor einen angemessenen Beitrag zur Umsetzung der ambitionierten Klimaziele Großbritanniens leistet. Ende November 2016 legte das britische Transportministerium daher langerwartete Vorschläge zur Änderung der RTFO vor. Die Vorschläge umfassen unter anderem eine schrittweise Erhöhung der Beimischungsverpflichtung, die sich ab dem Jahr 2020 auf 9,75 Vol.-% belaufen soll. Alternative Kraftstoffe, vornehmlich aus Abfällen und Reststoffen, sollen mit einer Unterquote gefördert werden, die sukzessive auf 1,2 Vol.-% im Jahr 2030 ansteigen soll. Der Prozess der Dekarbonisierung ist dabei unabhängig von der Entscheidung der britischen Bevölkerung für einen EU-Austritt ("Brexit") zu sehen. Großbritannien hat sich hierzu im Rahmen des Pariser Klimavertrags verpflichtet. Zusätzlich ist das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 80 % gegenüber 1990 zu senken, auch im sogenannten "Climate Change Act" bereits seit 2008 gesetzlich verankert. Das Erreichen dieses Ziels soll mit sogenannten "Carbon Budgets" sichergestellt werden, die für jeweils fünf Jahre gelten und dabei die Obergrenze der nationalen Treibhausgasemissionen sukzessive senken. Die bisher festgelegten Zwischenziele sehen eine Treibhausgasminderung von 50 % bis 2025 und von 57 % bis 2030 vor.

Frankreich

In Frankreich wird die Nutzung von Biokraftstoffen durch eine energetische Beimischungsverpflichtung gefördert, die Anfang 2017 im Ottokraftstoffbereich auf 7,5 % erhöht wurde und im Dieselkraftstoffbereich bei 7,7 % liegt. Darüber hinaus werden Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen in begrenztem Umfang doppelt auf die Beimischungsziele angerechnet. Bei der Dekarbonisierung des Transportsektors setzt der französische Staat ferner auf eine ökologischere Ausrichtung der Energiebesteuerung. Erwartungsgemäß führte dies zu einem weiteren Anstieg des E10-Anteils am französischen Ottokraftstoffmarkt. Dieser lag im Jahr 2016 bei rund 36 %. Neben einem sukzessiven Ausbau der E10-Nutzung entwickeln sich in Frankreich auch die Märkte für Bioethanolkraftstoffe weiter. Hierzu zählt eine zunehmende Nachfrage nach E85, einem Ottokraftstoff mit einem Bioethanolanteil von 85 Vol.-%, der inzwischen an mehr als 870 Tankstellen erhältlich ist, wie auch der Dieselkraftstoff ED95, der einen Bioethanolanteil von 95 Vol.-% aufweist und zur deutlichen Emissionssenkung bei Bussen und Lastkraftwagen beiträgt. Ungeachtet der Diskussion auf EU-Ebene über ein Energie- und Klimapaket 2030 wurde gesetzlich festgelegt, dass der Anteil an erneuerbaren Energien im Transportsektor bis 2030 auf 15 % steigen soll. Frankreich setzt damit ein deutliches Zeichen, dass im Transportsektor auch nach 2020 verbindliche Ziele für erneuerbare Energien unverzichtbar sind.

Entwicklungen in der CropEnergies-Gruppe

Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte CropEnergies die Ertragslage erneut verbessern. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Produktions- und Absatzmengen deutlich gesteigert. Hierzu trug insbesondere die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016 bei. Auch die niedrigeren Rohstoffpreise wirkten sich positiv auf die Ertragslage aus. Im Gegensatz hierzu lagen die erzielten Absatzpreise, trotz einer erfreulichen Entwicklung der Ethanolpreise im letzten Quartal des Geschäftsjahrs 2016/17, überwiegend unter dem Vorjahresniveau.

Produktion

Im Geschäftsjahr 2016/17 steigerte die CropEnergies-Gruppe die Bioethanolerzeugung deutlich auf 1.030 (837) Tsd. m3. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Loon-Plage wurden bei insgesamt sehr hoher Auslastung betrieben. Hinzu kam die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016, auf welche die höhere Bioethanolproduktion maßgeblich zurückzuführen ist. Neben der Bioethanolherstellung wurde auch die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln gesteigert. Die Produktion von getrockneten Lebens- und Futtermitteln stieg auf 574 (352) Tsd. t.

In Zeitz wurde der Rohstoffeinsatz im Verlauf des Geschäftsjahrs bei hoher Kapazitätsauslastung kontinuierlich an die jeweiligen Bedingungen auf den Rohstoffmärkten angepasst. Der veränderte Rohstoffmix führte dabei auch zu einer höheren ProtiGrain®-Produktion. Mit der Anfang 2015 in Betrieb genommenen Anlage zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol hat CropEnergies die Flexibilität des Standorts ebenfalls erhöht. In Abhängigkeit von den Marktbedingungen können jährlich bis zu 60 Tsd. m3 Alkohol für Anwendungen außerhalb des Kraftstoffbereichs veredelt werden. Die CT Biocarbonic GmbH konnte die Produktion von biogenem Kohlendioxid abermals steigern.

Die Produktionsanlage in Wanze lief ebenfalls mit hoher Auslastung, wobei im Zuge eines veränderten Rohstoffmixes die Produktion von proteinreichen Lebens- und Futtermitteln gesteigert wurde.

In Wilton wurde der Stillstand ab Februar 2015 für die Umsetzung zahlreicher Modifikationen genutzt, um die Zuverlässigkeit und die Energieeffizienz der Anlage zu verbessern. Nach Abschluss dieser Optimierungen wurde die Anlage im Juli 2016 wieder in Betrieb genommen. Nach dem erfolgreichen Test der technischen Modifikationen und in Anbetracht des attraktiven Marktumfelds wurde die Produktionsanlage in der 2. Hälfte des Geschäftsjahrs 2016/17 kontinuierlich bei hoher Kapazitätsauslastung betrieben.

In Loon-Plage wurden die Vergällungsmöglichkeiten erweitert und die Verladungseinrichtungen optimiert. Zudem wurde die Verfügbarkeit der Produktionsanlage zur Erzeugung von Neutralalkohol erhöht.

Alle Bioethanolanlagen sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Mit der Zertifizierung weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllt und gegenüber Benzin eine hohe Treibhausgaseinsparung erreicht wird.

In Zeitz, Wanze und Wilton werden ausschließlich Agrarrohstoffe europäischer Herkunft verarbeitet. Bei der Rohstoffbeschaffung legt CropEnergies großen Wert auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug von Futtergetreide und Zuckersirupen. Zur besseren Abschätzung der Entwicklungen auf den Getreide-, Zucker- und Futtermittelmärkten steht CropEnergies im regelmäßigen Dialog mit Rohstoffexperten.

Bioethanolabsatz

Der Gesamtabsatz von Bioethanol stieg im Zuge höherer Produktionsmengen deutlich. Er belief sich auf insgesamt 1.153 (997) Tsd. m3. Davon entfielen 140 (178) Tsd. m3 auf Handelsmengen.

Im Kraftstoffbereich zählen sowohl international tätige als auch mittelständische Mineralölgesellschaften zum Kundenkreis von CropEnergies. Der wichtigste Absatzmarkt ist nach wie vor Deutschland. Neben der Sicherung der Marktposition in Deutschland lag der Fokus im Geschäftsjahr 2016/17 auf einer stärkeren regionalen Diversifikation. Hierzu wurde der Vertrieb in andere EU-Mitgliedsstaaten weiter ausgebaut. Im Rahmen dieser Absatzdiversifikation wurde die Wiederaufnahme der Produktion in Wilton zur Stärkung der Marktposition sowohl in Großbritannien als auch im restlichen Teil Nord- und Westeuropas genutzt. Mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam, Duisburg und jüngst auch in Amsterdam sichert CropEnergies eine flexible, frachtgünstige und zuverlässige Belieferung der Kunden.

CropEnergies hat in den letzten Jahren die Aktivitäten in den Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts ausgebaut und macht sich dadurch von den Entwicklungen auf den Energiemärkten unabhängiger. So zählen namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zu den Abnehmern von Neutralalkohol. Mit den Anlagen zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität in Zeitz und in Loon-Plage verfügt CropEnergies über attraktive Absatzmöglichkeiten in diesen traditionellen Marktsegmenten. Der Vertrieb von Neutralalkohol wurde auch von Ryssen Chile SpA vorangetrieben und die Marktposition in Chile wurde damit gefestigt.

CropEnergies ist mit der CropEnergies Inc., Houston (USA), und einer Präsenz in Brasilien auf den beiden weltweit größten Bioethanolmärkten vertreten. Hierdurch hat CropEnergies die Möglichkeit zu direkten Handelsgeschäften mit lokalen und internationalen Kunden. Aufgrund der internationalen Preisentwicklungen und der Einführung eines Anti-Dumpingzolls auf Bioethanol aus den USA gibt es derzeit nur wenige Importe aus diesen beiden Staaten in die EU, sodass sich CropEnergies derzeit darauf beschränkt, die Marktentwicklung in Brasilien und den USA zu beobachten.

Absatz Lebens- und Futtermittel

Durch die integrierte Produktionsweise und das Konzept einer vollständigen Verwertung der angelieferten Rohstoffe verfügt CropEnergies über ein breites Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Im Mittelpunkt stehen proteinreiche Futtermittel in flüssiger und getrockneter Form, die sich aufgrund ihres hohen Futterwerts und der hervorragenden Verdaulichkeit mittlerweile als ein wichtiger Eckpfeiler der europäischen Proteinversorgung etabliert haben. Die Herstellung und Vermarktung dieser Produkte ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von CropEnergies. Hierdurch erhöht sich nicht nur die Ertragskraft der Produktionsanlagen, sondern CropEnergies mindert aufgrund der hohen Korrelation von Getreide- und Futtermittelpreisen auch die Rohstoffpreisrisiken.

Entsprechend dem höheren Produktionsvolumen und einem höheren Getreideanteil im Rohstoffmix ist die Absatzmenge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2016/17 um 54 % auf 564 (366) Tsd. t gestiegen. In Anbetracht der relativ stabilen Entwicklung der internationalen Proteinpreise konnte CropEnergies im Vergleich zu den Getreidepreisen weiterhin attraktive Erlöse für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel erzielen. Vor allem aufgrund eines geringeren Preisniveaus in der 1. Hälfte des Geschäftsjahrs konnte das Erlösniveau aus dem Vorjahr jedoch mehrheitlich nicht ganz erreicht werden.

In Zeitz wird das getrocknete und pelletierte Eiweißfuttermittel ProtiGrain® hergestellt, das eine wettbewerbsfähige Alternative zu Rapsschrot und anderen eiweißhaltigen Futtermitteln darstellt. In Wanze wird hochwertiges getrocknetes Gluten für Lebens- und Futtermittelverwendungen und das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® erzeugt. Gluten findet insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen Futtermitteln, z. B. bei der Fischzucht, Verwendung. ProtiWanze® wird vorwiegend an Nutztierhalter in den Beneluxländern vertrieben. In Wilton stellt CropEnergies wertvolle sowohl getrocknete als auch flüssige Eiweißfuttermittel her, die vor allem an regionale Abnehmer vertrieben werden.

Das integrierte Produktionskonzept von CropEnergies, bei dem aus heimischen Rohstoffen sowohl Bioethanol als auch wertvolle Lebens- und Futtermittel erzeugt werden, füllt gleichermaßen Teller, Tank und Trog. Die wertvollen Bestandteile des Getreidekorns, allen voran Kohlenhydrate, Proteine und Fette sowie Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine, werden zu vielfältigen Produkten verarbeitet. Damit erzeugt CropEnergies nicht nur eine nachhaltige und regional erzeugte Alternative zu Erdölimporten, sondern reduziert auch die in Europa bestehende Versorgungslücke an pflanzlichen Eiweißen. Mit ihren hochwertigen Produkten aus GVO-freien Rohstoffen trägt die CropEnergies-Gruppe zur Reduzierung von Sojaimporten aus Nord- und Südamerika bei und reduziert damit in diesen Staaten den Druck zu einer noch intensiveren Landnutzung.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Umsatzerlöse 801.736 722.602
EBITDA* 134.759 121.544
EBITDA-Marge in % 16,8 % 16,8 %
Abschreibungen* -37.197 -34.849
Operatives Ergebnis 97.562 86.695
Operative Marge in % 12,2 % 12,0 %
Restrukturierung und Sondereinflüsse -3.880 -18.055
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 189 40
Ergebnis der Betriebstätigkeit 93.871 68.680
Finanzergebnis -4.111 -5.717
Ergebnis vor Ertragsteuern 89.760 62.963
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.981 -20.316
Jahresüberschuss 68.779 42.647
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie € 0,79 0,49

* Soweit nicht auf Restrukturierung und Sondereinflüsse entfallend

Konzernumsatz

Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte CropEnergies infolge der Wiederinbetriebnahme der seit Frühjahr 2015 temporär stillgelegten Produktionsanlage in Wilton das Geschäftsvolumen deutlich steigern. Der erzielte Produktionsmengenanstieg spiegelt sich in markant höheren Absatzmengen von eigenerzeugtem Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln wider. Parallel dazu wurde das Handelsvolumen leicht reduziert.

Dieser erfreuliche Mengenanstieg war jedoch von niedrigen Absatzpreisen an den Bioethanolmärkten begleitet, die zumeist deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben und erst in den letzten Wochen des Geschäftsjahrs die Vorjahreswerte übertrafen. Obwohl auch die erzeugten Lebens- und Futtermittel mehrheitlich zu niedrigeren Preisen abgesetzt wurden, stieg der Umsatz aufgrund des zuvor beschriebenen Mengenwachstums um 11 % auf 802 (723) Mio. €.

Weitere Details zur Umsatzentwicklung sind im Kapitel "Bericht zur Geschäftstätigkeit" beschrieben.

EBITDA

Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte CropEnergies die Ertragslage im Vergleich zum bereits sehr erfreulichen Vorjahr insbesondere aufgrund des Anstiegs des Geschäftsvolumens nochmals verbessern. Hierbei wirkte sich auch der höhere Umsatzanteil mit eigenerzeugten Produkten ertragssteigernd aus, da diese in der Regel eine deutlich höhere Wertschöpfung als Handelsgeschäfte aufweisen.

Der bereits aufgezeigte Rückgang der erzielten Erlöse für Bioethanol sowie Lebens- und Futtermittel konnte durch niedrigere Getreidepreise nicht vollständig aufgewogen werden, sodass die spezifische Rohmarge je abgesetzter Einheit geringer ausfiel. In der Folge zeigt sich ein leichter Anstieg der Materialaufwandsquote auf 73,1 (72,5) % der Gesamtleistung. Dies konnte jedoch durch den beschriebenen Mengeneffekt überkompensiert werden, wodurch das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA auf 134,8 (121,5) Mio. € stieg.

Operatives Ergebnis / Restrukturierung und Sondereinflüsse

Bei leicht auf 37,2 (34,8) Mio. € gestiegenen Abschreibungen führte der Anstieg des um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA auch zu einer erfreulichen Verbesserung des operativen Ergebnisses auf den Rekordwert von 97,6 (86,7) Mio. €. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich hieraus eine operative Marge von 12,2 (12,0) %. Durch die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton fielen im Geschäftsjahr 2016/17 mit insgesamt 3,9 (18,1) Mio. € deutlich weniger Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen an als im Vorjahr.

Ergebnis der Betriebstätigkeit

In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Sondereinflüssen erreichte das Ergebnis der Betriebstätigkeit 93,9 (68,7) Mio. €.

Finanzergebnis

Für die Verbesserung des Finanzergebnisses auf -4,1 (-5,7) Mio. € war die rückläufige Nettoverschuldung maßgeblich.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich auf 89,8 (63,0) Mio. €. Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde im Berichtszeitraum ein Aufwand von 21,0 (20,3) Mio. € verbucht. Auf laufende Steueraufwendungen entfielen davon 17,1 (13,7) Mio. €.

Jahresüberschuss

Der Konzern-Jahresüberschuss beläuft sich auf 68,8 (42,6) Mio. €.

Ergebnis je Aktie

Auf Basis von 87,25 Mio. Stückaktien ermittelt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,79 (0,49) €.

Finanzlage

Finanzierungsrechnung

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Cashflow 107.168 87.265
Veränderung Nettoumlaufvermögen -21.817 14.300
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 85.351 101.565
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -16.055 -16.831
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 213 66
Erhaltene Investitionszuschüsse 0 5
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -15.842 -16.760
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -63.513 -86.430
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -28 -62
Zunahme (+) / Abnahme (-) der flüssigen Mittel 5.968 -1.687

Als Folge des auf 134,8 (121,5) Mio. € gestiegenen, um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA erhöhte sich der Cashflow deutlich auf 107,2 (87,3) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 85,4 (101,6) Mio. €.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich leicht auf 15,8 (16,8) Mio. € und entfiel im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten insbesondere dem Ausbau und der Verbesserung der Produktionsanlagen.

Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,4 (14,1) Mio. € standen Tilgungen von 60,8 (100,5) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 13,1 Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 63,5 (86,4) Mio. €.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen verringerten sich im Geschäftsjahr 2016/17 auf 16,1 (16,7) Mio. €. Davon wurden 7,7 Mio. € bei der BioWanze SA, 4,3 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 2,9 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. und 0,8 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert. Des Weiteren wurden 3 (76) Tsd. € in immaterielle Vermögenswerte investiert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit 597,9 (591,5) Mio. € um 6,4 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital erhöhte sich insbesondere aufgrund der erfreulichen Ertragslage auf 425,8 (367,2) Mio. €. Die Eigenkapitalquote der CropEnergies-Gruppe erreichte 71 (62) %.

AKTIVA

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Langfristige Vermögenswerte 428.650 459.788
Kurzfristige Vermögenswerte 169.270 131.688
Bilanzsumme 597.920 591.476

PASSIVA

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Eigenkapital 425.777 367.215
Langfristige Schulden 65.225 103.035
Kurzfristige Schulden 106.918 121.226
Bilanzsumme 597.920 591.476
Nettofinanzschulden 9.285 65.678
Verhältnis Nettofinanzschulden zum Cashflow 0,1 0,8
Eigenkapitalquote 71,2 % 62,1 %
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals 2,2 % 17,9 %

Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 28. Februar 2017 um 31,1 Mio. € auf 428,7 Mio. €. Dabei verringerte sich insbesondere das Anlagevermögen infolge planmäßiger Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Investitionen um 28,0 Mio. € auf 424,7 Mio. €. Darin sind Geschäfts- und Firmenwerte in unveränderter Höhe von 5,6 Mio. € enthalten. Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich um 3,3 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Des Weiteren stieg der Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen um 0,2 Mio. € auf 2,0 Mio. €. Das Eigenkapital und die langfristigen Schulden decken das Anlagevermögen zu 115,6 (103,9) %.

Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 37,6 Mio. € auf 169,3 Mio. €. Dabei nahmen insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögenswerte aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens um 24,6 Mio. € auf 84,8 Mio. € zu. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 1,9 (0,2) Mio. € und Forderungen in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte in Höhe von 6,4 (6,1) Mio. € enthalten. Der Bestand an Vorräten erhöhte sich um 6,3 Mio. € auf 63,1 Mio. €. Des Weiteren stiegen der Bestand an flüssigen Mitteln um 6,0 Mio. € auf 14,0 Mio. € und die Steuererstattungsansprüche um 0,7 Mio. € auf 7,4 Mio. €.

Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 37,8 Mio. € auf 65,2 Mio. €. Dabei wurden insbesondere die langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 35,7 Mio. € auf 15,3 Mio. € abgebaut. Die übrigen Rückstellungen verminderten sich um 8,5 Mio. € auf 2,8 Mio. €. Demgegenüber erhöhten sich die passiven latenten Steuern um 3,4 Mio. € auf 24,4 Mio. €. Des Weiteren stiegen die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, auch aufgrund des niedrigeren Abzinsungssatzes, um 3,0 Mio. € auf 22,4 Mio. €, und die sonstigen Verbindlichkeiten blieben nahezu unverändert bei 0,3 Mio. €.

Die kurzfristigen Schulden verminderten sich um 14,3 Mio. € auf 106,9 Mio. €. Dabei nahmen insbesondere die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 14,7 Mio. € auf 8,0 Mio. € ab. Dagegen erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten um 9,2 Mio. € auf 74,3 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 2,1 (7,7) Mio. € enthalten. Des Weiteren verringerten sich die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten um 7,0 Mio. € auf 11,9 Mio. € und die übrigen Rückstellungen um 1,8 Mio. € auf 12,7 Mio. €.

In Summe konnten die Nettofinanzschulden deutlich auf 9,3 (65,7) Mio. € verringert werden. Hiervon sind 15,3 Mio. € langfristig und 8,0 Mio. € kurzfristig fällig. Dem stehen flüssige Mittel in Höhe von 14,0 Mio. € gegenüber. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow belief sich auf 0,1 (0,8).

Wertbeitrag, Kapitalstruktur und Dividende

Wertbeitrag

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) errechnet sich als Folgegröße aus dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Das Capital Employed umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag.

Der ROCE hat sich 2016/17 im Wesentlichen durch das gestiegene operative Ergebnis auf 20,1 (17,5) % erhöht. Das Capital Employed hingegen verminderte sich leicht auf 484 (496) Mio. €. Maßgeblich hierfür ist das durch planmäßige Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Investitionen verringerte Anlagevermögen, dem eine Erhöhung des Working Capital insbesondere infolge der Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton gegenübersteht. Die Investitionen von 16 (17) Mio. € lagen unter den Abschreibungen von 39 (40) Mio. €.

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Tsd. € 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 2012/13
Operatives Ergebnis 97.562 86.695 -11.233 35.002 87.018
Sachanlagen* 419.135 447.176 475.232 472.519 437.344
Goodwill 5.595 5.595 5.595 5.595 5.595
Working Capital 59.567 43.142 43.191 71.186 64.173
Capital Employed 484.297 495.913 524.018 549.300 507.112
Return on Capital Employed (ROCE) 20,1 % 17,5 % -2,1 % 6,4 % 17,2 %

* Einschließlich immaterieller Vermögenswerte

Kapitalstruktur

Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen hierfür sind der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).

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Tsd. € 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 2012/13
Verschuldungsfaktor          
Nettofinanzschulden 9.285 65.678 150.148 134.674 82.907
Cashflow 107.168 87.265 5.285 50.858 98.238
Verhältnis Nettofinanzschulden zu Cashflow 0,1 0,8 28,4 2,6 0,8
Verschuldungsgrad          
Nettofinanzschulden 9.285 65.678 150.148 134.674 82.907
Eigenkapital 425.777 367.215 331.660 395.344 389.705
Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals 2,2 % 17,9 % 45,3 % 34,1 % 21,3 %
Eigenkapitalquote          
Eigenkapital 425.777 367.215 331.660 395.344 389.705
Bilanzsumme 597.920 591.476 643.914 666.305 598.947
Eigenkapitalquote in % 71,2 % 62,1 % 51,5 % 59,3 % 65,1 %

Maßgeblich für die verbesserte Kapitalstruktur war im Geschäftsjahr 2016/17 der Abbau der Finanzverbindlichkeiten. Infolgedessen reduzierten sich die Nettofinanzschulden deutlich. Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss. Der Cashflow folgte dem gestiegenen EBITDA.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 71 (62) %.

Der Verschuldungsgrad, der die Nettofinanzschulden mit dem Eigenkapital in Beziehung setzt, erreichte 2 (18) %.

Der Verschuldungsfaktor als Quotient aus Nettofinanzschulden und Cashflow konnte auf 0,1 (0,8) deutlich verbessert werden.

Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis November 2020 auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen der Eurozone zuzüglich einer (Ziehungs-)Marge. Zum 28. Februar 2017 bestand keine Inanspruchnahme.

Dividende

CropEnergies berücksichtigt bei der Dividendenpolitik die nachhaltige operative Ergebnisentwicklung, den Cashflow, die Risiken, die weiteren Wachstumsmöglichkeiten sowie die Verschuldung.

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Tsd. € 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 2012/13
Operatives Ergebnis 97.562 86.695 -11.233 35.002 87.018
Jahresüberschuss 68.779 42.647 -58.043 12.006 57.175
Cashflow 107.168 87.265 5.285 50.858 98.238
Ergebnis je Aktie (€/Aktie) 0,79 0,49 -0,67 0,14 0,67
Dividende je Aktie (€/Aktie) 0,30* 0,15 0,00 0,10 0,20
Zusatzdividende je Aktie (€/Aktie) 0,00* 0,00 0,00 0,00 0,06
Gesamte Dividende je Aktie (€/Aktie) 0,30* 0,15 0,00 0,10 0,26
Ausschüttungsquote 38,0 % 30,6 % 0,0 % 71,4 % 38,8 %

* Vorschlag

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf 68,8 (42,6) Mio. €. Nach einer Einstellung von 18,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen erreichte der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG 26,5 Mio. €.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Juli 2017 vor, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG 26,2 Mio. €, entsprechend einer Dividende von 0,30 € pro Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 0,3 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen.

Tatsächliche und prognostizierte Geschäftsentwicklung

In der nachstehenden Tabelle ist die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016/17 der im Geschäftsbericht 2015/16 sowie in den Zwischenberichten 2016/17 veröffentlichten Prognose für 2016/17 gegenübergestellt. Das jeweils angegebene Datum betrifft den Veröffentlichungstermin der Berichterstattung.

Am 13. Februar 2017 wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 durch eine Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR letztmalig angepasst. Der Hauptgrund für die bessere Ertragssituation sind die weiter deutlich über den zuvor erwarteten Terminpreisen notierenden Tagespreise für Bioethanol sowie die hohe Kapazitätsauslastung in allen vier Anlagen. Daher wurden die Erwartungen für den Umsatz und das operative Ergebnis angehoben.

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18.05.16 21.06.16 22.09.16 20.12.16 13.02.17
Prognose 2016/17 Geschäftsbericht 2015/16 Insiderinformation gemäß Art. 17 MAR 2016/17 Insiderinformation gemäß Art. 17 MAR 2016/17 Insiderinformation gemäß Art. 17 MAR 2016/17 Insiderinformation gemäß Art. 17 MAR 2016/17
Umsatz Mio. € in einer Bandbreite zwischen 625 und 700 in einer Bandbreite zwischen 640 und 700 in einer Bandbreite zwischen 670 und 720 in einer Bandbreite zwischen 760 und 790 in einer Bandbreite zwischen 800 und 810
Operatives Ergebnis Mio. € plus 30 bis plus 70 plus 50 bis plus 80 plus 50 bis plus 80 plus 70 bis plus 85 plus 95 bis plus 100
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Prognose 2016/17 Ist 2016/17 Ist 2015/16
Umsatz Mio. € 802 723
Operatives Ergebnis Mio. € 98 87

Eine Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 erfolgte durch eine Meldung am 21. Juni 2016. Hauptgrund hierfür war die dank gesunkener Rohstoffpreise sowie niedrigerer Aufwendungen für Energie und Instandhaltung deutlich verbesserte Ertragslage. Die Erwartungen für den Umsatz und das operative Ergebnis wurden angehoben.

Am 22. September 2016 wurde die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2016/17 durch eine Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR (Market Abuse Regulation) erneut angehoben. Die technischen Modifikationen der Bioethanolanlage in Wilton konnten erfolgreich getestet werden. Sie verbesserten insbesondere die Prozessstabilität und die Energieeffizienz der Anlage.

Eine erneute Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2016/17 erfolgte durch eine Meldung am 20. Dezember 2016. Der Hauptgrund hierfür war die erfreuliche Entwicklung der Ethanolpreise. Vor diesem Hintergrund wurden die Erwartungen für den Umsatz und das operative Ergebnis abermals angehoben.

STANDORT

BioWanze SA, Wanze, Belgien

KAPAZITÄT (PRO JAHR)

300.000 m3 Bioethanol für Kraftstoffanwendungen

Rund 55.000 t Weizengluten

>350.000 t ProtiWanze®

ROHSTOFFE

Weizen und Zuckersirupe

» Hochwertiges heimisches Protein aus Wanze ist eine ideale Komponente für unsere Fischfutter-Produktion.«

GUIDO CROLLA

MANAGER EINKAUF COPPENS INTERNATIONAL GMBH, NETTETAL, DEUTSCHLAND

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Risikomanagementsystem

CropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol in Europa. Aufgrund des Produktions-, Vertriebs- und Handelsnetzwerks ist CropEnergies hervorragend positioniert, um auf dem europäischen Bioethanolmarkt eine führende Rolle einzunehmen. Darüber hinaus verfügt CropEnergies durch die vollständige Nutzung von Agrarrohstoffen über ein attraktives Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Dies reduziert die Abhängigkeit von den Entwicklungen auf den Bioethanol- und Rohstoffmärkten. Betriebliche Funktionen, externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um diese zu erkennen und aktiv zu steuern, hat CropEnergies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet.

Das Chancen- und Risikomanagement umfasst die unternehmensinternen Regelungen zur Erfassung, Darstellung und Interpretation risikorelevanter Abläufe und mündet in monatlichen Sitzungen des Risikomanagementausschusses. Die Abläufe sind in das Risikomanagement der Südzucker-Gruppe eingebunden. Im Risikokonsolidierungskreis sind alle Konzerngesellschaften berücksichtigt.

Risiko- und Chancenpolitik

Für CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Unter Risiko und Chancen versteht CropEnergies künftige Entwicklungen bzw. Ereignisse, die das Erreichen strategischer Ziele und operativer Planungen negativ bzw. positiv beeinflussen können. Die Abwägung von Risiken und die Nutzung von Chancen dienen der Sicherung des Unternehmens und dem Ausbau seiner Wettbewerbsfähigkeit. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie die Implementierung interner Kontrollen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt.

Risikomanagement

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Es hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit gehen eine Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Sachverhalte und Prozesse sowie die Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern einher. Das Risikomanagement wird durch ein Überwachungssystem ergänzt, das die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen sicherstellt.

Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen. So bestehen insbesondere Marktpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsvorgängen, die auch durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt werden. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in Richtlinien vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regeln. Die Sicherungsinstrumente dienen vornehmlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und werden an regulierten Märkten oder mit Banken hoher Bonität abgeschlossen.

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und anerkannten regulatorischen Standards ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens hat CropEnergies eine konzernweite Compliance-Richtlinie verabschiedet und schult Mitarbeiter entsprechend.

Gleichzeitig mit der Betrachtung von Risiken werden im Risikomanagementsystem von CropEnergies auch sich bietende Chancen identifiziert, verfolgt und gesteuert.

Risikofrüherkennungssystem

Der Vorstand trägt konzernweit die Verantwortung für das Risikomanagementsystem sowie für die Früherkennung und Gegensteuerung bestandsgefährdender und strategischer Risiken. Er hat einen Risikoausschuss eingerichtet, dem neben dem Vorstand Verantwortliche der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Logistik, Produktion, Business Development, Public Relations, Finanzen, Accounting, Controlling und Südzucker-Risikomanagement angehören. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich und bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf, Handel und Finanzmarktrisiken standardisierte Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die Auswirkungen auf das geplante operative Ergebnis ermittelt werden. Diese Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das aktuelle und das darauffolgende Geschäftsjahr. Soweit Handelsrisiken bestehen, werden diese täglich bewertet. Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. Der Wirtschaftsprüfer beurteilt regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.

Risikokommunikation

Wesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt dies - auch durch seine unmittelbare Einbindung in den Risikoausschuss - sicher und hält die Mitarbeiter an, mit Risiken aktiv und transparent umzugehen. Regelmäßiges Reporting der operativen und strategischen Risiken erfolgt im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses.

Interne Revision

Die interne Revision der Südzucker-Gruppe prüft und bewertet die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe bei CropEnergies. Darüber hinaus wacht sie über die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems.

Risiken

Übersicht der Unternehmensrisiken

Nachfolgend werden die für CropEnergies wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben und entlang der Merkmale "Eintrittswahrscheinlichkeit" und "mögliche finanzielle Auswirkungen" nach Gegensteuerungsmaßnahmen klassifiziert. Die für die entsprechenden Kategorien "gering", "mittel" und "hoch" verwendeten relativen bzw. absoluten Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkung.

Die Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie die Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung.

Strategische Risiken

Regulatorische Entwicklungen können den Fortgang der Geschäftstätigkeit positiv und negativ beeinflussen. Wie im Abschnitt "Entwicklungen im politischen Umfeld" des Lageberichts ausführlich dargestellt, unterliegt die Geschäftstätigkeit von CropEnergies sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen. Zusätzlich können sich die Rahmenbedingungen insbesondere in den USA und Brasilien, wo sich die weltweit größten Bioethanolmärkte befinden, auf die internationalen Handelsströme und damit mittelbar auf die Geschäftstätigkeit von CropEnergies auswirken.

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Übersicht der Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
gering < 10 % < 1 Mio. €
mittel 10 - 50 % 1 - 10 Mio. €
hoch > 50 % > 10 Mio. €
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Übersicht der Unternehmensrisiken Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
Strategische Risiken    
Änderungen der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen hoch hoch
Risiken durch strukturelle Veränderungen der Absatzmärkte mittel hoch
Gesamtwirtschaftliche Risiken mittel mittel
Operative Risiken    
Beschaffungsrisiko hoch hoch
Absatzrisiko hoch hoch
Risiken aus Handelsgeschäften gering mittel
Qualitätsrisiken gering mittel
IT-Risiken gering mittel
Personalrisiken gering mittel
Bonitäts- und Ausfallrisiken gering gering
Weitere operative Risiken gering mittel
Compliancerisiken    
Allgemeine rechtliche Risiken mittel mittel
Kartellrechtsrisiken mittel mittel
Korruptionsrisiken gering mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken    
Liquiditätsrisiken gering hoch
Wechselkursrisiken mittel mittel
Zinsänderungsrisiken mittel gering

Die EU-Kommission hat am 30. November 2016 Gesetzgebungsvorschläge zur Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 vorgelegt, die insbesondere den Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz betreffen. Der frühe Stand des Gesetzgebungsverfahrens erlaubt noch keine gesicherte Aussage, wie sich etwaige geänderte rechtliche Rahmenbedingungen auf das Bioethanolgeschäft langfristig auswirken könnten. Eine Differenzierung von Beimischungsquoten nach Produktionstechnologien und/oder Rohstoffen kann zu Nachfrageverschiebungen führen, welche die Geschäftstätigkeit von CropEnergies belasten könnten. Als führendes Unternehmen der Branche und aufgrund ihrer Einbindung in die Wertschöpfungskette der Südzucker-Gruppe geht CropEnergies jedoch davon aus, eventuelle zusätzliche Marktchancen nutzen zu können.

Ebenfalls können tatsächliche, behauptete oder widerlegte Einflüsse der Bioenergiegewinnung auf den Anbau landwirtschaftlicher Güter in anderen Regionen der Welt mit Chancen oder Risiken verbunden sein. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen.

Darüber hinaus können Änderungen in den Rahmenbedingungen der für CropEnergies relevanten Zertifizierungssysteme einen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des von CropEnergies produzierten Bioethanols haben.

CropEnergies begegnet den regulatorischen Risiken durch die Mitarbeit in verschiedenen Branchenverbänden, welche die Interessen der Bioethanolwirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene vertreten und kontinuierlich in Kontakt mit den politischen Entscheidungsträgern stehen.

Daneben unterliegen die Produkte der CropEnergies-Gruppe dem Risiko von Nachfrageschwankungen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung oder Änderungen im Verbraucherverhalten.

Risiken aus dem operativen Geschäft

Beschaffungsrisiko

Zur Herstellung von Bioethanol werden vor allem kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Deshalb wirken sich Preisschwankungen an den Weltagrar- und Devisenmärkten direkt auf die Rohstoffkosten von CropEnergies aus.

Das Rohstoffpreisrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert CropEnergies teilweise durch die Verkaufserlöse der im Produktionsprozess anfallenden Lebens- und Futtermittel. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse dieser Produkte kompensiert werden ("natural hedge"). Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies daher eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten und Erlösen für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel vor (Steuerung nach Nettorohstoffkosten). Darüber hinaus können die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik reduziert werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, eingegangene Lieferverpflichtungen mit den notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu unterlegen.

Zur Begrenzung dieser Risiken setzt CropEnergies zur Rohstoffpreissicherung derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen werden durch den Abschluss längerfristiger Lieferverträge sowie den Einsatz alternativer Rohstoffe reduziert. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Bioethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquote entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können.

Auch für den Einkauf von Energie unterliegt CropEnergies dem Risiko von Marktpreisschwankungen. Diesem Risiko wird mit der Nutzung unterschiedlicher Energieträger sowie längerfristigen Lieferverträgen für Energie begegnet.

Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Das von CropEnergies erzeugte Bioethanol erfüllt diese Anforderungen. Dies setzt voraus, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist.

Auch aus den Regelungen bezüglich der CO2 -Zertifikate ergeben sich Chancen und Risiken für CropEnergies. Für die Jahre 2013 bis 2019 erfüllt die Produktion von Bioethanol nach den aktuellen EU-Vorschriften die Carbon-Leakage-Kriterien, wonach CO2 -Zertifikate in begrenztem Umfang kostenlos zugeteilt werden. Die nächste Überprüfung des Carbon-Leakage-Status' betrifft die Zuteilungsjahre 2020 bis 2024. Ein Wegfall hätte eine deutliche Kürzung der Zuteilung kostenloser CO2 -Zertifikate zur Folge, wird derzeit jedoch nicht erwartet. Für die kommende 4. Handelsperiode von 2021 bis 2030 wird - auch beim Erhalt des Carbon-Leakage-Status' - davon ausgegangen, dass die kostenlose Zuteilung weiter deutlich reduziert werden wird.

Ferner besteht ein Preisänderungsrisiko für CO2 -Zertifikate, die zugekauft werden müssen.

Absatzrisiko

Die CropEnergies-Gruppe unterliegt absatzseitig Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie, soweit möglich, durch derivative Instrumente sowie durch die flexible Nutzung der Bioethanolanlagen je nach Marktsituation und der hieraus resultierenden Kosten- und Ertragslage. Der Einsatz der derivativen Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Die europäischen Ethanolpreise werden derzeit von Preisberichterstattungsagenturen auf Basis sehr geringer Volumina ermittelt. Eine hohe Volatilität sowie eine geringe Transparenz bei der Feststellung der Preise ist die Folge.

CropEnergies geht davon aus, dass die Umsetzung der sogenannten Benchmark-Verordnung von 2015 zu mehr Transparenz bei der Feststellung des Ethanolpreises und somit zu weniger Volatilität und mehr Liquidität in der Preisnotierung führen wird.

Der überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der CropEnergies-Gruppe entfällt auf Großkunden. Sollten derartige Lieferverträge nicht erfüllt werden oder Anschlussaufträge wesentlich geringer ausfallen, können sich hieraus Risiken für die Ertrags- und Vermögenslage ergeben.

Einen Beitrag zur Verringerung von Absatz- und Preisrisiken leistet CropEnergies durch kontinuierliche Optimierung der Kostenstrukturen bzw. die Anpassung der Kapazitätsauslastung.

Risiken aus Handelsgeschäften

Soweit CropEnergies Handelsgeschäfte mit Bioethanol oder entsprechenden Warenterminkontrakten betreibt, werden deren Risiken durch ein Limitsystem sowohl hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Geschäfte als auch des Gesamtvolumens begrenzt. Weitere Beschränkungen bestehen bezüglich der Kreditrisiken von Geschäftspartnern und der Änderung von Marktwertrisiken. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht.

Qualitätsrisiken

CropEnergies erzeugt sichere und qualitativ hochwertige Produkte. Um dies zu gewährleisten, verfügt CropEnergies über ein Qualitätssicherungssystem, welches die Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe moderner Prozessleittechnik und Laboranalysen überwacht. Dies umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden und legt Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe fest.

IT-Risiken

Wie jedes Unternehmen ist CropEnergies maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig und auf reibungslos funktionierende IT-Systeme angewiesen. Dadurch ergeben sich Risiken insbesondere in Bezug auf den Ausfall von IT-Systemen, deren Sicherheit und Qualität. Die Optimierung, Aufrechterhaltung und insbesondere die Sicherheit der IT-Systeme werden sowohl durch Experten als auch durch entsprechende technische Maßnahmen gewährleistet. Hierbei ist CropEnergies über die Shared Service Agreements in die weitgehend vereinheitlichten Informationssysteme und Prozesse der Südzucker-Gruppe eingebunden.

Personalrisiken

Die CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen der Südzucker-Gruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld.

Bonitäts- und Ausfallrisiken

Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden bei CropEnergies reduziert, indem einerseits die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Geschäftspartnern fortlaufend überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung herangezogen werden. Insbesondere bei Handelsgeschäften kann darüber hinaus auf Akkreditive oder ähnliche Instrumente zurückgegriffen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen und Sicherungsgeschäften werden dadurch minimiert, dass Transaktionen bei Banken und Partnern hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht.

Weitere operative Risiken

Das Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert. Falls erforderlich, wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann.

In den Bereichen Steuern, IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies aufgrund der Shared-Service-Vereinbarungen auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen.

Compliancerisiken

Allgemeine rechtliche Risiken

Klageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns haben könnten, sind nicht erkennbar.

Kartellrechts- und Korruptionsrisiken

Kartellrechts- und Korruptionsrisiken können darin bestehen, dass Organe oder Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe gegen Gesetze und interne Regelungen verstoßen und in Folge das betroffene Unternehmen der CropEnergies-Gruppe Vermögens- und Imageschäden erleidet.

Zur Vermeidung von Kartellrechts- und Korruptionsrisiken hat CropEnergies im Rahmen des Compliance-Management-Systems die in der CropEnergies-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt und die verschiedenen compliancerelevanten Bereiche und Aufgabenfelder verbunden. Das Compliance-Management-System fußt auf den Prinzipien "Kennen" (informieren und schulen), "Einhalten" (kontrollieren und dokumentieren) sowie "Verbessern" (berichten und handeln). Verstöße gegen externe und interne Bestimmungen werden nicht toleriert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Liquiditätsrisiken

Die Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird tagesgenau gesteuert und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung, die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies - falls erforderlich - kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen.

Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken

CropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Wechselkursrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zum 28. Februar 2017 hatte CropEnergies keine nicht auf Euro denominierten Kredite von Konzernfremden.

Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen werden durch eine Mischung von fest- und variabel verzinslichen Darlehen begrenzt, wobei der Anteil festverzinslicher Darlehen überwiegt.

Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sowie Liquiditäts-, Bonitäts- und Ausfallrisiken sind im Konzernanhang unter (29) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe zu finden.

Gesamtrisiko

Zu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der CropEnergies-Gruppe gehören insbesondere Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Ergebnis von CropEnergies wird besonders beeinflusst von der Preisvolatilität der eingesetzten Rohstoffe - insbesondere Getreide - und von den Bioethanolerlösen.

In Phasen rückläufiger Ethanolpreise bei gleichbleibenden oder steigenden Getreidepreisen können Verluste entstehen, wenn Margen keinen Beitrag zur Fixkostendeckung liefern. Wenn die variablen Kosten nicht mehr gedeckt werden, kann eine vorübergehende Stilllegung von Anlagen notwendig werden.

Da sich die Märkte für Getreide und Bioethanol relativ unabhängig voneinander verhalten und zudem sehr volatil sind, ist die Prognose der Ergebniswirkung erschwert. Gleichwohl ist es nicht immer sinnvoll oder möglich, alle Preisrisiken im Voraus abzusichern, da damit auch die Chancen zukünftiger positiver Preisentwicklungen reduziert würden. Daneben begrenzt nicht ausreichende Liquidität bei Preissicherungsinstrumenten deren wirtschaftlich sinnvollen Einsatz.

Zusammenfassend hat sich das Gesamtrisiko der CropEnergies-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr infolge der gestiegenen Unsicherheiten durch die EU-Kommissions-Vorschläge zur Umsetzung der Klima- und Energiepolitik der EU bis 2030 erhöht.

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig nicht erkennbar.

Chancen

Die Reihenfolge der beschriebenen Chancen entspricht deren Bedeutung für CropEnergies.

Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt.

Chancen ergeben sich aus niedrigeren Getreidepreisen und/ oder einem Preisanstieg von Ethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion.

Mittelfristig geht CropEnergies davon aus, dass die Beschlüsse des Pariser Klima-Gipfels für weiteres Marktwachstum auch bei erneuerbaren Energien im Transportsektor sorgen werden. Anders wird das gesteckte Ziel, die Erderwärmung auf 2 °C zu begrenzen und den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken, nicht erreicht werden können.

Für den korrespondierenden Nachfrageanstieg ist die CropEnergies-Gruppe als einer der führenden Bioethanolhersteller Europas und aufgrund der Flexibilität und Kapazität ihrer Anlagen gut gerüstet. Ein Grund hierfür ist das erfolgreiche Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016, wodurch CropEnergies nun die gesamte Produktionskapazität flexibel nach Markt- und Auftragslage nutzen kann.

Gesamtchancen

Die Gesamtchancen des Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rechnungslegungsbezogenes internes Ko nt roll- und Risikomanagementsystem

Grundzüge

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe aus einem Steuerungs- und einem Überwachungssystem zusammen.

IFRS Reporting Guideline

Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der CropEnergies-Gruppe regeln einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den CropEnergies-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren.

Internes Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip" sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang.

Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden.

Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung.

Interne Prüfung

Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden. Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher.

Externe Prüfung

Der Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssystems.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die EU-Kommission geht in ihrer Winterprognose 2017 davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung in Europa trotz hoher politischer Unsicherheiten in diesem und im kommenden Jahr fortsetzen wird. Zum ersten Mal seit fast zehn Jahren sollen dabei alle EU-Mitgliedsstaaten für den Prognosezeitraum von 2016 bis 2018 eine positive Wirtschaftsentwicklung aufweisen. Das Wirtschaftswachstum 2017 soll sich für die EU demnach auf 1,8 % und für den Euroraum auf 1,6 % belaufen. Für das Jahr 2018 wird mit jeweils 1,8 % gerechnet. Risiken für die Wachstumsaussichten könnten sich unter anderem aus der Brexit-Entscheidung Großbritanniens und einer Verschärfung der US-Geldpolitik ergeben.

Bioethanolmärkte

In der EU soll der Bioethanolverbrauch 2017 auf 7,8 Mio. m3 steigen. Der Anstieg um rund 0,2 Mio. m3 ist nahezu vollständig auf eine vermehrte Nutzung von Kraftstoffethanol zurückzuführen. Dieser positive Marktausblick beruht insbesondere auf höheren Beimischungsvorgaben in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung schöpfen die EU-Mitgliedsstaaten das Potenzial von Bioethanol für eine schnelle und kostengünstige Dekarbonisierung des Transportsektors weiterhin bei Weitem nicht aus. Für einen nennenswerten Ausbau erneuerbarer Energien im Kraftstoffsektor bedarf es vielmehr einer europaweiten Einführung von E10.

Für das Geschäftsjahr 2017/18 rechnet CropEnergies mit weiterhin volatilen Ethanolpreisen, die sich aber unter den hohen Notierungen zu Jahresbeginn 2017 bewegen dürften. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die tatsächliche Bioethanolnachfrage weiterhin deutlich unter den Prognosen der Nationalen Aktionspläne der EU-Mitgliedsstaaten liegt, auf deren Grundlage der Ausbau der Produktionskapazitäten in der EU erfolgte. Bei moderater Entwicklung der Bioethanolimporte wird damit gerechnet, dass sich die europäischen Ethanolpreise verstärkt nach Angebot und Nachfrage in der EU richten werden.

Getreidemärkte

Nach Einschätzung des US-Landwirtschaftsministeriums wird sich die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) im Getreidewirtschaftsjahr 2016/17 auf einem Rekordniveau von 2,1 Mrd. t bewegen. Im Zuge der guten Versorgungslage sollen die Lagerbestände erneut anwachsen und die Marke von 500 Mio. t übersteigen. Aufgrund des zeitweise stark gesunkenen Getreidepreisniveaus ist jedoch ein moderater Wiederanstieg der Getreidepreise nicht auszuschließen. Die insgesamt hervorragende Versorgungslage, die nach ersten Prognosen des Internationalen Getreiderats (IGC) auch im Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 vorherrschen wird, sollte mögliche Preissteigerungen jedoch in Grenzen halten. Diese Einschätzung beruht auf einer leicht reduzierten Anbaufläche für Getreide und einer Normalisierung der Flächenerträge, die im Vorjahr ein Spitzenniveau erreichten. Nach der Aprilschätzung des IGC wird die Getreideernte 2017/18 aber wieder bei über 2 Mrd. t liegen.

Politische Rahmenbedingungen

Neben den Entwicklungen auf den Absatz- und Rohstoffmärkten sind der politische Wille und die entsprechenden Rahmenbedingungen für den Erfolg erneuerbarer Energien auch im Transportsektor entscheidend. Das Europäische Parlament und der Rat haben sich im Jahr 2015 geeinigt, dass bis zu 7 % der im Jahr 2020 vorgesehenen 10 % an erneuerbaren Energien im Transportsektor aus erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen stammen können. Der Rest von mindestens 3 % soll durch die verstärkte Förderung von erneuerbaren Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen sowie der im Schienen- und Straßenverkehr genutzten Elektrizität gedeckt werden. Mit Blick auf den nur noch kurzen Zeitraum bis 2020 haben mehrere Mitgliedsstaaten ihre nationalen Beimischungsvorgaben für erneuerbare Kraftstoffe mit Beginn des Jahres 2017 erhöht.

In Deutschland wurde die Treibhausgasminderungsquote zum 1. Januar 2017 von 3,5 auf 4,0 Gew.-% erhöht. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen. Mit der verbindlichen Treibhausgasminderungsvorgabe für die Mineralölindustrie wurde die spezifische Treibhausgaseinsparung zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal für erneuerbare Kraftstoffe in Deutschland.

Ebenfalls zum 1. Januar 2017 stieg in Belgien die Beimischungsvorgabe von 4,0 auf 8,5 Vol.-% Bioethanol. Mit dieser Neuregelung erfolgte auch die Markteinführung von E10, dessen flächendeckende Nutzung für die Einhaltung der Beimischungsvorgabe unverzichtbar ist.

In Großbritannien besteht unverändert eine Beimischungsverpflichtung von 4,75 Vol.-%. Diese Regelung stellt jedoch nicht sicher, dass der Transportsektor einen angemessenen Beitrag zur Umsetzung der ambitionierten Klimaziele Großbritanniens leistet. Daher hat das britische Transportministerium Ende November 2016 vorgeschlagen, die Beimischungsverpflichtung schrittweise bis auf 9,75 Vol.-% ab dem Jahr 2020 zu erhöhen. In Anbetracht dessen, dass die Beratungen über eine mögliche Neuregelung noch nicht abgeschlossen sind, kann 2017 von weitgehend unveränderten Marktbedingungen in Großbritannien ausgegangen werden.

In Frankreich wird die Nutzung von Biokraftstoffen durch energetische Beimischungsverpflichtungen gefördert, die zu Beginn des Jahres 2017 im Ottokraftstoffbereich auf 7,5 % erhöht wurden. Trotz der anhaltenden Diskussion auf EU-Ebene über ein Klima- und Energiepaket 2030 hat Frankreich bereits festgelegt, dass der Erneuerbare-Energien-Anteil im Transportsektor bis 2030 auf 15 % steigen soll, und bekennt sich damit auch für die Zeit nach 2020 zu verbindlichen Zielen für erneuerbare Energien im Transportsektor.

Im Gegensatz hierzu sehen die Vorschläge der EU-Kommission zur Überarbeitung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" keine verbindlichen Gesamtziele für die Nutzung von erneuerbaren Energien im Transportsektor vor. Gleichzeitig soll die Maximalgrenze für erneuerbaren Kraftstoff aus Ackerpflanzen bis 2030 zugunsten noch zu entwickelnder Alternativen reduziert werden. Das Europäische Parlament und der Rat werden in den kommenden Monaten über die Neufassung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie'' beraten. Für die Verabschiedung eines rechtlich bindenden Richtlinientexts ist eine Einigung beider Institutionen notwendig.

Konzernentwicklung

CropEnergies konnte im Geschäftsjahr 2016/17 ein operatives Rekordergebnis von 98 Mio. € erzielen. Ursächlich hierfür waren insbesondere die seit Dezember 2016 deutlich gestiegenen Ethanolpreise und die hohe Kapazitätsauslastung aller vier Anlagen der CropEnergies-Gruppe.

Auch die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017/18 wird maßgeblich von der stark schwankenden Preisentwicklung auf den Bioethanolmärkten abhängen. Die Terminpreise für Bioethanol in Europa, die allerdings nur von begrenzter Aussagekraft sind, deuten für das Geschäftsjahr 2017/18 einen Preisrückgang vom jetzigen Spotpreis-Niveau an. Auf Basis einer fortgesetzt hohen Kapazitätsauslastung rechnet CropEnergies daher mit einem Umsatz von 800 bis 875 Mio. €.

Vor diesem Hintergrund und auf Basis der derzeitigen Getreidepreise erwartet CropEnergies im Geschäftsjahr 2017/18 ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von 40 bis 80 Mio. €. Dies entspricht einem EBITDA zwischen 80 und 120 Mio. €. Hiermit sollte CropEnergies erstmals in seiner Unternehmensgeschichte komplett schuldenfrei sein.

STANDORT

Ensus UK Limited, Wilton, Großbritannien

KAPAZITÄT (PRO JAHR)

400.000 m3 Bioethanol für Kraftstoffanwendungen

350.000 t DDGS

ROHSTOFF

Getreide

»Die Transport- und Hafen-Logistik, die Wir für die Bioethanolanlage in Wilton durchführen, sichert Arbeitsplätze und schafft Einkommen - und unterstützt so die Nachhaltigkeit unseres Geschäfts und der Region.«

GARY DAWSON

GESCHÄFTSFÜHRER AV DAWSON LTD., MIDDLESBROUGH, GROSSBRITANNIEN

Konzernabschluss

Gesamtergebnisrechnung

1. März 2016 bis 28. Februar 2017

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Tsd. € Anhang 2016/17 2015/16
Gewinn-und-Verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse (6) 801.736 722.602
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen (7) 5.394 -1.525
Sonstige betriebliche Erträge (8) 5.995 5.571
Materialaufwand (9) -590.355 -522.462
Personalaufwand (10) -34.060 -39.642
Abschreibungen (16), (17) -39.374 -39.692
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) -55.654 -56.212
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen (18) 189 40
Ergebnis der Betriebstätigkeit (12) 93.871 68.680
Finanzerträge (13) 313 268
Finanzaufwendungen (13) -4.424 -5.985
Ergebnis vor Ertragsteuern   89.760 62.963
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) -20.981 -20.316
Jahresüberschuss   68.779 42.647
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) (31) 0,79 0,49
Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen      
Jahresüberschuss   68.779 42.647
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*   6.729 -6.113
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen   -2.922 -1.723
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen   3.807 -7.836
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*   -936 744
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen   -936 744
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen   2.871 -7.092
Gesamtergebnis   71.650 35.555

* Nach Berücksichtigung latenter Steuern

Kapitalflussrechnung

1. März 2016 bis 28. Februar 2017

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Tsd. € Anhang 2016/17 2015/16
Jahresüberschuss   68.779 42.647
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (16), (17) 39.374 39.692
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der latenten Steuern   -2.910 3.375
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen   1.925 1.551
Cashflow   107.168 87.265
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des langfristigen Vermögens   169 643
Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen   -1.871 -3.341
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte   -21.690 7.925
Zunahme der Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten)   1.575 9.073
Zunahme (-) / Abnahme (+) des Working Capital   -21.986 13.657
I. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit   85.351 101.565
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (16), (17) -16.055 -16.831
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten   213 66
Erhaltene Investitionszuschüsse   0 5
II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit   -15.842 -16.760
Dividendenausschüttungen   -13.088 0
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten   10.394 14.053
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten   -60.819 -100.483
III. Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit   -63.513 -86.430
IV. Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. u. III.)   5.996 -1.625
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen   -28 -62
Zunahme (+) / Abnahme (-) der flüssigen Mittel   5.968 -1.687
Flüssige Mittel am Anfang der Periode   8.031 9.718
Flüssige Mittel am Ende der Periode   13.999 8.031
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Tsd. € Anhang 2016/17 2015/16
Zinsauszahlungen (32) 1.362 3.629
Steuerzahlungen (32) 24.804 6.288

Unter Position (32) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung gegeben.

Bilanz

28. Februar 2017

AKTIVA

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Tsd. € Anhang 28.02.2017 29.02.2016
Immaterielle Vermögenswerte (16) 9.482 10.166
Sachanlagen (17) 415.248 442.605
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen (18) 1.957 1.768
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (28) 40 46
Aktive latente Steuern (14) 1.923 5.203
Langfristige Vermögenswerte   428.650 459.788
Vorräte (19) 63.106 56.845
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte (20), (27), (28) 84.792 60.181
Steuererstattungsansprüche (14) 7.373 6.631
Flüssige Mittel (25), (26), (28) 13.999 8.031
Kurzfristige Vermögenswerte   169.270 131.688
Bilanzsumme   597.920 591.476

PASSIVA

     
Tsd. € Anhang 28.02.2017 29.02.2016
Gezeichnetes Kapital   87.250 87.250
Kapitalrücklage   197.847 197.847
Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten   140.680 82.118
Eigenkapital (21) 425.777 367.215
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (22) 22.448 19.414
Übrige Rückstellungen (23) 2.751 11.208
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (25), (26), (28) 15.308 51.023
Sonstige Verbindlichkeiten (28) 327 359
Passive latente Steuern (14) 24.391 21.031
Langfristige Schulden   65.225 103.035
Übrige Rückstellungen (23) 12.688 14.559
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (25), (26), (28) 7.976 22.686
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (24), (27), (28) 74.346 65.115
Steuerschulden (14) 11.908 18.866
Kurzfristige Schulden   106.918 121.226
Bilanzsumme   597.920 591.476

Entwicklung des Eigenkapitals

1. März 2016 bis 28. Februar 2017

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Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten
Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Cashflow Hedges Kumulierte Währungs-
differenzen
Summe Gesamtes Konzern-
eigenkapital
Stand 1. März 2015 87.250 222.764 15.921 16 5.709 21.646 331.660
Jahresüberschuss     42.647     42.647 42.647
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*       -6.113      
Währungsveränderungen         -1.723    
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*     744        
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen     744 -6.113 -1.723 -7.092 -7.092
Gesamtergebnis     43.391 -6.113 -1.723 35.555 35.555
Sonstige Veränderungen   -24.917 24.917     24.917 0
Stand 29. Februar 2016 87.250 197.847 84.229 -6.097 3.986 82.118 367.215
Stand 1. März 2016 87.250 197.847 84.229 -6.097 3.986 82.118 367.215
Jahresüberschuss     68.779     68.779 68.779
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges*       6.729      
Währungsveränderungen         -2.922    
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen*     -936        
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen     -936 6.729 -2.922 2.871 2.871
Gesamtergebnis     67.843 6.729 -2.922 71.650 71.650
Dividendenausschüttung     -13.088     -13.088 -13.088
Stand 28. Februar 2017 87.250 197.847 138.984 632 1.064 140.680 425.777

* Nach Berücksichtigung latenter Steuern

Unter Position (21) des Anhangs ist die Entwicklung des Eigenkapitals erläutert.

Konzernanhang

Allgemeine Erläuterung

(1) Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses

Die CropEnergies AG hat ihren Sitz in der Maximilianstraße 10 in 68165 Mannheim, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HR B-Nr. 700509 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 16. November 2016 ist der Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol), sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von Nebenprodukten, tätig sind. Die CropEnergies AG gehört mehrheitlich zur Südzucker AG.

Gegenstand des Konzernabschlusses sind die CropEnergies AG und ihre Tochterunternehmen. CropEnergies hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der CropEnergies AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2017 ist am 24. April 2017 vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 9. Mai 2017 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 16. Mai 2017. Das Datum der Veröffentlichung ist der 17. Mai 2017.

CropEnergies erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird.

Erstmalig angewendete IFRS und IFRIC: Im Geschäftsjahr 2016/17 waren die nachstehenden Standards erstmalig verpflichtend anzuwenden; die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von CropEnergies.

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Standard / Interpretation Verabschiedung durch den IASB Anerkennung durch die EU
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung) 18.12.2014 18.12.2015
IAS 16 Sachanlagen (Änderung) 12.05.2014 und 30.06.2014 23.11.2015 und 02.12.2015
IAS 27 (geändert 2011) Separate Abschlüsse (Änderung) 12.08.2014 18.12.2015
IAS 28 (geändert 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen (Änderung) 18.12.2014 22.09.2016
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte (Änderung) 12.05.2014 02.12.2015
IAS 41 Landwirtschaft (Änderung) 30.06.2014 23.11.2015
IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 18.12.2014 22.09.2016
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Änderung) 06.05.2014 24.11.2015
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen (Änderung) 18.12.2014 22.09.2016
Diverse Annual Improvements Project 2012 - 2014 25.09.2014 15.12.2015

Zukünftig anzuwendende IFRS und IFRIC: In der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2017/18 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben. CropEnergies hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. Die Angaben zum Inhalt orientieren sich daran, ob und in welcher Form die Regelungen für CropEnergies von Relevanz sind; sofern künftig geltende Vorschriften für CropEnergies nicht einschlägig sind, wird auf Angaben zum Inhalt vollständig verzichtet.

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Standard / Interpretation Verabschiedung durch den IASB Anwendungspflicht für CropEnergies ab Geschäftsjahr Anerkennung durch die EU Inhalt und bei Relevanz die voraussichtlichen Auswirkungen auf CropEnergies
IAS 7 Kapitalflussrechnungen (Änderung) 29.01.2016 2017/18 nein Mit der Änderung sollen die Angaben der Komponenten der Veränderung der Schulden aus der Finanzierungstätigkeit z. B. im Sinne einer Überleitungsrechnung ausgeweitet werden.
IAS 12 Latente Steuern (Änderung) 19.01.2016 2017/18 nein Die Änderung ist für CropEnergies nicht relevant.
IAS 28 (geändert 2011) Anteile an assoziierten Unternehmen (Änderung) 11.09.2014 unbestimmt verschoben nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IAS 40 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilie (Änderung) 08.12.2016 2018/19 nein Der Standard ist für CropEnergies nicht relevant.
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung 20.06.2016 2018/19 nein Der Standard ist für CropEnergies nicht relevant.
IFRS 4 Versicherungsverträge 12.09.2016 2018/19 nein Der Standard ist für CropEnergies nicht relevant.
IFRS 9 (2014) Finanzinstrumente 24.07.2014 2018/19 22.11.2016 Nach einer Analyse von IFRS 9 geht CropEnergies davon aus, dass die Erstanwendung voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss haben wird. Aus den neuen Vorschriften zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten in Abhängigkeit von dem für sie existierenden Geschäftsmodell werden sich in einigen Fällen Änderungen bei Bewertung und Ausweis ergeben. Aufgrund der neuen Vorschriften zur Wertminderung werden künftig in einigen Fällen erwartete Verluste früher aufwandswirksam. Bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) können künftig in einigen Fällen mehr Komponenten in das gesicherte Risiko einbezogen werden, weshalb sich dann der Grad der Effektivität etwas erhöhen wird.
IFRS 10 Konzernabschlüsse (Änderung) 11.09.2014 unbestimmt verschoben nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 30.01.2014 unbestimmt verschoben nein Der Standard ist für CropEnergies nicht relevant. Die EU-Kommission hat beschlossen, diesen Interim-Standard des Endorsementprozesses nicht aufzunehmen, sondern den finalen Standard abzuwarten.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28.05.2014 2018/19 22.09.2016 Mit IFRS 15 werden Prinzipien geschaffen, die ein Unternehmen bei der Berichterstattung über die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus einem Vertrag mit einem Kunden anzuwenden hat. Insbesondere werden Kriterien aufgestellt, nach denen verschiedene Leistungsverpflichtungen in einem Vertrag als eigenständig anzusehen sind. CropEnergies erwartet aus der Anwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf Höhe und Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, aber erweiterte Angabepflichten.
IFRS 16 Leasing 13.01.2016 2019/20 nein Mit IFRS 16 werden Ansatz, Bewertung und Ausweis von Leasingverhältnissen neu geregelt. Beim Leasingnehmer wird es künftig nur noch ein Bilanzierungsmodell geben, bei dem das Nutzungsrecht als Vermögenswert und die Verpflichtung als Verbindlichkeit in der Bilanz auszuweisen sind. Für geringwertige Vermögenswerte und für kurzfristige Leasingverhältnisse wird CropEnergies das Wahlrecht der Nichtaktivierung in Anspruch nehmen. CropEnergies hat überprüft, inwieweit IFRS 16 für bestehende Mietverträge einschlägig ist und wie bei einzelnen Verträgen bzw. Vertragsgruppen der Nutzwert und die korrespondierende Schuld zu bemessen sind. Auf Basis einer Analyse der aktuellen Vertragsverhältnisse wird von einer Erhöhung des Buchwerts der Sachanlagen von weniger als 1 % ausgegangen.
Diverse Annual Improvements Project 2014 - 2016 08.12.2016 2017/18 bzw. 2018/19 nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Leistungen 08.12.2016 2018/19 nein Es werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.

(2) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:

CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz*

CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim*

BioWanze SA, Brüssel (Belgien)

Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich)

Compagnie Financière de l'Artois SA, Paris (Frankreich)

Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien)

Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile)

CropEnergies Inc., Houston (USA)

Für eine detaillierte Darstellung der Beteiligungen verweisen wir auf die Anteilsbesitzliste auf Seite 134.

Die Joint Venture-Gesellschaft

CT Biocarbonic GmbH, Zeitz,

an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht, wurde at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein. Die Anteile aus at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhen oder vermindern sich jährlich um das anteilige Ergebnis der CT Biocarbonic GmbH:

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Langfristige Vermögenswerte 8.389 8.983
Vorräte 61 74
Forderungen und andere Vermögenswerte 438 337
Flüssige Mittel 89 231
Kurzfristige Vermögenswerte 588 642
Summe Vermögenswerte 8.977 9.625
Eigenkapital 3.914 3.536
Langfristige Schulden 2.360 3.058
Kurzfristige Schulden 2.703 3.031
Summe Schulden 5.063 6.089
Erträge 3.166 2.940
- Aufwendungen -2.788 -2.860
= Jahresüberschuss 378 80

* Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 HGB

Die CT Biocarbonic GmbH ist ein strategisches Joint-Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Der Buchwert des Anteils an der CT Biocarbonic GmbH beträgt 2,0 (1,8) Mio. €. Dies entspricht jeweils dem hälftigen Eigenkapital der CT Biocarbonic GmbH.

Die CropEneriges AG wird in den im Bundesanzeiger offengelegten IFRS-Konzernabschluss der Südzucker AG, Mannheim (HRB-Nr. 42 beim Amtsgericht Mannheim) einbezogen, der den größten Konsolidierungskreis abbildet.

(3) Konsolidierungsmethoden

Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt werden kann. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie von Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Gemäß IAS 36.10(b) (Wertminderung von Vermögenswerten) werden Geschäftswerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach).

Die Beteiligung an der CT Biocarbonic GmbH ist auf der Grundlage der at Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. bei Vorliegen der Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) bzw. IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) in den Konzernabschluss eingegangen. Bei der CT Biocarbonic GmbH handelt es sich um eine Beteiligung, bei der aufgrund eines Stimmrechtsanteils von 50 % ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Hierbei wird das Unternehmen zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeführten anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt.

(4) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung (die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert) umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Der Jahresabschluss der CropEnergies Inc., Houston, wird in US-Dollar (USD), der Jahresabschluss der Ensus UK Ltd., Yarm, wird in britischen Pfund (GBP) und der Jahresabschluss der Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile, wird in chilenischen Pesos (CLP) aufgestellt. Da die Berichtswährung von CropEnergies der Euro ist (funktionale Währung des Mutterunternehmens), erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitigen bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €):

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1 € = Landeswährung
Land Währungsabkürzung Stichtag 28.02.2017 Durchschnitt 2016/17 Stichtag 29.02.2016 Durchschnitt 2015/16
Chile CLP 689,12 734,05 754,45 737,20
Großbritannien GBP 0,85 0,83 0,79 0,73
USA USD 1,06 1,10 1,09 1,10

Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen gegenüber der Umrechnung des Vorjahrs sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen.

Konzerninterne Darlehen zur langfristigen Finanzierung von Tochterunternehmen stellen im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestitionen in diese ausländischen Geschäftsbetriebe (Net Investment in a Foreign Operation) dar; die daraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Stichtagsbewertung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung als Bestandteil der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen in der Position Währungsdifferenzen ausgewiesen.

(5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Erstellung der Konzernabschlüsse der Konzerngesellschaften sind die einschlägigen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach IFRS für gleichartige Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse in ähnlichen Umständen einheitlich anzuwenden. Eine Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgt nur, soweit die einschlägigen Standards Wahlrechte bei der Bilanzierung und Bewertung vorsehen bzw. wenn die Grundsätze weiter konkretisiert werden. Insbesondere wird von einer Wiederholung der Texte der jeweiligen Standards bzw. von der Wiedergabe von Grundregeln abgesehen.

Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten (Triggering Events) für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Only-Approach) unterzogen. Die Vorgehensweise bei dieser Werthaltigkeitsprüfung ist in den Erläuterungen zur Bilanz dargestellt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt.

Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende erwartete Nutzungsdauern zugrunde:

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Erwartete Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre
Gebäude 10 bis 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und im Fall von Lebens- und Futtermitteln zum Nettoveräußerungswert bewertet. Dabei kommt die Durchschnittsmethode oder die Fifo-Methode (First in - first out) zum Ansatz, da dies den tatsächlichen Verbrauchsfolgeverhältnissen entspricht. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Produktionskostenstellen anfallen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt (Nettoveräußerungswert). Dieser Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Abwertungen auf fertige und unfertige Erzeugnisse werden unter der Position "Bestandsveränderungen" ausgewiesen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert zuzüglich Transaktionskosten und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt.

Die Bilanzierung der CO2 -Emissionsrechte erfolgt nach den Vorschriften gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte), IAS 20 (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und IAS 37 (Rückstellungen). Die für das jeweilige Kalenderjahr kostenlos zugeteilten bzw. erworbenen CO2 -Emissionsrechte sind immaterielle Vermögenswerte, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind.

Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2 -Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter der Berücksichtigung biometrischer Daten.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen decken, sofern die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % beträgt und eine zuverlässige Schätzung möglich ist, auch die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Bei diesbezüglichen Anhangangaben zur Rückstellungsentwicklung wurde von den Regelungen des IAS 37.92 Gebrauch gemacht. Zur Beurteilung bzw. Schätzung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltenden Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen.

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Die erstmalige Erfassung und Folgebewertung erfolgt vollständig im Steueraufwand. Dabei werden in der Bilanz die Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr unter den kurzfristigen Steuerschulden und Forderungen aus Vorauszahlungen unter den kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Die langfristigen Steuerschulden beinhalten im Wesentlichen Ertragsteuern für noch nicht abschließend geprüfte Vorjahreszeiträume. Die Aufzinsung der Steuerschulden wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Steuerpositionen, die sich z. B. durch Betriebsprüfungen noch verändern können, wurden auf Basis der erwarteten voraussichtlichen Steuerzahlung bzw. -erstattung geschätzt.

Latente Steuern werden auf temporär unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktive und passive latente Steuern sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung besteht. Ein sich danach ergebender Überhang an aktiven latenten Steuern wird nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Die Berechnung der latenten Steuern wurde gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Erstbewertung zum Marktwert abzüglich Transaktionskosten und bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorien: a) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" und b) "Kredite und Forderungen" eingeteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in die Kategorien: a) "zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten" und b) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt.

Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Analog zur Vorgehensweise bei finanziellen Vermögenswerten hängt auch bei finanziellen Verbindlichkeiten die Kategorisierung von dem jeweiligen Zweck ab.

Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und - unabhängig von ihrem Zweck - mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Ansatz erfolgt zum Handelstag. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art der Sicherungsbeziehung. Unter Derivaten im Handelsbestand werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Preisrisiken ausgewiesen, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung designiert sind. Bei Derivaten im Handelsbestand werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Cashflow-Hedge-Derivate dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow-Hedge-Derivat vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst unter den sonstigen Eigenkapitalposten erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Da es sich bei den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten im Wesentlichen um börsengehandelte Termingeschäfte handelt, sind hierfür entsprechende Sicherheitsleistungen zu hinterlegen. Der Bilanzausweis der Termingeschäfte sowie der Sicherheitsleistungen erfolgt brutto. Zu leistende Initial Margins werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Während der Laufzeit der derivaten Finanzinstrumente zu leistende bzw. erhaltene Variation Margins werden unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Auslastung der dafür zur Verfügung gestellten Kreditlinie wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst.

Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Erzeugnissen und Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen, ohne Umsatzsteuer und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist.

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken.

Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist u. a. der Diskontierungssatz eine wichtige Einflussgröße. Der Diskontierungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Veränderungen einzelner versicherungsmathematischer Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird auf die Angaben zur Sensitivitätsanalyse unter Ziffer (22) "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" verwiesen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Produktionsanlage in Wilton erfolgt auf Basis einer Prognoserechnung für die zukünftigen Cashflows und unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Diskontierungssatzes.

Wichtige Einflussfaktoren für die Planung der CropEnergies-Gruppe sind die Preise für Ethanol, Getreide sowie Lebens- und Futtermittel. Dabei sind insbesondere die Preise für Ethanol und Getreide volatil.

Auch die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens, des Nettoveräußerungspreises und des Vorratsvermögens basieren auf Schätzungen.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Ertragsteuern können in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeiten und Höhe der erwarteten Steuerzahlung bzw. -erstattung einer Unsicherheit unterliegen, für die das Unternehmen eine Einschätzung vorzunehmen hat. Der Planungshorizont beträgt in der Regel 5 Jahre.

Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen der getroffenen Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. In diesem Fall erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(6) Umsatzerlöse

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Bioethanol, Lebens- und Futtermittel 792.073 713.328
Sonstige Erlöse 9.663 9.274
  801.736 722.602

Die Umsatzerlöse für Bioethanol, Lebens- und Futtermittel erhöhten sich um 78,8 Mio. € auf 792,1 Mio. €. Maßgeblich für den Umsatzzuwachs waren höhere Absatzmengen von eigenerzeugtem Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln. Die Grundlage hierfür bildeten gestiegene Produktionsmengen, insbesondere durch die Wiederaufnahme der Produktion in Wilton. Dieser Mengenanstieg war jedoch von niedrigen Absatzpreisen begleitet, die erst in den letzten Wochen des Geschäftsjahrs die Vorjahreswerte übertrafen. Das Handelsvolumen wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert.

Die sonstigen Erlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Energie.

(7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Diese Position enthält aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 98 (98) Tsd. €.

(8) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 6,0 (5,6) Mio. € enthalten im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von 1,5 (2,1) Mio. €, Vertriebsprovisionen und weiterverrechnete Logistikkosten von 1,4 (1,7) Mio. € sowie einen Zuschuss in Höhe von 1,0 (0,0) Mio. €.

(9) Materialaufwand

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 574.999 506.966
Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.356 15.496
  590.355 522.462

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Materialaufwand aufgrund der um 23 % auf 1.030 (837) Tsd. m3 gesteigerten Bioethanolproduktion auf 590,4 (522,5) Mio. €. Die erzielten Erlöse für Bioethanol sowie Lebens- und Futtermittel konnten durch niedrigere Getreidepreise nicht vollständig aufgewogen werden. CropEnergies konnte durch frühzeitige Preisabsicherungen und eine Optimierung des Rohstoffeinsatzes den Anstieg der Rohstoffkosten zwar mindern, dennoch stieg die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) leicht auf 73,1 (72,5) %.

(10) Personalaufwand

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Löhne und Gehälter 25.299 28.394
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.761 11.248
  34.060 39.642

Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente)

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2016/17 2015/16
Zahl der Mitarbeiter nach Regionen    
Deutschland 165 164
Übrige EU-Länder 240 245
Übriges Ausland 7 7
  412 416
Zahl der Mitarbeiter nach Kategorien    
Lohnempfänger 198 198
Gehaltsempfänger 214 218
  412 416

Die Anzahl der per 28. Februar 2017 beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag bei 412 (416). Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) war 409 (423).

Der Personalaufwand verringerte sich auf 34,1 (39,6) Mio. €, nachdem das Vorjahr durch versicherungsmathematische Einmaleffekte bei Pensionsrückstellungen, altersbedingte Nachfolgeregelungen bei ausländischen Konzerntöchtern und Änderungen in der Vorstandsstruktur beeinflusst war. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verringerte sich auf 4,2 (5,5) %.

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Vertriebs- und Werbeaufwendungen 26.258 24.602
Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung 13.604 13.419
Übrige Aufwendungen 15.792 18.191
  55.654 56.212

Die Vertriebs- und Werbeaufwendungen erhöhten sich auf 26,3 (24,6) Mio. € und enthielten hauptsächlich Logistikaufwendungen zur Belieferung der Kunden. Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung blieben mit 13,6 (13,4) Mio. € nahezu konstant.

Die übrigen Aufwendungen umfassten überwiegend Kosten für Shared-Service-Leistungen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,0 (6,2) Mio. €, sonstige Steuern in Höhe von 2,4 (2,5) Mio. €, Aufwendungen für Miete und Pacht in Höhe von 1,0 (1,4) Mio. €, Währungsverluste in Höhe von 0,9 (1,8) Mio. € sowie verauslagte Logistikkosten in Höhe von 0,9 (0,8) Mio. €.

(12) Ergebnis der Betriebstätigkeit

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Ergebnis der Betriebstätigkeit 93.871 68.680
davon operatives Ergebnis 97.562 86.695
davon Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen -3.880 -18.055
davon Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 189 40

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 93,9 (68,7) Mio. € setzt sich zusammen aus dem operativen Ergebnis, dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen sowie dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen. Vom Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallen -9,3 Mio. € auf eine dem Grunde nach bestrittene Steuerverbindlichkeit, -1,1 Mio. € auf eine Wertminderung einer zu ersetzenden technischen Anlage sowie 6,6 Mio. € auf die Produktionsanlage in Wilton. So fielen dort in der Stillstandsphase Kosten in Höhe von 5,7 Mio. € an. Gegenläufig waren die verbleibenden Rückstellungen in Höhe von 13,3 Mio. € (inklusive ergebnisneutraler Währungseffekte von 1,0 Mio. €) infolge der Wiederinbetriebnahme im Juli 2016 aufzulösen.

Die operative Marge erhöhte sich auf 12,2 (12,0) % des Umsatzes.

(13) Finanzerträge und -aufwendungen

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Zinserträge 51 54
Sonstige Finanzerträge 262 214
Finanzerträge 313 268
Zinsaufwendungen -1.853 -3.950
Sonstige Finanzaufwendungen -2.571 -2.035
Finanzaufwendungen -4.424 -5.985
Finanzergebnis -4.111 -5.717

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. € auf 4,1 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der geringeren Zinsaufwendungen. Im Finanzergebnis ist ein Aufzinsungsaufwand für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,4 (0,4) Mio. € enthalten.

(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Wie im Vorjahr ergibt sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens CropEnergies AG unter Zugrundelegung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2016/17 ein theoretischer Steuersatz von 29,93 %.

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Ergebnis vor Ertragsteuern 89.760 62.963
Theoretischer Steuersatz 29,93 % 29,93 %
Theoretischer Steueraufwand 26.865 18.845
Abweichung vom theoretischen Steueraufwand aufgrund:    
Abweichender ausländ. Steuervorschriften -806 -1.108
Abweichender Steuersätze 652 3.462
Steuerminderung durch steuerfreie Erträge -758 -771
Steuererhöhung aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 1.614 1.479
Gewerbesteuerlicher Korrekturen 22 78
Laufender Steuern aus Vorjahren -4.311 -1.005
Steuereffekten aus der Bilanzierung von Verlustvorträgen und temporären Differenzen -2.777 -976
Sonstiges 480 312
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.981 20.316
Steuerquote 23 % 32 %

Der Effekt aus abweichenden ausländischen Steuervorschriften in Höhe von -0,8 (-1,1) Mio. € resultiert, wie im Vorjahr, aus spezifischen belgischen Steuerbestimmungen.

Der positive Effekt aus den laufenden Steuern aus den Vorjahren in Höhe von 4,3 (1,0) Mio. € betrifft im Wesentlichen Steuervorteile aus der steuerlichen Nutzung von Vorjahresverlusten bei Ensus.

Die Steuereffekte aus der Bilanzierung von Verlustvorträgen und temporären Differenzen in Höhe von 2,8 (1,0) Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Nutzung von Verlustvorträgen auf das aktuelle Ergebnis bei Ensus.

Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 0,3 (0,1) Mio. € wurden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen von CropEnergies bestimmt werden kann und es zudem nicht wahrscheinlich ist, dass CropEnergies diese Umkehrung in absehbarer Zeit veranlassen wird.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich im Geschäftsjahr 2016/17 aus laufenden Steueraufwendungen in Höhe von 17,1 (13,7) Mio. € und latenten Steueraufwendungen in Höhe von 3,9 (6,6) Mio. € zusammen.

Die latenten Steuerabgrenzungen setzen sich wie folgt aus den einzelnen Bilanzpositionen zusammen:

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Tsd. € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
28./29. Februar 2017 2016 2017 2016
Anlagevermögen 719 885 24.926 24.738
Vorräte 306 21 0 201
Übrige Vermögenswerte 417 439 1.083 64
Steuerliche Sonderposten 0 0 901 943
Rückstellungen 3.838 3.233 609 436
Verbindlichkeiten 1.094 1.641 1.323 861
Verlustvorträge 0 5.196 0 0
  6.374 11.415 28.842 27.243
Saldierungen -4.451 -6.212 -4.451 -6.212
Bilanzposten 1.923 5.203 24.391 21.031

Von den aktiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 6,4 (11,4) Mio. € sind 5,5 (9,9) Mio. € langfristig. Von den passiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 28,8 (27,2) Mio. € sind 25,8 (25,7) Mio. € langfristig.

Für Verlustvorträge sowie temporäre Differenzen wurden latente Steuern in Höhe von 54,2 (78,2) Mio. € nicht angesetzt. Davon verfallen voraussichtlich 0,6 (3,2) Mio. € innerhalb von 20 (7) Jahren, 53,6 (75,0) Mio. € sind unbegrenzt nutzbar.

Des Weiteren resultierten erfolgsneutral erfasste latente Steuern aus den Marktwerten von Sicherungsgeschäften sowie aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen wie folgt:

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Tsd. € 2016/17
Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen      
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges 9.920 -3.191 6.729
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen -2.922 0 -2.922
  6.998 -3.191 3.807
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen      
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen -1.357 421 -936
  5.641 -2.770 2.871
Jahresüberschuss     68.779
Gesamtergebnis     71.650
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Tsd. € 2015/16
Vor Steuereffekt Steuereffekt Nach Steuereffekt
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen      
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges -8.989 2.876 -6.113
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen -1.723 0 -1.723
  -10.712 2.876 -7.836
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen      
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen 1.086 -342 744
  -9.626 2.534 -7.092
Jahresüberschuss     42.647
Gesamtergebnis     35.555

Von den Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 7,4 Mio. € fallen 5,6 Mio. € in Deutschland, 1,0 Mio. € in Frankreich sowie 0,8 Mio. € in Großbritannien an. Die Steuerschulden in Höhe von 11,9 Mio. € stammen mit 10,1 Mio. € aus den deutschen Gesellschaften, mit 0,9 Mio. € aus der belgischen Gesellschaft und mit 0,9 Mio. € aus den französischen Gesellschaften.

(15) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies-Gruppe konzentrierten sich auf die technologische Begleitung von Prozessen bestehender Produktionsanlagen, deren Optimierung sowie weitere Verbesserungen der Lebens- und Futtermittel. Daneben wurden Normen mitgestaltet, neue Produktionskonzepte für die Gewinnung von Bioethanol entwickelt und analytische Methoden bei der Herstellung von Neutralalkohol implementiert.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf 1,3 (1,6) Mio. €. Diese Kosten wurden im Jahr des Entstehens vollständig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt und als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte wurden nicht aktiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

Die in den immateriellen Vermögenswerten enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben. In den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ist im Wesentlichen erworbene Software enthalten, die eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist.

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2016/17
Tsd. €
Geschäfts- oder Firmenwert Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt
Anschaffungskosten      
1. März 2016 5.595 9.212 14.807
Währungseffekte 0 46 46
Zugänge 0 3 3
Umbuchungen 0 0 0
Abgänge 0 -201 -201
28. Februar 2017 5.595 9.060 14.655
Abschreibungen      
1. März 2016 0 -4.641 -4.641
Währungseffekte 0 -28 -28
Jahresabschreibungen 0 -650 -650
Abgänge 0 146 146
28. Februar 2017 0 -5.173 -5.173
Buchwert 28. Februar 2017 5.595 3.887 9.482
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2015/16
Tsd. €
Geschäfts- oder Firmenwert Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Gesamt
Anschaffungskosten      
1. März 2015 5.595 8.976 14.571
Währungseffekte 0 -85 -85
Zugänge 0 76 76
Umbuchungen 0 245 245
29. Februar 2016 5.595 9.212 14.807
Abschreibungen      
1. März 2015 0 -3.899 -3.899
Währungseffekte 0 30 30
Jahresabschreibungen 0 -772 -772
Abgänge 0 0 0
29. Februar 2016 0 -4.641 -4.641
Buchwert 29. Februar 2016 5.595 4.571 10.166

Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests sind die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Cash Generating Units (CGU) zuzuordnen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die jeweiligen Buchwerte der CGU regelmäßig mit dem Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei CropEnergies) verglichen, um eine mögliche Wertminderung zu identifizieren.

CropEnergies hat ihre CGU entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt. In der CropEnergies-Gruppe ist die einzige Geschäfts- oder Firmenwert tragende CGU Ryssen Frankreich (mit den Gesellschaften Ryssen und COFA). Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 5,6 (5,6) Mio. €.

CropEnergies ermittelt zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zunächst den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus einer Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten bzw. vom Aufsichtsrat verabschiedeten und im Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung sowie der gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Wichtige Einflussfaktoren für die Planung der CropEnergies-Gruppe sind die Preise für Ethanol, Getreide sowie Lebens- und Futtermittel. Dabei sind insbesondere die Preise für Ethanol und Getreide volatil.

Die 5-Jahres-Planung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten, gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen.

Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die aktuellen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Der aus den Kapitalkosten des CropEnergies-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz belief sich zum 31. August 2016 auf 7,6 (8,3) % vor Steuern bzw. 5,5 (6,6) % nach Steuern.

CropEnergies verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in der CGU eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Cashflows werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig sind, um die angenommene Unternehmensentwicklung zu erreichen. Die Höhe dieser Reinvestition stützt sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit über erforderliche Ersatzbeschaffungen von Sachanlagen.

Im Geschäftsjahr 2016/17 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGU über dem Buchwert lag. Selbst bei einem um 1,5 %-Punkte höheren Abzinsungssatz (nach Steuern) hätte sich kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Ryssen veredelt und handelt Alkohol, insofern beeinflussen schwankende Ethanolpreise sowohl die Erlöse als auch die Materialkosten in ähnlicher Weise und somit das operative Ergebnis der Gesellschaft nur eingeschränkt. Selbst wenn sich das operative Ergebnis von Ryssen nachhaltig halbieren würde, entstünde kein Wertberichtigungsbedarf.

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen der Annahmen (im Wesentlichen Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte sowie zu den Kapitalkosten) können aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGU ihren erzielbaren Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssten. Eine Schwankungsbreite der Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte in dieser Größenordnung ist empirisch bisher nicht beobachtbar oder wahrscheinlich.

(17) Sachanlagen

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2016/17
Tsd. €
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
1. März 2016 144.434 526.479 20.353 3.742 695.008
Währungseffekte -528 -4.542 -28 -35 -5.133
Zugänge 247 6.727 645 8.432 16.051
Umbuchungen 44 911 0 -955 0
Abgänge -1 -1.432 -195 0 -1.628
28. Februar 2017 144.196 528.143 20.775 11.184 704.298
Abschreibungen          
1. März 2016 -34.677 -207.605 -10.121 0 -252.403
Währungseffekte 9 754 13 0 776
Jahresabschreibungen -4.889 -31.004 -1.638 0 -37.531
Wertminderungen 0 -1.193 0 0 -1.193
Abgänge 0 1.179 122 0 1.301
28. Februar 2017 -39.557 -237.869 -11.624 0 -289.050
Buchwert 28. Februar 2017 104.639 290.274 9.151 11.184 415.248
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2015/16
Tsd. €
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten          
1. März 2015 138.889 517.830 20.288 8.262 685.269
Währungseffekte -534 -4.537 -29 -42 -5.142
Zugänge 2.633 11.635 652 1.835 16.755
Umbuchungen 3.521 2.544 3 -6.313 -245
Abgänge -75 -993 -561 0 -1.629
29. Februar 2016 144.434 526.479 20.353 3.742 695.008
Abschreibungen          
1. März 2015 -29.918 -176.250 -8.946 0 -215.114
Währungseffekte 7 697 12 0 716
Jahresabschreibungen -4.804 -31.463 -1.669 0 -37.936
Wertminderungen 0 -984 0 0 -984
Abgänge 38 395 482 0 915
29. Februar 2016 -34.677 -207.605 -10.121 0 -252.403
Buchwert 29. Februar 2016 109.757 318.874 10.232 3.742 442.605

Die Wertminderungen in Höhe von 1,2 Mio. € betreffen die Abwertung technischer Anlagen in Wanze auf den jeweiligen Nutzungswert.

In den Zugängen des Geschäftsjahrs 2016/17 sind keine Investitionszuschüsse enthalten, welche die Anschaffungskosten reduzierten.

Die Position Anlagen im Bau enthält im laufenden Geschäftsjahr keine gemäß IAS 23 zu aktivierenden Fremdkapitalkosten.

(18) Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen

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2016/17
Tsd. €
at Equity einbezogene Unternehmen
1. März 2016 1.768
Anteil am Ergebnis 189
28. Februar 2017 1.957
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2015/16
Tsd. €
at Equity einbezogene Unternehmen
1. März 2015 1.728
Anteil am Ergebnis 40
29. Februar 2016 1.768

Die Anteile aus at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhen sich um das anteilige Ergebnis der CT Biocarbonic GmbH.

(19) Vorräte

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.145 15.027
Unfertige Erzeugnisse 4.560 3.254
Fertige Erzeugnisse, Waren 41.401 38.564
  63.106 56.845

Die Vorräte haben sich insbesondere durch die Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton um 6,3 Mio. € auf 63,1 Mio. € erhöht. Insgesamt ergaben sich bei den Vorräten Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mio. €.

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.955 39.533
Sonstige Vermögenswerte 19.837 20.648
  84.792 60.181

Aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 25,4 Mio. € auf 65,0 Mio. €. Deren Buchwert ermittelt sich wie folgt:

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.156 39.955
Wertberichtigungen -1.201 -422
Buchwert 64.955 39.533

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt:

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Tsd. € 2016/17 2015/16
Wertberichtigungen zum 1. März 422 520
Zuführungen 971 334
Verbrauch -94 -408
Auflösungen -98 -24
Wertberichtigungen zum 28./29. Februar 1.201 422

Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die Fälligkeiten der noch offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen 58.318 36.551
Überfällige Forderungen, die nicht wertberichtigt sind    
bis 10 Tage 4.422 1.768
11 bis 30 Tage 958 548
31 bis 90 Tage 541 540
> 90 Tage 716 126
Buchwert 64.955 39.533
Wertberichtigte Forderungen 1.201 422
Gesamtforderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.156 39.955

Bei den weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.

Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 19,8 (20,6) Mio. € enthalten im Wesentlichen finanzielle Vermögenswerte in Form positiver Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 1,9 (0,2) Mio. € und sonstige Forderungen in Höhe von 2,0 (3,0) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Vorsteuern und sonstigen Steuern in Höhe von 7,2 (7,9) Mio. €, Forderungen in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte in Höhe von 6,4 (6,1) Mio. € sowie Forderungen aus Anzahlungen und Investitionszuschüssen in Höhe von 2,3 (2,3) Mio. €.

(21) Eigenkapital

Das Grundkapital der CropEnergies AG beträgt unverändert 87.250.000 €. Es ist eingeteilt in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 197,8 (197,8) Mio. € und enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen.

Die Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von 6,7 (-6,1) Mio. €. Die unter den Weizen- und Währungsderivaten ausgewiesenen Beträge werden nahezu vollständig im nächsten Geschäftsjahr erfolgswirksam. Im aktuellen Geschäftsjahr belief sich die Höhe der erfolgswirksamen Auflösung im Materialaufwand auf -6,1 (2,2) Mio. €.

Einschließlich der Gewinnrücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten in Höhe von 140,7 (82,1) Mio. € beträgt das Eigenkapital somit 425,8 (367,2) Mio. €.

Die Hauptversammlung vom 14. Juli 2015 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 13. Juli 2020 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 12. Juli 2016 hat das aus dem Jahre 2011 bestehende restliche Genehmigte Kapital von 12,75 Mio. € (Genehmigtes Kapital 2011) aufgehoben und ein neues Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2016), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist nunmehr ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Juli 2021 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde von keiner der Ermächtigungen (Genehmigtes Kapital 2011 und Genehmigtes Kapital 2016) Gebrauch gemacht.

Das von der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöhte Kapital (Bedingtes Kapital 2011) ist am 18. Juli 2016 ausgelaufen, ohne dass von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 Gebrauch gemacht worden war.

(22) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Beitragsorientierte Pensionspläne

CropEnergies leistet im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 2,4 (3,4) Mio. €. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen; eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Die betriebliche Altersversorgung bei CropEnergies beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Pensionsähnliche Verpflichtungen bestehen bei den französischen Unternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet.

Die bilanzierte Nettoverpflichtung der CropEnergies-Gruppe setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert der rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Verpflichtungen sowie teilweise oder vollständig fondsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Zeitwerts des Planvermögens zusammen.

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Anwartschaftsbarwert der teilweise oder vollständig fondsfinanzierten leistungsorientierten Verpflichtungen 25.227 21.831
Zeitwert des Planvermögens -2.779 -2.417
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen) 22.448 19.414
Abzinsungssatz in % 2,10 2,24

Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe bestehen im Wesentlichen folgende Altersversorgungspläne:

Deutschland

Für die Mitarbeiter in Deutschland bestehen arbeitgeberfinanzierte Zusagen über Betriebsrenten, deren Höhe durch das Grundgehalt und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt werden. Für die Mitglieder des Vorstands bestehen direkte Leistungszusagen für Alters- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines festen Prozentsatzes der Pensionsbemessungsgrundlage, die sich an Fixbezügen orientiert. Hinsichtlich der Versorgungspläne für aktive Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Angaben im Vergütungsbericht als Bestandteil des Corporate Governance-Berichts im Lagebericht sowie unter Ziffer (35) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" dieses Anhangs. Die Pensionsverpflichtungen der CropEnergies AG und der CropEnergies Bioethanol GmbH sind in Höhe von 19,7 (17,2) Mio. € rückstellungsfinanziert, bei denen die Anwartschaftsbarwerte in Höhe von 19,8 (17,3) Mio. € einem Planvermögen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € gegenüberstehen.

Belgien

Für die Mitarbeiter in Belgien bestehen fondsfinanzierte Versorgungspläne, bei denen ein Anwartschaftsbarwert von insgesamt 4,9 (4,0) Mio. € einem Planvermögen von insgesamt 2,7 (2,3) Mio. € gegenübersteht. Die Zusagen über Betriebsrenten werden durch die Höhe des Grundgehalts und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt. Die Auszahlungen erfolgen neben periodischen Rentenzahlungen auch durch Einmalzahlungen.

Frankreich

Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen decken Kraft Gesetz in Frankreich zu bildende Versorgungszusagen ab. Diese umfassen eine Einmalzahlung im Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses durch Renteneintritt oder Tod, nicht aber im Fall der Kündigung durch den Arbeitnehmer. Die Höhe der Einmalzahlung bemisst sich regelmäßig am zuletzt bezogenen Festgehalt und ist an die Dauer der Betriebszugehörigkeit geknüpft. Die Nettoschuld belief sich auf 0,5 (0,5) Mio. €.

Nettoschuld leistungsorientierter Verpflichtungen

Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

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Tsd. € Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen Marktwert des Planvermögens Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
1. März 2016 21.831 -2.417 19.414
Aufwand für betriebliche Altersversorgung (GuV)      
Laufender Dienstzeitaufwand 1.698   1.698
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0   0
Zinsaufwand/(-ertrag) 485 -66 419
  2.183 -66 2.117
Neubewertung (OCI - direkte Erfassung in den Gewinnrücklagen)      
Gewinne (-) und Verluste (+) aus tatsächlichen Planerträgen   -52 -52
Verluste (+) und Gewinne (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen 691   691
Erfahrungsbedingte Verluste (+) und Gewinne (-) 717   717
  1.408 -52 1.356
Pensionszahlungen, Beiträge u. a.      
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen   -263 -263
Arbeitnehmerbeiträge zum Planvermögen 23 -23 0
Pensionszahlungen -32 11 -21
Transfer -155   -155
Sonstiges -31 31 0
  -195 -244 -439
28. Februar 2017 25.227 -2.779 22.448
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Tsd. € Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen Marktwert des Planvermögens Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
1. März 2015 18.360 -2.069 16.291
Aufwand für betriebliche Altersversorgung (GuV)      
Laufender Dienstzeitaufwand 1.658   1.658
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1.297   1.297
Zinsaufwand/(-ertrag) 400 -48 352
  3.355 -48 3.307
Neubewertung (OCI - direkte Erfassung in den Gewinnrücklagen)      
Gewinne (-) und Verluste (+) aus tatsächlichen Planerträgen   -45 -45
Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen -1.083   -1.083
Erfahrungsbedingte Verluste (+) und Gewinne (-) 42   42
  -1.041 -45 -1.086
Pensionszahlungen, Beiträge u. a.      
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen   -314 -314
Arbeitnehmerbeiträge zum Planvermögen 21 -21 0
Pensionszahlungen -67 43 -24
Transfer 1.240   1.240
Sonstiges -37 37 0
  1.157 -255 902
29. Februar 2016 21.831 -2.417 19.414

Aufwand für betriebliche Altersversorgung

Der Nettozinsaufwand ist im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten.

Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der Pensionsverpflichtung belief sich auf -1,4 (1,1) Mio. € und resultierte aus der Anpassung des Diskontierungssatzes.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahrs unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Mitarbeiterfluktuation sowie biometrische Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle.

Annahmen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet.

Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt:

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in % 28.02.2017 29.02.2016
Abzinsungssatz 2,10 2,24
Gehaltssteigerung 2,50 2,50
Rentensteigerung 1,50 1,50

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde im Inland ein Zinssatz von 2,10 (2,15) % sowie im Ausland ein Zinssatz von 2,10 (2,60) % zugrunde gelegt. Diese Zinssätze basieren auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlich gewichteten Duration der Verpflichtung entspricht.

Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G - verwendet.

Sensitivitätsanalyse

Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt.

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28. Februar 2017
Tsd. € Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen Leistungsorientierte Verpflichtung +/-
in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen      
Abzinsungssatz Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte 22.345 -11,4 %
  Verringerung um 0,50 Prozentpunkte 28.651 13,6 %
Gehaltssteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 26.029 3,2 %
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 24.546 -2,7 %
Rentensteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 25.938 2,8 %
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 24.549 -2,7 %
Lebenserwartung Zunahme um 1 Jahr 25.918 2,7 %
  Abnahme um 1 Jahr 24.523 -2,8 %
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29. Februar 2016
Tsd. € Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen Leistungsorientierte Verpflichtung +/-
in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen      
Abzinsungssatz Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte 19.255 -11,8 %
  Verringerung um 0,50 Prozentpunkte 24.898 14,0 %
Gehaltssteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 22.562 3,4 %
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 21.203 -2,9 %
Rentensteigerung Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 22.444 2,8 %
  Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 21.247 -2,7 %
Lebenserwartung Zunahme um 1 Jahr 22.366 2,5 %
  Abnahme um 1 Jahr 21.271 -2,6 %

Planvermögen

Das prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Das Planvermögen besteht ausschließlich aus Versicherungsverträgen, wobei mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet wird. Eine Notierung an einem aktiven Markt lag nicht vor.

Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorie investiert:

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Versicherungsverträge 2.779 2.417

Risiken

Im Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die CropEnergies-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter, Lebensalter und Fluktuation. Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Anlagerisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Änderungen der Inflationsraten.

Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Die Höhe der Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden könnte.

Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen.

Künftige Zahlungen

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt rund 26 (26) Jahre. Im Geschäftsjahr 2017/18 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 0,3 (0,3) Mio. € erwartet.

In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Einmalzahlungen in nachstehender Höhe erwartet:

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Künftige Pensions- und Einmalzahlungen Tsd. €
2017/18 142
2018/19 524
2019/20 517
2020/21 807
2021/22 502
2022/23 bis 2026/27 3.261
  5.753

(23) Entwicklung der übrigen Rückstellungen

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2016/17
Tsd. €
Personalaufwendungen Ungewisse Verbindlichkeiten Gesamt
Stand 1. März 2016 2.330 23.437 25.767
Währungseffekte 0 -937 -937
Zuführungen 549 11.069 11.618
Verbrauch -1.105 -7.504 -8.609
Auflösung -72 -12.328 -12.400
Stand 28. Februar 2017 1.702 13.737 15.439

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von 0,9 (0,8) Mio. €, für Versetzungen in Höhe von 0,2 (0,8) Mio. €, für Abfindungen in Höhe von 0,2 (0,5) Mio. € sowie für Altersteilzeit in Höhe von 0,2 (0,1) Mio. € zusammen. Von dem Gesamtbetrag von 1,7 Mio. € werden voraussichtlich 0,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2017/18 verbraucht.

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 13,7 (23,4) Mio. € enthalten insbesondere Rückstellungen in Höhe von 9,3 Mio. € für eine dem Grunde nach bestrittene Steuerverbindlichkeit. Außerdem enthalten sind Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von 0,9 (1,0) Mio. € sowie für CO2 -Emissionsrechte in Höhe von 0,5 (1,4) Mio. €.

Der Verbrauch und die Auflösung der Rückstellungen innerhalb des Geschäftsjahrs betrafen im Wesentlichen drohende Verluste aus belastenden Verträgen bei Ensus. Bis zum Wiederanfahren der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016 wurden Rückstellungen in Höhe von 2,9 Mio. € verbraucht, für die Zeit danach waren die restlichen Rückstellungen in Höhe von 13,3 Mio. € (inkl. Währungseffekte) infolge der Wiederinbetriebnahme aufzulösen.

Von dem Gesamtbetrag der Rückstellungen in Höhe von 13,7 Mio. € werden voraussichtlich 12,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2017/18 und der Restbetrag in den nächsten fünf Jahren verbraucht. Die Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten Aufzinsungen in Höhe von 20 (25) Tsd. €.

(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 57.714 44.112
Sonstige Verbindlichkeiten 16.632 21.003
  74.346 65.115

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 13,6 Mio. € auf 57,7 Mio. € folgt im Wesentlichen der Ausweitung des Geschäftsvolumens.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 16,6 (21,0) Mio. € enthalten im Wesentlichen finanzielle Verbindlichkeiten in Form negativer Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 2,1 (7,7) Mio. € und sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von 2,5 (1,2) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 7,2 (7,1) Mio. € und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 4,8 (5,0) Mio. €.

(25) Finanzverbindlichkeiten (Nettofinanzschulden)

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Restlaufzeit Restlaufzeit
Tsd. € 28.02.2017 bis 1 Jahr über 1 Jahr 29.02.2016 bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.494 4.494 0 6.053 6.053 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.769 3.461 15.308 67.600 16.600 51.000
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 21 21 0 56 33 23
Finanzverbindlichkeiten 23.284 7.976 15.308 73.709 22.686 51.023
Flüssige Mittel -13.999     -8.031    
Nettofinanzschulden 9.285     65.678    

Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2017 beliefen sich auf 9,3 (65,7) Mio. €. Von den Finanzschulden sind 15,3 (51,0) Mio. € langfristig. Die Finanzverbindlichkeiten wurden durchschnittlich mit 1,8 (2,6) % verzinst.

Die Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um 50,4 Mio. € auf 23,3 Mio. €. Sämtliche langfristige Finanzverbindlichkeiten, mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, betreffen verbundene Unternehmen der Südzucker-Gruppe.

Am Bilanzstichtag waren Gläubigern weder Grundpfandrechte noch sonstige Pfandrechte eingeräumt.

Finanzmanagement

Das Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung angemessener Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert.

Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt.

CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur.

CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:

eine starke Kapitalstruktur mit einer nachhaltigen Eigenkapitalfinanzierungsbasis durch die tragenden Aktionärsgruppen,

flexibel nutzbare Fremdkapitalinstrumente unter Beachtung eines ausgewogenen Laufzeitenprofils,

ein jederzeitiger Zugriff auf ausreichende kurzfristige Liquidität und

die Steuerung der Finanzrisiken durch ein integriertes Risikomanagement.

Das Management der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen sind hierfür der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme).

(26) Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)

Die CropEnergies-Gruppe hat nachfolgend genannte wesentliche Kreditvereinbarungen getroffen:

Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis November 2020 auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen der Eurozone zuzüglich einer (Ziehungs-)Marge. Am 28. Februar 2017 bestand keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinie.

Die CT Biocarbonic GmbH, an der CropEnergies zu 50 % beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2009/10 ein festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 6,1 Mio. € aufgenommen. Infolge planmäßiger Tilgungen beläuft sich die restliche Darlehenssumme zum 28. Februar 2017 auf 2,2 Mio. €. Hiervon sind 0,7 Mio. € kurzfristige Finanzverbindlichkeiten. Das Darlehen wird mit 3,75 % p. a. verzinst und bis zum 30. Dezember 2019 getilgt. Die Darstellung dieser Finanzverbindlichkeit im Jahresabschluss erfolgt nach den Grundsätzen der at Equity-Bewertung. Des Weiteren bestehen gegenüber dem Joint Venture Darlehensforderungen in Höhe von 1,2 (1,4) Mio. €. Das Darlehen ist langfristig und wird mit 3,75 % p. a. verzinst.

Die flüssigen Mittel der CropEnergies-Gruppe in Höhe von 14,0 (8,0) Mio. € bestehen aus kurzfristig verfügbaren Einlagen bei Banken einwandfreier Bonität.

(27) Derivative Finanzinstrumente

a) Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten

Die CropEnergies-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken beschränken, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.

Währungsrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro.

Zinsänderungsrisiken resultieren hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Soweit Zinsrisiken durch eine feste Zinsbindung nicht ausgeschlossen sind, behält sich CropEnergies vor, dem Risiko schwankender Zinssätze durch derivative Sicherungsinstrumente zu begegnen.

Rohstoffpreisrisiken können sich hauptsächlich aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen wie Getreide ergeben. Soweit Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge nicht ausgeschlossen werden können, setzt CropEnergies zur Begrenzung dieses Risikos, soweit möglich und sinnvoll, derivative Finanzinstrumente z. B. von Weizen- und Ethanolfutures sowie Weizenoptionen ein.

Produktpreisrisiken können sich aus schwankenden Ethanolpreisen ergeben. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus Lieferverträgen mit schwankenden Ethanolpreisen setzt CropEnergies in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein.

b) Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des CropEnergies-Konzerns stellen sich wie folgt dar:

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Tsd. € Nominalvolumen Marktwerte
28./29. Februar 2017 2016 2017 2016
Cashflow-Hedge-Derivate        
Weizenfutures 77.976 87.677 1.059 -7.360
Währungsderivate 9.431 11.289 50 184
Summe Cashflow-Hedge-Derivate 87.407 98.966 1.109 -7.176
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Tsd. € Nominalvolumen Marktwerte
28./29. Februar 2017 2016 2017 2016
Derivate im Handelsbestand        
Weizenoptionen 0 2.700 0 -250
Ethanolderivate 12.150 2.440 -1.282 -29
Währungsderivate 377 2.113 -1 -8
Summe Derivate im Handelsbestand 12.527 7.253 -1.283 -287

Sämtliche Derivate haben wie im Vorjahr bis auf Weizenfutures mit einem Nominalvolumen von 4,8 (2,0) Mio. € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen.

Der Marktwert entspricht dem Betrag, den CropEnergies zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen hätte oder erhalten würde. Da zur Sicherung von Getreideeinkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.

Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Weizenfutures auf 78,0 (87,7) Mio. € mit einem Marktwert von 1,1 (-7,4) Mio. €.

Sensitivität: Wären die Weizenpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen, hätte sich der im Eigenkapital und teilweise in den latenten Steuern niederschlagende Marktwert um 7,9 bzw. -7,9 Mio. € verändert.

Preisrisiken aus Einkaufs- und Verkaufsverträgen, die sich aus einem variablen Ethanolpreis ergeben, werden - soweit möglich und sinnvoll - mit Ethanolderivaten abgesichert. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Ethanolderivate auf 12,2 (2,4) Mio. € mit einem Marktwert von -1,3 (0,0) Mio. €. Da zur Sicherung von Ethanolverkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt.

Sensitivität: Wären die Ethanolpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen, hätte sich der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um -0,7 bzw. 0,7 Mio. € verändert.

Der Gesamtumfang der Währungsderivate erreichte 9,8 (13,4) Mio. € mit einem Marktwert von 0,1 (0,2) Mio. €. Die Bewertung der Währungsderivate erfolgt auf der Grundlage von Referenzkursen unter der Berücksichtigung von Terminaufschlägen bzw. -abschlägen.

Sensitivität: Wären die relevanten Wechselkurse zum Bilanzstichtag um 10 % höher bzw. niedriger gewesen, hätte sich der im Eigenkapital und teilweise in den latenten Steuern erfasste Marktwert um -0,8 bzw. 1,0 Mio. € verändert.

Kreditrisiken können sich aus positiven Marktwerten von Derivaten ergeben. Zum 28. Februar 2017 beläuft sich der positive Marktwert auf 1,1 (0,2) Mio. €. Kreditrisiken werden minimiert, indem derivative Geschäfte über Warenterminbörsen mit täglichem Marktwertausgleich oder mit Banken bzw. mit Kunden einwandfreier Bonität abgeschlossen werden.

Sämtliche Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage zu erfassen und werden erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2017 belief sich auf 1,1 (-7,2) Mio. €. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden Ineffektivitäten in Höhe von 0,2 (0,4) Mio. € verbucht.

(28) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 dar. Gemäß der Definition von IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmt bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

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Bewertungskategorie nach IAS 39 28. Februar 2017 29. Februar 2016
Tsd. € Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 64.955 64.955 39.533 39.533
Sonstige Forderungen Kredite und Forderungen 8.525 8.525 9.059 9.059
Flüssige Mittel Kredite und Forderungen 13.999 13.999 8.031 8.031
Derivate im Handelsbestand (positiver Marktwert) EzbZbfVW* 768 768 35 35
Derivate mit Hegde-Beziehung (positiver Marktwert) n. a. (Hedge Accounting) 1.109 1.109 184 184
    89.356 89.356 56.842 56.842
Finanzielle Verbindlichkeiten          
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 4.494 4.494 6.053 6.053
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 18.769 19.164 67.600 68.116
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 57.714 57.714 44.112 44.112
Sonstige Verbindlichkeiten Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten 2.559 2.559 1.349 1.349
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) EzbZbfVerb** 2.051 2.051 322 322
Derivate mit Hegde-Beziehung (negativer Marktwert) n. a. (Hedge Accounting) 0 0 7.360 7.360
    85.587 85.982 126.796 127.312
Summen der Bewertungskategorien
Tsd. €
  Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
Kredite und Forderungen   87.479 87.479 56.623 56.623
EzbZbfVW*   768 768 35 35
EzbZbfVerb**   2.051 2.051 322 322
Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten   83.536 83.931 119.114 119.630

* EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
** EzbZbfVerb = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

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Nettoergebnis Gewinne (+) und Verluste (-) nach Bewertungskategorien IFRS 7 / IAS 39
Tsd. € 2016/17 2015/16
Kredite und Forderungen 2.698 2.722
EzbZbfVW* und EzbZbfVerb** 844 1.197
Zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten -5.294 -7.736

* EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
** EzbZbfVerb = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Das Nettoergebnis nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Effekte aus Wechselkursänderungen und Wertberichtigungen aus Forderungen sowie das Ergebnis aus Derivaten im Handelsbestand.

Das gesamte Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beläuft sich auf 1,7 (3,9) Mio. €. Hierin sind Zinserträge von 0,1 (0,1) Mio. € und Zinsaufwendungen von 1,8 (4,0) Mio. € enthalten.

In der nachstehenden Tabelle sind die für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelten beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungsleveln (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind:

Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Dies ist bei Weizenfutures und -optionen sowie Ethanolderivaten der Fall. Bewertungslevel 2 liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Hierunter fallen bei CropEnergies Währungsderivate sowie Finanzverbindlichkeiten. Bei Derivaten des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in welchen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden keine Umklassifizierungen zwischen den jeweiligen Bewertungsleveln vorgenommen.

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Fair-Value-Hierarchie
Tsd. € 28. Februar 2017 Bewertungslevel 1 Bewertungslevel 2 Bewertungslevel 3 29. Februar 2016 Bewertungslevel 1
Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 1.109 1.059 50 0 184 0
Positive Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 768 768 0 0 35 32
Finanzielle Vermögenswerte 1.877 1.827 50 0 219 32
Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 0 0 0 0 7.360 7.360
Negative Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 2.051 2.050 1 0 322 311
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.494 0 4.494 0 6.053 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.164 0 19.164 0 68.116 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 25.709 2.050 23.659 0 81.851 7.671
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Fair-Value-Hierarchie
Tsd. € Bewertungslevel 2 Bewertungslevel 3
Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 184 0
Positive Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 3 0
Finanzielle Vermögenswerte 187 0
Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate 0 0
Negative Marktwerte -Derivate im Handelsbestand 11 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.053 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 68.116 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 74.180 0

Wertminderungen im Bereich der Finanzinstrumente waren nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,2 (0,4) Mio. € notwendig.

Die Ermittlung der Marktwerte von Derivaten, die an Terminbörsen kontrahiert werden, wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen. Für die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente, für welche mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle unter Verwendung öffentlich zugänglicher Marktinformationen berechnet. So erfolgt die Bestimmung der Marktwerte der Devisen- sowie Benzinderivate auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren).

Für Avalprovisionen und Bereitstellungsprovisionen hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2016/17 Aufwendungen in Höhe von 0,5 (0,5) Mio. € getätigt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt:

Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.

Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten.

Die positiven und negativen Marktwerte aus Derivaten betreffen Cashflow-Hedge-Derivate und Derivate im Handelsbestand (auch Derivate "held for trading" genannt). Sie werden unter den sonstigen Forderungen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Bei kurzfristigen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen sind dem Bewertungslevel 2 zuzuordnen.

(29) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe

Die CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Daneben bestehen finanzielle Risiken wie Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken.

Bonitäts- und Ausfallrisiken

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der CropEnergies-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber den Kunden der Mineralöl- sowie der Lebens- und Futtermittelindustrie. Das daraus resultierende Kreditrisiko wird mit Warenkreditversicherungen auf 1G % der jeweils offenen Gesamtforderungen begrenzt und auf Basis von internen Richtlinien und Limits gesteuert.

Für verbleibende Restrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erforderlichenfalls Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der verbleibenden wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Anhang unter Ziffer (20) angegeben.

Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von CropEnergies nicht von Bedeutung.

Liquiditätsrisiko

Als Liquiditätsrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Die Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird täglich überwacht und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert.

Die CropEnergies-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie - soweit erforderlich - durch Zugriff auf externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Investitionen, Akquisitionen und des Working Capital.

Um die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten sowie die finanzielle Flexibilität der CropEnergies-Gruppe zu erhöhen, wird darüber hinaus eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, insbesondere aber in Form freier Kreditlinien, vorgehalten.

Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €.

Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten jeweils per 28./29. Februar. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert.

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Tsd. € 28. Februar 2017 Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Finanzverbindlichkeiten gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.494 4.539 4.539 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.769 19.683 3.684 2.660 2.640 2.621 2.602 5.476*
  23.263 24.222 8.223 2.660 2.640 2.621 2.602 5.476
Verbindlichkeiten aus                
Lieferungen und Leistungen 57.714 57.714 57.714 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.559 2.559 2.559 0 0 0 0 0
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) 2.051 2.051 2.051 0 0 0 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung (negativer Marktwert) 0 0 0 0 0 0 0 0
  62.324 62.324 62.324 0 0 0 0 0
  85.587 86.546 70.547 2.660 2.640 2.621 2.602 5.476
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Tsd. € 29. Februar 2016 Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Finanzverbindlichkeiten gesamt bis 1 Jahr 1 bis 2 Jahre 2 bis 3 Jahre 3 bis 4 Jahre 4 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.053 6.053 6.053 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 67.600 75.052 19.376 3.903 3.918 3.934 3.950 39.971*
  73.653 81.105 25.429 3.903 3.918 3.934 3.950 39.971
Verbindlichkeiten aus                
Lieferungen und Leistungen 44.112 44.112 44.112 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.349 1.349 1.349 0 0 0 0 0
Derivate im Handelsbestand (negativer Marktwert) 322 322 322 0 0 0 0 0
Derivate mit Hedge-Beziehung (negativer Marktwert) 7.360 7.360 7.331 29 0 0 0 0
  53.143 53.143 53.114 29 0 0 0 0
  126.796 134.248 78.543 3.932 3.918 3.934 3.950 39.971

* Zzgl. etwaiger, marktüblicher Zinsen, falls CropEnergies die geplanten Rückzahlungen später vornimmt.

Die Zahlungsabflüsse aus Tilgungen von Verbindlichkeiten sind auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben im Wesentlichen eine unbegrenzte Laufzeit. CropEnergies kann diese jedoch entsprechend der Liquiditätslage zurückführen. Die Ermittlung von Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Für alle Derivate-Verträge bis auf die Währungsderivate besteht eine Net-Settlement-Vereinbarung.

Währungsrisiko

Währungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben und werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgen weitgehend in Euro und in einem geringeren Umfang in britischen Pfund und US-Dollar.

Soweit finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen, unterliegen sie bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung. Der Bestand an Finanzforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist bei CropEnergies gegenüber Konzernfremden jedoch von untergeordneter Bedeutung.

CropEnergies kann aber auch indirekten Währungsrisiken in Bezug auf Marktwertschwankungen des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real unterliegen. Solche indirekten Einflüsse auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe, Energie und Bioethanol lassen sich jedoch nicht quantifizieren.

Zinsrisiko

CropEnergies ist Zinsänderungsrisiken in der Eurozone ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Von den Darlehensinanspruchnahmen per 28. Februar 2017 in Höhe von 23,3 (73,6) Mio. € waren 14,8 (16,0) Mio. € festverzinslich und 8,5 (57,6) Mio. € variabel verzinslich.

Sensitivität: Würde das Marktzinsniveau um 50 Basispunkte höher bzw. niedriger liegen, würden sich die jährlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen um 0,1 Mio. € erhöhen bzw. vermindern.

Marktpreisrisiko

Die CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfassenden Kontrollprozess.

Sonstige Angaben

(30) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 11,7 (5,1) Mio. € und für Rohstoffe in Höhe von 171,4 (120,8) Mio. €. Das Obligo für Investitionen betrifft im Wesentlichen Optimierungsprojekte der Bioethanolanlagen. Das Obligo für Rohstoffe besteht überwiegend für Bestellungen von Getreide, Rohalkohol, stärkebasierten Rohstoffen sowie Zuckersirupen. Gegenüber der Südzucker AG besteht daraus ein Bestellobligo in Höhe von 34,1 (50,6) Mio. €.

Die aus Operating Leasing resultierenden Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverträge für Büroräume sowie technische Anlagen und Maschinen und belaufen sich auf 2,9 (1,1) Mio. € mit folgender Fälligkeitsstruktur:

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Tsd. € 28.02.2017 29.02.2016
Fällig in bis zu einem Jahr 814 438
Fällig in 1 bis 5 Jahren 1.149 635
Fällig nach über 5 Jahren 948 0
  2.911 1.073

Vom Gesamtbetrag in Höhe von 2,9 (1,1) Mio. € betreffen 0,1 (0,1) Mio. € die Südzucker AG.

Die CropEnergies AG hat für ein langfristiges Darlehen der CT Biocarbonic GmbH im Rahmen einer Darlehensgewährung eine Mithaftung über 50 % der gewährten Darlehenssumme übernommen. Zum Bilanzstichtag valutierte das gesamte Darlehen der CT Biocarbonic GmbH auf 2,2 Mio. €. Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen wird derzeit nicht erwartet, da die Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen in der Lage sind.

CropEnergies kann möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten, unterliegen. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet CropEnergies Rückstellungen für diese Risiken. Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine Ansprüche oder Verfahren, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der CropEnergies-Gruppe haben.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

(31) Ergebnis je Aktie

Der Konzern-Jahresüberschuss beläuft sich auf 68,8 (42,6) Mio. €. Im gesamten Geschäftsjahr 2016/17 lag die Anzahl der CropEnergies-Aktien bei 87,25 Mio. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegt daher ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,79 (0,49) €. Dabei entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis.

(32) Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt und zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der CropEnergies-Gruppe aus den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.

Als Folge des gestiegenen, um Sondereinflüsse bereinigten EBITDA erhöhte sich der Cashflow auf 107,2 (87,3) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf 85,4 (101,6) Mio. €.

Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 24,8 (6,3) Mio. € und sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Außerdem sind Zinsauszahlungen in Höhe von 1,4 (3,6) Mio. € angefallen, die ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind. Die Investitionen in Höhe von 16,1 (16,8) Mio. € für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen. Diese dienten insbesondere dem Ausbau und der Verbesserung der Produktionsanlagen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich per 28. Februar 2017 auf 14,0 (8,0) Mio. €.

Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,4 (14,1) Mio. € standen Tilgungen von 60,8 (100,5) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2016 in Höhe von 13,1 Mio. € gegenüber.

(33) Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Für Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2016/17 Aufwendungen in Höhe von 129 (147) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft CropEnergies Bioethanol GmbH angefallen.

Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr keine Steuerberatungsleistungen (Vorjahr: 1 Tsd. €), andere Bestätigungsleistungen oder sonstige Beratungsleistungen.

(34) Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 16. November 2016 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der CropEnergies AG auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.

(35) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet.

Südzucker AG

Die Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten Lieferungen von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 44,5 (48,1) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 3,8 (3,5) Mio. €, Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,3 (1,5) Mio. € sowie sonstige Leistungen in Höhe von 1,0 (0,0) Mio. € erbracht.

Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen 3,4 (1,2) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 0,2 (0,0) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 1,4 (3,3) Mio. €.

Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 1,3 (1,4) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 5,2 (7,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker AG beliefen sich auf 15,8 (32,6) Mio. € und sind mit durchschnittlich 0,8 % verzinst worden. Hiervon sind 12,3 Mio. € langfristig fällig.

Verbundene Unternehmen der Südzucker AG

Die Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert von 71,2 (73,4) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 0,9 (1,0) Mio. € erbracht.

Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG für Warenlieferungen 72,2 (60,3) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe von 0,4 (1,9) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 0,6 (1,3) Mio. €.

Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 9,8 (7,2) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,4 (9,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 3,0 (35,0) Mio. € und sind mit durchschnittlich 3,07 % verzinst worden. Es handelt sich um langfristig fällige Finanzverbindlichkeiten.

Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.

CT Biocarbonic GmbH

Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 1,4 (1,2) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht. Weiterhin bestehen zum Stichtag Darlehensforderungen in Höhe von 1,2 (1,4) Mio. € gegenüber der CT Biocarbonic GmbH.

Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG

Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gab es keine Geschäftsvorfälle oder offene Salden zum Stichtag.

Vorstand

Der Gesamtvorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt eine Vergütung von 1.162 (1.064) Tsd. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 638 (615) Tsd. €. Als variabler Vergütungsanspruch kamen 463 (397) Tsd. € zur Auszahlung. Als Sachbezüge und Beiträge zur Sozialversicherung wurden 60 (52) Tsd. € gewährt.

Der Stand der Pensionsrückstellungen für aktive Vorstandsmitglieder belief sich auf 6,0 (4,8) Mio. €. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden dem Dienstzeitaufwand 0,2 (1,5) Mio. € zugeführt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. €. Die Zahlungen für ehemalige Mitglieder des Vorstandes belaufen sich auf 0,3 Mio. €.

Aufsichtsrat

Unter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung am 18. Juli 2017 die Dividende - wie vorgeschlagen - beschließt, beläuft sich die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2016/17 auf 263 (198) Tsd. €; davon entfallen auf die feste Vergütung 175 (198) Tsd. €. Zudem wurden angefallene Auslagen in Höhe von 9 (10) Tsd. € erstattet.

Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestandteil des Lageberichts ist, ist in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 40 angegeben.

(36) Aufsichtsrat

Prof. Dr. Markwart Kunz

Vorsitzender

Braunschweig

Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Thomas Kölbl

Stellvertretender Vorsitzender

Speyer

Mitglied des Vorstands der Südzucker AG

Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

EUWAX-Aktiengesellschaft, Stuttgart

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Baden-Württembergische Wertpapierbörse, Stuttgart (bis 1. März 2017)

Boerse Stuttgart GmbH, Stuttgart

Konzernmandate

AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien (Österreich)

AGRANA Stärke GmbH, Wien (Österreich)

AGRANA Zucker GmbH, Wien (Österreich)

ED&F MAN Holdings Limited, London (Großbritannien)

Freiberger Holding GmbH, Berlin

PortionPack Europe Holding B.V., Oud-Beijerland (Niederlande), (Vorsitzender)

Raffinerie Tirlemontoise SA, Brüssel (Belgien)

Saint Louis Sucre SAS, Paris (Frankreich)

Südzucker Polska SA, Breslau (Polen)

Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender)

Dr. Hans-Jörg Gebhard

Eppingen

Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Südzucker AG, Mannheim (Vorsitzender)

GoodMills Deutschland GmbH, Hamburg

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Österreich)

AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien (Österreich), (2. stellvertretender Vorsitzender)

Freiberger Holding GmbH, Berlin

Raffinerie Tirlemontoise SA, Brüssel (Belgien)

Saint Louis Sucre SAS, Paris (Frankreich)

Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart (Vorsitzender)

Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen

Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien (Österreich)

Dr. Wolfgang Heer

Ludwigshafen am Rhein

Vorstandsvorsitzender der Südzucker AG

Konzernmandate

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Österreich), (1. stellvertretender Vorsitzender)

AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien (Österreich), (Vorsitzender)

ED&F MAN Holdings Limited, London (Großbritannien)

Freiberger Holding GmbH, Berlin (Vorsitzender)

PortionPack Europe Holding B.V., Oud-Beijerland (Niederlande)

Raffinerie Tirlemontoise SA, Brüssel (Belgien)

Saint Louis Sucre SAS, Paris (Frankreich)

Südzucker Polska SA, Breslau (Polen), (stellvertretender Vorsitzender)

Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien (Österreich), (stellvertretender Vorsitzender)

Franz-Josef Möllenberg

Rellingen

Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

Südzucker AG, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender)

Norbert Schindler

Bobenheim am Berg

Mitglied des Deutschen Bundestags

Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Sparkasse Rhein-Haardt, Bad Dürkheim

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Prüfungsausschuss

Thomas Kölbl (Vorsitzender)

Dr. Wolfgang Heer

Prof. Dr. Markwart Kunz

Franz-Josef Möllenberg

Nominierungsausschuss

Thomas Kölbl (Vorsitzender)

Dr. Wolfgang Heer

Prof. Dr. Markwart Kunz

Franz-Josef Möllenberg

(37) Vorstand

Joachim Lutz (CEO)

Mannheim

Erstbestellung: 4. Mai 2006

Sprecher des Vorstands seit 30. April 2015

Bestellt bis: 3. Mai 2021

Michael Friedmann (CSO)

Mannheim

Erstbestellung: 30. April 2015

Bestellt bis: 29. April 2020

Dr. Stephan Meeder (CFO)

Mannheim

Erstbestellung: 30. April 2015

Bestellt bis: 29. April 2020

(38) Anteilsbesitzliste

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Unternehmen Sitz Land unmittelbar Anteilsbesitz: mittelbar Anteilsbesitz: insgesamt
CropEnergies Bioethanol GmbH Zeitz Deutschland 15 % 85 % 100 %
CropEnergies Beteiligungs GmbH Mannheim Deutschland 100 %   100 %
BioWanze SA Brüssel Belgien 100 %   100 %
Ryssen Alcools SAS Loon-Plage Frankreich   100 % 100 %
Ryssen Chile SpA Lampa, Santiago de Chile Chile   100 % 100 %
Compagnie Financière de l'Artois SA Paris Frankreich 100 %   100 %
Ensus UK Ltd. Yarm Großbritannien 100 %   100 %
CropEnergies Inc. Houston USA   100 % 100 %
CT Biocarbonic GmbH Zeitz Deutschland   50 % 50 %

(39) Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf 68,8 (42,6) Mio. €. Nach einer Einstellung von 18,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen erreichte der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG 26,5 Mio. €.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Juli 2017 vor, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG 26,2 Mio. €, entsprechend einer Dividende von 0,30 € pro Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 0,3 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen.

(40) Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahrs haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Das von der Südzucker AG gewährte Darlehen in Höhe von ursprünglich 16,0 Mio. € wurde am 31. März 2017 vollständig zurückgeführt. In der Bilanz zum 28. Februar 2017 sind davon noch Restverbindlichkeiten in Höhe von 12,3 Mio. € als langfristig und 2,5 Mio. € als kurzfristig ausgewiesen. Weitere für die CropEnergies-Gruppe zu berichtende Ereignisse von besonderer Bedeutung liegen nicht vor.

(41) Segmentbericht

Gemäß IFRS 8 (Geschäftssegmente) sind Angaben über jene Segmente erforderlich, die das Unternehmen zu internen Berichts- und Steuerungszwecken eingerichtet hat (sogenannter Management Approach).

Die CropEnergies-Gruppe stellt nur ein homogenes Hauptprodukt (Bioethanol) her. Nach mehreren verbundenen bzw. identischen Produktionsprozessen entstehende ähnliche Endprodukte können separat vertrieben werden. Die operative Steuerung der CropEnergies-Gruppe erfolgt durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger im Wesentlichen anhand der Umsatzerlöse sowie des operativen Ergebnisses. Das Management steuert anhand dieser beiden finanziellen Steuerungsgrößen die einzelnen operativen Einheiten (inklusive der jeweils übergeordneten Holdinggesellschaften).

CropEnergies verwendet den ROCE (Return On Capital Employed, Verhältnis aus operativem Ergebnis und Capital Employed) als Indikator, um zu bestimmen, ob die operativen Segmente die gleichen wirtschaftlichen Merkmale und eine ähnliche langfristige Ertragsentwicklung aufweisen. Der ROCE der operativen Segmente bewegt sich langfristig in einer ähnlichen Bandbreite.

Auch hinsichtlich der Art der Produkte und Produktionsprozesse, der Kundentypen, der Methoden des Vertriebs und der regulatorischen Rahmenbedingungen sind die operativen Segmente vergleichbar.

Somit können die operativen Segmente gemäß IFRS 8 zu einem Berichtssegment zusammengefasst werden. Geschäftsvorfälle zwischen den operativen Segmenten erfolgten zu marktüblichen Preisen und wurden eliminiert.

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Mio. € 28.02.2017 29.02.2016
Gesamtbetrag der Vermögenswerte 597,9 591,5
Capital Employed 484,3 495,9
Vorräte 63,1 56,8
Gesamtbetrag der Schulden -172,1 -224,3
Nettofinanzschulden -9,3 -65,7
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte* 16,1 16,8
Mitarbeiter 412 416
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Mio. € 28.02.2017 29.02.2016
Buchwerte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte    
Deutschland 138,2 147,8
Ausland 286,5 305,0
  424,7 452,8
Umsatzerlöse mit Dritten 2016/17 2015/16
Deutschland 325,5 360,8
Ausland 476,2 361,8
  801,7 722,6
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte*    
Deutschland 4,6 8,4
Ausland 11,5 8,4
  16,1 16,8

* inklusive Anlagen im Bau

Gesamtergebnisrechnung

1. März 2016 bis 28. Februar 2017

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Tsd. € Berichtssegment Konsolidierung Konzern
Gewinn-und-Verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse 995.730 -193.994 801.736
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 6.680 -1.286 5.394
Sonstige betriebliche Erträge 8.517 -2.522 5.995
Materialaufwand -784.422 194.067 -590.355
Personalaufwand -33.371 -689 -34.060
Abschreibungen -40.064 690 -39.374
Sonstige betriebliche Aufwendungen -58.540 2.886 -55.654
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0 189 189
Ergebnis der Betriebstätigkeit 94.530 -659 93.871
Finanzergebnis -4.305 193 -4.112
Ergebnis vor Ertragsteuern 90.225 -465 89.760
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.871 -110 -20.981
Jahresüberschuss 69.354 -575 68.779

1. März 2015 bis 29. Februar 2016

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Tsd. € Berichtssegment Konsolidierung Konzern
Gewinn-und-Verlust-Rechnung      
Umsatzerlöse 953.728 -231.126 722.602
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen -151 -1.374 -1.525
Sonstige betriebliche Erträge 8.296 -2.725 5.571
Materialaufwand -753.247 230.785 -522.462
Personalaufwand -39.642 0 -39.642
Abschreibungen -40.369 677 -39.692
Sonstige betriebliche Aufwendungen -59.214 3.002 -56.212
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen 0 40 40
Ergebnis der Betriebstätigkeit 69.401 -721 68.680
Finanzergebnis -5.944 227 -5.717
Ergebnis vor Ertragsteuern 63.457 -494 62.963
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -20.456 140 -20.316
Jahresüberschuss 43.001 -354 42.647

Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens und der Investionen erfolgte nach den Ländern, in denen die Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe ihren Sitz haben. Die Umsatzerlöse mit Dritten bestimmten sich nach der Lieferdestination.

Im Geschäftsjahr 2016/17 erwirtschaftete die CropEnergies-Gruppe mit einem Kunden Umsatzerlöse von 16,8 (18,2) % des Konzernumsatzes.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Mannheim, 24. April 2017

DER VORSTAND

Joachim Lutz, CEO

Michael Friedmann, CSO

Dr. Stephan Meeder, CFO

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CropEnergies AG, Mannheim

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Prüfungsurteil zum Konzernabschluss

Wir haben den Konzernabschluss der CropEnergies AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2017, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erklären wir, dass nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 vermittelt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil zum Konzernabschluss

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen sowie ergänzenden Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage der Ensus UK Limited

(2) Finanzinstrumente - Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

(1) Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage der Ensus UK Limited

(1) Nach der temporären Stilllegung der Produktionsanlage der Tochtergesellschaft Ensus UK Limited, beschloss der Vorstand der CropEnergies AG am 17. Mai 2016 die Produktionsanlage wieder in Betrieb zu nehmen. Die aus dem in den ersten Monaten des Geschäftsjahrs 2016/17 noch andauernden Stillstand resultierenden Sonderaufwendungen belasten das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2016/17 mit € 5,7 Mio. Die Aufwendungen sind entsprechend ihrem Ursprung in den jeweiligen Posten "Materialaufwand", "Personalaufwand", "Abschreibungen" sowie "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für drohende Verluste aus belastenden Verträgen bestand zum Bilanzstichtag 29. Februar 2016 noch eine Rückstellung in Höhe von € 16,2 Mio. Die Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2016/17 in Höhe von € 2,9 Mio verbraucht und in Höhe von € 13,3 Mio (inkl. Währungseffekte € 1,0 Mio) aufgelöst. Der Ertrag von € 12,3 Mio wurde in den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" erfasst. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der materiellen Bedeutung und der Schätz- und Ermessenspielräume in den zugrundeliegenden Annahmen der Unternehmensplanung für die Ensus UK Limited sowie den verwendeten Rechenmodellen für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Hinblick auf die Werthaltigkeit der in den Sachanlagen erfassten Produktionsanlage haben wir uns im Rahmen der Prüfung intensiv mit dem Werthaltigkeitstest der Gesellschaft und den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der wesentlichen wertbestimmenden Prämissen in der Planungsrechnung insbesondere den Erwartungen der gesetzlichen Vertreter zur Preisentwicklung auf den Rohstoff- und Absatzmärkten auseinandergesetzt. Wir haben die grundsätzliche Methode und das Bewertungskonzept zur Ermittlung des Nutzungswertes gewürdigt und das Bewertungsmodell in Stichproben auf mathematische Richtigkeit getestet. Die Methodik zur Ermittlung des Abzinsungssatzes haben wir hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt und die zugrunde liegenden Parameter gewürdigt. Hinsichtlich der bilanzierten Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen sowie deren Verbrauch und Auflösung im Geschäftsjahr 2016/17 haben wir die Berechnung der Gesellschaft nachvollzogen und Einblick in die zugrunde liegenden Verträge genommen. In Bezug auf den zusätzlichen Ausweis der Sonderaufwendungen im Konzernanhang haben wir uns von der korrekten Ermittlung des Betrages aus den Posten der Gesamtergebnisrechnung überzeugt. Durch die dargestellten und weiteren Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage nach einem temporären Stillstand und die damit einhergehende Auflösung der Drohverlustrückstellung zutreffend abgebildet wurden.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zum Wiederanfahren der Produktionsanlage der Ensus UK Limited nach deren temporärem Stillstand und deren Auswirkungen auf die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung sind im Konzernanhang in den Abschnitten (12) "Ergebnis der Betriebstätigkeit" und (23) "Entwicklung der sonstigen Rückstellungen" enthalten.

(2) Finanzinstrumente - Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten

(1) Die Gesellschaften des CropEnergies-Konzerns schließen derivative Finanzinstrumente ab. Diese umfassen zur Absicherung gegen Rohstoffpreisrisiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb insbesondere Weizenfutures. Die Rohstoffpreisrisiken resultieren im Wesentlichen aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen wie Weizen, sofern die Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge nicht ausgeschlossen werden können. Das gesamte Nominalvolumen der ausstehenden Futures zum 28. Februar 2017 beträgt € 78,0 Mio. Die positiven Zeitwerte der insgesamt zur Rohstoffpreissicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag € 1,1 Mio. Die für die Börsenderivate hinterlegten Marginzahlungen liegen bei € 3,0 Mio, die Inanspruchnahme der mit dem Broker vereinbarten Kreditlinie beläuft sich auf € 2,3 Mio. Soweit die vom CropEnergies-Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte künftiger Zahlungsströme im Rahmen von Sicherungsbeziehungen nach den Vorschriften des IAS 39 sind, werden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes bis zur Fälligkeit des gesicherten Zahlungsstroms (effektiver Teil) über die Dauer der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zum Bilanzstichtag beläuft sich dieser Betrag auf € 0,9 Mio.

Auf dem Ethanolmarkt werden mit den Kunden Kaufverträge abgeschlossen, bei denen der Verkaufspreis an einen variablen Ethanolpreis indexiert ist. Die Gesellschaften des CropEnergies-Konzerns haben daher derivative Finanzinstrumente (Ethanolfutures) zur Absicherung gegen Preisschwankungen aus dem Ethanolverkauf mit einem Nominalvolumen von insgesamt € 9,0 Mio abgeschlossen. Die negativen Zeitwerte der insgesamt zur Ethanolpreissicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag € 2,0 Mio. Die für die Börsenderivate hinterlegten Marginzahlungen liegen bei € 2,3 Mio, die Inanspruchnahme der mit dem Broker vereinbarten Kreditlinie beläuft sich auf € 2,0 Mio. Da die Ethanolfutures nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung designiert sind, werden die Marktwertänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte aufgrund der hohen Komplexität und der Anzahl der Geschäfte sowie der umfangreichen Anforderungen an die Bilanzierung und Berichterstattung durch den IAS 39 für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten aus dem Bereich Corporate Treasury Solutions unter anderem das eingerichtete interne Kontrollsystem der Gesellschaft im Bereich der eingesetzten Rohstoffderivate gewürdigt. Zur Beurteilung der Vollständigkeit und zur Prüfung der beizulegenden Zeitwerte der ausstehenden Geschäfte haben wir Bankbestätigungen eingeholt. Die für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes verwendeten Marktdaten haben wir auf Basis externer Quellen verifiziert. Hinsichtlich der Erfüllung der Vorgaben zur Designation bilanzieller Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 haben wir unter anderem die erstellten Hedge Dokumentationen und Effektivitätstests gewürdigt. Darüber hinaus haben wird die Bilanzierung der Sicherungsbeziehungen, insbesondere in Bezug auf Eigenkapital- und Ergebniseffekte sowie den Ausweis der Marginzahlungen und vereinbarten Kreditlinie, nachvollzogen. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die Bilanzierung und Bewertung der Sicherungsgeschäfte zutreffend erfolgt ist.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind in den Abschnitten (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", (20) "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte", (27) "Derivative Finanzinstrumente" und (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" des Konzernanhangs enthalten.

Zusätzliche Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die zusätzlichen Informationen verantwortlich. Die zusätzlichen Informationen umfassen

den Corporate Governance-Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex,

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB und § 315 Abs. 5 HGB sowie

sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäftsberichts der CropEnergies AG, Mannheim, für das zum 28. Februar 2017 endende Geschäftsjahr.

Unser Prüfungsurteil umfasst nicht die zusätzlichen Informationen und wir haben keine dahingehende Beurteilung vorgenommen.

Unsere Verantwortung im Rahmen unserer Prüfung des Konzernabschlusses besteht darin, die zusätzlichen Informationen kritisch zu lesen und etwaige wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den zusätzlichen Informationen und dem Konzernabschluss oder unseren bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen oder wesentliche falsche Angaben zu berücksichtigen. Wenn wir aufgrund unserer Tätigkeit feststellen, dass die zusätzlichen Informationen wesentliche falsche Angaben enthalten, sind wir verpflichtet, über diese Tatsachen zu berichten. Im Hinblick darauf haben wir nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Angabe stets aufdeckt. Falsche Angaben können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Angaben im Konzernabschluss, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Angaben nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss oder im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende und angemessene Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsorgan unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsorgan eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsorgan erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN VERMERK ZUR PRÜFUNG DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernlagebericht der CropEnergies AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 28. Februar 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernlageberichts geführt.

Grundlage für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben unsere Prüfung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung durchgeführt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Im Rahmen einer Abschlussprüfung prüfen wir den Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung. In diesem Zusammenhang heben wir hervor:

Die Prüfung des Konzernlageberichts ist in die Prüfung des Konzernabschlusses integriert.

Wir gewinnen ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen (Systemen), um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme) abzugeben.

Wir führen Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis angemessener und ausreichender Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die Vertretbarkeit dieser Annahmen sowie die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen werden.

Wir geben zu den einzelnen Angaben im Konzernlagebericht ebenfalls kein eigenständiges Prüfungsurteil ab, sondern ein Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht als Ganzes.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Conrad.

 

Mannheim, den 24. April 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Conrad, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christina Pöpperl, Wirtschaftsprüferin

GLOSSAR

Alkohol

→ Ethanol.

Abfindungs-Cap

Die Obergrenze der Zahlung, die ein Mitglied des Vorstands bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit erhält.

Beimischung (zum Benzin)

Die Zugabe von → Bioethanol zu → Ottokraftstoff. In Europa gibt es für Ottokraftstoff die Norm EN 228, die seit Ende 2012 den Zusatz von 10 VoL-% → Ethanol oder 22 Vol.-% ETBE erlaubt. Weltweit sind unterschiedliche Ethanolbeimischungen zu konventionellem Ottokraftstoff üblich (z. B. 18 - 27,5 Vol.-% in Brasilien; 10 - 15 VoL-% in den USA).

Bioethanol

Aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener → Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärke- oder zellulosehaltige Biomasse infrage. CropEnergies setzt Getreide, → Zuckersirupe und Rohalkohol als Rohstoffe ein.

Biokraftstoffe

Aus Biomasse gewonnene Kraftstoffe (z. B. → Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl).

Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)

Am 2. November 2009 in Kraft getretene Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von → Biokraftstoffen. Die Verordnung soll sicherstellen, dass künftig nur noch solche → Biokraftstoffe steuerlich begünstigt oder auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden können, die unter Beachtung verbindlicher Nachhaltigkeitsstandards hergestellt wurden. Mit der Verordnung werden die → Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union für den Biokraftstoffbereich in Deutschland rechtlich festgeschrieben.

CDS (Concentrated Distillers' Solubles)

Flüssiges Futtermittel aus → Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung aus Getreide anfällt und eingedickt wird.

CO2

→ Kohlendioxid.

D&O Versicherung (Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung)

Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt.

Dehydratation

Die sogenannte Trocknung des → Alkohols. In diesem letzten Schritt der Bioethanolproduktion wird dem Alkohol nahezu das gesamte restliche Wasser entzogen und so ein Reinheitsgrad von über 99 % erreicht.

Destillation

Auftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z. B. fraktionierte Destillation von Rohöl oder Trennung von → Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile.

DDGS (Distillers' Dried Grains with Solubles)

Trockenschlempe. Als D. wird die getrocknete → Schlempe der Ethanolherstellung aus Getreide bezeichnet, die in der Tierernährung als wertvolles Proteinfuttermittel eingesetzt wird.

E5

Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 5 Vol.-% → Bioethanol.

E10

Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 10 Vol.-% → Bioethanol.

E20

Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 20 Vol.-% → Bioethanol. Die meisten neueren Modelle könnten problemlos mit diesem Kraftstoff betrieben werden.

E85

Kraftstoff für Flexible Fuel Vehicles (→ FFVs). E. ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von rund 85 %. Für E. gilt in Deutschland die DIN 51625.

Enzym

Veraltet: Ferment. Biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat zu spalten oder zu verändern, ohne sich selbst aufzubrauchen. E. bestehen aus Eiweiß (Protein).

Erneuerbare-Energien-Richtlinie

Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und Rats zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen vom 23. April 2009. Die E. schreibt unter anderem einen verbindlichen Anteil → erneuerbarer Energien am Energieverbrauch im Transportsektor von 10 % im Jahr 2020 vor. Die E. enthält ebenfalls Regelungen zur nachhaltigen Produktion von → Biokraftstoffen. Zum Nachweis der Einhaltung der rechtlich definierten Anforderungen sind die Wirtschaftsteilnehmer zu einer unabhängigen Überprüfung verpflichtet (z. B. Zertifizierungssysteme). Die letzte Änderung erfolgte durch die Richtlinie 2015/1513 ("iLUC-Richtlinie") vom 9. September 2015.

Ethanol

Auch Ethylalkohol (veraltet: Äthanol, Äthylalkohol). Gehört zur Gruppe der Alkohole, steht im engeren Sinn synonym für → Alkohol. E. ist das Hauptprodukt der alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von Branntwein und Trinkalkohol. E. wird als Kraftstoffadditiv (→ Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff, aber auch in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie verwendet.

Fermentation

Biotechnisches Verfahren zur Herstellung eines gewünschten Produkts, bei dem organisches Material durch Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder auch Einzeller bzw. deren Enzyme umgewandelt wird. Bei der Herstellung von → Bioethanol wird der in der Maische enthaltene Zucker durch Hefen in → Alkohol verwandelt.

FFVs (Flexible Fuel Vehicles)

F. sind kraftstoff-flexibel, das heißt, sie können sowohl mit reinem → Ottokraftstoff als auch - in Europa - mit bis zu 86 % → Bioethanol betrieben werden. Sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Mischungsverhältnis von → Bioethanol und → Ottokraftstoff. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an.

Gallone

Volumenmaß (Trocken- und Flüssigkeitsmaß), für das mehrere Definitionen existieren. Die in den USA für Flüssigkeiten gebräuchliche US liquid gallon entspricht rund 3,785 Litern.

Getreidewirtschaftsjahr

Zeitraum von zwölf Monaten zur Sammlung von Daten (z. B. Anbaufläche, Erntemengen) zu einer bestimmten Getreidesorte. Das G. beginnt mit der Getreideernte. In Europa dauert das Wirtschaftsjahr für Weizen beispielsweise vom 1. Juli bis zum 30. Juni.

Gewichtsprozent

Prozentuale Angabe des relativen Masseanteils einer Komponente an der Gesamtmasse eines Stoffgemisches (Abk. Gew.-%).

Gluten

Kleber oder Klebereiweiß, das in Getreidekörnern enthalten ist. G. wird für die Herstellung von Lebensmitteln (insbesondere Backwaren) und speziellen Futtermitteln verwendet. Für die Backeigenschaften eines Mehls ist G. von zentraler Bedeutung.

GMP+

Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung u. a. bei der Produktion von Lebens- und Futtermitteln.

HACCP (Hazard Analysis Critical Control Point)

H. ist ein weltweit angewandtes vorbeugendes Konzept der Gefahrenanalyse und der Überwachung kritischer Kontrollpunkte, um Lebensmittel und Futtermittel derart herzustellen, dass es bei ihrem Verzehr zu keiner gesundheitlichen Gefährdung kommt.

IFS-Zertifizierung (International Food Standard)

Zertifizierung und Überprüfung von Systemen zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität bei der Produktion von Lebensmitteln durch akkreditierte Zertifizierer.

Insiderinformation gemäß Artikel 17 MAR

Die von der EU vorgeschriebene "Market Abuse Regulation" (MAR, Marktmissbrauchsverordnung) soll Insidergeschäfte und Marktmanipulationen verhindern. Artikel 17 verpflichtet dazu, marktrelevante Informationen zu veröffentlichen, damit andere Marktteilnehmer gegenüber Unternehmensinsidern nicht benachteiligt sind. Börsennotierte Unternehmen wie die CropEnergies AG müssen diese Informationen ad-hoc, also sobald wie möglich, veröffentlichen.

Kohlendioxid (CO2)

Entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material. Dient als Ausgangsprodukt für den Aufbau pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 abgegeben, wie von dieser zuvor beim Wachsen aufgenommen worden ist. K. ist ein → Treibhausgas. K. kann in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie verwendet werden.

Kraftstoffqualitätsrichtlinie

Richtlinie 98/70/EG des Europäischen Parlaments und des Rats vom 13. Oktober 1998, die Mindestanforderungen für die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen festlegt. Mit der K. haben das Europäische Parlament und der Rat einem Änderungsvorschlag der EU-Kommission zur Verringerung von luftverunreinigenden Emissionen und Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen zugestimmt. In diesem Zusammenhang wurde auch die EU-weite Einführung von → E10-Kraft-stoff ermöglicht.

Nachhaltigkeitskriterien

Kriterien, die → Biokraftstoffe, die für die Erreichung der Ziele der → "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" verwendet werden, sowie Biokraftstoffe, denen nationale Förderregelungen zugute kommen, erfüllen müssen, um ihre ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Beispiele für N. sind eine Mindesteinsparung von → Treibhausgasen und der Schutz von Flächen mit hoher biologischer Vielfalt. Bei der Formulierung der → "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" wurden auch soziale N. berücksichtigt.

Nachhaltigkeitszertifizierung

Dient der Überwachung und Kontrolle der kompletten Anbau-, Liefer- und Herstellungskette von Biokraftstoffen zur Einhaltung der EU-Vorgaben der → Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung durch unabhängige Zertifizierungssysteme und -stellen, die von der EU-Kommission oder nationalen Aufsichtsbehörden (z. B. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Deutschland) anerkannt und überwacht werden. N. findet auch bei der Verstromung von flüssiger Biomasse Anwendung.

ProtiGrain®

Markenname für das von CropEnergies produzierte → DDGS. P. wird als hochwertiges Proteinfuttermittel vermarktet.

ProtiWanze®

Markenname für das von CropEnergies in Wanze produzierte → CDS. P. ist ein flüssiges Futtermittel mit einem hohen Proteingehalt.

Rektifikation

Schritt der Bioethanolproduktion, in dem der → Alkohol aufgereinigt wird und Reststoffe entfernt werden.

Schlempe

Rest an nicht vergärbaren Stoffen, der bei der Destillation anfällt. Sch. aus Getreide ist wegen des Gehalts an Eiweiß, Stickstoffverbindungen, Fetten u. a. ein wertvolles Futtermittel für Nutztiere.

Scope

Klassifizierung der bei der Produktion entstehenden Treibhausgas-(THG-)Emissionen. Direkte (Scope 1) THG-Emissionen stammen aus Quellen, die im Besitz oder unter Führung des Berichterstatters sind (z. B. eigene Kraftwerke). Indirekte (Scope 2) THG-Emissionen resultieren aus der Erzeugung elektrischer oder thermischer Energie, die vom Berichterstatter zur eigenen Nutzung von Dritten eingekauft wurde.

Treibhausgase

Neben Methan, Distickstoffoxid und den FCKWs ist → Kohlendioxid das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Das Ansteigen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist verantwortlich für den Klimawandel.

Volumenprozent (Volumenkonzentration)

Schreibweise: Vol.-% oder v/v. Im Fall von Ethanol, Bezeichnung für den Alkoholanteil einer Flüssigkeit bezogen auf das Volumen bei 20 °C.

Zellulose

Gerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Z. ist ein Polysaccharid, das aus einigen tausend β-Glucosebausteinen aufgebaut ist. Es ist u. a. durch Mineralsäuren, Enzyme oder Pilze spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung). Verfahren zur Herstellung von Bioethanol aus Z. befinden sich im Entwicklungsstadium.

Zuckersirupe

Zwischen- und Kuppelprodukte der Zuckerherstellung. CropEnergies nutzt Z. in ihren Bioethanolanlagen als Rohstoff für die Bioethanolherstellung.

ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSEN

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht in diesem Geschäftsbericht.

CropEnergies übernimmt keine Verpflichtung, die in diesem Geschäftsbericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim

Druck und Weiterverarbeitung: abcdruck GmbH, Heidelberg

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Finanzkalender

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Bericht 1. Quartal 2017/18 12. Juli 2017
Hauptversammlung 2017 18. Juli 2017
Bericht 1. Halbjahr 2017/18 11. Oktober 2017
Bericht 1. - 3. Quartal 2017/18 10. Januar 2018
Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2017/18 16. Mai 2018

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