![]() CropEnergies AGMannheimZwischenbericht zum 31. August 2017Geschäftsjahr 2017/181. Halbjahr1. März bis 31. August 2017Mannheim, 11. Oktober 2017Kontakt CropEnergies AG Maximilianstraße 10 68165 Mannheim Investor Relations Dr. Lilia Filipova-Neumann Tel.: +49 (621) 714190-30 Fax: +49 (621) 714190-03 ir@cropenergies.de Öffentlichkeitsarbeit / Marketing Nadine Dejung-Custance Tel.: +49 (621) 714190-65 Fax: +49 (621) 714190-05 presse@cropenergies.de http://www.cropenergies.com Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren
auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbarer Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien
der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren,
sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken
gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2016/17 auf den Seiten 68
bis 76. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren. Überblick 1. Halbjahr 2017/18scroll
Ausblick für das Geschäftsjahr 2017/18 angehoben
ZwischenlageberichtWirtschaftliches Umfeld"Erneuerbare-Energien-Richtlinie"Die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" definiert für den Transportsektor der EU ein
verbindliches Ziel von 10 % erneuerbaren Energien im Jahr 2020. Bis zu 7 %-Punkte
können dabei auf nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen.
Biokraftstoffe in der EU müssen strenge Nachhaltigkeitskriterien einhalten. Hierzu
gehört, dass sie über die gesamte Wertschöpfungskette, von der Rohstofferzeugung bis
hin zum Tank, mindestens 35 Gew.-% (ab 2018: mindestens 50 Gew.-%) der Treibhausgasemissionen
im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen müssen. "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"Die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" gibt vor, dass bis 2020, auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet, 6 Gew.-% der Treibhausgase eingespart werden müssen. Als Basiswert dient die durchschnittliche Treibhausgasintensität von Kraftstoffen im Jahr 2010 von 94,1 g CO2äq /MJ. Im Vergleich hierzu senkt erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich rund 70 %. In Verkehr gebracht wird dieser Treibhausgasvorteil insbesondere durch die Beimischung zu Benzin, also E5 und E10, d. h. Ottokraftstoff mit einem Ethanol-anteil von bis zu 5 bzw. 10 Vol.-%. In der EU ist E10 derzeit in Belgien, Deutschland, Frankreich und Finnland flächendeckend erhältlich. "Klima- und Energiepaket 2030"Den Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 steckte der Europäische Rat
bereits im Oktober 2014 ab. Demnach sollen die Treibhausgasemissionen in der EU um
mindestens 40 % gegenüber 1990 sinken und der Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens
27 % steigen. Der Rat betonte dabei auch die Notwendigkeit, die Treibhausgasemissionen
im Verkehrssektor und die Risiken, die sich aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
ergeben, zu verringern. Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission die Neufassung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie"
für die Zeit nach 2020 vor. Der Vorschlag der EU-Kommission enthält jedoch keine spezifischen
Zielvorgaben für den Transportsektor. Es ist Lediglich vorgesehen, den Anteil von
bestimmten alternativen Kraftstoffen, vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, sowie
der Elektro-mobilität stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8 % im Jahr 2030 zu
steigern. Die Nutzung von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen soll
ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken. Die EU-Kommission begründet ihre Vorschläge mit Zweifeln an der Nachhaltigkeit von
erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen. Tatsächlich aber spart europäisches Ethanol
bereits heute nachweislich 70 Gew.-% der Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin ein
und reduziert zudem die hohe Abhängigkeit von fossilen Ölimporten. Die Förderung alternativer
Kraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen kann sinnvoll sein, sie dürfen jedoch nicht
Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen ersetzen, sondern sollen diese vielmehr ergänzen.
Nur so kann der Verbrauch fossiler Kraftstoffe weiter reduziert werden. Sollte hingegen
der Kommissionsvorschlag unverändert umgesetzt werden, so würde weder der Verbrauch
fossiler Kraftstoffe gesenkt noch die Ausbeutung fossiLer Ölquellen verringert werden.
Damit besteht die Gefahr, dass sich die 2020er Jahre zu einem verlorenen Jahrzehnt
für den Klima- und Umweltschutz auf Europas Straßen entwickeln könnten. Zugleich gefährden
die Vorschläge Arbeitsplätze und Einkommen in der heimischen Landwirtschaft und Industrie,
insbesondere in strukturschwachen Ländlichen Regionen. Gemeinsam mit den Verbänden auf nationaLer und europäischer Ebene wird sich CropEnergies
daher im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsverfahrens für die Nutzung nachhaltig hergestellter
erneuerbarer Kraftstoffe aus Ackerpflanzen auch nach 2020 einsetzen. Hierzu zählen
vor allem verbindliche Ziele für die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im
Transportsektor. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Verbrauch fossiler Kraftstoffe
tatsächlich sinkt und die KlimabiLanz von Kraftstoffen verbessert wird. Für die Verabschiedung
einer neuen "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" ist die Einigung von Europäischem Parlament
und Rat notwendig. Die Beratungen in den beteiligten Ausschüssen im Europäischen Parlament
sollen Ende 2017 abgeschlossen sein. DeutschlandIn Deutschland wurde das Treibhausgasminderungsziel zum 1. Januar 2017 von 3,5 auf
4,0 Gew.-% erhöht. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen. Mit
der Einführung der verbindlichen Treibhausgasminderungsvorgabe für die Mineralölindustrie
wurde die spezifische Treibhausgaseinsparung zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal
für erneuerbare Kraftstoffe. Im Zuge dessen haben Biokraftstoffhersteller kontinuierlich
in die Erhöhung der spezifischen Treibhausgaseinsparungen ihrer Biokraftstoffe investiert.
Im Jahr 2016 sparten Biokraftstoffe in DeutschLand im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen
mehr als 70 Gew.-% an Treibhausgasemissionen ein. CropEnergies ermutigt die Bundesregierung,
den Weg für mehr Klimaschutz im Transportsektor nicht nur in DeutschLand weiter-zuverfolgen,
sondern sich auch in der EU für höhere und verbindliche Treibhausgasminderungsziele
im Verkehr einzusetzen. BelgienIn Belgien wurde im Januar 2017 der Anteil von Ethanol in Ottokraftstoffen von durchschnittlich
mindestens 4 Vol.-% auf 8,5 Vol-% erhöht. Zeitgleich wurde E10 flächendeckend eingeführt
und erreichte in kürzester Zeit mit ca. 80 % den weitaus größten Marktanteil unter
den Ottokraftstoffen. GroßbritannienIn Großbritannien belauft sich die Biokraftstoffbeimischung (sogenannte "Renewable
Transport Fuel Obligation" bzw. RTFO) unverändert auf 4,75 Vol-%. Nachdem das britische
Transportministerium im November 2016 erste Vorschläge zur Novellierung der RTFO vorlegte
und sich interessierte Kreise bis Januar 2017 an einer öffentlichen Konsultation beteiligen
konnten, hat die britische Regierung im September 2017 ihre Vorschläge zur RTFO-Novellierung
konkretisiert. Demnach soll die Beimischungsverpflichtung ab 2018 auf 7,25 VoL-% angehoben
werden und anschließend bis 2032 schrittweise auf 12,4 VoL-% steigen. Ausgewählte
alternative Kraftstoffe, vornehmlich aus Abfällen und Reststoffen, sollen mit einer
Unterquote gefördert werden, die sukzessive von 0,05 Vol.-% im Jahr 2019 auf 1,4 Vol.-%
im Jahr 2032 ansteigen soll. Darüber hinaus sollen diese Kraftstoffe doppelt auf das
Beimischungsziel angerechnet werden. Demgegenüber soll der Beitrag von Biokraftstoffen
aus Ackerpflanzen bis zum Jahr 2020 auf 4 Vol.-% begrenzt werden. Im Anschluss soll
sich dieser Anteil bis 2032 sukzessive halbieren. Zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer
Energien im Transportsektor strebt die britische Regierung zudem eine zeitnahe Einführung
von E10 an. FrankreichIn Frankreich besteht eine energetische Beimischungsverpflichtung, die Anfang 2017
im Ottokraftstoffbereich auf 7,5 % erhöht wurde und im Dieselkraftstoffbereich bei
7,7 % liegt. Ungeachtet der Diskussion auf EU-Ebene über ein Energie- und Klimapaket
2030, besteht in Frankreich die gesetzliche Vorgabe, den Anteil an erneuerbaren Energien
im Transportsektor bis 2030 auf 15 % zu steigern. Frankreich setzt damit ein deutliches
Zeichen, dass im Transportsektor auch nach 2020 verbindliche Ziele für erneuerbare
Energien unverzichtbar sind. Der E10-Anteil am französischen Ottokraftstoffmarkt liegt
heute bereits bei rund 40 %. EthanolmärkteIn den USA wird für 2017 mit einer Ethanolproduktion von 60,6 (59,5) Mio. m3 gerechnet. Aufgrund des anhaltend hohen Produktionsüberschusses wird ein weiterer Anstieg der US-Nettoexporte auf 4,1 (3,9) Mio. m3 erwartet. Der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) ging im Berichtszeitraum von umgerechnet 360 €/m3 Anfang Juni 2017 auf rund 340 €/m3 Ende August 2017 zurück. Der Preisrückgang ist hauptsächlich auf die Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen. In US-amerikanischer Währung blieben die Preise weitestgehend unverändert. Internationale Bioethanolpreise (€/m")![]() Im Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 sollen in Brasilien 26,0 (27,1) Mio. m3 Ethanol hergestellt werden. Die Ethanolproduktion soll demnach leicht über dem erwarteten Verbrauch von 25,8 (26,7) Mio. m3 liegen. Bei einer weitgehend ausgeglichenen Außenhandelsbilanz wird ein Anstieg der Lagerbestände auf 2,2 (1,9) Mio. m3 Ethanol erwartet. Die Ethanolpreise setzten zunächst ihren rückläufigen Trend fort und gingen, umgerechnet in Euro, von rund 440 €/m3 Anfang März 2017 auf rund 380 €/m3 im Juli 2017 zurück. Im Anschluss folgte bis Ende August 2017 eine leichte Preiserholung auf rund 410 €/m3. Nachdem von Mai 2017 auf Juni 2017 ein Preisabschlag von ca. 40 €/m3 zu beobachten war, bewegten sich die Ethanolpreise in Europa weitgehend zwischen 550 und 575 €/m3 . Ende August 2017 lag der europäische Ethanolpreis leicht unterhalb der Marke von 550 €/m3. Angesichts zusätzlicher Nachfrageimpulse nach klimaschonenderen Kraftstoffen infolge höherer Beimischungsziele soll der Kraftstoffethanolverbrauch in der EU um 2 % auf 5,3 (5,2) Mio. m3 steigen. Bei einer größtenteils ausgeglichenen Außenhandelsbilanz wird mit einem Wachstum der europäischen Produktion von Kraftstoffethanol auf rund 5,3 (4,8) Mio. m3 gerechnet. In Deutschland soll der Kraftstoffethanolverbrauch im Jahr 2017 mit 1,5 (1,5) Mio.
m3 auf Vorjahresniveau liegen. Trotz der Anhebung des Treibhausgasminderungsziels
auf 4 Gew.-% zum Jahresanfang bleibt der Absatz im 1. Halbjahr 2017 nach vorläufigen
Daten mit 696 (705) Tsd. m3 leicht hinter dem Vorjahresabsatz zurück. Getreide- und ProteinmärkteDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 12. September
2017 von einer Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2017/18 von 2.061 (2.118) Mio. t
aus. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.085 (2.093) Mio. t sollen sich die
Lagerbestände wieder auf 493 (517) Mio. t reduzieren. In der EU erwartet die EU-Kommission
im Getreidewirtschaftsjahr 2017/18 einen leichten Anstieg der Getreideernte auf 298
(294) Mio. t, die sich demnach erneut über dem Verbrauch von 282 (284) Mio. t bewegen
soll. Der größte Teil des inländischen Getreideverbrauchs entfällt mit über 60 % nach
wie vor auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Kraftstoffethanol wird hingegen
lediglich der Stärkeanteil von 4 % der EU-Getreideernte genutzt. Die weiteren Bestandteile
des verarbeiteten Getreides, allen voran Proteine sowie Ballaststoffe, Fette, Mineralien
und Vitamine, werden zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln veredelt. Die lokale
Ethanolindustrie verringert damit die Abhängigkeit von Sojaimporten aus Nord- und
Südamerika. Internationale Agrarpreise (€/t)![]() Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris lagen Ende August 2017 mit
156 €/t rund 10 €/t unter dem Niveau von Anfang Juni 2017, als Weizen bei 166 €/t
notierte. Die Getreidepreisentwicklung spiegelt die insgesamt weiterhin komfortable
globale Versorgungslage wider. Im Juli 2017 stiegen die Weizenpreise zwischenzeitlich
auf rund 180 €/t, was insbesondere auf zunächst schwierige Erntebedingungen in Teilen
der EU sowie die Erwartung einer deutlich geringeren Weizenernte in Nordamerika zurückzuführen
war. Mittlerweile kehrte sich die Preisentwicklung vor allem aufgrund der Erwartung
höherer Ernten in Russland und der Schwarzmeerregion wieder deutlich um. Das USDA erwartet im Wirtschaftsjahr 2017/18 eine weltweite Sojabohnenernte von 348
(351) Mio. t, die damit nur knapp den Vorjahresrekord verfehlen soll. Im Gegensatz
hierzu soll der weltweite Verbrauch an Sojabohnen mit 344 (330) Mio. t eine neue Rekordmarke
erreichen. Trotz eines rasanten Nachfrageanstiegs von fast 10 % innerhalb von nur
zwei Jahren, sollen die weltweiten Lagerbestände auf 98 (96) Mio. t weiter wachsen. Entsprechend der unverändert guten Versorgungslage bewegte sich der 1-Monats-Future
für Sojabohnen an der CBOT im Berichtszeitraum weitgehend unter der Marke von 10 US-$/Bushel*
In Euro umgerechnet sank der Sojabohnenpreis von 300 €/t Anfang Juni 2017 auf rund
290 €/t Ende August 2017. In der EU soll 2017/18 mit 22 (20) Mio. t mehr Rapssaat
als im Vorjahr geerntet werden. Die europäischen Rapsschrotpreise sanken ebenfalls
von rund 210 €/t Anfang Juni 2017 auf rund 180 €/t Ende August 2017. *
Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen. GeschäftsverlaufAnstieg der Produktion von Ethanol sowie Lebens- und FuttermittelnDie Bioraffinerien von CropEnergies mit ihrer breiten Produktpalette, die unter anderem erneuerbares Ethanol sowie proteinreiche Lebens- und Futtermittel umfasst, erzielten im 1. Halbjahr 2017/18 allesamt eine hohe Kapazitätsauslastung. Im Zuge dessen steigerte CropEnergies die Ethanolproduktion im Berichtszeitraum auf 567 (450) Tsd. m3 Ethanol. Mit der höheren Kapazitätsauslastung stieg auch die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln. Der Anstieg der Produktionsmengen ist insbesondere auf die Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton (Großbritannien) im Juli 2016 zurückzuführen. Umsatz und Jahresüberschussscroll
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallene Geschäftsverlauf: 2. QuartalDer Umsatz von CropEnergies übertraf im 2. Quartal 2017/18 mit 228,7 (182,2) Mio.
€ den des Vorjahrszeitraums deutlich, da die Bioraffinerie in Wilton im 2. Quartal
des Vorjahrs noch nicht durchgehend betrieben worden war. Somit wurden die Produktion
und der Absatz von Ethanol sowie von Lebens- und Futtermitteln erheblich ausgebaut.
Zusätzlich zur höheren Eigenproduktion konnten auch die Handelsgeschäfte von CropEnergies
ausgeweitet werden. Neben der erfreulichen Mengenentwicklung lagen die Verkaufspreise
insgesamt höher als im Vergleichsquartal des Vorjahrs, lediglich die DDGS-Erlöse waren
leicht rückläufig. Auch wenn die Preise für Getreide ebenfalls gestiegen sind, überwogen im 2. Quartal
2017/18 die positiven Umsatzeffekte, sodass ein operatives Ergebnis von 23,7 (21,7)
Mio. € erzielt werden konnte. Auf den Umsatz bezogen ergibt dies eine operative Marge
von 10,4 (11,9) %. Die Restrukturierungs- und Sondereinflüsse verringerten sich durch die Wiederinbetriebnahme
der Produktionsanlage in Wilton deutlich auf -0,3 (-2,6) Mio. €. In der Summe aus
operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie den
Sondereinflüssen stieg das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 23,5 (19,1) Mio. €. Das positive Finanzergebnis belief sich im 2. Quartal auf 0,3 Mio. €, während im Vorjahrszeitraum
überwiegend schuldenbedingt ein negatives Finanzergebnis von -2,1 Mio. € angefallen
war. Auf Basis eines Ergebnisses vor Ertragsteuern von 23,8 (17,0) Mio. € resultiert
für das 2. Quartal 2017/18 nach Steuern ein Jahresüberschuss von 17,4 (13,1) Mio.
€. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,20 (0,15)
€. Geschäftsverlauf: 1. HalbjahrDer Umsatz von CropEnergies übertraf im 1. Halbjahr 2017/18 mit 459,7 (349,7) Mio.
€ den des Vorjahrszeitraums infolge der höheren Kapazitätsauslastung erwartungsgemäß
deutlich. Parallel zur größeren Produktionsmenge von Ethanol erhöhte sich auch die
Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln. Zudem konnten für Ethanol höhere Erlöse erzielt
und das Handelsvolumen ausgebaut werden. Die leicht rückläufigen Absatzpreise für Lebens- und Futtermittel konnten daher ebenso
kompensiert werden wie die Belastungen aus den geplanten Instandhaltungsperioden sowie
die höheren Rohstoffpreise. Infolgedessen übertraf das operative Ergebnis im 1. Halbjahr
das bereits sehr erfolgreiche Vorjahresergebnis um 15,2 % und erreichte 47,3 (41,0)
Mio. €. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich eine operative Marge von 10,3 (11,7)
%. Die Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen reduzierten sich infolge der Wiederinbetriebnahme
der Produktionsanlage in Wilton auf 0,5 (6,4) Mio. €. In der Summe aus operativem
Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen sowie den Sondereinflüssen
verbesserte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit um 34,3 % auf 46,7 (34,8) Mio.
€. Das positive Finanzergebnis spiegelt die sehr niedrigen Nettofinanzschulden bzw. Nettofinanzguthaben
während des Berichtszeitraums wider und erreichte 0,2 (-2,7) Mio. €. Auf Basis eines
Ergebnisses vor Ertragsteuern von 46,8 (32,1) Mio. € resultiert für das 1. Halbjahr
2017/18 nach Steuern ein Jahresüberschuss von 34,9 (22,0) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien
entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,40 (0,25) €. Finanzierungsrechnungscroll
Als Folge des gestiegenen EBITDA erhöhte sich der Cashflow auf 53,7 (44,3) Mio. €.
Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2017/18 auf 39,0 (26,2) Mio. €. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich auf insgesamt 12,3 (5,6)
Mio. € und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Die Investitionen
dienten der Kapazitätserweiterung der Glutenproduktion sowie der Verbesserung der
Produktionsanlagen. Der Aufnahme von FinanzverbindLichkeiten in Höhe von 12,5 (5,2) Mio. € standen Tilgungen
von 18,8 (12,6) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im JuLi 2017 in Höhe von 26,2
(13,1) Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
in Höhe von 32,5 (20,5) Mio. €. Bilanzstrukturscroll
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 31. August 2017 um 19,0 Mio.
€ auf 417,6 Mio. €. Dabei verringerte sich insbesondere das Anlagevermögen infoLge
pLanmäßiger Abschreibungen - unter Berücksichtigung von Investitionen - um 20,2 Mio.
€ auf 413,6 Mio. €. Darin sind unverändert Geschäfts- bzw. Firmenwerte in Höhe von
5,6 Mio. € enthalten. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 1,2 Mio. € auf
2,0 Mio. €. Des Weiteren blieb der Anteil des at Equity einbezogenen Unternehmens
mit 1,9 Mio. € nahezu konstant. Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um
20,2 Mio. € auf 173,8 Mio. €. Hierbei stiegen insbesondere die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Vermögenswerte um 12,9 Mio. € auf 98,6 Mio. € sowie der
Bestand an Vorräten um 7,2 Mio. € auf 61,1 Mio. €. Des Weiteren erhöhte sich der Bestand
an flüssigen Mitteln leicht um 0,1 Mio. € auf 8,2 Mio. €. Die Steuererstattungsansprüche
blieben mit 5,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahresstichtag nahezu unverändert. Die langfristigen Schulden nahmen um 52,9 Mio. € auf 46,3 Mio. € ab. Dabei wurden
insbesondere die langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen in Höhe von
47,0 Mio. € vollständig abgebaut. Des Weiteren verminderten sich die übrigen Rückstellungen
um 5,0 Mio. € auf 2,5 Mio. € sowie die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
um 0,6 Mio. € auf 23,2 Mio. €. Die passiven latenten Steuern verringerten sich um
0,3 Mio. € auf 20,3 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten blieben mit 0,3 Mio.
€ nahezu unverändert. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 6,3 Mio. € auf 122,5 Mio. €. Dabei stiegen
insbesondere die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten um 4,1 Mio. € auf 14,3 Mio.
€ sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
um 3,1 Mio. € auf 76,8 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten in Höhe von 9,9 (3,0) Mio. € enthalten. Des Weiteren nahmen
die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen um 2,3 Mio. € auf 17,0 Mio.
€ ab. Die übrigen Rückstellungen stiegen um 1,5 Mio. € auf 14,4 Mio. €. In Summe konnten die Nettofinanzschulden auf 8,8 (58,3) Mio. € reduziert werden. Von
den Finanzschulden sind 17,0 Mio. € kurzfristig fällig. Ihnen stehen flüssige Mittel
in Höhe von 8,2 Mio. € gegenüber. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der erfreulichen Ertragslage auf 422,6 (374,7)
Mio. €; die Eigenkapitalquote stieg auf 71,5 (63,5) %. Risiko- und ChancenberichtCropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen
Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet,
eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des
Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten,
Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und Chancen
des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2016/17 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht"
auf den Seiten 68 bis 76 ausführlich dargestellt. Die dortigen Angaben sind weiterhin
aktuell. PrognoseberichtCropEnergies konnte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahrs 2017/18 eine erfreuliche Ertragslage
verzeichnen. Hauptgründe für den Umsatzanstieg auf 459,7 (349,7) Mio. € waren die
höheren Er-zeugungs- und Absatzmengen. Auch die bislang positive Preissituation am
Ethanolmarkt und bei Lebens- und Futtermitteln hat dazu beigetragen. Es ist jedoch
weiterhin von einer großen Schwankungsbreite der Ethanolpreise auszugehen. Hierbei
zeichnet sich ab, dass diese im 2. Halbjahr das hohe Niveau der ersten sechs Monate
nicht erreichen werden. Das operative Ergebnis stieg im 1. Halbjahr 2017/18 auf 47,3 (41,0) Mio. €. Dabei
konnten gestiegene Nettorohstoffkosten durch die verbesserte Erlössituation überkompensiert
werden. Für das Geschäftsjahr 2017/18 werden insgesamt höhere Getreidepreise erwartet. CropEnergies passt vor dem Hintergrund des guten 1. Halbjahrs die Prognose für das
Geschäftsjahr 2017/18 an und erwartet nunmehr einen Umsatz in einer Bandbreite von
880 bis 920 Mio. € (bisher erwartet: 850 bis 900 Mio. €). Das operative Ergebnis soll
nun in einer Bandbreite von 60 bis 90 Mio. € liegen (bisher erwartet: 50 bis 90 Mio.
€). Dies entspricht einem EBITDA zwischen 100 und 130 Mio. € (bisher erwartet: 90
bis 130 Mio. €). Im Vorjahr wurde ein Umsatz von 802 Mio. € und ein operatives Ergebnis
von 98 Mio. € erzielt. ZwischenabschlussGesamtergebnisrechnungscroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Kapitalflussrechnungscroll
scroll
BilanzAktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Eigenkapitalsscroll
scroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Anhang zum ZwischenabschlussGrundlagen für die Aufstellung des KonzernzwischenabschlussesDer Zwischenabschluss der CropEnergies-Gruppe zum 31. August 2017 wurde entsprechend
den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in
Übereinstimmung mit den vom I nternationaL Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen
InternationaL FinanciaL Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch
das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt.
In Einklang mit IAS 34 erfoLgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der
CropEnergies AG zum 31. August 2017 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss
zum 31. August 2017 unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der CropEnergies
AG hat diesen Zwischenabschluss am 25. September 2017 aufgestellt. Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts
2016/17 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf
den Seiten 86 bis 89 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen
anzuwenden. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
am 31. August 2017 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 2,10 % zugrunde gelegt;
zum 28. Februar 2017 bzw. 31. August 2016 basierte die Abzinsung auf 2,10 % bzw. 1,55
%. Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter
Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt.
Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im
jeweiligen QuartaL voll berücksichtigt. Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der
Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 28. Februar 2017 angewandt. Deren Erläuterungen
im Anhang des Geschäftsberichts 2016/17 unter Ziffer (5) "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"
auf den Seiten 92 bis 97 gelten daher entsprechend. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr
beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der VollkonsoLidierung
einbezogen. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 liegt vor, wenn eine Gesellschaft
aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen
ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit
gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die
Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten
oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen RegeLungen, erfolgen.
Entsprechend werden foLgende Tochterunternehmen einbezogen:
Die Joint Venture-GeseLLschaft CT Biocarbonic GmbH, Zeitz, an der CropEnergies 50
% der Anteile hält und die einer gemeinschaftLichen Führung untersteht, wird at Equity
in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic
GmbH ausschLießLich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein. Umsatz, Ergebnis, Investitionen und Mitarbeiterscroll
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend Das EBITDA konnte auf 66,5 (59,1) Mio. € gesteigert werden. Infolgedessen übertraf
auch das operative Ergebnis im 1. Halbjahr das bereits sehr erfolgreiche Vorjahresergebnis
um 15,2 % und erreichte 47,3 (41,0) Mio. €. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich
eine operative Marge von 10,3 (11,7) %. Die Re-strukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen
reduzierten sich in Folge der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton
auf 0,5 (6,4) Mio. €. In der Summe aus operativem Ergebnis, dem Ergebnis aus at Equity
einbezogenen Unternehmen sowie den Sondereinflüssen verbesserte sich das Ergebnis
der Betriebstätigkeit um 34,3 % auf 46,7 (34,8) Mio. €. Die Investitionen in Höhe von 12,4 (5,7) Mio. € entfielen fast vollständig auf Sachanlagen.
Davon wurden 7,0 Mio. € bei der BioWanze SA, 4,5 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol
GmbH und 0,6 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. investiert. Die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten
sechs Monate des Geschäftsjahrs 2017/18 bei 408 (405). Hiervon waren 43 Mitarbeiter
bei der CropEnergies AG, 120 Mitarbeiter bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 119
Mitarbeiter bei der BioWanze SA, 46 Mitarbeiter bei der Ryssen Alcools SAS, 73 Mitarbeiter
bei der Ensus UK Ltd. und 7 Mitarbeiter bei der Ryssen Chile SpA beschäftigt. Ergebnis je AktieAuf die Aktionäre der CropEnergies AG entfällt der gesamte Jahresüberschuss des 1.
Halbjahrs 2017/18 in Höhe von 34,9 Mio. €. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie
(IAS 33) liegen 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich für das 1. Halbjahr
2017/18 ein Ergebnis je Aktie von 0,40 (0,25) €; eine Verwässerung des Ergebnisses
je Aktie liegt nicht vor. Vorrätescroll
Die Vorräte haben sich insbesondere mengenbedingt um 7,2 Mio. € auf 61,1 Mio. € erhöht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen erhöhten sich um 1,3 Mio. € auf 58,2 Mio. €. Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 40,5 (28,8) Mio. € enthalten im Wesentlichen
finanzielle Vermögenswerte in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte
in Höhe von 19,0 (9,3) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen
aus Vorsteuern in Höhe von 9,7 (7,7) Mio. € und Forderungen aus Anzahlungen in Höhe
von 8,0 (5,4) Mio. €. EigenkapitalDas Eigenkapital erhöhte sich auf 422,6 (374,7) Mio. €. Die Gewinnrücklagen und sonstige
Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral
erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow
Hedges enthalten -unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen
der Weizen- und Währungsderivate einschließlich der Abgrenzungen in Höhe von -7,9
(3,1) Mio. €. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen verringerten sich um 6,5 Mio. € auf 50,4 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 26,4 (16,8) Mio. € enthalten insbesondere
finanzielle Verbindlichkeiten in Form negativer Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente
in Höhe von 9,9 (3,0) Mio. € sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Form von
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 10,0 (7,0) Mio. € und Verbindlichkeiten
aus Personalaufwendungen in Höhe von 5,5 (5,6) Mio. €. Finanzverbindlichkeitenscroll
Die Nettofinanzschulden zum 31. August 2017 verringerten sich auf 8,8 (58,3) Mio.
€. Hierin sind keine langfristigen Finanzschulden mehr enthalten. Finanzinstrumente und FinanzschuldenFinanzinstrumenteIn der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert ermittelten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie)
gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind: Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren
notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Bewertungslevel 2
liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren
direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Bei Derivaten
des Bewertungs-levels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in
welchen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist.
CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3. scroll
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FinanzschuldenDie beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden
als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils
gültigen Zinskurve ermittelt. Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten wird angenommen,
dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Auch bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Forderungen
sowie den Zahlungsmitteln wird angenommen, dass aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten
die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige
sonstige Verbindlichkeiten. Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente
sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts
2016/17 unter Ziffer (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den
Seiten 122 bis 125. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und
Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften
(Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen.
Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG
(SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr
treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine
Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker AGDie Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten im 1. HaLbjahr 2017/18 Lieferungen
von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 19,9 (16,5)
Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 1,8 (1,8) Mio. €, sonstige Leistungen
in Höhe von 0,5 (0,0) Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe
von 0,6 (0,7) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen
0,7 (0,7) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe
von 0,2 (0,0) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe
ein negativer Zinssaldo in Höhe von 0,4 (0,9) Mio. €. ResuLtierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 31. August 2017
gegenüber der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 0,3 (0,7) Mio. € und Verbindlichkeiten
in Höhe von 4,4 (5,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker
AG wurden vollständig auf 0,0 (26,0) Mio. € abgebaut. Verbundene Unternehmen der Südzucker AGDie Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten im 1.
Halbjahr 2017/18 Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert
von 31,4 (28,8) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 0,4 (0,6) Mio.
€ erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker
AG für Warenlieferungen 31,0 (34,5) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe
Leistungserlöse in Höhe von 0,2 (0,4) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in
Höhe von 0,2 (0,2) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 31. August 2017
gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 7,6
(8,9) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 10,3 (10,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten
gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG wurden vollständig auf 0,0
(31,0) Mio. € abgebaut. Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden
zu marktübLichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen
sich, sodass keine BenachteiLigungen entstanden. Daneben wurden keine wesentLichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden im 1. HaLbjahr 2017/18 Dienstleistungen
und Lieferungen in Höhe von 0,9 (0,9) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht. Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) wurden im 1.
HaLbjahr 2017/18 keinerlei Geschäftsvorfälle abgewickelt. NachtragsberichtSeit dem 31. August 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu
erwarten ist. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben werden. Mannheim, den 25. September 2017 CropEnergies AG Der Vorstand scroll
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