CropEnergies AG

Mannheim

Mitteilung 1.-3. Quartal 2017/18

Geschäftsjahr 2017/18

1. März bis 30. November 2017

Mannheim, 10. Januar 2018

Kontakt

CropEnergies AG

Maximilianstraße 10

68165 Mannheim


Investor Relations

Dr. Lilia Filipova-Neumann

Tel.: +49 (621) 714190-30

Fax: +49 (621) 714190-03

ir@cropenergies.de


Öffentlichkeitsarbeit / Marketing

Nadine Dejung-Custance

Tel.: +49 (621) 714190-65

Fax: +49 (621) 714190-05

presse@cropenergies.de

http://www.cropenergies.com

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Quartalsmitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Ein Überblick über die Risiken gibt der Risiko- und Chancenbericht im Geschäftsbericht 2016/17 auf den Seiten 68 bis 76. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen betreffen den entsprechenden Vorjahreszeitraum bzw. -punkt.

Das Geschäftsjahr der CropEnergies AG weicht vom Kalenderjahr ab. Daher sind die genannten Zeiträume wie folgt definiert:

3. Quartal: 1. September - 30. November

1. - 3. Quartal: 1. März - 30. November

Die ersten drei Quartale 2017/18 im Überblick

Umsatz erhöht sich auf 678,9 (564,6) Mio. € +114 Mio. €

EBITDA steigt leicht auf 88,2 (87,1) Mio. €+1 Mio. €

Operatives Ergebnis nahezu konstant bei 59,3 (59,5) Mio. €

Jahresüberschuss wächst auf 42,3 (35,9) Mio. € +6 Mio. €

Bioethanolproduktion steigt auf 847 (735) Tsd. m3 +15 %

Nettofinanzguthaben in Höhe von 20 Mio. € (per 28. Februar 2017: Nettofinanzschulden in Höhe von 9 Mio. €)

Ausblick für das Geschäftsjahr 2017/18

Bestätigung der Umsatzerwartung in einer Bandbreite von 880 bis 920 Mio. €

Präzisierung des operativen Ergebnisses: Es soll nunmehr in einer Bandbreite von 65 bis 85 (bisher erwartet: 60 bis 90) Mio. € liegen

Wesentliche Ereignisse

Wirtschaftliches Umfeld

Aktuelle Rahmenbedingungen in der EU

In der EU stellen die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und die "Kraftstoffqualitätsrichtline" die Weichen für mehr Klimaschutz im Transportsektor. Der Anteil an erneuerbaren Energien im Jahr 2020 soll demnach auf 10 % steigen. Bis zu 7 %-Punkte können dabei auf nachhaltig zertifizierte Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen entfallen. Biokraftstoffe in der EU müssen strenge Nachhaltigkeitskriterien einhalten und ab 2018 über die gesamte Wertschöpfungskette mindestens 50 Gew.-% an Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Darüber hinaus soll die Beimischung von Biokraftstoffen dazu beitragen, dass bis 2020, auf den gesamten Kraftstoffverbrauch gerechnet, 6 Gew.-% der Treibhausgase gegenüber dem Basiswert von 94,1 g CO2äq /MJ eingespart werden. Erneuerbares Ethanol aus europäischen Rohstoffen reduziert die Treibhausgasemissionen um rund 70 %.

"Klima- und Energiepaket 2030"

Am 30. November 2016 schlug die EU-Kommission die Neufassung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" für die Zeit nach 2020 vor. Demnach soll der Anteil von erneuerbaren Energien in der EU bis 2030 auf mindestens 27 % ansteigen. Die EU-Kommission griff damit den Beschluss des Europäischen Rats vom Oktober 2014 auf. Für den Transportsektor ist keine spezifische Zielvorgabe vorgesehen. Es soll lediglich der Anteil von bestimmten alternativen Kraftstoffen, vornehmlich aus Abfall- und Reststoffen, sowie der Elektromobilität stufenweise von 1,5 % im Jahr 2021 auf 6,8 % im Jahr 2030 steigen. Die Nutzung von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen dagegen soll ab 2021 von 7 % auf maximal 3,8 % im Jahr 2030 sinken.

Die EU-Kommission begründet ihre Vorschläge mit Zweifeln an der Nachhaltigkeit von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen. Tatsächlich aber spart europäisches Ethanol bereits heute nachweislich rund 70 Gew.-% der Treibhausgasemissionen gegenüber Benzin ein und reduziert zudem die übergroße Abhängigkeit von fossilen Ölimporten. Sollte der Kommissionsvorschlag unverändert umgesetzt werden, so würde weder der Verbrauch fossiler Kraftstoffe gesenkt noch die Ausbeutung fossiler Ölquellen verringert werden. Die 2020er Jahre könnten sich damit zu einem verlorenen Jahrzehnt für den Klima- und Umweltschutz auf Europas Straßen entwickeln. Zugleich gefährdet der Vorschlag Arbeitsplätze und Einkommen in der heimischen Landwirtschaft und Industrie, allem voran in strukturschwachen ländlichen Regionen.

Im Rahmen der laufenden Beratungen im Europäischen Parlament und Rat zeichnen sich Änderungen ab, die den Klimaschutz im Transportsektor stärken. Gemeinsam mit den Verbänden auf nationaler und europäischer Ebene setzt sich CropEnergies dafür ein, dass nachhaltig hergestellte, erneuerbare Kraftstoffe auch nach 2020 genutzt werden können. Vor allem sind verbindliche Ziele für die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Transportsektor notwendig, um den Verbrauch fossiler Kraftstoffe tatsächlich zu senken und die Klimabilanz von Kraftstoffen zu verbessern.

Deutschland

In Deutschland wurde das Treibhausgasminderungsziel zum 1. Januar 2017 von 3,5 auf 4,0 Gew.-% erhöht. Ab 2020 ist ein weiterer Anstieg auf 6,0 Gew.-% vorgesehen. Mit der verbindlichen Treibhausgasminderungsvorgabe wurde die spezifische Treibhausgaseinsparung zu einem entscheidenden Wettbewerbsmerkmal für erneuerbare Kraftstoffe. Im Jahr 2016 sparten Biokraftstoffe in Deutschland im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen 77 Gew.-% an Treibhausgasemissionen ein. Zum 1. Januar 2018 ist die 38. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (38. BImSchV) in Kraft getreten. Mit der 38. BImSchV wurde unter anderem der Treibhausgasbasiswert von 83,8 g CO2äq /MJ auf 94,1 g CO2äq /MJ angehoben und damit den tatsächlichen Marktbedingungen angepasst. Mit der Begrenzung des Anteils von erneuerbaren Kraftstoffen aus Ackerpflanzen auf 6,5 % und einem Mindestanteil für bestimmte erneuerbare Kraftstoffe, vornehmlich aus Reststoffen und Abfällen, wurden weitere europäischen Vorgaben in nationales Recht umgesetzt.

Ethanolmärkte

In den USA ging der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) von umgerechnet 347 €/m3 Anfang September 2017 auf rund 300 €/m3 Ende November 2017 zurück. Der Preisrückgang ist hauptsächlich auf den anhaltend hohen Produktionsüberschuss zurückzuführen, der zu einem weiteren Anstieg der US-Nettoexporte auf 4,6 (4,3) Mio. m3 führen soll. Erste Schätzungen für das Jahr 2018 legen erneut einen leichten Anstieg der Produktion auf 61,2 (60,8) Mio. m3 sowie der Nettoexporte auf 4,7 (4,6) Mio. m3 nahe.

Internationale Bioethanolpreise (€/m3)

In Brasilien stiegen die Ethanolpreise, umgerechnet in Euro, von rund 420 €/m3 Anfang September 2017 auf rund 475 €/m3 Ende November 2017. Zum Preisanstieg trug unter anderem die Begrenzung von Ethanolimporten aus den USA seit Anfang September 2017 bei. Den Importbeschränkungen steht dabei eine rege Inlandsnachfrage gegenüber, die im aktuellen Zuckerwirtschaftsjahr 2017/18 weitgehend der Inlandsproduktion von 26,7 (27,1) Mio. m3 Ethanol entsprechen soll. Im kommenden Jahr wird nicht mit einer wesentlichen Änderung der Marktsituation gerechnet.

Nachdem sich die Ethanolpreise in Europa im September 2017 im Bereich um 530 €/m3 bewegten, war Anfang Oktober 2017 ein deutlicher Preisrückgang zu verzeichnen. Hierzu haben insbesondere Spekulationen über die Auswirkungen des Wegfalls der EU-Zuckermarktordnung beigetragen. Ende November 2017 lag der europäische Ethanolpreis bei 465 €/m3 .

Der Kraftstoffethanolverbrauch in der EU soll im Jahr 2017 um 2 % auf 5,3 (5,2) Mio. m3 steigen. Bei einer Produktion von rund 5,2 (4,7) Mio. m3 wird dieser Bedarf weitgehend aus heimischer Produktion gedeckt. Im Jahr 2018 sollen sowohl die Nachfrage als auch die Produktion auf rund 5,4 Mio. m3 Kraftstoffethanol wachsen. Mit einem Verbrauch von 1,5 (1,5) Mio. m3 im Jahr 2017 ist Deutschland innerhalb der EU weiterhin der größte Kraftstoffethanolmarkt. Der E10-Absatz konnte von der Anhebung des Treibhausgasminderungsziels bisher nicht profitieren.

Getreide- und Proteinmärkte

Dem US-Landwirtschaftsministerium zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2017/18 auf 2.079 (2.120) Mio. t zurückgehen und damit unter dem erwarteten Getreideverbrauch von 2.096 (2.096) Mio. t liegen. Im Gegensatz hierzu geht die EU-Kommission davon aus, dass die EU-Getreideernte 2017/18 mit 306 (297) Mio. t den Verbrauch von 285 (284) Mio. t deutlich übertreffen wird. Zur Herstellung von Kraftstoffethanol wird lediglich der Stärkeanteil von 4 % der EU-Getreideernte genutzt. Die weiteren Bestandteile des verarbeiteten Getreides, allen voran Proteine, werden zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln veredelt und verringern damit die Abhängigkeit von Sojaimporten aus Nord- und Südamerika.

Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris bewegten sich im Berichtszeitraum um 160 €/t und spiegelten, insbesondere im Zuge größerer Weizenernten in Russland und der Schwarzmeerregion, eine insgesamt weiterhin komfortable Versorgungslage wider.

Internationale Agrarpreise (€/t)

Die weltweite Sojabohnenernte 2017/18 soll mit 348 (351) Mio. t den Vorjahresrekord zwar knapp verfehlen, aber weiterhin den Weltverbrauch von 345 (330) Mio. t übertreffen. Der unverändert guten Versorgungslage entsprechend bewegte sich der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT in den letzten Monaten weitgehend unter der Marke von rund 10 US-$/Bushel*. In Euro umgerechnet, entsprach dies Ende November 2017 rund 305 €/t. Die europäischen Rapsschrotpreise zeigten sich ebenfalls stabil und lagen Ende November 2017 bei rund 175 €/t.

Geschäftsverlauf

Anstieg der Produktion von Ethanol sowie Lebens- und Futtermitteln

Die Bioraffinerien von CropEnergies mit ihrer breiten Produktpalette, die unter anderem erneuerbares Ethanol sowie proteinreiche Lebens- und Futtermittel umfasst, erreichten in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017/18 allesamt eine hohe Kapazitätsauslastung. Im Zuge dessen steigerte CropEnergies die Ethanolproduktion von März bis November 2017 auf 847 (735) Tsd. m3 Ethanol. Mit der höheren Kapazitätsauslastung stieg auch die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln. Der Anstieg der Produktionsmengen ist insbesondere auf die Wiederinbetriebnahme der Anlage in Wilton (Großbritannien) im Juli 2016 zurückzuführen.

Umsatz und Jahresüberschuss

Tsd. € 3. Quartal 1. - 3. Quartal

2017/18 2016/17 2017/18 2016/17
Umsatzerlöse 219.120 214.840 678.856 564.570
EBITDA* 21.677 27.939 88.199 87.063
EBTDA-Marge in % 9,9 % 13,0 % 13,0 % 15,4 %
Abschreibungen* -9.707 -9.491 -28.946 -27.585
Operatives Ergebnis 11.970 18.448 59.253 59.478
Operative Marge in % 5,5 % 8,6 % 8,7 % 10,5 %
Restrukturierung und Sondereinflüsse -135 134 -677 -6.246
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -10 57 -79 165
Ergebnis der Betriebstätigkeit 11.825 18.639 58.497 53.397
Finanzergebnis -797 -817 -631 -3.480
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.028 17.822 57.866 49.917
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.671 -3.908 -15.610 -13.986
Jahresüberschuss 7.357 13.914 42.256 35.931
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,08 0,16 0,48 0,41


* Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallene


Geschäftsverlauf: 3. Quartal

CropEnergies konnte im 3. Quartal 2017/18 den Umsatz leicht auf 219,1 (214,8) Mio. € steigern. Insbesondere die etwas über dem Vorjahresniveau liegenden Verkaufspreise für Ethanol ermöglichten diesen Anstieg.

Demgegenüber wurden für Getreide höhere Preise gezahlt als im Vergleichszeitraum. Einschließlich der Kosten einer im 3. Quartal angefallenen Instandhaltungsphase reduzierte sich das operative Ergebnis auf 12,0 (18,4) Mio. €. Auf den Umsatz bezogen ergibt dies eine operative Marge von 5,5 (8,6) %. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit verringerte sich in der Folge auf 11,8 (18,6) Mio. €.

Das Finanzergebnis blieb mit -0,8 (-0,8) Mio. € nahezu unverändert, wodurch sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 11,0 (17,8) Mio. € errechnet. Nach Ertragsteuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 7,4 (13,9) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,08 (0,16) €.

Geschäftsverlauf: 1. - 3. Quartal

Erwartungsgemäß übertraf der Umsatz von CropEnergies infolge der höheren Kapazitätsauslastung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017/18 mit 678,9 (564,6) Mio. € den Vorjahrswert deutlich. Parallel zur gesteigerten Produktionsmenge konnten zudem für Ethanol höhere Erlöse erzielt und das Handelsvolumen ausgeweitet werden. Bei höheren Rohstoffpreisen und Belastungen aus Instandhaltungsmaßnahmen erreichte das operative Ergebnis mit 59,3 (59,5) Mio. € das Niveau des Vorjahrs. Bezogen auf den Umsatz errechnet sich eine operative Marge von 8,7 (10,5) %.

Infolge der Wiederinbetriebnahme der Produktionsanlage in Wilton im Juli 2016 reduzierten sich die Restrukturierungs- bzw. Sonderaufwendungen auf 0,7 (6,2) Mio. €, sodass das Ergebnis der Betriebstätigkeit auf 58,5 (53,4) Mio. € verbessert werden konnte.

Die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verbesserte Nettofinanzposition schlägt sich positiv im Finanzergebnis nieder, das -0,6 (-3,5) Mio. € erreichte. Auf Basis eines Ergebnisses vor Ertragsteuern von 57,9 (49,9) Mio. € resultiert für den Berichtszeitraum nach Steuern ein Jahresüberschuss von 42,3 (35,9) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,48 (0,41) €.

Finanzierungsrechnung

Tsd. € 1. - 3. Quartal

2017/18 2016/17
Cashflow 71.546 68.233
Veränderung Nettoumlaufvermögen -2.351 -15.832
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 69.195 52.401
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -13.796 -11.143
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 227 106
Erhaltene Investitionszuschüsse 24 0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -13.545 -11.037
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -49.459 -39.447
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen -82 -27
Zunahme der flüssigen Mittel 6.109 1.890


Als Folge des gestiegenen EBITDA erhöhte sich der Cashflow auf 71,5 (68,2) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens stieg der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. - 3. Quartal auf 69,2 (52,4) Mio. €.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich auf insgesamt 13,5 (11,0) Mio. € und entfiel fast vollständig auf Investitionen in Sachanlagen. Die Investitionen dienten der Kapazitätserweiterung der Glutenproduktion sowie der Verbesserung der Produktionsanlagen.

Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 12,5 (10,2) Mio. € standen Tilgungen von 35,8 (36,6) Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2017 in Höhe von 26,2 (13,1) Mio. € gegenüber. Dies führte per Saldo zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 49,5 (39,4) Mio. €.

Die Nettofinanzguthaben haben sich per 30. November 2017 auf 20,1 (per 30. November 2016: Nettofinanzschulden von 37,4) Mio. € verbessert.

Bilanz

Aktiva

Tsd. € 30.11.2017 30.11.2016 Veränd. 28.02.2017
Immaterielle Vermögenswerte 9.045 9.617 -572 9.482
Sachanlagen 399.832 419.913 -20.081 415.248
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen 1.878 1.933 -55 1.957
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 38 40 -2 40
Aktive latente Steuern 2.068 1.560 508 1.923
Langfristige Vermögenswerte 412.861 433.063 -20.202 428.650
Vorräte 52.913 57.995 -5.082 63.106
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 94.553 82.522 12.031 84.792
Steuererstattungsansprüche 6.145 6.263 -118 7.373
Flüssige Mittel 20.108 9.921 10.187 13.999
Kurzfristige Vermögenswerte 173.719 156.701 17.018 169.270
Bilanzsumme 586.580 589.764 -3.184 597.920


Passiva

Tsd. € 30.11.2017 30.11.2016 Veränd. 28.02.2017
Gezeichnetes Kapital 87.250 87.250 0 87.250
Kapitalrücklage 197.847 197.847 0 197.847
Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten 146.856 107.328 39.528 140.680
Eigenkapital 431.953 392.425 39.528 425.777
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.665 21.772 1.893 22.448
Übrige Rückstellungen 2.537 7.341 -4.804 2.751
Finanzverbindlichkeiten 0 25.538 -25.538 15.308
Sonstige Verbindlichkeiten 290 352 -62 327
Passive latente Steuern 20.143 23.210 -3.067 24.391
Langfristige Schulden 46.635 78.213 -31.578 65.225
Übrige Rückstellungen 15.851 10.052 5.799 12.688
Finanzverbindlichkeiten 0 21.812 -21.812 7.976
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 76.912 76.097 815 74.346
Steuerschulden 15.229 11.165 4.064 11.908
Kurzfristige Schulden 107.992 119.126 -11.134 106.918
Bilanzsumme 586.580 589.764 -3.184 597.920
Nettofinanzguthaben (+) / -schulden (-) 20.108 -37.429 57.537 -9.285
Eigenkapitalquote 73,6 % 66,5 %
71,2 %


Gewinn- und Verlustrechnung

Tsd. € 3. Quartal 1. - 3. Quartal

2017/18 2016/17 2017/18 2016/17
Umsatzerlöse 219.120 214.840 678.856 564.570
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen -8.097 766 -10.752 -507
Sonstige betriebliche Erträge 985 278 2.341 3.717
Materialaufwand -166.674 -166.152 -509.667 -420.225
Personalaufwand -8.873 -8.287 -26.178 -24.952
Abschreibungen -9.707 -9.469 -28.946 -29.771
Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.919 -13.394 -47.078 -39.600
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen -10 57 -79 165
Ergebnis der Betriebstätigkeit 11.825 18.639 58.497 53.397
Finanzergebnis -797 -817 -631 -3.480
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.028 17.822 57.866 49.917
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.671 -3.908 -15.610 -13.986
Jahresüberschuss 7.357 13.914 42.256 35.931
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) 0,08 0,16 0,48 0,41


Risiko- und Chancenbericht

CropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und Chancen des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2016/17 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 68 bis 76 ausführlich dargestellt. Die dortigen Angaben sind weiterhin aktuell.

Prognosebericht

CropEnergies konnte den Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017/18, insbesondere aufgrund höherer Erzeugungs- und Absatzmengen deutlich auf 678,9 (564,6) Mio. € steigern. Dabei schwankten die Ethanolpreise stark. Auch weiterhin muss mit einer hohen Volatilität gerechnet werden.

Kumuliert für die ersten neun Monate des Geschäftsjahrs 2017/18 wurde mit 59,3 (59,5) Mio. € ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erwirtschaftet. Nach hohen Ethanolpreisen im Schlussquartal des vorangegangenen Geschäftsjahrs rechnet CropEnergies bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahrs mit Preisen deutlich unter Vorjahresniveau.

Vor diesem Hintergrund bestätigt CropEnergies die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2017/18 in einer Bandbreite von 880 bis 920 Mio. €. Das operative Ergebnis soll nunmehr in einer Bandbreite von 65 bis 85 Mio. € liegen (zuvor erwartet: 60 bis 90 Mio. €). Dies entspricht einem EBITDA zwischen 105 und 125 Mio. € (zuvor erwartet: 100 bis 130 Mio. €). Im Vorjahr wurden ein Umsatz von 802 Mio. € und ein operatives Ergebnis von 98 Mio. € erzielt.

Finanzkalender

■ Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2017/18 16. Mai 2018
■ Mitteilung 1. Quartal 2018/19 11. Juli 2018
■ Hauptversammlung 2018 17. Juli 2018
■ Bericht 1. Halbjahr 2018/19 10. Oktober 2018
■ Mitteilung 1. - 3. Quartal 2018/19 9. Januar 2019