CropEnergies AGMannheimZ W I S C H EN B E R I C H TGeschäftsjahr
2020/21
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▪ Umsatz verringert sich auf 399,2 (447,6) Mio. € |
-48 Mio. € |
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▪ EBITDA wächst auf 70,4 (64,9) Mio. € |
+6 Mio. € |
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▪ Operatives Ergebnis erhöht sich auf 50,7 (43,7) Mio. € |
+7 Mio. € |
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▪ Jahresüberschuss im 1. Halbjahr erreicht 39,4 (31,8) Mio. € |
+8 Mio. € |
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▪ Ethanolproduktion reduziert sich auf 463 (478) Tsd. m³ |
-3 % |
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▪ Nettofinanzguthaben liegt bei 92 (per 29. Februar 2020: 107) Mio. € |
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Der Umsatz soll in einer Bandbreite von 850 bis 900 Mio. € liegen. |
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Das operative Ergebnis wird in einer Bandbreite von 110 bis 140 Mio. € erwartet. |
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Dies entspricht einem EBITDA von 150 bis 180 Mio. €. |
Aktuelle Rahmenbedingungen in der EU
In der EU stellen die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und die "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" die Weichen für mehr Klimaschutz im Transportsektor. Im Jahr 2020 soll der Anteil von erneuerbaren Energien 10 % betragen. Darüber hinaus tragen erneuerbare Kraftstoffe dazu bei, die mit dem Kraftstoffverbrauch verbundenen Treibhausgasemissionen zu senken. Im Jahr 2020 sollen 6 Gew.-% gegenüber dem Basiswert von 94,1 g CO 2Äq./MJ eingespart werden. Bezogen auf einen Liter Benzin werden rund 3 kg CO 2Äq. an Treibhausgasen ausgestoßen, wohingegen es bei Ethanol aus nachhaltiger europäischer Herstellung durchschnittlich nur 0,5 kg CO 2Äq./Liter sind.
"Erneuerbare-Energien-Richtlinie" nach 2020
Für die Zeit nach 2020 sieht die neugefasste "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" vor, dass der Anteil an erneuerbaren Energien im Transportsektor auf mindestens 14 % im Jahr 2030 steigen soll. Der Beitrag erneuerbarer Kraftstoffe aus Ackerpflanzen soll sich bis zu einem Prozentpunkt über dem im Jahr 2020 erreichten Niveau bewegen können. Nachhaltig hergestellte, erneuerbare Kraftstoffe werden damit weiterhin einen Eckpfeiler für mehr Klimaschutz im Transportsektor darstellen. Der Anteil von Kraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll von 0,2 % im Jahr 2022 auf mindestens 3,5 % im Jahr 2030 steigen. Darüber hinaus können diese Kraftstoffe, wie auch erneuerbarer Strom, im Straßenverkehr mehrfach auf das Transportziel angerechnet werden. Im Rahmen des Europäischen Green Deal strebt die EU-Kommission an, das Ziel zur Reduktion der THG-Emissionen für das Jahr 2030 von 40 % auf 55 % anzuheben. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine Überprüfung, inwiefern die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" hierzu beitragen kann. Gemeinsam mit dem europäischen Ethanolverband ePURE setzt sich CropEnergies für eine Erhöhung des Transportziels von 14 % auf 20 % ein. Des Weiteren werden Treibhausgasemissionen nur dann eingespart, wenn fossile Energieträger im Boden verbleiben. Hierzu ist es notwendig, den physischen Anteil von erneuerbaren Kraftstoffen deutlich zu erhöhen. Virtuelle Mehrfachanrechnungen, wie sie in der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" vorgesehen sind, lehnt die europäische Ethanolindustrie daher ab.
"Klimaschutzverordnung"
Mit der sogenannten "Klimaschutzverordnung" strebt die EU an, die Treibhausgasemissionen in den Sektoren, die nicht unter den EU-Emissionshandel fallen, bis 2030 um 30 % zu senken. Zu diesem sogenannten "Nicht-ETS-Bereich" gehört neben Gebäuden, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und kleineren Industrieanlagen insbesondere der Verkehr. Aufgrund regionaler Unterschiede innerhalb der EU wurden nationale Minderungsziele festgelegt. So sollen zum Beispiel in Deutschland die Emissionen bis 2030 um 38 % gemindert werden.
Zur Zielerreichung ist es notwendig auf nationaler Ebene wirksame Maßnahmen zur Begrenzung der Emissionen umzusetzen. In Deutschland sind die Klimaschutzziele im Klimaschutzgesetz (KSG) gesetzlich verankert. Für den Verkehrsbereich ist eine Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2030 auf höchstens 95 Mio. t CO 2Äq. vorgesehen. Dies entspricht gegenüber 2019 einer Minderung um über 60 Mio. t bzw. rund 40 %. Zur Senkung der Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen soll ab 2021 ein nationaler Emissionshandel beitragen, mit dem CO 2-Emissionen von fossilen Kraftstoffen bepreist werden. Der CO 2-Preis soll zunächst von 25 €/t im Jahr 2021 auf 55 €/t im Jahr 2025 steigen. Die deutsche Ethanolindustrie begrüßt die Bepreisung von fossilen CO 2-Emissionen und schlägt flankierend vor, die Treibhausgasminderungsquote für Kraftstoffe von 6 Gew.-% im Jahr 2020 schrittweise auf 16 Gew.-% bis 2030 anzuheben. Dies würde sicherstellen, dass CO 2-ärmere Kraftstoffe genutzt werden und damit auch der Kraftstoffbereich seinen Beitrag leistet, die Klimaziele 2030 zu erreichen.
Ethanolmärkte
Die Entwicklung der internationalen Ethanolmärkte im 1. Halbjahr 2020/21 war maßgeblich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Zur Eindämmung des Corona-Virus hatten die Regierungen weltweit zunächst umfangreiche Mobilitätsbeschränkungen beschlossen, die sich massiv auf die Kraftstoffnachfrage auswirkten. Mit der teilweisen Lockerung der Maßnahmen war im 2. Quartal eine Erholung der Kraftstoffnachfrage zu beobachten, die sich jedoch in weiten Teilen noch unter dem Niveau vor der COVID-19-Pandemie bewegt.
Internationale Ethanolpreise (€/m³)
In den USA stieg der 1-Monats-Future für Ethanol an der Chicago Board of Trade (CBOT) von umgerechnet rund 275 €/m³ Anfang Juni 2020 auf 305 €/m³ Ende August 2020. Im Zuge der Preiserholung konnte die wöchentliche Produktion von Kraftstoffethanol zwar seit Mai 2020 wieder sukzessive gesteigert werden, lag aber auch Ende August noch ca. 10 % unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt soll die Produktion im Jahr 2020 auf 54,8 (61,3) Mio. m³ und der Inlandsverbrauch auf 49,8 (56,5) Mio. m³ zurückgehen. Die Exporte sollen sich mit voraussichtlich 6,4 (6,4) Mio. m³ auf Vorjahresniveau bewegen.
In Brasilien pendelten die Ethanolpreise um die Marke von umgerechnet 300 €/m³ und lagen damit nach wie vor deutlich unter dem Niveau vor der COVID-19-Pandemie. Das niedrige Preisniveau ist auch dem schwachen Real geschuldet, der seit Anfang März gegenüber dem Euro rund ein Viertel an Wert verloren hat. Die brasilianische Ethanolproduktion soll im Zuckerwirtschaftsjahr 2020/21 bei 30,2 (35,6) Mio. m³ liegen. Der Inlandsverbrauch soll auf 30 (34,7) Mio. m³ zurückgehen. Aufgrund der ausgeglichenen Versorgungslage ist für das Gesamtjahr mit keinen wesentlichen Nettoexporten und Lagerbestandsveränderungen zu rechnen.
In Europa verzeichneten die Ethanolpreise einen erheblichen Preisanstieg von rund 510 €/m³ Anfang Juni auf rund 785 €/m³ Ende August. Am 20. August 2020 markierten die Spotpreise sogar ein zwischenzeitliches Allzeithoch von 811 €/m³. Die Produktion in der EU-27 und Großbritannien soll sich 2020 auf 7,2 (7,5) Mio. m³ und der Inlandsverbrauch auf 7,7 (8,3) Mio. m³ reduzieren. Der Rückgang wird in erster Linie bei Kraftstoffethanol erwartet, während bei Ethanol für industrielle Anwendungen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen ist. Dies ist vor allem auf den erhöhten Bedarf an Ethanol als Grundstoff für Desinfektionsmittel zurückzuführen. Die Importe in der EU-27 sollen mit 1,2 (1,2) Mio. m³ leicht unter Vorjahresniveau liegen.
Getreide- und Proteinmärkte
Dem Internationalen Getreiderat (IGC) zufolge soll die Weltgetreideproduktion (ohne Reis) 2020/21 auf 2.230 (2.181) Mio. t weiter steigen. Bei einem erwarteten Getreideverbrauch von 2.222 (2.181) Mio. t wird mit einem Anstieg der Bestände auf 630 (622) Mio. t gerechnet. Für die EU-27 rechnet die EU-Kommission mit einem Rückgang der Getreideernte 2020/21 auf 277 (294) Mio. t. Der Verbrauch soll unverändert bei 261 (261) Mio. t liegen. In der EU-27 soll insbesondere die Weizenernte 2020/21 mit 120 (138) Mio. t deutlich kleiner ausfallen als im Vorjahr. In Großbritannien soll der Rückgang laut IGC noch deutlicher ausfallen.
Mit nur 11 (16) Mio. t werden voraussichtlich rund 35 % weniger Weizen als im Vorjahr geerntet.
Die europäischen Weizenpreise an der Euronext in Paris schlossen Ende August 2020 bei rund 188 €/t und damit im Vergleich zu rund 187 €/t Anfang Juni 2020 kaum verändert. Ein guter Erntebeginn in weiten Teilen Europas war zwar zunächst mit einem Preisrückgang von ca. 10 €/t verbunden, aufgrund der anhaltend trockenen Witterungsbedingungen wurde diese Entwicklung jedoch bis zum Ende des 2. Quartals 2020/21 wieder zunichtegemacht.
Internationale Agrarpreise (€/t)
Der größte Teil des inländischen Getreideverbrauchs entfällt mit über 60 % nach wie vor auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Kraftstoffethanol wird hingegen nur der Stärkeanteil von rund 4 % der EU-Getreideernte genutzt. Die weiteren Bestandteile des verarbeiteten Getreides, allen voran Proteine, werden zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln veredelt und verringern damit die Abhängigkeit von Sojaimporten aus Nord- und Südamerika.
Die weltweite Sojabohnenernte 2020/21 soll deutlich ansteigen und mit 373 (339) Mio. t einen neuen Rekord erreichen. Gleichzeitig soll auch der Verbrauch weiter ansteigen und bei 368 (354) Mio. t liegen. Die Bestände werden mit 47 (44) Mio. t daher nur leicht ansteigen. Der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT stieg von rund 8,50 US-$/Bushel* Anfang Juni 2020 auf 9,50 US-$/Bushel. Aufgrund der gegensätzlichen Wechselkursentwicklung fiel der Preisanstieg in Euro mit rund 15 €/t auf ca. 295 €/t jedoch vergleichsweise gering aus. Die Rapsernte in der EU-27 soll sich mit 16 (15) Mio. t nur knapp über dem niedrigen Vorjahresniveau bewegen. Die Preise für europäischen Rapsschrot schwankten im 2. Quartal 2020/21 um die Marke von 200 €/t und schlossen letztlich Ende August bei rund 210 €/t.
* Ein Bushel Sojabohnen entspricht 27,216 kg Sojabohnen.
Produktion von Ethanol sowie Lebens- und Futtermitteln
In modernen Bioraffinerien in Belgien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien erzeugt CropEnergies erneuerbares Ethanol sowie proteinreiche Lebens- und Futtermittel. Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahrs 2020/21 lag die Ethanolproduktion mit 463 (478) Tsd. m³ leicht unter Vorjahr. Die Produktion von Lebens- und Futtermitteln bewegte sich auf Vorjahresniveau. In Wanze wurde die Produktion nach dem Corona-bedingt verlängerten Wartungsstillstand wieder aufgenommen und die Anlage anschließend bei hoher Kapazitätsauslastung betrieben. An den Standorten Zeitz und Loon-Plage lag auch im 2. Quartal ein Fokus darauf, die Neutralalkoholproduktion aufgrund des erhöhten Bedarfs an Desinfektionsmitteln zu steigern.
Umsatz und Jahresüberschuss
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Tsd. € |
2. Quartal |
1. Halbjahr |
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2020/21 |
2019/20 |
2020/21 |
2019/20 |
|
|
Umsatzerlöse |
228.523 |
244.855 |
399.178 |
447.590 |
|
EBITDA* |
52.228 |
39.071 |
70.439 |
64.889 |
|
EBITDA-Marge in % |
22,9 % |
16,0 % |
17,6 % |
14,5 % |
|
Abschreibungen* |
-9.663 |
-10.515 |
-19.758 |
-21.171 |
|
Operatives Ergebnis |
42.565 |
28.556 |
50.681 |
43.718 |
|
Operative Marge in % |
18,6 % |
11,7 % |
12,7 % |
9,8 % |
|
Restrukturierung und Sondereinflüsse |
900 |
0 |
900 |
0 |
|
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen |
115 |
176 |
208 |
108 |
|
Ergebnis der Betriebstätigkeit |
43.580 |
28.732 |
51.789 |
43.826 |
|
Finanzergebnis |
-816 |
-138 |
1.515 |
-254 |
|
Ergebnis vor Ertragsteuern |
42.764 |
28.594 |
53.304 |
43.572 |
|
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-11.224 |
-7.420 |
-13.859 |
-11.764 |
|
Jahresüberschuss |
31.540 |
21.174 |
39.445 |
31.808 |
|
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) |
0,36 |
0,24 |
0,45 |
0,36 |
* Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend
Geschäftsverlauf: 2. Quartal
Trotz höherer Ethanolpreise als im Vorjahr verzeichnete CropEnergies mit 228,5 (244,9) Mio. € im 2. Quartal einen um 7 % geringeren Umsatz. Ursächlich hierfür waren geringere Absatzvolumina, insbesondere im Handelsgeschäft, sowie niedrigere Absatzpreise für proteinhaltige Lebens- und Futtermittel. Die höheren Absatzpreise für nachhaltig erzeugtes Ethanol führten jedoch in Verbindung mit nahezu unveränderten Rohstoffpreisen zu einem Anstieg der Rohmarge, wodurch das EBITDA auf 52,2 (39,1) Mio. € anstieg.
In Verbindung mit leicht rückläufigen Abschreibungen von 9,7 (10,5) Mio. € verbesserte sich das operative Ergebnis auf 42,6 (28,6) Mio. €. Bezogen auf den geringeren Umsatz errechnet sich eine operative Marge von 18,6 (11,7) %. Eine Rückstellungsauflösung infolge eines beendeten Rechtsstreits führte zu einem positiven Sondereinfluss von 0,9 Mio. €. Somit erreicht das Ergebnis der Betriebstätigkeit eine Höhe von 43,6 (28,7) Mio. €.
Ein geringeres Finanzergebnis von -0,8 (-0,1) Mio. € führt zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 42,8 (28,6) Mio. €. Nach Steuern wurde im 2. Quartal 2020/21 somit ein Jahresüberschuss von 31,5 (21,2) Mio. € erzielt. Bei 87,25 Mio. Stückaktien entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 0,36 (0,24) €.
Geschäftsverlauf: 1. Halbjahr
Im 1. Halbjahr verzeichnete CropEnergies einen Umsatzrückgang auf 399,2 (447,6) Mio. €. Auch hier waren geringere Absatzmengen sowie niedrigere Erlöse für die abgesetzten Lebens- und Futtermittel ursächlich. Diesen standen jedoch höhere erzielte Ethanolerlöse gegenüber.
Da die geringeren Erlöse für Lebens- und Futtermittel durch günstigere Rohstoffpreise kompensiert werden konnten, blieben die Nettorohstoffkosten nahezu unverändert. Die Verbesserung der Ethanolerlöse ermöglichte hingegen eine Steigerung des EBITDA auf 70,4 (64,9) Mio. €. Bei gesunkenen Abschreibungen verbesserte sich das operative Ergebnis auf 50,7 (43,7) Mio. €. Hieraus errechnet sich eine operative Marge von 12,7 (9,8) %. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit erreicht 51,8 (43,8) Mio. €.
Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von 1,5 (-0,3) Mio. € steigt das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 53,3 (43,6) Mio. €. Nach Steuern erwirtschaftete CropEnergies im Berichtszeitraum einen Jahresüberschuss von 39,4 (31,8) Mio. €. Bei 87,25 Mio. Stückaktien errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 0,45 (0,36) €.
Finanzierungsrechnung
|
Tsd. € |
1. Halbjahr |
|
|
2020/21 |
2019/20 |
|
|
Cashflow |
54.905 |
52.414 |
|
Veränderung Nettoumlaufvermögen |
-27.873 |
-8.492 |
|
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
27.032 |
43.922 |
|
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
-14.295 |
-12.824 |
|
Verminderung der Finanzforderungen |
7.200 |
0 |
|
Ein-/Auszahlungen in kurzfristige Finanzmittelanlagen |
4 |
-5.997 |
|
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten |
782 |
23 |
|
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit |
-6.309 |
-18.798 |
|
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit |
-27.465 |
-16.020 |
|
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen |
-138 |
498 |
|
Abnahme (-) / Zunahme (+) der flüssigen Mittel |
-6.880 |
9.602 |
Durch den Anstieg des EBITDA erhöhte sich auch der Cashflow auf 54,9 (52,4) Mio. €. Einschließlich der Veränderung des Nettoumlaufvermögens belief sich der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2020/21 auf 27,0 (43,9) Mio. €.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit verringerte sich auf 6,3 (18,8) Mio. €. Hierbei entfielen 14,3 (12,8) Mio. € auf Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die Investitionen dienten insbesondere dem Ausbau und der Verbesserung der Produktionsanlagen. Dabei fielen insbesondere Auszahlungen für das abgeschlossene Projekt zur Erhöhung der Mühlenkapazität und Futtermittelherstellung in Zeitz an.
Die kurzfristigen Finanzforderungen wurden in Höhe von 7,2 (1,2) Mio. € vermindert (Vorjahr: erhöht). In der Vorjahresperiode wurde die Erhöhung als Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Des Weiteren gab es Einzahlungen (Vorjahr: Auszahlungen) für kurzfristige Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere von 4 (5.997) Tsd. € sowie Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten von 782 (23) Tsd. €.
Im Juli 2020 wurde die Dividendenausschüttung von 26,2 (13,1) Mio. € vorgenommen. Nach Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten von 1,8 (1,9) Mio. € sowie dem Anstieg sonstiger Finanzverbindlichkeiten von 0,5 (0,2) Mio. € ergab sich per Saldo ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit von 27,5 (16,0) Mio. €.
Bilanzstruktur
|
Tsd. € |
31.08.2020 |
31.08.2019 |
Veränd. |
29.02.2020 |
|
Aktiva |
||||
|
Langfristige Vermögenswerte |
379.163 |
383.089 |
-3.926 |
384.656 |
|
Kurzfristige Vermögenswerte |
311.768 |
227.698 |
84.070 |
284.972 |
|
Bilanzsumme |
690.931 |
610.787 |
80.144 |
669.628 |
|
Passiva |
||||
|
Eigenkapital |
509.031 |
455.383 |
53.648 |
502.881 |
|
Langfristige Schulden |
61.284 |
59.467 |
1.817 |
65.494 |
|
Kurzfristige Schulden |
120.616 |
95.937 |
24.679 |
101.253 |
|
Bilanzsumme |
690.931 |
610.787 |
80.144 |
669.628 |
|
Nettofinanzguthaben |
92.377 |
44.089 |
48.288 |
107.309 |
|
Eigenkapitalquote |
73,7 % |
74,6 % |
75,1 % |
Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich zum 31. August 2020 um 3,9 Mio. € auf 379,2 Mio. €. Dabei verringerte sich insbesondere das Anlagevermögen infolge planmäßiger Abschreibungen - unter Berücksichtigung von Investitionen und nach IFRS 16 zu bilanzierenden Nutzungsrechten - um 7,0 Mio. € auf 370,6 Mio. €. Darin enthalten sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von unverändert 6,1 Mio. €. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 2,8 Mio. € auf 6,0 Mio. €. Des Weiteren stieg der Anteil an at Equity einbezogenen Unternehmen um 0,3 Mio. € auf 2,5 Mio. €.
Gegenüber dem Vorjahresstichtag stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte um 84,1 Mio. € auf 311,8 Mio. €. Dabei erhöhten sich die kurzfristigen Finanzforderungen um 46,1 Mio. € auf 81,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögenswerte stiegen um 31,1 Mio. € auf 135,9 Mio. €. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 4,0 (3,1) Mio. € und Forderungen in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte von 28,8 (15,6) Mio. € enthalten. Des Weiteren stieg der Bestand an festverzinslichen Wertpapieren um 9,0 Mio. € auf 15,0 Mio. €. Die flüssigen Mittel verringerten sich um 5,9 Mio. € auf 6,5 Mio. €. Die Vorräte erhöhten sich um 3,1 Mio. € auf 65,4 Mio. € und die Steuererstattungsansprüche nahmen um 0,7 Mio. € auf 7,7 Mio. € zu.
Die langfristigen Schulden stiegen leicht um 1,8 Mio. € auf 61,3 Mio. €. Dabei erhöhten sich die langfristigen Steuerschulden auf 2,0 (0) Mio. €. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verminderten sich um 1,0 Mio. € auf 31,8 Mio. €. Die passiven latenten Steuern stiegen um 1,0 Mio. € auf 18,7 Mio. € und die übrigen Rückstellungen verringerten sich um 0,1 Mio. € auf 2,4 Mio. €. Des Weiteren waren langfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 6,4 (6,5) Mio. € zu bilanzieren.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 24,7 Mio. € auf 120,6 Mio. €. Dabei stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten um 13,8 Mio. € auf 89,2 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 17,0 (9,0) Mio. € enthalten. Die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten nahmen um 9,3 Mio. € auf 19,4 Mio. € zu. Des Weiteren waren kurzfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 4,0 (3,1) Mio. € zu bilanzieren und die übrigen Rückstellungen um 0,7 Mio. € auf 8,1 Mio. € zu erhöhen.
Die Nettofinanzposition weist per 31. August 2020 ein Nettofinanzguthaben in Höhe von 92,4 (44,1) Mio. € auf. Dieses setzt sich zusammen aus flüssigen Mitteln, kurzfristigen Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere und kurzfristigen Finanzforderungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und sonstigen Finanzverbindlichkeiten.
Das Eigenkapital erhöhte sich auf 509,0 (455,4) Mio. €; die Eigenkapitalquote erreichte 73,7 (74,6) %.
CropEnergies setzt ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung von konzernspezifischen Risiken ein. Der erfolgreiche Umgang mit Risiken wird von der Zielsetzung geleitet, eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko zu erreichen. Die Risikokultur des Unternehmens ist gekennzeichnet durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar.
Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem und zu den Risiken und Chancen des Konzerns sind im Geschäftsbericht 2019/20 unter der Rubrik "Risiko- und Chancenbericht" auf den Seiten 60 bis 68 ausführlich dargestellt. Die dortigen Angaben sind - unter Berücksichtigung der zuvor erläuterten Entwicklungen im Marktumfeld sowie auf regulatorischer Ebene - weiterhin aktuell.
CropEnergies steigerte im 2. Quartal 2020/21 das operative Ergebnis auf 43 (29) Mio. € und das EBITDA auf 52 (39) Mio. €. Der Umsatz lag bei 229 (245) Mio. €. Die Hauptursachen für das sehr gute Ergebnis waren eine hohe Nachfrage nach erneuerbarem Ethanol und die stark gestiegenen Ethanolpreise.
Vor diesem Hintergrund erhöhte CropEnergies am 15. September 2020 die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21, nachdem CropEnergies zu Beginn der Corona-Krise von einem deutlichen Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis ausgegangen war. Nun wird ein Umsatz zwischen 850 und 900 (Vorjahr: 899) Mio. € und ein operatives Ergebnis zwischen 110 und 140 (Vorjahr: 104) Mio. € erwartet. Dies entspricht einem EBITDA von 150 bis 180 (Vorjahr: 146) Mio. €. Voraussetzung für diese positive Entwicklung ist jedoch, dass die robuste Ethanolnachfrage anhält und es im Geschäftsjahresverlauf nicht erneut zu bedeutenden Mobilitätsbeschränkungen in der EU kommt.
Gesamtergebnisrechnung
|
Tsd. € |
2. Quartal |
1. Halbjahr |
||
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2020/21 |
2019/20 |
2020/21 |
2019/20 |
|
|
Gewinn-und-Verlust-Rechnung |
||||
|
Umsatzerlöse |
228.523 |
244.855 |
399.178 |
447.590 |
|
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen |
-6.864 |
-8.334 |
-7.938 |
-13.219 |
|
Sonstige betriebliche Erträge |
3.373 |
742 |
7.800 |
1.805 |
|
Materialaufwand |
-145.915 |
-172.544 |
-277.185 |
-324.132 |
|
Personalaufwand |
-9.976 |
-9.110 |
-20.020 |
-18.168 |
|
Abschreibungen |
-9.663 |
-10.515 |
-19.758 |
-21.171 |
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-16.013 |
-16.538 |
-30.496 |
-28.987 |
|
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen |
115 |
176 |
208 |
108 |
|
Ergebnis der Betriebstätigkeit |
43.580 |
28.732 |
51.789 |
43.826 |
|
Finanzergebnis |
-816 |
-138 |
1.515 |
-254 |
|
Ergebnis vor Ertragsteuern |
42.764 |
28.594 |
53.304 |
43.572 |
|
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-11.224 |
-7.420 |
-13.859 |
-11.764 |
|
Jahresüberschuss |
31.540 |
21.174 |
39.445 |
31.808 |
|
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (€) |
0,36 |
0,24 |
0,45 |
0,36 |
|
Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
||||
|
Jahresüberschuss |
31.540 |
21.174 |
39.445 |
31.808 |
|
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
-19.579 |
423 |
-7.669 |
-2.691 |
|
Erfolgsneutrale Veränderung |
-15.053 |
5.550 |
-9.232 |
5.130 |
|
Erfolgswirksame Reklassifizierung |
-4.526 |
-5.127 |
1.563 |
-7.821 |
|
Konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen |
482 |
-1.640 |
-4.660 |
-4.140 |
|
Zukünftig in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
-19.097 |
-1.217 |
-12.329 |
-6.831 |
|
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
-1.625 |
-3.753 |
2.924 |
-5.504 |
|
Zukünftig nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassende Erträge und Aufwendungen |
-1.625 |
-3.753 |
2.924 |
-5.504 |
|
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
-20.722 |
-4.970 |
-9.405 |
-12.335 |
|
Gesamtergebnis |
10.818 |
16.204 |
30.040 |
19.473 |
* Nach Berücksichtigung latenter Steuern
Kapitalflussrechnung
|
Tsd. € |
1. Halbjahr |
|
|
2020/21 |
2019/20 |
|
|
Jahresüberschuss |
39.445 |
31.808 |
|
Abschreibungen auf langfristiges Vermögen |
19.758 |
21.171 |
|
Übrige Posten |
-4.298 |
-565 |
|
Cashflow |
54.905 |
52.414 |
|
Veränderung Nettoumlaufvermögen |
-27.873 |
-8.492 |
|
I. Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
27.032 |
43.922 |
|
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
-14.295 |
-12.824 |
|
Verminderung der Finanzforderungen |
7.200 |
0 |
|
Ein-/Auszahlungen in kurzfristige Finanzmittelanlagen |
4 |
-5.997 |
|
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten |
782 |
23 |
|
II. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit |
-6.309 |
-18.798 |
|
Dividendenausschüttung |
-26.175 |
-13.088 |
|
Erhöhung der Finanzforderungen |
0 |
-1.200 |
|
Mittelabfluss aus Leasingverbindlichkeiten |
-1.844 |
-1.878 |
|
Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
554 |
146 |
|
III. Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit |
-27.465 |
-16.020 |
|
Veränderung der flüssigen Mittel (Summe aus I., II. und III.) |
-6.742 |
9.104 |
|
Veränderung der flüssigen Mittel aufgrund von Wechselkursänderungen |
-138 |
498 |
|
Abnahme (-)/Zunahme (+) der flüssigen Mittel |
-6.880 |
9.602 |
|
Flüssige Mittel am Anfang der Periode |
13.359 |
2.813 |
|
Flüssige Mittel am Ende der Periode |
6.479 |
12.415 |
|
Tsd. € |
1. Halbjahr |
|
|
2020/21 |
2019/20 |
|
|
Zinsauszahlungen |
244 |
332 |
|
Steuerzahlungen |
9.009 |
14.225 |
Bilanz
|
Tsd. € |
31.08.2020 |
31.08.2019 |
Veränd. |
29.02.2020 |
|
Aktiva |
||||
|
Immaterielle Vermögenswerte |
8.137 |
8.567 |
-430 |
8.317 |
|
Sachanlagen |
362.462 |
369.083 |
-6.621 |
369.299 |
|
Anteile an at Equity einbezogenen Unternehmen |
2.476 |
2.179 |
297 |
2.268 |
|
Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
41 |
39 |
2 |
44 |
|
Aktive latente Steuern |
6.047 |
3.221 |
2.826 |
4.728 |
|
Langfristige Vermögenswerte |
379.163 |
383.089 |
-3.926 |
384.656 |
|
Vorräte |
65.402 |
62.271 |
3.131 |
66.558 |
|
Finanzforderungen |
81.300 |
35.200 |
46.100 |
88.500 |
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte |
135.861 |
104.777 |
31.084 |
94.564 |
|
Steuererstattungsansprüche |
7.737 |
7.038 |
699 |
6.999 |
|
Wertpapiere |
14.989 |
5.997 |
8.992 |
14.992 |
|
Flüssige Mittel |
6.479 |
12.415 |
-5.936 |
13.359 |
|
Kurzfristige Vermögenswerte |
311.768 |
227.698 |
84.070 |
284.972 |
|
Bilanzsumme |
690.931 |
610.787 |
80.144 |
669.628 |
|
Passiva |
||||
|
Gezeichnetes Kapital |
87.250 |
87.250 |
0 |
87.250 |
|
Kapitalrücklage |
197.847 |
197.847 |
0 |
197.847 |
|
Sonstige Rücklagen und sonstige Eigenkapitalposten |
223.934 |
170.286 |
53.648 |
217.784 |
|
Eigenkapital |
509.031 |
455.383 |
53.648 |
502.881 |
|
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
31.821 |
32.838 |
-1.017 |
35.003 |
|
Übrige Rückstellungen |
2.415 |
2.470 |
-55 |
3.385 |
|
Finanzverbindlichkeiten |
6.427 |
6.462 |
-35 |
6.326 |
|
Steuerschulden |
1.956 |
0 |
1.956 |
1.957 |
|
Passive latente Steuern |
18.665 |
17.697 |
968 |
18.823 |
|
Langfristige Schulden |
61.284 |
59.467 |
1.817 |
65.494 |
|
Übrige Rückstellungen |
8.057 |
7.366 |
691 |
11.049 |
|
Finanzverbindlichkeiten |
3.964 |
3.061 |
903 |
3.216 |
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
89.205 |
75.441 |
13.764 |
77.599 |
|
Steuerschulden |
19.390 |
10.069 |
9.321 |
9.389 |
|
Kurzfristige Schulden |
120.616 |
95.937 |
24.679 |
101.253 |
|
Bilanzsumme |
690.931 |
610.787 |
80.144 |
669.628 |
Entwicklung des Eigenkapitals
|
Tsd. € |
Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage |
|
Stand 1. März 2019 |
87.250 |
197.847 |
|
Jahresüberschuss |
||
|
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
||
|
Währungsveränderungen |
||
|
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
||
|
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
||
|
Gesamtergebnis |
||
|
In den Anschaffungskosten von nichtfinanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse |
||
|
Dividendenausschüttung |
||
|
Stand 31. August 2019 |
87.250 |
197.847 |
|
Stand 1. März 2020 |
87.250 |
197.847 |
|
Jahresüberschuss |
||
|
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
||
|
Währungsveränderungen |
||
|
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
||
|
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
||
|
Gesamtergebnis |
||
|
In den Anschaffungskosten von nichtfinanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse |
||
|
Dividendenausschüttung |
||
|
Stand 31. August 2020 |
87.250 |
197.847 |
|
Sonstige Rücklagen und sonstige Eigenkapitalposten |
|||||
|
Tsd. € |
Sonstige Rücklagen |
Cashflow Hedges |
Kumulierte Währungs-
|
Summe |
Gesamtes Konzern-
|
|
Stand 1. März 2019 |
163.829 |
-816 |
601 |
163.614 |
448.711 |
|
Jahresüberschuss |
31.808 |
31.808 |
31.808 |
||
|
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
-2.691 |
||||
|
Währungsveränderungen |
-4.140 |
||||
|
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
-5.504 |
||||
|
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
-5.504 |
-2.691 |
-4.140 |
-12.335 |
-12.335 |
|
Gesamtergebnis |
26.304 |
-2.691 |
-4.140 |
19.473 |
19.473 |
|
In den Anschaffungskosten von nichtfinanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse |
287 |
287 |
287 |
||
|
Dividendenausschüttung |
-13.088 |
-13.088 |
-13.088 |
||
|
Stand 31. August 2019 |
177.045 |
-3.220 |
-3.539 |
170.286 |
455.383 |
|
Stand 1. März 2020 |
219.148 |
-2.749 |
1.385 |
217.784 |
502.881 |
|
Jahresüberschuss |
39.445 |
39.445 |
39.445 |
||
|
Marktwertveränderungen aus Cashflow Hedges* |
-7.669 |
||||
|
Währungsveränderungen |
-4.660 |
||||
|
Neubewertung von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen* |
2.924 |
||||
|
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen |
2.924 |
-7.669 |
-4.660 |
-9.405 |
-9.405 |
|
Gesamtergebnis |
42.369 |
-7.669 |
-4.660 |
30.040 |
30.040 |
|
In den Anschaffungskosten von nichtfinanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse |
2.285 |
2.285 |
2.285 |
||
|
Dividendenausschüttung |
-26.175 |
-26.175 |
-26.175 |
||
|
Stand 31. August 2020 |
235.342 |
-8.133 |
-3.275 |
223.934 |
509.031 |
* Nach Berücksichtigung latenter Steuern
Grundlagen für die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses
Der Zwischenabschluss der CropEnergies-Gruppe zum 31. August 2020 wurde entsprechend den Regeln zur Zwischenberichterstattung nach IAS 34 (Zwischenberichterstattung) in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. In Einklang mit IAS 34 erfolgt die Darstellung des Konzernzwischenabschlusses der CropEnergies AG zum 31. August 2020 in verkürzter Form. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. August 2020 unterlag keiner prüferischen Durchsicht. Der Vorstand der CropEnergies AG hat diesen Zwischenabschluss am 28. September 2020 aufgestellt.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses waren - wie im Anhang des Geschäftsberichts 2019/20 unter Ziffer (1) "Grundlagen für die Aufstellung des Konzernabschlusses" auf den Seiten 84 bis 87 dargestellt - erstmalig neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen anzuwenden.
Im Übrigen wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses zum 29. Februar 2020 angewandt. Diese Grundsätze werden auf den Seiten 90 bis 95 im Anhang des Geschäftsberichts 2019/20 erläutert. Dieser Geschäftsbericht steht im Internet unter www.cropenergies.com/de/investorrelations/ bzw. www.cropenergies.com/en/investorrelations/ zur Einsicht und zum Download zur Verfügung. Die dort gemachten Angaben werden wie folgt ergänzt:
Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde per 31. August 2020 für wesentliche Pläne ein Abzinsungssatz von 1,60 % zugrunde gelegt; zum 29. Februar 2020 bzw. 31. August 2019 lag der Abzinsungssatz bei 1,16 % bzw. 1,15 %.
Die Ertragsteuern wurden auf der Basis landesspezifischer Ertragsteuersätze unter Berücksichtigung der Ertragsteuerplanung für das gesamte Geschäftsjahr ermittelt. Wesentliche Sondereffekte werden außerhalb der Ermittlung der Jahressteuerquote im jeweiligen Quartal voll berücksichtigt.
Der in Wanze installierte Biomassekessel produziert grünen Strom, der - gemäß den Regelungen in Wallonien zur Förderung nachhaltig erzeugter Energie - bis 2024 auf dem belgischen Ökostrommarkt verkauft werden kann. Die für den Grünstrom staatlich zugeteilten "Green Certificates" (Grünstromzertifikate) werden in Höhe ihrer Verwertungserlöse als Kürzung des Materialaufwands erfasst. Im Berichtszeitraum belief sich der entsprechende Verwertungserlös auf 7,8 (11,1) Mio. €.
Um die Treibhausgasemissionen weiter zu reduzieren, wurde beschlossen, ca. 50 Mio. € in ein weiteres Biomasse-Kraftwerk zu investieren, das 2023 in Betrieb gehen soll. Mit diesem Schritt wird die Bioraffinerie in Wanze klimaneutral produzieren können. Die für den erzeugten Ökostrom zugeteilten Grünstromzertifikate können weiterhin innerhalb des eingerichteten Handelssystems vermarket werden. Somit erwartet CropEnergies, bei Beibehaltung der derzeitigen Auslastung und Stromerzeugung, Verwertungserlöse auf dem derzeitigen Niveau bis mindestens zum Jahr 2038.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
| • |
CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz (Deutschland) |
| • |
CropEnergies Beteiligungs GmbH, Mannheim (Deutschland) |
| • |
BioWanze SA, Wanze (Belgien) |
| • |
Ryssen Alcools SAS, Loon-Plage (Frankreich) |
| • |
Compagnie Financière de l'Artois SAS, Paris (Frankreich) |
| • |
Ensus UK Ltd., Yarm (Großbritannien) |
| • |
Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile (Chile) |
Die Joint Venture-Gesellschaft CT Biocarbonic GmbH, Zeitz, an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht, wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei fließt der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein.
Umsatz, Ergebnis, Investitionen und Mitarbeiter
|
Tsd. € |
1. Halbjahr |
|
|
2020/21 |
2019/20 |
|
|
Umsatzerlöse |
399.178 |
447.590 |
|
EBITDA* |
70.439 |
64.889 |
|
EBITDA-Marge in % |
17,6 % |
14,5 % |
|
Abschreibungen* |
-19.758 |
-21.171 |
|
Operatives Ergebnis |
50.681 |
43.718 |
|
Operative Marge in % |
12,7 % |
9,8 % |
|
Restrukturierung und Sondereinflüsse |
900 |
0 |
|
Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen |
208 |
108 |
|
Ergebnis der Betriebstätigkeit |
51.789 |
43.826 |
|
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
14.295 |
12.824 |
|
Mitarbeiter |
455 |
442 |
* Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend
Geringere Absatzmengen sowie niedrigere Erlöse für die abgesetzten Lebens- und Futtermittel standen höheren erzielten Ethanolerlösen gegenüber. Die Verbesserung der Ethanolerlöse ermöglichte eine Steigerung des EBITDA auf 70,4 (64,9) Mio. €. Bei gesunkenen Abschreibungen verbesserte sich das operative Ergebnis auf 50,7 (43,7) Mio. €. Hieraus errechnet sich eine operative Marge von 12,7 (9,8) %. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit erreicht 51,8 (43,8) Mio. €.
Die Investitionen in Höhe von 14,3 (12,8) Mio. € entfielen nahezu vollständig auf Sachanlagen. Davon wurden 7,9 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 5,7 Mio. € bei der BioWanze SA und 0,5 Mio. € bei der Ensus UK Ltd. investiert.
Die Zahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) lag zum Ende der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2020/21 bei 455 (442). Hiervon waren 46 Mitarbeiter bei der CropEnergies AG, 132 Mitarbeiter bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 121 Mitarbeiter bei der BioWanze SA, 47 Mitarbeiter bei der Ryssen Alcools SAS, 100 Mitarbeiter bei der Ensus UK Ltd. und 9 Mitarbeiter bei der Ryssen Chile SpA beschäftigt.
Ergebnis je Aktie
Auf die Aktionäre der CropEnergies AG entfällt der gesamte Jahresüberschuss des 1. Halbjahrs 2020/21 in Höhe von 39,4 Mio. €. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegen 87,25 (87,25) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich für das 1. Halbjahr 2020/21 ein Ergebnis je Aktie von 0,45 (0,36) €; eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie liegt nicht vor.
Vorräte
|
Tsd. € |
31. August |
|
|
2020 |
2019 |
|
|
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
29.353 |
25.419 |
|
Unfertige Erzeugnisse |
4.903 |
3.995 |
|
Fertige Erzeugnisse, Waren |
31.146 |
32.857 |
|
65.402 |
62.271 |
|
Die Vorräte haben sich preis- und mengenbedingt um 3,1 Mio. € auf 65,4 Mio. € erhöht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
|
Tsd. € |
31. August |
|
|
2020 |
2019 |
|
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
67.247 |
49.514 |
|
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
12.159 |
13.206 |
|
Sonstige Vermögenswerte |
56.455 |
42.057 |
|
135.861 |
104.777 |
|
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um 16,7 Mio. € auf 79,4 Mio. €.
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 56,5 (42,1) Mio. € enthalten im Wesentlichen Forderungen in Form zweckgebundener Guthaben für Sicherungsgeschäfte in Höhe von 28,8 (15,6) Mio. €, die preis- und mengenbedingt gestiegen sind. Darüber hinaus sind Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 16,4 (11,3) Mio. €, positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 4,0 (3,1) Mio. € sowie Forderungen aus Anzahlungen in Höhe von 3,9 (8,5) Mio. € enthalten.
Eigenkapital
Das Eigenkapital erhöhte sich auf 509,0 (455,4) Mio. €. Die sonstigen Rücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis, die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung sowie die in den Anschaffungskosten von nichtfinanziellen Vermögenswerten umgegliederten Sicherungsergebnisse. Die Cashflow Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen der Weizen-, Ethanol-, Gas- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von -7,7 (-2,7) Mio. €. Im 1. Halbjahr 2020/21 belief sich die Höhe der erfolgswirksamen Auflösung in den Umsatzerlösen auf 1,6 (-7,8) Mio. € und im Materialaufwand auf 2,3 (0,3) Mio. €.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
|
Tsd. € |
31. August |
|
|
2020 |
2019 |
|
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
50.870 |
36.011 |
|
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.139 |
13.063 |
|
Sonstige Verbindlichkeiten |
36.196 |
26.367 |
|
89.205 |
75.441 |
|
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 3,9 Mio. € auf 53,0 Mio. €.
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 36,2 (26,4) Mio. € enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten in Form negativer Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 17,0 (9,0) Mio. €, Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 10,6 (7,7) Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 6,2 (5,9) Mio. €.
Finanzforderungen / -verbindlichkeiten
|
Tsd. € |
31. August |
|
|
2020 |
2019 |
|
|
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
81.300 |
35.200 |
|
Wertpapiere |
14.989 |
5.997 |
|
Flüssige Mittel |
6.479 |
12.415 |
|
Leasingverbindlichkeiten |
-9.837 |
-9.377 |
|
Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
-554 |
-146 |
|
Nettofinanzguthaben |
92.377 |
44.089 |
Per 31. August 2020 bestand ein Nettofinanzguthaben in Höhe von 92,4 (44,1) Mio. €. Das Nettofinanzguthaben setzte sich zusammen aus flüssigen Mitteln von 6,5 Mio. €, kurzfristigen Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere von 15,0 Mio. € und kurzfristigen Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen von 81,3 Mio. € abzüglich Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen von 9,8 Mio. € und sonstigen Finanzverbindlichkeiten von 0,6 Mio. €.
Die kurzfristigen Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die Südzucker AG.
Finanzinstrumente
In der nachstehenden Tabelle sind die für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ermittelten beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungsleveln (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind:
Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Dies ist bei Weizenfutures und -optionen sowie Ethanolderivaten der Fall. Bewertungslevel 2 liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Hierunter fallen bei CropEnergies Währungsderivate und Gasswaps. Bei Derivaten des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in welchen mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt:
Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Finanzforderungen, der sonstigen Forderungen, der Wertpapiere sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie für kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten.
Weitere Details zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Finanzinstrumente sowie deren Zuordnung zu Bewertungsleveln finden sich im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2019/20 unter Ziffer (28) "Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten" auf den Seiten 120 bis 123.
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Tsd. € |
Fair-Value-Hierarchie |
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31. August
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Bewertungs-
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Bewertungs-
|
Bewertungs-
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Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate |
3.933 |
3.933 |
0 |
0 |
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Positive Marktwerte - Derivate im Handelsbestand |
45 |
45 |
0 |
0 |
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Finanzielle Vermögenswerte |
3.978 |
3.978 |
0 |
0 |
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Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate |
16.956 |
16.811 |
145 |
0 |
|
Negative Marktwerte - Derivate im Handelsbestand |
55 |
55 |
0 |
0 |
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Finanzielle Verbindlichkeiten |
17.011 |
16.866 |
145 |
0 |
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Tsd. € |
Fair-Value-Hierarchie |
|||
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31. August
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Bewertungs-
|
Bewertungs-
|
Bewertungs-
|
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Positive Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate |
3.068 |
3.031 |
37 |
0 |
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Positive Marktwerte - Derivate im Handelsbestand |
44 |
44 |
0 |
0 |
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Finanzielle Vermögenswerte |
3.112 |
3.075 |
37 |
0 |
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Negative Marktwerte - Cashflow-Hedge-Derivate |
8.491 |
8.491 |
0 |
0 |
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Negative Marktwerte - Derivate im Handelsbestand |
509 |
507 |
2 |
0 |
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Finanzielle Verbindlichkeiten |
9.000 |
8.998 |
2 |
0 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Stuttgart, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet.
Südzucker AG
Die Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten im 1. Halbjahr 2020/21 Lieferungen von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 6,7 (11,1) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 1,6 (1,8) Mio. €, Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 0,5 (0,6) Mio. € sowie sonstige Leistungen in Höhe von 0,5 (0,5) Mio. € erbracht.
Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen 1,6 (2,1) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe sonstige Leistungserlöse in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. €. Aus der Bereitstellung einer externen Kreditlinie ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. €.
Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 31. August 2020 gegenüber der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 0,4 (0,2) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 1,4 (3,7) Mio. €. Die Finanzforderungen gegenüber der Südzucker AG beliefen sich auf 81,3 (35,2) Mio. €.
Verbundene Unternehmen der Südzucker AG
Die Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten im 1. Halbjahr 2020/21 Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert von 4,7 (29,0) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 0,4 (0,4) Mio. € erbracht.
Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG für Warenlieferungen 25,1 (41,5) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 0,9 (0,7) Mio. € sowie sonstige Leistungserlöse in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. €.
Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden per 31. August 2020 gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG Forderungen in Höhe von 11,8 (13,0) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,7 (9,4) Mio. €.
Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
Für das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden im 1. Halbjahr 2020/21 Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 0,9 (0,8) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht.
Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) wurden im 1. Halbjahr 2020/21 keine Geschäftsvorfälle abgewickelt.
Nachtragsbericht
Seit dem 31. August 2020 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben werden.
Mannheim, den 28. September 2020
CropEnergies AG
Der
Vorstand
Dr. Stephan
Meeder
(Sprecher des
Vorstands)
Jürgen Böttcher
Dr. Fritz Georg von Graevenitz
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▪ Mitteilung 1. - 3. Quartal 2020/21 |
13. Januar 2021 |
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▪ Bilanzpresse- und
Analystenkonferenz
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19. Mai 2021 |
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▪ Mitteilung 1. Quartal 2021/22 |
7. Juli 2021 |
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▪ Hauptversammlung 2021 |
13. Juli 2021 |
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▪ Bericht 1. Halbjahr 2021/22 |
13. Oktober 2021 |