![]() Mercedes-Benz Group AGStuttgartMercedes-Benz Group: Zwischenbericht Q3 2025Zwischenbericht zum 30. September 2025Mercedes-Benz GroupKennzahlenFinanzielle Kennzahlen der Mercedes-Benz Group
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Basierend auf dem Anteil der Aktionäre der Mercedes-Benz Group AG am Konzernergebnis.
Finanzielle Kennzahlen der Segmente im dritten Quartal
Finanzielle Kennzahlen der Segmente in den ersten neun Monaten
Nichtfinanzielle Kennzahlen
Grundlagen der BerichterstattungDer Zwischenbericht der Mercedes-Benz Group AG zum 30. September 2025 enthält einen
Konzernzwischenlagebericht (Zwischenlagebericht) und einen verkürzten Konzernzwischenabschluss
(Zwischenabschluss). Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung)
nach den am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union (EU) anerkannten
internationalen Rechnungslegungsvorschriften (International Financial Reporting Standards,
IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und deren Interpretationen
erstellt. Ferner steht dieser Zwischenlagebericht und dieser Zwischenabschluss im
Einklang mit den Anforderungen nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes
(WpHG). Der vorliegende Zwischenbericht ist zusammen mit dem Geschäftsbericht für das Jahr
2024 und den darin enthaltenen Zusatzinformationen zu lesen. Der Konzern enthält die Segmente Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans und Mercedes-Benz
Mobility. In der Überleitung der Segmente zum Konzern (Überleitung) werden vor allem
die nicht den Segmenten zugeordneten Beteiligungen sowie zentral verantwortete Sachverhalte
ausgewiesen. Darüber hinaus sind Effekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen
zwischen den Segmenten in der Überleitung enthalten. Der Zwischenbericht wird in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen
Angaben in Millionen €. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet. Der Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Die deutsche Fassung
ist verbindlich. Der Zwischenlagebericht und der Zwischenabschluss wurden einer prüferischen Durchsicht
durch den Konzernabschlussprüfer unterzogen. KonzernzwischenlageberichtWichtige EreignisseKapitalmarkttag 2025Am Kapitalmarkttag im Februar 2025 stellte die Mercedes-Benz Group die strategische
Ausrichtung des Unternehmens für die kommenden Jahre vor. Im Mittelpunkt standen die
Finanzstrategie, die geplante Produkt- und Technologieoffensive sowie umfassende Maßnahmen
zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung. Zudem zeigte das Unternehmen, wie es
makroökonomische Herausforderungen bewältigen möchte und seine Marktposition - insbesondere
in China - weiter stärken will. Verlängerung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2035 und Maßnahmen zur Reduzierung der Personalkosten in DeutschlandIm Rahmen des Programms »Next Level Performance« sollen in den kommenden Jahren die
Kosten nachhaltig gesenkt werden. In diesem Zusammenhang hatte die Unternehmensleitung
der Mercedes-Benz Group AG ab dem vierten Quartal 2024 damit begonnen, mit dem Gesamtbetriebsrat
Gespräche über Maßnahmen bei Personalkosten mit dem Ziel zu führen, die Wettbewerbsfähigkeit
des Unternehmens nachhaltig zu verbessern und damit die Verlängerung der Beschäftigungssicherung
um weitere fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2034 zu ermöglichen. Anfang März 2025 einigten
sich Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat auf ein Eckpunktepapier, das Maßnahmen
zur Reduzierung der Personalkosten in Deutschland beinhaltet. Zudem wurde ein Personalabbauprogramm
in Deutschland ermöglicht. Das Programm beruht auf doppelter Freiwilligkeit für Beschäftigte
und Unternehmen und wurde im April 2025 gestartet. Weitere Informationen sind im Kapitel »Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage« und im
Konzernzwischenabschluss im Kapitel »Konzernanhang« unter der Anmerkung »Funktionskosten«
zu finden. Veräußerung von Produktions- und Vertriebskapazitäten in ArgentinienDer Vorstand der Mercedes-Benz Group AG hat im Februar 2025 beschlossen, die Produktions-
und Vertriebskapazitäten in Argentinien zu veräußern. Mit Wirkung zum 17. Juni 2025
wurde das Tochterunternehmen Mercedes-Benz Argentina S.A.U. an den argentinischen
Investor Open Cars S.A., Buenos Aires, Argentinien veräußert. In diesem Zuge wurde
die Mercedes-Benz Argentina S.A.U. in Prestige Auto S.A.U. (Prestige Auto) umfirmiert. Prestige Auto wird als Lizenznehmer weiterhin Sprinter der Marke Mercedes-Benz für
den lokalen und regionalen Markt produzieren und vertreiben. Diese Fahrzeuge zählen
auch zukünftig zum Konzernabsatz der Mercedes-Benz Group. Weitere Informationen sind im Konzernzwischenabschluss im Kapitel »Konzernanhang«
unter der Anmerkung »Wesentliche Abgänge von Beteiligungen und von Unternehmensteilen«
zu finden. Unsichere makroökonomische und politische RahmenbedingungenDie Europäische Union und die USA haben sich im September 2025 darauf geeinigt, dass
rückwirkend zum 1. August 2025 ein einheitlicher Zollsatz von 15 % für einen Großteil
der EU-Warenlieferungen in die USA, unter anderem Fahrzeuge und Fahrzeugteile, in
Kraft tritt. Dennoch bleiben sehr hohe Unsicherheiten angesichts der geopolitischen
und handelspolitischen Rahmenbedingungen sowie möglicher unerwarteter makroökonomischer
Entwicklungen bestehen. Die Berichterstattung im »Prognosebericht« und im »Risikobericht«
berücksichtigt die zum Veröffentlichungszeitpunkt des Zwischenberichts bestehenden
Zölle. Darüber hinaus haben die wesentlichen Änderungen in der globalen Zollpolitik, insbesondere
die Zollerhöhungen der USA, Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von Vermögenswerten
und Schulden. Weitere Informationen sind im Konzernzwischenabschluss im Kapitel »Konzernanhang«
unter der Anmerkung »Grundlagen und Methoden« zu finden. Die Mercedes-Benz Group beobachtet sowohl die direkten Auswirkungen aufgrund der zu
zahlenden Zölle und der Zollausgleichszahlungen als auch die indirekten Auswirkungen
aufgrund sich verändernder Marktgegebenheiten und möglichem geänderten Kundenverhalten
laufend, bewertet die möglichen Szenarien und evaluiert bzw. leitet entsprechende
Gegenmaßnahmen ein. Start der Produktoffensive mit dem neuen CLAAm 13. März 2025 wurde der vollelektrische CLA vorgestellt, der über einen niedrigen
Verbrauch und eine hohe Reichweite sowie eine sehr hohe Ladegeschwindigkeit verfügt.
Der neue CLA ist das erste Fahrzeug, das auf dem unternehmensintern entwickelten Betriebssystem
Mercedes-Benz Operating System (MB.OS) basiert. Mit dem neuen CLA soll der Führungsanspruch
bei Elektromobilität und Fahrzeugsoftware untermauert werden. Die ersten vollelektrischen CLA-Modelle wurden im dritten Quartal 2025 an Kunden in
Europa ausgeliefert. Im weiteren Jahresverlauf werden zusätzliche Märkte sowie weitere
Modellvarianten folgen. Bekräftigung des Engagements für NachhaltigkeitBeim Sustainability-Update 2025 am 28. März 2025 berichtete die Mercedes‑Benz Group
AG über die Fortschritte in den sechs Fokusfeldern zur Umsetzung der nachhaltigen
Transformation und die weitere Verankerung von Nachhaltigkeit im operativen Geschäft.
Der Vorstand informierte insbesondere über Weiterentwicklungen im Zusammenhang mit
der Dekarbonisierung, der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft für eine nachhaltige
Produktion. Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group AGAm 7. Mai 2025 fand die Hauptversammlung der Mercedes-Benz Group AG statt. Vorstandsvorsitzender
Ola Källenius und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Martin Brudermüller präsentierten
die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024 und erläuterten die strategischen Perspektiven
des Konzerns. Die Aktionäre stimmten der vorgeschlagenen Dividende von 4,30 € pro
Aktie zu und genehmigten das vom Vorstand am 19. Februar 2025 beschlossene Aktienrückkaufprogramm
in einem maximalen Umfang von bis zu 5 Mrd. € über einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten.
Der Aktienrückkauf basiert auf und steht im Einklang mit der generellen Aktienrückkaufpolitik
des Konzerns. Weitere Informationen sind im Konzernzwischenabschluss im Kapitel »Konzernanhang«
unter der Anmerkung »Eigenkapital« zu finden. Zukunftsfähige Aufstellung des konzerneigenen Vertriebs in DeutschlandIm Jahr 2024 hatte die Mercedes-Benz Group eine umfassende Überprüfung der Strukturen
der konzerneigenen Niederlassungen in Deutschland angekündigt und erste Gespräche
mit potenziellen Käufern geführt. Im zweiten Quartal 2025 hat die Mercedes-Benz Group Verträge zur Veräußerung der Niederlassungen
in Koblenz und Neu-Ulm abgeschlossen. Verträge zur Veräußerung der Niederlassungen
in Mainz, Dortmund und Lübeck wurden im dritten Quartal 2025 unterzeichnet. Die Transaktion
im Zusammenhang mit der Niederlassung in Koblenz wurde im dritten Quartal 2025 vollzogen.
Mit dem Vollzug der weiteren Transaktionen wird im vierten Quartal 2025 bzw. im ersten
Quartal 2026 gerechnet. Weitere Informationen sind im Konzernzwischenabschluss im Kapitel »Konzernanhang«
unter der Anmerkung »Wesentliche Abgänge von Beteiligungen und von Unternehmensteilen«
zu finden. Der Konzern wird weitere Transaktionen ergebnisoffen, schrittweise und individuell
pro Niederlassung prüfen und erwartet, dass sich der Transformationsprozess über mehrere
Jahre erstreckt. Stärkung der US-Präsenz der Mercedes-Benz GroupDie Mercedes-Benz Group AG gab am 23. Mai 2025 bekannt, zentrale Unternehmensfunktionen
in Atlanta, Georgia, zu bündeln und in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum
in Atlanta zu investieren. Fortsetzung der Produktoffensive auf der IAAAuf der IAA MOBILITY 2025, die vom 9. bis 14. September in München stattfand, wurden
der vollelektrische GLC 400 4MATIC, der elektrische CLA Shooting Brake und ein Prototyp
des vollelektrischen VLE präsentiert. Darüber hinaus wurde das Konzeptfahrzeug CONCEPT
AMG GT XX ausgestellt, das bereits im Juni 2025 in Affalterbach vorgestellt wurde
und einen Ausblick auf das Technologieprogramm der zukünftigen Serienmodelle der neuen
Fahrzeugarchitektur AMG.EA bietet. Veränderungen im Vorstand der Mercedes-Benz Group AGDer Aufsichtsrat der Mercedes-Benz Group AG hat am 24. September 2025 beschlossen,
dass Jörg Burzer zum 1. Dezember 2025 die Verantwortung für das Vorstandsressort »Chief
Technology Officer (CTO), Entwicklung & Einkauf« von Markus Schäfer übernehmen soll.
Markus Schäfer wird zum 30. November 2025 aus dem Vorstand ausscheiden. Der Aufsichtsrat
hat zudem entschieden, Michael Schiebe zum 1. Dezember 2025 als Nachfolger von Jörg
Burzer für das Ressort »Produktion, Qualität & Supply Chain Management« in den Vorstand
zu berufen. Olaf Schick ist seit dem 1. Oktober 2025 Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz Group
AG. Wie bereits im Geschäftsbericht 2024 berichtet, übernimmt er zum 1. November 2025
die Verantwortung für das Ressort »Integrität, Governance & Nachhaltigkeit« von Renata
Jungo Brüngger, die zum 31. Oktober 2025 aus dem Vorstand ausscheiden wird. GeschäftsentwicklungWeltwirtschaftDie konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft hat sich im Laufe der ersten drei Quartale
2025 graduell verlangsamt. Trotz spürbarer Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die
US-Handelsbilanz legte das BIP nach einem leichten Rückgang im ersten Quartal im weiteren
Jahresverlauf wieder spürbar zu. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone profitierte
im ersten Quartal noch von Vorzieheffekten aufgrund der drohenden US-Zölle, konnte
im weiteren Verlauf aber nur noch marginal zulegen. Das Wachstum der chinesischen
Wirtschaft verlangsamte sich nach einer starken ersten Jahreshälfte angesichts der
anhaltenden Konsumschwäche und Korrektur im Immobilienmarkt. Der Rückgang der Inflationsraten
geriet vielerorts ins Stocken; dennoch setzte die Mehrzahl der großen Notenbanken
mit Ausnahme Japans ihre Zinssenkungszyklen fort. AutomobilmärkteDer weltweite Pkw-Markt bewegte sich in den ersten neun Monaten sowie im dritten Quartal
leicht über dem Vorjahresniveau. Der europäische Markt bewegte sich in den ersten
neun Monaten auf Vorjahresniveau; stieg aber im dritten Quartal leicht an. Der Absatz
von xEV-Fahrzeugen in Europa stieg deutlich an und erreichte in den ersten neun Monaten
einen Anteil von 27 %. Der US-amerikanische Markt für Pkw und als leichte Nutzfahrzeuge
zugelassene SUVs und Pick-Ups verzeichnete sowohl in den ersten neun Monaten als auch
im dritten Quartal einen leichten Anstieg. Der Absatz von xEV-Fahrzeugen lag in den
ersten neun Monaten deutlich über dem Vorjahr und erreichte einen Marktanteil von
10 %, unter anderem aufgrund vorgezogener Käufe im Zusammenhang mit dem Ende der lokalen
BEV-Verkaufsförderungsmaßnahmen. Der chinesische Markt bewegte sich in den ersten
neun Monaten und im dritten Quartal leicht im Plus. Der Absatz von xEV-Fahrzeugen
lag in China deutlich über dem Vorjahresniveau. Der xEV-Anteil bewegte sich in den
ersten neun Monaten bei 51 %. Die Marktsituation des Premium- und Luxus-Segments in
China blieb weiterhin angespannt, insbesondere ausländische Hersteller verzeichneten
deutliche Absatzrückgänge. Wichtige Transportermärkte zeigten in den zurückliegenden neun Monaten ein gemischtes
Bild. In der Region Europa lag sowohl der Markt für mittelgroße und große Transporter
als auch für kleine Transporter in den ersten neun Monaten 2025 leicht unter dem Vorjahresniveau.
Während der Markt für mittelgroße und große Transporter im dritten Quartal deutlich
über dem Vorjahresniveau lag, erreichte der Markt für kleine Transporter im dritten
Quartal das Vorjahresniveau. In Europa stieg der xEV-Absatz deutlich an und erreichte
in den ersten neun Monaten einen Marktanteil von 13 %. Der US-amerikanische Markt
für große Transporter bewegte sich in den ersten neun Monaten und im dritten Quartal
deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Marktanteil von xEV-Fahrzeugen blieb in den
USA weiterhin auf geringem Niveau. Auch der chinesische Markt für mittelgroße Vans
legte sowohl in den ersten neun Monaten als auch im dritten Quartal deutlich zu. In
China stieg der xEV-Absatz weiter deutlich an und erreichte in den ersten neun Monaten
einen Marktanteil von 53 %. AbsatzMercedes-Benz CarsIm dritten Quartal 2025 setzte Mercedes-Benz Cars 441.500 Fahrzeuge ab, was einem
Rückgang von 12 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. In den USA wurde der
Absatz dabei durch ein bewusstes Bestandsmanagement gesteuert, um die Auswirkungen
der Zölle abzumildern. In China prägten die Marktbedingungen und die Kaufzurückhaltung
die Absatzentwicklung. Mit einem Wachstum von 10 % lag der Absatz in der Kategorie Top-End über dem dritten
Quartal 2024. Beeinflusst wurde diese Entwicklung vor allem durch den Absatz der G-Klasse,
der S-Klasse-Produktfamilie und von Mercedes-AMG. Der Anteil der Top-End-Fahrzeuge
am Gesamtabsatz stieg auf 15 (Q3 2024: 12) %. Der Gesamtabsatz der Core-Fahrzeuge blieb 17 % unter dem Vorjahresquartal. Der Anteil
dieser Kategorie am Gesamtportfolio lag bei 57 (Q3 2024: 60) %. Die Kategorie Entry stellte im dritten Quartal 2025 28 (Q3 2024: 28) % des Gesamtportfolios
dar und lag 12 % unter dem dritten Quartal 2024. Mercedes-Benz Cars konnte den Verkauf von elektrifizierten Modellen um 10 % steigern
und erzielte im dritten Quartal 2025 einen Anteil elektrifizierter Fahrzeuge von 21,8
% am Gesamtabsatz (Q3 2024: 17,3 %). Diese Entwicklung ist auf den deutlichen Anstieg
der Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge zurückzuführen. Absatz nach Produktkategorien und Klassen
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Inklusive AMG-Modelle und deren Derivate.
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Inklusive Maybach-Varianten. Wie im dritten Quartal war auch in den ersten neun Monaten 2025 der Absatz von Mercedes-Benz
Cars durch das bewusste Bestandsmanagement in den USA und die herausfordernden Marktbedingungen
in China beeinflusst. Mit insgesamt 1.341.400 verkauften Einheiten lag der Absatz
8 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Anteil der Top-End-Kategorie am Gesamtabsatz ist in den ersten neun Monaten 2025
auf 15 (Q1-Q3 2024: 14) % gestiegen. Der Absatz lag auf dem Niveau des Vorjahres. Der Gesamtabsatz der Core-Fahrzeuge lag 8 % unter dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil
dieser Kategorie am Gesamtportfolio betrug 59 (Q1-Q3 2024: 59) %. Die Kategorie Entry stellte in den ersten neun Monaten 2025 26 (Q1-Q3 2024: 27) %
des Gesamtportfolios dar und lag 12 % unter dem Vorjahreswert. Aufgrund guter Nachfrage nach Plug-in-Hybriden wuchs der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge
von Mercedes-Benz Cars in den ersten neun Monaten 2025 und erreichte einen Anteil
elektrifizierter Fahrzeuge von 20,7 % am Gesamtabsatz (Q1-Q3 2024: 18,3 %). Für den europäischen Markt blickt Mercedes-Benz Cars in den ersten neun Monaten 2025
auf eine robuste Absatzentwicklung zurück. Infolge des bewussten Bestandsmanagements
und des wettbewerbsintensiven Umfeldes lag der Absatz in Nordamerika und Asien in
den ersten neun Monaten 2025 deutlich unter dem Vorjahr. Absatz nach Regionen
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Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen. Mercedes-Benz VansDer Absatz von Mercedes-Benz Vans lag im dritten Quartal 2025 bei 83.800 Einheiten,
was einem Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahresquartal entsprach und damit das
intensive Wettbewerbsumfeld widerspiegelte. Im gewerblichen Bereich lag der Absatz im dritten Quartal 2025 unter dem Vorjahresniveau.
Der Absatz von privaten Vans hingegen konnte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal
gesteigert werden. Die gestiegene Verfügbarkeit von elektrischen Vans führte im dritten Quartal 2025
zu einem deutlichen Absatzwachstum bei elektrifizierten Vans. Der Anteil der Elektrofahrzeuge
am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz Vans stieg damit auf 10,2 (Q3 2024: 4,8) %. Absatz nach Segmenten
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Ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge (BEV). In den ersten neun Monaten 2025 setzte Mercedes-Benz Vans weltweit 260.200 Fahrzeuge
ab (Q1-Q3 2024: 299.900). Der starke Wettbewerb in den USA und China beeinträchtigte die Absatzentwicklung.
Die privaten Vans konnten in den ersten neun Monaten 2025 jedoch einen Absatzzuwachs
verzeichnen. Die verbesserte Verfügbarkeit elektrischer Vans und ein großer Einzelauftrag unterstützten
auch in den ersten neun Monaten 2025 das Absatzwachstum der elektrifizierten Vans.
Der Anteil der Elektrofahrzeuge am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz Vans lag damit bei
7,8 (Q1-Q3 2024: 4,2) %. Trotz einer weiterhin positiven Absatzentwicklung in Deutschland blieb der Absatz
in Europa unter dem Vorjahreszeitraum. Der Absatz in Nordamerika lag sowohl im dritten
Quartal als auch in den ersten neun Monaten 2025 unter dem Vorjahreszeitraum. Obwohl der Absatz in Asien, insbesondere in China, im dritten Quartal aufgrund eines
Modellwechsels im Vorjahr gesteigert wurde, blieb er in den ersten neun Monaten 2025
unter dem Niveau von 2024. Die Marktbedingungen in den USA und China waren dabei weiterhin
von starkem Wettbewerb geprägt. Absatz nach Regionen
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Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen. Mercedes-Benz MobilityZum 30. September 2025 verzeichnete Mercedes-Benz Mobility mit 128,0 Mrd. € aufgrund
von Währungseffekten und der Absatzentwicklung der automobilen Segmente ein Vertragsvolumen
unter dem Niveau vom 31. Dezember 2024 von 138,1 Mrd. €. Beeinflusst durch die Entwicklungen auf der Absatzseite lag die Anzahl der neuen Finanzierungs-
und Leasingverträge im dritten Quartal 2025 mit 287.400 (Q3 2024: 295.300) um 3 %
unter dem Niveau des Vorjahres. Auch das Neugeschäft ging mit 13,7 (Q3 2024: 14,2) Mrd. € um 4 % zurück. Der Rückgang
fiel im Vergleich zur Entwicklung der Anzahl der Verträge aufgrund von Währungseffekten
leicht höher aus. Die Entwicklungen auf der Absatzseite wirkten sich auch in den ersten neun Monaten
2025 auf die Finanzierungs- und Leasingverträge aus, die mit 851.700 um 7 % unter
dem Vorjahreszeitraum lagen (Q1-Q3 2024: 917.300). Das Neugeschäft blieb aufgrund eines höheren durchschnittlichen Finanzierungs- und
Leasingvolumens pro Vertrag mit 41,2 (Q1-Q3 2024: 43,1) Mrd. € nur um 4 % unter dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Während das Neugeschäft im deutschen Markt in den ersten neun Monaten 2025 um 1 %
gesteigert werden konnte, verzeichnete der US-amerikanische Markt einen Rückgang um
6 %. Auch in China lag das Neugeschäft um 27 % unter dem Vorjahresniveau. In den übrigen
Märkten blieb das Neugeschäft auf gleichem Niveau. Investitions- und ForschungstätigkeitSachinvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen der Mercedes-Benz Group beliefen sich im dritten
Quartal 2025 auf 1,2 (Q3 2024: 1,1) Mrd. €. In den ersten neun Monaten 2025 investierte
der Konzern 2,8 (Q1-Q3 2024: 2,7) Mrd. € in Sachanlagen. Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen von Mercedes-Benz Cars lag sowohl im dritten
Quartal 2025 als auch in den ersten neun Monaten 2025 auf der Einführung von Derivaten
der neuen antriebsflexiblen (MMA) und elektrischen (MB.EA) Architekturen. Die Sachinvestitionen von Mercedes-Benz Vans lagen deutlich über dem Vorjahresniveau.
Hierbei standen Themen wie die geplante Transformation der Mercedes-Benz Van-Flotte
und Investitionen in die Erweiterung der Van-Werke im Mittelpunkt. Sachinvestitionen¹
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Die Sachinvestitionen entsprechen den Zugängen zu Sachanlagen in der Konzern-Kapitalflussrechnung.
Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungsleistungen der Mercedes-Benz Group beliefen sich in
den ersten neun Monaten 2025 auf 7,3 (Q1-Q3 2024: 7,4) Mrd. €. Aktiviert wurden hiervon
2,6 (Q1-Q3 2024: 2,8) Mrd. €. Im dritten Quartal 2025 lagen die Forschungs- und Entwicklungsleistungen
bei 2,7 (Q3 2024: 2,9) Mrd. €, davon wurden 1,0 (Q3 2024: 1,2) Mrd. € aktiviert. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Mercedes-Benz Cars lagen in den ersten
neun Monaten 2025 und im dritten Quartal 2025 unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere aktivierte Entwicklungskosten zurückzuführen. Die rückläufigen Aktivierungen bedingt durch die Markteinführung des CLA im ersten
Quartal 2025 auf der neuen antriebsflexiblen Architektur (MMA) überstiegen die höheren
Aktivierungen im Zusammenhang mit den MB.EA-Fahrzeugarchitekturen. Die Forschungs-
und nicht aktivierten Entwicklungskosten lagen in den ersten neun Monaten 2025 leicht
über dem Niveau des Vorjahres und im dritten Quartal 2025 auf dem Niveau des Vorjahres.
Gestiegenen Aufwendungen aus dem im April gestarteten Optimierungsprogramm »Next Level
Performance« standen niedrigere Kosten für bestehende Fahrzeugmodelle sowie konventionelle
Antriebe gegenüber. Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Mercedes-Benz Vans lagen sowohl in
den ersten neun Monaten 2025 als auch im dritten Quartal 2025 deutlich über dem Niveau
des Vorjahreszeitraums. Im Mittelpunkt stand weiterhin die Umstellung der Van-Flotte
auf die modulare und antriebsflexible Van-Architektur. Forschung und Entwicklung
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIn der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage werden neben den Zahlen für die Mercedes-Benz
Group auch Werte für das Industriegeschäft sowie für das Segment Mercedes-Benz Mobility
dargestellt. Das Industriegeschäft umfasst die automobilen Segmente Mercedes-Benz
Cars und Mercedes-Benz Vans. Die Effekte aus den Eliminierungen der konzerninternen
Transaktionen zwischen dem Industriegeschäft und Mercedes-Benz Mobility sowie zentral
verantwortete Sachverhalte sind grundsätzlich dem Industriegeschäft zugeordnet. Zur transparenteren Darstellung des laufenden Geschäfts werden sowohl für den Konzern
als auch für die Segmente ergänzend bereinigte Größen ermittelt und berichtet. In den rechtlichen Verfahren (und damit zusammenhängenden Maßnahmen) werden im dritten
Quartal 2025 neben der Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit behördlichen
und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeugen
Aufwendungen aus der Bewertung der Rückstellungen für ermessensabhängige Provisionsmodelle
bei früheren Fahrzeugfinanzierungen im Vereinigten Königreich als Bereinigung ausgewiesen. Unter Restrukturierungsmaßnahmen werden Aufwendungen aus dem auf doppelter Freiwilligkeit
beruhenden Personalabbauprogramm in Deutschland und Aufwendungen aus Optimierungsprogrammen
im Ausland bereinigt. Unter M&A-Transaktionen werden im ersten und zweiten Quartal 2025 Aufwendungen aus
der Veräußerung der Produktions- und Vertriebskapazitäten in Argentinien und im dritten
Quartal 2025 Aufwendungen aus der zukunftsfähigen Aufstellung des konzerneigenen Vertriebs
in Deutschland als Bereinigungen ausgewiesen. ErtragslageGewinn- und Verlustrechnung der Mercedes-Benz GroupDer Umsatz lag in den ersten neun Monaten 2025 mit 98.524 Mio. € deutlich unterhalb
des Niveaus des Vorjahres von 107.144 Mio. €. Ursächlich hierfür waren insbesondere
die negative Entwicklung der Wechselkurse, das rückläufige Komponentengeschäft mit
der at-equity bewerteten Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) sowie der rückläufige
Absatz. Die Umsatzkosten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2025 auf 81.511 (Q1-Q3 2024:
85.651) Mio. € und bewegten sich damit leicht unterhalb des Niveaus des Vorjahres.
Dem rückläufigen Absatz sowie Kosteneffizienzen vorwiegend in Einkauf und Produktion
standen zusätzliche Aufwendungen aus der Bewertung der Rückstellungen für ermessensabhängige
Provisionsmodelle bei früheren Fahrzeugfinanzierungen im Segment Mercedes-Benz Mobility
sowie Aufwendungen aus im April gestarteten Optimierungsprogrammen gegenüber. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag in den ersten neun Monaten 2025 deutlich unter dem
Niveau des Vorjahres. Die Vertriebskosten bewegten sich in den ersten neun Monaten 2025 auf dem Niveau des
Vorjahreszeitraums. Im dritten Quartal lagen sie insbesondere aufgrund der Aufwendungen
im Zusammenhang mit Optimierungsprogrammen leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Gegenläufig entwickelten sich die absatzbedingten Vertriebskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen in den ersten neun Monaten 2025 auf dem Niveau
des Vorjahres. Den gestiegenen Aufwendungen aus im April gestarteten Optimierungsprogrammen
standen niedrigere Aufwendungen infolge von Effizienzmaßnahmen sowie gesunkene variable
Lohn- und Gehaltsbestandteile gegenüber. Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten lagen in den ersten neun
Monaten 2025 leicht über dem Niveau des Vorjahres. Gestiegenen Aufwendungen aus im
April gestarteten Optimierungsprogrammen standen niedrigere Kosten für bestehende
Fahrzeugmodelle sowie konventionelle Antriebe gegenüber. Das sonstige betriebliche Ergebnis ging in den ersten neun Monaten 2025 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum deutlich zurück. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus
Aufwendungen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Produktions- und Vertriebskapazitäten
in Argentinien. Im Vorjahr wirkten dagegen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
im Zusammenhang mit behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend
Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge. Insbesondere das niedrigere anteilige Ergebnis der chinesischen Beteiligungen sowie
das niedrigere Ergebnis an der Daimler Truck Holding AG führten zu einem deutlichen
Rückgang des Ergebnisses aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen in den ersten
neun Monaten 2025. Das übrige Finanzergebnis lag in den ersten neun Monaten 2025 im Wesentlichen aufgrund
von positiven Bewertungseffekten aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht in
ein Hedge Accounting einbezogen sind, sowie Effekten aus der Aufzinsung und Veränderung
der Abzinsungsfaktoren für Rückstellungen für sonstige Risiken deutlich über dem Niveau
des Vorjahres. Das EBIT belief sich in den ersten neun Monaten 2025 auf 4.312 Mio. € und lag damit
deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 10.417 Mio. €. Das Zinsergebnis verringerte sich in den ersten neun Monaten 2025 unter anderem durch
niedrigere Erträge aus Geldanlagen auf 364 (Q1-Q3 2024: 423) Mio. €. In den ersten neun Monaten 2025 wurde unter den Ertragsteuern ein Aufwand von 798
(Q1-Q3 2024: 3.034) Mio. € ausgewiesen. Die Steuerquote lag in den ersten neun Monaten
2025 mit 17,1 (Q1-Q3 2024: 28,0) % unter dem Vorjahresniveau. Die Verringerung der
Steuerquote beruht im Wesentlichen auf einer Neubewertung der latenten Steuern der
deutschen Gesellschaften aufgrund der zukünftigen Absenkung des Körperschaftsteuersatzes. Das Konzernergebnis belief sich in den ersten neun Monaten 2025 auf 3.878 (Q1-Q3 2024:
7.806) Mio. €. Dabei entfiel auf nicht beherrschende Anteile ein Gewinn von 112 (Q1-Q3
2024: 83) Mio. €. Der Anteil der Aktionäre der Mercedes-Benz Group AG am Konzernergebnis
betrug 3.766 (Q1-Q3 2024: 7.723) Mio. €. Dies führte zu einem Rückgang des Ergebnisses
je Aktie auf 3,91 (Q1-Q3 2024: 7,62) €. Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (unverwässert) wurde eine durchschnittliche
Anzahl ausstehender Aktien von 962,9 (Q1-Q3 2024: 1.013,6) Mio. Stück zugrunde gelegt. Weitergehende Informationen zu den Posten der »Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung«
können den jeweiligen Anmerkungen im Konzernanhang zum Zwischenabschluss entnommen
werden. Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Bereinigtes EBIT der SegmenteIm dritten Quartal 2025 erzielte das Segment Mercedes-Benz Cars ein bereinigtes EBIT,
das leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag. Die Entwicklung des bereinigten
EBIT wurde durch folgende wesentliche Faktoren beeinflusst:
Das Segment Mercedes-Benz Vans erzielte im dritten Quartal 2025 ein bereinigtes EBIT,
das deutlich unter dem Niveau des Vorjahres lag. Die Ergebnisentwicklung zeigte folgende
wesentliche Einflussfaktoren:
Im dritten Quartal 2025 wies das Segment Mercedes-Benz Mobility ein bereinigtes EBIT
leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums aus. Das Ergebnis des Segments wurde
vor allem durch folgende Faktoren beeinflusst:
In den ersten neun Monaten 2025 wirkte zusätzlich eine Wertaufholung aus at-equity
bewerteten Finanzinvestitionen. Gegenläufig belasteten Aufwendungen aus dem weiteren
Ausbau der Charging-Aktivitäten das bereinigte EBIT. Das bereinigte EBIT der Überleitung lag im dritten Quartal sowie in den ersten neun
Monaten 2025 insbesondere aufgrund des niedrigeren anteiligen Ergebnisses der Beteiligung
an der Daimler Truck Holding AG deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. EBIT
EBIT
FinanzlageVerkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung
Free Cash Flow des IndustriegeschäftsDer Free Cash Flow des Industriegeschäfts stellt für die Mercedes-Benz Group einen
bedeutsamsten Leistungsindikator dar. Die Ableitung des Free Cash Flow des Industriegeschäfts
erfolgt in der nachfolgenden Tabelle auf Grundlage der veröffentlichten Cash Flows
aus der Geschäfts- und Investitionstätigkeit. Die im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
enthaltenen Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von verzinslichen Wertpapieren
und ähnlichen Geldanlagen werden herausgerechnet, da diese Wertpapiere der Liquidität
zugeordnet sind und deren Veränderung daher nicht Bestandteil des Free Cash Flow ist.
Demgegenüber werden Effekte im Zusammenhang mit der Abbildung der Nutzungsrechte,
die aus der Leasingnehmerbilanzierung resultieren und im Wesentlichen zahlungsunwirksam
sind, im Free Cash Flow des Industriegeschäfts berücksichtigt. Die übrigen Anpassungen
betreffen die Effekte aus der Finanzierung konzerninterner Händler sowie Effekte aus
konzerninternen Geldanlagen. Darüber hinaus werden die im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
auszuweisenden Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung
von Anteilen an Tochtergesellschaften ohne Beherrschungsverlust im Free Cash Flow
berücksichtigt. Free Cash Flow des Industriegeschäfts
Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts lag in den ersten neun Monaten 2025 bei
5,6 (Q1-Q3 2024: 6,3) Mrd. € und somit unter dem Niveau des Vorjahres. Die Entwicklung
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurde durch folgende, teilweise gegenläufige Faktoren
beeinflusst:
Zur transparenteren Darstellung des laufenden Geschäfts wird zudem ein bereinigter
Free Cash Flow des Industriegeschäfts von 6,0 (Q1-Q3 2024: 6,5) Mrd. € ermittelt und
berichtet. Folgende Bereinigungen wurden in den ersten neun Monaten 2025 und 2024
berichtet:
Neben der Ableitung auf Grundlage der veröffentlichten Cash Flows aus der Geschäfts-
und Investitionstätigkeit kann der Free Cash Flow des Industriegeschäfts auf Basis
der Cash Flows vor Zinsen und Steuern (CFBIT) der automobilen Segmente abgeleitet
werden. Die Überleitung vom CFBIT von Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans zum
Free Cash Flow des Industriegeschäfts umfasst darüber hinaus die gezahlten Steuern
und Zinsen. Die übrigen Überleitungsposten beinhalten insbesondere Eliminierungen
zwischen den Segmenten sowie Sachverhalte, die dem Industriegeschäft zuzuordnen sind,
aber nicht von den automobilen Segmenten verantwortet werden. Überleitung vom CFBIT zum Free Cash Flow des Industriegeschäfts
Free Cash Flow der Mercedes-Benz GroupIn den ersten neun Monaten 2025 führte der Free Cash Flow der Mercedes-Benz Group
zu einem Mittelzufluss von 9,4 (Q1-Q3 2024: 7,0) Mrd. € und lag somit über dem Niveau
des Vorjahres. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen
Free Cash Flow von Mercedes-Benz Mobility zurückzuführen, der im Wesentlichen aus
einem Rückgang der Forderungen aus Finanzdienstleistungen resultiert. Gegenläufig
wirkte der niedrigere Free Cash Flow des Industriegeschäfts. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit der Mercedes-Benz GroupAus dem Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit der Mercedes-Benz Group resultierte
im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 8,1 (Q1-Q3 2024: 8,8) Mrd. €. Der geringere Mittelabfluss ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr wirkenden Auszahlungen
im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms sowie die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere
Dividendenzahlung an die Aktionäre der Mercedes-Benz Group AG zurückzuführen. Gegenläufig
wirkte im Berichtszeitraum eine geringere Nettorefinanzierung als im Vorjahr. CFBIT und Cash Conversion Rate der automobilen SegmenteDer CFBIT der automobilen Segmente leitet sich aus dem EBIT und der Veränderung der
Net Assets ab und enthält auch die Zugänge der Nutzungsrechte. Die nachfolgende Tabelle
zeigt für Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans die Zusammensetzung des CFBIT
im Vergleich zur Vorjahresperiode. Darüber hinaus werden für Mercedes-Benz Cars und
Mercedes-Benz Vans die Überleitungen vom CFBIT zum bereinigten CFBIT sowie die bereinigte
Cash Conversion Rate dargestellt. In der Zeile »Übrige« wirken unter anderem die Dividenden der at-equity bilanzierten
Finanzinvestitionen, die Auszahlungen für die Begleichung von in Vorjahren ergebniswirksam
aufgebauten Verbindlichkeiten und Rückstellungen sowie die Korrektur im EBIT enthaltener,
nicht zahlungswirksamer Erträge und Aufwendungen. Überleitung vom EBIT zum bereinigten CFBIT
Nettoliquidität und NettoverschuldungDie in der nachfolgenden Tabelle dargestellte Nettoliquidität des Industriegeschäfts
erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2024 um 0,9 Mrd. € auf 32,3 Mrd. €. Der Anstieg
ist auf den positiven Free Cash Flow des Industriegeschäfts zurückzuführen. Gegenläufig
wirkte die Dividendenzahlung an die Aktionäre der Mercedes-Benz Group AG im zweiten
Quartal. Nettoliquidität des Industriegeschäfts
Soweit die konzerninterne Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts durch
Gesellschaften des Industriegeschäfts erfolgt, wird diese bei der Ermittlung der Verschuldung
des Industriegeschäfts über eine Eliminierung in den Finanzierungsverbindlichkeiten
berücksichtigt. Dies führt sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr zu negativen
Finanzierungsverbindlichkeiten im Industriegeschäft, sodass die Finanzierungsverbindlichkeiten
in der Tabelle »Nettoliquidität des Industriegeschäfts« mit einem positiven Effekt
auf die Nettoliquidität ausgewiesen werden. Wie aus der folgenden Tabelle ersichtlich, reduzierten sich die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente der Mercedes-Benz Group seit dem 31. Dezember 2024 unter
Berücksichtigung von Wechselkurseffekten auf 13,7 Mrd. €. Die in nachfolgender Tabelle
ebenfalls dargestellte Liquidität des Konzerns, die zusätzlich die verzinslichen Wertpapiere
und ähnlichen Geldanlagen umfasst, erhöhte sich um 0,9 Mrd. € auf 23,1 Mrd. €. Die auf Konzernebene vor allem aus der Refinanzierung des Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäfts
resultierende Nettoverschuldung hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2024 um 11,6 Mrd.
€ auf 79,4 Mrd. € reduziert. Nettoverschuldung der Mercedes-Benz Group
1
Einschließlich Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung konzerninterner Händler. RefinanzierungDie Mercedes-Benz Group hat sich in den ersten neun Monaten 2025 erneut auf den internationalen
Geld- und Kapitalmärkten refinanziert. In diesem Zeitraum sind der Mercedes-Benz Group aus der Emission von Anleihen liquide
Mittel in Höhe von 6,4 (Q1-Q3 2024: 14,4) Mrd. € zugeflossen. Aufgrund der Tilgung
von Anleihen flossen 8,2 (Q1-Q3 2024: 10,2) Mrd. € ab. Zudem konnten in den ersten neun Monaten 2025 Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen
mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von umgerechnet 8,1 (Q1-Q3 2024: 11,2) Mrd. €
durchgeführt werden. Die Tilgungen im Berichtszeitraum betrugen 8,6 (Q1-Q3 2024: 10,1)
Mrd. €. Die ABS-Transaktionen wurden im Jahr 2025 in Deutschland, den USA, Großbritannien,
Japan und China durchgeführt und können sowohl neue als auch verlängerte Finanzierungsgeschäfte
umfassen. Eine Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie über 11,0 Mrd. € ist zum Stichtag
nicht erfolgt. VermögenslageDie Bilanzsumme des Konzerns lag zum 30. September 2025 unter dem Vorjahresniveau.
Währungsbereinigt war ein Anstieg in der Bilanzsumme von 1,9 Mrd. € gegenüber dem
31. Dezember 2024 zu verzeichnen. Verkürzte Konzernbilanz
Zum 30. September 2025 entfallen von der Bilanzsumme 54 % aller Vermögenswerte der
Mercedes-Benz Group auf Mercedes-Benz Mobility. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte
an der Bilanzsumme liegt mit 38 % auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der kurzfristigen
Schulden an der Bilanzsumme liegt mit 30 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. AktivseiteDie Forderungen aus Finanzdienstleistungen reduzierten sich insbesondere infolge von
Währungseffekten und des Rückgangs der Absatzfinanzierung mit Händlern und Endkunden,
vor allem in den USA und China, auf 77,0 Mrd. € (31. Dezember 2024: 87,9 Mrd. €). Der Anstieg der verzinslichen Wertpapiere und ähnlichen Geldanlagen auf 9,5 Mrd. €
(31. Dezember 2024: 7,7 Mrd. €) resultierte aus einer vermehrten Investition in ähnliche
Geldanlagen im Rahmen der Liquiditätssteuerung. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte, die vor allem aus derivativen Finanzinstrumenten,
Eigen- und Fremdkapitalanteilen, Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen
sowie Krediten und sonstigen Forderungen gegen Dritte bestehen, erhöhten sich auf
7,0 Mrd. € (31. Dezember 2024: 5,9 Mrd. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die
derivativen Finanzinstrumente zurückzuführen. PassivseiteDas Eigenkapital des Konzerns reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2024 von
93,6 Mrd. € auf 92,6 Mrd. €. Der Rückgang ist insbesondere auf die an die Aktionäre
der Mercedes-Benz Group AG ausgeschüttete Dividende von 4,1 Mrd. € zurückzuführen;
gegenläufig wirkte das positive Konzernergebnis von 3,9 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote des Konzerns erhöhte sich auf 34,6 (31. Dezember 2024: 33,8)
%; für das Industriegeschäft belief sich die Eigenkapitalquote auf 63,6 (31. Dezember
2024: 65,8) %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Eigenkapitalquote 2024 um die
vorgeschlagene Dividendenzahlung bereinigt ist. Die Finanzierungsverbindlichkeiten lagen mit 102,3 Mrd. € unter dem Niveau zum 31.
Dezember 2024 von 112,8 Mrd. €. Der Rückgang resultierte insbesondere aus USD-Währungseffekten
bei den langfristigen Anleihen und ABS-Verbindlichkeiten sowie dem geringeren Refinanzierungsbedarf
für das gesunkene Portfolio des Finanzdienstleistungsgeschäfts. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen unter anderem aufgrund
des höheren Produktionsniveaus über den Wert zum 31. Dezember 2024. Weitergehende Informationen zu den bilanzierten Vermögenswerten, dem Eigenkapital
und den Schulden des Konzerns können der »Konzernbilanz«, der »Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals«
sowie den jeweiligen Erläuterungen im Konzernanhang zum Zwischenabschluss entnommen
werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ableitung der Net Assets der automobilen Segmente.
Dabei handelt es sich um die operativen Vermögenswerte und Schulden, die von den Segmenten
zu verantworten sind. Ableitung der Net Assets der automobilen Segmente
PrognoseberichtDie Prämissen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Entwicklung
der Automobilmärkte sind immer noch von sehr hoher Unsicherheit geprägt. Neben unerwarteten
makroökonomischen Entwicklungen führen weiterhin insbesondere die geopolitischen und
handelspolitischen Rahmenbedingungen zu Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und
die Geschäftsentwicklung der Mercedes-Benz Group. WeltwirtschaftDer Ausblick für das Wachstum der Weltwirtschaft bleibt verhalten. Die anhaltend schwache
Verbraucherstimmung und Auswirkungen höherer US-Importzölle werden das Wachstum in
diesem Jahr weiterhin belasten. In den USA sorgt die robuste Inlandsnachfrage dennoch
für ein solides Wachstum. In China sollten die höheren US-Zölle zu einer zunehmenden
Verlangsamung des Exportwachstums beitragen, bei nach wie vor verhaltener Inlandsnachfrage;
fiskalpolitische Stimuli dürften jedoch das Wachstum im Gesamtjahr unterstützen. In
der Eurozone wiederum federn die bisherigen Zinssenkungen der EZB die Auswirkungen
der US-Handelspolitik ab. Einige Zentralbanken dürften auf das schwierige konjunkturelle
Umfeld und Bremseffekte auf dem Arbeitsmarkt mit weiteren Zinssenkungen reagieren.
In Summe ist ein Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von rund 2,5 % zu erwarten. AutomobilmärkteAuf den weltweiten Automobilmärkten ist mit einer eher schwachen Nachfrage von Kundenseite
zu rechnen. Entsprechend dürfte sich der weltweite Pkw-Markt im Gesamtjahr 2025 nach
aktueller Einschätzung auf dem Vorjahresniveau bewegen. Auch für die Absatzregion
Europa ist mit einem gleichbleibenden Marktvolumen zu rechnen. Der Markt in den USA
wird sich voraussichtlich ebenfalls auf dem Vorjahresniveau bewegen. Für China ist
im Vergleich zum Vorjahr von einem leicht höheren Marktvolumen auszugehen. Im chinesischen
Premium- und Luxussegment ist aufgrund eines anhaltenden intensiven Preiskampfs, insbesondere
der lokalen Hersteller, für viele ausländische Hersteller von einer deutlich schwächeren
Absatzentwicklung auszugehen. Auf wichtigen Transportermärkten zeigt sich in diesem Jahr ein gemischtes Bild. In
Europa wird für das Marktsegment der mittelgroßen und großen Transporter in Summe
mit einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Für das Segment der
kleinen Transporter in Europa ist ebenfalls von einem leicht rückläufigen Markt auszugehen.
Der US-amerikanische Markt für große Transporter wird voraussichtlich leicht über
dem Niveau des Vorjahres liegen. In China ist für das Marktsegment der mittelgroßen
Vans mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. Überblick über die prognostizierten KennzahlenDer Konzern hat die im Geschäftsbericht 2024 getroffenen Prognoseaussagen wie folgt
angepasst: Die ursprüngliche Umsatzerwartung der Mercedes-Benz Group wurde im zweiten Quartal
aufgrund der Absatzerwartungen in den Automobilsegmenten angepasst. Infolgedessen
wird für das Gesamtjahr ein deutlich rückläufiger Umsatz erwartet. Mercedes-Benz Cars prognostiziert seit dem zweiten Quartal, dass der Absatz deutlich
unter dem des Vorjahres liegen wird. Aufgrund der erwarteten Absatzrückgänge, einer
schwächer als erwarteten Preisdurchsetzung und höherer Einfuhrzölle als ursprünglich
angenommen, wurde die Prognose für die bereinigte Umsatzrendite auf eine Bandbreite
von 4-6 % angepasst. Mercedes-Benz Vans rechnet seit dem zweiten Quartal mit einem Absatz deutlich unter
dem des Vorjahres. Dies ist auf Absatzrückgänge und die in der ursprünglichen Prognose
noch nicht berücksichtigten Einfuhrzölle zurückzuführen. Infolgedessen wird für die
bereinigte Umsatzrendite eine Bandbreite von 8-10 % erwartet. Die bereinigte Cash
Conversion Rate wurde im dritten Quartal aufgrund der besser als erwarteten CFBIT-Entwicklung
auf eine Bandbreite von 0,6-0,8 angepasst. Die übrigen im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts 2024 abgegebenen
Prognosen behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Prognoseaussagen für das Jahr 2025¹
Risiko- und ChancenberichtDie Mercedes-Benz Group ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen
Handeln der Mercedes-Benz Group AG und ihrer Tochterunternehmen verbunden sind oder
sich aus externen Einflüssen ergeben. Gleichzeitig ist es wichtig, Chancen zu identifizieren,
um die Wettbewerbsfähigkeit der Mercedes-Benz Group zu sichern und auszubauen. Das Risiko- und Chancenmanagement ist bei der Mercedes-Benz Group in das wertorientierte
Führungs- und Planungssystem eingebettet und fester Bestandteil des gesamten Planungs-,
Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Veränderungen der Risiken und Chancen
werden kontinuierlich überwacht, bewertet und bei Bedarf in den unterjährigen Planungen
berücksichtigt. Eine ausführliche Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie der Risiko-
und Chancenlage ist im »Risiko- und Chancenbericht« im zusammengefassten Lagebericht
des Geschäftsberichts 2024 enthalten. Branchen-, unternehmensspezifische und finanzwirtschaftliche Risiken und ChancenGegenüber diesen Ausführungen ergaben sich für die branchen-, unternehmensspezifischen
und finanzwirtschaftlichen Risiken und Chancen im Berichtszeitraum keine wesentlichen
Änderungen, wenngleich die generelle Risikosituation durch geopolitische Spannungen
und die Unsicherheiten in den internationalen Handelsbeziehungen weiter angespannt
bleibt. Unter anderem können mögliche Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Komponenten
zu Auswirkungen auf die Lieferketten und auf das Produktions- und Absatzprogramm führen. Infolge des auf das vierte Quartal 2025 reduzierten Betrachtungshorizonts sowie durch
die Berücksichtigung von Risiken in der Prognose haben sich die möglichen finanziellen
Auswirkungen der Risiken insgesamt reduziert. Rechtliche und steuerliche Risiken und ChancenFür die rechtlichen und steuerlichen Risiken und Chancen waren im Vergleich zum 31.
Dezember 2024 bis auf die folgenden Entwicklungen keine wesentlichen Änderungen zu
verzeichnen. Rechtliche RisikenRisiken aus RegulierungWie bereits berichtet, unterliegt die Automobilindustrie weltweit umfassender staatlicher
Regulierung. Die fortschreitende Regulierung kann sich, auch beeinflusst durch globale Entwicklungen,
je nach Region unterschiedlich und sogar gegenläufig entwickeln und in der Folge zu
negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen. Auch das
Risiko der Nichteinhaltung von Regulierungen kann hierdurch steigen, insbesondere
soweit Regularien in unterschiedlichen Regionen zueinander im Widerspruch stehen. Risiken aus rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Dieselabgasemissionen - behördliche VerfahrenWie bereits berichtet, hatten in der Vergangenheit US-amerikanische Landesbehörden
Untersuchungen nach lokalem Umwelt- und Verbraucherschutzrecht im Zusammenhang mit
Dieselabgasemissionen von Mercedes-Benz Fahrzeugen eingeleitet sowie Auskunfts- und
Informationsersuchen erlassen. Im dritten Quartal 2025 hat die Mercedes-Benz Group
mit diesen Behörden einen Vergleich dem Grunde nach über die Beilegung von Ansprüchen
nach lokalem Umwelt- und Verbraucherschutzrecht erzielt. Im Rahmen dieses Vergleichs
bestreitet die Mercedes-Benz Group die im Verfahren erhobenen Vorwürfe und räumt keine
Haftung ein, erklärt sich aber bereit, Vergleichszahlungen zu leisten. Der Vergleich
steht noch unter dem Vorbehalt der finalen Zustimmung der zuständigen Landesbehörden
und Gerichte und bedarf noch der Überführung in verbindliche, gerichtliche Vergleichsentscheidungen.
Die Mercedes-Benz Group erwartet Gesamtkosten für die Vergleiche in Höhe eines niedrigen
dreistelligen Millionen-Euro-Betrags; für diesen Sachverhalt bestehen bereits in der
Vergangenheit gebildete Rückstellungen. Risiken aus rechtlichen Verfahren im Zusammenhang mit Dieselabgasemissionen - ZivilverfahrenWie bereits berichtet, wurde im Jahr 2019 in Israel eine Verbrauchersammelklage wegen
Diesel-Emissionsverhalten gegen die Mercedes-Benz Group AG eingereicht. Im März 2025
wurde das Verfahren mit einem gerichtlich bestätigten Vergleich, in dem Mercedes-Benz
die Fortführung der Umsetzung der Diesel-Feldmaßnahmen zusagt, abgeschlossen. Verkürzter KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Kapitalflussrechnung
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzernanhang zum Zwischenabschluss1. Grundlagen und MethodenAllgemeine AngabenDieser verkürzte Konzernzwischenabschluss (Zwischenabschluss) der Mercedes-Benz Group
AG und ihrer Tochterunternehmen (»Mercedes-Benz Group« oder »Konzern«) wurde gemäß
§ 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie in Übereinstimmung mit dem International
Accounting Standard (IAS) 34 »Interim Financial Reporting« aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die Berichtsperiode des Zwischenabschlusses ist der Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis
30. September 2025. Der Zwischenbericht wird in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen
Angaben in Millionen €. Der Vorstand hat den Zwischenbericht am 28. Oktober 2025 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Mercedes-Benz Group AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik
Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter
HRB 19360 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Mercedesstraße 120, 70372 Stuttgart,
Deutschland. Alle wesentlichen konzerninternen Salden bzw. Transaktionen wurden eliminiert. Der
Zwischenabschluss enthält nach Einschätzung der Unternehmensleitung alle Anpassungen
(d. h. übliche, laufend vorzunehmende Anpassungen), die für eine angemessene Darstellung
der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns notwendig sind. Die in den unterjährigen
Perioden dargestellten Ergebnisse sind nicht notwendigerweise indikativ für Ergebnisse,
die in zukünftigen Perioden erwartet werden können bzw. für das gesamte Geschäftsjahr
zu erwarten sind. Angewendete IFRS sowie GesetzesänderungenDer Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem geprüften und veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2024 und dem darin enthaltenen Konzernanhang zu lesen. Die in diesem
Zwischenabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen -
mit Ausnahme der im folgenden beschriebenen neu angewendeten Gesetzesänderungen bzw.
Regelungen - denen, die im Konzernabschluss für das Jahr 2024 angewendet wurden. Im Dezember 2024 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 für »Verträge
über naturabhängige Stromversorgung« (Power Purchase Agreements). Die Änderungen ermöglichen
unter bestimmten Voraussetzungen die Klassifizierung von langfristigen Verträgen über
naturabhängige Stromversorgung, die zur Eigennutzung dienen, als derivative Finanzinstrumente
zu vermeiden und erweitern die Möglichkeiten zur Bildung von Sicherungsbeziehungen
in Bezug auf die Energielieferungen aus naturabhängigen Quellen. Die Anwendung wird
für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2026 verpflichtend sein. Die Mercedes-Benz Group
wendet die Änderungen von IFRS 9 und IFRS 7 vorzeitig zum 1. Juli 2025 an. Im dritten
Quartal 2025 erfolgte deshalb die Umbuchung der bisher erfolgswirksam bilanzierten
derivativen Finanzinstrumente in die Gewinnrücklagen. Die Auswirkungen auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage durch die vorzeitige Anwendung sind nicht wesentlich. Am 18. Juli 2025 wurde das Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm
zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland verkündet. Der Körperschaftsteuersatz
wird beginnend ab dem Veranlagungsjahr 2028 bis zum Jahr 2032 jährlich schrittweise
von 15 % auf 10 % abgesenkt werden. Zukünftige Steuersatzänderungen wirken sich bereits
mit der Verabschiedung des neuen Gesetzes auf die Höhe der latenten Steuern aus. Der
im Rahmen der Neubewertung der latenten Steuern ermittelte Steuerertrag von rund 500
Mio. € betrifft im Wesentlichen die aktivierten Entwicklungskosten, die Sachanlagen
sowie die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und wurde zum
30. September 2025 im Rahmen der Aktualisierung des gewichteten durchschnittlichen
Ertragsteuersatzes für den Konzern berücksichtigt. Des Weiteren wurde die Gewinnrücklage
im Zusammenhang mit latenten Steuern aus Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen um einen Betrag von knapp 400 Mio. € ergebnisneutral verringert. Schätzungen und ErmessensentscheidungenSchätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten
am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode
haben. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen
abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss
haben. Zum 30. September 2025 ergeben sich unter anderem aus den weltweiten Folgen der Zollerhöhungen
der US-Regierung sowie den Gegenmaßnahmen anderer Länder Auswirkungen auf Schätzungen
und Ermessensentscheidungen. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen
wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung,
die Zollsätze und die länderspezifischen staatlichen Programme und Maßnahmen berücksichtigt.
So wurden Rabatte im Rahmen des US-Zollrabattprogramms entsprechend den landesgesetzlichen
Vorgaben über entsprechende Tarifgutschriften bilanziert. Für Zollrückerstattungen
aufgrund der rückwirkenden Reduzierung des US-Importzolls zum 1. August 2025 wurden
Forderungen eingestellt. Die Informationen wurden daneben vor allem bei der Bewertung
des Vorratsvermögens, der Einschätzung zukünftiger Restwerte von vermieteten Fahrzeugen
und der Bewertung von Rückstellungen einbezogen. Außerdem wurden Werthaltigkeitstests
für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz Vans
sowie Mercedes-Benz Mobility Classic durchgeführt, die die Werthaltigkeit der jeweils
zugrunde liegenden Buchwerte bestätigten. Änderungen in der DarstellungFür eine besser geeignete Darstellung wurde zum 31. Dezember 2024 eine Änderung bei
der Eliminierung konzerninterner Erträge und Aufwendungen vorgenommen, die zu Umgliederungen
innerhalb der Funktionskosten führte. Die folgende Tabelle zeigt die Umgliederungen
im Konzern und in den Segmenten für die Vorjahresperioden. Umgliederungen in den Funktionskosten
2. Wesentliche Abgänge von Beteiligungen und von UnternehmensteilenZukunftsfähige Aufstellung des konzerneigenen Vertriebs in DeutschlandIm Jahr 2024 kündigte die Mercedes-Benz Group eine umfassende Überprüfung der Strukturen
der konzerneigenen Niederlassungen in Deutschland an. Im zweiten und dritten Quartal
2025 hat die Mercedes-Benz Group Verträge zur Veräußerung der Niederlassungen in Koblenz,
Neu-Ulm, Mainz, Dortmund und Lübeck mit unterschiedlichen Käufern abgeschlossen. Deshalb
wurden zum 30. September 2025 Vermögenswerte von rund 209 Mio. € und Schulden von
rund 6 Mio. € als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden gemäß IFRS
5 klassifiziert und bewertet. In den Vermögenswerten waren im Wesentlichen vermietete
Gegenstände, Vorräte und Sachanlagen enthalten. Die Vermögenswerte und Schulden, die
auf die Segmente Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans entfielen, wurden nicht
gesondert in der Konzernbilanz ausgewiesen, da sie für die Darstellung der Vermögenslage
nicht wesentlich waren. Eine Transaktion wurde im dritten Quartal vollzogen. Daraus ergaben sich keine wesentlichen
Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Zusammenhang mit weiteren
Transaktionen, mit deren Vollzug im vierten Quartal 2025 bzw. im ersten Quartal 2026
gerechnet wird, wurden Personalaufwendungen erfasst. Insgesamt wurden im dritten Quartal,
einschließlich der in diesem Quartal vollzogenen Transaktion, 46 Mio. € in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, die hauptsächlich dem Segment Mercedes-Benz
Cars zugeordnet wurden. Veräußerung von Produktions- und Vertriebskapazitäten in ArgentinienDer Vorstand der Mercedes-Benz Group AG hat im Februar 2025 beschlossen, die Produktions-
und Vertriebskapazitäten in Argentinien zu veräußern. Die Vertragsunterzeichnung hat
ebenfalls im Februar 2025 stattgefunden. Am 17. Juni 2025 wurde die Transaktion vollzogen. Im ersten Halbjahr 2025 sind hieraus sonstige betriebliche Aufwendungen von 398 Mio.
€ angefallen, die neben Wertminderungen auf Sachanlagen und Vorräte von 237 Mio. €
auch Verluste aus der Währungsumrechnung einschließlich Hyperinflationseffekten von
159 Mio. € sowie Transaktionskosten von 2 Mio. € umfassen. Im ersten Quartal 2025 waren im Zusammenhang mit der Bewertung der zur Veräußerung
bestimmten Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
bereits sonstige betriebliche Aufwendungen von 245 Mio. € enthalten, die aus Wertminderungen
auf Sachanlagen und Vorräten resultierten. Die Aufwendungen wurden im Wesentlichen
dem Segment Mercedes-Benz Vans zugeordnet. Die mit der Entkonsolidierung abgegangenen, vor allem produktionsbezogenen Vermögenswerte
von 279 Mio. € beinhalteten im Wesentlichen Vorräte von 79 Mio. €, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen von 35 Mio. €, Fremdkapitalinstrumente von 28 Mio. € sowie
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 40 Mio. €. In den abgegangenen Schulden
von 153 Mio. € waren insbesondere Rückstellungen von 50 Mio. €, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen von 34 Mio. € und Vertragsverbindlichkeiten von 31
Mio. € enthalten. Der Kaufpreis belief sich unter Berücksichtigung von bis zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung
bestehender interner Forderungen und Verbindlichkeiten auf 126 Mio. €. In den ersten
neun Monaten 2025 sind dem Konzern aus dieser Transaktion 76 Mio. € zugeflossen. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden
Veräußerung von Vertriebsgesellschaften und Retail-Aktivitäten im europäischen AuslandIn den ersten neun Monaten 2024 veräußerte der Konzern Retailaktivitäten in Italien,
Frankreich, Schweden, Polen, Dänemark, Portugal und den Niederlanden. Daraus resultierte ein Ertrag von 103 Mio. € und ein Zahlungsmittelzufluss von 390
Mio. €. Kaufpreisanpassungen im vierten Quartal 2024 führten im Jahr 2024 zu einem
Ertrag von insgesamt 96 Mio. € und einem Zahlungsmittelzufluss von 374 Mio. €. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 waren die Retailaktivitäten in Polen als
zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Diese veräußerte
der Konzern im Januar 2025. Auf die Ertrags- und Finanzlage ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen. Alle Effekte wurden im Wesentlichen dem Segment Mercedes-Benz Cars zugeordnet. Veräußerung des Finanzierungsportfolios in ÖsterreichIm Jahr 2023 beschloss die Mercedes-Benz Mobility AG, keine Kreditfinanzierungen in
Österreich mehr anzubieten und somit das entsprechende Finanzierungsportfolio der
Mercedes-Benz Bank GmbH in Österreich zu veräußern. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember
2024 wurden Vermögenswerte und Schulden als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
und Schulden ausgewiesen, die vollständig dem Segment Mercedes-Benz Mobility zugeordnet
waren. Die Transaktion wurde im März 2025 vollzogen. Es haben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage ergeben. 3. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse lagen in den ersten neun Monaten 2025 deutlich unterhalb des Niveaus
des Vorjahres. Ursächlich hierfür waren insbesondere die negative Entwicklung der
Wechselkurse, das rückläufige Komponentengeschäft mit der at-equity bewerteten Beijing
Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) sowie der rückläufige Absatz. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsatzerlöse beinhalten
sowohl Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, die im Anwendungsbereich des IFRS 15
liegen (Umsatzerlöse IFRS 15), als auch sonstige Umsatzerlöse, die nicht im Anwendungsbereich
des IFRS 15 liegen. Die Umsatzerlöse IFRS 15 sind nach den beiden Kategorien Art der Produkte und Dienstleistungen
und geographische Regionen aufgegliedert und in der nachfolgenden Tabelle dargestellt.
Die Kategorie Art der Produkte und Dienstleistungen entspricht den berichteten Segmenten. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus Vermiet- und
Leasinggeschäften sowie nach der Effektivzinsmethode realisierte Zinsen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft. Umsatzerlöse
1
In der Überleitung sind Eliminierungen konzerninterner Umsätze zwischen den Segmenten
enthalten. Umsatzerlöse
1
In der Überleitung sind Eliminierungen konzerninterner Umsätze zwischen den Segmenten
enthalten. 4. FunktionskostenDie Umsatzkosten lagen in den ersten neun Monaten 2025 leicht unter dem Niveau des
Vorjahres. Dem rückläufigen Absatz sowie Kosteneffizienzen vorwiegend in Einkauf und
Produktion standen zusätzliche Aufwendungen aus der Bewertung der Rückstellungen für
ermessensabhängige Provisionsmodelle bei früheren Fahrzeugfinanzierungen im Segment
Mercedes-Benz Mobility sowie Aufwendungen aus im April gestarteten Optimierungsprogrammen
gegenüber. Die Vertriebskosten bewegten sich in den ersten neun Monaten 2025 auf dem Niveau des
Vorjahreszeitraums. Im dritten Quartal lagen sie insbesondere aufgrund der Aufwendungen
im Zusammenhang mit Optimierungsprogrammen leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Gegenläufig entwickelten sich die absatzbedingten Vertriebskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen in den ersten neun Monaten 2025 auf dem Niveau
des Vorjahres. Den gestiegenen Aufwendungen aus im April gestarteten Optimierungsprogrammen
standen niedrigere Aufwendungen infolge von Effizienzmaßnahmen sowie gesunkene variable
Lohn- und Gehaltsbestandteile gegenüber. Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten lagen in den ersten neun
Monaten 2025 leicht über dem Niveau des Vorjahres. Gestiegenen Aufwendungen aus im
April gestarteten Optimierungsprogrammen standen niedrigere Kosten für bestehende
Fahrzeugmodelle sowie konventionelle Antriebe gegenüber. In allen Funktionskostenbereichen wirkten sich im zweiten und dritten Quartal 2025
Aufwendungen aus dem im März 2025 mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbarten Personalabbauprogramm
in Deutschland aus. Das Programm startete im April 2025 und beruht auf doppelter Freiwilligkeit für Beschäftigte
und Unternehmen. Daneben sind Aufwendungen aus Optimierungsprogrammen im Ausland enthalten,
die ebenfalls im Zusammenhang mit dem Programm »Next Level Performance« stehen. Insgesamt belaufen sich die Aufwendungen im Zusammenhang mit Optimierungsprogrammen
in den ersten neun Monaten 2025 auf 1.436 Mio. €. 5. Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich in den ersten neun Monaten 2025
auf 1.031 (Q1-Q3 2024: 1.750) Mio. € und im dritten Quartal 2025 auf 310 (Q3 2024:
426) Mio. €. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge in den ersten neun Monaten 2025 resultierte
im Wesentlichen aus der in der Vergleichsperiode gebuchten Auflösung von Rückstellungen
im Zusammenhang mit behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend
Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen in den ersten neuen Monaten 2025 bei
711 (Q1-Q3 2024: 298) Mio. € und im dritten Quartal 2025 bei 141 (Q3 2024: 72) Mio.
€. In den ersten neun Monaten 2025 sind im Zusammenhang mit der Veräußerung von Produktions-
und Vertriebskapazitäten in Argentinien Aufwendungen in Höhe von 398 Mio. € enthalten,
die im Wesentlichen dem Segment Mercedes-Benz Vans zuzuordnen sind. 6. Übriges FinanzergebnisÜbriges Finanzergebnis
7. Zinserträge und ZinsaufwendungenZinserträge und Zinsaufwendungen
8. ErtragsteuernErtragsteuern
Die Verkündung des Gesetzes für ein steuerliches Investitionssofortprogramm zur Stärkung
des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Juli 2025 erforderte im dritten Quartal eine
Neubewertung der latenten Steuern der deutschen Konzerngesellschaften. Der sich daraus
ergebende Steuerertrag führte im dritten Quartal 2025 zu einer negativen Steuerquote.
Weitergehende Informationen können der Anmerkung »Grundlagen und Methoden« entnommen
werden. 9. Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte
10. Sachanlagen einschließlich NutzungsrechteDie in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen mit einem Buchwert von 25.830 (31. Dezember
2024: 26.537) Mio. € enthalten auch Nutzungsrechte mit 2.083 (31. Dezember 2024: 2.338)
Mio. €, die der Konzern als Leasingnehmer erhielt. Sachanlagen einschließlich Nutzungsrechte
11. Vermietete GegenständeZum 30. September 2025 belief sich der Buchwert der vermieteten Gegenstände auf 45.780
(31. Dezember 2024: 45.220) Mio. €. In den ersten neun Monaten 2025 ergaben sich Zugänge
von 18.179 (Q1-Q3 2024: 17.692) Mio. € und Abgänge von 9.384 (Q1-Q3 2024: 10.332)
Mio. €. Die Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2025 betrugen 5.908 (Q1-Q3 2024:
5.703) Mio. €. 12. At-equity bewertete FinanzinvestitionenDas Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält insbesondere das anteilige Ergebnis
der Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC) und der Daimler Truck Holding AG (Daimler
Truck). Die Mercedes-Benz Group bezieht das anteilige Ergebnis von Daimler Truck mit einem
bestmöglichen Schätzwert auf Basis eines Konsensus für das dritte Quartal 2025 ein.
Das Ergebnis belief sich in den ersten neun Monaten 2025 auf 305 (Q1-Q3 2024: 554)
Mio. €. Davon entfielen auf das dritte Quartal 2025 Erträge von 153 (Q3 2024: 185)
Mio. €. Auf der ordentlichen Hauptversammlung von Daimler Truck im Mai 2025 wurde eine Dividende
von 1,90 € beschlossen. Die Ausschüttung führte zu einem Zahlungsmittelzufluss von
345 Mio. € und reduzierte den Buchwert der Beteiligung um 469 Mio. €. Die Daimler Truck Holding AG und Toyota Motor Corporation (Toyota) haben am 10. Juni
2025 den Abschluss endgültiger Vereinbarungen zur gleichberechtigten Integration von
Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (Mitsubishi Fuso) und Hino Motors Ltd. (Hino)
bekanntgegeben. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit der neuen börsennotierten Holdinggesellschaft
wird für April 2026 angestrebt. Daimler Truck und Toyota beabsichtigen, jeweils 25
% Anteil an der Gesellschaft zu halten. Wesentliche Auswirkungen auf das at-equity
Ergebnis aus Sicht als Investor werden erst mit dem Vollzug der Transaktion im Jahr
2026 erwartet. Für die Fortschreibung des at-equity Buchwerts wird zum 30. September 2025 von einer
Anteilsquote von 32,3 % ausgegangen. Die Beteiligung wird in der Überleitung ausgewiesen. Das anteilige Ergebnis von BBAC lag in den ersten neun Monaten 2025 bei 602 (Q1-Q3
2024: 959) Mio. €. Im dritten Quartal wurden davon 175 (Q3 2024: 314) Mio. € erzielt. Im Juni beschlossen die Anteilseigner der BBAC die Ausschüttung einer Dividende von
493 Mio. €. Die Ausschüttung reduzierte den Buchwert der Beteiligung entsprechend
und führte zu einem Zahlungsmittelzufluss von 477 Mio. €. Die Beteiligung ist dem
Segment Mercedes-Benz Cars zugeordnet. Weitere Informationen können der Anmerkung »Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen« entnommen werden. Buchwerte und Ergebnisse der at-equity bewerteten Finanzinvestitionen¹
1
Einschließlich der Anpassungen des Konzerns aus Sicht als Investor. 13. Forderungen aus FinanzdienstleistungenForderungen aus Finanzdienstleistungen
14. VorräteVorräte
15. EigenkapitalBedingtes KapitalDie von der Hauptversammlung am 8. Juli 2020 erteilte Ermächtigung zur Ausgabe von
Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen war bis zum 7. Juli 2025 befristet.
Von der Ermächtigung wurde bis zur Hauptversammlung am 7. Mai 2025 kein Gebrauch gemacht.
Auch das korrespondierende Bedingte Kapital 2020 wurde nicht mehr benötigt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2025 wurde der Vorstand erneut ermächtigt
bis zum 6. Mai 2030 Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination
dieser Instrumente (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 10,0 Mrd.
€ mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern
dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf den Namen lautende
Stückaktien der Mercedes-Benz Group AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital
von insgesamt bis zu 500 Mio. € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen
zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können gegen Barleistung, aber auch gegen Sachleistung,
insbesondere gegen die Beteiligung an anderen Unternehmen begeben werden. Die jeweiligen
Bedingungen können auch eine Wandlungs- bzw. Optionspflicht vorsehen. Die Schuldverschreibungen
können einmalig oder mehrmals, insgesamt oder in Teilen oder gleichzeitig in verschiedenen
Tranchen und auch durch mit der Mercedes-Benz Group AG im Sinne der §§ 15 ff. AktG
verbundene Unternehmen begeben werden. Der Vorstand wurde unter anderem auch ermächtigt,
unter bestimmten Voraussetzungen und in definierten Grenzen mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen. Die Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
vom 8. Juli 2020 sowie das korrespondierende Bedingte Kapital 2020 wurden aufgehoben.
Zur Bedienung der unter der neuen Ermächtigung ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
wurde das Grundkapital um bis zu 500 Mio. € erhöht (Bedingtes Kapital 2025). Von der Ermächtigung vom 7. Mai 2025 zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht. Eigene AktienDie von der Hauptversammlung am 8. Juli 2020 beschlossene, bis zum 7. Juli 2025 befristete
und im Rahmen zweier Rückkaufprogramme nahezu ausgeschöpfte Ermächtigung zum Erwerb
und zur Verwendung eigener Aktien wurde von der Hauptversammlung vom 7. Mai 2025 aufgehoben,
soweit davon noch kein Gebrauch gemacht worden war. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2025 wurde die Gesellschaft erneut
ermächtigt bis zum 6. Mai 2030 zu jedem zulässigen Zweck eigene Aktien im Umfang von
bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder - falls
dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden
Grundkapitals zu erwerben und zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden.
Die eigenen Aktien können insbesondere eingezogen oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats
unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
und Unternehmenserwerben verwendet oder gegen Barzahlung an Dritte zu einem Preis
veräußert werden, der den Börsenpreis zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich
unterschreitet. Die erworbenen Aktien können auch zur Bedienung von ausgegebenen Wandel-
und/oder Optionsschuldverschreibungen sowie zur Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft
sowie Arbeitnehmer und Organe von mit dieser im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen
Unternehmen verwendet werden. Von der Ermächtigung vom 7. Mai 2025 zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien
wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht. AktienrückkaufprogrammeAuf Basis der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien der Hauptversammlung vom 8. Juli
2020 wurden von März 2023 bis November 2024 im Rahmen zweier Aktienrückkaufprogramme
insgesamt 107 Mio. eigene Aktien zu einem Erwerbspreis von 6.992 Mio. € (inklusive
Transaktionskosten) und einem Durchschnittskurs von 63,62 € je Aktie zurückgekauft.
Dies entspricht einem anteiligen Betrag von 307 Mio. € am Grundkapital beziehungsweise
nahezu 10 %. Die eigenen Aktien wurden sämtlich am 13. Dezember 2024 ohne Kapitalherabsetzung
eingezogen. Damit erhöhte sich der anteilige Betrag einer Aktie am Grundkapital von
rund 2,87 € auf rund 3,19 €. Im Februar 2025 beschloss der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Einklang
mit der generellen Aktienrückkaufpolitik und unter dem Vorbehalt der erneuten Ermächtigung
der Hauptversammlung zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10 % des Grundkapitals ein
weiteres Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 5 Mrd. € über einen Zeitraum von
bis zu 24 Monaten. Die Zustimmung der Hauptversammlung erfolgte am 7. Mai 2025. BelegschaftsaktienprogrammeIm ersten Quartal 2025 hat die Mercedes-Benz Group AG unmittelbar auf Grundlage von
§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG 0,9 (Q1 2024: 1,0) Mio. Stück Mercedes-Benz Aktien zum Erwerbspreis
von 56 Mio. € (Q1 2024: 73 Mio. €) erworben, um sie als Belegschaftsaktien an Mitarbeiter
auszugeben. Die Ausgabe der Aktien an die Mitarbeiter erfolgte am 28. März 2025. DividendeNach dem deutschen Aktiengesetz wird die Dividende aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss
der Mercedes-Benz Group AG (Einzelabschluss) ausgewiesenen Bilanzgewinn ausgeschüttet.
Die Hauptversammlung am 7. Mai 2025 hat beschlossen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres
2024 der Mercedes-Benz Group AG 4.140 Mio. € (4,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie)
an die Aktionäre auszuschütten und 146 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß angepasstem Gewinnverwendungsvorschlag durch
Beschluss der Hauptversammlung 2024 5.486 Mio. € (5,30 € je dividendenberechtigter
Stückaktie) aus dem Bilanzgewinn an die Aktionäre ausgeschüttet. Weitere 563 Mio.
€ wurden in die Gewinnrücklagen eingestellt, wovon ein Teilbetrag von 184 Mio. € auf
34,7 Mio. nicht dividendenberechtigte eigene Aktien entfiel, die zum Zeitpunkt der
Hauptversammlung 2024 unmittelbar oder mittelbar von der Gesellschaft gehalten wurden. 16. Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus Rückstellungen
für Pensionsverpflichtungen von 645 (31. Dezember 2024: 615) Mio. € und Rückstellungen
für Zuschussverpflichtungen für Gesundheitsfürsorgeleistungen von 309 (31. Dezember
2024: 337) Mio. € zusammen. Der Barwert der leistungsbasierten Verpflichtungen ist insbesondere aufgrund der auf
3,9 (31. Dezember 2024: 3,4) % gestiegenen inländischen Abzinsungsfaktoren gesunken.
Der beizulegende Zeitwert der Planvermögen ging vor allem infolge der geleisteten
Rentenzahlungen zurück. Gegenläufig spiegelt sich die positive Rendite im Berichtszeitraum
wider. Entwicklung des Finanzierungsstatus
17. Rückstellungen für sonstige RisikenRückstellungen für sonstige Risiken
18. FinanzierungsverbindlichkeitenIn den ersten neun Monaten 2025 wurden Anleihen in Höhe von 6.385 (Q1-Q3 2024: 14.378)
Mio. € emittiert. Aufgrund von Tilgungen reduzierten sich die Anleihen um 8.248 (Q1-Q3
2024: 10.207) Mio. €. Des Weiteren verringerten sich in den ersten neun Monaten 2025 die Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten um 2.365 Mio. € auf 23.950 Mio. €. Zudem wurden in den ersten neun Monaten 2025 Asset-Backed-Securities (ABS)-Transaktionen
mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von 8.067 (Q1-Q3 2024: 11.243) Mio. € durchgeführt.
Getilgt wurden im Berichtszeitraum 8.557 (Q1-Q3 2024: 10.069) Mio. €. Finanzierungsverbindlichkeiten
19. Rechtliche VerfahrenWie im Konzernanhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2024 beschrieben, sind
die Mercedes-Benz Group AG und ihre Tochterunternehmen mit verschiedenen Gerichtsverfahren,
Ansprüchen sowie behördlichen Untersuchungen und Anordnungen (rechtliche Verfahren)
konfrontiert, die eine Vielzahl von Themen betreffen. Gegenüber diesen Ausführungen ergaben sich die nachfolgend beschriebenen wesentlichen
Änderungen: Diesel-EmissionsverhaltenBehördliche VerfahrenWie bereits berichtet, hatten in der Vergangenheit US-amerikanische Landesbehörden
Untersuchungen nach lokalem Umwelt- und Verbraucherschutzrecht im Zusammenhang mit
Dieselabgasemissionen von Mercedes-Benz Fahrzeugen eingeleitet sowie Auskunfts- und
Informationsersuchen erlassen. Im dritten Quartal 2025 hat die Mercedes-Benz Group
mit diesen Behörden einen Vergleich dem Grunde nach über die Beilegung von Ansprüchen
nach lokalem Umwelt- und Verbraucherschutzrecht erzielt. Im Rahmen dieses Vergleichs bestreitet die Mercedes-Benz Group die im Verfahren erhobenen
Vorwürfe und räumt keine Haftung ein, erklärt sich aber bereit, Vergleichszahlungen
zu leisten. Der Vergleich steht noch unter dem Vorbehalt der finalen Zustimmung der
zuständigen Landesbehörden und Gerichte und bedarf noch der Überführung in verbindliche,
gerichtliche Vergleichsentscheidungen. Die Mercedes-Benz Group erwartet Gesamtkosten
für die Vergleiche in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrags; für
diesen Sachverhalt bestehen bereits in der Vergangenheit gebildete Rückstellungen. Verbraucherklagen und sonstige Klagen in den USA, Deutschland und weiteren StaatenWie bereits berichtet, wurde im Jahr 2019 in Israel eine Verbrauchersammelklage wegen
Diesel-Emissionsverhalten gegen die Mercedes-Benz Group AG eingereicht. Im März 2025
wurde das Verfahren mit einem gerichtlich bestätigten Vergleich, in dem Mercedes-Benz
die Fortführung der Umsetzung der Diesel-Feldmaßnahmen zusagt, abgeschlossen. Sonstige rechtliche VerfahrenIm März 2019 leitete die britische Finanzaufsichtsbehörde UK Financial Conduct Authority
(FCA) eine Überprüfung von Provisionsmodellen ein, die es Kreditvermittlern ermöglichten,
Zinsen nach eigenem Ermessen festzulegen (discretionary commission arrangements, DCAs).
Nach Auffassung der FCA schafften diese Modelle Anreize für Kreditvermittler, von
Kunden höhere Zinsen zu verlangen, um mehr Provision zu verdienen, was den Kunden
Schäden in potentiell erheblichem Umfang zugefügt habe. Eine große Anzahl von Kunden,
welche mit der Mercedes-Benz Financial Services UK Limited (MBFS UK) Finanzierungsverträge
abgeschlossen hatten, haben außergerichtlich Schadensersatz verlangt und/oder Schadensersatzklagen
gegen die MBFS UK eingereicht. Sie behaupten, die Kreditvermittler und MBFS UK hätten
ihre vertraglichen, regulatorischen und/oder andere Pflichten ihnen gegenüber verletzt,
indem sie nicht ausreichend über Provisionsvereinbarungen informiert hätten. In einem
Verfahren, an dem die Mercedes-Benz Group nicht beteiligt war, entschied der UK Supreme
Court im August 2025, dass sich eine Haftung auch auf Fälle erstrecken kann, in denen
zwar kein DCA, jedoch eine unfaire Vertragsbeziehung vorliegt. Im Oktober 2025 veröffentlichte die FCA Einzelheiten zu einem Entwurf für ein Entschädigungsprogramm
für Autofinanzierungen (Programmentwurf), das vorsieht, Kunden für Vereinbarungen
ab 2007 eine Entschädigung zu gewähren, die DCAs darstellen oder hohe Kreditkosten
enthalten, die erheblich über den Marktbedingungen liegen, oder in Fällen, in denen
der Kreditvermittler kommerziell an eine einzelne Finanzierungspartei oder kleine
Gruppe von Finanzierern gebunden ist. Der Programmentwurf ist noch nicht final und
relevante Beteiligte aus der Industrie wurden aufgefordert, gegenüber der FCA zu diesem
Stellung zu nehmen. Ein finales Entschädigungsprogramm kann daher vom derzeitigen
Programmentwurf abweichen. Auf Basis der vorgenannten Entwicklungen und unter Berücksichtigung
des derzeitigen Programmentwurfs erfolgte im dritten Quartal 2025 eine Zuführung zu
den sonstigen Rückstellungen um einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Wie bereits berichtet, erhob im Jahr 2021 eine Anzahl australischer Mercedes-Benz
Händler eine Klage gegen die Mercedes-Benz Australia/Pacific Pty Ltd. (MBAuP) vor
einem Bundesgericht in Australien. Sie behaupten, MBAuP habe den Händlern eine Änderung
ihres Geschäftsmodells von einem Händlermodell zu einem Handelsvertretermodell aufgezwungen
und habe ihnen dadurch den Goodwill entzogen, den sie sich durch Investitionen in
das australische Mercedes-Benz-Vertriebsnetz geschaffen hätten. Sie fordern die Wiedereinsetzung
des Händlermodells, alternativ Ersatz der ihnen angeblich entstandenen Schäden. Im
Jahr 2023 wies das Gericht die Klage in vollem Umfang ab. Im Januar 2024 legten die
Kläger Rechtsmittel gegen die Entscheidung ein und die Berufung wurde im März 2025
vor dem Gericht verhandelt. Im Juli 2025 wurde das Rechtsmittel vollumfänglich zugunsten
von MBAuP abgewiesen. Gegen diese Entscheidung hat ein Teil der Händler im August
2025 beim High Court of Australia einen Antrag auf Zulassung zur Anhörung gestellt.
Die Entscheidung, ob der Antrag angehört wird, steht aus. 20. FinanzinstrumenteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte für die jeweiligen
Klassen der Finanzinstrumente des Konzerns inklusive der zur Veräußerung bestimmten
Vermögenswerte und Schulden. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag
zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Folgende Methoden und Prämissen
wurden dabei zugrunde gelegt. Verzinsliche Wertpapiere und ähnliche Geldanlagen, übrige finanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDie verzinslichen Wertpapiere werden erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Die ähnlichen Geldanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet und keiner Bemessungshierarchie zugeordnet, da der Buchwert aufgrund der
kurzen Laufzeiten und des grundsätzlich niedrigen Kreditrisikos einen angemessenen
Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Eigenkapitalanteile werden erfolgsneutral oder erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete verzinsliche Wertpapiere und Eigenkapitalanteile
wurden mit Börsenkursen zum Ende der Berichtsperiode bewertet. Sofern öffentliche
Notierungen für einzelne Fremd- und Eigenkapitalanteile nicht vorlagen, basiert die
Marktwertermittlung auf Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete
notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen. Die Marktwerte werden
mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle, wie z. B. Discounted-Cash-Flow-
oder Multiplikatormodelle, berechnet unter Berücksichtigung aktueller Bewertungsparameter,
wie beispielsweise Zinssätze und Währungskurse. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten übrigen finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten betreffen derivative Finanzinstrumente, die nicht in ein Hedge
Accounting einbezogen sind. Diese Finanzinstrumente sowie auch die derivativen Finanzinstrumente,
die in ein Hedge Accounting einbezogen sind, umfassen:
Vertrags- und RückerstattungsverbindlichkeitenVertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften,
die Finanzinstrumente darstellen. Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften sind grundsätzlich
als kurzfristig anzusehen. Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund
der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen. Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Die folgende Tabelle zeigt, in welche Bemessungshierarchien (gemäß IFRS 13) die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden,
eingestuft sind. Der Anstieg der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalanteile
ist im Wesentlichen auf den Zugang von Anteilen an Chongqing Afari Technology Co.,
Ltd. zurückzuführen. Da der beizulegende Zeitwert dieser Anteile zum Teil auf Parametern basiert, für die
keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen, wird die Beteiligung der Bemessungshierarchie
Level 3 zugeordnet. Zum Ende der Berichtsperiode wird überprüft, ob gegenüber dem 31. Dezember des Vorjahres
Umgruppierungen zwischen Bemessungshierarchien vorzunehmen sind. Für die Ermittlung des Kreditrisikos aus derivativen Finanzinstrumenten, die der Bemessungshierarchie
Level 2 zugeordnet sind, wird auf die auf Nettobasis gesteuerten Portfolien abgestellt. Bemessungshierarchie für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden
21. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung ist entsprechend der internen Steuerung und Berichterstattung
dargestellt. Segmentberichterstattung
Segmentberichterstattung
Die Effekte aus der konzerninternen Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts
werden im Segment Mercedes-Benz Cars ausgewiesen. In den ersten neun Monaten 2025
wirkte hieraus ein Ertrag von 331 (Q1-Q3 2024: 345) Mio. €. In der Überleitung werden vor allem die nicht den Segmenten zugeordneten Beteiligungen
sowie zentral verantwortete Sachverhalte ausgewiesen. Darüber hinaus sind in der Überleitung
Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten
enthalten. In der Zeile sonstige Überleitungsposten sind in den Berichtsperioden insbesondere
Aufwendungen für das im April gestartete Personalabbauprogramm enthalten. Überleitung EBIT auf Konzernwerte
1
Enthält im Wesentlichen das at-equity-Ergebnis der Anteile an der Daimler Truck Holding
AG. 22. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAssoziierte UnternehmenBei den Geschäftsbeziehungen mit assoziierten Unternehmen entfallen wesentliche erbrachte
Lieferungen und Leistungen des Konzerns auf die Daimler Truck Holding AG (Daimler
Truck) sowie auf die Gesellschaften LSH Auto International Limited (LSHAI), LSH Auto
Holdings Limited (LSHAH) und Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC). Im Segment Mercedes-Benz Mobility wird in einzelnen Märkten das Leasing- und Absatzfinanzierungsgeschäft
für Nutzfahrzeuge von Daimler Truck weitergeführt. Mercedes-Benz Mobility erwirbt zu diesem Zweck die Fahrzeuge von Daimler Truck und
vermietet diese an den Endkunden. Da Daimler Truck eine Restwertgarantie für diese
Fahrzeuge gewährt, wird ein Leasingvertrag (Headlease) zwischen Mercedes-Benz Mobility
und Daimler Truck abgebildet. Der Vertrag zwischen Mercedes-Benz Mobility und dem
Endkunden stellt diesbezüglich einen Untermietvertrag (Sublease) dar. In den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Forderungen und Nutzungsrechten
sind Ansprüche auf den Rückkauf von Fahrzeugen durch Daimler Truck von 660 (31. Dezember
2024: 843) Mio. € enthalten, die in den Forderungen aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen
sind. GemeinschaftsunternehmenIm Zusammenhang mit der at-equity bewerteten Beteiligung an der Automotive Cells Company
SE (ACC) hat sich der Konzern zur Bereitstellung weiterer Mittel verpflichtet. In
den ersten neun Monaten 2025 wurden 40 Mio. € abgerufen, die in Eigenkapital gewandelt
wurden. Des Weiteren wurden im dritten Quartal 2025 die Mittelzusagen durch Vertragsanpassung
um 140 Mio. € reduziert. Ergänzend wurde ein von der Mercedes-Benz Group im Jahr 2024
ausgegebenes Darlehen von 25 Mio. € im Juni 2025 in Eigenkapital umgewandelt. Zum
30. September 2025 waren vertraglich zugesagte Mittel von bis zu 365 (31. Dezember
2024: 545) Mio. € nicht abgerufen. Die Anteile an ACC sind dem Segment Mercedes-Benz
Cars zugeordnet. Nahestehende PersonenHerr Stefan Pierer ist Mitglied des Aufsichtsrats der Mercedes-Benz Group AG und Mercedes-Benz
AG. Die Mercedes-Benz Group unterhält Liefer- und Leistungsbeziehungen zur Leoni AG,
einem Unternehmen der Pierer-Gruppe. Im September 2024 wurde ein Vertrag zum Verkauf von 50,1 % der Anteile an der Leoni
AG unterzeichnet. Auch nach Vollzug der Transaktion am 10. Juli 2025 bleibt die Leoni
AG ein nahestehendes Unternehmen der Mercedes-Benz Group. Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
1
Im dritten Quartal 2024 sind Anpassungen in den Erträgen erfolgt.
3
Einschließlich Verbindlichkeiten für Ausfallrisiken aus Garantien für nahestehende
Unternehmen. 23. Ereignisse nach dem BilanzstichtagPotentielle Ansprüche gegen Mercedes-Benz Financial Services UK Limited (MBFS UK)Gegen die MBFS UK können Ansprüche aufgrund von ermessensabhängigen Provisionsmodellen
bei früheren Fahrzeugfinanzierungen im Vereinigten Königreich erhoben werden. Weitergehende
Informationen können der Anmerkung »Rechtliche Verfahren« entnommen werden. Start eines weiteren AktienrückkaufprogrammsWie in der Anmerkung »Eigenkapital« beschrieben, wurde im Jahr 2025 die Ermächtigung
der Hauptversammlung für ein weiteres Aktienrückkaufprogramm eingeholt. Das weitere
Aktienrückkaufprogramm soll im vierten Quartal 2025 beginnen und im Volumen von bis
zu 2 Mrd. € (ohne Nebenkosten) durchgeführt werden. Das Rückkaufprogramm soll spätestens
bis zum vierten Quartal 2026 abgeschlossen sein. Weitere InformationenBescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie den Konzernanhang zum Zwischenabschluss
- und den Konzernzwischenlagebericht der Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart, für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2025, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts
nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements »Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity«
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Stuttgart, den 28. Oktober 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH
Informationen im InternetWeiterführende Informationen rund um die Mercedes-Benz Group-Aktie sind zu finden
unter: → group.mercedes-benz.com/investorenDort sind auch Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Einzelabschlüsse der Mercedes-Benz
Group AG abrufbar. Darüber hinaus sind dort aktuelle Meldungen, der Finanzkalender,
Präsentationen, diverse Kennzahlenübersichten, Informationen zum Börsenkurs und zusätzliche
Serviceangebote zu erhalten. Die Berichte liegen in deutscher und englischer Sprache vor. Die deutsche Fassung
ist verbindlich. Aus Nachhaltigkeitsgründen erfolgt kein Druck von Geschäfts- und Zwischenberichten.
Alle Geschäfts- und Zwischenberichte werden online und als PDF zum Download angeboten. → group.mercedes-benz.com/investoren/ berichte-newsMercedes-Benz Group AG70546 Stuttgart → group.mercedes-benz.comVorausschauende AussagenDieses Dokument enthält vorausschauende Aussagen zur aktuellen Einschätzung der Mercedes-Benz
Group künftiger Vorgänge. Wörter wie »antizipieren«, »annehmen«, »glauben«, »einschätzen«,
»erwarten«, »beabsichtigen«, »können/könnten«, »planen«, »projizieren«, »sollten«
und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen
sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Einige wesentliche Beispiele
hierfür sind (1) eine ungünstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere
eine negative Veränderung der Marktbedingungen in den wichtigsten Absatzmärkten, zum
Beispiel eine Veränderung des Konsumverhaltens in Richtung kleinerer und weniger gewinnbringender
Fahrzeuge, eine eingeschränkte Nachfrage nach vollelektrischen Fahrzeugen oder ein
möglicher Akzeptanzverlust der Produkte und Dienstleistungen mit der Folge einer Beeinträchtigung
bei der Durchsetzung von Preisen und bei der Auslastung von Produktionskapazitäten,
ein Rückgang der Wiederverkaufspreise von Gebrauchtfahrzeugen, (2) die Geschäftsaussichten
der Gesellschaften, an denen die Mercedes-Benz Group bedeutende Beteiligungen hält,
(3) die erfolgreiche Umsetzung strategischer Kooperationen und Joint Ventures, (4)
eine Verschlechterung der Refinanzierungsmöglichkeiten an den Kredit- und Finanzmärkten,
(5) die erfolgreiche Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen
sowie (6) der Abschluss laufender behördlicher oder von Behörden veranlasster Untersuchungen
und der Ausgang anhängiger oder drohender künftiger rechtlicher Verfahren sowie weitere
Risiken und Unwägbarkeiten, von denen die wesentlichen im aktuellen Geschäftsbericht
oder in diesem Zwischenbericht unter der Überschrift »Risiko- und Chancenbericht«
beschrieben sind. Weitere Beispiele für solche Risiken sind auch unabwendbare Ereignisse
höherer Gewalt wie beispielsweise Naturkatastrophen, Pandemien, Terrorakte, Cyberangriffe,
politische Unruhen, kriegerische Auseinandersetzungen, Industrieunfälle und deren
Folgewirkungen auf Verkaufs-, Einkaufs-, Produktions- oder Finanzierungsaktivitäten,
Veränderungen von Wechselkursen, Zoll- und Außenhandelsbestimmungen, die Änderungen
von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien (oder Änderungen in deren
Auslegung), insbesondere soweit sie Fahrzeugemissionen, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit
oder die Kommunikation zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen (Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen)
betreffen, Preiserhöhungen bei Kraftstoffen, Rohstoffen und Energie, Unterbrechungen
der Produktion aufgrund von Material- oder Energieengpässen, Belegschaftsstreiks oder
Lieferanteninsolvenzen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder eine dieser
Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde
liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich
von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen
abweichen. Die Mercedes-Benz Group AG hat weder die Absicht noch übernimmt sie eine
Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich
auf den Umständen am Tag der Veröffentlichung basieren. Angaben zu VerbrauchswertenAngegebene Verbrauchswerte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide
harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Mercedes-Benz Group AG, Mercedesstraße 120, 70372 Stuttgart, Deutschland |
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