cube optics AG

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.984,00 17.104,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.311.896,50 1.382.482,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.393,00 234.554,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.446,92 53.970,33
1.697.736,42 1.671.006,33
1.711.720,42 1.688.110,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 835.145,62 790.325,86
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 28.418,71 16.736,96
3. fertige Erzeugnisse und Waren 721.876,92 353.832,03
4. geleistete Anzahlungen 6.073,15 5.120,26
1.591.514,40 1.166.015,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.490.937,03 922.625,68
2. sonstige Vermögensgegenstände 180.445,20 264.264,22
1.671.382,23 1.186.889,90
III. Wertpapiere
1. eigene Anteile 7.500,00 7.500,00
2. sonstige Wertpapiere 0,00 399.468,00
7.500,00 406.968,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.392.693,05 4.663.089,68 1.846.440,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.016,72 23.320,28
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 62.454,64 58.836,92
6.454.281,46 6.376.581,04

Passiva

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 589.568,00 589.568,00
II. Kapitalrücklage 9.392.410,00 9.392.410,00
III. Gewinnrücklage
1. Rücklage für eigene Anteile 7.500,00 7.500,00
IV. Verlustvortrag - 7.418.391,06 - 6.256.661,53
V. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 47.646,23 - 1.161.729,53
2.618.733,17 2.571.086,94
B. Stille Beteiligung 500.000,00 2.000.000,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 2.182,34
2. sonstige Rückstellungen 1.366.957,40 1.145.274,18
1.366.957,40 1.147.456,52
D. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 76.320,10 27.088,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 448.471,05 422.159,79
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.443.799,74 208.789,63
- davon aus Steuern: € 79.205,48 (Vorjahr: € 69.189,88)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 3.597,02 (Vorjahr: € 416,85)
1.968.590,89 658.037,58
6.454.281,46 6.376.581,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

Vorjahr
1. Umsatzerlöse 10.781.427,34 7.081.210,16
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 349.696,51 29.793,25
3. andere aktivierte Eigenleistungen 60.930,00 138.240,00
4. sonstige betriebliche Erträge 217.097,84 114.301,93
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.837.282,28 2.708.212,78
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 421.281,39 354.276,73
5.258.563,67 3.062.489,51
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.090.345,53 2.646.409,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 467.613,15 464.501,03
- davon für Altersversorgung € 14.563,00 (Vorjahr: € 17.208,00)
3.557.958,68 3.110.910,98
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 457.479,10 353.006,14
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.738.149,58 1.602.279,86
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.437,26 56.489,16
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen € 916,72 (Vorjahr: € 38.799,12)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 363.791,69 413.950,88
- davon an verbundene Unternehmen € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 47.646,23 - 1.122.602,87
12. außerordentliche Aufwendungen 0,00 39.126,66
13. Jahresübschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 47.646,23 - 1.161.729,53

ANLAGEVERMÖGEN

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2011
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 114.087,09 6.011,32 0,00 120.098,41
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.929.725,71 221.488,88 0,00 4.151.214,59
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.228.243,37 188.112,40 0,00 1.416.355,77
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.970,33 65.476,59 0,00 119.446,92
5.211.939,41 475.077,87 0,00 5.687.017,28
5.326.026,50 481.089,19 0,00 5.807.115,69
Abschreibungen
Stand
01.01.2011
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 96.983,09 9.131,32 0,00 106.114,41
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 2.547.243,71 292.074,38 0,00 2.839.318,09
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 993.689,37 156.273,40 0,00 1.149.962,77
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.540.933,08 448.347,78 0,00 3.989.280,86
3.637.916,17 457.479,10 0,00 4.095.395,27
Buchwerte
Stand
31.12.2011
Stand
31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.984,00 17.104,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 1.311.896,50 1.382.482,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.393,00 234.554,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.446,92 53.970,33
1.697.736,42 1.671.006,33
1.711.720,42 1.688.110,33

ANHANG für das Wirtschaftsjahr vom 01. Januar 2011 zum 31. Dezember 2011

der Cube Optics AG, Robert-Koch-Straße 30, 55129 Mainz

1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buchs des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die größenabhängigen Aufstellungserleichterungen und Schutzklauseln wurden teilweise in Anspruch genommen.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

2.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Auf die im Geschäftsjahr zugegangenen Anlagegüter wird jeweils die auf volle Monate aufgerundete zeitanteilige Jahresabschreibung berechnet.

Für geringwertige Anlagegüter, die bis 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelungen des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG in der bis dahin geltenden Fassung an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird.

Für geringwertige Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG in der seither geltenden Fassung an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Die Änderung der Bewertungsmethode in Bezug auf die geringwertigen Anlagegüter hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

2.2 Umlaufvermögen

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Einzelkosten und Material- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden zum Devisenkurs des Buchungstages bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Wertpapiere des Umlaufvermögens und flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen bzw. Tageswerten angesetzt.

2.3 Aktive latente Steuern

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

2.4 Rückstellungen

Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkonkruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

3 Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Eigenkapital

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag 589.568,- EUR und war in 589.568 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Das Grundkapital setzte sich zusammen aus 63.129 Stammaktien, 52.159 Vorzugsaktien vom Typ A, 150.070 Vorzugsaktien vom Typ B, 163.239 Vorzugsaktien vom Typ C, 81.872 Vorzugsaktien vom Typ D sowie 79.099 Vorzugsaktien vom Typ E. Die Aktien lauten gemäß § 5 der Satzung auf den Namen. Die Aktien können nur mit schriftlicher Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage in Höhe von 9.392.410,00 EUR stammt aus den Kapitalerhöhungen sowie aus Zuzahlungen von Aktionären gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Das buchmäßige Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 2.618.733,17 EUR und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 589.568,- EUR, der Kapitalrücklage in Höhe von 9.392.410,- EUR, der Rücklage für eigene Anteile von 7.500,- EUR, dem Verlustvortrag in Höhe von 7.418.391,06 EUR sowie dem Jahresüberschuss von 47.646,23 EUR zusammen.

Zum Jahresende 2011 hielt die Gesellschaft insgesamt 250 eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 250,- EUR, was 0,04 % des Grundkapitals der Gesellschaft entspricht, zum Zweck der Ausgabe an Mitarbeiter der Gesellschaft.

3.2 Stille Beteiligung

Von Januar 2001 bis zum Jahresende 2010 bestand eine stille Beteiligung der tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH der Deutschen Ausgleichsbank, Bonn, an der Gesellschaft in Höhe von 1.500.000,- EUR. Die stille Beteiligung war mit einer vom Jahresergebnis unabhängigen Mindestvergütung von 7 % p.a. verzinst. Daneben war eine Gewinnbeteiligung von 12 % an dem jeweils erwirtschafteten, bereinigten Jahresüberschuss vereinbart. Die tbg konnte darüber hinaus zum Zeitpunkt der Rückzahlung der stillen Beteiligung eine Endvergütung in Höhe von 30 % des Beteiligungswertes abzüglich eventuell gezahlter Gewinnanteile, sowie, ab dem 6. Beteiligungsjahr, zusätzlich 6 % p.a. erheben, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft dies zuließen.

Seit Dezember 2002 besteht eine weitere stille Beteiligung mit der tbg in Höhe von 500.000,- EUR. Diese stille Beteiligung hat eine Laufzeit bis maximal 31. Dezember 2012 und wird mit einer vom Jahresergebnis unabhängigen Mindestvergütung von 9,5 % p.a. verzinst. Weiterhin sieht der Beteiligungsvertrag eine Gewinnbeteiligung der tbg von 12 % an dem jeweils erwirtschafteten, bereinigten Jahresüberschuss vor, der für alle stille Beteiligungen der tbg an der Gesellschaft zusammengenommen nur einmal erhoben wird. Die tbg hat darüber hinaus das Recht, zum Zeitpunkt der Rückzahlung der stillen Beteiligung eine Endvergütung in Höhe von 35 % des von der Gesellschaft in Anspruch genommenen Beteiligungswertes abzüglich eventuell gezahlter Gewinnanteile, sowie, ab dem 6. Beteiligungsjahr, zusätzlich 7 % p.a. erheben, sofern die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft dies zulassen.

Die Mittel aus beiden stillen Beteiligungen waren von der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 vollständig in Anspruch genommen. Hinsichtlich der Rückzahlung des Beteiligungsbetrages der ersten stillen Beteiligung vereinbarte die Gesellschaft mit der KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, die Beteiligung über einen Zeitraum von fünf Jahren in steigenden halbjährlichen Beträgen zu tilgen und schloss hierüber mit der KfW zum 31. Dezember 2010 eine Rückzahlungsvereinbarung ab. Der Zinssatz für die Prolongation des Beteiligungsbetrages im Rahmen der Rückzahlungsvereinbarung beträgt hierbei effektiv 5,52 %. Die Entscheidung über die Geltendmachung des Aufgeldanspruches der KfW wurde in der Rückzahlungsvereinbarung auf das Ende des Tilgungszeitraumes vertagt. Im Geschäftsjahr 2011 tilgte die Gesellschaft gemäß der getroffenen Rückzahlungsvereinbarung einen Teilbetrag von 150.000,- EUR der ersten stillen Beteiligung.

3.3 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrundegelegt:

31.12.2011
Zinssatz (gemäß Vereinfachungsregel § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) 5,14 %
Erwartete Lohn- und Gehaltsteigerungen 0,00 %
Erwartete Rentensteigerungen 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafeln Heubeck 2005 G

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert.

Die Vermögensgegenstände wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich im Wesentlichen um Rückdeckungsversicherungen. Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2011
EUR
Rückstellung Pensionen zur Saldierung - 138.459,00
VermG Saldierung Pensionsrückstellung 200.913,64
Bilanzausweis als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 62.454,64

3.4 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken nur in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie haben sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

01.01.2011
TEUR
Verbrauch
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2011
TEUR
Personalverpflichtungen:
Resturlaub 118,0 118,0 139,0 139,0
Tantiemen 34,5 34,5 61,8 61,8
Berufsgenossenschaft 14,0 14,0 16,0 16,0
Ansprüche aus Überstunden 8,9 8,9
übrige ungewisse Verpflichtungen:
Zinsrückstellungen 681,6 52,1 282,8 912,4
Ausstehende Rechnungen 52,6 52,6 35,1 35,1
Abschluss- und Prüfungskosten 17,0 14,0 14,0 17,0
Rückstellung f. Gewährleistungen 114,0 92,7 32,4 53,7
Rückstellung Provisionen 95,6 70,2 68,9 94,2
Aufsichtsratsvergütungen 18,0 18,0 28,8 28,8
1.145,3 466,1 687,7 1.366,9

3.5 Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag
TEUR
Restlaufzeiten
bis 1 Jahr
TEUR
1-5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 76,3 76,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 448,5 448,5 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.443,8 318,8 1.125,0 0,0
1.968,6 843,6 1.125,0 0,0

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus dem noch zu tilgenden Rückzahlungsbetrag der ersten stillen Beteiligung sowie aus Steuerverbindlichkeiten aus abzuführender Kapitalertragsteuer und Lohnsteuer vom Dezember 2011.

4 Zusätzliche Angaben

a) Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2011 durch den Vorstand

 

Herrn Dr. Francis Nedvidek, 55126 Mainz

 

Herrn Dr. Thomas Paatzsch, 55116 Mainz,

 

Herrn Ingo Smaglinski, 55131 Mainz,

 

Herrn Sven Krüger, 55263 Wackernheim und

 

Herrn Bernhard Heine, 65719 Hofheim

vertreten.

Mitglieder des Aufsichtsrates waren:

 

Herr Giorgio Anania, Berater, 8670 Médan, Frankreich (Vorsitzender);

 

Herr Waldemar Jantz, Kaufmann, 81925 München (stellv. Vorsitzender);

 

Herr Helmut Wörner, Ingenieur, 63303 Dreieich;

 

Herr Kurt Mück, Berater, 90419 Nürnberg.

Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung oder des Aufsichtsrates wurden nicht gewährt.

Haftungsverhältnisse wurden für diese Personen nicht eingegangen.

b) Finanzielle Verpflichtungen

Am 31. Dezember 2011 hatte die Gesellschaft Miet- und Leasingverträge mit Dritten abgeschlossen, aus denen sich bis zum Ende der Vertragslaufzeit noch finanzielle Verpflichtungen in folgender Höhe ergeben:

TEUR
Leasingvertrag EDV 18,3
Mietverträge Gebäude Robert-Koch-Str. 30/50 417,7
436,0

Die Miet- und Leasingzahlungen verteilen sich auf folgende zukünftige Jahre:

TEUR
2012 119,6
2013 90,3
2014 90,3
2015 90,3
2016 43,1
2017 2,4
436,0

c) Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2011 beschäftigte die Gesellschaft einschließlich Vorstand durchschnittlich 69 Arbeitnehmer (Vorjahr: 59). Hiervon entfielen im Jahresdurchschnitt auf die Gruppe der gewerblichen Mitarbeiter 30,7 (Vorjahr: 25), auf die Gruppe der Angestellten 25,3 (Vorjahr: 23,6), auf Aushilfen 7,9 (Vorjahr: 5,4) sowie auf Mitglieder des Vorstandes 5 (Vorjahr 5).

d) Fortführung der Position Jahresüberschuss/-fehlbetrag gem. § 158 (1) AktG

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 47.646,23 - 1.161.729,53
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 7.418.391,06 6.256.661,53
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
Bilanzverlust 7.370.744,83 7.418.391,06

e) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Mainz, 15. Mai 2012

gez. Dr. Francis Nedvidek

(Vorstand)

gez. Dr. Thomas Paatzsch

(Vorstand)

gez. Ingo Smaglinski

(Vorstand)

gez. Sven Krüger

(Vorstand)

gez. Bernhard Heine

(Vorstand)

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2011

der Cube Optics AG

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Cube Optics AG entwickelt, fertigt und vermarktet Komponenten, Module sowie passive Systeme für die optische Datenkommunikation und Sensorik mit dem Schwerpunkt auf Coarse Wavelength Division Multiplexing (CWDM) - Netzwerken. Die wichtigsten Anwendungsgebiete für die Produkte der Gesellschaft liegen im Bereich der optischen Datenübertragung in Metro-, Zugangs- und Unternehmensnetzen sowie bei faseroptischen Sensorikanwendungen.

Die Marktentwicklung im Geschäftsjahr 2011 war von einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach passiven Netzwerklösungen für den Ausbau endkundennaher Netze gekennzeichnet, so dass der Umsatz der Gesellschaft mit Netzbetreibern gegenüber dem Vorjahr deutlich zunahm. Demgegenüber stieg die Nachfrage nach Komponenten durch OEM Hersteller nach dem starken Anstieg im Vorjahr nur noch geringfügig, so dass der Anteil des OEM-Umsatzes am Gesamtumsatz der Gesellschaft wieder deutlich zurückging und in etwa wieder den Relationen des Geschäftsjahres 2009 entsprach.

Der Druck auf die Marktpreise blieb, auch durch den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen durchschnittlichen Wechselkurs des EUR zum USD, auch im Geschäftsjahr 2011 insbesondere im Bereich der OEM-Kunden weiterhin spürbar, so dass die durchschnittlichen Verkaufspreise in den meisten Märkten erneut leicht rückläufig waren. Diesen Effekt konnte die Gesellschaft jedoch durch Kostensenkungen in der eigenen Fertigung und Preissenkungen bei zugelieferten Teilen und Handelsware weitgehend kompensieren, so dass die durchschnittlichen Deckungsbeitragsmargen im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant blieben.

1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr 10,78 Mio. EUR und lag damit um 3,70 Mio. EUR bzw. 52 % über dem Vorjahresumsatz von 7,08 Mio. EUR. Der Umsatzanstieg kam dabei wieder überwiegend aus dem Geschäftsfeld mit passiven Netzwerklösungen, während der Umsatz mit Komponenten für OEM Hersteller gegenüber dem Vorjahr fast unverändert blieb. Weiterhin nahm die Dynamik des Wachstums im Jahresverlauf deutlich zu und sowohl der Umsatz als auch der Auftragseingang lagen im zweiten Halbjahr deutlich höher als im ersten Halbjahr. Der Umsatz lag im ersten Halbjahr bei 4,44 Mio. EUR und im zweiten Halbjahr bei 6,34 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr betrug der Auftragseingang 5,3 Mio. EUR und im zweiten Halbjahr 6,04 Mio. EUR.

1.3 Personalentwicklung

Die Mitarbeiterzahl der Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr 2011 von 61 Mitarbeitern auf 65 Mitarbeiter zu (einschließlich Zeitarbeitskräften von 66 Mitarbeitern auf 75 Mitarbeiter). Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) betrug zum Jahresende 62 gegenüber 58 im Vorjahr.

1.4 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2011 wurden einschließlich aktivierter Eigenleistungen Investitionen in Höhe von insgesamt 0,48 Mio. EUR (Vorjahr: 1,09 Mio. EUR) getätigt. Der größte Teil der Investitionen entfiel dabei auf technische Anlagen und Maschinen.

1.5 Beschaffung

Im Geschäftsjahr 2011 setzte die Gesellschaft Materialen im Wert von 5,26 Mio. EUR (Vorjahr: 3,06 Mio. EUR) ein, von denen 4,84 Mio. EUR (Vorjahr: 2,71 Mio. EUR) auf bezogene Waren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 0,42 Mio. EUR (Vorjahr: 0,35 Mio. EUR) auf bezogene Leistungen entfielen.

2. Darstellung der Lage

2.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich leicht um 1,2 % (0,08 Mio. EUR) von 6,38 Mio. EUR auf 6,45 Mio. EUR.

Auf der Aktivseite stiegen die Vorräte um 36,5 % (+ 0,43 Mio. EUR) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 61,5 % (+ 0,57 Mio. EUR), während sich die flüssigen Mittel um 24,5 % (- 0,45 Mio. EUR) und die übrigen Aktiva um 70,6 % (- 0,49 Mio. EUR) reduzierten.

Das bilanzielle Eigenkapital betrug zum Jahresende unter Einbeziehung des Verlustvortrages aus den Vorjahren 2,62 Mio. EUR gegenüber 2,57 Mio. EUR im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2011 40,6 % (Vorjahr: 40,3 %). Der Rückgang der stillen Beteiligung um 75,0 % (- 1,5 Mio. EUR) stand die Erhöhung der Rückstellungen um 0,23 Mio. EUR sowie der übrigen Passiva um 1,28 Mio. EUR gegenüber.

Der negative Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug - 0,22 Mio. EUR. Der negative Cash-Flow aufgrund von Investitionen in das Anlagevermögen und dem Verkauf von Wertpapieren belief sich auf - 0,08 Mio. EUR. Daraus resultierte ein Mittelabfluss von - 0,45 Mio. EUR.

2.2 Liquidität

Die liquiden Mittel der Gesellschaft einschließlich Termingelder und Geldmarktfonds beliefen sich am Jahresende auf 1,39 Mio. EUR (Vorjahr: 2,25 Mio. EUR). Aus der in 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung flossen der Gesellschaft im Jahr 2011 noch weitere Mittel in Höhe von 0,1 Mio. EUR zu.

2.3 Ertragslage

Durch den deutlichen Anstieg im Projektgeschäft mit passiven Netzwerklösungen im Accessbereich hat sich die Auftragslage und der Umsatz der Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres trotz des geringeren Wachstums im Komponentenbereich deutlich verbessert. Infolge des anhaltenden Preisdrucks und der Aufwertung des EUR zum USD kam es trotz einer weiteren deutlichen Verringerung der Herstellkosten der meisten Produkte zu einem leichten Rückgang der Margen und Deckungsbeiträge. Dennoch konnte durch den Umsatzanstieg das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und ab dem dritten Quartal ein deutlich positives Betriebs- und Nettoergebnis erzielt werden.

Im Geschäftsjahr ergab sich ein Jahresüberschuss von 0,05 Mio. EUR gegenüber einem Jahresfehlbetrag von 1,16 Mio. EUR im Vorjahr. Nach einem geringfügigen Verlust im ersten Halbjahr erreichte die Gesellschaft aufgrund eines deutlich gesteigerten Umsatzes im zweiten Halbjahr ein positives Ergebnis.

Der Rohertrag erhöhte sich aufgrund des Umsatzanstieges auf 5,93 Mio. EUR (Vorjahr: 4,19 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge reduzierte sich gleichzeitig von 57,8 % auf 53,0 %. Dies spiegelt die überproportionale Zunahme des Materialaufwandes wieder.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 3,56 Mio. EUR (Vorjahr: 3,11 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 0,13 Mio. EUR auf 1,63 Mio. EUR leicht erhöht.

Das Betriebsergebnis belief sich auf 0,31 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (- 0,35 Mio. EUR) und des neutralen Ergebnisses (0,09 Mio. EUR) ergab sich ein Jahresergebnis von 0,05 Mio. EUR (Vorjahr: -1,16 Mio. EUR).

3. Risiken

Wesentliche Risiken für die Gesellschaft liegen nach wie vor in dem starken Preiswettbewerb in dem Markt für optische Komponenten und passive Systemlösungen. Hierdurch besteht das Risiko, daß durch den Zwang zur Anpassung an das vorherrschende Marktpreisniveau die erzielbaren Deckungsbeiträge so gering ausfallen, dass die Gesellschaft hiermit auf kurze und mittlere Frist nicht in der Lage sein könnte, alle Gemeinkosten vollständig zu decken und als Unternehmen dauerhaft die Gewinnzone zu erreichen.

Ein weiterer Risikofaktor für die Gesellschaft stellt der Umstand dar, dass der Markt für CWDM-Komponenten immer noch ein Nischenmarkt mit begrenztem Absatz- und Umsatzvolumen ist, in dem die Zahl der Kunden mit einem hohen Bedarf an passiven Komponenten begrenzt ist. Zur Entfaltung der vollen Kostenvorteile der von Cube Optics eingesetzten Fertigungstechnologie bei einer Großserienfertigung ist daher entweder eine weitere Zunahme der Anwendungsfelder für CWDM - Systeme oder die Erschließung weiterer Marktsegmente durch die Gesellschaft erforderlich. Bei den sich abzeichnenden Volumenanwendungen im Datacombereich und FTTH (Fibre to the Home) ist zwar das erwartete Absatzpotential sehr hoch, jedoch begrenzen die niedrigen Zielpreise der Kunden die bei diesen Anwendungen erzielbaren Deckungsbeiträge.

Ein weiterer, schwer prognostizierbarer Risikofaktor besteht in der Möglichkeit von wesentlichen technologischen Durchbrüchen bei Konkurrenztechnologien, wie etwa der integrierten Optik. Derzeit liegen der Gesellschaft aber keine Kenntnisse vor, dass in nächster Zeit bedeutende technologische Innovationen bei Konkurrenztechnologien zu erwarten wären, die die Wettbewerbsposition der Cube Optics AG wesentlich beeinträchtigen könnten.

Neben diesen einzelwirtschaftlichen Risikofaktoren besteht ein weiteres Risiko für die Gesellschaft in einem möglichen Rückfall der Weltwirtschaft in eine wirtschaftliche Schwächeperiode und eines hierdurch möglicherweise veranlassten Rückgangs der Investitionen in Telekommunikationsnetzwerke. Hierbei kommt neben der Bedeutung des allgemeinen Wirtschaftwachstums für die Nachfrage nach Breitbandverbindungen auch den Finanzierungsbedingungen für Netzinvestitionen eine große Bedeutung zu. Dennoch erscheinen diese Risiken hier im Augenblick ehr moderat, da sich die Bilanzstrukturen und Verschuldungsgrade der meisten Netzbetreiber sich in den letzen Jahren deutlich verbessert haben und auch die vorhandenen Kapazitätsreserven in den Datennetzen in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen sind, so dass ein längerer Aufschub von Investitionen ohne negative Rückwirkungen auf die operative Geschäftstätigkeit der jeweiligen Unternehmen kaum vorstellbar erscheint.

4. Chancen

Wesentliche Chancen liegen für die Gesellschaft in dem starken Wachstum von neuartigen Breitbanddienstleitungen wie Video on Demand, IP - Fernsehen und ähnlichen Angeboten, die eine starke Endkundennachfrage nach immer leistungsfähigeren Breitbandanschlüssen nach sich ziehen. Dazu müssen insbesondere die endkundennahen Netze ausgebaut werden, um die wachsenden Datenraten bewältigen zu können, wobei vor allem im Zugangsbereich aus Kostengründen in zunehmendem Maße einfache, rein passive Systeme zum Einsatz kommen, wie sie die Gesellschaft als einer der weltweit ersten Hersteller aktiv vermarktet. Hinzu kommen zunehmende Datenübertragungsengpässe an den Basisstationen der Mobilfunknetze aufgrund der wachsenden Verbreitung mobiler Internetdienstleistungen, die einen zeitnahen Ausbau der Backhaul-Netze der Mobilfunkbetreiber erforderlich machen. Darüber hinaus bietet auch die Modernisierung der Kabelnetze ebenso wie der Ausbau von Glasfasernetzen bis zum Endkunden (Fibre to the Home – FTTH) weitere Absatzmärkte mit hohen erwarteten Zuwachsraten und zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten. Durch die nach wie vor bestehenden Engpässe für die Datenübertragung bietet der Ausbau der Infrastruktur im Zugangsbereich noch auf mehrere Jahre hinaus gute Wachstumschancen für die Gesellschaft.

Weitere Chancen bestehen in dem Trend zum Einsatz komprimierter Systeme, in denen kompakte, platzsparende Komponenten benötigt werden. Hierzu gehören Anwendungen im Außenbereich sowie verschiedene Spezialanwendungen im Rundfunk-, Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Durch den zunehmenden Einsatz der Optik in einer wachsenden Zahl industrieller Anwendungen wie etwa in der Messtechnik, Sensorik und der Medizintechnik ergeben sich zusätzliche Marktchancen der Gesellschaft in innovativen Optikanwendungen außerhalb von Telekommunikationsnetzen.

Weiterhin ergeben sich durch den Trend zur zunehmenden Integration optischer Module und insbesondere zur Integration von passiven und aktiven Funktionen zusätzliche Anwendungsfelder für Produkte von Cube Optics, da die von der Gesellschaft eingesetzte neuartige Technologie durch ihren modularen Aufbau und der Eignung für eine hybride Integration sehr gut für die Entwicklung höher integrierter Module geeignet ist. Hierbei bietet insbesondere die nächste Generation optischer Netze mit 40 und 100 G - Übertragungsraten Chancen für den Einsatz integrierter optischer Submodule in Transceivern. Durch die hierfür benötigten kleinen, integrierten Bauteile, die auf engstem Raum sowohl Laser als auch Multiplexer bzw. Detektoren und Demultiplexer enthalten, ergeben sich große Wachstumschancen für die Gesellschaft.

5. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet die Gesellschaft aufgrund des nach wie vor bestehenden Investitionsstaus beim Ausbau der Breitbandnetze weiterhin leicht steigende Investitionen der Netzbetreiber, wobei die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern und Märkten erneut sehr deutlich ausfallen dürften. Treibende Kräfte für das Investitionsverhalten sind hierbei nach wie vor vor allem die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen sowie der anhaltende Anstieg der Übertragungsraten in Unternehmensnetzen. Weiterhin erwartet die Gesellschaft eine Fortsetzung der Trends zum Einsatz von Komponenten mit reduzierter Bauteilgröße im Systembereich sowie des Einsatzes von passiven CWDM-Netzwerken. Darüber hinaus rechnet die Gesellschaft mit einem stark zunehmenden Absatz von Komponenten für den Einsatz in 40- und 100- G Transceivern, der sich voraussichtlich auch über das Jahr 2012 hinaus weiter fortsetzen wird. Aufgrund dieser Markttrends und des in den Vorjahren erfolgten Ausbaus des Vertriebsnetzes und Produktangebots rechnet die Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 mit einem gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 weiter steigendem Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag. Die Umsatzerlöse zum 30. April 2012 betrugen 4,32 Mio. EUR.

In der Technik und Produktentwicklung liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Entwicklung und Produktionseinführung der zweiten Generation optischer Bauteile für den Einsatz in 40- und 100- G Transceivern sowie dem weiteren Ausbau der Fertigungskapazität.

Bei weiter zunehmenden Investitionen der Netzbetreiber sieht sich die Gesellschaft aufgrund von Skaleneffekten bei steigenden Absatzvolumina, der Umsetzung weiterer Kostensenkungsmaßnahmen, der Kosteneinsparungen durch die im Jahr 2010 in Betrieb genommene zweiten Fertigungslinie sowie des Automatisierungspotentials ihrer Technologie gegenüber dem Wettbewerb sehr gut positioniert.

Aufgrund der Vorteile der von Cube Optics eingesetzten flexiblen Technologieplattform, die die Herstellung eines breiten Produktspektrums innovativer faseroptischer Komponenten und Module bei gleichzeitig sehr niedrigen Herstellkosten ermöglicht, ist die mittelfristige Rentabilitätserwartung der Gesellschaft weiterhin sehr positiv.

Wegen der geplanten Ausgabensteigerung für die Produktentwicklung sowie der Kosten für den Aufbau einer Produktionslinie für integrierte Module, rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 nur mit einer leichten Zunahme des Jahresüberschusses sowie einem leicht negativen Cash Flow. Das Betriebsergebnis vor den Kosten für die neue Produktentwicklung soll demgegenüber weiter deutlich ansteigen. Für das Geschäftsjahr 2013 rechnet die Gesellschaft mit einem weiteren Anstieg der Rentabilität, des Betriebsergebnisses und des Jahresüberschusses.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

 

Mainz, 15. Mai 2012

gez. Dr. Francis Nedvidek

(Vorstand)

gez. Dr. Thomas Paatzsch

(Vorstand)

gez. Ingo Smaglinski

(Vorstand)

gez. Sven Krüger

(Vorstand)

gez. Bernhard Heine

(Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Cube Optics AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Cube Optics AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.1

 

Frankfurt am Main, 15. Mai 2012

Warth & Klein Grant Thornton GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

D. Bauer, Wirtschaftsprüfer

R. Binder, Wirtschaftsprüfer

1 Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.