HUBER+SUHNER Cube Optics AG

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017

Vorjahr
1. Umsatzerlöse   51.871.155,86 73.124.225,45
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.015.689,64 164.570,09
3. andere aktivierte Eigenleistungen   9.355,50 90.247,50
4. sonstige betriebliche Erträge   2.549.936,72 2.260.956,04
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 2.535.269,65 (Vorjahr: € 2.191.303,63)      
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -34.908.739,69   -40.262.930,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -677.336,32   -1.107.383,94
    -35.586.076,01 -41.370.314,78
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -7.039.417,01   -6.843.621,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.279.892,19   -1.115.582,54
- davon für Altersversorgung: € 16.428,80 (Vorjahr: € 3.439,20-)   -8.319.309,20 -7.959.203,83
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -1.716.855,49 -1.075.429,47
- davon außerplanmäßige Abschreibungen € 517.446,52 (Vorjahr: € 0,00)      
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   -6.351.237,36 -5.102.925,88
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 2.959.452,10 (Vorjahr: € 1.716.587,79)      
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   694.146,54 72.377,02
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -439.762,16 -352.991,64
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00 -5.572.157,00
12. Ergebnis nach Steuern   3.727.044,04 14.279.353,50
13. sonstige Steuern   -160,00 -159,43
14. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn   -3.726.884,04 0,00
15. Jahresüberschuss   0,00 14.279.194,07
16. Gewinnvortrag   3.598.459,38 319.265,31
17. Bilanzgewinn   3.598.459,38 14.598.459,38

ANLAGEVERMÖGEN

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2017 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 208.949 € 19.290 € 0 € 228.238 €
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 8.962.341 € 904.114 € 28.007 € 9.838.448 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.480.408 € 618.055 € 18.378 € 3.080.085 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 475.825 € 2.001.507 € 22.255 € 2.455.078 €
  11.918.575 € 3.523.676 € 68.640 € 15.373.611 €
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbunden Unternehmen 0 € 3.000 € 0 € 3.000 €
  12.127.524 € 3.545.966 € 68.640 € 15.604.849 €
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.075 € 17.597 € 0 € 202.672 €
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 6.348.280 € 1.506.407 € 23.879 € 7.830.808 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.172.104 € 192.851 € 18.378 € 2.346.577 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 € 0 € 0 € 0 €
  8.520.384 € 1.699.258 € 42.257 € 10.177.385 €
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbunden Unternehmen 0 € 0 € 0 € 0 €
  8.705.459 € 1.716.855 € 42.257 € 10.380.057 €
Buchwerte
Stand 31.12.2017 Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.566 € 23.874 €
II. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 2.007.640 € 2.614.061 €
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 733.508 € 308.305 €
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.455.078 € 475.825 €
  5.196.226 € 3.398.191 €
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbunden Unternehmen 3.000 € 0 €
  5.224.792 € 3.422.065 €

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz

eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Mainz unter HRB 7366

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend beibehalten worden.

Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung zum Abschlussstichtag zum niedrigeren beizulegenden Wert.

In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu der Untergrenze der steuerlichen Herstellkosten, d.h. zu Einzelkosten und Material- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken sind in ausreichendem Maße vorgenommen.

Die Ermittlung des beizulegenden Werts am Abschlussstichtag erfolgt unter Anwendung einer Gängigkeitsabschreibung. Zum 31. Dezember 2017 wurde erstmalig das Reichweitenverfahren statt dem Abgangsverfahren (Alter bezogen) angewendet. Da dieses Verfahren sowohl vergangenheits- als auch zukunftsorientiert ist, erscheint es besonders geeignet, um Bewertungsrisiken angemessen zu berücksichtigen. Die Bewertungsänderung führte zu einer Reduktion des Vorratsbestandes und belastete das Ergebnis mit TEUR 1.094 (bzw. TEUR 528, wäre die Bewertungsänderung bereits zum 31. Dezember 2016 erfolgt).

Im Geschäftsjahr wurde Material in Verbindung mit der Einstellung der Fertigung eines Produktes in Höhe von TEUR 36 vollständig wertberichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich gegebenenfalls erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Flüssige Mittel sind zu ihrem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die erst im folgenden Geschäftsjahr aufwandswirksam werden.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung wurde eine Rückdeckungsversicherung geschlossen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Aufwendungen und Erträge, die aus der Abzinsung sowie aus dem zu verrechnenden Vermögen stammen, werden saldiert.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 0,00 % bei den Entgelten und von 1,00 % bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 3,77 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Fremdwährungsposten erfolgt im Entstehungszeitpunkt zum Devisenkassamittelkurs. Die Stichtagsbewertung von auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgt in Übereinstimmung mit § 256a HGB. Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Sonstige betriebliche Erträge" bzw. „Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus zukünftigen USD-Zahlungsströmen wurden 21 Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 4.180 bzw. TUSD 5.000 abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 36.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 383 bestehen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen die HUBER & SUHNER Spain S. L. in Höhe von TEUR 117.

Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Erstattungsansprüche auf Umsatz-, Körperschaft- und Gewerbesteuer für 2017.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Für den Ausweis in der Bilanz wurden folgende Verrechnungen vorgenommen:

31.12.2017
EUR
Anschaffungskosten / beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 285.478
Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung 280.724
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4.754

In der GuV wurden Aufwendungen und Erträge in folgender Höhe verrechnet:

31.12.2017
EUR
Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung 9.607
Aufwand aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung 23.317
Saldo -13.710

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag EUR 589.568 und ist in 589.568 nennwertlose Stückaktien zu je EUR 1 eingeteilt.

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 2 HGB von TEUR 64 unterliegt der Ausschüttungssperre.

Zum Jahrsende 2017 hielt die Gesellschaft insgesamt 250 eigene Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 250, was 0,04 % des Grundkapitals der Gesellschaft entspricht.

Fortführung der Position Jahresüberschuss/-fehlbetrag gem. § 158 (1) AktG:

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR
Jahresüberschuss - 14.279.194
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.598.459 319.265
Entnahmen aus der Kapitalrücklage - -
Entnahmen aus Gewinnrücklagen - -
Einstellungen in Gewinnrücklagen - -
Bilanzgewinn 3.598.459 14.598.459

Mit Eintragung in das Handelsregister vom 13. Dezember 2017 wurde zwischen der Gesellschaft und der HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Demnach verpflichtet sich die Gesellschaft ihren gesamten Gewinn an die HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, abzuführen. Etwaige Verluste sind durch die HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, auszugleichen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen zum Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31.12.2017 TEUR 64.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken nur in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie haben sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:

01.01.17 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.17
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Resturlaub 223 223 - 247 247
Tantiemen 136 136 - 84 84
Erfindervergütungen 10 10 - - -
Berufsgenossenschaft 36 36 - 35 35
Ansprüche aus Überstunden 41 41 - 13 13
Sonstige Personalverpflichtungen 46 46 - 66 66
Ausstehende Rechnungen 339 339 - 490 490
Abschluss- u. Prüfungskosten 39 39 - 40 40
Rückstellung für Gewährleistungen 368 147 - 156 377
Rückstellung Provisionen 42 42 - 33 33
Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 271 271 - -  
  1.551 1.330 - 1.164 1.385

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zu EUR 3,3 Mio aus Lieferungen und Leistungen und EUR 3,7 Mio aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Restlaufzeiten
Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 259 259 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.502 9.502 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 3.124 3.065 59 -
  12.885 12.826 59 -

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus einer gestundeten Zahlung für die Infrastrukturausstattung eines Fertigungspartners im Ausland, der abzuführenden Lohnsteuer für Dezember und einer Darlehensgewährung der HUBER+SUHNER AG, Schweiz.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen langfristige Miet- und Leasingverträge mit Dritten. Sie betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.843 (i. Vj. TEUR 4.829) und betreffen überwiegend die Mietraten für den neuen Firmensitz in Mainz (TEUR 4.662). Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2018 und 2027.

Abschreibungen auf Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung von insgesamt TEUR 517, aufgrund der voraussichtlich dauernden Wertminderung von Fertigungsanlagen für Produkte, die eingestellt wurden, bzw. deren Anwendung in absehbarer Zeit auslaufen wird.

Umsatzerlöse

Produktgruppen Geographische Märkte
Komponenten 3,9 % Asia 69,8 %
Netzwerkprodukte 19,3 % Australia 0,9 %
100 G Multiplexer 29,5 % Europe 17,1 %
100 G ROSA 25,1 % North America 12,1 %
Material 22,2 % South America 0,1 %

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung über TEUR 10 enthalten.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2017 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 149 Arbeitnehmer (i. Vj. 133). Hiervon entfielen im Jahresdurchschnitt auf die Gruppe der gewerblichen Mitarbeiter 85 (i. Vj. 67) und auf die Gruppe der Angestellten 64 (i. Vj. 63).

Organe

Vorstand

Fritz Landolt, COO Fiberoptik der HUBER+SUHNER AG, Weesen/ Schweiz (ab 22.11.2017)

Urs Andreas Ryffel, COO Fiberoptik der HUBER+SUHNER AG, Stäfa/ Schweiz (bis 22.11.2017)

Aufsichtsrat

Herr Urs Ryffel (Vorsitzender), CEO der HUBER+SUHNER AG, Schweiz (ab 02.05.2017)

Herr Urs Kaufmann (Vorsitzender), Delegierter des Verwaltungsrats und CEO der HUBER+SUHNER AG, Schweiz (bis 18.04.2017)

Herr Drew Nixon, Vorstand Vertrieb der HUBER+SUHNER AG, Schweiz, und

Herr Ivo Wechsler, CFO der HUBER+SUHNER AG, Schweiz.

Der Vorstand und die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2017 aufgrund ihrer anderweitigen Stellungen im HUBER+SUHNER-Konzern keinerlei Bezüge oder Vergütungen von der Gesellschaft.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der HUBER+SUHNER Cube Optics AG wird in den Konzernabschluss der HUBER+SUHNER AG, Schweiz, einbezogen, welchen den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist unter http://www.hubersuhner.com/de-DE/Company/Investors erhältlich.

Anteilsbesitzliste der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, zum 31. Dezember 2017 gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB

Gesellschaft Anteil Eigenkapital Ergebnis
HUBER & SUHNER Spain S.L.1 100 % TEUR 3 2

1 seit 21. Dezember 2017
2 Jahresabschluss 2017 liegt noch nicht vor

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Honorar von TEUR 30 betrifft ausschließlich Abschlussprüferleistungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

 

Mainz, den 23. März 2018

gez. Fritz Landolt

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz

1. Grundlagen des Unternehmens

Die HUBER+SUHNER AG ist ein führender internationaler Hersteller und Anbieter von Komponenten und Systemen für die elektrische und optische Verbindungstechnik, mit Hauptsitz in der Schweiz, 26 Tochterunternehmen und über 60 Vertretungen weltweit. Unsere 3x3 Strategie: Mit allen drei Technologien - Hochfrequenz, Fiberoptik, Niederfrequenz - in allen drei Hauptmärkten - Kommunikation, Transport, Industrie - weltweit.

Die HUBER+SUHNER Cube Optics AG (H+S Cube Optics AG) ist seit 1. November 2014 Teil der Sparte Fiberoptik der HUBER+SUHNER Gruppe. Die Gesellschaft hat ihren Standort in Mainz Hechtsheim. Von dort aus entwickelt, fertigt und vermarktet sie Komponenten, Module sowie passive Systeme für die optische Datenkommunikation und Sensorik mit dem Schwerpunkt auf Wavelength Division Multiplexing (WDM) - Netzwerken. Die wichtigsten Anwendungsgebiete für die Produkte der Gesellschaft liegen im Bereich der optischen Datenübertragung in Metro-, Zugangs- und Unternehmensnetzen sowie bei faseroptischen Sensorikanwendungen. Die Hauptabsatzmärkte der Gesellschaft sind Nordamerika, Asien und die EU.

Im Geschäftsjahr 2017 konzentrierte die Gesellschaft ihre Entwicklungsaktivitäten im Wesentlichen auf den Produktionsaufbau und Produktadaptionen entsprechend individueller Kundenspezifikationen bei der nächsten Generation integrierter optischer Bauteile für 100 G Transceiver sowie auf die Entwicklung der neuen Systemproduktlinie.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Sowohl die Gesamtwirtschaft als auch die Telekommunikationsbranche weisen im Jahr 2017 ein stabiles Wachstum auf, was sich auch im ersten Halbjahr 2017 im Geschäftsverlauf der Gesellschaft widerspiegelt. Das zweite Halbjahr wurde nachteilig durch die Abhängigkeit einzelner Produktlinien von Großkunden beeinflusst.

2.2 Geschäftsverlauf

Während im ersten Quartal 2017 noch Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau erzielt wurden, entwickelte sich der Auftragseingang bereits rückläufig. Das zweite Halbjahr 2017 wurde vor allem vom signifikanten Umsatzrückgang mit Wellenlängenmultiplexer-Produkten (WDM) geprägt. Verantwortlich hierfür waren Markt- und Logistikeffekte bei 100-Gibabit/s-Ethernet CFP-Transceivern, welche den Absatz von WDM-Produkten um mehr als die Hälfe einbrechen ließen. Zudem wurde eine 100 G Produktlinie vom margenschwächeren Nachfolgeprodukt abgelöst. Mit der positiven Entwicklung der Systemproduktlinie eröffnet sich ein neuer Absatzmarkt; ein erster großvolumiger Auftragseingang für Lieferungen in 2018 und 2019 konnte im Geschäftsjahr verzeichnet werden. Im Dezember 2017 wurde das Tochterunternehmen HUBER & SUHNER (Spain) S.L., Madrid, gekauft, das auf die Entwicklung von hochbitratiger Elektronik spezialisiert ist.

2.3 Darstellung der Lage

2.3.1 Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 16,1 Mio bzw. 81,2 % auf EUR 3,7 Mio, wobei dem Umsatzrückgang von EUR 21,3 Mio bzw. 29,1 % eine unterproportionale Abnahme der Materialaufwendungen von EUR 5,8 bzw. 14,0 % und ein leichter Anstieg der Personalaufwendungen um EUR 0,4 Mio bzw. 4,5 % gegenüberstehen.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich um EUR 21,3 Mio auf EUR 51,9 Mio, wobei insbesondere das Geschäft mit Transceiverherstellern einen Umsatzrückgang von EUR 15,1 Mio bzw. 34,8 % aufweist. Die Verkaufszahlen von Komponenten an OEM Hersteller entwickelten sich auf Vorjahresniveau und die Umsätze mit passiven Netzwerklösungen mit einem Umsatzzuwachs von EUR 3,1 Mio bzw. 44,9 % positiv. Wie schon in den Vorjahren sind die Hauptabsatzmärkte Nordamerika und Asien, so dass der Anteil des in USD fakturierten Umsatzes 80,8 % (im Vorjahr: 89,4 %) des Gesamtumsatzes beträgt. Der im zweiten Geschäftsjahr anhaltende schwache USD wirkte sich nachteilig auf die Höhe der Umsatzerlöse aus.

Der Auftragseingang lag zwar mit EUR 60,4 Mio über dem Jahresumsatz, blieb aber um EUR 17,1 Mio hinter dem überdurchschnittlich hohen Auftragseingang des Vorjahres von EUR 77,5 Mio zurück. Der Auftragsbestand am Jahresende betrug rund EUR 25,5 Mio nach EUR 17,0 Mio im Vorjahr.

Die Materialaufwandsquote (Verhältnis Materialaufwand zur Gesamtleistung) erhöhte sich nach 56,4 % im Vorjahr auf 67,3 %. Gründe hierfür sind neben der Änderung des Verfahrens zur Gängigkeitsabschreibung, die Abwertung von Materialen einer eingestellten Produktlinie, der erhöhte Ausschuss und die hohen Herstellungs- und Anschaffungskosten in Verbindung mit einer neuen ROSA Generation sowie die gesunkenen durchschnittlichen Verkaufspreise von WDMs.

Der Personalaufwand erhöhte sich durch den Anstieg der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf EUR 8,3 Mio nach EUR 8,0 Mio im Vorjahr. Durch den Anstieg des Personalaufwands und dem gleichzeitigen Umsatzrückgang erhöhte sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) auf 15,7 % (i. Vj. 10,8 %).

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen von EUR 0,5 Mio auf nicht mehr genutzte Produktionsanlagen enthalten.

Das Gesamtergebnis aus der Währungsumrechnung beträgt EUR -0,4 Mio nach EUR 0,5 Mio im Vorjahr und spiegelt den hohen Anteil des schwachen USD-Kurses wider.

Die EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz) beträgt 7,2 % nach 27,1 % im Vorjahr und trägt den Sondereffekten des Geschäftsjahres sowie dem geänderten Produktmix Rechnung.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 3,7 Mio nach EUR 19,9 Mio im Vorjahr. Nach Abzug sonstiger Steuern und dem auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführten Gewinn schließt die Gesellschaft mit einem Jahresergebnis von EUR 0 nach EUR 14,3 Mio im Vorjahr.

2.3.2 Finanzlage

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5,3 Mio (i. Vj. EUR 16,3 Mio) und verringerte sich in der Relation zur Bilanzsumme um 30,9 % - Punkte auf 22,9 % (i. Vj. 53,7 %). Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist dahingehend eingeschränkt, dass im Geschäftsjahr ein Gewinnabführungsvertrag mit der HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, abgeschlossen wurde. Neben dem Eigenkapital reduzierten sich die Rückstellungen um EUR 2,4 Mio im Wesentlichen bedingt durch die steuerliche Organschaft mit dem direkten Mutterunternehmen (Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich 2016). Gegenläufig erhöhten sich die Verbindlichkeiten um EUR 6,3 Mio, wobei es eine Verschiebung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stattfand, die im Wesentlichen in einer Lieferbeziehung mit einem chinesischen Schwesterunternehmen begründet ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen hauptsächlich auf Grund der Aufnahme eines Darlehens über EUR 2,8 Mio bei der HUBER+SUHNER AG, Schweiz.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen valutieren überwiegend in USD.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug EUR 7,3 Mio und lag damit um EUR 9,1 Mio oder 55 % unter dem Vorjahreswert von EUR 16,4 Mio. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit belief sich aufgrund von Investitionen ins Anlagevermögen auf EUR -3,5 Mio gegenüber EUR -2,2 Mio im Vorjahr (der größte Teil der Investitionen entstand dabei in Verbindung mit dem neuen Unternehmenssitz), der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich aufgrund der Dividendenzahlung von EUR 11,0 Mio an die HUBER+SUHNER GmbH, Taufkirchen, und der Darlehensaufnahme bei der HUBER+SUHNER AG, Schweiz, von EUR 2,7 Mio auf EUR -8,2 Mio. Daraus resultierte ein Nettomittelabfluss von EUR 4,4 Mio.

Die liquiden Mittel der Gesellschaft beliefen sich am Jahresende auf EUR 1,7 Mio (im Vorjahr: EUR 6,1 Mio). Die Gesellschaft war während des Geschäftsjahres jederzeit in der Lage Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

2.3.3 Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft verringerte sich um EUR 7,1 Mio bzw. 23,5 % von EUR 30,3 Mio auf EUR 23,2 Mio. Dabei erhöhten sich die Sachanlagen um EUR 1,8 Mio bzw. 52,9 %, hauptsächlich in Verbindung mit dem neuen Unternehmenssitz der Gesellschaft. Die Vorräte blieben mit EUR 6,3 Mio auf Vorjahresniveau und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich mit einem Minus von EUR 8,5 Mio bzw. 64,0 % auf EUR 4,8 Mio rückläufig analog zum umsatzschwachen 4. Quartal. Die flüssigen Mittel reduzierten sich um EUR 4,5 Mio auf EUR 1,7 Mio.

2.3.4 Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich die Entwicklung des Geschäftsverlaufs, des Ergebnisses vor Gewinnabführung und der Lage der Gesellschaft im Berichtszeitraum als positiv bezeichnen, auch wenn die im Vergleich zum Vorjahr leicht reduzierten Erwartungen nicht erreicht werden konnten.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Risiken

Wesentliche Risiken für die Gesellschaft liegen nach wie vor in der hohen Dynamik in dem Markt für optische Komponenten und Systemlösungen sowie in der Entwicklung von Konkurrenztechnologien und einen hierdurch bedingten Markteintritt neuer Wettbewerber. So ist die Konkurrenz asiatischer Wettbewerber bei Komponenten für 100 G Anwendungen deutlich stärker als ursprünglich erwartet.

Als weiteres Risiko im Bereich der 100 G Anwendungen wird auch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden gesehen. Im budgetierten Ergebnis 2018 ist das Auslaufen einer 100 G Anwendung berücksichtigt. Sollte die Nachfrage schneller als geplant zurückgehen, kann das Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2018 beeinträchtigt werden.

Die anstehende Markteinführung der Systemproduktlinie birgt Risiken, da hinsichtlich der Anwendung beim Kunden noch keine Erfahrungen vorliegen. Zudem besteht das Risiko, dass sich das Interesse visierter Kunden nicht mit unserer Erwartung deckt, mit dem neuen Produkt Kundenbedürfnisse optimal zu erfüllen.

Weitere Risikofaktoren bestehen in der weltwirtschaftlichen Entwicklung und in der Entwicklung der Währungsrelationen, wo insbesondere ein weiterer Anstieg des Wechselkurses des EUR zum USD sich zunehmend negativ auf die Ertragskraft der Gesellschaft auswirken könnte. Daneben bestehen die allgemeinen politischen und regulatorischen Risiken sowie Risiken aus unvorhergesehenen oder unvorhersehbaren Ereignissen.

Zur Verringerung von kurz- bis mittelfristigen Fremdwährungsrisiken aus Kundenforderungen und schwebenden Geschäften aus in USD abgeschlossenen Aufträgen sichert die Gesellschaft jeweils etwa die Hälfte des erwarteten USD-Nettoeinzahlungsüberschusses für ein halbes Jahr im Voraus über USD-Devisenterminverkäufe gegen EUR ab.

3.2 Chancen

Wesentliche Chancen liegen für die Gesellschaft unverändert in dem starken Wachstum von neuartigen Breitbanddienstleitungen, die eine starke Endkundennachfrage nach immer leistungsfähigeren Netzwerken nach sich ziehen. Hinzu kommen durch zunehmende Datenübertragungsengpässe an den Basisstationen von Mobilfunknetzen und die Umstellung der Mobilfunknetze auf den 5G-Standard weitere Absatzmärkte mit hohen erwarteten Zuwachsraten und zusätzlichen Anwendungsmöglichkeiten. Durch die nach wie vor bestehenden Engpässe in der Datenübertragung bietet der Ausbau der Infrastruktur insbesondere im Mobilfunk noch auf mehrere Jahre hinaus gute Wachstumschancen für die Gesellschaft.

Weiterhin ergeben sich durch den Trend zur zunehmenden Integration optischer Module sowie von passiven und aktiven Funktionen zusätzliche Anwendungsfelder, da die von der Gesellschaft eingesetzte neuartige Technologie durch ihren modularen Aufbau und der Eignung für eine hybride Integration sehr gut für die Entwicklung höher integrierter Module geeignet ist. Hierbei bietet insbesondere die nächste Generation optischer Netze mit 400 G - Übertragungsraten ein großes Potential für den Einsatz integrierter optischer Submodule in Transceivern. Durch die hierfür benötigten kleinen, integrierten Bauteile ergeben sich noch auf Jahre hinaus gute Wachstumschancen für die Gesellschaft.

Im budgetierten Ergebnis 2018 ist das Auslaufen einer 100 G Anwendung berücksichtigt. Sollte die Nachfrage länger als geplant anhalten, kann das Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2018 positiv beeinflusst werden.

Sollte die Erstanwendung der neu entwickelten Systemproduktlinie bei einem namhaften nordamerikanischen Kunden erfolgreich sein, besteht die sehr große Chance, dass auch weitere namhafte Hersteller mitziehen und dadurch die Nachfrage rasant steigt.

Seit 21. Dezember 2017 besitzt die HUBER+SUHNER Cube Optics AG die HUBER & SUHNER (Spain) S.L.. Mit der HUBER & SUHNER (Spain) S.L. konnte das Technologieportfolie entscheidend erweitert werden, die Gesellschaft ist jetzt in der Lage, Kundenlösungen mit sowohl optischen als auch elektronischen Funktionen anzubieten.

Durch die Integration der Gesellschaft in die HUBER+SUHNER Gruppe ergeben sich nutzbare Synergien. Eine zusätzliche Marktchance wird aufgrund überwiegend gleicher Zielkunden und einem komplementären Produktangebot durch eine gemeinsame Kundenansprache sowie die Entwicklung übergreifender Kundenangebote gesehen. Vor allem im Hinblick auf die neu entwickelte Systemproduktlinie wird eine Chance im traditionell guten Kontakt der HUBER+SUHNER Gruppe mit Systemherstellern und Netzbetreibern gesehen.

3.3 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet die Gesellschaft aufgrund des nach wie vor bestehenden Nachholbedarfs beim Ausbau der Breitbandnetze und des erwarteten weiteren Wachstums des Marktes für 100 und ggf. 400 G Transceiver mit einer steigenden Nachfrage. Zudem erwartet die Gesellschaft eine Fortsetzung der Trends zum Einsatz von Komponenten mit reduzierter Bauteilgröße im Systembereich sowie des Einsatzes von passiven CWDM-Netzwerken und eine erfolgreiche Erstanwendung der Systemproduktlinie.

Aufgrund der erwarteten weiteren positiven Entwicklung der Weltwirtschaft und vor allem der Absatzmärkte Asien, USA und Europa, den genannten Markttrends und unter Berücksichtigung eines zunehmenden Wettbewerbs sowie der Kosten für die Produkteinführung der nächsten Generation integrierter optischer Bauteile rechnet die Gesellschaft für 2018 mit einem gegenüber 2017 stark gesteigertem Ergebnis vor Gewinnabführung.

Bezüglich der Angaben zu eigenen Anteilen nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf den Anhang.

4. Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2017

Die HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Getroffene oder unterlassene Maßnahmen im Sinne von § 313 AktG lagen nicht vor.

 

Mainz, den 23. März 2018

gez. Fritz Landolt, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der HUBER+SUHNER Cube Optics AG, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 23. März 2018

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Robert Binder, Wirtschaftsprüfer

Frank Schmitt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31.12.2017

Aktiva

31.12.2017 Vorjahr
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.566,00   23.873,50
II. Sachanlagen      
1. technische Anlagen und Maschinen 2.007.640,24   2.614.061,30
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 733.508,00   308.304,50
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.455.077,65   475.825,46
  5.196.225,89   3.398.191,26
III. Finanzanlagen      
Anteile an verbunden Unternehmen 3.000,00   0,00
    5.224.791,89  
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.476.378,01   4.506.716,59
2. unfertige Erzeugnisse 314.268,43   855.936,44
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.421.719,95   933.589,08
4. geleistete Anzahlungen 80.323,65   33.149,56
  6.292.690,04   6.329.391,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.809.367,50   13.352.060,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 383.019,16   0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.747.127,46   1.037.172,41
  9.939.514,12   14.389.233,15
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.656.114,23   6.111.637,45
    17.888.318,39  
C. Rechnungsabgrenzungsposten   103.302,76 71.818,80
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   4.754,00 18.464,00
    23.221.167,04 30.342.609,83

Passiva

     
  31.12.2017   Vorjahr
 
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 589.568,00   589.568,00
Eigene Anteile -250,00   -250,00
Ausgegebenes Kapital 589.318,00   589.318,00
II. Kapitalrücklage 1.082.410,00   1.082.410,00
III. Gewinnrücklage      
1. gesetzliche Rücklage 36.400,26   36.400,26
2. andere Gewinnrücklagen 250,00   250,00
  36.650,26   36.650,26
IV. Gewinnvortrag 3.598.459,38   319.265,31
V. Jahresüberschuss 0,00   14.279.194,07
    5.306.837,64 16.306.837,64
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 3.643.873,93   5.836.065,51
2. sonstige Rückstellungen 1.384.896,09   1.551.151,65
    5.028.770,02 7.387.217,16
C. Verbindlichkeiten      
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 259.866,40   170.591,95
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.461.298,93   6.186.662,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.040.449,20   0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.123.944,85   291.300,50
- davon aus Steuern: € 72.255,34 (Vorjahr: € 75.049,75)   12.885.559,38 6.648.555,03
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 35.028,48 (Vorjahr: € 33.847,14)      
    23.221.167,04 30.342.609,83