Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hamburg, 31. März 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Siemer Keisers
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2023
TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
87 58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
240.282 243.978
2. Technische Anlagen und Maschinen 122.903 142.640
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.016 34.598
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.739 42.336
470.940 463.552
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.843 115.445
2. Beteiligungen 37.942 37.942
3. Sonstige Ausleihungen 1.207 1.159
4. Sondervermögen Pension Trust 13.409 14.851
5. Genossenschaftsanteile 653 653
145.054 170.050
616.081 633.660
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 98.992 94.731
2. Unfertige Erzeugnisse 23.422 25.611
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 115.899 122.465
238.313 242.807
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 282.106 265.141
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 181.589 142.295
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
TEUR 33 (i. Vj. TEUR 846)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 917 1.430
4. Sonstige Vermögensgegenstände 39.996 50.547
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
TEUR 19.352 (i. Vj. TEUR 19.440)
504.608 459.413
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.381 3.462
746.302 705.682
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.315 8.129
1.370.698 1.347.471

Passiva

31.12.2023
TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 214.267 214.267
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 21.427 21.427
2. Andere Gewinnrücklagen 2.778 2.778
24.205 24.205
238.472 238.472
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 5.234 6.814
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 27.133 26.411
2. Sonstige Rückstellungen 454.099 435.178
481.232 461.589
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 7
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR 1 (i. Vj. TEUR 7)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283.535 283.509
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 283.535 (i. Vj. TEUR 283.509)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 346.309 341.563
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR 346.309 (i. Vj. TEUR 341.563)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0 298
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR 0 (i. Vj. TEUR 298)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.732 15.101
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR 15.441 (i. Vj. TEUR 14.821)
davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr
TEUR 291 (i. Vj. TEUR 280)
davon aus Steuern
TEUR 5.486 (i. Vj. TEUR 6.475)
645.577 640.478
E. Rechnungsabgrenzungsposten 183 118
1.370.698 1.347.471

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

2023
TEUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 3.091.777 3.219.019
2. Erhöhung des Bestands
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
2.877 12.860
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.415 1.474
4. Sonstige betriebliche Erträge 282.030 251.211
3.378.099 3.484.564
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.787.460 -1.865.104
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -68.682 -94.922
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -291.499 -288.812
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -72.801 -93.145
davon für Altersversorgung
TEUR 20.804 (Vj. TEUR 30.003)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -81.676 -88.247
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -997.169 -1.023.127
-3.299.287 -3.453.357
9. Erträge aus Beteiligungen 5.034 4.657
davon aus verbundenen Unternehmen
TEUR 4.530 (Vj. TEUR 4.657)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.878 1.431
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 52 31
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 742 95
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen -17.525 -1
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -2.054 -1.376
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.487 -7.209
davon an verbundene Unternehmen
TEUR 4.138 (Vj. TEUR 5.348)
-17.360 -2.372
16. Ergebnis nach Steuern 61.452 28.835
17. Sonstige Steuern -2.859 -2.713
18. Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 58.593 26.122
19. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -58.593 -26.122
20. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

A. Allgemeine Angaben

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 28163).

Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2024 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist 2024 von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A. (größter und kleinster Kreis), der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Unternehmensregister in deutscher Sprache offengelegt.

Der Jahresabschluss ist aufgrund der unterjährigen Übertragung eines Geschäftsbereichs in 2023 nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Für die Wiederherstellung der Vergleichbarkeit wird auf die betroffenen Abschnitte zur Erläuterung zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang verwiesen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

Anlagenklasse Jahre
Gebäude 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 5 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 250,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2024.

Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zugrunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind nach der Fifo-Methode ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten, die produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen sowie produktionsbezogene Kosten der Verwaltung.

Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert und nach der Fifo-Methode bewertet.

Die Abwertungen durch niedrigere Marktpreise am Bilanzstichtag betragen für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 1.402.

Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben gebildet, denen Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag gegenüberstehen.

Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Pensionen ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2024 veröffentlichte Zinssatz von 1,90 % (i. Vj. 1,83 %) verwendet worden. Rückstellungen für Pensionen sind im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden.

Der Ansatz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, liegt um TEUR 368 unterhalb des in der Bilanz angesetzten Betrags. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist somit nicht gegeben. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %) und einem Rententrend von 2,0 % (i. Vj. 2,0 %) berücksichtigt.

Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert (und Anschaffungskosten) des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt (TEUR 4.921) und vollständig mit diesem verrechnet.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,50 % p. a. Den Berechnungen liegt ein Gehaltstrend von 3,00 % p. a. zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen für den Performance Stock Unit Plan (aktienbasierte Vergütung) werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Bilanzstichtag zugrunde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen eines Jahres fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die im Anhang angegebenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen gebildet, denen Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag gegenüberstehen.

Finanzinstrumente

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:

Nominal-
volumen
Positiver
Marktwert
Negativer Marktwert
TEUR TEUR TEUR
Devisentermingeschäft 218.729 5.075 -1.261

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.

Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.

Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurden im Geschäftsjahr 2024 eine Rückstellung i.H.v. TEUR 1.261 gebildet (i. Vj. TEUR 351).

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:

2024 2023
TEUR TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB 16 3.156

Diese beziehen sich auf außerplanmäßige Wertminderungen auf bewegliches Sachanlagevermögen am Produktionsstandort Neuss.

Finanzanlagen

An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:

Unternehmen Sitz Höhe des
Anteils am
Kapital
Eigenkapital Ergebnis des letzten
Geschäftsjahres
in % in TEUR in TEUR
APONTI Rentenverwaltungsgesellschaft mbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Bübchen Vertriebs GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
European Pizza Group MidCo S.à r.l 3 Luxemburg 51 254.481 -31
Gesuna Nahrungsmittel GmbH 1 2 Euskirchen 100 256 0
HS Hanseatische Konsumgüter GmbH 1 2 Hamburg 100 26 0
Innoheld GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 35 0
Lily's Kitchen Europe GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 51 0
MAGGI GmbH 1 2 Singen/Hohentwiel 100 51 0
Nespresso Deutschland GmbH 1 2 Düsseldorf 100 25 0
Nestlé GLOBE Center Europe GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 111 0
Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Nutrition GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Professional GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 520 0
Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH 1 2 Euskirchen 100 30 0
Nestlé Verbraucher-Service GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Nestlé Versorgungskasse GmbH Frankfurt a. M. 100 60 0
Nestlé WCO GmbH 1 2 Malliß-Conow 100 25 0
Terra Canis GmbH 3 München 100 4.730 1.661
Terra Canis Grundstücksverwaltungs GmbH 3 München 100 483 -23
Tivall Deutschland GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 25 0
USMedia GmbH 1 2 Tegernsee 100 13 0
Vitaflo Comidamed GmbH 2 Rosbach v. d. Höhe 100 51 0

1 Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)
2 Gesellschaften mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3 Werte des Eigenkapitals und des Ergebnisses sind vom letzten testierten Jahresabschluss des Berichtsjahres 2023

Indirekte Beteiligungen über 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des
Anteils am
Kapital
Eigenkapital Ergebnis des letzten
Geschäftsjahres
in % in TEUR in TEUR
Schäbitz GmbH 3 München 100 0 0

An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG Frankfurt a. M. 50
C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt a. M. 50
Nestlé Kuban LLC Timasheysk/ Russland 33

Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

bis 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
31.12.2024
Gesamt 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 282.106 0 282.106 265.141
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 181.556 33 181.589 142.295
Forderungen gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
917 0 917 1.430
Sonstige Vermögensgegenstände 20.644 19.352 39.996 50.547
Summe 485.223 19.385 504.608 459.413

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 2.878 (i. Vj. TEUR 1.431), Forderungen aus dem Verrechnungsverkehr mit TEUR 166.969 (i. Vj. TEUR 140.864) sowie Forderungen aus dem Cash Pooling (Finanz-Verrechnungskonto) in Höhe von TEUR 11.742 (i. Vj. TEUR 0). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen gesamthaft TEUR 35.039 (i. Vj. TEUR 9.349) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 504 (i. Vj. TEUR 0).

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Namen lautende Aktien zusammen. Mit der Nestlé S.A. wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.

Mit der alleinigen Gesellschafterin Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 bleiben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 967 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 257 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellung mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 42.454 (i. Vj. TEUR 44.812) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 25.721 (i. Vj. TEUR 26.265) verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die historisch fortgeführten Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 22.828 (i. Vj. TEUR 26.082). Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 2.727 und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Ein ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist nicht gegeben, da der Zinssatz über einen Zeitraum von zehn Jahren sich als geringer erweist im Vergleich zu dem über einen Zeitraum von sieben Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 280.325 268.380
Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen 84.393 62.562
Rückstellungen aus dem Personalbereich 56.036 58.781
Ausstehende Rechnungen 17.814 26.463
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 3.471 5.755
Unterlassene Instandhaltung 1.874 2.619
Prozesskosten 680 1.243
Übrige 9.506 9.375
Summe 454.099 435.178

Im Vorjahr enthielten die sonstigen Rückstellungen ca. EUR 9 Mio. aus dem übertragenen Tiefkühlpizzageschäft. Diese bestehen im aktuellen Geschäftsjahr nicht mehr.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
31.12.2024
Gesamt 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 0 0 1 7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283.535 0 0 283.535 283.509
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 346.309 0 0 346.309 341.563
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
0 0 0 0 298
Sonstige Verbindlichkeiten 15.441 72 219 15.732 15.101
Summe 645.286 72 219 645.577 640.478

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring in Höhe von TEUR 46.247 (i. Vj TEUR 31.223).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 60.647 (i. Vj. TEUR 27.200), Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr mit TEUR 284.369 (i. Vj. TEUR 236.449) sowie Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling (Finanz-Verrechnungskonto) in Höhe von TEUR 1.293 (i. Vj. TEUR 77.914). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen gesamthaft TEUR 62.750 (i. Vj. TEUR 106.705) auf Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin.

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, liegen im Geschäftsjahr nicht vor (i. Vj. TEUR 298).

Im Geschäftsjahr 2024 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Kaffeesteuer auf TEUR 1.539 (i. Vj. TEUR 1.379).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Frankfurt am Main, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen.

Die nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für mittelbare Verpflichtungen (bestehend aus der Differenz zwischen dem notwendigen Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen und dem beizulegenden Zeitwert des Vermögens der Versorgungseinrichtungen) beläuft sich unter Verwendung der Bewertungskriterien nach § 253 Abs. 2 HGB (u.a. auf den 31.12.2024 anzuwendenden Zinssatz von 1,90 %) auf EUR 66 Mio.

Eine Nachschusspflicht für die Nestlé Deutschland AG ergibt sich hieraus zum Stichtag nicht, da nach der Bewertung gemäß den aufsichtsrechtlichen Vorschriften der vorgenannten Versorgungseinrichtungen kein Fehlbetrag vorliegt. Auch eine Bewertung der mittelbaren Zusagen nach den Vorgaben des IFRS (u.a. auf den 31.12.2024 anzuwendender Zinssatz von 3,58 %) führt zu keiner Deckungslücke.

Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 8.658 (i. Vj. TEUR 12.856). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage dieser Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine sich konkretisierende Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 27.707 66.994 40.091 134.792
Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) 65.840 0 0 65.840
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen
93.547 66.994 40.091 200.632

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten Aufwendung in Höhe von TEUR 134.792 (i. Vj. TEUR 66.242) für nicht aktivierte Miet- und Leasinggegenstände, da deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum nicht der Nestlé Deutschland AG zuzurechnen ist. Damit tragen sie zu einer verbesserten Liquiditätsplanung und Senkung der Kapitalbindung bei. Die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile und Risiken werden vollständig vom Leasinggeber getragen und haben folglich keine Auswirkungen für die Nestlé Deutschland AG.

Als Gesellschafterin der C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG, Frankfurt am Main, haftet die Nestlé Deutschland AG unbeschränkt. Aufgrund der soliden finanziellen Ausstattung der Gesellschaft wird das Risiko einer Inanspruchnahme als gering eingeschätzt.

D. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2024 Anteil 2023 Anteil
TEUR % TEUR %
Getränke 704.684 23 693.610 22
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 696.330 22 880.674 26
Produkte für Heimtiere 573.455 19 585.796 18
Milch- und Diätetikprodukte 560.761 18 533.565 17
Schokolade und Süßwaren 427.628 14 390.720 12
Sonstiges 21.469 1 19.390 1
Summe nach Produktkategorien 2.984.327 97 3.103.755 96
- davon Export - 1.063.684 34 1.071.966 33
Europa 765.970 72 808.767 76
Asien 220.280 21 192.185 18
Australien 36.324 3 34.597 3
Nordamerika 23.636 2 21.096 2
Südamerika 11.812 1 10.696 1
Afrika 5.662 1 4.625 0
Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 22.031 1 27.935 1
Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 85.419 2 87.329 3
Summe Gesamt 3.091.777 100 3.219.019 100

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 23.443 (i. Vj. TEUR 16.971) enthalten.

Die Umsatzerlöse für Fertiggerichte und Produkte für die Küche hätten ohne den in 2023 übertragenen Geschäftsbereich für 2023 EUR 703.322 Mio. betragen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4.749 (i. Vj. TEUR 595).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 14.653 (i. Vj. TEUR 21.041). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse.

Aufgrund des Verkaufs der Anteile an der Vitaflo Deutschland GmbH sind sonstige betriebliche Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 8.858 angefallen.

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen betragen im Geschäftsjahr EUR 1.856 Mio (i. Vj. EUR 1.960 Mio). Ohne den in 2023 übertragenen Geschäftsbereich hätten sich diese im Jahr 2023 auf ca. EUR 1.820 Mio. belaufen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.740 (i. Vj. TEUR 243).

Zudem sind Lizenzaufwendungen in Höhe von 72.603 (i. Vj. TEUR 79.969) enthalten, deren Veränderung aus der Übertragung eines Geschäftsbereichs im Vorjahr zurückzuführen ist, sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 42.188 (i. Vj. TEUR 37.102) aus Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund dauerhafter Wertminderung wurden im Geschäftsjahr 2024 außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 17.525 vorgenommen, die die Anteile an einer russischen Gesellschaft betrafen.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.260 (i. Vj. TEUR 1.416). Im Geschäftsjahr 2024 sind im Zinsergebnis Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 32 enthalten (i. Vj. TEUR 21).

Personalaufwand

Im Vorjahr wurde ein Sonderbeitrag in eine Versorgungseinrichtung für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 24.573 geleistet.

Steuerliche Organschaft

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft- sowie umsatzsteuerliche Organschaft.

Jahresergebnis vor Ergebnisabführung

Das Jahresergebnis vor Vereinnahmung von der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH auf Grundlage eines Ergebnisabführungsvertrags in Form eines Gewinns beträgt TEUR 58.593 (i. Vj. Gewinn von TEUR 26.122).

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

2024 2023
Anzahl Anzahl
Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)
Produktion 2.380 2.379
Verwaltung 1.585 1.658
Summe 3.965 4.037
Auszubildende (Jahresdurchschnitt)
Auszubildende 130 124
Summe 4.095 4.161

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 153, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 4.464.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 526. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.604.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt TEUR 634 und entfällt mit TEUR 590 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 44 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Peter VOGT
Vorsitzender
Ehemals Stellvertretender Executive Vice President / Direktor Personal Nestlé S.A. Küsnacht (Schweiz)

Uwe HILDEBRANDT 4
Stellvertretender Vorsitzender
Vorsitzender des Landesbezirks Südwest der Gewerkschaft NGG
Freudental

Dr. Steffen JUST 4
Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG
Königstein i. Ts.

Michael KÖNIGSFELD 4
Betriebsratsvorsitzender Purina-Werk Euskirchen
Mechernich

Sabrina MAIER 4
Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen
Biessenhofen

Dr. Wolfgang W. PASEWALD
Geschäftsführer WPA Advisory & Services Sàrl
Lausanne (Schweiz)

Simone PEETZ
Head of New Healthcare Solutions Roche Diabetes Care Deutschland GmbH
Bensheim

Kerstin SCHMEIDUCH
Direktorin Recht und Unternehmenskommunikation Nestlé Purina Europa
Pully (Schweiz)

Dr. Susanne UHL 4
Leiterin des Hauptstadtbüros der Gewerkschaft NGG
Hamburg

Dr. Antonia WANNER
Group Head of Environmental, Social Governance (ESG) Strategy & Deployment
St. Légier (Schweiz)

Dipl. oec. Antje WILLEMS-STICKEL
Geschäftsführerin A.S. Global Brands GmbH
Bad Homburg v.d.H.

Andreas ZORN 4
Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG
Neuss

4 Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands

Alexander von MAILLOT
Vorsitzender

Ralf HENGELS
Vorstand Personal

Carsten HACKEL
Vorstand Finanzen und Controlling

Fabrice JOHAN
Vorstand Technik und Werke

Gewinnverwendung

Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.

Nachtragsbericht

Am 20. März 2025 hat die Nestlé Deutschland AG zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Maßnahmen an zwei Produktionsstandorten angekündigt.

Am Standort Neuss werden bestimmte Fertigungslinien in andere Werke verlegt. Daraus folgt, dass das Werk Neuss nicht mehr weiter betrieben werden kann und die Planungen zur Schließung des Werkes aufgenommen werden.

Am Standort Conow soll die Fertigung bestimmter Produktlinien ebenfalls an andere Werke verlagert werden. Verschiedene Optionen, wie auch der Verkauf des Werkes an andere Unternehmen, werden geprüft, um eine komplette Werksschließung zu vermeiden.

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine weiteren Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung ergeben, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Frankfurt am Main, den 28.03.2025

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Alexander von MAILLOT Carsten HACKEL
Ralf HENGELS Fabrice JOHAN

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.039 61 90 0 4.010
4.039 61 90 0 4.010
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 489.249 10.242 38 1.203 500.656
2. Technische Anlagen und Maschinen 935.163 19.839 9.001 11.780 957.781
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.209 24.068 3.895 2.552 251.934
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.336 34.939 1 -15.535 61.739
1.695.957 89.088 12.935 0 1.772.110
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 115.470 1.620 7.697 0 109.393
2. Beteiligungen 37.942 0 0 0 37.942
3. Sonstige Ausleihungen 1.689 0 4 0 1.685
4. Sondervermögen Pension Trust 14.851 0 1.442 0 13.409
5. Genossenschaftsanteile 653 0 0 0 653
170.605 1.620 9.143 0 163.082
1.870.601 90.769 22.168 0 1.939.202
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.981 32 90 3.923
3.981 32 90 3.923
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 245.271 15.139 36 260.374
2. Technische Anlagen und Maschinen 792.523 51.341 8.986 834.878
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.611 15.164 3.857 205.918
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
1.232.405 81.644 12.879 1.301.170
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 17.525 0 17.550
2. Beteiligungen 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 530 0 52 478
4. Sondervermögen Pension Trust 0 0 0 0
5. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0
555 17.525 52 18.028
1.236.941 99.201 13.021 1.323.121
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
87 58
87 58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
240.282 243.978
2. Technische Anlagen und Maschinen 122.903 142.640
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.016 34.598
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 61.739 42.336
470.940 463.552
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 91.843 115.445
2. Beteiligungen 37.942 37.942
3. Sonstige Ausleihungen 1.207 1.159
4. Sondervermögen Pension Trust 13.409 14.851
5. Genossenschaftsanteile 653 653
145.054 170.050
616.081 633.660

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Grundlagen und Steuerung des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln, Tiernahrung sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.

Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement Zone Europe der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist, und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen, und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung.

Wirtschaftsbericht

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2024 laut statistischem Bundesamt um durchschnittlich 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Zugleich stiegen ebenfalls die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel mit 1,37 %. Vor allem Speiseöle und -fette (+10,3 %) sowie Zucker, Honig, Schokolade und andere Süßwaren (+6,4 %) waren von der Preiserhöhung betroffen. Die Verbraucherpreise für Molkereiprodukte und Eier sind gesunken (-1,7 %). Zudem stiegen die Verbraucherpreise für Tiernahrung mit 2,60 %.

Nach ersten Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) ist der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr (EUR 230,1 Mrd.) um 1,2 % auf EUR 232,8 Milliarden gestiegen.

Übertragung und Erwerb von Gesellschaftsanteilen

Die Nestlé Deutschland AG hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 ihre Anteile an der Vitaflo Deutschland GmbH an die Muttergesellschaft, Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, sowie die Anteile an der Maggi Kochstudio Treff GmbH veräußert.

Zum 30. September hat die Nestlé Deutschland AG die Anteile an der Terra Canis Grundstücksverwaltungs GmbH erworben.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der Nestlé Deutschland AG in Höhe von EUR 3.091,8 Mio. (i. Vj. EUR 3.219,0 Mio.) weisen im Jahr 2024 eine Reduktion von 4,0 % auf. Der Umsatzrückgang entfällt mit 3,9 % auf die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien (EUR 2.984,3 Mio.; i. Vj. EUR 3.103,8 Mio.), wobei hier die Umsatzerlöse im Inland um 5,5 % und im Exportgeschäft um 0,8 % rückläufig waren.

2024 Anteil 2023 Anteil
TEUR % TEUR %
Getränke 704.684 23 693.610 22
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 696.330 22 880.674 26
Produkte für Heimtiere 573.455 19 585.796 18
Milch- und Diätetikprodukte 560.761 18 533.565 17
Schokoladen und Süßwaren 427.628 14 390.720 12
Sonstiges 21.469 1 19.390 1
Summe nach Produktkategorien 2.984.327 97 3.103.755 96
- davon Export - 1.063.684 34 1.071.966 33
Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 22.031 1 27.935 1
Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 85.419 2 87.329 3
Summe Gesamt 3.091.777 100 3.219.019 100

Aufgrund der unterjährigen Übertragung des Tiefkühlpizzageschäftes zum 31. Juli 2023 ist der Umsatz mit dem Vorjahr nur bedingt vergleichbar. Bereinigt um das Tiefkühlpizzageschäft wurde ein Umsatzwachstum in den Produktkategorien von 2,0 % erzielt, davon 1,9 % im Inland und 2,0 % im Exportgeschäft.

Die Produktkategorie Getränke, die im Wesentlichen unsere Marken Nescafé, Nespresso, Dolce Gusto und Starbucks umfasst, weist einen Umsatzanstieg von 1,6 % auf. Dieser war geprägt durch eine positive Volumenentwicklung im Inland, während der Exportumsatz, bestimmt durch Lieferungen an verbundene Unternehmen der Nestlé Gruppe, stark rückläufig war. Im Inland wurden die Zuwächse durch ein neues Preiskonzept einhergehend mit niedrigen Vergleichswerten im Vorjahr im Bereich Nescafé getrieben.

Die Produktkategorie Fertiggerichte und Produkte für die Küche wies einen Umsatzrückgang von 20,9 % auf, während sie sich bereinigt um das Tiefkühlpizzageschäft mit -1,1 % leicht rückläufig entwickelte. Hierbei verliefen die Umsatzerlöse im Bereich Nestlé Kulinarik mit den Marken Maggi, Thomy und Garden Gourmet im Inland stabil. Das inländische Außer-Haus-Geschäft des Geschäftsbereichs Nestlé Professional blieb jedoch gegenüber dem Vorjahr zurück. Das Exportgeschäft der Produktkategorie an verbundene Unternehmen konnte leicht wachsen.

Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere entwickelte sich um 2,1 % rückläufig. Während die Umsatzerlöse im Inland stabil geblieben sind, wurde ein deutlicher Rückgang im Exportgeschäft verzeichnet, das durch Lieferungen an verbundene Unternehmen der Nestlé Gruppe geprägt ist.

Die Produktkategorie Milch- und Diätetikprodukte verzeichnete einen Umsatzanstieg von 5,1 %. Der Umsatz im Inland erzielte deutliche Zuwächse nicht zuletzt aufgrund des Ausbaus der Kundenbasis im Health Science Bereich. Das Exportgeschäft verlief ebenfalls positiv, getrieben durch einen starken Zuwachs im Bereich Kindernahrung.

Die Produktkategorie Schokoladen und Süßwaren weist ebenfalls ein Umsatzwachstum von 9,4 % auf. Die Entwicklung im Inland verlief insbesondere im Außer-Haus-Bereich durch rückläufige Volumenentwicklungen etwas schwächer. Im Handel hat ein positiver Preiseffekt die negative Volumenentwicklung überkompensiert. Das Exportgeschäft an verbundene Unternehmen der Nestlé Gruppe erzielte ebenfalls aufgrund rohstoffbedingter Preisanpassungen deutliche Zuwächse.

Unter der Produktkategorie "Sonstiges" werden im Wesentlichen die Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso dargestellt. Die Umsatzerlöse entwickelten sich mit einem starken Zuwachs von 10,7 % positiv.

Nach dem Umsatzrückgang in den Produktkategorien um 3,9 % verzeichneten wir auch bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen sowie sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen einen Rückgang, der zu einer gesamthaften Reduktion der Umsatzerlöse von 4,0 % führte.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 rechnete die Nestlé Deutschland AG seinerzeit unter Berücksichtigung der verfügbaren Erkenntnisse bereinigt um die Übertragung des Tiefkühlpizzageschäftes mit einem prozentualen Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien in einem unteren einstelligen Bereich. Insofern lag die bereinigte Umsatzentwicklung im Rahmen der Erwartungen.

Ertragslage

Die Ertragslage ist insbesondere hinsichtlich der Umsatzerlöse sowie Materialaufwendungen durch die unterjährige Übertragung des Tiefkühlpizzageschäftes zum 31. Juli 2023 nicht uneingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar, wie bezüglich der Umsatzerlöse im oben beschriebenen Geschäftsverlauf erläutert.

Das positive Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 58,6 Mio. Im Vorjahr betrug das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung EUR 26,1 Mio. Während die Ergebnisentwicklung im Vorjahr bereits durch Sondereffekte im mittleren zweistelligen Millionenbereich negativ beeinflusst war, wurde auch das Jahresergebnis 2024 durch Sondereffekt, insbesondere Restrukturierungsaufwendungen negativ belastet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 30,8 Mio. gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg durchgereichter IT-Kosten aus dem Geschäftsbereich GLOBE Center Europe sowie aus der Veräußerung der Vitaflo Deutschland GmbH an die Muttergesellschaft, Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH zurückzuführen.

Die Relation des Materialaufwands (inklusive der Aufwendungen für bezogene Leistungen) zum Umsatz lag mit 60,0 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (i. Vj. 60,9 %). Verglichen mit einer um das übertragene Tiefkühlpizzageschäft bereinigten Vorjahresquote ergab sich durch Preisanstiege bei den Rohstoffen und bezogenen Leistungen in 2024 jedoch ein leichter Anstieg.

Der Personalaufwand ist in Relation zum Umsatz auf 11,8 % (i. Vj. 11,9 %) leicht gesunken, da Lohn- und Gehaltssteigerungen stark rückläufige Aufwendungen für Altersversorgung gegenüberstanden, die im Vorjahr durch einen Sondereffekt in Form eines Folgebeitrags an eine Einrichtung der betrieblichen Altersversorgung belastet waren.

Die Abschreibungen lagen mit EUR 81,7 Mio. unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. EUR 88,2 Mio.), insbesondere durch den Wegfall des zeitanteiligen Tiefkühlpizzageschäfts im Jahr 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 25,9 Mio. von EUR 1.023,1 Mio. auf EUR 997,2 Mio. gesunken. Bereinigt um das in 2023 veräußerte Tiefkühlpizzageschäft lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 5,9 Mio. um EUR 1,2 Mio. leicht über dem Vorjahreswert von EUR 4,7 Mio.

Das Finanzergebnis hat sich um EUR 16,1 Mio. von EUR -7,1 Mio. auf EUR -23,2 Mio. verschlechtert, was im Wesentlichen aus einer Wertberichtigung auf Finanzanlagen resultiert, da die Anteile an einer russischen Gesellschaft wertberichtigt wurden.

Nestlé erwartete auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024 einen weiterhin hohen Kostendruck aufgrund gestiegener Preise für Rohstoffe und bezogene Leistungen, die die Umsetzung weiterer Preiserhöhungen notwendig machen würden. Nestlé ging seinerzeit davon aus, dass damit weitere Preissteigerungen für Rohstoffe und bezogene Leistungen kompensiert werden können, auch wenn die Materialaufwandsquote noch nicht wieder auf ein Niveau vor der Welle der Preissteigerungen zurückzuführen sein würde.

Im Rahmen der Prognose ist Nestlé von keinen wesentlichen quantifizierbaren Sondereffekten ausgegangen. Hinsichtlich der Entwicklung das Jahresergebnisses (vor Gewinnabführung) gingen wir daher von einem Betrag in einem Korridor von EUR 80-100 Mio. im Geschäftsjahr 2024 aus. Das erzielte Jahresergebnis in Höhe von EUR 58,6 Mio. liegt signifikant unterhalb dieses Korridors. Dies ist allerdings im Wesentlichen auf die Sondereffekte im mittleren zweistelligen Millionenbereich in Form von nicht prognostizierten Restrukturierungsaufwendungen, einer Wertberichtigung auf Finanzanlagen sowie den Erlös aus dem Verkauf einer Beteiligung zurückzuführen. Bereinigt um diese Sondereffekte hätte das Jahresergebnis innerhalb des prognostizierten Korridors gelegen.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 23,2 Mio. von EUR 1.347,5 Mio. auf EUR 1.370,7 Mio. erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 17,4 % (i. Vj. 17,7 %).

Das Anlagevermögen hat sich um EUR 17,6 Mio. von EUR 633,7 Mio. auf EUR 616,1 Mio. verringert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um EUR 7,4 Mio. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von EUR 89,1 Mio. (Vj. EUR 67,8 Mio.) in das Sachanlagevermögen getätigt, denen Abschreibungen mit EUR 81,6 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüberstanden. Gegenläufig reduzierte sich das Finanzanlagevermögen um EUR 25,0 Mio. von EUR 170,1 Mio. auf EUR 145,1 Mio. Dies resultierte im Wesentlichen zum einen aus der Wertberichtigung auf Anteile an einer russischen Gesellschaft, die als nachhaltig im Wert angesehen wird, sowie der Veräußerung der Anteile an der Vitaflo Deutschland GmbH.

Das Umlaufvermögen hat sich um EUR 40,6 Mio. von EUR 705,7 Mio. auf EUR 746,3 Mio. erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um EUR 17,0 Mio., wohingegen sich die sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 10,6 Mio. rückläufig entwickelten.

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich der Anstieg der Bilanzsumme um EUR 23,2 Mio. fast ausschließlich durch um EUR 18,9 Mio. höhere sonstigen Rückstellungen wider. Einem Anstieg der Restrukturierungsrückstellungen sowie der Rückstellungen für Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen stehen insbesondere reduzierte Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gegenüber.

Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Sowohl der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf als auch Finanzüberschüsse werden im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt beziehungsweise über diesen angelegt. Die Verzinsung des Cash Pools erfolgt zu marktüblichen und an den Euribor gekoppelten Konditionen. Die Cash-Pool-Forderung gegenüber der Muttergesellschaft belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2024 auf EUR 11,7 Mio (i. Vj. Verbindlichkeit von EUR 76,6 Mio).

Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen hat das Geschäftsjahr 2024 die Erwartungen hinsichtlich der Umsatzentwicklung erfüllt, wohingegen das Jahresergebnis durch die bereits genannten Sondereffekte nicht erreicht werden konnte. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash-Pool. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtsjahr weiterhin positiv.

Erklärung zur Unternehmensführung*

Der Aufsichtsrat hatte im November 2022 beschlossen, für den Zeitraum bis zum 30. November 2027 den Frauenanteil für den Aufsichtsrat auf mindestens auf 41,7 % zu erhöhen und für den Vorstand mit 25 % beizubehalten. Der Vorstand hat darüber hinaus im Oktober 2022 die Zielgrößen für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand auf jeweils 30 % für den Zeitraum bis zum 30. November 2027 festgelegt.

Zum 31. Dezember 2024 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 50 % (2023: 50%), im Vorstand bei 0 % (2023: 0%), auf der ersten Führungsebene unter dem Vorstand bei 31 % (2023: 19%) sowie auf der zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bei 38 % (2023: 34%).

Die bis zum 30. November 2027 festgelegte Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 41,7 % wurde zum 31. Dezember 2024 übertroffen, im Vorstand wurde die Zielgröße von 25 % nicht erreicht. Die Zielgröße von 30 % für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand wurde übertroffen. Die Zielgrößen für den Frauenanteil dokumentieren das Bestreben der Unternehmensführung, Chancengleichheit bei der Besetzung vakanter Stellen auf jeder Ebene sicherzustellen. Die finale Entscheidung für die Besetzung wird allerdings aufgrund der erforderlichen Qualifikation sowie der jeweiligen Verfügbarkeit getroffen, daher wurden die bis zum 30. November 2027 gesetzte Zielgrößen zum 31. Dezember 2024 noch nicht erreicht.

* Die "Erklärung zur Unternehmensführung" wird in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Forschung und Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé-Forschungsbereiche zurück.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem (RMS) der Nestlé Deutschland AG ist als Teil des globalen RMS ein alle Unternehmensaktivitäten umfassendes System. Dabei wird ein systematischer und permanenter Prozess mit folgenden Elementen durchlaufen: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikokommunikation sowie die Risikoüberwachung. Das RMS hat dabei folgende wesentliche Zielsetzungen:

Die Unternehmensorganisation über Risiken mit dem Potenzial zur Gefährdung der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Ziele zu informieren.

Rückmeldung über die Effektivität von Kontrollmaßnahmen zu wesentlichen Risiken zu geben.

Teil des RMS ist auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit hinsichtlich der regelkonformen Aufstellung des Jahresabschlusses zu erlangen.

Die einzelnen Komponenten des RMS unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die Innenrevision.

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere von Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unsere Ausführungen im Anhang.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG bewegt sich wie in den Vorjahren weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld. Für Deutschland wird für 2025 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum erwartet. Die Bundesregierung rechnet mit Wachstumsimpulsen vor allem von den privaten Konsumausgaben (BMWK, Jahreswirtschaftsbericht 2025). Der Druck auf die deutsche Wirtschaft bleibt also bestehen. Im Jahr 2024 schrumpfte das BIP um -0,2 % (Statistisches Bundesamt, Jan 2025) nach einem Jahr der Stagnation in 2023. Auch das Jahr 2025 bleibt herausfordernd, da trotz gestiegener Reallöhne damit zu rechnen ist, dass die Inflation weiterhin die Kaufkraft mindert und somit den Konsum ausbremst. So rechnet die Bundesregierung nur mit einem leichten Plus von +0,3 % BIP-Wachstum in 2025 (Jahreswirtschaftsbericht 2025 "Für eine neue wirtschaftliche Dynamik"). Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln und Energie schwächt sich weiter ab (Destatis, Feb 2025), allerdings ist auch im Januar 2025 eine Teuerung bei Lebensmitteln von +0,8 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Insbesondere gefühlt steigende Preise und die schwache Konjunkturprognosen verunsichern Verbraucher stark. In der Folge bleibt die Sparneigung (Konsumklima, Feb 2025, NielsenIQ, GfK Konsumklimas powered by NIM).

2025 werden weiterhin erhöhte Rohstoffpreise und Energiepreise im Vergleich zu den Vor-Pandemie-Jahren sowie Abhängigkeiten von globalen Lieferketten das Unternehmensumfeld prägen. Unterbrochene Lieferwege durch beispielsweise kriegerische Auseinandersetzung (die Lage am Roten Meer hat sich nicht entspannt und die Herausforderungen durch anhaltend schwierige geopolitische Situationen sind größer geworden) oder unvorhersehbare Ereignisse wie das Aufkommen der Maul- und Klauenseuche, u.a. in Deutschland mit Exportstopp, sowie die global grassierende Vogelgrippe H5N1 können zu einer Lieferverzögerung von Rohstoffen und Exportartikeln führen. Chancen sieht das Unternehmen in langjährigen und gepflegten Lieferantenbeziehungen, um Engpässe in schwierigen Zeiten gemeinsam im Dialog zu überwinden. Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich äußerst deutlich in den Entwicklungen der Kaffee und Kakaopreise. Hoffnungen auf eine gute Ernte, welche die Preise nach unten treibt, haben sich leider nicht bestätigt, und die tägliche Volatilität in den Rohstoffpreisen ist beispiellos. Energiekosten bleiben auf hohem Niveau. Nestlé erwartet weiterhin deutlich volatilere Preisentwicklungen aufgrund von geopolitischen Krisen oder schlechter Ernten.

Daneben erfordern ein herausforderndes Wettbewerbsumfeld sowie die fortschreitende Konzentration des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland und in internationalen Einkaufsallianzen volle Aufmerksamkeit. Die Top-4 Händler sind für ein Dreiviertel des Food-Umsatzes in Deutschland verantwortlich. Trotz der erkennbaren Verschiebung von Vollsortimentern zu Discount in den letzten Jahren bleibt das Ranking der Top Händler bestehen (Trade Dimensions, German FMCG market, FY 2024). Der zunehmende Einfluss deutscher Händler in internationalen Einkaufsallianzen und -kooperationen setzt Hersteller wie die Nestlé Deutschland AG weiter unter Preisdruck. Die Umsetzung notwendiger Preiserhöhungen bei den Handelspartnern bleibt schleppend, kann viel Zeit in Anspruch nehmen und kurzfristige Lieferpausen für die Nestlé Deutschland AG beinhalten. Die Situation für Nestlé ist daher herausfordernd.

Die Themen Inflation und Migration sind die beiden größten Sorgen der Menschen in Deutschland, gefolgt von Armut und sozialer Ungleichheit (Ipsos "What worries the world", Jan 2025). So achten Verbraucher auch im Jahr 2025 weiterhin verstärkt auf Promotions, Eigenmarkenangebote und das Discounterangebot. Zudem gehen Verbraucher öfter einkaufen. Herstellermarken wachsen vor allem über Promotions, während Handelsmarken auch etwas am Regal zulegen. Eigenmarken gewinnen dabei leicht stärker als Herstellermarken, vor allem Premium Handelsmarken. Auswirkungen auf die Nestlé Deutschland AG kann weiterhin eine zurückhaltende Nachfrage nach Markenprodukten sein und damit stagnierende Marktanteile. Chancen sieht das Unternehmen in der verstärkten Vermarktung von "affordable nutrition", also erschwinglichen Nahrungsmitteln. Das Wachstum der Discounter verlangsamt sich und liegt Ende 2024 auf vergleichbarem Niveau mit dem LEH Food Vollsortimentern. Große Verbrauchermärkte verlieren an Bedeutung, ebenso der Fachhandel (YouGov Kronberg, Jan 2025). Der Außer-Haus-Markt verzeichnet auch 2024 noch geringere Besucherzahlen als noch vor dem Einbruch während der Corona Pandemie, gleicht dies jedoch über gestiegene Preise aus (Crest, npdgroup deutschland GmbH, AHM Total, Feb 2025).

Das Wachstum in Fast-Moving Consumer Goods (FMCG), Food sowie den Nestlé Kategorien ist im Jahr 2024 nicht mehr ausschließlich durch Preissteigerungen, sondern auch durch ein Mengenwachstum getrieben. Es handelt sich um das erste richtige Mengenwachstum seit dem Pandemiejahr 2020. Eine Deflation in den Nestlé Kategorien ist aktuell nicht beobachtbar. (YouGov, 44. Unternehmergespräch Kronberg, 30.01.2025)

Der Anspruch von Konsumentinnen und Konsumenten, mehr über ihre Lebensmittel und deren Nährwertprofile zu erfahren, hält weiter an. Laut der Nestlé-Studie 2024 (Nestlé Ernährungsstudie: "So is(s)t Deutschland 2024) sagen 68% der Konsumenten, dass die Ernährung eine große oder sehr große Rolle in ihrem Leben spielt. Mehr als die Hälfte der Befragten beschäftigt sich eigenen Aussagen zufolge viel mit der eigenen Ernährung. Neben persönlicher Überzeugung (68%) sind auch gesundheitliche Überlegungen (41%) hier besonders relevant. Bei allen Aspekten ist im Vergleich zu 2018 ein erheblicher Zuwachs zu verzeichnen. So identifiziert der BMEL-Ernährungsreport 2024 sogar 91% der Menschen, für die es (sehr) wichtig ist, dass Essen gesund ist (Deutschland, wie es isst - Der BMEL-Ernährungsreport 2024). Chancen für das Unternehmen ergeben sich in der Kommunikation zu den Marken und Produkten. Ob direkt auf der Verpackung oder begleitend, setzt die Nestlé Deutschland AG auf die einfache und klare Kommunikation zu den Vorteilen einer ausgewogenen Ernährung. Rezepttipps für Verbraucherinnen und Verbraucher beispielsweise auf der Maggi-Webseite, unterstützen einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Zudem beabsichtigt das Unternehmen, wieder vermehrt Budget in die Markenkommunikation der wichtigsten Nestlé-Marken zu setzen und damit die Sichtbarkeit der Produkte sowie Botschaften zu erhöhen.

Auch das Thema Nachhaltigkeit bleibt wichtig und das Bedürfnis nach Anpassung der eigenen Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten wächst. Eine nachhaltige, pflanzenbetonte Ernährung ist auch ein zentrales Thema, dessen Relevanz in der Ernährungsstrategie "Gut essen für Deutschland" hervorgehoben wurde ("Deutschland, wie es isst" - Der BMEL-Ernährungsreport 2024). Wie die zu erwartende neue Regierung das Thema weiterbehandelt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Chancen für das Unternehmen ergeben sich in der Anpassung des Produktportfolios: Die Marken Maggi und Thomy bringen immer mehr vegane Produkte auf den Markt, wie die vegane Mayonnaise, die veganen BBQ-Saucen und die vegane Sauce Hollandaise der Marken Thomy sowie das vegane Maggi Fix für Gemüse Paella. Mittlerweile sind 58% (bezogen auf den Umsatz) der Produkte von Maggi und Thomy für eine vegetarische Ernährung geeignet. Unter der Marke Garden Gourmet bietet Nestlé eine breite Palette an veganen sowie vegetarischen Lebensmitteln und Fleischersatzprodukten an. Diese reicht vom Garden Gourmet Sensational Burger über Gemüsebällchen bis hin zu veganen Filet-Streifen und veganem "ThunVisch". Die Produktpalette wurde zuletzt um die "Spinat-Käse-Knuspertasche" im Jahr 2024 ergänzt.

Auch das bestehende Sortiment wird überarbeitet. In den letzten Jahrzehnten wurden kontinuierlich diverse Reformulierungsprojekte umgesetzt, um zum Beispiel Salz, Zucker und Fette zu reduzieren. Mit Blick auf das Geschmacksprofil werden weitere Reduktionen zum Teil herausfordernder. Trotzdem arbeiten wir weiterhin gezielt an zusätzlichen Reduktionen, z.B. um unsere internen Nährwertgrenzen einzuhalten und/oder einen besseren Nutri-Score zu erreichen. Durch die globale "Good For You"-Strategie verfolgt das Unternehmen mehrere Ziele bezüglich "Portfolio & Produkte". Neben der Reduktion von Salz, Zucker und Fetten setzt das Unternehmen vermehrt auf natürliche und bekannte Zutaten sowie kurze Zutatenlisten. Damit entspricht Nestlé Deutschland auch den gestiegenen Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie (politischen) Stakeholdern, gesündere Lebensmittel anzubieten.

Mit der in mehreren europäischen Ländern angewendeten Nährwertkennzeichnung "Nutri-Score", deren Umsetzung von Nestlé Deutschland von Beginn an unterstützt wurde, setzt das Unternehmen auf Transparenz direkt auf der Produktverpackung. Der Nutri-Score ist auf Nestlé-Produkten im Geltungsbereich zu finden (explizit ausgenommen sind Produkte der Nestlé Nutrition, Nestlé Health Science, Pet Food, aber auch beispielsweise purer Kaffee). Seit Anfang 2024 ist ein neuer Algorithmus zur Berechnung des Nutri-Scores bei Nutzung des Systems verpflichtend. Dieser orientiert sich stärker als bisher an den "Food Based Dietary Guidelines", also den offiziellen Ernährungsempfehlungen der europäischen Länder. Die neue Berechnungsformel soll zudem dabei unterstützen, die Scores innerhalb einer Produktgruppe noch besser zu differenzieren. Nestlé wird sukzessive den neuen Algorithmus für die relevanten Produkte anwenden und bis Ende 2025 beim gesamten Portfolio im Geltungsbereich umgesetzt haben. Dies kann auf einzelnen Produkten zu einem veränderten Nutri-Score auf der Produktverpackung führen, trotz gleichbleibender Rezeptur.

Transparenz in der Lieferkette ist und bleibt weiterhin ein wichtiges Thema für die Nestlé Lieferkette. Seit dem 1. Januar 2023 wendet Nestlé Deutschland das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) an und hat im Mai 2024 erstmals öffentlich gemäß den geforderten Kriterien berichtet. Grundlage ist unter anderem die auf lokaler Ebene durchgeführte Risikoanalyse, um die menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken in allen Geschäftsabläufen und den Lieferketten angemessen zu adressieren. Offen bleibt die weitere Entwicklung des Europäischen Lieferkettengesetzes (CSDDD). Auswirkungen für Nestlé Deutschland und das bestehende LkSG sind abzuwarten - vor allem in Hinblick auf die Pläne der neuen Bundesregierung. Grundsätzlich sieht sich Nestlé Deutschland bezüglich anstehender EU-Auflagen gut aufgestellt und die Chance, durch einheitliche, europaweite Vorgaben auf einem Level-Playing Field zu agieren und einen Beitrag zu mehr Transparenz und weniger Risiken in Lieferketten zu liefern. Risiko ist unter anderem eine zu hohe Regulierung mit einhergehend hohem Bürokratieaufwand für betroffene Unternehmen wie die Nestlé Deutschland AG.

Das Erreichen der Klima-Ziele hat weiterhin oberste Priorität. Nestlé hat sich global zum Ziel gesetzt, bis 2050 die Treibhausgasemissionen auf Netto-Null zu reduzieren, bis 2030 50% sowie bis 2025 20% der CO2e-Emissionen zu reduzieren. (Globaler Nestlé Nachhaltigkeitsbericht: Creating Shared Value at Nestlé, 2024). Für das Unternehmen ist die Einhaltung der Klimaziele unter anderem auch relevant für die externe Reputation und geht einher mit der Chance, durch eine verantwortungsvolle Kommunikation den Fortschritt des Unternehmens anschaulich zu erklären und kritischen NGO sowie Verbraucherinnen und Verbraucher auf dem Weg zu Netto-Null mitzunehmen

Im Fokus der Nestlé Deutschland AG steht profitables Wachstum und das Gewinnen von Marktanteilen. Erreicht wird dies unter anderem durch Effizienzprojekte in den Werken und Verwaltungen sowie Chancen zu Einsparungen im Einkauf. . Mit einem gezielten Kostenprogramm im Bereich der Beschaffung, will Nestlé von 2025-2027 signifikante Kosteneinsparungen erzielen, die einen Großteil der kommunizierten globalen Effizienzsteigerungen in Höhe von CHF 2,5 Mrd. ausmachen sollen. Ziel für 2025 ist es, gezielt in Top Marken (so genannte "Big Bets" und "Growth Platforms") zu investieren sowie vielversprechende Innovationen zu unterstützen und den Umsatz zu stimulieren. Die Investitionen in Nachhaltigkeitsprojekte werden ebenso weiter vorangetrieben.

Darüber hinaus ist das Unternehmen gefordert, ein sich stetig entwickelndes IT-Umfeld im Blick zu behalten sowie die damit verbundenen Risiken für Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit jeglicher Daten, frühzeitig zu erkennen und erforderliche Maßnahmen zu ergreifen.

Spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Nestlé Deutschland AG in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinträchtigen oder den Bestand der Nestlé Deutschland AG gefährden könnten, sind derzeit nicht ersichtlich.

Ausblick für die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Die anhaltende angespannte geopolitische Lage, nicht zuletzt aufgrund der militärischen Eskalation in der Ukraine seit Ende Februar 2022, führen weiterhin zu sehr volatilen Rohstoff- und Devisenmärkten. Nestlé erwartet auch für das laufende Geschäftsjahr einen weiterhin hohen Kostendruck aufgrund gestiegener Preise für Rohstoffe und bezogene Leistungen.

Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr 2025 mit einem prozentualen Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien in einem unteren einstelligen Bereich. Die Entwicklung des Beteiligungsergebnisses ist stark abhängig von der weiteren Entwicklung der russischen Beteiligungen und schwer prognostizierbar. Wir berücksichtigen daher im Rahmen der Prognoserechnungen derzeit keine wesentlichen Beteiligungserträge. Die Bewertung der russischen Beteiligungen könnte einen weiteren Einfluss auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) im laufenden Geschäftsjahr 2025 haben.

Am 20. März 2025 hat die Nestlé Deutschland AG zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Maßnahmen an zwei Produktionsstandorten angekündigt.

Am Standort Neuss werden bestimmte Fertigungslinien in andere Werke verlegt. Daraus folgt, dass das Werk Neuss nicht mehr weiter betrieben werden kann und die Planungen zur Schließung des Werkes aufgenommen werden.

Am Standort Conow soll die Fertigung bestimmter Produktlinien ebenfalls an andere Werke verlagert werden. Verschiedene Optionen, wie auch der Verkauf des Werkes an andere Unternehmen, werden geprüft, um eine komplette Werksschließung zu vermeiden.

Im Rahmen der Prognose sind uns keine weiteren wesentlichen quantifizierbaren Sondereffekte, die das Ergebnis beeinflussen könnten, bekannt. Hinsichtlich der Entwicklung das Jahresergebnisses (vor Gewinnabführung) gehen wir daher auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse von einem Betrag in einem Korridor von EUR 40-60 Mio. im laufenden Geschäftsjahr 2025 aus.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt auch zukünftig über den konzerninternen Cash-Pool.

Hinsichtlich der Nachberichtserstattung verweisen wir auf den Anhang.

Frankfurt am Main, den 28. März 2025

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Alexander von MAILLOT Carsten HACKEL
Ralf HENGELS Fabrice JOHAN

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2024 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr zwei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2024 sind von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.

Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Société des Produits Nestlé S.A., Vevey (Schweiz) und der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und sind von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Die Konzernabschlüsse der Société des Produits Nestlé S.A., Vevey (Schweiz) und der Nestlé S.A., die nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt sind, werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Der Aufsichtsrat

Unterschleißheim, den 5. Juni 2025

Peter Vogt
- Vorsitzender -

Aufsichtsratsvorsitzender: Peter Vogt
Vorstand: Alexander von Maillot (Vorsitzender), Carsten Hackel, Ralf Hengels, Fabrice Johan
Sitz Frankfurt am Main | Registergericht Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 28 163