Delticom AG

Hannover

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Konzernlagebericht

der Delticom AG

Grundlagen des Konzerns

Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führender Reifenhändler im Internet. Im Geschäftsbereich E-Commerce sind wir in 42 Ländern mit 137 Onlineshops tätig.

Organisation

Mit durchschnittlich 179 Mitarbeitern ist Delticom ein vergleichsweise schlankes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben sind an Operations-Center ausgelagert. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette.

Rechtliche Konzernstruktur

Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2013 vollkonsolidiert sind:

Reifendirekt GmbH, Hannover (Deutschland)

Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland)

Delticom Tyres Ltd., Oxford (Großbritannien)

NETIX S.R.L., Timisoara (Rumänien)

Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA)

Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA)

Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland)

Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland)

RD Reifendirekt GmbH & Co. KG, Hannover (Deutschland)

Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.

Die Anteilsbesitze an der Delticom North America Inc. und mittelbar an der am 19.07.2013 neu gegründeten Tochergesellschaft Wholesale Tire and Automotive Inc. liegen zu 100°% bei der Delticom AG.

Vorstand und Aufsichtsrat

Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.

Vorstand

Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.

Externe Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung

Fahrzeugbestand, Fahrleistung, Ersatzzyklus

Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Das Unternehmen ist aber nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes.

Auf den Straßen Europas fahren mehr als 242 Millionen Autos. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei etwa 8 Jahren, wovon 60 % jünger als 10 Jahre sind. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Auch bei sinkenden Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren steigen.

Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten – insbesondere Benzinpreise – haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.

Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.

Preis und Mix

Umsatz und Marge eines Reifenhändlers werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.

Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.

Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.

Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.

Wetterabhängige Nachfrage

Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.

Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.

In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.

Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.

Da Delticom europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen.

Regulatorische Einflüsse

Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde: Demnach dürfen bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ Kraftfahrzeuge nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Bei Verstoß drohen ein Bußgeld und ein Eintrag in das Verkehrszentralregister. Zudem riskieren Autofahrer den Verlust des Versicherungsschutzes. In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist sogar eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.

EU-Reifenlabel

Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.

Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.

Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes „A“ steht dabei für die beste und ein rotes „G“ für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.

Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.

Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.

Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Delticom informiert seine Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.

DEX

Delticom hat im Sommer 2012 eine Online-Befragung unter mehr als 40.000 Endverbrauchern in 15 europäischen Ländern zum Reifenlabel durchgeführt, um zu erfahren, wie die europäischen Autofahrer die einzelnen Labelkriterien bei der Kaufentscheidung gewichten. Basierend auf diesen Umfrageergebnissen haben wir für Sommer-und Ganzjahresreifen den sogenannte DEX (Delticom Effizienzklassen Index) entwickelt, der exklusiv in den Onlineshops der Delticom zu finden ist. Bei diesem Index handelt es sich um ein Sterne-Bewertungssystem, welches die kumulierten Werten der einzelnen Label-Kriterien des jeweiligen Reifens und die Gewichtung dieser Kriterien durch die Gesamtheit der Kunden kombiniert. Mit dem DEX als weitere Filtermöglichkeit kann der passende Reifen unter den Gesichtspunkten der Reifenlabel-Kriterien in unseren Onlineshops noch komfortabler und schneller ausfindig gemacht werden. Zusätzlich bieten wir unseren Kunden damit eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Interpretation der Labelkriterien an.

Wettbewerbsposition

Geringe Markteintrittsbarrieren

In einigen Ländern bieten manche Reifenhändler und Werkstattketten ihre Waren mittlerweile auch über das Internet an – ein zusätzlicher Vertriebskanal, der das stationäre Hauptgeschäft ergänzt. Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Online-Handel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal im Reifenhandel immer mehr an Bedeutung gewinnt.

First-Mover

Als "First-Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Derzeit ist Delticom, gemessen an den über das Internet erzielten Umsatzerlösen, deutlich größer als die Wettbewerber und im Gegensatz zu diesen in ganz Europa tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lager- und Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Nachfrage gut ausgeglichen werden.

Schlanke Wertschöpfungskette

Wir konzentrieren uns auf den Online-Handel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 37.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.

Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Die niedrige Kostenbasis verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.

Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass Delticom aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden Reifenhändlern im Internet gehören wird.

Marktumfeld

Markt für Ersatzreifen

Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für Delticom ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60°% aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20°% Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.

Ein Drittel der weltweiten Reifennachfrage entfällt auf Europa, ein weiteres Drittel auf Nordamerika und etwa 20°% auf Asien. Die Nachfrage nach Ersatzreifen in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich – nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen – für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mindestens 12 Mrd. €.

Lieferkette

Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren – wie in vielen anderen Produktgruppen auch – zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.

Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.

Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Online-Anbieter.

Reifenhandel im Internet

In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.

Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2013 europaweit nicht wesentlich mehr als 6 % der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.

In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei knapp 10°%. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommende Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf 15 bis 22 Prozent steigen.

Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an dieser nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren – und den Markt wesentlich mitzuprägen.

Wichtige Geschäftsprozesse

Einkauf

Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.

Kundengewinnung

Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Online-Marketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil Club (ADAC).

Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher Reifen kaufen kann. Mittels TV-Kampagnen macht Tirendo auf den Onlinereifenkauf aufmerksam. Zudem informiert unsere PR-Abteilung die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Reifenkaufs.

Customer Capital

Seit Gründung des Unternehmens haben über 7,3 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 6,1 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Die Kundenbasis enthält auch die von Tirendo im Gesamtjahr 2013 gewonnenen Neukunden in Höhe von 189 Tausend. Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital: Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.

Lagerlogistik

Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.

Transportlogistik

Die in den Onlineshops verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.

Bestellprozess und Auftragsabwicklung

Bei Delticom werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software angestoßen. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen sind in Operations-Center ausgelagert.

Produkte

Ersatzreifen

Delticom erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Onlineshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.

Saisonale Sortimente

In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.

Innovative Produkte

In den letzten Jahren fragten unsere Kunden vermehrt Ultra-High-Performance-Reifen und innovative Produkte wie Run-Flat-Reifen nach. Das Interesse an ökologisch nachhaltigen Produkten nimmt stetig zu. Daher können unsere Kunden bei uns auch Reifen kaufen, die helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.

Zubehör und Ersatz- und Verschleißteile

Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.

Geschäftsmodell

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich auf in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel.

E-Commerce

Der Großteil des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich E-Commerce. Delticom verkauft Reifen über 137 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist ReifenDirekt. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken.

Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.

In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.

Das Unternehmen ist in 42 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt die Gesellschaft den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA und seit Ende 2010 auch in Asien.

Großhandel

Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland.

Mitarbeiter

254 Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2013 waren insgesamt 254 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, davon 144 bei Delticom (inkl. Azubis) und 110 bei Tirendo in Berlin. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 179 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 144). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.

Aus- und Weiterbildung

Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bietet Delticom seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.

Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2013 haben 4 junge Menschen bei uns eine Ausbildung begonnen. Zum Jahresende 2013 waren insgesamt 10 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 12).

Eigenverantwortung

Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.

Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.

IT-Infrastruktur

Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die ausgelagerten Operations-Center mit ein.

Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 AktG)

Gemäß §°312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Grundzüge des Vergütungssystems

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2013 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung,

erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile,

variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom AG. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/ Malussystem. Dem zum 31.12.2013 aus dem Unternehmen ausgeschiedenen Finanzvorstand Schuhardt wurde als variable Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusätzlich die Teilnahme an einem Aktienoptionsprogramm ermöglicht. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2013 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.

Erklärung zur Unternehmensführung

Weitere Angaben über die Corporate Governance, die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Praxis der Unternehmensführung enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Website www.delti.com/CG zum Download zur Verfügung steht.

Unternehmenssteuerung und Strategie

Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft: Verkauf von Ersatzreifen in Europa. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält für das Geschäft mit Endkunden keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen, sie werden ergänzt durch Leistungskennzahlen aus der Wertschöpfungskette.

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Finanzielle Ziele

Wir steuern das Gesamtunternehmen und die einzelnen Bereiche mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:

Umsatz und Umsatzwachstum werden sowohl für die Gruppe als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen.

Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen.

Für Delticom als Ganzes ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) die wesentliche Steuerungsgröße.

Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.

Liquidität

Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.

Nichtfinanzielle Ziele

Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwickung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator dar.

Kundenzahlen

Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2013 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.153 Tausend über Vorjahr (2012: 850 Tausend). Hierin enthalten sind die von Tirendo im Gesamtjahr 2013 gewonnenen Neukunden in Höhe von 189 Tausend. Solche Kunden, die im letzten Jahr sowohl bei Delticom als auch bei Tirendo erstmals gekauft haben, werden nicht doppelt geführt. Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 534 Tausend Bestandskunden (2012: 472 Tausend, +13,2 %) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft. Da Tirendo ein junges Unternehmen ist, fällt die Anzahl der Wiederkäufer noch vergleichsweise gering aus. Wir haben diese daher für 2013 noch nicht in der Berechnung berücksichtigt.

Lieferfähigkeit

Delticom erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu- und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.

Auftragsabwicklung

Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.

Effizientes Lagerhandling

Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-Augen-Prinzip).

Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.

Strategie

Das Management beabsichtigt, die bestehende Marktführerschaft im europäischen Online-Reifenhandel zu behaupten und weiter auszubauen. Der Geschäftsbereich E-Commerce soll auch in den kommenden Jahren weiterhin stark zum Unternehmenswachstum beitragen.

Fokus

Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen an private Endkunden in Europa. Andere Produkte, Regionen und Zielgruppen entwickeln wir bevorzugt organisch aus unserem Geschäft heraus.

Wir gehen davon aus, dass Delticom auch in Zukunft weniger durch Zukäufe, sondern vorrangig organisch wachsen wird. Sollten sich jedoch Opportunitäten ergeben, dann werden wir diese prüfen.

Nur online

Im Geschäftsbereich E-Commerce verkaufen wir ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.

Optimiertes Sourcing

Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.

Liquiditätsmanagement

Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.

Verlässliche Partner

Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Reifen schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellt Delticom seinen Kunden ein Netzwerk mit Tausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung sind in Operations-Center ausgelagert.

Großhandel

Im Segment Großhandel erwartet die Gesellschaft in den kommenden Jahren kein wesentliches Wachstum, verfolgt aber strategisch wichtige Ziele: Zum einen erhält Delticom aus diesem Bereich Informationen über den Markt, zum anderen können wir auch kurzfristig größere Volumina bewegen und zügig in neuen Ländern Fuß fassen.

Forschung und Entwicklung

Eigene Software

Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.

Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.

Testmärkte

Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen 2013

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr kraftlos. Zwar hellte sich die Stimmung in Europa im Jahresverlauf zunehmend auf. Allerdings konnte die Realwirtschaft in 2013 von diesem Trend noch nicht profitieren. Die Arbeitslosigkeit verharrt vielerorts noch immer auf einem hohen Niveau, was den privaten Konsum in weiten Teilen Europas bremst. Auch im europäischen Ersatzreifengeschäft blieb der erhoffte Aufschwung im letzten Jahr weitestgehend aus. Nachdem der Handel in 2012 mit einem deutlichen Absatzeinbruch konfrontiert gewesen war, entwickelte sich auch in 2013 die Nachfrage weiterhin vergleichsweise schwach.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Europa

Während der Währungsraum im ersten Halbjahr noch in der Rezession verharrte, wurde im weiteren Verlauf des Jahres die konjunkturelle Talsohle durchschritten. Jedoch belastete die nach wie vor angespannte Beschäftigungslage vielerorts die privaten Konsumausgaben.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich im europäischen Vergleich ein weiteres Jahr überdurchschnittlich. Insbesondere der robuste Arbeitsmarkt aber auch die nachlassende Inflation stützten den privaten Verbrauch.

Branchenspezifische Entwicklungen

Ersatzreifengeschäft

Nach zwei schwachen Jahren in Folge blieb auch in 2013 der erhoffte Aufschwung im Reifenhandel aus.

Sommerreifengeschäft erneut enttäuschend

Das Sommerreifengeschäft zeigte sich im letzten Jahr europaweit weiter schwach. In einer ersten Einschätzung für Deutschland geht der wdk (Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.) von einem Volumenrückgang um 10,4°% bei Sommerreifen aus.

Milder Winter

Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresende und der Kaufzurückhaltung vieler europäischer Autofahrer, wurden 2013 im Reifenhandel nochmal weniger Winterreifen nachgefragt als im Jahr zuvor.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Am 16.09.2013 hat Delticom sämtliche Geschäftsanteile des in Berlin ansässigen Online-Reifenhändlers Tirendo Holding GmbH und aller Tochtergesellschaften erworben. Die Tirendo Holding GmbH und die Tirendo Deutschland GmbH (beide Gesellschaften nachfolgend zusammen als Tirendo bezeichnet) werden ab dem Erwerbszeitpunkt 16.09.2013 im Delticom-Konzern vollkonsolidiert.

Tirendo

Ausgangssituation

Der Anteil online verkaufter Reifen ist im Vergleich zu anderen Warengruppen immer noch gering. Dabei bietet der Kauf im Internet viele Vorteile: Kurze Lieferzeiten, attraktive Preise und eine große Auswahl an Produkten, auch zu Saisonspitzenzeiten.

Mit ReifenDirekt.de hat Delticom bereits im Jahr 2000 einen der ersten Online- Shops für Reifen in Deutschland eröffnet. Heute ist Delticom mit über 7,3 Millionen Kunden in 42 Ländern der Marktführer in einem Vertriebskanal, der immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Tirendo

Tirendo wurde im Oktober 2011 gegründet und startete im März 2012 mit dem Reifenportal Tirendo.de in Deutschland. Das in Berlin ansässige Team hat Tirendo innerhalb kurzer Zeit am Markt als schnell wachsender Anbieter etabliert. Maßgeblich für die schnelle Steigerung der Bekanntheit sind TV-Kampagnen mit dem vierfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, Markenbotschafter für Tirendo.

Tirendo bringt nicht nur ergänzende Ansätze der Marktbearbeitung und Kundengewinnung in die Delticom-Gruppe ein, sondern verfügt auch über eine moderne IT-Infrastruktur, um die Prozesse abzubilden. Tirendo kann so ein breites Angebot in seinen Shops führen und die Produktpalette schnell und flexibel erweitern. Bereits heute bietet Tirendo nicht nur PKW-Reifen an, sondern auch Motorradreifen, Kompletträder, Felgen und Zubehör.

Tirendo ist mittlerweile in zehn europäischen Ländern präsent und verzeichnete in 2013 einen Umsatz von 43,7 Mio. € (2012: 7,1 Mio. € ).

Synergien

Mit der Akquisition ergänzen wir das bestehende Shop-Portfolio der Delticom um eine weitere starke Marke, mit der wir zusätzliche Käufergruppen ansprechen können. Dabei kann Tirendo auf das langjährige Branchen- und Logistiknetzwerk der Delticom-Gruppe in Hannover zurückgreifen. Die europäischen Autofahrer werden somit noch mehr als bislang von den Vorteilen und der Einfachheit eines Kaufs in unseren Onlineshops profitieren.

Entlang der Wertschöpfungskette werden wir in den kommenden Jahren die komplementären Stärken von Delticom und Tirendo nutzen, um eine gute Balance zwischen Wachstum und Profitabilität zu erzielen.

Umsatz

Konzern

Delticom, Europas führender Internet-Reifenhändler, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge.

Die Tabelle Umsatz nach Segmenten zeigt die Umsatzentwicklung der beiden Segmente E-Commerce und Großhandel im Mehrjahresvergleich.

Umsatz nach Segmenten

in Tsd. €

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2013 % +% 2012 % +%
Umsatz 505.542 100,0 10,8 456.379 100,0 —4,9
Primäre Segmente            
E-Commerce 493.106 97,5 11,7 441.424 96,7 —3,1
Großhandel 12.436 2,5 —16,8 14.955 3,3 —38,6
Regionen            
EU 383.592 75,9 14,0 336.479 73,7 —9,5
Rest 121.950 24,1 1,7 119.900 26,3 10,7
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2011 %
Umsatz 480.010 100,0
Primäre Segmente    
E-Commerce 455.647 94,9
Großhandel 24.363 5,1
Regionen    
EU 371.673 77,4
Rest 108.338 22,6

Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe von 505,5 Mio. €, ein Anstieg um 10,8 % gegenüber dem Vorjahreswert von 456,4 Mio. €.

E-Commerce

Der Umsatz im Geschäftsbereich E-Commerce stieg im Vorjahresvergleich in den 137 Onlineshops um 11,7 % von 441,4 Mio. € auf 493,1 Mio. €. Hierin enthalten sind die von Tirendo ab Erwerbszeitpunkt erzielten Umsätze in Höhe von 20,7 Mio. €. Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 97,5 %, im Vergleich zu 96,7 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Großhandel

Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft das Unternehmen Reifen an Großhändler im In- und Ausland. Der Segmentumsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 16,8 % auf 12,4 Mio. €, nach einem Vorjahresumsatz von 15,0 Mio. €.

Regionale Verteilung

Das Unternehmen ist weltweit in 42 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 383,6 Mio. € (+14,0 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern tätig, aber auch in den USA. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2013 ein Umsatz von 122,0 Mio. € (+1,7 %).

Saisonalität

Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.

Umsatzentwicklung

pro Quartal, in Mio. €

1. Quartal

Winterliche Strassenverhältnisse bescherten Delticom zu Jahresbeginn ein deutliches Umsatzplus im Geschäft mit Winterreifen. Allerdings kommt dem Wintergeschäft in den ersten Monaten des neuen Jahres typischerweise nur noch eine vergleichsweise geringe Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund anhaltend kalter Temperaturen bis weit in den März hinein entschlossen sich viele Autofahrer, den Kauf neuer Sommerreifen um einige Wochen zu verschieben. Demzufolge fiel der Umsatz im ersten Quartal mit 81,3 Mio. € um 4,9 % geringer aus als im Vorjahr.

2. Quartal

Wenngleich das Sommerreifengeschäft mit den wärmeren Temperaturen im April von einem Nachholeffekt profitieren konnte, so blieb die Nachfrage im zweiten Quartal dennoch vielerorts hinter den Erwartungen des europäischen Reifenhandels zurück. Insgesamt erlöste Delticom im zweiten Quartal Umsätze in Höhe von 130,9 Mio. € (Q2°12: 107,8 Mio. €), eine Steigerung um 21,5 % gegenüber dem Vorjahreswert.

3. Quartal

Auch im dritten Quartal fehlte es dem europäischen Ersatzreifenmarkt an Dynamik. Entgegen diesem Markttrend erzielte Delticom im dritten Quartal einen Umsatz in Höhe von 96,9 Mio. € (Q3°12: 87,2 Mio. €), gegenüber dem Vergleichszeitraum eine Steigerung um 11,1 %.

4. Quartal

Nach einem rückläufigen Ersatzgeschäft im europäischen Reifenhandel in den ersten neun Monaten, brachte auch das Winterreifengeschäft zum Jahresende nicht die erhoffte Trendwende. Erste vorläufige Schätzungen der Branchenverbände gehen bestenfalls von einem leichten Absatzplus im Geschäft mit Pkw-Winterreifen in 2013 aus. Trotz des milden Winterwetters ist es Delticom auch im Schlussquartal gelungen, den Absatz gegenüber Vorjahr zu steigern. Insgesamt erzielte Delticom im vierten Quartal einen Umsatz von 196,5 Mio. € (Q4°12: 175,9 Mio. €, +11,7 %). Hiervon wurden 17,8 Mio. € über die Tirendo-Shops erlöst.

Wesentliche Aufwandspositionen

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 380,3 Mio. € (2012: 338,9 Mio. €, +12,2 %). Hiervon entfielen auf den Bereich E-Commerce 369,2 Mio. € (2012: 325,5 Mio. €) und auf den Großhandel 11,1 Mio. € (2012: 13,4 Mio. €). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 74,3 % auf 75,2 %.

Transportkosten

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Mit dem höheren Geschäftsvolumen stiegen die Transportkosten im Berichtszeitraum von 38,2 Mio. € um 14,1 % auf 43,6 Mio. €. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 8,6 % (2012: 8,4 %).

Kosten der Lagerhaltung

Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum von 6,2 Mio. € im Vorjahr um 10,5 % auf 6,8 Mio. €. Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 15,6 % auf 4,1 Mio. € (2012: 3,6 Mio. €). Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 0,8 % nahezu auf Vorjahresniveau (2012: 0,8 %).

Personalaufwand

Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 179 Mitarbeiter (2012: 144). Der Personalaufwand belief sich auf 11,3 Mio. € (2012: 8,8 Mio. €). Der Anstieg geht im Wesentlichen mit der Erweiterung des Mitarbeiterstamms im Rahmen der Tirendo-Akquisition einher. Zudem sind im Personalaufwand Einmalkosten in Höhe von 746 Tsd. € enthalten. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 2,2 % (2012: 1,9 %).

Marketing

Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 21,1 Mio. €, nach 11,3 Mio. € für 2012. Dies entspricht einer Quote von 4,2 % vom Umsatz (2012: 2,5 %). Im vierten Quartal wurde mit 10,7 Mio. € deutlich mehr als im Vorjahr für Marketing ausgegeben (Q4°12: 4,6 Mio. €). Der Aufwand im Verhältnis zum Umsatz betrug 5,5 % (Q4°12: 2,6 %). Von den Marketingaufwendungen im Q4 sind 5,8 Mio. € Tirendo zuzuordnen. Hierbei berücksichtigt ist der neue Werbefilm mit Sebastian Vettel als Tirendo-Markenbotschafter. Der Winter-Spot wurde ab Mitte September regelmäßig in mehreren Ländern im TV ausgestrahlt.

Finanzen/Recht

Für den gesamten Berichtszeitraum fielen als Aufwand für Finanzen und Recht insgesamt 3,7 Mio. € an. Im Vorjahr war der Betrag mit 0,9 Mio. € aufgrund der Auflösung von Rückstellungen deutlich niedriger gewesen. Für das zweite Halbjahr betrug der Aufwand 2,4 Mio. € (H2°12: 0,5 Mio. €). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Prüfungs-, Bilanzierungs-, Steuer- und Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Tirendo.

Abschreibungen

Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum von 2,7 Mio. € um 61,4 % auf 4,3 Mio. € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 17,5 Mio. €.

Tirendo-Effekt

In nachfolgender Tabelle werden die Auswirkungen der Tirendo-Übernahme auf einzelne Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung ab dem Konsolidierungszeitpunkt 16.09.2013 dargestellt. Wir haben hier die GuV im Geschäftsjahr 2013 auch für den Fall simuliert, dass die Tirendo-Übernahme bereits zum 01.01.2013 erfolgt wäre.

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in Tausend € Delticom Konzern Gesamtjahr 2013 Nur Tirendo ab Konsolidierung Nur Tirendo Gesamtjahr 2013 Delticom Konzern mit Tirendo Gesamtjahr 2013
Umsatz 505.542 20.703 43.663 528.502
Sonstige betriebliche Erträge 5.404 1.355 2.410 6.460
Gesamtleistung 510.946 22.058 46.074 534.962
Materialaufwand -380.306 -17.546 -38.169 -400.929
Rohertrag 130.640 4.512 7.904 134.033
Personalaufwendungen vor _Einmalaufwendungen -10.546 -1.654 -4.620 -13.511
Sonstige betriebliche Aufwendungen vor Einmalaufwendungen -95.974 -8.327 -17.657 -105.304
davon externe Werbeaufwendungen ohne Einmalaufwendungen -21.061 -6.789 -13.546 -27.818
EBITDA vor Einmalaufwendungen 24.121 -5.470 -14.373 15.218
Einmalaufwendungen -1.937 0 0 -1.937
EBITDA 22.184 -5.470 -14.373 13.281
Abschreibungen -4.340 -1.480 -1.854 -4.714
EBIT 17.844 -6.949 -16.227 8.567
Finanzergebnis (netto) -129 -179 -303 -253
EBT 17.715 -7.128 -16.530 8.313
Ertragsteuern -6.160 1.721 1.721 -6.160
Konzernergebnis 11.555 -5.407 -14.809 2.153

Einmalaufwendungen

Bei den in der Tabelle dargestellten Einmalaufwendungen handelt es sich um die Summe aller "Sonderaufwendungen" im Geschäftsjahr 2013, wie beispielsweise Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Tirendo-Übernahme, einmaliger Personalaufwand sowie Rückstellungsauflösungen.

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Delticom Konzern ohne Tirendo Gesamtjahr Delticom Konzern Gesamtjahr
in Tausend € 2013 % +% 2012 %
Umsatz 484.839 100,0 6,2 456.379 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 4.050 0,8 7,9 3.753 0,8
Gesamtleistung 488.888 100,8 6,2 460.133 100,8
Materialaufwand -362.760 -74,8 7,0 -338.932 -74,3
Rohertrag 126.129 26,0 4,1 121.201 26,6
Personalaufwendungen vor Einmalaufwendungen -8.891 -1,8 1,4 -8.768 -1,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen vor -87.647 -18,1 12,9 -77.610 -17,0
Einmalaufwendungen          
davon externe          
Werbeaufwendungen ohne Einmalaufwendungen -14.272 -2,9 37,2 -10.406 -2,3
EBITDA vor Einmalaufwendungen 29.590 6,1 -15,0 34.822 7,6
Einmalaufwendungen -766 -0,2 256,1 491 0,1
EBITDA 28.824 5,9 -18,4 35.313 7,7
Abschreibungen -2.563 -0,5 -4,7 -2.689 -0,6
EBIT 26.261 5,4 -19,5 32.624 7,1

Delticom ohne Tirendo

In obiger Tabelle wird die Geschäftsentwicklung von Delticom in 2013 so dargestellt, als ob keine Übernahme von Tirendo und auch keine dahingehende Prüfung im abgeschlossenen Geschäftsjahr erfolgt wäre. Umsatz und Aufwendungen von Tirendo ab Konsolidierungszeitpunkt sowie sämtliche im Zusammenhang mit der Übernahme in 2013 angefallenen Kosten (z.B. Due Dilligence, Rechts- und Beratungskosten etc.) und Abschreibungen wurden in dieser Betrachtung vollständig eliminiert. Ohne Berücksichtigung von Tirendo hat Delticom im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 484,8 Mio. € erzielt (2012: 456,4 Mio. €, +6,2°%). Das im Altkonzern erzielte EBIT belief sich auf 26,3 Millionen € (2012: 32,6 Mio. €). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 5,4°%, nach 7,1 % im Jahr zuvor.

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Delticom Konzern ohne Tirendo Delticom Konzern
in Tausend € Q4 13 % +% Q4 12 %
Umsatz 178.639 100,0 1,5 175.941 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 563 0,3 -40,0 939 0,5
Gesamtleistung 179.202 100,3 1,3 176.880 100,5
Materialaufwand -131.243 -73,5 -0,6 -131.999 -75,0
Rohertrag 47.958 26,8 6,9 44.880 25,5
Personalaufwendungen vor Einmalaufwendungen -2.114 -1,2 -12,8 -2.424 -1,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen vor Einmalaufwendungen -30.226 -16,9 14,7 -26.342 -15,0
davon externe          
Werbeaufwendungen ohne Einmalaufwendungen -4.897 -2,7 27,2 -3.849 -2,2
EBITDA vor Einmalaufwendungen 15.618 8,7 -3,1 16.114 9,2
Abschreibungen -530 -0,3 -21,9 -679 -0,4
EBIT vor Einmalaufwendungen 15.088 8,4 -2,2 15.435 8,8

EBIT Q4 ohne Sondereffekte

Ohne Berücksichtigung von Tirendo und der im Altkonzern angefallenen Einmalaufwendungen hätte Delticom im Q4°13 ein EBIT in Höhe von 15,1 Mio. € erzielt, nach 15,4 Mio. € im Q4°12 (-2,2°%). Bezogen auf den Umsatz im Schlussquartal von 178,6 Mio. € (ohne Tirendo, Q4°12: 175,9 Mio. €) hat Delticom im Schlussquartal eine EBIT-Marge vor Einmalaufwendungen in Höhe von 8,4°% erzielt (Q4°12: 8,8°%).

Ergebnisentwicklung

Bruttomarge

Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 24,8 %, nach 25,7 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für Q4°13 belief sich die quartalsweise Bruttomarge auf 25,6 % (Q4°12: 25,0 %).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 44,0 % auf 5,4 Mio. € (2012: 3,8 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 2,8 Mio. € mehrheitlich um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2012: 1,6 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2013: 2,9 Mio. €, 2012: 3,8 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf –0,2 Mio. € (2012: –2,2 Mio. €).

Rohertrag

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 7,8 % von 121,2 Mio. € auf 130,6 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 510,9 Mio. € (2012: 460,1 Mio. €) betrug der Rohertrag 25,6 % (2012: 26,3 %).

EBITDA

Das EBITDA sank im Berichtszeitraum um 37,2 % von 35,3 Mio. € auf 22,2 Mio. €. Das EBIT betrug 17,8 Mio. € (2012: 32,6 Mio. €, –45,3 %). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 3,5 % (2012: 7,1 %). Die Abschreibungen auf die im Rahmen der Tirendo-Übernahme identifizierten immateriellen Vermögenswerte belasteten das EBIT im Berichtszeitraum mit 1,5 Mio. €. Für das EBIT im vierten Quartal ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert von 15,1 Mio. € ein Rückgang um 46,2 % auf 8,1 Mio. € oder 4,1 % vom Umsatz (Q4°12: 8,6 %). Tirendo erzielte im Schlussquartal ein EBIT in Höhe von –5,8 Mio. €. Im Konzern fiel das operative Ergebnis im Schlussquartal dementsprechend gegenüber dem Vergleichszeitraum nochmal geringer aus.

EBIT

pro Quartal, in Mio. €

Finanzergebnis

Der Finanzertrag belief sich für den Berichtszeitraum auf 49 Tsd. € (2012: 45 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand von 178,0 Tsd. € gegenüber (2012: 182,0 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug –129,3 Tsd. € (2012: –137 Tsd. €).

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 6,2 Mio. € (2012: 10,3 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 34,8 % (2012: 31,8 %). Die Steuerquote fällt unüblich hoch aus, weil die im Rahmen der Akquisition von Tirendo angefallenen Prüf- und Beratungskosten in der Steuerbilanz in Höhe von 1,1 Mio. € als Anschaffungsnebenkosten aktiviert werden müssen.

Konzernergebnis und Dividende

Das Konzernergebnis 2013 betrug 11,6 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 22,2 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,97 € (unverwässert, 2012: 1,87 €), ein Rückgang um 47,9 %. Im Q4°13 wurde ein Periodenergebnis von 5,4 Mio. € erzielt (Q4°12: 10,4 Mio. €).

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29.04.2014 eine gegenüber dem Vorjahr um 73,7 % niedrigere Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 1,90 €).

Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.

verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung

in Tsd. €

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2013 % +% 2012 % +%
Umsatz 505.542 100,0 10,8 456.379 100,0 –4,9
Sonstige betriebliche Erträge 5.404 1,1 44,0 3.753 0,8 –54,9
Gesamtleistung 510.946 101,1 11,0 460.133 100,8 –5,8
Materialaufwand 380.306 –75,2 12,2 338.932 –74,3 –2,7
Rohertrag 130.640 25,8 7,8 121.201 26,6 –13,4
Personalaufwand -11.292 -2,2 28,8 -8.768 -1,9 21,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -97.165 -19,2 26,0 -77.119 -16,9 -0,7
EBITDA 22.184 4,4 -37,2 35.313 7,7 -35,8
Abschreibungen -4.340 -0,9 61,4 -2.689 -0,6 28,0
EBIT 17.844 3,5 -45,3 32.624 7,1 -38,4
Finanzergebnis (netto) -129 0,0 -5,9 -137 0,0 -34474,6
EBT 17.715 3,5 -45,5 32.487 7,1 -38,6
Ertragsteuern -6.160 -1,2 -40,4 -10.330 -2,3 -38,9
Konzernergebnis 11.555 2,3 -47,9 22.157 4,9 -38,5
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2011 %
Umsatz 480.010 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 8.319 1,7
Gesamtleistung 488.329 101,7
Materialaufwand 348.387 -72'6
Rohertrag 139.942 29,2
Personalaufwand -7.225 -1,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -77.671 -16,2
EBITDA 55.046 11,5
Abschreibungen -2.101 -0,4
EBIT 52.945 11,0
Finanzergebnis (netto) 0 0,0
EBT 52.945 11,0
Ertragsteuern -16.916 -3,5
Konzernergebnis 36.029 7,5

Gesamtaussage des Vorstands zur Ertragslage

Delticom ist es im Berichtszeitraum gelungen, gegen den Markttrend zu wachsen. In einem schwierigen Marktumfeld wurde ein Konzernumsatz von 505,5 Mio. € erzielt (2012: 456,4 Mio. €, +10,8 %). Das Internet als Vertriebskanal gewinnt im Reifenhandel zunehmend an Bedeutung. Dank der positiven Entwicklung im Endkundengeschäft betrug der Umsatz im Kernsegment E-Commerce im Berichtszeitraum 493,1 Mio. € (2012: 441,4 Mio. €, +11,7 %).

Auf Gesamtjahressicht verschlechterte sich das EBITDA von 35,3 Mio. € um 37,2 % auf 22,2 Mio. €.

Neben einer gestiegenen Kostenbasis wirkt sich das von Tirendo ab dem Erwerbszeitpunkt 16.09.2013 erzielte Periodenergebnis in Höhe von –5,4 Mio. € in der Delticom-Gruppe zusätzlich gewinnmindernd aus. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 11,6 Mio. € oder 0,97 € je Aktie – nach einem Vorjahresergebnis von 22,2 Mio. €. Trotz des Ergebnisrückgangs um 47,9 % hat sich unser Geschäftsmodell einmal mehr bewährt: Auch in schwierigen Marktsituationen kann Delticom sich bietende Wachstumschancen ergreifen und dabei profitabel bleiben.

Finanz- und Vermögenslage

Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Investitionen

Tirendo

Für das Eigenkapital von Tirendo (abzüglich Cash) wurde ein Gegenwert von 42,3 Mio. € gezahlt.

Sachanlagen

Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2013 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,5 Mio. € (2012: 1,1 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um Ausstattungsinvestitionen für die von uns betriebenen Lager.

Immaterielle Vermögenswerte

Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 0,7 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Software sowie Web-Domains von E-Commerce-Shops mit ergänzenden Sortimenten.

Working Capital

Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Das Net Working Capital wurde in 2013 von 3,2 Mio. € um 1,0 Mio. € oder 31,1 % auf 4,2 Mio. € erhöht.

Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Quartal zu Quartal für die letzten zwei Jahre.

Working Capital

in Mio. €

Forderungen

Um die tatsächliche Kapitalbindung genauer zu zeigen, sind in der Grafik die bilanziellen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um die erhaltenen Anzahlungen und Guthaben von Kunden gekürzt (beide in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten).

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 11,3 Mio. € (31.12.2012: 9,6 Mio. €). Aufgrund der milden Wetterlage zum Jahresende entfiel ein geringerer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2012 waren dadurch zum 31.12.2013 mehr bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Jahresende bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 3,7 Mio. € unter Vorjahr lagen (31.12.2012: 4,3 Mio. €). Ein Teil der bezahlten Bestellungen aus Dezember wurde erst im Januar storniert. Hierdurch haben sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 1,7 Mio. € nahezu unverändert aus (31.12.2012: 1,7 Mio. €).

In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen im Working Capital von 3,6 Mio. € zum 31.12.2012 auf 5,8 Mio. € zum 31.12.2013. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) verringerte sich von 3,7 auf 3,4 Tage.

Vorräte

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 1,3 Mio. € auf 72,8 Mio. € verringert (31.12.2012: 74,1 Mio. €).

Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 120,7 Mio. €, ein Rückgang um 5,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 126,5 Mio. €. Trotz des milden Winterwetters konnte ein großer Teil der in den Vorquartalen eingelagerten Reifen abverkauft werden.

Aufgrund des unterjährig niedrigeren Vorratsbestands und der positiven Geschäftsentwicklung hat sich 2013 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 70,5 Tage deutlich verringert (2012: 97,5 Tage).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten ist im Stichtagsvergleich mit 74,4 Mio. € nahezu unverändert (31.12.2012: 74,5 Mio. €).

Cashflow

Gewöhnliche Geschäftstätigkeit

Aufgrund der schwächeren Ertragslage und der Erhöhung des Working Capitals fiel der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit für den Berichtszeitraum mit 8,1 Mio. € deutlich niedriger aus als im Vorjahr (2012: 61,3 Mio. €).

Der operative Cashflow berücksichtigt die Änderung des Net Working Capitals der übernommenen Tirendo vom Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (16.09.2013) bis zum Bilanzstichtag.

Investitionstätigkeit

Für das Eigenkapital von Tirendo (abzüglich Cash) wurde ein Gegenwert von 42,3 Mio. € gezahlt. Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf lediglich 0,5 Mio. € (2012: 1,1 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 0,7 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert. Den Auszahlungen für Investitionen standen im Berichtszeitraum Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens in Höhe von 0,3 Mio. € gegenüber. Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit –43,3 Mio. € (Vorjahr: –1,1 Mio. €).

Finanzierungstätigkeit

Delticom verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 0,5 Mio. €. Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 22,5 Mio. € sowie 7,5 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 30,4 Mio. € sowie 0,1 Mio. € aus der Kapitalzuführung durch die Ausübung von Aktienoptionen gegenüber. Die Tilgung der Finanzschulden beinhaltet die Gesellschafterdarlehen in Höhe von 6,6 Mio. €, welche Delticom von Altgesellschaftern der Tirendo im Zuge der Akquisition miterworben hat.

Liquidität gemäß Cashflow

Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität aus dem Cashflow im Jahresverlauf entwickelt hat.

Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2012 von 46,2 Mio. €. Hinzugerechnet werden das Konzernergebnis in Höhe von 11,6 Mio. € und der Saldo aus nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von 1,9 Mio. €. Die Mittelbindung im Net Working Capital stieg um 1,0 Mio. €. Zusätzlich wurden in weiteren Bilanzpositionen 4,6 Mio. € mehr Finanzmittel gebunden. Abzüglich des Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2012 zuzüglich des Saldos aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzschulden ergibt sich zum 31.12.2013 eine Liquidität in Höhe von 11,3 Mio. €. Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von –10,3 Mio. € (31.12.2012: 45,3 Mio. €).

Free Cashflow

Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von 60,2 Mio. € auf –35,2 Mio. € gesunken.

Liquiditätsbrücke

in Mio. €

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2013 mit 177,0 Mio. € um 13,2 % über dem Vorjahreswert von 156,4 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.

Aufteilung der Bilanzsumme

in Mio. €

Verkürzte Konzernbilanz

in Tsd. €

Aktiva

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31.12.13 % +% 31.12.12 % +% 31.12.11 %
Langfristig gebundenes Vermögen 66.698 37,7 333,4 15.391 9,8 –7,7 16.669 10,0
Anlagevermögen 64.368 36,4 342,7 14.540 9,3 –9,7 16.098 9,7
sonstige Vermögenswerte 2.330 1,3 173,7 852 0,5 49,1 571 0,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen 110.322 62,3 –21,7 140.982 90,2 –5,8 149.695 90,0
Vorräte 72.841 41,1 -1,7 74.107 47,4 -30,4 106.492 64,0
Forderungen 26.158 14,8 26,3 20.707 13,2 -1,4 21.006 12,6
Liquidität 11.323 6,4 -75,5 46.168 29,5 108,0 22.197 13,3
Wertpapiere 0 0,0   0 0,0   0 0,0
Flüssige Mittel 11.323 6,4 -75,5 46.168 29,5 108,0 22.197 13,3
Bilanzsumme 177.020 100,0 13,2 156.374 100,0 -6,0 166.364 100,0

Passiva

               
Langfristige Finanzierungsmittel 64.635 36,5 -1,4 65.560 41,9 -17,1 79.108 47,6
Eigenkapital 51.679 29,2 -17,5 62.636 40,1 -17,0 75.480 45,4
Fremdkapital 12.957 7,3 343,2 2.924 1,9 -19,4 3.628 2,2
Rückstellungen 252 0,1 64,2 154 0,1 411,2 30 0,0
Verbindlichkeiten 12.704 7,2 358,6 2.770 1,8 -23,0 3.597 2,2
Kurzfristige Schulden 112.385 63,5 23,8 90.814 58,1 4,1 87.256 52,4
Rückstellungen 2.028 1,1 -6,8 2.177 1,4 -66,8 6.560 3,9
Verbindlichkeiten 110.357 62,3 24,5 88.637 56,7 9,8 80.696 48,5
Bilanzsumme 177.020 100,0 13,2 156.374 100,0 -6,0 166.364 100,0

Aktiva

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31.12.11 %
Langfristig gebundenes Vermögen 16.669 10,0
Anlagevermögen 16.098 9,7
sonstige Vermögenswerte 571 0,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen 149.695 90,0
Vorräte 106.492 64,0
Forderungen 21.006 12,6
Liquidität 22.197 13,3
Wertpapiere 0 0,0
Flüssige Mittel 22.197 13,3
Bilanzsumme 166.364 100,0

Passiva

   
Langfristige Finanzierungsmittel 79.108 47,6
Eigenkapital 75.480 45,4
Fremdkapital 3.628 2,2
Rückstellungen 30 0,0
Verbindlichkeiten 3.597 2,2
Kurzfristige Schulden 87.256 52,4
Rückstellungen 6.560 3,9
Verbindlichkeiten 80.696 48,5
Bilanzsumme 166.364 100,0

Langfristig gebundenes Vermögen

Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen – ausgehend von der niedrigen Vorjahresbasis von 15,4 Mio. € – auf 66,7 Mio. €. Der Anstieg des Anlagevermögens von 14,5 Mio. € auf 64,4 Mio. € geht im Wesentlichen mit der Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte (inklusive Goodwill) im Zuge der Tirendo-Akquisition einher. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2013 lediglich 6,0 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 8,1 %)

Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2013: 2,3 Mio. €, 31.12.2012: 0,9 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 1,9 Mio. € (31.12.2012: 0,3 Mio. €), die insbesondere aus Verlustvorträgen der Tochtergesellschaft Delticom North America Inc. sowie aus den von Tirendo im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten Verlusten resultieren.

Vorräte

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 1,3 Mio. € oder 1,7 % auf 72,8 Mio. € zurückgeführt. Die Gründe für den Rückgang sind unter Finanz- und Vermögenslage – Working Capital detailliert dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 11,3 Mio. € und fielen damit um 17,5 % höher aus als im Vorjahr (31.12.2012: 9,6 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 12,6 Mio. € erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 46,6 % von 6,9 Mio. € auf 10,1 Mio. €. Die Veränderung resultiert aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 26,3 % auf 26,2 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €).

Liquidität

Flüssige Mittel verzeichneten einen Netto-Abgang von 34,8 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand zum 31.12.2013 11,3 Mio. € (Vorjahr: 46,2 Mio. €).

Insgesamt gingen die kurzfristigen Vermögenswerte um 21,7 % zurück. Der Rückgang begründet sich vorrangig durch den deutlich geringeren Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verringerte sich von 90,2 % auf 62,3 %.

kurzfristige Finanzierungsmittel

Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 21,6 Mio. € oder 23,8 % auf 112,4 Mio. €. Die Rückstellungen gingen um 0,1 Mio. € oder 6,8 % auf 2,0 Mio. € zurück (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €).

Innerhalb der 110,4 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2013 entfielen 74,7 Mio. € oder 42,2 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 74,8 Mio. € sind diese damit um 0,1 % gesunken.

In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14,0 Mio. € (Vorjahr: 12,9 Mio. €) entfielen 3,7 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 4,3 Mio. €) und 1,7 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 1,7 Mio. €).

Fremdkapital

Das in der Grafik gezeigte Fremdkapital in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 11,0 Mio. € (31.12.2012: 2,3 Mio. €), latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1,7 Mio. € (31.12.2012: 0,5 Mio. €) sowie langfristigen Rückstellungen in Höhe von 252 Tsd. € (Vorjahr: 154 Tsd. €). Delticom hat im Berichtszeitraum kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 20,8 Mio. € sowie langfristige Finanzschulden in Höhe von 8,8 Mio. € aufgenommen. In der Aufnahme der gesamten Finanzschulden sind zwei fünfjährige Annnuitäten-Darlehen von insgesamt nominal 10,0 Mio. € enthalten.

Eigenkapital und Eigenkapitalquote

Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 11,0 Mio. € oder 17,5 % auf 51,7 Mio. € (Vorjahr: 62,6 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 40,1 % auf 29,2 %. Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 137,2 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2013 zu 47,1 % durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 74,0 %).

Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben – Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Delticom übergibt außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz – Kurzfristige Vermögenswerte – (15) Forderungen.

Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage

Breiter finanzieller Spielraum

Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über genügend Liquidität (11,3 Mio. € am 31.12.2013, Vorjahr: 46,2 Mio. €). Die Gesellschaft erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum

Delticom verfügt über eine solide Bilanz – ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Nachtragsbericht

Nachfolgend werden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt.

Veränderungen im Management

Zum Ende des letzten Geschäftsjahres ist Rainer Binder aus dem Vorstand der Delticom ausgeschieden. Er wurde per Beschluss des Amtsgerichts Hannover zum 01.01.2014 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft bestellt. In seiner Sitzung vom 02.01.2014 hat der Aufsichtsrat Herrn Binder zum Vorsitzenden gewählt. Am 03.12.2013 hat der Aufsichtsrat Andreas Prüfer mit Wirkung zum 01.01.2014 zum Vorstand und Co-CEO der Gesellschaft ernannt.

Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Risikobericht

Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken erkennen.

Definitionen

Risiken und Chancen

Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.

Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.

Risikomanagement

Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,

den möglichen Schaden zu verringern (z.B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen),

die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z.B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder

Risiken zu vermeiden.

Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.

System zur Risikofrüherkennung

Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,

wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen,

diese Risiken zu analysieren und zu bewerten,

Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und

Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren.

Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.

Risikobewertung

Betrachtungszeitraum 24 Monate

Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 24 Monaten zugrunde.

Meldeschwellen

Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2013 existenzgefährdende (10 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).

Brutto-/Nettorisiko

In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.

Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.

Risk Support Team

Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk Support Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.

Riskmanager

Der im Bereich Projektmanagement angesiedelte Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.

Vorstand

Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.

Erweiterter Risikokonsolidierungskreis

Der Risikokonsolidierungskreis wurde in 2013 um Tirendo erweitert. Durch die Übernahme sind im Konzern keine neuen Risiken hinzugekommen. Die bereits erkannten Risiken haben sich im Hinblick auf die potentielle Schadenshöhe erhöht. Wir werden im laufenden Geschäftsjahr die definierten Meldeschwellen hinsichtlich ihrer Gültigkeit überprüfen und - sofern erforderlich - anpassen.

Keine Segmentierung

Der überwiegende Teil des Umsatzes wird im Segment E-Commerce generiert. Das Segment Großhandel fällt dementsprechend bei der Risikobetrachtung kaum ins Gewicht und wird daher nicht gesondert ausgewiesen.

Kommunikation und Berichterstattung

Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.

Software

Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Risikoinventur

Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.

Wesentliche Einzelrisiken

Strategische Risiken

Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst stark und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie – Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.

Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, aber auch die Partnerschaften im In- und Ausland schrittweise weiterentwickeln.

Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.

Branchenspezifische Risiken

Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.

Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingten Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.

Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.

Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir – entsprechend gekennzeichnet – in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.

Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank neuer Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.

Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Im weltweiten Einkauf minimieren wir mit Akkreditiven das unmittelbare Ausfallrisiko. Das Risiko ist mittelbar auch deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Reifen von einem Alternativ-Lieferanten.

Wettbewerbsspezifische Risiken

Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen. Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.

Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen. Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Es könnte sein, dass die vielersorts hohen Arbeitslosenzahlen im Verlauf der nächsten Monate den Konsum weiter belasten. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen.

Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.

Personalrisiken

Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operations-Centern werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.

Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.

IT-Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.

Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.

Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.

Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.

Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.

Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral im Reifenhandel ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Autofahrer in Europa rezessionsbedingt weiter verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.

Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom-Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom einen eigenen Syndikusanwalt und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.

Rechnungslegungsbezogenes IKS und RMS

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr °5 HGB)

In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Organisation

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.

Rolle des Vorstands und Aufsichtsrats

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.

Konzernrechnungslegung

Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzern-Rechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:

allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden

Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Segmentberichterstattung

Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben

konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss

Konsolidierungskreis

Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der Konzern-Verrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.

IT-gestützte Arbeitsabläufe

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.

Ausblick

Dem europäischen Ersatzreifengeschäft fehlte es auch in 2013 erneut an Dynamik. Nach einem schwachen Sommerreifengeschäft folgte ein milder Winter. In einem schwierigen Marktumfeld ist es Delticom gelungen, gegen den Markttrend zu wachsen. Das Internet gewinnt im Reifenhandel als Vertriebskanal zunehmend an Bedeutung. Selbst für den Fall, dass sich in 2014 Markt- und Wetterbedingungen nicht besser darstellen sollten als im letzten Jahr, planen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 10°%.

Prognosebericht

Prognose 2013 erfüllt

Der europäische Reifenhandel sah sich in 2012 mit einem deutlichen Einbruch des Absatzvolumens konfrontiert. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 bestanden demzufolge hinsichtlich der Branchenentwicklung im laufenden Jahr erhebliche Unsicherheiten. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf unsere Wachstumsstrategie für 2013, haben wir unsere Prognose im letzten Jahr vorrangig auf den Umsatz ausgerichtet.

Prognose H1

Für die erste Jahreshälfte mit seinem Schwerpunkt im Sommerreifengeschäft planten wir im Segment E-Commerce mit einem Umsatzanstieg um bis zu 10°%. Anhaltend kalte Temperaturen hielten allerdings zu Jahresbeginn viele Autofahrer davon ab, frühzeitig auf Sommerreifen umzurüsten. Trotz des Umsatzrückgangs im ersten Quartal und dem verspäteten Start ins Sommergeschäft hat Delticom im H1 die selbstgesteckten Umsatzziele übertroffen: Das Umsatzplus im Geschäftsbereich E-Commerce betrug 11,6°%. Der Gesellschaft ist es damit in den ersten sechs Monaten gelungen, im Kernsegment gegen den Markttrend zuzulegen.

Gesamtjahr 2013

Die Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte hängt maßgeblich vom Wintergeschäft ab. Nachdem europaweit die erhoffte Trendwende im Sommergeschäft ausgeblieben war, ruhten die Hoffnungen des Reifenhandels auf einem starken Winter. Unter der Annahme eines fortgesetzt positiven Geschäftsverlaufs hielten wir es auf Gesamtjahressicht für möglich, den Vorjahresumsatz zu übertreffen. Ab dem Erwerbszeitpunkt 16.09.2013 ist Tirendo im Konzern konsolidiert. Ohne Berücksichtigung von Tirendo hätte Delticom im abgeschlossenen Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 6,2°% erzielt. Sowohl Delticom als auch Tirendo ist es 2013 damit gelungen, stärker zu wachsen als der Markt.

Zukünftige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz erster Erholungstendenzen warnen Volkswirte vor übermäßigen Erwartungen hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung in Europa im laufenden Jahr. Die Fortschritte einzelner Staaten hinsichtlich der Haushaltskonsolidierung und begonnene Reformprozesse haben zwar den Weg für eine weitere Erholung geebnet, allerdings verharrt die Arbeitslosigkeit im Währungsraum weiterhin auf einem hohen Niveau.

Für Deutschland sind die Rahmenbedingungen auch in 2014 besser als in vielen anderen europäischen Ländern. Prognosen der Wirtschaftsinstitute rechnen damit, dass sich die Konjunktur und der Konsum hierzulande weiter positiv entwickeln werden.

Zukünftige branchenspezifische Entwicklungen

Keine strukturellen Knappheiten

Viele Reifenhersteller haben über die letzten Jahre in neue Produktionsstandorte investiert und ihre Produktionskapazitäten erweitert. Vor diesem Hintergrund rechnen wir weder kurz- noch mittelfristig mit strukturellen Knappheiten im Markt. Saisonbedingte Engpässe in einzelnen Dimensionen, Marken oder Reifenkategorien sind im Reifenhandel nicht unüblich und können auch für das laufende Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen werden.

Reifenhandel

Nachdem sich die Perspektive auf ein besseres Reifenersatzgeschäft zum Ende des letzten Jahres endgültig zerschlagen hat, ist die derzeitige Stimmung im Reifenhandel alles andere als gut. Viele Marktteilnehmer hoffen darauf, dass in 2014 die Trendwende gelingen wird.

Hierzulande hat der Branchenverband BRV bereits Ende 2013 eine erste vorsichtige Schätzung für das laufende Jahr abgegeben. Demnach geht der Verband sowohl für Sommer- als auch für Winterreifen von einer leichten Erholung der Ersatznachfrage in Deutschland aus.

Prognose 2014

Positive Neukundenentwicklung

Im Reifenhandel ist der Anteil online verkaufter Reifen noch vergleichsweise gering. Gleichzeitig kommen immer mehr Autofahrer ins Internet und suchen nach günstigen Angeboten. Als Marktführer werden wir auch im laufenden Geschäftsjahr von diesem Trend profitieren. Mit Sebastian Vettel als Markenbotschafter macht Tirendo im TV auf den Onlinereifenkauf aufmerksam. Hierdurch sprechen wir zusätzliche Käufergruppen an. In unserer Planung für das laufende Jahr rechnen wir mit einem zweistelligen Neukundenwachstum.

Wiederkäufer

Mit Blick auf den mehrjährigen Ersatzzyklus gehen wir davon aus, einen Teil der über die letzten Jahre gewonnen Neukunden in 2014 als Wiederkäufer in unseren Shops begrüßen zu können. Dementsprechend sollte sich auch die Anzahl der Wiederkäufer auf Gesamtjahressicht weiter positiv entwickeln.

Umsatzplus von 10°%, EBITDA (absolut) auf Vorjahresniveau

Selbst für den Fall, dass sich in 2014 Markt- und Wetterbedingungen nicht besser darstellen sollten als im letzten Jahr, planen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 10°%. Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) streben wir absolut gesehen mindestens die Höhe des Geschäftsjahres 2013 an.

Vorräte

Delticom verfolgt auch für 2014 die Strategie, sich möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation ausreichend Ware für das kommende Wintergeschäft zu sichern. Wir nehmen dabei in Kauf, dass wir – ähnlich wie im vergangenen Jahr auch – die Vorräte in den kommenden Quartalen teilweise kreditfinanzieren müssen.

Investitionen

Wir benötigen im laufenden Jahr keine zusätzlichen Lagerflächen. Um die Auslastung in unseren Lagern und die Logistikprozesse noch weiter zu verbessern, investieren wir fortlaufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Diese Investitionen werden wie in 2013 im Verhältnis zum Umsatz vergleichsweise niedrig ausfallen. Unser Ziel ist es, auch mit steigendem Auftragsvolumen die Ware schnellstmöglich an die Versanddienstleister zu übergeben, um unsere Kunden auch zu Saisonspitzenzeiten weiterhin innerhalb weniger Werktage zu beliefern.

Liquidität

Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität positiv entwickeln.

Mittelfristiger Ausblick

Vor dem Hintergrund der stetig zunehmenden Beliebtheit des Internets als Einkaufskanal erhält auch der Online-Reifenkauf seitens der Konsumenten Rückenwind. Branchen-Experten prognostizieren dem Online-Verkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommende Jahre weiteres Zuwachs-Potential: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen nach Schätzungen des BRV (Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk) auf 15 bis 22 Prozent steigen. Als Marktführer in einem wachsenden Vertriebskanal werden wir weiterhin von diesem Trend profitieren.

Kernmarkt Europa

Delticom betreibt aktuell in 42 Ländern Onlineshops. Für die kommenden Jahre planen wir, unsere Marktstellung in diesen Ländern weiter auszubauen. Auch in außereuropäischen aufstrebenden Schwellenländern werden die Ersatzreifenmärkte infolge steigender Pkw-Neuzulassungszahlen immer attraktiver. Ungeachtet dieser Expansionschancen wird aber mittelfristig der geografische Schwerpunkt der Gesellschaft weiter in Europa liegen.

Das Geschäftsmodell der Delticom ist robust. Die Gesellschaft hat eine solide Bilanz. Wir können sich bietende Chancen flexibel ergreifen und unsere Marktstellung als Europas führender Online-Reifenhändler behaupten und weiter ausbauen. Delticom wird unserer Einschätzung nach auch in den nächsten Jahren stärker zulegen als die Märkte, auf denen wir tätig sind.

Die Delticom-Aktie

Die Delticom-Aktie (WKN 514680, ISIN DE0005146807, Börsenkürzel DEX) schloss 2013 auf einem Kurs von 32,00 €. DEX ist ein stabiles Mitglied im deutschen Kleinwerteindex SDAX.

Entwicklung der Aktienmärkte

Positives Börsenjahr 2013

Trotz des herausfordernden Umfeldes haben sich die Aktienmärkte in 2013 positiv entwickelt. Zu Anfang des Jahres startete der deutsche Leitindex mit 7.779 Punkten ins neue Jahr. Nach einem volatilen Aufwärtstrend erreichte der deutsche Leitindex am 27.12.2013 den Höchststand von 9.589 Punkten. Am 19.04.2013 markierte er mit 7.460 Punkten den niedrigsten Kursstand. Am Jahresende schloss der DAX mit 9.552 Punkten. Insgesamt stieg der DAX damit um 1.773 Punkte oder 22,8 %.

SDAX im Plus

Mit einer Performance von +27,2 % bewegte sich der SDAX auf ähnlichem Niveau wie der DAX. Er startete bei 5.338 Punkten und gewann zum Jahresendstand von 6.789 insgesamt 1.451 Punkte.

Entwicklung der Delticom-Aktie (DEX)

Benchmarks

Neben dem SDAX, in dem Delticom seit dem 22.12.2008 vertreten ist, ziehen wir den Dow Jones STOXX Total Market Index General Retailers (DJSGR) als weiteren Vergleichsmaßstab für die Entwicklung von DEX heran. Der DJSGR umfasst große europäische Non-Food-Einzelhändler.

Wir verwenden bei SDAX und DJSGR wie üblich den Performance-Index, bei dem die Dividenden der Einzelwerte berücksichtigt werden. Im direkten Vergleich berücksichtigen wir in der Performance von DEX daher die in der Hauptversammlung am 30.04.2013 beschlossene Dividende für 2012 in Höhe von 1,90 € je Aktie. Die Grafik Kursperformance zeigt, wie sich DEX, SDAX und DJSGR seit Anfang 2013 im Jahresverlauf entwickelt haben.

Kursverlauf

Nach einem Jahresanfangskurs von 32,88 € markierte DEX am 15.01.2013 den Jahrestiefstkurs von 31,43 €. Am 22.02.2013 erreichte die Aktie den Jahreshöchstkurs von 42,87 €. In Folge des überraschend milden Winterwetters geriet der Kurs im Schlussquartal unter Druck. DEX beendete das Börsenjahr 2013 bei 32,00 €. Die Marktkapitalisierung fiel im Jahresverlauf von 389,5 Mio. € auf 379,1 Mio. €.

Kursperformance 2013

indiziert, Volumen in Stück (XETRA)

Indizes

Ranking im SDAX

DEX ist seit dem 22.12.2008 Mitglied im SDAX. Die Zugehörigkeit zum SDAX bestimmt die Deutsche Börse nach der Rangliste Cash Market: Monthly Index Ranking – MDAX, die die Marktkapitalisierung des Freefloats und das Handelsvolumen der Aktien im MDAX und SDAX berücksichtigt. Der Rang von DEX beim Kriterium "Marktkapitalisierung" war zum Jahresende 90 (2012: 81). Beim Kriterium "Handelsvolumen" belegte DEX den Rang 71 (2012: 53).

Neben dem SDAX und CXPR geht DEX in die Berechnung folgender Indizes ein:

DAX International Mid 100

GEX (German Entrepreneur Index)

DAXplus Family Index

NISAX 20

FAZ-Index

Ergebnis je Aktie und Dividendenvorschlag

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,97 € (Vorjahr: 1,87 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,97 € (Vorjahr: 1,85 €).

Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 11.554.642,36 € (Vorjahr: 22.157.157,76 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.945.250 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) verwendet.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 29.04.2014 eine gegenüber dem Vorjahr um 73,7 % niedrigere Dividende von 0,50 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 1,90 €).

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Delticom AG hat sich im Laufe des letzten Jahres nicht grundlegend verändert.

Aktionärsstruktur

Aktienbesitz in % der 11.859.440 Aktien, Stand 31.12.2013

Die Anteile der Prüfer GmbH und Binder GmbH sind den beiden Unternehmensgründern Andreas Prüfer und Rainer Binder zuzurechnen. Andreas Prüfer als Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 31.12.2013) und Rainer Binder als Vorstandsvorsitzender (bis 31.12.2013) hielten auch in 2013 über 50°% der ausstehenden Aktien.

Im Corporate-Governance-Bericht wird der Gesamtbesitz der Organmitglieder getrennt nach Aufsichtsrat und Vorstand angegeben.

Coverage

Insgesamt 11 Analysten renommierter Banken veröffentlichen regelmäßig ihre Einschätzung zu Geschäftsverlauf und Zukunftsaussichten der Delticom AG (in der Reihenfolge der Aufnahme der Coverage, mit Empfehlungen, Stand 24.02.2014):

Frank Schwope, NORD/LB (Hold)

Jürgen Pieper, Bankhaus Metzler (Sell)

Andreas Inderst, Exane BNP Paribas (Outperform)

Stanislaus Thurn und Taxis, Berenberg Bank (Hold)

Tim Rokossa, Deutsche Bank (Hold)

Christian Ludwig, Bankhaus Lampe (Hold)

Dennis Schmitt, Commerzbank (Hold)

Christopher Johnen, HSBC (Neutral)

Sascha Berresch, Hauck & Aufhäuser (Sell)

Marc-René Tonn, Warburg (Buy)

Tim Kruse, Montega (Sell)

Investor-Relations-Aktivitäten

Der kontinuierliche Dialog mit institutionellen und privaten Investoren und Analysten hat bei Delticom seit Börsengang einen hohen Stellenwert. Ziel unserer IR-Arbeit ist es, sämtliche Interessenten schnell und umfassend mit den benötigten Informationen über das Unternehmen zu versorgen. Hierzu zählen auch die zeitnahen Veröffentlichungen und präzisen Darstellungen von Finanzberichten und Unternehmensnachrichten, die regelmäßig mit Telefonkonferenzen ergänzt werden.

Neben der jährlichen Analystenkonferenz im Rahmen des Eigenkapitalforums in Frankfurt präsentierte der Vorstand in 2013 die Entwicklung und Strategie des Unternehmens auf einer Roadshow in London. Darüber hinaus hatten wir eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren.

Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation. Unter www.delti.com/Investor_Relations stellen wir Geschäfts- und Quartalsberichte und Präsentationen zum Download zur Verfügung.

Darüber hinaus steht die Investor-Relations-Abteilung allen Interessierten jederzeit gerne für Fragen zur Verfügung:

 

Melanie Gereke
Brühlstraße 11
30169 Hannover

 

Telefon: +49-511-93634-8903
E-Mail: melanie.gereke@delti.com

Kennzahlen der Delticom-Aktie

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01.01.2013 — 31.12.2013 01.01.2012 — 31.12.2012
Anzahl Aktien Aktien 11.859.440 11.847.440
Aktienkurs Jahreanfang1 32,88 67,00
Aktienkurs Jahresende1 32,00 32,30
Kursentwicklung1 % –2,7 –51,8
Höchst-/Tiefstkurs1 42,87 / 31,43 82,51 / 30,74
Marktkapitalisierung2 Mio. € 379,5 382,7
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag (XETRA) Aktien 19.435 28.309
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,97 1,87
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,97 1,85
Eigenkapital je Aktie 4,36 5,29

(1) auf Basis der Schlusskurse

(2) auf Basis des offiziellen Schlusskurses am Jahresende

Übernahmerechtliche Angaben (§ 315 Abs. 4 HGB)

Im Folgenden sind die nach §°315°Abs.°4 Handelsgesetzbuch geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00°€ je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440.

Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.847.440,00 €, und am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440,00 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.

Die Aktionäre der Delticom AG sind in ihrer Entscheidung, Aktien zu erwerben oder zu veräußern, weder durch deutsche Gesetze noch durch die Satzung der Gesellschaft beschränkt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmrechtsverbote. Die Aktionäre Prüfer GmbH und Binder GmbH sind als Parteien einer Pool-Vereinbarung jedoch dergestalt in der Ausübung ihrer Stimmrechte beschränkt, dass sie ihr Stimmverhalten im Hinblick auf eine einheitliche Stimmabgabe in der Hauptversammlung abzustimmen haben.

Direkte, 10°% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen ausschließlich seitens der Aktionäre Binder GmbH und Prüfer GmbH, jeweils mit Sitz in Hannover. Indirekte, 10°% der Stimmrechte der Delticom AG überschreitende Kapitalbeteiligungen bestehen seitens Herrn Rainer Binder, Hannover, dem die direkte Beteiligung der Binder GmbH gemäß §°22°Abs.°1°Satz°1°Nr.°1°WpHG zugerechnet wird, und seitens Herrn Dr. Andreas Prüfer, Hannover, dem die indirekte Beteiligung der Prüfer GmbH gemäß §°22°Abs.°1°Satz°1°Nr.°1°WpHG zugerechnet wird. Die Pool-Vereinbarung, deren Parteien die Prüfer GmbH, die Binder GmbH, Herr Rainer Binder und Herr Dr. Andreas Prüfer sind, führt daneben auch zu einer gegenseitigen Zurechnung von Stimmrechten im Sinne des §°22°Abs.°2°Satz°1°WpHG.

Aktien mit Sonderrechten, die Inhabern Kontrollbefugnisse verleihen, gibt es nicht, ebenso keine besonders gestaltete Stimmrechtskontrolle für Arbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben könnten.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands bestimmen sich grundsätzlich nach den §§°84°ff.°Aktiengesetz. §°6°Abs.°1°Satz°3 der Satzung der Delticom AG regelt zudem, dass Vorstandsmitglieder bei Beendigung der Amtszeit, für die sie bestellt werden, das 65. Lebensjahr noch nicht überschritten haben sollen. Gemäß §°6°Abs.°2°Satz°2 der Satzung wird die Zahl der Mitglieder des Vorstands durch den Aufsichtsrat nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß §°17°Abs.°3°Satz°1 der Satzung der Delticom AG der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, abweichend von §°179°Abs.°2°Satz°1 AktG, nur der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals, soweit das Gesetz nicht zwingend eine größere Kapitalmehrheit fordert.

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in §°5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§°71°ff.°AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.

Genehmigtes Kapital 2011

Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00°€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen.

Bedingtes Kapital I/2006

Die Hauptversammlung vom 30.08.2006 hatte den Vorstand (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 29.08.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 um insgesamt bis zu 100.000,00°€ durch Ausgabe von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2006).

Das bedingte Kapital I/2006 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 über die Gewährung von Aktienoptionsrechten durch die Gesellschaft ausgegeben wurden. Das bedingte Kapital I/2006 wurde am 01.09.2006 im Handelsregister eingetragen.

Bei der von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln unter Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das bedingte Kapital I/2006 im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital auf 300.000,00°€. Die Kapitalerhöhung und die Satzungsänderung bezüglich des bedingten Kapitals I/2006 wurde am 10.06.2009 beim Amtsgericht Hannover in das Handelsregister eingetragen. Aufgrund der bereits dargestellten Ausübung von 20.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 20.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt berechtigten, beträgt das bedingte Kapital I/2006 nunmehr noch 280.000,00°€.

Bedingtes Kapital I/2011

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00°€ durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2011).

Das bedingte Kapital I/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.

Bedingtes Kapital II/2011

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend „W/O-Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00°€ mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00°€ nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren.

Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um bis zu 5.300.000,00°€ durch Ausgabe von bis zu 5.300.000 neuen, nennbetraglosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011).

Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.

Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf und zur Verwendung eigener Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10°% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10.05.2015. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10°% über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Wert einer Aktie der Gesellschaft um nicht mehr als 10°% über- oder unterschreiten.

Maßgeblicher Wert ist bei einem öffentlichen Kaufangebot der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsenhandelstag vor dem Tag der Bekanntgabe des Angebots und bei einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am letzten Börsentag vor dem Tag, an dem die Angebote von der Gesellschaft angenommen werden.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots nicht unerhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Wert, kann das Angebot angepasst werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern oder den Mitarbeitern der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften zum Erwerb oder den Inhabern von Bezugsrechten in Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 aufgestellten Aktienoptionsplan anbieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.

Wesentliche konditionierte Vereinbarungen der Gesellschaft

Im Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft werden die Aktienoptionsrechte des ehemaligen Vorstandsmitglieds Frank Schuhardt gemäß den Optionsbedingungen sofort ausübbar, sofern die Wartefrist für diese Aktienoptionen bereits abgelaufen ist. Optionsrechte, bei denen die Wartezeit noch nicht abgelaufen ist, verfallen ersatzlos. Die erste Tranche an Aktienoptionen in Höhe von 15.810 Stück wurde am 22.11.2007, die zweite Tranche in Höhe von 37.500 Stück wurde am 08.05.2008, die dritte Tranche in Höhe von 37.500 Stück wurde am 25.11.2008 und die vierte Tranche von 15.000 Stück wurde am 30.03.2009 ausgegeben. Die Sperrfrist beträgt bei sämtlichen Aktienoption zwei Jahre.

Dementsprechend war die Wartezeit für diese Tranchen zum Bilanzstichtag abgelaufen und die ausgegebenen Optionsrechte wären bei einem Kontrollwechsel sofort ausübbar, wobei sich die Zahl der Aktienoptionen aus der dritten Tranche durch die bei Nr.°1 beschriebene Ausübung von Optionsrechten durch Herrn Schuhardt zwischenzeitlich auf 17.500 verringert hat.

Die Gesellschaft hat keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Konzernbilanz

Aktiva

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in Tausend € Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte   66.698 15.391
Immaterielle Vermögenswerte (10) 52.826 1.053
Sachanlagen (Betriebs- und Geschäftsausstattung) (11) 10.708 12.660
Finanzanlagen   833 826
Latente Steueransprüche (12) 1.867 335
Sonstige langfristige Forderungen (13) 463 517
Kurzfristige Vermögenswerte   110.322 140.982
Vorräte (14) 72.841 74.107
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 11.260 9.585
Sonstige Vermögenswerte (16) 12.594 8.173
Wertpapiere (17) 0 0
Ertragsteuerforderungen (17) 2.305 2.949
Flüssige Mittel (18) 11.323 46.168
Summe Vermögenswerte   177.020 156.374

Passiva

     
in Tausend € Anhang 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital   51.679 62.636
Gezeichnetes Kapital (19) 11.859 11.847
Kapitalrücklage (20) 24.446 24.311
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge (21) -150 -2
Gewinnrücklagen (22) 200 200
Konzernbilanzgewinn (23) 15.324 26.279
Summe Schulden   125.341 93.738
Langfristige Schulden   12.957 2.924
Langfristige Finanzschulden (24) 11.038 2.250
Langfristige Rückstellungen (25) 252 154
Latente Steuerverbindlichkeiten (26) 1.667 520
Kurzfristige Schulden   112.385 90.814
Steuerrückstellungen (25) 182 432
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (25) 1.846 1.745
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27) 74.703 74.814
Kurzfristige Finanzschulden (24) 21.659 905
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (29) 13.994 12.918
Summe Eigenkapital und Schulden   177.020 156.374

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

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in Tausend € Anhang 01.01.2013 — 31.12.2013 01.01.2012 — 31.12.2012
Umsatz (1) 505.542 456.379
Sonstige betriebliche Erträge (2) 5.404 3.753
Gesamtleistung   510.946 460.133
Materialaufwand (3) –380.306 –338.932
Rohertrag   130.640 121.201
Personalaufwand (4) –11.292 –8.768
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (5) –4.340 –2.689
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) –97.165 –77.119
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT)   17.844 32.624
Finanzaufwand   –178 –182
Finanzertrag   49 45
Finanzergebnis (netto) (7) –129 –137
Ergebnis vor Steuern (EBT)   17.715 32.487
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) –6.160 –10.330
Konzernergebnis   11.555 22.157
davon entfallen auf:      
Gesellschafter des Mutterunternehmens   11.555 22.157
unverwässertes Ergebnis je Aktie (9) 0,97 1,87
verwässertes Ergebnis je Aktie (9) 0,97 1,85

Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend € 01.01.2013 —31.12.2013 01.01.2012 —31.12.2012
Konzernergebnis 11.555 22.157
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres    
Wertänderungen, die künftig nicht über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden    
Veränderungen aus der Währungsumrechnung –179 –51
Wertänderungen, die künftig über die Gewinn-und-Verlustrechnung umgegliedert werden    
Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "Available for Sale"    
Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst 0 0
Erfolgswirksame Realisierung aus dem Verkauf von Wertpapieren 0 0
Latente Steuern auf finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Available for Sale" 0 0
Net Investment Hedge Reserve    
Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst 45 0
In die Gewinn-und-Verlustrechnung übernommen 0 0
Latente Steuern auf Net Investment Hedge Reserve –14 0
Summe der erfolgsneutral erfassen Erträge und Aufwendungen –149 –51
Gesamtergebnis der Periode 11.406 22.106

Konzernanhang

Segmentberichterstattung

Segmentergebnisse

2013

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in Tausend € E-Commerce Großhandel nicht zugeordnet Konzern
Umsatz 493.106 12.436 0 505.542
Sonstige betriebliche Erträge 4.990 48 366 5.404
Materialaufwand -369.186 -11.120 0 -380.306
Rohertrag 128.910 1.365 366 130.640
Personalaufwand -6.649 -204 -4.439 -11.292
Abschreibungen -4.192 -1 -147 -4.340
davon auf Sachanlagen -2.424 -1 -88 -2.513
davon auf immaterielle Vermögenswerte -1.767 0 -59 -1.827
Sonstige betriebliche Aufwendungen -93.528 -436 -3.201 -97.165
davon Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen -2.102 0 0 -2.102
Segmentergebnis 24.542 724 -7.421 17.844
Finanzergebnis (netto)       -129
Steuern vom Einkommen und Ertrag       -6.160
Konzernergebnis       11.555

2012

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in Tausend € E-Commerce Großhandel nicht zugeordnet Konzern
Umsatz 441.424 14.955 0 456.379
Sonstige betriebliche Erträge 3.623 99 31 3.753
Materialaufwand -325.498 -13.434 0 -338.932
Rohertrag 119.549 1.621 31 121.201
Personalaufwand -4.468 -661 -3.639 -8.768
Abschreibungen -2.580 -2 -107 -2.689
davon auf Sachanlagen -2.477 -2 -52 -2.531
davon auf immaterielle Vermögenswerte -103 0 -55 -159
Sonstige betriebliche Aufwendungen -74.235 -444 -2.440 -77.119
davon Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen -1.333 0 0 -1.333
Segmentergebnis 38.266 514 -6.156 32.624
Finanzergebnis (netto)       -137
Steuern vom Einkommen und Ertrag       -10.330
Konzernergebnis       22.157

Allgemeine Angaben

Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft teilt sich in die Geschäftsbereiche E-Commerce und Großhandel.

Der größte Teil des Umsatzes entfällt auf den Geschäftsbereich E-Commerce. Delticom verkauft Reifen über 137 Onlineshops an private und gewerbliche Endkunden. Der umsatzstärkste Onlineshop ist ReifenDirekt – im deutschsprachigen E-Commerce eine bekannte Marke.

Das Unternehmen ist weltweit in 42 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die Länder der EU, aber auch andere europäische Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt Delticom den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.

Die Gesellschaft erlöst einen wesentlichen Umsatzanteil mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen ist Delticom jederzeit lieferfähig und kann gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern. Solche Reifen werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.

In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.

Im Geschäftsbereich Großhandel verkauft Delticom Reifen an Großhändler im In- und Ausland.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 07.03.2014 durch den Vorstand freigegeben. Der Konzernabschluss wird offengelegt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, um ihn dort bekanntmachen zu lassen.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Delticom AG stellt gemäß § 315a HGB einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf.

Der Konzernabschluss von Delticom für das Geschäftsjahr 2013 wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr.°1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten (mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden) erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delticom.

Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (EUR) aufgestellt. Sie ist funktionale Währung und Berichtswährung der Delticom. Sofern nichts anderes angegeben ist, erfolgen die Betragsangaben im Anhang grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. €).

Standards, die im Berichtsjahr zum ersten Mal angewendet werden (Angabepflicht nach IAS 8.28):

Improvements to IFRS 2009 - 2011 Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an fünf Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz, die Bewertung sowie auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 und IFRS 1. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Amendments to IFRS 1 - Government Loans Die Änderung betrifft die Bilanzierung eines Darlehens der öffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz durch einen IFRS-Erstanwender. Für im Übergangszeitpunkt bestehende öffentliche Darlehen kann die Bewertung nach vorheriger Rechnungslegung beibehalten werden. Die Bewertungsregeln nach IAS 20.10A i.V.m IAS 39 gelten somit nur für solche öffentlichen Darlehen, die nach dem Übergangszeitpunkt eingegangen werden. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Amendments to IFRS 7 - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities Einhergehend mit der klarstellenden Änderung zum IAS 32 wurden auch die Vorschriften zu den Anhangangaben im IFRS 7 erweitert. Die Änderung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen müssen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können. Die Änderung des IAS 32 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen an IFRS 7 betreffen die damit in Verbindung stehenden Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IFRS 13 - Fair Value Measurement Mit diesem Standard wird die Fair Value-Bewertung in IFRS-Abschlüssen einheitlich geregelt. Alle nach anderen Standards geforderten Fair Value-Bewertungen haben den einheitlichen Forderungen des IFRS 13 zu folgen; lediglich für IAS 17 und IFRS 2 wird es weiter eigene Regelungen geben. Der Fair Value nach IFRS 13 ist als exit price definiert, d.h. als Preis, der erzielt werden würde durch den Verkauf eines Vermögenswertes bzw. als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie bisher aus der Fair Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wurde mit IFRS 13 ein 3-stufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die neue Fair Value-Bewertung kann gegenüber den bisherigen Vorschriften zu abweichenden Werten führen. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Amendments to IAS 1 - Presentation of Items of Other Comprehensive Income Dieses Amendment ändert die Darstellung des sonstigen Ergebnisses in der Gesamtergebnisrechnung. Die Posten des sonstigen Ergebnisses, die später in die Gewinn- und Verlustrechnung reklassifiziert werden („recycling“), sind separat von den Posten des sonstigen Ergebnisses darzustellen, die niemals reklassifiziert werden. Sofern die Posten brutto, d.h. ohne Saldierung mit Effekten aus latenten Steuern ausgewiesen werden, sind die latenten Steuern nunmehr nicht mehr in einer Summe auszuweisen, sondern den beiden Gruppen von Posten zuzuordnen. Die Delticom AG hat die Gesamtergebnisrechnung im Konzernabschluss entsprechend angepasst.

IAS 19 - Employee Benefits (revised) Neben umfangreicheren Angabepflichten zu Leistungen an Arbeitnehmer ergeben sich insbesondere folgende Änderungen aus dem überarbeiteten Standard: Bisher gab es ein Wahlrecht, wie unerwartete Schwankungen der Pensionsverpflichtungen, die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, im Abschluss dargestellt werden können. Diese konnten entweder (a) ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, (b) im sonstigen Ergebnis (OCI) oder (c) zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode erfasst werden. Mit der Neufassung des IAS 19 wird dieses Wahlrecht für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft, sodass nur noch eine unmittelbare und vollumfängliche Erfassung im sonstigen Ergebnis zulässig ist. Außerdem ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand nunmehr im Jahr der Entstehung direkt im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Zudem wurden bisher zu Beginn der Rechnungsperiode die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine einheitliche typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig. Der erwartete Betrag an Verwaltungskosten für das Planvermögen wurde bisher im Zinsergebnis berücksichtigt. Den Änderungen zufolge sind Verwaltungskosten für das Planvermögen als Bestandteil der Neubewertungskomponente im sonstigen Ergebnis zu erfassen, während die sonstigen Verwaltungskosten im Zeitpunkt ihres Anfallens dem operativen Gewinn zuzuordnen sind. Der überarbeitete Standard hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IFRIC 20 - Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine Mit dieser Interpretation wird die Bilanzierung von Abraumbeseitigungskosten im Tagebergbau vereinheitlicht. Wenn erwartungsgemäß aus der weiteren Nutzung von Abraum Erlöse realisiert werden, sind die zuordenbaren Kosten der Abraumbeseitigung als Vorrat gemäß IAS 2 zu bilanzieren. Daneben entsteht ein immaterieller Vermögenswert, der zusammen mit dem Vermögenswert Tagebergbau zu aktivieren ist, wenn der Zugang zu weiteren Bodenschätzen verbessert wird und die in der Interpretation definierten Voraussetzungen erfüllt sind. Dieser Vermögenswert ist über die erwartete Nutzungsdauer abzuschreiben. Die Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

IFRS 14 - Regulatory Deferral Accounts Mit diesem Standard wird eine Regelung eingeführt, die es einem IFRS Erstanwender, der Preisregulierungen unterliegt, gestattet, regulatorische Abgrenzungsposten, unter bestimmten Einschränkungen, nach seinen vorherigen Rechnungslegungsgrundsätzen weiter zu bilanzieren. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delticom AG.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:

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Standard / Interpretation Anwendungs-Pflicht Übernahme durch EU-Kommission am 31.12.13 voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 10 Konzernabschlüsse inkl. Übergangsleitlinien 01.01.14 ja keine wesentlichen Auswirkungen
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen — inkl. Übergangsleitlinien 01.01.14 ja keine
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen — inkl. Übergangsleitlinien Übergangsleitlinien   ja Anhangsangaben
IAS 27 IAS Einzelabschlüsse 01.01.14 ja keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.14 ja keine
IAS 32 Änderung: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.14 ja keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten 01.01.14 ja Anhangsangaben
IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 01.01.14 ja keine wesentlichen Auswirkungen
IFRIC 21 Abgaben 01.01.14 nein keine
  Annual Improvements der IFRS (Zyklus 2010— 2012 und Zyklus 2011— 2013) 01.07.14 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Änderungen Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 01.07.14 nein nicht absehbar
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung frühestens 01.01.2017 nein nicht absehbar
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.16 nein keine

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft fünf inländische und vier ausländische Tochtergesellschaften, die alle in den Jahresabschluss vollkonsolidiert wurden.

Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften hat sich im Berichtszeitraum durch folgende Zugänge seit dem 01.01.2013 verändert:

Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA) - Gründung durch die Delticom North America Inc. am 19.07.2013, die auch 100°% der Anteile hält.

Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) – Unternehmenserwerb zu 100°% durch die Delticom AG am 16.09.2013

Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH

RD Reifendirekt GmbH & Co. KG, Hannover (Deutschland)

Folgende Gesellschaften werden aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS°39 bilanziert:

Tyrepac Pte. Ltd., Singapur, an der Delticom 50,9°% der Anteile hält und deren 100°%ige Tochtergesellschaften, die Hongkong Tyrepac Ltd., Hongkong, und die Guangzhou Tyrepac Trading Ltd., Guangzhou (China)

OOO Delticom Shina, Moskau (Russland) an der Delticom 100°% der Anteile hält

Tirendo France Holding UG, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH – und deren 100°% Tochterunternehmen Tirendo France SARL, Paris (Frankreich)

Tirendo Netherlands Holding UG, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH – und deren 100°% Tochterunternehmen Tirendo Netherlands B.V., Den Haag (Niederlande)

Tirendo Austria Holding UG, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH – und deren 100°% Tochterunternehmen Tirendo AT GmbH, Wien (Österreich)

Tirendo Switzerland Holding UG, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH – und deren 100°% Tochterunternehmen Tirendo Switzerland GmbH, Zug (Schweiz)

Tirendo Poland Holding UG, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH – und deren 100°% Tochterunternehmen Tirendo Poland sp.z.o.o., Warschau (Polen)

Tirendo Turkey Holding UG, Berlin (Deutschland) – 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH

Konsolidierungsmethoden

Tochterunternehmen sind alle wesentlichen Unternehmensbeteiligungen, bei denen die AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50°%. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die übertragenen Gegenleistungen geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Grundlage für den Konzernabschluss bilden die nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinszahlungen und weitere Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften, die vom Mutterunternehmen kontrolliert werden, waren nicht auszuweisen.

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3

Identifizierbare und ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines erworbenen Unternehmens werden grundsätzlich mit ihrem Fair Value zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbleibende Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen Nettovermögen werden als Goodwill bilanziert.

Am 16.09.2013 hat Delticom die Tirendo Gruppe, einen Reifenversandhändler mit Sitz in Berlin, zu 100°% übernommen (Anteilserwerb). Der Kaufpreis beträgt 43,6 Mio. € und wurde in bar bezahlt. Daneben wurden für die Ablösung von Gesellschafterdarlehen 6,6 Mio. € an die Altgesellschafter in bar gezahlt.

Mit der Akquisition ergänzt Delticom das bestehende Shop-Portfolio um eine weitere starke Marke, mit der auch zusätzliche Käufergruppen angesprochen werden können. Dabei kann Tirendo auf das langjährige Branchen- und Logistiknetzwerk der Delticom-Gruppe in Hannover zurückgreifen. Die europäischen Autofahrer werden somit noch mehr als bislang von den Vorteilen und der Einfachheit eines Kaufs in den Onlineshops der Gruppe profitieren. Entlang der Wertschöpfungskette werden in den kommenden Jahren die komplementären Stärken von Delticom und Tirendo genutzt werden, um eine gute Balance zwischen Wachstum und Profitabilität zu erzielen.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt stellen sich gemäß der vorläufigen Kaufpreisverteilung wie folgt dar:

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in Tausend € Beizulegende Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt
Langfristige Vermögenswerte 20.769
davon aktive latente Steuern 3.050
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.400
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 556
Flüssige Mittel 1.257
Summe Vermögenswerte 23.982
Passive latente Steuern 5.299
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 135
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.062
Sonstige kurzfristige Schulden 7.225
davon Gesellschafterdarlehn 6.629
Summe Schulden 15.721
Nettovermögen 8.262
Geschäfts- oder Firmenwert 35.338
Gesamtkaufpreis 43.600

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte mit einem Wert von insgesamt 17,5 Mio. € und deren erwartete Nutzungsdauern ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

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Beizulegender Nutzungsdauer in
in Tausend € Zeitwert Jahren
Kundenbeziehungen 615 5
Marken 8.223 5
Vertriebs- u. -ähnliche Rechte 6.539 2
Software 2.167 5

Die Bewertung der steuerlich noch nutzbaren Verlustvorträge und damit die Bildung latenter Steuern auf diese ist noch nicht endgültig abgeschlossen.

Wertbestimmende Faktoren für den der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zuzurechnenden Goodwill sind dabei vor allem der strategisch gut positionierte Marketingauftritt der Tirendo Gruppe, der Mitarbeiterstamm, Mitarbeiter-Know-how sowie Effizienzgewinne aus dem Zusammenschluss. Der Goodwill ist steuerlich nicht amortisierbar.

Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 1,4°Mio.°€. Der Betrag der Bruttoforderungen beträgt 1,8°Mio.°€. Von diesem Betrag wurden 0,4°Mio.°€ als uneinbringlich eingestuft und wertberichtigt.

Vom 16.09. bis zum 31.12.2013 hat die Tirendo Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 20,7 Mio. € und ein Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von –5,4 Mio. € erzielt.

Wäre der Unternehmenszusammenschluss zum 01.01.2013 erfolgt, hätte Tirendo Konzernumsatzerlöse von 43,7 Mio. € sowie ein Periodenergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag von –14,8 Mio. € beigetragen.

Erwerbsnebenkosten in Höhe von 1,1 Mio. €, die im Rahmen der Transaktion angefallen sind, wurden unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und sind im Periodenergebnis gewinnmindernd enthalten.

Segmentberichterstattung

Ein Geschäftssegment ist eine Gruppe von Vermögenswerten und betrieblichen Aktivitäten, welches Produkte oder Dienstleistungen bereitstellt, die bezüglich ihrer Risiken und Chancen von denen anderer Geschäftsbereiche verschieden sind.

Delticom ist ein Zwei-Segment-Unternehmen: Geschäftstätigkeiten des Konzerns, die zu Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen führen, vollziehen sich in den Geschäftsbereichen Großhandel und E-Commerce. Im Großhandel werden Reifen an andere Großhändler veräußert. Im E-Commerce werden Reifen an Händler, Werkstätten und Endverbraucher über 137 Shops (Vorjahr: 128) in 42 Ländern vertrieben. Weitere Geschäftsfelder, die separat berichtspflichtige Segmente darstellen könnten, gibt es nicht. Umsätze zwischen den Segmenten fanden unverändert wie in den Vorjahren nicht statt. Die interne Steuerung erfolgt anhand der Geschäftsbereiche Großhandel und E-Commerce. Dem folgt auch die Segmentberichterstattung.

Die Überleitungsspalte "nicht zugeordnet" beinhaltet Kosten, die im Wesentlichen die Konzernzentrale betreffen. Im Einzelnen sind dies: der Personalaufwand der Abteilungen Vorstand, Recht, Finanzen/Rechnungswesen und Officeorganisation; die Abschreibungen für in der Konzernzentrale eingesetzte Arbeitsplatz PCs inkl. Betriebssystem, Büromöbel und sonstiges Zubehör; in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Aufsichtsratsvergütung, Miete und Betriebskosten der Konzernzentrale Hannover, Versicherungen, Kosten Public- und Investor-Relation, Telekommunikation u. Bürobedarf, Rechts- und Beratungskosten, Kfz- u. Reisekosten der oben genannten Personengruppen, Hauptversammlungs- und Börsenkosten, Abschluss- u. Prüfungskosten und andere.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der AG und deren Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Kurses am Bilanzstichtag angesetzt, wobei die eingetretenen Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst werden.

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung).

Zur Delticom gehörende ausländische Gesellschaften sind grundsätzlich selbstständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet werden.

Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs angesetzt. Die Positionen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst und verbleiben dort bis zum Abgang des betreffenden Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.

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Land Mittelkurs zum Bilanzstichtag gewichteter Jahresdurchschnittskurs
1 € = 1 € =
Großbritannien 0,8331 GBP 0,8489 GBP
USA 1,3767 USD 1,3280 USD
Rumänien 4,4739 RON 4,4135 RON

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Der jeweiligen Schätzung zugrunde liegende Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe erfolgswirksam berücksichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung von Erwerben

Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes getroffen hat.

Geschäfts- oder Firmenwert

Für die Bewertung der erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden Diskontierungszinssätze zwischen 6,8 % und 8,2 % angewendet.

Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag (Netto-Verkaufserlös) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswertes beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows.

Im Delticom-Konzern ist die zahlungsmittelgenerierende Einheit die Tirendogruppe, sodass aufgrund des Geschäftsmodells juristische Einheiten zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind. Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert und werden, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
Internet Domains 20
EDV-Software 3-5

Hinzu kommen die bereits beschriebenen Nutzungsdauern für die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögenswerte.

Das Sachanlagevermögen ist zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.

Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen niedrigeren Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zu Grunde:

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betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
Mietereinbauten 12-33
Maschinen 4-15
Geschäftsausstattung 3-15
Büroeinrichtung 3-15

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Leasingobjektes verbundenen Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjektes auf Delticom übertragen werden.

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgespaltet, so dass sich eine konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten ergibt. Die Leasingverbindlichkeit wird, ohne Berücksichtigung von Zinsen, unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.

Das unter Finanzierungsleasing zu erfassende Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume – der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. Laufzeit des Leasingverhältnisses – abgeschrieben. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing an einen Leasingnehmer übergeben, so wird der Barwert der Leasingzahlungen als Forderung angesetzt. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand der Annuitätenmethode erfasst. 2013 ist Delticom keine derartigen Leasingverhältnisse eingegangen.

Alle Leasingverhältnisse, welche die Kriterien des Finanzierungsleasings nicht erfüllen, werden als Operating-Leasing qualifiziert, bei dem die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS°32 und IAS°39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Für die Klassifizierung ist der Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, maßgeblich. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Ein finanzieller Vermögenswert wird der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Sicherungsgeschäfte qualifiziert sind. Die Kategorie hat zwei Unterkategorien: finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden, und solche, die von Beginn an als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte designiert wurden.

Darlehen und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner ohne die Absicht bereitstellt, diese Forderungen zu handeln.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind und nicht einer anderen Kategorie zugeordnet werden.

Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem das Unternehmen Vertragspartei wird.

Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen werden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt.

Vermögenswerte der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden in der Periode der Entstehung erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden – sofern keine dauernde Wertminderung vorliegt – im Eigenkapital erfasst. Werden Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert, so sind die im Eigenkapital enthaltenen kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente als Indikator dafür angesehen, dass die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind.

Vorräte sind grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert sowie ggf. unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittskostenmethode gebildet. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Vertriebskosten. Fremdkapitalkosten waren nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht bzw. nicht vollständig einbringlich sind.

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Der Buchwert der Forderung wird durch den Ansatz eines Wertminderungskontos gemindert. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgewiesen werden Bankguthaben sowie Kassenbestände und Schecks, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach IAS°12. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz erfasst, dies jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Darüber hinaus werden latente Steuern auf künftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge aktiviert. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet.

Latente Steuern werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst, sofern sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Latente Steuern werden unter der Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden mit einem Steuersatz von 31,67 % (Vorjahr: 31,67 %) bewertet.

Eine Saldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS°1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten ist gem. IAS°12.53 nicht zulässig.

Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer Gewerbeertragsteuer von 15,9 % (Vorjahr: 15,8 %) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) auf die Körperschaftsteuer.

Die Berechnung der ausländischen Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Es werden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Erstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

Rückstellungen werden nur unter folgenden Voraussetzungen ausgewiesen: Das Unternehmen besitzt eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses, und es ist wahrscheinlich, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Soweit in einzelnen Fällen keine zuverlässige Schätzung möglich ist, wird keine Rückstellung gebildet, sondern eine Eventualschuld angegeben.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden erstmals zu ihren beizulegenden Zeitwerten unter Einbeziehung von Transaktionskosten erfasst und in der Folgezeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Differenz zwischen dem Auszahlungskurs und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Erträge aus Dienstleistungen werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst.

Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen von der Gesellschaft abfließt und die Höhe der Aufwendungen verlässlich bemessen werden kann. Fremdkapitalkosten werden ausschließlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Eine Aktivierung als Teil von Anschaffungs- oder Herstellungskosten findet nicht statt.

Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden erfasst.

Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment-Test) unter die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. An jedem Bilanzstichtag überprüft Delticom die Buchwerte seiner immateriellen Vermögenswerte und seines Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen.

Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger ist als dessen Buchwert. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.

Bei einem Net Investment Hedge werden währungskursbedingte Schwankungen des Nettovermögens ausländischer Geschäftsbetriebe durch derivative oder nicht-derivative Finanzinstrumente abgesichert, indem der effektive Teil der währungskursbedingten Schwankungen der Sicherungsinstrumente in die Net Investment Hedge Reserve im Eigenkapital eingestellt wird und so die währungskursbedingten Schwankungen des Nettovermögens der ausländischen Geschäftsbetriebe kompensiert werden.

Bei Veräußerung oder teilweiser Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der bis dahin in der Net Investment Hedge Reserve ausgewiesene Betrag erfolgswirksam erfasst.

Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Konzern, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zu veräußern, um Schulden zu reduzieren.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(1) Umsatzerlöse

Sonstige Erlöse werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013:

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in Tausend € Länder der EU USA und sonstige Gesamt
E-Commerce 374.398 118.708 493.106
Großhandel 9.194 3.242 12.436
Gesamt 383.592 121.950 505.542

Für den Zeitraum vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012:

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in Tausend E Länder der EU USA und sonstige Gesamt
E-Commerce 326.868 114.556 441.424
Großhandel 9.611 5.345 14.955
Gesamt 336.479 119.900 456.379

(2) Sonstige betriebliche Erträge

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in Tausend € 2013 2012
Erträge aus Kursdifferenzen 2.752 1.611
Versicherungsentschädigungen 3 3
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 237 83
Übrige 2.413 2.055
Summe 5.404 3.753

Die Kursgewinne enthalten Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von 380,3 Mio. € (Vorjahr: 338,9 Mio. €) resultiert ausschließlich aus verkaufter Handelsware.

(4) Personalaufwand

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in Tausend € 2013 2012
Löhne und Gehälter 9.827 7.625
Soziale Abgaben 1.421 1.106
Altersversorgung und Unterstützung 44 38
Summe 11.292 8.768

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. Delticom leistet aufgrund seiner ihm durch den Gesetzgeber auferlegten Verpflichtung Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung.

Delticom hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge in Höhe von 633 Tsd. € (Vorjahr: 536 Tsd. €), werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.

2013 hatte Delticom im Durchschnitt 179 Mitarbeiter (Vorjahr: 144 Mitarbeiter).

(5) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen

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in Tausend € 2013 2012
Auf immaterielle Vermögenswerte 1.827 159
Auf Sachanlagen 2.513 2.531
Summe 4.340 2.689

Außerplanmäßige Abschreibungen auf der Grundlage von Impairment Tests (IAS°36) waren nicht erforderlich.

(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tausend € 2013 2012
Ausgangsfrachten 43.568 38.179
Lagerhandlingkosten 4.119 3.564
Gebühren Kreditkarten 4.105 3.551
Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen 2.102 1.333
Externe Werbekosten 21.061 11.348
Operations-Center 5.204 5.131
Mieten und Betriebskosten 6.803 6.157
Finanzen und Recht 3.749 863
IT und Telekommunikation 1.442 1.181
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 2.914 3.839
Übrige 2.098 1.973
Summe 97.165 77.119

Den ausgewiesenen Mietzahlungen liegen Mietverträge über Büroräume und Parkplätze in Hannover, Berlin und München sowie für Lagerhallen zugrunde. Die Mietverhältnisse erfüllen die Definition eines Operating-Leasingverhältnisses.

Die zukünftigen Leasingzahlungen sind unter dem Punkt "Sonstige Angaben" erläutert.

(7) Finanzergebnis

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in Tausend € 2013 2012
Finanzaufwand 178 182
Finanzertrag 49 45
Summe –129 –137

Im Finanzergebnis werden Zinsen nur für solche Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet wurden.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die erfolgswirksamen Steuern vom Einkommen und Ertrag ergeben sich aus:

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2013 2012
in Tausend € Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Laufende Ertragsteuern 8.714 113 8.827 10.296 89 10.385
Latente Ertragsteuern –2.536 –131 –2.667 73 –128 –56
Gesamt 6.178 –18 6.160 10.369 –39 10.330
davon periodenfremd 0 2 2 –1 –32 –34

Im Berichtsjahr wurden 14 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst.

Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit den folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:

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2013 2012
in Tausend € aktive latente Steuern passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern
Verlustvorträge 1.496 0 335 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 243 1.051 26 0
Sachanlagen 14 107 19 95
Finanzanlagen 0 0 13 0
Vorräte 0 601 4 389
Forderungen 0 12 0 12
Sonstige Aktiva 0 20 0 23
Langfristige Rückstellungen 2 0 109 0
Kurzfristige Rückstellungen 115 0 0 0
Verbindlichkeiten 9 4 9 320
Sonstige Passiva 132 14 140 0
Gesamt 2.011 1.810 654 839
Saldierung –143 –143 –319 –319
Bilanzansatz 1.867 1.667 335 520

Eine Überleitung des erwarteten Ertragsteuerergebnisses auf das tatsächliche Ertragsteuerergebnis zeigt die folgende Übersicht:

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in Tausend € 2013 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern 17.715 32.487
Ertragsteuersatz Delticom AG 31,67% 31,67%
Erwarteter Steueraufwand 5.610 10.289
Abweichungen vom erwarteten Ertragsteueraufwand    
Anpassung an abweichenden Steuersatz 69 –51
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 474 126
Periodenfremde Ertragsteuern 2 –34
Sonstige Steuereffekte 5 –1
Summe der Anpassungen 550 41
Tatsächlicher Steueraufwand 6.160 10.330

Die Anpassung an den abweichenden Steuersatz beruht auf niedrigeren Ertragsteuersätzen bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften. In den steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen sind 337 Tsd. € infolge der steuerlichen Akitivierungspflicht der Erwerbsnebenkosten, die im Rahmen der Tirendo-Übernahme angefallen sind, enthalten.

Auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 9,0 Mio. € wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da ihr Bestand rechtlich unsicher ist und sich noch in Klärung befindet. Aufgrund der bestehenden erheblichen rechtlichen Zweifel zum Bilanzstichtag blieben die auf diese Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern ohne Ansatz.

(9) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,97 € (Vorjahr: 1,87 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,97 € (Vorjahr: 1,85 €).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS°33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 11.554.642,36 € (Vorjahr: 22.157.157,76 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 11.855.440 Stück (Vorjahr: 11.847.440 Stück) ermittelt.

Im Berichtsjahr lagen 15.810 potenzielle Aktien (Finanzinstrumente und sonstige Vereinbarungen, die deren Inhaber zum Bezug von Stammaktien berechtigen) aus der Tranche vom 22.11.2007 sowie 37.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 08.05.2008, 17.500 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 25.11.2008 und 15.000 potenzielle Aktien aus der Tranche vom 30.03.2009 vor.

Die Ausübungspreise der Tranchen vom 22.11.2007, 08.05.2008, 25.11.2008 und 30.03.2009 lagen unter dem durchschnittlichen Kurswert seit Ausgabe der entsprechenden Optionen. Daher wurden alle Tranchen in das verwässerte Ergebnis je Aktie einbezogen.

Zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wurde gemäß IAS°33 als Zähler das Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 11.554.642,36 € (Vorjahr: 22.157.157,76 €) sowie als Nenner der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der im Geschäftsjahr vorhandenen Stammaktien sowie der Anzahl der potenziellen Aktien aus Optionsrechten von 11.945.250 Stück (Vorjahr: 11.945.250 Stück) verwendet.

Erläuterungen zur Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

(10) Immaterielle Vermögenswerte

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in Tausend € Goodwill Kundenbeziehungen Marken
Anschaffungskosten      
Stand 1. Januar 2013 0 0 0
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 35.338 615 8.223
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 35.338 615 8.223
Kumulierte Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2013 0 0 0
Zugänge 0 36 480
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 0 36 480
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 35.338 579 7.744
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in Tausend € Vertriebs- und - ähnliche Rechte Domains EDV-Software Gesamt
Anschaffungskosten        
Stand 1. Januar 2013 0 1.260 777 2.037
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 6.539 0 2.167 52.884
Zugänge 0 6 713 719
Abgänge 0 –5 –4 –9
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 6.539 1.261 3.654 55.631
Kumulierte Abschreibungen        
Stand 1. Januar 2013 0 414 569 984
Zugänge 935 63 313 1.827
Abgänge 0 –2 –4 –6
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 935 475 878 2.805
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 5.604 786 2.775 52.826
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in Tausend € Goodwill Kundenbeziehungen Marken
Anschaffungskosten      
Stand 1. Januar 2012 0 0 0
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen      
Stand 1. Januar 2012 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 0 0 0
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2012 0 0 0
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in Tausend € Vertriebs- und - ähnliche Rechte Domains EDV-Software Gesamt
Anschaffungskosten        
Stand 1. Januar 2012 0 1.248 610 1.858
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Zugänge 0 11 169 180
Abgänge 0 0 2 2
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 0 1.260 777 2.037
Kumulierte Abschreibungen        
Stand 1. Januar 2012 0 352 474 826
Zugänge 0 62 97 159
Abgänge 0 0 –2 –2
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 0 414 569 984
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2012 0 845 208 1.053

(11) Sachanlagen

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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 1. Januar 2013 1.180 5.772 12.811 0 19.763
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 105 0 105
Zugänge 0 42 519 0 561
Abgänge 0 0 –623 0 –623
Währungsumrechnung 1 0 10 0 11
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 1.180 5.814 12.813 0 19.806
Kumulierte Abschreibungen Stand 1. Januar 2013 115 1.076 5.912 0 7.103
Zugänge 24 414 2.075 0 2.513
Abgänge 0 0 -529 0 -529
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2013 146 1.490 7.462 0 9.098
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2013 1.033 4.324 5.351 0 10.708
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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten          
Stand 1. Januar 2012 1.206 5.587 12.295 22 19.110
Zugänge 0 186 920 23 1.129
Abgänge 0 0 448 0 448
Währungsumrechnung -27 0 -2 0 -28
Umbuchungen 0 0 45 -45 0
Stand 31. Dezember 2012 1.180 5.772 12.811 0 19.763
Kumulierte Abschreibungen          
Stand 1. Januar 2012 91 643 4.135 0 4.869
Zugänge 24 433 2.074 0 2.531
Abgänge 0 0 297 0 297
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2012 115 1.076 5.912 0 7.103
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2012 1.065 4.696 6.899 0 12.660

Das Sachanlagevermögen beinhaltet die Büroeinrichtung für die gemieteten Büroräume in Hannover und Berlin sowie Reifenverpackungsmaschinen und Lagerausrüstung.

(12) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden in Höhe von 1.779 Tsd. € (Vorjahr: 335 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.

(13) Sonstige langfristige Forderungen

Die Forderungen bestehen primär aus geleisteten Kautionen gegenüber der Oberzolldirektion Bern und der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern. Die Währungsumrechnung erfolgte zum Stichtagskurs. Die Forderungen haben langfristigen Charakter.

Kurzfristige Vermögenswerte

(14) Vorräte

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in Tausend € 2013 2012
Reifen 63.276 66.263
Sonstiges Zubehör 1.143 1.034
Unterwegs befindliche Ware 8.422 6.810
Gesamt 72.841 74.107

Für die unterwegs befindliche Ware sind am Stichtag zum Teil bereits Verkaufsgeschäfte abgeschlossen. Die eingelagerten Waren sind für den Verkauf im E-Commerce vorgesehen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung der vereinbarten Lieferbedingungen gemäß den Incoterms 2000 und 2010.

Im Berichtsjahr wurden 280.967 Tsd. € (Vorjahr: 264.959 Tsd. €) der Vorräte als Aufwand erfasst. Wertminderungen und Wertaufholungen wurden im Veranlagungsjahr nicht vorgenommen. Alle Vorräte sind pfandfrei.

(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.260 9.585
davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 0 1
davon Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) 530 342
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in Tausend €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Buchwert Am Bilanzstichtag überfällig und nicht wertberichtigt
zum 31.12.2013 11.260 5.254
zum 31.12.2012 9.585 4.351
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in Tausend € Nicht wertberichtigt und überfällig seit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kleiner 30 Tage 30 bis 60 Tage 60 bis 90 Tage 90 bis 180 Tage größer 180 Tage Wertberichtigt
zum 31.12.2013 4.458 644 146 3 2 2.227
zum 31.12.2012 3.453 681 209 2 6 1.271

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Tausend € 2013 2012
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 1.271 950
Konsolidierungskreisänderungen 333 0
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 1.973 1.331
Auflösungen –43 –4
Verbrauch von Wertberichtigungen –1.307 –1.006
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 2.227 1.271
in Tausend € 2013 2012
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen –10 –3
Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen 17 15

(16) Sonstige Vermögenswerte

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in Tausend € 2013 2012
Vergütungs- und Erstattungsansprüche aus Steuern 10.084 6.876
Guthaben bei Lieferanten 256 316
Abgrenzungsposten 400 321
Sonstige Finanzmitteldisposition 505 505
übrige kurzfristige Forderungen 1.349 155
Summe 12.594 8.173

Die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten 63 Tsd. € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 74 Tsd. €).

(17) Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen die gezahlten Ertragsteuern des Berichtsjahres.

(18) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Unter den Zahlungsmitteln werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände und Schecks ausgewiesen.

Die Zahlungsmittel teilen sich wie folgt auf:

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in Tausend € 2013 2012
Kasse 2 1
Guthaben bei Kreditinstituten 11.321 46.167
Summe 11.323 46.168

Eigenkapital

(19) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen. Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital.

Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.847.440,00 €, und am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440,00 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt.

Das Grundkapital ist in 11.859.440 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie eingeteilt.

Die Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe von Aktien sind in §°5 "Höhe und Einteilung des Grundkapitals" der Satzung der Delticom AG und hinsichtlich des Rückkaufs von Aktien in den §§°71°ff.°AktG und entsprechenden Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung geregelt.

Die ordentliche Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 02.05.2016 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 5.919.720 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu 5.919.720,00°€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011). Das genehmigte Kapital 2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen. Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen sowie in bestimmten Fällen bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen.

Die Hauptversammlung vom 30.08.2006 hatte den Vorstand (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 29.08.2011 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 um insgesamt bis zu 100.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 100.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2006). Das bedingte Kapital I/2006 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 über die Gewährung von Aktienoptionsrechten durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2006 wurde am 01.09.2006 im Handelsregister eingetragen.

Bei der von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln unter Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das bedingte Kapital I/2006 im gleichen Verhältnis wie das Grundkapital auf 300.000,00 €. Die Kapitalerhöhung und die Satzungsänderung bezüglich des bedingten Kapitals I/2006 wurden am 10.06.2009 beim Amtsgericht Hannover in das Handelsregister eingetragen. Aufgrund der bereits dargestellten Ausübung von 20.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 20.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt beträgt das bedingte Kapital I/2006 nunmehr noch 280.000,00°€.

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und an Arbeitnehmer der Gesellschaft zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 300.000,00°€ durch Ausgabe von bis zu 300.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2011). Das bedingte Kapital I/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.

Die Hauptversammlung vom 03.05.2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 02.05.2016 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen (zusammenfassend "W/O-Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 200.000.000,00°€ mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern von W/O-Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 5.300.000,00°€ nach näherer Maßgabe der Wandelanleihe- oder Optionsbedingungen zu gewähren. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. In bestimmten Fällen ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei der Ausgabe der W/O-Schuldverschreibungen auszuschließen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 03.05.2011 um insgesamt bis zu 5.300.000,00°€ durch Ausgabe von insgesamt bis zu 5.300.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital II/2011). Das bedingte Kapital II/2011 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Wandlungs- oder Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Delticom AG oder durch Gesellschaften, an denen die Delticom AG unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, ausgegeben werden. Das bedingte Kapital II/2011 wurde am 10.06.2011 im Handelsregister eingetragen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10°% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 10.05.2015. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft oder durch Dritte für Rechnung der Gesellschaft ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs im XETRA-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10°% über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot beziehungsweise eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Wert einer Aktie der Gesellschaft um nicht mehr als 10°% über- oder unterschreiten. Maßgeblicher Wert ist bei einem öffentlichen Kaufangebot der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsenhandelstag vor dem Tag der Bekanntgabe des Angebots und bei einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots der durch die Schlussauktion ermittelte Kurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am letzten Börsentag vor dem Tag, an dem die Angebote von der Gesellschaft angenommen werden. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots nicht unerhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Wert, kann das Angebot angepasst werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußern oder den Mitarbeitern der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften zum Erwerb oder den Inhabern von Bezugsrechten in Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30.08.2006 aufgestellten Aktienoptionsplan anbieten. Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.

(20) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe der auf den Namen lautenden Stückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie den Aufwand aus dem Aktienoptionsprogramm.

Am 02.05.2013 erhöhte sich die Kapitalrücklage durch Ausübung von 12.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt um 134.724,00 €.

Die Delticom AG hat einem ehemaligen Mitglied des Vorstands im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms Optionsrechte mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente eingeräumt. Die Zusage basiert auf den Optionsbedingungen vom 09.08.2007.

Grundsätzlich können die Optionen jeweils in einem Zeitraum von sechs Wochen nach Bekanntgabe der endgültigen Quartalsergebnisse oder der endgültigen Ergebnisse des vorangegangenen Geschäftsjahres ausgeübt werden.

Voraussetzung für die Ausübung eines Optionsrechts ist, dass der ungewichtete Durchschnitt der Schlusspreise der Aktie der Gesellschaft an den fünf Börsenhandelstagen vor dem ersten Tag des jeweiligen Ausübungszeitraumes, in dem das Optionsrecht ausgeübt wird, mindestens 120°% des Ausübungspreises beträgt.

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4. Tranche 3. Tranche 2. Tranche 1. Tranche
Ausgabedatum 30.03.2009 25.11.2008 08.05.2008 22.11.2007
Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Sperrfrist 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre 2 Jahre
Ausübungspreis 12,88 € 12,23 € 13,19 € 19,81 €
Anzahl ausgegebener Optionen 15.000 37.500 37.500 15.810
Anzahl ausgeübter Optionen 0 20.000 0 0
Anzahl verfallener Optionen 0 0 0 0
Ausstehend zum 31.12.2013 15.000 17.500 37.500 15.810
Ausübbar zum 31.12.2013 15.000 17.500 37.500 15.810

Die beizulegenden Zeitwerte der Optionen wurden mit Hilfe eines Binomialmodells ermittelt. Hierbei werden mittels eines binomialen Entscheidungsbaums mögliche Entwicklungen der Aktie der Delticom AG modelliert.

Der Ansatz der erwarteten Volatilität basiert auf den historischen Kursdaten der Aktie der Delticom AG. Die erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte ergibt sich aus der Restlaufzeit des Dienstvertrags des ehemaligen Mitglieds des Vorstands. Der risikolose Zinssatz wurde auf Basis von Zinssätzen für (hypothetische) Null-Kupon-Anleihen ohne Kreditausfallrisiko mit entsprechenden Restlaufzeiten bestimmt.

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4. Tranche 3. Tranche 2. Tranche 1. Tranche
Beizulegender Zeitwert je Option zum Gewährungszeitpunkt 3,18 € 3,27 € 3,75 € 6,47 €
Beizulegender Gesamtzeitwert der Optionsrechte zum Gewährungszeitpunkt 47.700,00 € 122.500,00 € 140.750,00 € 102.291,00 €
Zu berücksichtigender Aufwand aus dem Optionsprogramm im Geschäftsjahr 2013 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Erwartete Laufzeit der gewährten Optionsrechte 3,36 Jahre 3,70 Jahre 4,25 Jahre 4,71 Jahre
Erwartete durchschnittliche jährliche Dividendenrendite je Stückaktie 5,00% 5,00% 5,00% 3,00%
Risikoloser Zinssatz 1,80% 2,57% 4,31% 3,90%
Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt 13,63 € 12,83 € 13,41 € 19,65 €
Ausübungspreis 12,88 € 12,23 € 13,19 € 19,81 €
Erwartete Volatilität 42,00% 44,00% 45,00% 45,00%

(21) Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge

Die in der bilanziellen Umrechnungsdifferenz entstandenen Währungsabweichungen der Tochtergesellschaften Delticom Tyres Ltd., NETIX S.R.L., Delticom North America Inc. sowie Wholesale Tire and Automotive Inc. wurden in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Darüber hinaus beeinhaltet die Position die Entwicklung der Net Investment Hedge Reserve.

(22) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage besteht ausschließlich aus der gesetzlichen Rücklage, die gemäß §°150°AktG bei der AG zu bilden ist.

(23) Bilanzgewinn

Die Gewinnvorträge sind im Konzernbilanzgewinn erfasst. Die Entwicklung ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Schulden

(24) Finanzschulden

Bei den Finanzschulden handelt es sich um ein mittelfristiges Annuitätendarlehen und um die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien.

(25) Rückstellungen

Im Einzelnen setzen sich die Rückstellungen wie folgt zusammen:

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in Tausend € 01.01.13 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.13
Steuerrückstellungen 432 432 0 182 182
Sonstige Rückstellungen langfristig 154 67 0 165 252
Sonstige Rückstellungen 1.745 653 0 754 1.846
Gesamt 2.330 1.151 0 1.152 2.331

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Kosten für zu erwartende Stornierungen von Kundenbestellungen im Versandgeschäft innerhalb der Rückgabefrist, noch zu entrichtende Entsorgungsgebühren und Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den langfristigen Rückstellungen liegt die Fälligkeit über einem Jahr.

Unter den langfristigen Rückstellungen werden die Kosten für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtung für Geschäftsunterlagen ausgewiesen. Der Abzinsungsprozentsatz beträgt 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %). Des Weiteren werden hier die langfristigen Anteile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuern des Berichtsjahres und werden nicht abgezinst.

(26) Latente Steuerverbindlichkeiten

Die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in Höhe von 1.051 Tsd. € (Vorjahr: 38 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 2013 2012
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74.703 74.814
davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 9 7
davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) 0 116

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

(28) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.13 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value 31.12.13
in Tausend € Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
Aktiva            
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 11.323 11.323     11.323
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 11.260 11.260     11.260
Sonstige Forderungen LaR 1.465 1.465     1.465
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte            
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 833   833   833
Derivative finanzielle Vermögenswerte            
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FAHfT 63     63 63
Passiva            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 74.703 74.703     74.703
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 1.913 1.913     1.913
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 32.697 32.697     32.697
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten            
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FLHfT 3     3 3
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen (LaR)   24.048 24.048     24.048
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)   833   833   833
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT)   63     63 63
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)   109.313 109.313     109.313
Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT)   3     3 3
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Buchwert 31.12.12 Fair Value 31.12.12
in Tausend €
Aktiva            
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 46.168 46.168     46.168
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 9.585 9.585     9.585
Sonstige Forderungen LaR 853 853     853
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte            
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 826   826   826
Derivative finanzielle Vermögenswerte            
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FAHfT 74     74 74
Passiva            
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 74.814 74.814     74.814
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 1.667 1.667     1.667
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 3.155 3.155     3.155
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten            
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FLHfT 29     29 29
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen (LaR)   56.606 56.606     56.606
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)   826   826   826
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT)   74     74 74
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)   79.637 79.637     79.637
Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT)   29     29 29

Die Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend € 2013 2012
Darlehen und Forderungen (LaR) –3.036 –2.226
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FAHfT + FLHfT) 250 –478
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 427 –943
davon Zinsergebnis –34 –73
Summe –2.359 –3.647

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeit annähernd dem Buchwert. Bei der Tochtergesellschaft Tyrepac Pte. Ltd., Singapur, entspricht der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag den Anschaffungskosten für diese Beteiligung. Der Buchwert der derivativen Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes einschließlich der derivativen Finanzinstrumente abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte ersichtlich. Da bei Derivaten die Vertragspartner renommierte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen.

Die Finanzinstrumente der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 833 Tsd. €, der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 63 Tsd. € sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 3 Tsd. € haben wir in der Fair-Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet.

Für die Stufe 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem laufzeitäquivalenten Marktzinssatz. Finanzinstrumente, bei denen Bewertungsmethoden angewendet werden, für welche die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie) liegen unverändert nicht vor.

Die Nettogewinne und -verluste aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang, Zahlungseingänge, Wertaufholungen auf ursprünglich wertberichtigte Darlehen und Forderungen sowie aus Währungsumrechnungen.

Die Nettogewinne und -verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, sowie unterjährige Gewinne und Verluste bei Fälligkeit.

Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus dem Abgang und der Währungsumrechnung zusammen.

(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Anzahlungen, Guthaben von Kunden, Umsatzsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Lohn- und Kirchensteuer. Zudem wurden Verbindlichkeiten im Wege der bestmöglichen Schätzung abgegrenzt.

Des Weiteren enthält der Bilanzposten 3 Tsd. € Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 29 Tsd. €).

Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

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in Tausend € 2013 2012
Umsatzsteuer 6.334 5.664
Erhaltene Anzahlungen 3.666 4.290
Guthaben von Kunden 1.744 1.666
Sozialversicherungsbeiträge 0 9
Lohn- und Kirchensteuer 418 124
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.831 1.166
Summe 13.994 12.918

Sonstige Angaben

Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden aus der Begebung oder Übertragung von Schecks und Wechseln und aus der Hingabe von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus:

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in Tausend € 2013 2012
Bestellobligo für Waren 13.712 5.177
Übrige finanzielle Verpflichtungen 55.412 54.153
Gesamt 69.124 59.330

Delticom mietet Büroräume und Parkplätze in Hannover, Berlin und München sowie Lagerhallen für Handelsware an 3 Standorten an. Die zugrunde liegenden Mietverträge erfüllen die Definition von Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS°17.3. Der Vertrag über die Büroräume in Hannover läuft bis zum 31.12.2017, der Vertrag in Berlin läuft bis zum 31.03.2015 und der Vertrag in München bis zum 30.11.2015. Die Verträge für die Lagerhallen laufen bis zum 31.12.2015, 31.03.2019 und 31.07.2023.

Des Weiteren bestehen Leasingverhältnisse für drei Pkw im Rahmen eines Operating-Leasings. Die Pkw-Leasingverhältnisse enden im Juni und September 2014 nach 36-monatiger Laufzeit.

Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus den hier genannten Operating-Leasingverhältnissen betragen:

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in Tausend € 2013 2012
bis zu einem Jahr 6.096 5.824
2 Jahre bis zu 5 Jahre 21.622 22.461
mehr als 5 Jahre 13.407 18.269
Gesamt 41.125 46.554

Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Delticom nur zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt.

Die Derivate erfüllen nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS°39.71°ff. Alle Derivate sind in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.

Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte lagen zum Bilanzstichtag sämtlich unter 4 Monaten (Vorjahr: 4 Monate).

Risikomanagement

Zu den Grundsätzen des Risikomanagements verweisen wir auf den Abschnitt Risikobericht im Konzernlagebericht.

Währungsrisiko

Delticom ist international tätig, wodurch das Unternehmen Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Währungsrisiken entstehen hauptsächlich aus Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung. Delticom verwendet derivative Finanzinstrumente zur Minderung dieser Risiken. Es werden Einkaufsverträge in Fremdwährung (überwiegend USD) abgesichert, die entweder der eigenen Bevorratung dienen oder für die ein Verkaufsvertrag in EUR existiert. Ferner werden im Bereich Großhandel bei Bedarf Verkaufsverträge in Fremdwährung abgesichert. Einkaufs- und zugehörige Verkaufsverträge in der gleichen Fremdwährung werden nicht abgesichert. Für Verkaufsverträge in Fremdwährung im Bereich E-Commerce werden keine Währungskurssicherungsgeschäfte getätigt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS°7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS°7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die positiven und negativen Auswirkungen auf, wenn die dargestellten Währungen gegenüber dem Euro den um 10°% an Wert gewonnen bzw. um 10°% an Wert verloren hätten. Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse vor Ertragsteuern.

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Währung 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2013) Ergebnis +10% in Tsd. € Ergebnis –10% in Tsd. €
CHF 1,2267 –368 396
DKK 7,4599 –13 16
GBP 0,8331 –457 555
HKD 10,6753 –40 40
LVL 0,6997 –27 32
NOK 8,3614 –10 10
PLN 4,1508 –53 56
SEK 8,8263 –321 381
SGD 1,7392 –166 165
USD 1,3767 428 –335
Sonstige n/a –25 28

Zinsänderungsrisiko

Für den Zahlungsmittelbestand besteht ein Cashflow-Risiko aus der Verzinsung. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden die Sensitivitäten unter Verwendung einer hypothetischen Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Gewinn in Höhe von 13 Tsd. €, bei einer Minderung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Verlust von 13 Tsd. €. Die in Relation zum Bestand an Zahlungsmitteln geringen Zinssensitivitäten sind auf zumeist nicht verzinsliche Bestände an Zahlungsmitteln zurückzuführen. Neben den Bankbeständen wird der Investitionskredit in die Sensitivitätsanlayse einbezogen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko, d.h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird im Delticom-Konzern zentral gemanagt. Es werden jederzeit genügend liquide Mittel gehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Darüber hinaus wird eine Liquiditätsreserve für ungeplante Mindereingänge oder Mehrausgänge vorgehalten. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen sowie Geldmarktfonds vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung.

Kreditrisiko

Im Geschäftsbereich Großhandel liefert Delticom Reifen und Felgen an Handelsunternehmen mit unterschiedlicher Bonität. Bezüglich einiger Kunden kann es temporär zu Risikokonzentrationen kommen, die eine Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns darstellen können. Delticom hat deshalb mit einigen Kunden Kreditversicherungen und Kommissionsgeschäfte abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft so weit begrenzen, dass eine existenzgefährdende Bedrohung ausgeschlossen werden kann. Die Summe der kreditversicherten Bruttoforderungen im Segment Großhandel beträgt 886 Tsd. € (Vorjahr: 550 Tsd. €) und im Segment E-Commerce 599 Tsd. € (Vorjahr: 320 Tsd. €). Der Selbstbehalt bei kreditversicherten Forderungen beträgt zwischen 10°% und 15°%.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen zu "Organe der Gesellschaft".

Eine Auflistung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen findet sich im Abschnitt Konsolidierungskreis. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen vollkonsoldierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert.

Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern gemäß IAS°24 sind:

Binder GmbH (Anzahl der Aktien 3.148.058, 26,54 % der Anteile)

Prüfer GmbH (Anzahl der Aktien 3.307.030, 27,89 % der Anteile)

Die Beteiligungen an der Delticom AG sind Rainer Binder (Vorstandsvorsitzender bis 31.12.2013), Hannover, über die Binder GmbH und Andreas Prüfer (Aufsichtsratsvorsitzender bis 31.12.2013), Hannover, über die Prüfer GmbH nach §°22°I°S.°1°Nr.°1°WpHG zuzurechnen. Daneben besteht zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH eine Vereinbarung i.°S.°d.°§°22°II°S.°1°WpHG (Stimmrechtsbindungsvertrag).

Verkauf von Waren

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in Tausend € 2013 2012
an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 2 3
an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) 1.543 983

Einkauf von Waren und Dienstleistungen

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in Tausend € 2013 2012
von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 278 541
von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) 0 167

Die Zeile Einkauf von Waren und Dienstleistungen der Kategorie Personen in Schlüsselpositionen enthält 61 Tsd. € für Beratungsleistungen der TADUV GmbH. Die TADUV GmbH wird zu 100 % von der Prüfer GmbH gehalten. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand.

Im Geschäftsjahr 2013 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern:

Rainer Binder, Hannover (ausgeschieden am 31.12.2013): Vorstandsvorsitzender, Einkauf

Susann Dörsel-Müller, Peine: Vorstand, Großhandel, Operation-Center, B2B

Philip von Grolman, Hemmingen: Vorstand, B2C, Marketing, Nordamerika

Sascha Jürgensen, Hannover: Vorstand, Logistik, Personal

Frank Schuhardt, Hannover (ausgeschieden am 31.12.2013): Vorstand, Finanzen, Recht, IT

Andreas Püfer, Hannover (seit 01.01.2014)

Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus einer erfolgsunabhängigen, einer erfolgsabhängigen Komponente sowie einer Komponente mit langfristiger Anreizwirkung zusammen.

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erfolgsunabhängige Vergütung erfolgsabhängige Vergütung langfristige Anreizwirkung
in Tausend € 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Rainer Binder 475 300 155 200 0 0
Susann Dörsel-Müller 102 80 11 14 0 0
Philip von Grolman 220 165 77 100 0 0
Sascha Jürgensen 130 101 14 18 0 0
Frank Schuhardt 300 246 50 100 0 0

Zusätzlich zu den in obiger Tabelle dargestellten Werten erhielt Frank Schuhardt für die vorzeitige Auflösung seines Vertrages eine Abfindung in Höhe von 700 Tsd. €.

Im Geschäftsjahr 2013 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:

Andreas Prüfer, Unternehmer, Hannover (ausgeschieden am 31.12.2013): Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender

Alan Revie, Unternehmer, Hamilton / Großbritannien: Aufsichtsratsmitglied

Michael Thöne-Flöge, Unternehmer, Peine: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Rainer Binder, Unternehmer, Hannover (seit 01.01.2014)

Im Geschäftsjahr 2013 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Andreas Prüfer auf 35 Tsd. € (Vorjahr: 35 Tsd. €), Michael Thöne-Flöge auf 10 Tsd. € (Vorjahr: 10 Tsd. €) und Alan Revie auf 5 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd. €).

Dividende

Die Hauptversammlung hat am 30.04.2013 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2012 der Delticom AG eine Dividende in Höhe von 22.510.136,00 € (1,90 € pro Aktie, Vorjahr 2,95 € pro Aktie) auszuschütten und den Restbetrag von 429.351,63 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorschlag der Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Delticom AG in Höhe von 18.654.190,27 € einen Betrag von 5.929.720,00 €, d.h. 0,50 € pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von 12.724.470,27 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Anteilsbesitz

Vollkonsolidierte Gesellschaften:

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Festkapital Anteil in %
Name, Sitz, Land 2013 2012
Delticom Tyres Ltd., Oxford, Großbritannien 100 100
NETIX S.R.L., Timisoara, Rumänien 100 100
Reifendirekt GmbH, Hannover, Deutschland 100 100
RD Reifendirekt GmbH & Co. KG, Hannover, Deutschland 100 0
Delticom North America Inc., Benicia, Kalifornien, USA 100 100
Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA) -100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. 100 0
Pnebo Gesellschaft für Reifengrosshandel und Logistik mbH, Hannover, Deutschland 100 100
Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland) 100 0
Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0

Nicht konsolidierte Gesellschaften:

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Festkapital Anteil in % Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Informationen
Name, Sitz, Land 2013 2012 in Tausend Währung in Tausend Währung
Tyrepac Pte. Ltd., Singapur 50,9 50,9 823 SGD –263 SGD 31.12.13
Hongkong Tyrepac Ltd., Hongkong - 100 % Tochterunternehmen der Tyrepac Pte. Ltd. 50,9 50,9 100 HKD –97 HKD 31.12.13
Guangzhou Tyrepac Trading Ltd., Guangzhou (China) - 100 % Tochterunternehmen der Tyrepac Pte. Ltd. 50,9 50,9 953 RMB –303 RMB 31.12.13
OOO Delticom Shina, Moskau, (Russland) 100 99 111 RUB –399 RUB 31.12.13
Tirendo France Holding UG, Berlin (Deutschland) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0 –4 EUR –1 EUR 31.12.13
Tirendo France SARL, Paris (Frankreich) - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo France Holding UG 100 0 –27 EUR –16 EUR 31.12.13
Tirendo Netherlands Holding UG, Berlin (Deutschland) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0 –6 EUR –2 EUR 31.12.13
Tirendo Netherlands B.V., Den Haag (Niederlande) 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Netherlands Holding UG 100 0 –51 EUR –30 EUR 31.12.13
Tirendo Austria Holding UG, Berlin (Deutschland) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0 –7 EUR –3 EUR 31.12.13
Tirendo AT GmbH, Wien (Österreich) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Austria Holding UG 100 0 –4 EUR –9 EUR 31.12.13
Tirendo Switzerland Holding UG, Berlin (Deutschland) — 100°% Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0 –22 EUR –3 EUR 31.12.13
Tirendo Switzerland GmbH, Zug (Schweiz) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Switzerland Holding UG 100 0 –33 CHF –53 CHF 31.12.13
Tirendo Poland Holding UG, Berlin (Deutschland) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0 –3 EUR –1 EUR 31.12.13
Tirendo Poland sp.z.o.o., Warschau (Polen) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Poland Holding UG 100 0 –112 PLN –67 PLN 31.12.13
Tirendo Turkey Holding UG, Berlin (Deutschland) — 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 0 –3 EUR –1 EUR 31.12.13

Die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH hat durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nimmt die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch.

Honorar des Abschlussprüfers

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wurden für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:

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in Tausend € 2013 2012
Abschlussprüfungen 101 71
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 27 24
Steuerberatungsleistungen 16 12
Sonstige Leistungen 2 25
Gesamt 145 132

Entsprechenserklärung zur Übernahme der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach §°161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 19.03.2013 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS°7 erstellt. Mit ihrer Hilfe soll beurteilt werden, inwiefern der Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erwirtschaftet. Dabei werden die Zahlungsströme in Finanzmittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Tätigkeit erfolgt dabei mittels der sogenannten indirekten Methode, bei der der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge modifiziert wird. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Posten Liquidität beinhaltet zusätzlich zum Finanzmittelbestand grundsätzlich auch Wertpapiere.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Hannover, 7. März 2014

(Der Vorstand)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Delticom AG, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 7. März 2014

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Delticom AG hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Hierbei haben wir den Vorstand regelmäßig beraten und überwacht und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für Delticom eingebunden. Regelmäßig und ausführlich haben wir uns mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft befasst. Vom Vorstand haben monatlich schriftliche Berichte mit dem von uns erbetenen Umfang und Inhalt erhalten. Hierbei ließen wir uns alle wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten. Darüber hinaus findet jederzeit ein reger Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Vorkommnisse und Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt, insbesondere auch durch regelmäßige Telefonate und Treffen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Wir standen den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Sitzungen stets beratend zur Seite. Eilbedürftige Entscheidungen haben wir im schriftlichen Verfahren getroffen. Bis auf die Beschlussfassungen in den Sitzungen vom 10.01.2013, 15.09.2013 und 03.12.2013, bei denen sich Herr Prüfer seiner Stimme enthielt, wurden alle Beschlüsse im Berichtszeitraum einstimmig gefasst.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum Herr Andreas Prüfer (Vorsitzender), Herr Michael Thöne-Flöge (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Alan Revie an. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse im Sinne des § 107 Abs. 3 AktG eingerichtet, weil er dies bei einem Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern nicht für sinnvoll erachtet.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013 fanden vier ordentliche und drei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben. Fünf Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.

In unserer Sitzung vom 19.03.2013 haben wir uns mit dem Jahresabschluss und Lagebericht der Delticom AG sowie dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns befasst. Ebenfalls Gegenstand war die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschem Corporate Governance Kodex. Weiter haben wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 30.04.2013 verabschiedet.

In der Sitzung am 30.04.2013 wurde uns vom Vorstand unter anderem über den Gang der Geschäfte und über das Risikomanagement der Gesellschaft berichtet.

In der Sitzung am 20.08.2013 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2013. In dieser Sitzung haben wir ferner – wie von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen – eine Prüfung der Effizienz unserer Arbeit anhand eines Fragenkataloges vorgenommen.

In der letzten ordentlichen Sitzung am 19.11.2013 haben wir die Mittelfrist- und Investitionsplanung des Vorstands für die Delticom AG beraten und dieser zugestimmt. Des Weiteren hat sich das Gremium mit dem aktuellen Risikomanagementsystem des Unternehmens auseinandergesetzt.

In der außerordentlichen Sitzung vom 15.09.2013 behandelten wir als einzigen Tagesordnungspunkt die Zustimmung zum Abschluss und zur Durchführung eines Kauf- und Abtretungsvertrags betreffend sämtliche Geschäftsanteile an der Tirendo Holding GmbH nebst Gesellschafterdarlehen. Der im Wesentlichen finale Entwurf des Kauf- und Abtretungsvertrags sowie weiteres umfangreiches Informationsmaterial zur Entscheidungsvorbereitung betreffend diese Transaktion wurden uns rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Der Aufsichtsrat teilte die Auffassung des Vorstands, dass der Erwerb der Tirendo-Gruppe strategisch sinnvoll für Delticom ist und hierdurch erhebliche Synergieeffekte entstehen werden. Herr Prüfer enthielt sich bei der Abstimmung der Stimme.

In der außerordentlichen Sitzung vom 03.12.2013 haben wir auf Bitten von Herrn Binder der vorzeitigen Beendigung seines Amts als Vorstandsmitglied zum 31.12.2013 und dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages betreffend den Vorstandsdienstvertrag zwischen ihm und der Gesellschaft zugestimmt. Weiterhin haben wir dem Abschluss einer Ergänzungsvereinbarung betreffend den Vorstandsdienstvertrag zwischen Herrn Philip von Grolman und der Gesellschaft und einer Ergänzungsvereinbarung betreffend den Vorstandsdienstvertrag zwischen Herrn Sascha Jürgensen und der Gesellschaft zugestimmt. Zudem haben wir über die Gewährung einer Ermessenstantieme an Herrn Jürgensen entschieden.

In derselben Sitzung wurde ferner Herr Andreas Prüfer mit Wirkung zum 01.01.2014 zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt und zum Co-CEO ernannt. Der Aufsichtsrat hat außerdem dem Abschluss des Vorstandsdienstvertrages mit Herrn Andreas Prüfer zugestimmt. Bei der Beschlussfassung betreffend seine Bestellung als Vorstandsmitglied, seine Ernennung zum Co-CEO und den Abschluss des Vorstandsdienstvertrags mit ihm enthielt sich Herr Prüfer seiner Stimme.

In der außerordentlichen Sitzung vom 16.12.2013 erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zur vorzeitigen Beendigung des Amtes von Herrn Frank Schuhardt als Vorstandsmitglied und zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages betreffend den Vorstandsdienstvertrag zwischen Herrn Frank Schuhardt und der Gesellschaft.

Neben den vier ordentlichen und drei außerordentlichen Sitzungen wurden die folgenden fünf Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst:

Im schriftlichen Verfahren haben wir am 10.01.2013 dem Beratungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Prüfer Immobilien 2 GmbH (am 07.08.2013 umfirmiert in TADUV GmbH), Graz, Österreich, zugestimmt, deren Geschäftsführer und mittelbarer Mehrheitsgesellschafter Herr Andreas Prüfer ist. Der Beratungsvertrag umfasst Leistungen außerhalb des Bereichs der Tätigkeiten, die Herrn Prüfer als Aufsichtsratsmitglied obliegen. Bei der Beschlussfassung hat sich Herr Prüfer seiner Stimme enthalten.

Am 22.01.2013 hat der Aufsichtsrat der Gründung einer unmittelbaren Tochtergesellschaft in Brasilien, am 05.09.2013 der Gründung einer mittelbaren Tochtergesellschaft in Nord Amerika und am 19.11.2013 der Gründung der RD Reifendirekt GmbH & Co KG und der Übernahme der Stellung als Kommanditistin durch die Delticom AG im schriftlichen Verfahren zugestimmt. Ebenfalls im schriftlichen Verfahren haben wir am 18.12.2013 der Übertragung von verschiedenen immateriellen Vermögensgegenständen und von Verträgen von der Tirendo Holding GmbH auf die Delticom AG zugestimmt.

Corporate Governance

Am 19.03.2013 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Delticom AG (www.delti.com/CG) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung wird jährlich nach der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, ansonsten nach Bedarf, aktualisiert.

Darüber hinaus wird über die Corporate Governance bei der Delticom AG im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts im Sinne von Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet.

Zu im Geschäftsjahr 2013 aufgetretenen Interessenkonflikten und deren Behandlung berichtet der Aufsichtsrat wie folgt:

Wie bereits erläutert, hat der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren am 10.01.2013 dem Beratungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Prüfer Immobilien 2 GmbH (umfirmiert am 07.08.2013 in TADUV GmbH), Graz, Österreich, zugestimmt, deren Geschäftsführer und mittelbarer Mehrheitsgesellschafter Herr Andreas Prüfer ist. Der Beratungsvertrag umfasst Leistungen außerhalb des Bereichs der Tätigkeiten, die Herrn Prüfer als Aufsichtsratsmitglied obliegen. Bei der Beschlussfassung hat sich Herr Prüfer seiner Stimme enthalten.

Rein vorsorglich und aus Gründen guter Corporate Governance hat sich Herr Prüfer ferner bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats der Gesellschaft betreffend die Zustimmung zum Abschluss und zur Durchführung des Kauf- und Abtretungsvertrags betreffend sämtliche Geschäftsanteile an der Tirendo Holding GmbH nebst Gesellschafterdarlehen in der Sitzung am 15.09.2013 der Stimme enthalten. Dies geschah im Hinblick auf den am 17.09.2013 zwischen der Prüfer GmbH, deren Mehrheitsgesellschafter und Alleingeschäftsführer Herr Prüfer ist, sowie der Binder GmbH einerseits und der Rally GmbH, einer 100 %igen Tochtergesellschaft der European Media Holding AG, andererseits abgeschlossenen Kaufvertrag betreffend 500.000 Aktien an der Delticom AG und die der Rally GmbH von der Prüfer GmbH und der Binder GmbH eingeräumten Optionen zum Erwerb von bis zu weiteren 1.634.697 Aktien an der Delticom AG. Die European Media Holding AG war nämlich eine der Gesellschafterinnen der Tirendo Holding GmbH, von denen die Delticom AG die Geschäftsanteile an der Tirendo Holding GmbH und der Tirendo Holding GmbH gewährte Gesellschafterdarlehen erworben hat.

In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 03.12.2013 hat sich Herr Prüfer aufgrund persönlicher Betroffenheit insoweit der Stimme enthalten, als es um seine Bestellung zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft mit Wirkung zum 01.01.2014, seine Ernennung zum Co-CEO und den Abschluss des Vorstandsdienstvertrags zwischen ihm und der Gesellschaft ging.

Rechnungslegung

Die Abschlussbesprechung mit dem Abschlussprüfer, in der die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers vorbesprochen wurden, fand am 07.03.2014 statt. Unrichtigkeiten, Verstöße gegen Gesetz oder Satzung sowie bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt.

In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 18.03.2014 hat der Aufsichtsrat die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte intensiv behandelt, insbesondere den Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31.12.2013, sowie den Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013 und den Abhängigkeitsbericht. Die Berichte des Abschlussprüfers, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht über die Lage der Delticom AG und des Konzerns sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden uns rechtzeitig vorgelegt, so dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung bestand. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fuhrberger Straße 5, 30625 Hannover, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel.

Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermitteln der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme der Gesellschaft und des Konzerns; die Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat seine Bestätigungsvermerke jeweils in uneingeschränkter Form erteilt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Bei der Sitzung am 18.03.2014 berichteten Vertreter des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir uns nach eigener Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht, Konzernlagebericht und Abhängigkeitsbericht vollumfänglich angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Delticom AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr.

 

Hannover, den 18. März 2014

Rainer Binder

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Delticom AG gemäß § 161 AktG

Die Delticom AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 19.03.2013 den Emp­ fehlungen des Deutschen Cerparate Governance Kodex in der Fassung vom 15.05.2012, veröffentlicht im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 15.06.2012, bis einschließlich 9.06.2013 mit folgenden Abweichungen entsprochen:

Der Empfehlung gemäß 2.3.2 des Kodex, allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege zu übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind, wurde nicht entsprochen. Die Übermittlung auf elektronischem Wege ist gemäß § 30b Abs. 3 Nr. 1 a) WpHG nur zulässig, wenn die Hauptversammlung zugestimmt hat. Dies ist war bis zur Hauptversammlung am 30. April 2013 nicht der Fall.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 3.8 des Kodex, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung zu vereinbaren, wurde nicht entsprochen. Wir sind der Auffassung, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht verbessert werden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3 des Kodex, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten Ausschüsse im Aufsichtsrat zu bilden, wurde nicht entsprochen. Nach unserer Auffassung ist es nicht sinnvoll, bei einem mit drei Mitgliedern besetzten Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 des Kodex, bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele zu benennen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen, wurde nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat legt bei seiner Besetzung ausschließlich Wert auf die Kompetenz und Qualifikation der Kandidaten. Wir sind der Auffassung, dass dies im Interesse der Delticom AG ist. Vor diesem Hintergrund hat sich der Aufsichtsrat auch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex gegeben.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 hat die Delticom AG seit ihrer Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 10.06.2013 und wird die Delticom AG auch zukünftig mit folgenden Abweichungen entsprechen:

Der Empfehlung gemäß Ziffer 3.8 des Kodex, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung zu vereinbaren, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Wir sind der Auffassung, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht verbessert werden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex, dass die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 das System der Vorstandsvergütung grundlegend überarbeitet und ein differenziertes, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheil der Vorstandsvergütung genügendes System geschaffen. Hierbei unterliegt die Summe aus Erfolgs- und Ermessenstantieme einem zweifachen Cap. Es ist jedoch weder ein Cap für die Gesamtvergütung, noch für jede variable Vergütungskomponente einzeln oder Nebenleistungen vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dieses System einen angemessenen Schutz vor ausufernden Vergütungen zu Lasten der Gesellschaft bietet und möchte daher im Interesse der Regelungskonstanz von erneuten Änderungen absehen, wenn er diese nicht für zwingend erforderlich erachtet.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3 des Kodex, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten Ausschüsse im Aufsichtsrat zu bilden, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Nach unserer Auffassung ist es nicht sinnvoll, bei einem mit drei Mitgliedern besetzten Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 des Kodex, bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele zu benennen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat legt bei seiner Besetzung ausschließlich Wert auf die Kompetenz und Qualifikation der Kandidaten. Wir sind der Auffassung, dass dies im Interesse der Delticom AG ist. Vor diesem Hintergrund hat sich der Aufsichtsrat auch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1

Abs. 2 des Kodex gegeben.

 

Hannover, den 18. März 2014

Andreas Prüfer, Vorstandsmitglied

Philip von Groloman, Vorstandsmitglied

Susann Dörsei-Müller, Vorstandsmitglied

Sascha Jürgensen, Vorstandsmitglied

Rainer Binder, Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernkapitalflussrechnung

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in Tausend € 01.01.2013 - 31.12.2013 01.01.2012 - 31.12.2012
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 17.844 32.624
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4.340 2.689
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 200 -853
Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen -234 -65
Veränderung der Vorräte 1.266 32.385
Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.033 3.087
Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.851 8.295
Erhaltene Zinsen 49 45
Gezahlte Zinsen -109 -197
Gezahlte Ertragsteuern -8.400 -16.733
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.071 61.278
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 328 216
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -550 -1.101
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 3 0
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -719 -180
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -5 -2
Veränderungen der Liquiditätsreserve 0 0
Auszahlung für den Erwerb konsolidierter Tochterunternehmen (abzüglich erworbener liquider Mittel) -42.343 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -43.287 -1.066
Gezahlte Dividenden der Delticom AG -22.510 -34.950
Minderung Kapitalrücklage durch IPO-Kosten 0 0
Einzahlungen aus Kapitalzuführungen 147 0
gewährte Darlehen an die Gesellschaft 0 0
Aufnahme von Finanzschulden 30.442 0
Tilgung von Finanzschulden -7.529 -1.239
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 549 -36.189
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands -179 -51
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 46.168 22.197
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -34.846 23.971
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 11.323 46.168
Nachrichtlich: Netto-Liquidität    
Liquidität am Anfang der Periode 46.168 22.197
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -34.846 23.971
Veränderungen der Liquiditätsreserve 0 0
Liquidität am Ende der Periode 11.323 46.168
Netto-Liquidität am Anfang der Periode 43.013 17.803
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -34.846 23.971
Veränderungen der Liquiditätsreserve 0 0
Veränderungen der Finanzschulden -29.542 1.239
Netto-Liquidität am Ende der Periode -21.374 43.013
Netto-Liquidität bezogen auf kurzfristige Finanzschulden:    
Netto-Liquidität am Anfang der Periode 45.263 20.953
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -34.846 23.971
Veränderungen der Liquiditätsreserve 0 0
Veränderungen der kurzfristen Finanzschulden -20.754 339
Netto-Liquidität am Ende der Periode -10.337 45.263
Netto-Liquidität bezogen auf langfristige Finanzschulden:    
Netto-Liquidität am Anfang der Periode 43.918 19.047
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands –34.846 23.971
Veränderungen der Liquiditätsreserve 0 0
Veränderungen der langfristen Finanzschulden –8.788 900
Netto-Liquidität am Ende der Periode 285 43.918

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in Tausend € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnungsrücklage Neubewertungsrücklage Net Investment Hedge Reserve
Stand am 1. Januar 2012 11.847 24.311 50 0 0
Gezahlte Dividende          
Gesamtergebnis der Periode nach Steuern     -51    
Stand am 31. Dezember 2012 11.847 24.311 -2 0 0
Stand am 1. Januar 2013 11.847 24.311 -2    
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 12        
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien   135      
Gezahlte Dividende          
Gesamtergebnis der Periode nach Steuern     -179   31
Stand am 31. Dezember 2013 11.859 24.446 -181 0 31
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Angesammelte Ergebnisse
in Tausend € Gewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn insgesamt Summe Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2012 200 39.072 39.272 75.480
Gezahlte Dividende   -34.950 -34.950 -34.950
Gesamtergebnis der Periode nach Steuern   22.157 22.157 22.106
Stand am 31. Dezember 2012 200 26.279 26.479 62.636
Stand am 1. Januar 2013 200 26.279 26.479 62.636
Stückaktien aus Kapitalerhöhung       12
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien       135
Gezahlte Dividende   -22.510 -22.510 -22.510
Gesamtergebnis der Periode nach Steuern   11.555 11.555 11.406
Stand am 31. Dezember 2013 200 15.324 15.523 51.679
s. a. Anhang 19 - 23