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Delticom AGHannoverQuartalsfinanzbericht9-Monats-Bericht 2015ProfilDelticom ist Europas führender Reifenhändler im Internet. Gegründet im Jahr 1999 betreibt das Unternehmen aus Hannover heute in 41 Ländern über 200 Onlineshops, darunter ReifenDirekt in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Zur Delticom-Gruppe gehören auch die Shops von Tirendo, die sich nicht zuletzt durch Markenbotschafter Sebastian Vettel großer Bekanntheit erfreuen. Die breite Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst mehr als 100 Marken und über 25.000 Modelle von Reifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Busse, außerdem Kompletträder. Mehr als 200.000 Autoartikel, darunter Motoröl, Pkw-Ersatzteile und -Zubehör, runden das Produktangebot ab. Kunden genießen alle Vorteile des modernen E-Commerce: einfaches Bestellen von zu Hause, hohe Lieferfähigkeit und nicht zuletzt attraktive Preise. Die Lieferung erfolgt in durchschnittlich zwei Werktagen nach Hause oder an jede andere Wunschadresse. Alternativ können Kunden ihre Reifen zu einem der weltweit über 42.000 Servicepartner liefern lassen (allein 9.500 in Deutschland), die professionell und kostengünstig die Reifen am Kundenfahrzeug montieren. Kennzahlen
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Rohertrag ohne sonstige betriebliche Erträge in % vom Umsatz Inhalt Konzernzwischenlagebericht der Delticom AG Konzernzwischenabschluss der Delticom AG Konzernanhang der Delticom AG Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzernzwischenlageberichtder Delticom AGInhalt Wirtschaftliches Umfeld Geschäftsverlauf und Ertragslage
Wesentliche Aufwandspositionen Ergebnisentwicklung Finanz- und Vermögenslage
Organisation Nachtragsbericht Risikobericht Prognosebericht Wirtschaftliches UmfeldGesamtwirtschaftliche Entwicklungen In den zurückliegenden Monaten haben sich die Aussichten für die globale Konjunktur weiter eingetrübt, bedingt durch ein schwächeres Wirtschaftswachstum in China und anderen Schwellenländern. Gestützt durch den niedrigen Ölpreis und die expansive Geldpolitik der EZB konnte der Euroraum im dritten Quartal seine Erholung in mäßigem Tempo fortsetzen. Auch die Beschäftigungslage hat sich weiter verbessert, allerdings ist die Arbeitslosenquote in den einzelnen Mitgliedsländern nach wie vor sehr unterschiedlich. Entsprechend uneinheitlich fällt auch die Konsumbereitschaft der europäischen Verbraucher aus. In Deutschland stellt der private Konsum einen wesentlichen Eckpfeiler der Konjunktur dar. Aufgrund der Unsicherheiten in wichtigen Absatzmärkten fällt die Investitionsbereitschaft der heimischen Unternehmen hingegen verhalten aus. Entwicklung des Reifenmarktes Nach einem rückläufigen Ersatzreifengeschäft im ersten Halbjahr, hat sich der negative Trend auch im dritten Quartal weiter fortgesetzt. Nach Schätzung der Branchenverbände wurden hierzulande in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 9,3 % weniger Sommerreifen und 3,4 % weniger Winterreifen an die Verbraucher abgesetzt. Geschäftsverlauf und ErtragslageUmsatz Konzern Delticom, Europas führender Internet-Reifenhändler, erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste das Unternehmen einen Umsatz von 354,2 Mio. €, eine Steigerung um 12,7 % nach 314,1 Mio. € im Vergleichszeitraum. E-Commerce Der Umsatz im Geschäftsbereich E-Commerce stieg im Vorjahresvergleich in den 202 Onlineshops um 13,2 % von 307,2 Mio. € auf 347,7 Mio. €. Der Anteil des E-Commerce-Umsatzes am Gesamtumsatz betrug 98,2 %, im Vergleich zu 97,8 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Kundenzahlen Insgesamt konnten im 9M 15 717 Tausend Neukunden gewonnen werden (9M 14: 670 Tausend, +7 %). Delticom hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2014 die Methodik zur Ermittlung der Kundenzahlen verändert. Der Vorjahreswert weicht dementsprechend von der Zahl im 9-Monatsbericht 2014 ab. Als Neukunden werden auf Konzernebene nur solche Kunden gezählt, die im Berichtszeitraum erstmalig in einem Shop der Delticom-Gruppe gekauft haben. Darüber hinaus haben im 9M 15 643 Tausend (9M 14: 527 Tausend, +22 % - Ermittlung nach neuer Methodik) Bestandskunden zum wiederholten Male ihre Reifen von der Gesellschaft gekauft. Hat ein Kunde in der Vergangenheit bereits in einem zur Delticom-Gruppe gehörenden Shop gekauft, so wird er ab dem zweiten Kauf als Wiederkäufer in der Gruppe geführt. Saisonalität Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Quartalsumsätze.
Im ersten Quartal erlöste das Unternehmen einen Umsatz von 111,3 Mio. € (Q1 14: 94,3 Mio. €), ein Plus von 18,1 %. Auch im zweiten Quartal ist es Delticom gelungen, gegen den Markttrend zu wachsen. Nach einem Umsatz im Q2 15 in Höhe von 138,8 Mio. € (+5,3 %) lag der Konzernumsatz auf Halbjahressicht mit insgesamt 250,2 Mio. € um 10,7 % über Vorjahr. Delticom erlöste im dritten Quartal einen Umsatz von 104,0 Mio. € (Q3 14: 88,1 Mio. €, +18,1 %). Im Geschäftsbereich E-Commerce stieg der Umsatz im abgeschlossenen Quartal um 18,0 % auf 101,2 Mio. €. Regionale Verteilung Das Unternehmen ist weltweit in 41 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 272,9 Mio. € (+14,7 %) erzielt. Auf die Nicht-EU-Länder entfiel in 9M 15 ein Umsatz von 81,3 Mio. € (9M 14: 76,2 Mio. €, 6,7 %). Umsatz nach Regionen in Tsd. €
Wesentliche AufwandspositionenMaterialaufwand Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 269,4 Mio. € (9M 14: 235,1 Mio. €, +14,6 %). Hiervon entfielen auf den Bereich E-Commerce 263,5 Mio. € (9M 14: 228,8 Mio. €, +15,2 %). Personalaufwand Zum Stichtag 30.09.2015 waren insgesamt 145 Mitarbeiter im Unternehmen angestellt (30.09.2014: 257). Im Durchschnitt waren 148 Mitarbeiter im Berichtszeitraum im Konzern tätig (9M 14: 266). Der Personalaufwand belief sich auf 7,3 Mio. € (9M 14: 11,4 Mio. €). Der Rückgang um 36,2 % geht im Wesentlichen mit der deutlichen Reduzierung des Personalbestands bei Tirendo einher. Die Personalaufwandsquote betrug für die neun Monate 2,1 % (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen, 9M 14: 3,6 %). Transportkosten Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Sie stiegen im Berichtszeitraum von 28,1 Mio. € auf 34,1 Mio. €. Der Anstieg um 21,4 % resultiert aus dem Länder-Mix im Umsatz und dem gestiegenen Geschäftsvolumen. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 9,6 % (9M 14: 8,9 %). Kosten der Lagerhaltung Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum von 5,3 Mio. € im Vorjahr um 5,4 % auf 5,6 Mio. €. Mit dem höheren Geschäftsvolumen stiegen die direkten Kosten der Lagerhaltung im Vorjahresvergleich von 3,0 Mio. € um 14,9 % auf 3,5 Mio. €. Marketingaufwand Für die neun Monate stieg der Marketingaufwand um 3,0 % auf 15,9 Mio. € (9M 14: 15,4 Mio. €), was einer Quote von 4,5 % vom Umsatz entspricht (9M 14: 4,9 %). Um einen frühen Start in das Wintergeschäft zu unterstützen, wurde im dritten Quartal mehr für Marketing ausgegeben (Q3 15: 5,2 Mio. €, Q3 14: 3,8 Mio. €). Der Aufwand im Verhältnis zum Umsatz belief sich auf 5,0 % (Q3 14: 4,4 %). Abschreibungen Die Abschreibungen für 9M 15 stiegen von 6,2 Mio. € um 12,6 % auf 6,9 Mio. € an. Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch die außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen im H115, welche im Zusammenhang mit vorbereitenden Maßnahmen zur Schließung des Lagers Lehrte zum Ende des laufenden Geschäftsjahres erforderlich waren. ErgebnisentwicklungBruttomarge Das Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum eine Bruttomarge von 23,9 %, nach 25,2 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für Q3 15 belief sich die quartalsweise Bruttomarge auf 25,9 % (Q3 14: 26,1 %). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 43,3 % auf 12,2 Mio. € (9M 14: 8,5 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 3,0 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (9M 14: 2,1 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (9M 15: 3,6 Mio. €, 9M 14: 1,6 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf -542,9 Tsd. € (9M 14: 415,5 Tsd. €). Rohertrag Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 10,8 % von 87,6 Mio. € auf 97,0 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 366,4 Mio. € (9M 14: 322,7 Mio. €) betrug der Rohertrag 26,5 % (9M 14: 27,1 %). EBITDA Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Berichtszeitraum auf 8,6 Mio. € (9M 14: 8,0 Mio. €, +7,3 %). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 2,4 % (9M 14: 2,5 %). Im dritten Quartal wurde ein EBITDA von 2,0 Mio. € erzielt, ein Anstieg um 10,4 % (Q3 14: 1,8 Mio. €). Die quartalsweise EBITDA-Marge betrug 1,9 % (Q3 14: 2,0 %).
EBIT Aufgrund der höheren Abschreibungen sank das EBIT im Berichtszeitraum um 10,3 % von 1,8 Mio. € auf 1,6 Mio. €. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 0,5 % (9M 14: 0,6 %). Das EBIT im dritten Quartal stieg von -0,2 Mio. € auf 0,2 Mio. € oder 0,2 % vom Umsatz (Q3 14: -0,3 %). Finanzergebnis Der Finanzertrag belief sich für die neun Monate auf 18,1 Tsd. € (9M 14: 30,9 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand von 329,3 Tsd. € gegenüber (9M 14: 654,7 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -311,2 Tsd. € (9M 14: -624 Tsd. €). Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand für die ersten neun Monate belief sich auf 0,7 Mio. € (9M 14: 2,1 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 55,5 % (9M 14: 175,5 %). Im 2014 war zwischen der Delticom AG und der Tirendo Holding GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV) geschlossen worden. Aufgrund dieses Sachverhalts wich die Steuerquote im Vergleichszeitraum deutlich von der normalen Steuerquote des Delticom-Konzerns ab. Die Steuerquote im Berichtszeitraum weicht ebenfalls von der normalen Steuerquote im Konzern ab. Dieser Effekt resultiert aus steuerlich nicht abzugsfähigen Verlusten aus dem Verkauf sämtlicher Anteile an der Tyrepac Pte. Ltd., Singapur sowie gewerbesteuerrechtlichen Hinzurechnungen. Konzernergebnis Das Konzernergebnis betrug im Berichtszeitraum 0,6 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von -0,9 Mio. €. Im Q3 15 war das Konzernergebnis -0,1 Mio. € (Q3 14: -0,7 Mio. €). Für die neun Monate stieg das Ergebnis je Aktie von -0,08 € (9M 14, unverwässert) auf 0,05 €. Die Tabelle Verkürzte GuV fasst wesentliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen. Verkürzte GuV in Tsd. €
Finanz- und VermögenslageBilanzstruktur Zum Stichtag 30.09.2015 betrug die Bilanzsumme 214,4 Mio. € (31.12.2014: 164,0 Mio. €). Vorräte Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 43,4 Mio. € auf 99,5 Mio. € erhöht (30.09.2014: 117,4 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 46,4 % an der Bilanzsumme (31.12.2014: 34,2 %, 30.09.2014: 50,7 %). Forderungen Die Forderungen folgen üblicherweise der Saisonkurve, allerdings sind Stichtagseffekte unvermeidbar. Der Forderungsbestand belief sich zum 30.09.2015 auf 25,4 Mio. € (30.09.2014: 17,2 Mio. €). Verbindlichkeiten Im Zuge des Bestandsaufbaus wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen seit Jahresanfang 2015 von 75,9 Mio. € um 33,6 Mio. € auf 109,5 Mio. € erhöht (30.09.2014: 117,8 Mio. €). Dies entspricht einem Anteil von 51,1 % an der Bilanzsumme (31.12.2014: 46,3 %, 30.09.2014: 50,8 %). Verkürzte Konzernbilanz in Tsd. €
Working Capital Die Kapitalbindung im Working Capital belief sich zum Stichtag 30.09.2015 auf 4,8 Mio. € (30.09.2014: 9,1 Mio. €). Seit Jahresanfang ist die Kapitalbindung im Working Capital um 17,4 Mio. € gestiegen (31.12.2014: -12,5 Mio. €). Liquidität Die Liquidität (flüssige Mittel und Liquiditätsreserve) belief sich zum 30.09.2015 auf 23,1 Mio. € (30.09.2014: 24,7 Mio. €, 31.12.2014: 29,9 Mio. €). Zum Stichtag verfügte das Unternehmen über eine Netto-Liquidität in Höhe von 9,8 Mio. € (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden, 30.09.2014: -3,2 Mio. €). Cashflow Gewöhnliche Geschäftstätigkeit Vorrangig aufgrund der höheren Kapitalbindung im Working Capital fiel der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit für den Berichtszeitraum mit -8,4 Mio. € niedriger aus als im Vorjahr (9M 14: 4,6 Mio. €). Investitionen Im Konzern beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen im 9M 15 auf 0,7 Mio. €, nach 0,5 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum 0,9 Mio. € (9M 14: 0,8 Mio. €) in das immaterielle Anlagevermögen und weitere 0,5 Mio. € (9M 14: 0,0 Mio. €) in das Finanzanlagevermögen investiert. Insgesamt betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -2,0 Mio. € (9M 14: -1,3 Mio. €). Finanzierungstätigkeit Delticom verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 2,8 Mio. €. Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 3,0 Mio. € sowie 2,6 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Einzahlungen aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzschulden in Höhe von 8,5 Mio. € gegenüber. Die Grafik Liquiditätsbrücke zeigt, wie sich die Liquidität über die letzten 12 Monate entwickelt hat.
OrganisationKonzernstruktur Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 30.09.2015 vollkonsolidiert sind:
Eine vollständige Liste aller nicht-konsolidierten Tochtergesellschaften befindet sich im Konzernanhang. NachtragsberichtSascha Jürgensen hat mit Wirkung zum 20.10.2015 sein Vorstandsmandat niedergelegt. RisikoberichtAls international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Darstellungen zum Risikomanagement und eine Liste wesentlicher Einzelrisiken finden sich im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2014 auf Seite 46ff. Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2014 hat sich die Risikoposition nicht wesentlich geändert. Bestandsgefährdende Einzelrisiken existieren nicht, und die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Gesellschaft dar. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Ein schwächeres Wachstum in China und den Schwellenländern dämpfen die Aussichten für die Weltwirtschaft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat jüngst seine Wachstumsprognose sowohl für das laufende Jahr als auch für 2016 nach unten korrigiert. Für die Eurozone wird auch für die kommende Monate weiterhin mit einem moderaten Wachstum gerechnet, unter anderem gestützt durch den schwächeren Euro. Niedrige Ölpreise sollten zwar den privaten Konsum und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen erhöhen. Allerdings schürt die anhaltend schwache Teuerung im Währungsraum zunehmend die Angst vor einer Deflation. Die EZB erwägt in diesem Zusammenhang eine Ausweitung oder Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms, um das Wirtschaftswachstum und die Inflation im Währungsraum weiter anzukurbeln. In Deutschland stärkt ein robuster Arbeitsmarkt nach wie vor den privaten Konsum. Die Binnennachfrage bleibt hierzulande die wesentliche Konjunkturstütze. Aufgrund der unsicheren Auslandsnachfrage schwindet hingegen die Zuversicht vieler Konjunkturexperten für die kommenden Monate. Reifenhandel In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden in Deutschland gemäß Branchenverbänden knapp 8 % weniger PKW-Reifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Vor dem Hintergrund kalter Temperaturen scheint das Umrüstgeschäft im Oktober allerdings vielerorts an Schwung gewonnen zu haben. Dies schürt die vorsichtige Hoffnung auf ein Absatzplus im Schlussquartal. Ob oder inwieweit das laufende Wintergeschäft den kumulierten Absatzrückgang der ersten drei Quartale auf Gesamtjahressicht ausgleichen wird, bleibt abzuwarten. Prognose angepasst Auch das Geschäft von Delticom hat zu Beginn des laufenden Quartals von einem frühen Start in die Wintersaison profitiert. Aufgrund des beschleunigten Umsatzwachstums hat Delticom Anfang November die Prognose für den Gesamtjahresumsatz angehoben. Gemäß der aktuellen Planung wird der Konzernumsatz im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich zwischen 530 Mio. € und 540 Mio. € liegen. Die Geschäftsentwicklung in den verbleibenden Wochen des Jahres ist mit Blick auf die aktuelle Wetterlage allerdings unsicher. Die Umsätze im November und Dezember 2015 könnten unterhalb des Vorjahres liegen. Für die verbleibenden Wochen des Jahres verfolgt Delticom unverändert das Ziel, das Absatzvolumen gegenüber Vorjahr zu steigern und den Lagerbestand planmäßig zu reduzieren. Sofern der Absatz in Stück stärker steigt als der Umsatz, führt ein Absatzplus aufgrund höherer volumenabhängiger Kosten jedoch nicht zwangsläufig zu einem höheren Ergebnis. Das Management bestätigt demzufolge die Gesamtjahresprognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Delticom strebt für das EBITDA im Gesamtjahr mindestens die absolute Höhe des Geschäftsjahres 2014 an (15,3 Mio. Euro). Immer mehr Autofahrer weltweit entdecken die Vorteile eines Onlinereifenkaufs in einem der Onlineshops von Delticom. Das Management rechnet daher unverändert damit, im Gesamtjahr 2015 mehr als 1 Mio. Neukunden für die Delticom-Gruppe zu gewinnen. Inhalt Konzern Gewinn- und-Verlust-Rechnung Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz
Konzernkapitalflussrechnung Nachrichtlich: Netto-Liquidität Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzern Gewinn- und-Verlust-Rechnung
Gesamtergebnisrechnung
KonzernbilanzAktiva
Konzernkapitalflussrechnung
Nachrichtlich: Netto-Liquidität
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Konzernanhangder Delticom AGBerichtsunternehmenDelticom ist Europas führender Internet-Reifenhändler. Gegründet im Jahr 1999, betreibt das Unternehmen aus Hannover heute 202 Onlineshops in 41 Ländern. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst neben Pkw-Reifen, Motorradreifen, Leicht-Lkw- und Lkw-Reifen, Busreifen, Spezialreifen, Fahrradreifen, Kompletträder (vormontierte Reifen auf Felgen) auch ausgesuchte Pkw-Ersatzteile und Zubehör, Motoröl und Batterien. Ausführliche Informationen über das Berichtsunternehmen sind im Lagebericht des Geschäftsberichts 2014 im Abschnitt Geschäftstätigkeit sowie im Abschnitt Organisation dargestellt. Zahl der Mitarbeiter Vom 01.01.2015 bis zum 30.09.2015 waren im Durchschnitt 148 Arbeitnehmer beschäftigt (davon 11 Auszubildende und Praktikanten). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden. Saisonale Effekte In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Weil die meisten Autofahrer ihre Winterreifen bereits mit dem ersten Schneefall und damit in den letzten Monaten eines Jahres kaufen, fällt das erste Quartal meist etwas schwächer aus. Das zweite Jahresviertel dagegen gibt sich traditionell umsatzstark: Oft sind die Temperaturen im April und Mai schon vergleichsweise hoch und das teils angenehm warme Wetter führt bei vielen Pkw-Fahrern zum Kauf neuer Sommerreifen. Das dritte Quartal schließlich flacht typischerweise wieder etwas ab: Im Übergang von Sommer- auf Winterreifengeschäft wird der Absatz etwas schwächer. In den meisten Ländern Europas zeigt sich das letzte Quartal dann meist auch als das umsatzstärkste. In der dunklen Jahreszeit werden die Straßenverhältnisse schwieriger, die Bremswege verlängern sich - und vielen Autofahrern wird die Notwendigkeit neuer Reifen ganz direkt bewusst. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Grundlagen der Rechnungslegung und Konsolidierung, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Quartalsabschluss zum 30.09.2015 wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Zur Anwendung kamen alle am Abschlussstichtag gültigen und verpflichtend anzuwendenden IFRS Standards, insbesondere IAS 34 (Zwischenberichterstattung). Die im Konzernjahresabschluss 2014 erläuterten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden sind, da sich keine für Delticom einschlägigen Änderungen aus erstmalig anzuwendenden Standards ergaben, auch in diesem Zwischenabschluss angewendet worden und gelten entsprechend. Der Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Jahresabschluss notwendigen Erläuterungen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Jahresabschluss zum 31.12.2014 zu sehen. Der Geschäftsbericht 2014 steht auf der Unternehmenswebseite im Bereich Investor Relations bzw. unter nachfolgenden Link zum Download bereit: Der beizulegende Zeitwert der vorhandenen Finanzinstrumente entspricht bei sämtlichen Bilanzpositionen dem Buchwert. Die Finanzinstrumente der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 848 Tsd. € (31.12.2014: 833 Tsd. €), der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 94 Tsd € (31.12.2014: 63 Tsd. €) sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 5 Tsd. € (31.12.2014: 3 Tsd. €) sind in der Fair Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet. Die Delticom AG hat mit Wirkung zum 31.07.2015 ihre Anteile an der Tyrepac Pte. Ltd., Singapur vollständig veräußert. Im Berichtszeitraum hat Delticom 403,6 Tausend Euro in die Delticom Russland eingezahlt. Fair Values der Hierarchiestufe 3 liegen wie in Vorjahren nicht vor. Die Bewertungskategorien haben sich für die einzelnen Finanzinstrumente gegenüber dem 31.12.2014 nicht geändert. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft zehn inländische und sieben ausländische Tochtergesellschaften, die alle in den Zwischenabschluss vollkonsolidiert wurden. Im Vergleich zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ergibt sich folgende Änderung im Konsolidierungskreis.
Folgende Gesellschaften werden aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS 39 bilanziert:
Ungewöhnliche Sachverhalte Es haben sich keine weiteren wesentlichen Sachverhalte ereignet, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflussen und die auf Grund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit für das Geschäft der Delticom AG ungewöhnlich sind. Die Geschäftsentwicklung wird im Konzernzwischenlagebericht erläutert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Kapitalflussrechnung Detaillierte Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung und der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Kapitel Geschäftsverlauf und Ertragslage im Konzernzwischenlagebericht. Das Kapitel Finanz- und Vermögenslage enthält weitere Informationen zur Bilanz sowie zur Kapitalflussrechnung. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,05 € (9M 14: -0,08 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,05 € (9M 14: -0,08 €). Erläuterungen zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 588.198,72 € (Vorjahr: -903.289,44 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 11.945.250 Stück (Vorjahr: 11.907.570 Stück) ermittelt. In der aktuellen Berichtsperiode ist kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen. Dementsprechend entspricht das verwässerte Ergebnis dem des unverwässerten Ergebnisses. Dividende Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 wurde am 06.05.2015 eine Dividende von 0,25 € pro Aktie gezahlt (Vorjahr: 0,50 €). Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen oder Personen Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG (Kategorie Personen in Schlüsselpositionen), die Mehrheitsgesellschafter Binder GmbH und Prüfer GmbH (Kategorie Maßgeblicher Einfluss auf das berichtende Unternehmen), sowie nicht konsolidierte Tochtergesellschaften (Kategorie Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften). Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Im Zwischenberichtszeitraum haben sich keine Änderungen mit wesentlichem Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage ergeben. Von nahestehenden Unternehmen der Kategorie Personen in Schlüsselposition wurden im Berichtszeitraum Waren und Dienstleistungen in Höhe von 35 Tsd. € (9M 14: 179 Tsd. €) eingekauft, sowie Waren und Dienstleistungen in Höhe von 1 Tsd. € (9M 14: 1 Tsd. €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an diese nahestehenden Unternehmen belaufen sich auf 0 Tsd. € (9M 14: 0 Tsd. €) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 0 Tsd. € (9M 14: 7 Tsd. €). Sonstige finanzielle Verpflichtungen, Eventualschulden und -forderungen Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gab es keine wesentliche Änderungen im Vergleich zum 31.12.2014. Eventualschulden und -forderungen bestanden am Abschlussstichtag nicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten. Angabe gemäß § 37w Abs. 5 WpHG Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden keiner prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Deutscher Corporate Governance Kodex Auf der Webseite finden sich die aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Delticom AG. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, den 12.11.2015 Der Vorstand Die Delticom-Aktie
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auf Basis der Schlusskurse
Stand: 6. November 2015 Impressum
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