Delticom AG

Hannover

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Zusammengefasster (Konzern-) Lagebericht

der Delticom AG

Grundlagen des Konzerns

Delticom wurde 1999 in Hannover gegründet. Seitdem konnte das Unternehmen Umsätze und Gewinne im In- und Ausland mit guten Wachstumsraten steigern und ist heute Europas führendes E-Commerce-Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Delticom-Gruppe ist in 72 Ländern mit 453 Onlineshops und -vertriebsplattformen tätig.

Organisation

Mit durchschnittlich 185 Mitarbeitern ist die Delticom-Gruppe ein extrem effizient aufgestelltes Unternehmen. Unterstützt werden wir durch unsere Partner in der Lager- und Transportlogistik. Manuelle Routineaufgaben übernehmen OperationsCenter. Die weitgehend automatisierten Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine skalierbare Wertschöpfungskette. Kooperationen mit Partnerunternehmen ermöglichen es uns, die Bedürfnisse unserer Kunden ganzheitlich zu erfüllen.

Rechtliche Konzernstruktur

Nachfolgend werden die Tochterunternehmen aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31.12.2017 vollkonsolidiert sind:

DeltiCar SAS, Paris (Frankreich)

Delticom North America Inc., Benicia (Kalifornien, USA)

Delticom OE S.R.L., Timisoara (Rumänien)

Delticom TOV, Kiew (Ukraine)

Deltiparts GmbH, Hannover (Deutschland)

Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover (Deutschland)

DeltiLog Ltd., Witney (Großbritannien) (vormals: DeltiTrade Ltd.)

DeltiLog GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: DeltiTrade GmbH)

Extor GmbH, Hannover (Deutschland)

Giga GmbH, Hamburg (Deutschland)

Gigatires LLC, Benicia (Kalifornien, USA)

Gourmondo Food GmbH, München (Deutschland)

MobileMech GmbH, Hannover (Deutschland) (vormals: Reife tausend1 GmbH)

Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, Hannover (Deutschland)

Price Genie LLC, Benicia (Kalifornien, USA)

Ringway GmbH, Hannover (Deutschland)

Tireseasy LLC, Benicia (Kalifornien, USA)

Tirendo Deutschland GmbH, Berlin (Deutschland)

Tirendo Holding GmbH, Berlin (Deutschland)

Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch (Deutschland)

Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Gadebusch (Deutschland)

TyresNet GmbH, München (Deutschland)

Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia (Kalifornien, USA)

Eine vollständige Liste aller Tochtergesellschaften befindet sich im Abschnitt Anteilsbesitz im Konzernanhang.

Vorstand und Aufsichtsrat

Als deutsche Aktiengesellschaft verfügt die Delticom mit ihrem Aufsichtsrat und ihrem Vorstand über ein duales Führungssystem. Ihr gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist unmittelbar in Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Im Rahmen seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion arbeitet der Aufsichtsrat auch außerhalb seiner Sitzungen eng mit dem Vorstand zusammen.

Vorstand

Der Vorstand richtet das Unternehmen strategisch aus, stimmt die Strategie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien (Compliance).

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinschaftlich die Verantwortung für die Gesamtgeschäftsführung. Darüber hinaus haben sie über den Geschäftsverteilungsplan klar definierte und abgegrenzte Aufgabenbereiche, die sie in eigener Verantwortung leiten. Neben den regelmäßigen Vorstandssitzungen findet ein permanenter Informationsaustausch zwischen den Mitgliedern des Vorstands statt.

Frauenanteil

Für die Delticom AG als nicht mitbestimmte Aktiengesellschaft ist eine Mindestzielgröße für eine Frauenquote im Aufsichtsrat bzw. Vorstand gesetzlich nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat hat am 02.05.2017 nach einer ausführlichen Erörterung beschlossen, die Zielgröße für die Frauenquote im Aufsichtsrat auf dem Prozentsatz von null Prozent zu belassen.

Darüber hinaus war und ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass der derzeitige Vorstand der Delticom AG sehr erfolgreich arbeitet, und beabsichtigt daher nicht, die Zusammensetzung des Vorstandes zu ändern. Die Frauenquote im Vorstand lag im Berichtszeitraum bei 25 Prozent, womit die am 05.05.2015 festgesetzte Zielgröße von 20 Prozent innerhalb der ersten Erreichungsfrist bis zum 30.06.2017 übertroffen wurde. Der Aufsichtsrat der Delticom AG hat daher am 02.05.2017 beschlossen, das Ziel für die Frauenquote für den Vorstand in Höhe von 25 Prozent festzusetzen. Als Erreichungsfrist wurde der 30.04.2022 festgelegt.

Externe Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung

Geschäftserweiterung

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Delticom-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit erweitert. Mit AutoPink, einem französischen Online-Gebrauchtwagenhändler, wurde das Produktangebot im Bereich Automotive vervollständigt. Zudem betreibt Delticom nun auch die Onlineshops von Gourmondo, einem Onlineanbieter für qualitativ hochwertige Lebensmittel. Über die DeltiLog GmbH (ehemals DeltiTrade GmbH) hat Delticom ihre Kompetenz im Bereich hocheffizienter E-Commerce-Logistik komplettiert. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Online-Reifengeschäfts am Konzernumsatz werden nachfolgend vornehmlich die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Pkw-Ersatzreifengeschäft dargestellt.

Zunehmende Internetpenetration

Der entscheidende Faktor unseres Geschäftserfolgs ist die zunehmende Bedeutung des Internets als Vertriebskanal. Die Anzahl der Internetnutzer nimmt weltweit stetig zu und damit auch die Anzahl der Onlinekäufer. Gemäß einer aktuellen Studie kaufen bereits 90 % der Europäer mindestens einmal im Jahr online ein, knapp zwei Drittel von ihnen erwerben einmal im Monat Produkte im Internet. Der Händlerbund Ecommerce Europe rechnet damit, dass der Umsatz des europäischen E-Commerce in 2017 erstmals die Grenze von 600 Mrd. € überschritten hat, nach 530 Mrd. € im Vorjahr.

Fahrzeugbestand, Fahrleistung, Ersatzzyklus

Die Delticom-Gruppe ist aufgrund des hohen Umsatzanteils des Online-Reifengeschäfts nicht völlig unabhängig von der zugrunde liegenden Mengenentwicklung des Reifenmarktes. Auf den Straßen Europas fahren mehr als 250-Millionen Autos. Gemäß dem Herstellerverband ACEA ist die Pkw-Flotte in der EU in den vergangenen fünf Jahren um 4,5 % gewachsen, ein Zuwachs von rund 11 Millionen Pkw.

Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt in Europa bei knapp 11 Jahren. In Deutschland, dem Land mit der größten Pkw-Flotte innerhalb der EU, sind die Fahrzeuge mit einem Durchschnittsalter von 9 Jahren im europäischen Vergleich noch relativ jung. Autos werden immer haltbarer, ihre Lebensdauer damit länger. Die Folge: Selbst im Falle sinkender Neuzulassungszahlen wird der Fahrzeugbestand in den kommenden Jahren weiter steigen.

Die jährliche durchschnittliche Fahrleistung eines Pkw und damit der an ihm montierten Reifen beträgt europaweit etwa 14.000 Kilometer. Aufgrund der in allen europäischen Ländern ähnlichen Straßenverhältnisse sind Reifen nach spätestens 60.000 km abgefahren. Entsprechend liegt der Ersatzzyklus bei etwa vier Jahren. Als Reaktion auf steigende Kraftfahrzeugkosten haben manche Autofahrer die Nutzung ihres Fahrzeugs eingeschränkt oder sind auf ein kleineres und sparsameres Modell umgestiegen. Gleichzeitig nimmt aber auch die Nachfrage nach SUV (Sport Utility Vehicle) weltweit immer weiter zu. Branchenexperten rechnen damit, dass das laufende Jahr 2018 zu einem entscheidenden Wendepunkt für die Automobilindustrie wird: schätzungsweise werden SUV in diesem Jahr erstmalig mehr als 50 % der weltweiten Fahrzeugproduktion ausmachen.

Marktkenner gehen davon aus, dass die durchschnittliche jährliche Pkw-Fahrleistung weiter zurückgehen wird. Dementsprechend nutzen sich Reifen auch langsamer ab, der Ersatzzyklus wird sich folglich verlängern.

Allgemein wird erwartet, dass sich das Absatzwachstum im Ersatzgeschäft sowohl in Europa als auch in den USA zukünftig abflacht. Stärkere Zuwächse werden langfristig nur in Ländern Osteuropas und in Schwellenländern wie China und Brasilien erwartet, da dort die Fahrzeugdichte noch vergleichsweise gering ist.

Preis und Mix

Umsatz und Marge eines E-Commerce-Unternehmens werden nicht nur durch die Entwicklung der mengenmäßigen Nachfrage, sondern auch durch die Preise im Einkauf und im Vertrieb beeinflusst.

Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung im Reifenhandel ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Rohkautschuk und Öl. Preisänderungen für Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Produzenten zum Tragen.

Die Reifenhersteller haben ihre Produktion in den zurückliegenden Jahren erfolgreich flexibilisiert. Sie können ihre Kapazität heute im Prinzip gut auf die Nachfrage abstimmen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Über- oder Unterbeständen in der Lieferkette, die die Preise zwischen Herstellern, Handel und Endkunden beeinflussen. Fehlen dann Absatztreiber wie beispielsweise vorteilhafte Wetterbedingungen, können die Margen unter Druck geraten.

Die Nachfrage verteilt sich je nach Region und wirtschaftlicher Lage der Autofahrer auf Premiummarken sowie preisgünstigere Zweit- und Drittmarken. Verschiebt sich dieser Mix, dann ändert sich der durchschnittliche Wert der verkauften Warenkörbe und damit Umsatz und Marge.

Wetterabhängige Nachfrage

Das Geschäft mit Pkw-Ersatzreifen wird in vielen Ländern wesentlich von den Jahreszeiten und den damit einhergehenden unterschiedlichen Witterungs- und Straßenverhältnissen beeinflusst. So ist das Geschäft im nördlichen Teil Europas und im deutschsprachigen Raum von zwei Spitzenzeiten geprägt: dem Erwerb von Sommerreifen im Frühjahr und von Winterreifen im Herbst.

Im ersten Quartal werden weniger Reifen als in den anderen Quartalen verkauft, da die meisten Winterreifen mit dem ersten Schnee und damit bereits vor dem Jahreswechsel gekauft und montiert worden sind. Das zweite Quartal ist hingegen umsatzstark, da mit frühlingshaften Temperaturen im April und Mai bzw. nach den Osterfeiertagen viele Pkw-Fahrer neue Sommerreifen aufziehen.

In das dritte Quartal fällt der Übergang vom Sommer- auf das Winterreifengeschäft, mit etwas geringeren Umsätzen als im Vorquartal. Das letzte Quartal ist dann in vielen Ländern Europas das umsatzstärkste, weil Eis und Schnee die Autofahrer zum Kauf neuer Winterreifen bewegen.

Da sich Sommer- und Winterreifengeschäft über einen längeren Zeitraum erstrecken, verschiebt sich häufig die Nachfrage durch einen früheren oder späteren Start der Saison zwischen den Quartalen. Zusätzlich kommt es aufgrund von Basiseffekten regelmäßig zu schwankenden Wachstumsraten, weil durch unterschiedliche Wetterbedingungen im Vorjahresvergleich die Umsätze höher oder niedriger ausfallen können. Solche Schwankungen sind jedoch nicht langfristiger Natur: Sie verweisen nicht auf strukturelle Änderungen, sondern ergeben sich zwangsläufig aus der wetterabhängigen Nachfrage.

Da die Delticom-Gruppe europaweit tätig ist, kann das Unternehmen wetterbedingt schwächere Absätze in einzelnen Ländern häufig durch gutes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen. Die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots über den Onlinereifenhandel hinaus wird mittelfristig zusätzlich zu einer Verringerung der Saisonalität beitragen.

Regulatorische Einflüsse

Auch der Gesetzgeber nimmt mit seinen Regelungen Einfluss auf die Reifennachfrage. In Deutschland gilt beispielsweise seit 2006 eine situative Winterreifenpflicht, die in 2010 nochmals überarbeitet wurde. Demnach durften Kraftfahrzeuge bei "Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" nur mit entsprechend gekennzeichneten Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein.

Im Sinne des Verbrauchers und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurde mit der zweiundfünfzigsten Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften, welche am 01.06.2017 in Kraft getreten ist, die Winterreifendefinition neugefasst und präzisiert. Als Winterreifen gelten dementsprechend nur noch solche Reifen, die mit dem Schneeflockensymbol gekennzeichnet sind. Damit werden erstmals verbindliche Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit von Winterreifen bei schneebedeckten Straßen festgelegt. M+S Reifen, die bis zum 31.12.2017 hergestellt wurden, dürfen bis 30.09.2024 (auch bei winterlichen Bedingungen) weiter verwendet werden. Bei nicht adäquater Bereifung wird neben dem Autofahrer nun auch der Fahrzeughalter zur Verantwortung gezogen, wenn er zulässt oder sogar anordnet, dass sein Fahrzeug bei Schnee oder Glatteis ohne Winterreifen unterwegs ist.

In Teilen Skandinaviens und in den alpinen Regionen ist eine generelle Winterreifenpflicht für bestimmte Zeiträume die Regel.

EU-Reifenlabel

Verbesserte Reifeneigenschaften können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr und zur Verringerung der Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge leisten.

Gemäß Vorgaben der Europäischen Union müssen seit dem 01.11.2012 alle in der EU verkauften Reifen, die ab dem 01.07.2012 produziert wurden, hinsichtlich Treibstoffeffizienz, Nasshaftung und Lärmerzeugung klassifiziert und gekennzeichnet werden. Diese Klassifizierung gilt für Pkw-, leichte Lkw- und Lkw-Reifen. Ausnahmen bilden unter anderem runderneuerte Reifen, Geländereifen für den gewerblichen Einsatz, bespikte Reifen und Rennreifen.

Ein Kennzeichnungssystem, ähnlich dem EU-Energielabel von Haushaltsgeräten, informiert Reifenkäufer über die entsprechenden Eigenschaften der Produkte. Dementsprechend wird bei der Treibstoffeffizienz eine farbige Skala von A bis G verwendet. Ein dunkelgrünes "A" steht dabei für die beste und ein rotes "G" für die schlechteste Energieeffizienz. Die Reifenhaftung bei nassen Straßenverhältnissen wird in einer Skala von A bis G bewertet. Die dritte Kategorie umfasst die in Dezibel ausgedrückte externe Lärmerzeugung.

Die betroffenen Reifen müssen entsprechend den von der Europäischen Kommission freigegebenen Testmethoden von den Reifenherstellern getestet und zertifiziert werden.

Mit der Verordnung verfolgt die Europäische Kommission das Ziel, privaten und gewerblichen Verbrauchern zusätzliche und konkrete Informationen vor dem Reifenkauf zur Verfügung zu stellen. Die Kennzeichnung schafft Transparenz: Pkw-Halter können gezielt nach den von ihnen individuell bevorzugten Produkteigenschaften suchen.

Reifenhändler können oftmals nicht alle Produkte im Verkaufsbereich zur Schau stellen. Deshalb ist der Handel verpflichtet, Konsumenten vor dem Kauf eines Reifens über dessen Eigenschaften aufzuklären. Darüber hinaus muss zusätzlich auch in der Rechnung über die Kennzeichnung des verkauften Reifens informiert werden. Die Delticom-Gruppe informiert ihre Kunden in den Onlineshops und in der Kundenkommunikation umfassend über die Kennzeichnung der entsprechenden Produkte.

Reifendruckkontrollsysteme (RDKS)

RDKS ist ein Überwachungssystem für den Reifendruck in Kraftfahrzeugen. Seit dem 1. November 2012 müssen alle in der EU verkauften neu typengenehmigten Pkw und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein. Zusätzlich müssen seit dem 1. November 2014 alle Pkw und Wohnmobile mit Erstzulassung über ein RDKS verfügen. Ziel dieser EU-Regelung ist es, die Fahrsicherheit zu steigern, einen erhöhten Spritverbrauch aufgrund von nicht optimalem Reifendruck zu verhindern und den Reifenverschleiß aufgrund von höherem Rollwiderstand sowie den Ausstoß von CO2 zu verringern. Hinsichtlich ihrer Funktionsweise werden die Systeme in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt.

Indirekte Systeme

Indirekte Systeme sind in der Regel im ABS/ESP-Steuergerät des Fahrzeugs integriert und schließen aus der Drehzahl der Räder auf einen Reifendruck bzw. Druckverlust. Bei einem Luftdruck-Abfall informiert das System den Fahrer. Indirekte Systeme haben den Vorteil, dass die bestehende Technik im Fahrzeug genutzt wird, um die benötigten Informationen zu ermitteln. Es entstehen keine Folgekosten und kein zusätzlicher Wartungsaufwand für den Fahrzeughalter, da keine speziellen Sensoren verwendet werden müssen. Eine Anzeige des Drucks ist bei indirekten Systemen nicht möglich.

Direkte Systeme

Bei direkt messenden RDK-Systemen erfassen Sensoren in den Rädern den Luftdruck und die Lufttemperatur des Reifens. Diese Daten werden per Funk an ein Fahrzeugsteuergerät gesendet und je nach Anzeigekonzept im Cockpit dem Fahrer stets aktuell angezeigt, andere warnen nur bei Druckveränderungen.

Kompletträder

Bei Komplettradbestellungen für Fahrzeuge mit direktem RDKS werden zusätzliche Sensoren benötigt. Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im Komplettradgeschäft und bietet diese Systeme für Kompletträder übersichtlich dargestellt in ihren Shops für Verbraucher und den Fachhandel an. Der Einbau der verschiedenen Sensortypen, die fahrzeugspezifische Programmierung und Endkontrolle erfolgen kompetent durch unsere Montagespezialisten.

Hazard Analysis and Critical Control PointsKonzept (HACCP)

Der Lebensmittelhandel unterliegt strengen Kontrollen. Bei dem HACCP-Konzept handelt es sich um ein klar strukturiertes und auf präventive Maßnahmen ausgerichtetes Konzept, welches der Vermeidung von Gefahren im Zusammenhang mit Lebensmitteln dient, die zu einer Erkrankung oder Verletzung von Konsumenten führen können.

Da Delticom keine offenen Lebensmittel handelt und auch kein lebensmittelverarbeitender Betrieb ist, sind die Kontrollpunkte begrenzt. Letztere umfassen im Wesentlichen Kontrollen hinsichtlich gereinigter Transportfahrzeuge (bei Selbstabholung), Temperaturmessungen beim Wareneingang (dokumentiert auf den Lieferscheinen), Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums, Temperaturkontrollen der Kühlzellen, Versand von intakt verpackten Lebensmitteln (Stichprobenkontrolle), Testlieferungen von gekühlter und tiefgekühlter Ware mit Temperaturdatenlogger, Schädlingsmonitoring und die Reinigung der Fazilitäten nach Reinigungsplan und mit ausgewählten Reinigungsmitteln laut Vorgabe. Delticom hat einen dedizierten HACCP-Beauftragten, der mit der Durchführung und Sicherstellung der Kontrollpunkte beauftragt ist.

Wettbewerbsposition

Geringe Markteintrittsbarrieren

Aufgrund der niedrigen Markteintrittsbarrieren konkurrieren mit Delticom im reinen Onlinehandel meist kleinere, regional spezialisierte Unternehmen. Der E-Commerce-Anteil am gesamteuropäischen Bruttoinlandsprodukt liegt mittlerweile gemäß dem "Global Ecommerce Report 2017" schätzungsweise bei knapp 5 %. Mittelfristig wird die Wettbewerbsintensität weiter zunehmen, da das Internet als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Dank ihres Multi-Shop-Ansatzes kann Delticom die individuellen Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen und einem zunehmenden Wettbewerb auch zukünftig weiter standhalten. Die fortlaufende Erweiterung des Angebots um Serviceleistungen und neue Produktgruppen trägt zu einer verbesserten Kundenbindung bei und bietet für die kommenden Jahre zusätzliches Cross-Selling-Potenzial.

First-Mover

Als "First-Mover" haben wir in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern in Europa aufbauen können. Im Gegensatz zu vielen anderen E-Commerce-Unternehmen ist die Delticom-Gruppe in ganz Europa und darüber hinaus tätig. Dies ermöglicht uns, auf regionale Unterschiede in Angebot und Nachfrage schnell zu reagieren. Mit dem Mix aus Lagerund Streckengeschäft können zudem Schwankungen in der Reifennachfrage gut ausgeglichen werden.

Cross-border

Für viele E-Commerce-Unternehmen stellt der grenzüberschreitende Handel nach wie vor eine Herausforderung dar. Neben einer Anpassung der Website-Gestaltung an lokale Anforderungen, Produktbeschreibungen und Kundensupport in der jeweiligen Landessprache, Abwicklung von Zahlungen in Fremdwährung und dem richtigen Angebot an gängigen und sicheren Zahlungsweisen, spielen auch der grenzüberschreitende Versand, Zollbestimmungen und lokale Steuergesetze eine entscheidende Rolle. Die Delticom-Gruppe verfügt über viele Jahre Erfahrung im grenzüberschreitenden Onlinehandel und vertreibt ihre Produkte aktuell in 72 Ländern.

Schlanke Wertschöpfungskette

Wir konzentrieren uns auf den Onlinehandel und benötigen deshalb keine Vertriebsniederlassungen mit personalintensivem Vor-Ort-Service. Delticom verfügt über ein dichtes Netz von mehr als 43.000 Montagepartnern, die auf Wunsch des Kunden den fachgerechten Reifenwechsel übernehmen.

Weitgehend automatisierte Geschäftsprozesse bilden im Unternehmen eine schlanke, skalierbare Wertschöpfungskette. Unsere hochgradig effiziente Aufstellung verschafft uns den Spielraum, für unsere Kunden ein breites Angebot zu attraktiven Preisen bereitzuhalten. Aufgrund der starken Bilanz können wir auch außerhalb der Saison einkaufen und sind so jederzeit lieferfähig.

Auch wenn sich zukünftig der Wettbewerbsdruck erhöhen sollte, erwarten wir, dass die Delticom-Gruppe aufgrund der Skalenvorteile und des bestehenden Wettbewerbsvorsprungs weiterhin zu den europaweit führenden E-Commerce-Unternehmen im Geschäftsfeld Reifen gehören wird.

Marktumfeld

Markt für Ersatzreifen

Der Weltreifenmarkt ist zweigeteilt: zum einen in an Neufahrzeugen montierte Erstausstattungsreifen, zum anderen in Ersatzreifen. In entwickelten Märkten werden überwiegend Ersatzreifen abgesetzt. Im Gegensatz dazu ist in Schwellenländern das Erstausrüstungsgeschäft vergleichsweise groß. Für den Delticom-Konzern ist der Ersatzmarkt relevant, der in etwa drei Viertel des Weltreifenmarktes ausmacht. Mehr als 60 % aller verkauften Reifen sind Pkw-Reifen, rund 20 % Lkw-Reifen. Der Rest sind Motorrad-, Industrie- und Spezialreifen.

Knapp ein Drittel der weltweiten Ersatzreifennachfrage entfällt auf Europa, gut ein Viertel auf Nordamerika und etwa 35 % auf Asien. Die Nachfrage in Europa konzentriert sich im Wesentlichen auf fünf geografische Hauptmärkte: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Aus dem mengenmäßigen Absatz ergibt sich - nach Gewichtung mit durchschnittlichen Reifenpreisen - für Delticom in Europa ein relevantes Marktvolumen von jährlich mehr als 10 Mrd. €.

Lieferkette

Auf die größten Reifenhersteller entfällt ein bedeutender Anteil des Weltreifenmarktes. Darüber hinaus hat sich eine Vielzahl mittelgroßer, ebenfalls meist global tätiger Hersteller etabliert. Ferner konnten in den letzten Jahren - wie in vielen anderen Produktgruppen auch - zunehmend Produzenten aus Schwellenländern Fuß fassen.

Großhändler übernehmen klassischerweise eine Lager- und Logistikfunktion in der Lieferkette, meist für mehrere Marken. Zusätzlich agieren Großhändler auf den Weltmärkten als "Broker" und gleichen so regionale Unterschiede und den zeitlichen Versatz zwischen Angebot und Nachfrage aus.

Der europäische Reifenhandel ist sehr fragmentiert. Hier stehen verschiedene Vertriebswege in direktem Wettbewerb miteinander: der Reifenfachhandel, Ketten der Reifenhersteller, unabhängige Werkstätten und Werkstattketten, Autohäuser der Kfz-Hersteller, Einzelhändler und seit einigen Jahren auch Onlineanbieter.

Reifenhandel im Internet

In der Vergangenheit war es für Reifenkäufer kaum möglich, sich einen Überblick über das gesamte Angebot zu verschaffen. Heutzutage informieren sich Verbraucher vermehrt im Internet und suchen dort nach kostengünstigen Alternativen. Durch die steigende Anzahl an Breitbandverbindungen und dem Heranwachsen einer zunehmend internetaffinen Kundenbasis gewinnt E-Commerce als Vertriebskanal immer mehr an Bedeutung.

Allerdings fällt der Anteil der im Internet verkauften Reifen noch vergleichsweise gering aus. Experten schätzen, dass 2017 europaweit knapp 13-% der Reifen online an Endverbraucher verkauft wurden.

In den einzelnen Ländern Europas ist der Anteil des Onlinekanals im Reifenhandel noch sehr unterschiedlich. So liegt beispielsweise in Deutschland Experten zufolge der Anteil der im Internet verkauften Reifen aktuell bei knapp 13 %. Das Potenzial ist aber durchaus beachtlich. In einer Studie prognostiziert der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) dem Onlineverkauf von Reifen an Endverbraucher für die kommenden Jahre weiteres Zuwachspotenzial: Bis 2020 könnte der Anteil online verkaufter Reifen auf 15 bis 20 % steigen.

Zudem verfügt Delticom mit über 43.000 Montagepartnern weltweit über ein einmaliges Netzwerk, welches den Kundenanforderungen in Bezug auf den Reifenwechsel vollumfänglich Rechnung trägt.

Als Marktführer ist Delticom gut positioniert, um an einer nachhaltigen Veränderung der Liefer- und Wertschöpfungskette zu partizipieren - und den Markt wesentlich mitzuprägen.

Online-Ersatzteile

Experten beziffern das jährliche Marktvolumen im europäischen Ersatzteilemarkt auf über 100 Mrd. €. Die Internetpenetration ist mit weniger als 5 % allerdings derzeit noch deutlich niedriger als im Reifenhandel. Die Delticom-Gruppe vertreibt bereits seit vielen Jahren auch ausgewählte Autoersatzteile und Zubehör in den Onlineshops. Dank unseres Kleinteile-Lagers können wir die Logistikprozesse für unser Ersatzteilegeschäft weiter optimieren und kosteneffizienter gestalten, um von einer Zunahme des Onlineanteils in den kommenden Jahren zu profitieren.

eFood & Logistik

Der europäische Lebensmitteleinzelhandel erzielt jährlich einen Umsatz von ca. einer Billion €. 2016 wurden europaweit Lebensmitteleinkäufe von rund 9 Mrd. € online getätigt, dies entspricht einer Penetrationsrate von knapp 1 %. Wachstumsraten und Marktdurchdringung sind in den europäischen Ländern aktuell noch sehr unterschiedlich. Gemäß einer aktuellen Studie steht Großbritannien mit einem Onlineanteil von rund 8 % am Lebensmitteleinzelhandel aktuell hinsichtlich eFood an erster Stelle, dicht gefolgt von Frankreich mit rund 6 %. In Deutschland, dem größten Lebensmitteleinzelmarkt in Europa, fällt der Onlineanteil mit weniger 2 % aktuell noch vergleichsweise gering aus.

Für die kommenden Jahre prognostizieren Experten dem europäischen OnlineLebensmittelhandel attraktive Wachstumschancen. Eine wesentliche Hürde für Online-Lebensmittelhändler ist die kostengünstige und effiziente Logistikabwicklung. Delticom betreibt ein hochmodernes und nahezu vollautomatisiertes Kleinteile-Lager, welches diese Anforderungen bestmöglich erfüllt, und bietet ihre Dienstleistungen in diesem Bereich auch für Dritte an.

Pkw-Gebrauchtwagenmarkt

Der Gebrauchtwagenmarkt in Europa hat ein jährliches Marktvolumen von ca. 300 Mrd. €. Für viele Autokäufer sind Online-Verkaufsplattformen inzwischen zu einer wichtigen Informationsquelle geworden. Hierzulande informieren sich bereits rund 70 % der Gebrauchtwagenkäufer im Vorfeld der Anschaffung über Internetportale. Mindestens ein Viertel aller heimischen Autokäufer kann sich vorstellen, bei einem guten Angebot/Preis den nächsten Pkw im Internet zu kaufen. In der jüngeren, internetaffineren Zielgruppe fällt der Anteil deutlich höher aus.

Wichtige Geschäftsprozesse

Einkauf

Wir haben in den zurückliegenden Jahren stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern aufgebaut (Supplier Capital). Der Einkauf prognostiziert regelmäßig den voraussichtlichen Absatz nach Reifenmarken und -typen, beschafft die Produkte und disponiert nach Lagern, Shops und Ländern. Zudem bestimmt der Einkauf entsprechend der Nachfrage auch die Verkaufspreise der aktuell verfügbaren Bestände.

Kundengewinnung

Einen großen Teil unserer Neukunden machen wir auf unsere Shops mit Onlinemarketing aufmerksam. Hierzu gehören Suchmaschinenmarketing und -optimierung, Affiliate-Marketing und Listung in Preissuchmaschinen. Regelmäßige Newsletter-Aktionen tragen zur Kundenbindung bei. Darüber hinaus kooperieren wir mit Multiplikatoren wie dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC).

Viele Endverbraucher wissen noch nicht, dass man im Internet einfach, preiswert und sicher einkaufen kann. Unsere PR-Abteilung informiert die Verbraucher regelmäßig über Neuheiten in unseren Shops und die sicherheitsrelevanten Aspekte des Onlinekaufs.

Customer Capital

Seit Gründung des Unternehmens haben über 12,2 Millionen Kunden in unseren Onlineshops eingekauft (Vorjahr: 10,8 Millionen, Doppelzählungen können nicht ausgeschlossen werden). Unsere Kundenbasis ist wertvolles Customer Capital:

Zum einen kommen zufriedene Kunden gerne wieder, zum anderen empfehlen sie uns auch an Freunde und Bekannte weiter.

Lagerlogistik

Delticom mietet Lagerhallen an, in denen eigene Ware gelagert wird. Mit Investitionen in Verpackungs- und Fördertechnik sowie in Software zur Steuerung von Warenfluss und -bestand haben wir über die Jahre erhebliches Process Capital aufgebaut.

Transportlogistik

Die verkauften Produkte werden von Paketdienstleistern zum Kunden transportiert. Unsere Dienstleister holen die Ware direkt von den Lagerstandorten ab. Wir überwachen die Einrollung und Ausrollung der Artikel sowie Retouren mit Software, die über automatische Schnittstellen an die Systeme der Partnerunternehmen angebunden ist.

Bestellprozess und Auftragsabwicklung

Innerhalb der Delticom-Gruppe werden die einzelnen Schritte der Geschäftsabwicklung überwiegend durch proprietäre Software abgewickelt. Teile der Auftragsbearbeitung sowie die Beantwortung von Kundenanfragen übernehmen OperationsCenter, welche durch sichere Verbindungen an unsere Systeme angebunden sind.

Produkte

Ersatzreifen

Der Delticom-Konzern erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf von fabrikneuen Pkw-Ersatzreifen. Wir bieten in unseren Webshops eine beispiellos breite Produktpalette an: mehr als 100 Reifenmarken und 25.000 Modelle, die in aller Regel innerhalb weniger Tage zum Kunden geliefert werden, sowie Felgen und Kompletträder. Reifen für andere Fahrzeuge wie Motorräder, Lkw, Industriefahrzeuge und Fahrräder runden das Produktangebot ab. Wir verkaufen nicht nur Reifen der Premiumhersteller, sondern haben auch eine große Zahl an preisgünstigen Qualitätsreifen im mittleren und niedrigen Preissegment im Angebot. Kunden können in den Shops rund um die Uhr zu jedem angebotenen Artikel Testergebnisse und Herstellerangaben abrufen und sich umfassend informieren, bevor sie eine Bestellung aufgeben.

Saisonale Sortimente

In Deutschland, aber auch in der Alpenregion und in Nordeuropa, prägt der jahreszeitlich bedingte Wetterwechsel den Geschäftsverlauf im Reifenhandel. Mit unseren saisonalen Sortimenten tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden in allen Wetterlagen sicher auf Europas Straßen unterwegs sind.

Zubehör und Ersatzteile

Durch das ergänzende Angebot von Zubehörartikeln, Motoröl, Schneeketten, Batterien und ausgesuchten Pkw-Ersatzteilen ist Delticom in der Lage, Cross-Selling-Potenziale auszuschöpfen und den Umsatz je Kunde zu erhöhen.

Qualitativ hochwertige Lebensmittel & Logistik

Delticom vertreibt über die Gourmondo-Onlineshops hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel in ausgewählten Ländern. Auf Lebensmittel.de finden Privat- und Geschäftskunden ein umfangreiches Sortiment an Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Die Gesellschaft verfügt über ein hochmodernes und vollautomatisiertes Lagersystem für eine effiziente Logistik und Warenkommissionierung.

Gebrauchtwagen

Der Gebrauchtwagenmarkt ist einer der großen Märkte, der bislang noch nicht in seinem vollumfänglichen Prozess durch das Internet durchdrungen ist. In Westeuropa werden jährlich rund 28 Millionen gebrauchte Fahrzeuge veräußert. Da etwa die Hälfte aller europäischen Gebrauchtwagenverkäufe über Anzeigen und damit ohne Zwischenhändler durchgeführt wird, erzielt nicht jeder Fahrzeugverkäufer zwingend das beste Ergebnis. In Frankreich betreibt Delticom die Domain AutoPink.com.

Kaufinteressenten erhalten über diese Webseiten einen Zugang zu hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen aus dem Flottenbestand großer Unternehmen als auch zu Privatkundenfahrzeugen. Potenzielle Verkäufer profitieren von einer umfassenden und kostenlosen Bewertung des Fahrzeugs und erhalten nach dem Kontrollcheck vor Ort direkt ein Ankaufsangebot zu einem fairen und marktgerechten Preis.

Geschäftsmodell

Die Delticom-Gruppe verkauft Reifen, Autozubehör, Gebrauchtfahrzeuge und Lebensmittel über Onlineshops und-vertriebsplattformen an private und gewerbliche Endkunden. Den Schwerpunkt unseres Geschäfts bildet der Online-Reifenhandel. Der umsatzstärkste Reifenshop ist www.reifendirekt.de. Im deutschsprachigen E-Commerce sind sowohl ReifenDirekt als auch Tirendo bekannte Marken. Mit den Gourmondo-Onlineshops, in denen qualitativ hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel angeboten werden, ist Delticom einer der führenden Onlineanbieter für Gourmetlebensmittel in Deutschland. In Frankreich betreibt die Gesellschaft eine der führenden Domains für den Online-Gebrauchtwagenhandel mit privaten und gewerblichen Kunden.

Der Delticom-Konzern erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung sind wir jederzeit lieferfähig und können gute Margen erzielen. Im Reifengeschäft mit fremder Ware verkaufen wir auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern: Solche Produkte werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.

In den Online-Reifenshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite Montagepartner-Netz gewährleisten eine hohe Servicequalität.

Die Delticom-Gruppe ist in 72 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die EU-Staaten, aber auch andere europäische Länder wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzen wir den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.

Mitarbeiter

204 Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2017 waren insgesamt 204 Mitarbeiter (inkl. Azubis) im Delticom-Konzern beschäftigt. Auf Gesamtjahressicht arbeiteten durchschnittlich 185 Mitarbeiter im Unternehmen (Vorjahr: 156). Diese Berechnung basiert auf der Anzahl der Beschäftigten unter Berücksichtigung der geleisteten Arbeitsstunden.

Aus- und Weiterbildung

Mit gezielten Aus- und Weiterbildungsprogrammen bieten wir unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Wo immer möglich, wird das Gehalt durch Leistungsprämien ergänzt. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung an.

Wir bilden sowohl im kaufmännischen Bereich als auch in der IT junge Nachwuchskräfte aus. Im Geschäftsjahr 2017 absolvierten insgesamt 11 junge Menschen eine Ausbildung in unserem Unternehmen. Zum Jahresende 2017 waren insgesamt 11 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 7).

Eigenverantwortung

Kreative und motivierte Kollegen sind Grundlage für den Unternehmenserfolg. Daher gewähren wir in der täglichen Arbeit Freiräume und übertragen Verantwortung. Alle Mitarbeiter sind angehalten, eingeführte Prozesse hinsichtlich Kosten, Qualität, Durchsatz und Skalierbarkeit laufend zu verbessern. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Prozesse und Systeme weiter zu entwickeln. Kurze Kommunikations- und Entscheidungswege fördern zudem eine effiziente und erfolgreiche Teamarbeit.

Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und Loyalität untereinander sind wesentlich, um auch in schwierigen Situationen gut zusammenzuarbeiten. Nur so lässt sich das Human Capital für die Unternehmenszwecke gewinnbringend nutzen.

IT-Infrastruktur

Ein gutes Arbeiten erfordert gute Werkzeuge. Für Delticom als E-Commerce-Unternehmen heißt dies: Highspeed-Internet, offene und dennoch sichere Browser und E-Mail-Konten auf leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern und ausgebauten Heimarbeitsplätzen. Die Netzwerkinfrastruktur schließt auch die OperationsCenter mit ein.

Abhängigkeitsbericht (§ 312 Abs. 3 AktG)

Gemäß § 312 Aktiengesetz hat die Gesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und diesen mit folgender Erklärung des Vorstands abgeschlossen: "Wir erklären, dass die Delticom AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden."

Grundzüge des Vergütungssystems

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Der Aufsichtsrat der Delticom hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Einführung eines neuen, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) genügenden Systems der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Delticom AG beschlossen. Die Hauptversammlung vom 30.04.2012 hat dieses neue Vergütungssystem gebilligt. Die Bezüge des Vorstands setzen sich aus drei Komponenten zusammen:

erfolgsunabhängige, monatlich ausgezahlte Grundvergütung,

erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile,

variable Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung.

Die erfolgsabhängigen Bestandteile richten sich bei allen Mitgliedern des Vorstands nach Umsatz und operativem Ergebnis der Delticom-Gruppe. Zur Ausrichtung der Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt die Auszahlung zeitlich gestreckt, und die zurückgestellten Vergütungsbestandteile unterliegen zudem der Anpassung durch ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Bonus-/Malussystem. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2017 wie auch im Jahr zuvor keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Zu den variablen Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung zählt unter anderem auch die Ausgabe von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands (Aktienoptionen).

Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.04.2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft am 28.12.2016 beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von bis zu 135.000 Stückaktien in mehreren Tranchen zu beziehen. Am 05.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe der ersten Tranche der Optionsrechte zum Bezug von neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer zu je gleichen Teilen beschlossen.

Ferner hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft am 21.11.2017 beschlossen, die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft einzuladen, Optionsrechte zum Bezug von Stückaktien der zweiten Tranche zu beziehen. Am 05.01.2018 hat der Aufsichtsrat der Delticom AG die Ausgabe von Optionsrechten aus dieser zweiten Tranche an die Mitglieder des Vorstands Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer zu je gleichen Teilen beschlossen.

Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste Vergütung ohne erfolgsabhängige Bestandteile.

Erklärung zur Unternehmensführung

Weitere Angaben über die Corporate Governance sowie die nach § 289f HGB geforderten Angaben enthält die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Webseite www.delti.com/CG zum Download zur Verfügung steht.

Unternehmenssteuerung und Strategie

Die Delticom-Gruppe zählt auf ihrem Geschäftsgebiet zu den führenden E-Commerce-Unternehmen in Europa. Unsere Kunden profitieren von einem breiten Produkt- und Serviceangebot zu optimierten Preisen. Den vertrieblichen Schwerpunkt bildet der Onlineverkauf von Reifen und Autozubehör. Die Produktpalette wird fortlaufend erweitert, die geografische Basis ausgedehnt. Das Unternehmen unterhält keine Niederlassungen, sondern verkauft ausschließlich online. Geliefert wird sowohl aus eigenen Lagern heraus als auch im Streckengeschäft aus den Reifenlagern Dritter. Umsatz und EBITDA sind wesentliche Steuerungsgrößen.

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Finanzielle Ziele

Wir steuern das Gesamtunternehmen mit finanziellen und nichtfinanziellen Zielen. Wesentliche finanzielle Ziele:

Umsatz und Umsatzwachstum werden für die Gruppe erfasst. Der aktuelle Umsatz wird unterjährig mit kurz- und mittelfristigen Zielvorgaben abgeglichen.

Bereichsleiter und Shopmanager steuern ihr Geschäft nach Absatz, Umsatz und den direkt zurechenbaren Kosten wie Transportkosten, Kosten der Lagerhaltung und Marketingkosten. Quartalsweise und jährliche Deckungsbeiträge sind Bestandteil der Zielvereinbarungen.

Für Delticom als Ganzes sind der Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Gesamt-Konzern die wesentlichen Steuerungsgrößen.

Neben diesen Hauptsteuerungsgrößen verwenden wir zudem nachfolgende Leistungsindikatoren.

Liquidität

Die aktuelle und die rollierend vorausgeplante Liquidität stellen wichtige Steuerungsgrößen im täglichen Geschäft dar. Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren.

Nichtfinanzielle Ziele

Neben finanziellen Zielen nutzen Management und Mitarbeiter auch nichtfinanzielle Ziele für die Steuerung des Geschäfts. Die Entwicklung der Neukundenzahlen stellt den wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator dar.

Kundenzahlen

Die Entwicklung der Kundenzahlen hat einen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Unternehmens. Dementsprechend werden Erfolg und Effizienz der Marketingmaßnahmen im Tagesgeschäft eng kontrolliert. In 2017 lag die Anzahl zusätzlicher Neukunden mit 1.350 Tausend über Vorjahr (2016: 1.264 Tausend). Neben den Neukunden tragen auch immer mehr Wiederkäufer zum Erfolg des Unternehmens bei. Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben 729-Tausend Bestandskunden (2016: 685 Tausend) zum wiederholten Mal ihre Reifen bei Delticom gekauft. Seit Unternehmensgründung haben mehr als 12,2-Millionen Kunden in einem unserer Onlineshops eingekauft.

Lieferfähigkeit

Die Delticom-Gruppe erlöst einen erheblichen Teil der Umsätze mit dem Verkauf eigener Lagerware. Eigene Warenbestände zu halten ist notwendig, um auch zum Höhepunkt einer Saison lieferfähig zu sein. Wir verfolgen die Strategie, uns möglichst frühzeitig und in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation mit ausreichend Ware für die anstehende Saison zu bevorraten. Aufgrund der hohen Bedeutung eigener Lagerbestände für Marge und Lieferfähigkeit werden die Zu-und Abgänge mit Warenflussrechnungen eng kontrolliert. Das Streckengeschäft, in dem unsere Lieferanten die Kunden direkt beliefern, komplettiert unser Produktangebot und bietet uns die Möglichkeit, schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren.

Auftragsabwicklung

Die Auftragsabwicklung ist weitestgehend automatisiert. Der Großteil der täglichen Bestelleingänge wird innerhalb weniger Stunden ans Lager bzw. unsere Lieferanten übergeben, um einen zeitnahen Versand der Ware zu gewährleisten.

Effizientes Lagerhandling

Unser Ziel ist es, alle Aufträge, die bis zur definierten Cut-off-Zeit eines Werktages in einem der von uns betriebenen Lager bestellt werden, taggleich an die Paketdienstleister zum Versand an unsere Kunden zu übergeben. Die operative Kontrolle der Lagerprozesse erfolgt durch die jeweiligen Bereichsverantwortlichen mit Hilfe eines softwaregestützten Lagerverwaltungssystems. Darüber hinaus werden regelmäßig lagerübergreifende Gegenkontrollen durchgeführt (Vier-AugenPrinzip).

Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen werden unterschiedlich aggregiert, in Berichten aufbereitet und IT-gestützt verteilt. Das Reporting dient als Grundlage für Diskussionen zwischen Vorstand, Controlling und den einzelnen Abteilungen. Durch regelmäßige bereichsübergreifende Sitzungen wird ein stetiger Informationsaustausch im Unternehmen gewährleistet.

Strategie

Die Delticom-Gruppe verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen E-Commerce. Fundierte Kenntnisse im Bereich des Onlinemarketings und die hochmoderne IT-Infrastruktur tragen wesentlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens bei. Dank unseres Multi-Shop-Ansatzes können wir nicht nur die Anforderungen verschiedener Käufergruppen bestmöglich erfüllen, sondern zudem auch schnell und flexibel auf veränderte Marktbedingungen und Kundenbedürfnisse reagieren.

Fokus

Wir legen den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Ersatzreifen und Autozubehörteilen an private und gewerbliche Endkunden in Europa. Durch die fortlaufende Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots weiten wir unsere Kernkompetenzen auf weitere Geschäftsfelder aus. Dies wird mittelfristig wesentlich zum Erfolg des Gesamtunternehmens beitragen.

Nur online

Wir verkaufen ausschließlich im Internet, betreiben keine stationären Niederlassungen, operieren ohne großes Anlagevermögen und haben geringe Personalkosten. Die Organisationsstruktur wird durch permanente Automatisierung und zusätzliches Outsourcing schlank gehalten.

Optimiertes Sourcing

Einen erheblichen Teil der Umsätze erzielen wir mit dem Verkauf eigener Lagerware, die vor der Saison in großen Stückzahlen eingekauft wird. Hierdurch erhalten wir gute Einkaufskonditionen und sind auch in saisonalen Spitzenzeiten lieferfähig. Darüber hinaus liefern wir im Streckengeschäft aus den Lagern Dritter. Jeder Lieferweg birgt Vorteile; wir werden daher auch weiterhin beide nutzen.

Logistik

Zu den Kernkompetenzen der Gesellschaft zählt die weitestgehend automatisierte und hocheffiziente Warenkommissionierung und Distribution. Kurze Lieferzeiten und eine geringe Fehllieferungsquote zählen zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren im E-Commerce. Innovative Weiterentwicklungen und fortlaufende Prozessoptimierungen sind unerlässlich, um zukünftiges Wachstum zu sichern und unseren Wettbewerbsvorsprung weiter auszubauen.

Liquiditätsmanagement

Das Hauptziel des Liquiditätsmanagements ist es, flexibel und günstig die Warenbestände zu finanzieren. Die Saisonalität im Reifenhandel und das starke Wachstum der Gesellschaft führen unterjährig zu starken Schwankungen im Bestand liquider Mittel. Um auch in Zukunft möglichst unabhängig von externen Kapitalgebern zu sein, haben wir das Liquiditätsmanagement mit einer Treasury-Abteilung organisatorisch verankert. Die Treasury-Abteilung bedient sich eines umfassenden Instrumentariums zur Liquiditätssteuerung.

Verlässliche Partner

Wir legen Wert darauf, die guten Beziehungen zu unseren Partnern immer weiter zu verbessern. In den zurückliegenden Jahren haben wir stabile Geschäftsbeziehungen zu Herstellern und Großhändlern im In- und Ausland aufgebaut. Leistungsfähige, langjährige Transportpartner liefern die Waren schnell und kostengünstig aus. Für die Montage der Reifen stellen wir unseren Kunden ein Netzwerk mit Zehntausenden Montagepartnern zur Verfügung. Hotline und Teile der Auftragsbearbeitung übernehmen Operations-Center.

Forschung und Entwicklung

Eigene Software

Wesentlich zum Unternehmenserfolg der vergangenen Jahre trugen die selbstentwickelten, hochspezifischen Softwarelösungen bei, mit denen die Bestell- und Lieferprozesse zu geringen Kosten weitestgehend automatisiert werden konnten. Die vorhandenen Lösungen werden laufend weiterentwickelt.

Anregungen und Änderungswünsche aus den Abteilungen werden von einem abteilungsübergreifenden Lenkungsausschuss priorisiert und von der Entwicklungsabteilung entsprechend umgesetzt.

Testmärkte

Innovationen in den Shops (wie unterschiedliche Bestellwege, Zahlungsarten und Serviceangebote) werden zunächst in Testmärkten auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft, bevor wir die Änderungen weltweit umsetzen. Zudem führt Delticom zur Erschließung neuer Absatzmärkte immer auch Testphasen in den jeweiligen Ländern durch, ohne dass damit in jedem Fall eine Erschließung des jeweiligen Landes verbunden ist. Wir passen regelmäßig Angebot, Bestellprozesse und Kundenkommunikation an regionale Besonderheiten an.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen 2017

Die Weltwirtschaft gewann auf Jahressicht weiter an Fahrt. Zum einen stützte die anhaltende konjunkturelle Dynamik in Japan und den USA den Aufwärtstrend. Zum anderen haben sich die Wachstumsaussichten für den Euroraum verbessert. Auch in den Schwellenländern legte das Expansionstempo zu. Während China wieder eine gleichmäßigere wirtschaftliche Entwicklung verzeichnete, konnten Russland und Brasilien ihre Rezession überwinden.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen

Europa

Der Aufschwung im Euroraum setzte sich im letzten Jahr vor allem dank der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiter fort. In Frankreich ist die Wirtschaft 2017 so stark gewachsen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Sie konnte damit das kräftigste Plus in einem Jahr seit 2011 vorweisen. Auch in Italien und in den Niederlanden zog das Wachstum an und in Großbritannien blieb die im Zuge des Brexit-Prozesses von Experten befürchtete Rezession bisher aus. In Spanien hingegen schwächte sich das Wachstum im vierten Quartal 2017 etwas ab.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem dynamischen Aufschwung. Sie profitierte von einer starken Nachfrage nach Industriegütern aus dem Ausland. Zudem kurbelte die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt den Konsum der Bürger und den Wohnungsbau an.

Branchenspezifische Entwicklungen

E-Commerce

Der Trend Richtung E-Commerce nimmt weiter zu. So kaufen gemäß der globalen E-Commerce-Studie des Technologieanbieters Pitney Bowes bereits 94 % aller Verbraucher weltweit inzwischen online ein - in Deutschland sind es sogar 98 %. Und die Konsumenten kaufen zunehmend regelmäßig: Mehr als ein Drittel der Verbraucher weltweit bestellt mindestens einmal pro Woche im Internet.

Ersatzreifengeschäft

Nachdem der Absatz an Pkw-Winterreifen hierzulande in den letzten vier bis fünf Jahren tendenziell rückläufig gewesen ist und auch die Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen insgesamt bestenfalls stagnierte, brachte auch 2017 keine Trendwende. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Ganzjahresreifen und 4x4-/Offroadreifen lag der Absatz im deutschen Pkw-Ersatzreifengeschäft laut der Branchenverbände mit einem Plus von 0,6 % insgesamt nur leicht über dem Vorjahr. Anders als in den Vorjahren wird in den Marktdaten für den deutschen Pkw-Ersatzreifenmarkt nun auch das 4x4-Reifensegment inkludiert, welches bislang separat ausgewiesen wurde.

Konsolidierungsprozess Ersatzreifenmarkt

Vor dem Hintergrund eines kompetitiven Marktumfelds hat sich auch in 2017 der seit einigen Jahren anhaltende Konsolidierungsprozess im europäischen Ersatzreifenmarkt weiter fortgesetzt. Zahlreiche Übernahmen, Beteiligungen und Insolvenzen entlang der Reifenhandelskette prägten im letzten Jahr das gesamteuropäische Bild. Die Konsolidierung beschränkt sich dabei nicht nur auf kleinere unabhängige Reifenhändler. Auch in Europa etablierte Reifengroßhändler haben sich im letzten Jahr zu einem vollständigen Verkauf oder zumindest zum Verkauf ihrer Reifensparte entschieden. Darüber hinaus haben sich große Werkstattketten im Rahmen von Kooperationen zusammengeschlossen. Nach Meinung von Experten steht es um die Deckungsbeiträge, die heute noch mit dem Verkauf von Reifen erzielt werden können, nicht zum Besten. Niedrige Margen lasten dabei nicht nur auf dem Reifeneinzelhandel, der immerhin noch aus dem Produkt in die Dienstleistung am Endverbraucher profitieren kann, sondern insbesondere auch auf dem Reifengroßhandel. Viele Grossisten hoffen dementsprechend, die logistische Dienstleistung über die Maximierung der abgesetzten Menge zu finanzieren. Aber eben hier liegt die Schwierigkeit: Erfolgreiches organisches Wachstum gelingt gemäß Marktkennern heute nur noch wenigen Unternehmen.

Sommerreifengeschäft

Einige frühlingshafte Tage im März sorgten in Deutschland - anders als im Jahr zuvor - für einen vorgezogenen Start in die Sommerreifensaison. Entsprechend ließ das Geschäft mit Sommerreifen im zweiten Quartal spürbar nach. Wurde für das heimische Geschäft mit Pkw-Sommerreifen für das erste Halbjahr 2017 ein Absatzrückgang von 4,9 % angegeben, setzte sich der negative Absatztrend auch in den darauffolgenden Monaten weiter fort. Marktexperten schätzen gegenüber 2016 hierzulande einen 5,8 % niedrigeren Absatz von Sommerreifen inklusive 4x4 vom Handel an den Verbraucher.

Winterreifengeschäft

Kalte Temperaturen Anfang Oktober begünstigten hierzulande einen frühen Start in das Wintergeschäft. In der zweiten Monatsdekade sorgte dann allerdings ein kräftiges Hochdruckgebiet deutschlandweit für ungewöhnlich milde Temperaturen. So lag laut Schätzungen der Branchenverbände das Absatzminus im Sell-out für Winterreifen allein im Oktober bei 17,0 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. In ersten Schätzungen gehen Marktexperten davon aus, dass der Reifenhandel im letzten Jahr insgesamt 1,3 % mehr Winterreifen inklusive 4x4 an die Verbraucher abgesetzt hat.

Food

Der deutsche Einzelhandel konnte 2017 seinen Umsatz zum achten Mal in Folge steigern. Insgesamt wurden gemäß des Statistischen Bundesamts und des Einzelhandelsverbandes HDE rund € 513 Mrd. umgesetzt. Dies entspricht einem Anstieg von 4,1 % gegenüber Vorjahr. Der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel wuchs laut der Gesellschaft für Konsumforschung im Vergleich zu 2016 um 3,6 % auf rund € 184 Mrd.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Umsatz

Konzern

Die Delticom-Gruppe erzielt den wesentlichen Teil der Umsätze mit dem Onlineverkauf von Ersatzreifen für Pkw, Motorräder, Lkw und Industriefahrzeuge. Autoteile und Zubehör, Gebrauchtwagen, hochwertige Gourmet- und Biolebensmittel sowie Servicedienstleistungen runden das Produktangebot ab.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste der Delticom-Konzern insgesamt Umsätze in Höhe von 667,7 Mio. €, ein Anstieg um 10,1 % gegenüber dem Vorjahreswert von 606,6 Mio. €.

Regionale Verteilung

Die Gruppe ist weltweit in 72 Ländern tätig, wobei ein Großteil der Umsätze in den Ländern der EU erlöst wird. Insgesamt wurden hier im Berichtszeitraum 518,4 Mio. € (2016: 470,3 Mio. €, +10,2 %) erzielt. Außerhalb der EU ist die Gesellschaft in weiteren europäischen Nicht-EU-Ländern und in den USA tätig. Auf die Länder außerhalb der EU entfiel in 2017 ein Umsatz von 149,3 Mio. € (2016: 136,3 Mio. €, +9,6 %). In den USA hat die Gesellschaft den Umsatz gegenüber Vorjahr um knapp 50 % gesteigert. Der Umsatzanstieg in den Nicht-EU-Ländern resultiert vornehmlich aus der positiven Geschäftsentwicklung in den USA.

Saisonalität

Die Grafik Umsatzentwicklung zeigt zusammenfassend die Entwicklung der Umsätze je Halbjahr.

Umsatzentwicklung pro Halbjahr, in Mio. €

1. Halbjahr

Einige frühlingshafte Tage hatten im März - anders als im Jahr zuvor - hierzulande einen frühen Start in das Sommerreifengeschäft begünstigt. Im April folgte allerdings ein neuerlicher Kältereinbruch mit Temperaturen bis in die Minusgrade. Nach einem nass-kühlen Monatsauftakt herrschten ab Ende Mai vielerorts sommerliche Temperaturen. In den ersten sechs Monaten des abgeschlossenen Geschäftsjahres erzielte die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 297,1 Mio. €, eine Steigerung um 8,0 % gegenüber dem Vergleichszeitraum (H1 16: 275,1-Mio.-€).

2. Halbjahr

Der Sommer 2017 war in Europa sehr uneinheitlich. Während Skandinavien den kühlsten und unbeständigsten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn vermeldete, litt der Süden von Europa unter Dauerhitze und Trockenheit. Auch im Norden und Süden des Bundesgebiets verlief der Sommer inhomogen. Der letzte Monat des dritten Quartals 2017 zeigte sich wettertechnisch von der herbstlichen Seite, nachdem Deutschland in 2016 den wärmsten September seit Beginn der flächendeckenden Messung erlebt hatte. Kalte Temperaturen Anfang Oktober begünstigten einen frühen Start in das Winterreifengeschäft, bevor ein kräftiges Hochdruckgebiet in der zweiten Oktoberdekade für außergewöhnlich warme Temperaturen sorgte. Mit den kühleren Temperaturen im zweiten Novemberdrittel erreichte das Winterreifengeschäft den saisonalen Höhepunkt. Im Dezember wechselten sich milde und kalte Wetterphasen mit Schneefällen bis in Flachland ab. Entsprechend ihrer Absatzplanung für das Geschäftsjahr 2017 hat der Konzern in der zweiten Jahreshälfte die Abverkäufe in den Onlineshops gesteuert. Der Umsatz lag im zweiten Halbjahr mit 370,6 Mio. € um 11,8 % über Vorjahr (H2 16: 331,4 Mio. €).

Wesentliche Aufwandspositionen

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Waren erfasst werden. Er betrug im Berichtszeitraum 530,3 Mio. € (2016: 466,1 Mio. €, +13,8 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 76,8 % auf 79,4 %.

Personalaufwand

Zum Stichtag 31.12.2017 waren insgesamt 204 Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) im Konzern angestellt. Im Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 185 Mitarbeiter (2016: 156). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 10,9 Mio. € (2016: 10,1 Mio. €). Aufgrund der Erweiterung der Geschäftstätigkeit und der Vielzahl an strategischen Projekten innerhalb der Delticom-Gruppe hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr zusätzliche Talente eingestellt. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) ist im Vorjahresvergleich mit 1,6 % nahezu unverändert (2016: 1,7 %).

Transportkosten

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 60,4 Mio. € um 3,9 % auf 62,7 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen und dem Ländermix im Umsatz einher. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich auf 9,4 % (2016: 9,9 %).

Mieten und Betriebskosten

Der Aufwand für Mieten und Betriebskosten erhöhte sich im Berichtszeitraum von 6,0 Mio. € im Vorjahr um 10,2 % auf 6,6 Mio. €. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Anmietung einer weiteren Lagerhalle ab Mitte 2017, in welcher die vor der Saison eingekauften Reifen bis zum Abverkauf zwischengelagert werden. Zudem haben sich auch die Nebenkosten für die von der Gesellschaft angemieteten Objekte im Vorjahresvergleich erhöht. Die Gesellschaft plant, ab Mitte des laufenden Jahres eine Lagerhalle außerhalb von Hannover nicht länger anzumieten.

Direkte Kosten der Lagerhaltung

Die direkten Kosten der Lagerhaltung stiegen im Berichtszeitraum um 12,1 % auf 8,0 Mio. € (2016: 7,2 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Versandvolumen in den Reifenlagern und im Kleinteile-Lager. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum Umsatz bewegte sich mit 1,2 % nahezu auf Vorjahresniveau (2016: 1,2 %).

Marketing

Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 28,2 Mio. €, nach 26,0 Mio. € für 2016. Dies entspricht einer Quote von 4,2 % vom Umsatz (2016: 4,3 %). Delticom nutzt neben den reinen Onlineshops zunehmend auch weitere Onlinevertriebskanäle. Ein Teil der gestiegenen Kosten resultiert aus entsprechenden Verkaufsprovisionen und Listing-Gebühren der verschiedenen Portale. Zudem hat die Gesellschaft im letzten Jahr in den Markenaufbau der Start-Ups innerhalb der Delticom-Gruppe investiert.

Finanzen und Recht

Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im Berichtszeitraum auf 4,7 Mio. €, nach 4,8 Mio. € im Vorjahr (-4,0 %). Gestiegene Versicherungskosten und externe Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Aufbau und der Ausrichtung der Start-Ups wurden durch den Wegfall von Rechts- und Beratungskosten kompensiert, welche in 2016 im Zuge der Akquisitionen angefallen waren.

Abschreibungen

Die Abschreibungen sanken im Berichtszeitraum von 7,8 Mio. € um 7,8 % auf 7,2 Mio. €. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte beliefen sich auf 5,0 Mio. € (2016: 5,4 Mio. €). Hierbei handelt es sich vornehmlich um planmäßige Abschreibungen auf die erworbenen immateriellen Vermögenswerte, sowohl von den efood- und Logistikgesellschaften als auch von Tirendo. Letztere entfallen zum Ende des laufenden Geschäftsjahres. Die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 2,2 Mio. € (2016: 2,4 Mio. €).

Ergebnisentwicklung

Bruttomarge

Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 20,6 %, nach 23,2 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gesellschaft testet über die verschiedenen Onlineshops seit 2016 die Wechselwirkungen zwischen Wachstum und Ergebnisbeitrag aus. Die reduzierte Bruttomarge im abgeschlossenen Geschäftsjahr resultiert vorrangig aus einer aktiven Preisgestaltung. Anders als im Jahr zuvor hat die Gesellschaft im Schlussquartal die Preise in den Onlineshops im Verlauf des Wintergeschäfts nicht erhöht, um ihre marktführende Stellung im europäischen Onlinereifenhandel weiter auszubauen. Die Preis- und Discountorientierung der Verbraucher wird jedoch nach Meinung von Experten zunehmend durch eine Orientierung am richtigen Preis-Leistungsverhältnis abgelöst. Die Grundlagen dafür, diesen Trend mitzubegleiten, hat Delticom in den letzten Jahren gelegt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 25,3 % auf 25,8 Mio. € (2016: 20,6 Mio. €). Hierbei handelt es sich mit 2,6 Mio. € um Gewinne aus Währungskursdifferenzen (2016: 3,2 Mio. €). Währungsverluste weisen wir innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2017: 3,6 Mio. €, 2016: 3,0 Mio. €). Die in 2017 realisierten Währungsverluste resultieren im Wesentlichen aus dem US-Dollar. Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf -1,0 Mio. € (2016: 0,2 Mio. €).

Rohertrag

Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 1,3 % von 161,1 Mio. € auf 163,2 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 693,5 Mio. € (2016: 627,2 Mio. €) betrug der Rohertrag 23,5 % (2016: 25,7 %).

EBITDA

Das EBITDA verringerte sich im Berichtszeitraum von 15,1 Mio. € auf 9,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr beträgt 1,4 % (2016: 2,5 %).

Der deutliche Rückgang des EBITDA im Berichtszeitraum um 38,4 % geht im Wesentlichen mit dem in 2017 verstärkt verfolgten Ansatz zur Gewinnung von Marktanteilen im europäischen Reifenhandel mittels unterschiedlicher PreisLeistungsverhältnisse in den von der Gesellschaft betriebenen Onlineshops einher. Die mit dem Umsatzzuwachs einhergehende Steigerung des Absatzvolumens durch eine entsprechenden Preis-/Leistungsgestaltung wirkt sich nicht nur auf die Bruttomarge aus, sondern bedingt direkt auch einen Anstieg der volumenabhängigen Kostenpositionen, wie beispielsweise Transportkosten, Lagerhandling und Kundenservice.

Darüber hinaus erschließt Delticom verstärkt weitere Online-Vertriebskanäle und damit neue Kundengruppen zur Ausweitung des Geschäfts. Neben einem negativen Währungseffekt belasten zusätzlich die Start-Ups innerhalb der Delticom-Gruppe das Ergebnis, welche sich derzeit noch im Aufbau befinden.

In den ersten sechs Monaten lag das erzielte EBITDA mit 5,0 Mio. € um 18,8 % unter dem Vergleichszeitraum (H1 16: 6,1 Mio. €). Die EBITDA-Marge für H1 17 betrug 1,7 %. (H1 16: 2,2 %). In der zweiten Jahreshälfte wurde ein EBITDA in Höhe von 4,3 Mio. € erzielt, nach 8,9 Mio. € im H2 16 (-51,9 %). Damit beläuft sich die in der zweiten Jahreshälfte erzielte EBITDA-Marge auf 1,2 %, nach 2,7 % im Vergleichszeitraum.

EBIT

Das in 2017 erzielte EBIT betrug 2,0 Mio. €, ein Rückgang um 71,8 % gegenüber dem Vorjahr (2016: 7,2 Mio. €). Die Umsatzrendite für das abgeschlossene Geschäftsjahr belief sich auf 0,3 % (2016: 1,2 %).

EBITDA pro Halbjahr, in Mio. €

Finanzergebnis

Im Berichtszeitraum wurde ein Finanzertrag in Höhe von 160 Tsd. € erzielt (2016: 22 Tsd. €). Dem stand ein Zinsaufwand von 539 Tsd. € gegenüber (2016: 632 Tsd. €). Das Finanzergebnis betrug -379 Tsd. € (2016: -610 Tsd. €).

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 0,5 Mio. € (2016: 2,1 Mio. €). Die Steuerquote ist mit 32,5 % im Vorjahresvergleich nahezu unverändert (2016: 32,5 %).

Konzernergebnis und Dividende

Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2017 betrug 1,1 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 4,5 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,09 € (verwässert und unverwässert, 2016: 0,36 €), ein Rückgang um 75,1 %.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 08.05.2018 eine gegenüber dem Vorjahr verringerte Dividende von 0,10 € pro Aktie vorschlagen (Vorjahr: 0,50 €). Durch die Aufrundung auf volle 10 Ct wird geringfügig mehr als das in 2017 erzielte Konzernergebnis ausgeschüttet. Das für die Ausschüttung relevante Ergebnis der Delticom AG für das abgeschlossene Geschäftsjahr fällt mit 5,2 Mio. € bzw. 0,42 € je Aktie deutlich höher aus als das Konzernergebnis. Zudem verzeichnete die Gruppe im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Free-Cashflow in Höhe von 8,0 Mio. €. Die Entscheidung hinsichtlich des Dividendenvorschlags basiert auf der Investitions- und Finanzplanung für das laufende Geschäftsjahr.

Die Tabelle verkürzte Gewinn-und-Verlustrechnung fasst wesentliche Positionen der Gewinn-und-Verlustrechnung im Mehrjahresvergleich zusammen.

Verkürzte Gewinn-und-Verlustrechnung

in Tsd. €

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2017 % +% 2016 % +%
Umsatz 667.711 100,0 10,1 606.586 100,0 8,4
Sonstige betriebliche Erträge 25.827 3,9 25,3 20.619 3,4 48,9
Gesamtleistung 693.539 103,9 10,6 627.205 103,4 9,3
Materialaufwand -530.311 -79,4 13,8 -466.106 -76,8 9,0
Rohertrag 163.228 24,4 1,3 161.099 26,6 10,3
Personalaufwand -10.916 -1,6 8,5 -10.057 -1,7 6,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -143.039 -21,4 5,2 -135.982 -22,4 11,2
EBITDA 9.273 1,4 -38,4 15.060 2,5 5,5
Abschreibungen -7.237 -1,1 -7,8 -7.847 -1,3 -9,6
EBIT 2.036 0,3 -71,8 7.213 1,2 28,9
Finanzergebnis (netto) -379 -0,1 -37,8 -610 -0,1 49,5
EBT 1.657 0,2 -74,9 6.604 1,1 27,3
Ertragsteuern -539 -0,1 -74,9 -2.149 -0,4 18,0
Konzernergebnis 1.118 0,2 -74,9 4.455 0,7 32,4
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2015 %
Umsatz 559.792 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 13.843 2,5
Gesamtleistung 573.635 102,5
Materialaufwand -427.567 -76,4
Rohertrag 146.068 26,1
Personalaufwand -9.453 -1,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -122.336 -21,9
EBITDA 14.279 2,6
Abschreibungen -8.685 -1,6
EBIT 5.595 1,0
Finanzergebnis (netto) -408 -0,1
EBT 5.187 0,9
Ertragsteuern -1.822 -0,3
Konzernergebnis 3.365 0,6

Gesamtaussage des Vorstands zur Ertragslage

Mit 667,7 Mio. €, eine Steigerung um 61,1 Mio. € bzw. 10,1 % gegenüber Vorjahr, haben wir nicht nur unsere ursprüngliche Umsatzprognose von 650 Mio. € übertroffen, sondern gleichzeitig auch den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt. In einem durch Konsolidierung geprägten Marktumfeld konnte die Delticom ihre Flexibilität, ihr langjähriges Markt- und E-Commerce Know-How und ihre solide Ertragslage nutzen, um ihre führende Marktstellung im europäischen Online-Reifenhandel weiter auszubauen. Durch die internationale Ausrichtung des Geschäfts und die Erweiterung unseres Produkt- und Serviceangebots können wir spezielle Marktentwicklungen in einzelnen Ländern zunehmend ausgleichen.

Auf Gesamtjahressicht verringerte sich das EBITDA von 15,1 Mio. € auf 9,3 Mio. €. Dieser Rückgang geht zum einen mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft im abgeschlossenen Geschäftsjahr einher. Zum anderen befinden sich im Portfolio der Delticom-Gruppe einige Start-Ups, die kurzfristig das Ergebnis belasten, mittelfristig aber maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen werden. Insgesamt belief sich das Konzernergebnis auf 1,1 Mio. € - nach einem Vorjahresergebnis von 4,5 Mio. € ein Rückgang um 74,9 %.

Experten sind sich einig darüber, dass die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Logistik und Produkten - auch Industrie 4.0 genannt - unaufhaltsam auf dem Vormarsch ist. Dank unserer Start-Ups, wie MobileMech, DeltiCar, Ringway, DeltiLog und Extor, können wir unseren Kunden nicht nur zusätzliche Serviceleistungen anbieten, sondern richten uns frühzeitig auf die zunehmende Bedeutung von miteinander verknüpften Einkaufskanälen aus, um auch zukünftig die Kundenanforderungen bestmöglich zu erfüllen.

Mit Blick auf die ergriffenen Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Konzerns sind wir für weiteres profitables Wachstum bestens gerüstet.

Finanz- und Vermögenslage

Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven E-Commerce-Geschäftsmodell ist das Unternehmen bilanziell gut aufgestellt.

Investitionen

Sachanlagen

Bei den für 2017 ausgewiesenen Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 4,8 Mio. € (2016: 10,7 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um die technische Ausrüstung der MobileMech-Fahrzeuge (mobiler Reifenservice), Lagerausstattungen und Maschinen sowie technische Anlagen im Bau für unsere Lager. Die in 2016 getägtigten Investitionen in Sachanlagen beinhalteten hauptsächlich das im Rahmen der Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften erworbene automatisierte Lagersystem zur effizienten Kommissionierung und Lagerung von Einzelstücken und Kleinteilen.

Immaterielle Vermögenswerte

Darüber hinaus investierte die Gesellschaft im Berichtszeitraum 3,1 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte (2016: 20,8 Mio. €). Bei den in 2017 getätigten Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Software. Der hohe Vorjahreswert resultierte aus dem Erwerb der immateriellen Vermögenswerte im Rahmen der Akquisition im Februar 2016.

Die Summe der in 2017 getätigten Investitionen in Höhe von 7,9 Mio. € liegt damit leicht über den im Berichtszeitraum vorgenommenen Abschreibungen (7,2 Mio. €).

Working Capital

Working Capital

Als Net Working Capital bezeichnen wir die Netto-Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit unseren Handelsaktivitäten. Die Forderungen werden sowohl um erhaltene Anzahlungen von Kunden als auch um die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden gekürzt. Die Kapitalbindung im Working Capital wurde im Jahresverlauf von -9,6 Mio. € um 7,8 Mio. € auf -17,4 Mio. € verringert.

Die Grafik Working Capital zeigt die Veränderungen der Bestandteile des Net Working Capital von Halbjahr zu Halbjahr für die letzten drei Jahre.

Working Capital in Mio. €

Forderungen

Normalerweise folgen die Forderungen der Saison, doch stichtagsbezogene Effekte sind unvermeidbar. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich zum Jahresende auf 24,4 Mio. € (31.12.2016: 20,4 Mio. €). Wetterbedingt entfiel ein höherer Teil des Wintergeschäfts als im Jahr zuvor auf den Dezember. Im Gegensatz zu 2016 waren dadurch zum 31.12.2017 weniger bezahlte Aufträge als im Jahr zuvor zum Abschlussstichtag bereits ausgeliefert. Dies führte dazu, dass die erhaltenen Anzahlungen von Kunden zum Jahresende mit 7,0 Mio. € über Vorjahr lagen (31.12.2016: 3,4 Mio. €). Ein gegenüber Vorjahr geringerer Teil der im Dezember bezahlten Bestellungen wurde erst im Januar storniert, wodurch sich die entsprechenden Rückzahlungen an Kunden ins neue Jahr verschoben haben. Die Verbindlichkeitsposition aus Guthaben von Kunden fiel im Stichtagsvergleich mit 0,3 Mio. € um 0,7 Mio. € niedriger aus (31.12.2016: 0,9 Mio. €).

In Summe erhöhte sich die Kapitalbindung in den Forderungen - gekürzt um erhaltende Anzahlungen und Guthaben von Kunden - im Working Capital von 16,1 Mio. € zum 31.12.2016 auf 17,1 Mio. € zum 31.12.2017. Das mittlere Kundenziel (durchschnittlicher Forderungsbestand dividiert durch den Durchschnittsumsatz pro Tag) blieb im Vorjahresvergleich mit 9,1 Tagen unverändert.

Vorräte

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 17,1 Mio. € auf 79,8 Mio. € erhöht (31.12.2016: 62,7 Mio. €). Der Anstieg resultiert vornehmlich aus einer im Vorjahresvergleich früheren Bevorratung für die anstehende Sommersaison.

Zum Anfang des Winterquartals betrug der Wert der Vorräte 107,4 Mio. €, ein Anstieg um 10,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 97,5 Mio. €. Aufgrund eines starken Saisonverlaufs konnte ein großer Teil der in den Vorquartalen eingelagerten Reifen abverkauft werden.

Aufgrund des unterjährig höheren Vorratsbestands hat sich 2017 die durchschnittliche Reichweite (durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) leicht auf 49,1 Tage erhöht (2016: 48,9 Tage).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Reifenhandel traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle. Zum Zwecke der Analyse kürzen wir diese Verbindlichkeiten um die Guthaben bei Lieferanten (enthalten in den sonstigen kurzfristigen Forderungen). Dieser Saldo aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekürzt um Guthaben bei Lieferanten fällt im Stichtagsvergleich mit 114,3 Mio. € um 25,9 Mio. € höher aus (31.12.2016: 88,4 Mio. €).

Cashflow

Laufende Geschäftstätigkeit

Aufgrund des EBIT-Rückgangs war der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum mit 15,4 Mio. € niedriger als im Vergleichszeitraum (2016: 19,7 Mio. €).

Investitionstätigkeit

Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,8 Mio. €, wovon im Geschäftsjahr 2017 ein Betrag von 4,3 Mio. € zahlungswirksam war (2016: 0,6 Mio. €). Darüber hinaus hat Delticom im Berichtszeitraum 3,1 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert (2016: 2,5 Mio. €). Im Ergebnis betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit -7,4 Mio. € (Vorjahr: -22,9 Mio. €). In 2016 hatte die Gesellschaft 19,9 Mio. € für den Erwerb konsolidierter Tochtergesellschaften im Rahmen der Akquisition in bar entrichtet.

Finanzierungstätigkeit

Die Delticom-Gruppe verzeichnete im Berichtszeitraum einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -10,8 Mio. € (2016: -1,5 Mio. €). Den Auszahlungen für die Dividende in Höhe von 6,2 Mio. € sowie 9,6 Mio. € aus der Tilgung von Finanzschulden stehen Einzahlungen aus der Aufnahme eines Mittelfrist-Darlehens in Höhe von 5,0 Mio. € gegenüber.

Liquidität gemäß Cashflow

Ausgangspunkt ist die Liquidität zum Stichtag 31.12.2016 von 6,7 Mio. €. Der Saldo aus zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelbestands belief sich im Berichtszeitraum auf -2,8 Mio. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Liquidität 3,9 Mio. €. Zum Stichtag verfügte die Gruppe über eine Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) in Höhe von -4,4 Mio. € (31.12.2016: -6,2 Mio. €).

Free Cashflow

Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von -3,2 Mio. € auf 8,0 Mio. € gestiegen.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2017 mit 202,4 Mio. € um 10,4 % über dem Vorjahreswert von 183,3 Mio. €. Die Grafik Aufteilung der Bilanzsumme veranschaulicht die Kapitalintensität des Geschäftsmodells.

Aufteilung der Bilanzsumme in Mio. €

Verkürzte Konzernbilanz

in Tsd. €

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31.12.17 % +% 31.12.16 % 30.06.16
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 79.364 39,2 1,4 78.298 42,7 87.256
Anlagevermögen 74.619 36,9 0,8 74.003 40,4 84.429
sonstige Vermögenswerte 4.745 2,3 10,5 4.295 2,3 2.827
Kurzfristig gebundenes Vermögen 122.991 60,8 17,2 104.967 57,3 138.269
Vorräte 79.811 39,4 27,2 62.746 34,2 91.870
Forderungen 39.300 19,4 10,6 35.535 19,4 38.287
Liquidität 3.881 1,9 -41,9 6.686 3,6 8.363
Bilanzsumme 202.356 100,0 10,4 183.264 100,0 225.525
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 61.947 30,6 -10,0 68.811 37,5 70.249
Eigenkapital 52.940 26,2 -9,5 58.471 31,9 55.830
Fremdkapital 9.007 4,5 -12,9 10.340 5,6 14.419
Rückstellungen 317 0,2 -7,1 341 0,2 355
Verbindlichkeiten 8.274 4,1 -17,3 9.999 5,5 14.064
Other Non Current Liabilities 416 0,2 0,0 0 0 0
Kurzfristige Schulden 140.408 69,4 22,7 114.453 62,5 155.276
Rückstellungen 1.639 0,8 -24,0 2.156 1,2 2.899
Verbindlichkeiten 138.769 68,6 23,6 112.297 61,3 152.377
Bilanzsumme 202.356 100,0 10,4 183.264 100,0 225.525
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%
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 38,7
Anlagevermögen 37,4
sonstige Vermögenswerte 1,3
Kurzfristig gebundenes Vermögen 61,3
Vorräte 40,7
Forderungen 17,0
Liquidität 3,7
Bilanzsumme 100,0
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 31,1
Eigenkapital 24,8
Fremdkapital 6,4
Rückstellungen 0,2
Verbindlichkeiten 6,2
Other Non Current Liabilities 0
Kurzfristige Schulden 68,9
Rückstellungen 1,3
Verbindlichkeiten 67,6
Bilanzsumme 100,0

Langfristig gebundenes Vermögen

Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögen von 78,3 Mio. € auf 79,4 Mio. €. Der Anstieg des Anlagevermögens von 74,0 Mio. € auf 74,6 Mio. € geht im Wesentlichen mit der Erhöhung des Sachanlagevermögens seit Jahresbeginn von 14,8 Mio. € um 2,6 Mio. € auf 17,3 Mio. € einher. Das Sachanlagevermögen machte zum 31.12.2017 8,6 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 8,1 %).

Der wichtigste Einzelposten in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten (31.12.2017: 4,7 Mio. €, 31.12.2016: 4,3 Mio. €) sind latente Steueransprüche in Höhe von 4,3 Mio. € (31.12.2016: 3,8 Mio. €), die überwiegend aus Verlustvorträgen von Tochtergesellschaften resultieren.

Vorräte

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte. Sie wurden im Berichtszeitraum um 17,1 Mio. € oder 27,2 % auf 79,8 Mio. € erhöht. Die Gründe für den Anstieg sind unter Finanz- und Vermögenslage - Working Capital detailliert dargestellt.

Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende auf 24,4 Mio. € und fielen damit um 19,3% höher aus als im Vorjahr (31.12.2016: 20,4 Mio. €). Innerhalb der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 14,8 Mio. € (2016: 12,6 Mio. €) erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 17,5 % von 10,1 Mio. € auf 11,9 Mio. €. Diese Veränderung resultiert aus einem erhöhten Vorsteuerüberhang zum Jahresende. Die Ertragsteuerforderungen fallen im Vorjahresvergleich mit 0,1 Mio. € um 2,4 Mio. € geringer aus (2016: 2,5 Mio. €). Insgesamt stieg die gesamte Forderungsposition um 10,6 % auf 39,3 Mio. € (Vorjahr: 35,5 Mio. €).

Liquidität

Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Nettoabgang von 2,8 Mio. €. Somit betrug der Finanzmittelbestand am Abschlussstichtag 3,9 Mio. € (31.12.2016: 6,7 Mio. €). Aufgrund der Saisonalität und der Zahlungstermine im Reifenhandel unterliegt die Liquidität unterjährig erheblichen Schwankungen.

Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte von 105,0 Mio. € um 17,2 % auf 123,0 Mio. €. Der Anstieg um 18,0 Mio. € begründet sich vorrangig durch den höheren Vorratsbestand zum Bilanzstichtag. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich von 57,3 % auf 60,8 %.

Kurzfristige Finanzierungsmittel

Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Finanzierungsmittel um 26,0 Mio. € oder 22,7 % auf 140,4 Mio. € (31.12.2016: 114,5 Mio. €). Die Rückstellungen sanken um 0,5 Mio. € oder 24,0 % auf 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Hierin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €).

Innerhalb der 138,8 Mio. € an kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 31.12.2017 entfielen 114,4 Mio. € oder 56,5 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 89,0 Mio. € sind diese damit um 28,5 % gestiegen.

In den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 16,4 Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €) entfielen 7,0 Mio. € auf erhaltene Anzahlungen von Kunden (Vorjahr: 3,4 Mio. €) und 0,3 Mio. € auf Guthaben von Kunden (Vorjahr: 0,9 Mio. €).

Fremdkapital

Das langfristige Fremdkapital in Höhe von 9,0 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €) setzt sich zusammen aus langfristigen verzinslichen Schulden in Höhe von 7,3 Mio. € (31.12.2016: 7,2 Mio. €), langfristigen Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. € (31.12.2016: 0,3 Mio. €), sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mio. € (31.12.2016: 0,0 Mio. €) sowie latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1,0 Mio. € (31.12.2016: 2,8 Mio. €).

Delticom hat im Berichtszeitraum die kurzfristigen Finanzschulden um 4,7 Mio. € reduziert sowie die langfristigen Finanzschulden um 0,1 Mio. € erhöht.

Die Summe aus langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden belief sich am Bilanzstichtag auf 15,3 Mio. €, ein Rückgang um 4,6 Mio. € im Stichtagsvergleich (31.12.2016: 19,9 Mio. €). Der vergleichsweise geringe Anteil zinstragender Finanzverbindlichkeiten an der Bilanzsumme (31.12.2017: 7,6 %, 31.12.2016: 10,9 %) unterstreicht die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft.

Eigenkapital und Eigenkapitalquote

Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 5,5 Mio. € oder 9,5 % auf 52,9 Mio. € (Vorjahr: 58,5 Mio. €). Der Rückgang resultiert vorrangig aus dem verringerten Konzernbilnazgewinn. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 31,9 % auf 26,2 %. Die Summe aus Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten, Finanzanlagen und Vorratsvermögen in Höhe von 154,4 Mio. € war zum Stichtag 31.12.2017 zu 40,1 % durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt (Vorjahr: 50,3 %).

Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang im Abschnitt Sonstige Angaben - Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Wir übergeben außerdem wertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen regelmäßig an Inkassoinstitute. Die Entwicklung der Wertberichtigungen findet sich im Konzernanhang unter dem Punkt Erläuterungen zur Bilanz -Kurzfristige Vermögenswerte - (15) Forderungen.

Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage

Breiter finanzieller Spielraum

Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Der Konzern erhält von seinen Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum

Die Delticom-Gruppe verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit seinem skalierbaren Geschäftsmodell ist der Konzern für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Einzelabschluss Delticom AG

Kurzfassung nach HGB

Ergänzend zur Berichtserstattung über den Delticom-Konzern wird nachfolgend die Entwicklung der Delticom AG (Einzelgesellschaft) erläutert.

Der Jahresabschluss der Delticom AG wird nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss folgt den International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die Steuerung der Einzelgesellschaft unterliegt den gleichen Grundsätzen wie die des Konzerns und erfolgt auf Basis der IFRS. Aufgrund ihres hohen Anteils an der Wertschöpfung im Konzern gelten für die Delticom AG die gleichen Aussagen in Bezug auf das Kapitel "Unternehmenssteuerung und Strategie" wie für den Delticom-Konzern.

Ertragslage der Delticom AG

Umsatz

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Delticom weiterhin Lagerware von Fremdlieferanten erworben und zum Zeitpunkt der Anlieferung in das Lager an die Pnebo verkauft. Die daraus resultierenden Umsätze betragen 297,9 Mio. € (2016: 273,0 Mio. €). Um den Geschäftsverlauf und die Ertragslage realistischer darzustellen, wird nachfolgend mit Umsatzzahlen gearbeitet, die um den Betrag in Höhe von 297,9 Mio. € reduziert wurden, nachfolgend "bereinigter Umsatz" genannt.

Delticom erlöste im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt Umsätze in Höhe von 862,8 Mio. € (2016: 796,1 Mio. €), der bereinigte Umsatz betrug 564,9 Mio. € (2016: 523,1 Mio. €).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtszeitraum signifikant um 39,5 % auf 2,7 Mio. € (2016: 4,4 Mio. €). Größte Position in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungskursdifferenzen in Höhe von 2,1 Mio. € (2016: 2,5 Mio. €). Währungsverluste weist Delticom innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus (2017: 2,9 Mio. €, 2016: 2,3 Mio. €). Der Saldo aus Währungsgewinnen und -verlusten belief sich im Berichtszeitraum auf -0,8 Mio. € (2016: 0,2 Mio. €).

Wesentliche Aufwandspositionen

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Lagerware der Delticom an die Pnebo in Höhe von 297,9 Mio. € (2016: 273,0 Mio. €) wurden ohne Verkaufsmarge erzielt. Der um diese Tatsache geminderte Materialaufwand wird fortführend "bereinigter Materialaufwand" genannt und findet darüber hinaus in allen Berechnungen, in denen der Materialaufwand Grundlage ist, wie z. B. Bruttomarge, Verwendung.

Materialaufwand

Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die Einstandspreise für die verkauften Reifen erfasst werden. Der bereinigte Materialaufwand betrug im Berichtszeitraum 427,5 Mio. € (2016: 377,4 Mio. €, 13,3 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 72,2 % auf 75,7 %.

Transportkosten

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Der Anstieg der Transportkosten von 54,8 Mio. € um 1,5 % auf 55,7 Mio. € geht mit dem höheren Geschäftsvolumen einher. Der Anteil der Transportkosten am bereinigten Umsatz belief sich auf 9,9 % (2016: 10,5 %).

Kosten der Lagerhaltung

Der Aufwand für Lagerhaltung erhöhte sich im Berichtszeitraum von 6,4 Mio. € im Vorjahr um 10,8 % auf 7,1 Mio. €. Die Quote der Lagerhaltungskosten zum bereinigten Umsatz betrug 1,3 % (2016: 1,2 %).

Personalaufwand

Im Berichtszeitraum beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 117 Mitarbeiter (2016: 109). Der Personalaufwand belief sich auf 7,4 Mio. € (2016: 7,2 Mio. €). Die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu den bereinigten Umsatzerlösen) betrug im Berichtszeitraum 1,3 % (2016: 1,4 %).

Marketing

Der Marketingaufwand betrug im Berichtszeitraum 20,4 Mio. €, nach 19,0 Mio. € für 2016. Dies entspricht einer Quote von 3,6 % vom bereinigten Umsatz (2016: 3,6 %).

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sanken im Berichtszeitraum von 4,1 Mio. € um 9,1 % auf 3,7 Mio. €. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen aus niedrigeren Sofortabschreibungen geringwertiger Vermögensgegenstände.

Ergebnisentwicklung

Bruttomarge

Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 24,3 % nach 23,6 % im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Rohertrag

Im Berichtszeitraum verringerte sich der Rohertrag gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 6,7 % von 150,1 Mio. € auf 140,1 Mio. €. Im Verhältnis zur bereinigten Gesamtleistung in Höhe von 567,6 Mio. € (2016: 527,5 Mio. €) betrug der Rohertrag 24,7 % (2016: 28,5 %).

EBITDA

Das EBITDA sank im Berichtszeitraum von 28,0 Mio. € auf 15,7 Mio. € und damit um 44,1 %.

EBIT

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 12,0 Mio. € (2016: 23,9 Mio. €, -50,0 %). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 2,1 % (2016: 4,6 %).

Finanzergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen verringerten sich im Berichtszeitraum um 33,4 % auf 1,4 Mio. € (2016: 2,1 Mio. €). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erhöhten sich von 1,2 Mio. € in 2016 um 42,0 % auf 1,7 Mio. € in 2017. Der Betrag der Verlustübernahme belief sich auf 5,3 Mio. € (2016: 13,0 Mio. €).

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 2,6 Mio. € (2016: 4,4 Mio. €). Dies entspricht einer Steuerquote von 33,2 % (2016: 31,9 %).

Ergebnis und Dividende

Das Ergebnis 2017 betrug 5,2 Mio. €, nach einem Vorjahreswert von 9,5 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie für das Geschäftsjahr von 0,42 € (2016: 0,76 €).

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in Tausend € 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Umsatzerlöse 862.771 796.098
Sonstige betriebliche Erträge 2.670 4.413
Materialaufwand -725.333 -650.418
Personalaufwand -7.434 -7.223
Abschreibungen -3.719 -4.092
Sonstige betriebliche Aufwendungen -116.999 -114.844
Erträge aus Beteiligungen 1.414 2.122
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 277 62
Aufwendungen aus Verlustübernahme -5.306 -12.872
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.280 -573
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.732 1.220
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.591 -4.427
Ergebnis nach Steuern 5.201 9.465
Gewinnvortrag 15.347 12.113
Bilanzgewinn 20.548 21.578

Finanz- und Vermögenslage der Delticom AG

Delticom verfügt über eine solide Bilanz. Mit seinem wenig kapitalintensiven Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Investitionen

Um Skalen- und Lerneffekte in der Lagerlogistik bestmöglich zu nutzen, investieren wir laufend in den Ausbau der Informations-, Förder- und Verpackungstechnik in den von uns angemieteten Lagern. Bei den für 2017 ausgewiesenen Investitionen

in Sachanlagen in Höhe von 3,9 Mio. € (2016: 0,2 Mio. €) handelt es sich hauptsächlich um die MobileMech-Fahrzeuge nebst technischer Ausrüstung, Lagerausstattungen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Darüber hinaus investierte Delticom im Berichtszeitraum 2,8 Mio. € in immaterielle Vermögensgegenstände. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Erweiterungen von Softwarelizenzen.

Bei den Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 12,9 Mio. € (2016: 32,6 Mio. €) handelt es sich vornehmlich um an Tochtergesellschaften gewährte Intercompany-Darlehen in Höhe von 12,8 Mio. €.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme lag zum 31.12.2017 mit 238,2 Mio. € um 9,1 % über dem Vorjahreswert von 218,3 Mio. €.

Langfristig gebundenes Vermögen

Auf der Aktivseite erhöhte sich das langfristig gebundene Vermögengegenüber der Vorjahresbasis von 92,7 Mio. € auf 108,5 Mio. €. Der Anstieg um 17,0 % begründen sich fast ausschließlich durch die getätigten Investitionen sowie gewährte Intercompany-Darlehen an Tochtergesellschaften.

Vorräte

Die Vorräte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 9,3 Mio. € (2016: 7,5 Mio. €). Sie bestehen fast ausschließlich aus unterwegs befindlicher Ware.

Forderungen

Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 93,4 Mio. € (2016: 99,3 Mio. €). Die Forderungen gegen die Pnebo GmbH betragen 89,9 Mio. € (2016: 82,9 Mio. €) und sind die größte Position innerhalb dieser. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14,1 Mio. € sind um 15,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2016: 12,2 Mio. €).

Innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände von 10,7 Mio. € (2016: 4,8 Mio. €) erhöhten sich die Erstattungsansprüche aus Steuern um 297,0 % von 2,4 Mio. € auf 9,3 Mio. €. Die Veränderung resultiert überwiegend aus einem erhöhten Mehrwertsteuerüberschuss zum Jahresende.

Liquidität

Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Nettozufluss von 0,2 Mio. €. Zum 31.12.2017 betrug die "bilanzielle Liquidität" 1,3 Mio. € (2016: 1,1 Mio. €, +19,7 %).

Insgesamt erhöhte sich die Summe des Umlaufvermögens von 124,9 Mio. € um 3,2 % auf 128,9 Mio. €. Dieses begründet sich vorrangig durch gestiegene Forderungen und höhere Vorräte zum Bilanzstichtag.

Latente Steueransprüche

Delticom macht vom Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB Gebrauch und hat einen Aktivüberhang von 0,2 Mio. € (2016: 0,1 Mio. €) der aktiven gegenüber den passiven latenten Steuern aktiviert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 21,0 Mio. € oder 14,1 % von 148,4 Mio. € auf 169,3 Mio. €. Die Rückstellungen alleine verringerten sich um 19,4 % oder 0,7 Mio. € auf 2,9 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €).

Innerhalb der 166,4 Mio. € an Verbindlichkeiten zum 31.12.2017 (2016: 144,8 Mio. €) entfielen 98,8 Mio. € oder 41,5 % der Bilanzsumme auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 78,9 Mio. € ist dieser Verbindlichkeitswert um 19,8 Mio. € oder 25,1 % gestiegen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 15,3 Mio. € (2016: 19,9 Mio. €) beinhalten langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 7,3 Mio. € (2016: 7,2 Mio. €). Der übrige Teil der Finanzverbindlichkeiten ist kurzfristiger Natur.

Eigenkapital

Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 1,0 Mio. € oder 1,5 % auf 68,9 Mio. € (2016: 69,9 Mio. €). Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 32,0 % auf 28,9 %.

Nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte

Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt Delticom auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang des Einzelabschlusses im Abschnitt D Ergänzende Angaben - Sonstige finanzielle Verpflichtungen.

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in Tausend € 31.12.2017 31.12.2016
Anlagevermögen 108.549 92.743
Immaterielle Vermögensgegenstände 6.567 6.568
Sachanlagen 6.441 3.486
Finanzanlagen 95.541 82.690
Umlaufvermögen 128.905 124.864
Vorräte 9.307 7.455
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.138 12.222
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 93.428 99.324
Sonstige Vermögensgegenstände 10.748 4.790
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.283 1.072
Rechnungsabgrenzungsposten 567 538
Aktive latente Steuern 195 148
Aktiva 238.215 218.293
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in Tausend € 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 68.907 69.938
Gezeichnetes Kapital 12.463 12.463
Kapitalrücklage 35.696 35.696
Gewinnrücklagen 200 200
Bilanzgewinn 20.548 21.578
Rückstellungen 2.868 3.559
Steuerrückstellungen 971 1.068
Sonstige Rückstellungen 1.896 2.490
Verbindlichkeiten 166.441 144.794
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.278 19.888
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.267 2.568
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 98.816 78.966
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.115 38.939
Sonstige Verbindlichkeiten 3.965 4.433
Rechnungsabgrenzungsposten 0 2
Passiva 238.215 218.293

Gesamtaussage des Vorstands zur Finanz- und Vermögenslage

Breiter finanzieller Spielraum

Die Finanz- und Vermögenslage von Delticom ist gesund. Die Gesellschaft verfügt über eine hohe Innenfinanzierungskraft und erhält von ihren Lieferanten marktgerechte Zahlungsziele. Zudem kann Delticom für die Finanzierung von Teilen der Lagerbestände der Pnebo unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Solide Bilanz als Grundlage für weiteres Wachstum

Delticom verfügt über eine solide Bilanz - ein wichtiges Signal an unsere Partner. Mit dem skalierbaren Geschäftsmodell ist das Unternehmen für zukünftiges Wachstum bilanziell gut aufgestellt.

Risikobericht

Die Geschäftsentwicklung der Delticom AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie der Delticom-Konzern.

Prognose

Aufgrund der Verflechtung der Delticom AG mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern verweisen wir auf unsere Aussagen im Kapitel Ausblick (Prognosebericht), die insbesondere auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft widerspiegeln.

Nachtragsbericht

Nachfolgend werden Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt.

Gewährung von Aktienoptionen

Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.04.2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.

Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2018 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und insgesamt 18.337 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.

Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.

Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Kündigung Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der DeltiLog GmbH ist seitens der DeltiLog GmbH am 15.03.2018 mit Wirkung zum 31.12.2021 gekündigt worden.

Risiko- und Chancenbericht

Als international tätiges Unternehmen ist Delticom Risiken unterschiedlichster Art ausgesetzt. Um diese rechtzeitig erkennen, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, haben wir frühzeitig ein Risikomanagementsystem etabliert und hierzu eine unternehmensweite Richtlinie zur Risikofrüherkennung und zum Risikomanagement verabschiedet. Wir können gegenwärtig keine existenzgefährdenden Einzelrisiken erkennen.

Definitionen

Risiken und Chancen

Als Risiken fassen wir Ereignisse auf, die es uns erschweren oder sogar unmöglich machen, unsere Geschäftsziele in einem festgelegten Betrachtungszeitraum zu erreichen. Die Ereignisse können sowohl unternehmensintern als auch extern begründet sein. Wesentliche Risikofelder sind Marktanteile, Umsatzerwartungen, Margen und das Ausmaß der Kundenzufriedenheit.

Da wir verpasste Chancen als Risiken betrachten, verfügen wir nicht über ein eigenständiges Chancenmanagementsystem.

Risikomanagement

Im Risikomanagement formulieren und überwachen wir Maßnahmen, die geeignet sind,

den möglichen Schaden zu verringern (z. B. Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung und Versicherungen),

die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren (z. B. durch Entscheidung für eine risikoärmere Handlungsalternative, Initiierung von Kontrollen) oder

Risiken zu vermeiden.

Im Rahmen des Risikomanagements kann auch die Entscheidung getroffen werden, bewusst Risiken einzugehen. Wir tun dies, wenn die Chancen überwiegen und der mögliche Schaden keine bestandsgefährdenden Auswirkungen hat.

System zur Risikofrüherkennung

Das System zur Risikofrüherkennung umfasst alle organisatorischen Abläufe, die dem eigentlichen Management der Risiken vorausgehen. Es hat die Aufgabe,

wesentliche und existenzbedrohende Risiken frühzeitig zu erkennen,

diese Risiken zu analysieren und zu bewerten,

Verantwortlichkeiten für die Risikoüberwachung festzulegen und

Risiken an die richtigen Adressaten rechtzeitig zu kommunizieren.

Da Risikofrüherkennung und Risikomanagement Hand in Hand gehen, werden beide Begriffe im Folgenden unter "Risikomanagement" im weiteren Sinne zusammengefasst.

Risikobewertung

Betrachtungszeitraum 12 Monate

Was als Risiko gilt und wie es zu bewerten ist, ergibt sich aus dem Abgleich der laufenden Geschäftstätigkeit mit den Geschäftszielen. Wir stellen regelmäßig Ziele im Rahmen der strategischen Planung (Zeitraum von 5 Jahren) und der Budgetplanung (laufendes und nächstes Jahr) auf. Für das Risikomanagement legen wir einheitlich einen Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde.

Meldeschwellen

Als Berechnungsgrundlage für Meldeschwellen wird das Eigenkapital der Gesellschaft herangezogen. Unterschieden wurden zum 31.12.2017 existenzgefährdende (20 Mio. €), wesentliche (2,5 Mio. €) und geringe Risiken (0,2 Mio. €).

Brutto-/Nettorisiko

In der Analyse verstehen wir Risiken zunächst immer als Bruttorisiken, also ohne Gegenmaßnahmen. Letztere werden dahingehend bewertet, wie wirksam sie das Risiko (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) vermeiden, verringern oder auf Dritte abwälzen können.

Aus dem Bruttorisikowert abzüglich der erwarteten Wirkung der spezifischen Gegenmaßnahmen ergeben sich die Nettorisiken. Die erwarteten Schadenshöhen folgen aus den Brutto- und Nettorisiken, indem diese mit Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet werden.

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement bei Delticom stützt sich auf drei Eckpfeiler: Risk Support Team, Riskmanager und Vorstand.

Risk Support Team

Die kleinsten organisatorischen Einheiten im Risikomanagement sind die Funktionsbereiche und deren Untereinheiten. Die Leiter der Funktionsbereiche identifizieren und bewerten als "Risk Support Team" die jeweiligen Risiken. Sie schlagen Maßnahmenpläne vor und setzen diese um.

Riskmanager

Der Riskmanager verfügt über Methoden- und Richtlinienkompetenz. Er koordiniert die Risikoberichterstattung und ist direkt dem verantwortlichen Vorstandsmitglied unterstellt.

Vorstand

Zusammen mit dem Riskmanager stellt der Vorstand sicher, dass die Berichterstattung vollständig ist. Entsprechend den aktienrechtlichen Vorgaben sorgt der Vorstand für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und bezieht den Aufsichtsrat ein. Der Vorstand gibt geeignete Maßnahmen zur Risikohandhabung frei.

Erweiterter Risikokonsolidierungskreis

Für alle Tochtergesellschaften gilt, dass keine wesentlichen Risiken identifiziert werden konnten, die sich existenzbedrohend auf die Delticom-Gruppe auswirken können. Die Risikosteuerung erfolgt über die Muttergesellschaft. Da die Tochtergesellschaften im Wesentlichen lediglich Vertriebsgesellschaften sind, findet keine separate Risikobetrachtung der Töchter statt. Diese Entscheidung wird vom Risk Manager jährlich neu bewertet. Aufgrund des hohen Umsatzanteils des Online-Reifengeschäfts resultieren die Risiken im Wesentlichen aus unserem Kerngeschäft heraus. Die Risiken aus dem operativen Geschäft der in 2016 neu hinzugewonnenen Geschäftsbereiche unterscheiden sich nicht wesentlich von den Risiken im Reifengeschäft. Die Tochtergesellschaften sind über den Vorstand ins Risikomanagement einbezogen.

Kommunikation und Berichterstattung

Neben einem regelmäßigen Risikoreporting des Risk Managers ist bei Bedarf zu jedem Zeitpunkt eine Ad-hoc-Berichterstattung möglich. Grundsätzlich wird eine permanente Risikokommunikation im Rahmen der Geschäftssteuerung betrieben.

Software

Delticom verwendet zur Unterstützung des Risikomanagements eine Spezialsoftware, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Risikoinventur

Der Riskmanager führt eine jährliche Risikoinventur durch, die er unterjährig an geänderte Risikosituationen anpasst. Im Rahmen einer solchen Risikoinventur wird in allen Funktions- und Unternehmensbereichen festgestellt, ob neue Risiken gegenüber der kurz- und mittelfristigen Planung aufgetreten sind. Gleichzeitig wird überprüft, ob und wie verabschiedete Maßnahmen bereits bekannte Risiken erfolgreich eingegrenzt haben oder ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht. Hierbei unterstützt das Risk Support Team den Riskmanager und lässt bereichsspezifische Entwicklungen in die Bewertung einfließen.

Wesentliche Einzelrisiken und -chancen

Nachfolgend werden die wesentlichen Einzelrisiken und -chancen mit einer Meldeschwelle zwischen 2,5 Mio. € bis 20,0 Mio. € dargestellt, absteigend sortiert nach Schadenserwartung.

Als global tätiges Unternehmen fakturiert und bezahlt Delticom Rechnungen auch in anderen Währungen als dem Euro. Hieraus ergeben sich Währungsrisiken. Die Gesellschaft sichert sich dagegen durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente ab, insbesondere durch Forward-Geschäfte. Interne Richtlinien definieren zulässige Sicherungsinstrumente. Die Hedge-Effektivität wird in der Treasury-Abteilung fortlaufend kontrolliert. Wir arbeiten mit Bankpartnern zusammen, die über langjährige Erfahrung im Import/Export-Geschäft verfügen.

Durch einen starken Euro kann sich die Wettbewerbsposition in Ländern mit schwacher Währung verschlechtern. Die Delticom verkauft ihre Produkte auch an Endkunden außerhalb des Euro-Währungsraums. Hieraus entstehen ökonomische Währungsrisiken, denen wir so weit wie möglich mit der Beschaffung von Reifen in Fremdwährung begegnen. Im Falle eines fortgesetzten Wertverlusts der Fremdwährung prüfen wir auch komplexe Sicherungsstrategien, sofern der entsprechende Markt strategisch bedeutend ist. In den USA kauft unsere Tochtergesellschaft in US-Dollar ein. Dies stellt einen natürlichen Hedge zum Geschäft mit Endkunden dar; das verbleibende Translationsrisiko wird akzeptiert.

Fehleinschätzungen hinsichtlich künftiger Marktentwicklungen können zum Verlust an Marktanteilen führen. Im Reifenhandel besteht immer das Risiko, zukünftige Absatzmengen falsch einzuschätzen. Der Vertriebskanal E-Commerce wächst und gewinnt in Summe Marktanteile. Sollten wir die Geschwindigkeit dieser Entwicklung falsch einschätzen, so reduziert sich unter Umständen unser relativer Marktanteil gegenüber unseren Online-Wettbewerbern. Aufgrund der strategischen Ausrichtung werten wir Umsatz und Ertrag aber als gleichwertige Zielgrößen (siehe Abschnitt Unternehmenssteuerung und Strategie - Unternehmensinternes Steuerungssystem). Ein schnelles Wachstum ist nur möglich, wenn auch die Prozesse schnell an das größere Geschäftsvolumen angepasst werden können.

Als international tätiges und gleichzeitig schlankes Unternehmen wird es uns nicht überall und jederzeit möglich sein, den Vorsprung vor unserer Konkurrenz auszubauen oder zu halten. Wir begrenzen die Verwässerung unserer Marktanteile, indem wir die Organisation samt ihren Mitarbeitern, Partnerschaften im In-und Ausland und unser Produkt-und Serviceangebot schrittweise weiterentwickeln.

Die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts, die Erschließung weiterer geografischer Regionen und die Erweiterung des Produkt- und Serviceangebots birgt für Delticom die Chance, die Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen lokalen Märkten weiter zu reduzieren und zusätzliches Umsatz- und Ergebnispotenzial zu erschließen.

Kunden können in Zahlungsprobleme geraten. Die Zahlungsmoral unserer Kunden ist üblicherweise gut, kann aber in schwierigen Zeiten abnehmen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation der Verbraucher in Europa verschlechtern, so könnte sich dies in einer nachlassenden Zahlungsbereitschaft im Endkundengeschäft widerspiegeln. Wir haben ein stringentes Forderungsmanagement und kooperieren mit Spezialfirmen in den Bereichen Risikoprüfung und Inkasso. Ausfälle im Großhandel beschränken wir so weit wie möglich durch Kreditversicherungen.

Sonstige Einzelrisiken und -chancen gruppiert nach Risikokategorie

Strategische Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Delticom ist davon abhängig, dass das Internet als Medium zum Kauf von Reifen weiterhin Akzeptanz findet. Der Reifenfachhandel und die anderen Vertriebskanäle im weltweiten Reifengeschäft übernehmen in der Handelskette eine wichtige Funktion. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Viele Autofahrer werden weiterhin ihre Reifen im Autohaus, in der Werkstatt oder beim Reifenfachhändler kaufen. Ähnlich wie in anderen Warengruppen auch hat der Absatz von Reifen über Onlineshops allerdings bereits eine wahrnehmbare Größe erreicht und wächst weiter.

Branchenspezifische Risiken

Der Handel mit Ersatzreifen unterliegt saisonalen Schwankungen. Wetterbedingte Verschiebungseffekte zwischen den Quartalen und Basiseffekte im Vergleich zum Vorjahr sind unvermeidlich. Umsatzschwächere Zeiten können von Delticom für die weitere Verbesserung der Kostenstruktur und die Durchdringung weniger saisonabhängiger Geschäftsfelder genutzt werden.

Delticom erweitert fortlaufend das Produktportfolio. Unsere modular aufgebaute, leicht skalierbare Infrastruktur lässt zudem eine schnelle Implementierung von weiteren Onlineshops zu, die speziell auf verschiedene Kundengruppen zugeschnitten sind. Darüber hinaus bieten sich für Delticom als E-Commerce-Unternehmen auch Chancen im Geschäft mit Dienstleistungen.

Regionale oder globale Überbestände entlang der Lieferkette können das Preisniveau belasten. Aufgrund wetterbedingter Nachfrageschwankungen können in der Lieferkette Überbestände anfallen. Dies führt unter Umständen zu Preisverwerfungen am Markt. Da der Kauf von Ersatzreifen nicht beliebig hinausgezögert werden kann, bereinigt sich in der Folgesaison die Lieferkette meist von selbst. Wir berücksichtigen im Einkauf das europaweite Gesamtangebot und bewerten regelmäßig Alternativen der Lager- und Preispolitik.

Durch ungünstiges Wetter kann es bei Delticom zum Aufbau von Überbeständen kommen. Wir beschaffen einen Teil der zuvor prognostizierten Absatzmengen vor der Saison und lagern die Reifen ein, um auch in Spitzenzeiten lieferfähig zu sein. Ein erheblicher Teil des Umsatzes wird mit eigener Lagerware erzielt. Bleibt der Umsatz aus, so bleibt die Ware gegebenenfalls liegen, mit dem Risiko der Überalterung.

Um das Risiko zu minimieren, werden die Bestände routinemäßig auf Überalterung geprüft. Ältere Reifen bieten wir - entsprechend gekennzeichnet - in den Onlineshops mit einem Preisabschlag an oder verkaufen sie im Großhandel. Auch aufgrund der langen Haltbarkeit von Reifen musste Delticom in den vergangenen Jahren keine Waren abschreiben. Liquiditätsrisiken bestehen nicht: Das Unternehmen verfügt über ausreichende Finanzmittel und kann zur Finanzierung von Teilen der Lagerbestände unterjährig eingeräumte Kreditlinien in Anspruch nehmen.

Die durchschnittliche Fahrleistung könnte aufgrund steigender Kraftfahrzeugkosten zurückgehen. Steigen die Kosten für den Betrieb eines Kraftfahrzeugs nachhaltig, dann schränken Autofahrer die Nutzung ein. Die Reifen nutzen sich in diesem Fall weniger ab, halten länger und der Kauf von Ersatzreifen verschiebt sich folglich. Einige Fahrzeughalter könnten den Kauf von Ersatzreifen sogar trotz gefährlich geringer Profiltiefe zusätzlich hinauszögern.

Die Nachfrage nach verschleißfesten Reifen könnte steigen. Dank neuer Innovation und Technologien werden zunehmend auch Reifen mit geringerem Abrieb angeboten. Hierdurch wird der Reifen langlebiger und der Ersatzzyklus steigt. Auf nassen oder winterlichen Straßen kommt es jedoch auf die richtige Gummimischung an, um eine optimale Sicherheit zu bieten. Wir gehen davon aus, dass Autofahrer hinsichtlich Sicherheit auch in Zukunft nur wenig Spielraum für Kompromisse sehen werden.

Die Nachfrage nach Elektroautos könnte steigen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden weltweit 1,2 Millionen Elektroautos zugelassen. Damit hat diese Zahl laut dem Electric Vehicle Index erstmals die Marke von einer Million überschritten. Etwa die Hälfte der neu zugelassenen E-Autos entfielen dabei auf den chinesischen Markt. In Europa ist die Nachfrage nach Elektroautos in 2017 um 39% auf 306.000 Neuzulassungen angestiegen. Wenngleich die Anzahl nach wie vor noch vergleichsweise gering ist, gehen Experten davon aus, dass der Anteil von Pkw mit alternativen Antriebsformen mittel- bis langfristig weiter zunehmen wird. Allerdings wird selbst im Falle steigender Neuzulassungszahlen alternativ betriebener Kraftfahrzeuge der Flottenbestand in Europa auch mittelfristig mehrheitlich mit Verbrennungsmotoren ausgestattet sein.

Dessen ungeachtet, wird sich der Automotive-Aftermarket langfristig dennoch verändern. So birgt der Trend zum Elektroauto das Risiko, dass die Nachfrage nach Produkten, welche direkt oder indirekt mit dem Verbrennungsmotor zu tun haben - wie beispielsweise Motorenöl, Bremsen und Auspuffanlagen - abnehmen wird. Gleichzeitig besteht aber die Chance, zukünftig spezielle Teile für Elektroautos zu verkaufen. Hinsichtlich der Frage, wie der Trend zu e-Autos langfristig die Ersatzreifennachfrage beeinflussen wird, sind sich Experten zum aktuellen Zeitpunkt noch uneins. Während manche Stimmen davon ausgehen, dass sich im Falle von Elektroautos der Abrieb und damit der Reifenverschleiß erhöhen wird, halten es Andere für ebenso wahrscheinlich, dass es Regelsysteme geben wird, die das Anfahren und Bremsen so sanft machen, dass es weniger Abrieb geben wird.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken

Die für die Reifenherstellung relevanten Rohstoffpreise können sich ändern. Ein wesentlicher Einflussfaktor für die Preisbildung ist die Entwicklung der Rohstoffpreise, insbesondere von Öl und Rohkautschuk. Preisänderungen bei den Rohmaterialien kommen in der Regel vier bis sechs Monate später in den Kalkulationen der Reifenhersteller zum Tragen und werden dann an die nachgelagerten Handelsstufen weitergegeben.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Preise über mehrere Quartale hinweg im Zuge belastender Marktentwicklungen verstärkt unter Druck geraten. Wir beobachten laufend die Inputfaktoren und richten uns in unserer Einkaufspolitik auf wahrscheinliche Preisänderungen ein. Zudem können wir in einem solchen Umfeld den Anteil des Streckengeschäfts am Umsatz erhöhen, um das Risiko weiter zu begrenzen.

Eine permanente Prozessoptimierung und die zunehmende Automatisierung von Geschäftsvorgängen bieten Delticom die Chance, ihre Kostenposition fortlaufend zu verbessern. Um diese Chance bestmöglich zu ergreifen, hat die Gesellschaft eine eigene Abteilung zum Prozessmanagement eingerichtet und eine unterstützende Software angeschafft, mit welcher die anstehenden Aufgaben bereichsübergreifend priorisiert werden.

Lieferanten können in wirtschaftliche Schieflage geraten. Das Risiko ist deshalb nur gering, weil wir als Händler ein breites Markenportfolio führen. Fällt ein Lieferant aus, dann beschaffen wir die Waren von einem Alternativlieferanten.

Wettbewerbsspezifische Risiken

Delticom operiert in einem Markt, der durch hohen Wettbewerb und niedrige Einstiegsbarrieren gekennzeichnet ist. Das Preisniveau und damit die erzielten Margen könnten durch Wettbewerbsdruck deutlich fallen.

Um die Größe von Delticom zu erreichen, müssen Wettbewerber jedoch erhebliche Barrieren überwinden. Gute Einstandspreise und eine schlanke Kostenbasis ermöglichen uns eine hohe Beweglichkeit im Preis. Die zunehmende Internationalisierung der Delticom streut das Risiko, da Preise meist nicht gesamteuropäisch, sondern nur in einzelnen Ländern unter Druck geraten.

Bei anhaltender Nachfrageschwäche kann es zum Preisverfall kommen.

Eine auf Dauer geringere Nachfrage könnte das Preisniveau belasten. Solch eine Entwicklung ist nicht sehr wahrscheinlich, der Schaden für das Unternehmen kann aber beträchtlich sein. Delticom verfügt aber über ein umfangreiches Sicherheitsnetz und ausreichend liquide Mittel, um auch einem fortgesetzten Preisverfall widerstehen zu können.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Unterhaltung eines Kraftfahrzeugs stellt häufig einen wesentlichen Kostenfaktor in der privaten Lebenshaltung dar. Sparanstrengungen könnten dazu führen, dass Autofahrer die Nutzung ihres Pkw einschränken. Hierdurch verlängert sich der Zeitraum bis zum nächsten Reifenkauf. Andererseits könnten sich die niedrigeren Neuzulassungszahlen mittelfristig positiv auf die Ersatzreifennachfrage für Gebrauchtwagen auswirken. Pkw-Halter in gut erschlossenen, urbanen Ballungsgebieten könnten sich in Zukunft auch vermehrt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zum Carsharing entschließen. Immer mehr Verbraucher suchen im Internet nach preisgünstigen Alternativen. Aufgrund der guten Positionierung der Delticom-Shops in den Suchmaschinen und unseres wettbewerbsfähigen Angebots sehen wir die Chance, dass Delticom auch zukünftig von einem verstärkten E-Commerce-Trend profitieren wird.

Personalrisiken

Durch ungeschultes Personal und mangelnde Überwachung von Kundenaufträgen kann es zu fehlerhafter Kundenbetreuung und Auftragsabwicklung kommen. Dies würde schnell zu einer hohen Kundenunzufriedenheit und somit zu einem erhöhten Umsatzrückgang führen. Die Mitarbeiter in den für die Kundenbetreuung zuständigen Operations-Centern werden regelmäßig durch Fachpersonal der Delticom geschult. Unabhängig von den Fachabteilungen sind Revisionsprozesse eingerichtet worden, um die Einhaltung vereinbarter Service-Level zu überprüfen und zu gewährleisten. Im Rahmen der Prüfung "S@ferShopping" untersucht der TÜV SÜD jährlich alle Prozesse und Systeme der Delticom auch hinsichtlich der Kundenfreundlichkeit.

Der Weggang von wertvollen Mitarbeitern kann den Geschäftserfolg beeinträchtigen. Die Gesellschaft ist in nicht unerheblichem Maße abhängig von Schlüsselpersonen in allen Bereichen des Unternehmens. Als Marktführer haben wir Know-how aufgebaut, das zu Wettbewerbern abwandern könnte. Wir berücksichtigen dieses Risiko in der Gestaltung der Arbeitsverträge und legen Wert auf leistungsabhängige Vergütungsbestandteile.

IT-Risiken

Die Geschäftstätigkeit von Delticom hängt in hohem Maße vom Funktionieren und der Stabilität komplexer IT-Systeme ab. Bei Delticom sind daher alle wichtigen IT-Systeme und Servicedienstleister redundant ausgelegt. Sollten Systeme oder Dienstleister IT-bedingt ausfallen, so gibt es immer mindestens eine Alternative, welche die Aufgaben übernimmt. Bei einem Ausfall unseres Rechenzentrums weichen wir auf ein Backup-Rechenzentrum aus.

Ein Notfallhandbuch mit einem umfangreichen Katalog von Eskalationsmaßnahmen hilft uns, im Ernstfall schnell und strukturiert zu reagieren.

Die Rechenzentren sind gegen unbefugten Zugang gesichert und verfügen über die notwendigen Vorkehrungen für den Brandschutz. Der Zugriff auf Systeme über das Internet wird durch Firewalls und weitere technische Maßnahmen abgesichert. Dabei orientieren wir uns an aktuellen Standards.

Delticom besitzt aus den IT-gestützten Geschäftsvorfällen sensible Informationen über Kunden, Partner und Lieferanten. Kunden ist der sorgfältige Umgang mit ihren persönlichen Informationen wichtig. In den Onlineshops klären wir unsere Kunden ausführlich über den Datenschutz auf. Wir gehen gewissenhaft mit diesen schutzwürdigen Daten um und berücksichtigen alle gesetzlichen Vorgaben. Strikte Regeln und umfangreiche technische Maßnahmen gewährleisten, dass Kundendaten nicht in fremde Hände kommen. Die IT-Sicherheit im Unternehmen wird von unabhängiger Seite regelmäßig geprüft.

Im Verhältnis zu unseren Lieferanten sind Konditionen der Beschaffung vertrauliche Informationen. Wir verlassen uns dabei nicht auf bloße Verfahrensanweisungen, sondern sichern die Bestandsführungs- und Pricing-Systeme mit technischen Zugangskontrollen ab.

Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten können sich negativ auf die Delticom-Gruppe auswirken. Um schon im Vorfeld hinsichtlich marken-, urheber-, vertrags- oder haftungsrechtlicher Fragen beraten zu sein, beschäftigt Delticom in der internen Rechtsabteilung Anwälte und arbeitet mit renommierten Kanzleien im In- und Ausland zusammen. Delticom betreibt in diesem Zusammenhang eine angemessene Rückstellungspolitik.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Delticom besitzt ein umfangreiches, gut integriertes und gut funktionierendes Risikofrüherkennungs- bzw. Risikomanagementsystem. Mögliche Risikopotenziale wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig erkannt und umgehend an den Vorstand gemeldet, so dass schnell gezielte Gegenmaßnahmen ergriffen werden konnten. Systeme und Prozesse im Bereich des Risikomanagements haben sich bewährt; sie werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Gegenwärtig können wir keine Einzelrisiken erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Gesamtsumme der Risiken stellt keine Gefahr für den Fortbestand der Delticom dar.

Rechnungslegungsbezogenes IKS und RMS

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (IKS) und Risikomanagementsystems (RMS) in Hinsicht auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB)

In Ergänzung zu den oben bereits getroffenen Aussagen zum Risikomanagement können die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess wie folgt beschrieben werden:

Organisation

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem erstreckt sich auf die Abteilungen Controlling, Recht, Rechnungswesen und Treasury, deren Verantwortungsbereiche innerhalb des Kontrollsystems eindeutig zugeordnet sind. Das Kontrollsystem erfasst alle erforderlichen Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsgemäßheit der Rechnungslegung zu sichern und die maßgeblichen rechtlichen Vorschriften einzuhalten.

Rolle des Vorstands und Aufsichtsrats

Der Vorstand ist für die Umsetzung und Einhaltung der gesetzlichen Regelungen verantwortlich. Er berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die finanzielle Gesamtlage der Delticom. Der Aufsichtsrat überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Vereinbarungsgemäß berichtet der Abschlussprüfer unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich aus der Abschlussprüfung ergeben.

Konzernrechnungslegung

Aufgrund des wesentlichen Gewichts der Delticom AG innerhalb des Konzerns ist der Rechnungslegungsprozess zentral organisiert. Das Konzernrechnungswesen der Delticom AG erstellt die Konzernabschlüsse gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS). Wir haben hierzu Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:

IT-gestützte Arbeitsabläufe

allgemeine Bilanzierungsgrundsätze und -methoden

Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Anhang, Lagebericht, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anforderungen, die sich aus der in der Europäischen Union geltenden Rechtslage ergeben

konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss

Konsolidierungskreis

Zusätzlich geben die Konzernrichtlinien konkrete Anweisungen, wie der KonzernVerrechnungsverkehr abgebildet, abgerechnet und entsprechende Salden abgestimmt werden.

IT-gestützte Arbeitsabläufe

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden mit Hilfe von IT-gestützten Arbeitsabläufen erfasst. Diese beinhalten ein Berechtigungskonzept, Prüfroutinen und Versionskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" kontrollieren wir die Prozesse auch softwaregestützt. Für die eigentlichen Berechnungen verwenden wir ein integriertes Buchhaltungs- und Konsolidierungssystem.

Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Delticom-Gruppe mit einem Gesamtjahresumsatz von 690 Mio. €, einhergehend mit einer Steigerung des EBITDA auf rund 14 Mio. €. Unser Ziel für das laufende Jahr ist es, vor dem Hintergrund des aktuellen Markumfelds und basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahre, die richtige Balance zwischen Umsatzwachstum und Profitabilität zu finden. Zudem werden wir in 2018 den Aufbau und die Marktetablierung der Start-Ups im Unternehmensportfolio vorantreiben, um den Kunden zukünftig zusätzliche Serviceleistungen anbieten zu können.

Prognosebericht

Gesamtjahresprognose 2017 - Begründung der Abweichungen

Immer mehr Verbraucher suchen nicht mehr nur nach dem preisgünstigsten Angebot, sondern richten ihre Kaufentscheidung zunehmend am richtigen Preis/Leistungsverhältnis aus. In den zurückliegenden zwei Jahren haben wir die Grundlagen dafür geschaffen, diesen Trend zukünftig online zu begleiten. Während wir im Geschäftsjahr 2016 die Preise insbesondere im Schlussquartal mit Blick auf unser Ergebnisziel für das Gesamtjahr gestaltet hatten, haben wir im abgeschlossenen Geschäftsjahr die Preise in den Onlineshops entsprechend unseres Ziels der Umsatz- und Absatzsteigerung zur Gewinnung von Marktanteilen im europäischen Reifenhandel adjustiert.

Neben einem Rückgang der Bruttomarge führte der Mengeneffekt im Umsatz im letzten Jahr zu einem Anstieg der volumenabhängigen Kosten, wie beispielsweise Transportkosten, Lagerhandling, Kundenservice. Die Auswirkungen auf die Gewinn-und Verlustrechnung lassen sich allerdings im Vorfeld nur unter hoher Unsicherheit vorhersagen, da das Wetter in den verschiedenen Ländern, lokale Wettbewerbsverhältnisse und Marktentwicklungen die Reifennachfrage maßgeblich beeinflussen. Diese und weitere externen Einflussfaktoren wirken sich auf den Länder-Mix im Umsatz und dementsprechend auch auf die Kostenentwicklung aus.

Mit einem Umsatz in Höhe von 667,7 Mio. €, eine Steigerung um 10,1 % gegenüber Vorjahr, haben wir unser zu Beginn des Geschäftsjahres formulierte Umsatzziel von 650 Mio. € übertroffen. Dieser Umsatzanstieg ging mit einer Steigerung des Absatzvolumens in einem durch Konsolidierung geprägten Marktumfeld einher. Vornehmlich aufgrund der aktiven Preisgestaltung insbesondere auch im Schlussquartal, liegt das im Geschäftsjahr 2017 erzielte EBITDA mit 9,3 Mio. € um 38,4 % unter Vorjahr (2016: 15,1 Mio. €). Damit haben wir unser ursprüngliches EBITDA-Ziel vom Jahresbeginn 2017 in Höhe von 16 Mio. € deutlich verfehlt. Neben den dargestellten Effekten belasteten zusätzlich Währungsverluste in Höhe von 1 Mio. € und Aufwendungen im Zusammenhang mit den im Aufbau befindlichen Start-Ups das operative Ergebnis der Delticom-Gruppe.

Zukünftige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Vor dem Hintergrund der zuletzt verbesserten konjunkturellen Rahmenbedingungen in den Industrie- und in den meisten Schwellenländern wird sich das weltweite Wirtschaftswachstum laut Experten auch in 2018 weiter fortsetzen. Führende Konjunkturforschungsinstitute hatten im Januar ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft angehoben. Zusätzlich zum derzeitigen Aufschwung in Europa und in Asien sollen von der Steuerreform in den USA positive Wachstumsimpulse ausgehen.

Für den Euroraum wird erwartet, dass das robuste Wachstum angesichts rückläufiger Arbeitslosigkeit, sinkender Haushaltsdefizite sowie zunehmender Investitionen in den Mitgliedsstaaten im laufenden Jahr stabil bleibt. Der offene Ausgang der Brexit-Verhandlungen, die mögliche Verschärfung geopolitischer Konflikte sowie die künftige Ausgestaltung der US-amerikanischen Handelspolitik mit möglichen protektionistischen Tendenzen könnten allerdings für Unsicherheiten sorgen und die Konsumstimmung künftig beeinträchtigen.

Nachdem die deutsche Wirtschaft den Schwung des vergangenen Jahres mitnehmen konnte und mit einer starken Dynamik ins neue Jahr gestartet ist, rechnen Volkswirte auch 2018 hierzulande mit einem Konjunkturboom. Die Binnenkonjunktur wird auch künftig eine wichtige Säule der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sein. Dank sinkender Arbeitslosenzahlen und steigender Löhne dürfte darüber hinaus der private Konsum erneut zu einer wichtigen Wachstumsstütze werden.

Zukünftige branchenspezifische Entwicklungen

E-Commerce

Der Trend Richtung E-Commerce wird auch künftig weiter zunehmen. Ein Drittel der Weltbevölkerung hat bereits Zugang zum Internet. Allein in Europa ist die Internetpenetration in den letzten 5 Jahren um 13,0 % gewachsen. Wenngleich derzeit im Onlinehandel nahezu noch alle Warengruppen wachsen, gibt es gleichwohl Unterschiede hinsichtlich der Wachstumsdynamik. Während nach Meinung von Experten in einzelnen Branchen erste Sättigungstendenzen auszumachen sind, verzeichnen insbesondere Nachzügler mit derzeit noch geringem Onlineanteil hohe Wachstumsraten.

Für den heimischen Onlinehandel erwartet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) 2018 einen Zuwachs um 9,3 % auf rund 63,9 Mrd. €. Das Marktforschungsinstitut IFH Köln rechnet damit, dass der Onlineumsatz hierzulande bis 2021 voraussichtlich auf 80,4 Mrd. € steigen wird.

Automotive

Der Pkw-Ersatzreifenmarkt in Deutschland verzeichnete 2017 ein leichtes Absatzplus von 0,6 %. Für das laufende Jahr rechnet der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) ebenfalls mit einer leichten Steigerung um 0,7 %. Die Onlinepenetration im Ersatzreifengeschäft liegt derzeit schätzungsweise bei ca. 13 %. Marktexperten gehen davon aus, dass dieser Anteil bis 2020 auf 15 bis 20 % steigen könnte.

Auch im Bereich der Autoersatzteile und -zubehör steigt zunehmend die Bereitschaft, diese Produkte über das Internet zu erwerben. Gemäß einer aktuellen Studie hat allein in Deutschland der Anteil an Onlinekäufern im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 % zugenommen. Gemäß dem aktuellen AutoTeileOnlineMonitor, mit dem Forscher seit einigen Jahren die Entwicklung des E-Commerce im Automotive Aftersales beobachten, verändert die zunehmende Digitalisierung und der anhaltende E-Commerce-Trend die tradierten Kundenbeziehungen im Automotive Aftersales nachhaltig. Immer mehr Autofahrer lösen den Teilekauf aus ihrem Werkstattbesuch heraus und führen den Einkauf von Autoteilen im Bedarfsfall selbstständig durch.

Der Gesamtumsatz mit gebrauchten Pkw lag 2017 hierzulande laut eines Berichts der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) bei 82,1 Mio. €. Auch in diesem Bereich wird das Internet als Informations- und Einkaufsquelle zunehmend wichtiger: Rund 70 % der heimischen Gebrauchtwagenkäufer informieren sich vor dem Autokauf vorab online.

eFood & Logistik

In Deutschland soll der Umsatz im Einzelhandel nach Aussage des Handelsverbands Deutschland (HDE) 2018 um 2 % auf € 523,1 Mrd. steigen. Bei einem Umsatz von fast € 200 Mrd. mit Lebensmitteln beträgt der Onlineanteil hierzulande zurzeit noch weniger als 2 %. Experten halten ein Wachstum im Online-Lebensmittelhandel dank der zunehmenden Akzeptanz bei den Verbrauchern in den kommenden Jahren für sehr wahrscheinlich. So planen laut einer aktuellen Studie 40 % der deutschen Konsumenten, in den nächsten 12 Monaten Lebensmittel online zu kaufen.

Derzeit bereiten den Onlineanbietern von Lebensmitteln vor allem die Logistik der Lieferungen und die damit verbundenen Kosten noch Schwierigkeiten. Branchenexperten gehen davon aus, dass das Rennen um die Gunst der Kunden solche Anbieter gewinnen, die Distributions- und Datenexpertise optimal miteinander verbinden. Delticom verfügt über langjähriges E-Commerce Know-How. Zudem betreibt die Gesellschaft ein weitestgehend automatisiertes und hocheffizientes Kleinteilelager und stellt ihren Kunden im Bereich der effizienten ECommerce-Logistik ein umfangreiches Produkt- und Serviceangebot zur Verfügung.

Prognose 2018

Umsatz

Von der zunehmenden Bedeutung des Internets als Vertriebskanal wird Delticom - Europas führender Online-Händler für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet der effizienten Lagerlogistik - auch zukünftig profitieren. Im laufenden Geschäftsjahr wollen wir in Anlehnung an das aktuelle Marktumfeld und basierend auf den Erfahrungen der letzten zwei Jahre, die Balance zwischen Umsatzwachstum und Profitabilität feinjustieren und die Markte-tablierung der Start-ups im Unternehmensportfolio weiter vorantreiben, um unseren Kunden zukünftig zusätzliche Serviceleistungen anbieten zu können. Zum aktuellen Zeitpunkt planen wir für das laufende Jahr mit einem Konzernumsatz von 690 Mio. €.

Positive Neukundenentwicklung

Dank ihres Multi-Shop-Ansatzes spricht die Delticom-Gruppe verschiedene Kundengruppen an und erfüllt damit die unterschiedlichen Anforderungen der Onlinekäufer. Darüber hinaus erschließen wir zunehmend auch weitere Onlinevertriebskanäle zur Gewinnung zusätzlicher Käuferschichten. Aufgrund unseres erweiterten Produkt- und Serviceangebots und unserer internationalen Ausrichtung gehen wir davon aus, auch im laufenden Geschäftsjahr mehr als 1 Mio. Neukunden von unseren Produkten und Preis- / Leistungsangeboten überzeugen zu können.

Wiederkäufer

Seit Unternehmensgründung haben mehr als 12,2 Millionen Kunden in einem unserer Onlineshops eingekauft. Wir rechnen für das laufende Geschäftsjahr damit, einen Teil dieser über die letzten Jahre gewonnenen Kunden erneut in einem unserer Onlineshops begrüßen zu dürfen, und planen dementsprechend auch für das laufende Geschäftsjahr mit einer Steigerung unserer Wiederkäufer-zahlen gegenüber Vorjahr.

EBITDA

Der Aufbau und die Marktetablierung der Start-Ups wird auch in diesem Jahr das Ergebnis der Delticom-Gruppe belasten. Allerdings werden wir unser Kern-Automotivegeschäft im laufenden Jahr wieder stärker als in 2017 an unseren Ergebniszielen ausrichten und gleichzeitig die Automatisierung im Unternehmen zur Kostensenkung weiter vorantreiben. Für das laufende Jahr rechnen wir für den Konzern dementsprechend mit einer Steigerung des EBITDA auf rund 14 Mio. €.

Investitionen

Für das laufende Jahr planen wir, in die Erweiterung und technische Ausstattung unserer Lagerinfrastruktur zu investieren. Darüber hinaus werden wir auch Softwareinvestitionen tätigen. Die Höhe der Investitionen im Gesamtjahr soll sich auf Vorjahresniveau bewegen.

Liquidität

Entsprechend unserer Umsatzplanung für das laufende Jahr werden wir in den kommenden Quartalen den Lageraufbau bzw. -abbau gestalten. Zum Jahresende hin sollten sich Cashflow und Liquidität ähnlich wie im abgeschlossenen Geschäftsjahr entwickeln.

Mittelfristiger Ausblick

Vernetzung

Experten sind sich einig darüber, dass die digitale Vernetzung von Menschen, Maschinen, Logistik und Produkten - auch Industrie 4.0 genannt - unaufhaltsam auf dem Vormarsch ist. Dank unserer Start-Ups können wir unseren Kunden nicht nur zusätzliche Serviceleistungen anbieten, sondern richten uns frühzeitig auf die zunehmende Bedeutung von miteinander verknüpften Einkaufskanälen aus, um auch zukünftig die Kundenanforderungen bestmöglich zu erfüllen.

Digitalisierung

Die zunehmende Digitalisierung führt dazu, dass sich ein großer Teil der Informationsbeschaffung hinsichtlich autonaher Produkte in Richtung online verlagert. Folglich wird auch der Onlinekauf autonaher Produkte weiter zunehmen. In den kommenden 5-10 Jahre werden nach Meinung von Experten verschiedene Trends den Automotive-Aftermarket wesentlich verändern. So gehen Branchenexperten beispielsweise davon aus, dass der laufende Konsolidierungsprozess weiter anhalten wird. Anbieter im Automotive-Aftermarket streben sowohl hinsichtlich des Zugangs zum Kunden als auch in Hinblick auf das Einkaufsvolumen das Erreichen einer kritischen Masse an, um auch zukünftig von Größenvorteilen zu profitieren. Big data und moderne Analyseverfahren gewinnen hierbei eine immer größere Bedeutung.

Delticom hat sich frühzeitig auf die anstehenden Veränderungen in ihrem Automotive-Kerngeschäft eingestellt. Um auch zukünftig von Größenvorteilen profitieren zu können, werden wir in den kommenden Jahren unsere Marktposition im europäischen Online-Automotive-Aftermarket weiter ausbauen. Das sich verändernde Online-Einkaufsverhalten der Verbraucher und aktuelle Markttrends behalten wir dabei stets im Blick.

Neue Geschäftsfelder

Darüber hinaus wird Delticom ihre Marktposition im Bereich eFood- und Logistik in den kommenden Jahren festigen und weiter ausbauen, um die zunehmende Vernetzung von Menschen, Maschinen, Logistik und Produkten zu beschleunigen und sich frühzeitig im Bereich E-Commerce in solchen Produktbereichen zu etablieren, in denen die Onlinepenetration heute noch vergleichsweise gering ist. Aufgrund ihrer soliden Bilanz, ihrer langjährigen Erfahrung im E-Commerce und ihrer marktführenden Stellung im europäischen Online-Reifenhandel ist Delticom für weiteres Wachstum bestens gerüstet.

Konzernabschluss

der Delticom AG

Konzern Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in Tausend € Anhang 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Umsatz (1) 667.712 606.586
Sonstige betriebliche Erträge (2) 25.827 20.619
Gesamtleistung 693.539 627.205
Materialaufwand (3) -530.311 -466.106
Rohertrag 163.228 161.099
Personalaufwand (4) -10.916 -10.057
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (5) -7.237 -7.847
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) -143.039 -135.982
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 2.036 7.213
Finanzaufwand -539 -632
Finanzertrag 160 22
Finanzergebnis (netto) (7) -379 -610
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.657 6.604
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8) -539 -2.149
Konzernergebnis 1.118 4.455
davon entfallen auf:
Anteile in Fremdbesitz -342 -278
Gesellschafter des Mutterunternehmens 1.460 4.733
unverwässertes Ergebnis je Aktie (9) 0,09 0,36
verwässertes Ergebnis je Aktie (9) 0,09 0,36

Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend € 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Konzernergebnis 1.118 4.455
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen des Geschäftsjahres
Wertänderungen, die künftig über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Veränderungen aus der Währungsumrechnung -391 56
Net Investment Hedge Reserve
Zeitwertänderungen direkt im Eigenkapital erfasst -37 53
Latente Steuern auf Net Investment Hedge Reserve 11 -17
Summe der erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen -413 92
Gesamtergebnis der Periode 705 4.547
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis -451 -236
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.156 4.783

Konzernbilanz

Aktiva

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in Tausend € Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 79.364 78.298
Immaterielle Vermögenswerte (10) 57.073 58.998
Sachanlagen (11) 17.346 14.758
Finanzanlagen 201 247
nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 197 246
sonstige Finanzanlagen 4 2
Latente Steueransprüche (12) 4.303 3.796
Sonstige langfristige Forderungen (13) 441 499
Kurzfristige Vermögenswerte 122.992 104.967
Vorräte (14) 79.811 62.746
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 24.364 20.425
Sonstige Vermögenswerte (16) 14.786 12.567
Ertragsteuerforderungen (17) 150 2.543
Flüssige Mittel (18) 3.881 6.686
Summe Vermögenswerte 202.356 183.264

Passiva

in Tausend € Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital 52.940 58.471
Eigenkapital der Anteilseigner der Delticom AG 52.355 57.351
Gezeichnetes Kapital (19) 12.463 12.463
Kapitalrücklage (20) 33.739 33.739
Aktienoptionsprogramm (19) 71 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge (21) 231 647
Gewinnrücklagen (22) 200 200
Konzernbilanzgewinn (23) 5.651 10.302
Anteile von Minderheiten am Eigenkapital 585 1.120
Summe Schulden 149.415 124.793
Langfristige Schulden 9.006 10.340
Langfristige Finanzschulden (24) 7.312 7.188
Langfristige Rückstellungen (25) 317 341
Latente Steuerverbindlichkeiten (26) 961 2.811
Andere langfristige Verbindlichkeiten 416 0
Kurzfristige Schulden 140.408 114.453
Steuerrückstellungen (25) 1.041 1.516
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (25) 599 641
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27) 114.392 89.003
Kurzfristige Finanzschulden (24) 8.009 12.700
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (29) 16.367 10.594
Summe Eigenkapital und Schulden 202.356 183.264

Konzernkapitalflussrechnung

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in Tausend € 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) 2.036 7.213
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 7.237 7.847
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -66 -455
Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus Anlagenabgängen 0 11
Veränderung der Vorräte -17.065 1.460
Veränderungen der Forderungen aLuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.600 148
Veränderungen der Verbindlichkeiten aLuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 31.659 7.506
Erhaltene Zinsen 160 22
Gezahlte Zinsen -539 -632
Gezahlte Ertragsteuern -3.438 -3.396
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 15.384 19.724
Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 0 22
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -4.312 -551
Auszahlungen für Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte -3.086 -2.533
Auszahlung für den Erwerb konsolidierter Tochterunternehmen (abzüglich erworbener liquider Mittel) 0 -19.858
Cashflow aus Investitionstätigkeit -7.398 -22.920
Gezahlte Dividenden der Delticom AG -6.232 -6.232
Aufnahme von Finanzschulden 5.000 8.500
Tilgung von Finanzschulden -9.567 -3.754
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -10.799 -1.486
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands 8 -116
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 6.686 11.484
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -2.813 -4.682
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 3.881 6.686

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in Tausend € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungs-
umrechnungs-
rücklage
Net Investment Hedge Reserve Aktienoptionsplan Gewinnrücklagen
Stand am 1. Januar 2016 11.945 25.372 550 5 0 200
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 518
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 8.367
Gezahlte Dividende
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 56 36
Gesamtergebnis nach Steuern 56 36
Stand am 31. Dezember 2016 12.463 33.739 606 41 0 200
Stand am 1. Januar 2017 12.463 33.739 606 41 200
Gezahlte Dividende
Aktienoptionen 0 71
Ausgleich des Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -391 -25
Gesamtergebnis nach Steuern -391 -25
Stand am 31. Dezember 2017 12.463 33.739 215 16 71 200
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in Tausend € Konzernbilanzgewinn Summe Anteile in Fremdbesitz Summe Eigenkapital
Stand am 1. Januar 2016 11.844 49.916 1.355 51.271
Stückaktien aus Kapitalerhöhung 518 518
Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Aktien 8.367 8.367
Gezahlte Dividende -6.232 -6.232 -6.232
Konzernergebnis 4.733 4.733 -278 4.455
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -42 50 42 92
Gesamtergebnis nach Steuern 4.691 4.783 -236 4.547
Stand am 31. Dezember 2016 10.303 57.352 1.119 58.471
Stand am 1. Januar 2017 10.303 57.352 1.119 58.471
Gezahlte Dividende -6.232 -6.232 -6.232
Aktienoptionen 71 0 71
Ausgleich des Unterschiedsbetrags aus dem Erwerb von Minderheitenanteilen 8 8 -83 -75
Konzernergebnis 1.460 1.460 -342 1.118
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 112 -304 -109 -413
Gesamtergebnis nach Steuern 1.572 1.156 -451 705
Stand am 31. Dezember 2017 5.651 52.355 585 52.940

Konzernanhang

der Delticom AG

Allgemeine Angaben

Die Delticom AG (nachfolgend "AG" genannt) ist die Muttergesellschaft des Delticom-Konzerns (nachfolgend "Delticom" genannt). Die AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover mit der Registernummer HRB58026 eingetragen. Die Anschrift der AG lautet 30169 Hannover, Brühlstraße 11, Deutschland.

Delticom ist Europas führendes E-Commerce-Unternehmen für Reifen und Autozubehör sowie Spezialist im eFood und Experte auf dem Gebiet effizienter Lagerlogistik. Die Produktpalette für Privat- und Geschäftskunden umfasst allein im Reifengeschäft mehr als 100 Marken und über 25.000 Modelle von Reifen für Pkw, Motorräder, Lkw, Nutzfahrzeuge und Busse sowie Kompletträder. Kunden können die bestellten Produkte zur Montage auch zu einem der weltweit über 43.000 Servicepartner der Delticom AG schicken lassen. Über 300.000 Autoteile und Zubehörartikel, darunter Motorenöle, Schneeketten oder Batterien, runden das Angebot ab. Mit dem Einstieg in den Online-Gebrauchtwagenhandel wurde das Angebot im Bereich Automotive vervollständigt. Damit hat sich die Delticom AG in diesem Bereich von einem klassischen Onlinehändler zu einem Online-Lösungsanbieter entwickelt. Im Bereich eFood bietet die Delticom AG ein umfassendes Sortiment aus rund 20.000 verschiedenen Lebensmitteln an.

Das Unternehmen ist weltweit in 72 Ländern tätig. Dazu gehören insbesondere die Länder der EU, aber auch andere europäische Staaten wie die Schweiz und Norwegen. Außerhalb Europas setzt Delticom den vertrieblichen Schwerpunkt in den USA.

Die Gesellschaft erlöst einen wesentlichen Umsatzanteil mit dem Verkauf eigener Lagerware. Durch den zeitlich versetzten Einkauf und die Lagerung von Reifen ist Delticom jederzeit lieferfähig und kann gute Margen erzielen. Im Geschäft mit fremder Ware verkauft das Unternehmen auch Produkte aus den Lagern von Herstellern und Großhändlern. Solche Waren werden entweder direkt vom Lieferanten zum Kunden geliefert oder durch Paketdienste im Auftrag von Delticom zugestellt.

In den Onlineshops wird den Kunden die gesamte, über beide Vertriebswege lieferbare Produktpalette einheitlich präsentiert. Hotlines in der jeweiligen Landessprache und das weltweite MontagepartnerNetz gewährleisten eine hohe Servicequalität.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 20.03.2018 durch den Vorstand freigegeben. Der Konzernabschluss wird offengelegt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht, um ihn dort bekanntmachen zu lassen.

Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Delticom AG stellt gemäß § 315e HGB einen befreienden Konzernabschluss nach IFRS auf.

Der Konzernabschluss von Delticom für das Geschäftsjahr 2017 wurde nach den aufgrund der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 am Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des International Accounting Standards Board (IASB) auf der Grundlage des Prinzips historischer Anschaffungskosten (mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden) erstellt. Die Anforderungen der angewandten Standards und Interpretationen (SIC/IFRIC) wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Delticom.

Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (EUR) aufgestellt. Sie ist funktionale Währung und Berichtswährung der Delticom. Sofern nichts anderes angegeben ist, erfolgen die Betragsangaben im Anhang grundsätzlich in Tausend Euro (Tsd. €).

Standards, die im Berichtsjahr zum ersten Mal angewendet wurden (Angabepflicht nach IAS 8.28):

Änderungen an IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste

Die vom IASB veröffentlichten Änderungen wurden mit Verkündung im Amtsblatt der EU am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2017 verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen an IAS 12 beinhalten Klarstellungen zur Frage des Ansatzes aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen aus unrealisierten Verlusten.

Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung - Angabeninitiative

Die vom IASB veröffentlichten Änderungen wurden mit Verkündung im Amtsblatt der EU am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2017 verpflichtend anzuwenden. Durch die Änderungen an IAS 7 sind Unternehmen künftig verpflichtet, erweiterte Angaben zur Entwicklung derjenigen Fremdkapitalposten der Bilanz während der Berichtsperiode zu machen, bei denen verbundene Zahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wurden oder zukünftig auszuweisen sind. Entsprechende Angaben sind auch zur Entwicklung des Bilanzwerts finanzieller Vermögenswerte zu machen, bei denen verbundene Zahlungen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auszuweisen sind.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS 2014 - 2016

Die im Dezember 2016 vom IASB veröffentlichten Regelungen aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt wurden mit Verkündung im Amtsblatt der EU am 8. Februar 2018 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2017 (IFRS 12) bzw. 1. Januar 2018 (IFRS 1 und IAS 28) verpflichtend anzuwenden. Die Regelungen aus dem jährlichen Verbesserungsprojekt enthalten die Änderungen an den IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28. Durch die Änderungen werden Anpassungen von Formulierungen zur Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht. Darüber hinaus gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf die Bilanzierung, den Ansatz, die Bewertung sowie Anhangangaben.

Die Annahme dieser Änderungen hat keine Auswirkungen auf die in früheren Perioden erfassten Beträge.

Die Änderungen zu IAS 7 erfordern die Angabe von Änderungen in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit, siehe dazu Erläuterungen unter Sonstige Angaben.

Standards, die noch nicht von der EU übernommen worden:

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Standard / Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU-Kommission am 31.12.17 voraussichtliche Auswirkungen
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015-2017 01.01.19 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.19 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRIC 22 Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen 01.01.18 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 01.01.18 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.21 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRIC 23 Bilanzierung von Steuerrisiko-Positionen 01.01.19 nein keine wesentlichen Auswirkungen

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Standard - IFRS 9 Finanzinstrumente

Der am 24. Juli 2014 vom IASB veröffentlichte Standard ist ein dreiphasiges Projekt zur Ersetzung von "IAS 39 - Financial Instruments: Recognition and Measurement" und wurde mit Verkündung im Amtsblatt der EU am 22. November 2016 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden. Der Standard regelt die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, die Bilanzierung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Delticom hat ihre finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten überprüft und erwartet folgende Auswirkungen aus der Einführung des neuen Standards zum 1. Januar 2018:

Aus den neuen Klassifizierungsvorschriften werden keine Effekte für Delticom erwartet. Auf der Aktivseite bestehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bereits bisher eingangs zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Ebenso auf der Passivseite die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Termingeschäfte und Optionen, welche der Absicherung gegen Kursrisiken dienen, werden bisher als "held-for-trading" klassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Künftig werden diese in die "Fair value through profit and loss"-Kategorie eingeordnet und weiterhin erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Das neue Wertminderungsmodell erfordert die Erfassung von Wertminderungsrückstellungen auf Basis von erwarteten Kreditverlusten (expected credit losses - ECL) anstatt nur tatsächlich angefallener Kreditverluste, wie dies nach IAS 39 der Fall ist. Das neue Wertminderungsmodell nach IFRS 9 ist inbesondere relevant für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche in der Regel kurzfristig sind und demzufolge keine wesentliche Zinskomponente enthalten. Demnach kann das vereinfachte Wertminderungsverfahren nach IFRS 9 Anwendung finden, in dem der erwartete Verlust bei einer Forderungslaufzeit von unter 12 Monaten dem erwarteten Verlust entspricht.

Aus der Anwendung des IFRS 9 werden sich erweiterte Anhangangaben ergeben. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden.

Die Erstanwendung erfolgt retrospektiv.

Standard - IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der neue Standard für die Erfassung von Umsatzerlösen ersetzt IAS 18, der Verträge für Waren und Dienstleistungen abdeckt, und IAS 11, der Fertigungsaufträge abdeckt. Nach dem neuen Standard wird der Umsatz erfasst, wenn die Kontrolle über eine Ware oder Dienstleistung auf einen Kunden übergeht.

Entscheidend ist nicht mehr die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken, wie noch nach den alten Regelungen des IAS 18 "Umsatzerlöse". Das neue Modell sieht zur Ermittlung der Umsatzrealisierung ein fünfstufiges Schema vor, wonach zunächst der Kundenvertrag und die darin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind. Anschließend ist der Transaktionspreis des Kundenvertrags zu ermitteln und auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen.

Abschließend ist nach dem neuen Modell für jede Leistungsverpflichtung Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises zu realisieren, sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde bzw. der Kunde die Verfügungsmacht darüber erlangt hat. Hierbei ist anhand vorgegebener Kriterien zwischen zeitpunktbezogenen und zeitraumbezogenen Leistungserfüllungen zu unterscheiden. Es sind erweiterte Angaben im Anhang zu machen, die den Abschlussadressaten informativere und relevantere Informationen zur Verfügung stellt.

Das Management hat festgestellt, dass sich aufgrund des Geschäftsmodells von Delticom keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung des neuen Standards ergeben. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden.

Delticom wird die Erstanwendung wie folgt durchführen: Beibehaltung der früheren Beträge, die nach den zuvor geltenden Standards berichtet wurden, und Erfassung der kumulierten Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 als Anpassung des Anfangssaldos des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstanwendung (Beginn der laufenden Berichtsperiode).

Standard - IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der am 13. Januar 2016 vom IASB veröffentlichte Standard ersetzt die bisherigen Standards und Interpretationen zu Leasingverhältnissen "IAS 17", "IFRIC 4", "SIC-15" und "SIC-27" und wurde mit Verkündung im Amtsblatt der EU am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwenden.

Insbesondere für Leasingnehmer erfordert der neue Standard einen vollkommen neuen Ansatz für die bilanzielle Abbildung von Leasingverträgen. War nach IAS 17 für die bilanzielle Erfassung eines Leasingverhältnisses beim Leasingnehmer die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken am Leasingobjekt entscheidend, so ist künftig grundsätzlich jedes Leasingverhältnis beim Leasingnehmer als Finanzierungsvorgang in der Bilanz abzubilden. Für Leasinggeber sind die Bilanzierungsvorschriften insbesondere im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Klassifizierung von Leasingverhältnissen dagegen weitgehend unverändert geblieben. Im Detail ergeben sich jedoch Unterschiede z.B. bei Unterleasingverhältnissen und Sale- und Leaseback-Transaktionen.

Das Management analysiert aktuell die Auswirkungen des neuen Standards. Im Konzern bestehen umfangreiche Verträge aus Operating Leasing, weshalb Delticom von einer deutlichen Auswirkung auf die Bilanzsumme und das EBITDA ausgeht. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden.

Delticom wird den kumulativen Anpassungseffekt im Zeitpunkt der Erstanwendung als Buchung im Eigenkapital zu Beginn des Geschäftsjahres der Erstanwendung erfassen.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Delticom AG als Obergesellschaft vierzehn inländische und neun ausländische Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss vollkonsolidiert wurden.

Der Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften hat sich im Berichtszeitraum 2017 nicht geändert.

Darüber hinaus hält Delticom an der in 2015 neu gegründeten OOO Delticom Russland, Moskau, Russland 49 % der Anteile. Sie wird gemäß der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf eine Angabe der zusammengefassten Finanzinformationen wird aufgrund von Unwesentlichkeit verzichtet.

Folgende Gesellschaften wurden bisher aufgrund der geringen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage nicht konsolidiert, sondern als Finanzinstrument nach IAS 39 bilanziert:

Tirendo Netherlands B. V., Den Haag (Niederlande)

Tirendo Switzerland GmbH, Zug (Schweiz)

Tirendo Poland Sp. z . o. o., Warschau (Polen)

In 2017 wurden alle oben genannten Tochterfirmen liquidiert.

Konsolidierungsmethoden

Tochterunternehmen sind alle wesentlichen Unternehmensbeteiligungen, bei denen die AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang der Minderheitsanteile.

Der Überschuss der übertragenen Gegenleistungen des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die übertragenen Gegenleistungen geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Grundlage für den Konzernabschluss bilden die nach einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses.

Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinszahlungen und weitere Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebniswirksam bereinigt. Minderheitenanteile am Eigenkapital und am Ergebnis von Tochtergesellschaften, die vom Mutterunternehmen nicht kontrolliert werden, werden separat ausgewiesen.

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3

Identifizierbare und ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten eines erworbenen Unternehmens werden grundsätzlich mit ihrem Fair Value zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Verbleibende Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem erworbenen Nettovermögen werden als Goodwill bilanziert.

Akquisition der eFood- und Logistikgesellschaften in 2016

Die efood- und Logistikgesellschaften, die 2016 erworben wurden, sind vollständig in die E-Commerce-Aktivitäten des Konzerns integriert worden.

Der Erwerb der Unternehmen ist Teil unserer E-Commerce-Entwicklungsstrategie, wodurch Delticom ihre Logistikkompetenz ausbaut und nunmehr in der Lage ist, kleinteilige Waren effizient zu vermarkten. Darüber hinaus wurden mit Gourmondo weitere Produktgruppen hinzugewonnen. Die Unternehmen sind bisher in Deutschland, Österreich und Holland tätig, wobei eine weitere Internationalisierung geplant ist. Der Erwerb der efood- und Logistikgesellschaften war Teil der Diversifikationsstrategie des Ecommerce Business.

Im Geschäft mit eFood und Logistikdienstleistungen wurde der Umsatz im Berichtszeitraum um 26.2% gesteigert.

Akquisition AutoPink in 2016

Bei AutoPink handelt es sich um einen in Frankreich beheimateten Onlineanbieter für Gebrauchtwagen. In 2017, dem ersten vollen Aktivitätsjahr von Autopink innerhalb der Delticom-Gruppe, hat das Unternehmen mit einem einstelligen Millionenbetrag zum Konzernumsatz beigetragen.

Segmentberichterstattung

Delticom ist ein Ein-Segment-Unternehmen: Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Onlineverkauf von Reifen, Autozubehör, Gebrauchtwagen, Lebensmitteln sowie in der Erbringung von Logistikdienstleistungen. Im E-Commerce werden Waren an Händler, Werkstätten und Endverbraucher über 453 Onlineshops und-vertriebsplattformen in 72 Ländern vertrieben. Steuerungsgrößen sind Umsatz

und EBITDA auf Gesamtkonzern-Ebene. Weitere Geschäftsfelder neben E-Commerce, die separat berichtspflichtige Segmente darstellen könnten, gibt es nicht.

Die von der Geschäftsführung bewerteten Wirtschaftsindikatoren werden im Konzernabschluss aufgrund der ähnlichen wirtschaftlichen Merkmale des Onlinehandels zusammengefasst.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der AG und deren Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In der Bilanz werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Kurses am Bilanzstichtag angesetzt, wobei die eingetretenen Gewinne und Verluste ergebniswirksam erfasst werden.

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds entspricht, in dem das Unternehmen operiert (funktionale Währung).

Zur Delticom gehörende ausländische Gesellschaften sind grundsätzlich selbstständige Teileinheiten, deren Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet werden.

Alle Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit dem historischen Kurs angesetzt. Die Positionen der Gewinn-und-Verlustrechnung werden mit dem gewichteten Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen im Eigenkapital erfasst und verbleiben dort bis zum Abgang des betreffenden Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis.

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Land Mittelkurs zum Bilanzstichtag 1 € = gewichteter Jahresdurchschnittskurs 1 € =
Großbritannien 0,8879 GBP 0,8765 GBP
USA 1,1980 USD 1,1296 USD
Rumänien 4,6570 RON 4,5690 RON
Russland 69,1565 RUB 65,8922 RUB

Schätzungen und Annahmen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Der jeweiligen Schätzung zugrunde liegende Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt der Kenntnisgabe erfolgswirksam berücksichtigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierung von Erwerben

Als mögliche Folge von Akquisitionen werden Firmenwerte in der Bilanz des Konzerns ausgewiesen. Bei der Erstkonsolidierung eines Erwerbs werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten am Erwerbsstichtag angesetzt. Eine der wesentlichsten Schätzungen bezieht sich dabei auf die Bestimmung der zum Erwerbsstichtag jeweils beizulegenden Zeitwerte dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Grundstücke, Gebäude und Geschäftsausstattung werden in der Regel auf Basis unabhängiger Gutachten bewertet, während marktgängige Wertpapiere zum Börsenpreis angesetzt werden. Falls immaterielle Vermögenswerte identifiziert werden, wird in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes und der Komplexität der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf das unabhängige Gutachten eines externen Bewertungsgutachters zurückgegriffen. Diese Bewertungen sind eng verbunden mit den Annahmen, die das Management bezüglich der künftigen Wertentwicklung der jeweiligen Vermögenswerte sowie des anzuwendenden Diskontierungszinssatzes getroffen hat.

Im Berichtsjahr waren keine Erwerbe vorhanden.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows.

Für die Ermittlung des erzielbaren Betrages legt Delticom den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zugrunde. Basis für die Bewertung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten (fair value less costs of disposal) ist die vom Management erstellte Planung für das Delticom-Kerngeschäft. Diese Planung basiert auf der Annahme, dass E-Commerce im Reifenhandel in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnt. Die Möglichkeit eines weiter zunehmenden Wettbewerbs wurde für die Erwartungen hinsichtlich Umsatz- und Ergebnisentwicklung ebenfalls berücksichtigt.

Die Planung basiert ferner auf den Annahmen, dass Delticom die Position als Europas führender OnlineReifenhändler weiter behaupten wird und die Kostenstruktur durch zusätzliche Automatisierungen und Outsourcing schlank bleibt. Die Planungsperiode erstreckt sich auf einen Zeitraum von 5 Jahren. Hierbei werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst.

Das Management geht davon aus, dass die zur Berechnung des erzielbaren Betrags verwendeten Annahmen, insbesondere im Zusammenhang mit Konjunktureinflüssen, Margen und Umsatzwachstum, angemessen sind. Die verwendeten Inputfaktoren sind aus Marktdaten abgeleitet (Level 2 der Fair-value-Hierarchie). Veränderungen dieser Annahmen könnten zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen würde.

Für die Bewertung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes wurde ein Diskontierungszinssatz nach Steuern von 7,2 % sowie ein Wachstumsabschlag von 1,0 % angewendet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten zuzüglich der Kosten für die Versetzung in einen nutzungsbereiten Zustand aktiviert und werden, sofern sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind zu Herstellungskosten angesetzt. Sie werden ebenfalls linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen. Kosten, die mit der Aufrechterhaltung von Software verbunden sind, werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
Internet Domains 3-20
EDV-Software 3-10
Kundenbeziehungen 5-10
Marken 5-10
Vertriebs,- und ähnliche Rechte 2

Das Sachanlagevermögen ist zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich direkt zurechenbarer Anschaffungsnebenkosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Rabatte, Boni und Skonti werden vom Kaufpreis abgezogen. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.

Die Restbuchwerte und die wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und ggf. angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird auf diesen niedrigeren Betrag abgeschrieben. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:

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betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer in Jahren
Lagerausstattung 12-33
Maschinen 4-14
Geschäftsausstattung 3-15
Büroeinrichtung 3-15

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Leasingobjektes verbundenen Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjektes auf Delticom übertragen werden.

Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgespaltet, so dass sich eine konstante Verzinsung der Leasingverbindlichkeiten ergibt. Die Leasingverbindlichkeit wird, ohne Berücksichtigung von Zinsen, unter den langfristigen Verbindlichkeiten erfasst.

Das unter Finanzierungsleasing zu erfassende Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben. Werden Vermögenswerte in einem Finanzierungsleasing an einen Leasingnehmer übergeben, so wird der Barwert der Leasingzahlungen als Forderung angesetzt. Leasingerträge werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses anhand der Annuitätenmethode erfasst. Delticom ist keine derartigen Leasingverhältnisse eingegangen.

Alle Leasingverhältnisse, welche die Kriterien des Finanzierungsleasings nicht erfüllen, werden als Operating-Leasing qualifiziert, bei dem die Bilanzierung beim Leasinggeber erfolgt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Für die Klassifizierung ist der Zweck, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, maßgeblich. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Ein finanzieller Vermögenswert wird der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Sicherungsgeschäfte qualifiziert sind. Die Kategorie hat zwei Unterkategorien: finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden, und solche, die von Beginn an als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte designiert wurden.

Darlehen und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner ohne die Absicht bereitstellt, diese Forderungen zu handeln.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind und nicht einer anderen Kategorie zugeordnet werden.

Die Finanzinstrumente werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Dies ist der Tag, an dem das Unternehmen Vertragspartei wird.

Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung unter Einbeziehung von Transaktionskosten entsprechen.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen werden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, überträgt.

Vermögenswerte der Kategorien zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden in der Periode der Entstehung erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden - sofern keine dauernde Wertminderung vorliegt - im Eigenkapital erfasst. Werden Vermögenswerte dieser Kategorie veräußert, so sind die im Eigenkapital enthaltenen kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn-und-Verlustrechnung zu erfassen.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente als Indikator dafür angesehen, dass die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind.

Vorräte sind grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert sowie ggf. unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für eingeschränkte Verwertbarkeit bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Grundlage der Durchschnittskostenmethode gebildet. Der Nettoveräußerungswert der Vorräte entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang abzüglich der Vertriebskosten. Fremdkapitalkosten waren nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Forderungen werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht bzw. nicht vollständig einbringlich sind.

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Der Buchwert der Forderung wird durch den Ansatz eines Wertminderungskontos gemindert. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum jeweiligen Nennwert angesetzt. Ausgewiesen werden Bankguthaben sowie Kassenbestände und vereinzelt Schecks, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind. Liquide Mittel in Fremdwährung werden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12. Aktive latente Steuern werden grundsätzlich für temporäre Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz erfasst, dies jedoch nur dann, wenn es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann. Darüber hinaus werden latente Steuern auf künftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge aktiviert. Passive latente Steuern werden grundsätzlich für sämtliche zu versteuernden temporären Differenzen zwischen Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet.

Latente Steuern werden unmittelbar im Eigenkapital erfasst, sofern sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Latente Steuern werden unter der Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet worden sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerposten inländischer Gesellschaften werden mit einem Steuersatz von 32,54 % (Vorjahr: 32,54 %) bewertet. Die Auswirkungen des geänderten Steuersatzes sind unwesentlich.

Eine Saldierung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger und Fristenkongruenz besteht.

Latente Steuerforderungen und latente Steuerverbindlichkeiten werden gemäß IAS 1.70 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Eine Abzinsung latenter Steueransprüche und -verbindlichkeiten ist gem. IAS 12.53 nicht zulässig.

Die deutschen Gesellschaften unterliegen einer Gewerbeertragsteuer von 15,4 % (Vorjahr: 16,7 %) des Gewerbeertrags. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) auf die Körperschaftsteuer.

Die Berechnung der ausländischen Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Es werden die jeweiligen länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Erstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind. Mittels der bestmöglichen Schätzung werden potenzielle Steuerrisiken und unsichere Steueransprüche bewertet.

Rückstellungen werden nur unter folgenden Voraussetzungen ausgewiesen: Das Unternehmen besitzt eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung gegenüber Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses, und es ist wahrscheinlich, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller daraus erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste Schätzung angepasst. Resultiert aus dem Erfüllungszeitpunkt der Verpflichtung ein wesentlicher Zinseffekt, so wird die Rückstellung zum Barwert bilanziert. Soweit in einzelnen Fällen keine zuverlässige Schätzung möglich ist, wird keine Rückstellung gebildet, sondern eine Eventualschuld angegeben.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Finanzschulden werden erstmals zu ihren beizulegenden Zeitwerten unter Einbeziehung von Transaktionskosten erfasst und in der Folgezeit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Differenz zwischen dem Auszahlungskurs und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit des jeweiligen Vertrages unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Erfassung von Umsatzerlösen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Erträge aus Dienstleistungen werden grundsätzlich zeitanteilig über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert. Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden. Lieferungen von Handelswaren, bei denen aufgrund von Erfahrungswerten eine Rückgabe erwartet wird, werden nicht ergebniswirksam erfasst.

Aufwendungen werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen von der Gesellschaft abfließt und die Höhe der Aufwendungen verlässlich bemessen werden kann. Fremdkapitalkosten werden ausschließlich in der Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst. Eine Aktivierung als Teil von Anschaffungs- oder Herstellungskosten findet nicht statt.

Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden erfasst.

Abschreibungen werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen vorgenommen. Wertminderungen von Vermögenswerten (Impairment-Test) unter die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch außerplanmäßige Abschreibungen erfasst. An jedem Bilanzstichtag überprüft Delticom die Buchwerte ihrer immateriellen Vermögenswerte und ihres Sachanlagevermögens, um festzustellen, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag geschätzt, um den Umfang des Wertminderungsaufwands festzustellen.

Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu welcher der Vermögenswert gehört. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der aus dem Vermögenswert zufließende Nutzen niedriger ist als dessen Buchwert. Der aus einem Vermögenswert zufließende Nutzen entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert bestimmt sich aus dem Barwert der zukünftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist, wird eine Zuschreibung vorgenommen.

Bei einem Net Investment Hedge werden währungskursbedingte Schwankungen des Nettovermögens ausländischer Geschäftsbetriebe durch derivative oder nicht-derivative Finanzinstrumente abgesichert, indem der effektive Teil der währungskursbedingten Schwankungen der Sicherungsinstrumente in die Net Investment Hedge Reserve im Eigenkapital eingestellt wird und so die währungskursbedingten Schwankungen des Nettovermögens der ausländischen Geschäftsbetriebe kompensiert werden.

Bei Veräußerung oder teilweiser Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der bis dahin in der Net Investment Hedge Reserve ausgewiesene Betrag erfolgswirksam erfasst.

Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dies dient auch dem Ziel, die Kosten der Kapitalbeschaffung zu reduzieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.

Um die Kapitalstruktur beizubehalten oder zu optimieren, obliegt es dem Vorstand des Mutterunternehmens, die Höhe der Dividendenzahlungen anzupassen, Kapitalrückzahlungen an die Anteilseigner zu tätigen, neue Aktien auszugeben oder Vermögenswerte zu veräußern, um Schulden zu reduzieren.

Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen nahezu ausschließlich die Kategorie "Verkauf von Gütern" (IAS 18.35). Für den Zeitraum vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017:

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in Tausend € Länder der EU USA und sonstige Gesamt
Umsatz 518.372 149.340 667.711

Für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016:

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in Tausend € Länder der EU USA und sonstige Gesamt
Umsatz 470.321 136.265 606.586

(2) Sonstige betriebliche Erträge

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in Tausend € 2017 2016
Erträge aus Kursdifferenzen 2.564 3.157
Versicherungsentschädigungen 40 164
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 0 22
Übrige 23.223 17.275
Summe 25.826 20.619

Die Kursgewinne enthalten Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt sowie der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Vorgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Anstieg der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vorrangig aus den gestiegenen Marketingzuschüssen, Erlösen aus Transportverlusten und sonstigen Erlösen.

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand in Höhe von 530,3 Mio. € (Vorjahr: 466,1 Mio. €) resultiert ausschließlich aus bezogener Handelsware.

(4) Personalaufwand

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in Tausend € 2017 2016
Löhne und Gehälter 9.223 8.676
Soziale Abgaben 1.392 1.309
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 103 0
Altersversorgung und Unterstützung 198 71
Summe 10.916 10.057

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. Delticom leistet aufgrund ihrer ihr durch den Gesetzgeber auferlegten Verpflichtung Beitragszahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung.

Delticom hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge in Höhe von 627 Tsd. € (Vorjahr: 397 Tsd. €) wurden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst.

Die Angaben zum Aktienoptionsprogramm sind unter dem Punkt Eigenkapital enthalten.

2017 hatte Delticom im Durchschnitt 185 Mitarbeiter (Vorjahr: 156 Mitarbeiter).

(5) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen

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in Tausend € 2017 2016
Auf immaterielle Vermögenswerte 5.011 5.449
Auf Sachanlagen 2.226 2.398
Summe 7.237 7.847

Außerplanmäßige Abschreibungen auf der Grundlage von Impairment-Tests (IAS 36) waren in 2017 nicht erforderlich.

(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tausend € 2017 2016
Ausgangsfrachten 62.699 60.355
Lagerhandlingkosten 8.046 7.180
Gebühren Kreditkarten 5.719 5.307
Forderungsverluste und Einzelwertberichtigungen 2.833 2.395
Externe Werbekosten 28.244 25.955
Operations-Center 10.239 8.992
Mieten und Betriebskosten 6.566 5.959
Finanzen und Recht 4.651 4.846
IT und Telekommunikation 3.959 4.618
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 3.558 2.950
Übrige 6.524 7.425
Summe 143.039 135.982

Den ausgewiesenen Mietzahlungen liegen Mietverträge über Büroräume und Parkplätze in Hannover sowie für Lagerhallen zugrunde. Die Mietverhältnisse erfüllen die Definition eines Operating-Leasingverhältnisses.

Die zukünftigen Leasingzahlungen sind unter dem Punkt Sonstige Angaben erläutert.

(7) Finanzergebnis

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in Tausend € 2017 2016
Finanzaufwand 539 632
Finanzertrag 160 22
Summe -379 -610

Im Finanzergebnis werden Zinsen nur für solche Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz bewertet wurden.

Die Finanzaufwendungen betreffen überwiegend Zinsaufwendungen für Bankdarlehen.

(8) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern ergeben sich aus:

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2017 2016
in Tausend € Inland Ausland Gesamt Inland Ausland Gesamt
Laufende Ertragsteuern 2.975 22 2.997 4.711 7 4.718
Latente Ertragsteuern -2.335 -123 -2.458 -2.002 -567 -2.569
Gesamt 640 -101 539 2.709 -560 2.149
davon periodenfremd -16 -10 -26 194 -457 -263

Im Berichtsjahr wurden -7 Tsd. € (Vorjahr: -19 Tsd. €) Ertragsteuern direkt im Eigenkapital erfasst.

Aktive und passive latente Steuern wurden im Zusammenhang mit den folgenden Positionen und Sachverhalten gebildet:

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2017 2016
in Tausend € aktive latente Steuern passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern
Verlustvorträge 5.536 0 4.071 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 45 2.391 27 2.669
Sachanlagen 6 86 16 61
Vorräte 8 0 8 71
Forderungen 0 0 0 654
Sonstige Aktiva 0 6 205 0
Langfristige Rückstellungen 1 0 0 0
Kurzfristige Rückstellungen 63 0 74 0
Verbindlichkeiten 31 0 20 0
Sonstige Passiva 135 0 142 123
Gesamt 5.825 2.483 4.563 3.578
Saldierung -1.522 -1.522 -767 -767
Bilanzansatz 4.303 961 3.796 2.811

Eine Überleitung des erwarteten Ertragsteuerergebnisses auf das tatsächliche Ertragsteuerergebnis zeigt die folgende Übersicht:

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in Tausend € 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.657 6.604
Ertragsteuersatz Delticom AG 32,54% 32,54%
Erwarteter Steueraufwand 539 2.149
Abweichungen vom erwarteten Ertragsteueraufwand
Anpassung an abweichenden Steuersatz 4 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 155 146
Periodenfremde Ertragsteuern -26 -263
Effekt aus Verlustvorträgen -117 0
Sonstige Steuereffekte 16 -117
Summe der Anpassungen 0 0
Tatsächlicher Steueraufwand 539 2.149

Die Anpassung an den abweichenden Steuersatz beruht auf niedrigeren Ertragsteuersätzen bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnisabführungsvertrag (EAV)

zwischen der Delticom AG und der DeltiLog GmbH abgeschlossen. Es bestehen bereits Ergebnisabführungsverträge mit der Tirendo Holding GmbH, Pnebo GmbH, Giga GmbH und Deltiparts GmbH.

Auf unverfallbare körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 5,7 Mio. € wurden wie im Vorjahr keine aktiven latenten Steuern gebildet, da ihr Bestand rechtlich unsicher ist und sich noch in Klärung befindet. Aufgrund der bestehenden erheblichen rechtlichen Zweifel zum Bilanzstichtag blieben die auf diese Verlustvorträge entfallenden aktiven latenten Steuern ohne Ansatz.

Bei Gesellschaften, die im aktuellen Geschäftsjahr oder im Vorjahr steuerliche Verluste erzielt haben, werden aufgrund positiver steuerlicher Ergebnisplanungen aktive latente Steuern in Höhe von 4,7 Mio. € (Vorjahr: 3,1 Mio. €) aktiviert. Grundlage der positiven Ergebnisprognose ist die weitere Diversifizierung von Delticom im E-Commerce.

(9) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,09 € (Vorjahr: 0,36 €). Das verwässerte Ergebnis beläuft sich auf 0,09 € (Vorjahr: 0,36 €).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem Periodenergebnis nach Steuern in Höhe von 1.117.760,32 € (Vorjahr: 4.454.802,83 €) und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien von 12.463.331 Stück (Vorjahr: 12.389.319 Stück) ermittelt.

Im Berichtszeitraum wurden keine Aktienoptionen ausgeübt. Die Wartezeit beträgt bei allen gewährten Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Grundsätzlich müssen sämtliche ausgegebenen Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt werden, sofern die Aktienoptionen einen verwässernden Effekt haben. Dieser liegt vor, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien unter dem durchschnittlichen Marktpreis der im Umlauf befindlichen Stammmaktien in der Betrachtungsperiode liegt. Es besteht kein Verwässerungseffekt in 2017.

Erläuterungen zur Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

(10) Immaterielle Vermögenswerte

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in Tausend € Goodwill Kundenbeziehungen Marken Software
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2017 35.338 4.343 11.151 356
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Sonstige Zugänge 0 0 0 2.549
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 11 -350
Stand 31. Dezember 2017 35.338 4.343 11.162 2.555
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2017 0 847 5.657 155
Zugänge 0 578 1.939 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2017 0 1.425 7.596 155
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 35.338 2.918 3.566 2.400
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in Tausend € Vertriebs- und -ähnliche Rechte Domains Software Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2017 6.539 5.011 16.018 78.756
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Sonstige Zugänge 0 63 474 3.086
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 341 2
Stand 31. Dezember 2017 6.539 5.074 16.833 81.844
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2017 6.539 822 5.741 19.761
Zugänge 0 243 2.251 5.011
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 2 -3 -1
Stand 31. Dezember 2017 6.539 1.067 7.989 24.771
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 0 4.007 8.844 57.073
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in Tausend € Goodwill Kundenbeziehungen Marken Software
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2016 35.338 615 8.223 356
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 3.728 2.928 0
Sonstige Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 35.338 4.343 11.151 356
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2016 0 282 3.773 155
Zugänge 0 565 1.884 0
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 0 847 5.657 155
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 35.338 3.496 5.494 201
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in Tausend € Vertriebs- und -ähnliche Rechte Domains Software Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2016 6.539 1.273 5.588 57.933
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 3.723 7.927 18.307
Sonstige Zugänge 0 16 2.503 2.518
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 6.539 5.011 16.018 78.756
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2016 6.486 603 3.027 14.326
Zugänge 53 220 2.714 5.435
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 6.539 822 5.741 19.761
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 0 4.189 10.277 58.998

Bei den Zugängen im Bereich Software handelt es sich vornehmlich um geleistete Anzahlungen.

(11) Sachanlagen

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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2017 1.183 15.591 14.594 0 31.368
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0 0
Zugänge 42 260 4.572 0 4.874
Abgänge 0 -40 0 0 -40
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung -21 -197 181 0 -37
Stand 31. Dezember 2017 1.204 15.614 19.347 0 36.165
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2017 231 4.266 12.113 0 16.610
Zugänge 27 1.367 832 0 2.226
Abgänge 0 -41 0 0 -41
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 9 15 0 24
Stand 31. Dezember 2017 258 5.601 12.960 0 18.819
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 946 10.013 6.387 0 17.346
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in Tausend € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2016 1.183 5.821 13.730 0 20.734
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 9.501 646 0 10.147
Zugänge 0 269 282 0 551
Abgänge 0 0 -64 0 -64
Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand 31. Dezember 2016 1.183 15.591 14.594 0 31.368
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2016 204 3.207 10.849 0 14.260
Zugänge 21 1.040 1.336 0 2.397
Abgänge 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 -34 0 -34
Währungsumrechnung 5 19 -37 0 -13
Stand 31. Dezember 2016 231 4.266 12.113 0 16.611
Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 952 11.325 2.481 0 14.758

Das Sachanlagevermögen beinhaltet überwiegend die Büroeinrichtung für die gemieteten Büroräume sowie Reifenverpackungsmaschinen und Lagerausrüstung.

(12) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden in Höhe von 4.065 Tsd. € (Vorjahr: 3.041 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.

(13) Sonstige langfristige Forderungen

Die Forderungen bestehen primär aus geleisteten Kautionen gegenüber der Oberzolldirektion Bern und der Eidgenössischen Steuerverwaltung Bern. Die Währungsumrechnung erfolgte zum Stichtagskurs. Die Forderungen haben langfristigen Charakter.

Kurzfristige Vermögenswerte

(14) Vorräte

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in Tausend € 2017 2016
Reifen und Zubehör 63.427 52.382
Unterwegs befindliche Ware 9.773 7.517
Sonstige 6.610 2.847
Gesamt 79.811 62.746

Für die unterwegs befindliche Ware sind am Stichtag zum Teil bereits Verkaufsgeschäfte abgeschlossen. Die eingelagerten Waren sind für den Verkauf im E-Commerce vorgesehen. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt unter Berücksichtigung der vereinbarten Lieferbedingungen gemäß den Incoterms 2000 und 2010.

Im Berichtsjahr wurden 219.355 Tsd. € (Vorjahr: 264.532 Tsd. €) der Vorräte als Aufwand erfasst. Wertminderungen und Wertaufholungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Alle Vorräte sind pfandfrei.

(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 2017 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.364 20.425
davon Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 0 0
davon Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) 0 0
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in Tausend € Nicht wertberichtigt und überfällig seit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Buchwert Am Bilanzstichtag überfällig und nicht wertberichtigt kleiner 30 Tage 30 bis 60 Tage 60 bis 90 Tage 90 bis 180 Tage
zum 31.12.2017 24.364 10.052 6.671 1.855 1.521 4
zum 31.12.2016 20.425 9.075 6.706 1.633 726 6
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in Tausend € Nicht wertberichtigt und überfällig seit
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen größer 180 Tage Wertberichtigt
zum 31.12.2017 1 2.240
zum 31.12.2016 4 2.350

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Tausend € 2017 2016
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 2.350 2.596
Konsolidierungskreisänderungen 0 -19
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2.328 2.364
Auflösungen -221 -30
Verbrauch von Wertberichtigungen -2.217 -2.560
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 2.240 2.350
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in Tausend € 2017 2016
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen -505 -30
Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen 46 20

(16) Sonstige Vermögenswerte

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in Tausend € 2017 2016
Vergütungs- und Erstattungsansprüche aus Steuern 11.864 10.093
Guthaben bei Lieferanten 64 617
Abgrenzungsposten 625 522
übrige kurzfristige Forderungen 2.233 1.335
Summe 14.786 12.567

Die übrigen kurzfristigen Forderungen enthalten 1 Tsd. € Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 242 Tsd. €).

(17) Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen betreffen im Wesentlichen die erwarteten Steuererstattungen aus Vorjahren.

(18) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Unter den Zahlungsmitteln werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände und vereinzelt Schecks ausgewiesen.

Die Zahlungsmittel teilen sich wie folgt auf:

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in Tausend € 2017 2016
Kasse 3 5
Guthaben bei Kreditinstituten 3.878 6.681
Summe 3.881 6.686

Eigenkapital

(19) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzte sich nach dem Börsengang am 26.10.2006 aus 3.946.480 auf den Namen lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem rechnerischen anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie zusammen (vollständig eingezahlt). Durch die von der Hauptversammlung am 19.05.2009 beschlossene Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und die damit verbundene Ausgabe neuer Aktien verdreifachte sich das gezeichnete Kapital auf 11.839.440 €.

Am 06.05.2011 erhöhte sich das gezeichnete Kapital durch Ausübung von 8.000 Optionsrechten, die zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.847.440 €, am 02.05.2013 durch Ausübung weiterer 12.000 Optionsrechte, die zum Bezug von 12.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.859.440 € und am 30.04.2014 durch Ausübung weiterer 85.810 Optionsrechte, die zum Bezug von 85.810 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien an der Gesellschaft berechtigten, auf 11.945.250 €. Die vorgenannten Ausübungen von Optionsrechten erfolgten durch das ehemalige Mitglied des Vorstands Frank Schuhardt. Am 01.03.2016 erhöhte sich das gezeichnete Kapital aufgrund Eintragung der Durchführung einer Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals I/2011 um 518.081 € auf 12.463.331 €.

Genehmigtes Kapital

Das in § 5 Abs. 5 der Satzung enthaltene genehmigte Kapital 2011 ist mit Ablauf des 02.05.2016 ausgelaufen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 1. Mai 2022 durch ein oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 6.231.665 (in Worten: sechs Millionen zweihunderteinunddreißigtausend sechshundertfünfundsechzig) neuen nennbetragslosen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 6.231.665,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2017).

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zu gewähren.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 540.000 € durch Ausgabe von bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (bedingtes Kapital I/2014). Das bedingte Kapital I/2014 dient ausschließlich der Gewährung neuer Aktien an die Inhaber von Optionsrechten, die gemäß dem vorstehend beschriebenen Ermächtigungsbeschluss durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Das bedingte Kapital I/2014 wurde am 11.06.2014 im Handelsregister eingetragen.

Aktienoptionsprogramm

Die Hauptversammlung vom 29.04.2014 hat den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats (beziehungsweise den Aufsichtsrat anstelle des Vorstands, soweit Optionsrechte an Vorstandsmitglieder gewährt werden) ermächtigt, bis zum 28.04.2019 einmalig oder mehrmalig Optionsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 540.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Arbeitnehmer und Mitglieder der Geschäftsführung von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen unter Ausnutzung des bedingten Kapitals I/2014 zu gewähren.

Durch Beschlüsse des Vorstands der Gesellschaft vom 25.12.2016 und des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 27.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 28.12.2016 wurde ein Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt, unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29. April 2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen.

Auf Basis dieser Pläne wurden am 10.01.2017 insgesamt 16.003 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft und am 05.01.2017 insgesamt 32.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben. Die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Dr. Andreas Prüfer haben mit Bezugserklärung vom 06.01.2017, die sie jeweils zum Bezug von 8.000 neuen, nennbetragslosen, auf den Namen lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigten, die Aktienoptionen angenommen.

Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts. Die Bezugsberechtigten können die Optionsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren, beginnend am Ausgabetag, ausüben. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden über die gewährten Optionsrechte und die Ausübung von Optionsrechten für jedes Geschäftsjahr nach Maßgabe der anwendbaren Vorschriften im Anhang zum Jahresabschluss, im Konzernanhang oder im Geschäftsbericht im Detail berichten. Die Laufzeit des Aktienoptionsprogramms endet am 28. April 2019. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Ausgabe von Aktienoptionen aus diesem Aktienoptionsplan nicht mehr zulässig.

Der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt wird unabhängig mittels einer angepassten Form des Black-Scholes-Modells ermittelt, das ein Monte-Carlo-Simulationsmodell enthält, das den Ausübungspreis, die Laufzeit der Option, die Auswirkung der Verwässerung (sofern wesentlich), der Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung und die erwartete Kursvolatilität der zugrunde liegenden Aktie, die erwartete Dividendenrendite, der risikofreie Zinssatz für die Laufzeit der Option sowie die Korrelationen und Volatilitäten der Vergleichsunternehmen berücksichtigt.

Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Aktienoptionen wurden folgende Annahmen getroffen:

Dividendenrendite: 3 %

Volatilität der Aktien, basierend auf historischen Daten: 30 %

risikoloser Zinssatz: -0,04 %

Basierend auf dieser Grundlage ergibt sich ein beizulegender Zeitwert von 3,75 € je Aktienoption. Dieser Betrag wird über die Haltefrist als Aufwand und der entsprechende Gegenwert direkt im Eigenkapital erfasst. Der Gesamtaufwand für alle im Berichtsjahr gewährten Aktienoptionen unter Berücksichtigung latenter Steuern beläuft sich auf 103 Tsd. €.

Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11.05.2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt bis zum 10.05.2015 und wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 aufgehoben, soweit von ihr bis dahin kein Gebrauch gemacht wurde.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 05.05.2015 wurde insoweit eine neue Ermächtigung geschaffen. Danach ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien im Volumen von bis zu 10 % ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 04.05.2020. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, zu einem oder zu mehreren Zwecken durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots.

Der für den Erwerb der Aktien über die Börse gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Durchschnitt der Schlusspreise an den drei Börsenhandelstagen, welche der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb vorangehen ("Referenztage"), um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

"Schlusspreis" ist dabei, im Hinblick auf jeden einzelnen Börsenhandelstag, der in der Schlussauktion ermittelte Schlusskurs oder, wenn ein solcher Schlusskurs an dem betreffenden Handelstag nicht ermittelt wird, der letzte im fortlaufenden Handel ermittelte Preis der Aktie der Gesellschaft. Abzustellen ist dabei für alle drei Referenztage auf denjenigen im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse oder im Parketthandel an einer deutschen Wertpapierbörse gebildeten Schlusskurs oder letzten Börsenhandelstag im fortlaufenden Handel gebildeten Preis, welchem in den zehn Börsenhandelstagen vor dem ersten der drei Referenztage der höchste Umsatz zugrunde lag.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot, darf der angebotene Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) je Aktie den Durchschnitt der Schlusspreise (wie oben definiert) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

"Stichtag" ist der Tag der Veröffentlichung der Entscheidung der Gesellschaft, ein öffentliches Angebot abzugeben, oder, bei einer Angebotsänderung betreffend den Kaufpreis, der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Angebotsänderung.

Das Kaufangebot kann Bedingungen vorsehen. Sofern der Gesellschaft mehr Aktien zum Rückerwerb angedient werden, als die Gesellschaft den Aktionären insgesamt zum Rückerwerb angeboten hat, erfolgt der Erwerb durch die Gesellschaft nach dem Verhältnis der angedienten Aktien. Es kann eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär erfolgen.

Der Vorstand ist ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden, insbesondere kann er die Aktien einziehen, gegen Sachleistung veräußern, übertragen, zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder im Zuge der Erfüllung von Wandlungspflichten aus Wandelschuldverschreibungen übertragen oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in anderer Weise als über die Börse veräußern. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf eigene Aktien kann unter bestimmten Bedingungen ausgeschlossen werden.

(20) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe der auf den Namen lautenden Stückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge sowie Rücklagen aus dem Aktienoptionsprogramm. Im Zuge des Kaufs der eFood- und Logistikgesellschaften im Vorjahr erhöhte sich die Kapitalrücklage durch Ausgabe von 518.081 Stückaktien zu einem Aktienkurs am Erwerbszeitpunkt von 17,15 € (8,4 Mio. €).

(21) Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge

Die in der bilanziellen Umrechnungsdifferenz entstandenen Währungsabweichungen der ausländischen Tochtergesellschaften nebst Tochtergesellschaften wurden in den Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung eingestellt. Darüber hinaus beinhaltet die Position die Entwicklung der Net Investment Hedge Reserve.

(22) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus der gesetzlichen Rücklage, die gemäß § 150 AktG bei der AG zu bilden ist.

(23) Bilanzgewinn

Die Gewinnvorträge sind im Konzernbilanzgewinn erfasst. Die Entwicklung ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Die Stimmrechtsanteile, die auf Minderheitsgesellschafter entfallen, sind aus der Anteilsbesitzliste ersichtlich. Der auf Minderheiten entfallene Anteil am Konzernergebnis beträgt -342 Tsd. €. Im Geschäftsjahr wurden die ausstehenden Minderheitenanteile an der TyresNet GmbH durch die Delticom AG erworben. Auf die Darstellung zusammengefasster Finanzinformationen für Tochterunternehmen wird aus Gründen von Unwesentlichkeit verzichtet.

Schulden

(24) Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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in Tausend € 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Finanzschulden 7.312 7.188
Kurzfristige Finanzschulden 8.009 12.700
Summe 15.321 19.888

Bei den Finanzschulden handelt es sich um mittelfristige Annuitätendarlehen und um die Inanspruchnahme von kurzfristigen Kreditlinien.

Die Laufzeitanalyse der langfristigen Darlehen ist nachfolgend dargestellt:

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in Tausend € 31.12.2017 31.12.2016
Weniger als 1 Jahr 4.458 3.750
Weniger als 5 Jahre 2.854 3.438
Summe 7.312 7.188

(25) Rückstellungen

Im Einzelnen setzen sich die Rückstellungen wie folgt zusammen:

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in Tausend € 01.01.2017 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2017
Steuerrückstellungen 1.515 879 636 1.041 1.041
Sonstige Rückstellungen langfristig 342 156 0 131 317
Sonstige Rückstellungen 640 350 290 599 599
Gesamt 2.497 1.385 926 1.771 1.957

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u. a. Kosten für zu erwartende Stornierungen von Kundenbestellungen im Versandgeschäft innerhalb der Rückgabefrist, noch zu entrichtende Entsorgungsgebühren und Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Bei den langfristigen Rückstellungen liegt die Fälligkeit über einem Jahr.

Unter den langfristigen Rückstellungen werden die Kosten für die Erfüllung der gesetzlichen Aufbewahrungsverpflichtung für Geschäftsunterlagen ausgewiesen. Des Weiteren werden hier die langfristigen Anteile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung ausgewiesen. Die Rückstellungen werden mittels laufzeitadäquater Zinssätze abgezinst.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Ertragsteuern des Berichtsjahres sowie des Vorjahres und werden nicht abgezinst.

(26) Latente Steuerverbindlichkeiten

Die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in Höhe von 684 Tsd. € (Vorjahr: 2.252 Tsd. €) nach mehr als 12 Monaten realisiert.

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in Tausend € 31.12.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 114.392 89.003
davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 0 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften) 31 37

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

(28) Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.16 Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fair Value 31.12.16
in Tausend € Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 6.686 6.686 6.686
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 20.425 20.425 20.425
Sonstige Forderungen LaR 2.473 2.473 2.473
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 2 2 2
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FAHfT 242 242 242
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 89.003 89.003 89.003
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 4.545 4.545 4.545
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 19.888 19.888 20.369
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FLHfT 31 31 31
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen (LaR) 29.584 29.584 29.584
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 2 2 2
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) 242 242 242
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 113.436 113.436 113.917
Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) 31 31 31
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in Tausend € Buchwert 31.12.17 Fair Value 31.12.17
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 3.881 3.881 3.881
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 24.364 24.364 24.364
Sonstige Forderungen LaR 2.922 2.922 2.922
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 0 0 0
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FAHfT 1 1 1
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 114.392 114.392 114.392
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FLAC 3.697 3.697 3.697
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 15.321 15.321 15.603
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung (Held for Trading) FLHfT 240 240 240
Davon kumuliert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Darlehen und Forderungen (LaR) 31.167 31.167 31.167
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) 0 0 0
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (FAHfT) 1 1 1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) 133.410 133.410 133.692
Zu Handelszwecken gehaltene Verbindlichkeiten (FLHfT) 240 240 240

Die Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend € 2017 2016
Darlehen und Forderungen (LaR) -424 119
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (FAHfT + FLHfT) 196 204
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) -1.546 -998
davon Zinsergebnis -201 -567
Summe -1.773 -675

Der Fair Value der sonstigen originären finanziellen Verbindlichkeiten entfällt auf kurzfristige und langfristige Bankdarlehen. Aufgrund der kurzen Laufzeit und der teilweisen unterjährigen Anpassung von Zinssätzen entspricht der Buchwert der kurzfristigen Bankdarlehen dem Fair Value. Der Fair Value der langfristigen Bankdarlehen beläuft sich auf € 12.052 Tsd. € (Vorjahr: 11.507 Tsd. €).

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, kurzfristigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der kurzen Restlaufzeit annähernd dem Buchwert. Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften entspricht der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag den Anschaffungskosten für diese Beteiligungen. Der Buchwert der derivaten Finanzinstrumente entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes einschließlich der derivativen Finanzinstrumente abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertberichtigungen auf diese Vermögenswerte ersichtlich. Da bei Derivaten die Vertragspartner renommierte Finanzeinrichtungen sind, geht der Konzern davon aus, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen.

Die Finanzinstrumente der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 1 Tausend € (2016: 242 Tausend €) sowie der Kategorie Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 251 Tausend € (2016: 31 Tausend €) haben wir in der Fair-Value-Hierarchie in Stufe 2 eingeordnet.

Für die Stufe 2 ist Bedingung, dass ein Börsen- oder Marktpreis für ein ähnliches Finanzinstrument vorliegt bzw. dass die Berechnungsparameter auf Daten aus beobachtbaren Märkten basieren. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem laufzeitäquivalenten Marktzinssatz. Da sich sowohl die wirtschaftliche Lage des Konzerns als auch die Zinskonditionen für den Delticom-Konzern nicht wesentlich verändert haben und die Zinskonditionen annähernd dem Marktniveau entsprechen, entspricht der Buchwert der Finanzschulden näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert (Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie).

Finanzinstrumente, bei denen Bewertungsmethoden angewendet werden, für welche die signifikanten Eingangsparameter nicht aus Daten aus beobachtbaren Märkten resultieren (Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie), liegen nicht vor.

Die Nettogewinne und -verluste aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang, Zahlungseingänge, Wertaufholungen auf ursprünglich wertberichtigte Darlehen und Forderungen sowie aus Währungsumrechnungen.

Die Nettogewinne und -verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, sowie unterjährige Gewinne und Verluste bei Fälligkeit.

Die Nettogewinne und -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus dem Abgang und der Währungsumrechnung zusammen.

(29) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Es handelt sich im Wesentlichen um erhaltene Anzahlungen, Guthaben von Kunden, Umsatzsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und Lohn- und Kirchensteuer. Zudem wurden Verbindlichkeiten im Wege der bestmöglichen Schätzung abgegrenzt.

Des Weiteren enthält der Bilanzposten 240 Tsd. € Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten (Vorjahr: 31 Tsd. €), die innerhalb von einem Jahr fällig werden.

Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr.

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in Tausend € 2017 2016
Umsatzsteuer 5.715 3.452
Erhaltene Anzahlungen 6.957 3.419
Guthaben von Kunden 288 946
Sozialversicherungsbeiträge 122 37
Lohn- und Kirchensteuer 125 59
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.160 2.671
Summe 16.367 10.594

Sonstige Angaben

Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualschulden aus der Begebung oder Übertragung von Schecks und Wechseln und aus der Hingabe von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Sicherheiten für Dritte bestanden nicht.

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen bestehen aus:

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in Tausend € 2017 2016
Bestellobligo für Waren 17.201 6.709
Übrige finanzielle Verpflichtungen 46.315 36.636
Gesamt 63.516 43.345

Delticom mietet Büroräume und Parkplätze sowie Lagerhallen für Handelsware an 3 Standorten an. Die zugrunde liegenden Mietverträge erfüllen die Definition von Operating-Leasingverhältnissen gemäß IAS 17.3. Die Verträge über die Büroräume in Hannover laufen bis zum 31.12.2020 und 22.03.2023. Die Verträge für die Lagerhallen laufen bis zum 30.06.2018, 31.07.2023, 29.02.2028 und 30.06.2029.

Des Weiteren besteht ein Leasingverhältnis für einen Pkw im Rahmen eines Operating-Leasings. Das Pkw-Leasingverhältnis endet im Juli 2018 nach 35-monatiger Laufzeit.

Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus den hier genannten Operating-Leasingverhältnissen betragen:

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in Tausend € 2017 2016
bis zu einem Jahr 5.901 3.882
2 Jahre bis zu 5 Jahre 22.838 12.123
mehr als 5 Jahre 2.874 4.531
Gesamt 31.613 20.536

Der Betrag der Zahlungen aus Leasingverhältnissen, der als Aufwand erfasst wurde, betrug im Geschäftsjahr 5,2 Million €.

Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente werden bei der Delticom nur zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken eingesetzt.

Die Derivate erfüllen, mit Ausnahme der Net Investment Hedge Reserve, nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft gemäß IAS 39.71 ff. Alle Derivate sind in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von aktuellen EZB-Referenzkursen und Terminauf- bzw. -abschlägen.

Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte lagen zum Bilanzstichtag sämtlich unter 6 Monaten (Vorjahr: 6 Monate).

Risikomanagement

Zu den Grundsätzen des Risikomanagements verweisen wir auf den Abschnitt Risikobericht im Konzernlagebericht.

Währungsrisiko

Delticom ist international tätig, wodurch das Unternehmen Marktrisiken aufgrund von Änderungen der Wechselkurse ausgesetzt ist. Währungsrisiken entstehen hauptsächlich aus Zahlungsmitteln sowie den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung. Delticom verwendet derivative Finanzinstrumente zur Minderung dieser Risiken. Es werden Einkaufsverträge in Fremdwährung (überwiegend USD) abgesichert, die entweder der eigenen Bevorratung dienen oder für die ein Verkaufsvertrag in € existiert. Ferner werden im Bereich Großhandel bei Bedarf Verkaufsverträge in Fremdwährung abgesichert. Einkaufs- und zugehörige Verkaufsverträge in der gleichen Fremdwährung werden nicht abgesichert. Für Verkaufsverträge in Fremdwährung im Bereich E-Commerce werden keine Währungskurssicherungsgeschäfte getätigt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital zeigen. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch nicht auf Euro lautende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die positiven und negativen Auswirkungen auf, wenn die dargestellten Währungen gegenüber dem Euro um 10 % an Wert gewonnen bzw. um 10 % an Wert verloren hätten. Bei den Angaben handelt es sich um Ergebnisse vor Ertragsteuern.

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Währung 1 Euro = GE FW (Kurs per 31.12.2017) Ergebnis +10%
in €
Ergebnis -10%
in €
CHF 1,1705 -1.796 1.796
DKK 7,4451 -49 49
GBP 0,8883 -1.773 1.773
NOK 9,8280 -893 893
PLN 4,1786 465 -465
RON 4,6597 -14 14
RUB 69,1006 184 -184
SEK 9,8196 1.851 -1.851
USD 1,2010 -96.785 96.785
Sonstige n/a 65 -65

Zinsänderungsrisiko

Für den Zahlungsmittelbestand besteht ein Cashflow-Risiko aus der Verzinsung. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus wurden die Sensitivitäten unter Verwendung einer hypothetischen Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. Bei einer Erhöhung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Verlust in Höhe von 37 Tsd. €, bei einer Minderung der Zinssätze um 10 Basispunkte ergibt sich ein Gewinn von 37 Tsd. €. Die in Relation zum Bestand an Zahlungsmitteln geringen Zinssensitivitäten sind auf zumeist nicht verzinsliche Bestände an Zahlungsmitteln zurückzuführen. Neben den Bankbeständen wird der Investitionskredit in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht erfüllen zu können, wird im Delticom-Konzern zentral gemanagt. Es werden jederzeit genügend liquide Mittel gehalten, um konzernweit sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tagesgeldanlagen vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung.

Kreditrisiko

Delticom liefert Waren an Handelsunternehmen mit unterschiedlicher Bonität. Bezüglich einiger Kunden kann es temporär zu Risikokonzentrationen kommen, die eine Belastung der Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns darstellen können. Delticom hat deshalb mit einigen Kunden Kreditversicherungen und Kommissionsgeschäfte abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft so weit begrenzen, dass eine existenzgefährdende Bedrohung ausgeschlossen werden kann. Die Summe der kreditversicherten Bruttoforderungen beträgt 1.998 Tsd. € (Vorjahr: 1.110 Tsd. €). Der Selbstbehalt bei kreditversicherten Forderungen beträgt zwischen 10 % und 15 %.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Personen in Schlüsselpositionen verweisen wir auf die Ausführungen zu "Organe der Gesellschaft".

Eine Auflistung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen findet sich im Abschnitt Anteilsbesitz. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert.

Anteilseigner mit maßgeblichem Einfluss auf den Konzern gemäß IAS 24 sind:

Binder GmbH (Anzahl der Aktien 2.196.061, 17,62 % der Anteile)

Prüfer GmbH (Anzahl der Aktien 4.302.410, 34,52 % der Anteile)

Die Beteiligungen an der Delticom AG sind Rainer Binder (Aufsichtsratsvorsitzender), Hannover, über die Binder GmbH und Andreas Prüfer (Vorstand), Hannover, über die Prüfer GmbH und die Seguti GmbH nach § 34 I S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Daneben besteht zwischen der Binder GmbH und der Prüfer GmbH eine Vereinbarung i. S. d. § 34 II S. 1 WpHG (Stimmrechtsbindungsvertrag).

Verkauf von Waren

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in Tausend € 2017 2016
an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 9 4
an nahestehende Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) 6 1

Einkauf von Waren und Dienstleistungen

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in Tausend € 2017 2016
von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Personen in Schlüsselpositionen) 1.091 709
von nahestehenden Unternehmen und Personen (Kategorie: Nicht konsolidierte Tochterunternehmen) 0 0

Die Zeile Einkauf von Waren und Dienstleistungen der Kategorie Personen in Schlüsselpositionen enthält 2 Tsd. € (2016: 22 Tsd. €) für Beratungsleistungen einer Gesellschaft. Alleiniger Gesellschafter ist Rainer Binder. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind.

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Im Geschäftsjahr 2017 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern:

Susann Dörsel-Müller, Peine: Vorstand, Großkundengeschäft (B2B) Pkw-Reifen Europa/Food, Flottengeschäft, Montagepartner, Konsumentengeschäft B2C/B2B Reifen, Spezialreifen und NFZ, Zweirad, Recht, Personal

Philip von Grolman, Hemmingen: Vorstand, Nordamerika, Einkauf Reifen Pkw sowie NFZ (Nutzfahrzeuge) und Spezialreifen, Transport/Logistik Services

Andreas Prüfer, Hannover, Vorstand, Logistik Zentrallager, Konsumentengeschäft (B2C) Pkw Osteuropa mit Österreich, Finanzen/IT/, Corporate Communications, Risk Management

Thierry Delesalle, Wunstorf, Vorstand, Konsumentengeschäft B2C Westeuropa, Onlinemarketing und Preissetzungsstrategien Westeuropa, Kategoriemanagement

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

Susann Dörsel-Müller Großkundengeschäft (B2B) PKW Reifen Europa/ Food/ Flottengeschäft/ Rädereinlagerung/ Großhandel/ Montagepartner/ Mobile Montage/ Konsumentengeschäft B2C/B2B Spezialreifen/ NFZ/ Zweirad/ Recht/ Personal/ PNEBO

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Zufluesse Zuwendungen
in Tausend € 2016 2017 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 195 240 195 240 240 240
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 195 240 195 240 240 240
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 10 16 30 60 0 530
Komponente mit langfr. Anreizwirkung 10 16 30 30 0 500
Gewährte Aktienoptionen 0 0 0 30 0 30
Summe 205 256 225 300 240 770
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 205 256 225 300 240 770

Philip von Grolman Nordamerika/Einkauf Reifen PKW/NFZ (Nutzfahrzeuge)/Spezialreifen/Transport/Logistik Services/ Lager Z

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Zufluesse Zuwendungen
in Tausend € 2016 2017 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 243 243 243 243 243 243
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 243 243 243 243 243 243
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 70 68 156 98 0 530
Komponente mit langfr. Anreizwirkung 70 68 156 68 0 500
Gewährte Aktienoptionen 0 0 0 30 0 30
Summe 313 311 399 341 243 773
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 313 311 399 341 243 773

Thierry Delesalle Konsumentengeschäft B2C Westeuropa exkl. B2C Motorad/ Online Marketing und Preissetzungsstrategien Westeuropa/ Kategorie-Management/ TyresNET/ ReifenTEST

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Zufluesse Zuwendungen
in Tausend € 2016 2017 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 210 240 210 240 240 240
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 210 240 210 240 240 240
Einjährige variable Vergütung 30 0 30 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 3 13 30 60 0 530
Komponente mit langfr.Anreizwirkung 3 13 30 30 0 500
Gewährte Aktienoptionen 0 0 0 30 0 30
Summe 243 253 270 300 240 770
Versorgungsaufwand 1 1 1 1 1 1
Gesamtvergütung 244 254 271 301 241 771

Sascha Jürgensen bis 31.03.2016 DeltiParts/ Business Development

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Zufluesse Zuwendungen
in Tausend € 2016 2017 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 44 0 44 0 0 0
Abfindung 540 0 0 0 0 0
Nebenleistungen 2 0 2 0 0 0
Summe 46 0 46 0 0 0
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Komponente mit langfr. Anreizwirkung 0 0 0 0 0 0
Gewährte Aktienoptionen 0 0 0 0 0 0
Summe 586 0 46 0 0 0
Versorgungsaufwand 1 0 1 0 0 0
Gesamtvergütung 587 0 47 0 0 0

Andreas Prüfer Logistik Zentrallager/ Toroleo/ Konsumentengeschäft (B2C) PKW Osteuropa mit Österreich/ Finanzen/ IT/ Corporate Communications/ Business Development/ Operation Center/ Supply Chain (B2B/B2C)

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Zufluesse Zuwendungen
in Tausend € 2016 2017 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max)
Festvergütung 475 475 475 475 475 475
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 475 475 475 475 475 475
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 86 137 313 166 0 780
Komponente mit langfr. Anreizwirkung 86 137 313 136 0 750
Gewährte Aktienoptionen 0 0 0 30 0 30
Summe 561 612 788 641 475 1.255
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 561 612 788 641 475 1.255

Im Geschäftsjahr 2017 sind kurzfristig fällige Leistungen an Vorstandsmitglieder von 1.198 Tsd. € (Vorjahr 1.123 Tsd. €) sowie andere langfristig fällige Leistungen von 261 Tsd. € (Vorjahr 529 Tsd. €) angefallen. Die anteilsbasierte Vergütung beläuft sich auf insgesamt 120 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €).

Im Geschäftsjahr 2017 setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:

Rainer Binder, Unternehmer, Hannover: Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender

Alan Revie, Unternehmer, Hamilton/Großbritannien: Aufsichtsratsmitglied

Michael Thöne-Flöge, Unternehmer, Hannover: stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Im Geschäftsjahr 2017 belief sich die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder Rainer Binder auf 50 Tsd. € (Vorjahr: 50 Tsd. €), Michael Thöne-Flöge auf 20 Tsd. € (Vorjahr: 15 Tsd. €) und Alan Revie auf 10 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd. €).

Dividende

Die Hauptversammlung hat am 02.05.2017 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn 2016 der Delticom AG eine Dividende in Höhe von 6.231.665,50 € (0,50 € pro Aktie, Vorjahr 0,50 € pro Aktie) auszuschütten und den Restbetrag von 4.070.512,00 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorschlag der Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Delticom AG in Höhe von 20.547.608,82 € einen Betrag von 1.246.333,10 €, d. h. 0,10 € pro Aktie, auszuschütten und einen Betrag von 19.301.275,72 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Befreiender Konzernabschluss

Die Tirendo Deutschland GmbH sowie die Gourmondo Food GmbH nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB soweit wie möglich in Anspruch.

Anteilsbesitz

Vollkonsolidierte Gesellschaften:

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Festkapital Anteil
in %
Name, Sitz, Land 2017 2016
DeltiLog Ltd., Oxford, Großbritannien (vormals DeltiTrade Ltd.) 100 100
DeltiLog GmbH, Hannover, Deutschland (vormals DeltiTrade GmbH) 100 100
Delticom O.E. S.R.L., Timisoara, Rumänien 100 100
DeltiCar SAS, Paris, Frankreich 100 100
Extor GmbH, Hannover, Deutschland - 60 % Tochterunternehmen der DeltiLog GmbH 60 60
Gourmondo Food GmbH, München, Deutschland 90 90
Delticom South Africa, Durban, Südafrika - 100 % Tochterunternehmen der Delticom OE S.R.L. 0 100
Toroleo Tyres GmbH, Gadebusch, Deutschland 100 100
Ringway GmbH, Hannover, Deutschland - 80 % Tochterunternehmen der DeltiLog GmbH 80 80
Toroleo Tyres TT GmbH & Co. KG, Gadebusch, Deutschland 100 100
Delticom North America Inc., Benicia, Kalifornien, USA 75 75
Wholesale Tire and Automotive Inc., Benicia, Kalifornien, USA - 100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. 100 100
Tyreseasy LLC, Wilmington Delaware, USA - 100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc 100 100
Price Genie LLC, Benicia, Kalifornien, USA - 100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. 100 100
Giga Tyres LLC, Benicia, Kalifornien, USA - 100 % Tochterunternehmen der Delticom North America Inc. 100 100
Pnebo Gesellschaft für Reifengrosshandel und Logistik mbH, Hannover, Deutschland 100 100
Tirendo Holding GmbH, Berlin, Deutschland 100 100
Delticom TOV, Lviv, Ukraine- 99 % Tochterunternehmen der Delticom OE S.R.L. 99 0
Deltiparts GmbH, Hannover, Deutschland 100 100
MobileMech GmbH, Hannover, Deutschland 100 100
Tirendo Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland - 100 % Tochterunternehmen der Tirendo Holding GmbH 100 100
TyresNET GmbH, München, Deutschland 100 90
Delti-Vorrat-1 GmbH, Hannover, Deutschland 100 100
Giga GmbH, Hannover, Deutschland 100 100

At equity konsolidierte Gesellschaften:

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Festkapital Anteil
in %
Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Stichtag der vorliegenden Informationen
Name, Sitz, Land 31.12.2017 31.12.2016 in tausend Währung in tausend
Delticom Russland, Moskau, Russland 49 49 19.570 RUB -14.920 31.12.2017

Die Pnebo Gesellschaft für Reifengroßhandel und Logistik mbH, die Tirendo Holding GmbH, die Giga GmbH und die Deltiparts GmbH haben durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift so weit als möglich in Anspruch.

Nachtragsbericht

Aktienoptionsprogramm

Unter Berücksichtigung der im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 29.04.2014 enthaltenen Vorgaben zu den wesentlichen Merkmalen des Aktienoptionsprogramms 2014 hat der Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Aktienoptionsplan für Arbeitnehmer der Gesellschaft und durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft einen Aktienoptionsplan für Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft eingeführt.

Auf Basis dieser Pläne wurden am 05.01.2018 an die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft Susann Dörsel-Müller, Philip von Grolman, Thierry Delesalle und Andreas Prüfer jeweils 8.000 Aktienoptionen und insgesamt 18.337 Aktienoptionen an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben.

Die Wartezeit beträgt bei allen Aktienoptionen vier Jahre beginnend am jeweiligen Ausgabetag. Die Aktienoptionen sind daher derzeit noch nicht ausübbar. Die Optionsrechte haben jeweils eine Laufzeit von maximal zehn Jahren ab dem Tag des Entstehens des jeweiligen Optionsrechts.

Kündigung Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag

Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der DeltiLog GmbH ist seitens der DeltiLog GmbH am 15.03.2018 mit Wirkung zum 31.12.2021 gekündigt worden.

Nach Abschluss des Berichtszeitraums gab es keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Honorar des Abschlussprüfers

In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden für den Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, folgende Honorare erfasst:

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in Tausend € 2017 2016
Abschlussprüfungsleistungen 204 209
Andere Bestätigungsleistungen 8 2
Steuerberatungsleistungen 0 2
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 212 213

Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen der Delticom AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Für die Delticom AG und die von ihr beherrschten Unternehmen wurden darüber hinaus gesetzliche und freiwillige Bescheinigungsleistungen erbracht.

Entsprechenserklärung zur Übernahme der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat am 20.03.2018 abgegeben und den Aktionären auf unserer Internetseite www.delti.com zugänglich gemacht.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 erstellt. Mit ihrer Hilfe soll beurteilt werden, inwiefern der Konzern Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erwirtschaftet. Dabei werden die Zahlungsströme in Finanzmittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die Darstellung der Zahlungsströme aus laufender Tätigkeit erfolgt dabei mittels der sogenannten indirekten Methode, bei der der Jahresüberschuss um nicht zahlungswirksame Vorgänge modifiziert wird. Der Finanzmittelbestand setzt sich zusammen aus Barmitteln und Guthaben bei Kreditinstituten.

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in Tausend € 31.12.2016 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht-zahlungswirksame Veränderungen 31.12.2017
Erwerbe Wechselkursbedingte Änderungen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts
Langfristige Bankdarlehen 7.188 124 0 0 0 7.312
Kurzfristige Bankdarlehen 12.700 -4.691 0 0 0 8.009
Leasingverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Zur Sicherung langfristiger Ausleihungen gehaltene Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Summe 19.888 -4.567 0 0 0 15.321

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Hannover, 20. März 2018

Thierry Delesalle

Susann Dörsel-Müller

Philip von Grolman

Andreas Prüfer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Delticom AG, Hannover

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Delticom AG, Hannover, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Delticom AG, Hannover, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts für Tirendo

(2) Bilanzierung der Umsatzerlöse

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts für Tirendo

(1) Sachverhalt und Problemstellung

In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 35,3 Mio (17,5 % der Bilanzsumme) unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde von Delticom kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt sind.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest sind im Abschnitt "Bilanzierung und Bewertungsmethoden - Geschäfts- und Firmenwert" des Konzernanhangs enthalten.

(2) Bilanzierung der Umsatzerlöse

(1) Sachverhalt und Problemstellung:

Delticom ist ein E-Commerce-Konzern mit Kompetenzen in den Bereichen Reifen und Autozubehör, eFood sowie Lagerlogistik. Den Großteil der Umsatzerlöse erlöst der Konzern mit dem Verkauf von Reifen an Privatkunden sowie gewerbliche Abnehmer über das Internet, wobei der überwiegende Teil der erzielten Umsatzerlöse mit Privatpersonen erzielt wird. Die erzielten Umsatzerlöse stellen Massentransaktionen dar und prägen die Ertragslage des Konzerns. Die Abwicklung und Überwachung dieser Massentransaktionen erfolgt EDV-gestützt.

Bei den Verkäufen handelt es sich um klassische Liefergeschäfte, die einen Übergang der Chancen und Risiken auf den Kunden bei Empfang der Ware vorsehen, wobei sich die Delticom für die Lieferungen verschiedener Logistikdienstleister bedient.

Die Umsatzerlöse der Delticom AG sowie der Tirendo Deutschland GmbH sind angesichts der Höhe prägend für die Ertragslage des Konzerns. Aufgrund der Massentransaktionen bestehen erhöhte Anforderungen an die EDV-Systeme sowie an die Prozesse zur Sicherstellung der periodengerechten Umsatzrealisierung. Vor diesem Hintergrund ist die Bilanzierung der Umsatzerlöse ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben im Rahmen unserer Prüfung unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit des eingerichteten internen Kontrollsystems zur Abwicklung und Realisation der Umsatzerlöse einschließlich der zum Einsatz kommenden IT-Systeme geprüft. Dabei erfolgte eine Fokussierung auf die von der Delticom AG sowie der Tirendo Deutschland GmbH erzielten Umsatzerlöse.

Die Warenverkäufe sind darüber hinaus mittels Einzelfallprüfungshandlungen in Stichproben geprüft worden. Weiterhin erfolgten analytische Prüfungshandlungen für weitere einbezogene Tochterunternehmen hinsichtlich der Verteilung der Warenverkäufe auf Kundengruppen sowie der zeitlichen Verteilung im Jahresverlauf.

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben zu den Umsatzerlösen sind im Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung - Umsatzerlöse" des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden von uns vor Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

der im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" des Konzernlageberichts enthaltene Verweis auf die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB

der im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" des Konzernlageberichts enthaltene Verweis auf den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 2. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Juni 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2005 als Konzernabschlussprüfer der Delticom AG, Hannover, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Schröder.

 

Hannover, den 20. März 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Schröder, Wirtschaftsprüfer

ppa. Hanno Karlheim, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

bei der Leitung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat den Vorstand im Berichtsjahr regelmäßig beraten und fortlaufend überwacht sowie die ihm sonst nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich haben wir uns mit der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage und mit dem Risikomanagement unserer Gesellschaft befasst. Wir ließen uns alle wesentlichen Einflussgrößen für das Geschäft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten. Vom Vorstand haben wir monatlich schriftliche Berichte mit dem von uns erbetenen Umfang und Inhalt erhalten. Darüber hinaus findet jederzeit ein reger Informations- und Gedankenaustausch über aktuelle Vorkommnisse und Entwicklungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt, insbesondere auch durch regelmäßige Telefonate und Treffen zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Wir standen den Mitgliedern des Vorstands auch außerhalb der Sitzungen stets beratend zur Seite. Eilbedürftige Entscheidungen haben wir im schriftlichen Verfahren getroffen. Alle Beschlüsse wurden im Berichtszeitraum einstimmig gefasst. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Berichtszeitraum Herr Rainer Binder, Herr Michael Thöne-Flöge und Herr Alan Revie an. Herr Rainer Binder ist Vorsitzender des Aufsichtsrats, Herr Michael Thöne-Flöge stellvertretender Vorsitzender sowie Finanzexperte im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG. Ebenso sind die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse im Sinne des § 107 Abs. 3 AktG eingerichtet, weil er dies bei einem Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern nicht für sinnvoll erachtet.

Wesentliche Themen im Aufsichtsrat

Wiederkehrende Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens. Ein wesentliches Thema war die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Logistik. Die Chancen, aber auch die Herausforderungen an Produkte und Geschäftsmodelle, die sich daraus ergeben, wurden ausgiebig diskutiert. Die Delticom AG wird weiterhin ihre Kompetenzen im Bereich Logistik stärken.

Sitzungen und schriftliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2017 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Mitglieder teilgenommen haben, zum Teil im Wege der Telefonkonferenz. Neun Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.

In unserer ersten Sitzung am 21.03.2017 haben wir uns mit dem Jahresabschluss und Lagebericht der Delticom AG sowie dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 und dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des 2016 erzielten Bilanzgewinns befasst. Ebenfalls Gegenstand war die Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Weiter haben wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats für die Hauptversammlung am 02.05.2017 verabschiedet.

In der Sitzung am 02.05.2017 hat der Vorstand über die Geschäfts- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns berichtet und den Frauenanteil im Aufsichtsrat erörtert und diesen erneut auf eine Höhe von 0 % festgesetzt. Als Erreichungsfrist wurde der 30.04.2022 festgelegt.

In der Sitzung am 19.09.2017 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2017. Ferner haben wir -wie von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen - eine Prüfung der Effizienz unserer Arbeit anhand eines Fragenkataloges vorgenommen.

In der letzten ordentlichen Sitzung am 21.11.2017 hat uns der Vorstand über den Gang der Geschäfte berichtet. Ferner haben wir über die Mittelfrist- und Investitionsplanung des Vorstands für die Delticom AG beraten und dieser zugestimmt. In der gleichen Sitzung haben wir den vollständigen Risikobericht zur Kenntnis genommen und uns von der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Zudem haben wir erneut Mitarbeiter und Mitglieder des Vorstands zum Bezug von Aktienoptionen eingeladen. Weitere Zustimmungen erfolgten in Bezug auf den Erwerb der restlichen Gesellschaftsanteile unserer Tochtergesellschaft in Russland, auf die Begebung eines Darlehens an unsere Tochtergesellschaft DeltiCar SAS und die Beauftragung von Nichtprüfungsleistungen unserer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Neben den vier ordentlichen Sitzungen wurden neun Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst:

Diese betrafen die Verlängerung der Dienstverträge von Herrn Delesalle, Herrn von Grolman und von Herrn Prüfer sowie eines Beratungsvertrages mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Binder (03.01.2017), die Ausgabe von Optionsrechten an Bezugsberechtigte und die Festlegung der Ausübungspreise (05.01.2017, 10.01.2017), die weitere Einladung an Bezugsberechtigte zum Bezug von Optionsrechten (21.11.2017, 30.12.2017), die Gründung einer in Japan ansässigen Tochtergesellschaft der Delticom OE (03.03.2017), die Zustimmung zur Erteilung von Prokura (01.08.2017), die Zustimmung zu einer Änderung der Satzung der DeltiTrade GmbH (jetzt: DeltiLog GmbH) (15.08.2017) sowie die Neuaufteilung der Vorstandsressorts (29.08.2017).

Corporate Governance

Am 21.03.2017 haben wir gemeinsam mit dem Vorstand eine Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und auf der Internetseite der Delticom AG (www.delti.com/CG) dauerhaft zugänglich gemacht. Die Entsprechenserklärung wird jährlich nach der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, ansonsten nach Bedarf, aktualisiert.

Darüber hinaus wird über die Corporate Governance bei der Delticom AG im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts im Sinne von Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20.03.2018 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichten für das Geschäftsjahr 2017 beschäftigt, insbesondere dem Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), jeweils zum 31.12.2017, sowie dem Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns und dem Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2017. Die Berichte des Abschlussprüfers, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Abhängigkeitsbericht sowie der Bericht über die Lage der Delticom AG und des Konzerns sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, jeweils für das Geschäftsjahr 2017, wurden uns so rechtzeitig vorgelegt, so dass ausreichend Gelegenheit zur Prüfung bestand. Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Fuhrberger Straße 5, 30625 Hannover, hatte die Abschlüsse zuvor geprüft. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel.

Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermitteln der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme der Gesellschaft und des Konzerns; die Prüfung des Abhängigkeitsberichts für das Geschäftsjahr 2017 durch den Abschlussprüfer hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat seine Bestätigungsvermerke jeweils in uneingeschränkter Form erteilt. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht hat folgenden Wortlaut: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Beurteilung des Risikomanagementsystems festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat, um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Vertreter des Abschlussprüfers berichteten in der Sitzung am 20.03.2018 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und standen dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Dem Bericht des Abschlussprüfers haben wir uns nach eigener Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht, Konzernlagebericht und Abhängigkeitsbericht, jeweils für das Geschäftsjahr 2017, vollumfänglich angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der Delticom AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns im Jahr 2017 angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im vergangenen Jahr.

 

Hannover, den 20. März 2018

Rainer Binder

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Delticom AG gemäß § 161 AktG

Die Delticom AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 21.03.2017 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05.05.2015, veröffentlicht im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 12.06.2015, mit folgenden Abweichungen entsprochen und wird diesen Empfehlungen auch zukünftig mit folgenden Abweichungen entsprechen:

Der Empfehlung gemäß Ziffer 3.8 Absatz 3 des Kodex, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in der D&O-Versicherung zu vereinbaren, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Wir sind der Auffassung, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht verbessert werden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex, dass die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 das System der Vorstandsvergütung grundlegend überarbeitet und ein differenziertes, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung genügendes System geschaffen. Hierbei unterliegt die Summe aus Erfolgs- und Ermessenstantieme einem zweifachen Cap. Es ist jedoch weder ein Cap für die Gesamtvergütung, noch für jede variable Vergütungskomponente einzeln oder Nebenleistungen vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dieses System einen angemessenen Schutz vor ausufernden Vergütungen zu Lasten der Gesellschaft bietet und möchte daher im Interesse der Regelungskonstanz von erneuten Änderungen absehen, wenn er diese nicht für zwingend erforderlich erachtet.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten Ausschüsse im Aufsichtsrat zu bilden, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Nach unserer Auffassung ist es nicht sinnvoll, bei einem mit drei Mitgliedern besetzten Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden. Dementsprechend wurde nicht und wird auch zukünftig nicht den weiteren Empfehlungen in Ziffer 5.3 des Kodex betreffend Aufsichtsratsausschüsse entsprochen.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex, bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele zu benennen und Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festzulegen, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat legt bei seiner Besetzung ausschließlich Wert auf die Kompetenz und Qualifikation der Kandidaten. Wir sind der Auffassung, dass dies im Interesse der Delticom AG ist. Vor diesem Hintergrund hat sich der Aufsichtsrat auch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex gegeben und wird sich auch zukünftig keine solchen konkreten Ziele geben. Dementsprechend wurde nicht und wird auch zukünftig nicht den an die Zielsetzung anknüpfenden Empfehlungen gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex, dass Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien diese Ziele berücksichtigen sollen und dass die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden sollen, entsprochen.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 07.02.2017 hat die Delticom AG seit ihrer Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 19.05.2017 entsprochen und wird die Delticom AG auch zukünftig mit folgenden Abweichungen entsprechen:

Der Empfehlung gemäß Ziffer 3.8 Absatz 3 des Kodex, für die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt in der D&O-Versicherung zu vereinbaren, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Wir sind der Auffassung, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch Vereinbarung eines Selbstbehaltes nicht verbessert werden.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 6 des Kodex, dass die Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2012 das System der Vorstandsvergütung grundlegend überarbeitet und ein differenziertes, den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung genügendes System geschaffen. Hierbei unterliegt die Summe aus Erfolgs- und Ermessenstantieme einem zweifachen Cap. Es ist jedoch weder ein Cap für die Gesamtvergütung, noch für jede variable Vergütungskomponente einzeln oder Nebenleistungen vorgesehen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dieses System einen angemessenen Schutz vor ausufernden Vergütungen zu Lasten der Gesellschaft bietet und möchte daher im Interesse der Regelungskonstanz von erneuten Änderungen absehen, wenn er diese nicht für zwingend erforderlich erachtet.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten Ausschüsse im Aufsichtsrat zu bilden, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Nach unserer Auffassung ist es nicht sinnvoll, bei einem mit drei Mitgliedern besetzten Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden. Dementsprechend wurde nicht und wird auch zukünftig nicht den weiteren Empfehlungen in Ziffer 5.3 des Kodex betreffend Aufsichtsratsausschüsse entsprochen.

Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex, bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats konkrete Ziele zu benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium zu erarbeiten und Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festzulegen, wurde nicht und wird auch zukünftig nicht entsprochen. Der Aufsichtsrat legt bei seiner Besetzung ausschließlich Wert auf die Kompetenz und Qualifikation der Kandidaten. Wir sind der Auffassung, dass dies im Interesse der Delticom AG ist. Vor diesem Hintergrund hat sich der Aufsichtsrat auch keine konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex gegeben und wird sich auch zukünftig keine solchen konkreten Ziele geben. Dementsprechend wurde nicht und wird auch zukünftig nicht den an die Zielsetzung anknüpfenden Empfehlungen gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 3 des Kodex, dass Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien diese Ziele berücksichtigen sollen und dass die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden sollen, entsprochen.

 

Hannover, den 20. März 2018

Andreas Prüfer, Vorstandsmitglied

Philip von Grolman, Vorstandsmitglied

Susann Dörsel-Müller, Vorstandsmitglied

Thierry Delesalle, Vorstandsmitglied

Rainer Binder, Aufsichtsratsvorsitzender