MAGNAT Real Estate AG(vormals: MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA)Frankfurt am MainJahresabschluss zum 31. März 2010Bilanz zum 31. März 2010Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2009 bis 31. März 2010scroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSSDer Jahresabschluss der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA (MAGNAT KGaA) zum 31. März 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft einen Konzernabschluss unter Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf. Da die Gesellschaft durch von ihr ausgegebene Wertpapiere einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 WpHG in Anspruch nimmt, gilt sie als große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 S. 2 HGB und ist daher verpflichtet, die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Die Gliederung der Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB vorgenommen, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB die Gliederung und Bezeichnung der Bilanzposten dahingehend geändert, dass der Bilanzposten „Rücklage für Anteile an einem herrschenden Unternehmen" im Berichtsjahr ergänzt wurde. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZENIm Einzelnen erfolgte die Bilanzierung und Bewertung wie folgt: Anlagevermögen Finanzanlagen Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit diese zum Bilanzstichtag dauerhaft über einem Marktwert oder über dem Zeitwert liegen, der diesem Vermögensgegenstand beizulegen ist, wird diesem Sachverhalt durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bei Wegfall der Gründe für in Vorjahren erfolgte Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens Die Anteile an zum Verkauf bestimmten Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen. Eigenkapital Die Kapitalanteile der persönlich haftendenden Gesellschafterin sind zum Nennwert angesetzt. Sie sind in voller Höhe eingezahlt. Verlustanteile der Komplementärin werden von ihrem Kapitalanteil abgeschrieben. Das Grundkapital ist zum Nennwert angesetzt und in voller Höhe eingezahlt. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Grundlagen der Währungsumrechnung Fremdwährungsposten werden zum Devisenkurs (Geld- bzw. Briefkurs) des Buchungstages bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag berücksichtigt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögen Finanzanlagevermögen Die Angaben zum Anteilsbesitz (Anlage 1) sowie die Entwicklung des Finanzanlagevermögens (Anlage 2) werden in einer gesonderten Anlage zum Anhang dargestellt. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Abschreibungen in Höhe von TEUR 10.324 auf Anteile an verbundenen Unternehmen und auf Ausleihungen an beteiligten Unternehmen vorgenommen, um diese mit den Werten anzusetzen, die diesen am Bilanzstichtag beizulegen sind. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im Berichtsjahr sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Eigenkapital Gemäß Hauptversammlung vom 23. Februar 2009 wurde beschlossen, das Grundkapital im Wege einer ordentlichen Kapitalherabsetzung nach den Vorschriften des Aktiengesetzes (§§ 222 ff. AktG) um 90 % zu reduzieren und Aktien zusammenzulegen. Das Grundkapital der Gesellschaft war im Vorjahr eingeteilt in 52.850.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 und 50.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00. Alle Aktien sind voll eingezahlt. Durch die ordentliche Kapitalherabsetzung wurde das Grundkapital der Gesellschaft von TEUR 52.900 um TEUR 47.610 auf zunächst TEUR 5.290 herabgesetzt. Die Kapitalherabsetzung erfolgte zum Ausgleich eines Anteils in Höhe von TEUR 3.970 des bestehenden Bilanzverlustes in Höhe von TEUR 7.730 und zum Zwecke der Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von TEUR 43.640. Die Herabsetzung erfolgte durch die Zusammenlegung der Aktien nach § 222 Abs. 4 S. 2 AktG im Verhältnis 10 zu 1. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2012 durch Ausgabe von bis zu 26.450.000 neuen Stammaktien in Form von auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage ein- oder mehrmalig in Teilbeträgen um bis zu TEUR 26.450 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007). Den Kommanditaktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu, ein Ausschluss des Bezugsrechts in bestimmten im Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2007 definierten Fällen ist möglich. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2012 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen („Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von nominal bis zu TEUR 100.000 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung auszugeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu TEUR 26.450 nach näherer Maßgabe der im Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2007 definierten Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft wird in diesem Zusammenhang um bis zu TEUR 26.450 bedingt erhöht, durch Ausgabe von bis zu 26.450.000, neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugs- und/oder Wandlungsrechten an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung von der Gesellschaft oder nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- bzw. Wandlungsrechten von diesen Rechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und nicht ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien oder aus genehmigtem Kapital geschaffene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat von diesen Ermächtigungen im Geschäftsjahr 2009/2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats teilweise Gebrauch gemacht und beschlossen, das durch ordentliche Kapitalherabsetzung im Geschäftsjahr 2009/2010 auf zunächst TEUR 5.290 herabgesetzte Grundkapital der Gesellschaft um EUR 8.604.651,00 gegen Sacheinlage auf EUR 13.894.651,00 durch Ausgabe von 8.604.651 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab 1. April 2009 mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen. Gegenstand der Sacheinlage waren sämtliche Aktien der MAGNAT AM AG (vormals R-QUADRAT Holding AG), Wien, Österreich, sowie sämtliche Geschäftsanteile an der Altira ImmoFinanz GmbH, Frankfurt am Main. Zum 31. März 2010 beläuft sich das Grundkapital der Gesellschaft demnach auf EUR 13.894.651,00. Es ist eingeteilt in 13.889.651 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 und 5.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00. Im Berichtsjahr wurde durch die Einbringung der Altira ImmoFinanz GmbH durch die Altira AG, Frankfurt am Main, und Anteile an der MAGNAT AM AG (vormals R-QUADRAT Holding AG) auf Grund des Ausgabebetrags von EUR 3,44 je neue Aktie ein Agio in Höhe von TEUR 20.995 erzielt, das in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt wurde. Der Ausgabebetrag in Höhe von EUR 3,44 je neue Aktie wurde auf Grundlage des selbstermittelten gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurses im Zeitraum vom 5. Juli 2009 bis einschließlich 4. September 2009 ermittelt. Im Rahmen der Kapitalherabsetzung durch die Zusammenlegung der Aktien nach § 222 Abs. 4 S. 2 AktG wurde ein Agio in Höhe von TEUR 43.640 erzielt, das in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt wurde. Die Kapitalrücklage im Vorjahr basiert auf einem aus einer Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2007/2008 erzielten Agio. Mitteilungen nach § 21 WpHG
Rücklage für Anteile an einem herrschenden Unternehmen Die Gesellschaft hat mit notariellem Vertrag vom 25. November 2009 von der MAM-GmbH (vormals: R-QUADRAT Immobilien GmbH) sämtliche Geschäftsanteile der persönlich haftenden Gesellschafterin MAGNAT Management GmbH, Frankfurt am Main, erworben. Durch den Erwerb der Anteile an der Komplementärin ist aus der MAGNAT KGaA eine Einheitsgesellschaft geworden. Die Anteile wurden in den Finanzanlagen unter Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen und eine Rücklage für Anteile an einem herrschenden Unternehmen zum 31. März 2010 in Höhe von EUR 129.914 gebildet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für die Jahresabschlussund Konzernabschlusserstellung und -prüfung (TEUR 310; Vj.: TEUR 284) sowie für Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 48; Vj.: TEUR 15), im Vorjahr auch Drohverluste aus Devisentermingeschäften (TEUR 404). Weiterhin wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 188 für die Verpflichtungen gegenüber der MAGNAT Management GmbH bzgl. der Geschäftsführungstätigkeit bilanziert. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind in einer gesonderten Anlage (Anlage 3) zum Anhang dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 871 (Vj.: TEUR 3.900) resultieren im Wesentlichen aus Verrechnungen. Gegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 4 (Vj.: TEUR 157). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 2.091 (Vj.: TEUR 1) resultieren aus Darlehen und dem Verrechnungsverkehr. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.605 (Vj.: TEUR 2.184) wurden in Höhe von TEUR 699 (Vj.: TEUR 698) im Inland und in Höhe von TEUR 907 (Vj.: TEUR 1.486) im Ausland realisiert. Sie enthalten im Berichtsjahr ausschließlich Weiterbelastungen im Zusammenhang mit der immobilienwirtschaftlichen Beratung von Projektgesellschaften. Abschreibungen Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr Wertberichtigungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 10.324 vorgenommen. Periodenfremdes Ergebnis Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 142 (Vj.: TEUR 7) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die sich im Wesentlichen aus der Anpassung der Drohverlustrückstellungen ergeben. Weiterhin sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 46 (Vj.: TEUR 8) aus der Kostenerstattung für Vorjahre enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 7 (Vj.: TEUR 197) periodenfremde Erträge. Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 39 (Vj.: TEUR 92) periodenfremde Aufwendungen im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung 2008/2009 (Vj.: 2007/2008) sowie übrige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 enthalten. E. SONSTIGE ANGABEN1. Haftungsverhältnisse Die MAGNAT KGaA gab eine Patronatserklärung zu Gunsten der MAGNAT First Development GmbH & Co. KG ab, die sich zum 31. März 2010 auf eine Höhe von TEUR 1.348 beläuft. 2. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Arbeitnehmer. 3. Gesellschaftsorgane Geschäftsführung Die Gesellschaft wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin MAGNAT Management GmbH, Frankfurt am Main, vertreten. Sie hat eine Vermögenseinlage von TEUR 50 erbracht, die nicht auf das Grundkapital geleistet wurde. Die Komplementärin wird wiederum durch die Geschäftsführer Herr Jürgen Georg Faè und Herr Jan Oliver Rüster vertreten. Für die Geschäftsführungstätigkeit erhält die Komplementärin gemäß Satzung einen Aufwandsersatz, welcher in Abhängigkeit vom bilanziellen Eigenkapital der Gesellschaft gemäß konsolidiertem IFRS-Konzernabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr begrenzt ist. Der Aufwandsersatz beträgt maximal 0,5 % des bilanziellen Eigenkapitals. Darüber hinaus erhält die Komplementärin eine Haftungsvergütung in Höhe von 5 % ihres eigenen Stammkapitals, nach derzeitigen Verhältnissen somit TEUR 5 p.a. Alle Beträge verstehen sich gegebenenfalls zuzüglich Umsatzsteuer. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2009/2010 beträgt TEUR 615 (Vj.: TEUR 582). Die Geschäftsführer der MAGNAT Management GmbH sind in folgenden Aufsichtsrats- und Kontrollgremien vertreten: scroll
Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden für Mitglieder der Geschäftsleitung der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA Bezüge in Höhe von TEUR 571 erfasst. Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft, ihre Namen, ausgeübte Tätigkeiten und weitere Funktionen in anderen Kontrollgremien sind nachstehende Aufstellung zu entnehmen. scroll
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009/2010 betragen TEUR 88. Angaben zur Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen: scroll
4. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex werden von der Deutsche Gesellschaft abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. F. UNTERSCHRIFT (§ 245 HGB)
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2010 MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA als Geschäftsführerin der Gesellschaft: Jan Oliver Rüster Jürgen Georg Faè Anteilsbesitz zum 31. März 2010scroll
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Hierbei handelt es sich größtenteils um Angaben der Handelsbilanz II für den IFRS-Konzernabschluss. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009/2010scroll
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LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 20101 Rahmenbedingungen1.1 Gesamtwirtschaftliche Lage Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main (MAGNAT), war die weltwirtschaftliche Entwicklung geprägt von der stärksten Rezession seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. In nahezu allen Regionen ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) infolge der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise zurück. Besonders stark reduzierte sich das BIP in den Industrieländern (-3,6 %). Das globale Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls spürbar (-2,3 %). Dass der Wirtschaftseinbruch nicht noch deutlicher ausfiel, lag vor allem an den wiederkehrenden Wachstumsimpulsen aus Asien. Der asiatische Wirtschaftsraum war somit wesentlich dafür verantwortlich, dass nach dem Konjunktureinbruch Ende 2008 die Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2009 die Talsohle der Rezession durchschritt. Im Jahr 2009 war die Entwicklung der Weltwirtschaft insbesondere durch den Einbruch des internationalen Handels und einen starken Rückgang der Güternachfrage gekennzeichnet. Die Rezession traf neben allen Industrieländern auch aufstrebende Schwellenländer. Auf Seiten der Industrieländer waren besonders exportabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland betroffen. Mit Hilfe konzertierter Aktionen seitens nationaler Notenbanken und Regierungen konnten die globalen Finanzmärkte teilweise stabilisiert werden. Ob diese Stabilisierung nachhaltig war, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht prognostizierbar. Insbesondere fiskalpolitische Maßnahmen in Form von Konjunkturprogrammen halfen, den Wirtschaftsabschwung im Verlauf des Jahres zu mildern. Dies konnte jedoch nicht verhindern, dass das Bruttoinlandprodukt in der Europäischen Union im Jahr 2009 um 4,2 % zurückging. Reales Wirtschaftswachsturn 2008 - 2010 ![]() Quelle: Eurostat, Economist Intelligent Unit In einer Reihe von Industrieländern der Eurozone zeichnete sich bereits im ersten Quartal 2010 ein Aufholen der krisenbedingten Verluste beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ab. Laut jüngsten Meldungen des Eurostat hat sich die Eurozone zum Jahresbeginn aus der Stagnation gelöst. Das BIP stieg im Währungsraum zwischen Januar und März um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Auch schuldengeplagte Länder wir Portugal und Spanien verbuchten Wachstum. Speziell Portugal konnte dabei mit einem Zuwachs von einem Prozent im Winterquartal wieder aufholen. Da die deutsche Wirtschaft weder im vierten Quartal 2009 noch im ersten Quartal 2010 stagnierte, rechnet eine Mehrheit der Ökonomen mit zwei Prozent Wachstum für das Gesamtjahr 2010. Besonders interessante Daten lieferte die veröffentlichte Frühjahrprognose 2010 der EU-Kommission, die zeigte, dass die EU 27 (in der neben Großbritannien vor allem die neuen Mitglieder im Osten den entscheidenden Unterschied machen) wieder ein wenig schneller wächst als die Eurozone. Für Osteuropa bedeutet dies, dass die Region ihre frühere Rolle als Wachstumslokomotive Europas wieder aufzunehmen scheint. Allerdings gehen die Ökonomen davon aus, dass keines der Länder auch nur annähernd in der Lage sein wird, weder in 2010 noch in 2011 an die Wachstumsraten aus dem Jahr 2007 anzuschließen. Dies ist vor allem in der Tatsache begründet, dass in Ost- und Mitteleuropa ein kreditloser Aufschwung festzustellen ist. Gefährlich hoch ist und bleibt in der Region CEE/SEE die Arbeitslosigkeit. Dass die Region CEE/SEE sehr heterogen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung ist, zeigen Länder wie Polen und Tschechien, die im Jahr 2009 mit ihrer wirtschaftlichen Robustheit deutlich herausragten. Während Ungarn, Rumänien, Lettland, Serbien, die Türkei und die Ukraine (CIS) zeitweise keinen Zugang mehr zu privaten Kapitalgebern fanden und deshalb Notkredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) benötigten, haben Polen und Tschechien die Krise aus eigener Kraft gemeistert, und dies mit teilweise erstaunlichem BIP-Wachstum. Um ein differenziertes Bild über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu geben, wird in weiterer Folge auf die einzelnen Regionen bzw. Portfolioländer der MAGNAT eingegangen. Die Verteilung des investierten Eigenkapitals nach Regionen und nach Ländern ist in nachstehender Grafik ersichtlich und zeigt die entsprechende Bedeutung der Länder im MAGNAT-Portfolio auf. Verteilung investiertes Eigenkapital nach Ländern ![]() Verteilung investiertes Eigenkapital nach Regionen ![]() 1.2 Deutschland/Österreich (D/A) Deutschland (D) Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Mit -4,9 % war der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) so stark wie noch nie in der Nachkriegszeit. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Der wirtschaftliche Einbruch in Deutschland fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt. Im Jahresverlauf zeichnete sich jedoch eine leichte Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung auf niedrigem Niveau ab. Im Jahr 2008 war das BIP noch leicht um 1,3 %, in 2007 um 2,5 % und in 2006 sogar um 3,2 % gestiegen. Bemerkenswert im Jahr 2009 war, dass sowohl die Exporte als auch die Ausrüstungsinvestitionen stark einbrachen. Der Außenhandel, der in früheren Jahren ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war, bremste 2009 die wirtschaftliche Entwicklung. Während die Exporte preisbereinigt um 14,7 % sanken, betrug der Rückgang bei den Importen nur 8,9 %. Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - hatte somit wie schon im Jahr 2008 einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP. Mit -3,4 % fiel er 2009 allerdings deutlich stärker aus als 2008 (-0,3 %). In Ausrüstungen wurde insgesamt um ein Fünftel weniger investiert als noch in 2008 (-20,0 %). Die Investitionen in Bauten waren lediglich um 0,7 % niedriger als im Vorjahr. Die einzigen positiven Impulse kamen 2009 von den Konsumausgaben: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,4 %, die staatlichen sogar deutlich um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere der Markt für Gewerbeimmobilien und die Büromieten wurden von der Wirtschaftskrise negativ beeinflusst. Das absolute Transaktionsvolumen im Bereich Gewerbeimmobilien sank dramatisch. In den sechs größten deutschen Bürozentren führte die schwache Nachfrage zu einer Mietpreisreduktion von über 5 % in Premiumlagen. Die Analysten der DGHYP rechnen mit einem weiteren Verfall der Mietpreise im Jahr 2010. Erfreulich hingegen entwickelten sich die Mietpreise im Segment Wohnen. Hier konnte in Städten wie Frankfurt am Main, Düsseldorf und Hamburg ein Anstieg zwischen 2 % und 3 % verzeichnet werden. Die Analysten von DGHYP gehen in diesen „guten" Lagen von weiteren Mietpreissteigerungen oberhalb der Inflationsrate in 2010 aus. Österreich (A) Österreich verzeichnete im Jahr 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um -3,5 % die stärkste Rezession seit Jahrzehnten. Im vierten Quartal 2009 zeichneten sich jedoch erste Erholungstendenzen ab. Das Wachstum der österreichischen Wirtschaft wurde im vierten Quartal 2009 von zwei Faktoren getrieben: Die österreichischen Unternehmen bauten ihre Lagerbestände, die sie im Verlauf der Krise abgebaut hatten, wieder auf. Darüber hinaus entwickelten sich die Exporte aufgrund der anziehenden internationalen Konjunktur dynamisch. Diese Entwicklung hielt in den ersten Monaten des Jahres 2010 an. Darauf deuten die Ergebnisse des auf LKW-Fahrleistungsdaten der ASFINAG basierenden OeNB-Exportindikators hin. Dabei profitieren die österreichischen Exporteure sowohl vom sinkenden Außenwert des Euro als auch von einer besseren Auftragslage. Die gesamten Auftragseingänge, die im Verlauf der Krise um rund 30 % eingebrochen waren, haben mittlerweile die Hälfte dieses Rückgangs wieder wettmachen können. Zuletzt überraschten vor allem die Auslandsaufträge positiv. Der private Konsum, der sich bisher - wenn auch mit niedrigen Wachstumsraten - relativ stabil entwickelte, wird in den nächsten Quartalen keine wesentliche Konjunkturstütze darstellen können. Die gestiegene Arbeitslosigkeit und die konjunkturell bedingt niedrigen Lohnabschlüsse für das Jahr 2010 sprechen laut Österreichischer Nationalbank für eine schwache Konsumdynamik im ersten Halbjahr 2010. Am Wiener Wohnungsmarkt sind hingegen keine relevanten Einbrüche festzustellen. Wohnungskäufer waren auf der Suche nach kleineren Wohnungen als alternative Anlagemöglichkeiten. Dabei haben sich in den letzten Monaten neue Kundenschichten wie vermögende Privatpersonen als potenzielle Käufer erwiesen, die Wohnungen ankaufen, um Liquidität konservativ und sicher zu veranlagen. Dabei liegen laut Colliers International die gewünschten Renditen zwischen 4 % und 6 %, je nach Lage, Zustand und Entwicklungspotenzial. Durch die erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen musste ein zwischenzeitlicher Nachfrageeinbruch im Segment Hotelimmobilien verzeichnet werden. Insgesamt zeigte sich der österreichische Immobilienmarkt als äußerst robust und korrelierte damit ähnlich zum deutschen Immobilienmarkt. 1.3 Zentral- und Osteuropa (CEE) und Südosteuropa (SEE) Polen (PL) Polen ragte im Jahr 2009 mit seiner wirtschaftlichen Robustheit heraus. Polen gehörte 2009 zu den wenigen Ländern, die ein positives Wirtschaftswachstum von 1,7 % verzeichneten. Für das erste Halbjahr 2010 erwartet der stellvertretende Ministerpräsident Pawlak nun ein Wirtschaftswachstum von mehr als 2 %. Für eine neue Anleihe Polens von rund EUR 3 Milliarden lagen im Frühjahr 2010 Gebote von EUR 6 Milliarden vor. Ein deutlich positives Signal, wie die internationalen Märkte diese Region einschätzen. Dabei musste Polen lediglich einen Renditeaufschlag von 1,43 Prozentpunkten auf Bundesanleihen bieten, um die 15 Jahre laufenden Anleihen reibungslos auf dem Markt unterzubringen. Die Analysten von CB Richard Ellis gehen davon aus, dass Polen in den kommenden Jahren ein Wirtschaftswachstum zwischen 3 % und 4 % ausweisen wird. Der Wohnungsmarkt in Polen zeigte sich laut REAS stabil und wies im vierten Quartal 2009 deutliches Wachstum im Vergleich zu den Vorquartalen aus. Die Situation am Immobilienmarkt verbesserte sich sukzessive auf Grund eines deutlich erhöhten Volumens von Hypothekendarlehen, Preisreduktionen und eines reduzierten Bestands an Fertigstellungen im Segment Wohnimmobilien. Die Analysten von REAS sind für den Bereich Wohnimmobilien vorsichtig optimistisch. Es scheint, als ob die polnischen Banken im Jahr 2010 das Volumen an Hypothekendarlehen weiter erhöhen werden und wieder deutlich mehr Finanzierungen für Immobilienentwicklungsprojekte vergeben werden. Rumänien (ROM) Nach mehreren Jahren eines beeindruckenden BIP-Wachstums (zuletzt im Jahr 2008 7,3 Prozent) wurde Rumänien von der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise unmittelbar getroffen. Im Jahr 2009 lag das Negativwachstum der Wirtschaft bei 7,1 %. Zuletzt war ein Negativwachstum der rumänischen Wirtschaft im Jahr 1999 verzeichnet worden (-1,1 %). Im Jahr 2010 wird wieder mit einem leichten Positivwachstum (0,8 %) gerechnet, gefolgt von einem erstarkenden Wirtschaftswachstum im Jahr 2011. In den Vorjahren hatte die starke, zum großen Teil kreditfinanzierte Binnennachfrage trotz einer gleichzeitigen Steigerung des Exportvolumens zu einem beträchtlichen Leistungsbilanzdefizit geführt (2008: rund EUR 16,84 Milliarden). Trotz krisenbedingten Exportrückgangs verringerte sich aufgrund des starken Einbruchs der Importe im Jahr 2009 das beträchtliche Leistungsbilanzdefizit der Vorjahre (2008: rund EUR 16,84 Milliarden) um circa 69 % und betrug EUR 5,054 Milliarden. Zur Stützung seiner Wirtschaft hat Rumänien im Mai 2009 ein umfangreiches Finanzierungspaket von IWF, EU, Weltbank und EBWE erhalten. Der IWF stellt Rumänien EUR 12,95 Milliarden durch einen zweijährigen Stand-By-Kredit bereit. Die Europäische Union stellt parallel fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Bis Anfang März 2010 waren circa EUR 9,32 Milliarden des IWF-Kredites und EUR 1,5 Milliarden der EU-Gelder bereits an Rumänien ausgezahlt worden. Rumänien strebt für 2015 die Einführung des Euro an, was von vielen Beobachtern als optimistisch angesehen wird. 2012 will Rumänien die Vorstufe zur Euro-Einführung erreichen und dem Europäischen Wechselkursmechanismus ERM-II beitreten. Laut CB Richard Ellis erwies sich der Wohnungsmarkt in Bukarest als äußerst schwach. Die Nachfrage brach in 2009 zur Gänze ein, der Preisverfall im Segment „Wohnen" war exorbitant und das Volumen an Fertigstellungen reduzierte sich deutlich. Im zweiten Halbjahr 2009 reduzierten sich die Preise laut CB Richard Ellis für fertig gestellte Neubauwohnungen um bis zu 50 %. Die Regierung unternahm den Versuch, den Immobilienmarkt über die deutliche Erhöhung an gewährten Hypothekendarlehen zu stimulieren. Ein positiver Trend war 2009 nicht gegeben und auf Grund der schwindenden Liquidität gehen die Marktbeobachter davon aus, dass die Preise auch im Jahr 2010 weiter deutlich fallen werden. Diesem Umstand konnten sich nur wenige sehr günstig gelegene Gegenden entziehen. Bulgarien (BG) Bulgarien wies für das Jahr 2009 einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 5,0 % aus. Als Folge der wirtschaftlichen Talfahrt stieg die Arbeitslosenrate laut CB Richard Ellis auf 9,1 %. Gleichzeitig reduzierten sich die ausländischen Direktinvestitionen um 57 %. Seit Ende 2009 zeichnet sich ab, dass das Maastricht-Kriterium „Defizit" einem schnellen Beitritt zur Eurozone entgegensteht; eine Nachberechnung hatte ergeben, dass der Haushalt des Jahres 2009 einen Fehlbetrag von 3,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufweist. Für 2010 wird ein ähnlicher Saldo erwartet. Um ihn zu reduzieren, hat Bulgarien bereits seit Mitte 2009, anders als die anderen europäischen Staaten, auf konjunkturstimulierende Maßnahmen verzichtet und fuhr im Gegenteil einen strikten Sparkurs. Dieser wird seit Frühjahr 2010 verstärkt fortgesetzt. Kurz vor Ostern 2010 wurde von der Regierung ein "Antikrisenpaket" beschlossen, aus dem sich der Staat Einnahmen bzw. Einsparungen in Höhe von 1,6 Milliarden Lev verspricht. Der Antrag auf Beitritt zum Wechselkursmechanismus II wurde um mindestens ein Jahr verschoben. Nachdem die Nachfrage nach Wohnimmobilien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 komplett zum Erliegen kam, zeichnete sich im August/September eine leichte Belebung des Marktes ab. Diese Belebung war zurückzuführen auf einen leichteren Zugang zu Hypothekardarlehen, fallenden Zinsen und sinkenden Immobilienpreisen. Nach Angaben von Colliers International sind private Investitionen in den Immobilienbereich zum Erliegen gekommen und nur sehr wenige Bauprojekte werden im Jahr 2010 fertig gestellt werden. Colliers International geht davon aus, dass sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 die Preise stabilisieren werden. Mit einer vollständigen Belebung des Marktes rechnen die Analysten nicht vor 2011/2012. Türkei (TR) Die Türkei zeigte ähnlich rezessive Tendenzen wie die westlichen Industrieländer und meldet für die ersten drei Quartale des Jahres 2009 einen Einbruch des Bruttosozialproduktes von -6,0 %. Dies war nach sieben Jahren permanenten Wachstums von jährlich rund 7 % der erste rezessive Einschnitt. Die Analysten des Internationalen Währungsfonds gehen aber davon aus, dass die Türkei bereits im Jahr 2010 wieder ein deutliches Wirtschaftswachstum von rund 4,7 % ausweisen wird. Ein erster Indikator ist das positive BIP im vierten Quartal 2009, das zu einem Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2009 von -4,7 % führte. Zum Vergleich: Für die CEE-Region werden 1,8 % Wirtschaftswachstum prognostiziert und für die Eurozone 0,3 %. Hier spielen insbesondere die demographischen Faktoren eine Rolle: Ein Viertel der türkischen Bevölkerung ist jünger als 25 Jahre, 60 % sind unter 59 Jahren. Diese Gruppen gelten als besonders konsumfreudig. Dennoch stagnieren in der Türkei, wie in anderen Länden auch, manche Projektentwicklungen auf Grund des Liquiditätsengpasses und wegen der beschränkten Kreditvergabe durch die Banken. Daher waren in den vergangenen Monaten wenige große Immobilientransaktionen zu beobachten, da die Renditeerwartungen ausländischer Investoren höher waren als der Verkaufsdruck türkischer Eigentümer. Laut CB Richard Ellis liegen die Renditen bei Spitzenobjekten in Istanbul bei rund 8,5 %. Istanbul vereinnahmt rund 80 % des gesamten türkischen Büroimmobilienmarktes. Dabei ist ein wesentlicher Unterschied zwischen Istanbul und anderen europäischen Metropolen, dass es in Istanbul an den zentralen Bürostandorten kaum nennenswerten Leerstand gab. So waren im „Central Business District" kaum noch Büroflächen verfügbar. Der Standort Istanbul ist mit „Class-A-Buildings" unterversorgt, von daher wird mit steigenden Mietpreisen gerechnet, zumal im Jahr 2009 die Mietpreise um bis zu 10 % gesunken waren. 1.4 Gemeinschaft unabhängiger Staaten (CIS) Russland (R) Russland ist auch weiterhin von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzmarktkrise betroffen. 2009 ging das BIP real um 7,9 % zurück. Für 2010 ist ein Wachstum von bis zu 4,5 % prognostiziert. Die Inflation betrug 2009 8,8 %, für 2010 wird mit einer Inflation von ca. 7,5 % gerechnet. In wichtigen Wirtschaftssektoren, so auch im Baugewerbe, gab es im Jahr 2009 erhebliche Produktionseinbrüche. Der Rückgang des Ölpreises hat nach Jahren der Haushaltsüberschüsse 2009 erstmals wieder zu einem Defizit von -5,9 % geführt. Hinzu kommen ein Rückgang ausländischer Investitionen von rund -21 %, Liquiditätsprobleme für den Bankensektor und die Realwirtschaft sowie eine deutliche Abwertung des Rubels. Seit Beginn der Wirtschaftskrise wurde der Rubel gegenüber dem Währungskorb Euro/Dollar erheblich abgewertet, in der Spitze um bis zu 26 %. Trotz dieser Krisensymptome ist und bleibt Russland der größte Markt in Zentral- und Osteuropa. Der deutliche Anstieg des Investitionsvolumens im vierten Quartal 2009 um 176 % im Vorjahresvergleich sorgte auf den internationalen Märkten für einen gewissen Optimismus bezüglich einer nachhaltigen Erholung der russischen Wirtschaft. Am Wohnungsmarkt in Russland, insbesondere in Moskau, zeichnete sich laut den Analysten von Knight Frank im Frühjahr 2010 eine Steigerung der Transaktionen von 71 % ab. Die Anzahl der Transaktionen im ersten Quartal 2010 stieg um 66 % im Vergleich zum Vorjahr 2009. Die Preise für Neubauwohnungen stiegen im März um 0,3 %. Auch der Büromarkt zeigte im Frühjahr 2010 positive Signale. Der Leerstand in diesem Segment reduzierte sich in Moskau auf 18,6 %, so die Analysten von Jones Lang LaSalle. Ukraine (UA) Die Ukraine wurde von der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise besonders stark getroffen. Das Wachstum brach 2009 um 15,2 % ein, die Exporte gingen um 40 % zurück, die industrielle Produktion fiel um ca. 22 %, die Arbeitslosigkeit stieg auf über 9 % und die Reallöhne sanken um etwa 10 %. Die Landeswährung Hryvnya verlor ebenfalls stark an Wert. Einzig die Inflationsrate sank bis Ende 2009 von über 20 % auf 12,3 %. Gründe für die große Verletzlichkeit der ukrainischen Volkswirtschaft waren und sind die hohe Abhängigkeit von einem wenig diversifizierten Exportsektor einerseits und von Energieimporten bei gleichzeitig steigenden Preisen andererseits, eine hohe private Auslandsverschuldung und ein aufgrund eines großen Anteils kurzfristiger Auslandsverbindlichkeiten schwacher Bankensektor. Durch die Krise gerieten die Staatsfinanzen im Jahr 2009 deutlich unter Druck. Das Budgetdefizit lag 2009, je nachdem, welche Ausgaben mitgerechnet werden, zwischen 5,4 % und 10,6 %. Der IWF stellte einen Unterstützungskredit von USD 16,4 Mrd. zur Verfügung, von dem bis Ende 2009 drei Tranchen ausgezahlt wurden. Danach wurde das Programm vorläufig ausgesetzt, weil die damit verbundenen Auflagen (vor allem restriktive Fiskalpolitik und Sanierung des defizitären Energiekonzerns Naftogas) aufgrund der innenpolitischen Situation in der Ukraine nicht erfüllt wurden. Die Immobilienwirtschaft in der Ukraine wurde ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. So reduzierte sich laut Jones Lang LaSalle die Anzahl fertig gestellter Immobilien um rund 66 % im Vergleich zum Vorjahr 2008. Im Bereich Büroimmobilien hatten sich im vierten Quartal 2009 die Mietpreise und Leestände stabilisiert. Aufgrund der schwachen ökonomischen Entwicklung und der Fertigstellung weiterer Büroimmobilien wird sich die Leerstandsrate vermutlich nochmals leicht erhöhen. Somit könnten die Mietpreise in 2010 nochmals unter Druck geraten. Die dramatische Lage lässt sich besonders gut veranschaulichen, wenn man die Leerstandsrate betrachtet. Kiew wies mit einer Leerstandsrate von über 16 % im Frühjahr 2010 eine der höchsten Leerstandsraten Europas aus. Derzeit nutzt die Mieterseite die Situation entweder, um die Mietpreise zu reduzieren, oder mehr und bessere Fläche zu reduzierten Kosten anzumieten. Georgien (GEO) Die aktuelle wirtschaftliche Lage steht noch im Zeichen der Nachwirkungen des georgisch-russischen Krieges, mittlerweile aber mehr noch im Zeichen der Auswirkungen der globalen Wirtschafts- und Finanzmarktkrise. Zwar hielten sich die unmittelbaren Kriegsschäden in einem überschaubaren Rahmen. Viel schwerer wiegen jedoch die indirekten Folgen, die sich in einem Einbruch der ausländischen Direktinvestitionen bemerkbar machten und von einem gewissen Vertrauensverlust in die Stabilität des georgischen Marktes zeugten. Die Turbulenzen auf den internationalen Wirtschafts- und Finanzmärkten drosselten die Bereitschaft ausländischer Unternehmen, in Georgien zu investieren, zusätzlich. So reduzierten sich im ersten Halbjahr 2009 die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um rund 37 % und ausländische Direktinvestitionen (FDI) reduzierten sich um 80 % im ersten Halbjahr 2009. Dabei erwies sich die Landeswährung „Lari" als äußerst solide. Georgien wies für das Jahr 2009 nach Angaben der EBRD einen Rückgang des Bruttosozialprodukts von 4 % aus. Für die kommenden Jahre wird mit einem moderaten Wirtschaftswachstum gerechnet. Laut Angaben der „National Investment Agency" ist der Immobilienmarkt einer der am stärksten wachsenden Wirtschaftssektoren in Georgien. Dies liegt begründet in der Tatsache, dass die Hauptstadt Tiflis mit 16 m2 Wohnfläche pro Person den niedrigsten Wert im Vergleich zu allen europäischen Hauptstädten aufweist. So stehen einer Person in den EU 15 vergleichsweise rund 36 m2 Wohnfläche zur Verfügung. Des Weiteren gibt es eine klare Tendenz der georgischen Bevölkerung zu westlichem Wohnstandard. Dies sollte eine stimulierende Wirkung auf den Bausektor in Georgien haben. 2 Geschäftstätigkeit2.1 Strategie MAGNAT ist eine in Frankfurt am Main börsennotierte Immobilienentwicklungsgesellschaft mit Fokus auf Nutzung von Sondersituationen im Heimatmarkt in Deutschland und in Österreich sowie auf Land Banking und Immobilien-Development in Ost- und Südosteuropa sowie der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Das Geschäftsmodell der MAGNAT beruht auf Gewinnen aus der Hebung von Wertschöpfungspotenzialen in Sondersituationen, Erträgen durch Land Banking (den Kauf und Verkauf von Grundstücken) sowie auf der Erzielung von Entwicklerrenditen. Dabei fokussiert sich MAGNAT auf Immobilienmärkte, die interessante Entwicklungszyklen aufweisen: Auf Sondersituationen, auf unterbewertete Märkte im Rahmen antizyklischer Investments sowie auf Märkte mit hohem volkswirtschaftlichem Wachstum. Dabei erzielt MAGNAT laufend Mieterträge durch Wohn- und Gewerbeportfolien in Deutschland, ergänzt um ein Investment in Österreich. In der Region Zentral-, Ost- und Südosteuropa ist MAGNAT im Rahmen von Entwicklungsaktivitäten in Polen, Rumänien, Bulgarien und der Türkei sowie in der Region der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten in der Ukraine und Georgien investiert. Zentraler Bestandteil der MAGNAT-Strategie stellt die Diversifizierung des Risikos durch einen ausgewogenen Asset-Mix dar. Die Streuung des Risikos erfolgt dabei in dreifacher Hinsicht:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte durch die Integration der R-QUADRAT Immobilien-Gruppe das neue Geschäftsfeld Asset Management in den MAGNAT-Konzern integriert werden. Seit April 2010 erfolgt die Leistungserbringung der Gruppe unter der Marke MAGNAT Asset Management. ![]() Die MAGNAT Asset Management-Gruppe positioniert sich folgendermaßen:
Für den MAGNAT-Konzern ergeben sich aus der Integration des ehemaligen externen Asset Managers wesentliche Vorteile:
2.2 Geschäftstätigkeit Im Mittelpunkt der Strategie steht es, Wertsteigerungspotenziale zu heben. Das anhaltend schwierige Wirtschaftsumfeld macht jedoch Anpassungen notwendig. Die Gesellschaft strebt bei den Immobilienentwicklungsprojekten, aber auch beim Immobilienhandel an, die Projekte möglichst nach kurzer bis mittlerer Haltezeit wieder zu veräußern. Insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Auswirkungen der Finanzmarktkrise scheint es derzeit Wert schaffend, Investments auch länger zu halten und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt weiter zu entwickeln. Als richtige Strategie in der anhaltenden weltweiten Wirtschaftskrise erweist es sich, das Risiko in Osteuropa zu reduzieren. Die Sicherung der Liquidität der Gesellschaft bleibt oberste Priorität. Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum lag in der Entwicklung der Immobilieninvestments und der Vorbereitung möglicher Exitszenarien. ![]() Die operativen Geschäftsbereiche der MAGNAT werden seit erfolgter Integration des Asset Managers unterteilt in die Segmente Investments und Asset Management. 2.3 Geschäftsbereich Investments Der Geschäftsbereich Investments beinhaltet die Sub-Segmente Bestand, Land Bank, Value Added und klassisches Development. Das Bestandsportfolio der MAGNAT definiert sich unter anderem durch eine Strategie der mittelfristigen Behaltedauer, eines nicht mehrheitlichen Anteilsbesitzes und einer nicht beherrschenden Einflussnahme auf das Gesamtinvestment. Das Development-Portfolio umfasst die klassische Projektentwicklung, also den Erwerb eines Grundstückes und die Errichtung einer oder mehrerer neuer Immobilien auf dem bis dahin unbebauten Grundstück, die Revitalisierung bestehender Immobilien durch Sanierungs-, Modernisierungs- und Umnutzungsmaßnahmen sowie den Einstieg in bereits bestehende Immobilien-Entwicklungsprojekte in unterschiedlichen Phasen. Ziel ist es, die Immobilien nach Fertigstellung entweder als Ganzes (gegebenenfalls durch Verkauf der Anteile an der Projektgesellschaft in Form eines „share deals") oder in einzelnen Einheiten (z.B. in Form von Wohnungseigentum) zu verkaufen. Das Land Bank-Portfolio beinhaltet Grundstücke mit Wertsteigerungspotenzial. Ausserdem werden Projekte je nach wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dem Bereich Land Bank zugeordnet, sofern noch keine baulichen Aktivitäten begonnen wurden. Land Bank-Projekte bieten mehrere Entwicklungsoptionen: Zum einen können bei entsprechendem wirtschaftlichen Umfeld Wertsteigerungen durch einen Verkauf realisiert werden oder zum anderen bei Vorliegen von Finanzierungen Entwicklungsprojekte gestartet werden. Im letzteren Fall würde eine Reklassifizierung in den Bereich Development (klassische Projektentwicklung) erfolgen. Das Value Added-Portfolio umfasst den An- und Verkauf von bereits fertig gestellten bzw. kurz vor Fertigstellung stehenden Immobilien, die bereits ganz oder teilweise vermietet sind bzw. zur Vermietung bestimmt sind. Typischerweise tätigt die Gesellschaft während ihrer Besitzzeit dabei wertsteigernde Maßnahmen, etwa durch die Optimierung des Mietmanagements, den Abbau von Leerständen und die Ausschöpfung von Mieterhöhungspotenzialen zur Optimierung der laufenden Einnahmen. Auch bauliche Verbesserungen sowie gezielte Sanierungsmaßnahmen werden vorgenommen, sofern die Gesellschaft hierin einen Wertbeitrag sieht („Upgrading von Immobilien"). Dementsprechend werden in diesem Bereich neben vom Betrag her untergeordneten laufenden Erträgen aus den einzelnen Investments in Form von Mieterträgen insbesondere Veräußerungsgewinne im Zuge des Abverkaufs angestrebt. Das Bestreben von MAGNAT liegt in der optimierten Verwertung des Portfolios. 2.4 Geschäftsbereich MAGNAT Asset Management Seit der Integration des externen Asset Managers im Geschäftsjahr 2009/2010 betreut MAGNAT externe Mandate im Immobilienbereich durch ihren neuen Geschäftsbereich MAGNAT Asset Management. Der Tätigkeitsbereich in diesen Mandaten umfasst insbesondere den Kauf, die Entwicklung bzw. das laufende Management sowie die Vermietung und den Verkauf von Immobilien im Auftrag von Investoren. MAGNAT Asset Management ist gegenwärtig, neben der Erbringung der Asset Management-Leistungen für den MAGNAT-Konzern, im Rahmen der folgenden Mandate tätig:
Des Weiteren führt MAGNAT im Bereich Asset Management Entwicklungsprojekte auf eigenes Risiko durch. Diese Immobilienprojekte bzw. Bauherrenmodelle werden zuerst direkt im Geschäftsfeld Asset Management erworben, entwickelt, verwaltet, vermietet oder verkauft bzw. zum Verkauf an Investoren aufbereitet. Die Projektergebnisse fallen vollständig innerhalb des MAGNAT-Konzerns an. Bei den Entwicklungsprojekten ist beabsichtigt, den Projektgewinn mit keinem bzw. mit minimalem Eigenkapitaleinsatz und kurzer Haltedauer zu realisieren. Diese Eigenschaften weisen insbesondere Bauherrenmodelle und Beteiligungsmodelle auf, sowie Immobilien, die auf ein reines Durchhandeln des Objekts angelegt sind. Bei Bauherrenmodellen ergeben sich für MAGNAT folgende Ergebniskomponenten, die ihr direkt oder indirekt im Jahr der Platzierung des jeweiligen Modells zugutekommen:
Im Jahr 2009 platzierte die jetzige MAGNAT Asset Management GmbH das Bauherrenmodell „Schumanngasse 16" in Wien mit einer Gesamtfläche von 1.800 m2 und erzielt durch dieses Projekt einen Ergebnisbetrag von EUR 1,6 Mio. Das Objekt befindet sich in der Schumanngasse 16/Ecke Martinstraße im 18. Wiener Bezirk. Das bestehende Gebäude soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Ende 2010 soll nach Genehmigung aller Förderungsmaßnahmen der Startschuss für die umfangreichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten fallen. Nach Fertigstellung sollen auf einer bewerteten Gesamtnutzfläche von ca. 1.600 m2 rund 20 bestens ausgestattete Wohnungen zwischen 50 m2 und 100 m2 sowie ca. 25 Tiefgaragenplätze zur Verfügung stehen. Für das Geschäftsjahr 2010 befindet sich das Bauherrenmodell „Kastnergasse 16-18" in Wien bereits im Vertrieb. Das Objekt befindet sich in der Kastnergasse 16-18/Ecke Blumengasse im 17. Wiener Bezirk. Die Liegenschaft liegt im Förderungszielgebiet des wohnfonds_wien, so dass um Rendite steigernde Förderungsmaßnahmen wie beispielsweise zinsgünstige Landesdarlehen oder Zuschüsse zur Parkraumschaffung angesucht werden kann. Ende 2012 soll nach Genehmigung aller Förderungsmaßnahmen der Startschuss für die umfangreichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten fallen. Die bestehenden Gebäude sollen abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Der Innenhof soll soweit möglich begrünt werden. Nach Fertigstellung sollen auf einer bewerteten Gesamtnutzfläche von knapp 4.000 m2 rund 50-60 bestens ausgestattete Wohnungen zwischen 40 m2 und 100 m2 sowie ca. 60 Tiefgaragenplätze zur Verfügung stehen. Darüber hinaus prüft MAGNAT Asset Management anlassbezogen den Ankauf von kleineren Mietrenditeobjekten, die aus „Distressed Situationen" kurzfristig auf den Markt kommen, mit dem Ziel einer zügigen Weiterveräußerung. Ende 2009 wurde mit dem Projekt „Widerhofergasse" eine solche Transaktion erfolgreich umgesetzt. 2.5 Geschäftsaktivitäten in den Regionen Die Gesellschaft hat seit ihrer Gründung im Bereich der Immobilienentwicklung in Projekte in den Ländern Polen, Ukraine, Deutschland, Bulgarien, Rumänien, Österreich, Georgien, der Türkei und Russland investiert. Dabei hat sich die Gesellschaft jedoch stets auf Ballungsräume in ausgewählten Wachstumsmärkten konzentriert. ![]() 2.6 Forschung & Entwicklung Die Gesellschaft betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. 3 Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Die am 20. April 2009 wirksam gewordene ordentliche Kapitalherabsetzung im Verhältnis 10:1 wurde vom 29. April auf den 30. April 2009 umgesetzt. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 08. September 2009 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 5.290.000,00 um EUR 8.604.651,00 auf EUR 13.894.651,00 durch teilweise Ausnutzung der von der Hauptversammlung am 30. August 2007 erteilten Ermächtigung (Genehmigtes Kapital 2007/11) zu erhöhen. Die vollständige Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 23. November 2009 in das Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital beträgt demnach EUR 13.894.651,00. Es ist eingeteilt in 13.894.651 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00. Alle Aktien sind voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt gemäß der Satzung der Gesellschaft in der Hauptversammlung eine Stimme. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Die statuarischen Sonderpflichten der R-QUADRAT Immobilien Beratungs GmbH, (welche im Jahr 2009 auf die MAGNAT Asset Management GmbH verschmolzen wurde), die bisher sämtliche Namensaktien hielt, wurden in der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Oktober 2009 aufgehoben und die 5.000 Namensaktien in auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 per Aktie umgewandelt. Damit sind sämtliche bisher bestehenden Beschränkungen betreffend die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien weggefallen. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Folgende Aktionäre sind mit mehr als 10 % der Stimmrechte beteiligt: scroll
4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Entsprechende Aktien sind nicht vorhanden. 5. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Entsprechende Beteiligungen sind nicht vorhanden. 6. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der persönlich haftenden Gesellschafterin und über die Änderung der Satzung 6.1. Ernennung und Abberufung der persönlich haftenden Gesellschafterin Die persönlich haftende Gesellschafterin, welche die Geschäfte der Gesellschaft führt und die Gesellschaft gegenüber Dritten vertritt, kann von Organen der Gesellschaft weder ernannt noch abberufen werden, da sie Gesellschafterin der Gesellschaft ist. Gesellschafter können jedoch in die Gesellschaft eintreten und aus dieser ausscheiden. 6.1.1. Eintritt neuer Komplementäre Regelungen über die Aufnahme weiterer persönlich haftender Gesellschafter enthält die Satzung nicht. Die Aufnahme neuer Komplementäre ist deshalb nur durch Satzungsänderung möglich. 6.1.2. Ausscheiden der Komplementärin Die Komplementärin scheidet nur durch Ausschließung bei Vorliegen eines wichtigen Grundes oder in den von der Satzung vorgesehenen Fällen aus. Gemäß der Satzung scheidet die persönlich haftende Gesellschafterin in den folgenden Fällen aus der Gesellschaft aus:
6.2. Ernennung und Abberufung der Geschäftsführer der Komplementärin Die Geschäftsführer der Komplementärin werden durch die Gesellschafterversammlung der Komplementärin berufen und abberufen. Da die Gesellschaft alle Anteile an der Komplementärin hält, ist die Komplementärin nach der Satzung der Gesellschaft von der Geschäftsführung und Vertretung ausgeschlossen, soweit es um die Wahrnehmung der Gesellschafterrechte bei der Komplementärin selber geht. Die Vertretung und Wahrnehmung der Gesellschafterrechte in der Gesellschafterversammlung der Komplementärin obliegt dem Aufsichtsrat der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat wird in der Gesellschafterversammlung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vertreten. Der Aufsichtsrat hat jedoch über die Vertretung Beschluss zu fassen. Da der Aufsichtsrat die Vertretung bei der Wahrnehmung der Gesellschafterrechte der Komplementärin übernimmt, hat er somit maßgeblichen Einfluss auf die Ernennung und Abberufung der Geschäftsführer der Komplementärin. Die Bestellung der Geschäftsführer der Komplementärin kann zu jeder Zeit von der Gesellschafterversammlung der Komplementärin widerrufen werden. 6.3. Änderung der Satzung Jede Satzungsänderung bedarf eines Hauptversammlungsbeschlusses mit einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Zusätzlich bedürfen Satzungsänderungen der Zustimmung der Komplementärin. 7. Befugnisse der persönlich haftenden Gesellschafterin, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen 7.1. Genehmigtes Kapital Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2012 durch Ausgabe von bis zu Stück 17.845.349 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien in Form von Stückaktien im rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Aktie gegen Bar- oder Sacheinlagen ein- oder mehrmals in Teilbeträgen um bis zu EUR 17.845.349,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007). Den Kommanditaktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Kommanditaktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
7.2. Bedingtes Kapital Die persönlich haftende Gesellschafterin ist des Weiteren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2012 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder auf den Namen lautende Optionsschuldverschreibungen („Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von nominal bis zu EUR 100.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung auszugeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 26.450.000,00 nach näherer Maßgabe der im Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2007 definierten Options- bzw. Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital der Gesellschaft wird in diesem Zusammenhang um bis zu EUR 26.450.000,00, eingeteilt in bis zu 26.450.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugs- und/oder Wandlungsrechten an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die nach Maßgabe der Ermächtigung der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 30. August 2007 begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt gemäß dem im Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 30. August 2007 zu TOP 7 jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- bzw. Wandlungsrechten von diesen Rechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder aus genehmigtem Kapital geschaffene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die Aktien nehmen - sofern sie durch Ausübung bis zum Beginn der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft entstehen - vom Beginn des vorhergehenden Geschäftsjahres, ansonsten jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Von den Ermächtigungen wurde im Geschäftsjahr 2009/2010 kein Gebrauch gemacht. 7.3. Befugnis Aktien zurückzukaufen Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. Oktober 2009 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 28. Oktober 2014 bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder bereits besitzt, nicht mehr als 10 % des jeweils bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft ausmachen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals ausgeübt werden. Der Erwerb erfolgt nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Rückkaufangebots oder einer an die Kommanditaktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten:
Die persönlich haftende Gesellschafterin wird ermächtigt, die Aktien der Gesellschaft, die auf Grund dieser Ermächtigung erworben werden, neben der Veräußerung über die Börse wie folgt zu verwenden:
Die Ermächtigungen bezüglich der Verwertung der von der Gesellschaft erworbenen Aktien kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Von der Ermächtigung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr kein Gebrauch gemacht. 8. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. 9. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit der persönlich haftenden Gesellschafterin oder Arbeitnehmern getroffen sind Entsprechende Entschädigungsvereinbarungen bestehen nicht. 4 Corporate Governance4.1 Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB Gemäß § 289a HGB erteilt die MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA eine Erklärung zur Unternehmensführung, die entweder im Lagebericht des Jahresabschlusses aufzunehmen und zu veröffentlichen und auf der Internetseite öffentlich zugänglich zu machen ist. Die MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA macht von der ersten Variante Gebrauch und erklärt hiermit: Als börsennotierte deutsche Kommanditgesellschaft auf Aktien („KGaA") wird die Unternehmensführung der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA („MAGNAT") in erster Linie durch das Aktiengesetz, die weiteren gesetzlichen Bestimmungen des Handels- und Gesellschaftsrechts sowie durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex („DCGK") in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Im deutschen Aktienrecht gilt das so genannte „Duale Führungssystem", d. h. es besteht eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan der Gesellschaft und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan. Allerdings arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse eng zusammen. Bei der MAGNAT handelt es sich um eine KGaA, die im Vergleich zu einer Aktiengesellschaft Besonderheiten aufweist: Es handelt sich bei der KGaA um eine Organisationsverfassung, in der Elemente einer Personengesellschaft mit Elementen einer Kapitalgesellschaft vermischt werden. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Hauptversammlung nur sehr beschränkten Einfluss auf die Geschäftsführung hat. Während bei einer Aktiengesellschaft dem Aufsichtsrat die Funktion zukommt, den Vorstand zu bestellen und abzuberufen, ist dies bei der Kommanditgesellschaft auf Aktien nicht der FaII. Die Geschäftsführung bei einer Kommanditgesellschaft auf Aktien wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin - hier die MAGNAT Management GmbH - ausgeführt. Die Mitglieder der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin werden grundsätzlich nicht durch den Aufsichtsrat bestellt. Die Bestellung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin erfolgt stattdessen nach den für die jeweilige Rechtsform der persönlich haftenden Gesellschafterin geltenden Regelungen. Da es sich bei der MAGNAT Management GmbH um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelt, wird die Geschäftsführung dort durch deren Gesellschafterversammlung bestellt und abberufen. Die Kontrolle über die Besetzung der Geschäftsführung bei einer Kommanditgesellschaft auf Aktien haben somit letztlich die Gesellschafter der persönlich haftenden Gesellschafterin. Da sämtliche Geschäftsanteile an der MAGNAT Management GmbH im Zuge einer Umstrukturierung an die MAGNAT abgetreten wurden, hat die Hauptversammlung am 29. Oktober 2009 unter anderem eine Satzungsänderung beschlossen, wonach die Gesellschafterrechte der MAGNAT bei der MAGNAT Management GmbH durch den Aufsichtsrat wahrgenommen werden. Die Bestellung und die Abberufung der Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin obliegt daher dem Aufsichtsrat der MAGNAT. Diese Satzungsänderung ist am 09. Dezember 2009 in das Handelsregister der MAGNAT eingetragen worden. Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und ist dabei dem Ziel einer nachhaltigen Wertschöpfung des Unternehmens verpflichtet. Es gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d. h. die einzelnen Mitglieder der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Unternehmensführung und Strategie. Die Strategie wird in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Außergewöhnliche Geschäfte, die in der Satzung der MAGNAT beschrieben sind, bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Mitglieder der Geschäftsführung sind die Herren Jan Oliver Rüster (Vorsitzender) sowie Jürgen Georg Faè. Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin hat den Aufsichtsrat regelmäßig zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertrags- und Liquiditätssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements zu informieren. Diese Information erfolgt regelmäßig im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen, von denen mindestens zwei im Kalenderhalbjahr stattfinden. Zusätzlich wird der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig und laufend über die Geschäftsentwicklung in Kenntnis gesetzt. Herr Prof. Dr. Werner Schaffer ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats. Über die Geschäftsentwicklung, die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und über die Entscheidungen, die der Aufsichtsrat getroffen hat, wird im Rahmen des Jahresabschlusses und des dort veröffentlichten Berichts des Aufsichtsrats und des Lageberichts der Gesellschaft berichtet. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin und berät diese bei der Leitung des Unternehmens. Die Vergütung der persönlich haftenden Gesellschafterin ist in der Satzung geregelt. Was die Besetzung und Vergütung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin anbelangt, so gilt Folgendes: Anders als bei einer Aktiengesellschaft, wird die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin grundsätzlich nicht vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Ebenso wenig beschließt er über das Vergütungssystem für die Mitglieder der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin oder setzt die jeweilige Gesamtvergütung fest. Dies erfolgt nach Maßgabe der für die Rechtsform der persönlich haftenden Gesellschafterin geltenden gesetzlichen Regelungen, also hier des GmbH-Rechts. Mit Eintragung des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. Oktober 2009 über die Wahrnehmung der Gesellschafterrechte der MAGNAT bei der MAGNAT Management GmbH in das Handelsregister der Gesellschaft am 09. Dezember 2009 obliegt es bei der MAGNAT seitdem nunmehr dem Aufsichtsrat, in einer Gesellschafterversammlung der MAGNAT Management GmbH über die Bestellung und Abberufung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin sowie über die Geschäftsführungsvergütung zu entscheiden. Insoweit ist das Kompetenzgefüge bei der MAGNAT im Hinblick auf die Bestellung und Abberufung der Geschäftsführer einer Aktiengesellschaft ähnlich. Der Aufsichtsrat ist nach der Satzung mit 6 Mitgliedern besetzt. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über etwaige Risiken unterrichtet, diese Unterrichtung findet mindestens einmal jährlich in schriftlicher Form statt. Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin greift im Rahmen dieser Berichterstattung auf das in der ganzen MAGNAT-Unternehmensgruppe geltende Risikomanagementsystem zurück. Weitere Einzelheiten zur konkreten Arbeit des Aufsichtsrats können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist. Ausschüsse hat der Aufsichtsrat nicht gebildet. Die MAGNAT sieht in einer verantwortungsvollen und transparenten Corporate Governance die Basis für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Leitbild ist dabei der 2002 eingeführte Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung. Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin und der Aufsichtsrat sind diesem Kodex verpflichtet und erteilen jeweils aktualisiert im Juni eines Jahres1 eine Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz. 4.2 Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin (MAGNAT Management GmbH) und der Aufsichtsrat der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA (nachfolgend auch die „Gesellschaft") erklären hiermit, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 im Geschäftsjahr 2009/2010 entsprochen wurde und künftig entsprochen wird, abgesehen von folgenden Abweichungen, die teilweise durch rechtsformspezifische Besonderheiten der KGaA2 und deren Gestaltung in der Satzung bedingt sind und legen wie folgt dar, welche Empfehlungen nicht angewendet werden oder wurden. Abschnitt 1 Der Präambel wird sinngemäß entsprochen. Abschnitt 2 Den Empfehlungen wird sinngemäß entsprochen.
1
Die Hauptversammlung hat am 29. Oktober 2009 die Umwandlung der MAGNAT Real Estate
Opportunities GmbH & Co. KGaA in eine Aktiengesellschaft beschlossen. Sobald die formwechselnde
Umwandlung durchgeführt ist, wird die Gesellschaft eine neue Entsprechenserklärung
abgeben. Abschnitt 3 Den Empfehlungen wird mehrheitlich sinngemäß entsprochen. Ein Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung gemäß Ziffer 3.8 ist für den Vorstand seit dem 1. April 2010 vereinbart, für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Abschnitt 4 Aufgrund ihrer Rechtsform als Kommanditgesellschaft auf Aktien, deren Geschäftsführung durch eine Komplementärgesellschaft wahrgenommen wird, kann den Empfehlungen des Abschnitts 4 nicht wortgemäß entsprochen werden. Den Empfehlungen des Abschnitts 4 wird allerdings sinngemäß entsprochen, mit Ausnahme von Ziffer 4.2.1 (für die Geschäftsführung ist keine Geschäftsordnung vorhanden), Ziffer 4.2.3 (Vergütungsregelung der Geschäftsführung sieht ausschließlich einen fixen Bestandteil vor - die Vergütung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft ist in § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft geregelt) und Ziffer 4.3.1 (die Komplementärin, ihre Geschäftsführer und Gesellschafter sind gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung vom Wettbewerbsverbot in § 284 AktG befreit) sowie 4.3.5. (die Aufnahme von Nebentätigkeiten durch die geschäftsführende Komplementärgesellschaft bedarf nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats.) Zu Einzelheiten der Vergütung siehe auch den Vergütungsbericht im Lagebericht. Abschnitt 5 Ebenso wie Abschnitt 4 kann den Empfehlungen des Abschnitts 5 nur sinngemäß entsprochen werden, mit Ausnahme der Ziffer 5.1.3 (der Aufsichtsrat hat sich keine Geschäftsordnung gegeben), Ziffer 5.3. (der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich aus 6 Mitgliedern zusammen; würde aus diesem Gremium ein noch kleinerer Ausschuss gebildet, so bestünde die Gefahr, dass gerade bei besonders wichtigen oder komplexen Sachverhalten nicht der Sachverstand aller Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stünde; daher erscheint die Befassung im Aufsichtsratsplenum vorzugswürdig) und Ziffer 5.4.6 (die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung). Abschnitt 6 Den Empfehlungen des Abschnitts 6 wird sinngemäß entsprochen. Abschnitt 7 Den Empfehlungen des Abschnitts 7 wird sinngemäß entsprochen, mit Ausnahme der Ziffer 7.1.2. (die Gesellschaft orientiert sich bis auf Weiteres an den gesetzlichen Publikationsfristen, wird sich aber durch eine laufende Verbesserung der Prozesse und des Reportings bemühen, sich in Zukunft an den kürzeren Fristen des Corporate Governance Kodex zu orientieren). Die vorstehenden Erklärungen werden den Aktionären durch die Aufnahme in den Geschäftsbericht 2009/2010 sowie durch die unmittelbare Wiedergabe auf der Homepage www.magnat-reop.com zugängig gemacht.
Frankfurt am Main, 30. Juni 2010 MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA Geschäftsführung und Aufsichtsrat 5 Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatz- und Ergebnisentwicklung Im Geschäftsjahr 2009/2010 wies die MAGNAT als Mutter-Gesellschaft des MAGNAT-Konzerns einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 12,3 Mio. (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von EUR 3,8 Mio.) aus. Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.) stammen im Wesentlichen aus Weiterbelastungen im Zusammenhang mit der immobilienwirtschaftlichen Beratung von Projektgesellschaften. Die Aufwendungen bestanden im Wesentlichen aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr: EUR 5,4 Mio.). Darin enthalten sind vor allem die Fees des Asset Managers in Höhe von EUR 1,6 Mio., die von der Magnat Management GmbH verrechnete Geschäftsführungsvergütung in Höhe von EUR 0,6 Mio. sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 1,0 Mio. Das Finanzergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR - 9,9 Mio. (Vorjahr: EUR - 0,6 Mio.). Dabei stehen den Finanzerträgen in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.) Aufwendungen aus Zinsen von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,6 Mio.) sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen von EUR 10,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,6 Mio.) gegenüber. Der Anstieg der Abschreibungen auf Finanzanlagen resultiert im Wesentlichen aus der Wertberichtigung in Höhe von TEUR 7.998 auf die Anteile an der MAGNAT Investment I B.V., Hardingxveld Giessendamm, Niederlande. Vermögens- und Finanzlage Die Finanzanlagen erhöhten sich durch Einbringung, Sacheinlage und Zukäufe in Höhe von EUR 32,4 Mio., denen Abgänge in Höhe von EUR 3,4 Mio. und Wertberichtigungen in Höhe von EUR 10,3 Mio. gegenüberstehen, gegenüber dem Vorjahr um EUR 18,7 Mio. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich auf EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.). Demgegenüber sind die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, von EUR 9,6 Mio. zum Beginn des Geschäftsjahres auf EUR 2,9 Mio. durch Darlehensrückzahlungen zum 31. März 2010 gesunken. Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital von EUR 99,5 Mio. (Vorjahr: EUR 82,2 Mio.). Die Erhöhung des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Kapitalerhöhung durch Einbringung und Sacheinlage unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Eigenkapitalquote von 88,2 % auf 92,7 % erhöht. Die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. März 2010 erhöhte sich von EUR 93,2 Mio. auf EUR 107,4 Mio. Die Zahlungsmittel erhöhten sich von EUR 2,9 Mio zum Beginn des Geschäftsjahres auf EUR 4,6 Mio zum Bilanzstichtag. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem positiven CashFlow aus der Investitionstätigkeit, der die Gewährung von Darlehen an Tochterunternehmen in Höhe von EUR -1,5 Mio sowie die Rückzahlung aus gewährten Darlehen in Höhe von EUR 7,4 Mio beinhaltet. Demgegenüber stehen negative CashFlows aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit. Die negativen Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit sind im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. 6 NachtragsberichtIm Mai 2010 erwarb die MAGNAT Asset Management GmbH ein Objekt für ein weiteres Bauherrenmodell in Wien. Das Projekt „Rennweg" ist damit das dritte in Abwicklung befindliche Bauherrenmodell. Damit intensiviert der MAGNAT-Konzern die Umsetzung der Strategie über die österreichische Tochtergesellschaft MAGNAT Asset Management GmbH, die Bauherrenmodelle deutlich zu forcieren. Im Laufe des Juni 2010 gelang es der MAGNAT, eine Verlängerung der Laufzeit des von der R-QUADRAT Capital Gamma GmbH, Wien, Österreich, gewährten Darlehens zu verhandeln. Das Darlehen ist nun zum 30. April 2011 fällig. Im Zuge der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Oktober 2009 wurde die formwechselnde Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft beschlossen. Die Gesellschaft befindet sich derzeit in der Vorbereitung der Umsetzung dieses Beschlusses. 7 Risikobericht7.1 Gesamteinschätzung Die Unternehmensführung der MAGNAT hat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeinsam mit dem Aufsichtsrat die Analyse der Finanzierungsrisiken sowie die zu treffenden Maßnahmen einer intensivierten Betrachtung unterzogen. Die Wirtschaftskrise führte zu einer Verknappung der Kreditvergabe, der Zugang zu Kapital im Rahmen von Finanzierungsmaßnahmen, Refinanzierungen sowie Kapitalmaßnahmen wurden deutlich erschwert. Dieser Marktsituation entsprechend sind in der Finanzplanung Immobilienverwertungen bzw. Rückflüsse aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen durch Tochtergesellschaften eingestellt, die der Innenfinanzierung dienen. Die zugrunde liegenden Annahmen stützen sich auf bereits erfolgte Verwertungen, fortgeschrittene Verwertungsgespräche bzw. Vorbereitungen zur Rückführung von Gesellschafterdarlehen. Des Weiteren wurde in der Liquiditätsplanung auch die neu verhandelte teilweise Rückführung eines Mezzanindarlehens berücksichtigt. Die aktuelle Liquiditätsplanung geht unter konservativen Planungsparametern davon aus, dass die Zahlungsbereitschaft von MAGNAT innerhalb der nächsten 12 Monate jederzeit gewährleistet sein wird. Oberste Priorität für die Gesellschaft ist in den nächsten 12 Monaten dementsprechend die Sicherung der Liquidität. 7.2 Risikopolitik Die Geschäftsaktivitäten der MAGNAT - im Vergleich zu klassischen Immobilien-Investmentstrategien - sind auf die Erzielung überdurchschnittlicher Renditen ausgerichtet und damit auch mit entsprechenden Risiken verbunden. Dieses überdurchschnittliche Chancen-/Risikoprofil spiegelt sich sowohl im funktionalen (Development sowie opportunistische Nutzung von Sondersituationen) als auch im geographischen Schwerpunkt (CEE/SEE/CIS-Region) der Geschäftstätigkeit wider. Zentrales Element der Investitionspolitik ist eine Risikodiversifizierung durch einen ausgewogenen Asset-Mix nach geographischen, funktionalen und Rendite-Grundsätzen. Vor diesem strategischen Hintergrund kann die Risikopolitik nicht auf eine gänzliche oder weitgehende Vermeidung von Risiken ausgerichtet sein. Das Risikomanagement konzentriert sich auf die laufende Identifizierung und das aktive Management der geschäftstypischen Risiken. Risiken innerhalb bestimmter Bandbreiten, denen entsprechende Renditechancen gegenüberstehen, werden dabei akzeptiert. Ziel ist es, Spitzenrisiken zu begrenzen, um den Fortbestand des Unternehmens nicht zu gefährden. 7.3 Grundsätze des Risiko- und Chancenmanagementsystems Mit dem Risikomanagement sollen Gefährdungspotenziale verringert, der Bestand gesichert sowie erfolgreiche Weiterentwicklungen unterstützt werden. Durch den bewussten Umgang mit Risiken können auch die mit ihnen verbundenen Chancen mit größerer Sicherheit genutzt werden. Die Risikoidentifikation ist aufgrund der sich ständig ändernden Verhältnisse und Anforderungen eine permanente Aufgabe der Geschäftsführung. Regelmäßig stattfindende Jours Fixes, Controlling-Gespräche, Projektbesprechungen und Einzelgespräche sind zentrale Elemente der Risikofeststellung. Der gesamte Risikomanagementprozess wurde in einem Risikomanagementhandbuch festgehalten. Das Risikomanagement wird im gesamten MAGNAT-Konzern angewendet. Eine kritische Überprüfung und gegebenenfalls Überarbeitung erfolgt einmal pro Jahr. 7.4 Organisatorische Verankerung des Risikomanagementsystems Aufgrund der gegebenen Struktur ist die Geschäftsführung in alle wesentlichen Entscheidungen unmittelbar eingebunden. Die flache Hierarchie ermöglicht ein Risikomanagementsystem mit vergleichsweise einfachen und wenig komplexen Strukturen. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Projekte/Investments sowie über den Stand des Risikomanagementsystems und dessen Weiterentwicklung unterrichtet. Die Kontrolltätigkeit des Aufsichtsrats ist ein wesentliches Element des Risikomanagementsystems von MAGNAT. Der Aufsichtsrat kontrolliert einzelne Objekte auch persönlich vor Ort. 7.5 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Der Konzernabschluss wird durch die MAGNAT KGaA als Mutterunternehmen aufgestellt. Diesem Prozess vorgelagert erfolgen die Buchführung und die Jahresabschlusserstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzern-Gesellschaften zumeist durch spezialisierte externe Dienstleistungsunternehmen. Die monatlichen Auswertungen sowie die erstellen Jahresabschlüsse werden vollständig und zeitnah übermittelt und intern überwacht, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Bestimmungen zu sichern. Im Sinne eines Risikomanagements werden die Plausibilität, die Richtigkeit und Vollständigkeit der Buchungen durch eigene Mitarbeiter des Konzerns überwacht und geprüft. Wesentliche Instrumentarien hierfür sind:
Eine konzerninterne Revision ist im Bereich der Rechtsabteilung einer Konzerngesellschaft implementiert. Ob und welche Strukturenn und Prozesse einer Prüfung unterzogen werden, legt die Geschäftsleitung fest. 7.6 Risiken 7.6.1 Markt- und Branchenrisiken Der Immobilienmarkt ist stark von konjunkturellen Entwicklungen geprägt und beeinflusst, welche ihrerseits wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Wesentliche Faktoren innerhalb der einzelnen Volkswirtschaften und Immobilienmärkte bzw. -Teilmärkte sind Angebot und Nachfrage seitens der Nutzer, die Verfügbarkeit von Kapital sowie die Kapitalkosten (vor allem über die vorherrschenden Zinsniveaus) und die Baukosten. Überregional bzw. global ist die Nachfrage von Investoren nach Anlagen in die Asset-Klasse Immobilien und deren relative Attraktivität im Vergleich mit anderen Asset-Klassen von Bedeutung. Nachfrageseitig hat sich der Immobilienmarkt allgemein verschlechtert, da Kapital nicht bzw. nur zu sehr hohen Kosten zur Verfügung steht. Zusätzlich entsteht die Situation, dass Mitbewerber in den Zielregionen aufgrund von wirtschaftlichen Problemen größere Portfolien zu niedrigen Preisen anbieten. Die Nachhaltigkeit dieser Situation bzw. Entwicklung und deren Auswirkungen auf MAGNAT sind gegenwärtig schwer einschätzbar. In den von MAGNAT bearbeiteten Märkten der CEE/SEE/CIS-Region besteht ein im Vergleich zu den westlichen Industrienationen deutlich höheres Länderrisiko. Dieses Länderrisiko hat unterschiedliche Ausprägungen, z.B. politische Entwicklungen, Instabilität der Rechtssysteme und der Gerichtsbarkeit allgemein sowie speziell im Liegenschafts- und Grundbuchrecht vorherrschende faktische Gegebenheiten und Geschäftspraktiken. Viele dieser Risiken können von der Gesellschaft weder ausgeschaltet noch vollständig kontrolliert werden. Ein teilweiser Risikoausgleich wird durch Vermeidung überdurchschnittlich hoher Asset-Allokation in einzelne Projekte bzw. in einzelne Länder erreicht, ebenso durch Co-Investments mit gut etablierten lokalen Projektpartnern. MAGNAT hat sich in diesem Zusammenhang zum Ziel gesetzt, maximal rund 25 % des Eigenkapitals in ein Projekt und maximal rund 45 % des Eigenkapitals in ein Land zu investieren. Die wirtschaftliche Situation der Ukraine, in der ca. 35 % des Eigenkapitals der MAGNAT investiert sind, ist nach wie vor Besorgnis erregend. Während sich eine Entspannung der politischen Lage aufgrund der durchgeführten Wahlen abzeichnet, sind signifikante Wachstumsschübe für 2010 noch nicht erkennbar. Erschwerend kommen die komplexen rechtlichen Strukturen und deren intransparente Anwendung in der Ukraine hinzu. Die weiteren Entwicklungen in der Ukraine können den Geschäftsverlauf der MAGNAT beeinflussen. 7.6.2 Finanzwirtschaftliche Risiken 7.6.2.1 Währungsrisiken MAGNAT ist überwiegend in Märkten außerhalb des Euro-Währungsraumes aktiv und daher auch entsprechenden Wechselkursänderungsrisiken ausgesetzt. Soweit möglich und praktikabel, werden Projekte währungskongruent abgewickelt (also z.B. währungskongruente Fremdfinanzierung der Baukosten). Das verbleibende Wechselkursrisikos, welches sich idealtypisch auf das eingesetzte Eigenkapital und das Gewinnpotenzial beschränkt, wird nur teilweise abgesichert: Grundsätzlich wird einer Absicherung auf aggregierter Basis der Absicherung von projektbezogenen Einzelrisiken der Vorzug gegeben, und hier wiederum wird eine Absicherung nur bei Überschreitung bestimmter Schwankungsbandbreiten, nur für bestimmte Währungen und nur für das eingesetzte Eigenkapital (nicht aber für das Gewinnpotenzial) in Erwägung gezogen. Diese Vorgangsweise beruht auf Kosten-/Nutzenüberlegungen, aber auch auf der Erkenntnis, dass das Währungsrisiko insgesamt nicht komplett isolierbar ist, sondern vielfältige zusätzliche Interdependenzen außerhalb der reinen Schwankung der Wechselkurse eine Rolle spielen. Zusammenfassend ist das Management der Währungsrisiken somit darauf ausgerichtet, diese innerhalb bestimmter Bandbreiten in Kauf zu nehmen. Eine Absicherung wird lediglich hinsichtlich eines Spitzenrisikos auf aggregierter Ebene und für bestimmte Währungen angestrebt, um Entwicklungen entgegenzuwirken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden können. Die Währungs-Absicherungsstrategie wird in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. Ein besonderer Fall von Währungsrisiko existiert seit Ende 2008 in der Ukraine. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurde in der Ukraine die Umwandlung der lokalen Währung in Devisen und die Ausfuhr von Devisen restriktiv eingeschränkt. Zusätzlich wurde die Regelung der Zwangskonvertierung eingeführt. Eine Absicherung der lokalen Währung mittels klassischer Optionsprodukte ist mangels Anbieter nicht beziehungsweise nur zu sehr ungünstigen Konditionen und innerhalb komplexer Strukturen möglich. In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft wurde in diesem Zusammenhang als alternative Maßnahme zur Risikominimierung eines etwaigen Währungsverlustes diskutiert, etwaig eintretende Rückflüsse innerhalb der Ukraine nach restriktiven Vorgaben in Bezug auf Qualität der Immobilie und Qualität der Mieter sowie Mietverträge in der Ukraine zu reinvestieren. 7.6.2.2 Zinsrisiken Die MAGNAT-Gruppe setzt zur Finanzierung der Immobilienobjekte Fremdkapital ein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es zu Refinanzierungen im Deutschland-Portfolio. Drei Darlehensverträge in Höhe von rund EUR 12,4 Mio. wurden verlängert, die variable Verzinsung wurde dabei in eine Fixverzinsung bis Laufzeitende geändert. Für die restlichen Darlehen besteht zum überwiegenden Teil eine variable Verzinsung. Die MAGNAT-Gruppe ist damit einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, da Erhöhungen des Zinsniveaus die Finanzierungskosten erhöhen. Eine Veränderung des Zinsniveaus um +/- 100 Basispunkte würde eine Erhöhung bzw. Verringerung der Zinsaufwendungen der Gesellschaft von rund EUR 0,2 Mio. p.a. bedeuten. Eine Evaluierung der Zinspolitik erfolgt in regelmäßigen Abständen und in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. 7.6.2.3 Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko wurde in der Anfangsphase der Gesellschaft vor allem über die Haltung einer Liquiditätsreserve in Form von jederzeit verfügbaren Bankguthaben sowie in eingeschränktem Maße auch durch abrufbare Kreditlinien gesteuert. In der heutigen Situation ist die Abhängigkeit der Liquiditätssituation von Rückflüssen aus Verwertungen sowie von geplanten Prolongationen fälliger Darlehen deutlich erhöht. Weiters wird die Liquiditätssituation durch allfällige Nachschüsse zur weiteren Projektfinanzierung, insbesondere auch im Zusammenhang mit Co-Investoren beeinflusst. Entsprechend der durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erhöhten Abhängigkeit der Gesellschaft von dem Ausmaß der Innenfinanzierung wurde die Liquiditätsplanung dementsprechend weiter verfeinert. Die aktuelle Liquiditätsplanung geht unter konservativen Planungsparametern davon aus, dass die Zahlungsbereitschaft von MAGNAT innerhalb der nächsten 12 Monate jederzeit gewährleistet sein wird. 7.6.2.4 Operative Risiken Im Rahmen der durch das MAGNAT Asset Management abzuwickelnden Projekte können klassische Projektrisiken entstehen. Wenn Kreditfinanzierungen auf Projektebene nicht bzw. nicht wie geplant realisiert werden können, besteht das Risiko, dass sich Projektzeitpläne verzögern und/oder mehr Eigenkapital für ein Projekt erforderlich ist und/oder die Kosten der Fremdfinanzierung höher sind als geplant. Der Abschluss derzeit laufender Verhandlungen über Projektfinanzierungen verzögert sich aufgrund der Situation auf den Finanzmärkten. Die genauen Auswirkungen auf Projektpläne sind derzeit schwer einschätzbar. 7.7 Chancenbericht Den beschriebenen Risiken stehen aus unternehmerischer Sicht folgende Chancen gegenüber:
Zwar sind das Transaktionsvolumen und die Flächenumsätze auf der Mehrheit der deutschen Teilmärkte immer noch auf sehr niedrigem Niveau, was für deutlichen Druck auf Miet- und Kaufpreise gesorgt hat. Im Vergleich zu anderen europäischen und internationalen Märkten sind die Auswirkungen in Deutschland jedoch vergleichsweise moderat und sollten als Chance zum Einstieg vor allem im Segment der Wohnimmobilien begriffen werden. Dementsprechend werden von MAGNAT Investitionsmöglichkeiten in Deutschland in diesem Segment bevorzugt geprüft.
Viele institutionelle Investoren werden nach Einschätzungen von Analysten in den kommenden Quartalen deutlich ihre Immobilienquoten in Deutschland aufstocken. Hierbei wird sowohl direkt als auch indirekt investiert werden. Dies wäre ein deutliches Signal, dass das Transaktionsgeschäft in den kommenden Quartalen wieder an Fahrt aufnehmen könnte. Dies könnte MAGNAT die Möglichkeit von gezielten Verwertungen aus dem Deutschland-Portfolio bieten.
Das augenblickliche Kapitalmarktumfeld, welches durch hohe Kursabschläge auf die eigentlichen Substanzwerte zahlreicher Immobilienunternehmen gekennzeichnet ist, bietet viele interessante und vor allem günstige Einstiegschancen für strategisches Wachstum. 8 VergütungsberichtGrundzüge des Vergütungssystems für die Geschäftsleitung Die Vergütung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft ist in § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Die Hauptversammlung der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA am 30. August 2007 hat die Vergütungsregelung für die geschäftsführende Komplementärgesellschaft (MAGNAT Management GmbH) beschlossen. Bei der MAGNAT Management GmbH handelt es sich zum Stichtag 31. März 2010 um ein vollkonsolidiertes Tochterunternehmen. Die Vergütung für das Geschäftsjahr 2009/2010 betrug: Übernahme der Geschäftsführungstätigkeit: EUR 457.914 Übernahme der persönlichen Haftung: EUR 5.000 Vergütung des Aufsichtsrats Die Hauptversammlung der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA hat am 29. Oktober 2009 für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von jeweils EUR 12.500 beschlossen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, der stellvertretende Vorsitzende das Doppelte. Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrats darüber hinaus ihre Auslagen einschließlich der den Aufsichtsratsmitgliedern auf ihre Aufsichtsratsvergütung zu Last fallende Umsatzsteuer. Die im Geschäftsjahr 2009/2010 gezahlten Vergütungen des Aufsichtsrats exklusive Kostenersatz und inklusive Umsatzsteuer ergeben sich aus der folgenden Übersicht: scroll
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vor Abzugsteuer gem. § 50a EStG Im Geschäftsjahr bestand ein Beratungsverhältnis zwischen der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA und der Unternehmung des Aufsichtsratsmitglieds von Dr. Carsten Strohdeicher. Der Beratungsvertrag umfasst die Beratung bei und Vermittlung von Fremdfinanzierungen von Immobilienprojekten in Deutschland, die darin vereinbarten Honorare liegen signifikant unter den marktüblichen Konditionen. Der Beratungsvertrag wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats genehmigt. Für die erbrachten Beratungsleistungen wurden im Geschäftsjahr TEUR 65 zzgl. USt gezahlt. Im Geschäftsjahr wurden außerdem von der Rechtsanwaltskanzlei des Aufsichtsratsmitglieds Dr. Christoph Jeannèe Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 28 an MAGNAT erbracht. Außerdem bestehen resultierend aus der Sachkapitalerhöhung 2009 und der damit verbundenen Einbringung der jetzigen MAGNAT Asset Management-Gruppe Beratungsverhältnisse zwischen der MAGNAT und den Unternehmungen der Aufsichtsratmitglieder Friedrich Lind und Dr. Marc-Milo Lube. Im Geschäftsjahr wurden daraus resultierend für erbrachte Leistungen TEUR 61 bzw. TEUR 56 zzgl. USt gezahlt. An andere Mitglieder des Aufsichtsrats wurden über die Aufsichtsratsvergütung hinaus keine zusätzlichen Vergütungen für erbrachte Leistungen gezahlt. 9 PrognoseberichtDas abgelaufene Geschäftsjahr 2009/2010 war von einer tiefen wirtschaftlichen Rezession geprägt. Wie substanziell sich die letzten drei Jahre auf die Volkswirtschaften ausgewirkt haben, verdeutlicht der nachstehende Vergleich der Wachstumsraten von 2006 bis 2011. Dem Totalabsturz im Jahr 2009 sollen laut Prognosen in den Jahren 2010 und 2011 wieder zwei Jahre mit Wachstum gemessen am Bruttoinlandsprodukt folgen. Die Gegenüberstellung zeigt aber auch die Bedeutung der Region CEE/SEE/CIS für Europa. Während für Deutschland in 2010 und 2011 Wachstumsraten zwischen 1,2 % und 1,6 % erwartet werden, werden für die Länder in denen MAGNAT investiert ist, Wachstumsraten bis zu 4,5 % wie im Fall von Georgien und der Türkei prognostiziert. Die Detailanalyse zeigt aber auch weitere interessante Aspekte auf. So hat sich Polen im letzten Jahr komplett dem internationalen Trend entzogen und eine sehr solide Entwicklung genommen. Rumänien und Bulgarien werden trotz Nähe zur EU im Jahr 2010 noch mit den Folgen der Krise zu kämpfen haben und erst im Jahr 2011 wieder auf Wachstumskurs zurückkehren. Die großen Unsicherheiten, die solchen Prognosen anhaften, sieht man aber am Beispiel der Ukraine. Während im Krisenjahr 2009 die Volkswirtschaft der Ukraine um 15,2 % schrumpfte, wird laut Prognosen bereits für das Jahr 2010 wieder mit einem Wachstum von 3,5 % gerechnet. Sehr solide präsentiert sich auch die Prognose für die Türkei, die in den kommenden beiden Jahren von einem Wachstum von rund 4,5 % ausgeht. Reales Wirtsehaftswachstum 2006 - 2011 ![]() Quelle: Eurostat, EIU Die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute zum Wirtschaftswachstum für 2010 und 2011 sind aus Sicht der MAGNAT mit großer Vorsicht zu betrachten und mit dieser Vorsicht auch in die Unternehmensplanungen einzubeziehen. Fraglich ist und bleibt, wie schnell das verlorene Vertrauen in diese Region wieder hergestellt werden kann und wie schnell die stark eingebrochenen Foreign Direct Investments (Auslandsdirektinvestitionen) zunehmen werden. Im Vergleich zu 2009 hat zwar die erwartete Verbesserung der wirtschaftlichen Situation Anfang 2010 stattgefunden, ob dies jedoch bereits der nachhaltige Wirtschaftsaufschwung sein wird, bleibt abzuwarten. Aufgrund der vorherrschenden wirtschaftlichen Bedingungen sind auch die Immobilienmärkte und ihr Umfeld schwer berechenbar geworden. MAGNAT geht weiter davon aus, dass vor allem die Regionen CEE/SEE/CIS in den nächsten 12 - 24 Monaten noch mit Problemen zu kämpfen haben werden. Ein Hauptproblem aller Staaten in den betreffenden Regionen wird der steigende Druck auf deren Staatshaushalte sowie damit auch verbunden ein weiterer Druck auf die entsprechenden Währungen sein. Mittel- bis langfristig bleibt jedoch bei allen Unsicherheiten der Nachholbedarf an modernen und qualitativ angepassten Wohn- und Gewerbeimmobilien unwidersprochen. Alle strategischen Überlegungen in der MAGNAT-Gruppe werden von diesen für einen Entwickler wesentlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Die derzeitigen wirtschaftlichen Gegebenheiten zwingen Unternehmen aller Größenordnungen in einen intensiven Anpassungsprozess der Strategien und Geschäftsmodelle. Die Anpassungen an der Strategie der MAGNAT lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Im Geschäftsbereich Investments geht die Geschäftsleitung aufgrund der positiven Entwicklung des YKB-Portfolios von einem Mittelrückfluss innerhalb der nächsten 12 Monate in Höhe von mindestens EUR 2,0 Mio. aus. Ebenfalls positiv sollte sich die Beteiligung an der SQUADRA im Zuge einer Erholung des deutschen Immobilienmarktes innerhalb der nächsten 12 - 24 Monate entwickeln. Von einer Stabilisierung des Ergebnisses aus der Vermietung von Vorratsimmobilien aus dem Deutschland-Portfolio auf dem aktuellen Niveau wird in den nächsten 12 Monaten ausgegangen. Eine wichtige Aufgabe wird die Beschaffung einer Finanzierung für das Projekt Peremogi gemeinsam mit dem Joint Venture-Partner sein. Im Geschäftsbereich Asset Management sollen zukünftig zwei Bauherrenmodelle pro Geschäftsjahr umgesetzt werden. Die dadurch erzielten Mittelzuflüsse werden helfen, dass MAGNAT-Geschäftsmodell besser auszubalancieren. Diese Basis soll in den nächsten 12 - 24 Monaten als Wachstumsplattform für den Ausbau von Drittmandaten verwendet werden. Die nächsten 12 Monate werden für das Geschäftsmodell der MAGNAT von der Herausforderung geprägt sein, aktives und konsequentes Liquiditätsmanagement umzusetzen. Für die nächsten 12 - 24 Monate geht das Management der MAGNAT unter der Annahme einer Verbesserung der gegenwärtigen Marktsituation in den einzelnen Ländern von einer Stabilisierung des Geschäftsmodells und damit einer schrittweisen Verbesserung des operativen Jahresergebnisses im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr aus. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von MAGNAT liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von MAGNAT. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der MAGNAT wesentlich abweichen. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. MAGNAT übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2010 MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA als Geschäftsführerin der Gesellschaft: Jan Oliver Rüster Jürgen Georg Faè Versicherung der gesetzlichen VertreterAls Geschäftsführer der MAGNAT Management GmbH (geschäftsführende Komplementärin der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA) versichern wir nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2010 MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA Jan Oliver Rüster Jürgen Georg Faè Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2009 bis 31. März 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 26. Juli 2010 KPMG AG Möller, Wirtschaftsprüfer Hauk-Urban, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das Geschäftsjahr 2009/2010 hat die MAGNAT vor große Herausforderungen gestellt. Die Finanzmarktkrise und in der Folge die hohen Staatsverschuldungen haben die reale Wirtschaft über das gesamte Geschäftsjahr der MAGNAT negativ beeinflusst und tiefe Spuren auch im Geschäft der MAGNAT hinterlassen. Die Geschwindigkeit des Abschwunges war beispiellos in der jüngeren Vergangenheit und lassen die „Dot.com Krise" Anfang des Jahrtausends in ihrer Dimension nahezu verblassen. Die Bewältigung der Krise und die gleichzeitig umfassende Neustrukturierung der MAGNAT haben die Geschäftsführung und die Mitarbeiter des MAGNAT Konzerns in hohem Maße gefordert. Der Aufsichtrat spricht dafür der Geschäftsführung und den Mitarbeitern seinen besonderen Dank aus. Der Aufsichtsrat der MAGNAT hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin der MAGNAT regelmäßig überwacht und in diesem Rahmen die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat von der Geschäftsführung in 5 Sitzungen ausführlich durch schriftliche und mündliche Berichte über die Geschäftspolitik , die Geschäftslage und -entwicklung, die Rentabilität sowie die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Personalplanung der Gesellschaft sowie über Abweichungen des Geschäftsverlaufes unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Berichte der Geschäftsführung eingehend diskutiert und die Perspektiven des Unternehmens erörtert. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates regelmäßig telefonisch und persönlich von der Geschäftsführung über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. Sofern zu Einzelmaßnahmen des Vorstandes, die nach Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, Entscheidungen des Aufsichtsrates erforderlich waren, haben wir darüber Beschluss gefasst. Ein besonderer Schwerpunkt der Überwachungstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2009/2010 bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage der MAGNAT, die im gesamten Geschäftsjahr durch die Auswirkungen der Krise geprägt war, die Genehmigung von Investments in Immobilien und Desinvestments aus Immobilien und Immobilienprojekten, die Überwachung der bestehenden Investments und des Risikomanagementsystems und die Überwachung und Beratung zur Integration des bisherigen externen Assset Manager R-QUADRAT Immobilien GmbH durch Sachkapitalerhöhung. Der Aufsichtsrat hat sich auch im Jahr 2009 intensiv mit den von der MAGNAT praktizierten Corporate Governance Standards und den kapitalmarkt- und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland befasst. Hierzu gehört vor allem der überarbeitete Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 und das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. Der Corporate Governance Bericht für das Geschäftsjahr 2009/2010 liegt als Teil diesem Geschäftsbericht bei, die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären zeitgleich dauerhaft auf der Internetseite des Gesellschaft zugänglich gemacht. Zusammensetzung des Aufsichtsrats:
Jahres- und Konzernabschluss zum 31.03.2010 Der Jahresabschluss der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA und der Lagebericht wurden nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach §315a Abs. 1 HGB anzuwenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung die KPMG Deutsche Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, Niederlassung Frankfurt am Main, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und Lagebericht der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA und den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht sind dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig vorgelegt worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss mit den entsprechenden Lageberichten sorgfältig geprüft und die jeweiligen Ergebnisse des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Bei der Bilanzsitzung am 28. Juli 2010 wurden insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Lagebericht sowie der Konzernlagebericht erörtert. An dieser Sitzung hat auch der Abschlussprüfer teilgenommen und über die Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat keine Einwände zu erheben und billigt den von der Geschäftsleitung aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht. Der Aufsichtsrat schlägt daher vor, den Jahresabschluss der Hauptversammlung zur Feststellung vorzulegen. Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und den Mitarbeitern der MAGNAT für ihr Engagement sowie die konstruktive Arbeit im Geschäftsjahr 2009/2010.
Frankfurt am Main, im Juli 2010 Prof. Dr. Werner Schaffer, Vorsitzender des Aufsichtsrates Entsprechenserklärunggemäß § 161 AktGDie Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin (MAGNAT Management GmbH) und der Aufsichtsrat der MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA (nachfolgend auch die „Gesellschaft") erklären hiermit, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 im Geschäftsjahr 2009/10 entsprochen wurde und künftig entsprochen wird, abgesehen von folgenden Abweichungen, die teilweise durch rechtsformspezifische Besonderheiten der KGaA1 und deren Gestaltung in der Satzung bedingt sind und legen wie folgt dar, welche Empfehlungen nicht angewendet werden oder wurden. Abschnitt 1 Der Präambel wird sinngemäß entsprochen. Abschnitt 2 Den Empfehlungen wird sinngemäß entsprochen. Abschnitt 3 Den Empfehlungen wird mehrheitlich sinngemäß entsprochen. Ein Selbstbehalt bei der D&O Versicherung gemäß Ziffer 3.8 ist für den Vorstand seit dem 1. April 2010 vereinbart, für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen. Abschnitt 4 Aufgrund ihrer Rechtsform als Kommanditgesellschaft auf Aktien, deren Geschäftsführung durch eine Komplementärgesellschaft wahrgenommen wird, kann den Empfehlungen des Abschnitts 4 nicht wortgemäß entsprochen werden. Den Empfehlungen des Abschnitts 4 wird allerdings sinngemäß entsprochen, mit Ausnahme von Ziffer 4.2.1 (für die Geschäftsführung ist keine Geschäftsordnung vorhanden), Ziffer 4.2.3 (Vergütungsregelung der Geschäftsführung sieht ausschließlich einen fixen Bestandteil vor - die Vergütung der geschäftsführenden Komplementärgesellschaft ist in § 8 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft geregelt) und Ziffer 4.3.1 (die Komplementärin, ihre Geschäftsführer und Gesellschafter sind gemäß § 8 Abs. 3 der Satzung vom Wettbewerbsverbot in § 284 AktG befreit) sowie 4.3.5. (die Aufnahme von Nebentätigkeiten durch die geschäftsführende Komplementärgesellschaft bedarf nicht der Zustimmung des Aufsichtsrats.) Zu Einzelheiten der Vergütung siehe auch den Vergütungsbericht im Lagebericht. Abschnitt 5 Ebenso wie Abschnitt 4 kann den Empfehlungen des Abschnitts 5 nur sinngemäß entsprochen werden, mit Ausnahme der Ziffer 5.1.3 (der Aufsichtsrat hat sich keine Geschäftsordnung gegeben), Ziffer 5.3. (der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich aus 6 Mitgliedern zusammen; würde aus diesem Gremium ein noch kleinerer Ausschuss gebildet, so bestünde die Gefahr, dass gerade bei besonders wichtigen oder komplexen Sachverhalten nicht der Sachverstand aller Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung stünde; daher erscheint die Befassung im Aufsichtsratsplenum vorzugswürdig) und Ziffer 5.4.6 (die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung). Abschnitt 6 Den Empfehlungen des Abschnitts 6 wird sinngemäß entsprochen. Abschnitt 7 Den Empfehlungen des Abschnitts 7 wird sinngemäß entsprochen, mit Ausnahme der Ziffer 7.1.2. (die Gesellschaft orientiert sich bis auf weiteres an den gesetzlichen Publikationsfristen, wird sich aber durch eine laufenden Verbesserung der Prozesse und des Reportings bemühen, sich in Zukunft an den kürzeren Fristen des Corporate Governance Kodex zu orientieren). Diese Erklärung wird den Aktionären durch die Aufnahme in den Geschäftsbericht 2009/10 sowie durch die unmittelbare Wiedergabe auf der Homepage www.magnat-reop.com zugängig gemacht.
Frankfurt am Main, im Juni 2010 MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Werner Schaffer Für die Geschäftsführung Jan Oliver Rüster Jürgen Georg Faè |
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