ROCHE PHARMA AKTIENGESELLSCHAFTGrenzach-WyhlenJahresabschluss zum 31. Dezember 2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Allgemeine ErläuterungenDer Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, wurde nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und den ergänzenden Paragraphen des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurden verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang numerisch gekennzeichnet und detailliert beschrieben. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung[1] Entgeltlich erworbene immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.
[2] SachanlagenDie Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 3 bis 50 Jahren. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro sind im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen für vor dem Jahr 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten festgelegt. Diese zum Anschaffungszeitpunkt geltenden Abschreibungsregelungen werden über die gesamte Nutzungsdauer weitergeführt.
[3] FinanzanlagenDie Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und bestehen aus sonstigen Ausleihungen für ein Mitarbeiterdarlehen und Anteilen an einem verbundenen Unternehmen, der InterMune Deutschland GmbH, Berlin.
[4] VorräteHilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet und vom Konzern bezogene Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerrisiken werden durch Bildung angemessener Abwertungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.
[5] Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit Ausnahme eines Körperschaftsteuerguthabens gemäß § 37 Abs. 4 und 5 KStG in Höhe von 134 Tausend Euro grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert und innerhalb eines Jahres fällig. Aufgrund des langfristigen Erstattungszeitraums von 2015 bis 2017 in gleichen Jahresbeträgen ist der erwähnte Steueranspruch zu 1 % abgezinst. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Forderungen in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus weiterberechneten Dienstleistungen und aus der Cash-Management Vereinbarung gegenüber der Roche Deutschland Holding GmbH. Im Geschäftsjahr entstand eine Ergebnisabführungsverbindlichkeit gegenüber der Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 46.650 Tausend Euro. Diese ist unter [11] Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dargestellt. (Vorjahr: Verlustausgleichsforderung).
[6] Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungIn der betrieblichen Altersversorgung für Mitarbeiter mit Diensteintritt ab dem 1. Januar 2007 gilt der neue "Vorsorgeplan 2007". Im Unterschied zur bisherigen Regelung für Mitarbeiter mit Diensteintritt vor dem 1. Januar 2007 wird die Leistungszusage in der Höhe an die Entwicklung eines definierten Vermögensbestandes gebunden. Das Unternehmen sichert dabei für den Versorgungsfall eine Verrentung auf Basis des Bezugswertes ohne Berücksichtigung einer Verzinsung zu. Das zur Finanzierung dieser Direktzusage erforderliche Vermögen ist unter einem CTA (Contractual Trust Agreement) ausgelagert und wird im Rahmen einer doppelseitigen Treuhand durch den Roche Pensionstreuhandverein verwaltet. Die von den Mitarbeitenden und der Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, als Arbeitgeber zum Vermögensaufbau geleisteten Beiträge in 2014 in Höhe von 2.044 Tausend Euro sind im CTA-Fondsvermögen enthalten. Das Fondsvermögen ist nach § 255 Abs. 4 HGB zum Marktpreis bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Vermögens aus dem CTA beträgt zum Bilanzstichtag 9.672 Tausend Euro. Die entsprechende Rückstellung für die Pensionsverpflichtung aus dem Vorsorgeplan 2007 beträgt 5.136 Tausend Euro. Dies führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 4.536 Tausend Euro, welcher in dem Bilanzposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird. Die Anschaffungskosten des Fondsvermögens betragen zum Bilanzstichtag 8.759 Tausend Euro. [7] EigenkapitalDas Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Stückaktien. Die Anteile sind auf den Inhaber ausgestellt. Die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, hat uns im Jahre 2006 folgendes mitgeteilt: "... gemäß § 20 Abs. 3 und 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass wir mit Mehrheit am Grundkapital Ihrer Gesellschaft beteiligt sind." Die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, bleibt aufgrund ihrer 6 %-igen Direktbeteiligung und der durch die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, vermittelten Beteiligung ebenfalls mehrheitlich beteiligt. Das oberste Mutterunternehmen ist die Roche Holding AG in Basel/Schweiz. Im vorliegenden Jahresabschluss sind alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, als verbundene Unternehmen berücksichtigt. Unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, einbezogen, die den Abschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen erstellt, der am Sitz der Gesellschaft ausliegt sowie im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Zur Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen in Höhe von 913 Tausend Euro (Vorjahr: 159 Tausend Euro). Diese resultieren ausschließlich aus der Bewertung von als Deckungsvermögen zu klassifizierenden Fondsanteilen zum beizulegenden Zeitwert, welche in [6] Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthalten sind. [8] Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt, wobei Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,47 % p.a., eine Rentenentwicklung in Höhe von 1,75 % p.a., eine Fluktuation von 3,5 % p.a. sowie ein Rechnungszinssatz von 4,55 % p.a. der Bewertung zugrunde liegen. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der nach den Vorschriften des BilMoG ermittelte gesamte Zuführungsbetrag i. H. v. 57.984 Tausend Euro zur Pensionsrückstellung wird gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren verteilt. Der zum Bilanzstichtag noch nicht zugeführte Differenzbetrag beläuft sich auf 35.335 Tausend Euro (Vorjahr: 39.200 Tausend Euro).
In der Rückstellungssumme zum Ende des Geschäftsjahres sind Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB in Höhe von 3.141 Tausend Euro enthalten. [9] Sonstige RückstellungenDie Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem entsprechend der Restlaufzeit durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgend aufgeführten Rückstellungsposten:
Für Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, soweit die Maßnahmen auf Grund gesetzlicher oder behördlicher Verpflichtungen beziehungsweise Auflagen voraussichtlich erforderlich werden und nicht zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten führen. Künftige Kostensteigerungen wurden mit 2,0% berücksichtigt. Die Rückstellung wurde mit den Zinssätzen der entsprechenden Laufzeit gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (2,90 %, 3,07 %, 3,26 %, 3,45 %, 3,62 % und 3,78%) abgezinst. Aufgrund der Reformen im Gesundheitswesen besteht eine Rückstellung für die Verpflichtung zur Einräumung von so genannten Herstellerrabatten. Die Rückstellung für Herstellerrabatte, die u.a. in der Höhe von 7% und 10% für bestimmte Arzneimittel bezahlt werden müssen, wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion des Herstellerrabatts von 16% auf 7%. Die Rückstellung für Rabattverträge wurde aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen gebildet. Aufgrund von Abfindungsvereinbarungen mit ausscheidenden Mitarbeitern wurde eine Rückstellung für Restrukturierung vorgenommen. Die Rückstellungen für Gratifikationen wurden für leistungsbezogene Prämien des abgeschlossenen Geschäftsjahres an Mitarbeiter und den Vorstand gebildet. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte für die Handelsbilanz nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Aufstockungsbeträge sind vollständig ab Vertragsabschluss zurückgestellt. Es wurde bei der Bewertung des Erfüllungsrückstandes eine Abzinsung in Höhe des durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre angesetzt, sofern die Laufzeit der Verpflichtung am Bilanzstichtag 12 Monate oder mehr betragen hat. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Rechnungszinssatz wurde 2,96 % angesetzt und für Lohn- und Gehaltssteigerungen 3,47 %. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Rückstellungen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche bemessen sich nach den noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen und Gleitzeitstunden sowie dem durchschnittlichen Tagesverdienst der Mitarbeiter unter Berücksichtigung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Jubiläumsleistungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Rechnungszinssatz wurde 4,55 %, als Anwartschaftstrend 3,47 % und als Fluktuation wurde 3,50 % angesetzt. Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von 3.134 Tausend Euro stand in gleicher Höhe zu verrechnendes Vermögen, dessen Wert den Anschaffungsposten entspricht, gegenüber. Die Posten wurden entsprechend saldiert. [10] VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. [11] Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten u.a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 46.650 Tausend Euro. Im Vorjahr entstand eine Verlustausgleichsforderung, welche unter [5] Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände dargestellt ist.
[12] Sonstige Verbindlichkeiten
[13] Umsatzerlöse
Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:
[14] Sonstige betriebliche ErträgeHierbei handelt es sich hauptsächlich um Erlöse aus Personalrestaurant, Werksverkauf, Werkswohnungen und sonstigen Leistungen an Mitarbeiter sowie Erträge aus der Auflösung von Werberichtigungen für Kundenforderungen. Im Vorjahr waren periodenfremde Erträge von 8.304 Tausend Euro aus der Auflösung von umsatzerlösmindernden Rückstellungen enthalten. Die periodenfremden Erträge 2014 betragen 2.456 Tausend Euro und betreffen unter anderem die Auflösung von Rückstellungen. [15] MaterialaufwandBeim Materialaufwand handelt es sich um von der F. Hoffmann-La Roche AG, Basel, bezogene Handelswaren, die entsprechend der Umsatzerlöse den Geschäftsbereichen zuzuordnen sind. [16] Personalaufwand
Der Anstieg der Löhne und Gehälter resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Restrukturierungsaufwendungen auf 21.205 Tausend Euro (Vorjahr 10.631 Tausend Euro). Die Erhöhung der Aufwendungen für Altersversorgung ist im Wesentlichen verursacht durch die Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen bezüglich Gehaltsentwicklung, Rentenentwicklung und Zins und die im Vorjahr enthaltene Minderung aus der Umsetzung des BAG Urteils zur Regelaltersgrenze vom 15.05.2012 in Höhe von 3.321 Tausend Euro. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.279 Mitarbeiter und zum Jahresende 1.278 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl verteilt sich auf folgende Bereiche:
[17] Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen i.S.v. § 285 Abs.3 HGB in Höhe von 5.077 Tausend Euro enthalten. Zur Verminderung der Kapitalbindung und des administrativen Aufwandes werden die Dienstfahrzeuge des Außen- und Innendienstes über ein Dienstleistungsunternehmen für Operating-Leasing finanziert und verwaltet. Ein Risiko aus diesen Leasingverträgen über die während der Mindestlaufzeit zu leistenden Zahlungen hinaus - enthalten in [23] Sonstige finanzielle Verpflichtungen - ergibt sich nicht. Zusätzlich darin enthalten sind sonstige betriebliche Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 30 Tausend Euro (im Vorjahr 53 Tausend Euro). [18] Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 693 Tausend Euro sind im Geschäftsjahr für den Vorsorgeplan 2007 Erträge aus dem CTA-Fondsvermögen in Höhe von 878 Tausend Euro sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung für die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 185 Tausend Euro berücksichtigt, was einem Gesamtertrag aus dem Versorgungsplan 2007 in Höhe von 693 Tausend Euro entspricht. Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung in Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens saldiert. [19] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge aus Abzinsung von Rückstellungen betragen 57 Tausend Euro (im Vorjahr 96 Tausend Euro). [20] Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen Höhe von 11.904 Tausend Euro (im Vorjahr 15.417 Tausend Euro). [21] Außerordentliches ErgebnisDie Auswirkungen aus der Umstellung der Rechnungslegung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) aus dem Jahr 2010 sind im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen.
[22] Sonstige AngabenDie Aufsichtsratsmitglieder erhielten gemäß § 285 Nr. 9 a) HGB im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 11 Tausend Euro. Durch Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds verzichtet. Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder einschließlich deren Hinterbliebenen betragen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB im Geschäftsjahr 284 Tausend Euro. Die Gesellschaft ist aufgrund ihres Ergebnisabführungsvertrages eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB ist in den Angaben im Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz enthalten. Es existieren keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB. [23] Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt:
Hiervon sind 3.226 Tausend Euro im Folgejahr fällig. [24] UnternehmensvertragMit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, als Organträgerin besteht mit Wirkung ab 1. Januar 1999 ein Organschaftsvertrag. [25] OrganeVorstand:
Aufsichtsrat:
Grenzach-Wyhlen, 27. Februar 2015 Roche Pharma AG Dr. Hagen Pfundner, Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäft und RahmenbedingungenDie Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist im Konzernverbund der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, (kurz "Roche-Gruppe" bzw. "Roche") für das Inverkehrbringen der Roche Pharmazeutika in Deutschland zuständig. Das Geschäft der Roche Pharma AG ist vor allem durch gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt. Nachdem der Zwangsrabatt für alle Nicht-Festbetragsarzneimittel seit dem Jahre 2011 16% betrug, wurde dieser im April 2014 auf 7% abgesenkt. Gleichzeitig wurde die Beibehaltung des Preismoratoriums auf dem Niveau von August 2009 bis Ende 2017 bestätigt. Im Jahr 2015 soll erneut überprüft werden, ob ein höherer oder niedrigerer Zwangsrabatt erforderlich ist. Seit Beginn des Jahres 2011 sind alle Pharmazeutischen Hersteller gemäß dem AMNOG (Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes) dazu verpflichtet, bereits zur Markteinführung eines Arzneimittels einen Nachweis über dessen Zusatznutzen für Patientinnen und Patienten zu erbringen. Basierend auf der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss über das Vorliegen und den Grad des Zusatznutzens, sieht das AMNOG eine Verhandlung des Erstattungsanspruchs vor. In 2014 konnte für die beiden Produkte Perjeta® und Kadcyla®, die bei metastasiertem, HER2-positiven Brustkrebs eingesetzt werden, sowie für das gegen fortgeschrittenes Basalzellkarzinom zugelassene Erivedge® erfolgreich eine Übereinkunft erzielt werden. Momentan befindet sich die Roche Pharma AG noch mit den Produkten Gazyvaro® und Esbriet® in Verhandlung. Mit einer Einigung wird im Laufe des Jahres 2015 bzw. 2016 gerechnet. Parallel dazu wird aktiv die Möglichkeit der Beratung zur zweckmäßigen Vergleichstherapie für die in der Entwicklung befindlichen Produkte genutzt. Der Zwangsrabatt, das langjährige Preismoratorium ohne Inflationsausgleich, die Nutzenbewertung zum Zeitpunkt der Markteinführung und die damit verbundene obligatorische Rabattverhandlung mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkasse führen zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die für innovative pharmazeutische Unternehmen nach wie vor anspruchsvoll und schwierig sind. So hat alleine die Kostendämpfungsmaßnahme durch den Zwangsrabatt den Umsatz der Roche Pharma AG in 2014 mit rund 123,0 Mio. Euro belastet. 1.2. Personal- AllgemeinDie Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich innerhalb des Jahres um 59 Personen auf 1.278 Mitarbeiter zum Jahresende 2014. Hiervon entfallen auf die Bereiche Marketing und Vertrieb 653 Personen, Administration (Finanzen, Informatik, Personal, Recht, Facility Management) 236 Personen, Medical Affairs M&I 180 Personen, Klinische Forschung 105 Personen und Qualitätskontrolle 104 Personen. Im Berichtsjahr wurden zwei Drittel aller neu zu besetzenden Stellen durch interne Rotation und nur ein Drittel der Stellen durch externe Mitarbeiter besetzt. 54% der Neueinstellungen waren Frauen, was die Bedeutung von Gender Diversity im Unternehmen widerspiegelt. Erstmalig wurde Roche in Deutschland mit den renommierten Arbeitgeber-Auszeichnungen "Top Employer" und "Top Employer Europe 2014" zertifiziert und erhält den Award gemeinsam mit Roche Frankreich, Italien, Polen, Schweiz, Spanien und UK. - TalentmanagementDie Entwicklung von Führungs- und Fachkräften ist für die Roche Pharma AG ein strategischer Erfolgsfaktor. Um Mitarbeitern bei der zielgerichteten Entwicklung und Stärkung ihrer Kompetenzen zu unterstützen, hat die Roche Pharma AG im Jahr 2014 gemeinsam mit der Roche Diagnostics GmbH ein umfangreiches und zielgerichtetes Programm auf der Basis der Roche Core Competencies erarbeitet. Roche ermutigt alle Mitarbeiter, mit ihren Vorgesetzten Gespräche zu führen und gemeinsam ihre Entwicklung zu planen. Für eine rasche Besetzung von Führungspositionen aus der internen Organisation heraus hat die Roche Pharma AG Assessements mit 14 Kandidaten für Führungspositionen durchgeführt und ein Entwicklungs-Programm für diese High Potentials begonnen. Dadurch können Mitarbeiter mit Führungspotenzial gezielt entwickelt und rasch eingesetzt werden. - Ausbildung bei der Roche Pharma AGDie Roche Pharma AG engagiert sich auch in der Ausbildung junger Menschen und ermöglichte 14 Auszubildenden in unterschiedlichen Berufen einen qualifizierten Berufsabschluss. Seit vielen Jahren besteht die Kooperation mit der Dualen Hochschule Lörrach. Im Herbst des vergangenen Jahres haben 14 Studierende ihr Studium zum Bachelor of Arts erfolgreich beendet und Angebote für einen Berufseinstieg erhalten. Acht neue Studenten haben in 2014 ihr Studium aufgenommen und werden innerhalb des Roche Konzerns auf zukünftige Positionen lokal und global vorbereitet. Derzeit bildet die Roche Pharma AG 21 hochqualifizierte Naturwissenschaftler, Mediziner und Pharmazeuten in Traineeprogrammen in Marketing, Medical Affairs, Market Access und Qualitätsmanagement aus. - Personalmarketing und RecruitingDank intensivem Personalmarketing steigerte die Roche Pharma AG die Zugriffszahlen auf die Karriereseite von Roche in Deutschland. Die Klicks stiegen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 10 Prozent. Über Facebook, LinkedIn, XING und Kununu kamen 16 Prozent mehr Klicks als noch im Vorjahr. - RestrukturierungenDer Personalbereich begleitete einige organisatorische Veränderungen. Dazu zählte die Unterstützung des Bereichs Clinical Operations Deutschland und der gesamten Marketing- und Sales-Organisation bei der Umstellung auf eine schlagkräftige Matrix-Struktur. Die ausgelaufenen Patente und die zunehmende Wettbewerbssituation im Bereich Virologie erforderte eine Umstrukturierung im Außendienst. Zum Jahresende trug der Personalbereich wesentlich zur Integration der Mitarbeiter aus dem Erwerb der Firma InterMune Deutschland GmbH bei und unterstützte beim Aufbau der neuen Franchise Respiratory Diseases. Dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit von Geschäftsleitung, Personalbereich und Arbeitnehmervertretung konnten die Maßnahmen einvernehmlich, rasch und erfolgreich umgesetzt werden. 2. Wirtschaftsbericht2.1 GeschäftsentwicklungDas Geschäft der Roche Pharma AG wird gesteuert anhand der Umsatzerlöse und den operativen Kosten, die zusammen mit dem Finanzergebnis das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben. Die Roche Pharma AG erzielte 2014 einen Gesamtumsatz von 1.726,1 Mio. Euro, was einer Umsatzsteigerung von 9,3 % bzw. 146,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr und einem Wachstum über Plan entspricht. Auf das rezeptpflichtige Drittkundengeschäft entfielen dabei 1.610,9 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus den nachfolgend beschriebenen Effekten. Die Verminderung des Zwangsrabattes für alle Nicht-Festbetragsarzneimittel von 16 % auf 7 % wirkt sich im Geschäftsjahr 2014 umsatzerhöhend aus. Das im November 2013 in der EU zugelassene Medikament Kadcyla® konnte sich im Behandlungsalltag insbesondere bei Patientinnen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs etablieren, die zuvor Herceptin® und ein Taxan einzeln oder in Kombination erhielten. Im Herbst 2014 wurden die finalen Überlebensdaten zu Perjeta® veröffentlicht: Patientinnen mit zuvor unbehandeltem HER2-positivem, metastasierendem Brustkrebs, die Perjeta®, Herceptin® und eine Docetaxel-Chemotherapie erhielten, erreichten ein medianes Gesamtüberleben von fast fünf Jahren. Dies ist die längste Zeitspanne, die bis heute bei Patientinnen mit dieser aggressiven Form von Brustkrebs beobachtet werden konnte. Folglich etablierte sich Perjeta® in Kombination mit Herceptin® und Docetaxel® mehr und mehr zur Standardtherapie bei metastasierten, HER2-positivem Brustkrebs. Im April 2014 erteilte die Europäische Kommission die Zulassung für die subkutane Darreichungsform von RoActemra® zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis (RA). RoActemra® ist mit dieser Zulassung das erste gegen den IL-6-Rezeptor gerichtete Biotherapeutikum, welches in subkutaner und intravenöser Darreichungsform als Einzeltherapie und Kombinationstherapie mit Methotrexat verabreicht werden kann. Diese Zulassungserweiterung für RoActemra® ermöglicht mehr Flexibilität in der Behandlungsmethode, welches in einem subkutan dominierten Therapieumfeld ein entscheidender Wettbewerbsvorteil ist. Gazyvaro® erhielt in Kombination mit einer Chlorambucil-Chemotherapie im Juli 2014 die Zulassung zur Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die aufgrund von Begleiterkrankungen nicht für eine intensive Therapie (Fludarabin in voller Dosis) in Frage kommen. MabThera® , das die Therapie von B-Zell-Malignomen revolutioniert hat, stand ab dem zweiten Quartal 2014 den Patientinnen und Patienten sowohl als intravenöse als auch subkutane Applikationsform zur Verfügung. Die subkutane Verabreichung von MabThera® verkürzt die Dauer der Verabreichung wesentlich, da sie nur etwa fünf Minuten in Anspruch nimmt, während die intravenöse Infusion 2,5 Stunden dauert, und trägt so wesentlich zu einer Verringerung der Aufenthaltszeit für Patienten in Infusionszentren bei. Zu einem starken Umsatzrückgang kam es in 2014 bei Pegasys®, einem PEG-Interferon, und Copegus®, einem virostatisch wirkenden Nukleosid-Analogon. Ursache für den Rückgang ist die Einführung von Konkurrenzprodukten auf dem Markt. Darüber hinaus kam es zu einem starken Rückgang der Tarceva® Umsätze. Dies ist zum einen begründet durch ein starkes, im Januar zugelassenes, Konkurrenzprodukt zur Behandlung des metastasierten Pankreastumor. Zum anderen ist ein Einbruch der Patientenzahlen bei der Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zu verzeichnen. Neben der Umsatzentwicklung zu den oben genannten Produkten wurden auch Umsatzsteigerungen bei weiteren, bereits auf dem Markt fest etablierten Produkten bzw. Indikationen erzielt. 2.2 ErtragslageDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr von 65,8 Mio. Euro auf 50,6 Mio. Euro gesunken. Die Umsatzrendite (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Umsatzerlöse) verringerte sich von 4,2 % auf 2,9 % und die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Eigenkapital zum Stichtag) verzeichnete einen Rückgang auf 67,7 %. Den um 146,9 Mio. Euro bzw. 9,3 % gestiegenen Umsatzerlösen stehen um 141,4 Mio. Euro bzw. 11,7 % höhere Materialaufwendungen gegenüber. Dadurch hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) von 76,6 % im Vorjahr auf 78,3 % im laufenden Jahr leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 3,8 Mio. Euro angefallen. Sie beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Personalrestaurant und sonstigen Leistungen an Mitarbeiter sowie periodenfremde Erträge z.B aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahreswert von 9,8 Mio. Euro war die Auflösung einer Rückstellung für Erlösminderungen von 8,3 Mio. Euro enthalten. Der Personalaufwand ist in 2014 um 20,8 Mio. Euro bzw. um 14,5 % gestiegen. Der Anstieg des Personalaufwands resultiert aus der Erhöhung der Aufwendungen für Löhne und Gehälter um 9,6 Mio. Euro bzw. 7,6 % und dem Anstieg der Aufwendungen für Altersversorgung von 10,8 Mio. Euro aus. Der Anstieg der Löhne und Gehälter resultiert im Wesentlichen aus den Kosten für Restrukturierung. Zum Anstieg der Altersversorgungsaufwendungen trugen aktualisierte Prämissen der versicherungsmathematischen Ermittlung bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. Euro bzw. 0,8 % geringfügig gesunken. Sie enthalten als wesentliche Posten Werbekosten, Aufwendungen für Klinische Forschung, Reisekosten, Personalnebenkosten, Beratungs- und Prüfungskosten sowie Versicherungsaufwendungen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind um 3,9 Mio. Euro bzw. um 24,4 % gesunken. Die Verringerung ist hauptsächlich auf den Zinseffekt der Rückstellung für Umweltmaßnahmen zurückzuführen. Das außerordentliche Ergebnis ergibt sich aus der im Geschäftsjahr 2010 erfolgten BilMoG -Umstellung auf die Bewertungsregelungen des Bilanzrechts-modernisierungsgesetzes. Der außerordentliche Aufwand aus der Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen beträgt 3,9 Mio. Euro. Im Vorjahr enthielt dieser Posten überwiegend Aufwendungen im Bereich der Umweltmaßnahmen. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten ergebnisbeeinflussenden Faktoren ergibt sich im Jahr 2014 ein Gewinn in Höhe von 46,7 Mio. Euro. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, wird dieser Gewinn an die Organmutter abgeführt. 2.3 InvestitionenFür das Geschäftsjahr 2014 betrug das Investitionsvolumen der Roche Pharma AG beim immateriellen Anlagevermögen und bei den Sachanlagen insgesamt rund 5,4 Mio. Euro. Hiervon entfallen 4,8 Mio. Euro auf die Generalsanierung eines Wohngebäudes. Ausserdem wurden 7,2 Mio. Euro in Finanzanlagen investiert. Es wurden 100% der Anteile an der InterMune Deutschland GmbH, Berlin, erworben. 2.4 Finanz- und VermögenslageDer Finanzmittelfonds weist zum Ende des Geschäftsjahres 2014 einen positiven Saldo in Höhe von 431,6 Mio. Euro aus. Er setzt sich zusammen aus dem Guthaben auf dem lfd. Bankkonto in Höhe von 10 Tausend Euro und aus den Forderungen in Höhe von 431,6 Mio. Euro gegen die Roche Deutschland Holding GmbH aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit weist in 2014 einen Zufluss in Höhe von 6,7 Mio. Euro (im Vorjahr 135,1 Mio. Euro) aus. Die hauptsächlichen Gründe hierfür sind:
Zusammen mit den im Geschäftsjahr im Anlagevermögen getätigten Investitionen in Höhe von 12,6 Mio. Euro und der Verlustübernahme des Geschäftsjahres 2013 durch die Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 46,2 Mio. Euro ist der Finanzmittelfonds von 391,3 Mio. Euro um insgesamt 40,3 Mio. Euro auf einen Finanzmittelfonds in Höhe von 431,6 Mio. Euro im Jahr 2014 angestiegen. Die Bilanzsumme stieg 2014 gegenüber dem Vorjahr um 52,3 Mio. Euro auf 796,5 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch den Anstieg der Vorräte um 51,3 Mio. Euro auf insgesamt 264,6 Mio. Euro. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme in 2014 im Wesentlichen aus der Zunahme der Rückstellungen um 34,4 Mio. Euro und der Verbindlichkeiten um 17,9 Mio. Euro. Hierbei stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 11,0 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 10,9 Mio. Euro. Bei den Rückstellungen betrifft der Anstieg die Pensionsrückstellungen auf Grund aktualisierter versicherungsmathematischer Annahmen sowie Rabatt- und Restrukturierungsrückstellungen. Das Anlagevermögen in Höhe von 48,5 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen von zusammen 524,4 Mio. Euro sind über das Umlaufvermögen in Höhe von 743,5 gedeckt. Das Finanzmanagement der Roche Pharma AG ist entsprechend darauf ausgerichtet, dass die finanzielle Stabilität auch zukünftig gewährleistet wird. 2.5 Zusammenfassende BeurteilungDie Geschäftsleitung beurteilt das erzielte Ergebnis (vor den außerordentlichen Aufwendungen) in Höhe von 50,6 Mio. Euro (im Vorjahr 65,8 Mio. Euro) sowie die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als stabil. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres 2014 nicht eingetreten. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1 Chancen und RisikoberichtI. Risikomanagement der Roche Pharma AGRoche hat konzernweit ein System zur Erkennung und Beherrschung möglicher Geschäftsrisiken etabliert. Die Roche-Risikomanagement-Charta bestimmt den Rahmen und die Verantwortlichkeiten für das Risikomanagement der Roche-Gruppe. Die Divisionen Pharma und Diagnostics und die globalen Funktionen nehmen mindestens einmal im Jahr eine formale Risikobewertung vor und erarbeiten geeignete Risikomanagement-Pläne für die größten Risiken. Diese Risikomanagement-Pläne werden laufend überwacht und Abweichungen werden in regelmäßigen Leistungsgesprächen überprüft. Ein jährlich erstellter konsolidierter Risikobericht der Roche-Gruppe, inklusive Zielrisikoprofil, wird von der Konzernleitung diskutiert und zusammen mit dem Geschäftsplan der Gruppe verabschiedet. Dieser wird dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates präsentiert. Der Risikomanagement-Prozess beinhaltet eine regelmäßige Überprüfung mit Berichterstattung der Resultate an den Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates und an den Gesamtverwaltungsrat. Die Roche Pharma AG setzt vom Konzern vorgegebene Methoden und Prozesse ein, um fortlaufend auf allen Ebenen Risikobewertungen vorzunehmen. Die Prozesse sehen vor, dass die einzelnen Abteilungen nach der Risikoidentifikation die Risiken analysieren und bewerten. Dabei wird für jedes Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkung auf das Geschäft gesondert eingeschätzt. Nach dieser Einschätzung wird jedes Risiko in die vorgegebene Risikomatrix des Konzerns eingestuft. Bei den wesentlichen Risiken werden daraufhin von den einzelnen Abteilungen risikominimierende Maßnahmen definiert und implementiert. Die Risiken werden in einem regelmäßigen Prozess überprüft und bei Bedarf adaptiert. Die Dokumentation des Risikomanagements befindet sich auf einer globalen Plattform. Neben dem beschriebenen Risikoprozess gibt es bei der Roche Pharma AG weitere Vorkehrungen, um die Risiken zu minimieren. Ein wichtiger Bestandteil ist der Verhaltenskodex des Roche Konzerns, der den Mitarbeitern klare Leitlinien für das Verhalten im Geschäftsverkehr vorgibt. Verantwortungsvolles Handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften wird ausnahmslos von jedem Mitarbeiter im Roche Konzern erwartet. Daneben enthält der Verhaltenskodex der Roche-Gruppe die Aufforderung an alle Mitarbeiter, Compliance-Bedenken jederzeit offen anzusprechen und sich damit ggf. an den Compliance Officer zu wenden ("Speak-Up-Initiative"). Compliance-relevante Fälle von Gewicht meldet der Compliance Officer über das sog. BEIR-System (Business Ethics Incident Reporting) an den Chief Compliance Officer in der Konzernzentrale. Einen weiteren Bestandteil bilden unterschiedliche Positionen und Gremien des Unternehmens. Der Compliance Officer der Roche Pharma AG ist für die Compliance Organisation und deren kontinuierliche Weiterentwicklung zuständig. Ein unternehmensübergreifender Austausch in Compliance relevanten Fragen findet im Compliance Committee statt. In der gesamten Roche-Gruppe wurden Ereignisstäbe gebildet, um handlungsfähig zu sein. Diese Teams gehen regelmäßig die Abläufe für verschiedene Krisenszenarien, Alarm- und Eskalationsprozeduren durch. Die Umweltrisiken aus Altlasten auf und außerhalb des Werksgeländes werden in Absprache mit den Behörden bearbeitet und geeignete Maßnahmen abgestimmt. Alle Maßnahmen für den Umweltschutz und die nachhaltige Nutzung dieser Altlastenflächen werden in einem professionellen Kommunikationskonzept der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. II. Chancen- und Risikobericht der Roche Pharma AGAbgeleitet aus dem Risikomanagementsystem sind im folgenden die für die Roche Pharma AG wesentlichsten Themen dargestellt. - Vermarktung der ProdukteVom normalen Wettbewerbsrisiko abgesehen, dem jedes Produkt am Markt ausgesetzt ist, kommt bei Arzneimitteln hinzu, dass die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der zur Verfügung stehenden Zeit des Patentschutzes zu erwirtschaften sind. Erschwert wird dies dadurch, dass der Pharmamarkt einem wachsenden Kostendruck ausgesetzt ist. Einerseits durch höhere Hürden bei der Zulassung neuer Medikamente und bei Indikationserweiterungen. Andererseits durch zusätzliche Anforderungen und Hürden an die Erstattung der Arzneimittel durch strengere Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit, schnellere Umstellung auf Generika und immer stärkeren Einfluss auf die Preisgestaltung (z. B. vorgegebene Vertriebsstrukturen, Preismoratorien, Zwangsrabatte, Kosten/Nutzen-Abwägungen, höhere Markt- und Preismacht der Krankenkassen) zur Entlastung der staatlichen Gesundheits-Budgets. Aufmerksam verfolgt Roche die Entwicklung von Biosimilars, wirkstoffähnlicher Medikamente, die zukünftig in Konkurrenz zu unseren Medikamenten treten, könnten. - ArzneimittelsicherheitDie Roche Pharma AG bringt als pharmazeutischer Unternehmer Arzneimittel auf den Markt. Beim so genannten "Inverkehrbringen" bzw. bei der Anwendung durch den Patienten können neben den bekannten und in den Referenzdokumenten aufgeführten Nebenwirkungen, auch bisher nicht bekannte Arzneimittelrisiken auftreten. Diese können von pharmazeutischtechnischer oder medizinischer Art (z. B. tatsächliche oder vermutete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen) sein. Der Bereich Arzneimittelsicherheit ist für die Erfassung, Dokumentation, Bewertung, Meldung und Kommunikation von medizinischen Risiken in Zusammenhang mit der Einnahme eines Roche Produktes verantwortlich. Mögliche pharmazeutisch-technische Risiken werden in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Pharmazeutisch-Technische Qualität und Arzneimittelsicherheit bearbeitet. Um sicherzustellen, dass alle im Unternehmen eingehenden Hinweise unverzüglich aufgenommen und bearbeitet werden können, finden für alle Mitarbeiter der Roche Pharma AG sowie den relevanten Vertragspartnern regelmäßige Schulungen zu den Meldepflichten statt. Zur Unterstützung erhält jeder Mitarbeiter eine Karte mit den Kontaktdaten der Arzneimittelsicherheit. - Produkt- und Probandenhaftung incl. Absicherung gem. AMGIn Übereinstimmung mit dem Arzneimittelgesetz (AMG) sind für den Geltungsbereich Deutschland sowohl die Risiken der Produkthaftung aus dem Vertrieb von Arzneimitteln mit ihrem Höchstbetrag gem. § 88 AMG (Kapitalbetrag von 120 Millionen Euro pro Arzneimittel) wie auch der Probandenhaftung im Rahmen von klinischen Studien gem. § 40 AMG mit ihrem Höchstbetrag (Kapitalbetrag von 50 Millionen Euro pro klinischer Studie, max. 100 Millionen Euro pro Vertrag) bei Versicherern abgedeckt - Qualitätsmanagement in der medizinschen AbteilungDie Abteilung "Medical Quality & Compliance Management" ist zuständig für die Implementierung und Nachhaltung eines Qualitätsmanagement Systems. Das System berücksichtigt alle Aspekte des Qualitätsmanagements der Abteilung Medical Affairs und der von Medical Affairs verantworteten Prozesse. Die Hauptaufgaben 2014 waren die Umsetzung und Erweiterung der globalen Roche Vorgaben zur Errichtung eines Qualitätsmanagement Systems bei Medical Affairs mit Schwerpunkt auf Prozess- bzw. Dokumentenmanagement und Training. Darüberhinaus wurden weitere standortübergreifende Aktivitäten durchgeführt wie z.B. Schärfung des Geschäftsprozesses zur Sicherstellung der Pharmakovigilanz bei Marktforschung und "Patient Support" Programmen. - LieferbereitschaftDer Anspruch der Roche Pharma AG ist es, Produkte pünktlich, mengengerecht und in der erforderlichen Qualität an Kunden und Patienten auszuliefern. Um die Lieferkette optimal zu gestalten, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und die Kapitalbindungskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten, arbeitet Roche konzernweit mit einem SAP integriertem Supply Chain Management System. Ausgehend vom Bedarf der Patienten in den Märkten wird die Produktions- und Verpackungsplanung, die Anlieferung in den Lagern der Länderfilialen und die Belieferung der Kunden bedarfsgerecht und lageroptimiert gestaltet. Das ermöglicht, die Lieferzuverlässigkeit (On Time in Full) auf einem hohen Niveau zu halten und Kundenleistungen kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren. Eine enge Kommunikation zwischen den Produktions- und Länderorganisationen, sowie das proaktive Monitoring der Supply Chain über definierte Key Performance Indicators unterstützt im Falle von Lieferengpässen, die richtige Entscheidung zu treffen und Lieferunterbrechungen zu vermeiden. Um das Einhalten von internen und externen Gesetzen und Richtlinien zu gewährleisten, hat die Roche Pharma AG ein Qualitätsmanagement-System sowie definierte Prozesse, klare Rollen und Verantwortlichkeiten etabliert. - DatenschutzAls ein im Gesundheitsbereich tätiges Unternehmen hat der Datenschutz im Roche-Konzern weltweit einen hohen Stellenwert. Sicherheit und Schutz von Kundendaten genießen bei der Roche Pharma AG höchste Priorität. Sie sind die Basis jeder vertrauensvollen Kundenbeziehung. Ziel ist es, dass die Roche Pharma AG bei Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern im datenschutzrechtlichen Kontext mit Vertrauen, Respekt, Transparenz und Integrität in Verbindung gebracht wird. Das Einhalten gesetzlicher und betrieblicher Regelungen ist dabei selbstverständlich. Um die Sensibilität der Beschäftigten für das Thema Datenschutz und Datensicherheit weiter zu erhöhen, intensivierte die Roche Pharma AG die bereits etablierten Schulungen. Die Sicherung der fachlichen Qualifizierung durch unterschiedliche Trainingsformate war ein Aufgabenschwerpunkt innerhalb der Datenschutzorganisation. Um darüber hinaus den höchstmöglichen Verbreitungsgrad von Datenschutzwissen sicherzustellen, wurde ein E-Learning entwickelt. Alle Mitarbeitende sind verpflichtet, das Prinzip des Datengeheimnisses gemäß Bundesdatenschutzgesetz einzuhalten. Der betriebliche Datenschutzbeauftragte der Roche Pharma AG berichtet in dieser Funktion direkt an den Vorstand. Im Laufe des Berichtsjahres waren keine Vorfälle zu melden. Die Datenschutzbeauftragten der Roche Standorte Basel, Mannheim/Penzberg, Berlin, Waiblingen und Grenzach treffen sich zweimal im Jahr. Diese Arbeitsgruppe "Daten" ist ein wichtiger und etablierter Impulsgeber und Berater bei allen datenschutzrelevanten Fragen. - KreditmanagementZur Absicherung der Außenstände im Rahmen der gewährten Lieferantenkredite gegenüber Kunden wird beim Verkauf und Absatz ein konzernweit entwickeltes und für die Bedürfnisse der Roche Pharma AG angepasstes, sehr effizientes Kredit-Management-System eingesetzt. Dieses ermöglicht drohende Ausfälle rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern. Aus diesem Grund gab es in 2014 keine Forderungsausfälle. 4.2 PrognoseberichtInsgesamt erwarten wir in 2015 im Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor außerordentlichen Aufwendungen) ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr. Damit wird das Wachstum in etwa auf dem Niveau des Gesamtmarktes liegen. Die Übernahme und Eingliederung des Unternehmens InterMune, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von innovativen Therapien für Lungenerkrankungen und Fibrosen konzentriert, wird es Roche, und speziell auch der Roche Pharma AG ermöglichen, das Produktportfolio für Lungenerkrankungen ab 2015 zu erweitern und zu stärken. Das Hauptmedikament Esbriet® ist in Deutschland bereits für die Behandlung von idiopathischer Lungenfibrose (IPF) zugelassen. Darüber hinaus erwartet Roche die Zulassung von Avastin® plus Chemotherapie zur Behandlung von fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs. Die Überlebensrate bei Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium unterscheidet sich sehr stark von der im Frühstadium. Während im Frühstadium im Durchschnitt mindestens neun von 10 Frauen noch fünf Jahre nach Diagnose am Leben sind, sinkt die Überlebensrate auf weniger als eine von sechs Frauen, sobald sich die Erkrankung im Körper ausgebreitet hat. Für Perjeta® soll eine Zulassung zur neoadjuvanten Behandlung (Anwendung vor einer Operation) bei Patientinnen mit HER2-positivem frühem Hochrisiko-Brustkrebs erwirkt werden. Zu diesen Hochrisiko-Patientinnen zählen Patientinnen mit HER2-positivem, lokal fortgeschrittenem, entzündlichem oder frühem Brustkrebs mit einem Durchmesser von mehr als zwei Zentimetern oder Ausbreitung in Lymphknoten. Phase-II-Studien zeigten, dass bei fast 40 Prozent der Patientinnen, die mit der Kombination von Perjeta®, Herceptin® und Docetaxel-Chemotherapie behandelt wurden, zum Zeitpunkt der Operation kein Tumorgewebe nachweisbar war. In 2015 werden Daten aus dem klinischen Studienprogramm zu dem Molekül ocrelizumab veröffentlicht, bestehend aus zwei Studien an Patienten mit schubförmiger multipler Sklerose und einer Studie an Patienten mit primär progredienter multipler Sklerose. Bisher gibt noch keine zugelassene Therapie für die primär progrediente multiple Sklerose (PPMS), eine sehr viel seltenere Form der Erkrankung, von der rund 10 % der MS-Patienten betroffen sind. Eine Zulassung der Substanz wird für Anfang 2016 angestrebt. Diese positive Dynamik wird durch sinkende Umsätze aufgrund des Eintritts von Generika bei Valcyte® und CellCept® sowie durch eine Zunahme des generischen Wettbewerbs bei den patentfreien Medikamenten beeinträchtigt. Die im Rahmen des AMNOG eingeführte Hürde zur Erstattung von Medikamenten mit Hilfe der frühen Nutzenbewertung, Ausweitung der Festbeträge und Definition größerer Festbetragsgruppen bleibt als Herausforderung für die Roche Pharma AG bestehen. So werden die Preisverhandlungen zu Gazyvaro® und Esbriet® bis 2015 bzw. 2016 abgeschlossen sein. Mittelfristig kann sich die Roche Pharma AG aufgrund des gut aufgestellten Medikamentenportfolios an innovativen Produkten insbesondere auf dem Gebiet der Onkologie, Immunologie und bei Erkrankungen des Zentralnervensystems auf eine gesunde Basis für weiteres organisches Wachstum stützen. Rund die Hälfte dieser Neueinführungen wird zusammen mit den zugehörigen diagnostischen Tests in den Verkehr gebracht. Als Reaktion auf die gestiegenen Arzneimittelfälschungen, neue Erkenntnisse über die internationalen kriminellen Machenschaften anhand der Fälschungen von Herceptin® Mitte des Jahres 2014 sowie die wachsenden Herausforderungen der globalen Lieferketten wird die Roche Pharma AG im nächsten Jahr an einem internen Projekt zur Erhöhung der Produktsicherheit teilnehmen. Dieses Projekt nutzt eine Reihe neuer Technologien, darunter offene und verborgene Merkmale zum Fälschungsschutz, 2D-Barcodes, manipulationssichere Verpackungen sowie Rückverfolgungssysteme. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Grenzach-Wyhlen, 27. Februar 2015 Roche Pharma AG Dr. Hagen Pfundner, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Roche Pharma Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 27. Februar 2015 KPMG AG Kern, Wirtschaftsprüfer Heublein, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesGeschäftsjahr 2014Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch Bericht des Vorstandes über alle Vorgänge des Geschäftsbetriebes unterrichtet. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2014 vorgelegt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft worden. Diese Prüfung hat keinerlei Anlass zu Beanstandungen gegeben, und es wurde bestätigt, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung der Abschlussprüfer an und billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014.
Mannheim, 01. April 2015 Für den Aufsichtsrat gez. Dr. Severin Schwan |
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