ROCHE PHARMA AKTIENGESELLSCHAFTGrenzach-WyhIenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-WyhlenAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016Allgemeine ErläuterungenDie Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 410096. Der Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, wurde nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und den ergänzenden Paragraphen des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurden verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang numerisch gekennzeichnet und detailliert beschrieben. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung[1] Entgeltlich erworbene immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.
[2] SachanlagenDie Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 10 bis 50 Jahren für Gebäude sowie von 3 bis 15 Jahren für die übrigen Sachanlagen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro sind im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen für vor dem Jahr 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten festgelegt. Diese zum Anschaffungszeitpunkt geltenden Abschreibungsregelungen werden über die gesamte Nutzungsdauer weitergeführt.
[3] FinanzanlagenDie Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und bestanden ausschließlich aus sonstigen Ausleihungen für Mitarbeiterdarlehen.
[4] VorräteHilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet und vom Konzern bezogene Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerrisiken werden durch Bildung angemessener Abwertungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.
[5] Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert und innerhalb eines Jahres fällig. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Forderungen in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus weiterberechneten Dienstleistungen und aus der Cash-Management Vereinbarung gegenüber der Roche Deutschland Holding GmbH.
[6] Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungIn der betrieblichen Altersversorgung für Mitarbeiter mit Diensteintritt ab dem 1. Januar 2007 gilt der "Vorsorgeplan 2007". Im Unterschied zur Regelung für Mitarbeiter mit Diensteintritt vor dem 1. Januar 2007 wird die Leistungszusage in der Höhe an die Entwicklung eines definierten Vermögensbestandes gebunden. Das Unternehmen sichert dabei für den Versorgungsfall eine Verrentung auf Basis des Bezugswertes ohne Berücksichtigung einer Verzinsung zu. Das zur Finanzierung dieser Direktzusage erforderliche Vermögen ist unter einem CTA (Contractual Trust Agreement) ausgelagert und wird im Rahmen einer doppelseitigen Treuhand durch den Roche Pensionstreuhandverein verwaltet. Die von den Mitarbeitenden und der Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, als Arbeitgeber zum Vermögensaufbau geleisteten Beiträge in 2016 in Höhe von 2.742 Tausend Euro sind im CTA-Fondsvermögen enthalten. Das Fondsvermögen ist nach § 255 Abs. 4 HGB zum Marktpreis bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Vermögens aus dem CTA beträgt zum Bilanzstichtag 15.773 Tausend Euro. Die entsprechende Rückstellung für die Pensionsverpflichtung aus dem Vorsorgeplan 2007 beträgt 7.896 Tausend Euro. Dies führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 7.877 Tausend Euro, welcher in dem Bilanzposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird. Die Anschaffungskosten des Fondsvermögens betragen zum Bilanzstichtag 14.789 Tausend Euro. [7] EigenkapitalDas Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Stückaktien. Die Anteile sind auf den Inhaber ausgestellt. Die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, hat uns im Jahre 2006 folgendes mitgeteilt: "... gemäß § 20 Abs. 3 und 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass wir mit Mehrheit am Grundkapital Ihrer Gesellschaft beteiligt sind." Die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, bleibt aufgrund ihrer 6 %-igen Direktbeteiligung und der durch die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, vermittelten Beteiligung ebenfalls mehrheitlich beteiligt. Das oberste Mutterunternehmen ist die Roche Holding AG in Basel/Schweiz. Im vorliegenden Jahresabschluss sind alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, als verbundene Unternehmen berücksichtigt. Unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, einbezogen, die den Abschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen erstellt, der am Sitz der Gesellschaft ausliegt sowie im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Zur Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen in Höhe von 984 Tausend Euro (Vorjahr: 453 Tausend Euro). Diese resultieren aus der Bewertung von als Deckungsvermögen zu klassifizierenden Fondsanteilen zum beizulegenden Zeitwert, welche in [6] Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthalten sind. Es bestehen ausreichend freie Rücklagen, so dass die Ausschüttungssperre im Hinblick auf die Ergebnisabführung nicht zum Tragen kommt. [8] Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis des Handelsgesetzbuches durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt, wobei Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,00 % p.a., eine Rentenentwicklung in Höhe von 1,25 % p.a., eine Fluktuation von 3,50 % p.a. sowie ein Rechnungszinssatz von 4,00 % p.a. der Bewertung zugrunde liegen. Die Bewertung erfolgte erstmalig zu dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahres gemäß § 253 Abs.2 HGB. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 28.497 Tausend Euro. Die Auswirkung der Änderung des Rechnungszinssatzes aus der geänderten Laufzeit wurde im operativen Ergebnis ausgewiesen. Der nach den Vorschriften des BilMoG ermittelte gesamte Zuführungsbetrag i. H. v. 57.984 Tausend Euro zur Pensionsrückstellung wird gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren verteilt. Der zum Bilanzstichtag noch nicht zugeführte Differenzbetrag beläuft sich auf 27.603 Tausend Euro (Vorjahr: 31.469 Tausend Euro).
In der Rückstellungssumme zum Ende des Geschäftsjahres sind Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB in Höhe von 3.044 Tausend Euro enthalten. [9] Sonstige RückstellungenDie Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem entsprechend der Restlaufzeit durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgend aufgeführten Rückstellungsposten:
Für Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, soweit die Maßnahmen auf Grund gesetzlicher oder behördlicher Verpflichtungen beziehungsweise Auflagen voraussichtlich erforderlich werden und nicht zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten führen. Künftige Kostensteigerungen wurden mit 2,0% berücksichtigt. Die Rückstellung wurde mit den Zinssätzen der entsprechenden Laufzeit gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (1,67 %, 1,81 %, 1,97 %, 2,14 %) abgezinst. Aufgrund der Reformen im Gesundheitswesen besteht eine Rückstellung für die Verpflichtung zur Einräumung von so genannten Herstellerrabatten. Die Rückstellung für Herstellerrabatte, die u.a. in der Höhe von 7% und 10% für bestimmte Arzneimittel bezahlt werden müssen, wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Rückstellung für Rabattverträge wurde aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen gebildet. Die Rückstellungen für Gratifikationen wurden für leistungsbezogene Prämien des abgeschlossenen Geschäftsjahres an Mitarbeiter und den Vorstand gebildet. Aufgrund von Abfindungsvereinbarungen mit ausscheidenden Mitarbeitern wurde eine Rückstellung für Restrukturierung vorgenommen. Die Rückstellungen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche bemessen sich nach den noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen und Gleitzeitstunden sowie dem durchschnittlichen Tagesverdienst der Mitarbeiter unter Berücksichtigung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Jubiläumsleistungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Rechnungszinssatz wurde 3,22 %, als Anwartschaftstrend 3,00 % und als Fluktuation wurde 3,50 % angesetzt. Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von 5.151 Tausend Euro stand in gleicher Höhe zu verrechnendes Vermögen, dessen Wert den Anschaffungskosten entspricht, gegenüber. Die Posten wurden entsprechend saldiert. [10] VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. [11] Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten u.a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 93.210 Tausend Euro (Vorjahr: 63.510 Tausend Euro).
[12] Sonstige Verbindlichkeiten
[13] Umsatzerlöse
Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:
Aufgrund der Vorschriften des BilRUG (Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz) wurden Erlöse in Höhe von 1.135 Tausend Euro im Geschäftsjahr in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der inhaltlich entsprechende Vorjahresbetrag von 1.136 Tausend Euro ist im Vorjahr unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In den Umsatzerlösen enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 12.287 Tausend Euro. [14] Sonstige betriebliche ErträgeHierbei handelt es sich hauptsächlich um periodenfremde Erträge in Höhe von 12.257 Tausend Euro aus der Auflösung von Rückstellungen. Hiervon entfallen 7.703 Tausend Euro auf die Auflösung der Pensionsrückstellungen, die auf die Änderung des Zinssatzes durch Neufassung des § 253 Abs.2 HGB zurückzuführen ist. Zusätzlich darin enthalten sind sonstige betriebliche Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 14 Tausend Euro. [15] MaterialaufwandBeim Materialaufwand handelt es sich - wie im Vorjahr - um Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren. Die Waren werden von der F. Hoffmann-La Roche AG, Basel, bezogen und sind entsprechend der Umsatzerlöse den Geschäftsbereichen zuzuordnen. Materialaufwand für Personalrestaurant und Werkverkauf wurde aufgrund BilRUG in Höhe von 1.027 Tausend Euro im Jahr 2016 im Materialaufwand ausgewiesen (Vorjahr 955 Tausend Euro in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen). [16] Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung sind im Wesentlichen beeinflusst durch die erstmalige Bewertung der Pensionsrückstellungen zu dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB [8], die zu einer in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Auflösung der Pensionsrückstellungen führte [14]. In den Vorjahren erfolgte die Bewertung zu dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre. Im Jahresdurchschnitt wurden 1.294 und zum Jahresende 1.329 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl verteilt sich auf folgende Bereiche:
[17] Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen i.S.v. § 285 Nr.3 HGB in Höhe von 4.535 Tausend Euro enthalten. Zur Verminderung der Kapitalbindung und des administrativen Aufwandes werden die Dienstfahrzeuge des Außen- und Innendienstes über ein Dienstleistungsunternehmen für Operating-Leasing finanziert und verwaltet. Ein Risiko aus diesen Leasingverträgen über die während der Mindestlaufzeit zu leistenden Zahlungen hinaus - enthalten in [23] Sonstige finanzielle Verpflichtungen - ergibt sich nicht. In dem Posten sind 3.865 Tausend Euro Zuführung zur Pensionsrückstellung aus der 2010 erfolgten Umstellung der Rechnungslegung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) sowie der ebenso hohe Vorjahresbetrag ausgewiesen. Im Wert für die Vergleichsperiode eingeschlossen ist der Verlust aus der Verschmelzung der InterMune Deutschland GmbH auf die Roche Pharma AG in Höhe von 5.252 Tausend Euro. Im Vorjahr waren beide Beträge im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen, dieser Posten ist aufgrund BilRUG (Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz) entfallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 12 Tausend Euro. [18] Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 448 Tausend Euro sind im Geschäftsjahr für den Vorsorgeplan 2007 Erträge aus dem CTA-Fondsvermögen in Höhe von 704 Tausend Euro sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung für die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 256 Tausend Euro berücksichtigt. Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung in Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens saldiert. [19] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge aus Abzinsung von Rückstellungen betragen 1 Tausend Euro (im Vorjahr 1 Tausend Euro). [20] Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von 12.879 Tausend Euro (im Vorjahr 18.598 Tausend Euro). [21]NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres 2016 nicht eingetreten. [22]Sonstige AngabenDie Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 11 Tausend Euro. Durch Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds verzichtet. Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder einschließlich deren Hinterbliebenen betragen im Geschäftsjahr 293 Tausend Euro. Die Gesellschaft ist aufgrund ihres Ergebnisabführungsvertrages eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in den Angaben im Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz enthalten. Es existieren keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB. [23] Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt:
Hiervon sind 3.676 Tausend Euro im Folgejahr fällig. [24] UnternehmensvertragMit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, als Organträgerin besteht mit Wirkung ab 1. Januar 1999 ein Organschaftsvertrag. [25] OrganeVorstand:
Aufsichtsrat:
Grenzach-Wyhlen, 15. März 2G17 Roche Pharma AG Dr. Hagen Pfundner, Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 20161. Grundlagen der Gesellschaft1.1. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist im Konzernverbund der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, (kurz "Roche-Gruppe" bzw. "Roche") für das Inverkehrbringen der Roche Pharmazeutika in Deutschland zuständig. Das Geschäft der Roche Pharma AG ist vor allem durch gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt. Der Zwangsrabatt wurde im April 2014 auf 7% festgesetzt und blieb auch in den Jahren 2015 und 2016 konstant. Gleichzeitig wurde die Beibehaltung des Preismoratoriums auf dem Niveau von August 2009 bis Ende 2017 bestätigt. Seit Beginn des Jahres 2011 sind alle pharmazeutischen Hersteller gemäß dem AMNOG (Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes) dazu verpflichtet, bereits zur Markteinführung eines Arzneimittels einen Nachweis über dessen Zusatznutzen für Patientinnen und Patienten zu erbringen. Basierend auf der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über das Vorliegen und den Grad des Zusatznutzens sieht das AMNOG eine Verhandlung des Erstattungsbetrages vor. In 2016 konnte für Perjeta® für die neoadjuvante Anwendung bei aggressivem Brustkrebs im Frühstadium sowie für Cotellic® beim malignen Melanom eine Einigung erzielt werden. Die Verhandlung des Erstattungsbetrages für Erivedge® zur Behandlung des Basalzellkarzinoms wurden zwischenzeitlich abgeschlossen. Parallel dazu wird aktiv die Möglichkeit der frühen Nutzenberatung für die in der Entwicklung befindlichen Produkte genutzt. Der Herstellerrabatt, das langjährige Preismoratorium ohne Inflationsausgleich, die Nutzenbewertung zum Zeitpunkt der Markteinführung und die damit verbundene obligatorische Erstattungsbetragsverhandlung mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen führen zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die für innovative pharmazeutische Unternehmen nach wie vor anspruchsvoll und schwierig sind. So hat alleine der Zwangsrabatt den Umsatz der Roche Pharma AG in 2016 mit rund 118,8 Mio. Euro belastet. 1.2. Personal- AllgemeinIm Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten um 35 Mitarbeiter auf 1.294. Hiervon entfallen auf die Bereiche Marketing und Vertrieb 561 Mitarbeitende. 299 Personen waren in den Bereichen Business Services und Administration beschäftigt (Finanzen, Informatik, Personal, Recht, Facility Management, Communications, Betriebsärztlicher Dienst). 324 Personen betreffen die Bereiche Medical Affairs M&I und Klinische Forschung und 110 Personen den Bereich Qualitätskontrolle. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 215 Stellen neu besetzt, Praktikanten und Contractors sind nicht mitgezählt. Rund 42% der neuen Stellenbesetzungen erfolgten durch interne Rotation und 58% durch Neueinstellungen. Rund 61% der neu eingestellten Mitarbeitenden waren weiblich. Zum wiederholten Male erhielt Roche in Deutschland die renommierte Arbeitgeber-Auszeichnung "Great Place to Work 2016" sowie die Focus-Auszeichnung "Top Nationaler Arbeitgeber 2016". - Talentmanagement, Personal- und OrganisationsentwicklungDie Roche Pharma AG betrachtet die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden als wichtigen strategischen Erfolgsfaktor. Die jährlichen Personalentwicklungsgespräche wurden in 2016 durch Informations- und neu konzipierte Schulungsmaßnahmen für Mitarbeitende und Führungskräfte umfassend vertieft. Darüber hinaus legt das Unternehmen Wert darauf, Inklusion und Diversität zu leben. Um diese Haltung zu fördern, wurde in 2016 mit "Inclusion Ambassadors" ein internes Netzwerk etabliert. - Ausbildung bei der Roche Pharma AGDie Roche Pharma AG engagiert sich in der Ausbildung junger Menschen und ermöglichte 24 Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) einen qualifizierten Berufsabschluss in unterschiedlichen Studiengängen. Acht neue Studenten nahmen in 2016 ihr Studium auf und werden nun innerhalb des Roche Konzerns auf zukünftige Positionen lokal und international vorbereitet. Darüber hinaus bildet die Roche Pharma AG 29 hochqualifizierte Naturwissenschaftler, Mediziner, Pharmazeuten und Betriebswirte in Traineeprogrammen in Marketing, Medical Affairs, Market Access, Finance, HR und Qualitätsmanagement aus. - Personalmarketing und RecruitingZur Ansprache von Spezialisten für den Bereich Marketing & Sales wurden umfangreiche Maßnahmen in 2016 umgesetzt. Darüber hinaus wurde das Mitarbeiterempfehlungsprogramm "Refer a friend" über Kommunikationsmaßnahmen bei den Mitarbeitenden bekannter gemacht, was zu acht Neueinstellungen führte. - UmstrukturierungenZukunftstrends wie z.B. "Personalized Healthcare" bieten Roche große Chancen und Geschäftsmöglichkeiten. Der Bereich Pharma Informatics sieht hier Möglichkeiten in der Unterstützung geschäftskritischer Leistungen, im Management und der Analyse von großen Datenmengen sowie in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Um diese Perspektiven adäquat zu nutzen, wurde im Rahmen einer globalen Initiative in den Aufbau von Fähigkeiten und Ressourcen u.a. im Bereich Personalized Healthcare investiert. Gleichzeitig wurden Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung beschlossen. Diese Maßnahmen führen am Standort Grenzach zu einem Wegfall von 13 Vollzeitarbeitsplätzen. Der Wegfall der Arbeitsplätze wurde sozialverträglich durch Abschluss freiwilliger Aufhebungsverträge sowie durch die interne Vermittlung auf freie Arbeitsplätze im Unternehmen bereits zum großen Teil umgesetzt. Im Bereich des kommerziellen Außendienstes wurden aufgrund des erwarteten Markteintritts von biosimilaren Antikörpern die Vertriebsaktivitäten für Produkte am Ende ihres Lebenszyklus eingestellt bzw reduziert. Gleichzeitig wurde Vertriebspersonal im Bereich der Multiplen Sklerose aufgebaut. Ein Personalabbau erfolgte nicht. Dank der kooperativen Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber-, und Arbeitnehmervertretung konnten wir alle Maßnahmen einvernehmlich umsetzen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. GeschäftsentwicklungDie Roche Pharma AG erzielte 2016 einen Gesamtumsatz von 2.000,6 Mio. Euro, was einer Umsatzsteigerung von 9,2% bzw. 168,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das rezeptpflichtige Drittkundengeschäft wuchs auf 1.877,3 Mio. Euro an und das Wachstum lag dabei deutlich über dem Niveau des Gesamtmarktes. Die positive Umsatzentwicklung von Perjeta® unterstreicht den hohen Stellenwert dieses Medikaments für die Therapie von Brustkrebspatienten. Perjeta ist in Kombination mit Herceptin® derzeit in zwei Indikationen im HER2-positiven Mammakarzinom zugelassen, in der Erstlinientherapie und im neoadjuvanten Setting bei Patientinnen mit erhöhtem Rezidivrisiko. Bedingt durch sehr gute Langzeitergebnisse und den Einsatz in Kombination mit dem sehr stark gewachsenen Peijeta® konnte im Jahr 2016 auch eine Steigerung des Umsatzes um fast 4% für Herceptin erreicht werden. Im Juni 2016 hat die EMA das Medikament Avastin® in Kombination mit Tarceva® in der Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms bei EGFR mutierten Patienten zugelassen. Neben dem hierdurch begründeten Umsatzwachstum beim Lungenkarzinom konnte im gesamten Avastin®-Franchise ein deutliches Wachstum über alle Indikationen erreicht werden. Auch in 2016 konnte RoActemra® zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer rheumatoider Arthritis (RA) seine Position im RA - Markt weiter ausbauen. Die Dynamik der vergangenen Jahre konnte beibehalten und der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,8% gesteigert werden. Das seit 2014 zugelassene Medikament Gazyvaro® wies in 2016 ein starkes Wachstum von über 90% auf. Dieses Wachstum ist auf den vermehrten Einsatz bei Patienten mit nicht-vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) und durch die neue Zulassung beim follikulären Lymphom (R-ref. FL) zurückzuführen. MabThera® konnte in 2016 ein Wachstum von 7,2% erzielen, trotz eines zunehmend kompetitiven Marktumfeldes in der Rheumatologie und Hämatologie. Das Wachstum kommt aus der First-Line Therapie beim follikulären Lymphom, hier ist MabThera® auch Marktführer. In der rheumatoiden Arthritis konnte MabThera® entsprechend der Zulassung den Marktanteil in der Second-Line Therapie nach Versagen eines TNF-Blockers weiter steigern. Im November 2015 hat die EMA die Zulassung für den Einsatz des MEK-Inhibitors Cotellic® in Kombination mit dem BRAF-Inhibitor Zelboraf® bei erwachsenen Patienten mit nicht-resezierbarem oder metastasiertem Melanom mit einer BRAF-V600-Mutation erteilt. Die gute Marktakzeptanz von Cotellic® in den ersten Monaten nach Zulassung trug zur Etablierung der Kombinationstherapie als Standard in der Behandlung bei. Cotellic® durchlief erfolgreich den AMNOG-Prozess. Kadcyla® wuchs mit 15,2% im dritten Jahr nach Zulassung bei der Zweitlinienbehandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem HER2-positiven Brustkrebs weiter. Ein Meilenstein in 2015 war zudem die Bekanntgabe einer breiten strategischen Zusammenarbeit mit Foundation Medicine (FMI) auf dem Gebiet der molekularen Informationen in der Onkologie. Dabei erwarb der Roche Konzern einen Mehrheitsanteil von FMI. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, durch Sequenzierung der genetischen Information von Tumoren bestehende Behandlungen zu optimieren und die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs zu beschleunigen. Im ersten Halbjahr 2016 wurde der erste Test für die Sequenzierung (Foundation One) erfolgreich in den deutschen Markt eingeführt. Damit hat Deutschland, als Pilot in der Region Europa, einen wichtigen Beitrag für das innovative Geschäftsmodell in der Region Europa gestellt. 2.2 ErtragslageDas Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von 63,6 Mio. Euro auf 93,3 Mio. Euro gestiegen. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) erhöhte sich von 3,5% auf 4,7% und die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital zum Stichtag) verzeichnete einen Anstieg auf 124,8%. Den um 168,0 Mio. Euro bzw. 9,2% gestiegenen Umsatzerlösen stehen um 143,7 Mio. Euro bzw. 10,0% höhere Materialaufwendungen gegenüber. Dadurch hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) von 79,1% im Vorjahr auf 79,6% im laufenden Jahr leicht erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind in Höhe von 12,3 Mio. Euro angefallen. Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, davon 7,7 Mio. Euro aus der erstmaligen Bewertung der Pensionsrückstellungen unter der Anwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten zehn Jahre (bisher sieben Jahre) gemäß § 253 Abs.2 HGB. Der Personalaufwand ist in 2016 um 1,2 Mio. Euro bzw. um 0,8% gesunken. Der Rückgang des Personalaufwands resultiert hauptsächlich aus der Verminderung der Aufwendungen für Altersversorgung um 13,5 Mio. Euro bzw. 93,2%, durch die geänderte Ermittlung der Pensionsrückstellungen und einem Anstieg der Aufwendungen für Löhne und Gehälter von 11,2 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. Euro leicht gestiegen. Sie enthalten als wesentliche Posten Werbekosten, Aufwendungen für Klinische Forschung, Reisekosten, Personalbeschaffungskosten, Beratungs- und Prüfungskosten sowie Versicherungsaufwendungen. Während im Vorjahresbetrag 5,3 Mio. Euro Verschmelzungsverluste als Einmaleffekt ausgewiesen sind, waren 2016 insbesondere höhere Werbe- und Personalbeschaffungskosten zu verzeichnen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind um 5,7 Mio. Euro bzw. um 30,7% gefallen. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Aufzinsung von Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten ergebnisbeeinflussenden Faktoren ergibt sich im Jahr 2016 ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 93,3 Mio. Euro. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, wird dieser Gewinn nach Abzug der sonstigen Steuern an die Organmutter abgeführt. 2.3 InvestitionenIm Geschäftsjahr 2016 betrug das Investitionsvolumen der Roche Pharma AG bei den immateriellen Anlagevermögen und bei den Sachanlagen insgesamt rund 2,5 Mio. Euro. Hiervon entfallen 1,2 Mio Euro auf die Planungskosten zur Errichtung eines neuen Multifunktionsgebäudes. Ebenfalls enthalten in den Investitionen sind Ausgaben für den Ausbau der Kindertagesstätte in Höhe von 0,6 Mio Euro und 0,4 Mio Euro für auf den Ausbau von Laborkapazitäten. 2.4 Finanz- und VermögenslageDer Finanzmittelfonds weist zum Ende des Geschäftsjahres 2016 einen positiven Saldo in Höhe von 454,2 Mio. Euro aus. Er setzt sich zusammen aus dem Guthaben auf dem laufenden Bankkonto in Höhe von 10,0 Tausend Euro und aus den Forderungen in Höhe von 454,2 Mio. Euro gegen die Roche Deutschland Holding GmbH aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit weist in 2016 einen Zufluss in Höhe von 40,9 Mio. Euro (im Vorjahr 97,0 Mio. Euro) aus. Die hauptsächlichen Gründe hierfür sind:
Zusammen mit den im Geschäftsjahr im Anlagevermögen getätigten Investitionen in Höhe von 2.5Mio. Euro und der Gewinnübernahme des Geschäftsjahres 2015 durch die Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 63,5 Mio. Euro ist der Finanzmittelfonds von 479,2 Mio. Euro um insgesamt 25,0 Mio. Euro auf einen Finanzmittelfonds in Höhe von 454,2 Mio. Euro im Jahr 2016 gesunken. Die Bilanzsumme fiel 2016 gegenüber dem Vorjahr um 17,6 Mio. Euro auf 815,6 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 35,4 Mio. Euro auf insgesamt 501,0 Mio. Euro. Hingegen haben sich die Vorräte gegenläufig entwickelt. Die Vorräte sind um 16,6 Mio. Euro gestiegen. Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme in 2016 im Wesentlichen aus dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 36,7 Mio. Euro und der Rückstellungen für Pensionen um 6,6 Mio. Euro. Hingegen stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 15,8 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 6,1 Mio. Euro. Das Anlagevermögen in Höhe von 40,1 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen von zusammen 532,8 Mio. Euro sind über das Umlaufvermögen in Höhe von 767,6 Mio. Euro gedeckt. Das Finanzmanagement der Roche Pharma AG ist entsprechend darauf ausgerichtet, dass die finanzielle Stabilität auch zukünftig gewährleistet wird. 2.5 Zusammenfassende BeurteilungDie Geschäftsleitung beurteilt das erzielte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 93,3 Mio. Euro (im Vorjahr 63,6 Mio. Euro) sowie die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als stabil. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Chancen und RisikoberichtI. Risikomanagement der Roche Pharma AGZur sorgfältigen Prüfung des Geschäftsumfeldes hinsichtlich möglicher Risikoszenarien, die die Erreichung der gesteckten Unternehmensziele gefährden, hält Roche konzernweit ein Risikomanagement-System vor. Damit werden Verantwortlichkeiten, prozessuale Abläufe sowie eine Dokumentationsplattform für das Risikomanagement der Roche-Gruppe bestimmt. Die Divisionen Pharma und Diagnostics und die globalen Funktionen nehmen mindestens einmal im Jahr eine formale Risikobewertung vor und erarbeiten geeignete Risikomanagement-Pläne für die schwerwiegenden Risiken. Diese Risikomanagement-Pläne werden kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit überprüft und Abweichungen werden in regelmäßigen Diskussionsrunden bearbeitet. Ein jährlich erstellter konsolidierter Risikobericht der Roche-Gruppe wird von der Konzernleitung diskutiert und zusammen mit dem Geschäftsplan verabschiedet, welcher dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates präsentiert wird. Die Roche Pharma AG nutzt die vom Konzern herausgearbeiteten Prozesse und Hilfsmittel, um die lokale Geschäftslandschaft kontinuierlich auf mögliche Risikoszenarien zu durchleuchten. Nach der Risikoidentifikation werden von den betroffenen Abteilungen die einzelnen Risiken zunächst analysiert und mit Hilfe einer Risikomatrix hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das Geschäft bewertet. Für die wesentlichen Risiken werden daraufhin von den einzelnen Abteilungen risikominimierende Maßnahmen definiert und implementiert. Die Risiken werden in einem regelmäßigen Prozess überprüft und bei Bedarf adaptiert. Die Dokumentation des Risikomanagements befindet sich auf einer globalen Plattform. Roche erwartet von allen Mitarbeitern verantwortungsvolles Handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Verhaltenskodizes der forschenden pharmazeutischen Industrie sowie mit den Vorgaben des Verhaltenskodex der Roche Gruppe. Das Compliancemanagement-System der Roche Pharma AG unterstützt den einzelnen Mitarbeiter, sich rechtskonform zu verhalten und bewirkt so eine Risikominimierung für das Unternehmen im Geschäftsverkehr. Durch eine personelle Verstärkung des Compliance Teams zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 wurden Trainings- und Monitoring-Aktivitäten als wichtige Bestandteile des Compliancemanagement-Systems weiter ausgebaut und intensiviert. So wurde u.a. ein neuartiges Antikorruptionsschulungkonzept entwickelt und eingeführt, welches die Eigenverantwortung und Kompetenz der Mitarbeiterschaft im Bereich Compliance nachhaltig stärkt. Monitoring-Aktivitäten fanden sowohl in prospektiv-begleitender Weise als auch retrospektiv im Hinblick auf die Durchführung verschiedenster Aktivitäten des Business statt. Im Rahmen der Standardsetzung wurden u.a. Standards und Prozesse für die Durchführung von Patientenunterstützungsprogrammen ("Patient Support Programs") neu eingeführt. Zudem wurde verstärkt an einer Vereinheitlichung und Simplifizierung der Richtlinienlandschaft gearbeitet. Das Compliance Forum ist vom Vorstand eingesetzt und umfasst Vertreter des Senior Managements der Bereiche Marketing, Medical, Sales und Compliance. Bei Bedarf können andere Geschäftsbereiche, abhängig von den behandelten Themen, hinzugeladen werden. Das Compliance Forum unterstützt den Vorstand und den Compliance Officer bei Unterhaltung und Ausbau des Compliancemanagement-Systems. Wo angezeigt, wird es auch in die Bewertung von Compliance-Vorfällen involviert. Im Geschäftsjahr 2016 verzeichnete Compliance-Vorfälle wurden von der Compliance-Funktion umfassend untersucht, aufgearbeitet und an die Konzernleitung gemeldet ("Business Ethics Incident Reporting"). Das Management entschied über notwendige Konsequenzen. Roche setzt sich dafür ein, den Dialog und die Zusammenarbeit mit Fachkräften und Organisationen des Gesundheitswesens produktiv und transparent zu gestalten. Im Einklang mit dem FSA-Transparenzkodex wurden im Jahr 2016 erstmals sämtliche Leistungen an Ärzte und andere Fachkreisangehörige sowie an medizinische Organisationen und Einrichtungen offengelegt. II. Chancen- und Risikobericht der Roche Pharma AGAbgeleitet aus dem Risikomanagementsystem sind im Folgenden die für die Roche Pharma AG wesentlichsten Chancen und Risiken dargestellt. - Vermarktung der ProdukteVom normalen Wettbewerbsrisiko abgesehen, dem jedes Produkt am Markt ausgesetzt ist, kommt bei Arzneimitteln hinzu, dass die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der zur Verfügung stehenden Zeit des Patentschutzes zu erwirtschaften sind. Erschwert wird dies dadurch, dass der Pharmamarkt einem wachsenden Kostendruck ausgesetzt ist. Einerseits durch höhere Hürden bei der Zulassung neuer Medikamente und bei Indikationserweiterungen. Andererseits durch zusätzliche Anforderungen und Hürden an die Erstattung der Arzneimittel durch strengere Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit, schnellere Umstellung auf Generika und immer stärkeren Einfluss auf die Preisgestaltung (z.B. vorgegebene Vertriebsstrukturen, Preismoratorien, Zwangsrabatte, Kosten/Nutzen-Abwägungen, höhere Markt- und Preismacht der Krankenkassen) zur Entlastung der staatlichen Gesundheits-Budgets. Aufmerksam verfolgt Roche die Entwicklung von Biosimilars, wirkstoffähnliche Medikamente, die zukünftig in Konkurrenz zu unseren Medikamenten treten könnten. Der Markteintritt wird 2017 erwartet, seine Konsequenzen sind wesentlicher Bestandteil der strategischen Planungen. - ArzneimittelsicherheitDie Roche Pharma AG bringt als pharmazeutischer Unternehmer Arzneimittel auf den Markt. Beim so genannten "Inverkehrbringen" bzw. bei der Anwendung am/durch den Patienten können neben den bekannten und in den Referenzdokumenten aufgeführten Arzneimittelrisiken, auch bisher nicht bekannte Risiken auftreten. Diese können von pharmazeutisch-technischer (z.B. Beanstandungen zur Produktqualität) oder medizinischer Art (z.B. tatsächliche oder vermutete Verdachtsfalle von Nebenwirkungen) sein. Der Bereich Arzneimittelsicherheit ist für die Erfassung, Dokumentation, Bewertung, Meldung und Kommunikation von medizinischen Risiken in Zusammenhang mit der Verabreichung eines Roche Produktes verantwortlich. Mögliche pharmazeutisch-technische Risiken wie auch die Identifizierung von Fälschungen werden in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Pharmazeutisch-Technische Qualität und Arzneimittelsicherheit bearbeitet. Um sicherzustellen, dass alle im Unternehmen eingehenden Hinweise unverzüglich aufgenommen und bearbeitet werden können, ist jeder Mitarbeiter und jeder relevante Vertragspartner verpflichtet, diese innerhalb eines Arbeitstages an die Arzneimittelsicherheit bzw. Pharmazeutisch-Technische Qualität zu melden. Daher finden für alle Mitarbeiter der Roche Pharma AG sowie die relevanten Vertragspartner regelmäßige Schulungen zu den Meldepflichten statt. Zur Unterstützung erhält jeder Mitarbeiter eine Karte mit den Kontaktdaten der Arzneimittelsicherheit. - Produkt- und Probandenhaftung incl. Absicherung gem. AMGIn Übereinstimmung mit dem Arzneimittelgesetz (AMG) sind für den Geltungsbereich Deutschland sowohl die Risiken der Produkthaftung aus dem Vertrieb von Arzneimitteln mit ihrem Höchstbetrag gem. § 88 AMG (Kapitalbetrag von 120 Millionen Euro pro Arzneimittel) wie auch der Probandenhaftung im Rahmen von klinischen Studien gem. § 40 AMG mit ihrem Höchstbetrag (Kapitalbetrag von max. 50 Millionen Euro pro klinischer Studie eines Arzneimittels, max. 100 Millionen Euro pro Vertrag) bei Versicherern abgedeckt. - Qualitätsmanagement in der medizinischen AbteilungDie Abteilung "Medical Quality & Compliance Management" ist zuständig für die Weiterentwicklung und Nachhaltung eines Qualitätsmanagement Systems. Das System berücksichtigt alle Aspekte des Qualitätsmanagements der Abteilung Medical Affairs und der von Medical Affairs verantworteten Prozesse. Die Hauptaufgaben 2016 waren Implementierung eines neuen Medical Affairs übergreifenden Trainingsprozesses, Erweiterung des Abweichungs- und Maßnahmen-Managements, Durchführung regelmäßiger Management Reviews zur Überwachung und Verbesserung des Qualitätsmanagement Systems, lokale Leitung und Koordination eines Affiliate Audits für die Bereiche GCP (Good Clinical Practice) und GVP (Good Pharma Vigilance practice). - LieferbereitschaftDer Anspruch der Roche Pharma AG ist es, Produkte pünktlich, mengengerecht und in der erforderlichen Qualität an Kunden und Patienten auszuliefern. Um die Lieferkette optimal zu gestalten, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und die Kapitalbindungskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten, arbeitet Roche konzernweit mit einem SAP integriertem Supply Chain Management System. Ausgehend vom Bedarf der Patienten in den Märkten wird die Produktions- und Verpackungsplanung, die Anlieferung in den Lagern der Länderfilialen und die Belieferung der Kunden bedarfsgerecht und lageroptimiert gestaltet. Das ermöglicht, die Lieferzuverlässigkeit (On Time in Full) auf einem sehr hohen Niveau zu halten und Kundenleistungen kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren. Eine enge Kommunikation zwischen den Produktions- und Länderorganisationen, sowie das proaktive Monitoring der Supply Chain über definierte Key Performance Indicators unterstützt im Falle von Lieferengpässen, die richtige Entscheidung zu treffen und Lieferunterbrechungen zu vermeiden. Um das Einhalten von internen und externen Gesetzen und Richtlinien zu gewährleisten, hat die Roche Pharma AG ein Qualitätsmanagement-System sowie definierte Prozesse, klare Rollen und Verantwortlichkeiten etabliert. - DatenschutzAls im Gesundheitsbereich tätiges Unternehmen hat der Datenschutz im Roche-Konzern weltweit einen hohen Stellenwert und ist als unternehmerisches Ziel festgelegt. Dies bedeutet für die Roche Pharma AG, dass alle Forderungen aus dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz konsequent umgesetzt werden. Der betriebliche Datenschutzbeauftragte der Roche Pharma AG berichtet in dieser Funktion direkt an den Vorstand. Im Laufe des Berichtsjahres 2016 waren keine Vorfälle zu melden. - KreditmanagementZur Absicherung der Außenstände im Rahmen der gewährten Lieferantenkredite gegenüber Kunden wird beim Verkauf und Absatz ein konzernweit entwickeltes und für die Bedürfnisse der Roche Pharma AG angepasstes, sehr effizientes Kredit-Management-System eingesetzt. Dieses ermöglicht drohende Ausfälle rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern. Aufgrund der sehr guten internen Prozesse im Kreditmanagement gab es in 2016 keine Forderungsausfälle. 3.2 Erklärung zur UnternehmensführungAm 24. April 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Bei der Roche Pharma AG wird das Gesetz wie folgt umgesetzt. Für den Vorstand wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 09. September 2015 beschlossen, den Status quo beizubehalten. Der Frauenanteil beim Aufsichtsrat ist auf mind. 30% festgesetzt worden. Zudem wurde der Frauenanteil bei den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes auf mind. größer gleich 30% beschlossen. Die Roche Pharma AG erfüllt diesen gesetzlichen Frauenanteil bei den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes aktuell mit 42%. Die genannten Vereinbarungen sind bis zum 30.06.2017 gültig. 3.3 PrognoseberichtAufgrund der Einführung neuer Produkte in 2017 und der positiven Entwicklung unseres etablierten Portfolios erwarten wir, bedingt durch den erstmaligen Eintritt von biosimilaren Antikörpern zu Herceptin® und MabThera®, einen Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau . In den USA ist Atezolizumab seit 2016 unter dem Handelsnamen Tecentriq® sowohl zur Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms (UC) als auch des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) zugelassen. Die EU-Zulassung für beide Indikationen wird für das zweite Halbjahr 2017 erwartet. Die ersten Phase-III-Daten zur PD-L1-Inhibition überhaupt zeigten, dass Atezolizumab das Gesamtüberleben von bereits vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC gegenüber Docetaxel signifikant verlängerte. Der Überlebensvorteil war unabhängig von der Höhe der PD-L1-Expression. Das Medikament Alecensa® zeigte in zwei Phase-II-Studien bei Patienten mit ALK-positivem NSCLC nach Behandlung mit Crizotinib® positive Resultate. Bei gut der Hälfte der Patienten schrumpften die Tumoren, eine Krankheitskontrolle wurde bei etwa 90 % der Patienten erreicht. Außerdem zeigten die Studien, dass Alecensa® auch bei Metastasen im ZNS hoch wirksam ist. Die Zulassung nach Vorbehandlung mit Crizotinib® wird in Europa Anfang 2017 erwartet. Aufgrund der positiven Daten der Phase-III-Studie GALLIUM wird in 2017 eine Zulassung von Gazyvaro® für das follikuläre Lymphom in der Erstlinie erwartet. Im direkten "head-to-head" Vergleich mit MabThera® zeigte Gazyvaro® eine überlegene Wirksamkeit in der CLL und beim follikulären Lymphom. Ocrelizumab, welches von der US-Zulassungsbehörde FDA den Status eines Therapiedurchbruchs erhalten hat, ist die erste Substanz, die sich in Studien bei PPMS als wirksam erwies. Für diese Form der MS, an der etwa jeder zehnte Patient leidet, gibt es bislang keine zugelassene Therapie. Auch bei der RMS erwies sich der Wirkstoff im Vergleich zu einer der aktuellen Standardtherapien Interferon beta-1 als deutlich wirksamer. Der Zulassungsantrag wurde bei der EMA eingereicht; eine Zulassung wird 2017 erwartet. Darüber hinaus zeigte Emicizumab (ACE910), der erste Faktor-VIIIa-mimetische bi-spezifische Antikörpers zur prophylaktischen Behandlung von Hämophilie A, in der Phase-III-Zulassungsstudie HAVEN I bei Patienten mit nachgewiesenen Hemmkörpern (Inhibitoren) gegen Faktor-VIII eine signifikante Reduktion von Blutungsereignissen im Vergleich zu Patienten, die standardmäßig mit Bypassing Medikamenten bei Bedarf therapiert wurden. Neben diesem primären Endpunkt wurden in HAVEN I auch alle sekundären Endpunkte erreicht. Derzeit läuft eine umfangreiches Phase-III-Studie-Programm sowohl bei InhibitorPatienten wie auch bei Non-Inhibitor-Patienten. Die Einreichung zur Zulassung ist in 2017 geplant. Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA gab Emicizumab den Status des Therapiedurchbruchs. Weiterhin wird in 2017 die Molecular Information Strategie von Foundation Medicine (FMI) Technologien für Deutschland vorangetrieben. In enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit allen relevanten Pharma und Diagnostics Bereichen wird das Ziel verfolgt, Roche und FMI weiter im Bereich der onkologischen Personalisierten Medizin zu differenzieren. Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist es, in 2017 ein Labor in Deutschland zu etablieren. Die im Rahmen des AMNOG eingeführte Hürde zur Erstattung von Medikamenten mit Hilfe der frühen Nutzenbewertung, Ausweitung der Festbeträge und Definition größerer Festbetragsgruppen bleibt als Herausforderung für die Roche Pharma AG bestehen. Die Preisverhandlung von Gazyvaro® in Kombination mit Bendamustin für Patienten mit vorbehandeltem follikulären Lymphom beginnt in den kommenden Tagen und wird im Laufe des ersten Halbjahres abgeschlossen sein. Mittelfristig kann sich die Roche Pharma AG aufgrund des gut aufgestellten Medikamentenportfolios an innovativen Produkten auf dem Gebiet der Onkologie, Immunologie und bei Erkrankungen des Zentralnervensystems, insbesondere der MS, auf eine gesunde Basis für weiteres organisches Wachstum stützen. Ein Großteil dieser Neueinführungen wird zusammen mit den zugehörigen diagnostischen Tests in den Verkehr gebracht. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Grenzach-Wyhlen, 15. März 2017 Roche Pharma AG Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Roche Pharma Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 17. März 2017 KPMG AG Kern, Wirtschaftsprüfer Schröder, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesGeschäftsjahr 2016Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch Bericht des Vorstandes über alle Vorgänge des Geschäftsbetriebes unterrichtet. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2016 vorgelegt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft worden. Diese Prüfung hat keinerlei Anlass zu Beanstandungen gegeben, und es wurde bestätigt, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung der Abschlussprüfer an und billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016.
Grenzach, 10. Mai 2017 Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen Für den Aufsichtsrat Dr. Severin Schwan |
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