ROCHE PHARMA AKTIENGESELLSCHAFTGrenzach-WyhlenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Allgemeine ErläuterungenDie Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 410096. Der Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, wurde nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und den ergänzenden Paragraphen des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurden verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang numerisch gekennzeichnet und detailliert beschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung[1] Entgeltlich erworbene immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.
[2] SachanlagenDie Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 10 bis 50 Jahren für Gebäude sowie von 3 bis 15 Jahren für die übrigen Sachanlagen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro sind im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen für vor dem Jahr 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten festgelegt. Diese zum Anschaffungszeitpunkt geltenden Abschreibungsregelungen werden über die gesamte Nutzungsdauer weitergeführt.
[3] VorräteHilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet und vom Konzern bezogene Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerrisiken werden durch Bildung angemessener Abwertungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.
[4] Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, zu Nennwerten bilanziert und innerhalb eines Jahres fällig. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Forderungen in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus weiterberechneten Dienstleistungen und aus der Cash-Management Vereinbarung gegenüber der Roche Deutschland Holding GmbH.
[5] Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungIn der betrieblichen Altersversorgung für Mitarbeiter mit Diensteintritt ab dem 1. Januar 2007 gilt der "Vorsorgeplan 2007". Im Unterschied zur Regelung für Mitarbeiter mit Diensteintritt vor dem 1. Januar 2007 wird die Leistungszusage in der Höhe an die Entwicklung eines definierten Vermögensbestandes gebunden. Das Unternehmen sichert dabei für den Versorgungsfall eine Verrentung auf Basis des Bezugswertes ohne Berücksichtigung einer Verzinsung zu. Das zur Finanzierung dieser Direktzusage erforderliche Vermögen ist unter einem CTA (Contractual Trust Agreement) ausgelagert und wird im Rahmen einer doppelseitigen Treuhand durch den Roche Pensionstreuhandverein verwaltet. Die von den Mitarbeitenden und der Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, als Arbeitgeber zum Vermögensaufbau geleisteten Beiträge in 2017 in Höhe von 3.157 Tausend Euro sind im CTA-Fondsvermögen enthalten. Das Fondsvermögen ist nach § 255 Abs. 4 HGB zum Marktpreis bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Vermögens aus dem CTA beträgt zum Bilanzstichtag 19.738 Tausend Euro. Die entsprechende Rückstellung für die Pensionsverpflichtung aus dem Vorsorgeplan 2007 beträgt 11.020 Tausend Euro. Dies führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von 8.718 Tausend Euro, welcher in dem Bilanzposten Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen wird. Die Anschaffungskosten des Fondsvermögens betragen zum Bilanzstichtag 18.581 Tausend Euro. [6] EigenkapitalDas Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Stückaktien. Die Anteile sind auf den Inhaber ausgestellt. Die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, hat uns im Jahre 2006 Folgendes mitgeteilt: "... gemäß § 20 Abs. 3 und 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass wir mit Mehrheit am Grundkapital Ihrer Gesellschaft beteiligt sind." Die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, bleibt aufgrund ihrer 6 %-igen Direktbeteiligung und der durch die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, vermittelten Beteiligung ebenfalls mehrheitlich beteiligt. Das oberste Mutterunternehmen ist die Roche Holding AG in Basel/Schweiz. Im vorliegenden Jahresabschluss sind alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, als verbundene Unternehmen berücksichtigt. Unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, einbezogen, die den Abschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen erstellt, der am Sitz der Gesellschaft ausliegt sowie im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Der Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz ist sowohl am Sitz der Gesellschaft in Basel als auch bei der Roche Deutschland Holding GmbH in Grenzach-Wyhlen erhältlich. Zur Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen in Höhe von 1.100 Tausend Euro (Vorjahr: 984 Tausend Euro). Diese resultieren aus der Bewertung von als Deckungsvermögen zu klassifizierenden Fondsanteilen zum beizulegenden Zeitwert, welche in [5] Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung enthalten sind. Es bestehen ausreichend freie Rücklagen, so dass die Ausschüttungssperre im Hinblick auf die Ergebnisabführung nicht zum Tragen kommt. [7] Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde auf Basis des Handeslgesetzbuches durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt, wobei Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,00 % p. a., eine Rentenentwicklung in Höhe von 1,50 % p. a., eine Fluktuation von 3,50 % p. a. sowie ein Rechnungszinssatz von 3,68 % p. a. der Bewertung zugrunde liegen. Die Bewertung erfolgte zu dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre gemäß § 253 Abs.2 HGB. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnitllichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 35.520 Tausend Euro. Der nach den Vorschriften des BilMoG ermittelte gesamte Zuführungsbetrag i. H. v. 57.984 Tausend Euro zur Pensionsrückstellung wird gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren verteilt. Der zum Bilanzstichtag noch nicht zugeführte Differenzbetrag beläuft sich auf 23.738 Tausend Euro (Vorjahr: 27.603 Tausend Euro).
In der Rückstellungssumme zum Ende des Geschäftsjahres sind Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB in Höhe von 3.028 Tausend Euro enthalten. [8] Sonstige RückstellungenDie Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem entsprechend der Restlaufzeit durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgend aufgeführten Rückstellungsposten:
Für Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, soweit die Maßnahmen auf Grund gesetzlicher oder behördlicher Verpflichtungen beziehungsweise Auflagen voraussichtlich erforderlich werden und nicht zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten führen. Künftige Kostensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Die Rückstellung wurde mit den Zinssätzen der entsprechenden Laufzeit gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (1,33 %, 1,43 %, 1,58 %) abgezinst. Die Rückstellung für Rabattverträge wurde aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen gebildet. Aufgrund der Reformen im Gesundheitswesen besteht eine Rückstellung für die Verpflichtung zur Einräumung von so genannten Herstellerrabatten. Die Rückstellung für Herstellerrabatte, die u. a. in der Höhe von 7 % und 10 % für bestimmte Arzneimittel bezahlt werden müssen, wurde nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Rückstellungen für Gratifikationen wurden für leistungsbezogene Prämien des abgeschlossenen Geschäftsjahres an Mitarbeiter und den Vorstand gebildet. Aufgrund von Abfindungsvereinbarungen mit ausscheidenden Mitarbeitern wurde eine Rückstellung für Restrukturierung vorgenommen. Die Rückstellungen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche bemessen sich nach den noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen und Gleitzeitstunden sowie dem durchschnittlichen Tagesverdienst der Mitarbeiter unter Berücksichtigung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Jubiläumsleistungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Rechnungszinssatz wurde 2,81 %, als Anwartschaftstrend 3,00 % und als Fluktuation wurde 3,50 % angesetzt. Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von 6.595 Tausend Euro stand in gleicher Höhe zu verrechnendes Vermögen, dessen Wert den Anschaffungskosten entspricht, gegenüber. Die Posten wurden entsprechend saldiert. [9] VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden, wie im Vorjahr, mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. [10] Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten u. a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 58.183 Tausend Euro (Vorjahr: 93.210 Tausend Euro).
[11] Sonstige Verbindlichkeiten
[12] Umsatzerlöse
Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen (therapeutischen Gebieten):
In den Umsatzerlösen enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 16.732 Tausend Euro. [13] Sonstige betriebliche ErträgeHierbei handelt es sich hauptsächlich um periodenfremde Erträge in Höhe von 3.726 Tausend Euro aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Zusätzlich darin enthalten sind sonstige betriebliche Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 38 Tausend Euro (Vorjahr 14 Tausend Euro). [14] MaterialaufwandBeim Materialaufwand handelt es sich - wie im Vorjahr - um Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren. [15] Personalaufwand
Im Jahresdurchschnitt wurden 1.368 und zum Jahresende 1.387 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl verteilt sich auf folgende Bereiche:
[16] Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen i. S. v. § 285 Nr.3 HGB in Höhe von 4.550 Tausend Euro enthalten. Zur Verminderung der Kapitalbindung und des administrativen Aufwandes werden die Dienstfahrzeuge des Außen- und Innendienstes über ein Dienstleistungsunternehmen für Operating-Leasing finanziert und verwaltet. Ein Risiko aus diesen Leasingverträgen über die während der Mindestlaufzeit zu leistenden Zahlungen hinaus - enthalten in [22] Sonstige finanzielle Verpflichtungen - ergibt sich nicht. In dem Posten sind - wie im Vorjahr - 3.865 Tausend Euro Zuführung zur Pensionsrückstellung aus der 2010 erfolgten Umstellung der Rechnungslegung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 36 Tausend Euro (Vorjahr 12 Tausend Euro). [17] Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 120 Tausend Euro sind im Geschäftsjahr für den Vorsorgeplan 2007 Erträge aus dem CTA-Fondsvermögen in Höhe von 437 Tausend Euro sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung für die Pensionsverpflichtungen in Höhe von 317 Tausend Euro berücksichtigt. Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung in Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens saldiert. [18] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge aus Abzinsung von Rückstellungen betragen 0 Tausend Euro (im Vorjahr 1 Tausend Euro). [19] Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen Höhe von 11.833 Tausend Euro (im Vorjahr 12.879 Tausend Euro). [20] NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres 2017 nicht eingetreten. [21] Sonstige AngabenDie Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 11 Tausend Euro. Durch Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds verzichtet. Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder einschließlich deren Hinterbliebenen betragen im Geschäftsjahr 293 Tausend Euro. Die Gesellschaft ist aufgrund ihres Ergebnisabführungsvertrages eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Abs. 1 S. 1 i.V.m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in den Angaben im Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz enthalten. Es besteht eine Avalkreditlinie in Höhe von 10 Mio. Euro mit der Deutschen Bank AG, die wahlweise durch die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, die Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, die Roche Diagnostics GmbH, Mannheim und die Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim, genutzt werden kann. Es wurde eine gesamtschuldnerische Haftung vereinbart. Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 183. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt. Durch regelmäßige Überwachung wird das Risiko der Inanspruchnahme gesteuert. [22] Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt:
Hiervon sind 3.767 Tausend Euro im Folgejahr fällig. [23] UnternehmensvertragMit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, als Organträgerin besteht mit Wirkung ab 1. Januar 1999 ein Organschaftsvertrag, der am 24. November 2013 angepasst wurde. [24] OrganeVorstand:
Aufsichtsrat:
Grenzach-Wyhlen, 12. März 2018 Roche Pharma Aktiengesellschaft Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist im Konzernverbund der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, (kurz "Roche-Gruppe" bzw. "Roche") für das Inverkehrbringen der Roche Pharmazeutika in Deutschland zuständig. Das Geschäft der Roche Pharma AG ist vor allem durch gesetzliche Rahmenbedingungen geprägt. Nachdem der Zwangsrabatt für alle Nicht-Festbetragsarzneimittel (§ 130a SGB V) seit 2011 16 % betrug, wurde dieser im April 2014 auf 7 % abgesenkt. Im März 2017 entschied das Bundesministerium für Gesundheit den Herstellerrabatt weiterhin bei 7 % zu belassen. Gleichzeitig wurde mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz (AMVSG) zum 1. April 2017 das Preismoratorium bis 2022 verlängert. Maßstab für das Moratorium bleibt der 01. August 2009. Seit Beginn des Jahres 2011 sind alle pharmazeutischen Hersteller gemäß dem AMNOG (Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes) dazu verpflichtet, bereits zur Markteinführung eines Arzneimittels einen Nachweis über dessen Zusatznutzen für Patientinnen und Patienten zu erbringen. Basierend auf der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) über das Vorliegen und den Grad des Zusatznutzens sieht das AMNOG eine Verhandlung des Erstattungsbetrages vor. In 2017 konnten Preisverhandlungen für die folgenden Produkte erfolgreich abgeschlossen werden: Erivedge® (zur Behandlung des Basalzellkarzinoms); Peijeta® (zur Behandlung des Brustkrebs) und Gazyvaro® (zur Behandlung des Lymphoms). Parallel dazu wird aktiv die Möglichkeit der frühen Nutzenberatung für die in der Entwicklung befindlichen Produkte genutzt. Der Herstellerrabatt, das langjährige Preismoratorium ohne Inflationsausgleich, die Nutzenbewertung zum Zeitpunkt der Markteinführung und die damit verbundene obligatorische Erstattungsbetragsverhandlung mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen führen zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die für innovative pharmazeutische Unternehmen nach wie vor anspruchsvoll und schwierig sind. So hat alleine der Zwangsrabatt den Umsatz der Roche Pharma AG in 2017 mit rund 120,7 Mio. Euro belastet. 1.2 PersonalAllgemein Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten um 74 Mitarbeiter auf 1.368. Hiervon entfallen auf die Bereiche Marketing und Vertrieb 608 Mitarbeitende. 296 Personen waren in den Bereichen Business Services und Administration (Finanzen, Informatik, Personal, Recht, Facility Management, Communications, Betriebsärztlicher Dienst) beschäftigt. 357 Personen betreffen die Bereiche Medical Affairs M&I (Medical Information) und Klinische Forschung und 107 Personen den Bereich Qualitätskontrolle. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 271 Stellen neu besetzt, Praktikanten und Contractors wurden nicht mitgezählt. Rund 44% der neuen Stellenbesetzungen erfolgten durch interne Rotation und 56% durch Neueinstellungen. Rund 63% der neu eingestellten Mitarbeitenden waren weiblich. Zum wiederholten Male erhielt Roche in Deutschland das renommierte Trendence Siegel für Young Professionals sowie die Focus-Auszeichnung "Top Karriere Chancen 2017" als einer der 100 besten Arbeitgeber. Talentmanagement, Personal- und Organisationsentwicklung Die Roche Pharma AG betrachtet die Entwicklung ihrer Mitarbeitenden als wichtigen strategischen Erfolgsfaktor. In regelmäßigen formellen und informellen Gesprächen besprechen Mitarbeiter und Führungskräfte Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Unterstützt werden die Mitarbeitenden ergänzend durch ein umfangreiches Schulungs- und Entwicklungsangebot. Ausbildung bei der Roche Pharma AG Die Roche Pharma AG engagiert sich in der Ausbildung junger Menschen und ermöglichte 23 Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) einen qualifizierten Berufsabschluss in unterschiedlichen Studiengängen. Sieben neue Studenten nahmen in 2017 ihr Studium auf und werden nun innerhalb des Roche Konzerns auf zukünftige Positionen lokal und international vorbereitet. Darüber hinaus bildet die Roche Pharma AG 27 hochqualifizierte Naturwissenschaftler, Mediziner, Pharmazeuten und Betriebswirte in Traineeprogrammen in Marketing, Medical Affairs, Market Access, Finance, Personal und Qualitätsmanagement aus. Personalmarketing und Recruiting Zur Ansprache von Spezialisten für den Bereich Marketing, Medical und Market Access wurden umfangreiche Maßnahmen in 2017 umgesetzt. Ebenso wurde wie in den vergangenen Jahren das Praktikantenprogramm u .a. mit einem Campus-Event beworben, was einer zukünftigen Mitarbeiterbindung dient. Darüber hinaus wurde das Mitarbeiterempfehlungsprogramm "Refer a friend" erweitert: Mitarbeiterempfehlungen sind nicht nur für aktuell vakante Positionen möglich, sondern auch für die Bildung einer Pipeline. Umstrukturierungen Im Rahmen einer globalen Initiative wird innerhalb der Qualitätseinheit der Roche Pharma AG die Abteilung Qualitätskontrolle inklusive der Supportfunktionen sukzessive bis Ende des Jahres 2020 geschlossen. Dieser Abbau ergibt sich unter anderem aus "Bündelung der Aktivitäten im globalen Netzwerk", Volumenänderungen, Reduktion doppelter "Analytik", Portfolioänderungen und dem voraussichtlich zustande kommenden Mutual Recognition Agreement (gegenseitige Anerkennung der behördlichen Inspektionssysteme im Arzneimittelbereich) mit Japan und den USA. Insgesamt sollen 38 Stellen bis Ende 2020 abgebaut werden. Im Jahr 2017 wurden bereits sechs Stellen abgebaut. Der Abbau erfolgte durch natürliche Fluktuation. Mit der Arbeitnehmervertretung wurde eine freiwillige Betriebsvereinbarung zum sozialverträglichen Abbau der Stellen geschlossen. Die EU-QPPV (Qualified Person für Pharmakovigilanz) ist derzeit am Roche Standort in Welwyn, United Kingdom (UK) angesiedelt. Der Inhaber aller zentral in Europa zugelassenen Medikamente (Marketing Authorization Holder = MAH) ist die Roche Registration Limited in UK. Aufgrund des "Brexit" bestand die Notwendigkeit, einen neuen Standort für die EU-QPPV und den MAH innerhalb der EU zu finden. Die Konzernleitung hat entschieden, dass Deutschland neuer Standort für die EU-QPPV und die neu gegründete Roche Registration GmbH (RRG) in Grenzach-Wyhlen der MAH sein wird. Um das reibungslose Funktionieren der QPPV Aufgaben am neuen Standort zu gewährleisten werden bis Mitte 2018 insgesamt sechs Stellen aus UK zur Roche Pharma AG transferiert und zusätzlich sechs weitere Stellen für die lokalen Einheiten genehmigt, um den erhöhten Arbeitsanfall zu bewältigen. Entgelttransparenzgesetz Durch das Entgelttransparenzgesetz ergibt sich für Roche 2017 eine neue Berichtspflicht, die erstmals in diesem Jahr umgesetzt wurde (siehe Anlage 1). 2. Wirtschaftsbericht2.1 GeschäftsentwicklungDie Roche Pharma AG erzielte 2017 einen Gesamtumsatz von 1.985,4 Mio. Euro, was einem Umsatzrückgang von 0,8% bzw. 15,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das rezeptpflichtige Drittkundengeschäft sank um 1,6% auf 1.847,6 Mio. Euro und lag damit unter der Entwicklung des Gesamtmarktes. In 2017 wurden zwei biosimilare Antikörper zum Roche Original MabThera® zugelassen und kurz darauf in den deutschen Markt eingeführt: Celltrion's Truxima® (Zulassung Februar, Vertrieb durch Mundipharma) und Sandoz' Rixathon® (Zulassung Juni, Vertrieb durch Hexal). Im weiteren Verlauf des Jahres 2017 haben beide Nachahmer-Produkte Marktanteile vom Original MabThera® gewonnen. Die vorstehend erwähnten Umsatzrückgänge wurden durch folgende Neueinführungen bzw. Indikationserweiterungen nahezu kompensiert. Im September erfolgte die Erstzulassung für den PD-L1-Inhibitor Tecentriq® (Atezolizumab) in der EU für den Einsatz von vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) sowie von Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom (mUC). Die erfolgreiche Einführung von Tecentriq® in den deutschen Markt basiert auf der hohen Wirksamkeit und guten Verträglichkeit, die dieser erste PD-L1-Inhibitor in diesen beiden Indikationen unabhängig vom PD-L1-Status bietet: Sowohl für Patienten mit Urothelkarzinom, die für eine First-Line-Therapie mit Cisplatin ungeeignet waren oder die bereits mit einer Platin-haltigen Chemotherapie vorbehandelt worden waren, als auch für Patienten mit vorbehandeltem fortgeschrittenen NSCLC zeigte Tecentriq® ein überzeugendes medianes Gesamtüberleben. Im 4. Quartal 2017 wurde darüber hinaus bekannt gegeben, dass zwei Phase III Studien, die IMpower150-Studie wie auch die IMmotion151-Studie ihre primären Endpunkte erreicht haben. Bei IMpower150 wurde die Kombination von Tecentriq® und Avastin® + Chemotherapie in der Erstlinienbehandlung von Patienten mit nicht-squamösen NSCLC geprüft, bei IMmotion151 die Kombination von Tecentriq® und Avastin® bei Patienten in der Erstlinientherapie des Nierenzellkarzinoms. Alecensa® wurde im Februar 2017 zur Therapie des ALK-positiven Lungenkarzinoms nach Vorbehandlung mit Crizotinib zugelassen und im Mai 2017 in den deutschen Markt eingeführt. Im Juni wurden Studiendaten veröffentlicht, die eine deutliche Überlegenheit gegenüber dem bisherigen Standard Crizotinib in der Erstlinientherapie des ALK-positiven NSCLC zeigen. Das mediane progressionsfreie Überleben wird gegenüber Crizotinib auf über zwei Jahre mehr als verdoppelt und es konnte ein Schutz vor der Entstehung von Hirnmetastasen gezeigt werden. Im Dezember wurde die Zulassung zur Erstlinientherapie erteilt. Alecensa® wurde sehr schnell im Markt angenommen. Die positive Umsatzentwicklung von Perjeta® unterstreicht den hohen Stellenwert dieses Medikaments für die Therapie von Brustkrebspatienten. Perjeta® ist in Kombination mit Herceptin® derzeit in zwei Indikationen im HER2-positiven Mammakarzinom zugelassen, in der Erstlinientherapie und der neoadjuvanten Therapie bei Patientinnen mit erhöhtem Rezidivrisiko. Aufgrund des kombinierten Einsatzes mit Perjeta® und der Verschiebung der Marktausbietung der biosimilaren Mitbewerber ist der Umsatz von Herceptin im Jahr 2017 leicht gestiegen. Infolge der unerwartet langen Behandlungsdauer mit Perjeta® in der ersten Therapielinie ergab sich eine temporäre Verminderung der Anzahl der für Kadcyla® geeigneten Zweitlinien-Patientinnen. Trotz zunehmendem Mitbewerberdrucks konnte das Avastin® -Franchise im Jahr 2017 seine Position als führendes Medikament in der onkologischen Therapie behaupten. Insbesondere bei der Behandlung des Ovarialkarzinoms und des Kolorektalkarzinoms konnten mehr Patienten von der Therapie mit Avastin® profitieren. Auch in 2017 konnte RoActemra® zur Behandlung rheumatoider Arthritis (RA) seine Position im RA -Markt weiter ausbauen. Die Dynamik legte auch aufgrund der Indikationserweiterung um die Behandlung der Riesenzellarteriitis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Der seit 2014 zugelassene CD20 Antikörper Gazyvaro® zeigte 2017 ein deutliches Wachstum. 2017 erfolgte durch die EU-Kommission die Zulassung von Gazyvaro® beim follikulären Lymphom in der Erstlinie. Das Jahr 2017 war positiv geprägt von der Etablierung des FMI (Foundation Medicine) Labors in Penzberg und der Kollaboration mit der Molekularpathologie Südbayern. Die Molekularpathologie Südbayern hat nun die Möglichkeit, den FoundationOne® Service als Kooperationspartner von Roche und FMI anzubieten und Proben aus Deutschland und ganz Europa zu prozessieren. Die Positionierung von FoundationOne® in Deutschland ist konsequent weitergeführt worden, woraus ein hohes Interesse an Studien sowie der Testung von Routineproben generiert wurde. 2.2 ErtragslageDas Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von 93,3 Mio. Euro auf 58,3 Mio. Euro gesunken. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) verminderte sich von 4,7 % auf 2,9 % und die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital zum Stichtag) verzeichnete einen Rückgang auf 78,0 %. Den um 15,2 Mio. Euro bzw. 0,8 % verminderten Umsatzerlösen stehen um 20,1 Mio. Euro bzw. 1,3% verringerte Materialaufwendungen gegenüber. Dadurch hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) von 79,6 % im Vorjahr auf 79,2 % im laufenden Jahr leicht reduziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 4,0 Mio. Euro. Sie beinhalten im Wesentlichen die Auflösungen von sonstigen Rückstellungen. Der Vorjahresbetrag war durch Rückstellungsauflösung von 7,7 Mio. Euro aus der erstmaligen Bewertung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der letzten zehn Jahre (zuvor sieben Jahre) gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit 12.3 Mio. Euro höher ausgefallen. Der Personalaufwand ist in 2017 um 35,7 Mio. Euro bzw. um 23,7% gestiegen. Der starke Anstieg des Personalaufwands resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Aufwendungen für Altersversorgung um 18.4 Mio. Euro durch die geänderte Ermittlung der Pensionsrückstellungen im Vorjahr und einem Anstieg der Aufwendungen für Löhne und Gehälter von 15,9 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. Euro leicht gesunken. Sie enthalten als wesentliche Posten Werbekosten, Aufwendungen für Klinische Forschung, Reisekosten, Personalbeschaffungskosten, Beratungs- und Prüfungskosten sowie Personalnebenkosten. Trotz höherer Ausgaben für klinische Forschung, waren 2017 insbesondere niedrigere Personalbeschaffungskosten und Beratungs- und Prüfungskosten zu verzeichnen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind um 1,0 Mio. Euro bzw. um 8,0 % gesunken. Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Aufzinsung von Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten Einflüsse auf das Ergebnis ergibt sich im Jahr 2017 ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 58,3 Mio. Euro (im Vorjahr 93,3 Mio. Euro). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, wird dieser Gewinn nach Abzug der sonstigen Steuern an die Organmutter abgeführt. 2.3 InvestitionenIm Geschäftsjahr 2017 betrug das Investitionsvolumen der Roche Pharma AG bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen insgesamt rund 5,7 Mio. Euro. Hiervon entfallen 2.3 Mio Euro auf die Planungskosten zur Errichtung eines neuen Multifunktionsgebäudes. Ebenfalls enthalten in den Investitionen sind Ausgaben für den Ausbau der Kindertagesstätte in Höhe von 1,9 Mio Euro. 2.4 Finanz- und VermögenslageDer Finanzmittelfonds weist zum Ende des Geschäftsjahres 2017 einen positiven Saldo in Höhe von 395,3 Mio. Euro aus. Er setzt sich zusammen aus dem Guthaben auf dem laufenden Bankkonto in Höhe von 7,0 Tausend Euro und aus den Forderungen in Höhe von 395,3 Mio. Euro gegen die Roche Deutschland Holding GmbH aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit weist in 2017 einen Zufluss in Höhe von 40,0 Mio. Euro (im Vorjahr 40,9 Mio. Euro) aus. Die hauptsächlichen Gründe hierfür sind:
Zusammen mit den im Geschäftsjahr im Anlagevermögen getätigten Investitionen in Höhe von 5,7 Mio. Euro und der Gewinnübernahme des Geschäftsjahres 2016 durch die Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 93,2 Mio. Euro ist der Finanzmittelfonds von 454,2 Mio. Euro um insgesamt 58,9 Mio. Euro auf einen Finanzmittelfonds in Höhe von 395,3 Mio. Euro im Jahr 2017 gesunken. Die Bilanzsumme fiel 2017 gegenüber dem Vorjahr um 43,6 Mio. Euro auf 772,0 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 47,7 Mio. Euro auf insgesamt 453,3 Mio. Euro. Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme in 2017 im Wesentlichen aus dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 32,8 Mio. Euro sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 11,3 Mio. Euro und der sonstigen Verbindlichkeiten um 15,5 Mio. Euro. Hingegen stiegen die Rückstellungen für Pensionen um 16,5 Mio. Euro. Das Anlagevermögen in Höhe von 42,3 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen von zusammen 472,7 Mio. Euro sind über das Umlaufvermögen in Höhe von 720,9 Mio. Euro gedeckt. Das Finanzmanagement der Roche Pharma AG ist entsprechend darauf ausgerichtet, dass die finanzielle Stabilität auch zukünftig gewährleistet wird. 2.5 Zusammenfassende BeurteilungDie Geschäftsleitung beurteilt das erzielte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 58,3 Mio. Euro sowie die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als stabil. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Chancen und RisikoberichtI. Risikomanagement der Roche Pharma AGZur sorgfältigen Prüfung des Geschäftsumfeldes hinsichtlich möglicher Risikoszenarien, die die Erreichung der gesteckten Unternehmensziele gefährden, hält Roche konzernweit ein RisikomanagementSystem vor. Damit werden Verantwortlichkeiten, prozessuale Abläufe sowie eine Dokumentationsplattform für das Risikomanagement der Roche-Gruppe bestimmt. Die Divisionen Pharma und Diagnostics und die globalen Funktionen nehmen mindestens einmal im Jahr eine formale Risikobewertung vor und erarbeiten geeignete Risikomanagement-Pläne für die schwerwiegenden Risiken. Diese Risikomanagement-Pläne werden kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit überprüft und Abweichungen werden in regelmäßigen Diskussionsrunden bearbeitet. Ein jährlich erstellter konsolidierter Risikobericht der Roche-Gruppe wird von der Konzernleitung diskutiert und zusammen mit dem Geschäftsplan verabschiedet, welcher dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates präsentiert wird. Die Roche Pharma AG nutzt die vom Konzern herausgearbeiteten Prozesse und Hilfsmittel, um die lokale Geschäftslandschaft kontinuierlich auf mögliche Risikoszenarien zu durchleuchten. Nach der Risikoidentifikation werden von den betroffenen Abteilungen die einzelnen Risiken zunächst analysiert und mit Hilfe einer Risikomatrix hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das Geschäft bewertet. Für die wesentlichen Risiken werden daraufhin von den einzelnen Abteilungen risikominimierende Maßnahmen definiert und implementiert. Die Risiken werden in einem regelmäßigen Prozess überprüft und bei Bedarf adaptiert. Die Dokumentation des Risikomanagements befindet sich auf einer globalen Plattform. Roche erwartet von allen Mitarbeitern verantwortungsvolles Handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Verhaltenskodizes der forschenden pharmazeutischen Industrie sowie mit den Vorgaben des Verhaltenskodex der Roche Gruppe. Das Compliance-Management-System der Roche Pharma AG unterstützt den einzelnen Mitarbeiter, sich rechtskonform zu verhalten und bewirkt so eine Risikominimierung für das Unternehmen im Geschäftsverkehr. Zur Vereinheitlichung und Simplifizierung der Richtlinienlandschaft wurde neu das Healthcare Compliance Compendium, ein gesamthaftes interaktives Nachschlagewerk, eingeführt. Im Rahmen der Standardsetzung wurden der Freigabeprozess für Informationsmaterialien überarbeitet sowie die Genehmigungsprozesse zur Durchführung von Advisoryboards und projektbezogenem Sponsoring präzisiert. Das vom Vorstand eingesetzte Compliance Forum umfasst Vertreter des Senior Managements der Bereiche Marketing, Medical, Sales, Finanzen und Compliance. Bei Bedarf können andere Geschäftsbereiche, abhängig von den behandelten Themen, hinzugeladen werden. Das Compliance Forum unterstützt den Vorstand und den Compliance Officer bei Unterhaltung und Ausbau des Compliancemanagement-Systems. Wo angezeigt, wird es auch in die Bewertung von Compliance-Vorfällen involviert. Im Geschäftsjahr 2017 verzeichnete Compliance-Vorfälle wurden von der Compliance-Funktion umfassend untersucht, aufgearbeitet und an die Konzernleitung gemeldet ("Business Ethics Incident Reporting"). Das Management entschied über notwendige Konsequenzen. Roche setzt sich dafür ein, den Dialog und die Zusammenarbeit mit Fachkräften und Organisationen des Gesundheitswesens produktiv und transparent zu gestalten. Im Einklang mit dem FSA-Transparenzkodex wurden im Jahr 2017 sämtliche Leistungen an Ärzte und andere Fachkreisangehörige sowie an medizinische Organisationen und Einrichtungen offengelegt. II. Chancen- und Risikobericht der Roche Pharma AGAbgeleitet aus dem Risikomanagementsystem sind im Folgenden die für die Roche Pharma AG wesentlichsten Chancen und Risiken dargestellt. Vermarktung der Produkte Vom normalen Wettbewerbsrisiko abgesehen, dem jedes Produkt am Markt ausgesetzt ist, kommt bei Arzneimitteln hinzu, dass die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der zur Verfügung stehenden Zeit des Patentschutzes zu erwirtschaften sind. Erschwert wird dies dadurch, dass der Pharmamarkt einem wachsenden Kostendruck ausgesetzt ist: einerseits durch höhere Hürden bei der Zulassung neuer Medikamente und bei Indikationserweiterungen, andererseits durch zusätzliche Anforderungen und Hürden an die Erstattung der Arzneimittel durch strengere Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit, schnellere Umstellung auf Generika und immer stärkeren Einfluss auf die Preisgestaltung (z.B. vorgegebene Vertriebsstrukturen, Preismoratorien, Zwangsrabatte, Kosten/Nutzen-Abwägungen, höhere Markt- und Preismacht der Krankenkassen) zur Entlastung der staatlichen Gesundheits-Budgets. Aufmerksam verfolgt Roche die Entwicklung von Biosimilars, wirkstoffähnliche Medikamente, die in Konkurrenz zu den Roche Medikamenten treten. Die ersten Biosimilars sind 2017 in den Markt eingetreten, weitere Biosimilars werden 2018 und auch darüber hinaus erwartet. Die Konsequenzen daraus sind wesentlicher Bestandteil der strategischen Planungen. Arzneimittelsicherheit Die Roche Pharma AG bringt als pharmazeutischer Unternehmer Arzneimittel auf den Markt. Beim so genannten "Inverkehrbringen" bzw. bei der Anwendung am/durch den Patienten können neben den bekannten und in den Referenzdokumenten aufgeführten Arzneimittelrisiken, auch bisher nicht bekannte Risiken auftreten. Diese können von pharmazeutisch-technischer (z. B. Beanstandungen zur Produktqualität) oder medizinischer Art (z. B. tatsächliche oder vermutete Verdachtsfälle von Nebenwirkungen) sein. Das bestehende Pharmakovigilanzsystem stellt die Erfassung, Dokumentation, Bewertung, Meldung und Kommunikation von medizinischen Risiken in Zusammenhang mit der Verabreichung eines Roche Produktes sicher. Mögliche pharmazeutisch-technische Risiken wie auch die Identifizierung von Fälschungen werden in Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Pharmazeutisch-Technische Qualität und Arzneimittelsicherheit bearbeitet. Um sicherzustellen, dass alle im Unternehmen eingehenden Hinweise unverzüglich aufgenommen und bearbeitet werden können, ist jeder Mitarbeiter und jeder relevante Vertragspartner verpflichtet, diese innerhalb eines Arbeitstages an die Abteilungen Arzneimittelsicherheit bzw. Pharmazeutisch-Technische Qualität zu melden. Daher finden für alle Mitarbeiter der Roche Pharma AG sowie die relevanten Vertragspartner regelmäßige Schulungen zu den Meldepflichten statt. Zur Unterstützung erhält jeder Mitarbeiter eine Karte mit den Kontaktdaten der Arzneimittelsicherheit. Bekannte und unbekannte Risiken zu Roche Produkten werden überwacht und mit entsprechenden Maßnahmen zur Risikominimierung verfolgt. Produkt- und Probandenhaftung incl. Absicherung gem. AMG In Übereinstimmung mit dem Arzneimittelgesetz (AMG) sind für den Geltungsbereich Deutschland sowohl die Risiken der Produkthaftung aus dem Vertrieb von Arzneimitteln mit ihrem Höchstbetrag gem. § 88 AMG (Kapitalbetrag von 120 Millionen Euro pro Arzneimittel) wie auch der Probandenhaftung im Rahmen von klinischen Studien gem. § 40 AMG mit ihrem Höchstbetrag (Kapitalbetrag von max. 50 Millionen Euro pro klinischer Studie eines Arzneimittels, max. 100 Millionen Euro pro Vertrag) bei Versicherern abgedeckt. Qualitätsmanagement in der medizinischen Abteilung Die Abteilung "Medical Quality & Compliance Management" ist zuständig für die Nachhaltung und Weiterentwicklung eines Qualitätsmanagement Systems. Das System berücksichtigt alle Aspekte des Qualitätsmanagements der Abteilung Medical Affairs und der von Medical Affairs verantworteten Prozesse. Die Hauptaufgaben 2017 waren die Weiterentwicklung des in 2016 implementierten Medical Affairs übergreifenden Trainingsprozesses, die lokale Implementierung des im Roche Konzern ausgerollten Document Alignment Solution Tools und die Durchführung regelmäßiger Management Reviews zur Überwachung und Verbesserung des Qualitätsmanagement Systems. Lieferbereitschaft Der Anspruch der Roche Pharma AG ist es, Produkte pünktlich, mengengerecht und in der erforderlichen Qualität an Kunden und Patienten auszuliefern. Um die Lieferkette optimal zu gestalten, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und die Kapitalbindungskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten, arbeitet Roche konzernweit mit einem SAP integrierten Supply Chain Management System. Ausgehend vom Bedarf der Patienten in den Märkten wird die Produktions- und Verpackungsplanung, die Anlieferung in den Lagern der Länderfilialen und die Belieferung der Kunden bedarfsgerecht und lageroptimiert gestaltet. Das ermöglicht, die Lieferzuverlässigkeit (On Time in Full) auf einem sehr hohen Niveau zu halten und die Leistungen für den Kunden kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren. Eine enge Kommunikation zwischen den Produktions- und Länderorganisationen, sowie das proaktive Monitoring der Supply Chain über definierte Key Performance Indicators unterstützt im Falle von Lieferengpässen, die richtige Entscheidung zu treffen und Lieferunterbrechungen zu vermeiden. Um das Einhalten von internen und externen Gesetzen und Richtlinien zu gewährleisten, hat die Roche Pharma AG ein Qualitätsmanagement-System sowie definierte Prozesse, klare Rollen und Verantwortlichkeiten etabliert. Datenschutz Roche ist auf der ganzen Welt tätig und nutzt verschiedene elektronische Systeme zur Verarbeitung, zum Austausch und zur Weitergabe von Daten zwischen Unternehmen der Roche-Gruppe und Dritten. Die starke Zunahme der Zusammenarbeit auf allen Gebieten hat auch den vermehrten Austausch personenbezogener Daten zur Folge. Verstärkt wird dieser Trend durch den zunehmenden Einsatz moderner Telekommunikationsmittel und elektronischer Kollaborationstools und -plattformen. Roche hat sich dem Datenschutz verpflichtet und Grundsätze entwickelt, die durchgängig für jede Verarbeitung personenbezogener Daten innerhalb der Roche-Gruppe und durch Geschäftspartner einzuhalten sind. Ab dem 25. Mai 2018 gilt in allen Mitgliedstaaten der EU die Datenschutz-Grundverordnung. Im Hinblick auf die neuen Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung hat die Roche Pharma AG die aktuellen Datenschutzprozesse an die neuen Anforderungen angepasst und im Rahmen des General Data Protection Regulation (GDPR) Readiness Projektes weiterentwickelt. Kreditmanagement Zur Absicherung der Außenstände im Rahmen der gewährten Lieferantenkredite gegenüber Kunden wird beim Verkauf und Absatz ein konzernweit entwickeltes und für die Bedürfnisse der Roche Pharma AG angepasstes, sehr effizientes Kredit-Management-System eingesetzt. Dieses ermöglicht drohende Ausfälle rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern. Aufgrund der sehr guten internen Prozesse im Kreditmanagement gab es in 2017 keine Forderungsausfälle. 3.2 Erklärung zur UnternehmensführungAm 24. April 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Bei der Roche Pharma AG wird das Gesetz wie folgt umgesetzt. Für den Vorstand wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 09. September 2015 beschlossen, den Status quo beizubehalten. Der Frauenanteil beim Aufsichtsrat ist auf mind. 30 % festgesetzt worden, der Frauenanteil bei den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes auf mind. 30 %. Die Roche Pharma AG erfüllt diesen gesetzlichen Frauenanteil beim Aufsichtsrat mit 33 %, bei den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes mit 42 %. 3.3 PrognoseberichtAufgrund der Einführung neuer Produkte in 2018 und der positiven Entwicklung unseres etablierten Portfolios erwarten wir bedingt durch den Eintritt von biosimilaren Antikörpern zu Herceptin® einen in etwa der Vorjahresentwicklung entsprechenden leichten Rückgang im Gesamtumsatz. In 2018 wird eine weitere Marktanteilsverschiebung zugunsten der biosimilaren Nachahmerprodukte zu MabThera® und demzufolge ein Umsatzrückgang erwartet. Nach der Zulassung von Ontruzant® von Samsung Bioepis im November 2017 und dem positiven CHMP-Votum für Herzuma® von Celltrion im Dezember 2017 wird für 2018 mit dem Eintritt mehrerer biosimilarer Antikörper zu Herceptin® gerechnet. Bei Herceptin® wird daher im Laufe des Jahres aufgrund dieser Entwicklung mit abnehmenden Marktanteilen und einem Umsatzrückgang gerechnet. In 2018 wird Tecentriq® in der Therapie des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) und Urothelkarzinoms (mUC) weiter etabliert und damit zum stärksten Wachstumstreiber in der Onkologie werden. Darüber hinaus werden weitere Data read-outs von Studien zu Kombinationstherapien bei den Indikationen Lungenkarzinom (NSCLC und SCLC), Kolorektalkarzinom und Brustkrebs erwartet. Ferner wird die Einführung dreier neuer Indikationen in 2019 vorbereitet. Ocrevus® (Ocrelizumab) erhielt zu Jahresbeginn 2018 von der EMA die Zulassung für aktive schubförmige (RMS) sowie für die frühe primär progrediente Multiple Sklerose (PPMS) und ist damit die erste und einzige Therapie, die für diese beiden Indikationen zugelassen ist. Bei RMS erwies sich der Wirkstoff im Vergleich zu einer der aktuellen Standardtherapien, Interferon beta-1a s.c., als deutlich wirksamer. Für PPMS ist es die erste Substanz, die sich in klinischen Studien als wirksam erwiesen hat. Hemlibra® (Emicizumab), der erste Faktor-VIIIa-mimetische bi-spezifische Antikörper zur prophylaktischen Behandlung von Hämophilie A, zeigte in allen Zulassungsstudien HAVEN I - IV signifikante Überlegenheit gegenüber den aktuellen Standardtherapien, unabhängig vom Hemmkörperstatus gegen Faktor-VIII. Das Zulassungsverfahren in der EU läuft. In USA hat die Zulassungsbehörde FDA Hemlibra® im November 2017 für Patienten mit Hemmkörpern gegen Faktor-VIII zugelassen. Aufgrund der überzeugenden Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten von Alecensa® wird erwartet, dass Alecensa® bis Ende 2018 die Marktführerschaft in der Behandlung des ALK-positiven Lungenkarzinoms übernimmt. Für Perjeta® wird in 2018 eine erhöhte Wachstumsdynamik durch die Neuzulassung zur adjuvanten (postoperativen) Behandlung des HER2-positiven Brustkrebs im Frühstadium erwartet. Aufgrund der in Q3 2017 erhaltenen Zulassung von Gazyvaro® beim Follikulären Lymphom in der Erstlinie wird ein weiteres Wachstum für 2018 erwartet. Die kontinuierliche Etablierung des FoundationOne® Services als wichtiger diagnostischer Analyseservice in der Onkologie sowie die Einführung weiterer Services wie FoundationAct® und Sarcoma® stehen in diesem Jahr im Vordergrund. Wichtiger Bestandteil der Strategie ist die Erweiterung der Kollaborationen im Klinikbereich sowie mit Krankenkassen zur Etablierung weiterer Erstattungsmodelle. Die im Rahmen des AMNOG eingeführte frühe Nutzenbewertung, Ausweitung der Festbeträge und Definition größerer Festbetragsgruppen zur Erstattung von Medikamenten bleibt als Herausforderung für die Roche Pharma AG bestehen. Aktuell läuft die Preisverhandlung zu Alecensa® in der Therapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC, nach Crizotinib-Vortherapie). Im weiteren Verlauf des Jahres 2018 werden zudem die Nutzenbewertungen bzw. der Beginn neuer Preisverhandlungen für Tecentriq® (2L NSCLC, Blasenkarzinom), Gazyvaro® (1L Follikuläres Lymphom), Alecensa® (1L NSCLC), Perjeta® (adjuvante Therapie, Her2-positives Mammakarzinom), Ocrevus® (Multiple Sklerose) sowie Hemlibra® (Hämophilie A mit Hemmkörpern) erwartet. Mittelfristig kann sich die Roche Pharma AG aufgrund des gut aufgestellten Medikamentenportfolios an innovativen Produkten auf dem Gebiet der Onkologie, Immunologie und bei Erkrankungen des Zentralnervensystems, insbesondere der Multiple Sklerose, auf eine gesunde Basis für weiteres organisches Wachstum stützen. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Grenzach-Wyhlen, 12. März 2018 Roche Pharma AG Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand AnhangA1. Entgelttransparenzgesetz
Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkung Die Roche Pharma AG verpflichtet sich als Teil der Roche-Gruppe, alle potenziellen und bestehenden Mitarbeitenden fair und gleich zu behandeln. Dieser Grundsatz ist bereits im Verhaltenskodex der Gruppe festgelegt. Zur Unternehmenspolitik der Gruppe und der Roche Pharma AG gehört es, zu gewährleisten, dass das Verhalten ihrer Mitarbeitenden frei ist von Diskriminierung gegen andere - unter anderem aufgrund des Geschlechts. Alle Mitarbeitende werden zum Eintritt und in regelmäßigen Abständen zu diesen Themen geschult. Auch extern steht das Unternehmen für diese Werte ein und ist seit 2015 unter dem Dach der Roche Deutschland Holding GmbH Unterzeichner in der Charta der Vielfalt. Zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ergreift die Roche Pharma AG regelmäßig Maßnahmen. Die Vereinbarkeit von Familie & Beruf wird mittels verschiedener Maßnahmen gefördert. Mobiles Arbeiten bietet Mitarbeitenden die Möglichkeit, private Anforderungen mit der Berufstätigkeit in Einklang zu bringen. In der betriebseigenen Kinderkrippe, deren Kapazität derzeit verdoppelt wird, können Plätze für die Kinder der Mitarbeitenden belegt werden. Über einen externen Dienstleister besteht darüber hinaus ein kostenfreies Beratungs- und Vermittlungsangebot für Kinderbetreuung und Angehörigenpflege. Ein Langzeitkonto ermöglicht flexible Auszeiten von der Berufstätigkeit. Im Rahmen unseres Talententwicklungsprogramms (Fach- und Führungslaufbahnen) fördern wir Frauen und Männer gleichermaßen. Exemplarisch dafür besteht die Geschäftsleitung der Roche Pharma AG zu 50 % (Stand 2016) aus Frauen. Seit mehreren Jahren beschäftigen wir uns bereits mit dem Thema Diversity & Inclusion. In diesem Zusammenhang haben wir eine Kampagne und diverse Maßnahmen umgesetzt. Neben Veranstaltungen zu "Work and Family" sowie "Elder Care" adressieren die ins Leben gerufenen Inclusion Ambassadors Fragen und Themen in den jeweiligen Teams und Unternehmensbereichen. Dadurch gibt es wiederholt Gelegenheiten, die Gleichstellung von Frauen und Männern im Bewusstsein der Führungskräfte und Mitarbeitenden weiter zu verankern. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer Gemäß den im Abschnitt 2. dargelegten Grundsätzen ist bei der Roche Pharma AG auch die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer selbstverständlich. Die Roche Pharma AG ist Mitglied im Arbeitgeberverband Chemie und wendet die Tarifverträge der chemischen Industrie an. Die darin festgelegten Regeln zur Entgeltbestimmung, den Entgeltgruppen und den Entgeltsätzen sind ausschließlich tätigkeitsbezogen, gelten für alle Mitarbeitenden gleichermaßen und sind unabhängig vom Geschlecht. In den Bereichen der außertariflichen Mitarbeitenden gibt es durch Betriebsvereinbarungen mit dem Betriebsrat entsprechende Regeln. Analog gilt dies für den Bereich der leitenden Angestellten. Die Stellenbewertung der von den Mitarbeitenden ausgeübten Funktionen erfolgt grundsätzlich unabhängig vom Stelleninhaber und somit auch unabhängig vom Geschlecht. Zur Bewertung wird ein Verfahren der Stellenbewertung verwendet, dessen Kriterien diskriminierungsfrei ausgestaltet sind. Zudem werden Bewertungen im mitbestimmten, außertariflichen Bereich gemeinsam mit dem Betriebsrat verabschiedet. Ergebnis der Bewertung ist die Einteilung der Stellen in Rangstufen. Sämtliche Vereinbarungen zu Gehaltsbestandteilen wie beispielsweise Grundgehalt oder Bonus sind diskriminierungsfrei ausgestaltet und gelten einheitlich je Rangstufe und ebenfalls unabhängig vom Geschlecht. Auch die Gewährung und Höhe der betrieblichen Nebenleistungen hängt nicht vom Geschlecht der Mitarbeitenden ab. Existieren Unterschiede bei Zusage oder Umfang der Leistung, so sind diese von geschlechtsneutralen Kriterien wie Rangstufe oder Datum des Eintritts in das Unternehmen abhängig. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Den Entgeltbericht, der eine Anlage zum Lagebericht bildet, haben wir nicht geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Roche Pharma Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil erstreckt sich nicht auf den oben genannten Entgeltbericht.
Mannheim, den 12. März 2018 KPMG AG Kern, Wirtschaftsprüfer Schröder, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesGeschäftsjahr 2017Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch Bericht des Vorstandes über alle Vorgänge des Geschäftsbetriebes unterrichtet. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2017 vorgelegt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft worden. Diese Prüfung hat keinerlei Anlass zu Beanstandungen gegeben, und es wurde bestätigt, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung der Abschlussprüfer an und billigt den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017.
Grenzach, 03. Mai 2018 Für den Aufsichtsrat gez. Dr. Severin Schwan Der Jahresabschluss der Roche Pharma AG zum 31. Dezember 2017 wurde am 3. Mai 2018 festgestellt. |
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