ROCHE PHARMA AKTIENGESELLSCHAFTGrenzach-WyhlenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine ErläuterungenDie Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 410096. Der Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, wurde nach den Regelungen der §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und den ergänzenden Paragraphen des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurden verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang numerisch gekennzeichnet und detailliert beschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung[1] Entgeltlich erworbene immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.
[2] SachanlagenDie Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen umfassen Personaleinzelkosten, notwendige Teile der Personalgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 10 bis 50 Jahren für Gebäude sowie von 3 bis 15 Jahren für die übrigen Sachanlagen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro sind im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen für vor dem Jahr 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden im Rahmen der steuerlichen Möglichkeiten festgelegt. Diese zum Anschaffungszeitpunkt geltenden Abschreibungsregelungen werden über die gesamte Nutzungsdauer weitergeführt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
[3] VorräteHilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet und vom Konzern bezogene Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerrisiken werden durch Bildung angemessener Abwertungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.
[4] Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, zu Nennwerten bilanziert und innerhalb eines Jahres fällig. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Forderungen in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus weiterberechneten Dienstleistungen und aus der Cash-Management Vereinbarung mit der Roche Deutschland Holding GmbH.
[5] RechnungsabgrenzungspostenIm aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, erfasst. [6] EigenkapitalDas Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Stückaktien. Die Anteile sind auf den Inhaber ausgestellt. Die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, hat uns im Jahre 2006 Folgendes mitgeteilt: "... gemäß § 20 Abs. 3 und 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass wir mit Mehrheit am Grundkapital Ihrer Gesellschaft beteiligt sind." Die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, bleibt aufgrund ihrer 6 %igen Direktbeteiligung und der durch die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, vermittelten Beteiligung ebenfalls mehrheitlich beteiligt. Das oberste Mutterunternehmen ist die Roche Holding AG in Basel / Schweiz. Im vorliegenden Jahresabschluss sind alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, als verbundene Unternehmen berücksichtigt. Unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, einbezogen, die den Abschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen erstellt, der am Sitz der Gesellschaft ausliegt. Der Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel / Schweiz ist sowohl am Sitz der Gesellschaft in Basel als auch bei der Roche Deutschland Holding GmbH in Grenzach-Wyhlen erhältlich. Zur Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen im Berichtsjahr TEUR 1.986 (Vorjahr: TEUR 0). Diese resultierten aus der Bewertung von als Deckungsvermögen zu klassifizierenden Fondsanteilen zum beizulegenden Zeitwert, welche in [7] Rückstellungen für Pensionen enthalten waren. Es bestanden ausreichend freie Rücklagen, so dass die Ausschüttungssperre im Hinblick auf die Ergebnisabführung nicht zum Tragen kam. [7] Rückstellungen für PensionenVersorgungsordnungen 1976/1956, 1979 und 1989Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen der Versorgungsordnungen wurde auf Basis des Handelsgesetzbuches durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitenden bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt, wobei Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,00 % p. a., eine Rentenentwicklung in Höhe von 2,00 % p. a. sowie ein Rechnungszinssatz von 1,83 % p. a. der Bewertung zugrunde liegen. Die Bewertung erfolgte zu dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 4.244. Der nach den Vorschriften des BilMoG ermittelte gesamte Zuführungsbetrag i. H. v. TEUR 57.984 zur Pensionsrückstellung wird gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren verteilt. Der zum Bilanzstichtag noch nicht zugeführte Differenzbetrag beläuft sich auf TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 4.410). Vorsorgeplan 2007Durch eine zum 1. Juli 2021 vorgenommene Planänderung des Vorsorgeplans 2007 wird die Verpflichtung als kollektive wertgebundene Versorgungszusage zum beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere angesetzt. Das Deckungsvermögen besteht aus Fondsanteilen, die aus Einzahlungen in den Roche Pensionstreuhand e.V. zur Finanzierung der Zusagen aus dem Vorsorgeplan 2007 resultieren. Die Wertpapiere wurden zum Bilanzstichtag gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt TEUR 57.193 (Vorjahr: TEUR 44.095) mit Anschaffungskosten von TEUR 55.207 (Vorjahr: TEUR 49.364). Der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 57.493 (Vorjahr: TEUR 44.095). In diesem Zusammenhang sind Erträge in Höhe von TEUR 6.553 (Vorjahr: TEUR 6.643) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.559 (Vorjahr: TEUR 6.643) innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet worden. In der Rückstellungssumme zum Ende des Geschäftsjahres sind Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB in Höhe von TEUR 2.557 enthalten. [8] Sonstige RückstellungenDie Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgend aufgeführten Rückstellungsposten:
Aufgrund gesetzlicher Regelungen im Gesundheitswesen besteht eine Rückstellung für die Verpflichtung zur Einräumung von so genannten Herstellerrabatten. Die Rückstellung für Herstellerrabatte, die im Zeitraum 01.01. - 31.12.2023 u. a. in der Höhe von 5 %, 12 % und 10 % für bestimmte Arzneimittel bezahlt werden müssen, wurde auf der Basis der Menge der verkauften Arzneimittel gebildet. Für Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, soweit die Maßnahmen aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Verpflichtungen beziehungsweise Auflagen voraussichtlich erforderlich werden und nicht zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten führen. Aufgrund von Abfindungsvereinbarungen mit ausscheidenden Mitarbeitern wurde eine Rückstellung für Restrukturierung in den Vorjahren vorgenommen. Die Rückstellungen für Gratifikationen wurden für leistungsbezogene Prämien des abgeschlossenen Geschäftsjahres an Mitarbeiter und den Vorstand gebildet. Die Rückstellung für Rabattverträge wurde aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen gebildet. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Jubiläumsleistungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Rechnungszinssatz wurde 1,75 % und als Anwartschaftstrend 3,00 % angesetzt. Die Rückstellungen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche bemessen sich nach den noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen und Gleitzeitstunden sowie dem durchschnittlichen Tagesverdienst der Mitarbeiter unter Berücksichtigung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von TEUR 43.621 stand in gleicher Höhe zu verrechnendes Vermögen, dessen Zeitwert den Anschaffungskosten entspricht, gegenüber. Die Posten wurden entsprechend saldiert. [9] VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden, wie im Vorjahr, mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.
[10] Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten u. a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von TEUR 100.114 (Vorjahr: TEUR 49.605).
[11] Sonstige Verbindlichkeiten
[12] Umsatzerlöse
Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen (therapeutische Gebiete):
In den Umsatzerlösen sind im Berichtsjahr periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von TEUR°1.720 enthalten (Vorjahr: TEUR 0). [13] Sonstige betriebliche ErträgeHierbei handelt es sich hauptsächlich um sonstige betriebliche Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.760 (Vorjahr: TEUR 6). Zusätzlich in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 526. [14] MaterialaufwandBeim Materialaufwand handelt es sich - wie im Vorjahr - um Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren. [15] Personalaufwand
Im Jahresdurchschnitt wurden 1.189 Mitarbeitende und zum Jahresende 1.192 Mitarbeitende beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl verteilt sich auf folgende Bereiche:
[16] Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen i. S. v. § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 3.935 enthalten. Zur Verminderung der Kapitalbindung und des administrativen Aufwandes werden die Dienstfahrzeuge des Außen- und Innendienstes über ein Dienstleistungsunternehmen für Operating-Leasing finanziert und verwaltet. Ein Risiko aus diesen Leasingverträgen über die während der Mindestlaufzeit zu leistenden Zahlungen hinaus - enthalten in [21] Sonstige finanzielle Verpflichtungen - ergibt sich nicht. In dem Posten sind, wie im Vorjahr, TEUR 3.865 Zuführung zur Pensionsrückstellung aus der 2010 erfolgten Umstellung der Rechnungslegung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.689 (Vorjahr: TEUR 0). [17] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus der Cash-Management Vereinbarung mit der Roche Deutschland Holding GmbH. [18] Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr im wesentlichen Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen der Versorgungsordnungen 1976/1956, 1979 und 1989 sowie von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 7.367 (Vorjahr TEUR 6.289). Im Zusammenhang mit dem Vorsorgeplan 2007 sind Erträge in Höhe von TEUR 6.553 (Vorjahr: TEUR 6.643) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.559 (Vorjahr: TEUR 6.643) innerhalb der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen verrechnet worden. [19] NachtragsberichtAm 10.01.2024 wurde bekannt gegeben, dass es einen Managementwechsel geben wird. Prof. Dr. Hagen Pfundner wird am 1. Mai 2024 von der Rolle als Vorstand der Roche Pharma AG in die Rolle des Vorsitzenden der Roche Deutschland Holding GmbH wechseln. [20] Sonstige AngabenDie Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 11. Durch Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds verzichtet. Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder einschließlich deren Hinterbliebenen betragen im Geschäftsjahr TEUR 234. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in den Angaben im Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, enthalten. Es besteht eine Avalkreditlinie in Höhe von 20 Mio. Euro mit der Deutschen Bank AG, die wahlweise durch die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, die Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, die Roche Diagnostics GmbH, Mannheim und die Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim, genutzt werden kann. Es wurde eine gesamtschuldnerische Haftung vereinbart. Haftungsverhältnisse hieraus bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 18. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der betreffenden Gesellschaften wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Durch regelmäßige Überwachung wird das Risiko der Inanspruchnahme gesteuert. [21] Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt:
Hiervon sind TEUR 1.106 im Folgejahr fällig. [22] UnternehmensvertragMit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, als Organträgerin besteht mit Wirkung ab 1. Januar 1999 ein Organschaftsvertrag, der am 14. November 2013 angepasst wurde. Aufgrund dieses Vertrages ist die Gesellschaft eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Abs. 1 S. 1 i. V. m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. [23] OrganeVorstand:
Aufsichtsrat:
Grenzach-Wyhlen, 20. März 2024 Roche Pharma Aktiengesellschaft Prof. Dr. Hagen Pfundner Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist im Konzernverbund der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, (kurz "Roche-Gruppe" bzw. "Roche") für das Inverkehrbringen der Roche Pharmazeutika in Deutschland zuständig. Das Geschäft der Roche Pharma AG ist vor allem durch den Erfolg ihrer innovativen Arzneimittel im Kontext der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen geprägt. 2023 wurden fünf Dossiers von der Roche Pharma AG beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) eingereicht. Auf Basis vorangegangener Nutzenbewertungsprozesse konnten 2023 Preisverhandlungen für die folgenden Produkte erfolgreich abgeschlossen werden: Gavreto® , Polivy® , Lunsumio® , Tecentriq® , PHESGO® / Perjeta® und Vabysmo® . Parallel dazu wird aktiv die Möglichkeit der frühen G-BA-Beratung für die in der Entwicklung befindlichen Produkte und Indikationen genutzt, um eine bestmögliche Ausarbeitung der Dossierstrategie zu ermöglichen. Das Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung ("GKV-Finanzstabilisierungsgesetz"), welches am 20. Oktober 2022 durch den Bundestag verabschiedet wurde, beinhaltet folgende Maßnahmen den Arzneimittelbereich betreffend:
Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz enthält Regelungen, die erheblichen Einfluss auf die forschenden pharmazeutischen Unternehmen haben und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit größeren Risiken und Unsicherheiten im unternehmerischen Planungshorizont belasten. Der Herstellerrabatt hat den Umsatz der Roche Pharma AG in 2023 mit insgesamt 172 Mio. Euro belastet. 1.2 Personal*- AllgemeinIm Jahresdurchschnitt sank die Anzahl der Beschäftigten um 18 Mitarbeiter:innen auf 1.189. Hiervon entfallen auf die Bereiche Marketing und Vertrieb 392 Mitarbeitende. 295 Personen waren in den Bereichen Business Services und Administration beschäftigt. 410 Personen betreffen die Bereiche Medical Affairs M&I (Medical Information) und Klinische Forschung und 92 Personen den Bereich Quality. Im Berichtsjahr 2023 wurden insgesamt 206 Stellen neu besetzt, Praktikant:innen und Leiharbeitnehmer:innen wurden nicht mitgezählt. Rund 43 % der neuen Stellenbesetzungen erfolgten durch interne Rotationen und 57 % durch Neueinstellungen. Rund 70 % der neu eingestellten Mitarbeitenden waren weiblich. - Talentmanagement, Personal- und OrganisationsentwicklungDie Personal- und Organisationsentwicklung bleibt auch in 2023 ein gewichtiger, strategischer Erfolgsfaktor für die Roche Pharma AG. Erneut wurden vielfältige Angebote sowohl im Bereich der persönlichen Kompetenzentwicklung für Mitarbeitende als auch im Bereich der Team- und Kulturentwicklung gemacht und mit Angeboten aus dem globalen Netzwerk ergänzt. - Ausbildung bei der Roche Pharma AGDie Roche Pharma AG engagiert sich in der Ausbildung junger Menschen und ermöglichte neun Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und acht Auszubildenden einen qualifizierten Berufsabschluss in betriebswirtschaftlichen Studiengängen bzw. im kaufmännischen Bereich. Gleichzeitig haben drei neue Auszubildende und vier dual Studierende in 2023 ihre Ausbildung zum/zur Kaufmann:frau für Büromanagement bzw. ihr Studium in BWL-Gesundheitsmanagement und BWL-Digital Business Management gestartet. Darüber hinaus bietet die Roche Pharma AG 15 Naturwissenschaftler:innen, Mediziner:innen, Pharmazeut:innen und Betriebswirt:innen in einem 360° Traineeprogramm spannende Insights und Erfahrungen in Marketing, Medical Affairs, Market Access und Finance. - Personalmarketing und RecruitingAuch im Jahre 2023 investierte die Roche Pharma AG weiterhin in standortübergreifende Traineeprogramme. Die Auswahlprozesse fanden nach der COVID-19-Pandemie wieder vermehrt am Standort statt. Basierend auf einer engen Zusammenarbeit mit der Abteilung Talent Marketing setzte die Roche Pharma AG Marketing Kampagnen, sowie Teilnahmen an Events gezielt ein. - UmstrukturierungenDie Komplexität des Gesundheitssystems (unter anderem Zugang und Finanzierung von Therapien, sich verändernde Strukturen, Anwendung digitaler Tools und Algorithmen hinsichtlich Diagnostik, Therapie, Nachsorge) hat weiterhin zugenommen. Um auf diese Herausforderungen und Veränderungen schneller reagieren zu können, hat die Roche Pharma AG in 2021 mit einer neuen Art und Weise der Interaktion mit Kund:innen begonnen. Dies führte in 2022 zur engeren Verzahnung zwischen den kundennahen Bereichen und der internen Organisation und setzte sich teilweise auch in 2023 fort. 2. Wirtschaftsbericht2.1 GeschäftsentwicklungDie Roche Pharma AG erzielte 2023 einen Gesamtumsatz von 2.210,5 Mio. Euro, was einer Umsatzsteigerung von 3.2 % bzw. 68,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht und liegt damit über den Erwartungen des Vorjahres. Die positive Entwicklung ist durch das rezeptpflichtige Drittkundengeschäft getrieben, welches um +4,0 % auf 2.090,7 Mio. Euro gestiegen ist. Auch im Jahr 2023 kam es zu einer weiteren Erosion der Marktanteile der Produkte, die im biosimilaren Wettbewerb stehen. Die Umsatzrückgänge konnten erneut durch gute Marktentwicklung bereits etablierter Präparate, Neueinführungen sowie Indikationserweiterungen kompensiert werden. Tecentriq® (Atezolizumab) wurde im September 2017 zur Behandlung von Patient:innen mit fortgeschrittenem NSCLC sowie für Patient:innen mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom (mUC) in den deutschen Markt eingeführt. Indikationserweiterungen folgten in den Bereichen des kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC), des triple-negativen Mammakarzinoms (TNBC), des hepatozellulären Karzinoms (HCC) und diversen Segmenten des nicht-kleinzelligenLungenkarzinoms (NSCLC, mNSCLC, eNSCLC). Im Geschäftsjahr 2023 zeigte die Zulassungsstudie für Tecentriq® subkutan positive Ergebnisse. Das Wachstum von Tecentriq® basiert im Berichtsjahr auf dem steigenden Einsatz beim Lungen- und hepatozellulären Karzinom. Ocrevus® (Ocrelizumab) wurde im Januar 2018 zur Behandlung von Patient:innen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) sowie Patient:innen mit früher primär progredienter Multipler Sklerose (PPMS) zugelassen und in den deutschen Markt eingeführt. Im Jahr 2023 war für den MS Gesamtmarkt in Deutschland eine hohe Komplexität und Wettbewerbsdynamik aufgrund der Vielzahl an Therapiealternativen (neue Wirkstoffe und generische Alternativen) prägend. Der Trend zum steigenden Einsatz von hochwirksamen Therapiealternativen setzte sich auch in den letzten 12 Monaten weiter fort. In 2023 konnte Ocrevus® aufgrund seiner hohen Wirksamkeit, dem langfristig positiven Sicherheitsprofil und den umfangreichen praktischen Erfahrungen ein Wachstum über die Erwartungen hinaus erzielen. Verglichen mit 2022 nahm der Absatz von Pertuzumab (Perjeta® & PHESGO® ) im niedrigen einstelligen Bereich zu. Vor allem für die subkutane Fixdosiskombination PHESGO®, die seit 2021 auf dem Markt verfügbar ist, wird eine steigende Anwendung beobachtet. Dadurch ergab sich für die Pertuzumab-Produkte in Summe ein leichtes Umsatzplus. Bei Kadcyla® konnten dank deutlicher Zuwächse im Anwendungsgebiet des frühen Mammakarzinoms Verluste teilweise ausgeglichen werden, die durch ein Konkurrenzprodukt im metastasierten Setting verursacht worden waren. Evrysdi® (Risdiplam) wurde Ende März 2021 als erste orale Therapieoption zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen, Kindern und Säuglingen ab zwei Monaten mit spinaler Muskelatrophie (SMA) zugelassen. Seit August 2023 ist Evrysdi® ab Geburt für Patient:innen zur Behandlung der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie zugelassen. In 2023 konnte Evrysdi® seine gute Positionierung im SMA Markt weiter ausbauen und ein robustes Wachstum verzeichnen. Die SMA ist mit aktuell ca. 2.000 Betroffenen in Deutschland eine Rare Disease. Mit der Zulassungserweiterung für mittelschwere Hämophilie im Februar wurde für weitere Patient:innen die Behandlung mit Hemlibra® möglich. Auch in den beiden Indikationsgebieten Hemmkörperhämophilie und schwere Hämophilie gab es eine dynamische Weiterentwicklung der Zahl der mit Hemlibra® behandelten Patient:innen, sodass die Umsatzerwartungen für 2023 übertroffen wurden. Das durch die Zulassungserweiterung ausgelöste AMNOG-Verfahren wurde aufgrund der Kündigung der bestehenden Preisvereinbarung durch den GKV-SV zum Jahresende 2023 auf alle zugelassenen Indikationen ausgeweitet. Polivy® ist seit Anfang 2020 ab der zweiten Therapielinie in Kombination mit Bendamustin und Rituximab für die Behandlung von DLBCL-Patient:innen, die nicht für eine hämatopoetische Stammzelltransplantation in Frage kommen, indiziert. Die Europäische Kommission hat Polivy® (Polatuzumab Vedotin) in Kombination mit Rituximab (Original Biologikum MabThera®), Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison (Polivy® + R-CHP) Ende Mai 2022 als Erstlinientherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom zugelassen. Mit der Zulassung von Polivy® + R-CHP gibt es erstmals seit 20 Jahren ein Therapieschema, das im direkten Vergleich mit dem bisherigen Standard R-CHOP einen signifikanten klinischen Vorteil erreicht. Für Polivy® wird seit Zulassung als Erstlinientherapie ein starkes Umsatzwachstum verzeichnet. Enspryng® (Satralizumab) zur Behandlung der NMOSD (Neuromyelitis-optica Spektrum Erkrankungen), einer Gruppe seltener entzündlicher Autoimmunerkrankungen des zentralen Nervensystems, wurde im Juni 2021 zugelassen und im Juli in den Markt eingeführt. Die NMOSD ist mit aktuell ca. 1.700 Betroffenen in Deutschland eine Rare Disease. Enspryng® hat im Rahmen des Zulassungsprozesses den Orphan Drug Status erhalten. Aufgrund der guten Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten in Verbindung mit dem durch die europäische Zulassungsbehörde erteilten Label, wurde Enspryng® als Erstlinientherapie unmittelbar nach erfolgter NMOSD-Diagnose positioniert. Enspryng® generiert in 2023 ein stabiles Wachstum in einem dynamischen Therapieumfeld, konnte aber die Umsatzerwartung für 2023 knapp nicht erreichen. Vabysmo® (Faricimab) wurde im September 2022 zur Behandlung von Patient:innen mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) sowie Patient:innen mit Diabetischen Makulaödem (DMÖ) zugelassen und in den deutschen Markt eingeführt. Der bispezifische Antikörper Faricimab (Vabysmo® ) ist der erste Therapieansatz, der auf zwei Faktoren retinaler Erkrankungen abzielt: VEGF-A und Angiopietin-2. Vabysmo® (Faricimab) erzielte in 2023 einen Umsatz von 75,8 Mio €. Es werden seit dem Launch in 2022 ca. 38.000 Augen mit Vabysmo® (Faricimab) behandelt. Die Europäische Kommission hat im Juni 2022 Lunsumio® (Mosunetuzumab) als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patient:innen mit rezidivierendem oder refraktärem follikulärem Lymphom (r/r FL), die mindestens zwei vorherige systemische Behandlungen erhalten haben, zugelassen. Lunsumio® repräsentiert als T-Zellenrekrutierender AntiCD20/CD3-Antikörper ein neues Wirkprinzip zur Therapie von Patient:innen mit B-Zell Lymphomen und ist der erste bispezifische Antikörper zur Behandlung des FL. Seit April 2023 wird Lunsumio® in der Onkopedia-Leitlinie für die Behandlung im FL ab dem zweiten Rezidiv empfohlen. Ebenfalls hat die Europäische Kommission im Juli 2023 Columvi® (Glofitamab) als Monotherapie für die Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) für erwachsene Patient:innen, die mindestens zwei vorherige systemische Behandlungen erhalten haben, zugelassen. Columvi® ist ein T-Zell-aktivierender, bispezifischer aCD20xaCD3 monoklonaler Antikörper mit einzigartigem 2:1 Format und der erste und einzige bispezifische Antikörper mit zeitlich begrenzter Therapiedauer zur Behandlung von r/r DLBCL. 2.2 ErtragslageFinanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die interne Steuerung verwendet werden, sind die Umsatzerlöse. Das Ergebnis vor Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von 49,8 Mio. Euro auf 100,3 Mio. Euro deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen und steht im Zusammenhang mit den über den Erwartungen gestiegenen Umsatzerlösen. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) erhöhte sich von 2,3 % auf 4,5 % und die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital zum Stichtag) erhöhte sich auf 134,1 %. Den um 68,5 Mio. Euro bzw. 3,2 % gestiegenen Umsatzerlösen stehen um 72,9 Mio. Euro bzw. 4,2 % gestiegene Materialaufwendungen gegenüber. Die leichte Erhöhung der Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) von 81,2 % im Vorjahr auf 82,0 % im abgelaufenen Jahr steht im Zusammenhang mit der Erhöhung des Herstellerrabattes. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 2,3 Mio. Euro. Diese beinhalten im Wesentlichen sonstige betriebliche Erträge aus Währungsumrechnung. Der Personalaufwand ist in 2023 um 38,2 Mio. Euro bzw. um 18,2 % weiterhin gesunken. Begründet liegt dies zum einen noch an den Auswirkungen der 2021 begonnenen Restrukturierung, zum anderen durch eine Reduzierung der Aufwendungen der Altersversorgung. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,6 Mio. Euro gestiegen. Diese beinhalten im Wesentlichen Werbekosten, Aufwendungen für klinische Forschung, Reisekosten, Personalbeschaffungskosten, Versicherungsbeiträge, Beratungs- und Prüfungskosten sowie Personalnebenkosten. Durch die im Berichtsjahr positive Zinsentwicklung ergab sich bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 12,1 Mio. Euro bzw. um 93 %. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus der Cash-Management-Vereinbarung mit der Roche Deutschland Holding GmbH und haben sich auf Grund der positiven Zinssatzentwicklung in 2023 um 7,5 Mio Euro erhöht. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten Einflüsse auf das Ergebnis ergibt sich im Jahr 2023 ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 100,3 Mio. Euro (im Vorjahr 49,8 Mio. Euro). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, wird dieser Gewinn nach Abzug der sonstigen Steuern an die Organmutter abgeführt. 2.3 InvestitionenIm Geschäftsjahr 2023 betrug das Investitionsvolumen der Roche Pharma AG bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen insgesamt rund 2,2 Mio. Euro. Hiervon entfallen 0,3 Mio. Euro auf die Umsetzung des Sicherheitskonzepts aufgrund der Campuseröffnung und 1,7 Mio. Euro auf die Erweiterung und Modernisierung der Infrastruktur des Standortes. 2.4 Finanz- und VermögenslageDer Finanzmittelfonds weist zum Ende des Geschäftsjahres 2023 einen positiven Saldo in Höhe von 345,9 Mio. Euro aus. Er entspricht den Forderungen in Höhe von 345,9 Mio. Euro gegen die Roche Deutschland Holding GmbH aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit weist in 2023 einen Zufluss in Höhe von 121,6 Mio. Euro (im Vorjahr Abfluss in Höhe von 0,9 Mio. Euro) aus. Die hauptsächlichen Gründe hierfür sind:
Zusammen mit den im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von 2,2 Mio. Euro und der Gewinnübernahme des Geschäftsjahres 2022 durch die Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 49,6 Mio. Euro ist der Finanzmittelfonds von 276,2 Mio. Euro um insgesamt 69,7 Mio. Euro auf einen Finanzmittelfonds in Höhe von 345,9 Mio. Euro im Jahr 2023 gestiegen. Die Bilanzsumme 2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 73,3 Mio. Euro auf 875,8 Mio. Euro. Auf der Aktivseite war dies hauptsächlich bedingt durch die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt 80,7 Mio. Euro, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Cash-Management-Vereinbarung gegen die Roche Deutschland Holding GmbH. Durch die Reduzierung der Sachanlagen um 5,1 Mio. Euro, sowie durch die Reduzierung der Vorräte um 2,2 Mio. Euro wurde diese Erhöhung teilweise kompensiert. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme in 2023 im Wesentlichen aus der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um 36,7 Mio. Euro, i. W. getrieben durch Zuführungen zu den Rückstellungen für Herstellerrabatte, sowie der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 80,0 Mio. Euro. Diese sind zum überwiegenden Teil auf die Verpflichtung im Zusammenhang mit der Abführung des erhöhten Periodengewinns aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Roche Deutschland Holding GmbH zurückzuführen. Teilweise kompensiert wurden diese Erhöhungen durch die Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 15,4 Mio. Euro, sowie durch die Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten um 26,6 Mio. Euro, welche sich hauptsächlich aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Steuern ergaben. Das Anlagevermögen in Höhe von 97,2 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres ist zu 77 % durch das Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen von zusammen 440,1 Mio. Euro sind durch das Umlaufvermögen in Höhe von 778,2 Mio. Euro gedeckt. Das Finanzmanagement der Roche Pharma AG ist entsprechend darauf ausgerichtet, dass die finanzielle Stabilität auch zukünftig gewährleistet wird. 2.5 Zusammenfassende BeurteilungDie Geschäftsleitung beurteilt das erzielte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 100,3 Mio. Euro sowie die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als stabil. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Chancen- und RisikoberichtI. Risikomanagement der Roche Pharma AGZur sorgfältigen Prüfung des Geschäftsumfeldes hinsichtlich möglicher Risikoszenarien, die die Erreichung der gesteckten Unternehmensziele gefährden, hält Roche konzernweit ein Risikomanagement-System vor. Damit werden Verantwortlichkeiten, prozessuale Abläufe sowie eine Dokumentationsplattform für das Risikomanagement der Roche-Gruppe bestimmt. Die Divisionen Pharma und Diagnostics und die globalen Funktionen nehmen mindestens einmal im Jahr eine formale Risikobewertung vor und erarbeiten geeignete Risikomanagement-Pläne für die schwerwiegenden Risiken. Diese Risikomanagement-Pläne werden kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit überprüft und Abweichungen werden in regelmäßigen Diskussionsrunden bearbeitet. Ein jährlich erstellter konsolidierter Risikobericht der Roche-Gruppe wird von der Konzernleitung diskutiert und zusammen mit dem Geschäftsplan verabschiedet, welcher dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates präsentiert wird. Die Roche Pharma AG nutzt die vom Konzern herausgearbeiteten Prozesse und Hilfsmittel, um die lokale Geschäftslandschaft kontinuierlich auf mögliche Risikoszenarien zu durchleuchten. Nach der Risikoidentifikation werden von den betroffenen Abteilungen die einzelnen Risiken zunächst analysiert und mit Hilfe einer Risikomatrix hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das Geschäft bewertet. Für die wesentlichen Risiken werden daraufhin von den einzelnen Abteilungen risikominimierende Maßnahmen definiert und implementiert. Die Risiken werden in einem regelmäßigen Prozess überprüft und bei Bedarf adaptiert. Die Dokumentation des Risikomanagements befindet sich auf einer globalen Plattform. Roche erwartet von allen Mitarbeiter:innen verantwortungsvolles Handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Verhaltenskodizes der forschenden pharmazeutischen Industrie sowie mit den Vorgaben des Verhaltenskodex der Roche Gruppe. Das Compliance-Management-System der Roche Pharma AG unterstützt den:die einzelne:n Mitarbeiter:in, sich rechtskonform zu verhalten und bewirkt so eine Risikominimierung für das Unternehmen im Geschäftsverkehr. Während des gesamten Geschäftsjahres ist das Compliance-Management-System, wo erforderlich, ergänzt und überarbeitet worden. So wurde der Vertragsmanagement-Prozess dahingehend optimiert, dass Compliance-relevante Fragen integraler Bestandteil des Prozesses sind. Zudem wurde ein einheitlicher Prozess zur Sicherstellung der Transparenz im Falle von Interessenkonflikten implementiert. Weiterhin wurden Hürden in der Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen weiter abgebaut, Standard Operating Procedures (SOPs) entsprechend angepasst und die Schulung neuer Rollen, insbesondere im Außendienst, aktiv begleitet. Die Compliance Abteilung hat im Jahr 2023 zahlreiche Trainings für die gesamte Belegschaft zu allen relevanten Compliance-Themen angeboten. Unter anderem wurden alle Mitarbeiter:innen zur sachgerechten Dokumentation im neuen Customer-Relation Management System eingehend geschult. Das Healthcare Compliance Compendium, ein gesamthaftes interaktives Nachschlagewerk, wurde kontinuierlich aktualisiert. Auch 2023 wurden zahlreiche Monitoringaktivitäten durchgeführt. Wo nötig, wurden Handlungspläne entwickelt, um Risiken weiter zu minimieren. Die Remediation Actions aus einem 2022 durchgeführten Healthcare Compliance Audit von Roche Global wurden erfolgreich implementiert. Ein Audit 2023 zur Transformation im Business wurde erfolgreich begleitet. Das vom Vorstand eingesetzte Compliance Forum umfasst Vertreter des Senior Managements der Bereiche Marketing, Medical, Customer Partnering, Finance und Compliance. Bei Bedarf können andere Geschäftsbereiche, abhängig von den behandelten Themen, hinzugeladen werden. Das Compliance Forum unterstützt den Vorstand und den Compliance Officer bei Unterhaltung und Ausbau des Compliance-Management-Systems, so auch im Geschäftsjahr 2023. Bei Notwendigkeit wird das Compliance Forum auch in die Bewertung von Compliance-Vorfällen involviert. Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete Compliance-Vorfälle wurden von der Compliance-Funktion umfassend untersucht, aufgearbeitet und über das "Business Ethics Incident Management System" an die Konzernleitung gemeldet. Die jeweilige Führungskraft entschied in Abstimmung mit Compliance und erforderlichenfalls auch der Personalabteilung über notwendige Konsequenzen. Die Anzahl der Spenden und Sponsorings an Organisationen im Gesundheitswesen und an Patientenorganisationen für das Jahr 2023 wurden an die globale Compliance-Abteilung übermittelt und versichert, dass diese im Einklang mit den geltenden Richtlinien stehen. II. Chancen- und Risikobericht der Roche Pharma AGAbgeleitet aus dem Risikomanagementsystem sind im Folgenden die für die Roche Pharma AG wesentlichsten Chancen und Risiken entsprechend ihrer Bedeutsamkeit dargestellt. - Vermarktung der Produkte und Veränderungen aus dem politischen UmfeldVom normalen Wettbewerbsrisiko abgesehen, dem jedes Produkt am Markt ausgesetzt ist, kommt bei Arzneimitteln hinzu, dass die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten in der zur Verfügung stehenden Zeit des Patentschutzes zu erwirtschaften sind. Erschwert wird dies dadurch, dass der Pharmamarkt einem wachsenden Kostendruck sowohl in Deutschland, der EU aber auch weltweit ausgesetzt ist. Einerseits zeigt sich dies durch höhere Hürden bei der Zulassung neuer Medikamente und bei Indikationserweiterungen, andererseits durch zusätzliche Anforderungen und Hürden an die Erstattung der Arzneimittel durch strengere Anforderungen an die Arzneimittelsicherheit, schnellere Umstellung auf Generika sowie biosimilare Antikörper und immer stärkeren Einfluss auf die Preisgestaltung (z.B. vorgegebene Vertriebsstrukturen, Zwangsrabatte, Kosten-/Nutzen-Abwägungen, höhere Markt- und Preismacht der Krankenkassen) zur Entlastung der staatlichen Gesundheits-Budgets. Der erhöhte Kostendruck führt zu dem Risiko, dass Produkte und damit Innovationen aus wirtschaftlichen Gründen nicht in den Markt eingeführt werden. - LieferbereitschaftDer Anspruch der Roche Pharma AG ist es, Produkte pünktlich, mengengerecht und in der erforderlichen Qualität an ihre Kund:innen auszuliefern und somit die Patientenversorgung sicherzustellen. Um die Lieferkette optimal zu gestalten, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und die Kapitalbindungskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten, arbeitet Roche konzernweit mit einem SAP integrierten Supply Chain Management System. Ausgehend vom Bedarf der Patient:innen in den Märkten wird die Produktions- und Verpackungsplanung, die Anlieferung in den Lagern der Länderfilialen und die Belieferung der Kunden bedarfsgerecht und lageroptimiert gestaltet. Das ermöglicht, die Lieferzuverlässigkeit (On Time in Full) auf einem sehr hohen Niveau zu halten und die Leistungen für die Kund:innen kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren. Eine enge Kommunikation zwischen den Produktions- und Länderorganisationen sowie das proaktive Monitoring der Supply Chain über definierte Key Performance Indicators unterstützen darin, im Falle von Lieferengpässen richtige Entscheidungen zu treffen und Lieferunterbrechungen zu vermeiden. Um das konsequente Einhalten von Gesetzen und internen sowie externen Richtlinien zu gewährleisten, hat die Roche Pharma AG ein Qualitätsmanagement-System sowie definierte Prozesse, klare Rollen und Verantwortlichkeiten etabliert. 3.2 Erklärung der Geschäftsführung*Am 24. April 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Bei der Roche Pharma AG wird das Gesetz wie folgt umgesetzt. Der Frauenanteil beim Aufsichtsrat ist auf 30 % festgesetzt worden. In der Aufsichtsratssitzung vom 11. Mai 2022 wurde beschlossen, den Status quo beizubehalten. Die Roche Pharma AG erfüllt diesen Frauenanteil beim Aufsichtsrat mit 67 %. Ferner hat der Vorstand die Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Managementebene für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2027 auf 50% festgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Frauenanteil für die erste und zweite Managementebene 43 %. 3.3 PrognoseberichtDie im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes eingeführten Maßnahmen stellen für den Prognosezeitraum fortbestehende Herausforderungen für die Roche Pharma AG dar, vor allem durch den Fortbestand der früheren rückwirkenden Gültigkeit des Erstattungsbetrages sowie durch die Ausgestaltung des Kombinationsrabattes. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2024 ein hohes, einstelliges Umsatzwachstum getrieben durch den Wegfall des vorübergehend erhöhten Herstellerrabatts sowie durch Wachstum im Produktportfolio vor allem in den Therapiefeldern Augenheilkunde (Vabysmo® ), Multiple Sklerose (Ocrevus® ), Hämophilie (Hemlibra® ) und der spinalen Muskelatrophie (Evrysdi® ) In der Ophthalmologie strebt Roche die Zulassung für das Port-Delivery-System an. Die Zulassung für PDS mit Ranibizumab in der Makuladegeneration (nAMD) ist für 2025 geplant, die Zulassung in der Diabetischen Makulaödem (DMÖ) ist für 2026 vorgesehen. Das nachfüllbare Augenimplantat ermöglicht eine kontinuierliche Wirkstoffabgabe, in einer speziellen Formulierung von Ranibizumab. Es könnte bei der Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration (nAMD) und beim Diabetischen Makulaödem (DMÖ) eine Alternative zu häufigen Augeninjektionen bieten. Des Weiteren ist für Vabysmo® (bispezifischer Antikörper) eine Indikationserweiterung in der RVO "retinal vein occlusion " im Laufe des Jahres geplant. Aufgrund der überzeugenden Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten und der zwischenzeitlich generierten großen Erfahrungswerte wird Ocrevus® in 2024 seine führende Position im Segment der hochwirksamen MS-Präparate festigen. Es wird erwartet, dass Ocrevus in 2024 seine Marktpositionierung in frühen Linien halten und weiter ausbauen kann. Zusätzlich eröffnet die für 2024 geplante Einführung der subkutanen Formulierung von Ocrevus® mögliche Wachstumsfelder in Zentren mit bisher limitierten Infusionskapazitäten. In der Hämophilie erwartet die Roche Pharma AG, trotz Markteintritt weiterer Wettbewerber, ein anhaltendes Volumenwachstum für das Jahr 2024. In den Erwartungen für 2024 wird durch ein anhaltendes Volumenwachstum für Evrysdi® die Marktpositionierung gegenüber dem Wettbewerb weiter ausgebaut. Mit der Zulassungserweiterung für Patient:innen ab Geburt kann Evrysdi® seit August 2023 sein Anwendungsgebiet vergrößern. 2024 wird Tecentriq® besonders in der Therapie des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) ausgebaut und generiert einen wichtigen Umsatzbeitrag in der Onkologie. In den Indikationen eNSCLC und des metastasierten Hepatozellulären Karzinoms (HCC) werden die bestehenden Marktanteile gehalten. Insbesondere die erwartete erweiterte Zulassung von Tecentriq® als Monotherapie beim ECOG 2+ NSCLC (IPSOS) in der Erstlinientherapie bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Erfolge in der Krebsimmuntherapie. Ferner wird Atezolizumab als Kombinationstherapie in weiteren Indikationen wie Blasen-, Prostata-, Ovarial-, Brust-, Leber- und Lungenkarzinomen, auch in früheren Krankheitsstadien sowie im kurativen Setting weiter erforscht. In 2024 werden die Studienergebnisse der Kombination mit Tiragolumab im nicht-kleinzelligen Lungenkrebs erwartet. Im Jahr 2024, werden für RoActemra® erste Umsatzrückläufe aufgrund des biosimilaren Wettbewerbs erwartet. Des Weiteren werden die von biosimilaren Wettbewerb betroffenen Produkte durch das Gesetz zu mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) in 2024 eine weitere Erosion erfahren. Derzeit befinden sich Polivy® (nicht-vorbehandeltes und vorbehandeltes/refraktäres DLBCL), Evrysdi® (Behandlung der Spinalen Muskelatrophie bei Patient:innen unter 2 Monaten) sowie Columvi® (vorbehandeltes/refraktäres DLBCL) im Nutzenbewertungsverfahren. Im Laufe des Jahres starten zusätzlich die Nutzenbewertungsverfahren zu Rozlytrek® (zielgerichtete Krebstherapie bei Kindern), Tecentriq® (Indikationserweiterung und Entfristung im NSCLC), Piasky® (paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie), Alecensa® (Adjuvanz NSCLC), Vabysmo® (retinaler Venenverschluss) und Tecentriq® (Leberzellkarzinom). Zum Stichtag befindet sich Hemlibra® in Erstattungsbetragsverhandlungen für die moderate Hämophilie mit schwerem Blutungsphänotyp. Im Verlauf des Jahres 2024 werden weitere Verhandlungen zu Evrysdi® (Behandlung der Spinalen Muskelatrophie bei Patient:innen unter 2 Monaten), Polivy® (Orphan Neubewertung; nichtvorbehandeltes und vorbehandeltes/refraktäres DLBCL), Columvi® (vorbehandeltes/refraktäres DLBCL) sowie Rozlytrek® (bei pädiatrischen Patienten mit soliden Tumoren mit ROS1-Genfusion) erwartet. Mittelfristig kann sich die Roche Pharma AG neben dem gut aufgestellten Medikamentenportfolio im Bereich der Onkologie auch auf ein breites Portfolio innovativer Medikamente in den Therapiegebieten der Ophthalmologie und Neurologie stützen. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Grenzach-Wyhlen, den 20. März 2024 Roche Pharma AG Prof. Dr. Hagen Pfundner, Vorstand 2 Wiedergabe des BestätigungsvermerksAls Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roche Pharma Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 21. März 2024 KPMG AG gez. Beyer, Wirtschaftsprüfer gez. Woche, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der Roche Pharma AGDer Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres regelmäßig durch Berichte des Vorstands über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft und deren Geschäftsbetrieb informiert. Er stimmt mit dem Vorstand über die im Lagebericht gegebene Beurteilung überein. Der vom Vorstand der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Jahresabschluss ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Nach Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigt damit den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht.
Grenzach-Wyhlen, den 30. April 2024 Dr. Thomas Schinecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Jahresabschluss der Roche Pharma AG zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. April 2024 festgestellt. |
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