ROCHE PHARMA AKTIENGESELLSCHAFTGrenzach-WyhIenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine ErläuterungenDie Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 410096. Der Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, wurde nach den Regelungen der §§264 ff. HGB unter Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB und den ergänzenden Paragraphen des Aktiengesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, wurden verschiedene Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang numerisch gekennzeichnet und detailliert beschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung[1] Entgeltlich erworbene immaterielle VermögensgegenständeDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst.
[2] SachanlagenDie Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 10 bis 50 Jahren für Gebäude sowie von 3 bis 15 Jahren für die übrigen Sachanlagen. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 1.000 Euro sind im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
[3] VorräteHilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet und vom Konzern bezogene Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Eingeschränkte Verwertbarkeit und Lagerrisiken werden durch Bildung angemessener Abwertungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.
[4] Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, zu Nennwerten bilanziert und innerhalb eines Jahres fällig. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Forderungen in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im wesentlichen Forderungen gegen Gesellschafter, welche ausweiterberechneten Dienstleistungen und aus der Cash-Management Vereinbarung mit der Roche Deutschland Holding GmbH resultieren.
[5] RechnungsabgrenzungspostenIm aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, erfasst. [6] EigenkapitalDas Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Stückaktien. Die Anteile sind auf den Inhaber ausgestellt. Die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, hat uns im Jahre 2006 Folgendes mitgeteilt: «... gemäß § 20 Abs. 3 und 4 AktG teilen wir Ihnen mit, dass wir mit Mehrheit am Grundkapital Ihrer Gesellschaft beteiligt sind." Die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, bleibt aufgrund ihrer 6 %igen Direktbeteiligung und der durch die Roche Beteiligungs GmbH, Grenzach-Wyhlen, vermittelten Beteiligung ebenfalls mehrheitlich beteiligt. Das oberste Mutterunternehmen ist die Roche Holding AG in Basel / Schweiz. Im vorliegenden Jahresabschluss sind alle unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, als verbundene Unternehmen berücksichtigt. Unser Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, einbezogen, die den Abschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen erstellt, der am Sitz der Gesellschaft ausliegt. Der Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel / Schweiz ist sowohl am Sitz der Gesellschaft in Basel als auch bei der Roche Deutschland Holding GmbH in Grenzach-Wyhlen erhältlich. Zur Ausschüttung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB bestehen im Berichtsjahr TEUR 10.513 (Vorjahr: TEUR 1.986). Diese resultierten aus der Bewertung von als Deckungsvermögen zu klassifizierenden Fondsanteilen zum beizulegenden Zeitwert, welche in [7] Rückstellungen für Pensionen enthalten waren. Es bestanden ausreichend freie Rücklagen, so dass die Ausschüttungssperre im Hinblick auf die Ergebnisabführung nicht zum Tragen kam. [7] Rückstellungen für PensionenVersorgungsordnungen 1976/1956,1979 und 1989Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen der Versorgungsordnungen wurde auf Basis des Handelsgesetzbuches durchgeführt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitenden bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie evtl. Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt, wobei Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 3,00 % p. a. (Vorjahr: 3,00 % p. a.), eine Rentenentwicklung in Höhe von 1,80 % p. a. (Vorjahr: 2,00 % p. a.) sowie ein Rechnungszinssatz von 1,90 % p. a. (Vorjahr: 1,83 % p. a.) der Bewertung zugrunde liegen. Die Bewertung erfolgte unter Ausnutzung des Zahlrechtes zu dem durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Unterschiedsbetrag als Differenz aus dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR -3.354. Der nach den Vorschriften des BilMoG ermittelte gesamte Zuführungsbetrag i. H. v. TEUR 57.984 zur Pensionsrückstellung wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren verteilt. Zum Bilanzstichtag ist der komplette Betrag zugeführt. Vorsorgeplan 2007Durch eine im Vorjahr zum 1. Juli 2021 vorgenommene Planänderung des Vorsorgeplans 2007 wird die Verpflichtung als kollektive wertgebundene Versorgungszusage zum beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere angesetzt. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt analog zu den geschlossenen Versorgungsordnungen, jedoch wird ein Rententrend von 1,00 % p. a. (Vorjahr: 1,00 % p. a.) verwendet. Das Deckungsvermögen besteht aus Fondsanteilen, die aus Einzahlungen in den Roche Pensionstreuhand e.V. zur Finanzierung der Zusagen aus dem Vorsorgeplan 2007 resultieren. Die Wertpapiere wurden zum Bilanzstichtag gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt TEUR 72.689 (Vorjahr: TEUR 57.193) mit Anschaffungskosten von TEUR 62.177 (Vorjahr: TEUR 55.207). Der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 72.793 (Vorjahr: TEUR 57.493). In diesem Zusammenhang sind Erträge in Höhe von TEUR 8.844 (Vorjahr: TEUR 6.553) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 8.850 (Vorjahr: TEUR 6.559) innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet worden. In der Rückstellungssumme zum Ende des Geschäftsjahres sind Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen gemäß § 285 Nr. 9 b) HGB in Höhe von TEUR 2.360 enthalten. [8] Sonstige RückstellungenDie Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgend aufgeführten Rückstellungsposten:
Aufgrund gesetzlicher Regelungen im Gesundheitswesen bestehen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Einräumung von so genannten Nutzenbewertungs- und Herstellerrabatten. Die Rückstellung für Nutzenwertungsrabatte aufgrund von Preisverhandlungen aus dem AMNOG-Verfahren, stellen die erwartete Preisdifferenz auf der Basis der Menge der verkauften Arzneimittel dar. Die Rückstellung für Herstellerrabatte, die u. a. in der Höhe von 7 % und 10 % für bestimmte Arzneimittel bezahlt werden müssen, wurde auf der Basis der Menge der verkauften Arzneimittel gebildet. Für Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, soweit die Maßnahmen aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Verpflichtungen beziehungsweise Auflagen voraussichtlich erforderlich werden und nicht zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs und Herstellungskosten führen. Aufgrund von Abfindungsvereinbarungen mit ausscheidenden Mitarbeitern wurde eine Rückstellung für Restrukturierung in den Vorjahren vorgenommen. Die Rückstellungen für Gratifikationen wurden für leistungsbezogene Prämien des abgeschlossenen Geschäftsjahres an Mitarbeiter und den Vorstand gebildet. Die Rückstellung für Rabattverträge wurde aufgrund von Vereinbarungen mit Krankenkassen gebildet. Die Ermittlung des Rückstellungsbetrages für Jubiläumsleistungen erfolgte auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Als Rechnungszinssatz wurde 1,97 % und als Anwartschaftstrend 3,00 % angesetzt. Die Rückstellungen für Urlaubs- und Gleitzeitansprüche bemessen sich nach den noch nicht in Anspruch genommenen Urlaubstagen und Gleitzeitstunden sowie dem durchschnittlichen Tagesverdienst der Mitarbeiter unter Berücksichtigung des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung. Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von TEUR 49.786 (Vorjahr: TEUR 43.621) stand in gleicher Höhe zu verrechnendes Vermögen, dessen Zeitwert den Anschaffungskosten entspricht, gegenüber. Diese sind nach § 246 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB mit der Verpflichtung in gleicher Höhe saldiert. [9] VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden, wie im Vorjahr, mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden nach § 256a HGB bewertet. Es existieren keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind.
[10] Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
[11] Sonstige Verbindlichkeiten
[12] Umsatzerlöse
Verteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen (therapeutische Gebiete):
In den Umsatzerlösen sind im Berichtsjahr periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 5.075 aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen enthalten (Vorjahr: TEUR 1.720). [13] Sonstige betriebliche ErträgeHierbei handelt es sich hauptsächlich um sonstige betriebliche Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 1.760). Zusätzlich in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Bonusrückstellungen in Höhe von TEUR 587. [14] MaterialaufwandBeim Materialaufwand handelt es sich - wie im Vorjahr - um Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren. [15] Personalaufwand
Im Jahresdurchschnitt wurden 1.186 Mitarbeitende (Vorjahr: 1.189 Mitarbeitende) und zum Jahresende 1.175 Mitarbeitende (Vorjahr: 1.192 Mitarbeitende) beschäftigt. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbietenden verteilt sich auf folgende Bereiche:
[16] Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Leasingaufwendungen i. S. v. § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 2.397 enthalten. Zur Verminderung der Kapitalbindung und des administrativen Aufwandes werden die Dienstfahrzeuge des Außen- und Innendienstes über ein Dienstleistungsunternehmen für Operating-Leasing finanziert und verwaltet. Ein Risiko aus diesen Leasingverträgen über die während der Mindestlaufzeit zu leistenden Zahlungen hinaus - enthalten in [21] Sonstige finanzielle Verpflichtungen - ergibt sich nicht. In dem Posten sind TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 3.865) Zuführung zur Pensionsrückstellung aus der 2010 erfolgten Umstellung der Rechnungslegung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag ist der komplette Betrag zugeführt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1.228 (Vorjahr Aufwand: TEUR 1.689). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Aufwendungen für Werbekosten in Höhe von TEUR 43.459 (Vorjahr: TEUR 44.196) sowie für klinische Forschungen in Höhe von TEUR 29.822 (Vorjahr: TEUR 28.126) enthalten. [17] Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus der Cash-Management Vereinbarung mit der Roche Deutschland Holding GmbH. [18] Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr im wesentlichen Zinsaufwendungen für die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen der Versorgungsordnungen 1976/1956,1979 und 1989 sowie von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.491 (Vorjahr TEUR 7.367). [19] NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres 2024 nicht eingetreten. [20] Sonstige AngabenDie Aufsichtsratsmitglieder erhielten im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von TEUR 11. Durch Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds verzichtet. Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder einschließlich deren Hinterbliebenen betragen im Geschäftsjahr TEUR 243. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in den Angaben im Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, enthalten. Es besteht eine Avalkreditlinie in Höhe von 10 Mio. Euro mit der Deutschen Bank AG, die wahlweise durch die Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, die Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen, die Roche Diagnostics GmbH, Mannheim und die Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim, genutzt werden kann. Es wurde eine gesamtschuldnerische Haftung vereinbart. Haftungsverhältnisse hieraus bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 18. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation der betreffenden Gesellschaften wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Durch regelmäßige Überwachung wird das Risiko der Inanspruchnahme gesteuert. [21] Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt:
Hiervon sind TEUR 2.145 im Folgejahrfällig. [22] UnternehmensvertragMit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, als Organträgerin besteht mit Wirkung ab 1. Januar 1999 ein Organschaftsvertrag, der am 14. November 2013 angepasst wurde. Aufgrund dieses Vertrages ist die Gesellschaft eine Organgesellschaft im Sinne des § 14 Abs. 1 S. 1 i. V. m. § 17 Abs. 1 S. 1 KStG. In der Folge ist das steuerliche Einkommen nicht der Organgesellschaft, sondern dem Organträger zuzurechnen. Künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sind daher im Jahresabschluss des Organträgers, nicht aber bei der Organgesellschaft zu berücksichtigen. Daher erfolgt kein Ansatz latenter Steuern. [23] OrganeVorstand:
Aufsichtsrat:
Grenzach-Wyhlen, 28. März 2025 Roche Pharma Aktiengesellschaft Dr. Daniel Steiners, Vorstand Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241. Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Allgemeine Hinweise zum LageberichtBei der Erstellung des Lageberichts werden vom Management Einschätzungen und Annahmen getroffen. Diese beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden und deren Bewertung nicht direkt aufgrund anderer Quellen gegeben ist. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Einschätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen der Einschätzungen sind allenfalls notwendig, sofern sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen basieren, geändert haben oder neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche Änderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderungen erfolgt sind. 1.2 Gesellschaftliche RahmenbedingungenDie Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, (kurz "Roche Pharma AG") ist im Konzernverbund der Roche Holding AG, Basel / Schweiz, (kurz "Roche-Gruppe" bzw. "Roche") für das Inverkehrbringen der Roche Pharmazeutika in Deutschland zuständig. 1.3 Geschäfts- und RahmenbedingungenDas Geschäft der Roche Pharma AG ist vor allem durch den Erfolg ihrer innovativen Arzneimittel im Kontext der geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen geprägt. Der Pharmamarkt in Deutschland zeigt im Jahr 2024 ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Neben den weiterhin bestehenden Herausforderungen durch den Kostendruck, der durch die steigenden Ausgaben für die Gesundheit besteht, wurde die Pharmaindustrie als Schlüsselsektor und Leitindustrie anerkannt. Dadurch entstehen für die Pharmaindustrie ebenfalls Opportunitäten. Am 20. Oktober 2022 wurde das Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung ("GKV-Finanzstabilisierungsgesetz") durch den Bundestag verabschiedet. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz enthält Regelungen, die erheblichen Einfluss auf die forschenden pharmazeutischen Unternehmen haben und bei diesen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit größeren Risiken und Unsicherheiten in ihrem unternehmerischen Planungshorizont belasten. Trotz des Wegfalls des erhöhten Herstellerrabattes in 2024, belasten vor allem die Regelungen zur früheren rückwirkenden Gültigkeit des Erstattungsbetrages, sowie die Ausgestaltung der Preisverhandlungen (§130b Sozialgesetzbuch Fünftes Buch) die pharmazeutischen Unternehmen weiterhin. Am 4. Juli 2024 wurde das Medizinforschungsgesetz verabschiedet. Das Gesetz sieht unter anderem Vereinfachungen und Beschleunigungen bei Genehmigungs- und Zulassungsverfahren vor. Es müssen bestimmte klinische Studien nur noch bei einer einzelnen Stelle im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beantragt werden. Darüber hinaus wird der Studienstandort Deutschland gefördert, indem die Partizipation mit inländischen Patienten über mehr Flexibilität in der Preisgestaltung incentiviert wird. 1.4 PersonalberichterstattungIm Jahresdurchschnitt sank die Anzahl der Beschäftigten um drei Mitarbeiterinnen auf 1.186. Hiervon entfallen auf die Bereiche Marketing und Vertrieb 403 Mitarbeitende. 287 Personen waren in den Bereichen Business Services und Administration beschäftigt. 402 Personen betreffen die Bereiche Medical Affairs M8d (Medical Information) und Klinische Forschung und 94 Personen den Bereich Quality. Im Berichtsjahr 2024 wurden insgesamt 222 Stellen neu besetzt, Praktikantinnen und Leiharbeitnehmerinnen wurden nicht mitgezählt. Rund 70 % der neuen Stellenbesetzungen erfolgten durch interne Rotationen und 30 % durch Neueinstellungen. Rund 66 % der neu eingestellten Mitarbeitenden waren weiblich. 1.5 Erklärung der UnternehmensführungAm 24. April 2015 ist das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in Kraft getreten. Bei der Roche Pharma AG wird das Gesetz wie folgt umgesetzt: Für den Vorstand wird eine Quote von 0 % festgelegt, da es nur einen männlichen Vorstand gibt, der bis zum 31. Mai 2027 bestellt ist. Der Frauenanteil beim Aufsichtsrat ist auf 30 % festgesetzt worden. In der Aufsichtsratssitzung vom 11. Mai 2022 wurde beschlossen, den Status quo bis zum 30. Juni 2027 beizubehalten. Die Roche Pharma AG erfüllt diesen Frauenanteil beim Aufsichtsrat mit 67 %. Ferner hat der Vorstand die Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten und zweiten Managementebene für den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2027 auf 50 % festgesetzt. Im Geschäftsjahr 2024 betrug der Frauenanteil für die erste und zweite Managementebene 57 % beziehungsweise 37 %. Diese Angaben werden von KPMG nicht geprüft. 2. Wirtschaftsbericht2.1 GeschäftsentwicklungDie Roche Pharma AG erzielte 2024 einen Gesamtumsatz von 2.232,5 Mio. Euro, was eine Umsatzsteigerung von 1,0 % bzw. 22,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die unter der Erwartung liegende Umsatzsteigerung ist unter anderem durch den Markteintritt von Biosimilars für RoActemra® und Rückstellungen für Nutzenwertungsrabatte aus dem AMNOG-Verfahren für Preisabschläge für laufende sowie abgeschlossene Preisverhandlungen begründet, welcher nicht vollständig durch das Umsatzwachstum anderer Produkte kompensiert werden konnte. Die Entwicklung des Gesamtumsatzes ist hauptsächlich auf folgende Produktentwicklungen zurückzuführen: Ocrevus® (Ocrelizumab) wurde im Januar 2018 zur Behandlung von Patientinnen mit aktiver schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) sowie Patientinnen mit früher primär progredienter Multipler Sklerose (PPMS) zugelassen und in den deutschen Markt eingeführt. Im Jahr 2024 zeichnete sich der deutsche MS Gesamtmarkt durch eine hohe Komplexität und intensive Wettbewerbsdynamik aufgrund der Vielzahl an Therapiealternativen (neue Wirkstoffe und generische Alternativen) aus. In 2024 konnte Ocrevus® aufgrund seiner hohen Wirksamkeit, dem langfristig positiven Sicherheitsprofil und den umfangreichen praktischen Erfahrungen stärker wachsen als der Markt. Dieses Wachstum gründet auch auf der Einführung der subkutanen Darreichungsform im Juni 2024, da durch diese Alternative mehr Menschen mit Multipler Sklerose den Zugang zu einer Ocrevus®-Behandlung erhalten können. Vabysmo® wurde im September 2022 zur Behandlung von Patientinnen mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) sowie Patientinnen mit Diabetischem Makulaödem (DMÖ) zugelassen und in den deutschen Markt eingeführt. Im Juni 2024 erfolgte eine Indikationserweiterung für Vabysmo® zur Behandlung einer Visusbeeinträchtigung aufgrund eines Makulaödems infolge eines retinalen Venenverschlusses (RW). Vabysmo® entwickelte sich im Geschäftsjahr 2024 durch ein signifikantes Umsatzwachstum zu einem wichtigen Umsatztreiber für die Roche Pharma AG. Die Europäische Kommission hat im Juli 2023 Columvi® (Glofitamab) als Monotherapie für die Behandlung von rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (r/r DLBCL) für erwachsene Patientinnen, die mindestens zwei vorherige systemische Behandlungen erhalten haben, zugelassen. Durch die positive Praxiserfahrung im ersten vollen Jahr nach Markteinführung und die gute Wirksamkeit bei stark vorbehandelten Patientinnen mit r/r DLBCL, konnte Columvi® sein Wachstum im Jahr 2024 weiter signifikant ausbauen. Verglichen mit 2023 nahm der Umsatz von Pertuzumab (Perjeta® & PHESGO®), zugelassen für die Behandlung des frühen und metastasierten HER2-positiven Mammakarzinoms, im Jahr 2024 im einstelligen Prozentbereich zu. Für die subkutane Fixdosiskombination PHESGO®, die seit 2021 auf dem Markt verfügbar ist, wird weiterhin eine steigende Anwendung beobachtet. Tecentriq® (Atezolizumab) wurde im September 2017 zur Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) sowie für Patientinnen mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom (mUC) auf dem deutschen Markt eingeführt. Indikationserweiterungen folgten in den Bereichen des kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC), des triple-negativen Mammakarzinoms (TNBC), des hepatozellulären Karzinoms (HCC) sowie in diversen Segmenten des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC, mNSCLC, eNSCLC). Im Geschäftsjahr 2024 hat Tecentriq® die EMA-Zulassung als Monotherapie für Platin-ungeeignete Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC erhalten, was unter anderem zum weiteren Umsatzwachstum beitrug. Die Verkaufszahlen von RoActemra® setzen den rückläufigen Trend auch im Jahr 2024 fort. Diese Entwicklung ist auf den Markteintritt mehrerer Biosimilars seit Ende 2023 zurückzuführen. 2.2 ErtragslageFinanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die interne Steuerung verwendet werden, sind die Umsatzerlöse. Das Ergebnis vor Steuern ist von 100,3 Mio. Euro auf 117,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen und steht im Zusammenhang mit der Erhöhung der Umsatzerlösen. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) erhöhte sich von 4,5 % auf 5,3 % und die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital zum Stichtag) erhöhte sich von 134,1 % auf 157,6 %. Den um 22,1 Mio. Euro bzw. 1,0 % gestiegenen Umsatzerlösen stehen um 1,3 Mio. Euro bzw. 0,1 % gestiegene Materialaufwendungen gegenüber. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) von 82,0 % im Vorjahr und 81,3 % im abgelaufenen Jahr ist nahezu unverändert. Der Personalaufwand ist in 2024 um 7,5 Mio. Euro bzw. um 4,4 % gesunken, im Wesentlichen aufgrund geringeren Restrukturierungsaufwendungen im Berichtsjahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 16,2 Mio. Euro gestiegen. Der Haupttreiber für diesen Anstieg waren gruppeninterne Verrechnungen aufgrund des bestehenden Transferpreis-Vertrages. Des Weiteren beinhalten die betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Werbekosten, Aufwendungen für klinische Forschung, Reisekosten, Personalbeschaffungskosten, Versicherungsbeiträge, Beratungs- und Prüfungskosten sowie Personalnebenkosten. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Versorgungsverordnung 2007 in Höhe von 8,4 Mio. EUR, sowie eine Erhöhung der Zinserträge um 3,2 Mio. Euro aus der Cash-Management-Vereinbarung mit der Roche Deutschland Holding GmbH, auf Grund der Erhöhung der Cash-Pool-Forderung in 2024. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Mio. Euro angestiegen, begründet hauptsächlich durch Zinsaufwendungen für Pensionspläne. Unter Berücksichtigung der vorstehend genannten Einflüsse auf das Ergebnis ergibt sich im Jahr 2024 ein Gewinn vor Steuern in Höhe von 117,9 Mio. Euro (im Vorjahr 100,3 Mio. Euro). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Roche Deutschland Holding GmbH, Grenzach-Wyhlen, wird dieser Gewinn nach Abzug der sonstigen Steuern an die Organmutter abgeführt. 2.3 InvestitionenIm Geschäftsjahr 2024 betrug das Investitionsvolumen der Roche Pharma AG bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen insgesamt rund 3,3 Mio. Euro. Hiervon entfallen 2,7 Mio. Euro auf die Modernisierung im Rahmen des New Work Konzept des Standortes und 0,3 Mio. Euro auf die Umsetzung des Sicherheitskonzepts aufgrund der Campusöffnung. 2.4 Finanz- und VermögenslageDer Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit weist in 2024 einen Zufluss in Höhe von 204,7 Mio. Euro (im Vorjahr Zufluss in Höhe von 121,6 Mio. Euro) aus. Die hauptsächlichen Gründe hierfür sind:
Dem gegenüber stehen die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen in Höhe von 3,3 Mio. Euro, der Gewinnübernahme des Geschäftsjahres 2023 durch die Roche Deutschland Holding GmbH in Höhe von 100,1 Mio. Euro, sowie der Zunahme der Forderungen gegen die Roche Deutschland Holding GmbH aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung in Höhe von 101.4 Mio. Euro. Die Finanz- und Währungsrisiken werden durch die Treasury-Aktivitäten der Roche Deutschland Holding GmbH in der deutschen Cashpool-Gruppe abgedeckt. Die Bilanzsumme 2024 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 46,7 Mio. Euro auf 922,5 Mio. Euro. Auf der Aktivseite war dies hauptsächlich bedingt durch die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um insgesamt 112,4 Mio. Euro, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Cash-Management-Vereinbarung gegen die Roche Deutschland Holding GmbH. Teilweise kompensiert wurde diese Erhöhung durch die Reduzierung der Vorräte um 62,4 Mio. Euro aufgrund weiterer Optimierungen in der Vorratsplanung. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme in 2024 im Wesentlichen aus der Erhöhung der sonstigen Rückstellungen um 55,7 Mio. Euro. Diese Erhöhung wird hauptsächlich begründet durch Zuführungen zu den Rückstellungen für laufende Preisverhandlungen. Teilweise kompensiert wurde diese Erhöhung durch die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 20,5 Mio. Euro. Dies ist teilweise auf den Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber der F. Hoffmann-La Roche AG, Basel / Schweiz, zurückzuführen. Das Anlagevermögen in Höhe von 93,0 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres ist zu 80 % durch das Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten und die sonstigen Rückstellungen von zusammen 499,9 Mio. Euro sind durch das Umlaufvermögen in Höhe von 828,2 Mio. Euro vollständig gedeckt. Das Finanzmanagement der Roche Pharma AG ist entsprechend darauf ausgerichtet, dass die finanzielle Stabilität auch zukünftig gewährleistet wird. 2.5 Zusammenfassende BeurteilungDie Geschäftsleitung beurteilt das erzielte Ergebnis vor Steuern in Höhe von 117,9 Mio. Euro sowie die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage als stabil. 3. Chancen und Risiken der GeschäftstätigkeitZur sorgfältigen Prüfung des Geschäftsumfeldes hinsichtlich möglicher Risikoszenarien, die die Erreichung der gesteckten Unternehmensziele gefährden, hält Roche konzernweit ein Risikomanagement-System vor. Damit werden Verantwortlichkeiten, prozessuale Abläufe sowie eine Dokumentationsplattform für das Risikomanagement der Roche-Gruppe bestimmt. Die Divisionen Pharma und Diagnostics und die globalen Funktionen nehmen mindestens einmal im Jahr eine formale Risikobewertung vor und erarbeiten geeignete Risikomanagement-Pläne für die schwerwiegenden Risiken. Diese Risikomanagement-Pläne werden kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit überprüft und Abweichungen werden in regelmäßigen Diskussionsrunden bearbeitet. Ein jährlich erstellter konsolidierter Risikobericht der Roche-Gruppe wird von der Konzernleitung zusammen mit dem Geschäftsplan verabschiedet, welcher dem Prüfungsausschuss des Verwaltungsrates präsentiert wird. Die Roche Pharma AG nutzt die vom Konzern herausgearbeiteten Prozesse und Hilfsmittel, um die lokale Geschäftslandschaft kontinuierlich auf mögliche Risikoszenarien zu durchleuchten. Nach der Risikoidentifikation werden von den betroffenen Abteilungen die einzelnen Risiken zunächst analysiert und mit Hilfe einer Risikomatrix hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf das Geschäft brutto bewertet. Für die wesentlichen Risiken werden daraufhin von den einzelnen Abteilungen risikominimierende Maßnahmen definiert und implementiert. Die Risiken werden in einem regelmäßigen Prozess überprüft und bei Bedarf adaptiert. Die Dokumentation des Risikomanagements befindet sich auf einer globalen Plattform. Roche erwartet von allen Mitarbeiterinnen verantwortungsvolles Handeln in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Verhaltenskodizes der forschenden pharmazeutischen Industrie sowie mit den Vorgaben des Verhaltenskodex der Roche Gruppe. Das Compliance-Management-System der Roche Pharma AG unterstützt die einzelnen Mitarbeitenden, sich rechtskonform zu verhalten und bewirkt so eine Risikominimierung für das Unternehmen im Geschäftsverkehr. Während des gesamten Geschäftsjahres ist das Compliance-Management-System, wo erforderlich, ergänzt und überarbeitet worden. So wurden Prozesse angepasst und Vertragsklauseln ergänzt, um aktuellen Gesetzgebungen (beispielsweise Lieferkettensorgfaltspflichten- oder Hinweisgeberschutzgesetz) gerecht zu werden. Weiterhin wurden Hürden in der Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern abgebaut, Standard Operating Procedures (SOPs) entsprechend angepasst und die Mitarbeiterinnen hierzu trainiert. Abgeleitet aus dem Risikomanagementsystem wird die Sicherstellung der Lieferbereitschaft als höchstes Risiko gesehen. Der Anspruch der Roche Pharma AG ist es, Produkte pünktlich, mengengerecht und in der erforderlichen Qualität an ihre Kundinnen auszuliefern und somit die Patientenversorgung sicherzustellen. Um die Lieferkette optimal zu gestalten, die Lieferfähigkeit sicherzustellen und die Kapitalbindungskosten auf einem niedrigen Niveau zu halten, arbeitet Roche konzernweit mit einem SAP integrierten Supply Chain Management System. Ausgehend vom Bedarf der Patientinnen in den Märkten wird die Produktions- und Verpackungsplanung, die Anlieferung in den Lagern der Länderfilialen und die Belieferung der Kunden bedarfsgerecht und lageroptimiert gestaltet. Das ermöglicht, die Lieferzuverlässigkeit (On Time in Full) auf einem sehr hohen Niveau zu halten und die Leistungen für die Kundinnen kontinuierlich zu überwachen und zu optimieren. Eine enge Kommunikation zwischen den Produktions- und Länderorganisationen sowie das proaktive Monitoring der Supply Chain über definierte Key Performance Indicators unterstützen darin, im Falle von Lieferengpässen richtige Entscheidungen zu treffen und Lieferunterbrechungen zu vermeiden. Um das konsequente Einhalten von Gesetzen und internen sowie externen Richtlinien zu gewährleisten, hat die Roche Pharma AG ein Qualitätsmanagement-System sowie definierte Prozesse, klare Rollen und Verantwortlichkeiten etabliert. Nach unserer Überzeugung weist das vorstehend beschriebene Risiko in Anbetracht der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkung keinen bestandsgefährdenden Charakter auf. 4. PrognoseberichtDie im Rahmen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes eingeführten Maßnahmen stellen für den Prognosezeitraum fortbestehende Herausforderungen für die Roche Pharma AG dar. Vor allem durch den Fortbestand der früher rückwirkenden Gültigkeit des Erstattungsbetrages sowie durch die Ausgestaltung des Kombinationsrabattes. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Krankenkassen sowie der anstehenden Wahlperiode können weitere Einschnitte im Gesundheitssystem nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2025 ein mittleres, einstelliges Umsatzwachstum getrieben durch das Wachstum im strategischen Produktportfolio vor allem in den Therapiefeldern Augenheilkunde (Vabysmo®) und Multiple Sklerose (Ocrevus®). Im Dezember 2024 erhielt Vabysmo® ein positives CHMP Votum von der EMA (Zulassungsempfehlung durch die Europäische Arzneimittelagentur) für die neue Darreichungsform als Fertigspritze. Diese wird Anfang 2025 im deutschen Markt verfügbar sein. Des Weiteren strebt die Roche Pharma AG in der Ophthalmologie die Zulassung für das Port-Delivery-System mit Ranibizumab in der Indikation altersbedingte Makuladegeneration (nAMD) sowie in der Indikation Diabetisches Makulaödem (DMÖ) an. Das nachfüllbare Augenimplantat ermöglicht eine kontinuierliche Wirkstoffabgabe einer speziellen Formulierung von Ranibizumab. Es könnte bei der Behandlung der oben genannten Indikationen eine Alternative zu häufigen Injektionen ins Auge sein. Aufgrund der überzeugenden Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten und der zwischenzeitlich generierten großen Erfahrungswerte wird Ocrevus® in 2025 seine führende Position im Segment der hochwirksamen MS-Präparate festigen. Es wird erwartet, dass Ocrevus® in 2025 seine Marktpositionierung in frühen Linien halten und weiter ausbauen kann. Basis dafür werden Anpassungen in der Zulassung sein, die zum zweiten Halbjahr 2025 erwartet werden. Zusätzlich eröffnet die in 2024 eingeführte subkutane Formulierung von Ocrevus® Wachstumsfelder in Zentren mit bisher limitierten Infusionskapazitäten. Mittelfristig kann sich die Roche Pharma AG neben dem breit aufgestellten Medikamenten-Portfolio im Bereich der Onkologie auch auf ein breites Portfolio innovativer Medikamente in den Therapiegebieten der Ophthalmologie und Neurologie stützen.
Grenzach-Wyhlen, 28. März 2025 Roche Pharma AG Dr. Daniel Steiners, Vorstand 2 Wiedergabe des BestätigungsvermerksAls Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Roche Pharma Aktiengesellschaft, Grenzach-Wyhlen, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roche Pharma Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 1.5 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 1.5 des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 4. April 2025 KPMG AG gez. Beyer, Wirtschaftsprüfer gez. Zelt, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2024der Roche Pharma AGDer Aufsichtsrat wurde während des Geschäftsjahres regelmäßig durch Berichte des Vorstands über die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft und deren Geschäftsbetrieb informiert. Er stimmt mit dem Vorstand über die im Lagebericht gegebene Beurteilung überein. Der vom Vorstand der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 aufgestellte Jahresabschluss ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss der Gesellschaft, der Lagebericht und der Bericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Nach Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigt damit den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht.
Grenzach-Wyhlen, den 13. Mai 2025 Dr. Thomas Schinecker, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Jahresabschluss der Roche Pharma AG zum 31. Dezember 2024 wurde am 13. Mai 2025 festgestellt. |
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