SHL Automatisierungstechnik AG

Böttingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht zum Jahresabschluss für das WJ 2010 im Mai 2011

Zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Das Jahr 2010 war in den ersten 8 Monaten gekennzeichnet von der weltweit größten Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg, ausgelöst von der Finanzkrise im Jahre 2008. Auch die Automatisierungsbranche und der gesamte Maschinenbau konnten sich dem nicht entziehen. Ab Sommer 2010 kam dann die Erholung und Belebung des Marktes. Somit war das 4. Quartal 2010 positiv, konnte jedoch von der Leistung, Umsatz und dem Ergebnis her die „schlechteren“ 8 Monate nicht mehr aufholen. Die Gesamtleistung der Firma SHL AG erholte sich entsprechend um knapp 28 % auf knapp über 9 Mio. €. Der Umsatz stieg um 12 % auf 7,9 Mio. €. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 67,6 %. Aufgrund der soliden Eigenkapital- und Finanzdecke und des guten 4. Quartals konnte somit noch ein relativ zufriedenstellendes Ergebnis für 2010 erzielt werden. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 3,43 % (VJ: 1,96 %). Die Bilanzsumme verlängerte sich um 36 % auf 11,5 Mio. €. In der Bilanzstruktur zeigen sich auch die Stärke und die richtige Politik bei SHL der vergangenen Jahre. Die Wirtschaftskrise ist beendet.

Die Marktpreise sind weiterhin sehr stark umkämpft, da die zu vergebenden Projekte am Markt geringer werden und dadurch ein noch härterer Kampf um die einzelnen Projekte herrscht. Preiserhöhungen konnten in keinem Geschäftsfeld durchgesetzt werden. Es mussten sogar teilweise enorme Preisnachlässe auf dem weltweiten Markt gegeben werden, die durch die immer größer werdende Konkurrenz, vor allem von den ausländischen Wettbewerbern (Spanien, Italien, Asien), notwendig wurden. Als größter „Wettbewerber“ ist auch die Auslagerungsphilosophie gen Osten oder Asien vieler Unternehmer anzusehen, da hier teilweise günstiger per Hand als mit Automatisierung produziert werden soll. Jedoch zeigt sich auch dort ein Trend – auch in Asien muss automatisiert (gleichbleibende, reproduzierbare Qualität, Schmutz und steigende Lohnkosten) werden. Daher ist auch der Markt Asien als Absatzmarkt für SHL nicht zu vernachlässigen und muss in Zukunft sehr stark beobachtet werden.

Die Kundenstruktur der Fa. SHL zählt sehr viele Altkunden, wichtig war 2010 auch, dass überdurchschnittlich viele Neukunden akquiriert werden konnten. Dadurch wurden neue Bereiche und Absatzmärkte erfolgreich geworben und erschlossen. Für die Absatzmärkte in Amerika sind der in 2010 immer noch sehr starke EURO, sowie die dort ebenfalls tief greifende Wirtschaftskrise nicht förderlich. Die BRIC-Staaten sind im Vormarsch. Hier konnten teilweise gute bis sehr gute Markterfolge erzielt werden. Im Jahre 2010 wurde auf den Messen OMTEC und auf der IMTS (jeweils Chicago) positiv ausgestellt.

Dem Kunden- und Interessentenkreis können durch den guten, modernen und soliden Unternehmensaufbau -mit Familienstruktur- am Standort Böttingen immer die neuesten Erkenntnisse übermittelt werden und so die Basis für zukünftige Aufträge schaffen. Für das Vertriebspersonal (Vertrieb, Marketing, technische Projektleiter, technischer Support) ist der ständige direkte Kundenkontakt und die Marktentwicklung + -beobachtung enorm wichtig und wird von der SHL Geschäftsleitung auch entsprechend gefordert. Dem Kunden- und Interessentenkreis können so die neuesten Erfahrungen übermittelt werden und in die SHL-Anlagen einfließen. Zugleich dient dies der Kunden- und Interessentenpflege, um so die Basis für zukünftige Aufträge zu schaffen.

Die Materialquote erhöhte sich stark. Der Grund hierfür ist der relativ hohe HE-Bestand zum Jahresende sowie die Verrechnungspreisthematik. Die Einkaufspreise stiegen im Jahre 2010, bis auf einige Ausnahmen, an. Es wird jedoch von der Geschäftsleitung auch weiterhin ein starkes Augenmerk auf den Materialeinsatz gesetzt, da hier durch weiteres Optimieren und Straffen der Logistikkette langfristig Erfolg steckt. Eine Wertanalyse wird ständig über alle Produkte und Lieferanten gefahren und bearbeitet. Das Jahr 2010 war auch bei den Zulieferanten durch Engpässe in der Logistikkette aufgrund der wieder steigenden Nachfrage geprägt. Die Beschaffungszeiten waren stellenweise enorm lange! Für die Zukunft ist mit erhöhten Preisen zu rechnen.

Mitarbeiterstruktur:

Die Personalquote (ca. 41%) sank aufgrund der höheren Leistung zum Vorjahr. Die Personalstärke blieb auch 2010 relativ konstant. Die Fa. SHL beschäftigt derzeit 7 Auszubildende (2* Mechatroniker, 2* Industriemechaniker, 1*BA kaufmännisch + 2* kaufmännisch). Dies bedeutet eine Ausbildungsquote von über 10%. Eine hohe technische Qualifikation der Belegschaft ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft. Daher ist diese Ausbildungsoffensive der SHL die richtige Entscheidung für die Zukunft und wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Kompetente und leistungsbereite Mitarbeiter sind einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren von SHL. Deshalb ist es von großer Bedeutung, unsere hoch motivierten und gut ausgebildeten Kräfte langfristig im Unternehmen zu halten. 2010 war es unser erklärtes Ziel, die Belegschaft trotz schwieriger Rahmenbedingungen stabil zu halten. Dieses Ziel haben wir mehr als erreicht. Durch Neueinstellungen in 2011 wird sich die MA-Zahl erhöhen. Der kräftige Anstieg der Auftragseingänge stellte im zweiten Halbjahr erhebliche Anforderungen an unsere Beschäftigten. Durch ihre hohe Kompetenz und Motivation meisterten sie die veränderte Situation erfolgreich. Die für April 2011 anstehende Tariflohnerhöhung wurde auf Februar 2011 vorgezogen. Die Mitarbeiter werden aufgrund von variablen und zeitnahen Sonderzahlung am Unternehmenserfolg beteiligt. Damit honorieren wir die überdurchschnittlich guten Leistungen unserer Belegschaft, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich die Fa. SHL den Nachfrageschwankungen so schnell und effizient anpassen konnte.

Vermögens- und Kapitalstruktur:

Das Jahr 2010 war von der Wirtschaftskrise geprägt. Die Investitionsquote wurde aufgrund des zurückgegangen Umsatzes gestrafft und angepasst. Der Fuhrpark wurde erneuert und zum Jahresende hin ist in ein neues Fräszentrum investiert worden. Aber auch hier zeigt sich, dass in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet wurde, da der Maschinenpark und die Gebäude gut, neu und Up-to-Date sind. Für das Jahr 2011 sind wieder größere Investitionen zu tätigen, um in allen Bereichen auf dem Stand der Technik zu sein, zu bleiben und dadurch einen wesentlichen Marktvorteil zu erreichen. Damit auch zukünftig bei SHL mit modernsten Maschinen gefertigt werden kann und sich somit relativ gut auf dem Weltmarkt behaupten kann. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich von 2,9 Mio. € auf 3,6 Mio. €, was einer leicht rückläufigen Anlagenintensität gegenüber dem Vorjahr (35 %) von jetzt knapp 32 % entspricht.

Das gezeichnete Kapital blieb mit 1.200.000 € konstant, was zur zukünftigen Stärkung der Firma dienen soll. Auch für die weitere Globalisierung und dem geplanten Investitionsprogramm, war die Erhöhung des gezeichneten Kapitals 2007 sinnvoll. Gerade in Zeiten wie dieser ist eine solide EK-Basis enorm wichtig. Unter Einbezug von Rücklagen, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 54 % (Vj. 77 %).

Finanzlage:

Durch einen guten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war es dem Unternehmen möglich, die Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ohne Aufnahme von Fremdkapital zu finanzieren. Aufgrund der hohen Liquidität - bereits die Liquidität ersten Grades weist einen Wert von über 100 % aus - und der guten Kapitalausstattung – auch hier weist die Anlagendeckung I einen Wert von über 100 % aus - sind mittelfristig keine Fremdmittel notwendig.

Forschung und Entwicklung:

Durch die hohe Anzahl an Versuchen ist das Technologiezentrum ständig sehr gut ausgelastet. Diese Versuche sollen langfristig auch den Umsatz erhalten und bilden damit im Unternehmen die wichtigste Grundlage für zukünftig erfolgreiche Geschäfte mit neuen Kunden und neuen Märkten. Die Versuche werden jedoch immer aufwendiger.

Die ständige Weiterentwicklung wurde weiter forciert. In die von SHL gefertigten Maschinen und Anlagen fließen immer die neuesten Erkenntnisse des Marktes ein.

Viel Entwicklungspotential steckt auch in den einzelnen Anlagen/Projekten, die technisch immer aufwendiger und ausgereizter sind. Durch das in der Firma befindliche Know-how der einzelnen Mitarbeiter sehen wir hier für die Zukunft keine Problematik. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dieses Know-how zu halten und ständig auszubauen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres und voraussichtliche Entwicklung:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über welche zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. Die Fortsetzung der guten konjunkturellen Bedingungen lässt unter Berücksichtigung der aktuellen Auftragslage ein ordentliches neues Geschäftsjahr erwarten. Und auch schon relativ positiv in 2012 blicken.

 

Böttingen, im Mai 2011

G.Lehr, Vorstand

W.Häring, Vorstand

Bilanz

Aktiva

  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Anlagevermögen 4.025.480,96 3.768.639,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 51.668,00 23.777,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 51.668,00 23.777,00
II. Sachanlagen 3.639.930,30 2.986.657,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.437.884,30 2.166.056,09
2. technische Anlagen und Maschinen 477.134,00 243.951,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 724.912,00 576.650,00
III. Finanzanlagen 333.882,66 758.205,49
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.747,00 24.747,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 59.790,73 55.532,00
3. sonstige Finanzanlagen 249.344,93 677.926,49
B. Umlaufvermögen 7.427.270,31 4.634.785,62
I. Vorräte 1.704.249,00 566.577,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.358.338,13 1.180.954,66
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 576.378,48 113.012,02
2. sonstige Vermögensgegenstände 781.959,65 1.067.942,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 148.766,04 170.907,20
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.364.683,18 2.887.253,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.996,85 27.665,43
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.475.748,12 8.431.090,63

Passiva

   
  31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. Eigenkapital 6.201.279,68 6.469.298,53
I. gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.200.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.306.981,00 1.296.346,00
III. Bilanzgewinn 3.694.298,68 3.972.952,53
davon Gewinnvortrag 3.492.227,62 3.852.365,43
B. Rückstellungen 1.031.725,76 861.353,44
C. Verbindlichkeiten 4.242.742,68 1.100.438,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.273,87 33.911,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.273,87 33.911,15
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.223.468,81 1.066.527,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.223.468,81 1.066.527,51
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.475.748,12 8.431.090,63

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
1. Rohergebnis 5.888.461,08 5.270.623,35
2. Personalaufwand 3.656.724,92 3.522.398,33
a) Löhne und Gehälter 3.050.518,14 2.947.197,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 606.206,78 575.201,03
davon für Altersversorgung 106.845,61 91.586,94
3. Abschreibungen 356.937,91 409.253,93
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 356.937,91 409.253,93
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.535.168,16 1.212.847,04
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 100.629,53 2.713,52
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.224,24 7.120,17
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42.287,80 65.226,03
davon aus verbundenen Unternehmen 7.456,23 4.220,23
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.184,49 7.816,39
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 374.957,64 190.653,86
9. außerordentliche Aufwendungen 37.733,32 0,00
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Übergangsvorschriften BILMOG 37.733,32 0,00
10. außerordentliches Ergebnis -37.733,32 0,00
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 116.431,80 56.618,02
12. sonstige Steuern 8.086,46 7.102,74
13. Jahresüberschuss 212.706,06 126.933,10

Ergebnisverwendung

  1.1.2010 - 31.12.2010
EUR
1.1.2009 - 31.12.2009
EUR
13. Jahresüberschuss 212.706,06 126.933,10
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.492.227,62 3.852.365,43
15. Einstellungen in Gewinnrücklagen 10.635,00 6.346,00
a) in die gesetzlichen Rücklage 10.635,00 6.346,00
16. Bilanzgewinn 3.694.298,68 3.972.952,53

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SHL Automatisierungstechnik AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen

Verpflichtungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Teilwertverfahren durchgeführt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

2.3 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

3.2 Pensionsrückstellungen

Aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergibt sich zum 01.01.2010 ein Zuführungsbetrag von 37.733,32 €, der gem. Art. 67 Abs. 1 S. a EGHGB bis spätestens 31.12.2024 zu mindestens einem Fünfzehntel je Geschäftsjahr der Pensionsrückstellung zuzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2010 wurde der volle Betrag in Höhe von 37.733,32 € zugeführt.

3.3 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit> 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 0,00.

Außerordentliches Ergebnis

Im außerordentlichen Ergebnis werden die Aufwendungen und Erträge aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG gem. Art. 67 Abs. 7 EGHGB ausgewiesen (hier: Zuführungsbetrag Pensionsrückstellungen).

3.4 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- u. Mietverträgen. Der Gesamtbetrag der zukünftigen Leasingraten beträgt 61 T€ (Kfz-Leasing), aus Mietverträgen (Kopierer, Lagergebäude) sind jährlich 24 T€ fällig.

3.5 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

3.6 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen den Hauptversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 212.706,06.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von Euro 3.704.933,68, der zu verwenden ist.

In die (gesetzlichen) Rücklagen werden Euro 10.635,00 eingestellt.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von Euro 300.000,00 vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden Euro 3.394.298,68 vorgetragen.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Winfried Häring ausgeübter Beruf: Vorstand
Gerd Lehr ausgeübter Beruf: Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Johannes Lehr Vorsitzender ausgeübter Beruf: Geschäftsführer / Vorstand i.R.
Ottmar Seelmann Stv. Vorsitzender ausgeübter Beruf: Geschäftsführer i.R.
Herbert Scheyhing   ausgeübter Beruf: Steuerberater

4.2 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe   Eigenkapital   Ergebnis 2010
SHL Automation Inc., Atlanta (USA) 100% 20.000,00 USD 581.810,27 USD

4.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 62,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 64,00

4.4 Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Böttingen, 25.05.2011

Gerd Lehr

Winfried Häring

Anlagespiegel

  Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2010
Euro
Zugänge
Euro
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.179,25 41.904,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 207.179,25 41.904,00
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.846.286,42 345.757,10
technische Anlagen und Maschinen 1.973.512,38 330.770,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.380.320,06 282.051,02
Summe Sachanlagen 7.200.118,86 958.578,12
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.747,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 65.077,69 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 716.757,70 79.999,99
Genossenschaftsanteile 4.950,00 0,00
Summe Finanzanlagen 811.532,39 79.999,99
Summe Anlagevermögen 8.218.830,50 1.080.482,11
  Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2010
Euro
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.500,60 152.914,65
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 44.500,60 152.914,65
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.754.159,22
technische Anlagen und Maschinen 64.719,70 1.762.428,68
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.339,69 820.119,39
Summe Sachanlagen 182.059,39 4.336.707,29
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 9.545,69
Wertpapiere des Anlagevermögens 552.362,76 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 552.362,76 9.545,69
Summe Anlagevermögen 778.922,75 4.499.167,63
  Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2010
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 51.668,00 14.013,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 51.668,00 14.013,00
Sachanlagen      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.437.884,30 113.037,89
technische Anlagen und Maschinen 0,00 477.134,00 97.587,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 724.912,00 132.037,02
Summe Sachanlagen 0,00 3.639.930,30 342.661,91
Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 24.747,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.258,73 59.790,73 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 244.394,93 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 4.950,00 0,00
Summe Finanzanlagen 4.258,73 333.882,66 0,00
Summe Anlagevermögen 4.258,73 4.025.480,96 356.674,91

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung der SHL Automatisierungstechnik AG, Böttingen am 25.05.2011

Der Aufsichtsrat der SHL Automatisierungstechnik AG hat am 25.05.2011 in den Räumen der Steuerkanzlei Scheyhing, Weber, Reuther & Partner GbR in Spaichingen getagt.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 den Vorstand durch stichprobenweise Überprüfung einzelner Geschäftsvorfälle überwacht. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluß 2010 und den Prüfungsbericht von Herrn Wirtschaftsprüfer Margolf zur Kenntnis genommen. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Nach abschließendem Ergebnis unserer Prüfung sind gegen den Jahresabschluß 2010 keine Einwendungen zu erheben.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluß 2010 wird damit vom Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt.

Der Aufsichtsrat stimmt der vom Vorstand vorgeschlagenen Verwendung des Bilanzgewinns 2010 zu.

 

Böttingen/ Spaichingen, den 25.05.2011

Johannes Lehr, Aufsichtsratsvorsitzender

Otmar Seelmann, stv.Aufsichtsratsvorsitzender

Herbert Scheyhing, Aufsichtsrat

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.05.2011 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SHL Automatisierungstechnik AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Prüfung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass die Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stein, 20. Mai 2011

Klaus Margolf, Wirtschaftsprüfer