SHL Holding AG (vormals: SHL Automatisierungstechnik AG)

Böttingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht zum Jahresabschluss für das WJ 2015

Konjunkturelle Lage 2015

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. War der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2014 noch von einem globalen Wachstum von preisbereinigt 3,8 Prozent ausgegangen, dürfte der tatsächliche Zuwachs nur 3,1 Prozent betragen haben. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum voraussichtlich auf 4,0 Prozent abgeschwächt. In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1,9 Prozent.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016

Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Dezember 2015

Wichtige Kundenmärkte

Im Euro-Raum hat sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2015 weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um real 1,5 Prozent. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiter schwach. Die Exportwirtschaft hatte leichten Rückenwind durch einen schwächeren Euro-Wechselkurs. Der gesamtwirtschaftliche Erholungsprozess machte in Irland, Portugal, Spanien und Italien weiter Fortschritte. Die abermalige Zuspitzung der Krise in Griechenland war 2015 ein dominantes Thema. Die griechische Wirtschaft rutschte abermals in die Rezession.

Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2015 weiter robust. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung um real 2,5 Prozent war wieder in starkem Maße konsumgetrieben. Die Arbeitslosenquote sank auf 5 Prozent. Zum Jahresende erhöhte die US-Notenbank erstmals nach sieben Jahren geringfügig den Leitzins.

Japans Wirtschaftsleistung konnte trotz expansiver Finanzpolitik nur um 0,6 Prozent erhöht werden. Der private Konsum war schwach und auch die Exporte belasteten das gesamtwirtschaftliche Ergebnis.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer lieferten 2015 ein sehr uneinheitliches Konjunkturbild. Viele von den Rohstoffexporten abhängige Länder mussten aufgrund verminderter Einnahmen ihre Ausgaben kürzen. Brasilien und Russland hat dies zusammen mit einem Mix weiterer Negativfaktoren sogar in die Rezession geführt. Sorgen bereitete 2015 immer wieder die schwächelnde Konjunktur in China. Der von der chinesischen Regierung betriebene Prozess des „new normal“, d.h. weniger export- und investitionsgetriebenes Wachstum, statt dessen mehr Wachstum durch Konsum und Dienstleistungen, wurde fortgesetzt und führte abermals zu einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Zuwachs. Nach offiziellen Angaben expandierte die chinesische Wirtschaft um 6,9 Prozent. Das ist immer noch klar über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten und geht mit einem deutlich verminderten Zuwachs bei der Industrieproduktion einher. Dynamischer entwickelte sich Indien (+7,3 Prozent), das unter dem neuen Regierungschef Modi einen Aufschwung erlebt.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016

Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, Dezember 2015

Deutsche Konjunktur

Mit einem stabilen Jahresauftakt startete die deutsche Konjunktur in das Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum verlief bis zum Ende des Jahres stetig, sodass das Bruttoinlands-produkt insgesamt im Jahresdurchschnitt real um 1,7 Prozent wuchs. Auch in 2015 kamen die stärksten Impulse vom Konsum. Die privaten Haushalte steigerten ihre Ausgaben um 1,9 Prozent, die staatlichen Konsumausgaben waren um 2,8 Prozent höher als im Vorjahr. Im historischen Vergleich spiegelten die Ausrüstungsinvestitionen mit plus 3,6 Prozent eine wenig dynamische Entwicklung in Anbetracht der guten Konjunktur und der niedrigen Zinsen wider. Die Zahl der Erwerbstätigen ist bedingt durch Zuwanderung und einem leichten Abbau der Arbeitslosigkeit gestiegen und erreichte im Jahresdurchschnitt mit rund 43 Millionen Personen (plus 0,8 Prozent) einen erneuten Höchststand.

Quelle: Sachverständigenrat Jahresgutachten 2015/2016, Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Das Jahr 2015 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2014 von den VDMA-Volkswirten prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von zwei Prozent konnte die Produktion lediglich ein Nullwachstum erreichen, was der im Sommer 2015 revidierten Prognose entspricht. Der nicht preisbereinigte Umsatz kommt auf 218 Mrd. Euro.

Die Exporte von Maschinen und Anlagen erreichten ein Volumen von 155 Mrd. Euro. Das entspricht einem nominalen, also nicht preisbereinigten Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen Zuwachs gab es für die Exporte in die EU-Partnerländer (+7 Prozent), in den Nahen- und Mittleren Osten (+1 Prozent), nach Zentral- und Südasien (+11 Prozent) nach Nordamerika (+11 Prozent) wie nach Lateinamerika (+9 Prozent). Die Maschinenausfuhren ins Sonstige Europa (-10 Prozent), nach Afrika (-4 Prozent), nach Ostasien (-3 Prozent), nach Südostasien (-8 Prozent) und nach Australien (-6 Prozent) waren dagegen rückläufig.

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Dezember rund 1 012 000 Personen. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent oder einem Zuwachs von rund 4 000 Beschäftigten im Vergleich zum Dezember 2014.

Der Auftragseingang übertraf 2015 sein Vorjahresniveau um real ein Prozent. Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Bei den Auslandsorders gab es eine starke Spreizung: Während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern ihr Vorjahresniveau um drei Prozent verfehlte, konnten die Aufträge aus den Euro-Partnerländern um 15 Prozent zulegen.

Quelle: VDMA Statistik, VDMA Konjunkturbulletin

Konjunkturelle Aussichten

Weltwirtschaft

Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum um real 3,4 Prozent. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz der weiteren Wachstumsverlangsamung in China – ein leicht beschleunigtes Wachstum vorhergesagt. Die Hoffnungen ruhen hier auf Indien, ASEAN und Afrika. Russland und Brasilien dürften auch 2016 nicht aus der Rezession herauskommen. Allerdings wird für Russland eine deutlich kleinere Minusrate als im Vorjahr prognostiziert. Für Brasiliens Wirtschaft wird nur eine minimale Besserung erwartet.

In den Industrieländern dürfte sich das moderate Wachstum leicht beschleunigt fortsetzten. Möglich werden soll dies durch eine leichte Belebung in Japan, der Eurozone und Kanada. Sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich sollen ihr solides Wachstumstempo von 2015 beibehalten können.

Quelle: BIP-Zahlen: IMF World Economic Outlook Update January 2016

Weitere, detailliertere Informationen: VDMA Konjunktur International, November 2015

Deutsche Konjunktur

Für 2016 rechnet der Sachverständigenrat für Deutschland mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,6 Prozent. Vom Außenbeitrag werden hierbei keine nennenswerten Impulse erwartet. Weiterhin wird mit einem starken privaten Konsum gerechnet, der zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts beiträgt. Die Beschäftigung dürfte in 2016 voraussichtlich um 300 000 Personen ansteigen. Die Erwartung an die Entwicklung der Bruttoanlageinvestitionen fällt mit 2,7 Prozent eher enttäuschend aus.

Quelle: Sachverständigenrat Jahresgutachten 2015/2016, Statistisches Bundesamt

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

Die VDMA-Volkswirte rechnen für 2016 damit, dass das Produktionsniveau des Vorjahres trotz vieler negativer Einflüsse seitens der weltweiten Nachfrage gehalten werden kann. Der Verfall vieler Rohstoffpreise kurbelt zwar die Konjunktur in den Verbraucherländern an. Doch die Preise sind inzwischen so stark gefallen, dass viele der Förderländer inzwischen mit massiven Problemen kämpfen und die Investitionsgüternachfrage aus diesen Ländern daher stark geschrumpft ist. Die starke Abwertung des Euro hat in der Eurozone zunächst zwar ebenfalls wie ein Konjunkturpaket gewirkt. Allmählich haben sich aber die Warenströme an die veränderten Wechselkursverhältnisse angepasst und eine der Kehrseiten der Medaille wird sichtbar: So ächzt das Verarbeitende Gewerbe in den USA unter dem hohen Dollarkurs. Das gilt nicht nur für deren Exporte sondern auch für den Absatz auf dem amerikanischen Markt. Das trübt die Investitionsfreude der US-amerikanischen Industrie. Von den weiterhin niedrigen Zinsen erhofft sich der VDMA keine expansiven Effekte für die Investitionen mehr. Viele geopolitischen Unruhen und Krisenherde sowie das Fehlen eines klaren Wachstumstrends sorgen für eine vorsichtige Haltung vieler potenzieller Investoren weltweit. Einer ganzen Reihe bedeutender Entwicklungs- und Schwellenländer, die in den vergangenen Jahren für ein hohes Exportwachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau gesorgt haben, ist die Puste ausgegangen. Hier ist sogar mit weiteren Minusraten zu rechnen. Von den BRIC-Staaten traut der VDMA beispielweise nur noch Indien zunehmende Maschinenimporte aus Deutschland zu.

Quelle: VDMA Maschinenbau Konjunktur aktuell

Zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft wird im Einzelnen ausgeführt:

Die SHL verfolgt eine auf profitables und gesundes Wachstum ausgerichtete Strategie. Es ist unser Ziel, auf Basis einer familiengeführten Struktur, einer starken Eigenkapitalbasis und einem hoch motivierten, langfristig im Unternehmen beschäftigten und kompetenten Mitarbeiterteam Automatisierungslösungen im Kernbereich Schleifen, Polieren und Entgraten zu produzieren und dabei wirtschaftlich erfolgreich sein. Wir wollen ein partnerschaftliches Verhältnis zu unseren Kunden, Lieferanten, Gesellschaftern sowie Mitarbeitern pflegen.

Im Jahre 2015 gab es eine wesentliche Änderung im Aufsichtsrat. Otmar Seelmann, einer der drei Gründer, gab seinen Sitz altersbedingt ab. Als sein kompetenter Nachfolger konnte Günter Kirn gewonnen werden. Die Arbeit zwischen Gesellschafter, Aufsichtsrat und Vorstand läuft reibungslos.

Die Gesamtleistung der Firma SHL AG lag um rund 16,6 % über dem Vorjahr und erreichte damit Rekordniveau. Der Umsatz lag bei 14,8 Mio. €, und damit 14,2 % über dem VJ. Es wurde ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Die Eigenkapitalrentabilität beträgt 9,6 % (VJ: 9,2 %). Die Bilanzsumme beläuft sich auf 15,6 Mio. € (VJ: 11,0 Mio. €). In der Bilanzstruktur zeigt sich auch weiterhin die absolute Stärke, die richtige Politik und Strategie bei SHL der vergangenen Jahre. Diese muss und wird auch in den kommenden Jahren gefestigt werden. Die Gesamtstruktur soll auch zukünftig auf einer soliden Ertrags, Finanz und Vermögenslage basieren.

Markt- und Kundenstruktur

Die Marktpreise sind weiterhin sehr stark umkämpft, da die zu vergebenden Projekte jeweils hart verhandelt werden. Preiserhöhungen konnten in kaum einem Geschäftsfeld durchgesetzt werden. Es mussten sogar teilweise enorme Preisnachlässe auf dem weltweiten Markt gegeben werden, die durch die immer ständig größer werdende Konkurrenz, vor allem von den ausländischen Wettbewerbern (Spanien, Italien, Asien), notwendig wurden. Die Auslagerungsstrategie unserer Kunden ins Ausland - aufgrund von Kostengründen - ist gestoppt. Vielmehr gilt für unsere Kunden: dort zu produzieren, wo der Markt ist. Daher bildet sich ein klarer Trend – auch in Asien & Osteuropa muss automatisiert (gleichbleibende, reproduzierbare Qualität, Schmutz, Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, Inflation, steigende Lohnkosten, etc.) werden. Daher sind diese Länder als Absatzmarkt für SHL nicht zu vernachlässigen und müssen in Zukunft sehr stark beobachtet und bearbeitet werden. Hier wurde einiges in die aktive Marktbearbeitung investiert. Erfolge aus den vergangenen Jahren haben sich auf dem Markt auch 2015 wieder bestätigt.

Dasselbe gilt für die USA. Viele Kunden „holen“ Ihre Fertigung wieder zurück. Dies beeinflusst den allgemeinen Trend der Automatisierung positiv. Für die Absatzmärkte in USA sind die aktuell immer noch niedrigen Ölpreise, der, für den Export, gute Dollar-/Eurokurs und die sehr gute Investitionsfreudigkeit positiv anzusehen.

Die Märkte Brasilien und Russland entwickeln sich, aufgrund der politischen Rahmenbedingungen, leider negativ. Dies hat auch direkte Auswirkungen auf SHL, da beide Märkte in den Vorjahren erfolgreich bearbeitet wurden. Diese Umsatzeinbußen gilt es in den kommenden Jahren aufzufangen. Die BRIC-Staaten schwächeln im Allgemeinen! Trotz allem konnten hier im Jahre 2015 noch gute Markterfolge erzielt werden.

Positiv ist der Trend in den Aluminium-Gießereien (Stichwort: Leichtbau) zu bewerten Hier sind sicherlich positive Effekte auch in der Zukunft zu erwarten. Die Kundenstruktur der Fa. SHL zählt zwar sehr viele Bestandskunden, wichtig war in aber 2015 erneut, dass wieder überdurchschnittlich viele Neukunden akquiriert werden konnten. Dadurch wurden neue Bereiche, Branchen und Absatzmärkte erfolgreich geworben und erschlossen. Nur mit diesen Marktentwicklungen und Anstrengungen kann auch zukünftig ein profitables Geschäft aufgebaut werden.

Durch die sehr guten Exporttätigkeiten kommen immer neue Anregungen von den jeweiligen Märkten zu SHL die wiederum in anderen Bereichen und Märkten genutzt werden können. Von jedem Projekt kehrt wieder ein positiver Erfahrungsschatz zurück, von dem alle Kunden, Geschäftspartner aber auch die Mitarbeiter positiv profitieren. Die Globalisierung ist auch bei SHL in vollem Gange – mit den ganzen Vor- und Nachteilen.

Dem Kunden- und Interessentenkreis können durch den guten, modernen und soliden Unternehmensaufbau -mit Familienstruktur- am Standort Böttingen immer die neuesten Erkenntnisse übermittelt werden und so die Basis für zukünftige Aufträge schaffen. Für das Vertriebspersonal (Vertrieb, Marketing, technische Projektleiter, technischer Support, Anwendungstechniker) ist der ständige direkte Kundenkontakt, die Marktentwicklung + -beobachtung sowie die Prozessweiterentwicklung enorm wichtig und wird von der SHL Geschäftsleitung auch entsprechend gefördert. Besuchern können so die neuesten Erfahrungen übermittelt werden und in die SHL-Anlagen einfließen. Zugleich dient dies der Kunden- und Interessentenpflege, um so die Basis für zukünftige Aufträge zu schaffen. Nachhaltige, positive Effekte, aus dem im Jubiläumsjahr durchgeführten Technologietagen sind ebenfalls spürbar.

Logistik/Beschaffung:

Die Materialquote erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 4,2 %. Getrieben durch das Wachstum werden mehr Produkte und Dienstleistungen von extern eingekauft, dies spiegelt sich in der Materialquote wieder. Die Einkaufspreise stiegen im Jahre 2015 erneut an. Es wird jedoch von der Geschäftsleitung auch weiterhin ein starkes Augenmerk auf den Materialeinsatz gesetzt, da hier durch weiteres Optimieren und Straffen der Logistikkette auch langfristig Erfolg steckt.. Eine Wertanalyse wird ständig über alle Produkte und Lieferanten gefahren und bearbeitet. Die Logistikkette hat sich verbessert. Die Lieferanten sind durchweg gut bis sehr gut lieferfähig. Für die Zukunft ist hier weiterhin mit leicht erhöhten Preisen zu rechnen.

Mitarbeiterstruktur:

Die Personalquote (ca. 34 %) konnte, aufgrund der höheren Leistung zum Vorjahr, reduziert werden. Im Jahre 2015 wurden insgesamt 5 neue Mitarbeiter eingestellt. Die Fa. SHL beschäftigt zum Stichtag 6 Auszubildende (4* Mechatroniker & 1*Industriekaufmann & 1 DH-Studentin). Dies bedeutet auch weiterhin eine sehr gute und überdurchschnittliche Ausbildungsquote. Eine hohe technische Qualifikation der Belegschaft ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft. Daher ist die Fortsetzung der Ausbildungsoffensive bei SHL die richtige Entscheidung für die Zukunft und wird auch in den kommenden Jahren beibehalten. Ziel ist es, alle Auszubildenden nach der Ausbildung im Betrieb zu halten und ihnen attraktive Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen. Durch die enge Kooperation mit der Hochschule Tuttlingen soll dies auch langfristig mit Hochschulabgängern ergänzt werden. Eine ebenfalls enge Zusammenarbeit in Form von Out-House-Kursen bei SHL wird mit der Berufsschule Spaichingen sowie der IHK und dem BBT erfolgreich praktiziert. Die Fluktuation bei SHL ist sehr gering.

Kompetente und leistungsbereite Mitarbeiter sind einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren von SHL. Deshalb ist es von großer Bedeutung, unsere hoch motivierten und gut ausgebildeten Kräfte langfristig im Unternehmen zu halten. 2015 war es unser erklärtes Ziel, die Arbeitsplätze zu halten und die Belegschaft aufgrund der guten Zukunftsaussichten zu stärken. Dieses Ziel haben wir mehr als erreicht. Die sehr schwankenden Auftragseingänge mit enormen Spitzen nach oben und unten, stellten in den vergangenen Jahren erhebliche Anforderungen an unsere Beschäftigten. Durch ihre hohe Kompetenz, Flexibilität und Motivation meisterten sie, die aufgrund des sehr volatilen Auftragsbestandes veränderte Situation, sehr erfolgreich und zielgerichtet. Um diese Schwankungen auszugleichen wird das vorhandene und flexible Flexzeitsystem stark genutzt. Somit können wir uns den Marktanforderungen jederzeit anpassen und mit den Anforderungen „atmen“. Bei der Krankheitsquote liegen wir weiterhin weit unter dem Durchschnitt. Auf den Mitarbeiterstamm kann SHL stolz sein. Die Mitarbeiter werden am Erfolg - anhand von transparenten Zielvorgaben - des Unternehmens direkt beteiligt. Im Jahre 2015 wurden langjährige und verdiente SHL-MA in den Ruhestand verabschiedet.

2015 wurde im organisatorischen Bereich, vor allem in der Fertigung, weiter stark optimiert, um somit für die anstehenden Aufgaben der Zukunft gerüstet zu sein. Ziel ist es über eine flache Hierarchie und vor allen Dingen mit einer internen Firmenpolitik der „offenen Türen“ die Firma gemeinsam & erfolgreich zu leiten und zu führen. Der Umsatz pro Mitarbeiter liegt bei knapp 210.000 € (2014: 188.000 € - 2013: 214.000 €)

Durch die attraktiven und modernen Arbeitsplätze sowie in der Regel langjährige Beschäftigungsverhältnisse, im Schnitt bei über 11 Jahren, und eigenverantwortliche Tätigkeiten fördern wir das Engagement der Beschäftigten. Die ständigen Investition in die Firma - z.B. in die neue, moderne und ansprechende SHL-Cafeteria, die neue SHL Applikationshalle und in jeden einzelnen Arbeitsplatz - wiederspiegelt dies und wird von der Belegschaft honoriert.

Vermögens- und Kapitalstruktur:

2015 wurde wieder stark und vor allem punktuell investiert. Durch die überproportionalen Investitionen der vergangenen Jahre steht die Firma mit Ihren Anlagegütern sehr gut da. Wichtig ist, dass die erwirtschafteten Gelder der SHL auch wieder in die Firma zurückinvestiert werden und somit die Firma SHL ein positiver, sicherer und vor allem zukunftsorientierter Partner für die Kunden, Lieferanten, Gesellschafter und Mitarbeiter ist und bleibt. Sobald dies ein Geschäftspartner erkannt hat, wird dies positiv gewertet.

Aber auch hier zeigt sich, dass in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet wurde, da der Maschinenpark, die Gebäude und die gesamte Infrastruktur modern, neu und Up-To-Date ist. In allen Bereichen wird versucht auf dem Stand der Technik zu sein und dadurch einen wesentlichen Marktvorteil zu erreichen. Im Herbst 2015 wurde die größte Einzelinvestition der Geschichte gestartet: den Bau der neuen Applikationshalle. In diesem Zuge werden auch der komplette Logistikfluss und die Abläufe durchleuchtet und optimiert. Diese Maßnahme wird das ganze Jahr 2016 in Anspruch nehmen und zum Jahresende 2016 abgeschlossen sein. Positive Effekte in Richtung marktgerechte Lieferzeiten, Durchlaufzeiten und Kosten sind hierbei die Ziele. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich in 2015 auf 3,9 Mio. €.

Das gezeichnetene Kapital blieb im Geschäftsjahr unverändert und stabil bei sehr hohen 3 Mio. €, was zur weiteren zukünftigen Stärkung und Stabilität der Firma dienen wird. Auch für die weitere Globalisierung, den unruhigen und unsicheren Zeiten und dem geplanten Investitionsprogramm in 2015 & 2016, ist dieser Weg wichtig und richtig. Gerade in Zeiten wie dieser ist eine solide EK-Basis enorm wegweisend. Unter Einbezug von Rücklagen, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss konnte die Eigenkapitalquote auf sehr guten 51,4 % - trotz der Erhöhung der Bilanzsumme - gehalten werden (Vj. 69 %). Diese soll in Zukunft ebenfalls stabil bzw. erhöht werden. Klares strategisches Ziel der SHL ist es auch weiterhin, finanziell unabhängig von Dritten zu sein.

Finanzlage:

Durch einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 1,7 Mio. € war es dem Unternehmen möglich, die Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit weitestgehend zu decken. Zur Finanzierung der neuen Applikationshalle wurde ein Darlehen aufgenommen, welches am Bilanzstichtag mit 0,6 Mio. € valutiert. Aufgrund der hohen Liquidität - bereits die Liquidität zweiten Grades weist einen Wert von weit über 100 % aus - und der guten Kapitalausstattung – auch hier weist die Anlagendeckung I einen Wert von weit über 100 % aus - sind mittelfristig keine Fremdmittel -für das Tagesgeschäft- notwendig.

Forschung und Entwicklung:

Durch die hohe Anzahl an Versuchen ist das Technologiezentrum ständig sehr gut ausgelastet. Diese Versuche sollen langfristig auch den Umsatz erhalten und bilden damit im Unternehmen die wichtigste Grundlage für zukünftig erfolgreiche Geschäfte mit neuen Kunden und neuen Märkten. Die Versuche werden jedoch immer aufwendiger, aber genau dies ist auch der Anreiz für die Zukunft. Um in Deutschland weiterhin Bestand haben zu wollen, müssen wir technologisch immer einen Schritt voraus sein.

Die ständige Weiterentwicklung wurde weiter forciert. In die von SHL gefertigten Maschinen und Anlagen fließen immer die neuesten Erkenntnisse des Marktes ein.

Viel Entwicklungspotential steckt auch in den einzelnen Anlagen/Projekten, die technisch immer aufwendiger und ausgereizter sind. Durch das in der Firma befindliche Know-how der einzelnen Mitarbeiter sehen wir hier für die Zukunft keine Problematik. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dieses Know-how zu halten und ständig auszubauen. Teilweise wünscht der Kunde jedoch, aufgrund der Preisthematik, auch bei hochmodernen Anlagen den Trend des „Downsizing“, hier gilt es einen gesunden Mittelweg zu bekommen. Der Bereich Prozessentwicklung im Kernbereich Schleifen, Polieren und Entgraten wird weiterhin im Mittelpunkt stehen, damit hier der notwendige Vorsprung gehalten werden kann.

Die Automatisierung, im Besonderen die Robotertechnik, steht klar im Focus der nächsten Industrierevolution – Industrie 4.0. Hier befinden wir uns, als SHL, mitten drin und stellen uns den Anforderungen der Kunden und der Märkte. Wir als SHL-Team sind in Richtung Industrie 4.0 gerüstet und freuen uns auf diese kommenden Herausforderungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres und voraussichtliche Entwicklung:

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, über welche zu berichten wären:

Im Frühjahr 2016 wurde die 100% Tochter SHL Automation (Shanghai) Co., Ltd gegründet.

Zum 01.01.2016 gab wurde eine Betriebsaufspaltung vorgenommen: In die SHL Holding AG (ehemals SHL Automatisierungstechnik AG), die das Vermögen führt und in die 100% Tochter SHL AG (Neugründung) die das Tagesgeschäft leitet.

Die Auftragseingänge haben sich in 2016 auf sehr hohem Bestand gehalten. Die Finanz-, EURO-Krise, der BREXIT und die Russland/Ukraine-Krise sowie das allgemeine Schwächeln der BRIC-Staaten und die damit verbunden Vertrauenskrise belasten den Markt immer noch. Somit muss auch in 2016 wieder von allen Seiten sehr hart und diszipliniert gearbeitet werden, um ein positives Ergebnis zu erreichen.

 

Böttingen, im Juni 2016

gez.

G.Lehr, Vorstand

W.Häring, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 5.028.457,27 3.620.575,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 38.972,00 15.957,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 38.972,00 15.957,00
II. Sachanlagen 3.891.110,58 3.506.243,32
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.479.223,99 2.535.409,42
2. technische Anlagen und Maschinen 69.107,00 116.163,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 832.835,00 829.073,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 509.944,59 25.597,90
III. Finanzanlagen 1.098.374,69 98.374,69
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.024.747,00 24.747,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 65.077,69 65.077,69
3. Beteiligungen 3.600,00 3.600,00
4. sonstige Finanzanlagen 4.950,00 4.950,00
B. Umlaufvermögen 10.549.188,08 7.383.678,56
I. Vorräte 2.874.801,11 2.090.112,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.746.507,81 1.458.048,78
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.451.478,78 93.956,96
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.295.029,03 1.364.091,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 26.544,66 52.842,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.927.879,16 3.835.517,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.188,20 36.076,37
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.614.833,55 11.040.329,94

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 8.033.281,09 7.662.968,70
I. gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.497.486,44 1.458.803,22
III. Gewinnvortrag 46.647,98 0,00
IV. Bilanzgewinn 3.489.146,67 3.204.165,48
B. Rückstellungen 1.478.860,51 1.270.130,39
C. Verbindlichkeiten 6.102.691,95 2.107.230,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 600.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 5.824,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 5.824,88
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.502.691,95 2.101.405,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.477.642,82 2.099.238,34
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.614.833,55 11.040.329,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Rohergebnis 9.697.021,03 8.884.373,61
2. Personalaufwand 5.458.572,12 5.251.388,00
a) Löhne und Gehälter 4.569.701,72 4.423.869,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 888.870,40 827.518,86
davon für Altersversorgung 185.553,60 133.585,74
3. Abschreibungen 394.375,88 405.431,35
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 394.375,88 405.431,35
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.710.511,19 2.241.281,86
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 91.663,41 30.454,88
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 222,75 297,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.392,45 20.092,13
davon aus verbundenen Unternehmen 2.937,94 2.851,29
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 37.846,49 16.674,66
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.106.330,55 989.986,87
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 324.698,70 280.506,55
10. sonstige Steuern 7.967,44 7.916,44
11. Jahresüberschuss 773.664,41 701.563,88

Ergebnisverwendung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
11. Jahresüberschuss 773.664,41 701.563,88
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.754.165,48 2.537.679,79
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 38.683,22 35.078,19
a) in die gesetzlichen Rücklage 38.683,22 35.078,19
14. Bilanzgewinn 3.489.146,67 3.204.165,48

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Vorschlag über die Verwendung des Jahresüberschusses oder Jahresfehlbetrags:

Der Vorsitzende wies darauf hin, daß nach dem vom Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschluss die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresüberschuss von 773.664,41 EUR abschließe.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, vom Jahresüberschuss einen Betrag von 15,00 € je Namensaktien auf 30.000 Namensaktien an die Aktionäre auszuschütten und vom verbleibenden Jahresüberschuss 38.683,22 EUR in die gesetzliche Rücklage und den Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Beschluss über die Verwendung des Jahresüberschusses oder Jahresfehlbetrags durch die Hauptversammlung am 21 .07.201 6 in Böttingen:

Die Hauptversammlung stimmt dem Vorschlag einstimmig zu.

 

Böttingen, den 21.07.2016

gez. Johannes Lehr, Aufsichtsratsvorsitzender

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SHL Holding AG (bis 31.12.2015 SHL Automatisierungstechnik AG) für das Geschäftsjahr 2015 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittlere Kapitalgesellschaft.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen

Verpflichtungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem modifizierten Teilwertverfahren durchgeführt. Als Rechnungszins wurden 4,31 % (10-Jahres-Durchschnitt) zu Grunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Die Ausschüttungssperre aus Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 23.635 €.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr 2015 betreffenden Steuern.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

2.3 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt, soweit die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt.

3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Sonstige Vermögensgegenstände

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

3.2 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 3.000 und ist unterteilt in 30.000 Nennbetragsaktien im

Nennbetrag von je Euro 100,00.

3.3 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 600.000.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

- Grundschuld Objekt Spaichinger Weg, Böttingen 1,5 Mio €

- Abtretung von Forderungen

3.4 Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

3.5 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen - unverändert - dem Vorstand an:

Winfried Häring ausgeübter Beruf: Vorstand
Gerd Lehr ausgeübter Beruf: Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Johannes Lehr Vorsitzender ausgeübter Beruf: Geschäftsführer / Vorstand i.R.
Ottmar Seelmann Stv. Vorsitzender ausgeübter Beruf: Geschäftsführer i.R.
  (bis 02.07.2015)    
Herbert Scheyhing Stv. Vorsitzender ausgeübter Beruf: Steuerberater
  (seit 02.07.2015)    
Günter Kirn (seit 07.07.2015) ausgeübter Beruf: Geschäftsführer i.R.

4.2 Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der

Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Eigenkapital Ergebnis 2015
SHL AG, Böttingen 100% 1.000.000,00 EUR -6.341,12 EUR
SHL Automation Inc., Atlanta (USA) 100% 71.100,25 USD 152.860,84 USD

4.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Nicht meldepflichtige Beschäftigte 2,00
SV-pflichtig Beschäftigte 63,50
Geringfügig entlohnte Beschäftigte 2,25
Auszubildende 5,50
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 73,25

4.4 Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Böttingen, den 21.07.2016

gez.

Winfried Häring, Vorstand

Gerd Lehr, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2015
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 268.653,75 35.505,12 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 268.653,75 35.505,12 0,00 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.796.076,87 54.925,11 0,00 18.807,90
technische Anlagen und Maschinen 2.146.465,85 4.903,17 0,00 2.382,18
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.900.323,81 202.372,97 64.655,00 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.597,90 505.536,77 0,00 -21.190,08
Summe Sachanlagen 8.868.464,43 767.738,02 64.655,00 0,00
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.747,00 1.000.000,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 74.120,95 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 3.600,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 4.950,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 107.417,95 1.000.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.244.536,13 1.803.243,14 64.655,00 0,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2015
Euro
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2015
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 265.186,87 0,00 38.972,00 12.490,12
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 265.186,87 0,00 38.972,00 12.490,12
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.390.585,89 0,00 2.479.223,99 129.918,44
technische Anlagen und Maschinen 2.084.644,20 0,00 69.107,00 54.341,35
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.206,78 0,00 832.835,00 197.625,97
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 509.944,59 0,00
Summe Sachanlagen 5.680.436,87 0,00 3.891.110,58 381.885,76
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 1.024.747,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.043,26 0,00 65.077,69 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 3.600,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 4.950,00 0,00
Summe Finanzanlagen 9.043,26 0,00 1.098.374,69 0,00
Summe Anlagevermögen 5.954.667,00 0,00 5.028.457,27 394.375,88

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

der SHL Holding AG, Böttingen am 21.07.2016

Der Aufsichtsrat der SHL Holding AG – früher: SHL Automatisierungstechnik AG - hat am 21.07.2016 in den Räumen der SHL Holding AG in Böttingen getagt.

Der Aufsichtsrat wurde im Geschäftsjahr 2015 vom Vorstand laufend über wesentliche Geschäftsvorfälle informiert . Es haben sich keine Beanstandungen ergeben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss 2015 und den Prüfungsbericht von Herrn Wirtschaftsprüfer Margolf zur Kenntnis genommen. Es haben sich keine Fragen ergeben.

Nach abschließendem Ergebnis unserer Beurteilung sind gegen den Jahresabschluss 2015 keine Einwendungen zu erheben.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2015 wird damit vom Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands zu, einen Betrag von 15,00 € je Namensaktie auf 30.000 Namensaktien an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.

 

Böttingen, den 21.07.2016

Johannes Lehr, Aufsichtsratsvorsitzender

Tamara Frank, stv.Aufsichtsratsvorsitzende

Günter Kirn, Aufsichtsrat

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.07.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SHL Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Prüfung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass die Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Fürth/Bayern, den 27.06.2016

DPM AUDIT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Margolf, Wirtschaftsprüfer

Dr. Oberste-Padtberg, Wirtschaftsprüfer