Excellence AG

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT

Excellence AG Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Excellence AG

Peter-Müller-Straße 26

40468 Düsseldorf

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit, Unternehmensstruktur

Die Excellence AG ist ein auf GREEN TECH spezialisierter Ingenieurdienstleister mit Standorten in Deutschland und Österreich sowie einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden. Industrieunternehmen übertragen dem Dienstleister gesamte Projekte oder nutzen die Expertise erfahrener Ingenieure für Entwicklungsvorhaben. Eine Kernkompetenz der Excellence AG ist der branchenübergreifende Know-how-Transfer, insbesondere für die integrative Produktions- und Entwicklungstechnik in Hochlohnländern.

Die Excellence AG hat im Geschäftsjahr 2021 die interne Struktur in Deutschland, zur Verbesserung der lokalen Vertriebssteuerung, um zwei Regionaldirektoren gestärkt. Das Unternehmen ist unverändert mit acht Standorten in Deutschland, einen Standort in Österreich und seit Februar 2021 mit einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden kundennah vertreten. Die Zusammenarbeit mit den beiden Franchise-Niederlassungen in den Niederlanden ist seit Januar 2021 beendet.

Die Corona-Krise in 2021 wurde nach Einschätzung des Managements erfolgreich gesteuert. Die Excellence AG nutzte weiterhin alle verfügbaren Möglichkeiten der Cash Steuerung, nahm die Finanzierung der Kurzarbeit durch die Bundesagentur für Arbeit in Anspruch und setzte die Stundungsmöglichkeit von Steuern und Sozialversicherungsabgaben zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit ein. Die Angebote der Regierung wurden im Vergleich zum Vorjahr in einem deutlich geringerem Umfang in Anspruch genommen. Die Krise konnte ohne zusätzliches Kapital mit eigenen Mitteln bewältigt werden. Das für ein worst-case Szenario vorbereitete, von der KfW-Bank zur Bewältigung der Pandemie verbürgte Darlehen, musste nicht in Anspruch genommen werden.

Entwicklung der Wirtschaft und Branche

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2021 gemäß des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 Prozent gewachsen; im Jahr 2020 ist das BIP noch um 4,6% gesunken. Die weltweiten Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und der damit einhergehende Shutdown hatten in 2020 auch in Deutschland einen starken Einbruch der Wirtschaft zur Folge. Die Wirtschaftsleistung 2021 ist im Vergleich zum Vorkrisenniveau des Jahres 2019 um rund 2% niedriger, dennoch hat sich die Wirtschaft trotz der andauernden Pandemie sowie zunehmender Lieferverzögerungen und Materialengpässen weitgehend erholt.

Der private Konsum blieb unverändert auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Die Ausgaben des Staates stiegen erneut um 6,6% und hatten eine stabilisierende Wirkung auf die deutsche Wirtschaft.

Die Bruttoanlageinvestitionen sind preisbereinigt nur um 1,3% gestiegen. Die Bauinvestitionen blieben nach dem Wachstum in den vergangenen Jahren preisbereinigt neutral. Ausrüstungsinvestitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge sind nach dem enormen Rückgang im Vorjahr in 2021 wieder um 3,2% gestiegen. Die sonstigen Anlagen, zu denen unter anderem die Investitionen in Forschung und Entwicklung zählen, stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7%.

Die Wirtschaftsleistung in den Dienstleistungsbereichen, insbesondere Unternehmensdienstleistungen in der Forschung und Entwicklung, der Rechts- und Steuerberatung sowie der Ingenieurbüros wuchs mit 5,4% im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren hingegen besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt.

Das verarbeitende Gewerbe konnte die Bruttowertschöpfung um 4,4% steigern, lag jedoch noch 6% unter dem Niveau von 2019. Das Baugewerbe war erstmalig wieder mit 0,4% leicht rückläufig, blieb jedoch stabil.

Der Außenhandel erholte sich von den Auswirkungen der Pandemie und liegt preisbereinigt nur noch leicht unter dem Vorkrisenniveau. Die Importe von Waren und Dienstleistungen sind um 8,6% gestiegen, die Exporte konnten sogar um 9,4% gesteigert werden.

Die Zahl der Erwerbstätigen ist gegenüber 2020 stabil und beträgt im Jahresdurchschnitt 44,9 Millionen Beschäftigte. Es hat jedoch ein Wechsel der Erwerbstätigen in andere Wirtschaftsbereiche oder Angestelltenverhältnisse stattgefunden. Die Anzahl der selbständig und geringfügig Beschäftigten war wie in den meisten Krisen rückläufig, wohingegen die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen zunahmen.

Die staatlichen Haushalte wiesen erneut ein Finanzierungsdefizit von rund 154 Milliarden Euro auf. Die Defizitquote von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen machte unter dem Strich rund 4,3% des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Vergleich zum Vorjahr für 2022 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,5% ermittelt und erwartet für 2023 ein globales Wachstum von 3,1%. Die Weltwirtschaft wird unverändert durch die Corona-Pandemie und zunehmend von den Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine sowie die hohe Inflation stark belastet.

Die Konjunkturprognosen für die Weltwirtschaft und für Deutschland für 2024 sieht das IWF negativer als noch zum Ende des Jahres 2023. Gemäß IWF wird, Stand Januar 2024, die Wirtschaft in Deutschland lediglich mit 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Prognosen sind derzeit sehr unsicher, weil die Weltwirtschaft stark von dem weiteren Verlauf des Ukraine Krieges, der Entwicklung der Energiepreise insbesondere für Gas & Strom, den Nachwirkungen der Corona Pandemie sowie der Geldpolitik und den Turbulenzen im Finanzsektor beeinflusst wird.

Die Unternehmen haben während und nach Wirtschaftskrisen einen Nachholbedarf und ziehen zunächst flexible Arbeitsverhältnisse einer dauerhaften Beschäftigung vor. Die Entwicklung der Ingenieurdienstleistungen ist wie vorauszusehen kongruent mit dem des BIP verlaufen und konnten nach einem Rückgang in 2020 ein leichtes Wachstum in 2021 verzeichnen. Die Voraussagen für 2023 und Folgejahre sind wegen anhaltender Krisen auch für diese Branche sehr unsicher.

Die Excellence AG hat im Geschäftsjahr 2021, mit stabilen Netto-Umsätzen, ein über Plan liegendes Ergebnis erwirtschaftet. Die Voraussagen der Entwicklung in und nach einer nie dagewesenen Situation sowie einer starken Verflechtung der Wirtschaft auf internationaler Ebene, lassen sich nur erahnen.

Die für Deutschland sehr relevante Automobilindustrie investiert trotz der Krise in die Zukunft. Die Automobilzulieferer fokussieren sich auf ihre Positionierung und arbeiten an der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Das Trendthema Umwelt beschäftigt branchenübergreifend die Wirtschaft und wird durch die gestiegenen Energiepreise beflügelt.

Der Anteil der erneuerbaren Energie in Deutschland ging in 2021 zunächst von 47,1% auf 42,4% zurück, verzeichnet jedoch bereits einen Anstieg von 43,8% im 1. Halbjahr 2021 und auf weitere 48,5% im 1. Halbjahr 2022. Die Brisanz der Energiebeschaffung wird auch in naher Zukunft Einfluss auf die Gesamtwirtschaft in Deutschland haben.

Die Relevanz der Digitalisierung ist durch die vergangenen Lockdowns unverändert hoch geblieben und die Energiebeschaffung ist als weiteres Thema hinzugekommen. Die Kundennachfrage nach innovativen Lösungen im Bereich Software, Embedded Systems sowie Elektrik/Elektronik wird voraussichtlich branchenübergreifend hoch bleiben. Unternehmen der Energiewirtschaft, der Automobilindustrie sowie der Metall- und Elektroindustrie werden auch zukünftig Experten für ihre Zukunftsprojekte benötigen.

Die Wirtschaftsleistung in Österreich wuchs 2021 gemäß der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) gegenüber 2020 real um 4,6%. Konsumausgaben der privaten Haushalte verzeichneten ein Plus von 4,2% und die Konsumausgaben des Staates stiegen um 7,8%. Die Brutto-Anlageinvestitionen stieg insgesamt um 8,7%, davon 11,3% Ausrüstungsinvestition und 5,8% Bauinvestitionen. Die reale Wertschöpfung der Sachgütererzeugung stieg um 9,5%. Der Warenexport stieg real um 12,9% und der Warenimport wuchs real um 14,2%.

Die staatlichen Haushalte wiesen erneut ein Finanzierungsdefizit von 24,08 Milliarden Euro auf. Die Defizitquote machte 4,8% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Die Beschäftigung der unselbständig aktiv Erwerbstätigen stieg um 2,5%. Die Arbeitslosenquote der Unselbständigen sank im Vergleich zu 2020 um 1,9 Prozentpunkte und betrug 8%. Das Wirtschaftswachstum betrug in 2022 gemäß des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung WIFO noch 5%. Die ersten Hochrechnungen dieses Instituts für das erste Quartal 2023 zeigen gegenüber dem Vorquartal einen Rückgang um -0,3%. Das WIFO erwartete im März 2023 für das Kalenderjahr 2023 ein Wachstum von 0,3% wohingegen das IWF im April diesen Jahres gemäß Statista noch von 0,4% Wachstum ausgeht.

Die Branche für Personaldienstleistung erfährt weltweit nach Krisen besonderen Aufwind, weil Unternehmen ihre Flexibilität und Kostensteuerung mit Projektmitarbeitern erhalten wollen. Das Honorar für die permanente Vermittlung von Mitarbeitern wird moderat ausfallen, weil die Firmen ihre Fixkosten niedrig halten wollen und ihren Personalbedarf zunächst interimsweise aufstocken. Der Effekt auf das Projektgeschäft, welches das Hauptgeschäft der Excellence AG darstellt, wird positiv sein und hat im Jahr 2022 ein solides Wachstum erfahren.

Die Finanzierung der 8 Standorte in Deutschland, des Standortes in Österreich und den Niederlanden ist weiterhin gesichert und das working capital wird für die Vorfinanzierung der laufenden Projekte eingesetzt.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Excellence AG hat sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt.

1. Ertragslage

Das Rohergebnis in Höhe T€ 15.319 im Jahr 2021 (Vorjahr: T€ 14.561) ist stabil mit positiven Tendenzen. Die Auftragslage im Geschäftsjahr 2021 war leicht besser als geplant und daher zufriedenstellend. Der im Vorjahr prognostizierte Jahresüberschuss (finanzieller Leistungsindikator) in Höhe von T€ 100 konnte übertroffen werden und beträgt T€ 238.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen um T€ 373 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um T€ 146 von T€ 2.282 auf T€ 2.428 erhöht und bestehen mit T€ 729 (Vorjahr: T€ 707) aus Aufwendungen für Kraftfahrzeuge und Reisetätigkeiten, T€ 359 (Vorjahr: T€ 377) für Mieten, T€ 293 (Vorjahr: T€ 263) Kosten für Personalbeschaffung, T€ 88 (Vorjahr T€ 150) Rechts- und Beratungskosten sowie mit T€ 94 (Vorjahr: T€ 101) für Kosten der Buchführung und Abschlussprüfung.

Der Zinsaufwand hat sich im Vorjahresvergleich um T€ 116 erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich um T€ 207 erhöht und resultieren aus der Auflösung von aktiven latenten Steuern.

2. Finanzlage

Der Cashflow (Mittelzufluss) aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist einen Betrag von T€ 841 (Vorjahr: T€ 1.478) aus. Der Cashflow (Mittelabfluss) aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 36 (Vorjahr: T€ 14). Der Cashflow (Mittelabfluss) aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ 1.415 (Vorjahr: T€ 573). Der Bestand an flüssigen Mitteln und Guthaben bei Kreditinstituten ist von T€ 1.069 auf T€ 459 gesunken. Damit hat sich der Anteil der Zahlungsmittel am Gesamtvermögen von 11,0 % auf 5,4% verringert. Die Liquidität ist durch Factoring, die gewährten Gesellschafterdarlehen und durch die Nutzung der staatlichen Instrumente in der Corona Krise gesichert.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Excellence AG beträgt zum Bilanzstichtag T€ 8.449 (Vorjahr: T€ 9.740) und die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Jahresüberschuss von T€ 238 (Vorjahr: T€ 310) auf. Der Rückgang der Bilanzsumme ist hinsichtlich der Aktivseite im Wesentlichen auf die Veränderung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen. Im Hinblick auf die Passivseite ist der Rückgang im Wesentlichen auf die unterjährig erfolgte Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen.

Die Aktivseite ist daneben im Wesentlichen durch den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt. Die Passivseite dagegen durch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten.

C. Personal

Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Zahl der Mitarbeiter auf 158 Angestellte (Vorjahr: 166). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

D. Chancen- und Risikobericht

Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und drei Jahren Corona-Pandemie seien die Aussichten laut IWF Stand Januar 2024 erneut ungewiss. Die Konjunkturprognose des ifo Instituts im Dezember 2023 sagt für das Wirtschaftsjahr 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3% voraus. Für das Jahr 2024 rechnet das ifo Institut mit einem leichten Anstieg des BIP um 0,9%. Die Inflationsraten belasten derzeit die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Die Inflationsrate wird im Jahr 2023 mit durchschnittlich 5,9% niedriger liegen als im Vorjahr mit 5,9%.

Neo-Ökologie ist gemäß des Zukunftsinstituts der Megatrend, der die 2020er Jahre prägen wird wie kein anderer: Umweltbewusstsein wird vom individuellen Lifestyle zur gesellschaftlichen Bewegung, Nachhaltigkeit vom Konsumtrend zum Wirtschaftsfaktor und die Klimakrise zur Grundlage einer neuen globalen Identität. Die Generation Z achtet, ebenso wie im privaten Bereich, auch bei der Berufswahl auf Unternehmen die sich mit dem Thema beschäftigen. Die Unternehmen werden dem geänderten Kaufverhalten ihrer Kunden gerecht und bieten nachhaltige Produkte an. Gestiegene Energiekosten, die durch den Ukraine Krieg verursacht wurden, verstärken diesen Trend. Die Innovation für energiesparende und nachhaltige Produktion und Waren wird beschleunigt.

Diesen Trend hat die Excellence AG erkannt und bereits in 2021 die Ausrichtung auf GREEN TECHNOLGIE fokussiert. Das Unternehmen hat gegenüber Wettbewerbern nach eigener Einschätzug ein absolutes Alleinstellungsmerkmal. Die Anzahl der Bewerbungen der gefragten Berufsgruppen mit MINT Qualifikation ist seit dem Launch der neuen Strategie gestiegen und findet postiven Anklang bei der Generation Z. Die Aufträge der Unternehmen im GREEN TECH Segment sind ebenso gestiegen.

Die Excellence AG sieht sich derzeit den vorgenannten Risiken der Wirtschaft und der Branche ausgesetzt und ist mit den zuvor beschriebenen Maßnahmen für eine Stagnation bzw. einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung vorbereitet.

Mit der Einstellung dedizierter Recruitment Spezialisten, dem zeitgemäßen Vorgehen bei der Rekrutierung von hochqualifizierten Ingenieuren, dem arbeitnehmerfreundlichen Tarifvertrag und die professionelle Mitarbeiterbetreuung, sowie die Ausrichtung auf GREEN TECH JOBS für die Generation Z, ist die Excellence AG in der Lage, gefragte Experten zu gewinnen und zu halten, wenngleich der Wettbewerb sowohl um qualifizierte Ingenieure als auch um Vertriebsmitarbeiter stark ist.

Das erfahrene Management der Excellence erkennt Marktveränderungen frühzeitig und kann durch ein anpassungsfähiges Beschaffungs- und Vertriebskonzept Preisänderungsrisiken entgegensteuern. Das Unternehmen wird von erfahrenen Branchenkennern, mit zeitgemäßen Controlling-Tools, vertriebsorientiert gesteuert.

Die Ausfallrisiken werden durch ein konsequentes Forderungsmanagement abgedeckt. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko im Bedarfsfall durch Anzahlungen minimiert. Zahlungsstromschwankungen und etwaige Engpässe in der Liquidität werden im Rahmen der fortlaufenden Finanzplanung frühzeitig erkannt und durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen wie Factoring reduziert.

Der Vorstand sieht in der bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag kein Insolvenzrisiko, da bestehende und neue Aktionäre der Gesellschaft im Jahr 2018 weitere Darlehen gewährt haben und mit ihren Ansprüchen aus den Darlehen im Rang hinter sämtlichen Forderungen gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger zurückgetreten sind. Mit den im Jahr 2018 gewährten Darlehen sind der Gesellschaft somit insgesamt T€ 5.650 (Vorjahr T€ 5.850) Darlehen mit qualifizierten Rangrücktritt gewährt worden. Bestandsgefährdene Risiken werden daher nicht gesehen.

E. Ausblick

Die Excellence AG hat mit der spezialisierten Positionierung bereits seit ihrer Gründung auf die Digitalisierung gesetzt und fokussiert sich auf die Abwicklung von Projekten ohne ihre Ressourcen zu vermitteln. Das Trendthema Umwelt wird mit der Fokussierung auf GREEN TECH Jobs abgebildet und trifft damit den Zeitgeist der aktuellen Generation, die bei ihrer Job-Wahl auf Nachhaltigkeit, Erfüllung und Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit achtet.

Der mit der ver.di richtungsweisend vereinbarte Tarifvertrag für Ingenieurdienstleistungen, sowie ein digitalisiertes Arbeitsumfeld, macht das Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber, welcher damit im Wettbewerb für gefragte Spezialisten gut besteht, wenngleich die Aufwendungen für die Rekrutierung gestiegen sind. Die Qualität des Managements und der Mitarbeiter ist entscheidend und als ausgesprochen gut zu bewerten.

Die Zukunft des Unternehmens ist vielversprechend. Die gute Beschäftigungslage bleibt dank der Herausforderungen dem Trendthema Umwelt und der Digitalisierung erhalten. Excellence beschäftigt insbesondere Green-Tech Spezialisten, Software-Ingenieure, Automatisierungsingenieure und Robotik-Experten. Diese Berufsgruppe verantworten die relevanten Schnittstellen zwischen Mechanik, Elektrotechnik sowie IT und steuern Green-Tech Projekte. Die Excellence AG erwartet für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahrsüberschuss in Höhe von T€ 1.100, für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahrsüberschuss von T€ 2.100 und für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahrsüberschuss in Höhe von T€ 2.300.

 

Düsseldorf, den 14. März 2024

Excellence AG

Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schuztrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.102,00 4.206,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.969,00 97.165,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 667,00 0,00
96.739,00 101.372,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.013.297,69 2.242.276,83
2. Sonstige Vermögensgegenstände 266.345,29 241.811,60
2.279.642,98 2.484.088,43
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 455.195,76 1.076.275,96
2.734.838,74 3.560.364,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.755,32 40.238,47
D. Aktive latente Steuern 1.119.121,00 1.325.855,00
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.474.670,07 4.712.902,89
8.449.124,13 9.740.732,75

Passiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 56.250,00 56.250,00
II. Bilanzverlust -4.530.920,07 -4.769.152,89
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 4.474.670,07 4.712.902,89
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 352.594,82 239.530,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 458.210,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 417.577,14 509.731,66
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.678.952,17 8.533.260,12
(davon aus Steuern € 494.564,87; Vorjahr € 669.931,00)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 172.064,83; Vorjahr € 15.241,74)
8.096.529,31 9.501.201,78
8.449.124,13 9.740.732,75

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
2020
1. Rohergebnis 15.319.061,31 14.560.763,17
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.273.857,43 -9.775.012,92
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.652.813,47 -1.778.392,14
(davon für Altersversorgung: T€ 9; Vorjahr T€ 10)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -40.563,25 -51.877,61
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.428.244,20 -2.281.972,33
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 813,03 14,86
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -472.079,38 -356.393,06
(davon an verbundene Unternehmen T€ 472; Vorjahr T€ 344)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -206.734,39 -3,92
(davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern T€ 207; Vorjahr T€ 0)
8. Ergebnis nach Steuern 245.582,22 317.126,05
9. Sonstige Steuern -7.349,40 -6.802,05
10. Jahresüberschuss 238.232,82 310.324,00
11. Verlustvortrag -4.769.152,89 -5.079.476,89
12. Bilanzverlust -4.530.920,07 -4.769.152,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 69644 eingetragen.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr, alle Geschäfte werden in Euro geführt.

Die Aufstellung des Jahresabschlusses ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung der Vorschriften für Kapitalgesellschaften und der Vorschriften des Aktiengesetzes erfolgt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Es wird von den Erleichterungen nach §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2021 bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung der insolvenzrechtlichen Folgen einer tatsächlichen Überschuldung (InsO) haben die Aktionäre, welche der Gesellschaft mehrere Darlehen gewährt haben, eine qualifizierte Rücktrittsvereinbarung abgeschlossen, wonach die Gläubiger mit ihren Forderungen gegen die Excellence AG im Range dergestalt hinter alle anderen Gläubiger zurücktreten, dass sie Zahlungen auf diese nur aus einem künftigen Jahresüberschuss, einem Liquidationsüberschuss oder aus sonstigem freiem Vermögen der Excellence AG verlangen können. Daher erfolgt die Bilanzierung unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Insgesamt haben die Aktionäre der Gesellschaft Darlehen mit Rangrücktritt in Höhe von T€ 5.650 (Vorjahr: T€ 5.850) gewährt.

Zudem ist weiterhin mit dem Factoring-Unternehmen Bibby Financial Services GmbH, Düsseldorf, zusammengearbeitet worden, welches die Liquidität der Gesellschaft erhöht hat.

Die hier und im weiteren Abschluss genannten Maßnahmen bekräftigen die Annahme der Unternehmensfortführung.

Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die gesetzlich vorgeschriebenen Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung fast ausschließlich im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen errechnen sich nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt drei bis zehn Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen errechnen sich nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt drei bis fünf Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu EUR 800 netto wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen erfolgen nur bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte mit ihrem Nominalbetrag. Auf die Forderungen wurde wegen des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen in den Einzelabschlüssen sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird gebraucht gemacht. Insofern wird der bestehende Aktivüberhang der latenten Steuern auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von € 4.474.670,07 aus. Eine materielle Überschuldung liegt nicht vor, da der Gesellschafter für die Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 6.000 eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung abgegeben hat.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Excellence AG beträgt T€ 56,25. Es ist eingeteilt in 56.250 nennbetragslose Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von € 1,00 je Stückaktie. Es bestehen zwei Aktiengattungen. Aktiengattung A (zwei Aktien), dessen Inhabern ein Entsendungsrecht (Mitglied in den Aufsichtsrat) zusteht, und die Aktiengattung B (56.248 Aktien), dessen Inhabern kein Entsendungsrecht zusteht.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken die erkennbaren Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ab.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagespiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) setzen sich wie folgt zusammen:

Beteiligung
%
Eigenkapital 31.12.2022
EUR
Ergebnis GJ 2022
EUR
Excellence AG IT B.V., Utrecht/Niederlande 67 -321.604 -113.170,00

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen T€ 17 (Vorjahr: T€ 17) und betreffen Mietkautionen.

Darüber hinaus ist unter den sonstigen Vermögensgegenständen eine Darlehensforderung gegen die Excellence AG IT B.V., Utrecht/Niederlande, in Höhe von T€ 177 (Vorjahr: T€ 0). Die Restlaufzeit beträgt mehr als ein Jahr.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von T€ 4.769 (Vorjahr: T€ 5.079) einbezogen.

Der Vorstand schlägt vor das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Ausschüttungssperre

Folgende Ursachen führen zu einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB:

2021
EUR
2020
EUR
Aktive latente Steuern 1.119.121,00 1.325.855,00
Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 1,00 1,00
Gesamt 1.119.122,00 1.325.856,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen i.H.v. T€ 156 (Vorjahr: T€ 0), Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses i.H.v. T€ 50 (Vorjahr: T€ 31) sowie Rückstellungen für Bonuszahlungen i.H.v. T€ 44 (Vorjahr: T€ 44).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt und haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Gesamt
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
über einem Jahr
EUR
Davon über fünf Jahre
EUR
gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
(458.210,00) (458.210,00) (0,00) (0,00)
aus Lieferungen und Leistungen 417.577,14 417.577,14 0,00 0,00
(509.731,66) (509.731,66) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 7.678.952,17 1.678.952,17 6.000.000,00 0,00
(8.533.260,12) (2.533.260,12) (6.000.000,00) (0,00)
8.096.529,31 2.096.529,31 6.000.000,00 0,00
(9.501.201,78) (3.501.201,78) (6.000.000,00) (0,00)

Bei den in Klammern dargestellten Zahlen handelt es sich um die Vorjahresangaben.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären aus gewährten Darlehen T€ 6.120 (Vorjahr: T€ 6.625), hiervon sind T€ 5.650 (Vorjahr: T€ 5.850) mit einem Rangrücktritt versehen worden. Die Verbindlichkeiten sind sämtlich unbesichert.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der GuV-Posten „sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“ enthält Erträge aus der Verzinsung von Darlehen gegenüber der Excellence AG Niederlande, Utrecht/Niederlande, in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0).

In dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen in Höhe von T€ 207 (Vorjahr: T€ 0) aus der Auflösung von latenten Steuern enthalten.

IV. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 158 (Vorjahr: 166). Dabei handelt es sich um angestellte Arbeitnehmer, die in 72 interne und 86 Projektmitarbeiter eingeteilt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Verbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB zu folgenden Vorgängen, die für die Beurteilung der Finanzlage vonBedeutung sind:

bis 1 Jahr
EUR
Größer 1 Jahr
EUR
Davon über 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
Miet- und Leasingverträge 575.304,80 973.488,33 0,00 1.548.793,13

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

Die vorstehenden finanziellen Verpflichtungen betreffen hauptsächlich Mietverträge. Die Vorteile der Mietverträge im Vergleich zum Erwerb der Objekte stellen die größere Flexibilität, die geringere Kapitalbindung und der Wegfall des Verwertungsrisikos dar. Finanzielle Risiken können sich daraus ergeben, dass Objekte über die verbleibende Vertragslaufzeit nicht mehr vollständig genutzt werden können. In diesen Fällen werden entsprechende Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

Namen der Mitglieder der Unternehmensorgane

Dem Vorstand gehören im Geschäftsjahr 2021 an:

 

Vera Calasan, Kauffrau

 

Gerrit Jan Mazenier, Kaufmann

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Personen an:

 

Cornelis Johannes Maria Goos, 1. Vorsitzender, Director, Pan Pan B.V.

 

Ewout Pieter Wegman, stellvertretender Vorsitzender, Director, 5square B.V.

 

Richard Gerard Tapper, Director, New Nexus B.V.

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wird unter Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Aufsichtsratstätigkeiten sind nicht vergütet worden.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Im Januar 2024 wurde der bestehende Factoring Vertrag mit der Bibby Financial Services GmbH, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2024 gekündigt. Darüber hinaus gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Düsseldorf, den 14. März 2024

Excellence AG

Vorstand

Vera Calasan

Gerrit Jan Mazenier

Entwicklung des Anlagevermögens 2021

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 241.985,65 0,00 0,00 241.985,65
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.734,00 0,00 0,00 53.734,00
295.719,65 0,00 0,00 295.719,65
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 497.771,47 35.264,25 504,20 532.531,52
497.771,47 35.264,25 504,20 532.531,52
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 667,00 0,00 667,00
0,00 667,00 0,00 667,00
793.491,12 35.931,25 504,20 828.918,17
Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Abgänge
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 241.984,65 0,00 241.984,65
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.528,00 2.104,00 0,00 51.632,00
291.512,65 2.104,00 0,00 293.616,65
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.606,47 38.459,25 503,20 438.562,52
400.606,47 38.459,25 503,20 438.562,52
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
692.119,12 40.563,25 503,20 732.179,17
Restbuchwerte
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.102,00 4.206,00
2.103,00 4.207,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.969,00 97.165,00
93.969,00 97.165,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 667,00 0,00
667,00 0,00
96.739,00 101.372,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Excellence AG, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Excellence AG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Excellence AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 14. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mirsad Grizovic, Wirtschaftsprüfer

ppa. Robin Thiele, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 19.3.2024 festgestellt.