Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 28.10.2013:

In der Bilanz auf der Passivseite unter 12d Bilanzgewinn/Bilanzverlust lautet der Wert nicht wie ausgewiesen Euro 19.938.095,34, sondern Euro 15.938.095,34.

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

München

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Aktionärsstruktur

Die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München (SGKB D AG), wurde in 2008 gegründet und hat am 06.02.2009 die Lizenz zum Betreiben erlaubnispflichtiger Geschäfte nach § 1 Abs. 1 und la KWG erhalten. Das gesamte Aktienkapital (100 %) wird von der St.Galler Kantonalbank AG, St.Gallen, Schweiz (SGKB CH), gehalten.

Die SGKB CH wurde, wie die meisten Schweizer Kantonalbanken, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet, um der regionalen Bevölkerung und dem Mittelstand Spar- und Kreditmöglichkeiten zu bieten. Mehrheitseigener ist nach wie vor der Kanton St.Gallen, dessen Staatsgarantie die St.Galler Kantonalbank, St. Gallen, Schweiz, besitzt. Seit 2001 ist die Muttergesellschaft teilprivatisiert und an der Schweizer Börse notiert.

Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

Die SGKB D AG bietet vermögenden Privatkunden Vermögensverwaltung und -beratung an. Die Bank ist dabei nicht an bestimmte Vorgaben gebunden, sondern stützt sich auf die Anlageformen und Produkte, die der persönlichen Situation des Kunden gerecht werden.

Von der Analyse über die Beratung und die Umsetzung bis hin zur langfristigen Betreuung des Portfolios basieren alle Dienstleistungen der SGKB D AG auf effizienten und sicheren Prozessen sowie zeitgemäßen Plattformen. Im Reporting, im Koordinieren der verschiedenen Schnittstellen und im Controlling sind die Leistungen der Bank auf einem ebenso hohen Qualitätsniveau wie in der Beratung und im Management.

Für darüber hinausgehende Aufgaben und Projekte werden Spezialisten aus der St.Galler Kantonalbank Konzerngruppe sowie externe Partner hinzugezogen.

Der ganzheitliche Ansatz der Bank berücksichtigt die ganz persönliche Lebenssituation ihrer Kunden und die damit verbundenen finanziellen Ziele.

Die SGKB D AG konzentriert sich auf ihre Kernkompetenz, die Vermögensberatung über alle Asset-Klassen, und sie bietet hierzu leistungsorientierte Lösungen in der direkten Beratung und Vermögensverwaltung.

Als Ansprechpartner und Problemlöser für das Gesamtvermögen ihrer Kunden arbeitet die SGKB D AG mit leistungsstarken Kooperationspartnern zusammen, die ihr Vertrauen genießen.

Geschäftsleitung und Gremien

Die SGKB D AG wird von den Vorständen, Herrn Kurt Soentgerath und Herrn Christoph Lieber, geführt, wobei Herr Soentgerath der Marktfolge und Herr Lieber dem Markt vorsteht.

Die Überwachung des Vorstandes und der geschäftlichen Entwicklung obliegt dem Aufsichtsrat, dem sechs Mitglieder angehören.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut dem Statistischen Bundesamt wurde in 2012 ein Wachstum des BIP von 0,7 % festgestellt. Das Aufflammen der Krise im Euroraum im Sommer vergangenen Jahres hat das Wachstum der deutschen Wirtschaft belastet.

Die Preissteigerung im Euro-Raum lag im vergangenen Jahr bei 2 % und fiel damit etwas niedriger aus als im Jahr zuvor, als eine durchschnittliche Preissteigerung von 2,5 % zu verzeichnen war. Die Jahresteuerungsrate 2012 wurde durch die überdurchschnittliche Preisentwicklung nicht nur bei Lebensmitteln sondern auch bei Energieprodukten geprägt.

Branchenspezifische und regulatorische Rahmenbedingungen

Der Bankensektor ist weiterhin einem zunehmenden regulatorischen Druck ausgesetzt. Durch die Anforderungen von BASEL Ill ist bei vielen Banken ein erhöhter Kapitalbedarf entstanden.

Die Reform der Eigenkapitalvorschriften wird jedoch kaum Auswirkungen auf die SGKB D AG haben, da diese auch in den nächsten Jahren plangemäß von der Konzernmutter jederzeit mit entsprechenden Mitteln ausgestattet werden wird, soweit dies notwendig werden sollte.

Durch die mit Schreiben vom 14. Dezember 2012 neugefassten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (Ma Risk) setzt die BaFin internationale Risikostandards um und trägt damit den Erkenntnissen aus der Finanzmarktkrise Rechnung. Die Gründe für die erneute

Überarbeitung liegen in den internationalen Regulierungsvorhaben CRD IV, EBA Guidelines on Internal Governance und den CEBS Guidelines on Liquidity Cost Benefit Allocation.

Die SGKB D AG geht davon aus, die neuen Anforderungen innerhalb der eingeräumten Übergangsfrist umsetzen zu können.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Im vierten Geschäftsjahr war der Geschäftsverlauf der SGKB D AG geprägt vom weiteren Aufbau des Kundenportfolios sowie der Ausweitung des Dienstleistungsangebots um eine dezentrale Vermögensverwaltung, um der verstärkten Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten, die Werte wie Individualität, Sicherheit, Unabhängigkeit und Transparenz miteinander verbinden, wettbewerbsfähig zu begegnen. Die hier genannten Initiativen, sowie die Eröffnung einer Zweigstelle in Frankfurt gingen zwar mit entsprechenden Investitionen einher.

Die kontinuierliche Überprüfung und Anpassung organisatorischer Maßnahmen sieht die Bank als Voraussetzung für den sorgfältigen Umgang mit den Vermögenswerten ihrer Kunden, denen sie langfristig ein verlässlicher Dienstleister und Lösungsanbieter sein will. In diesem Zusammenhang wurden aufgrund personeller Fluktuationen und gestiegener Anforderungen die Bereiche Bankbetrieb, IT Administration und Vertriebscontrolling ausgebaut und neu strukturiert.

Das Kundenvolumen hat sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld um rund 40% erhöht und der Betriebsertrag stieg um 90%. Im Kundengeschäft wird die erfolgreiche Umsetzung einer marktgerechteren Preisgestaltung für die erbrachten Dienstleistungen insbesondere im Bereich der neu eingeführten dezentralen Vermägensverwaltungsmandate sichtbar. Es darf festgehalten werden, dass die SGKB D AG mit ihrem Dienstleistungsversprechen bei ihren Zielkunden auf positive Resonanz stößt.

Der starke Personalausbau und die hohen Marketing-Ausgaben haben dazu geführt, dass sich die Ertrags-Kosten-Schere 2012 im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäss verschlechtert hat.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Nachfolgend werden die aus unserer Sicht wesentlichen Bilanzposten dargestellt:

Vermögenslage 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 56.719 55.652
Forderungen an Kunden 3.065 1.518
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 61.027 69.858
Nachrangige Verbindlichkeiten 6.450 5.200
Eigenkapital 15.938 18.548
Bilanzsumme 90.385 94.508

In 2012 ging die Bilanzsumme von EUR 94,5 Mio. auf EUR 90,4 Mio. zurück. Dies lag an der Ablösung einiger Kunden-Termineinlagen mit niedriger Marge.

Die Forderungen an Kreditinstituten werden mit EUR 56,7 Mio. ausgewiesen und verteilen sich auf täglich fällige Gelder (EUR 36,3 Mio.) und andere Forderungen (EUR 20,3 Mio.). Letztere weisen ausschließlich Laufzeiten bis unter ein Jahr auf. Die an Kunden ausgewiesenen Forderungen sind in voller Höhe durch Wertpapiere besichert (Lombardkredite).

Das Eigenkapital, bestehend aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 5,0 Mio., der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 35,8 Mio. und dem Bilanzverlust in Höhe von EUR 24,9 Mio., errechnet sich mit EUR 15,9 Mio.

Zur Aufrechterhaltung eines angemessenen aufsichtsrechtlichen Kapitals in Höhe von ca. EUR 30 Mio. hat die Bank Nachrangdarlehen in Höhe von EUR 5,2 Mio. in 2009, EUR 5,6 Mio. in 2010 und EUR 6,45 Mio. in 2012 bei der Muttergesellschaft aufgenommen. Hiervon wurden EUR 5,6 Mio. zum 20. Dezember 2011 und das Nachrangdarlehen über EUR 5,2 Mio. am 31. Dezember 2012 in die Kapitalrücklage umgewandelt.

Nachfolgend werden die aus unserer Sicht wesentlichen Ertragsbestandteile dargestellt:

Ertragslage 31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Zinsüberschuss 1.177 733
Provisionsüberschuss 1.546 961
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 10.187 7.272
Sonstige betriebliche Aufwendungen 63 72
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -7.806 -6.011
Jahresfehlbetrag -7.810 -6.018

Den Zinserträgen in Höhe von TEUR 1.642 stehen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 465 gegenüber. Der Provisionsertrag beläuft sich auf TEUR 2.445, der Provisionsaufwand auf TEUR 899.

Der Personalaufwand einschließlich der Sozialabgaben betrug EUR 4,7 Mio., andere Verwaltungsaufwendungen und die Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich auf EUR 5,5 Mio.

Nachfolgend werden die aus Sicht der Bank wesentlichen Zahlen zur Finanzlage dargestellt:

Finanzlage 31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Summe der Zahlungsmittel (in TEUR) 74.560 68.243
Summe der Zahlungsverpflichtungen (in TEUR) 10.637 15.435
Liquiditätskennzahl 7,01 4,42

TEUR Summe der Zahlungsmittel (in TEUR) 74.560 68 243 Summe der Zahlungsverpflichtungen (in TEUR) 10.637 15.435 Liquiditätskennzahl 7,01 4,42 Die Bank befindet sich unverändert in der Aufbauphase. Die in 2012 zugeflossenen Kundengelder waren substanziell (+40%) liegen aber dennoch unter den Planungen. Das Ergebnis liegt aufgrund der geringeren Volumina sowie Kosten aus zeitlich vorgezogenen Personalaufstockungen unter Budget.

Die Bank rechnet bis 2017 mit weiteren, jedoch sinkenden Anlaufverlusten. Sie wird in dieser Zeit entsprechende Stützungen ihrer Mutter benötigen. Vor dem Hintergrund der bisher erbrachten Stützungsleistungen der Mutter sowie deren Konzernstrategie innerhalb welcher Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Konzernstrategie ist, geht der Vorstand davon aus, dass die Konzernmutter diese Initiative weiterhin unterstützen wird.

Auf dieser Basis erachtet der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als angemessen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Der Vorstand ist für das Risikomanagement zuständig. Das Risikocontrolling berichtet in regelmässigen Abständen an den Gesamtvorstand. Bei ad hoc auftretenden Risiken ist eine unmittelbare Benachrichtigung durch entsprechende Berichtswege gewährleistet.

Grundlage des Risikomanagements der SGKB D AG ist die bewusste Übernahme und gezielte Steuerung von Risiken. Das Risikomanagementsystem der Bank basiert auf der systematischen Erfassung und Analyse aller für die Bank wesentlichen Risiken. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur durch Accounting & Controlling erfolgt in Abstimmung mit den operativen Bereichen die Identifizierung, Beurteilung und Dokumentation der Risiken.

Die interne Revision überprüft als unabhängige Instanz die vorhandenen Risikokontroll- und Steuerungssysteme auf Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit von Unternehmenseinheiten und -prozessen.

Entsprechend ihrem Geschäftsmodell liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Bank im Private Banking. Ergänzend bzw. als Annexgeschäft bietet die Bank ihren Kunden ein eingeschränktes Kreditgeschäft ausschließlich in Form des Lombardkredites an.

Bei der Erbringung der Wertpapierdienstleistungen ist die Bank in einem hohen Maße auf die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit ihrer Outsourcing-Partner angewiesen. Durch die Auswahl erstklassiger Partner und die Überwachung dieser werden daraus resultierende Risiken minimiert.

Die SGKB D AG geht in ihrer Planung in den ersten Jahren der Aufbauphase von Verlusten aus, die durch nachrangige Darlehen der Konzernmutter ausgeglichen werden. Demzufolge besteht auch die Risikodeckungsmasse in den ersten Geschäftsjahren aus den Substanzwerten und das Risikotragfähigkeitskonzept basiert auf einem Liquidationsansatz. Das Risikodeckungspotential wird mindestens einmal jährlich sowie z.B. bei Kapitalmaßnahmen auch anlassbezogen aktualisiert. Für die als wesentlich eingestuften Risikoarten wurden Einzellimite festgelegt, hierbei kommt sowohl die Geschäfts- als auch die Risikostrategie der Bank zum Ausdruck. Der additiven Verknüpfung der Einzellimite liegt die Annahme zu Grunde, dass keine Risikokorrelationen wirken.

Risikoarten

Risiken können in sämtlichen Unternehmensbereichen auftreten. Die Risikoidentifizierung bezieht sich auf die gesamte Bank und ihr Umfeld. Die Bank untersucht sämtliche Geschäfte und Prozesse darauf, ob aus diesen Risiken entstehen können. Daraus verschafft sich die Bank einen Überblick über das Gesamtrisikoprofil des Hauses.

Die SGKB D AG stuft folgende Risikoarten als für sie wesentlich ein:

Adressenausfallrisiko

Marktpreisrisiko

Liquiditätsrisiko

Operationelles Risiko

Vertriebs-, Reputations- und strategisches Risiko.

Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiko ist das Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes, welches aus dem Ausfall eines Geschäftspartners resultiert. Das Kreditrisiko beinhaltet auch das Kontrahenten-/Emittentenrisiko sowie das Länderrisiko.

Das Kundenkreditgeschäft der Bank betrifft ausschließlich das Lombardkreditgeschäft. Unterdeckungen im Lombardbereich werden sehr zügig bereinigt, so dass diese in der Regel nur sehr kurzfristig bestehen. Mögliche Risiken aus dem Kundenkreditgeschäft wurden mit Limiten begrenzt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Da der Bank noch keine historischen Ausfallraten und aufgrund der Konzentration auf das Lombardkreditgeschäft auch keine detaillierten Unterlagen über die wirtschaftlichen Verhältnisse wie z.B. Einkünfte oder Lebenshaltungskosten ihrer Kunden vorliegen, misst die Bank die Limitauslastung derzeit mittels einer pauschalen Ausfallquote von 1% auf das Kreditvolumen..

Neben dem nur geringen Kundenkreditgeschäft tätigt die Bank Eigenanlagen ausschließlich im Geldmarkt- und Wertpapierbereich. Um ein Konzentrationsrisiko zu vermeiden, sind Kontrahenten- und Emittentenlimite in Kraft. Auf Basis von ratingbezogenen Ausfallraten (gewichteter langfristiger Durchschnitt) wird das Adressenausfallrisiko auf einen Betrachtungshorizont von einem Jahr gemessen und beurteilt.

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko besteht im Wesentlichen nur in Form des Zinsänderungsrisikos. Auch dieses soll grundsätzlich durch fristenkongruente Wiederanlagen vermieden werden. Das Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe verschiedener Szenarien gemessen. Hierzu werden Analysen im Standardszenario und Stressszenario durchgeführt, sowie die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs untersucht.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Beim Liquiditätsrisiko unterscheidet die Bank insbesondere das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) und das Refinanzierungsrisiko.

Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) ist die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann, bzw. die Gefahr des Refinanzierungsrisikos, also dass zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können. Dem Refinanzierungsrisiko begegnet die Bank durch eine Liquiditätszusage ihrer Muttergesellschaft.

Zur Überwachung der Liquidität stellt die Bank die erwarteten Zahlungsabflüsse den Zahlungszuflüssen gegenüber und unterzieht diese Liquiditätsablaufbilanz zusätzlich einem Stressszenario. Um Klumpenrisiken zu vermeiden, hält die Bank ihre Liquiditätskennzahl ständig auf einem Wert von über 2,0 und hat eine Berichtspflicht an den Vorstand bei Erreichen dieser Grenze eingerichtet.

Operationelles Risiko

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Vermögensschäden werden unsererseits nur dann den operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist.

Auf Grund des Geschäftsmodells des Hauses spielt das Verhalten der in der Bank Beschäftigten eine besondere Rolle, die sich im Komplex der Compliance Sachverhalte niederschlägt. Die Steuerung dieser Risiken nimmt die Bank durch umfangreiche Organisationsanweisungen und Kompetenzregelungen vor. Eine konkrete Messung der Risiken ist auf Grund fehlender historischer Daten in der Schadensfalldatenbank derzeit noch nicht möglich, da eine nach Einschätzung der Bank zu geringe Risikoauslastung die Folge wäre. Die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs für operationelle Risiken erfolgt deshalb analog den Vorgaben von § 270 f SolvV, wonach für das operationelle Risiko 15% der durchschnittlichen Bruttoerträge der letzten 3 Jahre angesetzt werden. Angesichts der Bedeutung des operationellen Risikos für die Bank, misst die Bank diesem Risiko einen hohen Risikoumfang bei.

Vertriebs-, Reputations- und strategisches Risiko

Das Vertriebsrisiko ist die Gefahr, dass das geplante Kundengeschäftsergebnis nicht erreicht wird. Als Reputationsrisiko wird im weitesten Sinne die Gefahr von Fehleinschätzungen institutioneller Vertriebspartner und Vertrauensverlust bezeichnet. Dazu zählen Imageverluste in der Öffentlichkeit und bei Vertriebspartnern bzw. durch Vertriebspartner. Das strategische Risiko umfasst die Gefahr von Fehlinvestitionen aufgrund von falschen Markteinschätzungen.

Die Steuerung dieser Risiken nimmt die Bank durch die regelmäßige Überprüfung ihrer Geschäftsstrategie, Due Diligence Prozesse sowie ebenfalls umfangreiche Organisationsanweisungen und Kompetenzregelungen vor. Darüber hinaus sind bis in die Vorstandsebene die Verantwortlichkeiten für die Geschäftsbereiche getrennt. Die Auslastung errechnet die Bank auf Basis von Expertenschätzungen, die sie im Rahmen der jährlichen Risikoinventur erhebt.

Zum Stichtag 31.12.2012 wurden bei einer Risikodeckungsmasse in Höhe von TEUR 10.590 Einzellimite von gesamt TEUR 8.000 vergeben. Die Risikoauslastung betrug auf Gesamt-bankebene 16,19% im Standard- und 19,17% im Stressszenario.

Ausblick

Die SGKB D AG befindet sich zusammen mit ihren Mitbewerbern in einem schwierigen Geschäftsumfeld. Einerseits ist der Markt generell von sinkenden Margen geprägt, andererseits bewirken die kontinuierlich steigenden, aufsichtsrechtlichen Auflagen, dass der Geschäftsaufwand pro Kunde beständig steigt. Die SGKB D AG reagiert darauf, indem sie in erster Linie in eine herausragende Kundenberatung investiert und ihr Dienstleistungsangebot um eine dezentrale Vermögensverwaltung ausgebaut hat. Diese Dienstleistung wird in jedem Standort der SGKB D AG lokal erbracht und stellt eine sehr kundennahe Betreuung der ihr anvertrauten Vermögenswerte sicher. Sie hilft, eine Nische in der Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten, die Werte wie Individualität, Sicherheit, Unabhängigkeit und Transparenz miteinander verbinden, wettbewerbsfähig zu besetzen und zudem eine marktgerechtere Preisgestaltung durchzusetzen. Zudem hat die SGKB D AG verschiedene Bereiche der Marktfolge sowie Funktionen im Bereich der Vermögensverwaltung und Vertriebscontrolling personell verstärkt, um in einem Umfeld gestiegener Anforderungen auch organisatorisch Zuverlässigkeit und Qualität sicherzustellen. Die SGKB D AG geht weiterhin davon aus, dass zufriedene, gut betreute Kunden, im Gegensatz zum allgemeinen Trend, nach wie vor bereit sind, für eine hohe Dienstleistungsqualität entsprechende Preise zu bezahlen.

Die SGKB D AG hält an Ihrer Strategie fest, die von den Großbanken zunehmend freigegebene Nische des individuellen und unabhängigen Vermögensmanagements zu besetzen und dies bereits ab einem Anlagevermögen von TEUR 500. Ihr Wachstum will die SGKB D AG organisch durch den Ausbau ihres Markt- und Kundenzugangs in den Ballungszentren München und Frankfurt erreichen.

Die Gewinnung neuer, hochqualifizierter Mitarbeiter und ein konsequentes Empfehlungsmanagement sind Schlüsselfaktoren unserer Wachstumsstrategie.

Sollten sich unsere Erwartungen von niedrigen Zinsen, bei einem gleichzeitig freundlichen Aktienmarkt und stabilen Rohstoffpreisen, für die nächsten zwei Jahre als richtig erweisen, dürfte sich das Anlegerverhalten positiv entwickeln, was im besten Fall einen Break-even im Jahre 2018 ermöglichen würde.

Die SGKB D hat sich bereits 2012 personell verstärkt und wird dies auch in 2013 fortführen. Im kommenden Geschäftsjahr wird sich die SGKB D AG verstärkt der Entwicklung und Ausweitung ihrer Kerngeschäftsfelder widmen. Dabei setzt die Bank auf die Verbindung zwischen der langjährigen Tradition ihres Mutterhauses und den Erfahrungen ihrer Vorstände und Kundenbetreuer im Private Banking sowie Vermögensmanagement.

Die Bank sieht sich für den für sie relevanten Markt gut gerüstet und wird ihrer qualitätsorientierten und ganzheitlichen Strategie treu bleiben. Für das Jahr 2013 und 2014 ist sie zuversichtlich, dass ein Ergebnis entsprechend den Prognosen erreicht wird. Gleichwohl wird die Bank sowohl in 2013 bzw. 2014 die Gewinnschwelle noch nicht erreichen. Dies entspricht ihrer Budgetierung und ihrem Businessplan, deren Einhaltung einer strengen Überwachung unterliegt. Die Bank hat auch ihr Kostenmanagement deutlich gestärkt und erwartet in den kommenden zwei Jahren ihre Planzahlen auf der Kostenseite tendenziell zu unterbieten und auch dadurch der anvisierten Gewinnschwelle spürbar näher zu kommen.

Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 Abs. 3 AktG)

Der Vorstand hat erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse eines verbundenen Unternehmens wurden im berichtspflichtigen Zeitraum nicht getroffen oder unterlassen.

 

München, 19.03 2013

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Kurt Soentgerath

Christoph Lieber

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2012.

der St. Galler Kantonalbank Deutschland AG, München

Aktivseite

Euro Euro Euro Euro Vorjahr
           
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     15.185,76   37.768,42
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     375.930,00   1.336.533,63
darunter:          
bei der Deutschen Bundesbank 375.930,00        
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 391.115,76 1.374.302,05
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schidatei öffentlicher Stellen     0,00   0,00
darunter:          
bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00        
b) Wechsel     0,00 0,00 0,00
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     36.362.616,42   20.025.118,15
b) andere Forderungen     20.356.947,59 58.716.564,01 35.537.285,00
4. Forderungen an Kunden       3.065.474,77 1.515.041,83
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert          
Kommunalkredite 0,00        
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0,00
darunter:          
beleihbar bei der Bundesbank 0,00        
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00    
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank          
b) Anleihen und Schuldverschreibungen 0,00        
ba) von öffentlichen Emittenten   0,00     5.155.434,93
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00        
bb) von anderen Emittenten   29.275.773,04 29.275.273,04   29.797.635,29
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00        
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00 29.275.773,04 0,00
Nennbetrag 0,00 Euro          
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       0,00 0,00
6a. Handelsbestand       0,00 0,00
7. Beteiligungen 4)       0,00 0,00
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00        
an Finanzdiensleistungsinstituten 0,00        
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0,00
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00        
an Finanzdiensleistungsinstituten 0,00        
9. Treuhandvermögen       0,00 0,00
darunter:          
Treuhandkredite 0,00        
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschliesslich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0,00
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00    
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     133.510,00    
c) Geschäfte und Firmenwerte     0,00    
d) geleistete Anzahlungen     0,00 133.510,30 155.037,00
12. Sachanlagen       670.874,60 747.580,00
13. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital       0,00  
darunter:          
eingefordert   0,00      
14. Sonstige Vermögensgegenstände       91.425,35 143.429,48
15. Rechnungsabgrenzungsposten       28.007,29 24.478,40
16. Aktive latente Steuern       0,00  
17. Aktiver Unterschiedsbeitrag aus der Vermögensverrechnung       0,00  
18. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag       0,00 0,0
Summe der Aktiva       90.384.744,22 94.508.342,13

Passivseite

         
  Euro Euro Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     0,00   0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   0,00     0,00
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   0,00 0,00   0,00
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   61.026.696,30     37.560.568,83
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   5.919.655,73 66.943.352,03 66.946.352,03 32.297.101,00
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0,00
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0,00
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00        
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00        
3a. Handelsbestand       0,00 0,00
4. Treuhandverbindlichkeiten       0,00 0,00
darunter:          
Treuhandkredite 0,00        
5. sonstige Verbindlichkeiten       345.516,85 166.424,34
6. Rechnungsabgrenzungsposten       0,00 0,00
6a. Passiva latente Steuern       0,00 0,00
7. Rückstellungen          
Rückstellungen für Pensionen und          
ähnliche Verpflichtungen     0,00    
b) Steuerrückstellungen     0,00    
c) andere Rückstellungen       704.780,00 736.469,81
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       6.450.000,00 5.200.000,00
10. Genussrechtskapital       0,00 0,00
darunter:          
vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00        
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       0,00 0,00
12. Eigenkapital          
a) Eingefordertes Kapital          
Gezeichnetes Kapital   5.000.000,00     5.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen   0,00 0,00    
b) Kapitalrücklage     35.800.000,00   30.600.000,00
c) Gewinnrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   0,00     0,00
cb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen   0,00     0,00
cc) satzungsmässige Rücklagen   0,00     0,00
cd) andere Gewinnrücklagen   0,00 0,00    
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust     -24.081.904,66 19.938.095,34 (17.052.221,85)
Summe der Passiva       90.384.744,22 94.508.342,13
  Euro Euro Euro Euro Vorjahr
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln     0,00    
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleitungsverträgen          
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten     0,00 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften     0,00    
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen     0,00    
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen     0,00 0,00 0,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München

Euro Euro Euro Vorjahr
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   247.630,36     406.816,78
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   1.394.230,79 1.641.861,15   1.289.514,15
2. Zinsaufwendungen     (465.159,62) 1.176.701,53 (963.022,91)
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     0,00   0,00
b) Beteiligungen     0,00   0,00
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 0,00 0,00
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00  
5. Provisionserträge     2.445.070,46   1.215.707,05
6, Provisionsaufwendungen     (899.302,54) 1.545.767,92 (254.959,60)
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands       0,00 0,00
8. Sonstige betriebliche Erträge       456.484,83 404.650,66
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   (4.020.256,27)     (2.996.588,56)
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgungen und für Unterstützung   (640.056,48) (4 .660.312,75)   (428.441,65)
darunter:          
für Alterversorgung (237.040,25)        
b) andere Verwaltungsaufwendungen     (5.526.707,92) (10.187.020,67) (3.846.661,63)
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       (209.214,10) (214.767,56)
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       (62.510,60) (71.926,54)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     (525.924,40)   (551.834,52)
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 (525.924,40) 0,00
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere         0,00
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 0,00 0,00
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0,00
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       (7.805.715,49) (6.011.514.33)
20. Ausserordentliche Erträge     0,00   0,00
21. Ausserordentliche Aufwendungen     0,00   0,00
22. Ausserordentliches Ergebnis     0,00 0,00  
23. Steuern vorn Einkommen und vom Ertrag     0,00   0,00
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     (3.967,32) (3.967,32) (6.199,40)
25. Erträge aus Verlustübernahme       0,00 0,00
26. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne       0,00 0,00
27. Jahresübeschuss / Jahresfehlbetrag       (7.809.682,81)  
28. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr       (17.952.221.85) (11.034.508,12)
        (24.861.904,66) (17.052.221,85)
29. Entnahmen aus der Kapitalrücklage          
        0,00 0,00
30. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0,00
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen     0,00   0,00
c) aus satzungsmässigen Rücklagen     0,00   0,00
d) aus anderen Gewinnrücklagen     0,00 0,00 0,00
        (24.881.904,66) (17.052.221,85)
31. Entnahmen aus Genussrechtskapital       0,00 0,00
        (24.881.904,66) (17.052.221,85)
32. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0,00
b) in die Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen     0,00   0,00
c) in satzungsmässige Rücklagen     0,00   0,00
d) in andere Gewinnrücklagen     0,00 0,00 0,00
        (24.861.904,66) (17.052.221,85)
33. Wieederauffüllung des Genussrechtskapitals       0,00 0,00
34. Bilanzgewinn f Bilanzverlust       (24.861.904,66) (17.052.221,85)

 

München,

Kurt Soentgerath

Christoph Lieber

Anhang

Allgemeine Angaben zur Aufstellung des Jahresabschlusses

Grundlagen

Der Jahresabschluss der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG für das Geschäftsjahr 2012 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt warden.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der St.Galler Kantonalbank AG, St. Gallen, Schweiz, einbezogen. Der Jahresabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht, der Konzernabschluss wird auf der Homepage des Stammhauses www.sgkb.ch veröffentlicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sind zum Nennwert bewertet. Abzugrenzende Zinsen wurden bei der entsprechenden Bilanzposition berücksichtigt.

Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungskosten -soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen- bewertet. Es wird linear nach den steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 150 werden im Zugangsjahr in voller Höhe, Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Wertpapiere sind der Liquiditätsreserve zugeordnet und werden zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die übrigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen angesetzt. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden mit den Referenzkursen (Devisenkassamittelkurse) der Europäischen Zentralbank vom 31. Dezember 2012 umgerechnet. Insgesamt beträgt der EUR-Gegenwert für USD, CHF, GBP, NOK, CAD, AUD, SGD und SEK der Vermögensgegenstände TEUR 26.572, sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden TEUR 26.564.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs

Die Bank hat eine verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 vom 30. August 2012 durchgeführt. Zur Bestimmung, ob eine Drohverlustrückstellung nach § 340a i.V.m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB gebildet werden muss, verwendet die Bank den barwertigen Ansatz. Gemäß dieser Berechnung ist zum Bilanzstichtag die Bildung einer solchen Drohverlustrückstellung nicht erforderlich.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute/Kunden

31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute    
bis drei Monate 42.720 55.562
mehr als drei Monate bis ein Jahr 14.000 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
davon:    
verbundene Unternehmen 494 13.002
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Forderungen an Kunden    
bis drei Monate 3.065 1.518
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
davon:    
verbundene Unternehmen 0 0
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0

Die Forderungen an verbundene Unternehmen sind täglich fällig und unverbrieft.

Forderungen mit unbestimmter Laufzeit bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Unter der Position Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden börsennotierte Wertpapiere in Höhe von insgesamt TEUR 28.705 sowie erworbene Zinsansprüche in Höhe von TEUR 571 ausgewiesen. Die Wertpapiere werden überwiegend in 2013 fällig, nur eine Anleihe im Februar 2014.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Anlagenspiegel

WERT in EUR Anschaffungskosten
Inventarbezeichnung Anfangsstand Zugänge Abgänge Umbuchungen Endstand
Lizenzen 344.871,73 8.742,33 0,00 0,00 353.614,06
Büromöbel 163.733,13 0,00 0,00 0,00 163.733,13
Büromaschinen 12.270,02 8.578,92 0,00 0,00 20.848,94
Telefon & Kommunikation 66.722,31 0,00 0,00 0,00 66.722,31
Netzwerkinstallationen 103.506,96 0,00 0,00 0,00 103.506,96
Arbeitsplatztechnik 68.814,43 11.525,13 0,00 0,00 80.339,56
Büroeinrichtung 53.726,85 0,00 0,00 0,00 53.726,85
Einbauten in fremde Gebäude 465.849,03 16.077,67 0,00 0,00 481.926,70
GWG > 150 175.285,86 45.057,05 0,00 0,00 220.342,91_
Gesamt 1.454.780,32 89.981,10 0,00 0,00 1.544.761,42
WERT in EUR Abschreibungen Buchwert 31.12.2012 Buchwert 31.12.2011
Inventarbezeichnung Anfangsstand Zugänge Abgänge Endstand
Lizenzen 159.834,73 60.269,33 0,00 220.104,06 133.510,00 185.037,00
Büromöbel 32.990,13 12.396,00 0,00 45.386,13 118.347,00 130.743,00
Büromaschinen 6.620,02 4.836,92 0,00 11.455,94 9.392,00 5.650,00
Telefon & Kommunikation 39.648,31 13.344,00 0,00 52.992,31 13.730,00 27.074,00
Netzwerkinstallationen 49.939,96 22.967,00 0,00 72.906,96 30.600,00 53.567,00
Arbeitsplatztechnik 57.083,43 9.568,13 0,00 66.651,56 13.688,00 11.731,00
Büroeinrichtung 11.257,85 4.000,00 0,00 15.257,85 38.469,00 42.469,00
Einbauten in fremde Gebäude 89.444,03 37.797,67 0,00 127.241,70 354.685,00 376,405,00
GWG > 150 75.344,86 44.035,05 0,00 119.379,91 100.963,00 99.941,00
Gesamt 522.163,32 209.214,10 0,00 731.377,42 813.384,00 932.617,00

Die Bank betreibt das Bankgeschäft in gemieteten Räumen. Für Zwecke dieser Nutzung sind Einbauten in fremde Grundstücke und Gebäude aktiviert, die zum 31. Dezember 2012 mit TEUR 355 zu Buche stehen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche wegen ausländischer Quellensteuer (TEUR 40), sowie Mietkautionen (TEUR 37) ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechungsabgrenzung enthält TEUR 28 aus der Abgrenzung aus Rechnungen für Sachkosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten/Kunden mit vereinbarter Laufzeit

31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten    
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
davon:    
verbundene Unternehmen 0 0
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden    
bis drei Monate 61.027 37.361
mehr als drei Monate bis ein Jahr 5.920 32.297
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
davon:    
verbundene Unternehmen 0 0
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0

Sonstige Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Abgeltungssteuer, Lohnsteuer und Umsatzsteuer (TEUR 264) ausgewiesen. TEUR 50 betreffen Verpflichtungen gegenüber Dienstleistern und Lieferanten und TEUR 31 bereits gebuchte, aber noch nicht ausgeführte Überweisungen.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind unverbrieft und entsprechen den Vorschriften des § 10 Abs. 5a KWG. Das zum Stichtag 31.12.2011 ausgewiesene nachrangige Darlehen über TEUR 5.200 wurde zum 31.12.2012 in die Kapitalrücklage umgewandelt, am 30.03.2012 wurde eine neues Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 6.450 für eine Laufzeit von 10 Jahren gewährt.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:

Darlehensbetrag in TEUR Zins zum 31.12.2012 Restlaufzeit
  6.450 0,854% (variabel) 9 Jahre

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung oder Kündigung sowie eine Beschränkung des Nachranges sind vertraglich ausgeschlossen. Im Berichtsjahr sind Zinsaufwendungen aus den nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 291 entstanden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt insgesamt TEUR 15.938 und setzt sich aus dem Grundkapital in Höhe von TEUR 5.000 und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 35.800 zusammen. Das Grundkapital ist voll eingezahlt und in 5.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt. Am 31.12.2012 wurde das Nachrangdarlehen über TEUR 5.200 in Eigenkapital umgewandelt und in die Kapitalrücklage eingestellt. Diese beträgt danach T€ 35.800. Der Bilanzverlust wird in Höhe von TEUR 24.862 ausgewiesen, darin enthalten ist ein Verlustvortrag aus den Jahren 2010, 2009 und 2008 in Höhe von TEUR 17.052.

Pensionsgeschäfte

Zum 31. Dezember 2012 bestanden keine Pensionsgeschäfte.

Eventualverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, die unter dem Bilanzstrich auszuweisen sind, bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Nicht realisierte Reserven

Die Bank macht derzeit von der Zurechnung nicht realisierter Reserven nach § 10 Abs. 4a KWG zum bankaufsichtsrechtlichen Eigenkapital keinen Gebrauch.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss in Höhe von TEUR 1.177 resultiert überwiegend aus den Eigenanlagen der Bank.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss in Höhe von TEUR 1.546 setzt sich zusammen aus Provisionserträgen in Höhe von TEUR 2.445.und Provisionsaufwendungen von TEUR 899.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Untervermietung der Geschäftsräume (TEUR 255), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 22), sowie Erträge aus Devisengeschäften mit Kunden (TEUR 28).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Unter dieser Position sind im wesentlichen Abschreibungen aufgrund von Kurswertveränderungen der Wertpapiere der Liquiditätsreserve ausgewiesen (TEUR 447) sowie TEUR 79 Einlösungsverluste.

Abschlussprüfer

Seit dem Rumpfgeschäftsjahr 2008 ist die PricewaterhouseCoopers AG, München als Abschlussprüfer der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG bestellt.

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB geben wir an, dass die PricewaterhouseCoopers AG der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG im Geschäftsjahr 2012 insgesamt TEUR 175 in Rechnung gestellt hat. Davon fallen TEUR 90 auf die ordentliche Abschlussprüfung (Anteil 2011: TEUR 66), TEUR 35 auf die Depot- und WpHG-Prüfung (Anteil 2011: TEUR 23) und TEUR 50 auf Steuerberatungsleistungen (Anteil 2011: TEUR 30).

Vorstand

Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus den Herren

Kurt Soentgerath Christoph Lieber
Sprecher des Vorstandes Sprecher des Vorstandes

Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder des Vorstandes wurden nicht gewährt. Eingegangene Haftungsverhältnisse des Vorstandes bestanden nicht.

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat, der die Kontroll- und Auskunftsrechte wahrnimmt sowie weitere in der Satzung festgelegte Befugnisse wahrnimmt, besteht aus den Herren:

 

Roland Ledergerber, St. Gallen, Schweiz, Aufsichtsratsvorsitzender
Präsident der Geschäftsleitung der St. Galler Kantonalbank A G, St. Gallen, Schweiz

 

Daniel Lipp, St. Gallen, Schweiz, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender
Mitglied der Geschäftsleitung der St. Galler Kantonalbank AG, St. Gallen, Schweiz

 

Siegfried R. Peyer, St. Gallen, Schweiz
CEO der HYPOSWISS Privatbank AG, Zürich, Schweiz

 

Prof. Dr. Wolfgang Gerke
Präsident des Bay. Finanzzentrums e. V., München

 

Günter T. Schlösser
Geschäftsführer der portfolio concept GmbH, Köln

 

Stefan Klinger
Leiter Controlling & Finance der St. Galler Kantonalbank, St. Gallen

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden für das Geschäftsjahr insgesamt Bezüge in Höhe von TEUR 40 gewährt. Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden nicht gewährt. Eingegangene Haftungsverhältnisse des Aufsichtsrates bestanden nicht.

Beirat

Der Beirat hat die Aufgabe, die Geschäftsführung in wesentlichen, das Unternehmen betreffenden Fragen zu beraten. Den Mitgliedern des Beirates wurden für das Geschäftsjahr insgesamt Bezüge in Höhe von TEUR 49 gewährt.

Mandate zum 31.12.2012

Von den Vorstandsmitgliedern werden keine Mandate wahrgenommen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Sie gruppieren sich wie folgt:

2012 2011
männlich weiblich insgesamt insgesamt
Mitarbeiter 22 10 32 19

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Der Gesamtbetrag der Zahlungsverpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Pacht-, und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 4,559.

 

München, 19.03.2013

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Kurt Soentgerath

Christoph Lieber

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt,

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 20. März 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Bretsch, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ralf Steffan, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Tätigkeitsbericht

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung der Bank regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit sorgfältig und fortwährend überwacht. in regelmäßigen Sitzungen wurden wir vom Vorstand über die geschäftliche Entwicklung, die strategische Weiterentwicklung, die Liquidität und die Ertragslage der Bank sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von der Planung wurden uns im Einzelnen erläutert. Der vierteljährlich erstellte Risikobericht, in dem die jeweilige Risikolage der Gesellschaft eingehend dargestellt wurde, sowie die Ergebnisse von internen und externen Revisions- und anderen Prüfungen waren dabei regelmäßige Bestandteile der Berichterstattung. Aus Prüfungen resultierende Feststellungen, daraus abgeleitete Maßnahmen und jeweilige Bearbeitungsphasen wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls zeitnah zur Kenntnis gebracht.

Während des Berichtszeitraumes hat sich der Aufsichtsrat über einzelne Geschäftsbereiche und über Projekte von wesentlicher Bedeutung unterrichten lassen. Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit der beabsichtigten Geschäftspolitik, der strategischen Unternehmensplanung und der operativen Planung für das Geschäftsjahr 2012 eingehend auseinandergesetzt.

Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. ln alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Bank war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen.

Jahresabschluss 2012

Der Jahresabschluss 2012 der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG ist zusammen mit dem Lagebericht aufgestellt und vom Vorstand zur Prüfung an die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgelegt worden. Die PricewaterhouseCoopers AG, München, hat den Einzelabschluss der Bank mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen und festgestellt, dass der Lagebericht die wirtschaftlichen Verhältnisse und die künftige Entwicklung der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG zutreffend darstellt. Die Prüfungsberichte der PricewaterhouseCoopers AG lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor und der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG sowie den Lagebericht des Vorstands und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses für das Geschäftsjahr 2012 in der Aufsichtsratssitzung am 29.04.2013 geprüft. Dem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzergebnisses hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Die Abschlussprüfer nahmen an dieser Aufsichtsratssitzung teil und berichteten umfassend über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung.

Einwendungen gegen den vorgelegten Jahresabschluss und gegen die Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat nicht festgestellt und somit nicht erhoben. Damit ist der aufgestellte Jahresabschluss der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG für das Jahr 2012 vom Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Im Aufsichtsrat und im Vorstand hat es im Berichtszeitraum keine personellen Veränderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der St. Galler Kantonalbank Deutschland AG für die im Jahr 2012 geleistete erfolgreiche Arbeit.

 

München, den 29.04.2013

Für den Aufsichtsrat

Roland Ledergerber, Vorsitzender des Aufsichtsrates