St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Aktionärsstruktur

Die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München (SGKB AG D), wurde 2008 gegründet und hat am 06.02.2009 die Lizenz zum Betreiben erlaubnispflichtiger Geschäfte erhalten. Das gesamte Aktienkapital (100 %) wird von der St.Galler Kantonalbank AG, St.Gallen, Schweiz (SGKB AG CH), gehalten.

Die SGKB AG CH wurde, wie die meisten Schweizer Kantonalbanken, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet, um der regionalen Bevölkerung und dem Mittelstand Spar- und Kreditmöglichkeiten zu bieten. Mehrheitseigener ist nach wie vor der Kanton St.Gallen, dessen Staatsgarantie die SGKB AG CH, besitzt. Seit 2001 ist die Muttergesellschaft teilprivatisiert und an der Schweizer Börse notiert.

Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

Die SGKB D AG bietet vermögenden Privatkunden Vermögensverwaltung und -beratung von ihren Standorten in München und Frankfurt an. Die Bank verzichtet auf eigene Finanzprodukte und berät ihre Kunden objektiv und produktneutral.

Für darüber hinausgehende Aufgaben und Projekte werden Spezialisten aus der St.Galler Kantonalbank Konzerngruppe sowie externe Partner hinzugezogen.

Der ganzheitliche Ansatz der Bank berücksichtigt die persönliche Lebenssituation ihrer Kunden und die damit verbundenen finanziellen Ziele.

Die SGKB D AG konzentriert sich auf ihre Kernkompetenz, die Vermögensberatung über alle Asset-Klassen, und sie bietet hierzu individuell zugeschnittene modulare Lösungen in der direkten Beratung und Vermögensverwaltung.

Als Ansprechpartner für das Gesamtvermögen ihrer Kunden arbeitet die SGKB D AG mit diversen Kooperationspartnern zusammen, die ihr Vertrauen genießen.

Für die bei der SGKB AG CH geführten Konten und Depots bietet die SGKB D AG Betreuung und Beratung von Deutschland aus an.

Geschäftsleitung und Gremien

Die SGKB D AG wurde im Geschäftsjahr 2016 von den Vorständen Herrn Walter Ernst und Herrn Joseph M. Steiger geführt. Herr Ernst verantwortete als Vorstandsvorsitzender den Marktbereich und Herr Steiger die Marktfolge.

Die Überwachung des Vorstandes und der geschäftlichen Entwicklung obliegt dem Aufsichtsrat, dem sechs Mitglieder angehören.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das deutsche Wirtschaftswachstum war auch in 2016 robust und überstieg mit 1,9 % die schon relativ starken Vorjahre. 2015 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 1,7 %, im Jahr davor um 1,6%. Damit lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 knapp einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten 10 Jahre (1,5 %).

Das Aktienjahr begann so schlecht wie nie zuvor in der Börsengeschichte und erreichte Mitte Februar einen Tiefpunkt. Im 4. Quartal ist der deutsche Aktienmarkt jedoch noch einmal richtig in Schwung gekommen und der Leitindex Dax schloss am letzten Handelstag bei 11.481 Punkten und damit knapp 7 % höher als zu Jahresbeginn.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre sehr expansive Geldpolitik noch weiter gelockert und verlängerte Anfang Dezember ihre Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren bis Ende 2017.

Branchenspezifische und regulatorische Rahmenbedingungen

Nach wie vor stellt die Einhaltung aller bankenaufsichtlicher Anforderungen gerade für kleine Häuser eine grosse Herausforderung dar, zumal eine Reduktion nicht absehbar ist.

Auch im Jahr 2016 wurden seitens des Gesetzgebers und der Aufsichtsbehörden wieder große Regulierungsschritte unternommen. Die hohen Belastungen durch die Vielzahl an Regulierungsmaßnahmen in den Banken halten an. Diesen Belastungen auf der Kostenseite stehen durch die anhaltende negative Zinslandschaft auch Ertragsrückgänge beim Zinsüberschuss gegenüber.

Wirtschaftsbericht

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Zum zweiten Mal in Folge wurde das geplante NetNewMoney-Ziel mit 163 % (VJ: 149%) übererfüllt. Somit war das Geschäftsjahr 2016 aus Vertriebssicht das beste Jahr seit Gründung der SGKB D AG. Der Betriebserfolg lag praktisch auf Planergebnis und zeigt die Einhaltung des Business Case.

Das Anlagegeschäft im Rahmen unserer Vermögensverwaltung wurde in 2016 weiter ausgebaut, 63 % (Vorjahr: 63 %) unserer Kunden-Mandate werden in der Vermögensverwaltung betreut.

In §26a KWG wird die Kapitalrendite als Quotient aus Nettoerfolg und Bilanzsumme bestimmt. Entsprechend dieser Definition lag die Kapitalrendite für das Jahr 2016 bei - 0,04 %.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Nachfolgend werden die aus unserer Sicht wesentlichen Bilanzposten dargestellt:

Vermögenslage 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 90.225 126.554
Forderungen an Kunden 20.686 20.733
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 107.424 128.995
Nachrangige Verbindlichkeiten 5.000 5.000
Eigenkapital 20.264 20.354
Bilanzsumme 134.699 156.310

Der Rückgang der Bilanzsumme um rund EUR 22 Mio. oder 14 Prozent auf EUR 134,7 Mio. resultiert aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 21,6 Mio., da die Liquidität der Kunden vermehrt in Wertpapieren angelegt war. Die Forderungen gegenüber Kunden lagen wie im Vorjahr bei ca. 21 Mio. Euro.

Das von der SGKB D AG betreute Kundenvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 21 %.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit EUR 90,2 Mio. ausgewiesen und verteilen sich auf täglich fällige Gelder (EUR 48,2 Mio.) und andere Forderungen (EUR 42,0 Mio.). Letztere weisen ausschließlich Laufzeiten bis maximal ein Jahr auf.

Das Eigenkapital, bestehend aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 5,0 Mio., der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 65,8 Mio. und dem Bilanzverlust in Höhe von EUR 50,5 Mio., errechnet sich mit EUR 20,3 Mio.

Zur Aufrechterhaltung eines angemessenen aufsichtsrechtlichen Kapitals in Höhe von ca. EUR 30 Mio. hat die Bank Nachrangdarlehen in Höhe von EUR 5,2 Mio. in 2009, EUR 5,6 Mio. in 2010, EUR 6,45 Mio. in 2012, EUR 5,0 Mio. in 2013, EUR 5,0 Mio. in 2014, EUR 5,0 Mio. in 2015 und EUR 5,0 Mio. in 2016 bei der Muttergesellschaft aufgenommen. Hiervon wurden EUR 5,6 Mio. zum 20.12.2011, EUR 5,2 Mio. zum 31.12.2012, EUR 6,45 Mio. zum 31.03.2013, EUR 5,0 Mio. zum 31.03.2014, EUR 5,0 Mio. zum 31.12.2015 und EUR 5,0 Mio. zum 31.12.2016 in die Kapitalrücklage umgewandelt. Die Verbindlichkeit aus nachrangigen Darlehen gegenüber der Konzernmutter beträgt zum 31.12.2016 EUR 5,0 Mio. Ferner hat die Muttergesellschaft in 2013 EUR 6,5 Mio. und in 2014 EUR 2,0 Mio. direkt in die Kapitalrücklage eingezahlt.

Die Liquidität wird täglich anhand der aufsichtsrechtlichen Kennzahl überwacht und gesteuert. Im Berichtsjahr war jederzeit ausreichende Liquidität vorhanden.

Nachfolgend werden die aus unserer Sicht wesentlichen Ertragsbestandteile dargestellt:

Ertragslage 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Zinsüberschuss 121 267
Provisionsüberschuss 6.541 5.593
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 12.553 11.800
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -5.665 -5.357
Jahresfehlbetrag -5.090 -5.331

Den Zinserträgen in Höhe von TEUR 157 stehen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 36 gegenüber. Die Zinserträge resultieren hauptsächlich aus dem Lombardkreditgeschäft, der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beruht auf dem tiefen bis negativem Zinsniveau auf der Anlageseite. Der Provisionsertrag beläuft sich auf TEUR 8.670, der Provisionsaufwand auf TEUR 2.129.

Der Personalaufwand einschließlich der Sozialabgaben betrug TEUR 7.582, andere Verwaltungsaufwendungen TEUR 4.971.

Nachfolgend werden die aus Sicht der Bank wesentlichen Zahlen zur Finanzlage dargestellt:

Finanzlage TEUR 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Summe der Zahlungsmittel (in TEUR) 124.862 135.675
Summe der Zahlungsverpflichtungen (in TEUR) 11.507 14.038
Liquiditätskennzahl 10,85 9,66

Auf dieser Basis erachtet der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als angemessen. Die SGKB D AG ist Mitglied im Einlagensicherungsfonds des BdB sowie der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Die Vorgaben von Basel III hinsichtlich Kapitalausstattung werden deutlich übererfüllt, die Gesamtkapitalquote per 31.12.2016 betrug 40,81% (Vorjahr: 44,20%).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ob die Werte und Grundsätze einer Bank nur behauptet oder ob sie tatsächlich in der Realität gelebt werden, hängt entscheidend von ihren Mitarbeitern ab. Daher legen wir bei der Auswahl unserer Vermögensberater Wert auf eine hohe fachliche Qualifikation und investieren in gute Arbeitsbedingungen und Aus- und Weiterbildung.

Als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber versuchen wir durch verschiedene Maßnahmen dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an unser Haus zu binden.

Anhand der eingehenden Beschwerden messen wir die Zufriedenheit unserer Kunden. Die eingegangenen Beschwerden, gemessen an der Anzahl der Kunden lagen im Geschäftsjahr wie bereits im Vorjahr unter 1%. Hierbei waren keine schwerwiegenden Hintergründe festzustellen, zur Anlageberatung erhielten wir im Berichtsjahr gar keine Beschwerden (Vorjahr: 0).

Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Der Vorstand ist für das Risikomanagement zuständig. Das Risikocontrolling berichtet in regelmässigen Abständen an den Gesamtvorstand. Bei ad hoc auftretenden Risiken ist eine unmittelbare Benachrichtigung durch entsprechende Berichtswege gewährleistet.

Grundlage des Risikomanagements der SGKB D AG ist die bewusste Übernahme und gezielte Steuerung von Risiken. Das Risikomanagementsystem der Bank basiert auf der systematischen Erfassung und Analyse aller für die Bank wesentlichen Risiken. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur durch Accounting & Controlling erfolgt in Abstimmung mit den operativen Bereichen die Identifizierung, Beurteilung und Dokumentation der Risiken.

Die interne Revision überprüft als unabhängige Instanz die vorhandenen Risikokontroll- und Steuerungssysteme auf Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit von Unternehmenseinheiten und -prozessen.

Entsprechend ihrem Geschäftsmodell liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Bank im Private Banking. Ergänzend bzw. als Annexgeschäft bietet die Bank ihren Kunden ein eingeschränktes Kreditgeschäft ausschließlich in Form des Lombardkredites an.

Bei der Erbringung der Wertpapierdienstleistungen ist die Bank in einem hohen Maße auf die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit ihrer Outsourcing-Partner angewiesen. Durch die bewusste Auswahl der Kooperations-Partner und die Überwachung dieser werden daraus resultierende Risiken minimiert

Risikoarten

Risiken können in sämtlichen Unternehmensbereichen auftreten. Die Risikoidentifizierung bezieht sich auf die gesamte Bank und ihr Umfeld. Die Bank untersucht sämtliche Geschäfte und Prozesse darauf, ob aus diesen Risiken entstehen können. Daraus verschafft sich die Bank einen Überblick über das Gesamtrisikoprofil des Hauses.

Die SGKB D AG stuft folgende Risikoarten als für sie wesentlich ein:

Adressenausfallrisiko

Marktpreisrisiko

Operationelles Risiko

Reputationsrisiko

Fluktuationsrisiko

Rechtsrisiko

Geschäfts-Vertriebsrisiko

Aufgrund unseres Geschäftsmodells stufen wir das operationelle Risiko als das für uns bedeutendste Risiko ein.

Die Risikoauslastung per 31.12.2016 betrug bei einem Gesamtbank-Risikolimit in Höhe von 11,5 Mio. EUR im Standardszenario 22,3 % (Vorjahr: 19,08 %)

Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiko ist das Risiko eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes, welches aus dem Ausfall eines Geschäftspartners resultiert. Das Adressenausfallrisiko beinhaltet auch das Kontrahenten-/Emittentenrisiko sowie das Länderrisiko.

Das Kundenkreditgeschäft der Bank betrifft ausschließlich das Lombardkreditgeschäft. Unterdeckungen im Lombardbereich werden sehr zügig bereinigt, so dass diese in der Regel nur sehr kurzfristig bestehen. Mögliche Risiken aus dem Kundenkreditgeschäft wurden mit Limiten begrenzt, deren Einhaltung laufend überwacht wird. Die Ermittlung der Risikoauslastung erfolgt im Standardszenario unter Annahme einer Senkung der Sicherheitenwerte um 30% und im Stressszenario unter der zusätzlichen Annahme einer Erhöhung der Ausfallraten.

Neben dem nur geringen Kundenkreditgeschäft tätigt die Bank Eigenanlagen ausschließlich im Geldmarkt- und Wertpapierbereich. Um ein Konzentrationsrisiko zu vermeiden, sind Kontrahenten- und Emittentenlimite in Kraft. Vom Gesamtvolumen muss mindestens 80 % des Gesamt-Portfolios ein Rating von AA und besser aufweisen, bis 20 % können ein schlechteres Rating haben, dabei darf aber das Mindestrating von A-/A3 nicht unterschritten werden. Zusätzlich werden pro Kontrahent bzw. Emittent jährlich Limitgrenzen festgelegt, die in Abstimmung mit dem Mutterhaus für jeweils ein Jahr gelten. Diese werden bei Bedarf, mindestens jedoch in einem zweijährigen Turnus neu festgelegt. Auf Basis von ratingbezogenen Ausfallraten (gewichteter langfristiger Durchschnitt) wird das Adressenausfallrisiko auf einen Betrachtungshorizont von einem Jahr gemessen und beurteilt.

Die Auslastung per 31.12.2016 betrug im Standardszenario 47,1 % (Vorjahr: 48,4 %) bei einem Risikolimit von 1,5 Mio. EUR und im Stressszenario 44,1 % (Vorjahr: 40,3 %) bei einem Risikolimit von 2,2 Mio. EUR.

Kreditausfälle waren nicht zu verzeichnen, es war auch keine Risikovorsorge zu bilden.

Marktpreisrisiko

Das Marktpreisrisiko besteht im Wesentlichen nur in Form des Zinsänderungsrisikos. Ein Kurswertrisiko würde nur realisiert werden, wenn Wertpapiere aus dem Eigenbestand der Bank aufgrund eines Liquiditätsengpasses verkauft werden müssten. Zum Bilanzstichtag werden keine Wertpapiere mehr im Eigenbestand gehalten. In der Vergangenheit waren alle Wertpapiere im Depot A der Liquiditätsreserve zugeordnet und es bestand eine Halteabsicht bis zur Endfälligkeit. Auch dieses soll grundsätzlich durch fristenkongruente Wiederanlagen vermieden werden. Das Zinsänderungsrisiko wird mit Hilfe verschiedener Szenarien gemessen. Hierzu werden Analysen im Standardszenario und Stressszenario durchgeführt, sowie die Auswirkungen eines schweren konjunkturellen Abschwungs untersucht. Die Szenarien beinhalten sowohl parallele Zinsstrukturverschiebungen als auch Drehungen und werden zeitverschoben und ad hoc angewandt.

Die Auslastung per 31.12.2016 betrug im Standardszenario 18,2 % (Vorjahr: 24,6 %) bei einem Risikolimit von 500 TEUR und im Stressszenario war bei einem Risikolimit von 900 TEUR die Tragfähigkeit mit 12,6 % (24,7 %) gegeben. Im Vergleich zum Vorjahr waren weniger Positionen mit Festzinsbindung im Bestand, wodurch sich das Zinsänderungsrisiko verringert hat.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Beim Liquiditätsrisiko unterscheidet die Bank insbesondere das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) und das Refinanzierungsrisiko.

Das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Zahlungsunfähigkeitsrisiko) ist die Gefahr, dass die

Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann, bzw. die Gefahr des Refinanzierungsrisikos, also dass zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können. Dem Refinanzierungsrisiko begegnet die Bank durch eine Liquiditätszusage ihrer alleinigen Aktionärin, der SGKB AG CH.

Zur Überwachung der Liquidität stellt die Bank die erwarteten Zahlungsabflüsse den Zahlungszuflüssen gegenüber und unterzieht diese Liquiditätsablaufbilanz zusätzlich einem Stressszenario, in dem ein Abfluss von 100 % der fälligen Termingeldeinlagen sowie von 50 % der Sichteinlagen angenommen wird. Die Bank hält ihre Liquiditätskennzahl ständig auf einem Wert von über 2,0, per 31.12.2016 war sowohl im Standard- als auch im Stressszenario jederzeit ausreichende Liquidität gegeben.

Operationelles Risiko

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Vermögensschäden werden unsererseits nur dann den operationellen Risiken zugerechnet, wenn der eingetretene Schaden eindeutig und ausschließlich auf das Versagen von internen Verfahren, Menschen oder Systemen zurückzuführen ist.

Auf Grund des Geschäftsmodells des Hauses spielt das Verhalten der in der Bank Beschäftigten eine besondere Rolle, die sich im Risikogehalt der Compliance Sachverhalte niederschlägt. Die Steuerung dieser Risiken nimmt die Bank durch umfangreiche Organisationsanweisungen und Kompetenzregelungen vor. Eine konkrete Messung der Risiken ist auf Grund fehlender historischer Daten in der Schadensfalldatenbank derzeit noch nicht möglich. Die Ermittlung des Risikokapitalbedarfs für operationelle Risiken erfolgt deshalb analog den Vorgaben nach Art. 315 CRR, wonach für das operationelle Risiko 15 % der durchschnittlichen Bruttoerträge der letzten 3 Jahre angesetzt werden.

Die Auslastung per 31.12.2016 betrug im Standardszenario 33,6 % (Vorjahr: 28,7 %) bei einem Risikolimit von 2,5 Mio. EUR und im Stressszenario 56,1 % (Vorjahr: 47,9 %) bei einem Risikolimit von 3,0 Mio. EUR. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus der Steigerung der Erträge, welche zur Berechnung herangezogen werden.

Reputationsrisiko

Als Reputationsrisiko wird im weitesten Sinne die Gefahr von Fehleinschätzungen institutioneller Vertriebspartner und Vertrauensverlust bezeichnet. Dazu zählen Imageverluste in der Öffentlichkeit und bei Vertriebspartnern bzw. durch Vertriebspartner. Die Auslastung errechnet die Bank auf Basis von Expertenschätzungen, die sie im Rahmen der jährlichen Risikoinventur erhebt, sie betrug per 31.12.2016 im Standardszenario 6,0 % (Vorjahr: 5,24 % bei einem Risikolimit von 2,5 Mio. EUR und im Stressszenario 9,9 % (Vorjahr: 8,77 %) bei einem Risikolimit von 3,0 Mio. EUR.

Fluktuationsrisiko

Das Fluktuationsrisiko resultiert aus der sehr engen Bindung der Kunden an ihren Berater in diesem Kundensegment. Das Risiko des Verlustes von Kunden bzw. der aus diesen Geschäftsverbindungen generierten Erträge wird anhand von Expertenschätzungen ermittelt. Die Kundenabwanderung geschieht meist erst zeitverzögert und es kann ex post oft keine aussagekräftige Einschätzung getroffen werden, aus welchem Grund die Geschäftsbeziehung gekündigt wird.

Die Auslastung per 31.12.2016 betrug im Standardszenario 3,0 % (Vorjahr: 2,8 %) bei einem Risikolimit von 2,5 Mio. EUR und im Stressszenario 7,5 % (Vorjahr: 7,03 %) bei einem Risikolimit von 3,0 Mio. EUR.

Rechtsrisiko

Rechtsrisiken können entstehen durch Nichtbeachtung, falsche Anwendung oder Übertreten von Gesetzen beim Abschluss von Verträgen oder bei sonstigem Handeln. Die Messung wird anhand historischer Daten vorgenommen. Hierzu werden die entstandenen Kosten für Rechtstreitigkeiten, Bußgelder, Geldstrafen oder sonstige Zahlungen herangezogen.

Die Steuerung dieser Risiken nimmt die Bank durch die regelmäßige Überprüfung ihrer Geschäftsstrategie, umfangreiche Organisationsanweisungen und Kompetenzregelungen sowie Verwendung von Standard-Formularen vor. Darüber hinaus sind bis in die Vorstandsebene die Verantwortlichkeiten für die Geschäftsbereiche getrennt.

Die Auslastung per 31.12.2016 betrug im Standardszenario 28,4 % (Vorjahr: 28,4 %) bei einem Risikolimit von 1,5 Mio. EUR und im Stressszenario 64,0 % (Vorjahr: 64,0 %) bei einem Risikolimit von 2,0 Mio. EUR.

Geschäfts-/Vertriebsrisiko

Das Vertriebsrisiko schlägt sich wesentlich im Ertrag, speziell im Provisionsgeschäft und damit in der jeweiligen Ergebnisvorschau mit Plan-Ist-Vergleich nieder. Folgender Grund kann Ursache für das Vertriebsrisiko sein: Das geplante Kundenergebnis (v.a. das Provisionsergebnis in Form von Kommissions- und Dienstleistungserträgen) wird nicht erreicht.

Die Risikomessung erfolgt durch die Multiplikation der Abweichung des aktuellen RoBV gegenüber dem geplanten RoA mit dem aktuellen Geschäftsvolumen:

Die Auslastung per 31.12.2016 betrug im Standardszenario 54,6 % bei einem Risikolimit von 0,5 Mio. EUR und im Stressszenario 60,7 % bei einem Risikolimit von 0,9 Mio. EUR.

Ausblick

Die SGKB D AG befindet sich weiterhin in einem stark umkämpften Marktsegment mit schwierigen Wettbewerbsbedingungen. Digitalisierung, Niedrigzinsumfeld und weitere Regulierungen werden die Bank auch in 2017 beschäftigen.

Die SGKB D AG verfolgt weiterhin ihre Strategie des organischen Wachstums mit der Konzentration auf das individuelle und unabhängige Vermögensmanagement ab einem liquiden Anlagevolumen von EUR 1,0 Mio.

In 2017 erfolgt die Einführung der weiter ausgebauten modularen Vermögensverwaltung wie das „Ausrollen" unseres digitalisierten Beratungsansatzes. Der Fokus liegt hierbei auf einer umfassenden Kundenberatung über das eigentliche Kapitalvermögen hinaus. In der Umsetzung konzentrieren wir uns jedoch weiterhin auf die Optimierung der Kapitalvermögen unserer Kunden, insbesondere durch unser vom Markt differenzierendes Vermögensverwaltungsangebot an den Buchungsstandorten Deutschland und Schweiz.

So sieht sich die SGKB D AG bestens aufgestellt, auch 2017 wie im abgelaufenen Geschäftsjahr die Planziele zu erreichen, den jährlichen Verlust weiter zu reduzieren und mit weit überdurchschnittlicher Neukundengewinnung, dem erfolgreichen Vermögensmanagement und einem effizienten Kostenmanagement die Gewinnschwelle 2020 sicher zu erreichen und ihre Position im Markt Deutschland weiter auszubauen. Die Planung der Bank sieht für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019 Jahresfehlbeträge von 4,6 Mio. EUR, 3,1 Mio. EUR und 0,8 Mio. EUR vor. Die Abdeckung soll wie in den Vorjahren durch Bereitstellung und nachfolgenden Verzicht von nachrangigen Verbindlichkeiten der SGKB CH in jeweils entsprechender Höhe erfolgen.

Stand der Umsetzung von MIFID II

Hinsichtlich der bankinternen Umsetzung der Richtlinie 2014/65/EU (MiFIR) hat die Bank ein Projekt unter dem Titel „MiFID II" eingerichtet. Dies ist untergliedert in fünf wesentliche Themenblöcke, nämlich Anlageberatung, Vermögensverwaltung, Aufzeichnungspflichten, Zuwendungen sowie den Teilbereich Product Gouvernante. Inhaltlich sind die einzelnen Blöcke noch weiter aufgegliedert, um dezidiert die Umsetzung von Richtlinie und Verordnung sicherzustellen. Derzeit erarbeitet die Bank in Teilprojektgruppen die Erstellung einer GAP-Analyse. Der interne Zeitplan sieht die Erstellung eines Umsetzungskonzeptes für Richtlinie und Verordnung bis 07/2017 vor. Die detaillierte, tatsächliche Umsetzung soll dann ab 07/2017 erfolgen und bis 10/2017 abgeschlossen sein.

Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 Abs. 3 AktG)

Der Vorstand hat erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse eines verbundenen Unternehmens wurden im berichtspflichtigen Zeitraum nicht getroffen oder unterlassen.

 

München, 27.03.2017

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Walter Ernst

Joseph M. Steiger

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München

Aktivseite

Euro Euro Euro Euro Vorjahr
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     2,820,82   51.647,89
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     22.983.078,76   8.016.175,05
darunter:          
bei der Deutschen Bundesbank (VJ: 8.016.175,05) 22.983.078,76        
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 22.985.899,58 0,00
2. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     48.210.527,16   78.468.019,31
b) andere Forderungen     42.014.072,78 90.224.599,94 48.088.057,78
3. Forderungen an Kunden       20.685.777,25 20.732.762,04
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert (VJ: 0,00) 0,00        
Kommunalkredite (VJ: 0,00) 0,00        
4. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten       28.821,00 57.425,00
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0,00
d) geleistete Anzahlungen     0,00 26.821,00 0,00
5. Sachanlagen       510.129,00 769.376,00
6, Sonstige Vermögensgegenstände       81.398,29 69.040,03
7. Rechnungsabgrenzungsposten       183,956,07 59.719,81
Summe der Aktiva       134.698.561,13 155.310.222,91

Passivseite

         
  Euro Euro Euro Euro Vorjahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   0,00      
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   0,00 0,00   0,00
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   106.897.522,32     127.259.567,73
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   526.484,57 107.424.006,89 107.424.006,89 1.735.466,02
2. sonstige Verbindlichkeiten       762.535,38 660.379,86
3. Rechnungsabgrenzungsposten       0,00 2.309,11
4. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     0,00   0,00
b) Steuerrückstellungen     0,00   0,00
c) andere Rückstellungen     1.248.259,21 1.248.259,21 1.298.622,14
5. Nachrangige Verbindlichkeiten       5.000.000.00 5.000.000,00
6. Eigenkapital          
a) Eingefordertes Kapital          
Gezeichnetes Kapital   5.000.000,00     5.000.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen   0,00 5.000.000,00   0,00
b) Kapitalrücklage     65.750.000,00   60.750.000,00
c) Gewinnrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   0,00      
cb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen   0,00      
cc) satzungsmässige Rücklagen   0,00      
cd) andere Gewinnrücklagen   0,00 0,00   0,00
d) Bilanzgewinn !Bilanzverlust     -50.486.220,35 20.263.779,65 (45.396.122,01)
Summe der Passiva       134.698.581,13 156.310.222,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zelt vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München

Euro Euro Euro Euro Vorjahr
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   157.176,92     344.738,91
darunter negative Zinsen aus Intatbankengeschäft (VJ: 17.900,83) 85.547,57        
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   0,00 157.176,92   0,00
2. Zinsaufwendungen     (35.769,59) 121.407,33 (78.158,51)
darunter negative Zinsen aus Kundensichteinlagen (VJ: 6.245,68) 10.039,12        
3. Provisionserträge     8.669.883,71   8.727.919,79
4. Provisionsaufwendungen     (2.128.557,89) 6.541.325,82 (3.135.233,87)
5. Sonstige betriebliche Erträge       688.080,22 892.362,20
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   (6.670.620,05)     (5.930.086,65)
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   (911.716,85) (7.582.336,90)   (713.475,68)
darunter:          
für Altersversorgung (VJ: 203.848,32) (276.208,87)        
b) andere Verwaltungsaufwendungen     (4.970.651,22) (12.552.988,12) (5.156.840,08)
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     (193.079,23) (193.079,23)  
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen       (269.714,95) (112.505,93)
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       (5.664.968,93) (5.357.199,20)
10. Ausserordentliche Erträge     34.000,00   26.688,12
11. Ausserordentliches Ergebnis       34.000,00 26.688,12
12, Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen       540.870,59 (847,91)
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag       (5.090.098,34) (5.331.358,99)
14. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr       (45.396.122,01) (40.064.763,02)
        (50.486.220,35) (45.396.122,01)
15. Bilanzgewinn / Bilanzverlust       (50.486.220,35) (45.396.122,01)

Anhang

Allgemeine Angaben zur Aufstellung des Jahresabschlusses

Angaben nach §264 Abs. 1a HGB

Die St.Galler Kantonalbank Deutschland AG hat ihren Sitz in 80333 München, Prannerstrasse 11 und wird beim Amtsgericht München unter der Nr. HRB 175195 geführt.

Grundlagen

Der Jahresabschluss der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG für das Geschäftsjahr 2016 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der St.Galler Kantonalbank AG, St. Gallen, Schweiz, einbezogen. Der Jahresabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht, der Konzernabschluss wird auf der Homepage des Stammhauses vvww.sqkb.ch veröffentlicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve ist zum Nennwert bilanziert.

Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sind zum Nennwert bewertet. Abzugrenzende Zinsen wurden bei der entsprechenden Bilanzposition berücksichtigt.

Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungskosten -soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen- bewertet. Es wird linear nach den steuerlich zulässigen Werten abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis EUR 150 werden im Zugangsjahr in voller Höhe, Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die übrigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktiv- bzw. Passivseite Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital besteht aus dem eingezahlten Aktienkapital, der Kapitalrücklage und dem Bilanzverlust. Es ist zum Nennwert ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen angesetzt.

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden mit den Referenzkursen (Devisenkassamittelkurse) der Europäischen Zentralbank vom 31. Dezember 2016 umgerechnet. Insgesamt beträgt der EUR-Gegenwert der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung (USD, CHF, GBP, NOK, CAD, AUD, SGD, NZD, MXN und TRY) jeweils TEUR 8.766.

Verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs

Die Bank hat eine verlustfreie Bewertung von zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 vom 30. August 2012 durchgeführt. Zur Bestimmung, ob eine Drohverlustrückstellung nach § 340a i.V.m. § 249 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 HGB gebildet werden muss, verwendet die Bank den barwertigen Ansatz. Gemäß dieser Berechnung war zum Bilanzstichtag keine Bildung einer Drohverlustrückstellung erforderlich.

Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

In der Barreserve sind folgende Beträge enthalten:

Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von TEUR 22.983

Portobestand in Höhe von TEUR 3

Forderungen an Kreditinstitute/Kunden

31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute    
bis drei Monate 90.225 78.466
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 48.088
davon:    
verbundene Unternehmen 12.588 46.857
Forderungen an Kunden    
bis drei Monate 20.686 20.733

Bei den Forderungen an Kunden handelt es sich um Lombardkredite, die durch verpfändete Wertpapiere besichert sind, sowie Forderungen an Nichtbanken in Höhe von TEUR 219. Die Forderungen an verbundene Unternehmen sind täglich fällig und nicht verbrieft. Forderungen mit unbestimmter Laufzeit bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Anlagenspiegel

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
(TEUR)
Inventarbezeichnung Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2016
Lizenzen 422 1 0 0 423
Büromobiliar 178 14 2 0 189
Büromaschinen 33 4 0 0 38
Telefon & Kommunikation 77 15 0 0 91
Netzwerkinstallationen 160 46 0 0 206
Arbeitsplatztechnik 136 23 0 0 159
Betriebseinrichtung 54 0 47 0 7
Einbauten in fremden Geb. 803 4 474 0 333
GWG >150 255 30 0 0 285
Summen 2.117 136 522 0 1.731
Kumulierte Abschreibungen
(TEUR)
Inventarbezeichnung Stand 01.01.2016 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2016
Lizenzen 365 32 0 0 397
Büromobiliar 84 14 1 0 97
Büromaschinen 22 2 0 0 24
Telefon & Kommunikation 67 3 0 0 71
Netzwerkinstallationen 129 21 0 0 150
Arbeitsplatztechnik 96 22 0 0 118
Betriebseinrichtung 27 4 27 0 4
Einbauten in fremden Geb. 275 73 261 0 86
GWG >150 226 22 0 0 248
Summen 1.291 193 289 0 1.194
Buchwerte
(TEUR)
Inventarbezeichnung 31.12.2016 31.12.2015
Lizenzen 27 57
Büromobiliar 92 94
Büromaschinen 14 11
Telefon & Kommunikation 21 9
Netzwerkinstallationen 56 31
Arbeitsplatztechnik 41 40
Betriebseinrichtung 3 26
Einbauten in fremden Geb. 247 528
GWG >150 37 30
Summen 537 827

Die Bank betreibt das Bankgeschäft in gemieteten Räumen. Für Zwecke dieser Nutzung sind Einbauten in fremde Grundstücke und Gebäude aktiviert, die zum 31.Dezember 2016 mit TEUR 247 zu Buche stehen.

Durch die Skalierung auf TEUR können Rundungsdifferenzen vorhanden sein.

Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche wegen Kapitalertragsteuer in Höhe von TEUR 6 sowie Forderungen aus Miet-/Untermietverträgen (TEUR 75) ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält TEUR 184 aus der Abgrenzung aus Rechnungen für Sachkosten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit

31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden    
bis drei Monate 107.018 127.260
mehr als drei Monate bis ein Jahr 406 1.735

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich zusammen aus täglich fälligen Sichteinlagen (ausgewiesen unter Laufzeit bis 3 Monate) sowie Termingeldeinlagen (ausgewiesen unter Laufzeit mehr als 3 Monate bis ein Jahr).

Sonstige Verbindlichkeiten

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Abgeltungssteuer, Lohnsteuer und Umsatzsteuer (TEUR 532) ausgewiesen. TEUR 86 betreffen fremde Depotgebühren, TEUR 88 Verbindlichkeiten aus offenen Rechnungen und Verpflichtungen gegenüber Dienstleistern sowie TEUR 54 erhaltene Mietkautionen aus Untermietverträgen.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:

Darlehensbetrag
in TEUR
Zins zum 31.12.2016 Restlaufzeit
  5.000 LIBOR 3 Monate zzgl 0,7% (variabel) 10 Jahre

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung oder Kündigung sowie eine Beschränkung des Nachranges sind vertraglich ausgeschlossen. Eine Umwandlung in Kapital ist zeitlich nicht festgelegt. Im Berichtsjahr sind Zinsaufwendungen aus den nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 36 entstanden.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt insgesamt TEUR 20.264 und setzt sich aus dem Grundkapital in Höhe von TEUR 5.000 und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 65.750 zusammen. Das Grundkapital ist voll eingezahlt und in 5.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt. Durch Umwandlung des Nachrangdarlehens über TEUR 5.000 in die Kapitalrücklage zum 31.12.2016 und Gewährung eines neuen Nachrangdarlehens in Höhe von TEUR 5.000 zum 31.12.2016 veränderte sich die Kapitalrücklage von TEUR 60.750 im Vorjahr auf TEUR 65.750. Der Bilanzverlust wird in Höhe von TEUR 50.486 ausgewiesen, darin enthalten ist ein Verlustvortrag aus den Jahren 2008 bis 2015 von TEUR 45.396.

Pensionsgeschäfte

Zum 31. Dezember 2016 bestanden keine Pensionsgeschäfte.

Eventualverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten, die unter dem Bilanzstrich auszuweisen sind, bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Nicht realisierte Reserven

Die Bank macht derzeit von der Zurechnung nicht realisierter Reserven nach § 10 Abs. 4a KWG zum bankaufsichtsrechtlichen Eigenkapital keinen Gebrauch.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erträge werden ausschliesslich in Deutschland generiert.

Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss in Höhe von TEUR 121 resultiert überwiegend aus den Forderungen gegenüber Kunden. Er setzt sich zusammen aus TEUR 157 Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften, sowie Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 36.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss in Höhe von TEUR 6.541 setzt sich zusammen aus Provisionserträgen in Höhe von TEUR 8.670 (TEUR 7.059 aus dem Wertpapiergeschäft, TEUR 203 aus der Depotverwaltung und TEUR 1.407 übrige Provisionserträge) und Provisionsaufwendungen von TEUR 2.129 (TEUR 1.922 aus dem Wertpapiergeschäft, TEUR 161 aus der Depotverwaltung und TEUR 45 übrige Provisionsaufwendungen).

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand sind im wesentlichen Kosten für Raumaufwand (TEUR 1.312), Informatik (TEUR 1.006) sowie Kosten für Revisionstätigkeiten und Steuerberatung (TEUR 381) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im wesentlichen Erträge aus der Untervermietung der Geschäftsräume (TEUR 402), Erträge aus der Erstattung geldwerter Vorteil (TEUR 158) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 68). Der Ertrag aus der Auflösung der Drohverlustrückstellung beträgt TEUR 48.

Sonstiger betrieblicher Aufwand

Diese Position beinhaltet Lastschriften aus Transaktionen mit bankeigenen Kreditkarten, zu denen noch keine detaillierten Abrechnungen vorliegen in Höhe von TEUR 16, TEUR 233 Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen und TEUR 8 für Vermögensschäden aus dem operativen Geschäft.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Werte und Sachanlagen

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Werte und Sachanlagen teilen sich auf in TEUR 32 Abschreibungen auf immaterielle Werte und TEUR 161 Abschreibungen auf Sachanlagen.

Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzverlust aus dem Jahr 2016 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Abschlussprüfer

Seit dem Rumpfgeschäftsjahr 2008 ist die PricewaterhouseCoopers AG, München, seit dem 1. März 2017 PricewaterhouseCoopers GmbH, München, als Abschlussprüfer der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG bestellt.

Gemäß § 285 Nr. 17 HGB geben wir an, dass die PricewaterhouseCoopers AG, München, der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG im Geschäftsjahr 2016 insgesamt TEUR 176 für Ab- schlussprüfungsleistungen sowie TEUR 2 für Steuerberatungsleistungen in Rechnung gestellt hat.

Vorstand

Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus den Herren

Walter Ernst Joseph M. Steiger
Vorstandsvorsitzender Mitglied des Vorstandes

Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder des Vorstandes wurden nicht gewährt. Eingegangene Haftungsverhältnisse des Vorstandes bestanden nicht. Beide Vorstände haben ihre Vorstandstätigkeit hauptberuflich ausgeführt.

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat, der die Kontroll- und Auskunftsrechte wahrnimmt sowie weitere in der Satzung festgelegte Befugnisse wahrnimmt, besteht aus den Herren:

Roland Ledergerber, St. Gallen, Schweiz, Aufsichtsratsvorsitzender
Präsident der Geschäftsleitung der St. Galler Kantonalbank A G, St. Gallen, Schweiz

Daniel Lipp, St. Gallen, Schweiz, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender
Mitglied der Geschäftsleitung der St. Galler Kantonalbank AG, St. Gallen, Schweiz

Stefan Klinger
Leiter Controlling & Finance der St. Galler Kantonalbank, St. Gallen

Prof. Dr. Wolfgang Gerke
Präsident des Bay. Finanzzentrums e. V., München

Günter T. Schlösser
Geschäftsführer der portfolio concept GmbH, Köln

Peter Groner
Aufsichtsratsvorsitzender der ZBI Zentral Boden Immobilien Gruppe

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden für das Geschäftsjahr insgesamt Bezüge in Höhe von TEUR 56 gewährt. Vorschüsse und Kredite an die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden nicht gewährt. Eingegangene Haftungsverhältnisse des Aufsichtsrates bestanden nicht.

Mandate zum 31.12.2016

Von den Vorstandsmitgliedern werden keine Mandate wahrgenommen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 47 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Sie gruppieren sich wie folgt:

2016 2015
männlich weiblich insgesamt insgesamt
Mitarbeiter 29 18 47 45

Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Der Gesamtbetrag der Zahlungsverpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Pacht-, und Leasingverträgen beläuft sich auf TEUR 4.774 (Miete + Kfz-Leasing).

 

München, 27.03.2017

St.Galler Kantonalbank Deutschland AG

Walter Ernst

Joseph M. Steiger

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 31. März 2017

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heiko Röhrig, Wirtschaftsprüfer

ppa. Anne Witt, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Tätigkeitsbericht

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand wurde bei der Leitung der Bank regelmäßig beraten und seine Tätigkeit wurde vom Aufsichtsrat sorgfältig und fortwährend überwacht. In regelmäßigen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat über die geschäftliche Entwicklung, die strategische Weiterentwicklung, die Liquiditäts- und Ertragslage der Bank sowie über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von der Planung und von Zielvorgaben wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat hat sich über einzelne Geschäftsbereiche und über Projekte von wesentlicher Bedeutung unterrichten lassen. Der vierteljährlich erstellte Risikobericht, in dem die jeweilige Risikolage der Gesellschaft eingehend dargestellt wurde, sowie die Ergebnisse von internen und externen Prüfungen waren regelmäßige Bestandteile der Berichterstattung. Aus Prüfungen resultierende Feststellungen, daraus abgeleitete Maßnahmen und der jeweilige Bearbeitungsstand wurden dem Aufsichtsrat ebenfalls zeitnah zur Kenntnis gebracht.

Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit der beabsichtigten Geschäftspolitik, der strategischen Unternehmensplanung und der operativen Planung für das Geschäftsjahr 2016 eingehend auseinandergesetzt. Daneben stand der Vorstand laufend mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, aber auch mit den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats in Kontakt, um anstehende Entscheidungen und wichtige Vorkommnisse zu erörtern.

Der Aufsichtsrat wurde im Berichtszeitraum vom Vorstand umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für die Sank war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Jahresabschluss 2016

Der für das Geschäftsjahr 2016 aufgestellte Jahresabschluss der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG ist von der PricewaterhouseCoopers GmbH, München mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testiert worden. Der vorgenannte Abschluss einschliesslich Lagebericht, sowie die Prüfungsberichte der PricewaterhouseCoopers GmbH wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates mit ausreichend zeitlichem Vorlauf übermittelt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG sowie den Lagebericht des Vorstandes und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzergebnisses für das Geschäftsjahr 2016 in der Aufsichtsratssitzung am 10.05.2017 in Anwesenheit und unter Einbeziehung der Abschlussprüfer erörtert und geprüft. Dem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzergebnisses hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Einwendungen gegen den vorgelegten Jahresabschluss und gegen die Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat nicht festgestellt und somit nicht erhoben. Damit ist der aufgestellte Jahresabschluss der StGaffer Kantonalbank Deutschland AG für das Jahr 2016 vom Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates und des Vorstandes

Im Aufsichtsrat und im Vorstand hat es im Berichtszeitraum keine personellen Änderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der St.Galler Kantonalbank Deutschland AG für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2016.

 

München, 10.05.2017

Für den Aufsichtsrat

Roland Ledergerber, Vorsitzender des Aufsichtsrates