Ad-hoc | 5 April 2000 16:26
Ad hoc-Service: Deutsche Bank AG
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Ad-hoc-Meldung am 5. April 2000 Meldung nach § 15 WPHG
Deutsche Bank AG: Fusionsgespräche mit der Dresdner Bank-Gruppe
abgebrochen; Ergebnisanstieg im 1. Quartal 2000 um über 50 %
Der Vorstand der Dresdner Bank AG hat heute den Vorstand der
Deutschen Bank AG über die Entscheidung informiert, die
Fusionsgespräche mit sofortiger Wirkung abzubrechen.
In den angelaufenen
Integrationsplanungsgesprächen beider Häuser haben sich
Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Integration des
Investment Banking-Geschäfts ergeben. Die Dresdner Bank AG
hat sich nicht in der Lage gesehen, einen Verkauf ihres
Investment Banking-Geschäfts in Erwägung zu ziehen. Auch auf
den Vorschlag einer Teilintegration wollte man nicht eingehen.
Letztlich konnte keine für beide Seiten akzeptable Vorgehensweise
gefunden werden.
Ein Integrationsmanagement, wie es sich bei Bankers Trust
bewährt hat, konnte deshalb nicht umgesetzt werden. Somit
konnte auch die Realisierung der mit der Transaktion
verbundenen Wertschaffung für die Deutsche Bank-Aktionäre nicht
sichergestellt werden.
Durch das Abbrechen des Fusionsprozesses ist auch die
Grundsatzvereinbarung mit der Allianz über den Verkauf von DWS,
49% an der Deutschen Bank 24, sowie die Übertragung der
unternehmerischen Führung am Deutschen Herold hinfällig
geworden. Die Deutsche Bank AG wird ihre wertorientierte Dual
Focus und e-Commerce Strategie konsequent weiterverfolgen. Das
gilt auch für die Konsolidierungsstrategie im Retail Banking.
Die erfolgreiche strategische Ausrichtung aller
Unternehmensbereiche der Deutschen Bank zeigt sich nach dem
hervorragenden Jahresabschluß 1999 verstärkt im 1. Quartal
2000. Alle Unternehmensbereiche haben sich erfreulich
entwickelt und übertrafen das Ergebnis des Vorjahres zum Teil
sehr deutlich. Der Unternehmensbereich Global Corporates and
Institutions, der die Investmentbank-Aktivitäten der Deutschen
Bank umfaßt, hat das exzellente Ergebnis des Vorjahres nochmals
steigern können und ein neues Rekord-Resultat erzielt. Im
Unternehmensbereich Privat- und Geschäftskunden zeigten die
Umstrukturierung und getätigte Investitionen bereits erhebliche
Erfolge. Insgesamt liegt das Ergebnis vor Steuern im
1. Quartal
2000 um über 50 % über seinem Vorjahreswert. Selbstverständlich
kann dieser Anstieg nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet
werden. Wir rechnen aber damit, daß wir bei einer weiterhin
guten Marktverfassung das Ergebnis erneut werden steigern
können.
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