DEUTSCHE BANK AKTIENGESELLSCHAFTFrankfurt am MainHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Zusammenfassung der Konzernergebnissescrollen
1 Basierend auf dem den Deutsche-Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis nach AT1-Kupon; weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten 2 Zeitraum von zwölf Monaten bis zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode im Vergleich zum Gesamtjahr 2021 3 Die Aufwand-Ertrag-Relation ist der prozentuale Anteil der zinsunabhängigen Aufwendungen insgesamt an der Summe aus Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft und zinsunabhängigen Erträgen 4 Die Überleitung der bereinigten Kostenbasis ist im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen; Bereinigte Kosten" dieses Dokuments zu finden 5 Definiert als Gesamterträge abzüglich zinsunabhängiger Aufwendungen 6 Zum Ende der Berichtsperiode 7 Weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten 8 Nachhaltige Finanzierungs- und Investmentaktivitäten sind definiert im "Sustainable Financing Framework - Deutsche Bank Group", das auf investor-relations.db.com verfügbar ist; wenn die Validierung gegen das Rahmenwerk nicht vor Quartalsende abgeschlossen werden kann, werden die Volumina nach Abschluss der Validierung in den Folgequartalen offengelegt 9 Definiert als Differenz zwischen der jährlichen prozentualen Veränderung der Gesamterträge und der jährlichen prozentualen Veränderung der zinsunabhängigen Aufwendungen Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben
LageberichtWeltwirtschaftscrollen
1 Jährliches reales BIP-Wachstum (in % im Vergleich zum Vorjahr). Quellen: Nationale Behörden, sofern nicht anders angegeben 2 Wachstumszahlen für die Weltwirtschaft liegen nur auf Jahresbasis vor, weshalb als Halbjahreszahlen die Prognosen für das Gesamtjahr 2023 verwendet wurden 3 Vierteljährliches reales BIP-Wachstum (% gegenüber dem Vorjahr); Quelle: Deutsche Bank Research. Da keine Halbjahreszahlen verfügbar sind, wurden vierteljährliche Wachstumsraten als indikative Wachstumsraten verwendet 4 Einige Wirtschaftsdaten für 2022 wurden von den Statistikämtern überarbeitet. Daher können diese Daten von den zuvor veröffentlichten abweichen 5 Einschließlich China, Hongkong, Indien, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Südkorea, Taiwan, Thailand und Vietnam; ohne Japan Umfeld Bankenbranchescrollen
1 Stand 31. Mai 2023 2 Gesamte US-Einlagen, da die Einzelwerte für diese Aggregate nicht vorliegen Das Provisionsaufkommen im Emissions- und Beratungsgeschäft ging im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr, welches seinerseits um 28 % niedriger als das im ersten Halbjahr 2021 ausfiel, um 23 % zurück. Es existieren drei Hauptgründe für den gedämpften Emissions- und Beratungsmarkt. Der erste Faktor sind die Kosten und Verfügbarkeit von Krediten. Trotz des anscheinend günstigeren Marktumfelds durch niedrigere Volatilität, niedrigere Inflation und rückläufige Aufschläge sind Kredite weiterhin teuer, da die Zinssätze nach wie vor hoch und die Banken bei der Kreditvergabe zurückhaltend sind. Dies hat zur Folge, dass Unternehmen und Private Equity-Fonds ihre strategischen Aktivitäten auf Eis legen, wodurch auch die Aktivität im Bereich der Erwerbsfinanzierung zurückgeht. Der zweite Faktor ist das Vertrauen im Markt. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, führen steigende Aktienmärkte und niedrigere Volatilität nicht unmittelbar zu einer Belebung des Aktienemissionsgeschäfts. Die anhaltende Gefahr einer Rezession in den USA trägt ebenfalls zur Verunsicherung bei. Der dritte Faktor ist der Rückgang der Aktivität im Technologiesektor. Dieser Markt hatte im Jahr 2021 ein Volumen von 25 Mrd. €, blieb im ersten Halbjahr 2022 robust und ging danach kräftig zurück, als sich die Marktbedingungen verschlechterten und im Jahr 2023 die Silicon Valley Bank zusammenbrach. Dieser zwei Jahre anhaltende Rückgang beim Gebührenaufkommen folgt den Mustern vergangener Abschwünge mit ähnlichen Rückgängen in den Jahren 2008/2009 und 2001/2002. In beiden Fällen wurde jedoch im Folgejahr eine Erholung der Branche verzeichnet. In ähnlicher Weise erwartet die Bank einen Rückgang der Ertragspools beim Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC) im Vergleich zum Vorjahr. Das Jahr 2022 war von erhöhter Volatilität und Marktaktivität gekennzeichnet, die primär durch die weltweiten Inflationssorgen und die geldpolitische Reaktion in Verbindung mit den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine verursacht wurden. Während im ersten Quartal 2023 weiterhin eine bedeutende Aktivität verzeichnet wurde, die durch den Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und die Übernahme der Credit Suisse noch intensiviert wurde, fiel das zweite Quartal ruhiger aus, da die Märkte nach den extremen Bedingungen des ersten Quartals und angesichts der Bedenken im Zusammenhang mit der US-Schuldenobergrenze, die zu einer Einschränkung der Aktivität und einem von Risikoabbau geprägten Umfeld führte, eine Pause einlegten. Dies wurde bei zehn der weltweit am meisten gehandelten Devisen, beim Handel mit Zinsprodukten, Schwellenländern und Rohstoffen festgestellt. Im Gegensatz dazu verbesserte sich das Umfeld des Flow Credit-Geschäfts dank eines allgemeinen Trends der Verengung von Spreads im bisherigen Jahresverlauf, mit Ausnahme eines kurzen Zeitraums im März. Im Finanzierungsgeschäft konnte die Dynamik nach einem allgemein starken Jahr 2022 bei anhaltender Kundennachfrage aufrechterhalten werden. StrategieDer folgende Abschnitt enthält aktuelle Informationen über die Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie der Deutschen Bank im zweiten Quartal 2023 und sollte in Verbindung mit dem Abschnitt "Strategie" im Geschäftsbericht 2022 gelesen werden. Globale HausbankIm März 2022 skizzierte der Konzern seine strategischen und finanziellen Pläne bis 2025, mit denen die Deutsche Bank als "Globale Hausbank" positioniert werden soll, und kommunizierte ihre Finanz- und Kapitalziele für 2025. Die Strategie "Globale Hausbank" wird durch drei thematische Schwerpunkte untermauert: Risikomanagement, Nachhaltigkeit und Technologie, die angesichts der geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen noch weiter in den Vordergrund gerückt sind. In diesem Umfeld strebt die Deutsche Bank an, ein günstigeres Zinsumfeld zu nutzen, ihr Know-how im Risikomanagement zur Unterstützung von Kunden einzusetzen und Kapital für renditestarke Wachstumschancen bereitzustellen. Da Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, will die Bank in diesem Zusammenhang ihren Dialog mit und ihre Unterstützung für Kunden vertiefen sowie die Agenda für die eigenen Aktivitäten erweitern. Da sich die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt, will die Bank weitere Kosteneinsparungen erzielen, den Übergang zu einer Digitalbank beschleunigen und die strategischen Partnerschaften ausbauen, die bereits jetzt einen deutlichen Mehrwert schaffen. Wichtigste Leistungsindikatoren der Deutschen Bank 2025Finanzziele: scrollen
Kapitalziele: scrollen
Die Deutsche Bank bekräftigt ihre Finanz- und Kapitalziele für 2025. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße. Die Definitionen dieser Messgrößen und die Überleitung auf die zugrunde liegenden IFRS-Messgrößen sind im Abschnitt "Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" in diesem Bericht beschrieben. Fortschritte bei der StrategieumsetzungIm zweiten Quartal 2023 erzielte die Deutsche Bank weitere Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Strategie der "Globalen Hausbank". Der Konzern verfolgt das Ziel, die Umsetzung der "Globalen-Hausbank"- Strategie mit gezielten Maßnahmen auf drei Ebenen zu beschleunigen: der operativen Effizienz, der Kapitaleffizienz und des Ertragswachstums. Die Deutsche Bank hat ihr Ziel für Effizienzsteigerungen durch gezielte Effizienzmaßnahmen von 2 Mrd. € auf insgesamt 2,5 Mrd. € im April 2023 erhöht. Diese Maßnahmen haben bisher zu Einsparungen von mehr als 600 Mio. € geführt, vor allem durch die Schließung von Filialen, die Standardisierung der Kreditbearbeitung und andere Maßnahmen. Die Zusammenführung der IT-Plattformen von Deutscher Bank und Postbank in Deutschland im Rahmen des Projekts "Unity" bildet die Grundlage für zukünftige Digitalisierungsbestrebungen und wird signifikant zu Kosteneinsparungen ab 2025 mit ca. 300 Mio. € beitragen. Darüber hinaus hat die Bank Fortschritte bei der Reduzierung der Anzahl von Mitarbeitern erzielt, die keinen direkten Kundenkontakt haben, wobei etwa 80 Prozent der angestrebten Zahl von Mitarbeitern bereits informiert wurden oder die Plattform verlassen haben. Dies soll zu weiteren Einsparungen von voraussichtlich über 100 Mio. € nach vollständiger Umsetzung führen. Die Bank hat eine Reihe weiterer Maßnahmen festgelegt, darunter die Straffung ihres Hypothekengeschäfts. Die Bank bekräftigt ihr Ziel, die risikogewichteten Aktiva (RWA) bis 2025 um 15 bis 20 Mrd. € gegenüber den bisherigen Erwartungen zu senken. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) wurden trotz hoher Erträge bereits im zweiten Quartal 2023 gesenkt, was auf den disziplinierten Kapitaleinsatz in den Geschäftsbereichen der Bank und auf bevorstehende Modelländerungen zurückzuführen ist. Auch die im zweiten Quartal 2023 abgeschlossenen Verbriefungen haben zu RWA-Entlastung geführt. Weitere Infrastrukturmaßnahmen sind derzeit in Vorbereitung. Der Konzern ist bestrebt, seine für 2022 angekündigten Umsatzwachstumsziele zu übertreffen. Diese Ambitionen wurden durch die Wachstumsdynamik einer starken Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2023 unterstützt. Die Deutsche Bank ist der Ansicht, dass ihr ein ausgewogener, komplementärer Geschäftsmix ermöglicht, eine anhaltende Ertragsdynamik im Einklang mit ihrer Strategie der Globalen Hausbank zu erzielen. Im zweiten Quartal 2023 gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie einen Zusammenschluss des Corporate-Finance-Geschäfts im Vereinigten Königreich und in Irland mit der Numis Corporation Plc. anstrebt. Die Transaktion sollte der Bank die Gelegenheit geben, ihre Strategie der Globalen Hausbank schneller voranzutreiben, indem sie das Engagement im Firmenkundensegment zu intensiviert. Der Abschluss der Transaktion wird für das letzte Quartal 2023 erwartet und unterliegt aufsichtsrechtlichen Genehmigungen. Mit der Herausgabe der "Lufthansa Miles & More Credit Card" ab Mitte 2025 wird die Deutsche Bank ihr Geschäft im Bereich Zahlungsverkehr weiter voranbringen. Die erzielten Fortschritte wurden von Ratingagenturen im zweiten Quartal 2023 mit drei verbesserten Bonitätseinstufungen der Bank honoriert. DBRS Morningstar setzte das langfristige Rating der Deutschen Bank um eine Stufe nach oben. Fitch hat die Ratings der Bank hochgestuft, und S&P erhöhte den Ausblick auf die Ratings der Bank auf "Positiv". Die Bank ist entschlossen, nicht nur in ihre Plattformen zu investieren, sondern auch die Chancen zu nutzen, die sich durch die derzeitigen Marktbedingungen und die Entwicklungen in Europa und in der Region Asien-Pazifik ergeben. Im Mittelpunkt steht die globale Anwerbung von Talenten, um unser Beratungsgeschäft zu stärken. Mit ihrem Fachwissen in beiden Märkten begleitete die Bank die Emission des ersten Panda-Bonds eines Mischkonzerns aus Hongkong in China. Darüber hinaus prüft die Bank aktiv die Chancen, die sich aus KI und maschinellem Lernen ergeben. Auch für den operativen Bereich sowie für die Prozessautomatisierung sieht die Bank Vorteile aus diesen neuen Technologien. Eines der jüngsten Beispiele ist die aktuelle Ausgabe der Serie TDI Showcase, in der Einblicke in die Entwicklung der neuen Lösung zur Archivierung großer Datensätze ("Large Dataset Archiving") mithilfe von Google Cloud gewährt werden. NachhaltigkeitNachhaltigkeit stand auch im zweiten Quartal 2023 wieder ganz oben auf der Agenda. Die Bank wurde für ihre ESG-bezogene Handels- und Lieferkettenfinanzierung als "Beste Bank des Jahres 2023 in Sachen Environmental, Social and Governance (ESG)" ausgezeichnet. Darüber hinaus agierte die Deutsche Bank als gemeinsamer ESG-Koordinator bei der grünen Benchmark-Anleihe des Bundeslands Hessen mit einem Volumen von 1 Mrd. € und einer Laufzeit von zehn Jahren. Diese grüne Transaktion markierte die bis dato größte Emission einer grünen Anleihe durch ein deutsches Bundesland. Die Bank fungierte als Koordinator und gemeinsamer Konsortialführer beim Abschluss einer neuen revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von bis zu 800 Mio. US-Dollar zur Unterstützung des Ausbaus der Plattform für saubere Energie der Intersect Power LLC. In der Region Asien-Pazifik trägt die Bank mit ihrem Corporate-Social-Responsibility-Umwelt-Programm "How we live" gemeinsam mit der Organisation The Nature Conservancy zur Biodiversität der Ozeane bei und finanziert zahlreiche kommunale Naturschutzprojekte. Darüber hinaus kündigte die Deutsche Bank als erste Bank in Deutschland an, ab Mitte 2023 ihr gesamtes Kartenangebot auf recycelte Materialien umzustellen. Die Deutsche Bank veröffentlichte ein "White Paper" hinsichtlich des CO 2-Abdrucks gemäß den zukünftigen EU-Vorgaben zur Energieeffizienz für Immobilienbesitzer in Europa. Gleichzeitig aktualisierte die Bank ihr "Rahmenwerk zur Umwelt- & Sozialpolitik" (Environmental & Social Policy Framework). Die Bank richtete auch ein Real Estate Sustainability Council ein, um die Ziele und Ergebnisse der eigenen Tätigkeit zu überwachen. Zudem hat der Konzern sein Engagement in Branchenvereinigungen und -initiativen vertieft; so übernahm etwa der Vorstandsvorsitzende eine Rolle in der Gruppe der Hauptmitglieder (Principals Group) der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ).
Unternehmensbereiche der Deutschen BankDer folgende Abschnitt sollte im Zusammenhang mit dem Abschnitt "Deutsche Bank: Organisation" in "Die Geschäftsentwicklung" im Geschäftsbericht 2022 gelesen werden. UnternehmensbankDie Unternehmensbank erzielte im zweiten Quartal 2023 weitere Fortschritte bei der Umsetzung ihrer strategischen Zielsetzungen, indem sie die starke Marke und engen Kundenbeziehungen des Unternehmensbereichs nutzte sowie ein umfassendes Spektrum an Beratungs- und Finanzierungslösungen für Corporate Treasurer anbot. Die vom deutschen Fachmagazin FINANCE veröffentlichte Banken-Survey 2023 nannte die Deutsche Bank als "Beste Bank im Firmenkundengeschäft" ("Best bank in corporate banking"). Der Unternehmensbereich ist bestrebt, in seinem Heimatmarkt die Stellung als führende Unternehmensbank zu behaupten und auf diese Weise der bewährte Partner für die deutsche Wirtschaft zu bleiben. Die Unternehmensbank unterstützt ferner eine weltweite Vernetzung von Finanzinstituten und ist in diesem Geschäft einer der Marktführer. Die Initiativen der Unternehmensbank zielen auf Ertragswachstum bei Firmenkunden im Cash Management und Zahlungsverkehr ab, einschließlich der Stärkung ihres gebührengenerierenden Geschäfts. Zudem plant die Bank einen weiteren Ausbau ihres digitalen Angebots. Daher beantragte die Deutsche Bank bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Lizenz für die Verwahrung von digitalen Vermögenswerten. Das Genehmigungsverfahren wird voraussichtlich zehn bis zwölf Monate in Anspruch nehmen. Im Zuge des Ausbaus des Geschäfts mit Kunden weltweit wird die Unternehmensbank weiterhin solide Risikomanagementstrategien anwenden, um die hohe Qualität des Kreditportfolios und die strengen Kreditvergabestandards beizubehalten. Ebenso hat der Unternehmensbereich weiteres Potenzial festgestellt, seine Kostenbasis durch Technologie- und Front-to-Back-Prozessoptimierung sowie Automatisierungs- und Standortstrategien zu reduzieren. Ein weiteres Ziel der Unternehmensbank ist es, eine führende Rolle in Bezug auf ESG (Environmental, Social, Governance) einzunehmen und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft voranzutreiben, indem sie ihre Unternehmenskunden weltweit unterstützt. Das ESG-Angebot wird bei diesem Ansatz eine wesentliche Rolle spielen. Darüber hinaus rechnet die Unternehmensbank damit, dass die Investitionen in neue Produkte, mit denen neue Geschäftsmodelle der Realwirtschaft, wie Merchant Solutions, ermöglicht werden, zu einem nachhaltigen Wachstum in der Zukunft beitragen werden. InvestmentbankIm zweiten Quartal 2023 setzte die Investmentbank ihre strategischen Prioritäten weiter um und verzeichnete eine robuste Geschäftsentwicklung. Im Zins- und Währungsgeschäft fielen die Erträge zwar niedriger aus als im Vorjahr, dies jedoch im Vergleich zu einem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal. Das Finanzierungsgeschäft konzentrierte sich weiterhin auf eine gezielte und konsequente Bilanznutzung, wobei gleichzeitig die Erträge gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert und eine anhaltend hohe Kundennachfrage verzeichnet werden konnten. Beim Handel mit Kreditprodukten fielen die Erträge sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Dabei konnte die Entwicklung im kundenbezogenen Geschäft von den Investitionen in die Kundenbetreuungs- und Produktteams profitieren und sich deutlich verbessern. Die fokussierte Weiterentwicklung unseres Emerging Markets-Geschäfts schreitet voran und macht sich mit einer deutlich über dem historischen Durchschnitt liegenden Ertragsentwicklung bezahlt. Im Emissions- und Beratungsgeschäft kletterten die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal nach oben, auch wenn sich die Branche langsamer als erwartet erholt. Der Unternehmensbereich setzt die Sondierung ausgewählter Wachstumsschwerpunkte und gezielter Investitionen im Rahmen von Fusionen und Übernahmen fort. Dabei ist der Bereich auf eine gute Positionierung bedacht, um bei einer Trendwende profitieren zu können. Die Geschäftsentwicklung im Berichtsquartal war ferner auf eine teilweise Rückeroberung an Marktanteilen im Anleiheemissionsgeschäft zurückzuführen. Die Effizienz im Front- und Backoffice bildet weiterhin einen Schwerpunkt der Investmentbank, die verschiedene Programme unterhält, um die Interaktion mit Kunden zu verbessern - von der Preisfindung bis hin zur Abwicklung. Der Unternehmensbereich erhielt im Berichtsquartal von FX Markets die Auszeichnung "Bester neuer Algorithmus" ("Best new Algo") und "Bester Liquiditätsanbieter für Termin- und Swapgeschäfte" ("Best Liquidity Provider for Forwards/Swaps"). Das Thema ESG bildet nach wie vor einen strategischen Schwerpunkt der Investmentbank. Im Berichtsquartal trat die Deutsche Bank als gemeinsamer ESG -Koordinator bei der grünen Benchmark-Anleihe des Bundeslands Hessen mit einem Volumen von 1 Mrd. € und einer Laufzeit von zehn Jahren auf. Diese grüne Transaktion markierte die bis dato größte Emission einer grünen Anleihe durch ein deutsches Bundesland. PrivatkundenbankDie Privatkundenbank Deutschland konnte die Dynamik im zweiten Quartal aufrechterhalten. Die höheren Erträge im Einlagengeschäft und die leicht gestiegenen Erträge im Hypothekengeschäft trugen zu dieser Entwicklung bei. Das Wachstum des verwalteten Vermögens wurde durch solide Nettomittelzuflüsse aus Investmentprodukten unterfüttert. Des Weiteren konnten mit den Einlagenkampagnen der Privatkundenbank Deutschland neue Kunden für beide Marken, die Deutsche Bank und die Postbank, gewonnen werden. Die Transformation des Vermarktungsmodells der Bank schritt im zweiten Quartal wie geplant voran. Im Zuge dessen wurden weitere Filialen geschlossen. Die Privatkundenbank Deutschland führt zudem noch Gespräche mit dem Betriebsrat, um ihr Hypothekengeschäft weiter zu verschlanken. Dabei soll eine Ausrichtung auf das neue Marktumfeld für Hypothekendarlehen und eine weitere Optimierung des Dienstleistungsmodells in den Niederlassungen der Bank erfolgen. Im Rahmen der Digitalisierungspläne der Privatkundenbank Deutschland wurde über alle Kanäle hinweg ein neuer vollautomatischer Prozess für Konsumentenfinanzierung eingeführt. Die Deutsche Bank konnte außerdem die Hauptphase eines der größten IT-Migrationsprojekte im europäischen Bankensektor erfolgreich abschließen. Mit der abschließenden Kundenmigration im Juli wurden insgesamt zwölf Millionen Kunden mit 19 Millionen Verträgen auf eine gemeinsame Plattform migriert. Damit werden zukünftig deutliche Einsparungen bei den Infrastrukturkosten und eine bessere Markteinführungszeit für digitale Prozesse möglich. Die Internationale Privatkundenbank kam im zweiten Quartal 2023 bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele weiter voran. In einem Branchenumfeld, das nach wie vor von Marktturbulenzen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt war, konnte die Internationale Privatkundenbank ihr kontinuierliches Ertragswachstum aufrechterhalten. Die infolge der höheren Zinssätze gestiegenen Erträge im Einlagengeschäft gaben der Ertragsentwicklung Rückenwind. Gleichzeitig ließen die Nettomittelzuflüsse gegen Ende des Berichtsquartals eine Zunahme erkennen. Beschleunigt wurde diese Entwicklung auch durch die Lancierung des differenzierten Angebots an Investmentlösungen, mit dem die Chancen des derzeitigen Marktumfelds abgebildet werden und die Kundeninteressen über alle Produkte hinweg wirkungsvoll aufgegriffen werden. Das "Bank for Entrepreneurs"-Angebot etablierte sich weiter als strategische Säule unserer ganzheitlichen Betreuung von Familienunternehmen. Hier wurde bei vielen Transaktionen deutlich, dass die Bank die gesamte Bandbreite ihres Know-hows in den Dienst ihrer Kunden stellt. Gleichzeitig behielt die Internationale Privatkundenbank ihren Fokus auf Kosteneffizienz, sich weitgehend selbst finanzierende Wachstumsinvestitionen und eine weitere Optimierung des Dienstleistungsmodells in ihren verschiedenen Kundensegmenten bei. Im Bereich Premium Banking setzte die Deutsche Bank den Übergangsprozess von einem klassischen Filialmodell hin zu Fernberatung und modernen Online-Filialen fort. In Sachen ESG legte die Privatkundenbank ihren Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und führte in beiden Geschäftsbereichen eine gemeinsame Online-Umfrage zum Thema ESG durch, um die Bedürfnisse der Anlagekunden in Deutschland in Sachen Nachhaltigkeit bei Finanzdienstleistungen zu eruieren. Die Privatkundenbank Deutschland gab ferner ihre Nachhaltigkeitsstrategie für Wohnimmobilien bekannt und weitete ihr Angebot an ESG -Altersvorsorgeprodukten aus. Die Internationale Privatkundenbank startete ihre ESG-Lounge, ein neues Schulungsformat zum Thema Beratungserlebnis für Teams mit Kundenkontakt, und erweiterte die Methodik des CIO Nature Framework, um das Wertversprechen in Sachen ESG weiter zu steigern. Am 12. Juli 2023 stellte die Privatkundenbank ihre neue Organisationsstruktur und die Zusammensetzung ihres Executive Committees vor. Asset ManagementDer Unternehmensbereich Asset Management besteht hauptsächlich aus der DWS Group GmbH & Co. und verwaltete zum 30. Juni 2023 ein Vermögen von 859 Mrd. €. Ausgelöst durch ein zunehmend von Unsicherheit geprägten Marktumfeld und sich stetig verändernde Kundenerwartungen hat die DWS ihre strategische Ausrichtung angepasst, um einen langfristigen Mehrwert für ihre Aktionäre zu schaffen. Im Dezember 2022 hat die DWS im Rahmen der weiterentwickelten Strategie neue mittelfristige finanzielle Ziele bekannt gegeben, die sie im Laufe der nächsten drei Jahre erreichen will. Die DWS hat ihre Chancen neu bewertet und ihre Geschäftsbereiche vier zentralen Themen zugeordnet, die sich an ihren speziellen Fähigkeiten und den Wachstumsaussichten des Marktes orientieren: "Growth" (Ausbau der Stärken in Passive, rund um die Marke Xtrackers sowie Alternatives), "Value" (Aufbau und Ausbau der Fähigkeiten in Aktien, Multi-Asset und Anleihen), "Build" (Nutzung digitaler Trends und deren Übersetzung in neue digitale Produkte und Lösungen) und "Reduce" (Umverteilung von finanziellen Ressourcen, um Investitionen in wachstumsstarke Bereiche zu ermöglichen). Zu den im Quartal erzielten Fortschritten zählen die Lancierung mehrerer neuer passiver und alternativer Anlageprodukte, die Erweiterung der Investment-Plattform zur Förderung einer positiven und leistungsorientierten Unternehmenskultur, die Vereinbarung einer strategischen Allianz zur schnelleren Bereitstellung von Produkten im Zusammenhang mit digitalen Assets und die Eruierung von Bereichen, die für eine Veräußerung in Frage kommen. Nachhaltigkeit ist einer der Grundwerte der DWS und damit in ihrer Gesamtstrategie verankert. In der ersten Jahreshälfte 2023 brachte die DWS ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf den neuesten Stand, um ihre Prioritäten in Bezug auf Nachhaltigkeit klar festzulegen. Ihr Ziel besteht darin, Kunden mit Know-how und Lösungen in Sachen Investments auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in der Realwirtschaft zu unterstützen. Das Thema Klimawandel bleibt das Kernthema der aktualisierten Nachhaltigkeitsstrategie der DWS. KonzernergebnisseDie Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2023 einen Vorsteuergewinn von 1,4 Mrd. € erzielt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet dies einen Rückgang um 9%. Das Quartalsergebnis beinhaltet nicht-operative Kosten von 655 Mio. €, wovon 395 Mio. € auf Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten hauptsächlich im Zusammenhang mit Altfällen und 260 Mio. € für Abfindungen und Aufwendungen für Restrukturierung entfallen, die mit der beschleunigten Umsetzung der Strategie der Bank einhergehen. Ohne Berücksichtigung dieser nicht-operativen Kosten hätte der Vorsteuergewinn bei 2,1 Mrd. € gelegen - ein Plus von 25% gegenüber dem Vorjahresquartal, als nicht-operative Kosten von 102 Mio. € angefallen waren. Der Nachsteuergewinn betrug im zweiten Quartal 940 Mio. €, nach 1,2 Mrd. € im Vorjahreszeitraum, was zum Teil auf die von 22% auf 33% gestiegene effektive Steuerquote zurückzuführen ist. Einige Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten im zweiten Quartal 2023 waren steuerlich nicht abzugsfähig. Außerdem hatte die Steuerquote im Vorjahresquartal von der geografischen Verteilung der Überschüsse profitiert. Die nicht-operativen Kosten wirkten sich auch auf die zentralen Kennziffern der Bank aus. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) sank gegenüber dem Vorjahresquartal von 7,9% auf 5,4%. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) belief sich auf 4,9%, verglichen mit 7,1% im zweiten Quartal 2022. Die Aufwand-Ertrag-Relation stieg auf 76%, nach 73% im Vorjahresquartal. Unter Annahme einer gleichmäßigen Verteilung der Bankenabgaben für 2023 und ohne Berücksichtigung nicht-operativer Kosten betrug die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) 8,1% und die Aufwand-Ertrag-Relation 68%. In den ersten sechs Monaten legte der Vorsteuergewinn um 2% auf 3,3 Mrd. € zu. Obwohl nicht-operative Kosten von 744 Mio. € anfielen, war dies das höchste Halbjahresergebnis seit 2011. Im Vorjahreszeitraum lagen die nicht-operativen Kosten bei 95 Mio. €. Ohne deren Berücksichtigung wäre der Vorsteuergewinn um 21% auf 4,0 Mrd. € gestiegen, nach 3,3 Mrd. € im Vorjahreszeitraum. Zentrale Kennziffern: Auf Kurs zu den Zielen für 2025Der Nachsteuergewinn sank im ersten Halbjahr 2023 um 7% auf 2,3 Mrd. €. Dies spiegelt die im Jahresvergleich von 24% auf 31% gestiegene effektive Steuerquote wider, was auf die bereits genannten steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) lag bei 6,8%, verglichen mit 8,0% in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) sank auf 6,1%, nach 7,2% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwand-Ertrag-Relation war mit 73% in etwa unverändert im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022. Die Ergebnisse der Bank für die ersten sechs Monate 2023 beinhalten jährliche Bankenabgaben von 475 Mio. €, die hauptsächlich im ersten Quartal gebucht werden. Unter der Annahme einer gleichmäßigen Verteilung der Bankenabgaben auf die vier Quartale des Jahres 2023 hätte die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) bei 7,4% und die Aufwand-Ertrag-Relation bei 72% gelegen. Ohne Berücksichtigung der nicht-operativen Kosten und unter der Annahme einer gleichmäßigen Verteilung der Bankenabgaben auf die vier Quartale des Jahres 2023 hätte die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) 9,3% betragen und damit nahe dem Ziel für 2025 von über 10% gelegen. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag unter diesen Annahmen bei 67% und damit auf Kurs zum Ziel von unter 62,5% im Jahr 2025. Die Bank bestätigte ihre Ziele für die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) und die Aufwand-Ertrag-Relation für das Jahr 2025. Aktienrückkauf genehmigt und Pläne für Ausschüttungen an die Aktionäre bestätigtWie am 25. Juli 2023 angekündigt, hat die Deutsche Bank die aufsichtsrechtlichen Genehmigungen für weitere Aktienrückkäufe von bis zu 450 Mio. € im Jahr 2023 erhalten. Diese Rückkäufe sollen im August beginnen. Damit ist eine Erhöhung um 50% gegenüber den Aktienrückkäufen von 2022 geplant, was dem Anstieg der für das Geschäftsjahr 2022 gezahlten Dividende um ebenfalls 50% entspricht. In Summe sollen sich Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen 2023 auf über 1 Mrd. € belaufen. In den Jahren 2022 und 2023 strebt die Bank damit an, insgesamt rund 1,75 Mrd. € über Dividenden und Aktienrückkäufe auszuschütten. Die Deutsche Bank bekräftigt, dass für die Geschäftsjahre 2021 bis 2025 in Summe 8 Mrd. € an Kapital ausgeschüttet werden sollen. Vorgesehen ist, die Dividende für die Geschäftsjahre 2022 bis 2024 jährlich um 50% zu erhöhen und ab dem Jahr 2025 eine Ausschüttungsquote von 50% zu erreichen. Gute Fortschritte bei der beschleunigten Umsetzung der StrategieIm zweiten Quartal hat die Deutsche Bank bei der beschleunigten Umsetzung ihrer "Globale Hausbank"-Strategie in allen Bereichen Fortschritte gemacht: scrollen
Ertragswachstum übertrifft strategische ZieleDie Erträge des Konzerns stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 11% auf 7,4 Mrd. €. Im ersten Halbjahr wuchsen sie um 8% auf 15,1 Mrd. €. Die Erträge der Geschäftsbereiche setzten sich wie folgt zusammen: scrollen
Zinsunabhängige Aufwendungen steigen wegen höherer nicht-operativer Kosten, während sich die bereinigten Kosten innerhalb der Erwartungen bewegenDie zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen gegenüber dem zweiten Quartal 2022 um 15% auf 5,6 Mrd. €. Der Anstieg spiegelte vor allem die von 102 Mio. € auf 655 Mio. € gestiegenen nicht-operativen Kosten wider. Diese setzten sich primär zusammen aus Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten bei Altfällen von 395 Mio. € sowie 260 Mio. € an Kosten für Restrukturierung und Abfindungen im Zusammenhang mit der beschleunigten Umsetzung der Strategie. Die bereinigten Kosten, die die vorgenannten Positionen nicht enthalten, erhöhten sich um 4% auf 4,9 Mrd. €. Damit bewegten sich die laufenden monatlichen Kosten innerhalb der Erwartungen der Bank. Der Kostenanstieg lag trotz Investitionen in Technologie und Kontrollen unterhalb der Inflationsrate. Im ersten Halbjahr 2023 erhöhten sich die zinsunabhängigen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8% auf 11,1 Mrd. €, weil die nicht-operativen Kosten von 95 Mio. € auf 744 Mio. € stiegen. Im selben Zeitraum legten die bereinigten Kosten trotz laufender Investitionen und der erhöhten Inflation lediglich um 2% auf 10,3 Mrd. € zu. Die Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stieg im zweiten Quartal um 343 auf 87.055 (in Vollzeitstellen gerechnet). Dies beinhaltet die Eingliederung von 276 externen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Darüber hinaus wurden Einstellungen im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie der Bank und bei Kontrollfunktionen zum Großteil dadurch kompensiert, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausgeschieden sind. So fielen rund 500 Stellen im Technologiezentrum in Russland weg und weitere Stellen durch den bereits erwähnten Abbau in kundenfernen Bereichen im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Effizienz. Höhere Risikovorsorge steigt in herausforderndem UmfeldDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag im zweiten Quartal bei 401 Mio. €, nach 372 Mio. € im ersten Quartal 2023. Die Risikovorsorge für Kredite, die weiterhin bedient wurden (Stufe 1 und 2), lag bei 63 Mio. €, nachdem im Vorquartal 26 Mio. € an Vorsorge aufgelöst worden waren. Dies spiegelte Verschiebungen im Portfolio sowie veränderte Bonitätsbewertungen bei Kreditnehmern wider, vor allem in der Investmentbank. Die Risikovorsorge für leistungsgestörte Kredite (Stufe 3) sank im Vergleich zum Vorquartal von 397 Mio. € auf 338 Mio. €, was zum Teil auf Rückstellungen im Zusammenhang mit Einzelereignissen in der Internationalen Privatkundenbank im ersten Quartal 2023 zurückzuführen ist, die sich im zweiten Quartal nicht wiederholten. In den ersten sechs Monaten 2023 lag die Risikovorsorge bei 772 Mio. € oder 32 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens. Für das Gesamtjahr 2023 geht die Bank davon aus, dass sich die Risikovorsorge am oberen Ende der bisher kommunizierten Spanne von 25 bis 30 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens bewegen wird. Grund dafür ist das unsichere gesamtwirtschaftliche Umfeld. Kapital und Liquidität entwickeln sich wie geplantDie harte Kernkapitalquote (CET1) der Bank stieg zum Ende des zweiten Quartals auf 13,8%, nach 13,6% im Vorquartal. Sie lag damit über dem Ziel der Bank für 2025 von rund 13%. Ausschlaggebend für die Verbesserung waren die positiven Kapitaleffekte durch die starke Ergebnisentwicklung, verbunden mit einem leichten Rückgang der risikogewichteten Aktiva im Quartal. Dem standen Abzüge für Dividenden und Kupons für AT1-Anleihen gegenüber. Die Verschuldungsquote legte im zweiten Quartal von 4,6% auf 4,7% zu. Die Verschuldungsposition blieb mit 1.236 Mrd. € zum Ende des zweiten Quartals 2023 in etwa unverändert. Die Liquiditätsreserven lagen zum Ende des zweiten Quartals bei 244 Mrd. € und damit über dem Niveau des ersten Quartals von 241 Mrd. €. Diese Reserven beinhalten 204 Mrd. € an liquiden Vermögenswerten von hoher Qualität. Die Liquiditätsdeckungsquote betrug 137% und übertraf damit die regulatorische Anforderung von 100%. In absoluten Zahlen beträgt der Überschuss 55 Mrd. €. Die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio) lag mit 119% im oberen Bereich der Zielspanne der Bank von 115% bis 120%. Dies entspricht einem Puffer von 97 Mrd. € gegenüber den aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Nachhaltige Finanzierungen: weitere Fortschritte bei der Umsetzung der angehobenen ZieleNachhaltigkeit stand auch im zweiten Quartal 2023 wieder ganz oben auf der Agenda. Die Bank wurde für ihre ESG-bezogene Handels- und Lieferkettenfinanzierung als "Beste Bank des Jahres 2023 in Sachen Environmental, Social and Governance (ESG)" ausgezeichnet. Im zweiten Quartal 2023 hat die Deutsche Bank ihre Ziele und Säulen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie weiter umgesetzt. Zum Beispiel hat die Bank: scrollen
Weiter veröffentlichte die Deutsche Bank ein "White Paper" hinsichtlich des CO 2-Abdrucks gemäß den zukünftigen EU-Vorgaben zur Energieeffizienz für Immobilienbesitzer in Europa. Gleichzeitig aktualisierte die Bank ihr "Rahmenwerk zur Umwelt- & Sozialpolitik" (Environmental & Social Policy Framework). Die Bank richtete auch ein Real Estate Sustainability Council ein, um die Ziele und Ergebnisse der eigenen Tätigkeit zu überwachen. Zudem hat der Konzern sein Engagement in Branchenvereinigungen und -initiativen vertieft; so übernahm etwa der Vorstandsvorsitzende eine Rolle in der Gruppe der Hauptmitglieder (Principals Group) der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ). Konzernergebnis im Überblickscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Basierend auf dem den Deutsche-Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis nach AT1-Kupon; weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten 2 Zum Quartalsende
SegmentergebnisseUnternehmensbankDer Vorsteuergewinn betrug im zweiten Quartal 2023 670 Mio. €, ein Anstieg von 52% gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) verbesserte sich auf 14,8%, nach 10,8% im Vergleichsquartal. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) stieg im gleichen Zeitraum auf 13,6% von 9,9%. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich auf 59%, gegenüber 68% im zweiten Quartal 2022. Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 25% auf 1,9 Mrd. €. Für das Wachstum war ein höherer Zinsüberschuss in einem Umfeld höherer Zinsen und anhaltender Preisdisziplin verantwortlich. Die Einlagen sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 1% oder 4 Mrd. €. Verglichen mit dem ersten Quartal 2023 stiegen sie um 1% oder 2 Mrd. €. Das durchschnittliche Kreditvolumen (Bruttowert vor Wertberichtigungen für Kreditausfälle) sank im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 um 10% oder 13 Mrd. €; gegenüber dem Vorquartal sank das Volumen um 4% oder 5 Mrd. €. Alle Geschäftsbereiche der Unternehmensbank trugen zum Ertragswachstum bei. Die Erträge im Geschäftsbereich Corporate Treasury Services stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% auf 1,1 Mrd. €. Im Geschäft mit institutionellen Kunden (Institutional Client Services) beliefen sich die Erträge auf 492 Mio. €, ein Plus von 25% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Bereich Geschäftskunden (Business Banking) stiegen die Erträge im Jahresvergleich um 78% auf 376 Mio. €. Die zinsunabhängigen Aufwendungen lagen bei 1,2 Mrd. €, ein Anstieg um 10% gegenüber dem Vorjahr, was auf nicht-operative Kosten in Höhe von 106 Mio. € zurückzuführen war. Diese enthielten Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten von 91 Mio. € und für Restrukturierung und Abfindungen von 15 Mio. €. Im Vorjahresquartal hatten die nicht-operativen Kosten bei 6 Mio. € gelegen - davon entfielen 5 Mio. € auf Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und 1 Mio. € auf Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindungen. Die bereinigten Kosten, die die oben genannten Positionen nicht berücksichtigen, blieben mit 1,1 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahresquartal stabil. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg auf 117 Mio. € oder 40 Basispunkte des durchschnittlichen Kreditvolumens, nach 56 Mio. € im Vorjahresquartal. Grund dafür war eine Abschwächung bestimmter Teilsektoren. Im ersten Halbjahr 2023 hat sich der Vorsteuergewinn mit 1,5 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) stieg von 8,4% im Vorjahreszeitraum auf 16,6%, während die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) von 7,7% auf 15,3% zulegte. Die Aufwand-Ertrag-Relation verbesserte sich im Vergleichszeitraum von 70% auf 57%. Diese Entwicklung ging zurück auf ein Ertragswachstum von 30% auf 3,9 Mrd. €. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen zugleich um 6% auf 2,2 Mrd. €, während sich die bereinigten Kosten nur um 1% auf 2,1 Mrd. € erhöhten. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sank um 11% auf 182 Mio. €. Ergebnisse der Unternehmensbank im Überblickscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten InvestmentbankDer Vorsteuergewinn betrug im zweiten Quartal 576 Mio. €, ein Rückgang um 44% gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese Entwicklung ging auf das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC Sales & Trading) zurück, das im Vergleich mit dem sehr starken Vorjahresquartal geringere Erträge verzeichnete. Zudem schlugen sich höhere Kosten im Zusammenhang mit Investitionen in das Geschäft und in die Kontrollfunktionen nieder, sowie eine höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Dies hatte zur Folge, dass die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) auf 5,3% sank, nach 11,1% im Vorjahresquartal, und die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) von 10,6% auf 5,0% zurückging. Die Aufwand-Ertrag-Relation lag bei 69% - im zweiten Quartal 2022 hatte sie 58% betragen. Die Erträge sanken gegenüber dem Vorjahresquartal um 11% auf 2,4 Mrd. €. Das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC Sales & Trading) verzeichnete im Vergleich mit dem sehr starken Vorjahresquartal geringere Erträge. Dies spiegelte den höheren Umfang von Marktschwankungen und Kundenaktivität im Vorjahresquartal wider. Im Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen die Erträge deutlich, da im Vorjahresquartal Wertanpassungen im Bereich Leveraged Lending verbucht wurden. Die Erträge im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen (FIC Sales & Trading) betrugen 2,1 Mrd. €, ein Rückgang von 10% gegenüber dem außerordentlich starken Vorjahresquartal. Die Erträge im Finanzierungsgeschäft legten aufgrund der anhaltenden Stärke des Geschäfts zu. Die Erträge im Kredithandel legten deutlich zu, durch Verbesserungen im laufenden Kredithandel (Flow Credit) und gute Ergebnisse im Geschäft mit ausfallgefährdeten Krediten. Im Handel mit Zinsprodukten und im Währungshandel gingen die Erträge im Vergleich zum sehr starken Vorjahresquartal deutlich zurück. Die Erträge im Geschäft mit Schwellenländern waren wie erwartet niedriger, da im Vorjahresquartal erhöhte Kundenaktivitäten in der CEEMEA-Region (Mittel- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika) und starke Ergebnisse in Asien verzeichnet wurden. Im Emissions- und Beratungsgeschäft stiegen die Erträge im Jahresvergleich um 25% auf 291 Mio. €, da das Vorjahresquartal durch Wertanpassungen im Bereich Leveraged Lending belastet war. Die Erträge im Anleiheemissionsgeschäft profitierten vom Ausbleiben dieser Wertanpassungen und stiegen deutlich. Dies ging zum Teil auch auf eine Verbesserung des Marktanteils im Bereich Leveraged Debt Capital Markets zurück (Quelle: Dealogic). Die Erträge im Geschäft mit Anleihen guter Bonität gingen zurück. In diesem Geschäft wurden bei einem rückläufigen durchschnittlichen Provisionsaufkommen in der Branche Marktanteilsgewinne erzielt (Quelle: Dealogic). Die Erträge im Beratungsgeschäft waren deutlich niedriger als im Vorjahresquartal. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im zweiten Quartal um 7% auf 1,6 Mrd. €. Grund hierfür waren Investitionen zur Unterstützung der strategischen Ziele der Investmentbank und in die Verbesserung der Kontrollfunktionen. Dem standen geringere Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten gegenüber. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Quartal auf 141 Mio. € oder 54 Basispunkte des durchschnittlichen Kreditvolumens. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal wurde hauptsächlich durch höhere Resultate der Modellberechnungen bei Krediten verursacht, die weiterhin bedient werden (Stufen 1 und 2). Dazu kamen gestiegene Wertberichtigungen bei leistungsgestörten Krediten (Stufe 3), zum Großteil im Bereich gewerbliche Immobilien. In den ersten sechs Monaten 2023 sank der Vorsteuergewinn um 43% auf 1,4 Mrd. €. Grund hierfür waren der Rückgang der Erträge um 15% auf 5,1 Mrd. € und ein Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen von 3% auf 3,4 Mrd. €. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich auf 181 Mio. €, nach 108 Mio. € im ersten Halbjahr 2022. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) sank im ersten Halbjahr 2023 von 13,9% auf 6,9%, und die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) von 13,2% auf 6,6%. Ergebnisse der Investmentbank im Überblickscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten PrivatkundenbankDer Vorsteuergewinn im zweiten Quartal betrug 171 Mio. €, nach 254 Mio. € an nicht-operativen Kosten. Diese beinhalteten Aufwendungen für Restrukturierung und Abfindungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie sowie einzelne Rechtsstreitigkeiten. Im Vorjahresquartal belief sich der Vorsteuergewinn auf 412 Mio. € und profitierte von Nettoauflösungen bei nicht-operativen Aufwendungen von 96 Mio. €. Dieser Effekt wurde teilweise durch ein zweistelliges Ertragswachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal ausgeglichen. Aufgrund der zuvor genannten nicht-operativen Kosten stieg die Aufwand-Ertrag-Relation von 76% auf 87%. Zugleich sank die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 von 8,6% auf 2,8%. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) belief sich im zweiten Quartal auf 2,6%. Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 11% auf 2,4 Mrd. €. Wachstumstreiber war das höhere Zinsergebnis aus Einlageprodukten, da die Netto-Zinsmarge sich im Vergleich zum Vorjahresquartal von 1,9% auf 2,3% verbesserte. Dies wurde zum Teil durch geringere Provisionseinnahmen und geringere Erträge im Kreditgeschäft aufgrund steigender Zinsen ausgeglichen. Die Privatkundenbank verzeichnete Nettomittelzuflüsse in verwaltete Vermögen von 7 Mrd. € im zweiten Quartal, mit Zuflüssen sowohl bei Anlageprodukten als auch bei Einlagen. Das Wachstum im Kreditgeschäft wurde von der geringeren Nachfrage aufgrund steigender Zinsen beeinflusst, vor allem bei Baufinanzierungen in Deutschland. Die Erträge in der Privatkundenbank Deutschland stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 16% auf 1,5 Mrd. €. Das Wachstum ging auf höhere Zinserträge bei Einlagenprodukten zurück. Dieses glich die geringeren Provisionseinnahmen infolge geänderter vertraglicher und regulatorischer Regelungen mehr als aus. Darüber hinaus profitierte das Vorjahresquartal von höheren Bewertungseffekten. In der Internationalen Privatkundenbank stiegen die Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4% auf 865 Mio. €. Bereinigt um die entgangenen Erträge nach dem Verkauf des Financial-Advisors-Geschäfts in Italien im vierten Quartal 2022 stiegen die Erträge um 6%. Diese Entwicklung resultierte aus höheren Erträgen im Einlagengeschäft, die teilweise durch geringere Erträge im Kredit- und Anlagegeschäft aufgezehrt wurden. Das verwaltete Vermögen in der Privatkundenbank belief sich zum Quartalsende auf 541 Mrd. €. Der Anstieg um 10 Mrd. € im Quartal war auf die zuvor genannten Nettomittelzuflüsse von 7 Mrd. € und auf positive Marktwerteffekte von 4 Mrd. € zurückzuführen. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26% auf 2,1 Mrd. €. Diese Entwicklung ging vor allem auf die erwähnten nicht-operativen Kosten von 254 Mio. € zurück, wovon 183 Mio. € auf Restrukturierung und Abfindungen und 71 Mio. € auf Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten entfielen. Die bereinigten Kosten, welche diese nicht-operativen Kosten nicht berücksichtigen, stiegen um 5%. Dies ist hauptsächlich auf Investitionen in verbesserte Kontrollfunktionen und strategische Initiativen zurückzuführen. Inflationseffekte wurden weitestgehend ausgeglichen durch weitere Einsparungen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag bei 147 Mio. € und entsprach damit 22 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens. Im Vorjahresquartal lag die Risikovorsorge bei 96 Mio. €, wobei der Geschäftsbereich von Auflösungen von Wertberichtigungen nach Verkäufen von notleidenden Krediten profitierte. Die Entwicklung des Gesamtportfolios spiegelt die - insbesondere im Privatkundengeschäft - weiterhin hohe Qualität des Kreditbuchs und die anhaltend strikte Risikodisziplin wider. Im Vergleich zum Vorquartal ging die Risikovorsorge deutlich zurück, da sich bestimmte Einzelereignisse in der Internationalen Privatkundenbank nicht wiederholten. Im ersten Halbjahr 2023 sank der Vorsteuergewinn auf 452 Mio. €, nach 805 Mio. € in den ersten sechs Monaten 2022. Grund für den Rückgang waren nicht-operative Kosten, die Kosten für Restrukturierung und Abfindungen von 286 Mio. € beinhalteten. Im ersten Halbjahr 2022 wurden hier Auflösungen von 136 Mio. € verzeichnet. Diese Entwicklung war auch der Hauptgrund für den Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen um 18% im Vergleich zum Vorjahr auf 4,0 Mrd. €. Ohne Berücksichtigung der erwähnten nicht-operativen Kosten läge der Vorsteuergewinn im ersten Halbjahr 2023 bei 738 Mio. €, verglichen mit 669 Mio. € im Vergleichszeitraum. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg auf 413 Mio. €, nach 197 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung war hauptsächlich auf eine geringe Anzahl von Wertberichtigungen bei einzelnen Positionen in der Internationalen Privatkundenbank im ersten Halbjahr 2023 zurückzuführen. Hinzu kam der Wegfall der bereits erwähnten Auflösungen bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft aus dem Jahr 2022. Diese negative Entwicklung wurde zum Teil durch das Ertragswachstum von 10% auf 4,8 Mrd. € im ersten Halbjahr 2023 ausgeglichen, was den höchsten Wert für ein Halbjahr seit Gründung der Privatkundenbank darstellt. Wichtige Kennzahlen fielen unter das Niveau des Vorjahreszeitraums, hauptsächlich aufgrund der höheren nicht-operativen Kosten. So stieg die Aufwand-Ertrag-Relation im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 77% auf 82%. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) sank im gleichen Zeitraum von 8,5% auf 4%, während die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche Eigenkapital (RoE) bei 3,7% lag. Das Geschäftswachstum von 12 Mrd. € in den ersten sechs Monaten 2023 war zurückzuführen auf Nettomittelzuflüsse in das verwaltete Vermögen. Ergebnisse der Privatkundenbank im Überblickscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten 3 Der Konzern definiert verwaltetes Vermögen als (a) im Namen von Kunden zu Anlagezwecken gehaltenes Vermögen und/oder (b) als von der Bank verwaltete Vermögenswerte der Kunden; die Bank hält verwaltetes Vermögen auf diskretionärer beziehungsweise Beratungsbasis oder als Einlagen; Einlagen gelten als verwaltetes Vermögen, wenn sie Anlagezwecken dienen; in der Privatkundenbank Deutschland und in Premium Banking umfasst dies Termin- und Spareinlagen; in Wealth Management & Bank for Entrepreneurs wird davon ausgegangen, dass alle Kundengelder primär zu Anlagezwecken bei der Bank gehalten werden Asset ManagementDer Vorsteuergewinn sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 34% auf 103 Mio. €. Dies war vor allem zurückzuführen auf geringere Erträge. Die Aufwand-Ertrag-Relation stieg gegenüber dem ersten Quartal 2022 um 7 Prozentpunkte auf 76%. Die Erträge reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6% auf 620 Mio. €. Dies war hauptsächlich auf höhere zugewiesene Finanzierungskosten und um 6% auf 580 Mio. € gesunkene Verwaltungsgebühren zurückzuführen - letzteres spiegelt das rückläufige verwaltete Vermögen wider. Die erfolgsabhängigen und transaktionsbezogenen Gebühren erhöhten sich auf Grund der Entwicklung bei alternativen Anlagen um 82% auf 57 Mio. €. Damit glichen sie die vorgenannten Effekte nur zum Teil aus. Im Vorjahresquartal betrugen die erfolgsabhängigen und transaktionsbezogenen Gebühren 31 Mio. €. Die zinsunabhängigen Aufwendungen waren im zweiten Quartal mit 474 Mio. € leicht höher als im Vorjahreszeitraum. Der Personalaufwand legte um 4% zu, der Sachaufwand um 5%. Die bereinigten Kosten stiegen um 3% auf 446 Mio. €. Die Nettomittelzuflüsse (ohne Geldmarktfonds) betrugen im zweiten Quartal 10 Mrd. €, getrieben durch Zuflüsse bei passiven Anlagen (einschließlich Xtrackers) von 6 Mrd. € und bei alternativen Anlagen von 4 Mrd. €. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch Abflüsse von 1 Mrd. € bei niedrigmargigen Geldmarktfonds. Insgesamt beliefen sich die Nettomittelzuflüsse im zweiten Quartal auf 9 Mrd. €. Das verwaltete Vermögen stieg im Vergleich zum Vorquartal um 2% oder 19 Mrd. € auf 859 Mrd. €. Dies spiegelte hauptsächlich positive Marktentwicklungen und Nettomittelzuflüsse im Laufe des Quartals wider, während Wechselkurseffekte einen negativen Einfluss hatten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte das verwaltete Vermögen um 3% zu. Für die ersten sechs Monate 2023 wies die Vermögensverwaltung einen Vorsteuergewinn von 218 Mio. € aus - ein Rückgang von 40% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022. Die Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (RoTE) belief sich auf 13% und die Aufwand-Ertrag-Relation auf 75%. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich im ersten Halbjahr insgesamt auf 15 Mrd. €, ohne Geldmarktfonds auf 19 Mrd. €.
Ergebnisse des Asset Managements im Überblickscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten Corporate & OtherCorporate & Other verzeichnete im Berichtsquartal einen Vorsteuerverlust von 115 Mio. €, gegenüber einem Verlust von 500 Mio. € im Vorjahresquartal. Diese Entwicklung spiegelte vor allem höhere Erträge wider. Die Erträge beliefen sich auf positive 85 Mio. €, verglichen mit negativen 363 Mio. € im Vorjahresquartal. Die Verbesserung war in erster Linie auf Unterschiede in der Bewertung oder im Zeitverlauf zurückzuführen, die im zweiten Quartal einen positiven Ertragseffekt von 253 Mio. € hatten, nach negativen 185 Mio. € im Vorjahresquartal. Darüber hinaus wurden negative Erträge aus Refinanzierung und Liquidität von 10 Mio. € verzeichnet, gegenüber einem ebenfalls negativen Wert von 112 Mio. € im Vorjahresquartal. Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresquartal von 178 Mio. € auf 255 Mio. €. Dies war in erster Linie auf höhere nicht-operative Kosten zurückzuführen. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Aktivitäten für Anteilseigner, die gemäß den OECD-Richtlinien zum Transfer Pricing nicht auf die Geschäftsbereiche aufgeteilt wurden, beliefen sich auf 138 Mio. €, verglichen mit 120 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden vom Gewinn vor Steuern der Geschäftsbereiche abgezogen und im Bereich Corporate & Other ausgeglichen. Diese stehen hauptsächlich in Verbindung mit der DWS und waren im zweiten Quartal 2023 mit 51 Mio. € nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den ersten sechs Monaten verzeichnete Corporate & Other einen Vorsteuerverlust von 341 Mio. €. Gegenüber einem Verlust von 1,2 Mrd. € in der Vorjahresperiode verbesserte er sich damit um mehr als 70%. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) lagen im zweiten Quartal 2023 bei 41 Mrd. € und sanken damit gegenüber dem Vorquartal um 2 Mrd. €, während sie gegenüber dem Vorjahresquartal um 11 Mrd. € zurückgingen. Die RWA im zweiten Quartal 2023 enthielten RWA für operationelle Risiken von 19 Mrd. €. Die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahresquartal war vor allem auf geringere RWA für Marktrisiken zurückzuführen. Ergebnisse Corporate & Other im Überblickscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende Investitionen und DesinvestitionenIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2023 hat der Konzern die folgende wesentliche Investition getätigt: Im April 2023 gab die Deutsche Bank bekannt, dass sie eine Einigung über ein Barangebots für die Übernahme von Numis Corporation Plc. erzielt hat. Die Transaktion soll der Deutschen Bank die Gelegenheit bieten, ihre Strategie Globale Hausbank zu beschleunigen, indem sie der Bank ein deutlich intensiveres Engagement im Firmenkundensegment im Vereinigten Königreich ermöglicht. Vorbehaltlich bestimmter Bedingungen wird die Transaktion voraussichtlich im Laufe des vierten Quartals 2023 abgeschlossen sein. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2023 hat der Konzern keine wesentlichen Desinvestitionen getätigt. VermögenslageAktiva scrollen
Passiva scrollen
Entwicklung der Aktiva und VerbindlichkeitenZum 30. Juni 2023 blieb die Bilanzsumme mit 1,3 Bio. € im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Jahresende 2022. Einlagen sanken um 28,2 Mrd. €, hauptsächlich im Bereich der Nichtbankeneinlagen. In der Unternehmensbank sind die Einlagen hauptsächlich im Geschäftsbereich Corporate Cash Management gesunken, bedingt durch den aktiven Abbau von überschüssiger Liquidität unserer Kunden, verstärkten Preiswettbewerb und gestiegene Marktvolatilität. In der Privatkundenbank haben sich die Einlagen hauptsächlich aufgrund der Abwanderung in ertragreichere Anlagen und des anhaltenden Inflationsdrucks auf Privatkunden verringert. Dieser Rückgang der Einlagen war der Hauptgrund für die Verringerung der Barreserven, Zentralbankeinlagen und Einlagen bei Kreditinstituten um 14,9 Mrd. €. Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) sowie Wertpapierleihen stiegen über alle anwendbaren Bewertungskategorien hinweg um 24,1 Mrd. €, hauptsächlich zurückzuführen auf eine erhöhte besicherte Refinanzierung des Handelsbestandes. Entsprechende Forderungen stiegen um 3,6 Mrd. €. Handelsaktiva und -passiva erhöhten sich um 15,6 Mrd. € bzw. 3,4 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund eines erhöhten Engagements in Staatsanleihen aufgrund höherer Kundennachfrage und Positionierung des Handelsbereiches im Hinblick auf das aktuelle Umfeld. Positive sowie negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten sanken um 41,0 Mrd. € bzw. 39,1 Mrd. €, getrieben von Wechselkursprodukten, hauptsächlich aufgrund der Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro, und Marktschwankungen, sowie von Zinssatzprodukten aufgrund von Veränderungen der Zinskurven. Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten fielen um 6,3 Mrd. €, was in erster Linie auf einen Rückgang in der Unternehmensbank durch geringere Nachfrage und einer anhaltend selektiven Bilanzverwendung, verbunden mit dem Einfluss von Wechselkursschwankungen zurückzuführen war. Langfristige Verbindlichkeiten gingen um 9,2 Mrd. € zurück, bedingt durch vorzeitige Rückzahlungen des gezielten längerfristigen Refinanzierungsprogramms der EZB sowie fälliger Schuldverschreibungen, die teilweise durch Neuemissionen während des Jahres kompensiert wurden. Übrige Aktiva stiegen um 9,5 Mrd. €, hauptsächlich bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung um 11,1 Mrd. €. Dies war vor allem auf höhere Forderungen aus Wertpapierkassageschäften zurückzuführen, die der üblichen saisonalen Zunahme des Handelsvolumens im Vergleich zum Jahresende folgten. Dieses saisonale Muster spiegelte sich auch in einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Handelsgeschäften und Wertpapierabwicklung um 5,0 Mrd. € wider, welcher zu einem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 8,0 Mrd. € geführt hat. Die Gesamtveränderung der Bilanzsumme beinhaltete einen Rückgang in Höhe von 12,7 Mrd. € aus Wechselkursveränderungen, überwiegend bedingt durch eine Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Die aus Wechselkursveränderungen resultierenden Effekte sind auch in den Veränderungen je Bilanzposition enthalten, die in diesem Abschnitt erläutert wurden. LiquiditätDie hochwertigen liquiden Vermögenswerte (HQLA), wie in der Delegierten Verordnung (EU) 2015/61 definiert und von Verordnung (EU) 2018/1620 geändert, beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 204 Mrd. € gegenüber 219 Mrd. € zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang ist hauptsächlich auf TLTRO Rückzahlungen, Rückkäufen von eigenen senior non-preferred Kapitalmarktemissionen und dem vorzeitigen Rückkauf einer Tier 2 Eigenemission zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen. Der Konzern unterhält zusätzliche zentralbankfähige hochliquide Aktiva, die sich nicht als HQLA qualifizieren oder die den Transferrestriktionen gemäß der HQLA-Definition unterliegen. Diese zusätzlichen liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 40 Mrd. €, so dass die Gesamtliquiditätsreserven der Bank 244 Mrd. € betrugen. Die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) betrug zum Ende des zweiten Quartals 2023 137%, damit liegt die Bank mit 55 Mrd. € über der regulatorischen Mindestanforderung. EigenkapitalZum 30. Juni 2023 erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 386 Mio. €. Diese Veränderung wurde durch eine Reihe von Faktoren verursacht, darunter der für den Zeitraum ausgewiesene Gewinn von 2,2 Mrd. €, die Nettoveränderung der aktienbasierten Vergütung von 384 Mio. € und Neubewertungsgewinnen aus Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) in Höhe von 161 Mio. € nach Steuern. Zu den weiteren Faktoren in der Berichtsperiode zählen unrealisierte Nettogewinne aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten im sonstigen Ergebnis in Höhe von 205 Mio. € nach Steuern. Diese wurden teilweise durch einen negativen Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von 703 Mio. € nach Steuern, hauptsächlich resultierend aus der Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro, Kuponzahlungen auf zusätzliche Eigenkapitalbestandteile in Höhe von 498 Mio. €, sowie Dividendenzahlung an Deutsche Bank Aktionäre in Höhe von 610 Mio. € ausgeglichen. Zu den weiteren Faktoren in der Berichtsperiode zählen der Nettokauf eigener Aktien in Höhe von 407 Mio. €, die Nettoveränderung der Aktienzusagen von 274 Mio. € sowie die Dividendenzahlung an Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 92 Mio. €. Die Deutsche Bank hat am 28. Februar 2023 27 Mio. Stammaktien eingezogen. Die Einziehung verringerte den Nennwert der Stammaktien um 68 Mio €. Die eingezogenen Stammaktien wurden zuvor als eigene Aktien im Bestand zu Anschaffungskosten von 300 Mio. € gehalten. Der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennwert der Aktien reduziert die Kapitalrücklage um 232 Mio. €. Die Aktien waren bereits zum 31. Dezember 2022 vom Eigenkapital abgezogen, sodass die Einziehung keinen Effekt auf das Eigenkapital im ersten Halbjahr 2023 hatte. AusblickDer folgende Abschnitt gibt einen Überblick über die Neuerungen des Ausblicks für den Konzern und seine Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2023 und sollte im Zusammenhang mit dem Ausblick im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts 2022 gelesen werden. Der Ausblick für die Weltwirtschaft und die Bankenbranche in den folgenden Kapiteln spiegeln die allgemeinen Erwartungen des Konzerns in Bezug auf künftige Wirtschafts- und Industrieentwicklungen wider. Die in den Modellen der Bank verwendeten wirtschaftlichen Annahmen sind in den jeweiligen Abschnitten gesondert dargelegt. Weltwirtschaftscrollen
1 Jährliches reales BIP-Wachstum (in % im Vergleich zum Vorjahr). Quellen: Nationale Behörden, sofern nicht anders angegeben 2 Quelle: Deutsche Bank Research 3 Einschließlich China, Indien, Indonesien, Hongkong, Südkorea, Malaysia, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Taiwan, Thailand und Vietnam; ohne Japan Es gibt eine Reihe von Risiken für den globalen Wirtschaftsausblick. Die geopolitischen Risiken in der Ukraine sind nach wie vor hoch, und die strategische Rivalität zwischen den USA und China könnte sich möglicherweise noch verschärfen. Sollte die Inflation weiterhin die Zielmarke der Zentralbanken übersteigen und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den großen Volkswirtschaften steigen, wird das Risiko einer Stagflation zunehmen. Darüber hinaus könnte die Kombination aus einem rückläufigen Wachstum und einer über der Zielmarke liegenden Inflation höhere Ausfallquoten bedingen und somit die finanzielle Stabilität beeinträchtigen. Ausblick BankenbrancheIn den USA und Europa könnte, nach dem zuletzt infolge der starken Zinserhöhungen deutlich gestiegenen Ergebnis der Bank, der Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte 2023 etwas an Fahrt verlieren. Zukünftig werden womöglich einige der Einflussfaktoren für das derzeit relativ positive Branchenumfeld nachlassen und die Herausforderungen zunehmen. Die Zinserhöhungen der westlichen Zentralbanken dürften in den nächsten Monaten ein Ende haben, während die Kosten für die Refinanzierung über Einlagen möglicherweise weiter steigen werden. Somit würde der Druck auf die seit Beginn des Zinserhöhungszyklus in die Höhe gegangenen Zinsmargen zunehmen. Ebenso wird die Kreditnachfrage in den meisten Marktsegmenten vermutlich weiter abflauen, was den Effekt der strengeren Kreditbedingungen der Banken noch verstärkt. Hinzu kommt, dass es mit dem schwachen Wirtschaftswachstum in den USA und in Europa sowie den normalisierten Zinssätzen vermehrt zu Insolvenzen von Unternehmen und privaten Haushalten kommen könnte, sodass eine höhere Risikovorsorge im Kreditgeschäft erforderlich würde. Dies gilt nicht zuletzt für immobilienbezogene Vermögenswerte, wenn auch auf einem sehr niedrigen Ausgangsniveau. Im Gegensatz dazu könnte der Kapitalmarkt nach der jüngsten Durststrecke wieder im Zeichen des Aufschwungs stehen, da sich Emittenten und Anleger auf das neue Marktumfeld einstellen. Unter dem Strich dürften die Erträge und insbesondere der Zinsüberschuss der Banken weiter steigen, allerdings etwas verlangsamt, sowohl in den USA aus auch in Europa. Die Rentabilität wird vermutlich auf einem hohen Niveau bleiben, jedoch könnte es schwieriger werden, einen weiteren Zuwachs zu erzielen. Gleichzeitig haben aufgrund der deutlich höheren Zinssätze die Risiken für die Finanzstabilität zugenommen. Jedoch dürften das branchenweite Kapitalniveau und die Liquiditätsquoten aber weiterhin stabil bleiben, sodass das Stresspotenzial trotz der idiosynkratischen Schwachstellen begrenzt ist. In der gesamten Branche sind weiterhin hohe Kapitalausschüttungen an Aktionäre zu erwarten. In China und Japan profitieren die Banken deutlich weniger vom Rückenwind durch die Zinsen und sehen sich zudem mit einem relativ schwachen Wirtschaftswachstum und einer niedrigen Inflation konfrontiert, was die Ertragsdynamik in allen Geschäftssegmenten beeinträchtigen könnte. Im Juni unterzeichneten EU-Kommissar McGuinness und der britische Schatzkanzler Hunt eine Absichtserklärung über Finanzdienstleistungen. Hauptzweck der Absichtserklärung ist die Einrichtung eines regelmäßigen Forums für den Austausch über die Regulierung von Finanzdienstleistungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich, ähnlich der bestehenden Struktur zwischen den USA und der EU, die halbjährlich zusammenkommt. Dies öffnete die Tür für die Erörterung weiterer Kooperationsvereinbarungen und ausstehender Gleichwertigkeitsentscheidungen. Ein erster Dialog zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich über Finanzdienstleistungen wird voraussichtlich im Oktober stattfinden, um die Verfahren für das Forum festzulegen. Darüber hinaus wurden die britischen Regulierungsbehörden (Prudential Regulation Authority, PRA und Financial Conduct Authority, FCA) formell mit politischen Entscheidungsbefugnissen ausgestattet. Bis 2023 werden sie noch europäische Vorschriften in einen neuen Rahmen für Finanzdienstleistungen im Vereinigten Königreich umsetzen, weitere Vorschläge zur Weiterentwicklung des britischen Banken- und Finanzdienstleistungssektors ausarbeiten und über die möglichen Auswirkungen der Finanzturbulenzen nachdenken. In Kontinentaleuropa hat die Europäische Kommission alle Vorschlagsentwürfe veröffentlicht, die sie für diesen Kommissionszyklus geplant hatte. Dies beinhaltet Vorschläge zu Open Finance, dem digitalen Euro, künstlicher Intelligenz, Crisis Management Deposit and Insurance Review und der Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy). Im zweiten Halbjahr 2023 werden die Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament ihre Positionen zu den genannten Dokumenten formulieren, zusätzlich zu Dokumenten wie dem European Claring Framework (EMIR 3.0) und dem EU Listing Act, die bereits weiter fortgeschritten, jedoch noch nicht unmittelbar vor einem Abschluss stehen. Dies stellt eine Herausforderung dar, da Abgeordnete, die derzeit im Amt sind, im späteren Jahresverlauf beginnen müssen, Zeit und Aufmerksamkeit für ihren Wahlkampf aufzuwenden. In den Vereinigten Staaten wird die größte Aufmerksamkeit auf die Vorschläge der Aufsichtsbehörden gerichtet sein, das Basel-Paket im US-amerikanischen Rahmenwerk zu implementieren. Es wird erwartet, dass mehr Banken in den Kreis der Institute einbezogen werden, die Basel-Standards implementieren müssen. Des Weiteren wird erwartet, dass Kapitalanforderungen für US-Banken steigen.
2024 wird das Jahr sein, in dem in bedeutenden Ländern Wahlen abgehalten werden, beginnend mit den Wahlen im Europäischen Parlament im Juni 2024, gefolgt von Wahlen im Vereinigten Königreich gegen Ende des Jahres und im November in den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus wird das Mandat der derzeitigen Europäischen Kommission im Oktober 2024 enden. In den folgenden Monaten wird eine neue Kommission eingesetzt werden. Alles Augenmerk wird daher auf Wahlen gerichtet sein und die Bank erwartet, dass in Bezug auf offene Diskussionen zu Richtlinien keinen wirklichen Fortschritt erzielt werden wird. Ausblick für die Deutsche BankIm März 2022 stellte die Deutsche Bank unter der Bezeichnung Strategie der Globalen Hausbank ihren strategischen und finanziellen Plan bis 2025 vor und gab ihre Finanz- und Kapitalziele für das Jahr 2025 bekannt. Zusätzlich arbeitet die Bank an der Ausgestaltung und Beschleunigung Strategie der Globalen Hausbank durch Maßnahmen, die es ihr bei erfolgreicher Umsetzung ermöglichen könnten, ihre Finanzziele für 2025 zu übertreffen. scrollen
1 Basierend auf dem den Deutsche-Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis nach AT1-Kupon, bezogen auf das den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals; weitere Informationen sind im Abschnitt "Zusätzliche Informationen: Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" dieses Berichts enthalten 2 Zeitraum von zwölf Monaten im Vergleich zum Gesamtjahr 2021 3 Die Aufwand-Ertrag-Relation ist der prozentuale Anteil der zinsunabhängigen Aufwendungen insgesamt an der Summe aus Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Kreditgeschäft und zinsunabhängigen Erträgen 4 Weitere Informationen zur Berechnung dieser Quote sind im Abschnitt Informationen zur Risikolage in diesem Bericht enthalten 5 Ausschüttungen im Jahr 2023 in Form von Dividenden, bezogen auf den im Jahr 2022 den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Jahresüberschuss Die Deutsche Bank bekräftigt ihre bis zum Jahr 2025 zu erreichenden Finanzziele einer Nachsteuerrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital von über 10 % und sieht sich aufgrund ihres operativen Hebels gut positioniert, um bis 2025 Renditen über ihren Eigenkapitalkosten zu verdienen, eines durchschnittlichen jährlichen Ertragswachstums zwischen 3,5 % und 4,5 % für den Zeitraum von 2021 bis 2025 und einer Aufwand-Ertrag-Relation von unter 62,5 %. Die Bank bestätigt auch ihre Kapitalziele einer Harten Kernkapitalquote (CET 1) von rund 13 % und einer Gesamt-Ausschüttungsquote von 50 % ab dem Jahr 2025. Für das Jahr 2023 erwartet die Bank, dass die Konzernerträge im Vergleich zum Vorjahr etwas höher sein werden. Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die Erträge auf Konzernebene aufgrund von positiven Zinseffekten, insbesondere in der Unternehmensbank und der Privatkundenbank, in einer Spanne von 28 Mrd. € bis 29 Mrd. € liegen werden und erwartet einen stabilen Beitrag des Finanzierungsgeschäfts der Investmentbank, der die Normalisierung der Bedingungen in ihren stärker gegenüber Marktschwankungen anfälligen Geschäftsbereichen mehr als kompensiert. Die Deutsche Bank rechnet für den Rest des Jahres mit einer Fortsetzung des Wachstumsmomentum aus dem ersten Halbjahr 2023 und geht davon aus, dass die Erträge höher als bisher erwartet, über dem Mittelwert der Spanne von 28 Mrd. € bis 29 Mrd. €, ausfallen. Die Unternehmensbank geht davon aus, auf der starken Dynamik im ersten Halbjahr 2023 aufzubauen, wobei das Zinsumfeld und die Fortschritte bei ihren Initiativen die Entwicklung im Jahr 2023 trotz makroökonomischer Unsicherheiten unterstützen werden. Für das Berichtsjahr wird damit gerechnet, dass die Erträge in allen drei Kundensegmenten dank der Verbesserungen im Zinsumfeld, Preisdisziplin und weiterer Impulse aus unseren Wachstumsinitiativen gegenüber dem Vorjahr steigen werden. Der Unternehmensbereich geht davon aus, dass sich die Zinserträge in der zweiten Jahreshälfte normalisieren und die höheren Zinssätze schneller an die Kunden weitergegeben werden. Die Erträge im Bereich Corporate Treasury Services dürften aufgrund der starken Dynamik im Corporate Cash Management und dem Wachstum der zinsunabhängigen Erträge höher ausfallen. Die Erträge aus dem Corporate Cash Management werden weiterhin vom Nettozinsertrag aufgrund von Zinssätzen über dem Vorjahr und von der Preisdisziplin getragen. Die Erträge aus der strukturierten Handelsfinanzierung und kundenbezogenen Produkten werden durch unsere weiterhin selektive Bilanzausnutzung und geringere Finanzierungsvorteile, unter anderem aus dem TLTRO-Programm der EZB, beeinträchtigt. Für Institutional Client Services gehen wir aufgrund der gestiegenen Zinssätze und des Geschäftswachstums von steigenden Erträgen aus. Die Erträge im Bereich Business Banking dürften gegenüber dem Vorjahr deutlich höher sein, da der Nettozinsertrag gestiegen ist, hauptsächlich aufgrund höherer Zinssätze in Deutschland und unterstützt durch stabile Kreditvolumina und Einlagenbestände.
Für das Jahr 2023 wird erwartet, dass die Erträge für die Investmentbank gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen werden. Die Erholung im Emissions- und Beratungsgeschäft ist im bisherigen Jahresverlauf langsamer als erwartet ausgefallen, was wahrscheinlich nur zum Teil durch eine Normalisierung im Bereich FIC Sales & Trading kompensiert werden kann. Innerhalb von FIC Sales & Trading ist damit zu rechnen, dass die Erträge im Vergleich zum Jahr 2022 niedriger sein werden. Die Entwicklung im Rates-Geschäft war im Jahr 2023 bislang solide, und der Geschäftsbereich strebt einen Ausbau von Zielbereichen an, in denen er Geschäftschancen sieht. Allerdings wird erwartet, dass sich die im zweiten Quartal 2023 zu verzeichnende Marktnormalisierung im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Der Geschäftsbereich Global Emerging Markets wird seine Onshore-Präsenz weiter ausbauen und die Workflowlösungen für Kunden weiterentwickeln. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sich das im Jahr 2022 festgestellte Volatilitätsniveau in Mittel- und Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika und die damit verbundenen Erträge wiederholen werden. Das Devisengeschäft wurde im ersten Quartal 2023 durch das extrem volatile Zinsumfeld belastet, wohingegen das zweite Quartal durch einen stabileren Markt und eine relativ verhaltene Aktivität gekennzeichnet war, zwei Faktoren, die sich in der Entwicklung im Gesamtjahr niederschlagen werden. Im Handel mit Kreditprodukten bauen wir mit unserem Flow Credit-Geschäft auf den Investitionen in Produkt- und Kundenbetreuungsteams auf, die im ersten Halbjahr zu einer verbesserten Geschäftsentwicklung beitrugen. Damit wird die Entwicklung des Credit Trading-Geschäfts insgesamt unterstützt. Das Finanzierungsgeschäft wird weiterhin den Einsatz von Ressourcen anhand eines disziplinierten und selektiven Ansatzes fortführen und beabsichtigt, in Zukunft von dem Anstieg der Zinssätze in den letzten zwölf Monaten zu profitieren. Die Erträge im Emissions- und Beratungsgeschäft dürften im Jahr 2023 voraussichtlich deutlich höher sein als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist überwiegend einer erwarteten Erholung des Anleiheemissionsgeschäfts zuzuschreiben. Die Branche war im ersten Halbjahr 2023 von einem Aufschwung des Geschäfts mit Hochzinsprodukten geprägt, der auch im Rest des Jahres noch zu spüren sein dürfte, wogegen der Leveraged Debt-Markt weiterhin gedämpft war. Außerdem geht der Bereich nicht davon aus, dass sich die 2022 verzeichneten branchenweiten Abschläge im Bereich Leveraged Lending wiederholen werden. Im Geschäft mit Investment-Grade-Schuldtiteln ist die Bank bestrebt, auf ihrer robusten Performance aus dem ersten Halbjahr aufzubauen und ihre ESG-Angebote für Kunden weiterzuentwickeln. Das Aktienemissionsgeschäft wird weiterhin ein wettbewerbsfähiges produktübergreifendes Angebot bereitstellen und ist bestrebt, von einem Markt zu profitieren, in dem im zweiten Quartal eine Erholung eingesetzt hat. Im Beratungsgeschäft soll auf der den Investitionen der vergangenen sechs Monate aufgebaut werden, wenngleich die Branche im ersten Halbjahr 2023 ein deutlich niedrigeres Provisionsaufkommen verzeichnete, das durch die geringeren vermeldeten Volumina im letzten Jahr bedingt war und sich für den Rest des Jahres in den Erträgen niederschlagen wird. Die Erträge in der Privatkundenbank im Jahr 2023 sollten im Vorjahresvergleich in Summe im Wesentlichen unverändert bleiben. Im Vorjahr waren Sondereffekte aus dem Verkauf des Finanzberatergeschäfts in Italien und aus Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim enthalten, die sich im Jahr 2023 nicht wiederholen werden. Bereinigt um diese Effekte dürften die Erträge im Jahresvergleich leicht höher ausfallen. Dazu wird das verbesserte Zinsumfeld beitragen, von dem die Erträge insgesamt profitieren werden. Insgesamt wird, trotz einer voraussichtlichen Abschwächung des Wachstums im Kreditgeschäft insbesondere im deutschen Baufinanzierungsgeschäft, weiteres geschäftliches Wachstum hauptsächlich im Anlagegeschäft erwartet. In der Privatkundenbank Deutschland werden im Vergleich zu 2022 höhere Erträge erwartet, im Wesentlichen basierend auf einem höheren Zinsüberschuss aus Einlagenprodukten. Dieser Anstieg wird voraussichtlich teilweise durch geringere Beiträge aus Refinanzierungspositionen kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss dürfte im Jahresvergleich geringer ausfallen, da sich vertragliche und regulatorische Anpassungen negativ auf die Erträge auswirken werden und die Erträge im Anlagegeschäft gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert bleiben werden. Für die Internationale Privatkundenbank werden im Vergleich zu 2022 geringere Erträge erwartet, da im Vorjahr Sondereffekte von rund 310 Mio. € aus dem Verkauf des Finanzberaternetzwerks in Italien und rund 130 Mio. € aus Abwicklungsaktivitäten bei Sal. Oppenheim enthalten waren. Diese werden sich in 2023 nicht wiederholen. Ohne diese Sondereffekte werden in 2023 leicht höhere Erträge im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Der Anstieg ist auf weiteres geschäftliches Wachstum zurückzuführen, das durch einen Ausbau des Kundenberaternetzes unterstützt wird. Zudem sollten positive Auswirkungen durch höhere Zinsen negative Effekte aus geringeren Beiträgen aus Refinanzierungspositionen und aus dem zuvor genannten Verkauf in Italien mehr als ausgleichen. Das verwaltete Vermögen zum Jahresende sollte höher ausfallen als im Vorjahr, im Wesentlichen wegen Nettomittelzuflüssen in Anlageprodukte. Nettomittelabflüsse bei AuM Einlagenprodukten im ersten Quartal wurden durch Nettomittelzuflüsse im zweiten Quartal ausgeglichen, insbesondere begünstigt durch spezielle Einlagenkampagnen. Die Gesamtentwicklung der Volumina hängt in hohem Maße von Marktparametern wie Aktienindizes und Wechselkursen ab. Die Wachstumsdynamik im Kreditgeschäft in der Privatkundenbank dürfte sich hauptsächlich aufgrund der geringeren Nachfrage im deutschen Baufinanzierungsgeschäft verlangsamen.
Für Asset Management wird für das Gesamtjahr 2023 von etwas geringeren Nettoerträgen ausgegangen. Es wird erwartet, dass die Managementgebühren im Jahr 2023 leicht niedriger ausfallen und die sonstigen Erträge deutlich niedriger ausfallen werden, was teilweise durch höhere erfolgsabhängige und transaktionsbezogene Erträge ausgeglichen wird. Asset Management geht davon aus, dass das verwaltete Vermögen Ende 2023 höher sein wird als Ende 2022, wobei Nettozuflüsse in Wachstumsbereiche wie Passive einschließlich Xtrackers und Alternatives erwartet werden. Dies soll durch strategische Partnerschaften und Produktinnovationen, einschließlich weiterer ESG-Angebote, verstärkt werden. Für das Geschäftsjahr 2023 wird für den Bereich Corporate & Other mit einem Verlust vor Steuern gerechnet. Dieser beinhaltet auch, wie zuvor berichtet, die finanziellen Auswirkungen eines Bestandsportfolios, das vorher in der Einheit zur Freisetzung von Kapital (Capital Release Unit - CRU) ausgewiesen wurden. Es wird erwartet, dass der Vorsteuerverlust im Zusammenhang mit Bestandsportfolios geringer ausfällt als auf vergleichbarer Basis im Jahr 2022, hauptsächlich aufgrund geringerer zinsunabhängiger Aufwendungen. Die Ergebnisse in Corporate & Other werden weiterhin von Bewertungs- und Zeitunterschieden bei Positionen betroffen sein, die wirtschaftlich abgesichert sind, jedoch nicht die Anforderungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen. Außerdem verbleiben im Bereich Corporate & Other weiterhin bestimmte Finanzierungskosten, die für das Gesamtjahr 2023 voraussichtlich rund 300 Mio. € betragen werden. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Aktivitäten für Anteilseigner werden mit rund 500 Mio. € für das Gesamtjahr veranschlagt. Die Deutsche Bank steuert die Kostenbasis des Konzerns gemäß dem Ziel einer Aufwand-Ertrag-Relation für 2025 von unter 62,5%. Der Konzern konzentriert sich weiterhin stark auf Kostendisziplin und die Umsetzung der laufenden Initiativen, mit weiteren Effizienzsteigerungen, die sich derzeit in der Umsetzung befinden. Dies unterstreicht das im April 2023 dargelegte Streben nach kontinuierlicher Verbesserung. Die Bank erwartet nun, dass die Zinsunabhängigen Aufwendungen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht steigen werden. Diese Entwicklung spiegelt höhere als ursprünglich erwartete Prozesskosten wider, die im zweiten Quartal dieses Jahres verzeichnet wurden, sowie Auswirkungen im Zusammenhang mit der Numis-Transaktion, die im letzten Quartal 2023 abgeschlossen werden soll. Es wird erwartet, dass die bereinigten Kosten für das Gesamtjahr 2023 im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahr bleiben, da sie von strikter Kostendisziplin, niedrigeren Gebühren für den einheitlichen Abwicklungsfonds für das laufende Jahr sowie einer potenziellen Erstattung von Mitteln aus einem nationalen Restrukturierungsfonds profitieren. Darüber hinaus setzt die Deutsche Bank weiterhin ihre Agenda zur Förderung der Wachstumsambitionen der Bank und zur Verbesserung der strukturellen Effizienz der Bank um, einschließlich der Optimierung ihrer Deutschland-Plattform, der Aktualisierung ihrer Technologiearchitektur, der umfassenden Neugestaltung von Prozessen, Maßnahmen zur Steigerung der Infrastruktureffizienz und dem Abbau von Führungspositionen, die nicht im Kundenkontakt stehen. Die Vorteile dieser Maßnahmen werden vermutlich im Laufe des Jahres teilweise oder vollständig durch Inflationsdruck sowie selektive Investitionen in weiteres Geschäftswachstum und vorübergehend höhere Kosten als erwartet im Zusammenhang mit der Stilllegung veralteter Technologie ausgeglichen. Für das Gesamtjahr 2023 dürfte die Risikovorsorge im Kreditgeschäft am oberen Ende der Spanne von 25 bis 30 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditvolumens liegen, was den unsicheren makroökonomischen Hintergrund und niedrigere Kreditvolumina als ursprünglich erwartet widerspiegelt. Die Bank geht davon aus, dass die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Jahr 2023 im Gegensatz zu 2022 eher von Einzelverlusten als von einer Verschlechterung der makroökonomischen Zukunftsindikatoren bestimmt wird. Die Deutsche Bank hält weiterhin an ihren strikten Underwriting-Standards und ihrem strengen Kontrollrahmenwerk im Risikomanagement fest. Weitere Einzelheiten zur Berechnung der erwarteten Kreditverluste (ECLs) sind im Abschnitt "Informationen zur Risikolage" dieses Berichts enthalten. Die Harte Kernkapitalquote (CET 1) wird voraussichtlich bis Ende 2023 im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Vorjahresniveau bleiben. Der Konzern rechnet für das Jahr 2023 mit mehreren regulatorischen Entscheidungen über interne Kredit- und Marktrisikomodelle. Auf Nettobasis dürften die risikogewichteten Aktiva (RWA) unter Berücksichtigung von Modelleffekten, Risikominderungsmaßnahmen, Aktienrückkäufen und des Geschäftswachstums im Wesentlichen unverändert bleiben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 strebt die Deutsche Bank eine Harte Kernkapitalquote von 200 Basispunkten über dem Schwellenwert hinsichtlich des ausschüttungsfähigen Höchstbetrags (Maximum Distributable Amount - MDA) an. Der Zeitpunkt für modellspezifische Entscheidungen könnte im Jahresverlauf zu Schwankungen der Harten Kernkapitalquote führen. Das Ziel der Deutschen Bank ist es, nachhaltig steigende Bardividenden zu zahlen und im Laufe der Zeit überschüssiges Kapital an die Aktionäre auszuschütten, welches über das Niveau hinausgeht, das zur Unterstützung des profitablen Wachstums und der bevorstehenden regulatorischen Änderungen erforderlich ist. Dazu will die Bank Aktienrückkäufe nutzen, sofern Aufsichtsbehörden und Aktionäre zustimmen und die Anforderungen des deutschen Aktienrechts erfüllt sind. Zu diesem Zweck beabsichtigt der Vorstand, vorbehaltlich der Erreichung der strategischen Ziele des Konzerns, die Bardividende je Aktie in den nächsten 3 Jahren um jährlich 50% zu erhöhen, ausgehend von den für das Geschäftsjahr 2021 gezahlten 0,20 € je Aktie. Dies würde bis 2025 in Bezug auf die Geschäftsjahre 2021-2024 zu rund 3,3 Mrd. € an kumulierten Dividendenzahlungen führen. Bezogen auf das Geschäftsjahr 2024 beabsichtigt die Bank, eine Gesamtausschüttungsquote von 50% aus einer Kombination aus gezahlten Dividenden und durchgeführten Aktienrückkäufen im Jahr 2025 zu erreichen; die Bank beabsichtigt, in den Folgejahren eine Gesamtausschüttungsquote von 50% beizubehalten. Zusätzlich zu dem bereits im Jahr 2022 abgeschlossenen Aktienrückkauf in Höhe von 300 Mio. € und dem für die zweite Jahreshälfte 2023 in Höhe von 450 Mio. € angekündigten Aktienrückkaufprogramm würde die erfolgreiche Umsetzung der finanziellen und strategischen Pläne des Konzerns bis zum Jahr 2025 den zuvor angekündigten kumulativen Ausschüttungen an die Aktionäre in Form von gezahlten Dividenden oder durchgeführten Aktienrückkäufen für die Geschäftsjahre 2021-2025 in Höhe von rund 8 Mrd. € entsprechen. Die Deutsche Bank hat beschlossen, ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 450 Mio. € zu starten, 50% mehr als im Jahr 2022, das voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt wird. Zusammen mit der Dividende, die der Konzern für 2022 gezahlt hat, strebt die Bank an, im Jahr 2023 mehr als 1 Mrd. € Kapital an die Aktionäre auszuschütten. Aufgrund der Art ihres Geschäfts ist die Deutsche Bank an Gerichts-, Schieds- und Regulierungsverfahren sowie Ermittlungen in Deutschland und in einer Reihe von Ländern außerhalb Deutschlands, darunter in den USA, beteiligt. Solche Sachverhalte sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Wie in der Angabe zu Rückstellungen in diesem Zwischenbericht erläutert, hat die Deutsche Bank im Verlauf des zweiten Quartals 2023 eine Reihe bestehender Verfahren beigelegt und Fortschritte bei anderen Verfahren erzielt. Nach Ansicht des Konzerns dürfte das Umfeld für Rechtsstreitigkeiten und Rechtsdurchsetzungen herausfordernd bleiben. Für das Jahr 2023 erwartet die Deutsche Bank unter dem Vorbehalt, dass die Vorhersage von Rechtskosten vielen Unsicherheiten unterliegt, sowie unter Berücksichtigung der Kosten für die Beilegung von Verfahren und Erzielung von Fortschritten bei anderen Verfahren Nettoprozesskosten, die über denen im Jahr 2022 liegen werden. Zu den Risiken für den Ausblick des Konzerns zählen unter anderem potenzielle Auswirkungen auf das Geschäftsmodell durch ein schlechteres makroökonomisches Umfeld als erwartet, einschließlich eines erhöhten anhaltenden Inflationsdrucks, der Zentralbanken zu einer weiteren Anhebung der Zinssätze zwingen könnte, und einer weiteren Verschlechterung der finanziellen Bedingungen, was wiederum zu einer tieferen und längeren Rezession führen könnte. Dies könnte geringere Kundenaktivitäten zur Folge haben und sich auf die Entwicklung bestimmter Sektoren wie Gewerbeimmobilien auswirken, was zu Unsicherheiten bei unseren Schätzungen für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft und der zugehörigen Kosten führt. Des Weiteren könnten geopolitische Unsicherheiten, darunter der anhaltende Krieg in der Ukraine, die Spannungen zwischen China und Taiwan und eine mögliche Verschärfung des strategischen Wettbewerbs zwischen den USA und China, mit weiteren Risiken einhergehen, einschließlich des Abwärtsrisikos beim Wachstum, die sich auch auf Wechselkurse oder Wertpapiere auswirken könnten. Auch Versäumnisse im Kontrollumfeld der Bank einschließlich aus Cyberbedrohungen können unerwartete Auswirkungen haben. Eine ausführlichere Erläuterung der potenziellen Abwärtsrisiken können den Risiken im Abschnitt "Risiken und Chancen" dieses Berichts entnommen werden. Die bereinigten Kosten und die Eigenkapitalrendite nach Steuern, basierend auf dem den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren durchschnittlichen materiellen Eigenkapital, sind nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen. Für die Definitionen dieser Messgrößen und die Überleitung auf die zugrunde liegenden IFRS-Messgrößen beachten Sie bitte den Abschnitt "Nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgrößen" in diesem Bericht. Risiken und ChancenDer folgende Abschnitt konzentriert sich auf zukünftige Trends oder Ereignisse, die zu einem Abwärts- oder Aufwärtspotenzial gegenüber dem führen können, was der Konzern in seinem "Ausblick" erwartet. Die wichtigste Entwicklung in den ersten sechs Monaten bis zum 30. Juni 2023 waren erhebliche Marktvolatilitätsphasen, insbesondere bei selektiven Insolvenzen und/oder Restrukturierungen im US- und europäischen Bankensektor sowie der zunehmende Druck auf den Markt gewerblicher Immobilien, vor allem im US-Bürosektor. Die Bewertung der Risiken und Chancen, denen die Geschäftsbereiche der Gruppe ausgesetzt sind, hat sich gegenüber den Angaben im Deutsche Bank Geschäftsbericht 2022 nicht wesentlich verändert. Die wichtigsten Abwärtsrisiken ergeben sich aus den andauernden Auswirkungen steigender Zinsen und anhaltend höherer Inflation, einer möglichen weiteren Straffung der Kreditvergabestandards aufgrund der Stresssituation an den Finanzmärkten im März, einer Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds und aus erhöhten geopolitischen Risiken. Chancen könnten sich ergeben, wenn sich makroökonomische Bedingungen über das derzeit prognostizierte Niveau hinaus verbessern, was zu höheren Erträgen führen kann und die Fähigkeit des Konzerns seine Finanzziele zu erreichen verbessert. Gleichzeitig könnten höhere Inflation, höhere Zinssätze und Marktvolatilität zu höheren Einnahmen aus dem Handelsgeschäft und zu höheren Nettozinseinnahmen und Kreditmargen führen. Die Deutsche Bank könnte auch davon profitieren, Kunden bei der Bewältigung der zunehmend volatilen Finanzmärkte zu unterstützen. Durch die Fokussierung auf und die Investition in die Kernbereiche der Deutschen Bank, einschließlich durch selektive Akquisitionen, können sich bei der Umsetzung der Strategie weitere Chancen ergeben, wenn diese in größerem Umfang oder unter günstigeren Bedingungen als derzeit erwartet umgesetzt werden. RisikenMakroökonomische und MarktbedingungenIn den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 sind mehrere regionale amerikanische Banken und eine europäische Großbank entweder gescheiterte oder wurden umstrukturiert, was bei Anlegern zu Bedenken hinsichtlich des gesamten Bankensektors führte. Während die Fundamentaldaten des Bankensektors nach wie vor solide sind, wie aus den kürzlich veröffentlichten US-CCAR-Stresstests hervorgeht, und sich die Marktstimmung stabilisiert hat, haben die jüngsten Ereignisse die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden Verschärfung der Finanzierungsbedingungen erhöht. Banken werden versuchen, ihre Liquidität angesichts des verschärften Wettbewerbs um Einlagen und der erhöhten Sensibilität von Einlegern für Konzentrationsrisiken zu erhalten. Eine deutliche Verschärfung der Finanzierungsbedingungen würde zu höheren Refinanzierungsrisiken für Kunden führen, wobei gewerbliche Immobilienfinanzierung und hochgradig fremdfinanzierte Unternehmenskunden besonders betroffen sein könnten. Wichtige Zentralbanken haben ihre Geldpolitik weiter gestrafft, obwohl die Gesamtinflation in den wichtigsten Volkswirtschaften wahrscheinlich ihren Höchststand überschritten hat. Die Kerninflation bleibt jedoch hartnäckig, und der Weg zur Normalisierung bleibt ungewiss. Die Auswirkungen der jüngsten Ereignisse auf die Risikoneigung von Investoren dürften sich auf die Fähigkeit des Konzerns auswirken, Kapitalmarktverpflichtungen zu verteilen und Risiken abzubauen, was möglicherweise zu Verlusten führen könnte. Außerdem haben die jüngsten Ereignisse das Risiko von idiosynkratischen Zahlungsausfällen sowohl direkt als auch indirekt erhöht, zum Beispiel infolge von Deckungslücken bei Lombard- oder Wertpapierfinanzierungsgeschäften. Darüber hinaus stehen die Märkte für Gewerbeimmobilien durch die Auswirkungen hoher Zinssätze und Kreditkosten, angespannter Kreditvergabebedingungen und wirtschaftlichen Gegenwinds nach wie vor unter Druck. Niedrigere Liquidität und Preisfindung für gewerbliche Immobilien seit dem Beginn der US regionalen Bankenkrise haben zu einem ausgeprägten Rückgang an Transaktionen geführt, insbesondere im US-Bürosektor, wobei sich Risiken aus der Änderung von Arbeitsmodellen seit der Pandemie verstärkt haben. Darüber hinaus werden die Ausfallraten von Unternehmen in den Jahren 2023/2024 voraussichtlich steigen, da Gewinne sinken und stärker fremdfinanzierte Kunden Refinanzierungsrisiken ausgesetzt sind. Mit steigenden Zinsen und einer weiteren quantitativen Straffung kann es zu weiteren Liquiditätsengpässen kommen. In den USA wurde eine Schuldenkrise abgewendet, allerdings wird nach wie vor erwartet, dass Ende 2023 eine leichte Rezession in den USA einsetzen wird, auch wenn die jüngsten Daten darauf hindeuten, dass eine Disinflation auch ohne Rezession erreicht werden könnte (ein so genanntes "soft landing"). Im Euroraum wurde eine technische Rezession im Winter trotz des Anstiegs der Energiekosten knapp vermieden. Jedoch war die Wirtschaftstätigkeit schwach, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, und das Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich bis weit ins Jahr 2024 stagnieren. Eine Rezession in den USA und höhere Zinsen belasten das BIP-Wachstum im Euroraum. Gleichzeitig könnte der wirtschaftliche Aufschwung in China schwächer ausfallen als erwartet, da dieser anscheinend etwas an Schwung verloren hat. Geopolitische Entwicklungen können Risiken mit sich bringen, zumal der geoökonomische Wettbewerb zwischen den USA und China weiterhin hoch ist. Die deutsche Regierung hat ihrerseits vor kurzem eine eigene China-Strategie veröffentlicht, die vorsieht, dass deutsche Unternehmen weiterhin an der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas teilhaben, gleichzeitig aber auch eine Diversifizierung anregt, um potenziell nachteilige Konzentrationsrisiken und wirtschaftliche Abhängigkeiten von China zu reduzieren. Höhere Zinsen können die geplanten Geschäftsergebnisse, Finanzziele und Kosten der Deutsche Bank negativ beeinflussen. Dies könnte höhere Verluste einschließlich höherer Rückstellungen für Kreditverluste und Herabstufungen von Ratings über das gesamte Kundenspektrum der Bank hinweg bedingen, was zu höheren risikogewichteten Aktiva für Kreditrisiken führen kann. Eine anhaltende Inflation und ein höheres endgültiges Leitzinsniveau könnten Verbraucherausgaben und Investitionen von Privatkunden dämpfen und zu einer Verringerung der Neukreditvergabe in der Konsumentenfinanzierung und/oder bei privaten Hypothekendarlehen führen. Politische RisikenInmitten des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurden seit dem Ende des Jahres 2022 weitere Sanktionspakete verabschiedet. Neue Sanktionen sowie Gegenmaßnahmen der russischen Regierung erhöhen die Unterschiede zwischen der lokalen Anwendung/Umsetzung relevanter Anforderungen durch die Deutsche Bank Moskau und die Deutsche Bank Gruppe. Vor diesem Hintergrund könnten die russische Regierung und die Wirtschaft weiter auf Maßnahmen zurückgreifen, die darauf abzielen, auferlegte Sanktionen zu umgehen, die absichtlich oder unwissentlich von Wirtschaftsteilnehmern im Westen ermöglicht werden. Solche Aktivitäten können sich zum Teil vor allem in Ländern entfalten, die gegenüber Russland und dem Westen eine neutrale Haltung bewahren. Es könnte für die Bank eine Herausforderung sein, solche Aktivitäten zu identifizieren und die Bank in allen Fällen gegen die möglichen regulatorischen und reputationellen Auswirkungen solch rechtswidriger Aktivitäten zu schützen. Vor diesem herausfordernden Sanktions-Hintergrund könnten auch Banken in Wirtschaftsstreitigkeiten von Geschäftspartnern gezogen werden, was zu Kosten oder Verlusten führen könnte, die im normalen Geschäftsverlauf nicht anfallen würden. StrategieObwohl der Konzern kontinuierlich plant und sich an veränderte Situationen anpasst, läuft er Gefahr, dass eine erhebliche Verschlechterung des globalen Geschäftsumfelds, eine nachteilige Änderung des Vertrauens in den Bankensektor und/oder Kundenverhalten als auch verstärkter Wettbewerb dazu führen, dass der Konzern öffentlich kommunizierte Ziele verfehlt. Es könnten unerwartete Verluste einschließlich weiterer Wertminderungen und Rückstellungen eintreten, die Rentabilität geringer als geplant ausfallen oder sich die Kapitalbasis und Finanzierungsbedingungen verschlechterten, was sich erheblich nachteilig auf die Geschäftsergebnisse und den Aktienkurs der Deutsche Bank auswirken könnte. Die Finanzergebnisse der Bank könnten negativ beeinträchtigt werden, falls die erwarteten Gewinne von Fusionen und Übernahmen, Joint Ventures, strategischen Partnerschaften und anderen Investitionen nicht eintreten. Gleichzeitig wird jeder Integrationsprozess beträchtliche Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen und es könnte sein, dass es der Bank nicht gelingt, diesen Prozess erfolgreich zu gestalten. Am 28. April 2023, gab die Bank den Erwerb der Numis Corporation PLC bekannt. Falls die Übernahme nicht vereinbarungsgemäß zustande kommt, könnte die Bank regulatorischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten, Reputationsverlusten oder negativen finanziellen Auswirkungen ausgesetzt sein. Die anhaltende Volatilität auf den Märkten, in denen die Bank tätig ist, könnte das Risiko verstärken, dass die Bank ihre öffentlich angekündigten Ziele verfehlt, einschließlich ihr Ziel einer CET1-Quote von ungefähr 200 Basispunkten über dem Schwellenwert für den maximal ausschüttungsfähigen Betrag (Maximum Distributable Amount - MDA), wie im Abschnitt "Ausblick" in diesem Bericht dargelegt. Liquiditäts- und RefinanzierungsrisikenBis Ende Juni 2023 behielt die Deutsche Bank bei allen führenden Ratingagenturen ein Investment-Grade-Rating und geht nicht davon aus, dass sich die jüngsten Ereignisse im Bankensektor negativ auf ihre Ratings auswirken werden. Im Gegensatz dazu folgen die Kreditratings der Bank einem Aufwärtstrend. Im Juni 2023 hob DBRS Morningstar die langfristige Emittenten Bewertung (Long-Term Issuer Rating) und die langfristige Einlagen Bewertung (Long-Term Deposit Rating) auf A (Stabil) an. Dies folgte der Ankündigung von S&P im Mai 2023 die Bonitätsaussichten der Bank von Stabil auf Positiv zu erhöhen und das das Emittentenrating (issuer rating) der Bank bei A- zu bekräftigen. Anfang Juli 2023 verbesserte Fitch Ratings auch seine Hauptratings für die Deutsche Bank mit dem Emittenten (Issuer) Default Rating auf A-. Die vorzeitige Rückzahlung und Fälligkeit der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO) im zweiten Quartal 2023 trugen zur Verringerung der EZB-Bilanz bei, wodurch die Nettoliquidität im Markt sank und die Finanzierungskosten für die europäischen Banken stiegen. Zusätzlich erhöhen die Zentralbanken die Zinssätze weiter, und ihre Bilanzen werden durch die weitere quantitative Straffung schrumpfen. Dies wiederum belastet die Finanzierungsmöglichkeiten der Bank und könnte zu höheren Kreditkosten (insbesondere für kurzfristige Finanzierungen) führen. Gleichzeitig könnte ein weiterer Konjunkturabschwung zu einer Verringerung der Sparquote und einem Rückgang von Einlagen führen. Eine veränderte Verteilung von Überschussliquidität von bedeutenden Kontrahenten könnte sich auch auf die Liquiditätsposition der Bank auswirken. Dieser Effekt könnte durch den Wettbewerbsdruck anderer Einlageninstitute sowie durch allgemeinere Bedenken hinsichtlich des Kontrahentenrisikos gegenüber bestimmten Segmenten des Bankensektors verstärkt werden. Nach den Marktereignissen im ersten Quartal 2023 hat sich das Risikoumfeld nach einer Zeit der Unsicherheit und Volatilität stabilisiert. Die Kreditaufschläge der Deutschen Bank stiegen während der Volatilität der Märkte im ersten Quartal, haben sich aber im zweiten Quartal 2023 wesentlich normalisiert. Die wichtigsten Liquiditätskennzahlen lagen das ganze Jahr über deutlich über den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen und bildeten eine solide Grundlage für die Bewältigung volatiler Märkte, auch wenn sich das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld in Zukunft negativ auf die Risikoprämien der Deutsche Bank, die Liquiditätskennzahlen oder das Rating der Bank auswirken könnte. Reformen der Regulierungsaufsicht, Bewertungen und VerfahrenDie Europäische Kommission hatte im Vorfeld eine Überprüfung der makroprudenziellen Aufsicht und eine Überprüfung der EU-Verbriefungsregelung sowie weitere technische Aspekte der Verbriefung für den Zeitraum 2022-2023 angekündigt. Die Deutsche Bank geht inzwischen davon aus, dass diese Überprüfungen nicht innerhalb des geplanten Zeitrahmens stattfinden werden. Allerdings könnten begrenztere Änderungen im Zusammenhang mit dem umfassenden Paket von Reformen der EU-Bankenvorschriften (allgemein als CRR III und CRD VI bezeichnet) angestrebt werden. Die Reformen könnten zu einer Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen der Bank führen, einschließlich Kapitalpuffern, zusätzlichen Eigenkapitalanforderungen für Verbriefungen oder einer Erhöhung der risikogewichteten Aktiva. Im April 2023 legte die Europäische Kommission einen Gesetzesentwurf zur Reform des EU-Rahmens für Krisenmanagement und Einlagensicherung vor, der Änderungen bei allen einschlägigen Richtlinien und Verordnungen vorsieht, einschließlich der Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten, der Verordnung über einen einheitlichen Abwicklungsmechanismus und der Richtlinie über Einlagensicherungssysteme. Ziel des Gesetzentwurfs ist unter anderem, die weitere Harmonisierung und Regulierung des Krisenmanagements und der Abwicklung kleiner und mittlerer EU-Banken, die derzeit einem gewissen nationalen Ermessensspielraum unterliegen. Der Gesetzesentwurf der Kommission enthält mehrere Änderungen, die sich auf die Deutsche Bank und ihre Kunden auswirken könnten, darunter eine Änderung der Insolvenzrangfolge der Forderungen aller Einleger, einschließlich derjenigen, die nicht durch Einlagensicherungssysteme abgesichert sind. Die Vorschläge beinhalten außerdem eine erweiterte Möglichkeit für die Behörden, die Mittel der nationalen Einlagensicherungssysteme zu nutzen, um zur Abwicklung einer Bank beizutragen, und somit auch Zugang zum einheitlichen Abwicklungsfonds zu gewähren. Dieser Gesetzentwurf der Europäischen Kommission wird nun das reguläre EU-Gesetzgebungsverfahren unter Beteiligung der 27 EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments durchlaufen. Die Fertigstellung der überarbeiteten Richtlinien und der überarbeiteten Verordnung könnte je nach Bereitschaft der Mitgesetzgeber, zu einem Kompromiss zu gelangen, mehrere Jahre in Anspruch nehmen und könnte sich erheblich vom ursprünglichen Kommissionsvorschlag unterscheiden. Am 28. Juni 2023 hat die Europäische Kommission
zwei Gesetzespakete veröffentlicht. Das eine steht im
Zusammenhang mit der Einführung des digitalen Euro,
das andere mit dem Zugang zu Finanzdaten und Zahlungen. Das
Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten
müssen nun beide Pakete diskutieren. Es wird erwartet,
dass der endgültige Gesetzestext erst nach den Wahlen
des Europäischen Parlaments im Juni 2024 verabschiedet
wird.
In Europa rückt die Übergangsfinanzierung immer mehr in den Mittelpunkt. Die Europäische Kommission hat einen Bericht veröffentlicht, der eine umfassende Orientierung zu diesen Fragen bietet. Das Konzept der Übergangsfinanzierungen und dessen Entwicklung bringen gewisse Unsicherheiten für die Banken mit sich. Darüber hinaus wird voraussichtlich das detaillierte Rahmenwerk für Taxonomien, das von den europäischen Gesetzgebern eingeführt wurde, von der Europäischen Kommission überprüft werden. Es ist zu erwarten, dass die nächste Europäische Kommission beide Elemente in ihr Arbeitsprogramm für 2025 bis 2029 aufnehmen wird. Am 7. Dezember 2022 veröffentlichte die Kommission einen Gesetzentwurf zu einer Überarbeitung der Verordnung der europäischen Marktinfrastrukturen. Dieser Vorschlag wird derzeit im Rat (in Vertretung der Mitgliedstaaten) und im Europäischen Parlament erörtert, wobei die Verhandlungen zwischen den Mitgesetzgebern voraussichtlich später im Laufe des Jahres 2023 beginnen werden. Für indische zentrale Gegenparteien (CCPs) wurde vor Ablauf der Frist vom 30. April 2023 keine Vereinbarung zwischen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde und den indischen Behörden unterzeichnet, was dazu führte, dass sechs indische CCPs in der EU nicht mehr anerkannt werden. Die BaFin hat am 17. Februar 2023 eine Erklärung veröffentlicht, in der sie deutschen Kreditinstituten einschließlich der Deutschen Bank die Möglichkeit gibt, für höchstens 18 Monate bis zum 31. Oktober 2024, Mitglieder der sechs indischen CCPs zu bleiben. Compliance- und die Bekämpfung von FinanzkriminalitätsrisikenIm Juli 2023 schloss die Bank einen Einwilligungsbeschluss und eine schriftliche Vereinbarung mit der Federal Reserve ab, um bereits bekannte regulatorische Diskussionen über die Einhaltung früherer Anordnungen und Vergleiche im Zusammenhang mit Sanktionen und Embargos und der Einhaltung von Anti-Geldwäschebestimmungen sowie über Abhilfevereinbarungen und -verpflichtungen im Zusammenhang mit Themen des Risikomanagements zu beenden. Sowohl der Einwilligungsbeschluss als auch die schriftliche Vereinbarung verpflichten die Bank zur Einhaltung und Umsetzung bestimmter Abhilfeverpflichtungen. Sollte die Bank diesen Verpflichtungen nicht nachkommen, könnten ihr zusätzliche aufsichtsrechtliche Maßnahmen drohen, einschließlich weiterer zivilrechtlicher Geldstrafen und Geschäftsbeschränkungen. Regeln, Verfahren und Methoden des Risikomanagements sowie operationelle RisikenIm Bankensektor gibt es nach wie vor Unterschiede hinsichtlich der Definition von Portfolioarten und Anlageklassen, auch im Hinblick auf ESG-bezogene Themen. Häufig gibt es weder branchenweit noch allgemein anerkannte Definitionen, insbesondere auch im Hinblick auf Vermögenswerte, die als "grün" oder "ESG-konform" eingestuft werden sollen. Diese können auch durch Unterschiede zwischen den Ansichten des Risikomanagements und der Rechnungslegung bedingt sein. Diese Abweichungen könnten sich auf die Art und Weise auswirken, wie externe Interessenträger die zugrunde liegenden Risiken solcher Portfolioarten und Anlageklassen bewerten. Übersteigen die Verluste in einem bestimmten Portfolio oder einer bestimmten Anlageklasse die Markterwartungen, könnte dies den Ruf der Bank beeinträchtigen und sich nachteilig auf die geplanten Geschäftsergebnisse und Finanzziele der Deutschen Bank auswirken. Risiko durch DrittparteienDie regulatorischen Rahmenbedingungen für das Management von Drittparteirisiken entwickeln sich kontinuierlich weiter und werden immer komplexer da Regulierungsbehörden versuchen, unterschiedliche Ziele zu erreichen. Es gibt zwei Schwerpunkte: die Art und Weise wie Finanzinstitute ihre Risiken zu Drittparteien managen und wie die systemischen Risiken adressiert werden können, die durch die Konzentration von Dienstleistungen, die von kritischen Drittparteien erbracht werden, zustande kommen. So erweitert beispielsweise das am 16. Januar 2023 in Kraft getretene DORA-Paket (European Digital Operational Resilience Act) das EU-Rahmenwerk bezüglich des Risikomanagements von Dritten unter anderem durch weitere Überwachungs-, Berichterstattungs-, Test- und Aufsichtsanforderungen, die für EU-Finanzinstitute in Bezug auf die von ihren Informationskommunikationstechnologie-Dienstleistern erbrachten Dienstleistungen gelten. Das DORA-Gesetzespaket gilt ab dem 17. Januar 2025 und ergänzt die bereits bestehenden EU-Anforderungen an das "Outsourcing" im Finanzdienstleistungssektor. Die britischen Regulierungsbehörden entwickeln außerdem das System kritischer Drittparteien, um die Widerstandsfähigkeit aller wichtigen Drittparteien im Vereinigten Königreich zu fördern. Darüber hinaus hat der Rat für Finanzstabilität (Financial Stability Board, FSB) kürzlich eine Konsultation zu einem "Toolkit zur Verbesserung des Risikomanagements und der Aufsicht von Drittparteien" eingeleitet und eine Reihe von Empfehlungen abgegeben einschließlich der Forderung nach einer stärkeren Konvergenz der Aufsichtsrahmen. Die Entwicklungen der geopolitischen Risiken führen auch zu einer verstärkten Überwachung von Technologieanbietern aus Drittländern und zu wachsenden Lokalisierungsanforderungen. Bei der Nutzung von Drittparteien ist die Bank weiterhin uneingeschränkt verantwortlich und haftbar für die Erfüllung aller regulatorischen Verpflichtungen, einschließlich der Fähigkeit, das Outsourcing kritischer oder wichtiger Funktionen zu überwachen. Die Bank kann auch mit dem Risiko erheblicher Verluste oder Reputationsschäden konfrontiert werden, wenn Dritte die Dienstleistungen nicht wie mit der Bank vereinbart und/oder in Übereinstimmung mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen erbringen. Technologie, Daten und InnovationGroße Technologietransformationen im Geschäfts- und Infrastrukturbereich der Bank werden über spezielle Initiativen durchgeführt. Eine dieser Initiativen, das Projekt Unity, zielt darauf ab, das IT-Umfeld der Bank durch die Migration von Postbank-Kunden auf die IT-Systeme der Deutsche Bank zu vereinfachen. Die letzte Migrationswelle von Projekt Unity fand im Juli 2023 statt und umfasste die verbleibenden Kreditportfolios mit den entsprechenden Risikovorsorgen. Im Anschluss an die Übertragung werden alle Kunden und Produkte der Postbank auf die IT-Infrastruktur der Deutschen Bank migriert sein. Migrationsbedingte Risiken könnten jedoch weiterhin Auswirkungen haben, u. a. (1) eine schlechtere Datenqualität, die Korrekturen erforderlich machen und sich in der Folge auf die Risikovorsorge auswirken könnte, (2) eine Ressourcenverknappung bei Inkassotätigkeiten, während die Schulung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf der Deutsche Bank IT-Infrastruktur fortgesetzt wird, (3) eine verzögerte Bearbeitung von Problemkrediten, die sich auf die Entwicklung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft in der zweiten Jahreshälfte 2023 auswirken könnte, und (4) eine eingeschränkte Fähigkeit zur Unterstützung des Neugeschäfts, was sich auf das zukünftige Ertragspotenzial auswirken könnte. Die Bank beobachtet weiterhin aufmerksam die globale geopolitische Landschaft im Hinblick auf alle sich abzeichnenden Bedrohungen, die die Sicherheit der Bankgeschäfte und -informationen betreffen. Darüber hinaus überwacht die Sicherheitsdatenschutzfunktion der Bank relevante Trends und Entwicklungen in der Branche, u. a. künstliche Intelligenz und Quantum Computing. Umwelt, Soziales und UnternehmensführungWenngleich sich die Deutsche Bank weiterhin zu den Zielen bekennt, die sie in ihrem Sustainability Deep Dive vom 2. März 2023 dargelegt hat, könnte die Bank bei der Erreichung ihres Ziels, bis Ende 2025 ein kumulatives ESG-Finanzierungs- und Investitionsvolumen von 500 Mrd. € zu erreichen, auf Widerstand stoßen. Wenn solche Ziele verfehlt werden, könnte sich dies unter anderem auf die Erträge und die Reputation der Bank auswirken. ChancenMakroökonomische und MarktbedingungenEine Verbesserung der makroökonomischen Bedingungen über das derzeit prognostizierte Niveau hinaus, einschließlich eines möglichen "soft landing" der US-amerikanischen Wirtschaft, könnte zu höheren Erträgen als geplant führen. Der anhaltende Zinsanstieg und eine höhere Marktvolatilität, die im ersten Quartal 2023 zu beobachten waren, bieten auch Chancen, darunter höhere Erträge aus verstärkten Handelsaktivitäten, da Privat-, Firmen- und institutionelle Kunden ihre Portfolios neu positionieren, sowie höhere Nettozinserträge. StrategieAls Konzernstrategie verfolgt die Bank weiterhin gezieltes Wachstum und der erste Anlaufpunkt für alle Bankkunden zu sein und dabei als ihre "Globale Hausbank" das gesamte Spektrum der Finanzbedürfnisse ihrer Kunden abzudecken. Am 28. April 2023 kündigte die Bank die Absicht an, die Numis Corporation PLC zu erwerben. Dies zielt darauf ab, im Bereich Corporate Broking und strategische Beratung eine herausragende Stellung im gesamten Vereinigten Königreich zu schaffen. Die Übernahme könnte der Bank Möglichkeiten bieten, Marktanteile, Rentabilität und den Kundenstamm in der gesamten britischen Region zu steigern. Die anhaltende Marktvolatilität bietet der Bank weiterhin Möglichkeiten, Talenterwerb und Wachstumsinitiativen zu beschleunigen, Marktanteilsgewinne anzustreben und Akquisitionen vorzunehmen, die im Einklang mit der vorgelegten Konzernstrategie stehen. Allgemeiner betrachtet begannen die Arbeitsmarktbedingungen sich Ende 2022 zu normalisieren. Die Fluktuation von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen lag im ersten Halbjahr 2023 in allen Regionen deutlich unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2022 und unter dem Niveau des ersten Halbjahres vor COVID in 2019, was zu mehr Stabilität in der gesamten Gruppe führt. Technologie, Daten und InnovationDigitale Innovation bietet verschiedene Möglichkeiten, um die Monetarisierung bestehender Kunden zu erhöhen und neue Kundengruppen zu gewinnen, indem das eigene Produktportfolio erweitert und Produktpartnerschaften mit Dritten eingegangen werden, um dadurch möglicherweise von einer kürzeren Markteinführungszeit zu profitieren. Die jüngsten Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz (KI), wie z. B. generative KI und Large Language Models, birgt ein erhebliches Potenzial für die operative Effizienz und das Ertragswachstum der Deutsche Bank. Die Bank arbeitet auch mit Google an der frühzeitigen Einführung neuer KI-Technologien und an einer "verantwortungsvollen KI" für den Bankensektor. Die Bank experimentiert mit solchen Technologien auf umsichtige und verantwortungsbewusste Weise, um sicherzustellen, dass sie die Risiken versteht und minimiert, bevor solche Technologien in der Praxis eingesetzt werden. Die globale Reichweite der Gruppe ermöglicht eine schnelle und effiziente Skalierung von Produkten in verschiedenen Regionen. Gleichzeitig werden die Kunden der Bank von Produkten und Dienstleistungen profitieren, die in Zukunft schneller entwickelt und auf den Markt gebracht werden. Umwelt, Soziales und GovernanceWie am Nachhaltigkeitstag der Deutsche Bank am 2. März 2023 dargestellt, bietet der Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft vielfältige Möglichkeiten, Kunden auf ihrem Weg zu Netto-Null durch die Bereitstellung nachhaltiger Finanz- und Übergangsexpertise zu unterstützen. In Verbindung mit dem aktiven Management des CO2-Fußabdrucks der Gruppe über ihr Netto-Null-Ziel kann dies sowohl zu Umsatzmöglichkeiten als auch zu einer verbesserten Wahrnehmung durch Stakeholder führen. Informationen zur RisikolageWichtige RisikokennzahlenDer folgende Abschnitt enthält qualitative und quantitative Angaben zu Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und sonstigen Risiken und ihrer Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2023. Angaben gemäß Säule-3 des Basel 3-Rahmenwerks, die in der Europäischen Union durch die Capital Requirements Regulation (CRR) implementiert wurden und durch EBA-Technical Standards oder die EBA-Richtlinie ergänzt werden, sind im separaten Säule-3-Gruppen-Bericht enthalten, der auf der Deutschen Bank Website hinterlegt ist. Die folgenden ausgewählten Risikokennzahlen und die zugehörigen Metriken sind wichtiger Bestandteil des ganzheitlichen Risikomanagements über alle Risikoarten. Die Harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Ratio, CET1-Ratio), die Ökonomische Kapitaladäquanzquote (Economic Capital Adequacy Ratio, ECA-Ratio), die Verschuldungsquote (Leverage Ratio), die Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, TLAC), Mindestanforderungen an Eigenmitteln und berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (Minimum Requirements for Own Funds and Eligible Liabilities, MREL), die Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR), die Netto-Liquiditätsposition unter Stress (Stressed Net Liquidity Position, sNLP) und die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR) sind übergeordnete Metriken und integraler Bestandteil strategischer Planung, des Risikoappetit-Rahmenwerks, des Stresstests sowie der Sanierungs- und Abwicklungsplanung, die vom Vorstand mindestens einmal jährlich überprüft und genehmigt werden. Weitere Details zu den wesentlichen Risikokategorien und zur Steuerung wesentlichen Risiken finden Sie im Deutsche Bank Geschäftsbericht 2022 im Kapitel "Risikobericht". scrollen
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Risikogewichtete AktivaRisikogewichtete Aktiva nach Risikoart und Geschäftsbereich scrollen
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1 Die Vergleichswerte wurden an die aktuelle Darstellung angepasst Die RWA der Deutschen Bank betrugen 358,8 Mrd. € zum 30. Juni 2023 im Vergleich zu 360,0 Mrd. € zum Jahresende 2022. Der Rückgang um 1,2 Mrd. € resultierte aus den RWA für Marktrisiken, welche teilweise durch die Kreditrisiko-RWA und den RWA für kreditbezogene Bewertungsanpassungen (CVA) kompensiert wurden. Die Reduktion der Marktrisiko-RWA um 3,7 Mrd. € ist in erster Linie bedingt durch Reduzierungen in den Value-at-Risk- und Stressed-Value-at-Risk-Komponenten aufgrund eines niedrigeren Kapitalmultiplikators als Folge einer Reduktion der qualitativen und quantitativen Komponenten. Außerdem führten Änderungen in den Risikopositionswerten zu einer Reduktion in der Stressed-Value-at-Risk-Komponente und einem Anstieg in der Komponente für den inkrementellen Risikoaufschlag, welche sich teilweise gegenseitig kompensierten. Der Anstieg der Kreditrisiko-RWA um 2,0 Mrd. € war in erster Linie auf das Wachstum in der Investmentbank und dem Asset Management, einen Anstieg der Risikopositionswerte in Corporate & Other sowie Auswirkungen aufgrund von veränderten Bonitätseinstufungen zurückzuführen. Dieser Anstieg der Kreditrisiko-RWA wurde teilweise durch Wechselkursbewegungen, einer Entlastung aus synthetischen Verbriefungen in der Unternehmensbank und niedrigere RWA für latente Steuern kompensiert. Der Anstieg der RWA für kreditbezogene Bewertungsanpassungen (CVA) um 0,4 Mrd. € stammt hauptsächlich von bestimmten Kunden, einschließlich Pensionsfonds, welche nicht mehr ausgeschlossen werden. Hartes Kernkapital (Überleitung zum bilanziellen Eigenkapital)scrollen
1 Die Anrechnung von Zwischengewinnen erfordert gemäß Artikel 26 (2) der Verordnung (EU) No 575/2013 i.V.m. EZB Beschluss (EU) 2015\656 eine Genehmigung der EZB 2 Beinhaltet Kapitalabzüge in Höhe von 1.3 Mrd. € (Dezember 2022: 1,2 Mrd. €) gemäß EZB Vorgaben zu unwiderruflicher Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Einheitlichen Abwicklungsfonds und der Einlagensicherung, 1,1 Mrd. € (Dezember 2022: 1,0 Mrd. €) gemäß der eingeforderten überwachenden Maßnahmen der EZB bezüglich der Minimalanforderung an Rückstellungen für ausgefallene Forderungen, 1,3 Mio. € (Dezember 2022: 7,4 Mio. €) resultierend aus Mindestwertverpflichtungen gemäß Artikel 36 (1)(n) der CRR und einer Verringerung des Harten Kernkapitals um 0 Mio. € (Dezember 2022: 14,7 Mio. €) aus der IFRS 9 Übergangsregel gemäß Art. 473a CRR Zum 30. Juni 2023 stieg die Harte Kernkapitalquote der Deutschen Bank auf 13,8% im Vergleich zu 13,4% zum 31. Dezember 2022. Der Anstieg um 39 Basispunkte ist in erster Linie auf den Anstieg im Harten Kernkapital und teilweise auf die Reduzierung der RWA entsprechend der zuvor genannten Entwicklungen zurückzuführen. Das Harte Kernkapital stieg um 1,3 Mrd. € im Vergleich zum Jahresende 2022 und ist hauptsächlich auf das positive Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2023 in Höhe von 2,2 Mrd. € zurückzuführen, welches teilweise durch regulatorische Abzüge für zukünftige Dividendenzahlungen auf Stammaktien und AT1-Kuponzahlungen in Höhe von insgesamt 0,5 Mrd. € kompensiert wurde, was im Einklang steht mit dem Beschluss der EZB (EU) (2015/656) über die Berücksichtigung von Zwischen- oder Jahresendgewinnen im Harten Kernkapital gemäß Artikel 26 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (EZB/2015/4). Darüber hinaus erhöhte sich das Harte Kernkapital infolge positiver Effekte aus 0,3 Mrd. € nicht realisierter Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten (hauptsächlich aufgrund 0,2 Mrd. € geringerer nicht realisierter Nettoverluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und 0,1 Mrd. € geringerer nicht realisierter Nettoverluste aus der Absicherung durch Cashflow-Derivate). Diese positiven Auswirkungen wurden teilweise ausgeglichen durch Abzüge in Höhe von 0,2 Mrd. € für Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds und 0,1 Mrd. € Kapitalabzüge gemäß EZB-Vorgaben zu unwiderruflicher Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Einheitlichen Abwicklungsfonds und der Einlagensicherung. Zusätzlich verringerte sich das Harte Kernkapital aufgrund von Währungsumrechnungsanpassungen in Höhe von 0,5 Mrd. € abzüglich Wechselkurseffekte auf Kapitalabzugsposten in Höhe von 0,1 Mrd. €. Ökonomische Kapitaladäquanzquote und ökonomischer KapitalbedarfDie ökonomische Kapitaladäquanzquote betrug 223% zum 30. Juni 2023, gegenüber 239% zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang der Quote ergab sich hauptsächlich aus dem Anstieg des ökonomischen Kapitalbedarfs, welcher teilweise durch das gestiegene Kapitalangebot kompensiert wurde. Der ökonomische Kapitalbedarf betrug 22,8 Mrd. € zum 30. Juni 2023 im Vergleich zu 20,9 Mrd. € zum 31. Dezember 2022. Der Anstieg um 1,9 Mrd. € war hauptsächlich auf den ökonomischen Kapitalbedarf für Kreditrisiken und Marktrisiken zurückzuführen. Der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken erhöhte sich um 1,3 Mrd. €, was in erster Linie auf höhere Risikopositionswerte in der Investmentbank und einem neu hinzugefügten Platzhalter für Klimarisiken zurückzuführen ist. Der ökonomische Kapitalbedarf für das Marktrisiko stieg um 0,7 Mrd. €, was in erster Linie auf die Erhöhung der Fremdwährungsrisikopositionswerte gegenüber USD, Modellanpassungen im Bezug zum Liquiditätshorizont und einem Anstieg im Kreditbestand innerhalb der Investmentbank zurückzuführen ist. Das ökonomische Kapitalangebot betrug 50,9 Mrd. € zum 30. Juni 2023 im Vergleich zu 50,0 Mrd. € zum 31. Dezember 2022. Der Anstieg um 0,9 Mrd. € ist im Wesentlichen auf das positive Nettoeinkommen in Höhe von 2,2 Mrd. € sowie auf einer Reduzierung von Kapitalabzugspositionen in Höhe von 0,3 Mrd. € für latente Steueransprüche zurückzuführen, welche teilweise durch Währungsumrechnungen in Höhe von 0,7 Mrd. €, Abzüge für zukünftige AT1-Kupon und Dividenden Zahlungen in Höhe von 0,5 Mrd. €, einer Verringerung in Höhe von 0,3 Mrd. € für Aktienzusagen und den höheren Kapitalabzug in Höhe von 0,2 Mrd. € für Vermögenswerte von leistungsorientierten Pensionsfonds kompensiert wurde. Verschuldungsquote und Gesamtrisikopositionsmessgröße der VerschuldungsquoteMit Wirkung zum 28. Juni 2021 wurde eine Mindestverschuldungsquote von 3% eingeführt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 gilt ein zusätzlicher Verschuldungsquoten-Puffer von 50% des anwendbaren G-SII-Puffers. Diese zusätzliche Anforderung beträgt 0,75% für die Deutsche Bank. Zum 30. Juni 2023 betrug die Verschuldungsquote 4,7%, verglichen mit 4,6% zum 31. Dezember 2022, unter Berücksichtigung des Kernkapitals in Höhe von 57,7 Mrd. € im Verhältnis zur anzuwendenden Gesamtrisikopositionsmessgröße in Höhe von 1.236 Mrd. € zum 30. Juni 2023 (56,6 Mrd. € sowie 1.240 Mrd. € per 31. Dezember 2022). Im Laufe des ersten Halbjahres 2023 ging die Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote um 4 Mrd. € auf 1.236 Mrd. € zurück, im Wesentlichen durch die Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote für die nicht zu Derivaten und Wertpapierfinanzierungsgeschäfte gehörenden Bilanzpositionen, die sich um 5 Mrd. € verringerte. Dies spiegelte die Entwicklung der Bilanz (siehe Abschnitt "Entwicklung der Aktiva und Verbindlichkeiten" für zusätzliche Informationen) wider: Rückgänge bei Barreserven und Zentralbankeinlagen sowie Einlagen bei Kreditinstituten um 16 Mrd. € und Forderungen aus dem Kreditgeschäft um 6 Mrd. € wurden teilweise kompensiert durch Anstiege bei nicht-derivativen Handelsaktiva um 15 Mrd. € und Forderungen aus Wertpapierkassageschäften um 5 Mrd. € auf Netto-Basis (23 Mrd. € von saisonbedingt niedrigem Niveau zum Jahresende auf Brutto-Basis), die übrigen nicht einzeln aufgeführten Bilanzpositionen für Aktiva verringerten sich um 3 Mrd. €. Zusätzlich reduzierten sich außerbilanzielle Positionen um 3 Mrd. €, was mit niedrigeren Nominalwerten bei Finanzgarantien korrespondiert. Des Weiteren verringerte sich die Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote für Derivate um 2 Mrd. €. Diese Rückgänge wurden teilweise kompensiert durch Bilanzpositionen für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte (Forderungen aus Wertpapierpensionsgeschäften, Wertpapierleihen und Prime-Brokerage-Geschäften), die sich um 6 Mrd. € erhöhten, entsprechend der Entwicklung auf der Bilanz. Der Rückgang der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote im Laufe des ersten Halbjahres 2023 enthielt einen negativen Währungseffekt in Höhe von 13 Mrd. €, der hauptsächlich auf der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro beruht. Diese durch Wechselkursveränderungen bedingten Effekte sind auch in den Veränderungen pro Position der Gesamtrisikopositionsmessgröße der Verschuldungsquote enthalten, die in diesem Abschnitt diskutiert werden. Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL) und Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (TLAC)TLAC und MREL scrollen
1 In Prozent RWA (Anforderung inklusive der kombinierten Pufferanforderung) Entwicklung der MREL-QuoteZum 30. Juni 2023 betrug das verfügbare MREL 121,3 Mrd. €, was einer Quote von 33,80% der RWA entspricht. Damit verfügt die Deutsche Bank über einen komfortablen Puffer an Eigenmitteln und anrechenbaren Verbindlichkeiten, der 12,5 Mrd. € über der MREL-Anforderung in Höhe von 108,8 Mrd. € (d.h. 30,33% der RWA inklusive der kombinierten Pufferanforderung) liegt. 114,4 Mrd. € des verfügbaren MREL bestand aus Eigenmitteln und nachrangigen anrechenbaren Verbindlichkeiten, was einer nachrangigen MREL-Quote von 31,88% der RWA entspricht und einem Puffer an Eigenmitteln und nachrangigen anrechenbaren Verbindlichkeiten von 25,9 Mrd. € über der Anforderung von 88,5 Mrd. € (d.h. 24,66% der RWA inklusive der kombinierten Pufferanforderung). Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 hat sich das verfügbare MREL und nachranginge MREL hauptsächlich wegen einer neuen Abzugsregel für vorab genehmigte Rückkaufbeträge, die am 9. Mai 2023 in Kraft getreten ist, reduziert. Gleichzeitig ist durch die Erhöhung des antizyklische Kapitalpuffers und des systemischen Risikopuffers in Deutschland sowie eine höhere Setzung des Single Resolution Boards die MREL-Anforderung angestiegen. Entwicklung der TLAC-QuoteZum 30.Juni 2023 betrug die Verlustabsorptionsfähigkeit (Total Loss Absorbing Capacity, "TLAC") 114,4 Mrd. €, was einer Quote von 31,88% der RWA und von 9,25% der Verschuldungspositionen entspricht. Damit verfügt der Konzern über einen komfortablen Puffer der Verlustabsorptionsfähigkeit, der 30,9 Mrd. € über der TLAC-Anforderung in Höhe von 83,4 Mrd. € (6,75% der Verschuldungspositionen) liegt. Liquiditätsdeckungsquote (LCR)Die LCR der Gruppe betrug zum 30. Juni 2023 137% oder 55 Mrd. € Überschuss über dem gesetzlichen Minimum von 100%. Im Vergleich dazu lag die LCR zum 31. Dezember 2022 bei 142% oder 64 Mrd. € Liquiditätsüberschuss. Der Rückgang ist hauptsächlich auf TLTRO Rückzahlungen, Rückkäufen von eigenen senior non-preferred Kapitalmarktemissionen und dem vorzeitigen Rückkauf einer Tier 2 Eigenemission zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen. Netto-Liquiditätsposition unter StressDie gruppeninterne Acht-Wochen-Netto-Liquiditätsposition unter Stress sank auf 40,9 Mrd. € zum 30. Juni 2023 im Vergleich zu 48,1 Mrd. € zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang ist hauptsächlich auf TLTRO Rückzahlungen, Rückkäufen von eigenen senior non-preferred Kapitalmarktemissionen und dem vorzeitigen Rückkauf einer Tier 2 Eigenemission zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen. Strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR)Die NSFR der Gruppe betrug zum 30. Juni 2023 119% oder 97 Mrd. € Überschuss über dem gesetzlichen Minimum von 100%. Im Vergleich dazu lag die NSFR zum 31. Dezember 2022 bei 120% oder 99 Mrd. € Überschuss über dem gesetzlichen Minimum von 100% zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang ist hauptsächlich auf TLTRO Rückzahlungen, Rückkäufen von eigenen senior non-preferred Kapitalmarktemissionen und dem vorzeitigen Rückkauf einer Tier 2 Eigenemission zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen. Risikovorsorge nach IFRS 9ModellüberblickWährend des ersten Halbjahres 2023 wendete die Deutsche Bank unverändert dieselben IFRS 9 Wertminderungsmodelle und -methoden, Schlüsselannahmen und Risikomanagementtätigkeiten, wie im Geschäftsbericht 2022 beschrieben, an. Im Juli 2023 schloss der Konzern die Migration von Postbank-Kunden auf die IT-Systeme der Deutsche Bank im Rahmen des Unity-Programmes ab, was sich auf die Anwendung des IFRS 9 Wertminderungsmodells und der Methoden der Deutsche Bank in der Folge auswirken wird. Wie im Geschäftsbericht 2022 dargelegt, nutzt der Konzern bestehende Modelle welche zur Berechnung der Eigenkapitalanforderung nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (Internal Rating-Based Approach - IRBA) und interne Risikomanagementpraktiken zur Berechnung des erwarteten Kreditverlustes (Expected Credit Loss - ECL) genutzt werden. Die Deutsche Bank hat für Postbank-Kunden spezifische Modelle eingesetzt, die nach der Migration teilweise nicht weiter genutzt werden, da die Infrastruktur der Deutschen Bank in der Zukunft genutzt wird. In der ersten Jahreshälfte 2023 wurden zwei Migrationswellen erfolgreich durchgeführt, was zu einer geringfügigen Auswirkung auf die Wertberichtung für Kreditverluste der Gruppe führte. Die letzte Migrationswelle im Juli 2023 betraf die deutschen Immobilien- und Konsumentenkreditportfolios. Einzelheiten zu potenziellen migrationsbedingten Risiken sind im Abschnitt Chancen und Risiken dieses Berichts beschrieben. Im folgenden Abschnitt werden die jüngsten Entwicklungen und Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2023 und ihre Berücksichtigung bei der Berechnung des erwarteten Kreditverlusts (ECL) der Bank sowie die laufenden Tätigkeiten des Kreditrisikomanagements und der Governance-Rahmenbedingungen der Bank behandelt. Zu diesen Aktivitäten zählen unter anderem regelmäßige Überprüfungen neu auftretender Risiken, Portfolioanalysen, tägliches Risikomanagement auf der Ebene einzelner Kreditnehmer und regelmäßige Modellvalidierungen. Der Konzern untersucht in jedem Berichtszeitraum, dass im Modell keine potenziellen Modellungenauigkeiten oder Unsicherheiten vorhanden sind, die ein Overlay erfordern. Schließlich erstellt der Konzern eine Sensitivitätsanalyse für einen der Schlüsselfaktoren im IFRS 9 Modell (d. h. zukunftsorientierte makroökonomische Variablen). Zukunftsgerichtete InformationenDie nachstehenden Tabellen enthalten die makroökonomischen Variablen (MEVs), die als zukunftsgerichtete Informationen im IFRS 9-Modell des Konzerns zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022 berücksichtigt wurden. Zu jedem Berichtszeitpunkt enthielten die Konsensdaten die neuesten makroökonomischen Entwicklungen und erforderten keine Overlays. Angewandte zukunftsgerichtete Informationen scrollen
1 MEVs zum 27 Juni 2023 2 Jahr 1 entspricht dem zweiten Quartal 2023 bis ersten Quartal 2024, Jahr 2 entspricht dem zweiten Quartal 2024 bis zum ersten Quartal 2025 scrollen
1 MEVs per 12 Dezember 2022, die sich bis zum 30. Dezember 2022 nur unwesentlich verändert haben 2 Jahr 1 entspricht dem vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023, Jahr 2 entspricht dem vierten Quartal 2023 bis zum dritten Quartal 2024 Schwerpunktbereiche im zweiten Quartal 2023GewerbeimmobilienDie Märkte für Gewerbeimmobilien (Commercial Real Estate - CRE) verspüren weiter Gegenwind aufgrund der Auswirkungen steigender Zinssätze, abnehmender Marktliquidität und der verschärften Kreditbedingungen, welche insbesondere den US-Büromarkt zusätzlich negativ beeinflussen. Die Kombination dieser Risikofaktoren führt zu einem höheren Refinanzierungsrisiko bei fällig werdenden Krediten, da Transaktionen angepasst werden müssen, um für eine Verlängerung in Frage zu kommen und angemessene Schuldendienstdeckung und Beleihungsausläufe (LTV) zu gewährleisten. Das CRE-Portfolio der Gruppe besteht aus Finanzierungen/Kreditvergaben, bei denen es sich um Finanzierungen mit Regress und regresslose Finanzierungen in verschiedenen Bereichen der Gruppe und Kundensegmenten handelt. Während die genaue Definition des Begriffs "CRE-Risikoposition" subjektiv ist, umfasst das CRE-Portfolio der Gruppe Risikopositionen unter den Kreditrisikokategorien nach Branchen, die unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen ausgewiesen werden und sich zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 auf 49,3 Mrd. € bzw. 48,0 Mrd. € beliefen. Weitere Details sind im Geschäftsbericht 2022 der Deutsche Bank (Risikobericht im zusammengefassten Lagebericht) zu finden. Risikopositionen, die unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen berichtet werden, bei welchen es sich um CRE-Finanzierungen mit Regress handelt, weisen ein grundsätzlich niedrigeres Risikoprofil auf, da sie in der Regel neben der grundpfandrechtlichen Besicherung vom Rückgriff auf kreditwürdige Unternehmen oder Einzelpersonen profitieren, wobei interne Ratings auf der Finanzkraft der haftenden Unternehmen/Einzelpersonen basieren. Die Risikopositionen reichen von besicherten Finanzierungen mit Regress an Immobiliengesellschaften, besicherten Finanzierungen mit Regress an Wealth Management-Kunden bis hin zu Finanzierungen an Privat- und Firmenkunden für Geschäfts- oder Gewerbeimmobilien. Regresslose Finanzierungen unterliegen einem erhöhten Risiko, da die Rückzahlungsquellen in der Regel auf die Cashflows beschränkt sind, welche durch das finanzierte Objekt oder Objekte generiert werden, und die Refinanzierungsfähigkeit durch den zugrunde liegenden Immobilienwert und die durch diese Immobilien zum Zeitpunkt der Refinanzierung generierten Erträge eingeschränkt sein kann. Das Teilportfolio der unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen gemeldeten Risikopositionen, bei denen es sich um regresslose CRE-Finanzierungen handelt, belief sich zum 30. Juni 2023 auf 25,8 Mrd. € bzw. zum 31. Dezember 2022 auf 24,8 Mrd. €. Nach der Definition der Deutschen Bank für regresslose CRE-Finanzierungen belief sich das gesamte regresslose Portfolio zum 30. Juni 2023 auf 40,1.Mrd. € und zum 31. Dezember 2022 auf 38,9 Mrd. €, einschließlich nicht unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen erfasster Risikopositionen. Diese Portfolios von regresslosen Finanzierungen sind in erster Linie in den Kerngeschäftsbereichen CRE der Investment Bank und der Corporate Bank enthalten, wobei weitere kleinere Portfolios in anderen Geschäftsbereichen hinzukommen. Inmitten von Zinserhöhungen, die 2022 begonnen haben, und steigendem Druck auf den Immobilienmarkt arbeitet der Konzern proaktiv mit Kreditnehmern zusammen, um die anstehenden Fälligkeiten in dem Portfolio von regresslosen Finanzierungen anzugehen. Einer der wichtigsten Abmilderungseffekte für Refinanzierungsrisiken besteht weiterhin darin, dass die Deutsche Bank vor allem mit finanzstarken institutionellen Sponsoren zusammenarbeitet, welche in erheblichem Umfang Eigenkapital in die finanzierten Objekte investieren. In den drei bzw. sechs Monaten, die am 30. Juni 2023 und 30. Juni 2022 endeten, betrugen die Wertberichtigungen für das regresslose CRE-Finanzierungsportfolio 109 Mio. € (2022: 20 Mio. €) bzw. 143 Mio. € (2022: 31 Mio. €). Zum 30. Juni 2023 waren 17% bzw. 5% der Engagements in Stufe 2 und Stufe 3, gegenüber 14% bzw. 4% zum 31. Dezember 2022. Um ein umfassenderes Verständnis potenzieller Abwärtsrisiken zu erhalten, hat die Deutsche Bank einen strengen Stresstest für eine Teilgruppe des regresslosen CRE-Portfolios durchgeführt, dessen Risiko höher eingeschätzt wird. Ausgenommen hiervon sind Teilgruppen wie Datenzentren und Sozialwohnungen, die durch andere Risikofaktoren beeinflusst werden. Dieses riskantere regresslose Portfolio belief sich zum 30. Juni 2023 auf 32,9 Mrd. € aus dem regresslosen Portfolio von insgesamt 40,1 Mrd. € nach der Definition der Deutschen Bank. Das Finanzierungsportfolio ist nach Immobilientypen diversifiziert, wobei die größte Konzentration mit 41% im Bürobereich liegt, während auf Hospitality und Retail zum 30. Juni 2023 11% bzw. 9% entfallen, gegenüber 41%, 11% und 9% zum 31. Dezember 2022. Der gewichtete durchschnittliche Beleihungsauslauf (LTV) liegt zum 30 Juni 2023 bei etwa 63% in der Investmentbank, 52% in der Unternehmensbank und 58% in anderen Geschäftsbereichen, gegenüber 62%, 53% und 56% zum 31. Dezember 2022. Aus regionaler Sicht entfallen zum 30. Juni 2023 55% der regresslosen CRE-Finanzierung auf die USA, 37% auf Europa und 8% auf die APAC-Region, gegenüber 55%, 39% und 7% zum 31. Dezember 2022. Die Kreditvergabe konzentriert sich in erster Linie auf größere, institutionelle Qualitätsobjekte in liquideren Primärmärkten. Zum 30. Juni 2023 prüfte der Konzern die Auswirkungen eines Stressszenarios für die mit höherem Risiko belasteten regresslosen CRE-Darlehen und konzentrierte sich auf Grundbesitzwerte. Im Stressszenario des Konzerns werden zusätzlich zum beobachteten Rückgang des Marktindex für jeden Immobilientyp zusätzliche Abschläge von 10-25% im Liquidationsfall angewandt. Basierend auf diesen Annahmen könnten im schwerwiegenden Stressszenario daher rund 800 Mio. € zusätzliche Wertberichtigungen über einen mehrjährigen Horizont eintreten, die einem Effekt von 16 Basispunkten auf das gesamte Kreditbuch entsprächen. Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Auftretens werden von der Entwicklung der CRE-Märkte, insbesondere in den USA, und von den risikopositionsspezifischen Grundlagen abhängen, die einem Kreditnehmer eine Refinanzierung ermöglichen. Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Stressszenario nur eine Schätzung ist und unterstellt, dass der Sponsor keine zusätzliche Unterstützung übernimmt, die sich reduzierend auf die tatsächlichen erwarteten Kreditverluste auswirken können. WohnimmobilienDas Wohnimmobilien-Portfolio der Gruppe besteht hauptsächlich aus Immobilienkrediten privater Kunden, die regelmäßig getilgt werden und für die der Kunde in vollem Umfang persönlich haftet. Die meisten dieser Darlehen befinden sich in Deutschland, wo Immobilienkredite eine lange feste Laufzeit haben. Aktuelle Arbeitslosenquoten in Deutschland, Italien und Spanien sind stabil , so dass das das Risiko für Privatkunden nicht wesentlich ansteigt. Wenn die Deutsche Bank Kreditnehmer ermittelt hat, bei denen sich die Kreditqualität verschlechtert hat oder voraussichtlich verschlechtern wird bis zu dem Punkt wo diese ein erhöhtes Ausfallrisiko / Verlust darstellen, wird der jeweilige Kreditnehmer auf die Überwachungsliste gesetzt und das Engagement in der Regel nach Stufe 2 übertragen. Die Deutsche Bank strebt an, diese Kreditnehmer rechtzeitig vor Eintritt eines Zahlungsausfalls zu identifizieren und ihre Frühwarnfunktionen weiter ausbauen, um die Identifizierung gefährdeter Kunden oder Portfolios zu unterstützen. Gesamtbewertung der ECLUm sicherzustellen, dass das ECL-Modell der Deutschen Bank im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2023 die Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld berücksichtigt, überprüfte der Konzern weiterhin neu auftretende Risiken, bewertete mögliche Ausgangs- und Abwärtseffekte und veranlasste Maßnahmen zur Steuerung der Strategie und Risikobereitschaft der Bank. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen gelangten zu dem Schluss, dass der Konzern angemessen für erwartete Kreditverluste zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 wertberichtigt war. Die Ergebnisse der oben genannten Überprüfungen und die Entwicklung wichtiger Portfolioindikatoren werden regelmäßig im Credit Risk Portfolio Management Forum und im Group Risk Committee erörtert. Erforderlichenfalls werden Vorkehrungen und Maßnahmen zur Risikominderung getroffen. Die Ratings der Kunden werden regelmäßig überprüft, um den neuesten makroökonomischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Kunden mit potenziell erheblichen Risiken werden auf die Überwachungsliste gesetzt (Stufe 2), Stundungsmaßnahmen können ausgehandelt werden und Kreditlimite und Besicherung werden überprüft. Insgesamt ist der Konzern der Auffassung, dass er auf der Grundlage seiner täglichen Risikomanagementtätigkeiten und regelmäßigen Überprüfungen neu auftretende Risiken angemessene Wertberichtungen gebildet hat. Angewandte Overlays auf die IFRS 9 ModellergebnisseDer Konzern überprüft regelmäßig die IFRS 9 Methoden und Prozesse, die wichtigsten Einflussgrößen in die ECL-Berechnung und erörtert anstehende Modelländerungen, mögliche Modellungenauigkeiten oder andere Bewertungsunsicherheiten, z.B. im makroökonomischen Umfeld, um festzustellen, ob wesentliche Overlays erforderlich sind. Zum 30. Juni 2023 wurden in der Gruppe keine zusätzlichen Abwärtsrisiken oder Modellungenauigkeiten identifiziert, die nicht im IFRS 9 ECL-Modell enthalten waren und für die ein zusätzliches Overlay erforderlich wäre, welches über das bestehende 92 Mio. € Overlay in Bezug zur neuen Ausfalldefinition, wie im Geschäftsbericht 2022 veröffentlicht, hinausgehen. Modellsensitivität Der Konzern hat drei wesentliche im IFRS 9-Modell enthaltene Annahmen für das Modell ermittelt. Dazu gehören zukunftsorientierte makroökonomische Variablen, die quantitativen Kriterien für die Bestimmung, ob ein Kreditnehmer eine erhebliche Erhöhung des Kreditrisikos erlitten und in Stufe 2 übertragen wurde, und die Festsetzung der Verlustquoten (LGD) in den homogenen Portfolios in Stufe 3. Im Folgenden analysiert die Bank die möglichen Auswirkungen, wenn diese im ECL-Modell zugrunde gelegten Annahmen von den Basiserwartungen der Bank abweichen sollten. Die Sensibilität der quantitativen Kriterien für die Feststellung, ob ein Kreditnehmer ein erhebliches Kreditrisiko erlitten und in Stufe 2 übertragen wurde, und die Verlustquote bei Ausfall (LGD) homogener Portfolios in Stufe 3 haben sich gegenüber den im Jahresbericht 2022 angegebenen Beträgen nicht wesentlich verändert. Makroökonomische Variablen Die Sensitivität des ECL-Models in Bezug auf potenzielle Änderungen der Prognosewerte für die wichtigsten MEVs ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt, welche Auswirkungen auf den ECL für die Stufen 1 und 2 von Sigma-Abwärts- und Aufwärtsverschiebungen für relevante Gruppen von MEVs zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 auflistet. Eine Sigma-Verschiebung ist eine Standardabweichung, die in Statistiken und Wahrscheinlichkeitsberechnungen verwendet wird und ein Maß für die Streuung der Werte einer zufälligen Variablen ist. Jede dieser Gruppen besteht aus MEVs der gleichen Kategorie: scrollen
Auch wenn Zinssätze und Inflation in den vorgenannten MEV nicht separat berücksichtigt wurden, spiegeln sich die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Risiken in anderen makroökonomischen Variablen wie BIP-Wachstumsraten, Arbeitslosigkeit, Aktien und Risikoprämien angemessen wider. Höhere Zinssätze und Inflation schwächen diese Prognosen ab und fließen in das ECL-Modell und in die nachfolgenden Sensitivitätsanalysen ein. Darüber hinaus enthält die Sensitivitätsanalyse nur die Auswirkungen der aggregierten MEV-Gruppe (d. h. eine potenzielle Korrelation zwischen verschiedenen MEV-Gruppen oder die Auswirkungen der Management Overlays werden nicht berücksichtigt). ECL für Stufe 3 wird nicht berührt und in den folgenden Tabellen nicht berücksichtigt, da ihre Berechnung von den makroökonomischen Szenarien unabhängig ist. Die Sensitivitätswirkung ist zum 30. Juni 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 geringfügig niedriger, aufgrund von Portfolioänderungen und geringfügigen Verbesserungen der MEV-Basisprognosen, auf die sich die Analysen stützten. IFRS 9 - Sensitivitäten von zukunftsgerichteten Informationen - Gruppenebene scrollen
¹ Hier gilt das Vorzeichen der Verschiebung für Ölpreisänderungen. Goldpreisänderungen haben das entgegengesetzte Vorzeichen scrollen
¹ Hier gilt das Vorzeichen der Verschiebung für Ölpreisänderungen. Goldpreisänderungen haben das entgegengesetzte Vorzeichen IFRS 9 Erwartete VerlusteIm ersten Halbjahr 2023 betrug die Risikovorsorge für Kreditverluste 773 Mio. €, welche über den im selben Zeitraum im Jahr 2022 verzeichneten 525 Mio. € lag und hauptsächlich von der Private Bank getrieben wurde, welche Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 414 Mio. € verbucht hatte. Dies umfasst zwei außergewöhnliche Ereignisse in der Stufe 3 in der Internationalen Privatkundenbank in Höhe von insgesamt 118 Mio. €, die im ersten Quartal 2023 eintraten. Im zweiten Quartal wies der Konzern eine Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 401 Mio. € aus, die deutlich über den 233 Mio. € im zweiten Quartal 2022 lag. Der Quartalsanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum war hauptsächlich auf ein höheres Wertberichtigungsniveau in allen Geschäftsbereichen in einem ungünstigeren makroökonomischen Umfeld zurückzuführen, wobei Commercial Real Estate als wesentlicher Treiber in der Investmentbank und das Geschäft mit deutschen Midcap-Unternehmen für die Unternehmensbank zu nennen sind, während die Privatkundenbankwieder auf ein eher normalisiertes Wertberichtigungsniveau zurückkehrte. Die Wertberichtigungen in Stufe 1 und Stufe 2 stiegen im zweiten Quartal 2023 um 63 Mio. € gegenüber 52 Mio. €, die im selben Zeitraum im Jahr 2022 verzeichnet wurden, was durch Portfolio- und Ratingänderungen insbesondere bei der Investmentbank bedingt war, hauptsächlich in CRE. Die Risikovorsorge für Kreditverluste in Stufe 3 stiegen im zweiten Quartal 2023 auf 338 Mio. € gegenüber 181 Mio. € für den gleichen Zeitraum im Jahr 2022. Dies war in erster Linie auf eine erhöhte Anzahl von Wertminderungsereignissen in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen ist, bei denen Commercial Real Estate als wesentlicher Treiber in der Investmentbank fungierte, während die Unternehmensbank hauptsächlich von höheren Wertberichtigungen im Geschäft mit deutschen Midcap-Kunden in mehreren Sektoren betroffen war. Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die Unternehmensbank Wertberichtigungen in Höhe von 117 Mio. € gegenüber 56 Mio. € im zweiten Quartal 2022. Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die Investmentbank Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 141 Mio. € gegenüber 72 Mio. € im zweiten Quartal 2022. Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die Privatkundenbank eine Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 147 Mio. € gegenüber 96 Mio. €, die im zweiten Quartal 2022 ausgewiesen wurde und von Portfolioverkäufen profitierte. Risikopositionen gegenüber RusslandWie bereits im Geschäftsbericht 2022 veröffentlicht, hat die Deutsche Bank nur begrenze Risikopositionen gegenüber Russland. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Gesamtrisiken in Russland, einschließlich täglich fälliger Einlagen bei der russischen Zentralbank in Höhe von 0,7 Mrd. € zum 30. Juni 2023 (0,8 Mrd. € zum 31. Dezember 2022) und anderer Forderungen, die nach IFRS 9 Wertminderungen unterliegen, sowie die korrespondierende Risikovorsorge nach Stufen zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022. Überblick über die Gesamtrisiken und Risikovorsorgen nach Stufen der Risikovorsorge scrollen
1 Die Position Risikovorsorge beinhaltet keine Länderwertberichtigung, in Höhe von 3 Mio. € zum 30. Juni 2023 bzw. 11 Mio. € zum 31. Dezember 2022 Der Bruttobuchwert in Höhe von 1,4 Mrd. €, beinhaltet unter anderem 0,7 Mrd. € Kreditrisiko, 37 Mio. € ungezogene Zusagen, 0,7 Mrd. € unbesicherte Sichteinlagen in Rubel bei der russischen Zentralbank (zum 30. Juni 2023 unverändert in Stufe 2 ausgewiesen); die verbleibende unbesicherte Bruttoposition, ausgenommen die ungesicherte Sichteinlage in Rubel bei der russischen Zentralbank, betrifft im Wesentlichen Kredite mit größeren russischen Unternehmen. Qualität von VermögenswertenDieser Abschnitt beschreibt die Qualität von Schuldinstrumenten, die einer Wertminderung unterliegen. Diese bestehen unter IFRS 9 aus Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet werden, Finanzinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVOCI), sowie außerbilanziellen Kreditzusagen wie zum Beispiel Kreditzusagen und Finanzgarantien (im Folgenden zusammenfassend als "Vermögenswerte" bezeichnet). Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über den Forderungsbetrag und die Risikovorsorge je Klasse der Schuldinstrumente, aufgeschlüsselt in Stufen gemäß der IFRS 9 Anforderungen. Überblick über wertminderungsrelevante finanzielle Vermögenswerte scrollen
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1 Forderungen aus dem Kreditgeschäft zu fortgeführten Anschaffungskosten, Barreserven und Zentralbankeinlagen, Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken), Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos), Forderungen aus Wertpapierleihen sowie einzelne Bestandteile der Sonstigen Aktiva 2 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 10 Mio. € zum 30. Juni 2023 und 14 Mio € zum 31. Dezember 2022 3 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 7 Mio € zum 30. Juni 2023 und 9 Mio € zum 31. Dezember 2022 Zusätzliche InformationenVorstand und AufsichtsratVorstandAm 26. April 2023 hat der Aufsichtsrat: scrollen
Außerdem hat der Aufsichtsrat entschieden, dass: scrollen
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2023: scrollen
Rebecca Short hat am 1. Juni 2023 ihre erweiterte Rolle als Chief Operation Officer (COO) übernommen sowie auch die Verantwortung für die Personalabteilung und das globale Immobilienmanagement. Der Aufsichtsrat hat am 20. Juni 2023 beschlossen, die Bestellung von Claudio de Sanctis zum Mitglied des Vorstandes auf den 1. Juli 2023 vorzuziehen. Am 1. Juli 2023, früher als geplant, hat Karl von Rohr seine Ressortzuständigkeiten wie folgt übergeben: scrollen
AufsichtsratLudwig Blomeyer-Bartenstein, Martina Klee, Gabriele Platscher, Detlef Polaschek, Bernd Rose, Stefan Viertel und Frank Werneke waren bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2023 Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Wahl der Arbeitnehmervertreter erfolgte am 5. April 2023: scrollen
Mit Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2023 endete turnusgemäß die Bestellungsperioden von Mayree Clark, John Alexander Thain, Michele Trogni und Professor Dr. Norbert Winkeljohann als Mitglieder des Aufsichtsrats. Sie wurden am 17. Mai 2023 für eine Amtszeit von vier Jahren als Mitglieder in den Aufsichtsrat wiedergewählt. Der Aufsichtsrat wählte Frank Schulze in seiner anschließenden Sitzung zum stellvertretenden Vorsitzenden. Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungGewinn- und Verlustrechnungscrollen
1 Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 8,3 Mrd. € für das zweite Quartal 2023 bzw. 4,2 Mrd. € für das zweite Quartal 2022 sowie 16,1 Mrd. € für das erste Halbjahr 2023 und 7,7 Mrd. € für das erste Halbjahr 2022 wurden nach der Effektivzinsmethode berechnet Ergebnis je Aktiescrollen
1 Im Zusammenhang mit jeweils im zweiten Quartal gezahlten Kupons auf Zusätzliche Tier-1-Anleihen wurde das Ergebnis in 2023 um 498 Mio. € und in 2022 um 479 Mio. € vor Steuern angepasst. Die gezahlten Kupons auf Zusätzliche Tier-1-Anleihen sind nicht Bestandteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnisses und müssen daher gemäß IAS 33 bei der Berechnung abgezogen werden. Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
KonzernbilanzAktiva scrollen
Passiva scrollen
1 Enthalten sind die zum Verkauf bestimmten langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
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1 Ohne Neubewertungsgewinne/-verluste (-) in Bezug auf leistungsdefinierte Versorgungszusagen, nach Steuern 2 Ohne unrealisierte Gewinne/Verluste (-) aus nach der Equitymethode bilanzierten Beteiligungen 3 Beinhaltet Zusätzliche Tier-1-Anleihen, die unbesicherte und nachrangige Anleihen der Deutschen Bank darstellen und unter IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind 4 Beinhaltet den Nettoeffekt aus der Ausgabe, der Rückzahlung, dem Rückkauf und dem Verkauf von Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen 5 Die Deutsche Bank hat am 28. Februar 2023 27 Mio. Stammaktien eingezogen. Die Einziehung verringerte den Nennwert der Stammaktien um 68 Mio. €. Die eingezogenen Stammaktien wurden zuvor als eigene Aktien im Bestand zu Anschaffungskosten von 300 Mio. € gehalten. Der Differenzbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennwert der Aktien reduziert die Kapitalrücklage um 232 Mio. €. Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
1 Einschließlich Emissionen von Vorrangigen Langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2,8 Mrd. € und Rückzahlungen/Rückläufen in Höhe von 921 Mio. € bis zum 30. Juni 2023 (bis 30. Juni 2022: 1,6 Mrd. € und 505 Mio. €). 2 Einschließlich Emissionen in Höhe von 15,4 Mrd. € und Rückzahlungen/Rückläufen in Höhe von 24,1 Mrd. € bis zum 30. Juni 2023 (bis 30. Juni 2022: 21,1 Mrd. € und 21,7 Mrd. €). 3 Nicht zahlungswirksame Veränderungen in den Nachrangigen Langfristigen Verbindlichkeiten betragen -130 Mio. €, wovon hauptsächlich 18 Mio. € auf Marktpreisveränderungen und -151 Mio. € auf Fremdwährungseffekte zurückzuführen sind. 4 Nicht zahlungswirksame Veränderungen in den Hybriden Kapitalinstrumenten betragen 13 Mio. €, wovon hauptsächlich 10 Mio. € auf Marktpreisveränderungen zurückzuführen sind. 5 Nicht eingeschlossen: verzinsliche Termineinlagen bei Zentralbanken in Höhe von 19,1 Mrd. € per 30. Juni 2023 und 20,5 Mrd. € per 30. Juni 2022. 6 Nicht eingeschlossen: verzinsliche Termineinlagen bei Kreditinstituten in Höhe von 2,0 Mrd. € per 30. Juni 2023 und 1,8 Mrd. € per 30. Juni 2022. Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken beinhalten zum 30. Juni 2023 Termin- und Sichteinlagen bei der russischen Zentralbank in Höhe von 652 Mio. € (554 Mio. € zum 30. Juni 2022). Diese unterliegen Devisenbeschränkungen. Davon qualifizieren sich Sichteinlagen in Höhe von 30 Mio. € (27 Mio. € zum 30. Juni 2022) als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode. Grundlage der Erstellung/Effekt aus Änderungen der BilanzierungsmethodenDer Konzernzwischenabschluss beinhaltet die Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main sowie ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "Konzern", "Deutsche Bank" oder "DB") für die am 30. Juni 2023 beendete sechsmonatige Berichtsperiode und wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Dieser Konzernzwischenabschluss basiert auf den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), wie sie vom International Accounting Standards Board ("IASB") veröffentlicht und durch die Europäische Union ("EU") in europäisches Recht übernommen wurden. Der Konzernzwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung. Dieser Konzernzwischenabschluss ist nicht testiert und beinhaltet die Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, die zugehörige Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung für die am 30. Juni 2023 beendete sechsmonatige Berichtsperiode sowie zusätzliche Angaben. Dieser Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem testierten Konzernabschluss der Deutschen Bank für das am 31. Dezember 2022 beendete Geschäftsjahr gelesen werden, der mit Ausnahme der in der Angabe "Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften" dargelegten erstmals angewandten Rechnungslegungsvorschriften, nach den gleichen Rechnungslegungsgrundsätzen und wesentlichen Rechnungslegungseinschätzungen aufgestellt wurde. Der Konzern wendet die IFRS-Regelungen für die Absicherung des beizulegenden Zeitwerts auf Portfoliosicherungsbeziehungen für Zinsänderungsrisiken (Makrosicherungsbeziehungen) gemäß der IAS 39 EU carve out-Version an. Die Absicht der Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version ist die Angleichung der Konzernbilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit der Risikomanagementpraxis des Konzerns und der Bilanzierungspraxis von wichtigen Vergleichsunternehmen in der Europäischen Union. Unter der IAS 39 EU carve out-Version kann eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen auf Sichteinlagen angewendet werden. Des Weiteren wird unter der IAS 39 EU carve out-Version Ineffektivität aus der Absicherungsbeziehung in allen Anwendungen der Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen nur erfasst, wenn die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden unter die originär designierten Beträge in einer Zeitperiode fällt. Somit wird Ineffektivität in Fällen, in denen die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden über den originär designierten Beträgen in einer Zeitperiode liegt, nicht erfasst. Die seitens des IASB veröffentlichten IFRS-Bilanzierungsregeln zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen können auf Sichteinlagen nicht angewendet werden. Darüber hinaus wird Ineffektivität aus der Absicherungsbeziehung nach den von IASB veröffentlichten IFRS-Bilanzierungsregeln in allen Anwendungen der Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts für Makrosicherungsbeziehungen erfasst, wenn die revidierte Schätzung der Cashflow-Beträge in den geplanten Zeitperioden über oder unter die originär designierten Beträge in einer Zeitperiode fällt. Die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version hatte eine positive Auswirkung von 250 Mio. € auf den Gewinn vor Steuern und von 177 Mio. € auf den Gewinn nach Steuern für die am 30. Juni 2023 beendete sechsmonatige Berichtsperiode, verglichen mit einer negativen Auswirkung von 910 Mio. € auf den Gewinn vor Steuern und von 717 Mio. € auf den Gewinn nach Steuern für die am 30. Juni 2022 beendete sechsmonatige Berichtsperiode. Die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version hatte eine positive Auswirkung von 346 Mio. € auf den Gewinn vor Steuern und von 247 Mio. € auf den Gewinn nach Steuern für die am 30. Juni 2023 beendete dreimonatige Berichtsperiode, verglichen mit einer negativen Auswirkung von 1,0 Mrd. € auf den Gewinn vor Steuern und von 823 Mio. € auf den Gewinn nach Steuern für die am 30. Juni 2022 beendete dreimonatige Berichtsperiode. Das aufsichtsrechtliche Kapital und die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten werden auch auf Basis der IAS 39 EU carve out-Version berichtet. Die Anwendung der IAS 39 EU carve out-Version hatte für die am 30. Juni 2023 beendete sechsmonatige Berichtsperiode einen positiven Effekt auf das harte Kernkapital von ungefähr 5 Basispunkten und für die am 30. Juni 2022 beendete sechsmonatige Berichtsperiode einen negativen Effekt von ungefähr 19 Basispunkten. Die Erstellung von Finanzinformationen gemäß IFRS verlangt vom Management, Beurteilungen und Annahmen hinsichtlich bestimmter Kategorien von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu treffen. Diese Beurteilungen und Annahmen beeinflussen den Ausweis von Aktiva und Passiva, von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperiode. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den Einschätzungen des Managements abweichen, insbesondere in Bezug auf mögliche Auswirkungen des Anstiegs der Inflation und der daraus resultierenden höheren Zinssätze seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Die veröffentlichten Ergebnisse können nicht notwendigerweise als Indikatoren für ein zu erwartendes Gesamtergebnis des Geschäftsjahres gewertet werden. Seit 1. Januar 2023 hat der Konzern seine COVID-19-bezogenen Angaben auf der Grundlage der jüngsten aufsichtsrechtlichen und buchhalterischen Richtlinien und seiner eigenen Einschätzung, dass diese spezifischen Angaben nicht mehr relevant sind, eingestellt. Der Konzern hat den Krieg in der Ukraine und seine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Weitere Einzelheiten zu den damit verbundenen Risiken, Exponierungen und Auswirkungen auf die Wertminderung von Finanzinstrumenten sind in den Abschnitten "Wertminderung nach IFRS 9" und "Exponierung gegenüber Russland" zu finden. Erstmals angewandte RechnungslegungsvorschriftenNachstehend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind und in den ersten sechs Monaten 2023 zur Anwendung kamen. IFRS 17, "Insurance Contracts" Zum 1. Januar 2023 setzte der Konzern IFRS 17, "Insurance Contracts" ("IFRS 17"), der die bilanziellen Grundsätze in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Anhangangaben für Versicherungsverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des Standards regelt. IFRS 17 ersetzt die Vorschriften des IFRS 4, die Unternehmen die Möglichkeit zur weiteren Anwendung von nationalen Bilanzierungsvorschriften gegeben hatten. Dies führte zur Anwendung einer Vielzahl von verschiedenen Bilanzierungsansätzen. IFRS 17 löst dieses, durch IFRS 4 erzeugte Problem der mangelnden Vergleichbarkeit von Finanzabschlüssen, indem es für alle Versicherungsverträge eine einheitliche Bilanzierung vorschreibt und somit sowohl für Investoren als auch Versicherungsunternehmen Nutzen schafft. Versicherungsverpflichtungen werden unter Anwendung von aktuellen Werten statt historischen Anschaffungskosten bilanziert. Die Informationen werden laufend angepasst und geben den Adressaten von Finanzabschlüssen somit entscheidungsnützlichere Informationen. Basierend auf den derzeitigen Geschäftsaktivitäten des Konzerns hatte die Umsetzung von IFRS 17 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Zum 1. Januar 2023 setzte der Konzern auch die Änderungen zu IFRS 17 um. Sie (1) adressieren Bedenken und Umsetzungsherausforderungen, die in Bezug auf IFRS 17 identifiziert wurden, nachdem der Standard 2017 herausgegeben wurde sowie (2) beinhalten eng umrissene Änderungen der Übergangsvorschriften von IFRS 17 für Unternehmen, die IFRS 17 und IFRS 9 gleichzeitig erstmals anwenden. Keine dieser Änderungen hatten wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IAS 12 "Income Taxes" Zum 1. Januar 2023 setzte der Konzern Änderungen zu IAS 12, "Income Taxes" ("IAS 12"). Sie ändern die Behandlung von Latenten Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen und führen eine Ausnahme von der Nichterfassung latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden beim erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld (sogenannte "initial recognition exemption") ein, die in IAS 12.15(b) und IAS 12.24 geregelt ist. Danach gilt die Ausnahmeregelung vom Ansatz latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden nicht für Transaktionen, bei denen beim erstmaligen Ansatz abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen entstehen, die zu latenten Steuerschulden und latenten Steueransprüchen in gleicher Höhe führen. Keine dieser Änderungen hatten wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss. IAS 1, "Presentation of Financial Statements" Zum 1. Januar 2023 setzte der Konzern Änderungen zu IAS 1, "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-Current", ("IAS 1") und "IFRS Practice Statement 2", die Leitlinien für die Entscheidung, welche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Abschlüssen anzugeben sind, bereitstellen sollen. Demnach muss ein Unternehmen nun seine wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze anstelle der bedeutenden Rechnungslegungs-grundsätze angeben. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie nachfolgenden Rechnungslegungsvorschriften waren zum 30. Juni 2023 noch nicht in Kraft getreten und kamen daher in den ersten sechs Monaten 2023 nicht zur Anwendung. IFRS 16, "Leases" Im September 2022 veröffentlichte das IASB-Änderungen zu IFRS 16, "Leases" ("Leases"), die klarstellen, wie ein Verkäufer/Leasingnehmer in Sale-and-Leaseback-Transaktionen, die die Anforderungen von IFRS 15 für die Bilanzierung als Veräußerung erfüllen, nachträglich bewertet. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Es wird nicht erwartet, dass die Umsetzung der Änderungen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Diese Änderungen müssen noch von der EU übernommen werden. IAS 1, "Presentation of Financial Statements" Im Januar 2020 und Juli 2020 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1, "Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-Current", ("IAS 1"). Sie stellen klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf den Rechten basiert, die zum Bilanzstichtag vorliegen. Die Klassifizierung hängt somit nicht von den Erwartungen ab, ob ein Unternehmen von seinem Recht Gebrauch macht, die Erfüllung einer Verpflichtung aufzuschieben. Die Änderungen stellen auch klar, dass sich die Erfüllung einer Schuld auf die Übertragung von Barmitteln, Eigenkapitaltiteln oder sonstigen Vermögenswerten oder Leistungen an die Gegenpartei bezieht. Es wird erwartet, dass die Änderungen für die Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht. Im Oktober 2022 veröffentlichte das IASB weitere Änderungen zu IAS 1, die die oben beschriebenen Anforderungen an die Einstufung von Schulden und anderen finanziellen Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig unter bestimmten Umständen modifiziert. Demnach wird klargestellt, dass nur solche Verpflichtungen, denen ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag nachkommen muss, die Einstufung einer Schuld als kurz- oder langfristig beeinflussen. In Übereinstimmung mit den früheren Änderungen werden die neuen Änderungen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Umsetzung der Änderungen wird keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht. IAS 12, "Income Taxes" Im Dezember 2021 veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) globale Regeln zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und -verlagerung (BEPS) im Rahmen des Säule 2 - Rahmenwerks. Im Mai 2023 veröffentlichte das IASB-Änderungen an IAS 12 "Income Taxes", um eine obligatorische vorübergehende Ausnahme für die Bilanzierung latenter Steuern einzuführen, die sich aus der Umsetzung der Säule-2-Modellvorschriften und der Offenlegungsanforderungen ergeben. Die oben beschriebene Ausnahme ist sofort anzuwenden, wobei die Anforderungen zu zusätzlichen Anhangangaben für Geschäftsjahre in Kraft treten, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht. Die Rechnungslegung der Gruppe für Ertragsteuern gemäß IAS 12 steht im Einklang mit den Änderungen des IASB, und es gab keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. GeschäftsbereicheÄnderungen der GeschäftsbereicheWie im Geschäftsbericht 2022 angekündigt, wird die Einheit zur Freisetzung von Kapital ab dem ersten Quartal 2023 nicht mehr als eigenständiges Segment berichtet, da sie ihr Mandat zum Risiko- und Kostenabbau von 2019 bis zum Jahresende 2022 erfüllt hat. Ihr verbleibendes Portfolio sowie Ressourcen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden im Segment Corporate & Other ausgewiesen. Entsprechend dieser Änderung wird die Kernbank, die den Konzern vormals ohne die Einheit zur Freisetzung von Kapital darstellte, ab dem ersten Quartal 2023 nicht mehr berichtet. Der Konzern setzt sich aus den folgenden berichtspflichtigen Segmenten zusammen: Unternehmensbank, Investmentbank, Privatkundenbank, Asset Management und Corporate & Other. Die Segmentinformationen der Vorperiode wurden angepasst, um die genannten Änderungen zu reflektieren. Zum Jahresende 2022 schloss die Internationale Privatkundenbank die Abwicklungsaktivitäten von Positionen in der Sal. Oppenheim weitgehend ab. Die verbleibenden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden voraussichtlich keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen mehr haben und werden in das laufende Geschäft des Kundensegments Wealth Management & Bank for Entrepreneurs integriert. Der Ausweis als "Sondereffekt in den Erträgen" entfällt damit ab dem ersten Quartal 2023. Änderung der Methode zur Kostenallokation basierend auf dem Kostenmanagement auf Verursacherbasis (Driver-Based Cost Management - DBCM)Wie ebenfalls im Geschäftsbericht 2022 berichtet, hat der Konzern beginnend mit dem ersten Quartal 2023 die Kostenallokationen basierend auf dem Kostenmanagement auf Verursacherbasis (Driver-Based Cost Management - DBCM) eingeführt. Das neue Verfahren zielt darauf ab, mehr Transparenz über die Treiber der Infrastrukturkosten zu schaffen und die Kosten enger mit der Nutzung bestimmter Leistungen zu verknüpfen. Diese Änderung berührt nicht die Aufwand-Ertrag-Relation und die Eigenkapitalrendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital des Konzerns. Informationen bezüglich der Vorperiode wurden angepasst, woraus für das zweite Quartal 2022 ein Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen (entsprechender Rückgang des Gewinns vor Steuern) für die Unternehmensbank von 98 Mio. €, für die Investmentbank von 19 Mio. €, für die Privatkundenbank von 53 Mio. € und für Asset Management von 13 Mio. € resultiert, mit einem entsprechenden Rückgang der zinsunabhängigen Aufwendungen (entsprechender Rückgang des Verlustes vor Steuern) in Corporate & Other von 183 Mio. €. Für das erste Halbjahr 2022 resultiert die Anpassung der Vorperiode in einem Anstieg der zinsunabhängigen Aufwendungen (entsprechender Rückgang des Gewinns vor Steuern) für die Unternehmensbank von 151 Mio. €, für die Investmentbank von 33 Mio. €, für die Privatkundenbank von 77 Mio. € und für Asset Management von 14 Mio. €, mit einem entsprechenden Rückgang der zinsunabhängigen Aufwendungen (entsprechender Rückgang des Verlustes vor Steuern) in Corporate & Other von 275 Mio. €. Segmentergebnissescrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten Investmentbankscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten Privatkundenbankscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten 3 Der Konzern definiert verwaltetes Vermögen als (a) im Namen von Kunden zu Anlagezwecken gehaltenes Vermögen und/oder (b) als von der Bank verwaltete Vermögenswerte der Kunden; die Bank hält verwaltetes Vermögen auf diskretionärer beziehungsweise Beratungsbasis oder als Einlagen; Einlagen gelten als verwaltetes Vermögen, wenn sie Anlagezwecken dienen; in der Privatkundenbank Deutschland und in Premium Banking umfasst dies Termin- und Spareinlagen; in Wealth Management & Bank for Entrepreneurs wird davon ausgegangen, dass alle Kundengelder primär zu Anlagezwecken bei der Bank gehalten werden Asset Managementscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende 2 Die Aktiva der Unternehmensbereiche sind konsolidiert, das heißt, Salden zwischen den Segmenten sind nicht enthalten Corporate & Otherscrollen
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N/A - Nicht aussagekräftig Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst 1 Zum Quartalsende Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungZinsüberschuss und Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungenscrollen
1 Das Handelsergebnis beinhaltet Gewinne und Verluste aus Derivaten, die die Anforderungen für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht erfüllen 2 Die Vorjahres-Segmentinformationen wurden in die aktuelle Struktur umklassifiziert Zinsen und ähnliche Erträge beinhalteten negativen Zinsaufwand in Höhe von 25 Mio. € im zweiten Quartal 2023 und 388 Mio. € im zweiten Quartal 2022 sowie 61 Mio. € im ersten Halbjahr 2023 und 745 Mio € im ersten Halbjahr 2022. Der negative Zinsaufwand resultierte aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken, Kundeneinlagen und Verbindlichkeiten aus Barsicherheiten derivativer Instrumente. Zusätzlich beinhaltete der Zinsaufwand negative Zinserträge in Höhe von 15 Mio. € im zweiten Quartal 2023 und 192 Mio. € im zweiten Quartal 2022 sowie 37 Mio. € im ersten Halbjahr 2023 und 376 Mio. € im ersten Halbjahr 2022. Die negativen Zinserträge resultierten aus finanziellen Vermögenswerten aus Bargeld und Guthaben bei Zentralbanken, Krediten und Forderungen an Banken sowie Forderungen aus Barsicherheiten derivativer Instrumente. Auswirkungen der gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte der EZB (TLTRO III)Der EZB-Rat hat eine Reihe von Änderungen der Bedingungen des TLTRO-Refinanzierungsprogramms (TLTRO III) beschlossen, um die Bereitstellung von Krediten an private Haushalte und Unternehmen angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Verwerfungen zu unterstützen. Der Konzern betrachtete die anfänglichen Vorteile, die sich aus der Kreditaufnahme im Rahmen von TLTRO III ergaben, als Zuwendungen der öffentlichen Hand aus einem Kredit unter Marktwert gemäß IAS 20 und erfasst den daraus resultierenden Nutzen gemäß IFRS 9. Der aktuelle Zinssatz für alle verbleibenden Geschäfte aus dem TLTRO III-Refinanzierungsprogramm ist an den Durchschnitt der ab diesem Zeitpunkt geltenden EZB-Leitzinsen gekoppelt. Zum 30. Juni 2023 hat der Konzern im Rahmen des TLTRO III-Refinanzierungs-programms 22,4 Mrd. € (30. Juni 2022: 44,7 Mrd. €) aufgenommen. Der aus dem TLTRO III-Refinanzierungsprogramm resultierende Zinsüberschuss beträgt für die drei Monate bis zum 30. Juni 2023 -216 Mio. € (30. Juni 2022: 109 Mio. €) und -385 Mio. € für die sechs Monate bis zum 30. Juni 2023 (30. Juni 2022: 223 Mio. €). ProvisionsüberschussAufgliederung der Erträge nach Art der Dienstleistung und Segment scrollen
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Die Vorjahreszahlen wurden der Struktur des aktuellen Jahres angepasst Zum 30. Juni 2023 betrug der Saldo der Forderungen aus Provisionen und Dienstleistungserträgen im Konzern 928 Mio. € und zum 30. Juni 2022 entsprechend 865 Mio. €. Zum 30. Juni 2023 betrug der Saldo der Vertragsverbindlichkeiten aus dem Provisions- und Dienstleistungsgeschäft im Konzern 93 Mio. € und zum 30. Juni 2022 entsprechend 79 Mio. €. Die vertraglichen Verpflichtungen ergeben sich aus der Verpflichtung des Konzerns, zukünftige Dienstleistungen an einen Kunden zu erbringen, für die er vor Fertigstellung der Dienstleistungen vom Kunden Gegenleistungen erhalten hat. Die Salden der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Verträgen unterscheiden sich von Periode zu Periode nicht wesentlich, da sie sich überwiegend auf wiederkehrende Dienstleistungsverträge mit Leistungszeiträumen von weniger als einem Jahr beziehen, wie beispielsweise monatliche Kontokorrent- und vierteljährliche Vermögensverwaltungsdienstleistungen. Die Zahlung des Kunden als Gegenleistung für erbrachte Dienstleistungen hängt in der Regel von der Erfüllung durch den Konzern über den jeweiligen Leistungszeitraum ab, so dass das Recht des Konzerns auf Zahlung am Ende des Leistungszeitraums entsteht, wenn seine Leistungspflichten vollständig erfüllt sind. Daher wird kein wesentlicher Saldo des Vertragsgegenstandes ausgewiesen. Gewinn und Verlust aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten FinanzinstrumentenWährend der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 veräußerte der Konzern finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, in Höhe von 93 Mio € (30. Juni 2022: 78 Mio €). Die nachstehende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste, die sich aus der Ausbuchung dieser Wertpapiere ergeben. scrollen
RestrukturierungDie Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2023 sind in erster Linie auf die Strategie "Globale Hausbank" zurückzuführen. Der Konzern hat Effizienzmaßnamen, die zur Erreichung der Ziele der Bank in 2025 beitragen sollen, definiert und ist dabei, diese umzusetzen. Die Restrukturierungsmaßnahmen in Vorperioden beziehen sich auf die vorherige Strategie "Antreten um zu gewinnen", welche die Bank weiterhin umsetzt. Der Restrukturierungsaufwand beinhaltet sowohl Abfindungszahlungen, Aufwand zur beschleunigten Amortisation von noch nicht amortisierten aufgeschobenen Vergütungskomponenten aufgrund der Verkürzung der zukünftigen Restdienstzeiten sowie Aufwendungen für vorzeitige Kündigungen von Immobilienmietverträgen. Restrukturierungsaufwand aufgegliedert nach Bereichen scrollen
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1 Aufwand für vorzeitige Vertragsbeendigung, vornehmlich für Mietverhältnisse für vom Konzern genutzte Gebäude Die Restrukturierungsrückstellungen betrugen am
30. Juni 2023 353 Mio. € (31. Dezember
2022: 248 Mio. €). Der überwiegende Teil der
aktuellen Restrukturierungsrückstellung wird
voraussichtlich im Jahr 2024 verbraucht
In den sechs Monaten bis zum 30. Juni 2023 wurde die Mitarbeiterzahl auf Basis von Vollzeitkräften als Bestandteil unserer Restrukturierungsmaßnahmen um 97 reduziert. Diese Reduzierungen betreffen die Bereiche wie folgt: scrollen
Effektive SteuerquoteQuartalsvergleich 2023 versus 2022Der Ertragsteueraufwand lag im Berichtsquartal bei 466 Mio. € (zweites Quartal 2022: 336 Mio. €). Die effektive Steuerquote belief sich für das zweite Quartal 2023 auf 33% und wurde überwiegend durch steuerlich teilweise nicht abzugsfähige Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten beeinflusst. Im Vergleich dazu lag die effektive Steuerquote im zweiten Quartal 2022 bei 22%, die im Wesentlichen durch Veränderung der geographischen Verteilung des Konzernergebnisses vor Steuern beeinflusst wurde. Halbjahresvergleich 2023 versus 2022In den ersten sechs Monaten belief sich der Ertragsteueraufwand auf 996 Mio. € (Vergleichszeitraum 2022: 767 Mio. €). Die effektive Steuerquote betrug im ersten Halbjahr 2023 31% (Vergleichszeitraum 2022: 24%). Angaben zur KonzernbilanzZum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzinstrumenteBewertungsverfahrenDer Konzern verfügt im Rahmen des Bewertungsprozesses und der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts über ein etabliertes Kontrollsystem, das sich aus internen Kontrollstandards, -methoden, Bewertungstechniken und -verfahren zusammensetzt. Die aktuellen Marktbedingungen, einschließlich der anhaltenden makroökonomischen Herausforderungen und geopolitischen Unsicherheiten, erforderten in der ersten Hälfte des Jahres 2023 zusätzliche Aufmerksamkeit und Überprüfung in bestimmten Bereichen, einschließlich der Bewertung der Geld-Brief-Spannen, um sicherzustellen, dass sie dem beizulegenden Zeitwert entsprechen. Nachstehend werden die Bewertungsmethoden erläutert, die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der verschiedenen Arten der vom Konzern verwendeten Finanzinstrumente eingesetzt werden. Festverzinsliche Wertpapiere von staatlichen und quasistaatlichen Emittenten und Unternehmen sowie Eigenkapitaltitel - Sofern es keine in jüngster Zeit durchgeführten Transaktionen gibt, kann der beizulegende Zeitwert auf Basis des letzten Marktpreises, bereinigt um alle seither erfolgten Risiko- und Informationsänderungen, ermittelt werden. Werden auf einem aktiven Markt vergleichbare Instrumente notiert, wird der beizulegende Zeitwert durch Anpassung des Vergleichswerts um die jeweiligen Differenzen in den Risikoprofilen dieser Instrumente bestimmt. Sind keine vergleichbaren Werte verfügbar, wird der beizulegende Zeitwert anhand komplexerer Modellierungstechniken bestimmt. Diese Techniken umfassen discounted cash flow (DCF)-Verfahren, die die aktuellen Marktkonditionen für Kredit-, Zins-, Liquiditäts- und sonstige Risiken berücksichtigen. Bei Modellierungstechniken für Eigenkapitaltitel können auch Ertragsmultiplikatoren eingesetzt werden. Hypothekarisch besicherte und durch andere Vermögenswerte unterlegte Wertpapiere ("MBS/ABS") - Zu diesen Instrumenten gehören private und gewerbliche MBS sowie sonstige ABS einschließlich CDOs. ABS weisen besondere Merkmale auf, da sie mit unterschiedlichen zugrunde liegenden Vermögenswerten besichert sind und die Kapitalstruktur der Emittenten variiert. Die Komplexität steigt darüber hinaus, wenn die zugrunde liegenden Vermögenswerte selbst ABS sind, wie dies beispielsweise bei vielen forderungsbesicherten Schuldverschreibungen der Fall ist. Wenn es keine zuverlässigen externen Preisermittlungen gibt, werden ABS entweder anhand einer vergleichenden Analyse auf der Grundlage ähnlicher am Markt beobachtbarer Transaktionen oder anhand branchenüblicher Modelle unter Berücksichtigung verfügbarer beobachtbarer Daten bewertet. Die externen, branchenüblichen Modelle kalkulieren die Zins- und Tilgungszahlungen im Rahmen einer Transaktion auf der Grundlage von Annahmen, die unabhängigen Preistests unterzogen werden können. Die Eingangsparameter beinhalten Annahmen über vorzeitige Tilgungen, Verlustannahmen (Zeitpunkt und Verlusthöhe) und einen Diskontierungszinssatz (Spread, Rendite oder Diskontierungsmarge). Diese Eingangsgrößen/Annahmen basieren auf tatsächlichen Transaktionen, externen Marktanalysen und gegebenenfalls Marktindizes. Kredite - Bei bestimmten Krediten lässt sich der beizulegende Zeitwert anhand des Marktpreises einer erst kürzlich erfolgten Transaktion unter Einbeziehung sämtlicher Risiko- und Informationsveränderungen seit dem Transaktionsdatum ermitteln. Sofern keine aktuellen Markttransaktionen vorliegen, wird der beizulegende Zeitwert anhand von Kursangaben von Brokern, Konsenspreisfeststellungen, vergleichbaren Instrumenten oder mithilfe von DCF-Verfahren bestimmt. In den DCF-Verfahren werden je nach Angemessenheit Eingangsparameter für Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, geschätzte Ausfallverluste und die bei Ausfällen ausgenutzten Beträge verwendet. Die Parameter Kreditrisiko, geschätzte Ausfallverluste und Ausnutzung zum Zeitpunkt des Ausfalls werden, sofern verfügbar und angemessen, anhand von Informationen über die betreffenden Kredit- oder CDS-Märkte ermittelt. Leveraged-Finance-Kredite können sich durch transaktionsspezifische Merkmale auszeichnen, die die Relevanz der am Markt beobachtbaren Transaktionen einschränken. Gibt es vergleichbare Transaktionen, für die beobachtbare Parameter externer Pricing Services vorliegen, werden diese Informationen entsprechend den Transaktionsunterschieden angepasst. Gibt es keine vergleichbaren Transaktionen, wird ein DCF-Verfahren angewandt, bei dem die Kreditrisikoaufschläge aus dem entsprechenden Index für Leveraged-Finance-Kredite abgeleitet werden. Dabei werden die Branchenklassifizierung, die Nachrangigkeit des Kredits sowie sonstige relevante Informationen über den Kredit und den jeweiligen Kontrahenten berücksichtigt. Außerbörsliche derivative Finanzinstrumente - Transaktionen, die dem Marktstandard entsprechen und an liquiden Märkten gehandelt werden - wie Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und Optionskontrakte in G-7-Währungen -, sowie Aktienswaps und Optionskontrakte auf börsennotierte Wertpapiere oder Indizes werden anhand von branchenüblichen Standardmodellen mit notierten Eingangsparametern bewertet. Die Eingangsparameter können, soweit möglich, von Pricing Services oder Konsens-Pricing-Services eingeholt beziehungsweise aus kürzlich durchgeführten Transaktionen an aktiven Märkten abgeleitet werden. Für komplexere Finanzinstrumente werden differenziertere Modellierungstechniken verwendet, die für das Finanzinstrument spezifisch und anhand verfügbarer Marktpreise kalibriert sind. Ist eine Kalibrierung des Bewertungsergebnisses anhand relevanter Marktreferenzen nicht möglich, werden Bewertungsanpassungen genutzt, um das Bewertungsergebnis um alle Differenzen zu bereinigen. In weniger aktiven Märkten werden Informationen aus weniger häufig stattfindenden Markttransaktionen, Kursangaben von Brokern sowie Extrapolations- und Interpolationsverfahren abgeleitet. Sind keine beobachtbaren Preise oder Eingangsgrößen vorhanden, ist eine Einschätzung durch das Management erforderlich, um den beizulegenden Zeitwert mithilfe anderer relevanter Informationsquellen zu bestimmen, die historische Daten, die Fundamentalanalyse der wirtschaftlichen Eckdaten der Transaktion und vergleichbare Daten von ähnlichen Transaktionen beinhalten. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten, die unter der Fair Value Option erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthält sämtliche Marktrisikofaktoren einschließlich einer Messung des eigenen Kreditrisikos des Konzerns, das für diese finanziellen Verbindlichkeiten relevant ist (d.h. der Wertberichtigung für strukturierte Schuldtitel (DVA) für Derivate und der Eigenkredit-Bereinigung). Nach IFRS 9 wird die Kreditkomponente der Änderung des Werts für den beizulegenden Zeitwert unter sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung (Other Comprehensive Income - OCI) ausgewiesen. Zu den finanziellen Verpflichtungen gehören strukturierte Anleihen, strukturierte Einlagen und sonstige durch konsolidierte Gesellschaften emittierte strukturierte Wertpapiere sowie andere Verbindlichkeiten aus außerbörslichen Derivaten, die unter Umständen nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Der beizulegende Zeitwert dieser finanziellen Verpflichtungen wird durch die Abzinsung der vertraglichen Zahlungsströme mithilfe der relevanten kreditrisikoadjustierten Zinsstrukturkurve ermittelt (d.h. Verwendung der Spanne, zu der ähnliche Instrumente am Bewertungsstichtag ausgegeben oder zurückgekauft wurden, da dies den Wert aus Sicht eines Marktteilnehmers widerspiegelt, der den identischen Gegenstand als Vermögenswert hält). Die Marktrisikoparameter werden entsprechend vergleichbaren Finanzinstrumenten bewertet, die als Vermögenswerte gehalten werden. So werden Derivate, die in die strukturierten Finanzinstrumente eingebettet sind, anhand der im Abschnitt "Außerbörsliche derivative Finanzinstrumente" erläuterten Methode bewertet. Sind die zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten finanziellen Verpflichtungen, die unter der Fair Value Option klassifiziert und besichert wurden, wie beispielsweise Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen und im Rahmen von Rückkaufsvereinbarungen verkaufte Wertpapiere, wird die Verbesserung der Kreditqualität bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtung berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen - Der Konzern hält Vermögenswerte, die mit Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen im Zusammenhang stehen. Der Konzern ist vertraglich verpflichtet, diese Vermögenswerte zu nutzen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Aus diesem Grund wird der beizulegende Zeitwert für die Verbindlichkeiten aus den Investmentverträgen, das heißt der Rückkaufswert der Verträge, durch den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögenswerte bestimmt. Hierarchie des beizulegenden ZeitwertsDie zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Finanzinstrumente wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS-Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts zugeordnet. Level 1 - mittels notierter Preise in aktiven Märkten bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert direkt von Preisen an aktiven, liquiden Märkten abgeleitet werden kann und bei denen das im Markt beobachtbare Finanzinstrument repräsentativ für das im Bestand des Konzerns zu bewertende Instrument ist. Hierzu zählen Staatsanleihen, börslich gehandelte Derivate sowie Eigenkapitaltitel, die in aktiven und liquiden Märkten gehandelt werden. Level 2 - mittels Bewertungsverfahren auf Basis beobachtbarer Marktdaten bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert aus gleichartigen, an aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten oder mittels Bewertungsverfahren, deren sämtliche Eingangsparameter beobachtbar sind, ermittelt werden kann. Hierzu zählen eine Vielzahl der außerbörslichen Derivate, börsennotierte Investment-Grade-Kreditanleihen, einige CDS, eine Vielzahl der forderungsbesicherten Schuldverschreibungen (Collateralized Debt Obligation, "CDO") sowie viele der weniger liquiden Aktien. Level 3 - mittels Bewertungsverfahren auf Basis nicht beobachtbarer Parameter bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und die ein anderes Bewertungsverfahren benötigen. Die Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen eine Wertkomponente auf, die nicht beobachtbar ist und einen wesentlichen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert hat. Hierzu zählen komplexere außerbörsliche Derivate, notleidende Kredite, hochgradig strukturierte Anleihen, illiquide Asset Backed Securities (ABS), illiquide CDOs (Kassa und synthetisch), einige Private-Equity-Investments, viele gewerbliche Immobilienkredite, illiquide Kredite und einige Kommunalanleihen. Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Finanzinstrumente 1 scrollen
1 Die Beträge in dieser Tabelle werden
generell brutto ausgewiesen. Dies steht im Einklang mit den
in der Anhangangabe 1 "Wesentliche
Rechnungslegungsgrundsätze und
2 Dies bezieht sich hauptsächlich auf zu Sicherungszwecken gehaltene Derivate 3 Dies bezieht sich auf Derivate, die in Verträge eingebettet sind, deren Basisvertrag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird, für die das eingebettete Derivat jedoch getrennt ausgewiesen wird. Die getrennt ausgewiesenen eingebetteten Derivate können sowohl positive als auch negative Marktwerte aufweisen, werden aber aus Konsistenzgründen in obiger Tabelle in der Kategorie des beizulegenden Zeitwerts des Basisvertrags ausgewiesen. Die getrennt ausgewiesenen eingebetteten Derivate werden laufend zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum Zweck dieser Angabe wird das getrennt ausgewiesene eingebettete Derivat auf verschiedene Kategorien des beizulegenden Zeitwerts aufgeteilt In den sechs Monaten bis zum 30. Juni 2023, beliefen sich die Übertragungen von Wertpapieren von Level 1 auf Level 2 auf 3,6 Mrd. € sowie 1,5 Mrd. €, während sich die Übertragungen von Level 2 auf Level 1 auf 4,1 Mrd. € bzw. 1,8 Mrd. € bei Aktiva und Passiva beliefen. Die Bewertung von Level 1 gegenüber Level 2 basiert auf Liquiditätsprüfungs-verfahren. Analyse der Finanzinstrumente mit einem
beizulegenden Zeitwert,
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
30.6.2023 |
||||||
|
in Mio. € |
Bestand
|
Verände-
|
Gewinne/
|
Käufe |
Verkäufe |
Emissio-
|
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||||
|
Wertpapiere des
|
3.053 |
0 |
−40 |
955 |
−598 |
0 |
|
Positive Marktwerte
|
9.564 |
0 |
−323 |
0 |
0 |
0 |
|
Sonstige
|
5.494 |
0 |
19 |
460 |
−588 |
1.107 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
5.790 |
−1 |
−118 |
198 |
−80 |
77 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
94 |
0 |
−2 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
2.676 |
0 |
−71 5 |
249 |
−110 |
723 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
5 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
26.675 |
−1 |
−535 6,7 |
1.862 |
−1.377 |
1.907 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||||
|
Wertpapiere des
|
30 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Negative Marktwerte
|
8.500 |
0 |
−673 |
0 |
0 |
0 |
|
Sonstige
|
3 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
2.792 |
0 |
−44 |
0 |
0 |
1.030 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
−511 |
0 |
239 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
10.815 |
0 |
−477 6,7 |
0 |
0 |
1.030 |
↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓
|
30.6.2023 |
||||
|
in Mio. € |
Rückzah-
|
Umwid-
|
Umwid-
|
Bestand
|
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||
|
Wertpapiere des
|
−288 |
576 |
−364 |
3.293 |
|
Positive Marktwerte
|
−75 |
2.110 |
−2.410 |
8.866 |
|
Sonstige
|
−582 |
582 |
−275 |
6.218 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
−789 |
120 |
−646 |
4.551 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
0 |
75 |
0 |
166 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
−387 |
355 |
−159 |
3.276 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
0 |
0 |
1 |
6 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
−2.121 |
3.817 |
−3.852 |
26.376 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||
|
Wertpapiere des
|
46 |
0 |
−0 |
77 |
|
Negative Marktwerte
|
−205 |
1.620 |
−2.232 |
7.010 |
|
Sonstige
|
14 |
0 |
0 |
17 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
−626 |
24 |
−36 |
3.141 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
24 |
−8 |
15 |
−240 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
−746 |
1.636 |
−2.253 |
10.005 |
1 Die Gewinne und Verluste sind im Wesentlichen im Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Der Betrag umfasst ebenfalls Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten, die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind, sowie nicht realisierte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Wechselkursänderungen, die in den sonstigen Erträgen, nach Steuern, erfasst werden. Weitere Finanzinstrumente sind durch Instrumente der Level 1- oder Level 2-Kategorie abgesichert, die zugehörige Tabelle beinhaltet aber nicht die Gewinne und Verluste aus diesen Absicherungsinstrumenten. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Instruments in der Level 3-Kategorie der Hierarchie werden beobachtbare und nicht beobachtbare Parameter herangezogen. Die Gewinne und Verluste, die in der Tabelle gezeigt werden, sind auf Veränderungen sowohl der beobachtbaren als auch der nicht beobachtbaren Parameter zurückzuführen
2 Die Spalte "Emissionen" zeigt die bei einer Begebung von Schuldtiteln erhaltenen Barmittel sowie den an den Kreditnehmer gezahlten Barbetrag bei der Gewährung eines Kredits
3 Die Spalte "Rückzahlungen" beinhaltet die Zahlungen, die bei der Rückzahlung der finanziellen Vermögenswerte/Verpflichtungen fällig sind. Für Schuldtitel und Kredite beinhaltet dies den Rückzahlungsbetrag zum Fälligkeitstermin, Abschreibungen auf den Kapitalbetrag sowie Tilgungen. Für Derivate werden in dieser Spalte alle Zahlungen berücksichtigt
4 Umwidmungen in und Umwidmungen aus Level 3 der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts beziehen sich auf Veränderungen der Beobachtbarkeit von Eingangsparametern. Sie werden im Berichtszeitraum zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Jahresanfang ausgewiesen. Für Instrumente, die in die Level 3-Kategorie der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts transferiert wurden, zeigt die Tabelle die Gewinne und Verluste und die Zahlungsströme der Instrumente, als hätte der Wechsel zum Jahresanfang stattgefunden. Ebenso werden Gewinne und Verluste sowie Zahlungsströme der Instrumente, die im Berichtszeitraum aus Level 3 der Hierarchie transferiert wurden, nicht berücksichtigt, weil sie in der Tabelle so dargestellt sind, als hätte der Wechsel zum Jahresanfang stattgefunden.
5 Die Gewinne/Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthalten einen Verlust von 32 Mio € der in den sonstigen Erträgen, nach Steuern, ausgewiesen wird
6 Der Betrag beinhaltet Wechselkursänderungen. Für zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ist dieser Effekt ein Verlust von 254 Mio. € und für zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen ein Gewinn von 39 Mio €
7 Bei den Vermögenswerten stehen positive Beträge für Gewinne und negative Beträge für Verluste. Bei den Verbindlichkeiten stehen positive Beträge für Verluste und negative Beträge für Gewinne
|
30.6.2022 |
||||||
|
in Mio. € |
Bestand
|
Verände-
|
Gewinne/
|
Käufe |
Verkäufe |
Emissio-
|
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||||
|
Wertpapiere des
|
3.614 |
0 |
−316 |
1.646 |
−1.274 |
80 |
|
Positive Marktwerte
|
9.042 |
0 |
−2.034 |
0 |
0 |
0 |
|
Sonstige Handelsaktiva |
5.201 |
0 |
37 |
579 |
−1.063 |
1.431 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
4.896 |
0 |
547 |
162 |
−61 |
1.109 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
49 |
0 |
4 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
2.302 |
0 |
5 5 |
62 |
−156 |
313 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
78 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
25.182 |
0 |
−1.757 6,7 |
2.449 |
−2.553 |
2.932 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||||
|
Wertpapiere des
|
33 |
0 |
−1 |
0 |
0 |
0 |
|
Negative Marktwerte
|
9.781 |
0 |
−2.182 |
0 |
0 |
0 |
|
Sonstige
|
49 |
0 |
−45 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
1.740 |
0 |
125 |
0 |
0 |
1.163 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
−179 |
0 |
−485 |
0 |
0 |
0 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
11.424 |
0 |
−2.588 6,7 |
0 |
0 |
1.163 |
↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓
|
30.6.2022 |
||||
|
in Mio. € |
Rückzah-
|
Umwid-
|
Umwid-
|
Bestand
|
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||
|
Wertpapiere des
|
−79 |
1.174 |
−785 |
4.060 |
|
Positive Marktwerte
|
13 |
6.976 |
−2.477 |
11.519 |
|
Sonstige Handelsaktiva |
−660 |
505 |
−567 |
5.462 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
−535 |
177 |
−912 |
5.383 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
−45 |
88 |
0 |
96 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
−349 |
566 |
−158 |
2.585 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
0 |
0 |
49 |
127 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
−1.655 |
9.486 |
−4.851 |
29.232 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
||||
|
Wertpapiere des
|
0 |
0 |
0 |
33 |
|
Negative Marktwerte
|
−254 |
5.517 |
−1.904 |
10.958 |
|
Sonstige
|
0 |
0 |
0 |
4 |
|
Zum Zeitwert klassifi-
|
−129 |
80 |
−50 |
2.928 |
|
Sonstige zum Zeitwert
|
−7 |
1 |
40 |
−630 |
|
Zum Zeitwert bewertete
|
−390 |
5.598 |
−1.914 |
13.293 |
1 Die Gewinne und Verluste sind im Wesentlichen im Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Der Betrag umfasst ebenfalls Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten, die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen sind, sowie nicht realisierte Gewinne und Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Wechselkursänderungen, die in den sonstigen Erträgen, nach Steuern, erfasst werden. Weitere Finanzinstrumente sind durch Instrumente der Level 1- oder Level 2-Kategorie abgesichert, die zugehörige Tabelle beinhaltet aber nicht die Gewinne und Verluste aus diesen Absicherungsinstrumenten. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines Instruments in der Level 3-Kategorie der Hierarchie werden beobachtbare und nicht beobachtbare Parameter herangezogen. Die Gewinne und Verluste, die in der Tabelle gezeigt werden, sind auf Veränderungen sowohl der beobachtbaren als auch der nicht beobachtbaren Parameter zurückzuführen
2 Die Spalte "Emissionen" zeigt die bei einer Begebung von Schuldtiteln erhaltenen Barmittel sowie den an den Kreditnehmer gezahlten Barbetrag bei der Gewährung eines Kredits
3 Die Spalte "Rückzahlungen" beinhaltet die Zahlungen, die bei der Rückzahlung der finanziellen Vermögenswerte/Verpflichtungen fällig sind. Für Schuldtitel und Kredite beinhaltet dies den Rückzahlungsbetrag zum Fälligkeitstermin, Abschreibungen auf den Kapitalbetrag sowie Tilgungen. Für Derivate werden in dieser Spalte alle Zahlungen berücksichtigt
4 Umwidmungen in und Umwidmungen aus Level 3 der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts beziehen sich auf Veränderungen der Beobachtbarkeit von Eingangsparametern. Sie werden im Berichtszeitraum zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Jahresanfang ausgewiesen. Für Instrumente, die in die Level 3-Kategorie der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts transferiert wurden, zeigt die Tabelle die Gewinne und Verluste und die Zahlungsströme der Instrumente, als hätte der Wechsel zum Jahresanfang stattgefunden. Ebenso werden Gewinne und Verluste sowie Zahlungsströme der Instrumente, die im Berichtszeitraum aus Level 3 der Hierarchie transferiert wurden, nicht berücksichtigt, weil sie in der Tabelle so dargestellt sind, als hätte der Wechsel zum Jahresanfang stattgefunden.
5 Die Gewinne/Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthalten einen Verlust von 104 Mio €, der in den sonstigen Erträgen, nach Steuern, ausgewiesen wird
6 Der Betrag beinhaltet Wechselkursänderungen. Für zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ist dieser Effekt ein Gewinn von 537 Mio. € und für zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen ein Verlust von 73 Mio €
7 Bei den Vermögenswerten stehen positive Beträge für Gewinne und negative Beträge für Verluste. Bei den Verbindlichkeiten stehen positive Beträge für Verluste und negative Beträge für Gewinne
Basiert der Wert eines Finanzinstruments auf nicht beobachtbaren Parametern, kann der hierfür zu verwendende Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen ausgewählt werden. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Parameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem übergeordneten Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.
Bei der Sensitivitätsberechnung von nicht beobachtbaren Eingangsparametern richtet sich der Konzern nach dem Ansatz der vorsichtigen Bewertung. Vorsichtige Bewertung ist eine Kapitalanforderung für zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Vermögenswerte. Sie stellt einen Mechanismus zur Quantifizierung und Kapitalisierung von Bewertungsunsicherheiten gemäß der durch die Europäische Kommission verabschiedeten delegierten Verordnung (EU 2016/101) dar, welche ergänzend zu Artikel 34 der CRR (Verordnung Nr. 2019/876) von Instituten fordert, die Vorschriften in Artikel 105(14) zur vorsichtigen Bewertung auf all ihre zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Aktiva anzuwenden und den Betrag erforderlicher zusätzlicher Bewertungsanpassungen vom CET 1-Kapital abzuziehen. Dabei wird der marktgerechte Transaktionspreis der relevanten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Rahmen der vorsichtigen Bewertung verwendet.
Wenn der Konzern die Finanzinstrumente in die Level 3-Gruppe einstuft, indem Parameterwerte verwendet werden, die aus den Extremen der Bandbreiten der vernünftigerweise möglichen Alternativen stammen, hätte dies den beizulegenden Zeitwert zum 30. Juni 2023 um 1,8 Mrd. € erhöhen oder um 1,3 Mrd. € verringern können. Zum 31. Dezember 2022 hätte der beizulegende Zeitwert um bis zu 2,0 Mrd. € erhöht oder um 1,4 Mrd. € verringert werden können.
Die Änderungen in den sensiblen Beträgen vom 31. Dezember 2022 bis zum 30. Juni 2023 beinhalteten eine Verringerung der positiven Veränderung des beizulegenden Zeitwerts um 166 Mrd. € und eine Verringerung der negativen Veränderung des beizulegenden Zeitwerts um 81 Mrd. €.
Der Rückgang der positiven Bewegungen des beizulegenden Zeitwerts vom 31. Dezember 2022 bis zum 30. Juni 2023 entspricht weitgehend dem Rückgang der Level 3 auf Konzernebene im Berichtszeitraum, wobei sich die Vermögenswerte der Level 3 des Konzerns zum 31. Dezember 2022 auf 26,7 Mrd. € und zum 30. Juni 2023 auf 26,4 Mrd. € beliefen. Die Verbindlichkeiten der Level 3 auf Konzernebene gingen von 10,8 Mrd. € zum 31. Dezember 2022 auf 10,0 Mrd. € zum 30. Juni 2023 zurück. Diese Bewegungen bedeuten einen prozentualen Rückgang der Bruttoaktiva und -passiva der Level 3-Gruppe von etwa -3%.
Die Veränderungen der positiven Bewegungen des beizulegenden Zeitwerts vom 31. Dezember 2022 bis zum 30. Juni 2023 stellt einen Rückgang um -9% und die Veränderung negativer Bewegungen des beizulegenden Zeitwerts einen Rückgang um -6% dar. Diese prozentualen Rückgänge sind größer als die Rückgänge in dem brutto betrachteten Level 3-Gruppe, da die Sensitivitätsberechnung untrennbar mit den Zahlen der vorsichtigen Bewertung verknüpft sind und diese im Jahr 2023 vor allem aufgrund der geringeren Marktpreisstreuung zurückgegangen sind.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die sich aus der relativen Unsicherheit bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten ergeben, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass in der Praxis alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen.
Für viele in der berücksichtigten Finanzinstrumente, insbesondere für Derivate, stellen nicht beobachtbare Parameter lediglich eine Teilmenge der Parameter dar, die für die Preisermittlung des Finanzinstruments erforderlich sind. Bei der verbleibenden Teilmenge handelt es sich um beobachtbare Parameter. Daher dürfte der Gesamteffekt für diese Instrumente, der aus der Verschiebung der nicht beobachtbaren Parameter an das äußere Ende ihrer Bandbreite resultiert, im Vergleich zum gesamten beizulegenden Zeitwert relativ gering ausfallen. Für andere Instrumente wird der beizulegende Zeitwert auf der Grundlage des Preises für das gesamte Instrument ermittelt. Dies erfolgt beispielsweise durch Anpassung des beizulegenden Zeitwerts eines angemessenen Vergleichsinstruments. Zusätzlich werden alle Finanzinstrumente bereits zu solchen beizulegenden Zeitwerten bilanziert, die Bewertungsanpassungen für die Kosten der Schließung beinhalten und daher bereits die Unsicherheitsfaktoren berücksichtigen, mit denen Marktpreise behaftet sind. Ein in den vorliegenden Angaben ermittelter negativer Effekt aus diesen Unsicherheitsfaktoren wird daher stets das Ausmaß der Auswirkungen übersteigen, das bereits für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts im Konzernabschluss berücksichtigt wird.
Sensitivitätsanalyse von nicht beobachtbaren Parametern 1
|
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|||
|
in Mio. € |
Positive Änderung
|
Negative Änderung
|
Positive Änderung
|
Negative Änderung
|
|
Wertpapiere: |
||||
|
Schuldtitel |
244 |
209 |
239 |
274 |
|
Mit Gewerbeimmobilien unterlegte Wertpapiere |
27 |
32 |
15 |
20 |
|
Hypothekarisch besicherte und
durch andere
|
18 |
18 |
20 |
26 |
|
Unternehmensschuldinstrumente,
Schuldinstrumente
|
199 |
160 |
204 |
228 |
|
Durch Grundpfandrechte und
andere Vermögenswerte
|
80 |
66 |
114 |
80 |
|
Derivate: |
||||
|
Kreditderivate |
228 |
132 |
218 |
125 |
|
Aktienderivate |
42 |
38 |
70 |
63 |
|
Zinsderivate |
557 |
296 |
605 |
217 |
|
Wechselkursderivate |
40 |
23 |
37 |
30 |
|
Sonstige |
89 |
84 |
59 |
110 |
|
Forderungen aus dem Kreditgeschäft: |
||||
|
Forderungen aus dem Kreditgeschäft |
514 |
429 |
618 |
459 |
|
Sonstige |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Insgesamt |
1.793 |
1.276 |
1.959 |
1.357 |
1 Gleicht sich eine aufgrund eines nicht beobachtbaren Parameters bestehende Risikoposition innerhalb verschiedener Instrumente aus, wird lediglich der Nettoeffekt in der Tabelle ausgewiesen
Die nicht-beobachtbaren Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Level 3-Vermögenswerten sind häufig voneinander abhängig. Ferner bestehen oft dynamische Zusammenhänge zwischen nicht beobachtbaren und beobachtbaren Parametern sowie zwischen den Erstgenannten. Wirken sich diese wesentlich auf den beizulegenden Zeitwert eines bestimmten Instruments aus, werden sie explizit über Korrelationsparameter erfasst oder alternativ über Bewertungsmodelle und -verfahren überprüft. Basiert ein Bewertungsverfahren auf mehreren Parametern, schränkt die Wahl eines bestimmten Parameters häufig die Spanne anderer Parameter ein. Allgemeine Marktfaktoren (wie Zinssätze, Aktien-, Anleihe- oder Rohstoffindizes und Wechselkurse) können ebenfalls Auswirkungen haben.
Die unten aufgeführte Spanne zeigt den höchsten und niedrigsten Wert, der der Bewertung signifikanter Transaktionen in der Level-3-Kategorie zugrunde gelegt wird. Die Diversität der Finanzinstrumente in der Offenlegung ist signifikant, weshalb die Spannen bestimmter Parameter groß sein können. Beispielsweise repräsentiert die Spanne der Bonitätsaufschläge auf hypothekarisch besicherte Wertpapiere einen Bereich von nicht leistungsgestörten, liquideren Transaktionen mit geringeren Aufschlägen bis weniger liquiden, leistungsgestörten Transaktionen mit höheren Aufschlägen. Da die Transaktionen in Level 3 die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente mit geringerer Liquidität umfasst, ist die Anwendung der weit geführten Spanne zu erwarten, da bei der Bewertung der verschiedenen Engagementarten eine starke Differenzierung erfolgt, um relevante Marktentwicklungen zu erfassen. Die nachstehende Tabelle enthält eine kurze Beschreibung der wichtigsten Parametertypen sowie einen Kommentar zu den signifikanten Zusammenhängen zwischen diesen.
Kreditparameter werden verwendet, um die Bonität eines Geschäftspartners durch die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit und der daraus resultierenden Verluste zu bewerten. Der Bonitätsaufschlag ist die Hauptkennzahl zur Bewertung der Bonität. Er stellt die Prämie auf das referenzierte Benchmark-Instrument (üblicherweise den LIBOR oder das jeweilige Treasury-Instrument, abhängig vom bewerteten Vermögenswert) oder die im Vergleich zum referenzierten Benchmark-Instrument höhere Rendite dar, die ein Anleiheinhaber als Gegenleistung für den Bonitätsunterschied zwischen dem Vermögenswert und der entsprechenden Benchmark fordern würde. Höhere Bonitätsaufschläge sind ein Zeichen für geringere Bonität und senken den Wert von Anleihen oder Krediten, die vom Kreditnehmer an die Bank zurückzuzahlen sind. Die Verwertungsquote entspricht einer Schätzung des Betrags, den ein Kreditgeber beim Ausfall eines Kreditnehmers beziehungsweise ein Anleiheinhaber beim Ausfall eines Anleiheemittenten erhalten würde. Eine höhere Verwertungsquote führt dazu, dass eine Anleiheposition besser bewertet wird, sofern die anderen Parameter unverändert bleiben. Die konstante Ausfallrate (Constant Default Rate - "CDR") und die konstante Rate der vorzeitigen Tilgungen (Constant Prepayment Rate - "CPR") ermöglichen eine Bewertung komplexerer Kredite und Schuldtitel. Diese Parameter dienen zur Schätzung der kontinuierlichen Ausfälle bei geplanten Rück- und Zinszahlungen oder zeigen, ob der Kreditnehmer zusätzliche (normalerweise freiwillige) vorzeitige Rückzahlungen vornimmt. Sie sind bei der Schätzung des beizulegenden Zeitwerts von Hypotheken- oder anderen Krediten, die der Kreditnehmer über einen bestimmten Zeitraum zurückzahlt oder vorzeitig zurückzahlen kann, wie zum Beispiel bei einigen Wohnungsbaukrediten, besonders relevant. Eine höhere Credit Default Rate führt zu einer niedrigeren Kredit- oder Hypothekenbewertung, da der Kreditgeber letztlich eine geringere Rückzahlung erhalten wird.
Zinssätze, Bonitätsaufschläge, Inflationsraten, Wechsel- und Aktienkurse liegen einigen Optionsinstrumenten oder anderen komplexen Derivaten zugrunde, bei denen die Zahlung an den Derivateinhaber von der Entwicklung der zugrunde liegenden Referenzwerte abhängig ist. Volatilitätsparameter beschreiben wesentliche Attribute der Entwicklung von Optionen, indem sie eine Bewertung der Schwankungen bei den Erträgen aus dem zugrunde liegenden Instrument ermöglichen. Diese Volatilität ist ein Indikator für die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung. Eine höhere Volatilität bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ergebnis eintritt. Die zugrunde liegenden Referenzwerte (Zinssätze, Bonitätsaufschläge etc.) wirken sich auf die Bewertung von Optionen aus. Sie beschreiben die Höhe der Zahlung, die bei einer Option erwartet werden kann. Daher ist der Wert einer Option vom Wert des zugrunde liegenden Instruments und von dessen Volatilität abhängig, die die Höhe und Wahrscheinlichkeit der Zahlung bestimmt. Bei einer hohen Volatilität ist der Wert einer Option höher, da die Wahrscheinlichkeit eines positiven Ertrags höher ist. Der Optionswert ist ebenfalls höher, wenn die entsprechende Zahlung signifikant ist.
Korrelationen werden verwendet, um Zusammenhänge zwischen zugrunde liegenden Referenzwerten zu beschreiben, wenn ein Derivat oder anderes Instrument mehr als einen Referenzwert hat. Einige dieser Zusammenhänge, zum Beispiel die Korrelation zwischen Rohstoffen sowie die Korrelation zwischen Zinssätzen und Wechselkursen, basieren üblicherweise auf makroökonomischen Faktoren wie den Auswirkungen der globalen Nachfrage auf die Rohstoffpreise oder dem Effekt der Zinsparität auf Wechselkurse. Zum Beispiel können bei Kreditderivaten und Aktienkorb-Derivaten können spezifischere Zusammenhänge zwischen Kreditreferenzwerten und Aktien bestehen. Kreditkorrelationen werden verwendet, um den Zusammenhang zwischen der Performance mehrerer Kredite zu bewerten. Aktienkorrelationen sollen den Zusammenhang zwischen den Renditen mehrerer Aktien beschreiben. Ein Derivat mit einem Korrelationsrisiko ist entweder eine Kauf- oder eine Verkaufsoption auf das Korrelationsrisiko. Eine hohe Korrelation legt nahe, dass ein starker Zusammenhang zwischen den zugrunde liegenden Referenzwerten besteht. Dadurch steigt der Wert dieser Derivate. Bei einer negativen Korrelation entwickeln sich die zugrunde liegenden Referenzwerte gegensätzlich, das heißt, ein Kursanstieg bei einem zugrunde liegenden Referenzwert führt zu einem Kursrückgang bei dem anderen.
Ein EBITDA ("Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization" - Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Multiplikator-Ansatz kann für die Bewertung weniger liquider Wertpapiere genutzt werden. Bei diesem Ansatz wird der Unternehmenswert einer Gesellschaft geschätzt, indem die Kennzahl von Unternehmenswert zu EBITDA einer vergleichbaren, beobachtbaren Gesellschaft mit dem EBITDA der Gesellschaft, für die eine Bewertung erfolgen soll, ins Verhältnis gesetzt wird. Hierbei wird eine Liquiditätsanpassung vorgenommen, um dem Unterschied in der Liquidität des notierten Vergleichsunternehmens gegenüber der zu bewertenden Gesellschaft Rechnung zu tragen. Ein höheres Vielfaches eines Unternehmenswerts/EBITDA resultiert in einem höheren beizulegenden Zeitwert.
Finanzinstrumente, die Level 3 der Hierarchie des
beizulegenden Zeitwerts zugeordnet wurden, sowie
quantitative
Informationen zu nicht beobachtbaren Parametern
|
30.6.2023 |
||||||
|
Beizulegender Zeitwert |
||||||
|
in Mio. €
|
Vermögens-
|
Verbind-
|
Bewertungsverfahren 1 |
Signifikante nicht beobachtbare
|
Spanne |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
||||||
|
Hypothekarisch besicherte und
durch
|
||||||
|
Mit Gewerbeimmobilien
unterlegte
|
79 |
0 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
100 % |
|
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
216 |
1.750 |
|||
|
Hypothekarisch besicherte und
|
130 |
0 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
102 % |
|
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
120 |
1.473 |
|||
|
Erlösquote |
13 % |
85 % |
||||
|
Konstante Ausfallrate |
0 % |
22 % |
||||
|
Konstante Rate der
|
2 % |
31 % |
||||
|
Hypothekarisch besicherte und
durch
|
209 |
0 |
||||
|
Festverzinsliche Wertpapiere
und
|
4.171 |
3.031 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
179 % |
|
Handelsbestand |
2.963 |
77 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
63 |
1.333 |
|
Unternehmensschuldinstrumente,
|
2.963 |
|||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
1.071 |
|||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
klassi-
|
0 |
2.954 |
||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
138 |
|||||
|
Eigenkapitaltitel |
763 |
0 |
Marktansatz |
Kurs-/Nettoinventarwert |
0 % |
100 % |
|
Handelsbestand |
122 |
0 |
Unternehmenswert/EBITDA
|
5 |
13 |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
641 |
DCF-Verfahren |
Gewichtete durchschnittliche
|
18 % |
20 % |
|
|
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
119 % |
|||
|
Forderungen aus dem Kreditgeschäft |
9.912 |
17 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
114 % |
|
Handelsbestand |
6.120 |
17 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
118 |
1.364 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
611 |
|||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
klassi-
|
166 |
0 |
Erlösquote |
40 % |
75 % |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
3.015 |
|||||
|
Kreditzusagen |
0 |
8 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
180 |
833 |
|
Erlösquote |
40 % |
76 % |
||||
|
Kreditpreismodell |
Ausnutzungsgrad |
0 % |
100 % |
|||
|
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
|
2.449 2 |
179 3 |
DCF-Verfahren |
IRR |
7 % |
13 % |
|
Repo Rate (Bp.) |
2 |
643 |
||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
17.504 |
3.235 |
||||
1 Die Bewertungsverfahren und die anschließenden signifikanten nicht-beobachtbaren Parameter beziehen sich jeweils auf die Gesamtposition
2 Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten 98 Mio. € an sonstigen Handelsaktiva, 2,2 Mrd. € an sonstigen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten nicht gehandelten finanziellen Vermögenswerten und 123 Mio. € an sonstigen finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert aus sonstigen umfangreichen Erträgen
3 Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten 136 Mio. € zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapierpensionsgeschäfte (Repos) und sonstige zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 43 Mio. €.
|
31.12.2022 |
||||||
|
Beizulegender Zeitwert |
||||||
|
in Mio. €
|
Vermögens-
|
Verbind-
|
Bewertungsverfahren 1 |
Signifikante nicht beobachtbare
|
Spanne |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
||||||
|
Hypothekarisch besicherte und
durch
|
||||||
|
Mit Gewerbeimmobilien
unterlegte
|
22 |
0 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
100 % |
|
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
182 |
1.720 |
|||
|
Hypothekarisch besicherte und
durch
|
128 |
0 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
99 % |
|
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
169 |
2.672 |
|||
|
Erlösquote |
16 % |
95 % |
||||
|
Konstante Ausfallrate |
0 % |
16 % |
||||
|
Konstante Rate der
|
3 % |
29 % |
||||
|
Hypothekarisch besicherte und
durch
|
151 |
0 |
||||
|
Festverzinsliche Wertpapiere
und andere
|
4.720 |
2.625 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
181 % |
|
Handelsbestand |
2.741 |
30 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
62 |
1.369 |
|
Unternehmensschuldinstrumente,
|
2.741 |
|||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
1.844 |
|||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
klassi-
|
0 |
2.594 |
||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
135 |
|||||
|
Eigenkapitaltitel |
787 |
0 |
Marktansatz |
Kurs-/Nettoinventarwert |
0 % |
100 % |
|
Handelsbestand |
161 |
0 |
Unternehmenswert/EBITDA
|
5 |
13 |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
626 |
DCF-Verfahren |
Gewichtete durchschnittliche
|
8 % |
20 % |
|
|
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
150 % |
|||
|
Forderungen aus dem Kreditgeschäft |
8.819 |
3 |
Kursverfahren |
Kurs |
0 % |
122 % |
|
Handelsbestand |
5.298 |
3 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
133 |
1.520 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
925 |
|||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
klassi-
|
94 |
0 |
Erlösquote |
40 % |
75 % |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewerteten finanziellen Vermögenswerten |
2.502 |
|||||
|
Kreditzusagen |
0 |
12 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
94 |
925 |
|
Erlösquote |
35 % |
76 % |
||||
|
Kreditpreismodell |
Ausnutzungsgrad |
0 % |
100 % |
|||
|
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
|
2.629 2 |
186 3 |
DCF-Verfahren |
IRR |
7 % |
13 % |
|
Repo Rate (Bp.) |
2 |
525,2 |
||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
17.106 |
2.825 |
||||
1 Die Bewertungsverfahren und die anschließenden signifikanten nicht beobachtbaren Parameter beziehen sich jeweils auf die Gesamtposition
2 Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten 196 Mio. € an sonstigen Handelsaktiva, 2,4 Mrd. € an sonstigen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten nicht gehandelten finanziellen Vermögenswerten und 38 Mio. € an sonstigen finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert aus sonstigen umfangreichen Erträgen
3 Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten 141 Mio. € zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapierpensionsgeschäfte (Repos) und sonstige zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 45 Mio. €.
|
30.6.2023 |
||||||
|
Beizulegender Zeitwert |
||||||
|
in Mio. €
|
Vermögens-
|
Verbind-
|
Bewertungsverfahren |
Signifikante nicht beobachtbare
|
Spanne |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
||||||
|
Marktwerte aus derivativen
|
||||||
|
Zinsderivate |
5.493 |
3.522 |
DCF-Verfahren |
Zinssatz bei Swaps (Bp.) |
−1.795 |
3.550 |
|
Zinssatz bei Inflationsswaps |
0 % |
18 % |
||||
|
Konstante Ausfallrate |
0 % |
14 % |
||||
|
Konstante Rate der
|
2 % |
22 % |
||||
|
Optionspreismodell |
Inflationsvolatilität |
1 % |
8 % |
|||
|
Zinsvolatilität |
0 % |
43 % |
||||
|
Korrelation zwischen
|
-1 % |
99 % |
||||
|
Korrelation zwischen
|
-90 % |
90 % |
||||
|
Kreditderivate |
604 |
501 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
1 |
5.554 |
|
Erlösquote |
0 % |
40 % |
||||
|
Korrelationspreis-
|
Kreditkorrelation |
25 % |
69 % |
|||
|
Aktienderivate |
416 |
921 |
Optionspreismodell |
Aktienvolatilität |
0 % |
79 % |
|
Indexvolatilität |
6 % |
21 % |
||||
|
Korrelation zwischen Indizes |
0 % |
0 % |
||||
|
Korrelation zwischen Aktien |
- |
- |
||||
|
Aktien Forward |
0 % |
3 % |
||||
|
Index Forward |
0 % |
6 % |
||||
|
Devisenderivate |
1.628 |
1.642 |
Optionspreismodell |
Volatilität |
-14 % |
46 % |
|
Quoted Vol |
0 % |
0 % |
||||
|
Optionspreismodell |
Zinssatz bei Swaps (Bp.) |
−16 |
28 |
|||
|
Sonstige Derivate |
731 |
185 1 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
519 |
519 |
|
Optionspreismodell |
Indexvolatilität |
0 % |
144 % |
|||
|
Kurs |
72 % |
83 % |
||||
|
Korrelation zwischen
|
0% |
85% |
||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
8.872 |
6.770 |
||||
1 Beinhaltet Derivate, die in Verträge eingebettet sind, deren Basisvertrag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird, für die das eingebettete Derivat jedoch getrennt ausgewiesen wird
|
31.12.2022 |
||||||
|
Beizulegender Zeitwert |
||||||
|
in Mio. €
|
Vermögens-
|
Verbind-
|
Bewertungsverfahren |
Signifikante nicht beobachtbare
|
Spanne |
|
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
||||||
|
Marktwerte aus derivativen
|
||||||
|
Zinsderivate |
6.360 |
4.546 |
DCF-Verfahren |
Zinssatz bei Swaps (Bp.) |
−1.748 |
1.301 |
|
Zinssatz bei Inflationsswaps |
-1 % |
14 % |
||||
|
Konstante Ausfallrate |
0 % |
15 % |
||||
|
Konstante Rate der
|
0 % |
19 % |
||||
|
Optionspreismodell |
Inflationsvolatilität |
1 % |
6 % |
|||
|
Zinsvolatilität |
0 % |
43 % |
||||
|
Korrelation zwischen
|
-1 % |
99 % |
||||
|
Korrelation zwischen
|
-90 % |
90 % |
||||
|
Kreditderivate |
577 |
517 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
1 |
4.885 |
|
Erlösquote |
0 % |
40 % |
||||
|
Korrelationspreis-
|
Kreditkorrelation |
25 % |
69 % |
|||
|
Aktienderivate |
452 |
1.155 |
Optionspreismodell |
Aktienvolatilität |
0 % |
75 % |
|
Indexvolatilität |
13 % |
30 % |
||||
|
Korrelation zwischen Indizes |
88 % |
96 % |
||||
|
Korrelation zwischen Aktien |
0 % |
0 % |
||||
|
Aktien Forward |
1 % |
11 % |
||||
|
Index Forward |
0 % |
6 % |
||||
|
Devisenderivate |
1.646 |
1.976 |
Optionspreismodell |
Volatilität |
-12 % |
48 % |
|
Quoted Vol |
0 % |
0 % |
||||
|
Optionspreismodell |
Zinssatz bei Swaps (Bp.) |
−6 |
46 |
|||
|
Sonstige Derivate |
534 |
−205 1 |
DCF-Verfahren |
Bonitätsaufschlag (Bp.) |
- |
- |
|
Optionspreismodell |
Indexvolatilität |
0 % |
91 % |
|||
|
Kurs |
0 % |
0 % |
||||
|
Korrelation zwischen
|
0% |
85% |
||||
|
Zum beizulegenden Zeitwert
ausgewie-
|
9.569 |
7.989 |
||||
1 Beinhaltet Derivate, die in Verträge eingebettet sind, deren Basisvertrag zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird, für die das eingebettete Derivat jedoch getrennt ausgewiesen wird
Die nicht realisierten Gewinne oder Verluste bei Instrumenten der Level 3-Kategorie sind nicht ausschließlich auf nicht beobachtbare Parameter zurückzuführen, sondern zahlreiche der Parameter, die zur Bewertung der Finanzinstrumente in dieser Kategorie herangezogen werden, sind beobachtbar. Somit basiert die Veränderung der Ergebnisse teilweise auf Veränderungen der beobachtbaren Parameter im Laufe der Berichtsperiode. Viele der Positionen in dieser Kategorie der Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts sind ökonomisch durch Finanzinstrumente abgesichert, die den anderen Kategorien der Hierarchie zugeordnet sind. Die kompensierenden Gewinne und Verluste, die aus den entsprechenden Absicherungsgeschäften erfasst wurden, sind nicht in der folgenden Tabelle reflektiert. Diese beinhaltet gemäß IFRS 13 nur die Gewinne und Verluste, die aus den am Bilanzstichtag gehaltenen, originären Level-3-Instrumenten resultieren. Das unrealisierte Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Level-3-Kategorie ist sowohl im Zinsüberschuss als auch im Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten/Verpflichtungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
|
Jan. − Jun. |
||
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
30.6.2022 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte: |
||
|
Wertpapiere des Handelsbestands |
−9 |
−433 |
|
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten |
441 |
−1.257 |
|
Sonstige Handelsaktiva |
55 |
−96 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete, nicht als Handelsbestand klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
−33 |
453 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Vermögenswerte |
0 |
1 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert über die sonstige erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung bewertete finanzielle Vermögenswerte |
−3 |
0 |
|
Sonstige zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
−4 |
13 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte insgesamt |
449 |
−1.318 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen: |
||
|
Wertpapiere des Handelsbestands |
−0 |
1 |
|
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten |
−104 |
1.504 |
|
Sonstige Handelspassiva |
−0 |
45 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert klassifizierte finanzielle Verpflichtungen |
40 |
−113 |
|
Sonstige zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen |
−187 |
460 |
|
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verpflichtungen insgesamt |
−251 |
1.897 |
|
Insgesamt |
199 |
579 |
Soweit in erheblichem Umfang nicht beobachtbare Parameter für Bewertungsmodelle zugrunde gelegt werden, erfolgt die Erfassung des betreffenden Finanzinstruments zum Transaktionspreis und jeglicher am Handelstag ermittelte Gewinn wird abgegrenzt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung der Handelstaggewinne seit Jahresbeginn, die aufgrund der Anwendung wesentlicher nicht beobachtbarer Parameter für zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesene Finanzinstrumente abgegrenzt wurden. Die Bestände setzen sich vorwiegend aus Derivaten zusammen.
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
30.6.2022 |
|
Bestand am Jahresanfang |
550 |
462 |
|
Neue Geschäfte während der Periode |
187 |
99 |
|
Abschreibung |
−77 |
−49 |
|
Ausgelaufene Geschäfte |
−41 |
−30 |
|
Nachträgliche Veränderung der Beobachtbarkeit |
−15 |
−9 |
|
Wechselkursveränderungen |
−1 |
4 |
|
Bestand am Periodenende |
603 |
477 |
Dieser Abschnitt sollte im Zusammenhang mit der Anhangangabe 14 "Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden" im Geschäftsbericht 2022 des Konzerns gelesen werden.
Die Bewertungstechniken zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten des Konzerns, die in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, entsprechen denen, die in Anhangangabe 13 "Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" des Geschäftsberichts 2022 aufgeführt sind.
Andere Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden nicht auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gesteuert. Für solche Instrumente wird der beizulegende Zeitwert nur für Zwecke der Anhangangabe ermittelt und hat weder einen Einfluss auf die Konzernbilanz noch auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Zusätzlich sind zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts in erheblichem Umfang Einschätzungen durch das Management notwendig, da diese Instrumente normalerweise nicht gehandelt werden. Die Unterschiede zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert zum 30. Juni 2023 stehen im Einklang mit dem im Vergleich zum 31. Dezember 2022 steigenden Zinsumfeld.
Für die folgenden Finanzinstrumente, die überwiegend kurzfristig sind, stellt der Buchwert eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts dar:
|
Vermögenswerte |
Verbindlichkeiten |
|
Barreserven und Zentralbankguthaben |
Einlagen |
|
Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken) |
Verbindlichkeiten aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Repos) |
|
Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen und aus Wertpapierpensionsgeschäften (Reverse Repos) |
Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen |
|
Forderungen aus Wertpapierleihen |
Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen |
|
Sonstige Finanzaktiva |
Sonstige Finanzpassiva |
Bei Kreditportfolien für Privatkunden mit einer großen Zahl homogener Kredite (zum Beispiel private Immobilienkredite) wird der beizulegende Zeitwert für jeden Produkt typen durch Abzinsung vertraglicher Zahlungsströme unter Verwendung aktueller Zinssätze des Konzerns berechnet, welche für die Kreditvergabe an Schuldner mit ähnlicher Kreditqualität verwendet werden. Die wichtigsten Parameter für private Immobilienkredite sind die Differenz zwischen den historischen und den aktuellen Produktmargen sowie die geschätzten Vorauszahlungsraten. Aktivierte Maklergebühren, die im Buchwert enthalten sind, werden ebenfalls als zum beizulegenden Zeitwert bewertet betrachtet.
Der beizulegende Zeitwert von Kreditportfolien für Unternehmen wird ermittelt, indem der Kredit bis zu seiner Fälligkeit basierend auf darlehensspezifischen Kreditaufschlägen und konzernspezifischen Finanzierungskosten abgezinst wird.
Für langfristige Verbindlichkeiten und hybride Kapitalinstrumente wird der beizulegende Zeitwert, sofern verfügbar, auf der Grundlage von notierten Marktpreisen ermittelt. Stehen diese nicht zur Verfügung, wird für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eine Bewertungstechnik verwendet, bei der die verbleibenden vertraglichen Zahlungsströme mit einem Zinssatz abgezinst werden, zu dem ein Instrument mit ähnlichen Eigenschaften am Markt notiert wird.
Geschätzte beizulegende Zeitwerte der in der Bilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Finanzinstrumente 1
|
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|||
|
in Mio. € |
Buchwert |
Beizulegender
|
Buchwert |
Beizulegender
|
|
Finanzaktiva: |
||||
|
Barreserven und Zentralbankeinlagen |
164.586 |
164.586 |
178.896 |
178.896 |
|
Einlagen bei Kreditinstituten (ohne Zentralbanken) |
6.567 |
6.567 |
7.195 |
7.195 |
|
Forderungen aus
übertragenen Zentralbankeinlagen und aus
|
11.547 |
11.584 |
11.478 |
11.505 |
|
Forderungen aus Wertpapierleihen |
104 |
104 |
0 |
0 |
|
Forderungen aus dem Kreditgeschäft |
477.380 |
453.504 |
483.700 |
461.070 |
|
Sonstige Finanzaktiva |
119.892 |
118.015 |
110.066 |
107.878 |
|
Finanzpassiva: |
||||
|
Einlagen |
593.223 |
600.996 |
621.456 |
629.629 |
|
Verbindlichkeiten aus
übertragenen Zentralbankeinlagen und aus
|
2.331 |
2.331 |
573 |
572 |
|
Verbindlichkeiten aus Wertpapierleihen |
10 |
10 |
13 |
13 |
|
Sonstige kurzfristige Geldaufnahmen |
7.081 |
7.080 |
5.122 |
5.121 |
|
Sonstige Finanzpassiva |
107.928 |
107.928 |
93.135 |
93.135 |
|
Langfristige Verbindlichkeiten |
122.323 |
118.209 |
131.525 |
127.743 |
|
Hybride Kapitalinstrumente |
513 |
407 |
500 |
426 |
1 Die Beträge werden generell brutto ausgewiesen. Dies steht im Einklang mit dem in Anhangangabe 1 "Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze und -einschätzungen" des Geschäftsberichts 2022 dargestellten Rechnungslegungsgrundsatz zur Aufrechnung von Finanzinstrumenten des Konzerns
Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert von Krediten wird in erster Linie durch die aktuellen Zinssätze für langfristige Privatkundenhypotheken in Deutschland gegenüber dem vertraglichen Zinssatz bestimmt. Der Buchwert der Kredite wurde teilweise durch Makro-Hedge-Accounting-Anpassungen gemäß der EU Carve-out Version von IAS 39 ausgeglichen, die sich zum 30. Juni 2023 auf 6,4 Mrd. € und zum 31. Dezember 2022 auf 7,5 Mrd. € beliefen. Der beizulegende Zeitwert der Einlagen war größer als der Buchwert, da zum 30. Juni 2023 bzw. zum 31. Dezember 2022 der Buchwert negative Makro-Hedge-Accounting-Anpassungen gemäß der EU Carve-out Version von IAS 39 in Höhe von € 7,0 Mrd. und € 7,7 Mrd. enthielt. Bei langfristigen Verbindlichkeiten und hybriden Kapitalinstrumenten beruht die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert auf den Zinsänderungen, zu denen der Konzern zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten mit ähnlicher Laufzeit und Nachrangigkeit im Vergleich zum Zinssatz, zu dem das Instrument begeben wurde, emittieren konnte. Die in der Tabelle enthaltenen Buchwerte enthalten keine Auswirkungen wirtschaftlicher Absicherungen.
Entwicklung der Wertminderung für Kreditausfälle für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
|
Jan. − Jun. 2023 |
|||||
|
Wertminderungen für Kreditausfälle 5 |
|||||
|
in Mio. € |
Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
Stufe 3 POCI |
Insgesamt |
|
Bestand am Jahresanfang |
533 |
626 |
3.656 |
180 |
4.995 |
|
Veränderungen der finanziellen Vermögenswerte inklusive neuem Geschäft |
−106 |
176 |
757 |
6 |
833 |
|
Übertragungen aufgrund von Veränderung der Kreditqualität¹ |
90 |
−113 |
23 |
N/M |
0 |
|
Veränderungen aufgrund von Modifikationen ohne Ausbuchung von Vermögenswerten |
N/M |
N/M |
N/M |
N/M |
N/M |
|
Modelländerungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Abgänge² |
0 |
0 |
−442 |
−40 |
−482 |
|
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen |
0 |
0 |
36 |
0 |
36 |
|
Fremdwährungsbewegungen und sonstige Veränderungen |
2 |
−10 |
−139 |
0 |
−147 |
|
Bestand am Ende der Berichtsperiode |
519 |
679 |
3.890 |
146 |
5.235 |
|
Risikovorsoge ohne Länderrisikovorsorge 3,4 |
−16 |
63 |
780 |
6 |
833 |
1 "Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität" zeigt die Bewegungen von Wertminderung für Kreditausfälle aufgrund von Stufentransfers vor der Expected Credit Loss - Neubewertung
2 Diese Position beinhaltet Abschreibungen für Wertberichtigungen für Kreditausfälle
3 Die obige Tabelle unterteilt die Risikovorsorge in Veränderungen der finanziellen Vermögenswerte inklusive neuem Geschäft, Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität und Modelländerungen
4 Die Risikovorsorge enthält einen Erstattungsgewinn in Höhe von (44) Mio. € zum 30. Juni 2023
35 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 10 Mio. € zum 30. Juni 2023
|
Jan. − Jun. 2022 |
|||||
|
Wertminderungen für Kreditausfälle 5 |
|||||
|
in Mio. € |
Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
Stufe 3 POCI |
Insgesamt |
|
Bestand am Jahresanfang |
440 |
532 |
3.740 |
182 |
4.895 |
|
Veränderungen der finanziellen Vermögenswerte inklusive neuem Geschäft |
15 |
177 |
295 |
1 |
488 |
|
Übertragungen aufgrund von Veränderung der Kreditqualität¹ |
79 |
−85 |
6 |
N/M |
0 |
|
Veränderungen aufgrund von Modifikationen ohne Ausbuchung von Vermögenswerten |
N/M |
N/M |
N/M |
N/M |
N/M |
|
Modelländerungen |
0 - |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Abgänge² |
0 |
0 |
−439 |
0 |
−439 |
|
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen |
0 |
0 |
32 |
3 |
35 |
|
Fremdwährungsbewegungen und sonstige Veränderungen |
7 |
11 |
24 |
4 |
46 |
|
Bestand am Ende der Berichtsperiode |
541 |
634 |
3.658 |
190 |
5.024 |
|
Risikovorsoge ohne Länderrisikovorsorge 3,4 |
94 |
92 |
301 |
1 |
488 |
1 "Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität" zeigt die Bewegungen von Wertminderung für Kreditausfälle aufgrund von Stufentransfers vor der Expected Credit Loss - Neubewertung
2 Diese Position beinhaltet Abschreibungen für Wertberichtigungen für Kreditausfälle
3 Die obige Tabelle unterteilt die Risikovorsorge in Veränderungen der finanziellen Vermögenswerte inklusive neuem Geschäft, Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität und Modelländerungen
4 Die Risikovorsorge enthält einen Erstattungsgewinn in Höhe von 29 Mio. € zum 30. Juni 2022
5 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 12 Mio. € zum 30. Juni 2022
Entwicklung der Wertminderung für Kreditausfälle für außerbilanzielle Verpflichtungen
|
Jan. − Jun. 2023 |
|||||
|
Wertminderungen für Kreditausfälle 3 |
|||||
|
in Mio. € |
Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
Stufe 3 POCI |
Insgesamt |
|
Bestand am Jahresanfang |
144 |
97 |
310 |
0 |
551 |
|
Veränderungen inklusive neuem Geschäft |
−17 |
12 |
−53 |
0 |
−58 |
|
Übertragungen aufgrund von Veränderung der Kreditqualität 1 |
7 |
−8 |
1 |
N/M |
0 |
|
Modelländerungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Fremdwährungsbewegungen und sonstige Veränderungen |
−0 |
−2 |
1 |
0 |
−1 |
|
Bestand am Ende der Berichtsperiode |
134 |
98 |
260 |
0 |
492 |
|
davon: Finanzielle Garantien |
91 |
54 |
188 |
0 |
333 |
|
Risikovorsoge ohne Länderrisikovorsorge 2 |
−10 |
3 |
−52 |
0 |
−58 |
1 "Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität" zeigt die Bewegungen von Wertminderung für Kreditausfälle aufgrund von Stufentransfers vor der Expected Credit Loss - Neubewertung
2 Die obige Tabelle unterteilt die Risikovorsorge in Veränderungen der finanziellen Vermögenswerte inklusive neuem Geschäft, Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität und Modelländerungen
3 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 7 Mio. € zum 30. Juni 2023
|
Jan. − Jun. 2022 |
|||||
|
Wertminderungen für Kreditausfälle 3 |
|||||
|
in Mio. € |
Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
Stufe 3 POCI |
Insgesamt |
|
Bestand am Jahresanfang |
108 |
111 |
225 |
0 |
443 |
|
Veränderungen inklusive neuem Geschäft |
25 |
1 |
−25 |
0 |
1 |
|
Übertragungen aufgrund von Veränderung der Kreditqualität 1 |
9 |
−10 |
2 |
N/M |
0 |
|
Modelländerungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Fremdwährungsbewegungen und sonstige Veränderungen |
7 |
4 |
9 |
0 |
19 |
|
Bestand am Ende der Berichtsperiode |
147 |
105 |
211 |
0 |
464 |
|
davon: Finanzielle Garantien |
110 |
59 |
132 |
0 |
300 |
|
Risikovorsoge ohne Länderrisikovorsorge 2 |
33 |
−9 |
−23 |
0 |
1 |
1 "Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität" zeigt die Bewegungen von Wertminderung für Kreditausfälle aufgrund von Stufentransfers vor der Expected Credit Loss - Neubewertung
2 Die obige Tabelle unterteilt die Risikovorsorge in Veränderungen der finanziellen Vermögenswerte inklusive neuem Geschäft, Übertragungen aufgrund von Verschlechterung der Kreditqualität und Modelländerungen
3 Die Wertminderungen für Kreditausfälle beinhalten nicht die Wertminderungen für Länderrisiken in Höhe von 9 Mio. € zum 30. Juni 2022
Während des ersten Halbjahres 2023 wendete die Deutsche Bank unverändert dieselben IFRS 9 Wertminderungsmodelle und -methoden, Schlüsselannahmen und Risikomanagementtätigkeiten, wie im Geschäftsbericht 2022 beschrieben, an.
Im Juli 2023 schloss der Konzern die Migration von Postbank-Kunden auf die IT-Systeme der Deutsche Bank im Rahmen des Unity-Programmes ab, was sich auf die Anwendung des IFRS 9 Wertminderungsmodells und der Methoden der Deutsche Bank in der Folge auswirken wird. Wie im Geschäftsbericht 2022 dargelegt, nutzt der Konzern bestehende Modelle welche zur Berechnung der Eigenkapitalanforderung nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (Internal Rating-Based Approach - IRBA) und interne Risikomanagementpraktiken zur Berechnung des erwarteten Kreditverlustes (Expected Credit Loss - ECL) genutzt werden. Die Deutsche Bank hat für Postbank-Kunden spezifische Modelle eingesetzt, die nach der Migration teilweise nicht weiter genutzt werden, da die Infrastruktur der Deutschen Bank in der Zukunft genutzt wird. In der ersten Jahreshälfte 2023 wurden zwei Migrationswellen erfolgreich durchgeführt, was zu einer geringfügigen Auswirkung auf die Wertberichtung für Kreditverluste der Gruppe führte. Die letzte Migrationswelle im Juli 2023 betraf die deutschen Immobilien- und Konsumentenkreditportfolios. Einzelheiten zu potenziellen migrationsbedingten Risiken finden Sie im Abschnitt Chancen und Risiken dieses Berichts.
Im folgenden Abschnitt werden die jüngsten Entwicklungen und Unsicherheiten im ersten Halbjahr 2023 und ihre Berücksichtigung bei der Berechnung des erwarteten Kreditverlusts (ECL) der Bank sowie die laufenden Tätigkeiten des Kreditrisikomanagements und der Governance-Rahmenbedingungen der Bank behandelt. Zu diesen Aktivitäten zählen unter anderem regelmäßige Überprüfungen neu auftretender Risiken, Portfolioanalysen, tägliches Risikomanagement auf der Ebene einzelner Kreditnehmer und regelmäßige Modellvalidierungen. Der Konzern untersucht in jedem Berichtszeitraum, dass im Modell keine potenziellen Modellungenauigkeiten oder Unsicherheiten vorhanden sind, die ein Overlay erfordern. Schließlich erstellt der Konzern eine Sensitivitätsanalyse für einen der Schlüsselfaktoren im IFRS 9 Modell (d. h. zukunftsorientierte makroökonomische Variablen).
Die nachstehenden Tabellen enthalten die makroökonomischen Variablen (MEVs), die als zukunftsgerichtete Informationen im IFRS 9-Modell des Konzerns zum 30. Juni 2023 und zum 31. Dezember 2022 berücksichtigt wurden. Zu jedem Berichtszeitpunkt enthielten die Konsensdaten die neuesten makroökonomischen Entwicklungen und erforderten keine Overlays.
Angewandte zukunftsgerichtete Informationen
|
Zum Juni 2023¹ ² |
||
|
Jahr 1
|
Jahr 2
|
|
|
Rohstoffe - Gold |
1.948,85 |
1.972,20 |
|
Rohstoffe - WTI |
77,82 |
82,31 |
|
Credit - CDX Emerging Markets |
247,55 |
222,05 |
|
Credit - CDX High Yield |
486,44451 |
464,74 |
|
Credit - CDX IG |
78,74 |
76,23 |
|
Credit - High Yield Index |
4,71% |
4,38% |
|
Credit - ITX Europe 125 |
85,68 |
82,17 |
|
Equity - MSCI Asia |
1.279 |
1.290 |
|
Equity - Nikkei |
30.573 |
31.183 |
|
Equity - S&P500 |
4.178 |
4.215 |
|
BIP - Entwickelte Länder Asien |
5,07 % |
4,70 % |
|
BIP - Schwellenländer |
4,20 % |
4,05 % |
|
BIP - Eurozone |
0,44 % |
0,99 % |
|
BIP - Deutschland |
0,14 % |
1,27 % |
|
BIP - Italien |
0,73 % |
0,95 % |
|
BIP - USA |
1,02 % |
1,13 % |
|
Hauspreise - US CRE Index |
350,73 |
342,32 |
|
Arbeitslosigkeit - Eurozone |
6,77 % |
6,72 % |
|
Arbeitslosigkeit - Deutschland |
3,15 % |
3,28 % |
|
Arbeitslosigkeit - Italien |
8,09 % |
8,15 % |
|
Arbeitslosigkeit - Japan |
2,58 % |
2,47 % |
|
Arbeitslosigkeit - Spanien |
12,85 % |
12,46 % |
|
Arbeitslosigkeit - USA |
4,05 % |
4,51 % |
1 MEVs zum 27 Juni 2023
2 Jahr 1 entspricht dem zweiten Quartal 2023 bis ersten Quartal 2024, Jahr 2 entspricht dem zweiten Quartal 2024 bis zum ersten Quartal 2025
|
Zum Dezember 2022¹ ² |
||
|
Jahr 1
|
Jahr 2
|
|
|
Rohstoffe - Gold |
1.745,84 |
1.797,74 |
|
Rohstoffe - WTI |
90,19 |
88,79 |
|
Credit - CDX Emerging Markets |
260,99 |
239,03 |
|
Credit - CDX High Yield |
489,77 |
476,53 |
|
Credit - CDX IG |
85,33 |
84,94 |
|
Credit - High Yield Index |
4,46% |
4,31% |
|
Credit - ITX Europe 125 |
101,26 |
96,50 |
|
Equity - MSCI Asia |
1.178 |
1.176 |
|
Equity - Nikkei |
28.427 |
29.287 |
|
Equity - S&P500 |
3.933 |
4.011 |
|
BIP - Entwickelte Länder Asien |
3,95 % |
4,60 % |
|
BIP - Schwellenländer |
3,31 % |
3,94 % |
|
BIP - Eurozone |
0,87 % |
0,53 % |
|
BIP - Deutschland |
(0,26) % |
1,00 % |
|
BIP - Italien |
0,32 % |
0,68 % |
|
BIP - USA |
0,62 % |
0,61 % |
|
Hauspreise - US CRE Index |
352,41 |
343,97 |
|
Arbeitslosigkeit - Eurozone |
7,03 % |
7,15 % |
|
Arbeitslosigkeit - Deutschland |
3,22 % |
3,33 % |
|
Arbeitslosigkeit - Italien |
8,24 % |
8,53 % |
|
Arbeitslosigkeit - Japan |
2,56 % |
2,42 % |
|
Arbeitslosigkeit - Spanien |
13,06 % |
12,98 % |
|
Arbeitslosigkeit - USA |
4,05 % |
4,75 % |
1 MEVs per 12 Dezember 2022, die sich bis zum 30. Dezember 2022 nur unwesentlich verändert haben
2 Jahr 1 entspricht dem vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023, Jahr 2 entspricht dem vierten Quartal 2023 bis zum dritten Quartal 2024
Die Märkte für Gewerbeimmobilien (Commercial Real Estate - CRE) verspüren weiter Gegenwind aufgrund der Auswirkungen steigender Zinssätze, abnehmender Marktliquidität und der verschärften Kreditbedingungen, welche insbesondere den US-Büromarkt zusätzlich negativ beeinflussen. Die Kombination dieser Risikofaktoren führt zu einem höheren Refinanzierungsrisiko bei fällig werdenden Krediten, da Transaktionen angepasst werden müssen, um für eine Verlängerung in Frage zu kommen und angemessene Schuldendienstdeckung und Beleihungsausläufe (LTV) zu gewährleisten.
Das CRE-Portfolio der Gruppe besteht aus Finanzierungen/Kreditvergaben, bei denen es sich um Finanzierungen mit Regress und regresslose Finanzierungen in verschiedenen Bereichen der Gruppe und Kundensegmenten handelt. Während die genaue Definition des Begriffs "CRE-Risikoposition" subjektiv ist, umfasst das CRE-Portfolio der Gruppe Risikopositionen) unter den Kreditrisikokategorien nach Branchen, die unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen ausgewiesen werden und sich zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 auf 49,3 Mrd. € bzw. 48,0 Mrd. € beliefen. Weitere Details sind im Geschäftsbericht 2022 der Deutsche Bank (Risikobericht im kombinierten Management-Bericht) zu finden.
Risikopositionen, die unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen berichtet werden, bei welchen es sich um CRE-Finanzierungen mit Regress handelt, weisen ein grundsätzlich niedrigeres Risikoprofil auf, da sie in der Regel neben der grundpfandrechtlichen Besicherung vom Rückgriff auf kreditwürdige Unternehmen oder Einzelpersonen profitieren, wobei interne Ratings auf der Finanzkraft der haftenden Unternehmen/Einzelpersonen basieren. Die Risikopositionen reichen von besicherten Finanzierungen mit Regress an Immobiliengesellschaften, besicherten Finanzierungen mit Regress an Wealth Management-Kunden bis hin zu Finanzierungen an Privat- und Firmenkunden für Geschäfts- oder Gewerbeimmobilien.
Regresslose Finanzierungen unterliegen einem erhöhten Risiko, da die Rückzahlungsquellen in der Regel auf die Cashflows beschränkt sind, welche durch das finanzierte Objekt oder Objekte generiert werden, und die Refinanzierungsfähigkeit durch den zugrunde liegenden Immobilienwert und die durch diese Immobilien zum Zeitpunkt der Refinanzierung generierten Erträge eingeschränkt sein kann. Das Teilportfolio der unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen gemeldeten Risikopositionen, bei denen es sich um regresslose CRE-Finanzierungen handelt, belief sich zum 30. Juni 2023 auf 25,8 Mrd. € bzw. zum 31. Dezember 2022 auf 24,8 Mrd. €.
Nach der Definition der Deutschen Bank für regresslose CRE-Finanzierungen belief sich das gesamte regresslose Portfolio zum 30. Juni 2023 auf 40,1 Mrd. € und zum 31. Dezember 2022 38,9 Mrd. €, einschließlich nicht unter dem NACE-Industriesegment Grundstücks- und Wohnungswesen erfasster Risikopositionen. Diese Portfolios von regresslosen Finanzierungen sind in erster Linie in den Kerngeschäftsbereichen CRE der Investment Bank und der Corporate Bank enthalten, wobei weitere kleinere Portfolios in anderen Geschäftsbereichen hinzukommen.
Inmitten von Zinserhöhungen, die 2022 begonnen haben, und steigendem Druck auf den Immobilienmarkt arbeitet der Konzern proaktiv mit Kreditnehmern zusammen, um die anstehenden Fälligkeiten in dem Portfolio von regresslosen Finanzierungen anzugehen. Einer der wichtigsten Abmilderungseffekte für Refinanzierungsrisiken besteht weiterhin darin, dass die Deutsche Bank vor allem mit finanzstarken institutionellen Sponsoren zusammenarbeitet, welche in erheblichem Umfang Eigenkapital in die finanzierten Objekte investieren.
In den drei bzw. sechs Monaten, die am 30. Juni 2023 und 30. Juni 2022 endeten, betrugen die Wertberichtigungen für das regresslose CRE-Finanzierungsportfolio 109 Mio. € (2022: 20 Mio. €) bzw. 143 Mio. € (2022: 31 Mio. €). Zum 30. Juni 2023 waren 17% bzw. 5% der Engagements in Stufe 2 und Stufe 3, gegenüber 14% bzw. 4% zum 31. Dezember 2022.
Um ein umfassenderes Verständnis potenzieller Abwärtsrisiken zu erhalten, hat die Deutsche Bank einen strengen Stresstest für eine Teilgruppe des regresslosen CRE-Portfolios durchgeführt, deren Risiko höher eingeschätzt wird. Ausgenommen hiervon sind Teilgruppen wie Datenzentren und Sozialwohnungen, die durch andere Risikofaktoren beeinflusst werden. Dieses riskantere regresslose Portfolio belief sich zum 30. Juni 2023 auf 32,9 Mrd. € aus dem regresslosen Portfolio von insgesamt 40,1 Mrd. € nach der Definition der Deutschen Bank.
Das Finanzierungsportfolio ist nach Immobilientypen diversifiziert, wobei die größte Konzentration mit 41% im Bürobereich liegt, während auf Hospitality und Retail zum 30. Juni 2023 11% bzw. 9% entfallen, gegenüber 41%, 11% und 9% zum 31. Dezember 2022. Der gewichtete durchschnittliche Beleihungsauslauf (LTV) liegt zum 30 Juni 2023 bei etwa 63% in der Investmentbank, 52% in der Unternehmensbank und 58% in anderen Geschäftsbereichen, gegenüber 62%, 53% und 56% zum 31. Dezember 2022. Aus regionaler Sicht entfallen zum 30. Juni 2023 55% der regresslosen CRE-Finanzierung auf die USA, 37% auf Europa und 8% auf die APAC-Region, gegenüber 55%, 39% und 7% zum 31. Dezember 2022. Die Kreditvergabe konzentriert sich in erster Linie auf größere, institutionelle Qualitätsobjekte in liquideren Primärmärkten.
Zum 30. Juni 2023 prüfte der Konzern die Auswirkungen eines Stressszenarios für die mit höherem Risiko belasteten regresslosen CRE-Darlehen und konzentrierte sich auf Grundbesitzwerte. Im Stressszenario des Konzerns werden zusätzlich zum beobachteten Rückgang des Marktindex für jeden Immobilientyp zusätzliche Abschläge von 10-25% im Liquidationsfall angewandt. Basierend auf diesen Annahmen könnten im schwerwiegenden Stressszenario daher rund 800 Mio. € zusätzliche Wertberichtigungen über einen mehrjährigen Horizont eintreten, die einem Effekt von 16 Basispunkten auf das gesamte Kreditbuch entsprächen. Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Auftretens werden von der Entwicklung der CRE-Märkte, insbesondere in den USA, und von den risikopositionsspezifischen Grundlagen abhängen, die einem Kreditnehmer eine Refinanzierung ermöglichen. Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Stressszenario nur eine Schätzung ist und unterstellt, dass der Sponsor keine zusätzliche Unterstützung übernimmt, die sich reduzierend auf die tatsächlichen erwarteten Kreditverluste auswirken können.
Das Wohnimmobilien-Portfolio der Gruppe besteht hauptsächlich aus Immobilienkrediten privater Kunden, die regelmäßig getilgt werden und für die der Kunde in vollem Umfang persönlich haftet. Die meisten dieser Darlehen befinden sich in Deutschland, wo Immobilienkredite eine lange feste Laufzeit haben. Aktuelle Arbeitslosenquoten in Deutschland, Italien und Spanien sind stabil , so dass das das Risiko für Privatkunden nicht wesentlich ansteigt.
Wenn die Deutsche Bank Kreditnehmer ermittelt hat, bei denen sich die Kreditqualität verschlechtert hat oder voraussichtlich verschlechtern wird bis zu dem Punkt wo diese ein erhöhtes Ausfallrisiko / Verlust darstellen, wird der jeweilige Kreditnehmer auf die Überwachungsliste gesetzt und das Engagement in der Regel nach Stufe 2 übertragen. Die Deutsche Bank strebt an, diese Kreditnehmer rechtzeitig vor Eintritt eines Zahlungsausfalls zu identifizieren und ihre Frühwarnfunktionen weiter ausbauen, um die Identifizierung gefährdeter Kunden oder Portfolios zu unterstützen.
Um sicherzustellen, dass das ECL-Modell der Deutschen Bank im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2023 die Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld berücksichtigt, überprüfte der Konzern weiterhin neu auftretende Risiken, bewertete mögliche Ausgangs- und Abwärtseffekte und veranlasste Maßnahmen zur Steuerung der Strategie und Risikobereitschaft der Bank. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen gelangten zu dem Schluss, dass der Konzern angemessen für erwartete Kreditverluste zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 wertberichtigt war.
Die Ergebnisse der oben genannten Überprüfungen und die Entwicklung wichtiger Portfolioindikatoren werden regelmäßig im Credit Risk Portfolio Management Forum und im Group Risk Committee erörtert. Erforderlichenfalls werden Vorkehrungen und Maßnahmen zur Risikominderung getroffen. Die Ratings der Kunden werden regelmäßig überprüft, um den neuesten makroökonomischen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Kunden mit potenziell erheblichen Risiken werden auf die Überwachungsliste gesetzt (Stufe 2), Stundungsmaßnahmen können ausgehandelt werden und Kreditlimite und Besicherung werden überprüft. Insgesamt ist der Konzern der Auffassung, dass er auf der Grundlage seiner täglichen Risikomanagementtätigkeiten und regelmäßigen Überprüfungen neu auftretende Risiken angemessene Wertberichtungen gebildet hat.
Der Konzern überprüft regelmäßig die IFRS 9 Methoden und Prozesse, die wichtigsten Einflussgrößen in die ECL-Berechnung und erörtert anstehende Modeländerungen, mögliche Modellungenauigkeiten oder andere Bewertungsunsicherheiten, z.B. im makroökonomischen Umfeld, um festzustellen, ob wesentliche Overlays erforderlich sind. Zum 30. Juni 2023 wurden in der Gruppe keine zusätzlichen Abwärtsrisiken oder Modellungenauigkeiten identifiziert, die nicht im IFRS 9 ECL-Modell enthalten waren und für die ein zusätzliches Overlay erforderlich wäre, welches über das bestehende 92 Mio. € Overlay in Bezug zur neuen Ausfalldefinition, wie im Geschäftsbericht 2022 veröffentlicht, hinausgehen.
Modellsensitivität
Der Konzern hat drei wesentliche im IFRS 9-Modell enthaltene Annahmen für das Modell ermittelt. Dazu gehören zukunftsorientierte makroökonomische Variablen, die quantitativen Kriterien für die Bestimmung, ob ein Kreditnehmer eine erhebliche Erhöhung des Kreditrisikos erlitten und in Stufe 2 übertragen wurde, und die Festsetzung der Verlustquoten (LGD) in den homogenen Portfolios in Stufe 3. Im Folgenden analysiert die Bank die möglichen Auswirkungen, wenn diese im ECL-Modell zugrunde gelegten Annahmen von den Basiserwartungen der Bank abweichen sollten. Die Sensibilität der quantitativen Kriterien für die Feststellung, ob ein Kreditnehmer ein erhebliches Kreditrisiko erlitten und in Stufe 2 übertragen wurde, und die Verlustquote bei Ausfall (LGD) homogener Portfolios in Stufe 3 haben sich gegenüber den im Geschäftsbericht 2022 angegebenen Beträgen nicht wesentlich verändert.
Makroökonomische Variablen
Die Sensitivität des ECL-Models in Bezug auf potenzielle Änderungen der Prognosewerte für die wichtigsten MEVs ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt, welche Auswirkungen auf den ECL für die Stufen 1 und 2 von Sigma-Abwärts- und Aufwärtsverschiebungen für relevante Gruppen von MEVs zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 auflistet. Eine Sigma-Verschiebung ist eine Standardabweichung, die in Statistiken und Wahrscheinlichkeitsberechnungen verwendet wird und ein Maß für die Streuung der Werte einer zufälligen Variablen ist. Jede dieser Gruppen besteht aus MEVs der gleichen Kategorie:
| • |
BIP-Wachstumsraten: umfasst USA, Eurozone, Deutschland, Italien, Asien, Schwellenländer |
| • |
Arbeitslosenquoten: umfasst USA, Eurozone, Deutschland, Italien, Japan, Spanien |
| • |
Aktienindizes: S&P500, Nikkei, MSCI Asien |
| • |
Credit Spreads: ITX Europe 125, High Yield Index, CDX IG, CDX High Yield, CDX Emerging Markets |
| • |
Immobilienpreise: Preisindex für Gewerbeimmobilien |
| • |
Rohstoffpreise: WTI-Ölpreis, Goldpreis |
Auch wenn Zinssätze und Inflation in den vorgenannten MEV nicht separat berücksichtigt wurden, spiegeln sich die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Risiken in anderen makroökonomischen Variablen wie BIP-Wachstumsraten, Arbeitslosigkeit, Aktien und Risikoprämien angemessen wider. Höhere Zinssätze und Inflation schwächen diese Prognosen ab und fließen in das ECL-Modell und in die nachfolgenden Sensitivitätsanalysen ein.
Darüber hinaus enthält die Sensitivitätsanalyse nur die Auswirkungen der aggregierten MEV-Gruppe (d. h. eine potenzielle Korrelation zwischen verschiedenen MEV-Gruppen oder die Auswirkungen der Management Overlays werden nicht berücksichtigt). ECL für Stufe 3 wird nicht berührt und in den folgenden Tabellen nicht berücksichtigt, da ihre Berechnung von den makroökonomischen Szenarien unabhängig ist.
Die Sensitivitätswirkung ist zum 30. Juni 2023 gegenüber dem 31. Dezember 2022 geringfügig niedriger, aufgrund von Portfolioänderungen und geringfügigen Verbesserungen der MEV-Basisprognosen, auf die sich die Analysen stützten.
IFRS 9 - Sensitivitäten von zukunftsgerichteten Informationen - Gruppenebene
|
30.6.2023 |
||||
|
Aufwärtssensitivität |
Abwärtssensitivität |
|||
|
Aufwärts-
|
ECL Auswirkung in Mio. € |
Abwärts-
|
ECL Auswirkung in Mio. € |
|
|
BIP-Wachstumsraten |
1pp |
-80,7 |
-1pp |
98,7 |
|
Arbeitslosenquoten |
-0,5pp |
-41,7 |
0,5pp |
56,0 |
|
Immobilien |
5% |
-5,9 |
-5% |
6,2 |
|
Aktien |
10% |
-13,1 |
-10% |
17,5 |
|
Kreditspreads |
-40% |
-33,5 |
40% |
39,6 |
|
Rohstoffe¹ |
10% |
-12,7 |
-10% |
13,6 |
¹ Hier gilt das Vorzeichen der Verschiebung für Ölpreisänderungen. Goldpreisänderungen haben das entgegengesetzte Vorzeichen
|
31.12.2022 |
||||
|
Aufwärtssensitivität |
Abwärtssensitivität |
|||
|
Aufwärts-
|
ECL Auswirkung in Mio. € |
Abwärts-
|
ECL Auswirkung in Mio. € |
|
|
BIP-Wachstumsraten |
1pp |
-83,3 |
-1pp |
101,4 |
|
Arbeitslosenquoten |
-0,5pp |
-40,8 |
0,5pp |
58,0 |
|
Immobilien |
5% |
-5,6 |
-5% |
6,0 |
|
Aktien |
10% |
-15,8 |
-10% |
19,6 |
|
Kreditspreads |
-40% |
-37,9 |
40% |
42,6 |
|
Rohstoffe¹ |
10% |
-14,8 |
-10% |
15,6 |
¹ Hier gilt das Vorzeichen der Verschiebung für Ölpreisänderungen. Goldpreisänderungen haben das entgegengesetzte Vorzeichen
Im ersten Halbjahr 2023 betrug die Risikovorsorge für Kreditverluste 773 Mio. €, welche über den im selben Zeitraum im Jahr 2022 verzeichneten 525 Mio. € lag und hauptsächlich von der Private Bank getrieben wurde, welche Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 414 Mio. € verbucht hatte. Dies umfasst zwei außergewöhnliche Ereignisse in der Stufe 3 in der Internationalen Privatkundenbank in Höhe von insgesamt 118 Mio. €, die im ersten Quartal 2023 eintraten.
Im zweiten Quartal wies der Konzern eine Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 401 Mio. € aus, die deutlich über den 233 Mio. € im zweiten Quartal 2022 lag. Der Quartalsanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum war hauptsächlich auf ein höheres Wertberichtigungsniveau in allen Geschäftsbereichen in einem ungünstigeren makroökonomischen Umfeld zurückzuführen, wobei Commercial Real Estate als wesentlicher Treiber in der Investmentbank und das Geschäft mit deutschen Midcap-Unternehmen für die Unternehmensbank zu nennen sind, während die Privatkundenbankwieder auf ein eher normalisiertes Wertberichtigungsniveau zurückkehrte.
Die Wertberichtigungen in Stufe 1 und Stufe 2 stiegen im zweiten Quartal 2023 um 63 Mio. € gegenüber 52 Mio. €, die im selben Zeitraum im Jahr 2022 verzeichnet wurden, was durch Portfolio- und Ratingänderungen insbesondere bei der Investmentbank bedingt war, hauptsächlich in CRE.
Die Risikovorsorge für Kreditverluste in Stufe 3 stiegen im zweiten Quartal 2023 auf 338 Mio. € gegenüber 181 Mio. € für den gleichen Zeitraum im Jahr 2022. Dies war in erster Linie auf eine erhöhte Anzahl von Wertminderungsereignissen in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen ist, bei denen Commercial Real Estate als wesentlicher Treiber in der Investmentbank fungierte, während die Unternehmensbank hauptsächlich von höheren Wertberichtigungen im Geschäft mit deutschen Midcap-Kunden in mehreren Sektoren betroffen war.
Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die Unternehmensbank Wertberichtigungen in Höhe von 117 Mio. € gegenüber 56 Mio. € im zweiten Quartal 2022. Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die Investmentbank Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 141 Mio. € gegenüber 72 Mio. € im zweiten Quartal 2022. Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die Privatkundenbank eine Risikovorsorge für Kreditverluste in Höhe von 147 Mio. € gegenüber 96 Mio. €, die im zweiten Quartal 2022 ausgewiesen wurde und von Portfolioverkäufen profitierte.
Wie bereits im Geschäftsbericht 2022 veröffentlicht, hat die Deutsche Bank nur begrenze Risikopositionen gegenüber Russland. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Gesamtrisiken in Russland, einschließlich täglich fälliger Einlagen bei der russischen Zentralbank in Höhe von 0,7 Mrd. € zum 30. Juni 2023 (0,8 Mrd. € zum 31. Dezember 2022) und anderer Forderungen, die nach IFRS 9 Wertminderungen unterliegen, sowie die korrespondierende Risikovorsorge nach Stufen zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022.
Überblick über die Gesamtrisiken und Risikovorsorgen nach Stufen der Risikovorsorge
|
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|||||
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in Mio. € |
Bruttobuchwert |
Risikovorsorge 1 |
Insgesamte Sicherheiten und Garantien |
Bruttobuchwert |
Risikovorsorge 1 |
Insgesamte Sicherheiten und Garantien |
|
Stufe 1 |
105 |
0 |
59 |
209 |
0 |
59 |
|
Stufe 2 |
1.032 |
6 |
435 |
1.182 |
10 |
375 |
|
Stufe 3 |
277 |
46 |
106 |
336 |
68 |
152 |
|
Insgesamt |
1.414 |
53 |
599 |
1.726 |
79 |
586 |
1 Die Position Risikovorsorge beinhaltet keine Länderwertberichtigung, in Höhe von 3 Mio. € zum 30. Juni 2023 bzw. 11 Mio. € zum 31. Dezember 2022
Der Bruttobuchwert in Höhe von 1,4 Mrd. €, beinhaltet unter anderem 0,7 Mrd. € Kreditrisiko, 37 Mio. € ungezogene Zusagen, 0,7 Mrd. € unbesicherte Sichteinlagen in Rubel bei der russischen Zentralbank (zum 30. Juni 2023 unverändert in Stufe 2 ausgewiesen); die verbleibende unbesicherte Bruttoposition, ausgenommen die ungesicherte Sichteinlage in Rubel bei der russischen Zentralbank, betrifft im Wesentlichen Kredite mit größeren russischen Unternehmen.
Der Geschäfts- oder Firmenwert, sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter und mit begrenzter Nutzungsdauer werden jährlich im vierten Quartal oder häufiger auf Wertminderung überprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert wertgemindert sein könnte. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) auf Werthaltigkeit überprüft. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden ebenfalls auf Ebene der ZGE getestet, da sie typischerweise keine Mittelzuflüsse generieren, die unabhängig von denen anderer Vermögenswerte sind. Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes getestet.
Zum 30. Juni 2023 wurde eine Analyse durchgeführt, um festzustellen, ob für den Konzern ein Wertminderungsaufwand für den der ZGE Asset Management zugewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert oder die Vermögensverwaltungsverträge im Publikumsfondsgeschäft, die unter den nicht abzuschreibenden sonstigen immateriellen Vermögenswerten der ZGE Asset Management ausgewiesen sind, erfasst werden musste. Diese Analyse ergab keinen Hinweis auf eine Wertminderung der beiden Vermögenswerte.
In der Bilanz werden die zum Verkauf bestimmten langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen unter den Sonstigen Aktiva und Sonstigen Passiva ausgewiesen. Dieser Abschnitt erläutert die Art der zum Verkauf bestimmten langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und deren finanzielle Auswirkungen zum 30. Juni 2023.
Die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte betrugen zum 30. Juni 2023 insgesamt 13 Mio € (31. Dezember 2022: 40 Mio €) und die Veräußerungsgruppen enthielten zum 30. Juni 2023 und 31. Dezember 2022 Verbindlichkeiten in Höhe von 220 Mio € und 208 Mio €. Zum 30. Juni 2023 gab es für die abgelaufenen drei und sechs Monate keine unrealisierten Gewinne oder Verluste (31. Dezember 2022: 0 Mio. €), die im Zusammenhang mit den zum Verkauf bestimmten langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen direkt in der kumulierten sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung auszuweisen wären.
Der Konzern wies zum 30. Juni 2023 in seiner Bilanz Rückstellungen in Höhe von 2,8 Mrd. € (31. Dezember 2022: 2,4 Mrd. €) aus. Diese betreffen operationelle Risiken, Zivilverfahren, aufsichtsbehördliche Verfahren, Restrukturierungen, Wertminderungen für Kreditausfälle für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft und Sonstige, einschließlich Bankenabgaben. Im Folgenden werden die Rückstellungen zum 30. Juni 2023 für Zivilverfahren und aufsichtsbehördliche Verfahren beschrieben, die in den Anhangangaben zur Restrukturierung und zu Wertminderungen für Kreditausfälle in diesem Zwischenbericht enthalten sind. Einzelheiten zu den Rückstellungen der Bank zum 31. Dezember 2022 sind im Geschäftsbericht 2022 der Deutschen Bank in Anhangangabe 10 "Restrukturierung", Anhangangabe 19 "Wertminderungen für Kreditausfälle" und Anhangangabe 27 "Rückstellungen" enthalten.
Zivilverfahren und aufsichtsbehördliche Verfahren
In den Rückstellungen zum 30. Juni 2023 enthalten sind Rückstellungen für Zivilverfahren in Höhe von 0,9 Mrd. € (31. Dezember 2022: 0,6 Mrd. €) und für aufsichtsbehördliche Verfahren in Höhe von 0,6 Mrd. € (31. Dezember 2022: 0,6 Mrd. €). Für bestimmte Fälle, bei denen der Konzern einen Mittelabfluss für wahrscheinlich hält, wurden keine Rückstellungen berücksichtigt, da der Konzern die Höhe des potenziellen Mittelabflusses nicht zuverlässig einschätzen konnte.
Der Posten "Sachaufwand und sonstiger Aufwand" beinhaltet Aufwendungen für Zivilverfahren und aufsichtsbehördliche Verfahren in Höhe von 395 Mio. € für das zweite Quartal zum 30. Juni 2023 (zweites Quartal zum 30. Juni 2022: 116 Mio. €) und von 461 Mio. € im ersten Halbjahr zum 30. Juni 2023 (erstes Halbjahr zum 30. Juni 2022: 142 Mio. €).
Der Anstieg der Rückstellungen in der ersten Jahreshälfte 2023 ist in erster Linie auf einige schon länger bestehende Fälle zurückzuführen, die im zweiten Quartal beigelegt wurden. Zu diesen Fällen zählen ein Vergleich in einer von Opfern von Jeffrey Epstein eingereichten Sammelklage in Höhe von 75 Mio. US-$ sowie ein Vergleich in Höhe einer nicht bekannt gegebenen Summe zu einer Klage vor dem einzelstaatlichen Gericht in Kalifornien, die sich aus der Rolle der Bank als Arrangeur eines nachrangig besicherten Darlehens an die SunEdison, Inc. ergab.
Wie in Anhangangabe 27 "Rückstellungen" im Geschäftsbericht 2022 erläutert, haben einige Kunden der Deutsche Bank Polska S.A. seit dem Jahr 2016 vorgebracht, dass ihre Fremdwährungshypothekendarlehen unfaire Klauseln beinhalten und nicht wirksam seien. Diese Kunden haben Erstattung der angeblich zu viel gezahlten Beträge im Rahmen dieser Verträge in einer Gesamtsumme von über 487 Mio. € gefordert, und es sind insgesamt nahezu 3.900 Zivilverfahren vor den polnischen Gerichten in dieser Sache anhängig. Im zweiten Quartal 2023 kam es zu einer Verschlechterung des Risikoprofils im Hinblick auf das polnische Hypothekenportfolio in Fremdwährung, insbesondere infolge einer nachteiligen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs am 15. Juni 2023, die sich allgemein auf den polnischen Bankensektor auswirkte. Infolgedessen wurde die Rückstellung für diesen Fall im zweiten Quartal um 101 Mio. € und im ersten Halbjahr zum 30. Juni 2023 um 114 Mio. € auf insgesamt 391 Mio. € erhöht.
Am 6. Juli 2021 wurden die Bank und mehrere Konzerngesellschaften als Beklagte in einem Zivilverfahren vor dem U.S. District Court for the Southern District of Florida benannt, in dem behauptet wird, dass die Beklagten eine Absprache, die von bestimmten Bankkunden in Bezug auf ein Immobilienentwicklungsprojekt in Florida getroffen wurde, ermöglicht beziehungsweise auf fahrlässige Weise nicht entdeckt haben. Die Klage wurde von den Liquidatoren, die für diese Kundenunternehmen bestellt waren, eingereicht. Es kam im April 2023 zu einem Verfahren, aus dem ein nachteiliges Urteil durch die Jury in Höhe von 95 Mio. US-$ resultierte. Die Bank hat daraufhin einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung von Rechts wegen und einen Antrag auf Eröffnung eines neuen Verfahrens gestellt. Beide Anträge sind anhängig. Der Konzern hat nicht offengelegt, ob er für diesen Fall eine Rückstellung gebildet oder eine Eventualverbindlichkeit ausgewiesen hat, da nach seinem Dafürhalten damit zu rechnen ist, dass eine solche Offenlegung den Ausgang des Verfahrens erheblich beeinflussen wird.
Am 19. Juli 2023 haben die Deutsche Bank, die Deutsche Bank AG New York Branch, die DB USA Corporation, die Deutsche Bank Trust Company Americas und die DWS USA Corporation eine Anordnung im Vergleichsweg ("Consent Order") der Federal Reserve akzeptiert und eine schriftliche Vereinbarung mit der Federal Reserve geschlossen, im Rahmen derer zuvor bekannt gemachte regulatorische Diskussionen über die Einhaltung früherer Consent Order und Vergleiche im Zusammenhang mit (i) Sanktionen und Embargos sowie (ii) der Einhaltung von AML-Vorschriften und (iii) zu Abhilfemaßnahmen und Verpflichtungen im Zusammenhang mit Fragen des Risikomanagements beigelegt werden. Die Consent Order bezieht sich auf die unzureichende und verzögerte Umsetzung von Verpflichtungen betreffend Sanktionen und Embargos sowie Verpflichtungen zur Verbesserung der AML-Kontrollen, die die Bank im Zusammenhang mit früheren Consent Ordern der Federal Reserve vom 4. November 2015 bzw. 26. Mai 2017 abgebeben abgeben hatte.
In der schriftlichen Vereinbarung werden verschiedene Mängel in den Bereichen Governance, Risikomanagement und interne Kontrollen in den US-Geschäftsbereichen der Bank adressiert und festgestellt, dass die Bank weitere Verbesserungen vornehmen muss. Die Consent Order verpflichtet die Bank zur Zahlung einer zivilrechtlichen Geldbuße in Höhe von 186 Mio. US-Dollar, einschließlich 140 Mio. US-Dollar für die mutmaßlichen Verstöße aus Verpflichtungen aus den früheren Consent Ordern (i) in Bezug auf Sanktionen und Embargos und (ii) in Bezug auf die Verbesserung der AML-Kontrollen. Darüber hinaus beinhaltet die Consent Order eine gesonderte Geldbuße in Höhe von 46 Mio. US-Dollar für unsichere oder unsolide Praktiken, im Hinblick auf den Umgang der Bank mit ihrer historischen Korrespondenzbankbeziehung mit der Danske Bank Estonia, die im Oktober 2015 beendet wurde. Die schriftliche Vereinbarung enthält keine zivilrechtliche Geldbuße. Sowohl die Consent Order als auch die schriftliche Vereinbarung beinhalten bestimmte Abhilfe- und Berichtsverpflichtungen in der Zeit nach dem Vergleich.
Für die Verfahren der Bank, bei denen eine verlässliche Schätzung möglich ist, schätzt der Konzern derzeit, dass sich zum 30. Juni 2023 die zukünftigen Verluste, deren Eintritt nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist, bei zivilrechtlichen Verfahren auf insgesamt rund 2,0 Mrd. € (31. Dezember 2022: 1,8 Mrd. €) und bei aufsichtsbehördlichen Verfahren auf rund 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2022: 0,1 Mrd. €) belaufen. In diesen Beträgen sind auch die Verfahren berücksichtigt, bei denen der Konzern möglicherweise gesamtschuldnerisch haftet beziehungsweise erwartet, dass eine solche Haftung von Drittparteien übernommen wird.
Bei anderen signifikanten Zivilverfahren und aufsichtsbehördlichen Verfahren nimmt der Konzern an, dass ein Mittelabfluss zwar nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich ist, seine Höhe jedoch nicht zuverlässig einzuschätzen ist, sodass diese Fälle in der Schätzung der Eventualverbindlichkeiten nicht berücksichtigt sind. Bei wiederum anderen signifikanten Zivilverfahren und aufsichtsbehördlichen Verfahren geht der Konzern davon aus, dass die Möglichkeit eines Mittelabflusses nicht ausgeschlossen ist, und hat daher weder eine Rückstellung gebildet noch diese Fälle bei der Schätzung der Eventualverbindlichkeiten berücksichtigt.
Weitere Einzelheiten zu Zivilverfahren und aufsichtsbehördlichen Verfahren oder Fallgruppen (einige bestehen aus einer Reihe von Verfahren oder Ansprüchen), für die der Konzern wesentliche Rückstellungen gebildet hat oder für die es wesentliche Eventualverbindlichkeiten gibt, die mehr als unwahrscheinlich sind oder für die die Möglichkeit eines wesentlichen Geschäfts- oder Reputationsrisikos besteht, können Anhangangabe 27 "Rückstellungen" im Geschäftsbericht 2022 der Deutschen Bank im Abschnitt "Laufende Einzelverfahren" entnommen werden. Zu den offengelegten Sachverhalten gehören Sachverhalte, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts mehr als gering ist, für die der Konzern jedoch den möglichen Verlust nicht zuverlässig schätzen kann.
Der Konzern erteilt generell unwiderrufliche Kreditzusagen, unter anderem auch Fronting Commitments. Ebenfalls übernimmt der Konzern im Auftrag seiner Kunden ausleihebezogene Eventualverbindlichkeiten, die sich aus Finanz- und Vertragserfüllungsbürgschaften, Akkreditiven und Kredithaftungen zusammensetzen. Gemäß diesen Verträgen ist der Konzern verpflichtet, entweder einer Vereinbarung entsprechend zu handeln oder Zahlungen an einen Begünstigten zu leisten, wenn ein Dritter seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Der Konzern weiß nicht im Detail, ob, wann und in welcher Höhe eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen erfolgt. Für den Fall, dass der Konzern Zahlungen an einen Begünstigten von Fronting Commitments zu leisten hat, würde der Konzern sofort seine Rückgriffforderung an die anderen Kreditgeber des Konsortiums stellen. Die oben genannten Verträge werden jedoch berücksichtigt, indem der Konzern das Kreditrisiko überwacht. Zudem verlangt er gegebenenfalls Sicherheiten, um inhärente Kreditrisiken zu reduzieren. Ergeben sich aus der Überwachung des Kreditrisikos hinreichende Erkenntnisse, dass ein Verlust aus einer Inanspruchnahme zu erwarten ist, wird eine Rückstellung gebildet und in der Bilanz ausgewiesen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die unwiderruflichen Kreditzusagen, die widerruflichen Kreditzusagen und ausleihebezogenen Eventualverbindlichkeiten ohne Berücksichtigung von Sicherheiten und in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen. Außerdem sind in der Tabelle die Maximalbeträge enthalten, die vom Konzern zu zahlen wären, falls alle diese Verpflichtungen erfüllt werden müssten. Die Tabelle bildet nicht die zukünftig aus diesen Verpflichtungen zu erwartenden Zahlungsabflüsse ab, da viele auslaufen, ohne dass sie in Anspruch genommen werden. Die Inanspruchnahmen, die durch die Auftraggeber oder Erlöse aus der Sicherheitenverwertung ausgeglichen werden, sind ebenfalls nicht in der Tabelle enthalten.
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Unwiderrufliche Kreditzusagen |
204.363 |
202.595 |
|
Widerrufliche Kreditzusagen |
50.319 |
48.425 |
|
Eventualverbindlichkeiten |
62.824 |
67.214 |
|
Insgesamt |
317.505 |
318.234 |
Die sonstigen Zahlungsverpflichtungen und sonstige Eventualverbindlichkeiten ohne Berücksichtigung von Sicherheiten und in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 75,2 Mio. € und zum 31. Dezember 2022 auf 73,0 Mio. €. Dies Zahl berücksichtigt die Maximalbeträge, die vom Konzern zu zahlen wären, falls alle diese Verpflichtungen erfüllt werden müssten. Daher bildet sie nicht die zukünftig aus diesen Verpflichtungen zu erwartenden Zahlungsabflüsse ab, da viele auslaufen, ohne dass sie in Anspruch genommen werden. Die Inanspruchnahmen, die durch die Auftraggeber oder Erlöse aus der Sicherheitenverwertung ausgeglichen werden, wird ebenfalls reflektiert.
Unwiderrufliche Zahlungsverpflichtungen hinsichtlich der Bankenabgabe zur Sanierung und Abwicklung von Finanzinstituten (EU-Richtlinie), des Einheitlichen Abwicklungsfonds (SRF) und der deutschen Einlagensicherung beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 1,4 Mrd. € und zum 31. Dezember 2022 auf 1,3 Mrd. €.
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Vorrangige Verbindlichkeiten: |
||
|
Anleihen und Schuldverschreibungen |
||
|
Mit fester Verzinsung |
73.541 |
63.986 |
|
Mit variabler Verzinsung |
7.441 |
14.571 |
|
Sonstige |
30.069 |
41.588 |
|
Nachrangige Verbindlichkeiten: |
||
|
Anleihen und Schuldverschreibungen |
||
|
Mit fester Verzinsung |
11.082 |
9.644 |
|
Mit variabler Verzinsung |
0 |
1.491 |
|
Sonstige |
189 |
245 |
|
Summe der langfristigen Verbindlichkeiten |
122.323 |
131.525 |
|
in Mio. |
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Ausgegebene Stammaktien |
2.040,2 |
2.066,8 |
|
Eigene Aktien im Bestand |
4,6 |
28,9 |
|
Davon: |
||
|
Aktienrückkaufprogramm |
4,6 |
28,9 |
|
Sonstige Bestände |
0,0 |
0,0 |
|
Ausstehende Stammaktien |
2.035,6 |
2.037,8 |
Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die andere mittelbar oder unmittelbar kontrolliert oder maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Dritten des Konzerns gehören:
| • |
Personen in Schlüsselpositionen, deren nahe Familienangehörige sowie Gesellschaften, die von diesen Personen oder deren nahen Familienangehörigen kontrolliert oder maßgeblich beeinflusst werden oder an denen dieser Personenkreis bedeutende Stimmrechte hält, |
| • |
Tochtergesellschaften, Joint Ventures und assoziierte Unternehmen und deren jeweilige Tochterunternehmen und |
| • |
Pensionspläne für Deutsche Bank-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Anspruch genommen werden. |
Personen in Schlüsselpositionen sind Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Deutsche Bank Konzerns direkt oder indirekt zuständig und verantwortlich sind. Der Konzern zählt die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Muttergesellschaft in seiner aktuellen Aufstellung für Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen. Zum 30. Juni 2023 hat der Konzern Kredite und Zusagen in Höhe von 5 Mio € an Personen in Schlüsselpositionen vergeben und Einlagen in Höhe von 15 Mio € von Personen in Schlüsselpositionen erhalten. Zum 31. Dezember 2022 betrugen die Kredite und Zusagen an Personen in Schlüsselpositionen 5 Mio € und die Einlagen von Personen in Schlüsselpositionen 8 Mio € Daneben bietet der Konzern Personen in Schlüsselpositionen und ihren nahen Familienangehörigen Bankdienstleistungen wie zum Beispiel Zahlungsverkehrs- und Kontoführungsdienstleistungen sowie Anlageberatung an.
Geschäfte zwischen der Deutschen Bank AG und deren Tochtergesellschaften gelten als Geschäfte mit nahestehenden Dritten. Sofern diese Transaktionen bei der Konsolidierung eliminiert werden, werden sie nicht als Geschäfte mit nahestehenden Dritten offengelegt. Geschäfte zwischen dem Konzern und seinen assoziierten und gemeinschaftlich geführten Unternehmen und deren jeweiligen Tochterunternehmen gelten ebenfalls als Geschäfte mit nahestehenden Dritten.
Geschäfte für Tochtergesellschaften, Joint Ventures und assoziierte Unternehmen werden in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst dargestellt, da diese einzeln nicht wesentlich sind.
Kredite
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Bestand am Jahresanfang |
119 |
153 |
|
Nettoveränderung der Forderungen aus dem Kreditgeschäft im Berichtszeitraum |
−72 |
−34 |
|
Veränderung des Konsolidierungskreises |
0 |
0 |
|
Wechselkursveränderungen/Sonstige |
22 |
0 |
|
Forderungen aus dem Kreditgeschäft, Endbestand 1 |
70 |
119 |
|
Sonstige kreditrisikobehaftete Transaktionen: |
||
|
Wertberichtigungsbestand für Kreditausfälle |
1 |
0 |
|
Wertberichtigungen für Kreditausfälle |
0 |
0 |
|
Garantien und sonstige Verpflichtungen |
3 |
5 |
1 Zum 30. Juni 2023 waren 0 Mio € dieser Forderungen überfällig (2022: 0 Mio €) Für die Forderungen aus dem Kreditgeschäft hielt der Konzern zum 30. Juni 2023 Sicherheiten in Höhe von 0 Mio € (2022: 0 Mio €)
Einlagen
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Bestand am Jahresanfang |
31 |
63 |
|
Netto-Einlagenbewegungen während des Berichtszeitraums |
−3 |
−32 |
|
Veränderung des Konsolidierungskreises |
0 |
0 |
|
Wechselkursveränderungen/Sonstige |
0 |
0 |
|
Bestand am Jahresende |
28 |
31 |
Zum 30. Juni 2023 bestanden Handelsaktiva und positive Marktwertsalden aus derivativen Finanztransaktionen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 12 Mio € (31. Dezember 2022: 3 Mio €). Zum 30. Juni 2023 bestanden Handelspassiva und negative Marktwertsalden aus derivativen Finanztransaktionen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von 0 Mio € (31. Dezember 2022: 0 Mio. €).
Sonstige Vermögenswerte im Zusammenhang mit Transaktionen mit assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 2 Mio. € (31. Dezember 2022: 33 Mio. €). Sonstige Verpflichtungen im Zusammenhang mit Transaktionen mit assoziierten Unternehmen beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf 4 Mio. € (31. Dezember 2022: 3 Mio €).
Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen zu einer Reihe seiner Versorgungseinrichtungen für Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen, für die er Finanzdienstleistungen einschließlich der Vermögensanlage erbringt. Diese Versorgungseinrichtungen können Aktien oder Wertpapiere der Deutschen Bank AG halten oder mit diesen handeln. Zum 30. Juni 2023 waren die Geschäfte mit diesen Versorgungseinrichtungen für den Konzern nicht wesentlich.
Zum 30. Juni 2023 hat die Deutsche Bank die Umstellung der verbleibenden Transaktionen, die an den USD-LIBOR gebunden sind, im Wesentlichen abgeschlossen. Alle Positionen, die zuvor auf GBP LIBOR, CHF LIBOR, JPY LIBOR, EUR LIBOR, EONIA und die Anfang 2022 ausgelaufenen USD LIBOR-Inhalte verweisen, wurden auf einen alternativen Referenzzinssatz umgestellt.
Das Bankpanel zur Bestimmung des USD-LIBOR wurde mit dem 30. Juni 2023 endgültig eingestellt. Bestimmte kurzfristige US-Dollar LIBOR-Einstellungen werden jedoch weiterhin unter Verwendung einer synthetischen Methodik bis September 2024 veröffentlicht. Bei Fälligkeiten nach dem 30. Juni 2023 beläuft sich das mit den Gegebenheiten des synthetischen USD-LIBOR verbundene Risiko der Finanzinstrumente der Deutschen Bank auf 28 Mrd. €, hauptsächlich im Zusammenhang mit Darlehen und außerbilanziellen Positionen. Das verbleibende USD-LIBOR-Engagement nach Juni 2023 bezieht sich auf Positionen, die vorübergehend das letzte verfügbare LIBOR-Fixing oder den synthetischen LIBOR nutzen, um den Übergang abzuschließen. Diese Positionen werden genau überwacht und sind auf dem Weg der Umstellung.
IBOR-Reform
|
31.12.2022 |
|
|
in Mio. € |
USD LIBOR |
|
Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte |
33.862 |
|
Einlagen |
31.416 |
|
Sonstige |
2.445 |
|
Derivative finanzielle Vermögenswerte |
3.062.368 |
|
Finanzielle Vermögenswerte insgesamt |
3.096.230 |
|
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
8.666 |
|
Anleihen (variabel verzinslich) |
7.731 |
|
Einlagen |
728 |
|
Sonstige |
207 |
|
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
2.835.216 |
|
Finanzielle Verbindlichkeiten insgesamt |
2.843.883 |
|
Außerbilanzielle Verpflichtungen |
34.914 |
Am 12. Juli 2023 gab die Privatkundenbank eine neue Struktur für die Organisation und eine neue Zusammensetzung ihres Executive Committees bekannt. Die Umsetzung der neuen Struktur wird erwartungsgemäß zu Änderungen an der Darstellung der segmentspezifischen Ergebnisse im Jahr 2024 führen.
Wir haben den Konzernzwischenabschluss der Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Eschborn/Frankfurt am Main, 26. Juli 2023
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Lösken Mai
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 24. Juli 2023
|
|
|
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Christian Sewing |
James von Moltke |
Karl von Rohr |
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|
Fabrizio Campelli |
Bernd Leukert |
Alexander von zur Mühlen |
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Claudio de Sanctis |
Rebecca Short |
Stefan Simon |
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Olivier Vigneron |
Dieses Dokument und auch andere Dokumente, die der Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Diese Messgrößen sind Kennzahlen des bisherigen oder zukünftigen Erfolgs, der Vermögenslage oder der Cashflows des Konzerns, die, je nach Sachverhalt, durch Eliminierung oder Berücksichtigung bestimmter eingeschlossener oder ausgeschlossener Beträge im Vergleich zu den am ehesten vergleichbaren und gemäß IFRS ermittelten und ausgewiesenen Größen im Konzernabschluss angepasst werden.
Der Konzern berichtet die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital) und die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital), von denen jede eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße darstellt.
Die Eigenkapitalrenditen nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen Eigenkapital und durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) werden jeweils als prozentualer Anteil des den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnisses nach Abzug der Additional Tier 1 Kupons am durchschnittlichen Eigenkapital und durchschnittlichen materiellen Eigenkapital ermittelt.
Das den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis nach Abzug der Additional Tier 1 Kupon-Zahlungen auf Segmentebene ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und ist definiert als Konzernergebnis ohne das den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbare Konzernergebnis und nach Abzug der Additional Tier1 Kupon-Zahlungen, die den Segmenten entsprechend dem ihnen allokierten durchschnittlichen materiellen Eigenkapital zugerechnet werden. Auf Konzernebene spiegelt es die berichtete effektive Steuerquote des Konzerns wider. Diese belief sich für das zweite Quartal 2023 auf 33% (zweites Quartal 2022: 22%). Für die ersten sechs Monate 2023 belief sich die berichtete effektive Steuerquote auf 31% (erste sechs Monate 2022: 24%). Für die Segmente belief sich die verwendete Steuerquote für 2023 und für alle Berichtsperioden in 2022 auf 28%.
Das materielle Eigenkapital auf Konzernebene wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem Eigenkapital in der Konzernbilanz subtrahiert werden. Das materielle Eigenkapital der Segmente wird ermittelt, indem der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte von dem den Segmenten allokierten Eigenkapital subtrahiert werden. Das Eigenkapital und das materielle Eigenkapital werden mit Durchschnittswerten ausgewiesen.
Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung des durchschnittlichen materiellen Eigenkapitals die Vergleiche zu den Wettbewerbern vereinfacht, und bezieht sich auf diese Messgröße bei den berichteten Eigenkapitalrenditequoten für den Konzern. Jedoch ist das durchschnittliche materielle Eigenkapital keine nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und die Quoten des Konzerns, die auf dieser Messgröße basieren, sollten nicht mit denen anderer Unternehmen verglichen werden, ohne die Unterschiede in der Berechnung zu berücksichtigen.
Die Überleitung der vorstehenden Quoten wird in der folgenden Tabelle beschrieben:
|
2. Quartal 2023 |
||||||
|
in Mio. €
|
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Ergebnis vor Steuern |
670 |
576 |
171 |
103 |
−115 |
1.405 |
|
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) |
482 |
415 |
123 |
74 |
−155 |
940 |
|
Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis |
0 |
0 |
0 |
0 |
39 |
39 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis |
482 |
415 |
123 |
74 |
−194 |
900 |
|
Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis |
30 |
65 |
32 |
5 |
6 |
138 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
452 |
350 |
91 |
69 |
−200 |
763 |
|
Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
13.262 |
27.805 |
14.294 |
5.170 |
2.313 |
62.845 |
|
Abzüglich:
|
1.043 |
1.212 |
1.100 |
2.969 |
44 |
6.367 |
|
Durchschnittliches materielles Eigenkapital |
12.219 |
26.594 |
13.194 |
2.201 |
2.270 |
56.477 |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) |
13,6 % |
5,0 % |
2,6 % |
5,3 % |
N/A |
4,9 % |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) |
14,8 % |
5,3 % |
2,8 % |
12,5 % |
N/A |
5,4 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen
|
2. Quartal 2022 |
||||||
|
in Mio. €
|
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Ergebnis vor Steuern |
441 |
1.038 |
412 |
157 |
−500 |
1.547 |
|
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) |
318 |
747 |
296 |
113 |
−263 |
1.211 |
|
Den Anteilen ohne beherrschen den Einfluss zurechenbares Konzernergebnis |
0 |
0 |
0 |
0 |
33 |
33 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären und Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis |
318 |
747 |
296 |
113 |
−296 |
1.179 |
|
Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis |
27 |
62 |
31 |
6 |
7 |
133 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
291 |
686 |
266 |
107 |
−303 |
1.046 |
|
Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
11.701 |
25.773 |
13.437 |
5.321 |
2.951 |
59.183 |
|
Abzüglich:
|
938 |
1.138 |
1.116 |
3.014 |
64 |
6.270 |
|
Durchschnittliches materielles Eigenkapital |
10.762 |
24.635 |
12.321 |
2.307 |
2.888 |
52.914 |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) |
9,9 % |
10,6 % |
7,9 % |
8,1 % |
N/A |
7,1 % |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) |
10,8 % |
11,1 % |
8,6 % |
18,6 % |
N/A |
7,9 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen
|
Jan. - Jun. 2023 |
||||||
|
in Mio. €
|
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Ergebnis vor Steuern |
1.492 |
1.437 |
452 |
218 |
−341 |
3.258 |
|
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) |
1.074 |
1.035 |
325 |
157 |
−330 |
2.261 |
|
Den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zurechenbares Konzernergebnis |
0 |
0 |
0 |
0 |
64 |
64 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
1.074 |
1.035 |
325 |
157 |
−394 |
2.197 |
|
Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis |
60 |
129 |
64 |
11 |
12 |
276 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
1.014 |
906 |
261 |
146 |
−406 |
1.921 |
|
Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
13.259 |
27.515 |
14.150 |
5.226 |
2.435 |
62.585 |
|
Abzüglich:
|
1.030 |
1.187 |
1.097 |
2.993 |
45 |
6.352 |
|
Durchschnittliches materielles Eigenkapital |
12.229 |
26.328 |
13.053 |
2.233 |
2.390 |
56.234 |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) |
15,3 % |
6,6 % |
3,7 % |
5,6 % |
N/A |
6,1 % |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) |
16,6 % |
6,9 % |
4,0 % |
13,0 % |
N/A |
6,8 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen
|
Jan. - Jun. 2022 |
||||||
|
in Mio. €
|
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Ergebnis vor Steuern |
687 |
2.528 |
805 |
362 |
−1.178 |
3.205 |
|
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) |
495 |
1.820 |
580 |
261 |
−718 |
2.438 |
|
Den Anteilen ohne beherrschen den Einfluss zurechenbares Konzernergebnis |
0 |
0 |
0 |
0 |
73 |
73 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
495 |
1.820 |
580 |
261 |
−790 |
2.365 |
|
Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen zurechenbares Konzernergebnis |
52 |
121 |
60 |
11 |
16 |
259 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
443 |
1.699 |
520 |
250 |
−806 |
2.106 |
|
Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
11.480 |
25.653 |
13.317 |
5.247 |
3.174 |
58.870 |
|
Abzüglich:
|
920 |
1.116 |
1.114 |
2.980 |
67 |
6.197 |
|
Durchschnittliches materielles Eigenkapital |
10.560 |
24.537 |
12.203 |
2.267 |
3.106 |
52.673 |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) |
7,7 % |
13,2 % |
7,8 % |
9,5 % |
N/A |
7,2 % |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) |
8,4 % |
13,9 % |
8,5 % |
22,0 % |
N/A |
8,0 % |
N/A - Nicht aussagekräftig
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst
1 Seit dem ersten Quartal 2018 sind Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte, die sich auf den nicht durch die Deutsche Bank gehaltenen Anteil an der DWS beziehen, ausgeschlossen
Das Ergebnis vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße Ergebnis vor Steuern. Das Ergebnis vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten wird errechnet, indem die nichtoperativen Kosten, die (i) Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen/Auflösungen für Rechtsstreitigkeiten sowie (iii) Restrukturierung und Abfindungszahlungen beinhalten, vom Ergebnis vor Steuern nach IFRS abgezogen werden. Ein detaillierter Überblick über die nichtoperativen Kosten wird im Abschnitt "Bereinigte Kosten/nichtoperative Kosten" dargestellt. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung des Ergebnisses vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Kosten in seinen operativen Bereichen ermöglicht.
Die folgende Tabelle beschreibt die Überleitung zum Ergebnis vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten:
|
in Mio. €
|
2. Quartal 2023 |
2. Quartal 2022 |
Jan. - Jun. 2023 |
Jan. - Jun. 2022 |
|
Ergebnis vor Steuern |
1.405 |
1.547 |
3.258 |
3.205 |
|
Nichtoperative Kosten |
655 |
102 |
744 |
95 |
|
Ergebnis vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten |
2.060 |
1.649 |
4.001 |
3.300 |
Die folgende Tabelle beschreibt die Überleitung zum Ergebnis vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten:
|
in Mio. €
|
2. Quartal 2023 |
2. Quartal 2022 |
Jan. - Jun. 2023 |
Jan. - Jun. 2022 |
|
Ergebnis vor Steuern |
171 |
412 |
452 |
805 |
|
Nichtoperative Kosten |
254 |
−96 |
286 |
−136 |
|
Ergebnis vor Steuern abzüglich der nichtoperativen Kosten |
425 |
316 |
738 |
669 |
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten ist eine Anpassung der vorgenannten Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital), die eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße ist.
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten wird unter der Annahme einer Gleichverteilung der (erwarteten) jährlichen Bankenabgaben auf die vier Quartale des Geschäftsjahres sowie unter Abzug der nichtoperativen Kosten von dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis errechnet. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der mit seinen operativen Bereichen verbundenen Kosten und der finanziellen Ergebnisse in den Quartalen ermöglicht, da der überwiegende Teil der Bankenabgaben im ersten Quartal des Jahres angefallen ist.
Ein detaillierter Überblick über die nichtoperativen Kosten, die (i) Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen/Auflösungen für Rechtsstreitigkeiten sowie (iii) Restrukturierung und Abfindungszahlungen beinhalten, wird im Abschnitt "Bereinigte Kosten/nichtoperative Kosten" dargestellt.
Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beinhalteten im ersten Quartal 2023 Belastungen für Bankenabgaben von 473 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2023 werden Belastungen für Bankenabgaben von 502 Mio. € erwartet, verglichen mit 762 Mio. €, die für das Geschäftsjahr 2022 angefallen waren.
|
in Mio. €
|
2. Quartal 2023 |
2. Quartal 2022 |
Jan. - Jun. 2023 |
Jan. - Jun. 2022 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
763 |
1.046 |
1.921 |
2.106 |
|
Anpassungsbetrag für Bankenabgaben |
−124 |
−185 |
224 |
355 |
|
Anpassungsbetrag für nichtoperative Kosten |
655 |
102 |
744 |
95 |
|
Ertragssteuer-Effekt aus der Anpassung für Bankenabgabe 1 |
35 |
52 |
−63 |
−99 |
|
Ertragssteuer-Effekt aus der Anpassung für nichtoperative Kosten |
−183 |
−29 |
−208 |
−27 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis basierend auf pro rata Bankenabgaben |
674 |
913 |
2.082 |
2.362 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich nichtoperativer Kosten |
1.145 |
987 |
2.617 |
2.430 |
|
Durchschnittliches den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
62.845 |
59.183 |
62.585 |
58.870 |
|
Durchschnittliches materielles Eigenkapital |
56.477 |
52.914 |
56.234 |
52.673 |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben |
4,3% |
6,2% |
6,7% |
8,0% |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben |
4,8% |
6,9% |
7,4% |
9,0% |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen den Deutsche Bank Aktionären zurechenbaren Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten |
7,3% |
6,7% |
8,4% |
8,3% |
|
Eigenkapitalrendite nach Steuern (basierend auf dem durchschnittlichen materiellen Eigenkapital) basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten und abzüglich der nichtoperativen Kosten |
8,1% |
7,5% |
9,3% |
9,2% |
1 Angepasst mit einer Steuerquote für den Konzern von 28% für das erste Quartal 2023 und von 26% für das erste Quartal 2022
Die Aufwand-Ertrag-Relation basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten ist eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße und am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Relation der gesamten Zinsunabhängigen Aufwendungen geteilt durch die gesamten Erträge, die wir als Aufwand-Ertrag-Relation bezeichnen. Die Aufwand-Ertrag-Relation basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten wird unter der Annahme einer Gleichverteilung der (erwarteten) jährlichen Bankenabgaben auf die vier Quartale des Geschäftsjahres sowie unter Abzug der nichtoperativen Kosten von den zinsunabhängigen Aufwendungen errechnet. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Aufwand-Ertrag-Relation basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der mit seinen operativen Bereichen verbundenen Kosten und der finanziellen Ergebnisse in den Quartalen ermöglicht, da der überwiegende Teil der Bankenabgaben im ersten Quartal des Jahres angefallen ist.
Ein detaillierter Überblick über die nichtoperativen Kosten, die (i) Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen/Auflösungen für Rechtsstreitigkeiten sowie (iii) Restrukturierung und Abfindungszahlungen beinhalten, wird im Abschnitt "Bereinigte Kosten/nichtoperative Kosten" dargestellt.
Die Zinsunabhängigen Aufwendungen beinhalteten im ersten Quartal 2023 Belastungen für Bankenabgaben von 473 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2023 werden Belastungen für Bankenabgaben von 502 Mio. € erwartet, verglichen mit 762 Mio. €, die für das Geschäftsjahr 2022 angefallen waren.
|
in Mio. €
|
2. Quartal 2023 |
2. Quartal 2022 |
Jan. - Jun. 2023 |
Jan. - Jun. 2022 |
|
Erträge |
7.409 |
6.650 |
15.089 |
13.977 |
|
Zinsunabhängige Aufwendungen |
5.602 |
4.870 |
11.059 |
10.247 |
|
Aufwand-Ertrag-Relation |
75,6% |
73,2% |
73,3% |
73,3% |
|
Anpassungsbetrag für Bankenabgaben |
−124 |
−185 |
224 |
355 |
|
Anpassungsbetrag für nichtoperative Kosten |
655 |
102 |
744 |
95 |
|
Zinsunabhängige Aufwendungen basierend auf pro rata Bankenabgaben |
5.726 |
5.055 |
10.835 |
9.892 |
|
Zinsunabhängige Aufwendungen basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten |
5.071 |
4.952 |
10.091 |
9.797 |
|
Aufwand-Ertrag-Relation basierend auf pro rata Bankenabgaben |
77,3% |
76,0% |
71,8% |
70,8% |
|
Aufwand-Ertrag-Relation basierend auf pro rata Bankenabgaben und abzüglich der nichtoperativen Kosten |
68,4% |
74,5% |
66,9% |
70,1% |
Die bereinigte Kostenbasis ist eine der Finanzkennzahlen des Konzerns und eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße, am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Zinsunabhängigen Aufwendungen. Die bereinigte Kostenbasis wird errechnet, indem die nach IFRS ermittelten Zinsunabhängigen Aufwendungen um (i) Wertberichtigungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, (ii) Aufwendungen/Auflösungen für Rechtsstreitigkeiten sowie (iii) Restrukturierung und Abfindungszahlungen (zusammenfassend "Nichtoperative Kosten") angepasst werden. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Zinsunabhängigen Aufwendungen ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Kosten im Zusammenhang mit seinen operativen Bereichen ermöglicht.
|
2. Quartal 2023 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt |
1.156 |
1.636 |
2.082 |
474 |
255 |
5.602 |
|
Nichtoperative Kosten: |
||||||
|
Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) |
91 |
65 |
71 |
20 |
147 |
395 |
|
Restrukturierung und Abfindungszahlungen |
15 |
36 |
183 |
8 |
19 |
260 |
|
Nichtoperative Kosten insgesamt |
106 |
101 |
254 |
28 |
166 |
655 |
|
Bereinigte Kostenbasis |
1.050 |
1.534 |
1.828 |
446 |
89 |
4.947 |
|
2. Quartal 2022 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt |
1.054 |
1.533 |
1.652 |
453 |
178 |
4.870 |
|
Nichtoperative Kosten: |
||||||
|
Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) |
5 |
115 |
−68 |
12 |
52 |
116 |
|
Restrukturierung und Abfindungszahlungen |
1 |
7 |
−28 |
8 |
−2 |
−14 |
|
Nichtoperative Kosten insgesamt |
6 |
122 |
−96 |
20 |
51 |
102 |
|
Bereinigte Kostenbasis |
1.048 |
1.411 |
1.748 |
433 |
127 |
4.768 |
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst
|
Jan. - Jun. 2023 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt |
2.242 |
3.427 |
3.973 |
910 |
507 |
11.059 |
|
Nichtoperative Kosten: |
||||||
|
Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) |
90 |
91 |
99 |
23 |
157 |
461 |
|
Restrukturierung und Abfindungszahlungen |
19 |
43 |
187 |
15 |
19 |
283 |
|
Nichtoperative Kosten insgesamt |
109 |
134 |
286 |
38 |
176 |
744 |
|
Bereinigte Kostenbasis |
2.133 |
3.294 |
3.686 |
871 |
331 |
10.315 |
|
Jan. - Jun. 2022 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Zinsunabhängige Aufwendungen insgesamt |
2.122 |
3.330 |
3.377 |
875 |
544 |
10.247 |
|
Nichtoperative Kosten: |
||||||
|
Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Rechtsstreitigkeiten (Aufwendungen/Auflösungen) |
5 |
117 |
−65 |
12 |
74 |
142 |
|
Restrukturierung und Abfindungszahlungen |
4 |
11 |
−71 |
9 |
0 |
−47 |
|
Nichtoperative Kosten insgesamt |
9 |
127 |
−136 |
21 |
74 |
95 |
|
Bereinigte Kostenbasis |
2.113 |
3.202 |
3.513 |
854 |
470 |
10.152 |
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst
Die Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten sind eine Finanzkennzahl und eine nicht nach IFRS ermittelte finanzielle Messgröße, am ehesten direkt vergleichbar mit der IFRS-Messgröße der Erträge. Die Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten werden errechnet, indem die nach IFRS ermittelten Erträge um Sondereffekte angepasst werden, die im Allgemeinen außerhalb der üblichen Art oder dem üblichen Umfang des Geschäfts liegen und eine genaue Beurteilung der operativen Leistung der Einheiten verzerren können. Herausgerechnet werden Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (Debt Valuation Adjustment - DVA) und wesentliche Transaktionen oder Ereignisse, die entweder einmaliger Natur sind oder zu einem Portfolio verbundener Transaktionen oder Ereignisse gehören, bei denen die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt sind. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Erträge ohne diese Komponenten eine entscheidungsrelevantere Darstellung der Erträge im Zusammenhang mit den Bereichen ermöglicht.
Zum Jahresende 2022 schloss die Internationale Privatkundenbank die Abwicklungsaktivitäten von Positionen in der Sal. Oppenheim weitgehend ab. Die verbleibenden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden voraussichtlich keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen mehr haben und werden in das laufende Geschäft des Kundensegments Wealth Management & Bank for Entrepreneurs integriert. Der Ausweis als "Sondereffekt in den Erträgen" entfällt damit ab dem ersten Quartal 2023.
|
2. Quartal 2023 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Erträge |
1.943 |
2.361 |
2.400 |
620 |
85 |
7.409 |
|
Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) |
0 |
−71 |
0 |
0 |
0 |
−71 |
|
Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten |
1.943 |
2.432 |
2.400 |
620 |
85 |
7.480 |
|
2. Quartal 2022 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Erträge |
1.551 |
2.646 |
2.160 |
656 |
−363 |
6.650 |
|
Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) |
0 |
11 |
0 |
0 |
−3 |
9 |
|
Abwicklungsaktivitäten bei
Sal. Oppenheim
|
0 |
0 |
2 |
0 |
0 |
2 |
|
Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten |
1.551 |
2.634 |
2.158 |
656 |
−360 |
6.639 |
|
0 |
||||||
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst
|
Jan. - Jun. 2023 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Erträge |
3.916 |
5.052 |
4.838 |
1.209 |
75 |
15.089 |
|
Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) |
0 |
−24 |
0 |
0 |
2 |
−22 |
|
Abwicklungsaktivitäten bei
Sal. Oppenheim
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten |
3.916 |
5.077 |
4.838 |
1.209 |
73 |
15.111 |
|
Jan. - Jun. 2022 |
||||||
|
in Mio. € |
Corporate
|
Investment
|
Private
|
Asset
|
Corporate &
|
Konzern
|
|
Erträge |
3.013 |
5.969 |
4.380 |
1.338 |
−722 |
13.977 |
|
Bewertungsanpassungen für das eigene Kreditrisiko (DVA) |
0 |
4 |
0 |
0 |
−5 |
−1 |
|
Abwicklungsaktivitäten bei
Sal. Oppenheim
|
0 |
0 |
10 |
0 |
0 |
10 |
|
Erträge ohne Berücksichtigung von Sondereffekten |
3.013 |
5.965 |
4.370 |
1.338 |
−718 |
13.969 |
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden an die Darstellung des laufenden Jahres angepasst
Um Währungseffekte bereinigte Erträge und Kosten werden errechnet, indem die Erträge oder Kosten der Vorjahresperiode, die in anderen Währungen als dem Euro generiert wurden oder angefallen sind, mit den Währungskursen der aktuellen Geschäftsperiode in Euro umgerechnet werden. Diese bereinigten Zahlen sowie die darauf basierenden prozentualen Veränderungen zwischen den Berichtsperioden dienen der Information über die Entwicklung der zugrunde liegenden Geschäftsvolumina und Kosten.
Die Nettovermögenswerte (bereinigt) sind definiert als Bilanzsumme nach IFRS nach Berücksichtigung rechtlich durch-setzbarer Aufrechnungsvereinbarungen, Aufrechnung von erhaltenen und gestellten Barsicherheiten sowie Aufrechnung schwebender Posten aus Wertpapierkassageschäften. Der Konzern ist der Ansicht, dass die Darstellung der Netto Ver-mögenswerte (bereinigt) die Vergleiche zu den Mitbewerbern vereinfacht.
|
in Mrd. €
|
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Bilanzsumme |
1.300 |
1.337 |
|
Abzüglich: Aufrechnung aus Kreditrisikosicht für Derivate (inkl. zu Sicherungszwecken gehaltene Derivate sowie nach "zum Verkauf bestimmte Forderungen" reklassifizierte Derivate) |
196 |
228 |
|
Abzüglich: Erhaltene / gestellte Barsicherheiten für Derivate |
60 |
70 |
|
Abzüglich: Aufrechnung aus Kreditrisikosicht für Wertpapierfinanzierungsgeschäfte |
3 |
2 |
|
Abzüglich: Aufrechnung schwebender Posten aus Wertpapierkassageschäften |
35 |
17 |
|
Netto-Vermögenswerte (bereinigt) |
1.007 |
1.019 |
Das Nettovermögen und das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) sind finanzielle Messgrößen, die nicht nach IFRS ermittelt werden. Sie werden von Investoren und Analysten als verlässliche Kennzahlen zur Beurteilung der Kapitaladäquanz genutzt. Das Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) errechnet sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert). Das materielle Nettovermögen ergibt sich aus dem den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbaren Eigenkapital abzüglich der Position "Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte". Das materielle Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) entspricht dann dem materiellen Nettovermögen dividiert durch die Anzahl der zum Bilanzstichtag ausstehenden Stammaktien (unverwässert).
Materielles Nettovermögen
|
in Mio. € |
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Den Deutsche Bank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital (Nettovermögen) |
62.440 |
61.959 |
|
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte 1 |
−6.388 |
−6.327 |
|
Materielles Nettovermögen |
56.052 |
55.632 |
1 Ohne Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte, die dem teilweisen Verkauf der DWS zuzurechnen sind
Ausstehende Stammaktien (unverwässert)
|
in Mio.
|
30.6.2023 |
31.12.2022 |
|
Anzahl ausgegebene Stammaktien |
2.040,2 |
2.066,8 |
|
Aktien im Eigenbestand |
−4,6 |
−28,9 |
|
Gewährte Aktienrechte (unverfallbar) |
44,0 |
45,6 |
|
Ausstehende Stammaktien (unverwässert) |
2.079,6 |
2.083,4 |
|
Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in € |
30,02 |
29,74 |
|
Materielles Nettovermögen je ausstehende Stammaktie (unverwässert) in € |
26,95 |
26,70 |
Deutsche Bank
Aktiengesellschaft
Taunusanlage 12
60262 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 910-00
deutsche.bank@db.com
Investor Relations/
Aktionärshotline
(0800) 910-8000
db.ir@db.com
Hauptversammlungshotline:
(0800) 100-4798
Veröffentlichung
Veröffentlicht am 26. Juli 2023
Hinweis in Bezug auf zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht Tatsachen der Vergangenheit beschreiben. Sie umfassen auch Aussagen über unsere Annahmen und Erwartungen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die der Geschäftsleitung der Deutschen Bank derzeit zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen gelten deshalb nur an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Wir übernehmen keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.
Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa die Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und andernorts, in denen wir einen erheblichen Teil unserer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielen und einen erheblichen Teil unserer Vermögenswerte halten, die Preisentwicklung von Vermögenswerten und die Entwicklung von Marktvolatilitäten, der mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften, die Umsetzung unserer strategischen Initiativen, die Verlässlichkeit unserer Grundsätze, Verfahren und Methoden zum Risikomanagement sowie andere Risiken, die in den von uns bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegten Unterlagen dargestellt sind. Diese Faktoren haben wir in unserem SEC-Bericht nach "Form 20-F" vom 17. März 2023 unter der Überschrift "Risk Factors" im Detail dargestellt.