MediGene AG

Planegg/Martinsried

Jahresabschluss zum 30. September 2010

Konzern-Zwischenbericht Q3-2010 / 9M-2010 zum 30. September 2010

FINANZENTWICKLUNG IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2010

Anstieg der Gesamterlöse um 24 % auf 35,3 Mio. € (9M-2009: 28,6 Mio. €)

Verbesserung des EBITDA um 27 % auf -9,6 Mio. € (9M-2009: -13,1 Mio. €)

Rückgang des Nettoverlusts um 48 % auf -8,2 Mio. € (9M-2009: -15,9 Mio. €)

Barmittelbestand zum Stichtag 30.09.2010 von 10,8 Mio. € (31.12.2009: 12,3 Mio. €)

WICHTIGSTE AKTIVITÄTEN UND EREIGNISSE SEIT JAHRESBEGINN

MediGene gewinnt Arnd Christ als Finanzvorstand

Markteinführung von Veregen® in Deutschland und Österreich durch Abbott und Ausweitung der Vermarktung in den USA durch Nycomed

Weitere Vermarktungspartnerschaften für Veregen® in Israel, Griechenland und Zypern, Südkorea und China abgeschlossen

Erfolgreicher Abschluss der klinischen Phase II-Studie mit EndoTAG®-1 als Kombinationstherapie zur Behandlung von rezeptor-negativem Brustkrebs

Verkauf der europäischen Eligard®-Rechte an Astellas gegen Zahlung von 25 Mio. € und weitere Umsatzbeteiligung

Restrukturierung und Neuordnung der Ressourcen aufgrund des Erreichens wichtiger Meilensteine mit EndoTAG®-1 und Eligard®

VORBEMERKUNGEN

MediGene entwickelt Medikamente gegen Krebs- und Autoimmunerkrankungen

Die MediGene AG, Planegg/Martinsried (im Folgenden „MediGene“), ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von neuartigen Medikamenten in Indikationsgebieten mit hohem medizinischen Bedarf und damit einhergehendem großen wirtschaftlichen Interesse fokussiert. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen ausgerichtet.

Entwicklungsstand des Produktportfolios

MediGene verfügt über zwei bereits vermarktete Medikamente. Vertrieb und Vermarktung dieser beiden Medikamente erfolgt über Partner. Darüber hinaus hat MediGene ein Forschungs- und Entwicklungsportfolio in den Bereichen Onkologie und Immunologie.

Eligard®

Das Medikament Eligard® zur Behandlung von hormonabhängigem Prostatakrebs wird in den meisten europäischen Ländern über den Partner Astellas Pharma Europe Ltd. (im Folgenden „Astellas Pharma“), Staines, Großbritannien, erfolgreich vermarktet. Die mit Eligard® im Markt erzielten Umsätze sind, wie in jedem Quartal seit der Markteinführung, auch im dritten Quartal 2010 gegenüber der Vorjahresperiode deutlich angestiegen. Im Juli 2010 hat MediGene einen Vertrag geschlossen, der die Übertragung der Eligard®-Rechte an Astellas Pharma vorsieht. Im Gegenzug soll MediGene neben Einmalzahlungen auch zukünftig eine Umsatzbeteiligung erhalten.

Veregen®

Die unter dem Namen Polyphenon E® entwickelte Salbe ist in den USA unter der Bezeichnung Veregen® zur Behandlung von Genitalwarzen zugelassen und wird seit 2009 vom Partner Nycomed US, Inc. (im Folgenden „Nycomed“), Melville, New York, USA, auf dem US-Markt beworben und vertrieben. In Europa bestehen Vertriebspartnerschaften mit bisher drei verschiedenen Unternehmen für jeweils bestimmte Regionen: Für Spanien und Portugal mit dem Unternehmen Juste S.A.Q.F., Madrid, Spanien, für Deutschland, Österreich und die Schweiz mit der Abbott Arzneimittel GmbH, Hannover, und für Griechenland und Zypern mit Meditrina Pharmaceuticals, Athen, Griechenland. Auch für Asien wurden bereits mehrere Vermarktungspartnerschaften abgeschlossen: Für den israelischen Markt mit Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, für China mit GC-RISE Pharmaceutical Co., Ltd., China, und für Südkorea mit JS Bio Pharm Co., Ltd., Südkorea. Das Begutachtungsverfahren des bei den Zulassungsbehörden in Deutschland, Österreich und Spanien eingereichten Antrags auf Marktzulassung wurde 2009 positiv abgeschlossen. In Deutschland und Österreich wurde die Salbe bereits zur Vermarktung zugelassen. Die Zulassung für den deutschen Markt soll im Rahmen des Verfahrens der gegenseitigen Anerkennung („mutual recognition procedure“) als Referenz für Zulassungsverfahren in weiteren europäischen Ländern dienen. Nach Erteilung der Zulassung hat MediGene Änderungen der Zulassung (Variations) bezüglich der Herstellung und Spezifikation des Wirkstoffes (API) beantragt. Diese Änderungen ermöglichen geringere Kosten bei der Produktion des Wirkstoffes. Sobald diese Änderungen der Zulassung abgeschlossen sind, kann das Zulassungsverfahren in weiteren Ländern initiiert werden. Im März 2010 wurde das Medikament in Deutschland, als erstem europäischen Land, eingeführt.

EndoTAG®-basierte Therapeutika

EndoTAG®-1 ist ein innovativer Therapieansatz, der seine Wirkung sowohl durch einen zielgerichteten antivaskulären (gegen neugebildete Tumorgefäße gerichteten) als auch antitumoralen (gegen den Tumor gerichteten) Mechanismus entfaltet. Der Medikamentenkandidat lagert sich gezielt an neugebildete, negativ geladene Tumorblutgefäße an und greift somit nur die Blutgefäße von Tumoren, nicht aber die von gesundem Gewebe an. Zugleich verhindert EndoTAG®-1 die Bildung neuer Gefäße. Dadurch soll das weitere Tumorwachstum gehemmt werden. EndoTAG®-1 ist eine Kombination aus positiv geladenen Liposomen und dem darin eingebetteten Wirkstoff Paclitaxel.

Im Jahr 2008 hat MediGene für den Medikamentenkandidaten EndoTAG®-1 positive Ergebnisse der kontrollierten klinischen Phase II-Studie in der Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) veröffentlicht. Die Studie untersuchte neben der Sicherheit und Verträglichkeit die klinische Wirksamkeit verschiedener Dosierungen von EndoTAG®-1 in Kombination mit dem Zytostatikum Gemcitabin, einem zur Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits zugelassenen Zytostatikum. Die Studie mit 200 Patienten zeigte deutlich längere Überlebenszeiten bei Patienten, die mit EndoTAG®-1 in Kombination mit Gemcitabin behandelt wurden, gegenüber Patienten, die lediglich die Standardtherapie mit Gemcitabin erhielten. Dabei verbesserten sich die Überlebenszeiten der behandelten Patienten mit zunehmender Dosis und insbesondere bei wiederholter Behandlung mit EndoTAG®-1 deutlich. Auch zu weiteren klinischen Parametern wie dem progressionsfreien Überleben und der Sicherheit konnten positive Daten berichtet werden.

Auch in der Indikation dreifach rezeptor-negativer Brustkrebs konnte eine Phase II-Studie mit EndoTAG®-1 zur Behandlung dieser sehr aggressiven Krebsform, für die derzeit kein etabliertes Therapieschema besteht, erfolgreich abgeschlossen werden. Der primäre Studienendpunkt wurde für die EndoTAG®-1-Kombinationstherapie klar erreicht. Darüber hinaus zeigte die Auswertung der sekundären Studienendpunkte (mediane progressionsfreie Überlebenszeit, Nichtprogressionsrate, Sicherheit und Verträglichkeit) weitere positive Ergebnisse für die EndoTAG®-1-Kombinationstherapie.

RhuDex®

RhuDex® ist ein Wirkstoff zur Behandlung verschiedener Autoimmunerkrankungen wie z. B. der rheumatoiden Arthritis, bei denen die Aktivierung von T-Zellen eine besondere Rolle spielt. RhuDex® ist ein oral verfügbarer CD80-Antagonist, der speziell die Aktivierung der T-Zellen blockiert, die eine entzündliche Autoimmunreaktion auslösen. Die klinische Entwicklung von RhuDex® ist derzeit angehalten, um einen modifizierten Entwicklungsplan auszuarbeiten. Anfang 2010 wurden entsprechende präklinische Studien begonnen, um die Bandbreite der therapeutischen Dosierungen zu präzisieren und dadurch das klinische Entwicklungsprogramm zu optimieren.

Technologieplattformen

MediGene betreibt auch die Entwicklung eigener innovativer Plattformtechnologien zur Wirkstoffentwicklung, darunter die EndoTAG®-Technologie, auf deren Grundlage neben EndoTAG®-1 weitere Medikamentenkandidaten entwickelt werden könnten. Ein weiteres Projekt, das onkolytische HSV-Programm, hat MediGene an die neu gegründete Gesellschaft Catherex, Inc., ein privates US-Unternehmen in Philadelphia, Pennsylvania, veräußert. Im Gegenzug erhielt MediGene 40 % der Anteile an Catherex in Aktien. Die Übertragung der Rechte von MediGene an Catherex erfolgt vorbehaltlich der ausreichenden Finanzierung des neuen Unternehmens. Eine solche Ausgründung wird auch für die AAVLP-Technologie, eine Plattformtechnologie zur Entwicklung prophylaktischer und therapeutischer Impfungen, erwogen.

MediGene ist außerdem am britischen Unternehmen Immunocore beteiligt, in welche die mTCR-Technologie ausgegründet wurde. Immunocore hat die präklinische Entwicklung des ersten auf dieser Technologie basierten Medikamentenkandidaten abgeschlossen und eine erste klinische Studie begonnen.

VERMÖGENSLAGE

Barmittelbestand von 10,8 Mio. €; Eigenkapitalquote bei 74 %; Liquiditätsdeckungsgrad bei 16 %

Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur

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30.09.2010 ungeprüft 31.12.2009 geprüft Veränderung
Aktiva
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 33.002 31.566 5 %
Geschäfts- oder Firmenwert 11.438 11.272 1 %
Sonstige langfristige Vermögenswerte 155 155 0 %
Anteile an einem assoziierten Unternehmen 2.430 1.961 24 %
Liquide Mittel 10.782 12.251 -12 %
Vorräte und Forderungen 2.515 2.204 14 %
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6,580 6.314 4 %
Bilanzsumme 66.902 65.723 2 %
Passiva
Eigenkapital 49.792 51.873 -4 %
Langfristige Schulden 235 244 -4 %
Kurzfristige Schulden 16.875 13.606 24 %
Bilanzsumme 66.902 65.723 2 %
Liquiditätsdeckungsgrad in % 16 19
Eigenkapitalquote in % 74 79

FINANZLAGE

Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich in den ersten neun Monaten 2010 um 64 % auf -5.683 T€ (9M-2009: -15.602 T€). Im dritten Quartal 2010 wurde ein Mittelzufluss von 2.488 T€ (Q3-2009: -4.257 T€) verbucht. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Periodenverlust und dem Mittelzufluss im dritten Quartal 2010 ist im Wesentlichen auf die Teilzahlung von Astellas über 5 Mio. € zurückzuführen, welche bisher als Umsatzabgrenzungsposten erfasst ist.

Durchschnittlicher monatlicher Nettoverbrauch an Barmitteln aus laufender Geschäftstätigkeit

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich für die ersten neun Monate 2010 ein durchschnittlicher monatlicher Barmittelverbrauch von -0,6 Mio. € (9M-2009: -1,7 Mio. €) bzw. im dritten Quartal 2010 ein durchschnittlicher monatlicher Barmittelzufluss von 0,8 Mio. € (Q3-2009: -1,4 Mio. €).

Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit

Der Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2010 auf -266 T€ (9M-2009: 243 T€) bzw. im dritten Quartal 2010 auf -29 T€ (Q3-2009: 522 T€).

Veränderung der flüssigen Mittel

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In
T€
Q3-2010 ungeprüft Q3-2009 ungeprüft Veränderung 9M-2010 ungeprüft 9M-2009 ungeprüft Veränderung
Mittelzu-/-abfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit 2.488 -4.257 -158 % -5.683 -15.602 -64 %
aus Investitionstätigkeit -29 522 -106 % -266 243 >-200 %
aus Finanzierungstätigkeit -8 0 - % 4.469 -93 >-200 %
Netto Mittelzu-/-abfluss 2.451 -3.735 -166 % -1.480 -15.452 -90 %
Anfangsbestand an flüssigen Mitteln 8.200 13.523 -39 % 12.251 25.101 -51 %
Wechselkursschwankungen 131 -106 >-200 % 11 33 -67 %
Endbestand an flüssigen Mitteln 10.782 9.682 11 % 10.782 9.682 11 %

Zum Stichtag 30. September 2010 belief sich der Bestand an flüssigen Mitteln auf 10.782 T€.

Zufluss von Barmitteln aus dem SEDA-Programm

Im dritten Quartal 2010 hat MediGene im Rahmen des SEDA Programms (SEDA: Standby Equity Distribution Agreement) keine Barkapitalerhöhungen durchgeführt.

Das SEDA-Programm ist ein Abkommen mit dem Investmentunternehmen YA Global Investments, das der Gesellschaft zusätzliches Eigenkapital von bis zu 25 Mio. € auf Abruf sichert. MediGene hat über 36 Monate nach Vertragsabschluss im Dezember 2008 die Option, Barmittel von bis zu insgesamt 25 Mio. € in Tranchen abzurufen und im Gegenzug neue MediGene-Aktien aus genehmigtem Kapital an YA Global Investments auszugeben. Es steht im Ermessen von MediGene, ob und wann die Gesellschaft während der Laufzeit des Vertrags von diesem Recht Gebrauch macht. Seit Beginn des Programms 2008 wurden insgesamt 10,6 Mio. € abgerufen.

ERTRAGSLAGE

Gesamterlöse

Die Gesamterlöse beliefen sich in den ersten neun Monaten 2010 auf 35.290 T€ (9M-2009: 28.568 T€) bzw. im dritten Quartal 2010 auf 10.119 T€ (Q3-2009: 8.579 T€). Die Erlöse stammen hauptsächlich aus den Produktumsätzen und Lizenzgebühren mit dem Medikament Eligard® in Europa sowie aus mit Veregen® erzielten Einnahmen. Im ersten Quartal bestanden diese Veregen®-Umsätze hauptsächlich aus Meilensteinzahlungen, im zweiten und dritten Quartal zum Großteil aus Produktverkäufen und Umsatzbeteiligungen.

Gekürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung In T€ Q3-2010

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T€
Q3-2010 ungeprüft Q3-2009 ungeprüft Veränderung 9M-2010 ungeprüft 9M-2009 ungeprüft Veränderung
Gesamterlöse 10.119 8.579 18 % 35.290 28.568 24 %
davon Eligard® 9.750 7.475 30 % 33.656 25.915 30 %
davon Veregen® 322 921 -65 % 1.544 1.052 47 %
Beschaffungskosten der Erlöse -8.507 -7.321 16 % -27.304 -21.850 25 %
Bruttoergebnis 1.612 1.258 28 % 7.986 6.718 19 %
Vertriebskosten und Allgemeine Verwaltungskosten -2.363 -2.971 -20 % -7.041 -6.876 2 %
Forschungs- und Entwicklungskosten -3.665 -4.809 -24 % -11.169 -13.560 -18 %
Betriebsergebnis -4.416 -6.522 -32 % -10.224 -13.718 -25 %
Ergebnis vor Steuern -4.908 -7.522 -35 % -8.202 -15.838 -48 %
Periodenfehlbetrag -4.908 -7.550 -35 % -8.202 -15.866 -48 %

Beschaffungskosten der Erlöse

Die Beschaffungskosten entstanden im Wesentlichen im Rahmen der Kommerzialisierung von Eligard® und in geringem Umfang von Veregen®. Die Kosten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2010 auf 27.304 T€ (9M-2009: 21.850 T€) bzw. im dritten Quartal 2010 auf 8.507 T€ (Q3-2009: 7.321 T€). Sie verteilen sich hauptsächlich auf den Einkauf der Produkte und Lizenzgebühren für die Verkaufserlöse von Eligard®.

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis stieg in den ersten neun Monaten 2010 auf 7.986 T€ (9M-2009: 6.718 T€) und belief sich im dritten Quartal 2010 auf 1.612 T€ (Q3-2009: 1.258 T€). Die Bruttomarge kann stark schwanken, da sie unter anderem von Meilensteinzahlungen beeinflusst wird, denen keine Beschaffungskosten gegenüber stehen.

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

Im Periodenvergleich sind die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in den ersten neun Monaten 2010 um 2 % auf 7.041 T€ (9M-2009: 6.876 T€) gestiegen, jedoch auf Quartalsbasis um 20 % auf 2.363 T€ (Q3-2009: 2.971 T€) gesunken. Die in der ersten Jahreshälfte entstandenen höheren Ausgaben umfassen hauptsächlich die Aufwendungen für Beratung, Patente und Marketing sowie einmalige Kosten im Zusammenhang mit dem erfolgten Vorstandswechsel.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2010 um 18 % auf 11.169 T€ (9M-2009: 13.560 T€) bzw. auf Quartalsbasis um 24 % auf 3.665 T€ (Q3-2009: 4.809 T€). Der Kostenrückgang geht hauptsächlich darauf zurück, dass verschiedene Projekte im Rahmen der EndoTAG®-1 Entwicklung erfolgreich beendet werden konnten. Außerdem wurden die Ausgaben für die präklinische Entwicklung reduziert.

EBITDA

MediGene verwendet den Begriff EBITDA als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Währungsgewinnen bzw. -verlusten und Abschreibungen auf Sachanlagen sowie auf immaterielle Vermögenswerte. Der Verlust auf EBITDA-Basis reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2010 um 27 % auf 9.600 T€ (9M-2009: 13.096 T€) bzw. im Quartalsvergleich um 33 % auf 4.207 T€ (Q3-2009: 6.314 T€).

Abschreibungen

Insgesamt sind die Abschreibungen in den ersten neun Monaten 2010 auf 624 T€ (9M-2009: 622 T€) bzw. im dritten Quartal 2010 auf 209 T€ (Q3-2009: 208 T€) gesunken.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund der Gewinne aus einem derivativen Finanzinstrument sowie der Währungsgewinne in den ersten neun Monaten 2010 auf 1.626 T€ (9M-2009: -972 T€) bzw. verschlechterte sich auf Quartalsbasis aufgrund der Verluste aus einem derivativen Finanzinstrument auf -774 T€ (Q3-2009: -550 T€). Der mit Astellas Pharma geschlossene Vertrag zur Vermarktung von Eligard® enthält ein eingebettetes, nicht cash-wirksames Derivat, da der Vertrag in US-Dollar und nicht in der funktionalen Währung einer der beiden Vertragsparteien abgewickelt wird. Die Währungsgewinne bzw. -verluste entstehen bei der Umrechnung von US-Dollar bzw. britischen Pfund in Euro.

Finanzergebnis

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Q3-2010 ungeprüft Q3-2009 ungeprüft Veränderung 9M-2010 ungeprüft 9M-2009 ungeprüft Veränderung
Zinserträge 9 11 -18 % 17 122 -86 %
Zinsaufwendungen 0 0 - % -1 -5 -80 %
Zwischensumme 9 11 -18 % 16 117 -86 %
Währungsgewinne/-verluste 697 -27 >-200 % 711 -794 -190 %
Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten -1.480 -825 79 % 899 -586 >-200 %
Erträge aus finanziellen Vermögenswerten 0 291 - % 0 291 - %
Gesamt -774 -550 41 % 1.626 -972 >-200 %

Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen

Der Gewinn aus dem assoziierten Unternehmen belief sich in den ersten neun Monaten 2010 auf 396 T€ (9M-2009: -1.148 T€) bzw. im dritten Quartal 2010 auf 282 T€ (Q3-2009: -450 T€). Dieser setzt sich aus dem Anstieg des anteiligen Eigenkapitals von 1.966 T€ im Zuge der Ausgabe neuer Aktien sowie aus dem Anteil am Verlust der Immunocore Ltd. von 1.570 T€ zusammen.

9-Monatsergebnis 2010

In den ersten neun Monaten 2010 sank der Periodenverlust um 48 % auf 8.202 T€ (9M-2009: 15.866 T€) bzw. im dritten Quartal 2010 auf 4.908 T€ (Q3-2009: 7.550 T€). Der Rückgang des Verlusts geht im Wesentlichen auf den Anstieg der Erlöse, auf die Senkung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, auf die Gewinne aus einem derivativen Finanzinstrument und Währungsgewinne sowie auf den Gewinn aus der Beteiligung am assoziierten Unternehmen zurück.

Ergebnis je Aktie

In den ersten neun Monaten 2010 ging der Verlust je Aktie auf 0,23 € (gewichtete durchschnittliche Aktienzahl: 36.389.134) im Vergleich zum Verlust der Vorjahresperiode von 0,47 € je Aktie (9M-2009: gewichtete durchschnittliche Aktienzahl: 34.039.619) zurück.

MITARBEITER

Die Mitarbeiterzahl hat sich in den ersten neun Monaten 2010 gegenüber der Vorjahresperiode konzernweit um 12 % auf 104 Mitarbeiter (9M-2009: 118) reduziert. Der Personalaufwand sank in der Berichtsperiode um 19 % auf 7.919 T€ (9M-2009: 9.786 T€).

Im Rahmen der Restrukturierung Ende September wurde die Mitarbeiterzahl weiter reduziert. Als Folge dieser Maßnahme wird die Mitarbeiterzahl zum Jahresanfang 2011 voraussichtlich 55 betragen. Im Zuge dieser Maßnahme wurde eine Verbindlichkeit von 1 Mio. € für Abfindungszahlungen zurückgestellt.

SEGMENTINFORMATION

Segmentinformationen sind im Anhang auf Seite 19 f. dargestellt.

RISIKOBERICHT

Die im MediGene-Konzern bestehenden Risiken sind im Risikobericht des veröffentlichten Konzernlageberichts 2009 beschrieben. Zum Stichtag 30. September 2010 haben sich gegenüber dem dort beschriebenen Stand lediglich Veränderungen bei den Patentrisiken ergeben.

Rechtliche Risiken

Auf Grund des Todesfalls eines Probanden im Juli 2008, der an einer Studie mit dem Medikamentenkandidaten RhuDex® teilgenommen hatte, wurden routinemäßig Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Edinburgh, Großbritannien, aufgenommen, die im November 2009 abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass von Seiten der Angehörigen eine Zivilklage eingereicht wird. Im Hinblick auf die bisherigen Untersuchungsergebnisse schätzt der Vorstand die Wahrscheinlichkeit für eine solche Klage als äußerst gering ein.

Patentrisiken

Gegen die Erteilung des europäischen Patents EP 1530465 der MediGene AG wurde im Juni 2010 Einspruch durch Dritte eingelegt. Das Patent betrifft das Herstellungsverfahren von EndoTAG®-1 sowie durch dieses Verfahren herstellbare Zusammensetzungen. Mit einer erstinstanzlichen Entscheidung durch das Europäische Patentamt wird für 2012 oder 2013 gerechnet. MediGene geht davon aus, dass das Patent in einem Schutzumfang aufrecht erhalten bleiben wird, der das Produkt EndoTAG®-1 weiterhin schützt.

RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM

Das Management der MediGene begegnet den im Konzern bestehenden Risiken mittels eines umfassenden Risiko-Managementsystems. Zur Beschreibung dieses Systems wird auf den am 26. März 2010 veröffentlichten Konzernlagebericht 2009 verwiesen.

PROGNOSEBERICHT

Prognose 2010:

MediGene gibt eine Ergebnisprognose bekannt und konkretisiert die ursprüngliche finanzielle und operative Prognose für das Geschäftsjahr 2010.

Finanzprognose 2010:

MediGene rechnet im Jahr 2010 mit Umsätzen in Höhe von 47 - 49 Mio. €, was eine leichte Erhöhung der bisherigen Umsatzprognose darstellt (bisherige Prognose: Bei Übertragung der Eligard®-Rechte bis Ende 2010: 55 - 65 Mio. €; bei Übertragung der Rechte im Jahr 2011: 44 - 48 Mio. €). MediGene hat sich mit Astellas auf eine Übertragung der Eligard®-Rechte für die EU-Länder auf den 1. März 2011 geeinigt. Mit Übertragung dieser Rechte ist die zweite Tranche von Astellas in Höhe von 15 Mio. € fällig, die somit im ersten Quartal 2011 ergebniswirksam erfasst wird.

Der EBITDA-Verlust wird 2010 voraussichtlich -12 bis -14 Mio. € betragen.

MediGene rechnet nun mit einem geringeren operativen Barmittelverbrauch als bisher prognostiziert. Im Gesamtjahr 2010 wird der operative Barmittelverbrauch voraussichtlich 11 - 13 Mio. € betragen (bisherige Prognose: 14 - 17 Mio. €). Im Jahr 2011 wird ein signifikanter Barmittelzufluss erwartet. Auf Grundlage der aktuellen Geschäftsplanung ist daher die Finanzierung des Unternehmens über das Jahresende 2011 hinaus gesichert.

EndoTAG®-1:

Im Rahmen des Verpartnerungsprozesses befinden sich mehrere potentielle Partner in der Evaluierungsphase. MediGene setzt die intensiven Verpartnerungsaktivitäten weiter fort, wird aber von nun an bis zum Abschluss einer Verpartnerung keine weiteren Angaben zu Zeitlinien, Deal-Strukturen oder anderen Details machen.

Eligard®:

MediGene erwartet auch 2010 ein Wachstum des Eligard®-Marktanteils in Europa sowie einen weiteren Anstieg der durch Astellas erzielten Eligard®-Umsätze. Auch nach der vollständigen Übertragung der Eligard®-Rechte an Astellas im Jahr 2011 wird MediGene an dieser positiven Entwicklung partizipieren.

Veregen®:

Im Februar 2010 hat der US-Vermarktungspartner Nycomed den Außendienst zur Vermarktung des Präparats Veregen® in den USA auf über 40 Personen verstärkt. Die Markteinführungen in Deutschland und Österreich durch Abbott sind die ersten Aktivitäten zum Vertrieb des Produktes auf dem europäischen Markt. Für 2010 erwartet MediGene für Veregen® einen gesamten Marktabsatz in Höhe von ca. 6 Mio. €, ein signifikantes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (2009: 1 Mio. €). MediGene plant auch zukünftig den Abschluss weltweiter Vertriebspartnerschaften.

RhuDex®:

Die Anfang 2010 begonnenen präklinischen Studien werden wie geplant durchgeführt, die Ergebnisse sollen im ersten Quartal 2011 vorliegen. Nach vollständiger Auswertung der Daten wird über die weitere Entwicklungsstrategie entschieden.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Perioden 1. Januar bis 30. September 2010 bzw. 2009

der MediGene AG

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Q3-2010 ungeprüft Q3-2009 ungeprüft 9M-2010 ungeprüft 9M-2009 ungeprüft
1. Umsatzerlöse 10.071 8.403 35.199 26.988
2. Sonstige betriebliche Erträge 48 176 91 1.580
3. Gesamterlöse 10.119 8.579 35.290 28.568
4. Beschaffungskosten der Erlöse -8.507 -7.321 -27.304 -21.850
5. Bruttoergebnis 1.612 1.258 7.986 6.718
6. Vertriebskosten -576 -596 -1.798 -1.543
7. Allgemeine Verwaltungskosten -1.787 -2.375 -5.243 -5.333
8. Forschungs- und Entwicklungskosten -3.665 -4.809 -11.169 -13.560
9. Betriebsergebnis -4.416 -6.522 -10.224 -13.718
10. Zinserträge 9 11 17 122
11. Zinsaufwendungen 0 0 -1 -5
12. Währungsgewinne/-verluste 697 -27 711 -794
13. Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten -1.480 -825 899 -586
14. Erträge aus finanziellen Vermögenswerten 0 291 0 291
15. Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 282 -450 396 -1.148
16. Ergebnis vor Steuern -4.908 -7.522 -8.202 -15.838
17. Steuern 0 -28 0 -28
18. Periodenfehlbetrag -4.908 -7.550 -8.202 -15.866
Ergebnis je Aktie:
Verwässert/Unverwässert in € 0,13 -0,22 -0,23 -0,47
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien (Stück) 37.082.758 34.052.145 36.389.134 34.039.619

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Perioden 1. Januar bis 30. September 2010 bzw. 2009

MediGene AG

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T€
Q3-2010 ungeprüft Q3-2009 ungeprüft 9M-2010 ungeprüft 9M-2009 ungeprüft
1. Periodenfehlbetrag -4.908 -7.550 -8.202 -15.866
2. Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -540 -1.492 1.141 1.541
3. Nicht realisierte Gewinne/-verluste aus der Absicherung einer Nettoinvestition -470 -561 344 602
4. Ergebnisneutrale Bestandteile der Ergebnisrechnung nach Steuern -1.010 -2.053 1.485 2.143
Gesamtergebnis nach Steuern -5.918 -9.603 -6.717 -13.723

Konzern-Bilanz zum 30. September 2010 und 31. Dezember 2009

MediGene AG

Aktiva

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T€
30.09.2009 ungeprüft 31.12.2009 geprüft
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Sachanlagevermögen 1.005 1.063
II. Immaterielle Vermögenswerte 31.997 30.503
III. Geschäfts- oder Firmenwert 11.438 11.272
IV. Finanzielle Vermögenswerte 152 152
V. Anteile an einem assoziierten Unternehmen 2.430 1.961
VI. Sonstige Vermögenswerte 3 3
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 47.025 44.954
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 2.449 1.455
II. Forderungen 66 749
III. Liquide Mittel 10.782 12.251
IV. Sonstige Vermögenswerte 6.580 6.314
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 19.877 20.769
Aktiva, gesamt 66.902 65.723

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Anzahl ausgegebener und ausstehender Aktien:
31. Dezember 2009: 35.557.493
30. September 2010: 37.082.758 37.082 35.557
II. Kapitalrücklage 343.598 340.487
III. Bilanzverlust -323.431 -315.229
IV. Sonstige Rücklagen -7.457 -8.942
Eigenkapital, gesamt 49.792 51.873
B. Langfristige Schulden
I. Finanzschulden 0 9
II. Pensionsverpflichtungen 235 235
Langfristige Schulden, gesamt 235 244
C. Kurzfristige Schulden
I. Schulden aus Lieferungen und Leistungen 2.914 2.452
II. Derivative Finanzinstrumente 844 1.743
III. Sonstige Schulden 7.943 8.843
IV. Rückstellungen 84 470
V. Umsatzabgrenzungsposten 5.090 98
Kurzfristige Schulden, gesamt 16.875 13.606
Schulden, gesamt 17.110 13.850
Passiva, gesamt 66.902 65.723

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Perioden 1. Januar bis 30. September 2010 bzw. 2009

MediGene AG

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In
T€
Q3-2010 ungeprüft Q3-2009 ungeprüft 9M-2010 ungeprüft 9M-2009 ungeprüft
Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenfehlbetrag (vor Steuern) -4.908 -7.522 -8.202 -15.838
Anpassungen:
Aktienbasierte Vergütung 53 38 158 228
Nicht realisierte Gewinne aus Wechselkursschwankungen -832 0 -832 0
Abschreibungen 209 208 624 622
Gewinne/Verluste aus Sachanlagenverkauf 0 -5 273 -5
Gewinne aus finanziellen Vermögenswerten 0 -291 0 -291
Zinserträge -10 -12 -17 -122
Zinsaufwendungen 0 0 1 5
Änderungen bei:
Vorräten -178 -81 -994 755
Sonstigen Vermögenswerten 1.818 -697 417 248
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -329 -3.064 462 -7.627
Rückstellungen -83 -237 -386 0
Sonstigen Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungsposten 7.020 6.970 3.193 5.185
Steuerzahlungen 0 -28 0 -28
Anteil am Verlust assoziierter Unternehmen -282 450 -396 1,148
Zwischensumme: 2.478 -4.271 -5.699 -15.720
Erhaltene Zinsen 10 13 17 122
Gezahlte Zinsen 0 1 -1 -4
Summe Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 2.488 -4.257 -5.683 -15.602
Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit
Sachanlagenzukäufe -29 -172 -266 -451
Rückgabe immaterieller Vermögenswerte 0 5 0 5
Verkauf finanzieller Vermögenswerte 0 689 0 689
Summe Mittelzu-/-abfluss aus Investitionstätigkeit -29 522 -266 243
Mittelzu-/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen Kapitalerhöhung 0 0 4.500 100
Kosten Kapitalerhöhung -8 0 -22 -45
Rückzahlungen Wandelschuldverschreibungen 0 0 -9 -148
Summe Mittelzu-/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit -8 0 4.469 -93
Zu-/Abnahme flüssige Mittel 2.451 -3.735 -1.480 -15.452
Flüssige Mittel, Anfangsbestand 8.200 13.523 12.251 25.101
Wechselkursschwankungen 131 -106 11 33
Flüssige Mittel, Endbestand 10.782 9.682 10.782 9.682

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Perioden 1. Januar bis 30. September 2010 bzw. 2009

MediGene AG

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Aktien Anzahl Gezeichnetes Kapital
T€
Kapital- Rücklage
T€
Bilanz- Verlust
T€
Währungsdifferenzen
T€
Absicherung Nettoinvestition
T€
Summe Eigenkapital
T€
Stand 1.1.2010, geprüft 35.557.493 35.557 340.487 -315.229 -7.913 -1.029 51.873
Periodenfehlbetrag -8.202 -8.202
Nicht realisierte Gewinne aus der Absicherung einer Nettoinvestition 344 344
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung 1.141 1.141
Kumuliertes Ergebnis -6.717
Ausgabe von Aktien 1.525.265 1.525 2.975 4.500
Kosten der Aktienausgabe -22 -22
Aktienbasierte Vergütung 158 158
Stand 30.09.2010, ungeprüft 37.082.758 37.082 343.598 -323.431 -6.772 -685 49.792
Stand 1.1.2009, geprüft 34.028.561 34.029 335.973 -293.267 -9.992 -1.837 64.906
Periodenfehlbetrag -15.866 -15.866
Nicht realisierte Gewinne aus der Absicherung einer Nettoinvestition 602 602
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechung 1.541 1.541
Kumuliertes Ergebnis -13.723
Ausgabe von Aktien 23,584 23 77 100
Kosten der Aktienausgabe -45 -45
Aktienbasierte Vergütung 228 228
Stand 30.09.2009, ungeprüft 34.052.145 34.052 336.233 -309.133 -8.451 -1.235 51.466

Anhangangaben zum konsolidierten Konzern-Zwischenabschluss

A) Geschäftstätigkeit und Informationen zum Unternehmen

Die MediGene AG, Planegg/Martinsried (im Folgenden „MediGene“), ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von neuartigen Medikamenten in Indikationsgebieten mit hohem medizinischen Bedarf und damit einhergehendem großen wirtschaftlichen Interesse fokussiert. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen ausgerichtet. Der Vertrieb der bislang zugelassenen Medikamente erfolgt über Vertriebspartner.

Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind in der Anhangangabe H) „Segmentberichterstattung“ dargestellt.

Die MediGene AG ist seit Juni 2000 börsennotiert (Deutsche Börse: Geregelter Markt, Prime Standard; WKN 502090; Kürzel MDG). Seit dem 20. September 2010 wird die Aktie der MediGene AG nicht mehr im Auswahlindex TecDAX der Deutschen Börse gelistet.

B) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundlagen für die Erstellung des Zwischenabschlusses

Die vorliegenden ungeprüften Quartalsabschlüsse wurden in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IAS 34 „Zwischenberichterstattung“) erstellt. Nach Ansicht des Vorstands des Unternehmens spiegeln die vorliegenden Quartalsabschlüsse alle Geschäftsvorfälle wider, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu den am 30. September 2009 bzw. 2010 endenden Perioden erforderlich sind.

Die vorliegenden Zwischenabschlüsse enthalten nicht alle Informationen und Angaben, die für die Erstellung eines Jahresabschlusses erforderlich sind. Daher sollten die Zwischenabschlüsse im Zusammenhang mit den Konzernabschlüssen 2008 und 2009 gelesen werden. Als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen im Sinne von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 wendet die MediGene AG die International Financial Reporting Standards vollständig an.

Der vorliegende Zwischenabschluss wurde vom Vorstand der MediGene AG am 11. November 2010 zur Veröffentlichung freigegeben.

Änderung von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen

Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze der vorliegenden konsolidierten Zwischenabschlüsse entsprechen mit Ausnahme der unten dargestellten denen, die MediGene bereits im Konzernjahresabschluss 2009 angewendet hat.

Änderung von Ausweisgrundsätzen

Bei der Darstellung der Kapitalflussrechnung wurden die erhaltenen und gezahlten Zinsen nicht mehr unter dem Mittelzu-/ -abfluss aus Finanzierungstätigkeit, sondern unter dem Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Hinsichtlich der rechnungslegungsrelevanten Änderungen verweist MediGene auf die ausführliche Darstellung im Geschäftsbericht 2009 auf Seite 42 ff. („Änderungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen“).

Konzern-Unternehmen

Neben der Muttergesellschaft, der MediGene AG in Planegg/Martinsried, gehören zum Konzern zwei 100 %ige Tochtergesellschaften, die MediGene, Inc., San Diego, Kalifornien, USA, und die MediGene Ltd., Abingdon, Oxfordshire, Großbritannien. Die Tochtergesellschaften wurden im Jahr 2001 (MediGene, Inc.) und im Jahr 2006 (MediGene Ltd.) übernommen. Darüber hinaus hält MediGene seit dem 30. September 2008 39,09 % der Anteile des assoziierten Unternehmens Immunocore Ltd., Abingdon, Oxfordshire, Großbritannien. Durch die Ausgabe von neuen Aktien der Immunocore Ltd. sank MediGenes Anteil zum 30. September 2010 auf 28,7 %. Gleichzeitig ist das anteilige Eigenkapital auf 2.430 T€ angestiegen.

Daneben besaß die MediGene AG zum 30. September 2010 keine weiteren Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen. Die Abschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen einbezogenen Unternehmen sind eliminiert.

C) Saisonabhängigkeit der operativen Tätigkeit

MediGenes operative Geschäftstätigkeit unterliegt keinerlei saisonal bedingten Schwankungen.

D) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eingebettetes Derivat

Der mit Astellas Pharma geschlossene Vertrag zur Vermarktung von Eligard® beinhaltet ein eingebettetes Derivat, da der Vertrag in US-Dollar und nicht in der funktionalen Währung einer der beiden Vertragsparteien abgewickelt wird. Verluste (Gewinne) aus diesem Derivat entstehen durch Wechselkursverluste (-gewinne) des US-Dollar gegenüber dem Euro und werden jeweils zum Periodenende erfolgswirksam erfasst. Die Bewertung des eingebetteten Derivats erfolgt auf der Basis der vorliegenden/erwarteten Bestellungen von Astellas Pharma.

Assoziiertes Unternehmen

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens Immunocore Ltd. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und gegebenenfalls in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Steuern

In den ersten neun Monaten 2010 wurde weder ein Steueraufwand noch ein Steuerertrag verbucht. In der Vorjahresperiode hat der Konzern einen Steueraufwand ausgewiesen, welcher aus der Korrektur der Steuergutschrift aus dem Jahr 2008, eines sogenannten R&D Tax Credits, entstand. Für die MediGene Ltd. wird ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Verlustvorträge können in Großbritannien unbegrenzt genutzt werden.

E) Erläuterungen zur Bilanz

Gezeichnetes Kapital

Im Vergleich zum 31. Dezember 2009 stieg das gezeichnete Kapital von 35.557 T€ um 1.525 T€ auf 37.082 T€ zum 30. September 2010.

Das gezeichnete Kapital war zum 30. September 2010 in 37.082.758 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt, von denen zum Bilanzstichtag ca. 93 % im Umlauf waren.

Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte

Die Erhöhung des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts wie auch der immateriellen Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2009 beruht ausschließlich auf stichtagsbezogenen Wechselkurseffekten. Diese Effekte betreffen den in britischen Pfund geführten Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts und der immateriellen Vermögenswerte, die aus der Übernahme von MediGene Ltd. stammen. Im Eigenkapital wird diese Veränderung unter „Sonstige Rücklagen“ ausgewiesen.

Kurzfristige Schulden

Im Vergleich zum 31. Dezember 2009 sind die kurzfristigen Schulden von 13.606 T€ um 3.269 T€ auf 16.875 T€ zum 30. September 2010 gestiegen. Grund für diesen Anstieg ist hauptsächlich das Verbuchen der Teilzahlung für die Übertragung der Eligard®-Rechte an Astellas in Höhe von 5 Mio. €, die zunächst unter den Umsatzabgrenzungsposten erfasst wurde.

F) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der durchschnittliche monatliche Barmittelverbrauch aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich in den ersten neun Monaten 2010 von 1,7 Mio. € auf 0,6 Mio. € im Vergleich zu der Vorjahresperiode.

Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds stimmt mit der Position „Liquide Mittel“ in der Konzernbilanz überein.

G) Ergebnis je Aktie

Der Nettoverlust bei voller Verwässerung entsprach zum Berichtszeitpunkt dem tatsächlichen Verlust, da die Umwandlung von Äquivalenten von Stammaktien dem Verwässerungseffekt entgegenwirken würde.

H) Segmentberichterstattung

Primäres Berichtsformat – Geschäftsbereiche

Der Konzern ist in zwei Hauptgeschäftsbereiche gegliedert: Vermarktete Produkte und Medikamentenkandidaten. Die Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

Primäres Berichtsformat – Geschäftsbereiche

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In
T€
Vermarktete Produkte Medikamentenkandidaten Überleitung1) Gesamt
Q3-2010
Erlöse mit externen Kunden 10.071 0 0 10.071
Sonstige Erlöse 1 47 0 48
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten2) 0 0 0 0
Gesamterlöse 10.072 47 0 10.119
Segmentergebnis3) 556 -4.972 0 -4.416
Abschreibungen 0 -183 -26 -209
Anteil am Gewinn assoziierter Unternehmen 0 0 282 282
Vermögenswerte
Anteile am assoziierten Unternehmen 0 0 2.430 2.430
Segmentinvestitionen4) 0 11 18 29
Segmentvermögen 2.515 43.435 20.952 66.902
Segmentschulden 5.934 0 11.176 17.110
Q3-2009
Erlöse mit externen Kunden 8.370 33 0 8.403
Sonstige Erlöse 27 148 1 176
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten2) 0 0 0 0
Gesamterlöse 8.397 181 1 8.579
Segmentergebnis3) -8 -6.515 1 -6.522
Abschreibungen -1 -175 -32 -208
Anteil am Verlust assoziierter Unternehmen 0 0 -450 -450
Vermögenswerte
Anteile am assoziierten Unternehmen 0 0 2.390 2.390
Segmentinvestitionen4) 0 168 4 172
Segmentvermögen 4.166 41.267 19.283 64.716
Segmentschulden 1.852 0 11.398 13.250

1) Die Segmentüberleitung enthält Angaben, die weder dem Segment „Vermarktete Produkte“ noch dem Segment „Medikamentenkandidaten“ zuzuordnen sind, da sie keine eigenen Aktivitäten darstellen.

2) Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten werden für Konsolidierungszwecke eliminiert.

3) Das Segmentbetriebsergebnis enthält keine Zinserträge (Q3-2010: 9 T€; Q3-2009: 11 T€), keine Zinsaufwendungen (Q3-2010: 0 €; Q3-2009: 0 €), keine Währungsgewinne/-verluste (Q3-2010: 697 T€; Q3-2009: -27 T€), keine Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten (Q3-2010: 1.480 T€; Q3-2009: 825 T€), keine Erträge aus finanziellen Vermögenswerten (Q3-2010: 0 €; Q3-2009: 291 T€) und keine Gewinne/Verluste aus assoziiertem Unternehmen (Q3-2010: 282 T€; Q3-2009: -450 T€).

4) Die Segmentinvestitionen beziehen sich auf Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.

Primäres Berichtsformat – Geschäftsbereiche

scroll
In
T€
Vermarktete Produkte Medikamentenkandidaten Überleitung1) Gesamt
9M-2010
Erlöse mit externen Kunden 35.199 0 0 35.199
Sonstige Erlöse 1 89 1 91
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten2) 0 0 0 0
Gesamterlöse 35.200 89 1 35.290
Segmentergebnis3) 5.121 -15.346 1 -10.224
Abschreibungen -2 -542 -80 -624
Anteil am Gewinn assoziierter Unternehmen 0 0 396 396
Vermögenswerte
Anteile am assoziierten Unternehmen 0 0 2.430 2.430
Segmentinvestitionen4) 0 242 24 266
Segmentvermögen 2.515 43.435 20.952 66.902
Segmentschulden 5.934 0 11.176 17.110
9M-2009
Erlöse mit externen Kunden 26.930 58 0 26.988
Sonstige Erlöse 39 1.514 27 1.580
Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten2) 0 0 0 0
Gesamterlöse 26.969 1.572 27 28.568
Segmentergebnis3) 2.181 -15.926 27 -13.718
Abschreibungen -3 -517 -102 -622
Anteil am Verlust assoziierter Unternehmen 0 0 -1.148 -1.148
Vermögenswerte
Anteile am assoziierten Unternehmen 0 0 2.390 2.390
Segmentinvestitionen4) 1 245 205 451
Segmentvermögen 4.166 41.267 19.283 64.716
Segmentschulden 1.852 0 11.398 13.250

1) Die Segmentüberleitung enthält Angaben, die weder dem Segment „Vermarktete Produkte“ noch dem Segment „Medikamentenkandidaten“ zuzuordnen sind, da sie keine eigenen Aktivitäten darstellen.

2) Erlöse aus Transaktionen mit anderen Segmenten werden für Konsolidierungszwecke eliminiert.

3) Das Segmentbetriebsergebnis enthält keine Zinserträge (9M-2010: 17 T€; 9M-2009: 122 T€), keine Zinsaufwendungen (9M-2010: 1 T€; 9M-2009: 5 T€), keine Währungsgewinne/-verluste (9M-2010: 711 T€; 9M-2009: -794 T€), keine Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten (9M-2010: 899 T€; 9M-2009: -586 T€), keine Erträge aus finanziellen Vermögenswerten (9M-2010: 0 €; 9M-2009: 291 T€) und keine Gewinne/Verluste aus assoziiertem Unternehmen (9M-2010: 396 T€; 9M-2009: -1.148 T€).

4) Die Segmentinvestitionen beziehen sich auf Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.

5) Das Segmentvermögen in der Spalte Überleitung enthält langfristige Vermögenswerte (9M-2010: 3.590 T€; 9M-2009: 3.688 T€), liquide Mittel (9M-2010: 10.782 T€; 9M-2009: 9.682 T€) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte (9M-2010: 6.580 T€; 9M-2009: 5.913 T€).

6) Die Segmentschulden in der Spalte Überleitung enthalten langfristige Schulden (9M-2010: 235 T€; 9M-2009: 236 T€), Schulden aus Lieferung und Leistung sowie sonstige Schulden (9M-2010: 10.857 T€; 9M-2009: 10.707 T€) und Rückstellungen (9M-2010: 84 T€; 9M-2009: 455 T€).

Die Erlöse der einzelnen Segmente entstammen externen Geschäftsbeziehungen.

Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftsbereichen und Regionen werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.

Die Segmente setzen sich wie folgt zusammen:

Vermarktete Produkte:

Eligard ®zur Behandlung von hormonabhängigem, fortgeschrittenen Prostatakrebs

Veregen® zur Behandlung von Genitalwarzen

Medikamentenkandidaten & Technologien:

EndoTAG®-1 zur Behandlung solider Tumoren

RhuDex® zur Behandlung rheumatoider Arthritis

oHSV zur Behandlung verschiedener Krebsarten

EndoTAG®-Technologie

oHSV-Technologie

AAV-Technologie

J) Sonstige Erläuterungen

Eventualverbindlichkeiten

Für die nachfolgend aufgeführten Eventualverbindlichkeiten war keine Rückstellung zu passivieren, da das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich gilt.

Im Rahmen bestehender Lizenzvereinbarungen hat sich MediGene zu Meilensteinzahlungen in Höhe von ca. 9,5 Mio. € an den jeweiligen Lizenzgeber verpflichtet. Aus Sicht der Unternehmensleitung sind hierfür keine Rückstellungen zu bilden, da die entsprechenden Zahlungen erst beim Erreichen bestimmter Meilensteine fällig werden.

Das Unternehmen mietet Büro- und Laborräume, Büroeinrichtungen, Laborgeräte sowie Fahrzeuge, die operatives Leasing darstellen, da der Konzern auf Grund der vertraglichen Vereinbarung nicht die Chancen und Risiken trägt. Die Leasingvereinbarungen weisen unterschiedliche Konditionen, Mieterhöhungsklauseln und Verlängerungsoptionen auf.

Der Konzern hat bei diesen Leasingvereinbarungen je nach Vertrag eine Kündigungsfrist von einem Monat bis zu zehn Jahren.

K) Geschäftsführungs- und Aufsichtsratsorgane

„Directors’ Holdings“ und Erläuterungen zu Bezugsrechten

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Organmitglieder Aktien 9M-2010 Aktien J-2009 Optionen 9M-2010 Optionen J-2009
Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker Vorsitzender des Aufsichtsrats, Mitgründer 274.476 274.476 0 0
Prof. Dr. Norbert Riedel Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats 3.300 3.300 0 0
Dr. Pol Bamelis Aufsichtsratsmitglied 400 400 0 0
Sebastian Freitag (bis 30. September 2010) Aufsichtsratsmitglied 2.500 2.500 0 0
Dr. Mathias Albert Boehringer Aufsichtsratsmitglied 0 0 0 0
Dr. Thomas Werner Aufsichtsratsmitglied (seit 2. Februar 2010) 0 - 0 -
Summe Aufsichtsrat 280.676 280.676 0 0
Dr. Frank Mathias Vorstandsvorsitzender 2.000 0 57.500 57.500
Dr. Thomas Klaue Finanzvorstand (bis 17. April 2010) 4.500 4.500 65.333 65.333
Arnd Christ Finanzvorstand (seit 17. April 2010) 0 - 0 -
Summe Vorstand 6.500 4.500 123.333 123.333

(Stand zum 30. September 2010 und zum 31. Dezember 2009)