Medigene AGPlanegg, Ortsteil MartinsriedKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang und mit großer Sorgfalt wahr. Anhand der mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überwacht und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat war an allen für das Unternehmen wesentlichen Entscheidungen direkt beteiligt. Der Vorstand berichtete neben den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen regelmäßig sowohl in schriftlicher als auch mündlicher Form zeitnah und umfassend über den aktuellen Stand der Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über die Unternehmensplanung, wesentliche Geschäftsvorfälle, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik einschließlich der strategischen und organisatorischen Ausrichtung, Kosten- und Ertragsentwicklung, Investitionsmaßnahmen und die Finanzplanung. Mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtete, überwachte und prüfte der Aufsichtsrat stets die Risikolage sowie das Risikomanagement und die rechtskonforme Unternehmensführung. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert, und die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden im Aufsichtsratsplenum ausführlich erörtert. Über das im Unternehmen implementierte Risikomanagement informiert der Risikobericht des Geschäftsberichts. Sitzungen des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat seine Aufgaben auf der Grundlage ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichterstattung durch den Vorstand mit aktuellen und umfassenden Informationen wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2010 fanden fünf Sitzungen (11. März 2010, 11. Mai 2010, 23. Juli 2010, 28. September 2010, 10. Dezember 2010) sowie mehrere fernmündliche Besprechungen statt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. 2011 hat bis zur bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung am 16. März 2011 eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz am 4. Februar 2011 stattgefunden. Im Bedarfsfall wurden Beschlüsse in schriftlicher Form gefasst. Zu speziellen Themen wurden Mitarbeiter der Gesellschaft sowie externe Experten hinzugezogen. Auch in Einzelgesprächen stand der Aufsichtsrat dem Vorstand zur Verfügung. Der Aufsichtsratsvorsitzende sprach in der Regel mindestens einmal wöchentlich mit dem Vorstandsvorsitzenden, informierte sich und seine Aufsichtsratskollegen über wichtige Geschäftsvorfälle und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Über alle Projekte und Vorhaben von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch außerhalb von Sitzungen unverzüglich informiert. Zustimmungspflichtige Rechtsgeschäfte legte der Vorstand rechtzeitig zur Beschlussfassung vor. Alle dem Aufsichtsrat vorgelegten Vorgänge, die gemäß Gesetz oder Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung. Neben der wirtschaftlichen Lage und der aktuellen Geschäftsentwicklung legte der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 im Entwicklungsbereich besonderes Augenmerk auf die Fertigstellung des EndoTAG®-1-Pakets mit der Auswertung der klinischen Phase II-Studie in dreifach rezeptornegativem Brustkrebs sowie der Umstellung des Herstellungsprozesses von Gefrier- auf Sprühtrocknung und auf die Weiterentwicklung des Medikamentenkandidaten RhuDex®. Im Vermarktungsbereich waren für den Aufsichtsrat vor allem die Entwicklung der Veregen®-Umsätze sowie der Verkauf der europäischen Eligard®-Rechte an Astellas von Bedeutung. Weiterhin unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei den im September 2010 vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen und den Aktivitäten zur Stärkung der Pipeline. Ferner wurden vom Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 auch personelle Entscheidungen im Vorstandsbereich getroffen. Der Aufsichtsrat berief Herrn Arnd Christ mit Wirkung zum 17. April 2010 in den Vorstand der Gesellschaft. Er folgte Herrn Dr. Thomas Klaue als Finanzvorstand nach, der zu diesem Datum aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden ist. In der Sitzung vom 11. März 2010 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009. Weiterhin wurden die Unternehmensziele für das Geschäftsjahr 2010 definiert und die Bonusgewährung in Abhängigkeit der Zielerreichung festgelegt. Außerdem stellten im Rahmen dieser Sitzung die jeweiligen Projektleiter dem Aufsichtsrat die Fortschritte in den Entwicklungsprojekten vor. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 11. Mai 2010. Am 11. Mai 2010 fand die Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung statt. Nachdem alle Aufsichtsratsmitglieder von der Hauptversammlung in ihrem Amt bestätigt wurden, wählte der Aufsichtsrat zunächst Herrn Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker zum Vorsitzenden des Gremiums sowie Herrn Prof. Dr. Norbert Riedel zum stellvertretenden Vorsitzenden. Anschließend wurden die Ausschüsse im Aufsichtsrat neu gebildet. In das Audit Committee wurden Sebastian Freitag, Dr. Mathias Boehringer und Dr. Thomas Werner, in das Compensation Committee Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Prof. Dr. Norbert Riedel und Dr. Pol Bamelis und in das SEDA Committee Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Dr. Pol Bamelis und Sebastian Freitag gewählt. Über weitere Einzelheiten zu den Aufgaben und zur Zusammensetzung der Aufsichtsratsausschüsse berichten wir im Abschnitt "Ausschüsse im Aufsichtsrat" auf Seite 97 f. Schwerpunkt der Sitzung am 23. Juli 2010 war die finanzielle Situation der Gesellschaft in Verbindung mit strategischen Überlegungen für die weitere Unternehmenstätigkeit. Dabei wurden neben den aktuellen Projekten und deren Fortschritt auch Szenarien für die Stärkung der Pipeline diskutiert. Während der Sitzung am 28. September 2010 wurden intensiv die Fortschritte der letzten Monate diskutiert. Neben dem Erreichen wichtiger Meilensteine im EndoTAG®-1-Projekt (Abschluss der Phase II-Studie in dreifach rezeptornegativem Brustkrebs, erfolgreiche Entwicklung eines neuen Herstellungsverfahrens) hat vor allem der Verkauf der europäischen Eligard®-Rechte an Astellas wesentlichen Einfluss auf die künftige finanzielle Situation der Gesellschaft. In diesem Rahmen stellte der Vorstand auch eine Empfehlung zur Adaptierung der Unternehmensorganisation an die neuen Anforderungen des Geschäftsbetriebs einschließlich Restrukturierung vor. In einer Telefonkonferenz, die am 29. September 2010 abgehalten wurde, folgte der Aufsichtsrat der Vorstandsempfehlung und beschloss über die Reorganisation des Unternehmens. Diese umfasst unter anderem die Reduzierung der Mitarbeiterzahl von 107 auf ca. 55 Mitarbeiter sowie der nächsten Hauptversammlung vorzuschlagen, das Aufsichtsratsgremium zu verkleinern, um der künftigen Unternehmensgröße gerecht zu werden. Vor dem Hintergrund der erreichten Meilensteine und mit Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen soll die Gesellschaft für eine angestrebte strategische Transaktion gestärkt werden. Nach der Niederlegung seines Aufsichtsratsmandats durch Herrn Sebastian Freitag zum 30. September 2010 mussten die Posten in den Aufsichtsratsausschüssen nachbesetzt werden. In das Audit Committee wurde Herr Dr. Thomas Werner gewählt, Herr Dr. Mathias Boehringer übernahm den Vorsitz im Audit Committee und im SEDA Committee wurde Herr Sebastian Freitag durch Herrn Dr. Mathias Boehringer ersetzt. Im Rahmen der Sitzung vom 10. Dezember 2010 wurde eingehend die Budgetplanung für das Jahr 2011 diskutiert und das Budget für das kommende Geschäftsjahr verabschiedet. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Fortschritte der Aktivitäten des Vorstands zur Stärkung der Pipeline informiert. Im Rahmen dieser Sitzung hat das Aufsichtsratsplenum in Abwesenheit des Vorstands auch Fragen der Zielerreichung für 2010 und der Vorstandsvergütung erörtert. Das System der Vorstandsvergütung wurde vom Aufsichtsratsplenum überprüft und als angemessen bewertet. Ausführliche Erläuterungen zur Höhe und Struktur der Vergütung sind im Vergütungsbericht (siehe Seiten 32 f. und 88 f. des Geschäftsberichts) zu finden. Weiterhin beschäftigte sich der Aufsichtsrat während dieser Sitzung mit den Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex und dem Inhalt der Entsprechenserklärung. In diesem Zusammenhang beschloss der Aufsichtsrat, bei der Neubestellung zukünftiger Vorstandsmitglieder auch das Kriterium der Vielfalt einzubeziehen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Ebenso hat der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine künftige Zusammensetzung benannt. Insbesondere soll Vielfalt einberechnet und dabei eine angemessene Berücksichtigung von Frauen erreicht werden. Der Aufsichtsrat beschloss, bei künftigen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat an die Hauptversammlung diese Ziele zu berücksichtigen. Ausschüsse im AufsichtsratEs bestanden im gesamten Geschäftsjahr 2010 ein Compensation Committee (Personal- und Vergütungsausschuss), ein Audit Committee (Prüfungsausschuss) sowie ein SEDA Committee. Im Laufe des Jahres 2010 tagten die beiden erstgenannten Ausschüsse jeweils viermal. Sitzungen des Compensation Committee finden jeweils im Anschluss an reguläre Aufsichtsratssitzungen statt. Das Audit Committe tagte zweimal im Anschluss an eine reguläre Sitzung sowie zweimal separat. Das SEDA Committee hielt drei telefonische Sitzungen ab. Zu den Aufgaben des Compensation Committees gehören die Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder. Schwerpunkte bilden Abschluss und Änderung der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern und die Festsetzung ihrer Vergütung. Wesentliche Beratungsthemen waren das Ausscheiden des Finanzvorstands Dr. Thomas Klaue und die Berufung seines Nachfolgers Arnd Christ in den Vorstand der Gesellschaft. Weiterhin wurde über die Verlängerung des Dienstvertrags mit Herrn Dr. Frank Mathias um weitere drei Jahre beraten. Aufgrund der Wichtigkeit dieser personellen Angelegenheiten wurden die in diesem Zusammenhang zu treffenden Entscheidungen dem Gesamtaufsichtsrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Dem Compensation Committee gehören Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker (Vorsitzender), Dr. Pol Bamelis sowie Prof. Dr. Norbert Riedel an. Die Mitglieder des Audit Committees befassen sich mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung mit den Wirtschaftsprüfern. Das Audit Committee hat die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt und die Unabhängigkeit des Prüfers überwacht. Der Prüfungsausschuss befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers und des Finanzvorstands mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der MediGene AG sowie der prüferischen Durchsicht der Zwischenfinanzberichte. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte wurden vom Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung regelmäßig mit dem Vorstand erörtert. Das Audit Committee gab dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. Es überwachte ferner den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem und das interne Revisionssystem. Dem Audit Committee gehörten Sebastian Freitag (Vorsitzender), Dr. Pol Bamelis und Dr. Mathias Boehringer an. Aufgrund der Niederlegung seines Aufsichtsratsmandats zum 30. September 2010 schied Herr Sebastian Freitag auch aus dem Audit Committee aus. Herr Dr. Thomas Werner wurde vom Aufsichtsrat als Nachfolger in das Audit Committee gewählt, Herr Dr. Mathias Boehringer übernahm den Vorsitz im Ausschuss. Das SEDA Committee ist ein beschließender Ausschuss, dessen Mitglieder sich mit allen Beschlüssen befassen, die sich für den Aufsichtsrat aus dem mit YA Global Investments L.P. geschlossenen „Standby Equity Distribution Agreement“ (SEDA) zur Zeichnung neuer Aktien der MediGene AG ergeben. Insbesondere sind dies die Zustimmungen des Aufsichtsrats zur Ausgabe neuer Aktien, der Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe sowie der Bezugsrechtsausschluss, welche jeweils gesondert für jede einzelne Tranche erfolgen müssen. Außerdem ist das SEDA Committee für die Satzungsänderung, die nach jeder Aktienausgabe aus dem SEDA-Programm erforderlich ist, zuständig. Dem SEDA Committee gehörten Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Sebastian Freitag und Dr. Pol Bamelis an. Aufgrund der Niederlegung seines Aufsichtsratsmandats zum 30. September 2010 schied Herr Sebastian Freitag aus dem SEDA Committee aus. Herr Dr. Mathias Boehringer wurde vom Aufsichtsrat als sein Nachfolger in das SEDA Committee gewählt. Über ihre Arbeit haben die Aufsichtsratsausschüsse regelmäßig in den jeweils folgenden Sitzungen des Aufsichtsratsplenums berichtet. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat befasste sich auch 2010 mit der Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex durch die MediGene AG. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Umsetzung des Kodex bei der MediGene AG in der Aufsichtsratssitzung vom 10. Dezember 2010 intensiv diskutiert und gaben ebenfalls am 10. Dezember 2010 die jährliche Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG ab, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht wurde. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich in entsprechendem Umfang der Umsetzung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet. Über die Corporate Governance bei der MediGene AG berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate Governance Bericht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind im Geschäftsjahr 2010 nicht aufgetreten. AufsichtsratsmitgliederFür die Zeit bis zur nächsten Hauptversammlung hatte die Gesellschaft im Januar 2010 die gerichtliche Bestellung von Dr. Thomas Werner für den bis dahin vakanten Posten im Aufsichtsrat beantragt. Das Amtsgericht München, Registergericht, hat mit Beschluss vom 2. Februar 2010 Dr. Thomas Werner zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Am 11. Mai 2010 wählte die Hauptversammlung den Aufsichtsrat. Die Herren Dr. Pol Bamelis, Dr. Mathias Boehringer, Sebastian Freitag, Prof. Dr. Norbert Riedel, Dr. Thomas Werner und Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker wurden von den Aktionären der Gesellschaft in Einzelwahl in ihren Ämtern bestätigt und bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 entscheidet, in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Sebastian Freitag legte sein Aufsichtsratsmandat zum 30. September 2010 nieder. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig, ob mindestens eines seiner Mitglieder über die notwendige Unabhängigkeit und die erforderliche Kompetenz auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Dies war auch im Geschäftsjahr 2010 der Fall. Jahres- und KonzernabschlussDer von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB erstellten Jahresabschluss der MediGene AG zum 31. Dezember 2010 sowie den Lagebericht der MediGene AG für das Geschäftsjahr 2010 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Den Prüfauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 vergeben. Der Konzernabschluss der MediGene AG wurde auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Abschlussprüfer versah auch den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Prüfungsausschuss hat für das Berichtsjahr die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Sie wurden vom Prüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat am 16. März 2011 eingehend geprüft und im Beisein des Vorstands und des Abschlussprüfers, der über die Ergebnisse seiner Prüfung berichtete, erörtert. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung teil, berichtete ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere über die Ergebnisse seiner Prüfung bezogen auf wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagements hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses. Vorstand und Abschlussprüfer standen für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Alle Fragen konnten zur vollen Zufriedenheit des Aufsichtsrats beantwortet werden. Der Aufsichtsrat hat sich nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und in seiner Sitzung vom 16. März 2011 gemäß der Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Prüfungsausschuss hat im Rahmen der Sitzung vom 16. März 2011 auch empfohlen, dass die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, der Hauptversammlung vom Aufsichtsrat als Abschlussprüfer für das Jahr 2011 vorgeschlagen wird. Der Aufsichtsrat wird dieser Empfehlung folgen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren erfolgreichen Einsatz für die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010. Gemeinsam haben sie im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder ein gutes Ergebnis erreicht.
Planegg/Martinsried, im März 2011 Prof. Dr. Ernst-Ludwig Winnacker, Vorsitzender des Aufsichtsrats |