Medigene AGPlanegg, Ortsteil MartinsriedHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017QUARTALSMITTEILUNG 6M-2017MEDIGENES KENNZAHLEN scroll
6-MONATSBERICHT 2017DER MEDIGENE AG, PLANEGG/MARTINSRIED, FÜR DIE PERIODE VOM 1. JANUAR BIS 30 JUNI 2017„Wir sind dabei, eine neue Stufe in Medigenes klinischer und unternehmerischer Entwicklung zu erreichen. Mit der Einreichung des Zulassungsantrags für unsere erste eigene TCR-Immuntherapie konnten wir zwei wichtige Ziele umsetzen: Zum einen stehen wir in den Startlöchern, um neben der bereits laufenden Studie mit DC-Vakzinen unsere TCR-Immuntherapie in die klinische Entwicklung zu bringen. Zugleich haben wir den finalen Meilenstein unserer Trianta-Akquisition erreicht, die Medigene zu einem führenden Unternehmen für T-Zell-lmmuntherapien gemacht hat." Prof. Dr. Dolores Schendel, Vorstandsvorsitzende der Medigene AG Ich freue mich, über unsere Finanzergebnisse berichten zu können, die die planmäßige Transformation von Medigene zu einem Immuntherapie-Unternehmen widerspiegeln. Mit der im zweiten Quartal 2017 erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung haben wir neue institutionelle Investoren für Medigene gewonnen und die finanzielle Grundlage für die nächsten Entwicklungs- schritte unserer immunologischen Krebstherapien ausgeweitet. Gemeinsam mit unserem Team und unseren Partnern arbeiten wir kontinuierlich an unserem Ziel, innovative Therapieansätze mit einem echten Mehrwert für Patienten zu entwickeln." Dr. Thomas Taapken, Finanzvorstand der Medigene AG Inhalt Kennzahlen Wichtigsten Ereignisse seit Jahresbeginn 2017 Pipeline, Aktie Konzern-Zwischenlagebericht 6M-2017 Konzern-Zwischenabschluss 6M-2017 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss Versicherung der gesetzlichen Vertreter Finanzkalender/Impressum/Markenrechtliche Hinweise/Zukunftsgerichtete Aussagen WICHTIGSTE EREIGNISSE SEIT JAHRESBEGINN 2017Immuntherapien:
Außerhalb des Kerngeschäfts:
Unternehmen:
WICHTIGSTE KENNZAHLEN IM ERSTEN HALBJAHR 2017
MEDIGENES IMMUNOTHERAPIE PIPELINE![]() KURSENTWICKLUNG DER MEDIGENE-AKTIE(Index 2. Januar 2017 €8,75 indiziert auf 100)![]() KENNZAHLEN DER AKTIE scroll
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Tagesschlusskurs; Konzern-ZwischenlageberichtDER MEDIGENE AG, PLANEGG/MARTINSRIED, FÜR DIE PERIODE VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017VORBEMERKUNGENDie Medigene AG, Planegg/Martinsried (im Folgenden „Medigene" oder „Gesellschaft"), zusammen mit ihren konsolidierten Tochtergesellschaften (im Folgenden „Konzern"), ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative Immuntherapien zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien. Dabei konzentriert sich Medigene auf personalisierte, T-Zell-gerichtete Therapieansätze. Entsprechende Projekte befinden sich in verschiedenen Stadien der präklinischen und klinischen Entwicklung. Stand des Produktportfolios und der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten Medigene entwickelt Immuntherapien mit drei komplementären Ansätzen (T-Zell-Rezeptor (TCR)-veränderte T-Zellen, Dendritische Zell (DC)-Vakzine und T-Zell-spezifische monoklonale Antikörper, TABS), wobei sich die therapeutischen Ansätze in verschiedenen Stadien der klinischen und präklinischen Entwicklung befinden. Außerhalb seines Kerngeschäfts verfügt das Unternehmen über ein vermarktetes Medikament, Veregen®, das von Partnerunternehmen vertrieben wird. Darüber hinaus hat Medigene den Medikamentenkandidaten RhuDex® an einen Partner auslizenziert, der die weitere klinische Entwicklung übernommen hat. Kerngeschäft: Immuntherapien TCR-modifizierte T-Zellen (TCRs) Im Juli 2017 hat Medigene einen Studienantrag eingereicht, um die erste klinische Studie des Unternehmens mit eigenen T-Zell-Rezeptor (TCR)-modifizierten T-Zellen als Immuntherapie zur Behandlung einer Reihe von Blutkrebsindikationen zu beginnen. Der Studienantrag wurde dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als zuständige regulatorische Behörde in Deutschland übermittelt. Medigene erwartet, mit der Studie bis Ende 2017 beginnen zu können. Im März 2017 gab Medigene Details zu dieser TCR-Studie bekannt. Die Phase I/II-Studie die Sicherheit und Durchführbarkeit der Therapie untersuchen und Patienten mit fortgeschrittenen hämatologischen Krankheiten behandeln, namentlich Akute Myeloischer Leukämie (AML), Myelodisplastisches Syndrom (MDS) und Multiples Myelom (MM). Das Unternehmen wird einen T-Zellrezeptor mit HLA-A*02:01-Restriktion für das gut charakterisierte Ziel-antigen PRAME (bevorzugt exprimiertes Antigen in Melanomen, englisch: PReferentially Expressed Antigen in MElanoma) verwenden. Medigene hat einen TCR-Kandidaten für dieses Target identifiziert, der in umfassenden präklinischen Analysen positive Sicherheits- und Wirksamkeitsmerkmale gezeigt hat. Präklinische Daten zu Medigenes ausgewähltem TCR-Kandidaten für MDG1011 wurden auf der Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung (American Association for Cancer Research, AACR) vorgestellt, die vom 1.-5. April in Washington D.C., USA, stattfand. Effektorzellen mit dem von Medigene ausgewählten TCR gegen PRAME zeigten eine hohe natürliche Avidität für das Zielepitop ohne die Notwendigkeit für weitere Veränderungen wie z. B. funktionale Wirksamkeitsverstärkung durch Affinitätsmaturation. Zusätzlich ergaben zahlreiche Toxizitätsabschätzungen mit verschiedenen in vitro- und in silico-Methoden ein günstiges präklinisches Sicherheitsprofil für diesen TCR. Im Mai 2017 erschien in "Cancer Research" ein wissenschaftlicher Artikel über eine Methode zur Verstärkung der Wirkung adoptiver T-Zelltherapien. Die Ergebnisse wurden innerhalb einer Forschungsallianz von Wissenschaftlern aus neun deutschen akademischen Institutionen und Wissenschaftlern der Medigene AG erzielt und zeigen, wie adoptive T-Zell-Therapien durch Optimierung der T-Zelleffektorfunktionen verbessert werden können, ohne ihre Spezifität zu verändern. Durch die Funktionsverbesserung von T-Zellen mit geringer Avidität lässt sich ein großes Arsenal von Zellen mit niedriger Avidität erschießen. Diese Zellen wurden bisher als therapeutisch ineffizient angesehen, könnten damit aber zukünftig auch für die adoptive T-Zell-Therapie in Betracht gezogen werden. DC-Vakzine (DCs) Im April 2017 präsentierte Medigenes akademischer Partner, die Universitätsklinik Oslo, aktualisierte Daten aus einer "Compassionate Use"-Anwendung einer dendritischen Zell (DC)-Vakzine, die Medigenes DC-Impfstofftechnologie verwendet. Auf dem Jahrestreffen der American Association for Cancer Research (AACR) in Washington, D.C., USA, wurden Resultate von fünf Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) in morphologischer Remission vorgestellt, die nach unvollständiger Induktions-/Konsolidierungschemotherapie mit dendritischen Zellen (DCs) behandelt wurden, die auf WT-1 und PRAME abzielen. Die Resultate zeigen, dass in vier von fünf Patienten Toll-like Rezeptor-polarisierte DC Vakzinierung spezifische T-Zellantworten induzierten oder unterstützten. Drei Patienten befinden sich nach der suboptimalen ersten Chemotherapie weiter in kompletter Remission, nach jeweils 21, 25 und 33 Monaten. Die Immunantworten dieser Patienten wurden präsentiert. Außerhalb des Kerngeschäfts: Auslizenzierte/veräußerte Produkte Folgende Medikamente bzw. Medikamentenkandidaten außerhalb von Medigenes Kerngeschäft werden durch Partner vermarktet bzw. entwickelt: Veregen® Am 1. April 2017 gab Medigene eine veränderte Vertragsstruktur mit dem japanischen Unternehmen Mitsui Norin bekannt. Auf Basis neuer unterstützender Daten zu einer längeren Haltbarkeit des Wirkstoffs und eines ausreichend hohen Wirkstoffvorrats für eine langjährige Vermarktung des Medikaments wurde der Vertrag zur Herstellung und Lieferung des Wirkstoffs für Veregen® mit Wirkung zum 31. März 2017 beendet. An dessen Stelle trat ab 1. April 2017 ein neuer Lizenzvertrag am sogenannten Drug Master File (DMF) für Veregen®. RhuDex® Bereits im Jahr 2014 schloss Medigene eine exklusive globale Lizenzvereinbarung mit dem Pharmaunternehmen Dr. Falk Pharma GmbH für die Entwicklung und Vermarktung des Medikamentenkandidaten RhuDex® in den Indikationsbereichen Hepatologie und Gastroenterologie ab. In diesen Bereichen übernimmt Falk Pharma die Verantwortung und sämtliche Kosten für die künftige Entwicklung und Vermarktung von RhuDex®. UNTERNEHMERISCHE NEUERUNGENManagementwechsel Seit 1. Januar 2017 hat Dr. Thomas Taapken die Position des Finanzvorstands übernommen. Am 11. Mai 2017 gab Medigene bekannt, dass der Chief Operating Officer (C00) der Gesellschaft, Dave Lemus, den Vorstand der Gesellschaft verlässt und zukünftig eine beratende Rolle für den Aufsichtsrat und Vorstand der Medigene AG einnehmen wird. Seine Aufgaben wurden von Dr. Thomas Taapken übernommen. Herr Lemus war seit Anfang 2016 als COO der Gesellschaft tätig. Auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 wurden drei Persönlichkeiten mit umfangreicher Branchenkompetenz in einer Ergänzungswahl in den nun auf sechs Personen erweiterten Aufsichtsrat von Medigene gewählt: Dr. Keith Manchester, Managing Director und Head of Life Sciences QVT Financial LP, USA; Ronald Scott, Chief Executive Officer von Basilea Pharmaceutical International Ltd., Basel, Schweiz; sowie Dr. Gerd Zettlmeissl, selbständiger Berater Immunoprophylaxe/-therapie, Österreich. Platzierung neuer Aktien bei institutionellen Investoren Am 5. Mai 2017 gab das Unternehmen bekannt, dass es einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 20,7 Mio. € durch eine signifikant überzeichnete Privatplatzierung über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding) erlöst hat. Medigene hat 1.964.599 und damit die maximal mögliche Zahl neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital bei institutionellen Investoren zu einem Preis von 10,55 € pro Aktie platziert. Die Kapitalerhöhung umfasste rund 9,7 % des Grundkapitals vor der Transaktion. Neben bestehenden institutionellen Investoren konnte das Unternehmen neue, auf Healthcare spezialisierte institutionelle Investoren gewinnen, insbesondere in den USA. NACHTRAGSBERICHTFolgendes wesentliches Ereignis in der Unternehmensentwicklung ist nach Ende der Berichtsperiode eingetreten: Am 10. Juli 2017 gab Medigene die Einreichung eines Studienantrags bekannt, um die erste klinische Studie des Unternehmens mit eigenen T-Zell-Rezeptormodifizierten T-Zellen als Immuntherapie zur Behandlung einer Reihe von Blutkrebsindikationen zu beginnen. Der Studienantrag wurde dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als zuständige Behörde in Deutschland übermittelt. Medigene erwartet, mit der Studie bis Ende 2017 zu beginnen. Die Einreichung des Studienantrags führt innerhalb der nächsten fünf Monate zu einer abschließenden Meilensteinzahlung von zwei Millionen Euro von der Medigene AG an die ehemaligen einbringenden Gesellschafter der Medigene Immunotherapies GmbH (vormals Trianta Immunotherapies GmbH) voraussichtlich durch Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital. Hierfür ist in der Bilanz eine Verbindlichkeit von zwei Millionen Euro ausgewiesen (siehe C.III kurzfristige Schulden). Die Meilensteinzahlung wurde im Rahmen der Akquisition von Trianta im Januar 2014 als Teil des Kaufpreises vereinbart. Mit dieser dritten und letzten Meilensteinzahlung wird der Kaufpreis von insgesamt 9,7 Millionen Euro vollständig beglichen sein. ERTRAGSLAGEGesamterlöse ![]() In den ersten zwei Quartalen 2017 wurden im Kerngeschäft Immuntherapien Umsätze aus der 2016 vereinbarten Kooperation mit dem US-Unternehmen bluebird bio, Inc. (bluebird bio) in Höhe von 2.252 T€ erzielt (6M-2016: 0 T€). Diese Umsatzerlöse bestehen aus einer anteiligen Realisierung der 2016 erfolgten Vorauszahlung sowie aus der Rückerstattung von Forschungs- und Entwicklungskosten, die im Rahmen der Kooperation während der Berichtsperiode entstanden sind. Außerhalb des Kerngeschäfts erzielte Medigene Umsatzerlöse für das verpartnerte Medikament Veregen® sowie sonstige betriebliche Erträge für veräußerte Produkte. Medigenes Veregen®-Umsätze setzen sich in der Regel aus Umsatzbeteiligungen, Produktlieferungen an die Vertriebspartner und Meilensteinzahlungen zusammen. Diese Veregen®-Umsätze verringerten sich in den ersten sechs Monaten 2017 leicht um 3 % auf 1.348 T€ (6M-2016: 1.385 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im ersten Halbjahr 2017 1.315 T€ (6M-2016: 4.085 T€). Der höhere Betrag im Vorjahr ging auf einen Sondereffekt in Höhe von 2.365 T€ durch den Netto-Gewinn aus dem Verkauf von Medigenes ehemaligem Medikamentenkandidaten EndoTAG® zurück. Zudem verbuchte Medigene auch im ersten Halbjahr 2017, wie bereits in den Vorjahresperioden, gleichbleibend regelmäßige, nicht zahlungswirksame Erträge in Höhe von 1.247 T€ im Zusammenhang mit einem Vertrag mit dem US-Finanzinvestor Cowen Healthcare Royalty Partners, USA („Cowen") für Medigenes ehemaliges Medikament Eligard®. Die Gesamterlöse des Unternehmens sanken damit in den ersten sechs Monaten 2017 aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr (Verkauf von EndoTAG®), die zum großen Teil durch Erlöse aus der bluebird bio-Partnerschaft kompensiert wurden, um 10 % auf 4.915 T€ (6M-2016: 5.470 T€). Bruttoergebnis Das Bruttoergebnis sank im ersten Halbjahr 2017 aufgrund der geringeren Umsatzerlöse aus dem Nicht-Kerngeschäft um 8 % auf 4.321T€ (6M-2016: 4.697 T€). Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten ![]() Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten des Unternehmens stiegen in den ersten sechs Monaten 2017 um 8 % auf 4.338T€ (6M-2016: 4.013 T€), insbesondere durch Veränderungen in der Vorstandsstruktur und einem erhöhten Aufwand für Investor-Relations-Aktivitäten im Zusammenhang mit der im Mai 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung. Forschungs- und Entwicklungskosten ![]() Medigenes Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich planmäßig in den ersten sechs Monaten 2017 um 46 % auf 7.436 T€ (6M-2016: 5.079 T€). Der Anstieg dieser Kosten ist auf Medigenes Fortschritte in der Durchführung und Planung klinischer Studien für die Immuntherapie-Programme sowie auf ein vergrößertes Team von Wissenschaftlern und Labormitarbeitern in diesem Bereich zurückzuführen. EBITDA Medigenes EBITDA wird aus dem Periodenergebnis abgeleitet und enthält keine Steuern, kein Finanzergebnis, das sich aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen, dem sonstigen Finanzergebnis sowie den Erträgen aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten ergibt, keine Währungsgewinne/-verluste und keine Abschreibungen. Der EBITDA-Verlust stieg planmäßig im ersten Halbjahr 2017 auf 6.896 T€ (6M-2016: 4.011 T€). Die Steigerung ist insbesondere auf höhere Forschungs- und Entwicklungskosten für Medigenes Immuntherapieprogramme zurückzuführen. Finanzergebnis Die Netto-Zinsaufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf -1.011 T€ (6M-2016: -499 T€). Die Zinsaufwendungen enthalten in den ersten sechs Monaten 2017 im Wesentlichen die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in Höhe von 574 T€ (6M-2016: 18 T€) aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert des Meilensteins gegenüber den vormaligen Gesellschaftern der Medigene Immunotherapies GmbH, und ebenso nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen in Höhe von 542 T€ (6M-2016: 603 T€), die aus der Bewertung der Finanzschuld im Zusammenhang mit dem Cowen-Vertrag resultieren. Im sonstigen Finanzergebnis sind zudem bedingte Kaufpreiszahlungen in Form der Umsatzbeteiligungen an Amgen's Medikament ImlygicTM in Höhe von insgesamt 240 T€ für das erste Halbjahr 2017 (6M-2016: 137 T€) enthalten. Medigene hat im Dezember 2015 100 % der Medigene Ausgründung Catherex Inc. an Amgen Inc., USA, verkauft. Medigene hat Anspruch auf zusätzliche Kaufpreiszahlungen, die mit dem Erreichen bestimmter verkaufsabhängiger Meilensteine für ImlygicTM verknüpft sind. Zudem erhält Medigene bis zum Ende des Jahres 2020 bedingte Kaufpreiszahlungen in Form der Umsatzbeteiligungen an ImlygicTM. Währungsgewinne Im ersten Halbjahr 2017 entstanden aufgrund des schwächeren US-Dollar-Kurses Währungsgewinne in Höhe von 827 T€ (6M-2016: 215 T€). Die Währungsgewinne resultieren im Wesentlichen aus der nicht zahlungswirksamen Bewertung der Finanzschuld aus dem Cowen-Vertrag. 6-Monatsergebnis 2017 Aufgrund der planmäßigen Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungskosten für Medigenes Immuntherapien-sowie positiver Einmaleffekte im Vorjahr wie der Erträge aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten (Immunocore-Aktien) in Höhe von 4.242 T€, erhöhte sich der Nettoverlust nach Steuern in den ersten sechs Monaten 2017 auf 7.470 T€ (6M-2016: 401 T€). Ergebnis je Aktie Im ersten Halbjahr 2017 betrug der Verlust je Aktie 0,36 € (gewichtete durchschnittliche Aktienzahl unverwässert und verwässert: 20.767.527) aufgrund der oben beschriebenen Effekte im Vergleich zum Verlust der Vorjahresperiode von 0,02 € je Aktie (6M-2016: gewichtete durchschnittliche Aktienzahl unverwässert und verwässert: 19.778.959). FINANZLAGEMittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 auf 11.559 T€ (6M-2016: 8.818 T€). Daraus ergab sich ein durchschnittlicher monatlicher Barmittelverbrauch von 1,9 Mio. € in den ersten sechs Monaten 2017 (6M-2016: 1,5 Mio. €). Der Anstieg des Mittelabflusses resultiert insbesondere aus den erhöhten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Die Höhe des aktuellen Barmittelverbrauchs aus laufender Geschäftstätigkeit ist für die künftige Entwicklung dieses Betrags nur von eingeschränkter Aussagekraft, da diese wesentlich von einmaligen Zahlungen im Rahmen von Partnerschaften ebenso beeinflusst wird wie von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, deren Höhe vom Projektstatus abhängt. Mittelab-/zufluss aus Investitionstätigkeit Medigene verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2017 einen Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 6.166 T€, insbesondere durch die Anlage von Barmitteln in Festgeld, im Gegensatz zu einem Mittelzufluss von 10.864 T€ in der Vorjahresperiode. Der Mittelzufluss im Vorjahr entstand im Wesentlichen aus der Veräußerung von Anteilen an der Immunocore Ltd. in Höhe von 6 Mio. € und aus der Veräußerung der Catherex, Inc. an die Amgen Inc. in Höhe von 4 Mio. €. Mittelzu-/abfluss aus Finanzierungstätigkeit Medigene verzeichnete im Berichtszeitraum einen Barmittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit von 18.966 T€ (6M2016: Barmittelabfluss von -132 T€) in Folge einer im Mai 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung, die zu einem Brutto-Emissionserlös von 20,7 Mio. € führte. Liquide Mittel und Festgelder Die liquiden Mittel und Festgelder des Unternehmens betrugen zum Ende der Berichtsperiode 59.871 T€ (31.12.2016: 52.630 T€). VERÄNDERUNG DER LIQUIDEN MITTEL scroll
VERMÖGENSLAGEENTWICKLUNG DER VERMÖGENSTRUKTUR, EIGENKAPITAL UND SCHULDEN scroll
Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte In den Aktiva stiegen das Sacheinlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte um 5 % 1.829 T€ (6M2016: 36.878 T€) aufgrund von Erneuerungen in der Laborinfrastruktur und dem im April 2017 gemeldeten Erwerb der DMF-Lizenz zur Herstellung von Veregen®. Finanzielle und langfristige sonstige Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 12 % auf 7.640 T€ (6M-2016: 8.652 T€) nach Eingang der zweiten Rate von SynCore für den Erwerb von EndoTAG®. Liquide Mittel und Festgelder Die liquiden Mittel und Festgelder erhöhten sich aufgrund der in der Finanzlage erläuterten Effekte um 14 % auf 59.872 T€ (6M-2016: 52.630 T€). Langfristige Schulden In den Passiva reduzierten sich die langfristigen Schulden um 14 % auf 18.191 T€ (6M-2016: 21.157 T€), insbesondere aufgrund der Verringerung der Umsatzabgrenzung im Zusammenhang mit der einmaligen Vorauszahlung (Upfront-Payment) von bluebird bio in Höhe von 15 Mio. USD (13,4 Mio. €), die über einen Zeitraum von voraussichtlich 45 Monaten als Umsatz realisiert wird. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl belief sich zum Stichtag auf 96 (31. Dezember 2016:88) und verteilte sich auf 67 Mitarbeiter im Bereich Forschung-und Entwicklung, 22 Mitarbeiter im Bereich allgemeine Verwaltung und 7 Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Business Development. Die Mitarbeiterzahl gerechnet auf Vollzeitäquivalente (FTE) stieg im ersten Halbjahr 2017 auf 90 (31. Dezember 2016:80) aufgrund der Einstellung weiterer Mitarbeiter für die Medigene Immunotherapies GmbH. Der Personalaufwand betrug in der Berichtsperiode 5.266 T€ (6M-2016: 4.536 T€). Nahestehende Unternehmen und Personen Detaillierte Informationen zu den nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang auf Seite 23 dargestellt. Segmentinformationen Detaillierte Informationen zu den Segmenten sind im Anhang auf Seite 20. dargestellt. Risikobericht Die im Konzern bestehenden Risiken sind ausführlich im Risikobericht des veröffentlichten Konzernlageberichts 2016 beschrieben. Zum Stichtag 30. Juni 2017 haben sich gegenüber den dort beschriebenen Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Risikomanagementsystem Medigenes Management begegnet den im Konzern bestehenden Risiken mittels eines umfassenden Risikomanagementsystems. Zur Beschreibung dieses Systems wird auf den am 21. März 2017 veröffentlichten Konzernlagebericht 2016 verwiesen. CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHTFinanzprognose 2017 Medigene bestätigt die Finanzprognose für das Gesamtjahr 2017 wie im Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht. Die Prognose spiegelt Medigenes weitere Fokussierung auf das Kerngeschäft Immuntherapien wider. Das Unternehmen plant im Jahr 2017 Gesamterlöse in Höhe von 8 -10 Mio. € zu erzielen. Nicht enthalten in der Umsatzprognose sind künftige Meilensteinzahlungen aus der bestehenden F&E-Partnerschaft mit bluebird bio oder Umsätze aus potenziellen neuen Transaktionen. Aufgrund der Fortschritte von Medigenes klinischen Entwicklungsprogrammen im Bereich der Immuntherapien sowie einem weiteren Personalaufbau rechnet Medigene im Jahr 2017 mit Forschungs- und Entwicklungskosten von 16 -18 Mio. € und einem EBITDA-Verlust von 16 -18 Mio. €. Medigene geht für 2017 von einem gesamten Finanzmittelverbrauch von 23 - 27 Mio. € aus, der unter anderem durch einmalige Sondereffekte für Investitionen in Laborinfrastruktur beeinflusst wird. Nicht enthalten in dieser Schätzung sind mögliche Zuflüsse aus künftigen Meilensteinzahlungen aus der bestehenden F&E-Partnerschaft mit bluebird bio oder aus potenziellen neuen Transaktionen. Auf Basis der derzeitigen Planungen ist das Unternehmen bis deutlich über den Prognosezeitraum von zwei Jahren hinaus finanziert und bis zu den Zeitpunkten, an denen Daten aus der DC-Studie und den TCR-Studien vorliegen werden. Ausblick Immuntherapien: T-Zell Rezeptor (TCR) modifizierte T-Zellen Medigenes erste eigene klinische Studie mit TCR-modifizierten T-Zellen („MDG1011") wird voraussichtlich vor Ende 2017 beginnen. Der Zulassungsantrag für die Durchführung dieser Phase I/II-Studie in drei Blutkrebsindikationen (Akute Myeloischer Leukämie (AML), Myelodisplastisches Syndrom (MDS) und Multiples Myelom (MM)) wurde nach der Berichtsperiode, im Juli 2017, beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zur Prüfung eingereicht. Zusätzlich ist Medigene an einer öffentlich geförderten prüfarzt-initiierten (IIT) Phase I-Studie beteiligt, die ebenfalls 2017 beginnen soll. Dabei handelt es sich um die erste klinische Studie mit TCR-modifizierten T-Zellen in Deutschland. Zudem werden neue TCRs spezifisch für vielversprechende Tumor-assoziierte Antigene isoliert und charakterisiert. Medigene geht auch davon aus, im Jahr 2017 gute Fortschritte in der Kollaboration mit dem Partner bluebird bio zu erzielen. DC-Vakzine (DCs) Medigene wird die laufende Phase I/II-Studie zur Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) weiter wie geplant fortsetzen und erwartet, die Patientenrekrutierung im Laufe des Jahres 2017 erfolgreich abschließen zu können. Die finalen Studiendaten sollen wie geplant im zweiten Halbjahr 2019 vorliegen. T-Zell-spezifische Antikörper (TABs) Die präklinische Entwicklung der T-Zell-spezifischen Antikörper (TABs) wird weitergeführt mit dem Ziel, „proof of principle" zu erreichen. Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDER MEDIGENE AG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017 UND 2016scroll
KONZERN- GESAMTERGEBNISRECHNUNGDER MEDIGENE AG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017 UND 2016scroll
1)
Ertragsteuereffekte sind nicht angefallen. KONZERN-BILANZDER MEDIGENE AG ZUM 30. JUNI 2017 UND 31. DEZEMBER 2016AKTIVA scroll
KONZERN-KAPITALFLUSS-RECHNUNGDER MEDIGENE AG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017 UND 2016scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNSRECHNUNG-VERÄNDERUNGSRECHNUNGDER MEDIGENE AG FÜR DIE PERIODEN 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017 UND 2016scroll
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Anhang zum Konzern-ZwischenabschlussDER MEDIGENE AG, PLANEGG/MARTINSRIED, FÜR DIE PERIODE VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017A. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENDie Medigene AG, Planegg/Martinsried (im Folgenden „Medigene" oder „Gesellschaft"), zusammen mit ihren konsolidierten Tochtergesellschaften (im Folgenden „Konzern"), ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen entwickelt hochinnovative Immuntherapien zur Behandlung von verschiedenen Krebsarten und -stadien. Dabei konzentriert sich Medigene auf personalisierte, T-Zell-gerichtete Therapieansätze. Entsprechende Projekte befinden sich in verschiedenen Stadien der präklinischen und klinischen Entwicklung. Die Hauptaktivitäten des Konzerns sind im Anhang unter E) „Segmentberichterstattung" dargestellt. Die Medigene AG ist seit Juni 2000 börsennotiert (Deutsche Börse: Geregelter Markt, Prime Standard; TecDAX, WKN A1X3W0; Kürzel MDG1, ISIN DE000A1X3W00). B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEGrundlagen für die Erstellung des Zwischenabschlusses Als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen im Sinne von Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr.1606/2002 wendet die Medigene AG die International Financial Reporting Standards an, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die vorliegenden ungeprüften Zwischenabschlüsse wurden in Übereinstimmung mit dem von der EU angenommenen Standard IAS 34 „Zwischenberichterstattung" erstellt. Nach Ansicht des Vorstands des Unternehmens spiegeln die vorliegenden Zwischenabschlüsse alle Geschäftsvorfälle wider, die für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu den am 30. Juni 2017 und 2016 endenden Perioden erforderlich sind. Die vorliegenden Zwischenabschlüsse enthalten nicht alle Informationen und Angaben, die für die Erstellung eines Jahresabschlusses erforderlich sind. Daher sollte der Zwischenabschluss im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss 2016 gelesen werden. Der vorliegende Zwischenabschluss der Medigene AG wurde vom Vorstand am 2. August 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. Änderungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätze der vorliegenden konsolidierten Zwischenabschlüsse entsprechen grundsätzlich denen, die Medigene bereits im Konzernjahresabschluss 2016 angewendet hat. Konzern-Unternehmen Neben der Muttergesellschaft, der Medigene AG in Planegg/Martinsried, gehören zum Konzern die 100 %ige Tochtergesellschaft Medigene Immunotherapies GmbH, Planegg/Martinsried, die im Jahr 2014 erworben wurde, sowie die 100 %ige Tochtergesellschaft Medigene, Inc., San Diego, Kalifornien, USA, nach ihrer Akquisition im Jahr 2001. Das Tochterunternehmen Medigene, Inc. hält zum Ende der Berichtsperiode 38,21 % der Anteile an der Aettis, Inc. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGGesamterlöse In den ersten zwei Quartalen 2017 wurden im Kerngeschäft Immuntherapien Umsätze aus der 2016 vereinbarten Kooperation mit dem US-Unternehmen bluebird bio, Inc. (bluebird bio) in Höhe von T€ 2.252 erzielt (6M-2016: T€ 0). Diese Umsatzerlöse bestehen aus einer anteiligen Realisierung der 2016 erfolgten Vorauszahlung sowie aus der Rückerstattung von Forschungs- und Entwicklungskosten, die im Rahmen der Kooperation während der Berichtsperiode entstanden sind. Außerhalb des Kerngeschäfts erzielte Medigene Umsatzerlöse für das verpartnerte Medikament Veregen® sowie sonstige betriebliche Erträge für veräußerte Produkte. Medigenes Veregen®-Umsätze setzen sich in der Regel aus Umsatzbeteiligungen, Produktlieferungen an die Vertriebspartner und Meilensteinzahlungen zusammen. Diese Veregen-Umsätze verringerten sich in den ersten sechs Monaten 2017 leicht um 3 % auf 1.348 T€ (6M-2016: 1.385 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im ersten Halbjahr 2017 1.315 T€ (6M-2016: 4.085 T€). Der höhere Betrag im Vorjahr ging auf einen Sondereffekt in Höhe von 2.365 T€ durch den Netto-Gewinn aus dem Verkauf von Medigenes ehemaligem Medikamentenkandidaten EndoTAG® zurück. Zudem verbuchte Medigene auch im ersten Halbjahr 2017, wie bereits in den Vorjahresperioden, gleichbleibend regelmäßige, nicht zahlungswirksame Erträge in Höhe von 1.247 T€ im Zusammenhang mit einem Vertrag mit dem US-Finanzinvestor Cowen Healthcare Royalty Partners, USA („Cowen") für Medigenes ehemaliges Medikament Eligard®. Die Gesamterlöse des Unternehmens sanken damit in den ersten sechs Monaten 2017 aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr (Verkauf von EndoTAG®), die zum großen Teil durch Erlöse aus der bluebird bio-Partnerschaft kompensiert wurden, um 10 % auf 4.915 T€ (6M-2016: 5.470 T€). Bruttoergebnis Das Bruttoergebnis sank im ersten Halbjahr 2017 aufgrund der geringeren Umsatzerlöse aus dem Nicht-Kerngeschäft um 8 % auf 4.321T€ (6M-2016: 4.697 T€). Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten des Unternehmens stiegen in den ersten sechs Monaten 2017 um 8 % auf 4.338T€ (6M-2016: 4.013 T€), insbesondere durch Veränderungen in der Vorstandsstruktur und einem erhöhten Aufwand für Investor-Relations. Forschungs- und Entwicklungskosten Medigenes Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2017 planmäßig um 46 % auf 7.436 T€ (6M-2016: 5.079 T€). Der Anstieg dieser Kosten ist auf Medigenes Fortschritte in der Durchführung und Planung klinischer Studien für die Immuntherapie-Programme sowie auf ein vergrößertes Team von Wissenschaftlern und Labormitarbeitern in diesem Bereich zurückzuführen. Finanzergebnis Die Netto-Zinsaufwendungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf -1.011 T€ (6M-2016: -499 T€). Die Zinsaufwendungen enthalten in den ersten sechs Monaten 2017 im Wesentlichen die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in Höhe von 574 T€ (6M-2016: 18 T€) aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert des Meilensteins gegenüber den vormaligen Gesellschaftern der Medigene Immunotherapies GmbH, und ebenso nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen in Höhe von 542 T€ (6M-2016: 603 T€), die aus der Bewertung der Finanzschuld im Zusammenhang mit dem Cowen-Vertrag resultieren. Im sonstigen Finanzergebnis sind zudem bedingte Kaufpreiszahlungen in Form von Umsatzbeteiligungen an Am-gens Medikament ImlygicTM in Höhe von insgesamt 240 T€ für das erste Halbjahr 2017 (6M-2016: 136 T€) enthalten. Medigene hat im Dezember 2015 100 % der Medigene Ausgründung Catherex Inc. an Amgen verkauft. Medigene hat Anspruch auf zusätzliche Kaufpreiszahlungen, die mit dem Erreichen bestimmter verkaufsabhängiger Meilensteine für ImlygicTM verknüpft sind. Zudem erhält Medigene bis zum Ende des Jahres 2020 bedingte Kaufpreiszahlungen in Form der Umsatzbeteiligungen an ImlygicTM. Währungsgewinne Im ersten Halbjahr 2017 entstanden aufgrund des schwächeren US-Dollar-Kurses Währungsgewinne in Höhe von 827 T€ (6M-2016: 215 T€). Die Währungsgewinne resultieren im Wesentlichen aus der nicht zahlungswirksamen Bewertung der Finanzschuld aus dem Cowen-Vertrag. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZFinanzielle Vermögenswerte Der Wert der finanziellen Vermögenswerte belief sich zum 30. Juni 2017 auf 5.742 T€ (31.12.2016: 5.871 T€). Sie beinhalten im Wesentlichen die Anteile an der Immunocore Ltd. (32.407 Ordinary Shares), die zu einem beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, der zum 30. Juni 2017 5.545 T€ betrug (2016: 5.675 T€). Die Anteile an der Immunocore Ltd. sind den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten zugeordnet und zum beizulegenden Zeitwert angesetzt, der zur Stufe drei der Hierarchie beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten zählt und sich auf jüngste Veräußerungen der Ordinary Shares stützt. Da die Anteile in Britische Pfund gehalten werden, wurde die Bewertung mit dem entsprechenden Wechselkurs zum Periodenende angepasst. Sonstige Vermögenswerte Zum 30.06.2017 weist der Konzern eine Forderung gegenüber SynCore aus der Übertragung aller EndoTAG®Rechte einen Betrag in Höhe von 2.610 T€ aus (31.12.2016: 3.493 T€), die aus einem langfristigen Anteil in Höhe von 1.610 T€ und einem kurzfristigen Anteil in Höhe von 1.000 T€ besteht. Die Forderung entspricht den ursprünglich vereinbarten und abgezinsten 5 Mio. € aus dem Vertrag vom 17. Dezember 2015, der in fünf jährlichen Raten bezahlt wird. Die zweite Rate in Höhe von 1 Mio. € hat Medigene im Januar 2017 enthalten. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital stieg im ersten Halbjahr 2017 von 20.136.887,00 € zum 31. Dezember 2016 um 1.981.725,00 € auf 22.118.612,00 € zum 30. Juni 2017. Die Erhöhung resultiert zum einen aus 17.126 ausgegebenen neuen Aktien aufgrund gewandelter Aktienoptionen. Die Ausgabe weiterer 1.964.599 neuer Aktien erfolgte im Rahmen der im Mai 2017 abgeschlossenen Barkapitalerhöhung im Wege einer Privatplatzierung unter Ausschluss der Bezugsrechte, welche am 8. Mai 2017 in das Handelsregister eingetragen wurde. Das gezeichnete Kapital war zum 30. Juni 2017 in 22.118.612 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt, die zum Bilanzstichtag ausgegeben und frei handelbar waren. Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Schulden in Höhe von 5.637 T€ zum Bilanzstichtag (31.12.2016: 7.208 T€) schließen im Wesentlichen den kurzfristigen Anteil der Verbindlichkeit aus der Abtretung der zukünftigen Zahlungsflüsse aus der zweiprozentigen Eligard®-Umsatzbeteiligung an den US-Finanzinvestor Cowen in Höhe von 1.586 T€ (31.12.2016: 1.494 T€) und die Verbindlichkeit für die Zahlung künftiger Meilensteine gegenüber den vormaligen Gesellschaftern der Medigene Immunotherapies in Höhe von 2.000 T€ (31.12.2016: 1.426 T€) ein. Die letzte von drei Meilensteinzahlungen an die vormaligen Gesellschafter der Medigene lmmunotherapies ist mit der weiteren Entwicklung von Medigenes Immuntherapie-Programmen verbunden. Nach dem Berichtszeitraum, am 10. Juli 2017, hat Medigene das Erreichen dieses Meilensteins gemeldet und die entsprechende Zahlung innerhalb von fünf Monaten angekündigt. Diese wird voraussichtlich in Form neuer Aktien erfolgen. Da die Zahlung dieses Meilensteins nicht mehr bedingt ist, und aufgrund ihrer kürzeren Fälligkeit entspricht der Zeitwert der bedingten Gegenleistungen dem vertraglichen Betrag in Höhe von 2.000 T€. Der Effekt aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit betrug in der Berichtsperiode 574 T€ und wird in Zinsaufwendungen ausgewiesen. Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden beinhalten unter anderem den langfristigen Anteil der Verbindlichkeit aus der Abtretung der zweiprozentigen Eligard®-Umsatzbeteiligung an Cowen. Diese Bilanzposition betrug zum Bilanzstichtag 7.832 T€ (2016: 9.417 T€) und wird über die restliche Eligard®-Patentlaufzeit von noch etwa fünf Jahren getilgt. Die Umsatzabgrenzungsposten beliefen sich zum Stichtag auf 10.725 T€ (31.12.2016: 12.512 T€). Sie bestehen aus den langfristigen Umsatzabgrenzungen in Höhe von 7.150 T€ (31.12.2016: 8.937 T€) sowie den kurzfristigen Umsatzabgrenzungen in Höhe von 3.575 T€ (31.12.2016: 3.575 T€) der einmaligen Vorauszahlung (Upfront-Payment) aus der strategischen Forschungs- und Entwicklungskooperation mit bluebird bio. E. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGGeschäftsbereiche Der Konzern ist in zwei Hauptgeschäftsbereiche gegliedert: „Immuntherapien" (Kerngeschäft) und „Auslizenzierte/veräußerte Produkte" (Nicht-Kerngeschäft). Die Segmente setzen sich wie folgt zusammen: Entwicklung und Vermarktung von Immuntherapien (Kerngeschäft)
Auslizenzierte/veräußerte Produkte (Nicht-Kerngeschäft)
Die Erlöse der einzelnen Segmente stammen aus externen Geschäftsbeziehungen. Die Verrechnungspreise zwischen den Geschäftsbereichen und Regionen werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt. Die allgemeinen Verwaltungskosten werden nach bestimmten Verteilungsschlüsseln, die die laufenden Geschäftstätigkeiten widerspiegeln, auf die einzelnen Segmente zugeordnet. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN scroll
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Die Überleitung enthält Angaben, die keinem anderen Segment zuzuordnen sind, da sie
keine eigenen Aktivitäten darstellen. F. SONSTIGE ERLÄUTERUNGENNahestehende Unternehmen und Personen Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten Personen bzw. Unternehmen, die von der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst werden können bzw. die auf die Gesellschaft maßgeblich Einfluss nehmen können. Nahestehende Personen sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sowie das Unternehmen Aettis, Inc. Zum 30. Juni 2017 hält Medigene 38,21 % (31.12.2016: 38,21 %) Anteile an der Aettis, Inc., Bala Cynwyd, PA, USA. Im Berichtszeitraum fanden keine Transkationen mit der Aettis, Inc. statt. Zum 30. Juni 2017 weist der Konzern eine Forderung gegenüber SynCore in Höhe von 2.610 T€ aus (31.12.2016: 3.493 T€), siehe oben unter sonstige Vermögenswerte. Dr. Yita Lee, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Sinphar Gruppe in Taiwan, wurde von der Hauptversammlung 2013 zum Aufsichtsratsmitglied der Medigene AG berufen und 2016 mit einer Amtszeit bis 2019 wiedergewählt. SynCore hat gemäß Stimmrechtsmitteilung vom 17.10.2016 die Anteilsschwelle von 3 % unterschritten. Dr. Keith Manchester, Managing Director und Head of Life Sciences QVT Financial LP, wurde im Mai 2017 von der Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied berufen. Die von QVT geführten Fonds halten 2.935.109 Aktien der Medigene AG gemäß letzter Stimmrechtsmitteilung vom 13. Januar 2017. Zwischen QVT und Medigene bestehen über die genannte Investitionstätigkeit hinaus keine geschäftlichen Beziehungen. Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie der Anteilsbesitz einzelner Organmitglieder sind unter -> G)»Vorstand und Aufsichtsrat« aufgeführt. Im ersten Halbjahr 2017 gab es darüber hinaus keine Transaktionen zwischen dem Konzern und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen. Eventualverbindlichkeiten Für die nachfolgend aufgeführten Eventualverbindlichkeiten war keine Rückstellung zu passivieren, da das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich gilt. Medigene hat im Jahr 2004 eine Vereinbarung mit dem Insolvenzverwalter der MBT (vormals „Munich Biotechnology') abgeschlossen, nach der für den Fall des Erreichens bestimmter Meilensteine Zahlungen von Medigene an den Insolvenzverwalter vereinbart wurden, u.a. eine Meilensteinzahlung im Falle des Beginns einer klinischen Phase III für EndoTAG®-1. Im Zusammenhang mit dem Abschluss des Vertrags mit SynCore im Juli 2012 hat das Unternehmen mit dem Insolvenzverwalter eine Einigung erzielt, die vorsieht, dass Medigene keine Meilensteine mehr zahlt, sondern lediglich einen geringen prozentualen Betrag aus den erzielten Einnahmen abführen muss. Der Gesamtbetrag ist hiernach stufenweise auf bis zu 11 Mio. € begrenzt. Aus Sicht der Unternehmensleitung sind hierfür derzeit keine Rückstellungen zu bilden, da die entsprechenden Zahlungen erst ab dem Erreichen bestimmter Ereignisse fällig werden. Das Eintreten dieser Ereignisse war zum Stichtag nicht wahrscheinlich. Das Unternehmen mietet Büro- und Laborräume, Büroeinrichtungen, Laborgeräte sowie Fahrzeuge, die operatives Leasing darstellen, da der Konzern aufgrund der vertraglichen Vereinbarung weder Chancen noch Risiken trägt. Die Leasingvereinbarungen weisen unterschiedliche Konditionen, Mieterhöhungsklauseln und Verlängerungsoptionen auf. Der Konzern hat bei diesen Vereinbarungen je nach Vertrag eine Kündigungsfrist von einem Monat bis zu vier Jahren. G. VORSTAND UND AUFSICHTSRATVERGÜTUNG, „DIRECTORS' HOLDINGS" UND ERLÄUTERUNGEN ZU BEZUGSRECHTEN scroll
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Mitglied des Aufsichtsrats seit 24.05.2017 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Planegg/Martinsried, den 2. August 2017 Der Vorstand Prof. Dr. Dolores J. Schendel, Vorstandsvorsitzende (CEO/CSO) Dr. Thomas Taapken, Mitglied des Vorstands (CFO) FINANZKALENDER9. November 2017 Quartalsmitteilung 9M-2017 Presse- und Analystentelefonkonferenz MARKENRECHTLICHE HINWEISEMedigene®, Veregen® und RhuDex® sind Marken der Medigene AG. Medigene ImmunotherapiesTM ist eine Marke der Medigene Immunotherapies GmbH. EndoTAG® ist eine Marke der SynCore Biotechnology Co., Ltd. Diese Marken können für ausgewählte Länder Eigentum oder lizenziert sein. IMPRESSUMHerausgeber Medigene AG Lochhamer Str. 11 82152 Planegg/Martinsried T +49 (89) 2000 33-0 F +49 (89) 2000 33 29 20 Kontakt Public 6 Investor Relations Julia Hofmann, Dr. Robert Mayer T +49 (89) 20 00 33-33 01 investor@medigene.com public.relations@medigene.com ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und Erwartungen der Unternehmensleitung der Medigene AG zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Quartalsberichts beruhen. Diese Annahmen und Erwartungen sind unvorhersehbaren Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten ausgesetzt, so dass keine Garantie besteht, dass sich die Annahmen und Erwartungen auch als richtig erweisen. Eine Vielzahl solcher Risiken und Unwägbarkeiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der Medigene AG unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen das zukünftige Marktumfeld sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen angestrebter Synergieeffekte sowie gesetzliche und politische Entscheidungen. Die Medigene AG kann nicht ausschließen, dass die tatsächlichen Entwicklungen erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen abweichen. Weder beabsichtigt die Medigene AG, noch übernimmt sie eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Geschäftsberichts anzupassen. Der Bericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen hat die deutsche Fassung des Berichts Vorranggegenüber der englischen Übersetzung. |
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